Unterhaltung

Wohl dem, der Sprache noch verwendet,
zur Unterhaltung – denn wo´s endet,
im anderen Falle, nun, das zeigt,
das Internet – trotz „mag“ und „like“.

Heut empfand ich´s gerade wieder,
wie schön das ist – nicht dumm, nicht bieder,
wenn man sich Aug in Auge trifft,
sich unterhält – ganz ohne Gift.

Wenn man gemeinsam Themen hat,
sich auszutauschen – hey, dann klappt,
es auch, dass man danach gern sagt:
So war´s gut – ein schöner Tag.

Ob der FC, ob Oskars Worte,
das sind Themen von der Sorte,
in die man hin und wieder dann,
voll Freude sehr tief tauchen kann.

Ich hab die Worte heut genossen,
Gedanken, die aufs Neue sprossen,
sowie die Freude – aber klar,
auf ´18 – na, den Februar.

Oskars Worte gern verlesen,
und sich dran freuen, meine Thesen,
wenn´s bei den Hörern was erweckt.
Wenn´s Gehörte ankommt, schmeckt.

Wenn Oskar mich mit „wahrer“ Stimme,
anspornt schwinden mir die Sinne.
Ihr glaubt ja kaum, wie´n greiser Mann,
sich am Spiel erfreuen kann.

Ich kann´s – ich bin so – kaum erwarten,
die Planung, die wir heute machten,
im Realen einst zu sehen.
Oh, mein Gott, wie ist das schön.

Frau Dr. Ute Bermann-Klein,
liebe Ute, so soll´s sein.
Ich freu mich drauf – macht das wohl Sinn(?),
denn es ist ja lang noch hin.

Die VHS – ich bin bereit,
gibt uns bald die Möglichkeit,
den Raben und dazu sein Leben,
vorzustellen – seit gerade eben.

Gitta wieder an der Seite,
was mich freut – ich nicht bestreite.
Wäre alles, was passiert,
so leicht und wenig kompliziert.

Mit Worten Menschen zu verbinden,
ist wundervoll – so mag ich´s finden.
Und wer uns folgt, wer ebenso,
der setzt ein Like – wir wären froh.   24.10.17
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Der Hof

Das erste Stück Erinnerung,
ich war noch klein und brav und jung.
Ich sitze dort im Kinderwagen,
so wie heute: …nichts zu sagen.

Um mich herum gibt’s dort ein Bild,
das schon lange nicht mehr gilt.
Vom Früher eine ferne Spur,
die Veränderung erfuhr.

Jahr für Jahr ein wenig mehr,
vom dem ich sage, hinterher,
es ist geworden, wie ich´s mag.
Ewig jung – das Haus betagt.

Die Kinder sind hier groß geworden,
Besuche gab´s, gleich wilden Horden.
Hier gelebt, gelacht, geliebt.
Schön, dass es das alles gibt.

Gefeiert, Freunde die gern kommen,
alles gerne angenommen.
Wir fühlen uns hier wohl am Ort,
sowie in Haus und Hof – mein Wort.

Die erste Lesung, die´s hier gab.
Manches Auf und manches Ab.
Frau Hund, die heut den Hof bewacht.
Alles das, was Freude macht.

Das „Mäuerchen“ – Frau General,
entfernte es mit einem Mal.
Heute weiß ich – das war gut.
Veränderung braucht manchmal Mut.

Die Überdachung, die gelang.
Ich war kritisch – Mann oh Mann.
Heut fühle ich mich wohl darin.
Ganz genau, das ist der Sinn.

Nun schrieb ich heute, froh und munter,
ganz genau, perfekt, darunter.
Tauchte, ja, das darf so sein,
tief in die Geschichten ein.

Freue mich, das ist nicht dumm,
an der Welt um uns herum.
Und dass das Haus 200 Jahr,
demnächst in ´18 – das ist wahr.

Zur Feier – ja, das klingt sehr klug,
ist das wohl an Grund genug.
Im Juli – hey, ich freu mich sehr.
Ein Heim und Hof – was willst du mehr.

Eine Lesung dieses Jahr?
Ich weiß es nicht, es ist wohl wahr:
Das neue Buch erschien noch nicht.
Der Hof erstrahlt, erblickt´s das Licht.  05.06.17
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Regenbogen

Rund und bunt, der Regenbogen.
Heute ist er eingezogen,
langsam, sicher, mit Verstand,
dargebracht aus Kinderhand.

Nach und nach die Farben wählen,
dabei dann von dem Zelt erzählen,
in dem man froh Geschichten hört.
Vom Rausch der Farben wie betört.

In Wirges heut, im stolzen Dom,
gab's die Geschichte nun zum Lohn.
Die Vorbereitung war vorbei.
Kommunion - und wir dabei.

Die Liebste weinte erste Tränen.
Muss sie sich nun dieser schämen?
Ganz gewiss nicht - als das Kind,
ihre ersten Schritte nimmt.

Feierlich den Einzug hält,
in den Dom - ja, das gefällt.
Feierlich - im weißen Kleid,
für das, was kam perfekt, bereit.

Ein Gottesdienst - ich sag es ja,
wie ich diesen selten sah.
Gitarrenklänge - kindgerecht.
Blieb es so, wär das nicht schlecht.

Klatschend und melodisch, offen.
Ich würde wünschen, würde hoffen,
so könnt Kirche immer sein.
Dann stimmte ich sehr fröhlich ein.

Man merkte diesen Kindern an,
auch unserer Anna, was begann.
Die Aufregung, zu Anfang groß,
ging es da voll Inbrunst los.

Als die Regenbogenfarben,
dort vor den Altar getragen,
in Blau, Indigo - ...weiterhin,
spürte ich, dies Tun macht Sinn.

Ein guter Pfarrer, der versteht,
um was es für die Kinder geht,
ist mit seiner Art Geschenk.
Wichtiger, als man das denkt.

Als ich bei unserer Feier saß,
mit vollem Teller, vollem Glas,
da fragte man, ob es wohl reicht,
dazu zu schreiben - tja, vielleicht...

Der Regenbogen - das passiert,
hat mich schon lange inspiriert.
Drum Anna, soll nun dieser Reim,
ein wenig an Erinnerung sein.   24.04.17
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Kommunion in Wirges

Mein Gott, wo sind die Jahre hin?
Ich weiß noch, wie erfreut ich bin,
als dieses Kind - das beste Stück,
das Licht von seiner Welt erblickt.

8 Jahre ist das nun schon her.
Es fällt fast die Erkenntnis schwer:
Das Kind, es geht am Sonntag schon,
mit zur heiligen Kommunion.

Tritt bald in die Gemeinschaft ein,
der Gläubigen - sehr bald wird's sein.
Ein Schritt hin zum Erwachsenwerden.
Die sichere Hand auf unserer Erden.

Die Taufe war der erste Schritt.
Damals nahmen wir sie mit.
Heute geht das Kind nun schon,
ganz stolz allein - ob Tochter, Sohn.

Weißer Sonntag - großes Fest,
das kleine Herzen schlagen lässt,
aufgeregt und hoch und schnell.
Es strahlt ein Licht besonders hell.

Leib Christi erstes Mal empfangen.
Jetzt dauert's nicht mehr wirklich lange.
Die Hände reichen vorm Altar,
der große Tag wird endlich wahr.

Der Mann am Kreuze schaut und schweigt.
Alles hat halt seine Zeit.
Es spüren unsere Kinder Glück.
Ein besonderer Augenblick.

Die Feier folgt - und die Geschenke.
Viele, die jetzt an sie denken.
Die Kirche voll - Gesang steigt laut.
Was bleibt, ist leichte Gänsehaut.

21 an der Zahl,
aus nur drei Orten - hier im Tal.
Jedes Kind - und das bewegt,
das sein Herz in Christus legt.

Das Kreuz ist das Symbol der Güte.
Unsere Kinder - in der Blüte,
ihres Lebens ziehen still,
zur Kirche ein - wie Gott das will.

Kerzen haltend in den Händen,
das A, das O für Anfang, Ende.
In schwarzem Anzug, weißem Kleid.
Wunderschön erfüllte Zeit.

Wie schön, dass wir sie leiten dürfen,
mit ihnen Sinn des Daseins schürfen.
Die Kommunion gehört dazu.
Mit der Gemeinde du auf du.    18.04.17
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Verrückte

Die halbe Welt - da hilft nur Beten,
besteht nur aus komplett Verdrehten.
Aus Verrückten, Aufgeweichten,
gefährlich hirnlos - sondergleichen.

Hier ein Anschlag, dort ein Drama.
Trump ersetzte Herrn Obama.
Hier ein Spinner mit dem Beil.
Jeder denkt sich grad sein Teil.

Ein Junge, der ein Kind ersticht,
kaum noch jemand ist ganz dicht.
Dazu die Politik mit Phrasen.
Super, hilfreich - tolle Phasen.

Terroristen und Verdrehte.
Versager, Kranke, Stets-zu-Späte.
Aufgehetzte, einfach Kranke,
nicht mehr unsere Welt - nein, danke.

Alles Unsinn, nicht zu fassen.
Doch mir mein Leben nehmen lassen?
Ganz bestimmt nicht - liegt mir ferne.
Dazu bin ich viel zu gerne.

Ideologien, die sich streiten?
Sollen's gerne tun, beizeiten,
irgendwo gut weggesperrt.
Dort hat's nicht Sinn - doch trotzdem Wert.

Denn wir, wir haben wieder Frieden.
Ob im Norden, Westen, Süden,
selbst im Osten... - gut, na ja,
nicht alles, was man träumt, wird wahr.

So werde ich nun weiter schreiben,
und dazu verträglich bleiben.
Die Welt verändern? - ich nehm's hin,
schaff ich nicht - macht keinen Sinn.

Warum mir das den Kopf heut streift?
War zu früh wach - und daher reif,
zur "Reise" durch das Internet.
Am Samstagmorgen, früh, im Bett.

Las von Reizgas, Totschlag auch,
von nichts, das man so wirklich braucht.
Jeden Tag ein neuer Fall.
Die Welt hat einfach einen Knall.

Mag sein, der Infos stete Flut,
ist nicht immer wirklich gut.
Doch trotzdem ändert's nichts daran,
dass etwas schiefläuft - Mann oh Mann.

Und dennoch sag ich - ohne Schämen:
Ich lasse mir den Spaß nicht nehmen!
Gottseidank beruhigt es mich:
Genügend denken noch wie ich.   13.03.17
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Hans Georgi liest Erich Kästner

Im Kino Elsdorf, großer Saal,
saß ich – ich hatt keine Wahl,
zwischen Menschen – viele fremd,
um zu lauschen, was man kennt.

Was mich erwartet? – Tiefe, Lust?
Ich hab´s vorher nicht gewusst.
Ich ging hin – ich lauschte still,
auf das, was Erich sagen will.

Tiefer Grund bei den Gedichten.
Dazu erzählt der Mann Geschichten,
der dort auf der Bühne steht.
Hans Georgi – Mittwoch, spät.

Wir lernten Kästner anders kennen,
als ich´s geahnt – ich will´s so nennen:
Wenn sich die Gedanken teilen,
hört man zwischen allen Zeilen..

..was Kästner über Jahre hin,
uns heut sagen will, macht Sinn.
Pointen, messerscharf gesetzt,
passen auch aufs Hier und Jetzt.

Kästner spricht am „Telefon“.
Ein Wunderwerk der Telekom.
Verstehen tu ich´s heut noch nicht,
da er auf Wolken Skatblatt drischt.

Als man fast zum Ende dann,
der wahren Stimme lauschen kann,
verursacht´s mir die Gänsehaut.
Eindringlich kam jeder Laut.

Ob es heut die Helden gibt?
Ich weiß es nicht – Erkenntnis blieb,
dass ich hoffe – sehr bewusst,
dass ich´s nie erfahren muss.

Danke für des Abends Stille,
angereichert mit der Fülle,
der Worte, die der Saal vernahm.
Manchmal stichelnd, manchmal zahm.

Ich weiß, da ich das Wort sehr liebe,
um die Kraft – …das, was geschrieben,
überdauert – lange schon,
manche Jahre – Ton um Ton.

Ob man meine Worte kennt,
später… - nun, das ist mir fremd.
Doch heute bringe ich nun hier,
die Empfindung zu Papier.

Danke für Besinnlichkeit.
Danke für erfüllte Zeit.
Ich lernte – darf ich das so nennen (?),
Erich Kästner erstmals kennen.     12.01.17
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Jahreswechsel 2016-2017

Das Jahr, das eben erst begann,
und ohne Inhalt vor uns lag,
ist jetzt – und nicht erst irgendwann,
beendet – es bleibt grad 1 Tag.

Mit lieben Menschen angestoßen,
bei Sekt ein gutes Jahr erträumt.
Hineingegangen mit sehr großen,
Hoffnungen – zu Recht, wie´s scheint.

Schöne Tage sind´s gewesen,
trübe, klar, gab´s auch dabei.
Ihr konntet meine Worte lesen.
Ich streute sie – ich war so frei.

Hab erzählt von manchen Träumen,
von dies und jenem, Wirklichkeit.
Von Menschen, die es ehrlich meinen,
von intensiv erlebter Zeit.

Von Reisen und Konzertgenüssen,
von Lesungen, vom Fußballstress,
vom Auch-mal-einfach-still-sein-müssen.
Von allem, das mich fliegen lässt.

Die Monate, sie schlichen leise,
und ehe man sich recht versah,
nahm das Jahr uns mit auf Reise.
Der Dezember - lang schon da.

Man sagt, es laufe immer schneller.
Inzwischen glaube ich das auch.
Geschwindigkeit, auf alle Fälle,
die niemand will – die niemand braucht.

Der letzte Tag des alten Jahres.
Erinnerung, na klar, sie bleibt.
Aktiv Erlebtes, das ist Wahres.
Auch in ´17 – bin bereit.

Das neue Jahr wird bald beginnen,
wir grüßen es mit Freuden schon.
Man kann dem eh ja nicht entrinnen.
Hoffen wir, dass es sich lohnt.

Es soll Gesundheit mit sich bringen,
Glück, Erfolg, viel Spaß und Kraft.
Und leider wird es nicht gelingen:
Für´n FC die Meisterschaft.

Dass all die Menschen um uns bleiben,
die man liebt und die man mag.
Kommt es so, mag ich es leiden,
2017 – Tag für Tag.

So wünschen wir nun endlich allen:
Rutscht besonders gut hinein.
Die Würfel sollen glücklich fallen,
dann kann es nur ein Prachtjahr sein.   30.12.16
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Ein Sonntag im Advent

Nun sitze ich - wie man mich kennt,
am frühen Sonntag im Advent,
brav und sittsam an dem Platz,
den meine Frau mir weist - mein Schatz.

Sie sprach, ich soll mich ruhig verhalten,
einfach mal aufs Nichts-Tun schalten.
Ich bin folgsam, tippe still,
auf meinem iPad - weil ich's will.

Denn mir ist grad eingefallen,
ganz spontan - und wahr vor allem,
dass ich adventlich noch nichts schrieb.
Schlimm? - Na ja, wie man das sieht.

Es war die Woche vollgepackt,
mit Terminen - tja, vertrackt,
da fehlte mir - es tut mir leid,
zum Faseln einfach stets die Zeit.

Da gab's Musik- und Arbeitsstress.
Selber schuld? - Ich stelle fest,
dass es ganz genauso war.
wie ich das wollte - das sei klar.

Gestern im Hospiz gewesen.
Im Internet zu sehen, zu lesen,
dass die Spende, wie gedacht,
am frühen Morgen überbracht.

Auf dem Weg nach Hause naht,
die Erkenntnis dieser Tat:
Das Geld ist da gut aufgehoben.
Man kann die Menschen dort nur loben.

Plötzlich sieht man - kaum zu glauben,
sich selbst erneut mit wachen Augen.
Erkennt, dass nichts - das ist gewiss,
einfach selbstverständlich ist.

Advent und die Besinnlichkeit.
Wir sind gern dazu bereit,
beim Schein der Kerzen nachzudenken.
Warmes Licht kann Freude schenken.

Das Lesen - ich tät's gerne wieder.
Es kommt so viel an Stimmung rüber.
An Menschen, an Zusammenhalt...
Ich werd besinnlich... - Werd ich alt?

