Melinda & Bill in Dublin 2016

In Dublin war´s – im Monat Mai.
Ich nahm mir 2, 3 Tage frei,
und flog mit meinem General,
nach Irland hin. – Der Grund? Egal.

Had been to Dublin – latest year.
My general and me – and beer,
together with new friends we found.
The world is small – and nice and round.

Ein Zufall hat uns nah gebracht.
Ein Zug, verspätet, vor der Nacht.
Im Bus – so was geht manchmal schnell,
erfragten beide das Hotel.

Bill, Melinda, Christel, me,
the same place, where we want to be.
We asked the driver and he told,
where we had to go – I´m old.

Bin alt und und fand die Wege nicht,
drum war das Fragen erste Pflicht.
Hätten wir das nicht getan,
lief´s Leben in getrennter Bahn.

We went together trough the streets,
Really happy that we meet,
The lovely people – USA.
Salt Lake City – super, hey.

Unterhielten – es war weit,
uns angeregt die ganze Zeit,
und haben, liebe Leute lauscht,
die Mails ad hoc dort ausgetauscht.

The photos that we made to send.
The friendship shouldn´t come to ´n end.
From that day – one year has gone,
We write the emails – day will come…

…that we will again once meet.
Friendship, it is good, is sweet.
One day we hope to fly again,
to USA – but don´t know when.

Eines Tages – das wird schön,
werden wir uns wiedersehen.
Manches Treffen soll wohl sein,
vom Schicksal so bestimmt, allein.

Bill, Melinda, many miles,
between our lives – but for a while,
we did at Dublin stalking you.
That is great – oh yes, it´s true.

Ein neuer Reim – a new poem.
Ich freue mich – for now and then,
dass die Freundschaft – I am glad,
noch besteht – what luck we had.    10.05.17
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Roter Wein

Roter Wein, spontan verschossen,
ergibt die schönsten Sommersprossen.
Ein Nebel, der dich jäh umhüllt,
sorgt für ein gesprenkelt Bild.

Beim Italiener - Spandau - war's.
Roter Wein - ein volles Glas.
Da nahm ein Schluck die falsche Richtung,
auf dass dies führe hier zur Dichtung.

Statt zum Magen, ging's zur Luft.
Ein Fakt, der das Verständnis ruft.
Der Mund war voll... - doch nicht mehr lang.
Zu impulsiv, zu stark der Drang.

Lieber Leser, mäßige Dich.
Nämlich diesmal war's nicht ich.
Der Freund, der gegenüber saß,
er schaut entsetzt aufs eigene Glas.

Die Liebste aber - neben mir,
war übersät von dem Pläsier.
Kleidung, Tisch, Gesicht und Wand,
rot gepunktet - wie bekannt.

Verdutzt den Nebel registriert,
der sich verbreitet - das passiert.
Dann mit dem Lappen abgewischt,
den Teller, Boden und den Tisch.

Doch hat das ein Problem gebracht?
Natürlich nicht! - Man hat gelacht.
Unter Freunden - welch ein Clou,
gehört auch sowas mal dazu.

Wie das Hemd - auf das zuvor,
ich Soße - na, beim Mahl verlor.
Die Freundin stopft's in die Maschine...
Gereinigt fix - vertraute Schiene.

Das Wochenend - Berlin - war schön.
Paar Worte bis zum Wiedersehen.
Auf dass Ihr Lieben - sag's mal kess,
uns bis dahin nicht vergesst.

Egal ob Kleckern, Roter Wein,
so entspannt darf's immer sein.
Geredet in Erinnerung,
und viel gelacht - so bleibt man jung.

Bei Musik bewegt - nicht steif.
Das ist super - that means life.
Mal schauen, was uns als nächstes blüht.
Wir sind dabei - was auch geschieht.

Und wieder einmal neu erkannt:
Was passt, dass passt - zeigt man Verstand.
Auch ein Urlaub - fern Daheim,
kann Grundstock für die Freundschaft sein.   01.05.17
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Antiquitäten

Hier ein Schränkchen, dort ein Bild,
hier ein Leuchter – doch es gilt:
Das beste „Alte Stück“ – na klar,
bleibt der alten Freunde Schar.

Das Verständnis, das Begreifen,
durft in vielen Jahren reifen.
Das lässt sich nicht – ich will nicht prahlen,
mit Gut und vielem Geld bezahlen.

Auch wenn man sich mal lang nicht sieht,
ganz egal, weshalb´s geschieht,
so ist nur wichtig – klar – und Pflicht,
zu sehen – es trübt die Freundschaft nicht.

Wenn früh, ab der Minute 1,
du feststellst, siehst und nicht nur meinst,
die Sabbel, sie steht nicht mehr still,
ist das genau, was man doch will.

Gemeinsam sich zurückzulehnen,
das kann und wird uns niemand nehmen.
Gemeinsam schwelgen – das hält jung,
im Spaß und der Erinnerung.

Die Jahre gingen schnell wie nie,
man denkt zurück – man nimmt Revue,
und alles ist wie gestern noch.
Ein Geschenk! – Ich sag es doch.

Wenn die Stunden, die man sitzt,
zusammenschmelzen wie der Blitz,
dann ist das doch – ist das verkehrt (?),
diesen Reim wohl dreimal wert.

Es werden all die Altertümer,
…ich erwähn es – kühn und kühner,
wenn man nicht aufpasst sehr verstaubt.
Doch nicht die Freundschaft – überhaupt.

Was tief im Herzen ist verwurzelt,
das vergeht nicht – und das purzelt,
auch nach vielen Monden kaum.
Ich hab´s erlebt – das ist ein Traum.

Doch gilt der Reim – in jedem Falle,
für unsere guten Freunde alle.
Freunde haben – na, ich denk,
ist wundervoll – ist ein Geschenk.

Danke, wirklich Dank dafür,
wir öffnen Euch sehr gern die Tür.
Und wenn´s heut Morgen schleimig scheint…
Dann ist das so – so war´s gemeint… 

Antiquitäten – nicht die Reste,
das seid Ihr – Ihr seid das Beste,
was nebenbei passieren kann.
Zieht Euch diesen Schuh gern an.  30.03.17
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Das war Spitze

Gute Freunde - edle Sprotten,
da fährt man schon mal - kriegst die Motten,
auf die Schnelle grad vorbei.
Kiel war nah - wir hatten frei.