Ein Jahr ist fast erneut vorbei,
alle, die ich mag dabei.
Alle, die ich liebe auch.
So wie es soll - wie man das braucht.

Und meine Worte reisen mit.
Durch die Jahre - Schritt für Schritt.
Eben auch, wie man mich kennt,
kurzes Statement - zum Advent.   04.12.16
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Weisheit (danke für die Anregung Maya Angelou via Jana)

Manche Worte klingen leise,
nach – in der Erinnerung.
Erscheinen dir als wahr und weise,
als unumstößlich, ewig jung.

Worte, die du gerade sagtest,.
fallen dem Vergessen zu.
Dinge, die du leichthin wagtest,
rauben selten Rast, noch Ruh.

Doch Gefühle, die du schenktest,
eben – und im Augenblick,
unbewusst vielleicht nur lenktest,
kommen gern zu dir zurück.

„What you´ve said, will be forgotten,
What you did – will be unreal.
But never – deep at heart, in bottom,
how you made the people feel.”

Erweckte ich den Spruch zum Leben?
Weil´s ja nicht meine Sprache ist.
Versuchte nur ein Wiedergeben,
innerhalb gegebener Frist.

Las, vernahm ihn kürzlich, gestern,
und prägte ihn mir sorgsam ein.
Gebe ihn nun hier zum Besten,
ist er auch nicht wirklich mein.

Doch so viel Weisheit steckt darinnen,
so viel Wahrheit – sicherlich.
Er berührt mich, tief dort drinnen,
inspiriert mich – zum Gedicht.

Ich schmücke mich mit fremden Federn,
mit einer Weisheit – nicht von mir.
Reimen kann fast schließlich jeder,
doch ich, ich tu es – jetzt und hier.

Ich freue mich – das kann sich lohnen,
an Worten, die man mir grad schenkt.
Anregung – Inspirationen,
spornen schneller – als Ihr denkt.

12 Päckchen, um sie neu zu formen,
um auszudrücken, was ich fühl.
Außerhalb vom Plan, von Normen,
der Spaß an Worten – ist ein Spiel.

In andere Menschen, sich zu denken,
passiert mir häufig – gar nicht schlimm.
Danke für Den-Anlass-Schenken“,
zum neuen Reim – denn das macht Sinn.

Zumindest – bitte ums Vergeben,
für mich – wie´s Euch geht, weiß ich nicht.
Ich mag das, wenn die Worte leben,
es ist ein Weg – zu meinem Ich.    17.02.16
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Neujahrstag 2016

Das alte Jahr ist grad vorbei.
Das neue Jahr - ich bin so frei,
verdiente sich noch keinen Orden.
Aus der 5, die 6 geworden.

Der 5, da hinten Tschüss gesagt,
gestern, am Silvestertag.
Ein Jahr, das nicht ganz einfach war,
ist nun vorbei - hey, wunderbar.

Die 6, sie kann's mit manchen Sachen,
eigentlich nur besser machen.
Das ein und andere braucht man nicht.
Aus und Ende - endlich Schicht.

Was ich mir Wünsche von der 6?
Ein schönes Jahr - und zwar relaxt.
Ohne großen Stress - gesund,
farbenfroh und reichlich bunt.

Dass beim nächsten Übergang,
hin zur 7 - ist noch lang,
die Menschen weiter bei uns sind,
die wir lieben - das gewinnt.

Dass mich weiter Worte finden,
Euch zu spamen, Euch zu schinden.
Dass ich weiter Spaß dran habe,
so wie heut - am frühen Tage.

Ein Leben - einfach selbstbestimmt,
für die Schönheit niemals blind,
die auch der kleinste Anlass zeigt,
Spaß zu finden - das erfreut.

Ein Jahr zum liebe Freunde treffen,
ein Jahr, um niemand zu vergessen.
Ein Jahr zum Cruisen und zum Reisen,
und - leider auch - zum leckeren Speisen.

Viel - und auch mal heftig Lachen,
sich wunderschöne Tage machen.
Arbeit haben - und behalten,
organisieren - mit gestalten.

Ich weiß, dass klingt nach furchtbar viel.
Doch hab ich - ehrlich - nur ein Ziel:
Dass die 6 - und zwar perfekt,
am Ende süß und sahnig schmeckt.

Was ich uns wünsche - klingt so leicht,
ich wünsche es für uns - und Euch.
Habt Spaß am Jahr - macht's Beste draus,
dann wird es prima - so sieht's aus.

Es hat nun grad mal angefangen,
bis zur 7 - ist's noch lange.
Wir und ich - wir wär'n bereit,
für eine traumhaft schöne Zeit.  01.01.2016
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Jahreswechsel 2015_2016

Dienstag/Mittwoch - um halb Viere,
aufgewacht - ich fühle, spüre,
diese Nacht ist fast vorbei.
Der junge Tag beginnt bald neu.

Ich lag im Bett - war lange wach,
hab über manches nachgedacht.
Über dies - und jenes auch,
was man möchte, will und braucht.

Dabei fiel mir dann plötzlich ein:
Das Jahr wird bald beendet sein.
1 Tag noch – und der Rest von heute,
dann geht's von vorne los - ins Weite.

Seiten, die noch leer sich zeigen,
im Tagebuch beredtes Schweigen.
Seiten, die's zu füllen gilt,
daraus entsteht am Schluss ein Bild.

Bunt soll's sein - gar keine Frage,
leuchtend helle, schöne Tage.
Und sollt es regnen zwischendrin,
macht's nur - wenn es ganz kurz ist, Sinn.

Ein Jahr, Entscheidungen zu finden,
im Stillen - oder sie zu künden.
Manche schlecht - die meisten gut,
mit bangem Herzen - oder Mut.

Ein Jahr zum Lachen - und zum Strahlen,
ein Jahr, so schön, als könnt man's malen.
Ein Jahr zum Reisen - weit, weit fort,
ein Jahr für manchen neuen. Ort.

Ein Jahr, um oft Musik zu hören,
ein Jahr - nichts soll die Ruhe stören.
Zeit zum Lesen - Zeit zum Schreiben,
und Zeit, um einfach Ich zu bleiben.

Zeit, um jeden Freund zu treffen,
ein Jahr, um niemand zu vergessen.
Vielleicht auch neue Freundschaft knoten,
Ein Jahr, um vieles auszuloten.

Gesundes Jahr - vor allen Dingen,
ein Jahr zum rundum Freude bringen.
Familie, Freunde - Ihr und ich.
Dazu vielleicht noch manch Gedicht.

Ein Jahr, ein neues Buch zu puschen,
ein Jahr, um mich hineinzupfuschen,
in die Phalanx - die sich dort tummelt,
auf Leipzigs Messe - Bauch, er grummelt.

Ich wünsche Euch ne tolle Zeit,
und mir dann auch - ich wär bereit,
für ein tolles neues Jahr.
Wird es so - ein Wunsch würd wahr.   30.12.2015
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Fast vorbei

Das alte Jahr – schon fast herum.
Ich nehme den Verlauf nicht krumm,
denn bei allem Stress – na ja,
war es doch – ein gutes Jahr.

Ich könnte maulen, könnte fluchen,
könnt wir was zum Meckern suchen,
doch wäre das – es ist halt so:
Schimpfen – ehrlich – auf Niveau.

Nicht jeder Tag war ausgefüllt,
mit Spaß und Freude – nein, es gilt,
auch zu sagen – manches Mal,
war es heftig – heut, egal.

Die schönen Zeiten – ungelogen,
haben einfach überwogen.
Ich hab entspannt – bei dem und dies,
erschuf mir selbst – mein Paradies.

Schrieb – und das mit klarem Ziel,
wurde mir der Stress zu viel.
Ihr könnt an vielen Seiten lesen:
Anlass ist genug gewesen.

Ließ das Reisen mir nicht nehmen.
Muss ich mich jetzt etwa schämen?
Mit der Liebsten hier und dort,
an manchem wirklich schönen Ort.

Hab Dampf bei der Musik gelassen.
Livemusik – die Klänge fassen,
mich – und machen mich verrückt.
Ich gebe zu – auch das ist Glück.

Lernte neue Menschen kennen,
könnte sie beim Namen nennen.
Doch wer gemeint ist – der erkennt,
sich von alleine – ist nicht fremd.

Fand Entspannung – ja, ganz sicher,
beim Blick in Bücher – wurde frischer,
beim Lesen – leise, still für mich,
oder für den „Fan“ – im Licht.

Hab mir die Zeit beim Bock vertrieben,
bei dem Fußball, den ich liebe.
Beim FC – auch wenn der Frust,
größer wurde – bleibt´s ein Muss.

Freude mit den Menschen finden,
die sich schon lange an uns binden.
Familie, Freunde – und Frau Hund.
Ehrlich, ja – uns hält´s gesund.

Reimen, was das Zeug so hält.
Über alles – meine Welt.
Ist sie ja vielleicht auch klein,
bleibt sie Eines – nämlich mein.  08.12.2015
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Kinderhospiz Balthasar

Manchmal schreib ich ein Gedicht,
ein anderes Mal - da finden mich,
die Worte - und mir wird bald klar:
Sie waren wohl schon lange da.

Warten nur auf den Moment,
in dem der Mann - sprich ich - erkennt,
dass die Zeit gekommen sei,
sie zu schreiben - bin dabei.

Das Hospiz - ein Rückzugsort,
Platz der Ruhe - auf ein Wort:
Wir waren heute beide da,
beim Schutzpatron - bei Balthasar.

Frau Scherer nahm sich reichlich Zeit,
zeigte, neben allem Leid,
dass der Ort auch Muße schenkt.
Mehr Entspannung, als man denkt.

Mit welchem Ansatz fuhren wir,
den Weg nach Olpe? - Weit von hier,
lernten wir, dass dieser Platz,
besonders ist - ein wahrer Schatz.

Ein stiller Ort zum Innehalten,
ein Haus, um auch mal abzuschalten,
zum Kümmern - ja, ich sag wie's ist,
auch um die - die man vergisst.

Ein Haus zum Lachen, Musizieren,
Lesen und sich mal verlieren,
in Momenten, die man braucht,
zu funktionieren - ja, das auch.

Handabdrücke, die dort bleiben,
Spuren, die Geschichten schreiben.
Man begreift erst, wenn man's sieht.
Wahrscheinlich stets dasselbe Lied.

Die Spende, die wir dort gegeben,
hilft diesem Ort, dem Haus zu leben.
Diesem Ort - und der Idee.
Perfektes Umfeld - wie ich's seh.

Wir wissen jetzt - zum guten Schluss,
dass niemand überlegen muss.
Die Spende ist dort gut und richtig,
einfach überlebenswichtig.

Um denen ein Zuhaus zu geben,
die in jenem Hinblick leben,
dass das Dasein endlich ist.
Ganz egal, wie lang die Frist.

Dankeschön für das Verständnis.
Dankeschön für die Erkenntnis,
dass solche Orte bunt sein können.
Man muss sie nur beim Namen nennen.  12.11.2015
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Was ich liebe

Ist's vielleicht gar übertrieben,
das, was man so hat zu lieben?
Wenn das so wäre - so erwähn ich:
Tja, ganz ehrlich - das wär dämlich.

Ich lieb die Menschen - lieb mein Leben.
Freunde, die uns stets umgeben.
Lieb die Kinder - meine Frau.
und auch Frau Hund - na klar, genau.

Enkel- und auch Schwiegerkinder.
Schwester, Schwager - die nicht minder.
Lieb den Geißbock - rot und weiß.
Das Flair im Stadion - leckeres Eis.

Liebe - leider - gutes Essen.
Kann mich auch mal selbst vergessen,
bei Creme Brulee - im Hallerhof.
Mein Hunger - oftmals viel zu groß.

Ich liebe Bücher - liebe Reime.
Seit knapp zwei Jahren auch noch meine,
die jetzt in den Regalen stehn.
Liebe Freunde - das ist schön.

Liebe - hätt es nie gedacht,
vorzulesen - Tag und Nacht.
Freu mich schon aufs nächste Mal.
Dass man mich anschaut? - Fast egal.

Würd am liebsten täglich schreiben.
Ich mag halt die Figuren leiden,
und weiß schon nicht mehr, wie es war,
ohne sie... - ist sonderbar.

Liebe Reisen - die Musik.
Spüre allerhöchstes Glück,
vor den Bühnen dieser Welt.
Live-Musik - weil's uns gefällt.

Auch Momente - die der Ruhe,
ohne Hektik und Getue.
Mit einem Buch in meiner Hand,
für Entspannung und Verstand.

Mag selbst meine Arbeitsstelle.
Chef, Kollegen - alle Fälle.
Mag verrückte Kabbelei.
Den Spaß am Leben - bin so frei.

Mag mein Auto - ohne Dach.
Was mag ich gar nicht? - Streit und Krach.
Mag mein Bett - am Abend sehr,
werden erst die Augen schwer.

Hätt ich mehr Worte - so könnt's sein,
mir fiel noch mehr - noch vieles ein.
Ich lieb mein Leben – weil es passt.
Danke, dass Du Teil dran hast.   22.10.2015
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Sprache

Irgendjemand fragte mich:
<<Weshalb, mein Freund, ergötzt du dich,
an der Sprache - und am Wort?>>
Ich schaute dumm - das ist mein Sport.

Das Training, das dem Körper fehlt,
ist das, das jede Windung stählt.
Und wenn ich etwas schreiben kann,
so hab ich - einfach Freude dran.

Der Duden kennt so viele Worte,
schön und blumig - abgekochte,
hässliche und kaum verständlich,
abgehoben, städtisch, ländlich.

Worte, die mich zucken lassen,
Worte - die zum nächsten passen,
Worte - die ich schieben soll,
damit sie passen - das ist toll.

Worte, die die Sehnsucht stillen,
Worte, die gar Bücher füllen,
Worte gibt es - ungefragt,
die man besser - gar nicht sagt.

Dann gibt´s die - die Seelen heilen,
die zum Lesen - zwischen Zeilen.
Worte, die zum Lachen bringen,
Worte - die rundum gelingen.

Worte, die´s zu singen gilt,
sanft und zärtlich - oder wild.
Worte, die man flüstert - leise.
Worte - für das Herz, als Speise.

Viele Worte - die ich kenne,
manche, die ich gerne nenne,
manche gibt es - ja, das stimmt,
die man lieber - gar nicht nimmt.

Neue, die ich kaum verstehe,
manche, die ich auch verdrehe,
wenn der Rhythmus mal nicht passt,
die ich verschandele - oder fast.

Worte - mit dem eigenen Leben,
die im Gedächtnis haften, kleben.
Worte - die von einem Ohr,
ins andere wandern - das kommt vor.

Die zum Lernen, die zum Sprechen,
die wunderschönen - selbst die frechen,
die zum Lesen - die zum Schreiben,
ich mag sie alle - sehr gut leiden.

Ist die Antwort damit klar?
Auf die Frage? - Es ist wahr:
Ich ergötz mich ständig dran.
Ich bin halt glücklich - weil ich´s kann.  23.04.2015
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Neujahrstag 2015

Ein neues Jahr - 10 Stunden jung,
ich geh es an, mit neuem Schwung,
und freue mich - bin Optimist,
auf das, was kommt - es ist, wie's ist.

Wenn dann die speziellen Dinge,
funktionieren und gelingen:
Gesundheit, Liebe, Freundschaft gar,
und der Beruf - wird's Top - na klar.

Heut ist Tag 1 - von noch sehr vielen,
ich freu mich auf das stete Spielen,
mit den Worten - per Gedicht,
sowie im Buch - denn das bin Ich.

Ich freu mich auf die nächste Null,
an Lebensjahren - find es cool,
in ein neu Jahrzehnt zu gehn,
jedes war - für sich - sehr schön.

Wenn das neue auch so bleibt,
auf unserer Reise durch die Zeit,
dann werde ich zufrieden sein.
Der Spaß am Leben - er sei mein.

So vieles ist schon vorgenommen,
fürs neue Jahr - sollt es so kommen,
dann mach ich einen Freudensprung.
Lebenslust - denn wir sind jung.

Eine Reise - durch die Welt,
weil wir's wollen - weil's gefällt,
und ich nur einmal - 60 werde,
auf dieser - unserer schönen Erde.

Konzerte - Rock und Pop und live,
sind gebucht - Erkenntnis reift,
dass uns unsere Ohren klingen,
wenn wir vor die Bühnen dringen.

Mein 2. Buch kommt auf den Markt,
oh, mein Gott - ich find es stark,
immer noch - und immer mehr.
Dem Entsagen? - Viel zu schwer.

Mit Freunden treffen, Freunden reden,
dieses Dasein hat für jeden,
so viel Wärme, Spaß bereit.
Lasst es zu - ne Kleinigkeit.

Wir sind bereit - ich weiß genau,
meinereiner - meine Frau,
Kinder, Enkel - und Frau Hund.
Alles Top - bleibt man gesund.

So wünschen wir auch Euch - natürlich,
ein tolles neues Jahr - das wird's, das spür ich.
2015 - freu mich drauf.
Heute nimmt es seinen Lauf.    01.01.2015
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Jahreswechsel 2014-2015

Was brauche ich ein Tagebuch?
Es reicht ein Klick - ja, ein Versuch.
Schau ich auf manchen Reim - Hurra,
weiß ich - es war ein gutes Jahr.

Nicht alles hat geklappt - ich weiß,
nicht immer schließt sich jeder Kreis,
und manche Sorgen nehm ich mit,
ins neue Jahr - der nächste Schritt.

Doch das Schöne überwiegt,
das, was mir am Herzen liegt.
Ich lese - ich erinnere mich.
Mein "Tagebuch" - ist öffentlich.

Mit der Liebsten fern verreisen,
mit den Kindern lachen, speisen.
Mit guten Freunden - allerbesten,
die Zeiten teilen - wahre Feste.

Das erste Buch - kann's kaum verstehen,
inzwischen im Regal nun sehen.
Das erste Buch - es folgt die Vier,
ich liebe das - so glaubt es mir.

Musik erleben - oft und live,
wobei mir die Erkenntnis reift:
Das wird mit 80 noch so sein.
Ich freu mich drauf - das wäre fein.

Manch Fußballmatch kurz neu erleben,
per Wort danach - so ist das eben.
So entsteht - ganz nebenbei,
die Saison - halt als Datei.

Gedanken oft in Reimform bringen,
glücklich sein, wenn sie gelingen.
Und ansonsten - auf die Schnelle.
winken Körbe - virtuelle.

Anekdoten mit Frau Hund,
unser Leben - es ist bunt,
ich liebe es - und ich wär froh,
bleibt es auf Dauer - weiter so.

Die Menschen, die uns nahestehen,
die uns begleiten - mit uns gehen...
Ich wünsche mir - dass es so bleibt,
noch für reichlich lange Zeit.

Ich wünsche Euch ein tolles Jahr.
Ihr Lieben - Ihr seid wunderbar.
Bleibt wie Ihr seid - und bleibt gesund,
dann wird auch '15 - top und rund.

So vieles ist schon vorgenommen,
fürs neue Jahr - sollt es so kommen,
so glaubt mir - hab ich sehr viel Stoff,
für neue Worte - gern und oft.    31.12.2014
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2. Advent 2014

Die Liebste stößt mich an - und spricht:
<<Vergiss mir das Gesülze nicht.
Auch wenn's niemand lesen mag,
morgen - morgen wär dein Tag.

Gottseidank gibt es ja schon,
seit jeher - eine Löschfunktion.
Trotzdem schreibe bitte was,
sonst bist du unruhig - das wär krass.>>

Nun stand ich da - und war perplex,
dahin mein Tag - mein Unmut wächst.
Denn mein Einwand - den erstellten,
des Urlaubsflugs - ließ sie nicht gelten.

Es sei nun heute Nikolaus,
ich sei faul - so sieht das aus.
Und so dürfe ich entscheiden:
Putzen, Bügeln, Zwiebeln schneiden.

Oder aber - aufgemerkt,
ich schreibe was... - ich ging ans Werk.
Denn da sie mir die Auswahl gab,
brachte ich - mein Hirn auf Trab.

Ich weiß - viel besser wär's gewesen,
Ihr müsstet diesen Schmalz nicht lesen,
doch so lang Ihr mich nicht blockt,
kommt Ihr nicht raus - Oh yeah, das rockt.

So schreib ich was vom Tannenduft,
von naher Weihnacht - frischer Luft,
von New York - vom Tannenbaum,
am Rockefeller - welch ein Traum.

Vom eingepferchten langen Fliegen,
vom heute - ganz vielleicht auch Siegen,
im Stadion - wo's Leben ist,
gegen Augsburgs Puppenkist.

Vom Nikolaus - er kam heut Nacht,
und hat sogar was mitgebracht.
Was die Liebste noch nicht weiß...
Doch schon sehr bald - so schließt der Kreis.

Ich hab nun meine Pflicht erfüllt,
und meinen Zwang des Worts gestillt.
Dass Ihr darunter leiden müsst,
...stört mich nicht - damit Ihrs wisst.

Mir bleibt noch dieses - weil ich's mag:
Ich wünsch Euch einen schönen Tag,
und ein tolles Wochenende.
Grämt Euch nicht - ich komm zum Ende.

Die letzten Stunden fliegen leise,
bald, sehr bald - geht's auf die Reise.
Das heißt für Euch - so seid bereit:
Eine ungestörte Zeit.       06.12.2014
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1. Advent 2014

Ganz langsam ist es kalt geworden,
ein frischer Wind zieht auf von Norden,
derweil die erste Kerze brennt,
in unserem Haus - es ist Advent.

Der Tag fing heut sehr früh schon an,
ich ging an vielen Häusern lang,
mit Frau Hund - vertraute Zeit.
Wir sind zum neuen Tag bereit.

Helle Fenster, die ich sah,
die Weihnachtszeit - sie ist schon nah.
Viele Fenster - schön geschmückt,
mit kleinen Lichtern - künden Glück.

Ich liebe diese stillen Tage,
und ich stelle mir die Frage:
Warum gehen sie so schnell vorbei?
Heut ist der Anfang - alles neu.

Wenn beim Frühstück - wie ich's liebe,
die Kerze strahlt - um kurz nach 7,
ist das besonders - auch für mich.
Es inspiriert mich - zum Gedicht.

Ich weiß, da braucht's nicht viel dafür,
die Worte finden stets zu mir.
Doch jetzt - bei der Besinnlichkeit,
noch viel, viel mehr - ich hab ja Zeit.

Ich denke nach - an viele Jahre,
schöne, sanfte, wunderbare.
Ich seh mich um - und wisst Ihr was?
Das Leben macht mir einfach Spaß.

Darf ich das sagen? - Glaube schon.
Der Ort, die Menschen - wo ich wohn,
tragen dazu bei - mit Sinn,
dass ich einfach - glücklich bin.

Wenn man das spontan erkennt,
dann hat ganz plötzlich - der Advent,
einen weiteren Pfad genommen.
Sorry - hat mich überkommen.

Die Zimmer sind geschmückt, verziert,
mit einem Mal hab ich gespürt,
wie viel Wärme uns das schenkt,
weil das Herz - auch daran hängt.

So viel Freude wird's noch geben,
jetzt im Advent - man wird's erleben.
Schon nächsten Sonntag - ein Gewinn.
Jedoch gehört das - nicht hierhin.

Ich wittere schon den Kaffeeduft,
Besinnlichkeit liegt in der Luft.
Ich wünsche Euch - genießt wie ich,
den heut'gen Tag - beim ersten Licht.   30.11.2014
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Träume

Ist die Seele voller Träume,
bist du erst unendlich reich.
In den Himmel wachsen Bäume,
die der Verstand niemals begreift.

Die kannst und wirst du nicht vermindern,
durchs Verbrauchen - werden's mehr.
Das willst und wirst du nicht verhindern.
Das macht mich glücklich - und zwar sehr.

Sofern mal das reale Leben,
daran knabbert - ist's halt so.
Solche Phasen soll es geben.
Doch ich hab Träume - ich bin froh.

In manchen kann ich gar versinken,
Ihr glaubt ja nicht - wie leicht das fällt.
Darin zu schwimmen - nicht ertrinken,
in meiner eigenen - kleinen Welt.

Warum ich die Gedanken teile?
Einfach so! - Ein guter Freund,
schickte mir - vor einer Weile,
einen Spruch - der wahr mir scheint.

Ich begann - in mich zu lauschen,
und wusste einfach - dass er stimmt.
Mit nichts und niemand möcht ich tauschen,
so lang die Glut - noch in mir glimmt.

Träume sollen mich beglücken.
Brennen hoch - und hell und heiß.
Ich gäbe sie - aus freien Stücken,
niemals auf - weil ich das weiß.

Keine Sorge - ganz vergessen,
werde ich die Wirklichkeit,
niemals nicht - das wär vermessen.
Doch bin zum Träumen - ich bereit.

Möchte sie gern mit Euch teilen,
per Worten - reimend und im Buch.
Wie ich's mache - eine Weile.
Worte gibt es - noch genug.

Danke für die kleine Richtung,
die die Mail - mir heute gab.
Ist auch undicht - meine Dichtung,
so dichte ich mich - in den Tag.

Werde etwas weiter träumen,
von diesem, jenem - und von mehr,
werde dabei nichts versäumen.
Das fällt mir wirklich - gar nicht schwer.

Mein Kopf ist voll - an den Gedanken,
ich krame drin - lass sie heraus.
Ohne Halt - und ohne Schranken.
Ich freu mich dran - so sieht das aus.  25.10.2014
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Herbstlich

Plötzlich sieht's ums ganze Haus,
schön und bunt - und herbstlich aus.
Selbst wenn heute Regen fällt,
stimmt die Stimmung - meine Welt.

Die Liebste hat jetzt dekoriert,
mich gestern kurz mal ausgeführt,
hin zu einem Blumenshop.
Ohne wenn, vielleicht und ob.

Es gab in Nischen und Verstecken,
so viel Schönes zu entdecken,
dass sogar der Mann in mir,
sagte - wir sind richtig hier.

Draußen wacht nun eine Eule,
über uns - für eine Weile,
bis der nächste Frühling kommt,
und man sich - im Sönnchen sonnt.

Sie schaut friedlich - ist aus Holz,
steht dort, auf dem Tisch - ganz stolz,
neben Blattwerk - Farbenpracht,
das hat der nahe Herbst gemacht.

Eicheln und Kastanien,
statt Blumen und Geranien.
Jedes ist für sich sehr schön,
das Eine kommt - und eins muss gehn.

Noch trage ich das Hemd - weil's warm,
jenes Hemd - mit kurzem Arm.
Doch weiß ich - dass ich bald, sehr bald,
die Jacke brauche - es wird kalt.

Regengüsse - Herbst und Stürme,
Drachen fliegen - gleich den Schirmen,
die derzeit noch eingepackt.
Ab heut ist Herbst - der 1. Akt.

Kerzenschein - Gemütlichkeit,
ich liebe diese ruhige Zeit.
Heiße Suppen - Sonne auch,
alles was man will - und braucht.

Buntes Laub an vielen Bäumen,
diese Zeit - verführt zum Träumen.
Und mich zum Schreiben - sowieso,
ich bin um jeden Anlass froh.

Ich brauche einfach diese Muße,
und nerve ich - so tu ich Buße.
Na ja - nicht wirklich - friedlich, schiedlich.
Irgendwo klingt es - halt niedlich.

Ich freu mich - wenn der Wind mich rauft,
ich freu mich - und bin obenauf,
an schönen Stunden - dass Ihr's wisst:
Die Muse - hat mich heut geküsst.  21.09.2014
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Wenn die Seele Trauer trägt

Wenn die Seele Trauer trägt,
wenn nichts mehr im Einklang schlägt,
dann öffnet sie die Schleusen weit,
für alles - gibt es eine Zeit.

So wäscht sie fort - was sie bedrückt,
Tränen wischen - Stück für Stück,
weg den Schleier - den aus Schmerz,
befreien dein Gemüt - dein Herz.

Können nicht den Grund dir nehmen,
doch muss man ihrer sich nicht schämen.
Tränen sind nur ein Ventil,
dich zu erleichtern - klares Ziel.

Ein wenig Salz - und Flüssigkeit,
ein kleines Wunder, das befreit.
Es rinnt heraus - der Seele Kur,
und langsam trocknet ihre Spur.

Das, was sich grad aufgebaut,
vergeht ganz sachte - auf der Haut,
bis du nichts mehr darin liest,
ihren Pfad - bald nicht mehr siehst.

Grad jetzt - fühlst du die Hitze noch,
heftig ist´s - das Seelchen kocht,
doch bald schon - fühlst du dich geheilt.
Das macht die Zeit - schau, wie sie eilt.

Einfach zu viel Druck im Kessel,
einfach viel zu eng die Fessel.
Einfach...? - Einfach ist es nicht.
Und daher - sind die Tränen Pflicht.

Sie helfen dir - den Schmerz zu lindern,
sie helfen dir - dich selbst zu finden,
sie helfen dir - in deiner Not,
sind wichtig - wie das täglich Brot.

Lass sie fließen - lass sie rinnen,
krempele dich um - von innen,
und sieh die Tränen - dann und wann,
als eine große Gnade an.

Tränen lachen - Tränen weinen,
fast ist es - es will so scheinen,
als ob dies bisschen Salzgemisch,
dazugehört - zu einem Ich.

Die beim Lachen - sind zwar schöner,
stets willkommen - und bequemer,
doch wichtig - für dein Stimmungsbild,
sind sie beide - wie ein Schild.

Lass sie fließen - wenn sie´s wollen,
lass sie rinnen - lass sie rollen,
und sei - auch das bringt dir die Zeit,
zum Lachen - wieder schnell bereit.  17.09.2014
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Das letzte Zuhause

Für die letzte Lebensphase,
ist es schön - hat man im Glase,
den Pegel eher voll - statt leer.
Bei Gertrud war´s so - und noch mehr.

Hat ein Zuhause eingetauscht,
war bei Euch glücklich - fast im Rausch.
Es fiel ihr leicht - und niemals schwer.
Als ob sie halt - bei Freunden wär.

Wir dachten - statt sich hinzulegen,
wird sie einst - die Pfleger pflegen.
Doch es kam anders - über Nacht,
und viel, viel eher - als gedacht.

Wir sahen die Betroffenheit,
in Euren Mienen - in dem Leid,
war das für uns - ein Zeichen, dass,
Gertrud fehlt - das heißt schon was.

Sie war bei Euch gut aufgehoben,
und was gut ist - soll man loben.
Wir sagen Euch - ein Dankeschön.
Leider kam die Zeit - zu gehn.

Egal ob Pfleger - ob die Küche,
Hauswirtschaft - wir sind uns sicher,
dass sie jeden - eng genug,
tief in ihrem Herzen trug.

Wenn sie - oft - von Euch erzählte,
viele liebe Worte wählte,
hieß das für uns - es war perfekt.
Sogar das Essen - hat geschmeckt.

Aus weiten Kleidern - ach und weh,
wurde eine Pummelfee,
denn sie hat sehr schnell gewusst,
dass Gutes man - genießen muss.

Bei Euch zu sein - war eine Gnade.
Wie Ihr zu sein - ist eine Gabe.
Und wir wissen - dieser Reim,
wird ganz in ihrem Sinne sein.

Stellt Euch vor - sie liest ihn vor,
oben - an dem goldenen Tor,
an dem Pözjen - dem aus Gold,
was anderes - hat sie nie gewollt.

Wer weiß - was uns denn selbst eins winkt,
ob uns solch guter Griff gelingt,
wie ihr - da sie bei Euch hier war.
Die letzten Jahre - wunderbar.

Vergesst sie nicht - so wie auch wir,
sie - und ihre Tage hier.
Wir danken Euch - von Herzen sehr.
Sind jetzt auch - die Tage schwer.  17.09.2014
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Manchmal

Manchmal - manchmal frag ich mich,
ob der Wortlaut des Gedichts,
sehr viel mehr ist - als es scheint,
als manches Wort - das sich nur reimt.

Per Zufall hinten gleiche Enden,
ließe ich's dabei bewenden,
wär alles letztlich Schall und Rauch,
nichts fürs Herz - nur aus dem Bauch.

Doch manches Mal - kann es denn sein,
schleichen sich Gefühle ein,
und plötzlich wird - vielleicht mit Wert,
das Innerste - hinausgekehrt.