Klingelten und standen dann,
im Flur des Hauses - dann und wann,
gelingt die Überraschung gut.
Man braucht nur etwas Zeit und Mut.

Die "Verzweiflung" bei den Lieben,
war deutlich ins Gesicht geschrieben.
Wir zeigten Nachsicht und verstanden:
Hier sind wir perfekt verstanden.

Ein knappes Stündchen war geplant,
doch wer uns kennt, der weiß, der ahnt:
Aus einem Stündchen, hoch im Norden,
sind letztendlich drei geworden.

Man könnt fast meinen, könnt fast denken,
...die Meinung will ich mir grad schenken,
man tät uns mögen - Quatschverzäll...
Der Eindruck, er verschwand recht schnell.

Als dann auch noch das Kind, Clau-dette,
höchst selbst erschien - die schmale, nette,
ganz persönlich- mit Begleitung,
stand ich ehrlich auf der Leitung.

Wie kann das Kind - Erkenntnis mein,
denn weit schon über 30 sein?
Mit zwei Kindern an den Händen?
Sie bleibt 17!!! - Aus und Ende.

Kaffee trinken, Hunde streicheln,
nette Worte, um zu schmeicheln,
und schon war diese Zeit dahin.
Die Fahrt ging weiter - wo der Sinn?

Klaus, er sprang - sprach, das sei Spitze.
Ich sah ihn an - macht er jetzt Witze?
Nein, er strahlt - und das, ganz ehrlich,
fand ich erstaunlich - fast gefährlich.

Es meint dazu die Claudia:
<<Besser wär's, Ihr wohntet nah.>>
An diesem Punkt sprach ich erschreckt:
<<Komm, mein Weib - jetzt auf, jetzt weg.

Sonst wollen sie das öfter haben,
dass die stolzen Rosse traben,
unter unserer Motorhaube...
nicht zu verstehen - kaum zu glauben.>>

So fuhren wir dann endlich heim.
Die Welt, sie wird ganz plötzlich klein,
wenn man alte Freunde trifft.
Das Leben ganz perfekt im Griff.   14.03.17
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Besuch

Morgen wird Besuch empfangen.
Für ein paar Stündchen mag´s wohl langen,
dass ich den Besuch ertrage.
Morgen nun, an jenem Tage.

Erst mal – wichtig – eine sie.
Die Schonzeit, sie herrscht morgen früh.
Nun kommt sie halt am Nachmittag,
egal, ob ich das will, das mag.

Noch dazu, das ist das Schlimme,
kommt sie ohne Mann, der immer,
mich in Schutz und Arme nimmt,
als sei ich halt sein eigen Kind.

Immer ist sie grob zu mir,
so, wie meine Liebste hier.
Denn die beiden – glaubt´s mir einer,
passen halt wie Ar… auf Eimer.

Immer hat sie – in der Tat,
ein arges Wort für mich parat.
Immer seit dem Tag im Schiff,
versprüht sie Galle mir – und Gift.

Ihr Mann und ich – so die Erkenntnis,
zeigten uns dort stets Verständnis.
Doch was die Frau, das Weib nicht will…
Ist schon gut – ich bin schon still.

Denn Ihr wisst, in Wirklichkeit,
freu ich mich – tut´s mir auch leid.
Die Heidi kommt – der Unsinn blüht,
im Rheinland – und im Ruhrgebiet.

Dass wir uns dort kennenlernten,
uns danach dann kaum entfernten,
das begann – ich schreib davon,
letzten Endes mit Affront.

Sie sah mein Shirt, den Geißbock drauf,
da nahm das Unheil seinen Lauf.
Sie sagte – …geht nicht, meine Liebe:
<<Ach schau, das ist die Kölner Ziege…>>

Eine Hennes ist vielmehr doch wert.
Nur ne Ziege? – Unerhört.
Das ist der Geißbock – Heiligtum,
Lieb Heidi – na, was sagst Du nun?

Trotzdem hält die Freundschaft stand,
obwohl – und das sei hier bekannt,
sie sich nie entschuldigt hat,
Mal schauen, ob das morgen klappt.

Sie kommt mit ihrem Hund hierher.
Flüchten? – Das fällt mir zu schwer.
Ich werde, so muss man das sehen,
diesen Tag schon überstehen.    17.02.17
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Hätte ich doch weggesehen

Hätt ich damals weggesehen,
wie wundervoll könnt´s mir ergehen.
Alles – das ist keine Frage,
begann mit diesem schlimmen Tage.

Ich werde sie seither nicht los.
Mein Frust, mein Kummer, er ist groß.
Die Begleitung – Schritt für Schritt,
nimmt mich seelisch heftig mit.

Immer dieses stete Hetzen.
Worte können sehr verletzen.
Mein Bauch ist dick – doch nicht das Fell.
Begreift das bitte – bitte, schnell.

Ich bin „Fisch“ im Sternkreiszeichen,
kann manchen Angriff nicht begreifen,
den ich oft ertragen muss.
Das schmerzt mich sehr – es engt die Brust.

Was für Euch oft harmlos klingt,
das ist, was mich zum Weinen bringt.
Ich bin alt – mir fehlt die Kraft,
zu ertragen, was mich schafft.

Was schaut Ihr so verwirrt jetzt drein?
Liegt´s an diesen Worten mein?
Ach ja, jetzt weiß ich es genau:
Ihr denkt, ich schreib von meiner Frau.

Doch nein, sie trifft es diesmal nicht.
Erfahrt nun bitte den Bericht,
bezüglich Ösis, die ich traf,
im Stadion – ich armes Schaf.

Sie raubten – lang schon ist es her,
mein Haribo – na, bitte sehr.
Auf „Stehplatz Mitte“ traf ich sie,
jetzt hab ich den Salat – und wie.

Drängten sich als Freunde auf.
Da nahm das Unheil seinen Lauf.
Ich habe einfach zugestimmt.
Ich war für all das Unheil blind.