Plötzlich und an manchen Tagen,
beginne ich, sehr tief zu graben,
denke nach - erkenne dann,
was mich berührt - von Anfang an.

Erkenne dann - in kurzer Frist,
dass mein Leben mehr noch ist,
als Tage - Stück für Stück gereiht,
als eine Reise - durch die Zeit.

Erkenne - ohne jede List,
dass es eine Gnade ist,
dies Leben - das ich leben darf,
in welches mich das Schicksal warf.

Mit Menschen, die mir viel bedeuten,
mit einem Gestern, Morgen, Heute,
mit Hoffnung, Liebe, Freude, mehr,
dies zu genießen - fällt nicht schwer.

Mit Dingen, die ich will - nicht muss,
mit Freuden - ehrlich und bewusst,
mit einem Ja - wo es auch passt,
mit einem Nein - am Punkt der Last.

Mit Liebe, Freundschaft und mit Reisen,
mit lauten Tönen - und auch leisen,
mit Ruhe - dort, wo man nichts sagt,
mit Antworten - wenn man mich fragt.

Mit der Liebsten - ganz allein,
an unserer Zuflucht - im Daheim,
und unter Menschen - oft und viel,
so wird mein Leben - fast zum Spiel.

Ich hoffe, noch sehr oft und lange,
ich will kein Leben von der Stange,
und ich genieße jeden Tag,
weil ich dieses Leben mag.

Habe ich Euch nun verwirrt?
Habe ich mich jetzt verirrt?
Nein, hab einfach Spaß daran,
wenn ich mit Worten spielen kann.  16.03.2014
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Gläsern

Wenn ich so leicht durchschaubar bin,
dann… - so nehmt es einfach hin,
reime ich – ab jetzt nicht mehr,
fällt das auch – entsetzlich schwer.

Man sagt mir, es sei abzulesen,
wie mein Tag – gen End gewesen,
ob voller Freude – voller Frust,
Spaß und Leichtsinn – oder Lust.

Auch wenn ich´s selber nicht gleich merke,
gehe ich halt so zu Werke,
wie ich gerade fühl und bin,
irgendwo macht das auch Sinn.

Was dann aus meinen Fingern fließt,
was sich da aufs Papier ergießt,
(manchmal gar auch mit Talent?)
ist das – was man Bewusstsein nennt.

Nur einer – kennt es oftmals nicht,
das liegt wohl am verborgenen Ich,
nur einer sieht am Schluss des Reims,
erst dessen Anlass – tiefen Keim.

Es ist halt so – ganz ohne Schranken,
schwirren manchmal die Gedanken,
und holen sich – ganz tief den Grund,
sich zu entspannen - …wirr und bunt.

Viele Freuden darf ich teilen,
in Gedanken dort verweilen,
wo es mir rundum gefiel,
geteilte Freude – doppelt viel.

Manch Kummer – auch verschlossene Türen,
darf ich so – per Reim halbieren,
und so komm ich zu dem Schluss,
dass ich weiterschreiben muss.

Selbst wenn er nur für mich entsteht,
selbst wenn es nur um Nonsens geht,
irgendwas schürt die Aktion,
ich spür das tief – im Innern schon.

Das liegt mir mehr – als dumpfes Grollen,
bei Worten schöpf ich aus dem Vollen,
zumindest dann – zumindest wann,
wenn ich – wie jetzt – sie schreiben kann.

Denn beim Sprechen – oder Reden,
werde ich schon mal verlegen,
doch nicht beim Texten – weil, nun ja,
beim Schreiben seid Ihr selten da.

Ich sehe nicht die Reaktionen,
und kann so mein Ego schonen.
Ich nehme es ab heute hin,
dass ich durchschaubar – gläsern bin. 31.01.2014
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Neujahrsbrezel

Ohne Anfang, ohne Ende,
bedeutet sie Verbundenheit,
und wenn ich dies Symbol Euch sende,
wünsch ich eine gute Zeit.

Ohne Hunger, ohne Sorgen,
viel Gesundheit und viel Glück,
mit Spaß an jedem neuen Morgen,
vom süßen Teig - ein großes Stück.

Vielleicht mit Honig, Marmelade,
mit guter Butter - fein gelegt,
heute - früh am Neujahrstage,
ein neues Jahr - das vor uns steht.

Das alte Jahr - es ist verschwunden,
steht nur im Kalender noch,
das neue Jahr dreht seine Runden,
und zieht uns mit sich, emsig fort.

Begrüßt mit Böllern und Raketen,
mit Musik - mit Jubel, Licht,
hier und da mit stillem Beten,
das Kartenspiel - erneut gemischt.

Ich drücke heftig meine Daumen,
dass das Jahr nur Schönes bringt,
manche Wunder - zu bestaunen,
und dass - was man so plant, gelingt.

Ich wünsche Liebe, Freundschaft, Küsse,
Gesundheit und Zusammenhalt,
für Leib und Seele manch Genüsse,
egal ob jung - egal ob alt.

Manchmal bei Musik zu schweben,
und den Aufstieg - unserem Bock,
manch Konzerte live erleben,
egal ob Pop - egal ob Rock.

Spaß an Muße, Stille finden,
vielleicht mit einem guten Buch,
Freunde nicht am Kommen hindern,
immer offen für Besuch.

Freude an der Arbeit haben,
auch wenn's nicht immer einfach ist,
Optimismus auch an Tagen,
an denen es die Seele frisst.

Am End des Jahres sagen können:
Das war ein herrlich buntes Jahr,
alle Wunder stolz benennen,
na, dann war es wunderbar.

Diese Brezel - dieser Wecken,
war nur symbolisch - tut mir Leid,
und dennoch soll es prächtig schmecken,
auf unserer Reise - durch die Zeit. 01.01.2014
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Jahreswechsel 2013_2014

Kurz vor der Silvesternacht,
bevor die bunten Lichter steigen,
hab ich nochmals nachgedacht,
das alte Jahr – es geht zuneige.

Schon fast vorbei – erneut so schnell,
dass man´s kaum für möglich hält,
manchmal dunkel – oftmals hell,
und so wie wir´s uns vorgestellt.

Dass nicht alles klappen kann,
ist einfach nur der Lauf der Dinge,
manchmal hakt es – dann und wann,
man kann nicht immerzu gewinnen.

Wichtig ist – gibt´s auch mal Schrammen,
dass die Wunde schnell vergeht,
wichtig ist – wir sind zusammen,
dass man sich liebt – und mag, versteht.

Wenn ich jetzt auf das Jahr so schaue,
fällt mir sehr viel Schönes ein,
Liebe, Freundschaft und Vertrauen,
ich wünsch uns – so soll´s ewig sein.

Ruhige Stunden – auch verflixte,
gab es ständig – ohne Zahl,
doch da das Jahr besonnen mixte,
blieb´s im Ergebnis – fast egal.

Stunden voller Nähe, Wärme,
Stunden der Geborgenheit,
schöne Stunden unter Sternen,
einfach ein Geschenk – der Zeit.

Musikalische Genüsse,
lang geplant – doch auch spontan,
für die Ohren sanfte Küsse,
kurz entschlossen – heißt getan.

Menschen plötzlich „kennenlernen“,
die man schon seit ewig kennt,
nur kurz mal von Daheim entfernen,
und lernen – man ist sich nicht fremd.

Liebe und die Freundschaft pflegen,
sodass am Ende jeden Jahrs,
der Wert-aufs-Miteinander-legen,
Früchte trägt – wie wunderbar.

Vieles hat man in den Händen,
kann Einfluss nehmen – wo man´s muss,
jedoch nicht immer – an den Rändern,
ist man des Schicksals sich bewusst.

Ich wünsche Euch – und uns – und allen,
ein wunderbares neues Jahr,
was wir tun – soll uns gefallen,
bleibt nur gesund – dann wird´s auch wahr. 27.12.2013
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Befristung

Manchmal sagt das Leben leise,
oder auch per Paukenschlag:
Genieße deine kurze Reise,
jeden Dir geschenkten Tag.

Dein Platz auf Erden ist befristet,
und wenn der große Rechen kommt,
stehst du - vielleicht - schon auf der Liste,
das kann ganz schnell sein - schnell und prompt.

Drum freue dich an kleinen Dingen,
freu dich, dass du aufgewacht,
an Vorhaben - die Dir gelingen,
an jeder warm geruhten Nacht.

An Liebe - die dir Menschen schenken,
an einem Lächeln, das Dich trifft,
an Freunden, die oft an Dich denken,
an Unterhaltung - ohne Gift.

An Musik - an ruhigen Stunden,
an Träumereien - und viel mehr,
am Spaziergang - mit Frau Hunde,
an sicheren Fahrten - im Verkehr.

An einem Buch - drin zu versinken,
ab Seite 1 - bis hin zum Schluss,
sich an der Story zu betrinken,
eine Gnade - und ein Muss.

An einer Reise - durch die Weiten,
ohne allzu viel Ballast,
oder Reisen - durch die Zeiten,
in deinem Kopf - wenn es grad passt.

An Tagen - vor Dich hin zu gammeln,
faul zu sein - dass es fast stinkt,
dich mal in dir selbst zu sammeln,
schön, wenn dir auch Das gelingt.

Aus der Arbeit Freude ziehen,
auch an Tagen - da es kneift.
Deine Zeit ist nur geliehen.
Wie lange? - Gut, dass Du's nicht weißt.

Einfach Freude am Gewinnen,
nicht nur, wenn's beim Fußball ist,
den Niederlagen nicht entrinnen,
das geht halt nicht - ist es auch Mist.

An jedem Tag - an Wochen freuen,
an jedem Monat - jedem Jahr,
jeden Morgen - stets aufs Neue,
und auch an jedem grauen Haar.

Weil's dir zeigt - dass deine Reise,
schon länger dauert - durch die Zeit,
manchmal laut - und manchmal leise,
hoffentlich - noch lang und weit.     02.11.2013
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Talisman

Ein kleiner bunter Talisman,
der Dich beschützt - der alles kann,
wenn Du's nur zulässt - hat er Kraft,
die viel bewegt - die vieles schafft.

Den Du in Deinen Händen drückst,
spielt die Welt erneut verrückt,
der Zauber hat - und fast Magie,
glaub nur dran - sag niemals Nie.

Der das, was ganz tief in Dir steckt,
durch Deinen Willen sanft erweckt,
denn die Kraft - so glaube mir,
ist lang schon da - sie liegt in Dir. 23.09.2013
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Antennen

Menschen, die mich besser kennen,
sagen mir - ich hab Antennen,
mit denen ich es fühlen kann,
wie's dir geht - so dann und wann.

So schaute ich nun in den Spiegel,
sah nur die vertrauten Züge,
die mich schon seit langen Zeiten,
Tag für Tag konstant begleiten.

Die sich verändern - das ist klar,
stumpf der Blick - und grau das Haar,
nicht mehr ganz ein helles Licht,
doch Antennen - seh ich nicht.

Und dennoch kann ich's manchmal fühlen,
wie die Emotionen spielen,
wie du drauf bist - gut, mal schlecht,
auch wenn ich's - nicht immer möcht.

Ich kann zwischen Zeilen lesen,
so ist's immer schon gewesen,
vielleicht liegt's dran - das macht wohl Sinn,
dass ich als Fisch geboren bin.

Was du sagst - vielleicht auch nicht,
wird bei mir konstant gemischt,
und irgendwo dann ausgespuckt,
virtuell - und nicht gedruckt.

Im Spaß ahn ich gestraffte Zügel,
wenn die Liebste wieder bügelt,
doch bevor das Eisen fliegt,
bin ich ganz still - Vernunft, sie siegt.

Doch notiere ich - daneben,
auch Stimmungstiefs - die sich mal eben,
dir auf deine Seele setzen,
die dich drücken - gar verletzen.

Weiß sie zwar nicht einzustufen,
und vernehme doch das Rufen,
auch wenn es - nur leise klirrt,
und nicht ausgesprochen wird.

Muss man Antennen dafür sehen?
Ich kann es selbst ja nicht verstehen,
doch bin ich nicht - verstört und blind,
bei Menschen die - mir wichtig sind.

Manchmal gibt's ein SOS,
und ich stelle nachher fest,
dass es nur ein Fehlfunk war,
ja, dann denk ich: Wunderbar.

Doch die Antennen sind gewienert,
und ich bin nur ein stummer Diener.
Na - nicht immer wirklich stumm,
ich kenn ja selbst nicht - das Warum. 05.09.2013
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Nachgedacht

Jeder Mensch - kurz nachgedacht,
hat was, das ihn einzig macht,
irgendwo strahlt stets ein Licht,
ich glaub sogar - das gilt für mich.

Der eine geht im Handwerk auf,
der nächste, der die Welt sich kauft,
einer singt - der Lerche gleich,
und einer nimmt das Leben leicht.

Einer findet ständig Worte,
von jener - und mal jener Sorte,
einer ist ein Fußball-Crack,
der nächste nur - ein kölscher Jeck.

Einer kocht dein Leibgericht,
der nächste isst es - so wie ich,
einer, der die Menschen mag,
und das sogar - zu sagen wagt.

Eine schneidet Büsche, Zweige,
um mir dann kurzum zu zeigen:
Schau nur her - noch alles dran,
Arm und Bein - wer kann, der kann.

Einer sammelt die Gedanken,
ohne Ende - ohne Schranken,
einer macht dich ganz konfus,
der nächste nimmt und heilt den Blues.

Einer trägt - weil es so passt,
Verantwortung - und damit Last,
der nächste ist perfekt und helle,
an der - ihm zugedachten Stelle.

Einer heilt durch Handauflegen,
einer gibt dir seinen Segen,
der nächste macht dich einfach froh,
auf die Schnelle - ist halt so.

Mancher nimmt dir alles Trübe,
mancher schenkt dir seine Liebe,
mancher macht dir dort ein Licht,
wo die Sonne sonst verlischt.

Manchen siehst du gern von hinten,
auch das ist Können - lasst mich künden:
Diese Gabe - plakativ,
fänd ich eher - negativ.

Der eine lebt zum Tag hinein,
der nächste - ist nie ganz allein,
weil er einen Piepmatz hat,
tief im Haupt - ganz schläfrig, satt.

Ich freue mich - so wie ein Kind,
dass wir sind - so wie wir sind.
Ein Unikat - ein Bild, fast Kunst,
das gilt für jeden - ja, von uns. 27.08.2013
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Träume

Träume haben gute Gründe,
sie sind wichtig - wie ich finde,
fürs Gefühl, Zufriedenheit,
für unsere Reise - durch die Zeit.

Fürs Dasein - auch in jenen Phasen,
da Stürme ins Gesicht dir blasen.
So ist man dann - in sich, dort oben,
manchmal bestens aufgehoben.

Ich find es schön - ich find es scharf,
dass ich noch immer träumen darf.
So lange ich dort nicht verschwinde,
und mich immer wiederfinde.

Träume sollen Schäume sein?
Für manche schon - doch ich sag Nein,
weil Träume mich durch Tage tragen,
an denen ich "Erst recht jetzt" sage.

Träume sind nicht wirklich schnuppe,
oft das Salz in meiner Suppe.
Und wenn ein Traum sich dann erfüllt,
passt es mir - perfekt ins Bild.

Träume, Schäume - klare Ziele,
manche ernsthaft - und auch viele,
die einfach nur zum Spielen sind,
ach, ich bin so gerne Kind.

Sei's das Reisen - die Musik,
kurze Pfade - hin zum Glück,
sei es - auch ein Fußballmatch,
das mich packt - ja, das mich catcht.

Manche einfach unbewusst,
wo man nicht überlegen muss.
Manche - falls Ihr mich versteht,
mit denen man - lang schwanger geht.

Mancher Traum - zum Börse leeren,
mancher zum Dazu-Gehören,
mancher Traum - mit Gegenwert,
und mancher - wo Dir nichts gehört.

Bis auf die Erinnerung,
an schöne Phasen - das hält jung,
und Eines weiß ich - innen, still,
dass ich keinen missen will.

Weil dran Denken - mich oft stärkt,
und ich in solch Momenten merk,
wie schön das Leben meistens ist,
auch wenn man es - schon mal vergisst.

Ich liebe halt mein Leben sehr,
ich liebe es - und ich will mehr,
drum ist mir klar - nicht erst seit eben:
Man sollte - seine Träume leben. 18.08.2013
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Zukunft

Ich wünscht mir manchmal - zu verstehen,
was so rund um uns passiert,
ein Stückweit in die Zukunft sehen,
wohin die Reise uns einst führt.

Ob Träume die Erfüllung finden,
ob, was man anpackt - auch gelingt,
wo sich uns die Hände binden,
und wo das Tun - zum Ziele bringt.

Wird die Liebste - mich stets lieben?
Auch wenn ich stets viel schreiben muss?
Mich bei Hammels Beinen kriegen,
erzähle ich - hier zu viel Stuss.

Ob die Freunde - Freunde bleiben,
ob man das sieht - was man gern möcht.
Wohin mag uns das Leben treiben?
Bisher war es - gewiss nicht schlecht.

Werden wir die Länder sehen,
zu denen uns die Sehnsucht treibt?
Zwei- bis dreimal kurz nur drehen,
und schon verfliegt erneut die Zeit.

Werden wir die Menschen treffen,
die man gerne sehen will?
Beim Klönen Zeit und Raum vergessen,
oder auch zusammen - still.

Ist Gesundheit uns beschieden?
Lange - das wär wünschenswert.
Dazu auch Ruhe noch - und Frieden.
Ja, das wäre nicht verkehrt.

Werden wir das Leben leben,
das wir uns gebaut, erträumt?
Wird es meistens Sonne geben,
die für uns - ganz kräftig scheint?

Wird mein Bock - mal Meisterehren,
erneut verdienen? - Ich glaub, nein!
Ich müsst dafür - 200 werden.
Und ich glaub - das wird nicht sein.

Werden wir Musik besuchen,
im Alter - vor der Bühne stehn?
Noch immer dieses Stück vom Kuchen,
jawohl, ich denk - das könnte gehn.

Weiterhin am Leben freuen,
an jedem - jedem jungen Tag.
An jedem Morgen - und aufs Neue,
weil ich dieses Leben mag.

Mir wird bewusst - an dieser Stelle,
an dieser Stelle - des Gedichts:
Eins ist klar - auf alle Fälle:
Die Zukunft kennen? - Will ich nicht! 11.08.2013
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Wenn

Wenn du solche Freunde hast,
bei denen es ganz einfach passt,
bist du mehr als glücklich dran,
das weiß ich sicher - das ist Fun.

Wenn du eine Liebste weißt,
die zwar nicht Sandra Bullock heißt,
doch ebenso ein Goldstück ist,
dann ist der Top-Preis dir gewiss.

Wenn die Kinder dich gar lieben,
und dich nicht in die Ecke schieben,
hast du dann - ich frage sacht,
am Ende vieles recht gemacht?

Wenn du gerne lachst im Leben,
wenn dazu dein ganzes Streben,
zielt hin - auf Zufriedenheit,
passt du dann - in diese Zeit?

Wenn du gerne auch mal sparst,
jedoch auch immer glücklich warst,
wenn du dein Geld zur Bühne bringst,
passt das dann - wenn du dort singst?

Wenn du auch gerne nur mal träumst,
und dabei fast nichts versäumst,
ist das am Ende auch ok?
Träumen tut doch niemand weh.

Wenn du deine Arbeit magst,
an jedem - jedem neuen Tag,
bist du dann wohl falsch gepolt,
von der Zeit gar überholt?

Wenn du auf Tribünen sitzt,
und ständig dort - beim Geißbock schwitzt,
bist du dann noch ganz normal?
Doch selbst wenn nicht - mir wär's egal.

Wenn du am Tag oft schreiben musst,
und meistenteils sogar mit Lust,
ist das krankhaft? - Hm, mag sein,
doch ich - ich find es einfach fein.

Wenn du dich freust - an kleinen Dingen,
an manchen Sachen, die gelingen,
und nicht verzweifelst - falls mal nicht,
dann bist du wohl - vom Glück erwischt.

Wenn die Gedanken jemand liest,
und Spaß dran hat... - ein Paradies,
wenn du dich freust - an Freude pur,
gleicht jede Freude - einer Kur.

Wenn du das alles sagen kannst,
dann ist dein Leben wie ein Tanz,
und auch - wenn ich nicht tanzen kann,
ich stelle mich - beim Reigen an.  09.08.2013
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Zug des Lebens

Dass ich einstieg - irgendwann,
so fern, dass ich's kaum wissen kann,
hab ich nicht genau gespürt,
irgendwie ist's halt passiert.

Ich glaub, die Bahn - sie fuhr mit Dampf,
die ersten Tage - waren Kampf,
doch ich hielt dem Tempo stand,
als ich den Sitz - am Ende fand.

Nun gut - ich war ja nicht alleine,
zu kurz, zu wacklig meine Beine,
doch die Begleitung schützte mich,
sonst schrieb ich heute - kein Gedicht.

Mit den Jahren ward's moderner,
die E-Lok fuhr mich in die Ferne,
und irgendwann konnt ich - wie schön,
alleine aus dem Fenster sehn.

Sah den Bahnsteig - die Gesichter,
in der Vorbeifahrt viele Lichter,
fuhr durch Sonne, Dunkelheit,
auf meiner Reise - durch die Zeit.

Manchmal hält der Zug kurz an,
die Türen gehen auf - und dann,
steigen Menschen - eine Weile,
zu mir ein - in die Abteile.

Viele kamen - manche gingen,
nicht jede Reise kann gelingen,
doch viele sind dann auch geblieben,
sie zu mögen - sie zu lieben.

Das Abteil - wird langsam voll,
wird etwas enger - ich find's toll,
und wenn es irgendwann nicht reicht,
dann hängen wir eins an - vielleicht.

Inzwischen - denn die Fahrt währt lang,
zieht ein ICE uns an,
und damit steigt - tut's mir auch leid,
gewaltig die Geschwindigkeit.

Und trotzdem macht die Bahnfahrt Spaß,
halbvoll - statt leer - ist noch mein Glas,
und ich freu mich an der Reise,
auf meines Lebens blanken Gleisen.

Wollt Ihr ne Karte? - Meldet Euch.
Die Mitfahrt fällt tatsächlich leicht,
wenn man - wie ich's will - bezahlt,
mit Herzlichkeit - habt keine Wahl.

Und wenn vielleicht ein Schaffner kommt,
und sagt, es sei zu voll - dann prompt.
sage ich - dass ich's so will.
Dann geht er wieder - brav und still. 29.07.2013
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Jeder

Jeder einzelne Tag auf Erden,
könnte auch der schönste werden.
Jeder einzelne - allemal,
hat dazu das Potenzial.

Jedem Tag die Chance bereiten,
manchmal sind es Kleinigkeiten:
Hier ein Lächeln, dort ein Gruß,
das Glück - es folgt oft auf dem Fuß.

Positiv den Tag beginnen,
mit dem Vorsatz - ganz tief innen,
dass man, wenn man's Licht ausmacht,
bei sich denkt: Ganz gut gemacht.

Hier mal loben, dort mal danken,
mit guter Laune fallen Schranken.
Und ist die Laune unterkühlt,
sich hinterfragen - was man fühlt.

Aus jedem Tag das Beste machen,
ist's auch manchmal nicht zum Lachen,
so macht es Unmut doch nicht besser...
Erinnert mich - falls ich's vergesse.

Freuen - auch an kleinen Dingen,
an Aufgaben, die gut gelingen,
an der Hand - bei klarem Kopf,
die dir auf die Schulter klopft.

Freude am Sich-freuen-dürfen,
Freude am Entdecken, Schürfen,
Freude auf dem Weg zum Ziel,
so wird fast jeder Tag zum Spiel.

Freude dran, zurückzublicken,
einfach so - aus freien Stücken.
Spaß am Wort, dem Satz, dem Reim,
und am von Herzen kindisch sein.

Einfach mal, sich selbst beschenken,
am Leben freuen - gern auch Denken,
doch nicht zu viel und ohne Schluss,
weil's manchmal einfach gut sein muss.

Hin und wieder - sich besehen,
neben sich betrachtend stehen,
als wenn man in den Spiegel schaut,
dann merkt man - wo's auf Sand gebaut.

Wenn's zu viel wird auch mal Platzen,
das wirft Ballast - nen ganzen Batzen,
und macht den Weg zur Ruhe frei,
an jedem Tag - und immer neu.

Jeder Tag in deinem Leben,
hat - das weiß ich - das Bestreben,
der schönste Tag und top zu sein,
die Chance dazu - hast du allein.   02.04.2013
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Moderne Zeiten


Wir googeln, surfen und wir chatten,
wir schwimmen durch das Netz, wir wetten,
wir lesen, posten und wir liken,
das sind halt - die modernen Zeiten.

Wir talken, skypen und wir spüren,
dass wir uns dabei verlieren.
Dass es manchmal schwierig ist,
dass man den Aus-Knopf nicht vergisst.

Manche schreiben - manche reimen,
manche sind verrückt - und scheinen,
als ob das Hirn im Netz verweilt,
kopiert, verwischt, gelöscht, geteilt.

Wie hat man nur - wie soll ich's nennen,
seinerzeit nur leben können?
Ohne amazon - und so,
das World Wide Web - grad irgendwo.

Den ganzen Tag nur Fahrrad fahren,
statt online - in die Dose sparen,
lesen - oft bei Lampenlicht,
denn den Kindle gab es nicht.

Kauf im Tante-Emma-Laden,
wenn's am 1. Löhne gaben,
manchmal auch mal angeschrieben,
und trotzdem immer satt geblieben.

Statt Musik von silbernen Scheiben,
LPs auf runden Tellern treiben,
bei 33 - und 1/3,
der Pin durchs Loch - in ihrer Mitte.

Mit Lego statt Computern spielen,
im Kino noch auf harten Stühlen,
und statt McDonalds - gab's bewusst,
nur Brot mit Klatschkäs - oder Wurst.

Statt weit in fernen Urlaub fliegen,
hieß es "nur" - am Rhein zu liegen,
in Boppard, Kölle oder Zons,
trotzdem hat es sich gelohnt.

Beim Autofahren und beim Lenken,
benötigte man noch Kraft und Denken.
Nichts piepste, schrillte - oder spricht,
Aufzupassen - erste Pflicht.

Kein Onlinebanking - ferne Länder,
im TV mal grad drei Sender,
und statt Farbe - nur schwarz-weiß,
Spannung gab's - beim "Großen Preis".

Trotzdem sind wir groß geworden,
überlebt - sind nicht gestorben,
und auch wenn's heute einfach ist:
Damals hab ich nichts vermisst.    08.03.2013
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Was wäre (erweitert,  frei nach Heinz Erhardt)

Was wär´n Konzerte - ohne Stampfen,
was wär ein Böckchen - ohne Geiß,
was wären Nudeln - ohne Dampfen,
und Lotterien - ohne Preis.

Was wär ein Keller - ohne Ketten,
an denen ich gefesselt häng,
was wär ein Chatroom - ohne Chatten,
was wäre England - ohne Eng.

Was wären Reime - ohne Worte,
ohne Endung - die sich reimt,
was wär ein Eingang - ohne Pforte,
was wär die Sonne - die nicht scheint.

Was wär ein Abend - ohne Morgen,
was wär ein Morgen - ohne Nacht,
was wäre Heimat - nicht geborgen,
was wär ein Wohnhaus - ohne Dach.

Was wären Feuer - ohne Hitze,
was wäre Arbeit - ohne Lohn,
ein Saunagang - ganz ohne Schwitzen,
und ein Abtritt - ohne "Thron".

Was wär ein Frühling - ohne Winter,
und ein Sommer - ohne Eis,
ein Kindergarten - ohne Kinder,
und der Sport - ganz ohne Schweiß.

Was wären Rosen - ohne Dornen,
und ein Parfum - ganz ohne Duft,
ein Mann - ohne den Bauch, da vorne,
und Polizisten - ohne Schuft.

Was wär die Freude - ohne Lachen,
was wär das Leben - ohne Spaß,
ein Gewitter - ohne Krachen,
und ein Fenster - ohne Glas.

Was wär ein Leben - ohne Liebe,
auch ohne Freunde - geht es nicht,
was wär der Goldrausch - ohne Sieben,
und ein Lämpchen - ohne Licht.

Was wär ich nur - ohne den Keller,
und ganz ohne - den Verweis,
ganz arm dran - auf alle Fälle,
wie das wohl - der Letzte weiß.

Was wären Uhren - ohne Zeiger,
was wär ein Auto - ohne Sprit,
was wäre wohl - wär ich ein Schweiger,
zumindest mal - a little bit.

Was wär ein Leben - ohne Kinder,
was wär die Freude - ohne Pflicht,
was wär die Hölle - ohne Sünder,
und was wär ich - ohne Dich.    21.02.2013
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Genießen

Wenn du trotz Regen Sonne siehst,
den Regenbogen - wenn es gießt.
Dein Glas stets voll ist - statt halb leer,
dann ist das Leben - halb so schwer.

Mit etwas mehr an Leichtigkeit,
wird die Reise durch die Zeit,
meistenteils gar ein Genuss.
Vieles kann - nur manches muss.

Und ist´s mal schwierig - trotzdem lachen,
sich selbst den neuen Mut entfachen,
und Frust - bewusst beiseiteschieben,
sofern´s nicht klappt - halt einfach üben.

Wo´s geht - rundum das Schöne sehen.
Vorsicht! - Dabei nicht verdrehen!
Die Seele auch mal baumeln lassen,
und wo´s nicht geht - den Ball klug passen.

Das Leben lieben - sei recht klug,
am Ende ist es kurz genug,
und jeder Tag - der trübe war,
der ist verschenkt - das ist wohl klar.

Sich auf alles Schöne freuen,
jeden Tag - und stets aufs Neue.
Menschen nehmen, wie sie sind,
wer wagt - nur der allein gewinnt.

Sich selbst zu den erreichten Dingen,
gratulieren - zum Gelingen,
und geht´s mal nicht ganz gerade weiter,
ist das kein Beinbruch - bleib nur heiter.

Sich selbst laut mit Musik beschallen,
das tut gut - denn, ja, vor allem,
schaltest du dann - prächtig ab,
Musik heilt Seelen - nicht zu knapp.

Mal kritisch in den Spiegel schauen,
er beißt nicht - musst dich ja nur trauen,
und lächelst du ganz nett dabei,
lacht er zurück - er ist so frei.

Nach hinten schauen - bringt nicht viel,
jedoch nach vorne - auf ein Ziel,
das man gern erreichen möcht,
macht man´s so - macht man es recht.

Sich selbst verstehen - und erkennen,
sich stolz bei seinem Namen nennen,
den Blick stets halten - ohne Scheu,
den Weizen trennen - von der Spreu.

Die Sonne spüren - wenn sie scheint,
im Regen tanzen - wenn man meint,
der Himmel sei oft trist und grau,
ich ahne Sonne - himmelblau.   31.01.2013
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Der Riese schläft

Man liest so oft die Expertise,
der Bock, er sei ein müder Riese,
der nur schläft - so gebt gut Acht,
bis er irgendwann erwacht.

Wir warten drauf - schon wirklich lange,
in dem steten Kreis gefangen,
zwischen Traum - und Wirklichkeit,
alles hat halt seine Zeit.

Doch leider schläft nicht nur der Bock,
tief und fest - im Traum, geblockt,
nein - es wird auch der vermisst,
der einer unserer Größten ist.

Er schaltete im Mittelfeld,
der FC - war seine Welt,
er zog die Fäden - ein Stratege,
Spielkultur und Spaß, ein Segen.

Nun liegt er da - und wird nicht wach,
wer hätte das dereinst gedacht,
dass Flocke sich nicht rühren kann.
Auf dem Platz - der beste Mann.

Des Handelns Heft stets in der Hand,
virtuos am Ball - bekannt,
und nun gefangen - in sich drin,
wo, bitte - ist denn da ein Sinn?

Wie schön wär es - so über Nacht,
wenn Flocke wieder mal erwacht,
und sagt - jetzt sei er ausgeruht,
ein langer Schlaf - tut manchmal gut.

Er hat Geburtstag - feiert nicht,
erkennt er all der Kerzen Licht?
Hört und weiß er - was man redet,
und wie die Fangemeinde betet?

Ist er da - kann´s nur nicht sagen?
Im Koma seit so vielen Tagen.
Wie schön wär es - wenn man erkennt,
was im Körper - bremst und hemmt.