30 Jahre ist das her,
es zu begreifen fällt so schwer.
Ach, hätte ich doch nein gesagt,
an jenem längst vergangenen Tag.

Heut – damit Ihr mich versteht,
hat das Fähnchen sich gedreht.
Es verlangt der Österreicher,
meinen Bückling - …Schluchtenscheißer.

Es geht nach Hamburg, nächste Woche.
Zum FC – Gemüter kochen.
Bezüglich Thomas gilt dasselbe.
Vielleicht schmeiß ich ihn – in die Elbe.  31.01.17
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Semperfete 2016

Unser Ralf - und Gabriele,
des Vereins perfekte Seele.
Es ist Sommer - hipp Hurra,
Semper und Colonia.

Wenn Lazaros mit Freude grillt,
entsteht ein rot und weißes Bild.
Jedes Jahr und stets aufs Neue,
ein Grund, sich mächtig drauf zu freuen.

Am Tag, da die Saison begann,
stand die Fete wieder an.
Mit sieben Toren, frisch im Rücken,
kamen wir aus freien Stücken.

Um zu feiern, um zu essen,
zu lachen, trinken, zu vergessen,
dass der Stress nun bald beginnt,
falls der Geißbock - nicht - gewinnt.

Ein schöner Abend - nette Leute,
gestern schön - und auch noch heute,
denken wir sehr gern zurück.
Nette Menschen - bringen Glück.

Wenn du dich wie Zuhause fühlst,
den Durst mit frisch Gezapftem kühlst,
wenn es einfach passt und schmeckt,
dann bist du gerne hin und weg.

Von Gabi, Ralf toll vorbereitet,
von Hennes hin zum Grün geleitet,
des Gartens - das ist wunderbar.
Halt ebenso, wie jedes Jahr.

Das Essen schmeckte - doch zu viel.
Wenig Essen? - Hehres Ziel!
Doch dann schau ich auf den Bauch...
Auf den meinen - so geht's auch.

In netter Runde unterhalten,
jeder durfte schalten, walten,
wie es ihm und ihr gefiel.
So wird das Dasein fast zum Spiel.

Ein neues Mitglied hat's gegeben,
Dirk - wir lassen Dich hoch leben.
Viel Freude nunmehr im Verein.
Gute Freunde - so soll's sein.

Der Chronist denkt nach - und schreibt,
damit am Ende noch was bleibt,
neben Fotos - ewig jung,
und - na klar - Erinnerung.

Semper und Colonia,
wir waren wieder gerne da.
An Euch alle: Danke sehr.
Euch zu mögen? - Ist nicht schwer.    21.08.2016
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Wannsee

Berlin ist eine Reise wert,
immerzu - tja, Leute hört,
zumal man in der großen Stadt,
liebe, gute Freunde hat.

Da lohnt sich solch ein Ausflug immer,
in Falkensee ein nettes Zimmer,
bis Spandau ist es ja nicht weit,
alles hat halt seine Zeit.

Heute stand - wie dann und wann,
Christa - Dein Geburtstag an.
Ein schöner Tag bei Sonnenschein,
zusammen ist man nie allein.

Auf den Berg - der Schweiß, er lief,
der Bewegung Drang, er rief,
belohnte uns mit tollem Blick.
Auch der war herrlich - welch ein Glück.

Am Nachmittag zum Wannsee raus,
die Welt sieht noch viel schöner aus,
am Wasser und bei Sonne pur.
Sonntag - gegen 16 Uhr.

2 Stunden lachend dort gesessen,
mit Menschen jede Zeit vergessen,
die vom ersten Augenblick,
sympathisch waren - wie verrückt.

Die Welt, sie ist ein Dorf - es stimmt,
und wenn man sich die Muße nimmt,
sich einzulassen auf dies Spiel,
dann passt das prima - mein Gefühl.

Ein Kellner - Klasse - mit Humor,
manchmal kommt es mir so vor,
als ziehen wir solch Menschen an.
Schön, wenn man das sagen kann.

Am Abend noch perfekt gegessen,
wäre das komplett vermessen,
falls ich bitte - es wär fein,
so sollte, könnt es immer sein.

Morgen Abend gibt's Musik,
Live - für uns ein großes Stück,
an Qualität in unserem Leben.
Nun ja, Ihr wisst, so sind wir eben.

So bleibt ein Koffer in Berlin,
vom Ku'damm bis nach Tauentzien,
von Spandau bis Gendarmenmarkt,
diese Stadt ist einfach stark.

Dank für die Freundschaft, die wir fanden,
Dank dem Schicksal, dass wir landen,
bei Euch - na klar, Ihr wisst das schon,
ich schrieb schon manchen Reim davon.  24.07.2016
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Manna bei Anna

Im Eifeldorf gab es bei Anna,
leckeres Essen - reichlich Manna,
gut zu süffeln sowieso.
Es war schön - und wir recht froh.

Nette Menschen rundherum,
da frage ich mich sehr, warum,
der Eine auch geladen war...
Reichlich, reichlich sonderbar.

Zum Grillen? - Klar, das könnte sein.
Und zuhause, ganz allein,
wäre Er - wir sind zu loben,
nicht so richtig aufgehoben.

Ein wundervoller Nachmittag,
wie ich - wie es die Liebste mag.
Mit neuen Menschen - grad noch fremd,
die man jetzt mag - die man jetzt kennt.

Sehr entspannt im Garten sitzen,
bei leichtem Wind - er kühlt beim Schwitzen.
Dazu auch noch mit Leinenzwang...
Ich mein Frau Hund - schaut nicht so bang.

Gegrilltes - frisch gebackenes Brot,
Katrin, danke - Hungersnot,
werden wir nicht darben müssen...
Lass Dir zum Dank die Wangen küssen.

5 Bücher auch noch just verkauft,
die gute Nachricht hört nicht auf.
Nur Lesen - Lesen durft ich nicht.
Es war zu spät - es fehlt das Licht.

Wir saßen letzthin um das Feuer,
mit Freunden, die uns lieb und teuer.
Mit Anna - mit der ich sogar,
rundum einer Meinung war.