Zum Geburtstag wünsch ich Kraft,
dass Flocke dieses Wunder schafft,
dass er erwacht - und wieder spricht,
was anderes braucht es heute nicht.

Flocke - lang genug geschlafen!
Genug gezählt - von all den Schafen,
die stolz über das Gatter springen.
Dem Bock - und Dir soll das gelingen.

Wunder gibt es immer wieder,
ich werde ganz gewiss nicht müde,
und drück die Daumen - mit viel Kraft,
dass auch Du - das Wunder schaffst.   29.01.2013
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Jahreswechsel 2012-2013

Ein neues Jahr - ein neues Buch,
leere Seiten gibt's genug,
die es zu beschreiben gilt,
und daraus formt sich dann ein Bild.

Das alte Buch leg ich beiseite,
vollbeschrieben aus den Zeiten,
in denen ich recht glücklich war,
doch auch mit Zeiten der Gefahr.

Ich schaue im Impressum nach,
die Hautpersonen - heut am Tag,
sind dieselben - Gott sei Dank,
wie letztes Jahr - ein Jahr ist lang,

Manch Kapitel war sehr kurz,
manches länger - so wie's muss,
doch jedes hatte - wie man's kennt,
schließlich auch ein Happy End.

Weitere Menschen - sie zu mögen,
sehr viel Sonne - etwas Regen,
schöne Reisen - weil's gefällt,
kreuz und quer - durch alle Welt.

Erneut auch sehr viel Hörgenuss,
für die Ohren manchen Kuss,
bei Musik - am liebsten live,
Gänsehaut - die uns ergreift.

Durch manche Stürme gut geschippert,
und bei Unruh und Gewittern,
zwar ein wenig nass geworden,
doch wieder trocken - Fuß bis Ohren.

So viel Spaß an unserem Leben,
so viel Reime preisgegeben,
ein öffentliches Tagebuch,
zu erzählen - gab's genug.

Dummes Zeug - und dann mit Sinn,
so wie ich gehäkelt bin,
manchmal lustig - dann mit Tränen,
Daumen hoch - und dann zum Schämen.

So wie's halt im Leben geht,
so wie man sich selbst versteht,
und so wie's Schicksal schreibt und schreibt,
damit kein Buch - jungfräulich bleibt.

Auf vieles Einfluss - manches nicht,
manchmal Schatten - sehr oft Licht,
doch wenn das neue Jahr so bleibt,
dann wird's eine schöne Zeit.

Wir wünschen allen - so soll's sein:
Rutscht gut ins neue Jahr hinein,
und sorgt dafür - dass Euer Buch,
voll Schönheit glänzt - hat Platz genug. 29.12.2012
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Stille

Mein vorrangig und größter Wille,
ist ein Sonntag voller Stille.
Und während draußen Regen fällt,
träum ich mich fort - weit in die Welt.

Träum von der letzten Urlaubsreise,
von Chris de Burgh - von Songs, ganz leisen,
Konzert am Malediven-Strand,
das ich halt einfach traumhaft fand.

Schalte ab - beginn zu Reimen,
der liebe Gott schenkt Glück im Kleinen,
wenn ich mich einfach freuen kann,
bin ich rundum glücklich dran.

Verliere mich - tief in Gedanken,
dort kann ich so viel Ruhe tanken,
dass es oft für Tage reicht,
manchmal ist Entspannung leicht.

Ich finde sie bei guten Büchern,
bei Musik - samt Taschentüchern,
wenn mal doch ein Tränchen rinnt,
und in mir – ein Gefühl gewinnt.

Ich finde sie sogar - oh je,
auch manches Mal gar beim FC,
doch an diesem Punkt - zum Glück,
halte ich mich jetzt zurück.

Ich lass mir nicht den Tag vermiesen,
einfach mal die Augen schließen,
schon blende ich den Regen aus,
Sonntagmittag - hier, Zuhaus.

Träume mich zum heißen Sand,
zu neuen Menschen - die man fand,
zur Musik - die noch im Sinn,
wie gut, dass ich ein Träumer bin.

Träume noch von gestern Abend,
vom Einfach-Spaß-und-Muße-haben,
von zwei Stunden Gänsehaut,
Ray Wilson - leise, dann auch laut.

Mein vorrangig und größter Wille,
ist ein Sonntag voller Stille,
und Freunde - ja, den fand ich schon,
für mich – hat sich der Reim gelohnt.

Morgen geht es wieder weiter,
dann bin ich ernster - auch gescheiter?
Immer dort, wo's gerade passt,
das Leben macht mir einfach Spaß.

Heut bleib ich der Stille offen,
Träumen, Spinnen, Denken, Hoffen.
Solch ein Sonntag - das sei klar,
der ist einfach wunderbar.     18.11.2012
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Menschen

Das Leben ist ein steter Fluss,
manches kann - und manches muss,
die Zeit - sie reißt uns einfach mit,
Tag für Tag - und Schritt für Schritt.

Menschen, die dein Leben streifen,
oft zu kurz, um zu begreifen,
welchen Diamant man sah,
kleine Wunder - Jahr für Jahr.

Ein stetes Kommen - und ein Gehen,
kurz Beschnuppern - gar Verstehen,
und manchmal bleibt, mit etwas Glück,
sogar am Ende was zurück.

Natürlich ist das nicht die Regel,
meistens geht man seiner Wege,
und wenn dich erst der Alltag greift,
bist du fürs "wahre Leben" reif.

Doch wenn man mal zur Ruhe kommt,
dann erscheint so manchmal prompt,
ein gutes Maß Erinnerung,
du lächelst - und tankst neuen Schwung.

Erinnerung an nette Worte,
an frohes Lachen - von der Sorte,
das nichts und niemand trüben kann,
an Fröhlichkeit - a lot of fun.

Die Miesepeter lachst du weg,
ein lang Gesicht erfüllt den Zweck,
zu zeigen - einzig und allein:
Es ist perfekt - gut drauf zu sein.

Und falls mal nicht - das ist halt so,
ist man in solchen Phasen froh,
Menschen auch als Halt zu wissen,
nicht einen davon möcht ich missen.

Kein Mensch kommt klar als Einzelgänger,
vielleicht mal kürzer - auch gar länger,
doch nicht für immer - dauerhaft,
es kann nur klappen - wenn es passt.

Menschen - Schlanke, Dünne, Dicke,
im Meer der Zeit nur Augenblicke,
ein kurzes Blinzeln - mehr auch nicht,
doch für dich selbst - ein helles Licht.

Freundschaft kommt - und Freundschaft geht,
erst der, der es rundum versteht,
sie zu halten - Frau ob Mann,
diese(r) erst - ist glücklich dran.

Mancher bleibt partout nicht kleben,
das ist halt so - das soll es geben,
doch wenn dann jemand haften bleibt,
der/die tut das auch für lange Zeit.  02.11.2012
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Inspiration

Da sieht man - wohin Werbung führt,
durch Flimmerkisten inspiriert,
setze ich mich reimend hin,
befreiter Geist - befreiter Sinn.

Und erkenne - grad mal eben:
Wunderschön ist dieses Leben,
Auch wenn ich das sagen muss:
Irgendwie hab ich´s gewusst.

Nicht alles stets in geraden Bahnen,
doch lässt mich die Erfahrung ahnen:
Nach Regen folgt stets Sonnenschein,
das Leben - es kann herrlich sein.

Und wenn es dunkle Phasen gibt,
wenn nicht alles rosa blieb,
dann schaut man mal ins Internet,
da steht es doch - von A bis Z:

Statt Panzer - lieber Teddybären,
und wenn Waffen Kuchen wären,
dann schmissen wir sie in der Not,
erzeugten Lachen - nicht den Tod.

Willkommen heißt´s - statt starren Mauern,
Glückwunsch lieber, als Bedauern,
Umarmung dort - wo man sie braucht,
und Hilfe, wo der Schlot nicht raucht.

Videos im World-Wide-Net,
lustiger Verzäll im Chat,
das ist besser - ganz gewiss,
als Hetze, Aufstand, Dreck und Mist.

Vielleicht gibt´s auch den Platz für Reime,
heiter, inspiriert - selbst meine,
für Freundschaft, Liebe - und für Spaß,
das ist so schön - statt blankem Hass.

Ein Posting las ich eben, gerade,
das gefiel mir - früh am Tage,
dass - wenn du träumst - ganz ungestört.
die Welt dort dir allein gehört.

Ich träume auch - ich träume gerne,
von schönen Dingen - auch von Ferne,
von Reisen - weit - wie gerade jetzt,
von Menschen - die man liebt und schätzt.

Von all den vielen schönen Dingen,
von Plänen, die perfekt gelingen,
ich nehme dieses Leben an,
so lang ich darf - so lang ich kann.

Und weiß, dass ich sehr glücklich bin,
aufgefangen - in mir drin.
Danke, Werbung - sagt ich´s schon?
Danke für - Inspiration.            18.10.2012
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Paradise

Gerade mal fünf Monde noch,
dann trägt uns der Flieger fort,
zu Sonne, Meer – zum weißen Strand,
zum Konzert im heißen Sand.

Zum Concert-in-paradise,
von dem ich Eines heut schon weiß,
Es gibt nicht eins – es gibt gar zwei,
und jedes Mal – sind wir dabei.

Wir treiben durch die Inselwelt,
und da Musik uns sehr gefällt,
wäre es gar unverzeihlich,
es NICHT zu tun – die Mail kam neulich.

Da schrieb man von Verlängerung,
vom Traum - von der Bereicherung,
der Sinne – klar, auf jeden Fall,
die Liebste sagt: „Du hast nen Knall!“

Drei Tage hab ich überlegt,
gedreht, gewendet und bewegt,
dann war mir klar – vom Anfang schon:
Jetzt nein zu sagen, wäre Hohn.

Wir sind verrückt – und das nicht wenig,
doch fühlen wir uns wie bei Königs,
wenn dies Erlebnis Wahrheit wird,
bestimmt hab ich mich nicht geirrt.

Gitarrenklang – und der unplugged,
Symphonien – flotter Takt,
dazu die reine Stimmgewalt,
für so was – wird man nie zu alt.

Chris de Burgh – die Malediven,
Stimmen, die mich hörbar riefen:
„Träum nicht dein Leben – Leb den Traum“.
Wir sind dabei – man glaubt es kaum.

Manche Chance – die kommt nicht wieder.
Auf zum Flieger – rutsch was rüber,
ist auch der Flug – sehr reichlich lang,
auch er wird enden – irgendwann.

Ich freu mich auf die ersten Blicke,
die Inselwelt – aus freien Stücken,
haben wir das klargemacht,
jetzt geht es schneller – als gedacht.

Ich ahne uns schon mächtig schwitzen,
ich seh uns vor der Bühne sitzen,
ich hör bereits den ersten Sound,
bin beim Gedanken – gut gelaunt.

Eine Woche treiben lassen,
danach – das Glück in Worte fassen,
so mancher Reim – klingt das auch hart,
bleibt Euch sicher nicht erspart.    07.06.2012
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Entscheidungen

Manchmal frag ich mich bei Nacht:
Hab ich etwas falsch gemacht?
Nicht jede Handlung ist ganz richtig,
da ist mir Eure Meinung wichtig.

Und so gilt's zu überlegen,
die grauen Zellen zu bewegen,
obwohl ich heut - so denkt daran,
ohnehin nichts ändern kann.

Hätt ich damals "nein" gesagt,
wär ich alleine Tag für Tag,
kein Strohsack und kein feuchter Keller,
statt Rübensirup gäb's Nutella.

Doch dafür gäb's auch Liebe nicht,
daher, besehen jetzt bei Licht,
war die Entscheidung hin zum "ja",
die richtige - das ist wohl klar.

Hätt nicht der Nachwuchs drauf bestanden,
hier bei uns per Storch zu landen,
wär das Leben sehr viel leiser,
und billiger so manche Reise.

Doch fehlte dann ein großes Stück,
an Qualität, an Liebe, Glück,
und so war auch das perfekt,
den Gedanken - schieb ich weg.

Hätte ich nicht unterschrieben,
wär ich ohne Job geblieben,
läg nur auf der faulen Haut,
einfach in den Tag geschaut.

Doch dann fehlten 30 Jahre,
die erfüllt mit Leben waren,
und die Hoffnung fällt nicht schwer:
Es werden noch ne Reihe mehr.

Auch die Freundschaft sei zu nennen,
man hätte sie verhindern können,
einfach ignorieren, schweigen,
und die kalte Schulter zeigen.

Dann fehlte aber manche Nacht,
die man mit Freunden weint und lacht,
in der man sich geborgen weiß,
und wiederum schließt sich ein Kreis.

Wären standhaft wir geblieben,
gegen unser Haus entschieden,
historisch - einen Fachwerkbau,
könnt man sparen - oh, genau.

Wär man aber dann geborgen?
Wär es so perfekt geworden?
Fühlten wir uns so Zuhaus?
Eher nicht - so sieht das aus.

Hätt man mich - so ist's gekommen,
nicht ins Stadion mitgenommen,
juckte Fußball nicht die Bohne,
das wäre sicherlich nicht ohne.

Doch fehlte dann auch mancher Jubel,
positiv erlebter Trubel,
und Hamburg - live, die Waterkant,
mit der Schale in der Hand.

Hätt uns Musik nicht so erwischt,
besuchten wir Konzerte nicht,
quer durch alle Lande gar,
wär's billiger - ganz offenbar.

Dann aber fehlte uns der Flug,
Gewicht, das hab ich zwar genug,
doch weiß ich, dass ich fliegen kann,
beim ersten Ton, beim ersten Klang.

Würd nicht von dem Konzert nun träumen,
nein, wir werden’s nicht versäumen,
die Malediven - heißer Sand,
und Chris de Burgh - bei Nacht am Strand.

Hätt ich mich nicht im Wort verloren,
wär nicht mein erster Reim geboren,
sparte ich so manche Zeit,
für Wichtiges - es tut mir leid.

Denn ich brauch in mir das Klingen,
wenn Silben sinn- und sinnlos singen,
ohne das - da berste ich,
ich verlier mich im Gedicht.

Wär ich nicht süchtig nach Papier,
nach dem Bedruckten - gäb es hier,
in unserem Haus viel mehr an Raum,
und freie Wände - welch ein Traum.

Doch wäre ich nie eingestiegen,
in Geschichten, sie zu lieben,
wär daraus niemals aufgewacht,
mitgefühlt, gehofft, gelacht.

Entscheidungen - noch viele treffen,
richtig mal - und mal zum Stressen,
das weiß man vorher eher nicht,
und doch ist die Entscheidung Pflicht.

Hätt's mich nicht aus dem Bett getrieben,
wär Euch dies erspart geblieben,
dazu viel länger als gewohnt,
ich hab Euch heute nicht verschont.

Da musst Ihr einfach drüberstehen,
und es letzthin so nur sehen:
Die Entscheidung, mich zu lesen,
ist Eure ganz allein gewesen.    26.02.2012
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Frühaufsteher  ("Besinnliches, absolut sinnfrei)

Ich war dereinst ein Frühaufsteher,
Im-Dunklen-In-die-Zeitung-Seher,
ein Schon-zeitig-Kaffee-Schlürfer,
und Zuerst-ins-Bad-rein-Dürfer.

Ein Sehr-früh-ins-Brötchen-Beißer,
Den-Hund-schon-durch-die Felder-Schleifer,
Die-Spülmaschine-früh-Entsorger,
und dies an jedem neuen Morgen.

Ein Vor-Acht-schon-Worte-Schinder,
ein Früh-zu-Reimen-Silben-Binder,
ein Verfrüht-mit-Mails-Euch-Nerver,
ein Mit-Unsinn-um-sich-Werfer.

Doch seit ich Mitte 50 bin,
ist alles, was ich wusste hin,
plötzlich lieg ich in der Falle,
bis gegen 8 – so wie fast alle.

Und höre jetzt im Tiefschlaf nicht,
wie der Haushund zu mir spricht,
weil sie schon die Blase kneift,
bin ich etwa mehr als reif?

Hat das Alter mich erwischt,
ich hoffe zwar im Grunde nicht,
doch wär´s nicht von der Hand zu weisen,
die Jahre schreiten still und leise.

Ein Nicht-mehr-das-Handy-Hörer,
ein Nicht-mehr--mein-Umfeld-Störer,
Die-Nase-unters-Plumeau-Stecker,
und Den-Reiz-des-Schlafes-Schmecker.

Ein Später-mit-der-Bestie-Geher,
und Nicht-den-Sonnenaufgang-Seher,
Einer-der-sich-Sorgen-macht,
welch neues Dasein ihm da lacht.

Ein Den-Platz-im-Heim-schon-Bucher,
Den-neuen-Mittelpunkt-sich-Sucher,
Nicht-allein-am-Tisch-mehr-Sitzer,
oder Überm-Sportteil-Schwitzer.

Man sagt ja, alle sieben Lenze,
zieht das Leben neue Grenzen,
und krempelt alles einmal um,
hm, das wäre wirklich dumm.

Stell ich mir ab jetzt den Wecker?
Verzweifelt wartet grad der Bäcker,
weil ich – so kommt´s mir in den Sinn,
nicht mehr früh der Erste bin.

Bin Ein-Spät-am-Sonntag-Grübler,
ein Besser-noch-im-Bett-Getrieber,
dann wär der Mist, den ich geschrieben,
Euch komplett erspart geblieben.    08.01.2012
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Guten Rutsch

Per Facebook, Mail und SMS,
stellt man unumwunden fest,
dass, egal wie man´s auch dreht,
erneut ein Jahr zu Ende geht.

Auch die Liebste wird pathetisch,
da gibt’s kein Nein – und auch kein Geht nicht,
sie hängt mir gar für alle Fälle,
ein paar Girlanden – in den Keller.

Dazu ein Gläschen Gänsewein,
an diesem Tag soll´s für mich sein,
als sei mein Leben ein Genuss,
und dann gibt’s auch noch einen Kuss.

Sie wünscht Gesundheit mir und Glück,
meint, morgen früh sei sie zurück,
vielleicht – klingt das auch sonderbar,
erst irgendwann – im nächsten Jahr.

Bei Freunden ist sie eingeladen,
ob sie ein Herz für mich auch haben?
Vom Raclette ein bisschen was?
Mein Gott, wie wäre das ein Spaß.

In der Nacht Raketen sehn,
vielleicht auch mit nach draußen gehn,
um das neue Jahr zu grüßen,
das würd mein Dasein sehr versüßen.

Ich schau sie an – ein tiefer Blick,
sie seufzt entnervt: „So komm halt mit!
Sonst jammerst Du – ich ahn es schon,
die halbe Nacht am Telefon.“

Nach diesen Worten strahle ich,
das Glück, es spiegelt mein Gesicht,
die Liebste nimmt mich heute mit,
für mich ein erster großer Schritt.

Wer weiß, was alles sonst gelingt,
und was das neue Jahr mir bringt,
vielleicht – oh Gott, wer weiß das schon,
vielleicht die Eman-zi-pation.

Und jetzt – in diesem Überschwang,
fang ich vor Lust zu Reimen an,
wünsch Euch einen guten Rutsch,
das alte Jahr ist ausgelutscht.

Das neue Jahr soll Schönes bringen,
was Ihr anfasst, soll gelingen,
Gesund und glücklich noch dabei,
das wünsche ich – ich bin so frei.

Wir lesen uns ja bald schon wieder,
oder – wäre es Euch lieber:
Besser erst im nächsten Jahr?
Nun gut – dann ist ja alles klar.   31.12.2011
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Jahreswechsel 2011_2012

Jedes Jahr das gleiche Spiel:
Platz im Kalender – und ein Ziel:
Dass das Jahr – der Wunsch, er gilt,
sich nur mit schönen Dingen füllt.

Ist manch Wunsch auch überheblich,
ist manch Wunsch vielleicht vergeblich:
Wünschen darf ich – ganz genau,
das akzeptiert selbst meine Frau.

Ich muss nicht lange überlegen,
den Wunsch zu kennen – ist ein Segen,
ich weiß zwar nicht, wie Ihr das seht,
wenn ganz vorn – Gesundheit steht.

Spaß an Familie – meinen Lieben,
Spaß am „Stetig-vorwärts-schieben“,
Spaß am Spaß, verdrehten Wort,
ich bin dabei – und zwar sofort.

Zufriedenheit, ein wenig Glück,
vom leckeren Kuchen auch ein Stück,
Freunde, die auch Freunde bleiben,
Muße – ein Gedicht zu schreiben.

Zeit zum Lesen – nicht beschweren:
Zeit – um viel Musik zu hören,
auf CD und auf der Bühne,
mit viel Spaß – und ohne Sühne.

Zeit für Urlaub, Zeit zum Reisen,
in Gesellschaft lecker speisen,
und Zeit – ist´s oftmals auch ne Plage:
Zeit – für Blicke auf die Waage.

Muße für die Zweisamkeit,
wenig Ärger, keinen Streit,
und selbst dann ein treuer Blick,
wenn SIE mich in den Keller schickt.

Spaß an Arbeit, meiner Stelle,
mal in Ruhe, mal sehr schnelle,
vielleicht dabei den Überblick?
Wenn das klappt – dann ist das Glück.

Punkte für die Geißbock-Skala,
und wird die Börse auch stets schmaler,
vielleicht ja mal ein neuer Held,
für das kölsche Mittelfeld.

Einfach Spaß am Leben, Dasein,
am End des Jahres soll es wahr sein:
dass sich das Wichtigste erfüllt,
erst dann – ist´s ein perfektes Bild.

Der Wunsch, die Menschen nicht zu nerven,
beim „Wort-mit-vollen-Händen-werfen“,
ich wünsche uns ein tolles Jahr,
wenn alles klappt – na wunderbar.   28.12.2011
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Wunschzettel 2011

Wie in jedem Jahr – erneut,
fragt man mich, was mich erfreut,
ein kleiner Wunsch – der mich beglückt,
und den ich dann zum Nordpol schick.

Natürlich hab ich Wünsche – klar,
viele kleine – große gar,
zum Beispiel: Eine Nacht im Bett,
und nicht im Keller – das wär nett.

Oder Punkte für den Bock.
Weihnachtsmann – schau nicht geschockt,
ich weiß, dass das recht schwierig ist,
doch bin ich Deiner Macht gewiss.

Ein Buch, um tief drin zu versinken,
Musik, um mich dran zu betrinken,
Schokolade, Mandeln auch,
gut für Nerven, schlecht für´n Bauch.

Leckeres Essen, feinste Speisen,
schnelle Autos, ferne Reisen,
…schreibe ich nicht aufs Papier,
das wär kein Wunsch, das wäre Gier.

Ein Konzert, mich dran zu freuen,
das wünsche ich mir stets aufs Neue,
doch leider – bin ich selbst zu fix,
bestelle stets – so wird das nix.

Stets um mich die liebsten Menschen,
Freunde, heißer Tee im Kännchen,
diesen Wunsch – den schreib ich nicht,
denn – hört mir zu – die habe ich.

Vielleicht ein Hund, der zu mir hält?
Auch dieser Wunsch – wird abbestellt,
denn dieses Fellbund gibt´s bereits,
ich dachte nur – na ja, ich schreib´s.

Ein bisschen Ernst, Normalität?
Für diesen Wunsch – ist´s längst zu spät,
die Erkenntnis – macht mich bange,
aber kurz – und nicht sehr lange.

Geld? Das wünsch ich mir mitnichten.
Denn – es ständig umzuschichten,
damit es keinen Schimmel setzt,
das wünsch ich wirklich ganz zuletzt.

Ein Flug zu Chris de Burgh am Strand,
dieser Wunsch, der ist vakant,
doch wär er letztlich reichlich dumm,
das ist halt so – Ihr wisst, warum.

Dass alles bleibt, so wie es ist?
Dieser Wunsch – der ist gewiss.
Liegt das Versprechen unter Baum,
hab ich keinen anderen Traum.     26.11.2011
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Dankbarkeit

Von Dankbarkeit – bis hin zum Glück,
ist´s oftmals nur ein kleines Stück,
denn genießt man, was erreicht,
fällt´s Glücklich sein im Grunde leicht.

Freude an den kleinen Dingen,
auch an großen, die gelingen,
Spaß an einem Dankeschön,
hilft froh in jeden Tag zu sehn,

Zufriedenheit mit seinem Leben,
kann es etwas Besseres geben?
Zufriedenheit – und das Gefühl:
Es zu bemerken – das bringt viel.

Spaß an Menschen, netten Worten,
Spaß am Reisen, Spaß an Orten,
an die dich dieses Leben treibt,
an dem was geht – so nutz die Zeit.

Spaß an Musik, an lauten Tönen,
auch an leisen, die verwöhnen,
die in dich dringen, weit und tief,
wenn uns die Sucht nach Live-Kicks rief.

Spaß an einem guten Buch,
mit dem man liebt, mit dem man flucht,
das dich zieht - in seinen Bann,
von der ersten Seite an.

Spaß an Freundschaft, Spaß an Liebe,
Spaß zusammen fortzuschieben,
was dir vielleicht den Weg verstellt,
das ist das Leben, das gefällt.

Gesundheit, die kaum planbar ist,
auch das ist Glück – ja, ganz gewiss,
und manchmal auch, sich auszuruhn,
und zwei Stündchen gar nichts tun.

Glück – die Familie und die Kinder,
Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
das Sitzen an der Tastatur,
so wie jetzt – um 19 Uhr.

Spaß an Arbeit, den Kollegen,
an Dingen, die wir dort bewegen,
Spaß an jedem, der bemüht,
zusammen in die Richtung zieht.

Nicht zuletzt – der Spaß an Siegen,
Dinge, die am Herzen liegen,
für mich ist Glück auch der FC,
bei Sonne, Regen, Eis und Schnee.

Dankbarkeit – nicht selbstverständlich,
ich hoff es bleibt so – bis unendlich,
ich habe Spaß an meiner Zeit,
freu mich an jeder Kleinigkeit.    27.08.2011
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Gefühle

Jüngst hat mich manches Lob erreicht,
wegzuschauen – ist nicht leicht,
denn wenn man(n) sich der Worte freut,
entflieht man der Bescheidenheit.

Und trotzdem – man(n) ist nicht aus Stein,
was kann denn bitte schöner sein,
als liebe Worte – ernst gemeint,
dass man mit mir lacht, und weint.

Es macht mir Spaß, mit Wörtern spielen,
den Klang und ihren Rhythmus fühlen,
ich lass mich treiben – jedes Wort,
macht mich leicht und trägt mich fort.

Das ganze mit Gefühlen würzen,
wo´s nicht passt, kurz feilen, kürzen,
und in jeden kurzen Reim,
bring ich mich auch selber ein.

Ich weiß die Richtung vorher nicht,
und was in mir die Worte mischt,
das ist mir völlig unbewusst,
vielleicht der Sprache pure Lust.

Ich schreib von dem, was mich erfreut,
und bin auch manchmal gar bereit,
auszudrücken, was mich quält,
fühle ich mich angezählt.

Das sind Momente – nicht für jeden,
die helfen manchmal mehr als reden,
und bringen mich ein gutes Stück,
dann wieder zu mir selbst zurück.

Ich will damit kein Geld verdienen,
meinen Leben läuft auf graden Schienen,
ich bin zufrieden, glücklich auch,
und habe alles, was ich brauch.

Es jetzt zu sagen - nicht mehr schwer,
ich habe gar ein bisschen mehr:
Man lobte mich, das ist perfekt,
wie gut ein liebes Wort doch schmeckt.

Denkt von mir gern was Ihr wollt,
ob ich davon jetzt reimen sollt,
ich weiß es nicht – ist auch egal,
es macht mir Spaß – das allemal.

Damit zu brüsten ist mir fremd,
no fishing for the compliment,
ich lauf nur einfach wieder über,
bevor ich platze – schreib ich´s nieder.

Lasst mir meine Freude bitte,
ich fand perfekt jetzt meine Mitte,
bin ausgeglichen, glücklich, froh,
manchmal ist das einfach so.            06.04.2011
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Schmerz  (Auftragsreim)


Manchmal kommt er, der Moment,
da Schmerz dir bis zur Seele brennt,
wo dir nicht Flucht, noch Ausweg bleibt,
wenn nichts mehr dein Gespenst vertreibt.

Bewegung wird zur öden Qual,
was man auch sagt – du bleibst im Tal,
verkriechst dich in dir selbst ein Stück,
verleugnest jeden Traum vom Glück.

Alles hast du schon probiert,
gesalbt, geschluckt, gespritzt, geschmiert,
und greifst nach jedem Zipfel doch,
ein letztes Mal – das geht wohl noch.

Wenn nichts als bloße Hoffnung bleibt,
Geschichten, die das Leben schreibt,
dann gibst du dich dem Hoffen hin,
„es könnte passen“, tief im Sinn.

Und gerätst in treue Hände,
das Wollen ist der Weg zur Wende,
fühlst dich verstanden – kein Objekt,
und neue Kraft in dir erweckt.

Versuche kommen – und sie gehen,
den Schmerz zu forschen, zu verstehen,
und aufzugeben gibt es nicht,
die Hoffnung hat jetzt ein Gesicht.

So gut verstanden, aufgehoben,
in ein sicheres Netz verwoben,
mit Sachverstand und Freundlichkeit,
ein Aufbruch in die neue Zeit.

Ein Team, das sich als Einheit zeigt,
das Kraft dir gibt – und notfalls schweigt,
das dich im Schmerz ganz fest umfängt,
das vorwärts schiebt, doch niemals drängt.

Das Ohren hat, wenn Kummer plagt,
das Zeit sich nimmt, wird sie erfragt,
wo man sich aufgehoben fühlt,
wenn der Schmerz unsagbar wühlt.

Das plötzlich einen Ausweg sieht,
das Hoffen, nicht Gewissheit gibt,
doch greifst du jeden Strohhalm gern,
ihn zu versagen, läg dir fern.

Und noch im Schmerz, der dir entstand,
fühlst du eine starke Hand,
die dich leitet, die leis meint,
dass auch für dich die Sonne scheint.

Ich danke meinem Team, bleib treu,
mein Leben blüht ab heute neu,
wie schön, dass mir die Sonne lacht,
ich hätt es fast – nicht mehr gedacht.      24.03.2011
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Der Ruf  (Auftragsreim)

Ein Leben ist erst dann perfekt,
wenn es die stille Sehnsucht weckt,
nach der Person, auf die man schwört,
der mehr, als nur dein Herz gehört.

Ein Leben voll Gemeinsamkeit,
intensiv erlebte Zeit,
mit Liebe und mit Herz garniert,
das endet nie – was auch passiert.

Erlebte Phasen voller Glück,
wie gern schaut man darauf zurück,
und stellt Problemchen hintenan,
wie schön, wenn man doch wählen kann.

So viel Jahre, Jahreszeiten,
manchmal schwerer zu durchschreiten,
doch oft genug im leichten Sprung,
mein Gott, wie war man damals jung.

Man meint das Leben sei unendlich,
im Überschwang ist das doch menschlich,
doch irgendwann kommt der Moment,
und du wirst leider doch getrennt.

Da lässt man los, geliebte Hände,
steht fassungslos vor einem Ende,
und ist dann schließlich glücklich dran,
wenn man trotzdem noch Lächeln kann.

Wenn man sich in die Kissen lehnt,
sich seiner Tränen auch nicht schämt,
schwelgend in Erinnerung,
das hält die Seele frei und jung.

Und wenn man dann noch sagen kann:
„Was wollt Ihr, ich bin glücklich dran.
Ich hatt ein Leben, sehr erfüllt,
und manche Sehnsucht ward gestillt.“

Doch leise ruft, mit stetem Drang,
der Partner, der dein Leben lang,
stets an deiner Seite schritt,
er reicht die Hand: „So komm doch mit!“

Mag sein, dass man dem widersteht,
dass man dem Ruf den Rücken dreht,
doch klingt er leis und dauerhaft,
dem zu entsagen, kostet Kraft.

Irgendwann lässt man dann los,
fällt in den vermissten Schoß,
und schreitet wie auf Silberwogen,
strahlend übern Regenbogen.

Lässt alle Mühe hinter sich,
gemeinsam in das helle Licht,
wer das von sich heut sagen kann,
erst der ist wirklich glücklich dran.     24.03.2011
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Geträumt

Ich bin heut Morgen früh erwacht,
nach einer viel zu kurzen Nacht,
gefangen zwischen Tag und Traum,
ergriff des Morgens ersten Saum.