Er - er hat uns rausgeschmissen,
kurz nach 11 - und sein Gewissen,
war dabei - ich sag's, oh je,
rein - wie frisch gefallener Schnee.

So meinte er - will's offenbaren,
wir hätten ja noch weit zu fahren,
und Feiern, das sei keine Kunst.
Schließlich, endlich ohne uns.

Stefan - nun, das musste sein.
Die Rache - spricht der Herr - ist mein.
Denn wer so frech ist - so wie Du,
zu seiner Mam - find niemals Ruh.

Habt Dank für diesen schönen Tag.
Gruß an alle, die ich mag...
Klar, lieber Stefan - auch an Dich!
...ich bin verwirrt - das ängstigt mich.  10.07.2016
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Aus einem Zufall geboren

Da hab ich am PC gesessen,
rund um mich die Zeit vergessen,
die Unterhaltung fiel nicht schwer...,
12 lange Jahre ist das her.

Ein Blitz - und die Momentaufnahme,
12 Jahre her - und nun, ich ahne...,
nein - das ist nicht wahr - ich weiß,
tiefe Freundschaft wuchs - so sei's.

Grad vorbei - das Wochenende,
erneut besucht - gedrückte Hände,
und einfach nur die Freude dran,
dass man sich wieder treffen kann.

Auch wenn Ihr weit, nordöstlich wohnt,
ist's immer so, dass es sich lohnt,
wenn wir vier uns wiedersehn...
Hallo, Ihr beiden - einfach schön.

Die erste Lesung - Frosch - bei Dir,
vergess ich niemals - glaube mir,
auch die zweite Lesung nicht,
und die dritte - ist schon Pflicht.

Gepaart mit tiefer Freude, klar,
dass wir Euch treffen - hey, ist wahr,
weil Ihr beiden - ...tut mir leid... :)
einfach rundum super seid.

700 Kilometer,
Christel, ich - sind dann die Täter,
die sich auf der Autobahn,
dem Stau ergeben - Zahn um Zahn.

Neustrelitz - weit von uns, McPomme,
vielleicht gibt's ja bei Euch dann Sonne,
nicht - wie bei uns - den Regen nur,
arg verwässert Eure Tour.

Und dennoch - hier im Hof gesessen,
geredet und die Zeit vergessen,
bei Pulled Pork in schönen Stunden,
ließen wir's vortrefflich munden.

Dazu die Freunde hier vom Rhein,
was - bitte - kann wohl schöner sein,
als zu spüren - ...dass Ihr's wisst,
dass man gut aufgehoben ist.

Lieber Frank und Frosch, Liane,
schöne Tage - süße Sahne,
und irgendwie - ...so 1, 2, 3,
wieder viel zu schnell vorbei.

Wie schön, dass einst die Mauer fiel,
so wird Freundschaft leicht - zum Spiel.
Und jetzt die Warnung! - Hier, zum Schluss:
Wir sehen uns wieder - klar, ein Muss.     19.06.2016
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Spargel

Spargel – höchster der Genüsse,
kleine, zarte. Leckere Bisse,
und der Gaumen ruft Hurra.
Ich hab´s erlebt – und es ist wahr.

Mit der besten Frau von allen,
hat es gestern uns gefallen,
bei besten Freunden – lest´s im Reim,
munter dort Zuhaus zu sein.

Ein lieber Anruf ist´s gewesen,
und daher müsst Ihr heute lesen:
Dieser Abend – war Genuss,
vom Beginn, bis hin zum Schluss.

Wenn du gute Freunde hast,
wenn einfach alles stimmt und passt,
und wenn´s dazu noch Spargel gibt…
Ist das super – Ihr seid lieb.

Fleisch vom Grill – Kartoffeln, fein,
und der Teller ward zu klein.
Salat – ich räumt die Schüssel aus,
das darf ich dort – fühl mich Zuhaus.

Leckere Erdbeeren – leckere Sahne,
die Liebste schaut – oh Gott, ich ahne,
da kommt noch was – oh, welch Malheur,
sie fragt tatsächlich – nach Likör.

Likör aus weiß nicht wie viel Eiern,
wie schön ist das gemeinsam feiern,
wenn die Freunde dann noch sagen:
Lass uns den Versuch doch wagen.

So schmausten wir – mit einem Satz:
Bis man meint, der Ranzen platzt.
Redeten von dies und jenem,
frei nach Schnauze – nur nicht schämen.

Freunde finden, Freunde haben,
Zusammensein an solchen Tagen,
ist mit das Beste auf der Welt.
Liebe Niefis, das gefällt.

Eure Couch – die Allerbeste,
so viele Tage, viele Feste,
an denen ich mich – irgendwann,
einfach treiben lassen kann.

Es ist schön, bei Euch zu sein,
das ist der Grund für diesen Reim,
für ein kleines Dankeschön,
für diesen Abend – hier zu sehn.

Die nächste Sause steigt bei uns.
Wann genau? – Das liegt im Dunst.
Doch gute Freunde – drauf geschworen,
gehen sich niemals – nie verloren.    17.04.2016
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Was das Herz begehrt

Auf der Bühne Farbenpracht,
weitestgehend selbstgemacht.
Jeder tanzt mit Herz und strahlt,
ein Bild - so schön, als sei's gemalt.

Tanztheater - Orient,
Musik klingt gut, ein wenig fremd,
ein jeder geht voll Inbrunst mit,
schön, dass es die Tänzer gibt.

Die Stunden sind im Traum verflogen,
es tanzten Nixen in den Wogen,
man tanzte uns den Drachenflug,
Überraschung gab's genug.

Man nahm uns mit - in aller Kürze,
in die Welt - zeigt uns Gewürze,
erklärte uns mit sehr viel Lust
vieles, das ich nicht gewusst.

Es strahlte jede Tänzerin,
wobei ich mir ganz sicher bin,
dass das tief von Herzen kam.
Gut gemacht - und gut getan.

Drei Stunden tanzen und verwöhnen,
samt den Kostümen - wunderschönen.
Mit Bewegung - wie der Wind,
erste Sahne abgestimmt.