Und als ich so im Koma lag,
die Augen kaum zu öffnen wag,
und sinnend an mein Tagwerk denk,
fiel mir mein Traum ein – welch Geschenk.

Ich träume meistens nicht sehr viel,
zieh es eher ins Kalkül,
in Morpheus Armen, tief und fest,
zu schlummern – wenn man mich denn lässt.

Doch diesmal blieb ein Hauch zurück,
ein Fitzelchen erträumtes Glück,
und davon lasst mich nun berichten,
(sonst hab ich keinen Grund – zu dichten).

Ich träumte, dass die Sonne scheint,
dass es mein Leben herrlich meint,
träumte, meine Frau sei nett,
und ich ein wahrer Held – im Bett.

Ich träumt, man hätt der Freunde viel,
von hier, bis über Köln, nach Kiel,
ich träumt, wir seien unsagbar reich,
die Kinder Albert Einstein gleich.

Mein Chef hat oft mit mir gelacht,
in diesem Traum, in dieser Nacht,
und seine Frau hat uns gemocht,
ich merke es – ich träume noch.

Nicht grad ne Pfeife im Beruf,
mit nicht dem allerbesten Ruf,
weil ich auch lache, dann und wann,
wenn niemand das verstehen kann.

Träumte, dass Musik mich treibt,
dass ich Spaß hab, wenn ich schreib,
dass der FC gar Meister ist…,
da ward ich wach – na, so ein Mist.

Ich wollt den Traum schon glatt vergessen,
nachzudenken kann sehr stressen,
da kam´s mir plötzlich in den Sinn,
dass ich ja – wirklich – glücklich bin.

Wir sind gesund, wir sind Zuhaus,
die Spur zeigt (meistens) geradeaus,
was man anpackt, das gelingt,
viel ist wahr – was traumhaft klingt.

Nur das mit dem Heldentum,
das lassen wir wohl besser ruhn.
Und des Geißbocks Meisterschaft?
Aus Träumen zieh ich meine Kraft….      25.02.2011
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Wesseling

Station 2a in Wesseling,
brauchst du Hilfe – ein Gewinn,
selbst am frühen Sonntagmorgen,
nimmt man dir schnellstens deine Sorgen.

Mit Eifer und mit Freundlichkeit,
mit Hilfe in der knappen Zeit,
die dort zur Verfügung steht,
von morgens früh bis abends spät.

Zeit für ein Lächeln zwischendurch,
nimmt dir ganz fix auch deine Furcht,
und wenn´s was dauert, niemand stört´s,
weil es halt dazu gehört.

Im nahen Anblick der „Gefahr“,
wird man(n) beim Warten Inventar,
jedoch ein Kaffee, heiß und stark,
beruhigt dich bis ins tiefe Mark.

Schwestern, die nicht sitzen bleiben,
die im Strom der Pflichten treiben,
nach Kilometern gut entlohnt….,
das wäre schön – wo gibt’s das schon?

Man sprach zu mir: Wie ist das gleich,
wär es wahr, so wär ich reich,
und mit nem Strahlen, glaubt es mir,
geht es schon zur nächsten Tür.

Hier ein Pflaster, dort die Spritze,
hier das Bettzeug in die Ritze,
Infusionen, nettes Wort,
und das am besten – im Akkord.

Ärzte, die viel Ruhe strahlen,
Herr der Hilfe – nicht der Zahlen,
ohne auf die Uhr zu schauen,
auf solche Ärzte kann man bauen.

Am siebten Tage sollst du ruhn,
auch dir selbst mal Gutes tun,
wenn da nicht die Bereitschaft wär,
ruhig zu bleiben – manchmal schwer.

Dort ist der Eid des Hippokrates,
verbunden mit der Lust an Taten,
das ist mein Eindruck, sage ich,
nicht nur Erfüllung bloßer Pflicht.

Ein kurzer Reim zum Danke sagen,
freut Ihr Euch – ich wollt es wagen,
und ich denk, es wäre nett,
fänd mein Reim den Weg ans Brett.

Freundlichkeit, nicht selbstverständlich,
und mein Reim – selbst er ist endlich,
fertig und am Ende nun,
ich denk, Ihr habt genug zu tun.           16.01.2011
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Kinderglück

Wenn die Nacht zum Tage wird,
wenn man die Lust am Schlafe spürt,
und kaum mehr aus den Augen schaut,
dann hat man sich ans Glück getraut.

Wenn man Nachts das Fläschchen wärmt,
und Tags von seinem Nachwuchs schwärmt,
wenn dieser gluckst und fröhlich lacht,
dann hat man alles recht gemacht.

Wenn der perfekte Windelschiss,
im Leben Nonplusultra ist,
wenn nachts das Ohr beim Bettchen klebt,
dann weiß man wirklich, dass man lebt.

Dann träumt man(n) schon vom Drachensteigen,
vom Wunder dieser Erde zeigen,
von Kinderaugen, die hell strahlen,
im Traume kaum so auszumalen.

Vom Lachen unterm Tannenbaum,
von manch zerfetztem Hosensaum,
vom nassen Schopfe im April,
von ruhigen Nächten – herrlich still.

Von Zähnen, die nicht kommen wollen,
von späteren Windeln – von sehr vollen,
vom ersten Schnupfen, wundem Knie,
vom Elternglück – so stolz wie nie.

Vom ersten Wort, verzerrt gesprochen,
von Ferien, den schönsten Wochen,
die das Jahr zu bieten hat,
auf dem Lande, in der Stadt.

Vom Erfolg, von Niederlagen,
vom einfach artig Danke sagen,
vom ersten Satz in einem Heft,
der vor Stolz dich platzen lässt.

Von Freunden, Menschen, vollem Haus,
vom Besuch des Nikolaus,
von Kinderfeten, herrlich wild,
welch ein wundervolles Bild.

Vom Berufswunsch – jetzt noch weit,
doch glaubt – so schnell vergeht die Zeit,
drum haltet den Moment gut fest,
auf dass er Euch stets träumen lässt.

Das Glück, es wächst von ganz allein,
müsst offen nur für Wunder sein,
ein Wunder, das Euch jetzt geschah,
dafür sind schließlich Träume da.

Wir wünschen Euch viel Glück und Freude,
gestern, morgen und auch heute,
ein Gruß von Deutschland in die Schweiz,
Elternglück macht Herzen weit.                   08.01.2011
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Jahreswechsel_2010-2011

Das neue Jahr steht nah vor mir,
unbeschriebenes Papier,
in meinem neuen Tagebuch,
das nach seinem Eintrag sucht.

Das Tagebuch, es wartet still,
was ich ihm wohl erzählen will,
von bewusst erlebter Zeit,
von Freude und Geselligkeit.

Von Liebe, Freundschaft und noch mehr,
von schönen Dingen – ja, ich schwör,
alles findet sich hier wieder,
was mich bewegt, das schreib ich nieder.

Mal zum Lachen, mal zum Hadern,
mal einfach so, um dumm zu labern,
heut nur ein Satz – und morgen mehr,
das weiß ich erst hinterher.

Ich freu mich auf viel schöne Zeit,
auf Liebe und Gemeinsamkeit,
auf manchen Tag im Freundeskreis,
all das ist für uns 1. Preis.

So lange man das sagen kann,
sind wir wirklich glücklich dran,
wenn man dann seinen Job noch liebt,
ist das das Beste was es gibt.

Ich kenne heut schon manch Termine,
jedes Jahr die gleiche Schiene,
Glücksgefühl bei Livemusik,
zwei Stunden lang erlebtes Glück.

In Fußballtempeln weiter hoffen,
das Ergebnis bleibt stets offen,
und das Gespenst der Liga 2,
verjagen wir – ich bin dabei.

Ein wenig reisen – Fernweh stillen,
und dabei den Speicher füllen,
für so manch versandten Reim,
ich weiß – ich kann sehr grausam sein.

Seht es halt als Drohung an,
als Zeichen, dass ich quälen kann,
und so lang der Reim-Brei quillt,
ist mein Hunger nicht gestillt.

Der virtuelle Stift gespitzt,
Hoffnung auf manch Geistesblitz,
und auf ein schönes neues Jahr,
dazu sind gute Wünsche da.

Wir wünschen Euch, genau wie uns,
stets viel Glück, der Sterne Gunst,
Gesundheit, Liebe und Verstehen,
dass Wünsche in Erfüllung gehen.       31.12.2010
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Klassentreffen

Bald gibt’s wieder Klassentreffen,
Erinnern, Reden, Lachen, Essen,
und ein bisschen Stöbern, Kramen,
in alten Storys, kleinen Dramen.

Die Haare, sie sind grau geworden,
doch klingt noch immer in Akkorden,
von damals die Erinnerung,
mein Gott, was waren wir noch jung.

Standen gerade an der Schwelle,
ein Lebensabschnitt in das Helle,
ein Blatt noch völlig unbeschrieben,
Lernen, Büffeln, Lauschen, Üben.

Mit Kunst zum ersten Wort gelenkt,
welch Wunder uns das Lesen schenkt,
und daher spiel ich mit dem Wort,
auch heute noch so gerne fort.

Rechnen – bitte noch im Kopf,
kein PC, ich armer Tropf,
doch der Erfolg, den ich dort fand,
liegt heut noch deutlich in der Hand.

Im Kopf die Zahlen überschlagen,
das klappt sogar noch an den Tagen,
bei komplettem Stromausfall,
ohne Rechner, überall.

Der kleine, große Klassensaal,
ein erster Schritt und das Signal,
dass man für sich, das Leben lernt,
davon hab ich mich nie entfernt.

Ich riech noch den Kakao im Flur,
denk an den Blick zur Pausenuhr,
hör mein Brummen beim Gesang,
denk ich zurück – wird mir noch bang.

Denn Singen war nicht meine Welt,
an die Tafel hingestellt,
krächzte ich zwar meine Pflicht,
doch ein Genuss – war das wohl nicht.

Ich denk an Bundesjugendspiele,
wie verloren ich mich fühlte,
vor dem Kasten, vor dem Sprung,
vorbei… ich spür Erleichterung.

Ich hör die Geige Freitags noch,
Musik hab ich stets gern gemocht,
und der große Bücherschrank,
begleitet mich mein Leben lang.

Lehrer Stadtler, Lehrer Schütz,
und ich – ganz brav (?) auf meinem Sitz,
wobei ich das nicht sicher weiß,
dem Alter zollt man manchen Preis….

Ein Ausflug. Laufen? Ich zu matt.
Wenn man halt schon Visionen hat,
lässt man sich am besten tragen,
das hilft in allen Lebenslagen.

Vieles habe ich vergessen,
dumm geschaut und viel gegessen,
heute nun wird’s aufgewärmt,
das schmeckt so gut, ich hab´s gelernt.

In manche Bücher aus der Zeit,
würd ich gern schauen, doch zu weit,
liegt die Schulzeit nun zurück,
Lernen ist ein Weg zum Glück.

Mit dem Griffel auf der Tafel,
verfasste ich schon früh Geschwafel,
heute klappt das per Computer,
in die Welt per Netz und Router.

Danke für die ersten Schritte,
aufgefangen in der Mitte,
vom Beginn, von Anfang an,
für mich nur knapp fünf Jahre lang.

Ich hab die Schulform lang vermisst,
neu erfahren, ganz gewiss,
was Büffeln fern von Grouven heißt,
durch manchen Ort bin ich gereist.

Bergheim, Horrem, später Kölle,
manches Jahr war eher Hölle,
doch erstes Pflänzlein, das gesät,
hat mich am meisten wohl geprägt.

Fünf Jahre seit dem letzten Treffen,
ich freu mich drauf, hab´s nicht vergessen,
wie wohl ich letztens mich gefühlt,
der Samstag ist mein nächstes Ziel.

Ein Abend in sehr froher Runde,
Lachen, Scherzen und die Kunde,
dass unsere Schule uns noch blieb,
auch wenn´s sie lange nicht mehr gibt.

Doch die Gedanken sind halt frei,
das ist Euch sicher nicht ganz neu,
wer mit Erinnerung spielt, wie ich,
der findet Wege zum Gedicht.               17.10.2010
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Küken


Wenn ein Küken flügge wird,
sich in die weite Welt verirrt,
und in Neuseeland Hobbits jagt,
dann ist das ein besonderer Tag.

Dann ist die Lehre schon Geschichte,
dann gibt es Sekt – und auch Gedichte,
weil der Dichter wieder mal,
zu viel versprach – das ist fatal.

Nun sitzt er hier, der arme Tropf,
zermartert sich den grauen Kopf,
und überlegt, hat nachgedacht,
was einem Küken Freude macht.

Vielleicht ein Glückwunsch, so als Lohn,
abgehakt – den gab es schon,
und ein Besäufnis mit viel Sekt?
Doch der hat mir noch nie geschmeckt.

Na dann vielleicht ein Bild – mit Zahl,
zum Start ein wenig Kapital,
und der Hinweis, ganz gewiss,
dass man Christina sehr vermisst.

Es sind knapp 90 Tage noch,
dann reißt das „Tschüss“ ein großes Loch,
denn die „Kauffrau im Büro“,
sie geht auf Reisen – ist halt so.

Die Welt zu sehen, nicht zu flüchten,
in Neuseeland Schafe züchten,
und zu finden – ist´s gewagt?
… den Hobbit, den sie gerne mag.

Wenn´s so kommt – wir werden sparen,
trotzen Meilen und Gefahren,
sitzen mit beim Barbecue,
und prosten Euch dort fröhlich zu.

Wir hoffen, dort beim Schafe zähmen,
wirst Du etwas von uns nehmen:
Bist Du auch entsetzlich weit,
Gedanken an ne schöne Zeit.

Du hast jetzt den Beruf, den Start,
die kleine Flamme ist entfacht,
sei für Schönes stets bereit,
fürs Lernen – und Geselligkeit.

Für Freude, die das Leben bringt,
für manches, das mal nicht gelingt,
für manches, das Dich wütend macht,
und über das – Du später lachst.

Neues finden, Schönes sehen,
lass den Wind ums Näschen wehen,
genieße alles, finde Glück,
und denke gern an uns zurück.                 25.06.10
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Anita

Fürs Büro die reine Perle,
für nette Frauen, echte Kerle,
die Garantie für Reinlichkeit,
doch alles – hat halt seine Zeit.

Denn nun kürzlich sprach Anita,
sie geht von Bord, die Senorita,
und der Einwand, den ich gab,
den tut sie einfach lächelnd ab.

Der Jahre sind genug erbracht,
ein Auge weint – das zweite lacht,
34 Jahre lang,
wenn wir gingen – fing sie an.

Und räumte uns, mal leicht, mal schwer,
auch mal fluchend hinterher,
spülte, wusch, betrieb Kosmetik,
für den Boden – zur Ästhetik.

Nach Anitas Wischmopp-Tanz,
erstrahlt´s Büro in neuem Glanz,
das war 1a, das ist perfekt,
Sauberkeit – so wie geleckt.

Doch irgendwann kommt halt die Zeit,
da ist man es wohl wirklich leid,
da denkt man sich, man hat die Wahl,
lang genug ward eingezahlt.

Der Regen aus der Rentenkasse,
tröpfelt leicht – doch hat er Klasse,
wenn man sich froh nach hinten lehnt,
wenn andere schaffen – leise gähnt.

Das ist verdient, nach all der Zeit,
gönn es Dir und sei gescheit,
und doch – ja, wir vermissen Dich,
er fällt uns schwer nun, der Verzicht.

Wer räumt uns bitte hinterher,
der Gedanke trifft uns sehr,
weil nicht jeder – glaub das jetzt,
Dich mal so eben leicht ersetzt.

Die Jahre, eine lange Zeit,
eine kleine Ewigkeit,
und dabei fällt mir schaudernd ein,
ICH werde jetzt der Senior sein.

Wenn Du mir Rente übrig lässt,
stell ich 2020 fest,
ob noch ein Scherflein mir verbleib,
halt Dich zurück – oh, sei so lieb.

Wir wünschen Dir nun alles Glück,
Gesundheit, Freude – schau zurück,
und vergiss uns nicht sofort,
Ahoi, Anita geht von Bord.                       25.06.2010
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