Gegen Ende Gänsehaut,
perfekt, gewollt und aufgebaut.
Dankeschön für diesen Tag.
Dankeschön, dass Ihr uns fragt.

Danke an Sabine Büldt,
an Uschi - Klasse, hey, es gilt.
An Johanna - mir nicht fremd,
Theresa auch – es war patent.

Ich schreibe viel, ich schreibe gerne,
sehe vor mir noch die Sterne,
die Glitzersteinchen - sowieso,
Ihr machtet uns heut einfach froh.

Da müssen wir nicht lange wählen,
ganz sicher werden wir erzählen,
wie perfekt, wie schön es war.
Sind nächstes Mal - gern wieder da.

Euer Auftritt hatte Wert.
Alles, was das Herz begehrt,
habt Ihr uns grad vorgemacht.
Ich träum davon - die nächste Nacht.

Macht nur einfach weiter so,
macht rundherum die Menschen froh.
Ihr habt es einfach richtig drauf.
Und ich? - Ich hör jetzt endlich auf.   10.04.2016
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Ein tolles Wochenende

Süden, Osten, Norden, Westen,
dort zu sein - das ist am besten.
Der Freund, der dich besonders mag,
verschönert dir - so manchen Tag.

So lang schon her - die Mauer fiel.
Ab jetzt war der Besuch ein Spiel.
Ich sag ein fettes Dankeschön.
Ganz genauso mag ich's sehn.

3 Tage, fröhlich in McPomm.
Liane rief - ich sprach, ich komm.
Packte mir - ich war so frei,
den Ösi Thomas mit dabei.

Die Liebste, die verhindert war,
kommt wieder mit - das ist doch klar.
Vorausgesetzt, dass man uns will...
Mein Herz klopft bange - ich bin still.

Am Freitagabend kurz gelesen,
im Weltbild NBB gewesen.
Spaß und Freud on masse gehabt.
Alles hat perfekt geklappt.

Samstagmorgen - fein geruht,
ein schönes Frühstück tat uns gut.
Danach ging es ins Land hinaus,
wir schwärmten einfach fröhlich aus.

Das Hafendorf - es war geplant.
Der Töpfermarkt war nicht geahnt.
Es war einfach wundervoll.
Die Sonne schien - war das nicht toll?

Neustrelitz - Stadtfest, späterhin,
ein ausgefüllter Tag macht Sinn.
Am Abend noch Zuhaus gegrillt,
im Feuerschein - ein tolles Bild.

Als die Kälte uns erreicht,
fiel der Schutz vorzüglich leicht.
Wir saßen um ein Feuer rum,
mit Pflaumenschnaps - das war nicht dumm.

Dazu vom Fröschlein ein Geschenk.
Der Fuchs - ich seh ihn, Herz es hängt,
an ihm - dass er mich jetzt beschützt,
bei jeder Lesung - nein, kein Witz.

Hey Liane, lieber Frank,
ich hab Euch gerne - vielen Dank,
für diese tollen tollen Tage.
Wir kämen wieder... - keine Frage.

Nachher nun steht der Abschied an.
Die Zeit, sie fliegt - doch ja, ich kann,
mich freuen auf ein Wiedersehn,
im nächsten Jahr - erneut: so schön!  11.10.2015
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Zwidawuazn

Wenn du mal in München weilst,
und das Schicksal dich ereilt,
dass die Freundin Bayerin ist,
dann ist ein Sprachkurs sehr gewiss.

Die Zunge hab ich mir gebrochen.
Nicht nur heut - für viele Wochen,
werde ich kaum reden können,
kaum ein Wort beim Namen nennen.

Trotzdem war's ein schöner Tag.
Halt ein solcher, den ich mag.
Die Liebste sieht das ebenso.
Wunderbar - da bin ich froh

Elisabeth hat uns gelenkt,
einen schönen Tag geschenkt,
quer durch München - Ort zu Ort.
Hey, wir waren hin und fort.

Solche Tage - allenfalls,
sind in der Suppe - stets das Salz.
Sind entspannend - einfach schön.
Wir freuen uns - aufs Wiedersehn.

Der Himmel blau - die Sonne scheint.
Herr Petrus hat es gut gemeint,
und wenn er das auch morgen tut,
geht's mir wirklich rundum gut.

Wie schön, wenn eine Freundschaft hält,
die am anderen End der Welt,
geschlossen wurde - mit Verstand,
auf Sun Island - Meer und Sand.

Der Biergarten - ein Höhepunkt,
im "Hirschgarten" so manche Stund,
gelacht, geredet und gesessen.
Dabei komplett die Zeit vergessen.

Solchen Tag - so ist das eben,
mit einem guten Freund verleben,
ist schon fast ein Höhepunkt.
Macht Spaß und Freude - hält gesund.

Morgen wartet - nah von hier,
der neue Wagen - mein Z4.
Die Vorbereitung - allemal,
war heute einfach ideal.

Wär nur die Zunge nicht verknotet...
Ich wäre jetzt nicht ausgebootet.
Spreche manchen Tag nicht mehr,
fällt mir das - auch reichlich schwer

Wie gut, dass ich noch schreiben kann
Mein lieber Gott - mein lieber Mann.
Zwidawuazn - im Gedicht?
Nein, dies Wort - vergess ich nicht.   14.08.2015
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Grün

Ihr dürft das jetzt nicht falsch verstehn.
Doch morgens so viel "Grün" zu sehn,
bei meinem Gang - zum Bäcker Schneider,
verwirrt mich - ...schenkt dem Fohlen Kleider.

In Rot - oder auch meinetwegen,
ganz neutral - das wär ein Segen.
Es tut mir in den Augen weh,
wenn ich so früh - die Raute seh.

Anne - Du, ich mag Dich sehr,
doch zu ertragen - das fällt schwer,
dass es in meinen Augen schmerzt,
das ist fatal - das bricht mein Herz.

Die Brötchen - frisch, in meiner Tüte,
werden lappig - meine Güte.
Und der Kaffee - er schmeckt schal...
Sag ehrlich - ist Dir das egal?

Als Geißbock kann ich viel ertragen,
doch dieses Grün - es schmerzt im Magen.
Ich bin zwar stark - hab dickes Fell,
doch diese Farbe - ist zu grell.

Vielleicht liegt es ja auch daran,
dass ich in London - Mann, oh Mann,
zwei von Eurer Sorte sah.
Oh, das Unheil - es war nah.

Annette - unser weiteres Fohlen,
hat ebenfalls das Herz gestohlen,
der Familie Böckchen, hier,
doch blümerant - wird's dennoch mir.

Ich komme einfach nicht darüber,
dass Ihr nett seid - mir wär's lieber,
wenn Ihr in mein Weltbild passt,
wie Fohlen sind... - zumindest fast.

Was ich einst lernte - unterdessen,
muss ich nach und nach vergessen.
Wenn da nicht - und das macht's schwer,
der Affront - der Farben wär.

Ab nächsten Sonntag - so mein Wille,
trag ich die geschwärzte Brille,
finde zwar den Tresen nicht,
doch dafür schmeckt der Kaffee frisch.

Ich laufe zwar - und das wär dumm,
den Zeitungsständer rempelnd um,
tret den Kunden auf die Zehen,
doch muss das sein - so müsst Ihr's sehen.

Steckt den Schal doch in die Tasche,
beim Morgengang - in Sack und Asche.
Hab doch Mitleid - sei gescheit.
Grün? - Das geht nicht! - Tut mir leid.  17.05.2015
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Stippvisite

Ich habe eine große Bitte:
Sagt mir, dass die Stippvisite,
aktuell - wir war'n dabei,
bestimmt nicht unsere letzte sei.

Dortmund, Grouven - so soll's sein.
Ich hab's gesagt - die Welt ist klein,
Annette, Anne - und die Bocks,
Maria, Günther - yes, das rockt.

Hin nach London - an die Themse,
Henry und die Schar voll Gänse,
schauten sich die Weltstadt an,
nicht weit fort - fast nebendran.

Big Ben, the Bridge und auch den Tower,
ist's auch nur von kurzer Dauer,
gab es massig viel zu sehn.
London? - immer wieder schön.

Am Abend in die "Gute Stube",
wo der Ire - welch ein Bube,
in Royal Alberts Hall uns zeigt,
wo die große Party steigt.

Chris de Burgh küsst uns die Ohren,
fühle mich wie neugeboren,
nach jedem Auftritt und Konzert,
mein Gott - das war die Reise wert.

Reihe 6 - fast auf der Bühne,
ist es das, was ich verdiene?
Ich, die Liebste - und, na klar,
auch unsere Freunde - hipp, hurra.

Lange darauf hin gesehnt,
jetzt ist's vorbei - doch sei erwähnt,
der nächste Auftritt - Frankfurt kommt,
wir sind dabei - weil es sich lohnt.

Heute durch die Weltstadt stromern,
unsere Füße - klar - nicht schonen.
Camden Market - prima, high,
wir wagen es - wir sind so frei.

Mit Menschen - die sich gut verstehen,
viel erleben und viel sehen.
Was kann es, bitte Schöneres geben,
als all die Wunder zu erleben.

Nehmt uns auch beim nächsten Mal,
wieder mit. - Wohin? Egal.
Einfach nur Zusammensein,
bei allerschönstem Sonnenschein.

Danke schön - an all Euch Lieben,
auf die Schnelle grad geschrieben,
was ich heute Morgen fühl.
Leben - ist ein tolles Spiel.  16.05.2015
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Liane und Frank am Rhein

Ein wunderschönes Wochenende,
erneut ging es zu schnell zu Ende.
Die lieben Gäste – aus MacPomm,
sind nun auf – und fern – davon.

Eben doch erst angekommen,
gerade kurz mal freigeschwommen,
sitzen sie jetzt aktuell,
erneut im Wagen – das ging schnell.

So viel erzählt – so viel zu reden,
im Nachhinein war es für jeden,
einfach nur – ein Riesenspaß.
Herrlich, Klasse, toll war das.

Gegrillt am Abend – gab genug.
Zurückzuhalten? – Das wär klug.
Denn ist der Bauch – erst mal gespannt,
sagt man nicht „Papp“ – das ist bekannt.

Samstagmorgen – in die Eifel,
Monschau ist – ganz ohne Zweifel,
eine schöne kleine Stadt,
die auch was zu bieten hat.

Hätten wir´s dabei belassen…
Nein, wir mussten Nahrung fassen,
danach im Brauhaus – in Gemünd,
Wir sind halt einfach – wie wir sind.

Am Abend in die Stadt am Rhein,
Kölle ist im Lichterschein,
immer wieder ein Genuss.
Ein toller Blick – und auch ein Muss.

Den Dom – von der Schäl Sick gesehn.
Groß St. Martin – einfach schön.
Die Altstadt, Brücken – und der Rhein,
dazu die Freunde – Grund für´n Reim.

Paar Gläschen Kölsch – im schmalen Glase,
mancherorts – sagt Fuchs und Hase,
um diese Zeit schon „Gute Nacht“,
jedoch nicht hier – das wär gelacht.

Es war schön mit Euch – Ihr beiden,
wir mögen Euch – halt sehr gut leiden.
Es macht einfach – um die Uhr,
Spaß mit Euch – wie kommt das nur?

Vielleicht, weil wir ja ähnlich ticken?
Ich sage mal – aus freien Stücken,
wir sehen uns wieder – möglichst bald.
Unsere Freundschaft – wird nicht kalt.

In Neustrelitz wiedersehen,
gern auch lesen – und verstehen,
dass Freundschaft – auf Entfernung bleibt.
Über Jahre – all die Zeit.       03.05.2015
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Wetterprognosen

Ich sprach heut zum Wettergott:
<<Komm, schieb die dunklen Wolken fott,
Wir wollen Sonne - ohne Frage,
zum Wochenende - sind´s vier Tage.

Du darfst dabei auch nicht vergessen:
Ich habe den Teller - leergegessen.
Kein Krümelchen, das darauf liegt,
man merkt das fix - falls man mich wiegt.

Schau ich heut auf die Prognosen,
klingt´s nach trüber grauer Soße.
Ein langes zähes Regenband.
Raube mir - nicht den Verstand.

Unsere Freundin - die Simone,
gilt es sicherlich zu schonen.
Denn die Hanna - wisst Ihr´s schon,
feiert Sonntag - Kommunion.

Ich weiß - sie wird wohl konfirmiert,
doch hab ich bei dem Wort gespürt,
dass es - in den Reim nicht passt.
Doch so haut´s hin - na sicher, fast.

An solchem Tag - ich will´s benennen,
soll die Sonne kräftig brennen,
vom blauen Himmel - wie gemalt.
Die Kirchensteuer - ist bezahlt.

Da gibt es gar nichts einzuhalten,
zu verrechnen, zu verwalten.
Sonnenschein - er steht uns zu.
Jetzt mach zackig - aber Nu.

Ich bin dazu - jetzt noch vermessen:
Den Besuch vielleicht vergessen?
Wettergott - ich glaub, es hackt.
Dein Petrus - er ist nicht auf Zack.

Jetzt komm mir nicht - sag bloß, watt willste,
mit diesem "Früher-Mai-Gesülze".
Mit dem Hinweis auf April.
Der mache schließlich - was er will?

Ich will´s sonnig - ich will´s trocken,
sonst gibt´s - Herr Gott - was auf die Glocken,
Ich kann da sehr empfindlich sein.
Wag es nicht... - sag bloß nicht nein.

Liane, Frank - Simone, Hanna,
da singt niemand - dir, Hosanna,
wenn der Regen ständig fließt,
und du die Sonne - nicht mehr siehst.

Wettergott - so glaube mir,
ich geb´s dir schriftlich - heut und hier:
Ist es Anfang Mai nicht schön,
dann gibt´s Saures - wirst schon sehn.>>  27.04.2015
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Aus der Lamäng

Die schönsten Tage - spitzt die Ohren,
sind aus der Lamäng geboren,
kurz, per Zufall und ganz leise,
herrlich kölsche Redensweise.

Aus dem Stegreif - nicht geahnt,
nicht im Fokus - nicht geplant.
Einfach so - aus dem Moment,
jetzt vertraut - zuvor noch fremd.

Menschen, die dein Leben streifen,
mit dir lachen, dich begreifen,
die mit dir reden - ganz relaxt,
wie der Schnabel wuchs - und wächst.

Vier Tage kurz mal Auszeit nehmen,
und sich dann dazu bequemen,
nichts zu hören - links ob rechts,
das ist herrlich - und nicht schlecht.

In Spanien - am Ort der Ruhe,
Füße hoch - und ohne Schuhe.
Die Sonne brennt schon ins Gesicht,
das Leben wird so - zum Gedicht.

Der erste Abend war schon herrlich,
und zu keinem Punkt entbehrlich:
Ein Essen, das den Gaumen küsst,
wundervoll - dass Ihr's nur wisst.

Mit dem Ergebnis - spät am Tage:
Schwierig wird es - Papp zu sagen.
Doch ehrlich, wirklich - ohne Hohn:
Wer von uns - wer will das schon?

Kurzentschlossen drauf entschieden,
dass zum Abschluss - ach, Ihr Lieben,
Musik nicht zu verachten sei.
Livemusik? - Wir war'n dabei.

Haben während man dort spielt,
unser allerbestens wohl gefühlt.
Ein Abend - der so nicht geplant.
Klasse war's - und nicht geahnt.

Ich liebe - sage es hier eben,
unsere kölsche Art, zu leben,
einfach so, dass es gefällt,
an jedem fernen Punkt der Welt.

Aus der Lamäng - und einfach so,
immer dann des Lebens froh,
wenn dies Leben - es beliebt,
uns dafür die Bühne gibt.

Wir sind - und das tut uns nicht leid,
noch für viel Lamäng bereit.
Heute so - und morgen so,
irgendwie - und sowieso.  01.03.2015
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(Another) Henry Wimmer

The world - it is a village, true,
cologne is here - with me and you...
Francisco on the other side,
9 hours back - it starts the night.

Since two days - yes well, I know,
there lives a Henry - Mails, they go,
to a place - so far away.
I smile - I watch the starting day.

"Henry Wimmer" - thank you still,
for the contact - and I will,
never lose it - would be sad,
thank you - for the internet.

San Francisco - it sounds great,
and I think, it's not to late,
to visit it - the coming years,
we love to fly - we have no fears.

They call me "Henry" - everyone,
through the years - that came, have gone,
but sorry - now I have to tell:
It's not my name - oh fuck, the hell.

The german name of Hans is mine,
but "Henry" - well - this nick is fine,
and should it bring new friends - it's good,
more than I have thought - and would.

@Henry - at the other part,
of the world - I think, it's hard,
for you - to own at germany,
an "old" new friend - the net is free.   24.01.2015
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Weit entfernt

Freunde - selbst wenn weit entfernt,
hat man letztlich furchtbar gern.
Dortmund, ob Berlin, ob Kiel,
immer ein erklärtes Ziel.

Sieht man sich auch nicht so oft,
wie man's möchte - wie gehofft,
genießt man doch den Augenblick,
intensiv erlebten Glücks.

Das Verstehen ist gleich da,
egal, wie lang man sich nicht sah.
Es ist, als knüpfe man nur an,
beim letzten Treffen - irgendwann.

Du spürst Freundschaft - du spürst Wärme,
denn du weißt, auch aus der Ferne,
da ist jemand, der dich mag,
an jedem schönen, neuen Tag.

Und du weißt, um das Geschenk,
wenn da jemand an dich denkt.
Dankeschön - ich will's kurz sagen:
Wundervoll - ist's, Euch zu haben.  16.11.2014
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Ich freu mich dran

Menschen ohne Ende zeigen,
dass ich sie sehr gerne mag,
liegt mir - glaube ich - zu Eigen,
stets aufs Neue - jeden Tag.

Denn Freude, die du gern verbreitest,
kommt - ohne Umweg - auch zurück.
Ist´s oftmals auch nichts - grad Gescheites.
So birgt ein Lächeln - dennoch Glück.

Den Alltag etwas heller machen,
dazu hilft mir - mancher Reim.
Ein bisschen Schmunzeln - etwas Lachen,
und plötzlich bist du nicht allein.

Weißt am anderen weiten Ende,
da ist jemand - der das liest,
Virtuell - hat keine Wände,
das erkennst du - wenn du´s siehst.

Langsam - heimlich - hinterlistig,
pirscht es Euer Postfach an.
Keine Sorge - ist nicht giftig,
na ja, bis jetzt - gewöhnt Euch dran.

Muss die Liebste wieder lesen,
wie sie sich - gegen mich verhielt,
ist´s - ganz selten - so gewesen.
Lasst mich doch - hab nur gespielt.

Manchmal gibt es kleine Zeichen,
dass es gefiel - ´s war nicht Tortur.
Ein kleines Smiley kann schon reichen,
zu wissen - Ihr folgt meiner Spur.

Dann freue ich mich so wie Bolle,
bin verzückt - und strahle still,
unter meiner grauen Tolle,
gibt´s - wohl scheinbar - nicht nur Müll.

Denn - oh Gott - wenn das so wäre,
nun ja - ich glaub - dann schäm ich mich.
Nicht, um mich dann zu bekehren.
Nicht aus Willen - nur aus Pflicht.

Denn dürfte ich Euch - nicht mehr quälen,
so wär das fade - wär das öd.
Und daher dürft Ihr bitte wählen.
Doch wählt richtig - sonst ist´s blöd.

Und vielleicht - seid Ihr ja bei mir,
wenn ich mich wieder wehren muss,
(Oh, Liebste, bitte - so verzeih mir,
meinen Nonsens - meinen Stuss).

Vielleicht werd ich erwachsen werden,
irgendwie und -wo und -wann.
Ich hoffe: Nein. - Hör ich Beschwerden?
Ich habe Spaß - ich freu mich dran.    09.10.2014
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Am Tage 1 vor Ultimo

Heute Morgen - heiter froh,
fiebere ich auf Ultimo.
Einen Tag noch - eine Nacht,
einmal - morgens aufgewacht.

Morgen kommt der Fohlenstall,
ins Geißbockheim - ein klarer Fall,
dass ich auf 180 bin.
Das ist ein Zwang - da muss ich hin.

Doch dieses Mal - es fällt mir ein,
wird es etwas anderes sein,
denn beste Freunde - schlagt mich nicht,
sie sind grün - und jetzt komm ich.

Was wird nur aus der Freundschaft werden,
treffen unserer beiden Herden,
am Sonntagabend - wie ich's seh,
aufeinander - das tut weh.

Denn da muss ich mich entscheiden,
was ist wichtig? - Ich muss leiden,
denn ich sag - der Freundschaft ab,
kurz, per Reim - und denkbar knapp.

Für 2 Stunden - etwas mehr,
kenne ich - fällt das auch schwer,
mein Fohlen - nur als Gegnerin.
Oh, es rafft mich - weg und hin.

Hat die Freundschaft - Chancen noch?
Die Seele gräbt sich tief ins Loch.
Und wandere ich im tiefen Tal...
Der Grad - oh Freunde - der ist schmal.

Denn es wird gewiss passieren,
einer von uns - wird verlieren.
Natürlich hoff ich - das sind sie,
na, das wünsch ich - fragt nicht, wie.

Wie's auch sei - es wird sich rächen,
unsere Freundschaft - die wird brechen.
Ich weiß das... - weil ich's eben weiß,
auf der Stirne - perlt der Schweiß.

Nichts mehr mit - gemeinsam Reisen,
nicht mehr lachen - lecker speisen.
Kein Konzert mehr - aus, vorbei.
New York and snows? - Nicht mehr dabei.

Und doch - ich kann mich nicht verbiegen,
mein Bock, mein Hennes - er muss siegen.
Unsere Freundschaft - sie muss ruhn,
tut mir leid - was soll ich tun?

Vielleicht am Montagmorgen wieder?
Ich weiß, ich stehe nur darüber,
gelingt dem Bock - zum Sieg das Tor.
Fohlen, Freundschaft - sieh Dich vor.  20.09.2014

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Multi-Kulti

Der Erftkreis - und Berlin - die Eifel,
ich hatte da - so meine Zweifel,
ob das geht - ganz reibungslos,
der Unterschied - ist viel zu groß.

Blankenheim - Berlin - und Grouven,
das sind schon Entwicklungsstufen,
gar mächtig - und auch ganz enorm.
Ich bringe es nun hier - in Form.

Der alte dicke Mann vom Rhein,
reiht sich in das Grüppchen ein,
zusammen, gestern - ganz genau,
mit seiner Christel - seiner Frau.

Ist ein Kindskopf - Jung vom Land,
nicht von jenem hohen Stand,
wie das Volk aus Blankenheim.
So tief kann halt - ein Graben sein,

Von der Hauptstadt - nicht zu sprechen,
oh, mein Reim - er wird sich rächen.
Wenn mir später Christa sagt,
ich hätte mich - aufs Eis gewagt.

Nun sitz ich hier - am frühen Morgen,
ohne Kummer - ohne Sorgen.
Schreibe einfach vor mich hin.
Das einzige, was fehlt - ist Sinn.

Denn der Freitag - viel gelacht,
hat einfach sehr viel Spaß gemacht.
Hier am fernen Nordseestrand.
Die Zeit, sie flog - sie ist gerannt.

Gemütlich im Café gesessen,
Kuchen - vorher Fisch gegessen,
festgestellt - nach kurzer Frist,
dass man nicht mehr - hungrig ist.

Doch manch Vorsatz schwindet schnell,
Stunden später - im Hotel.
Ein kleines bisschen darf noch sein,
irgendetwas - passt schon rein.

Geredet übern "Jammerlappen",
der Sorge hat - es könnt nicht klappen.
Dass er beim Lesen - ganz schnell spürt,
dass er die Freunde - arg blamiert.

<<Ach was>> - hat man - in aller Reife,
gesagt - er möge schnell begreifen,
das wird schon gehen - keine Frage.
Na ja - für mich klingt's wie ne Sage.

Das Fazit nun - es ist ganz herrlich,
dieses Wort - ich mein es ehrlich,
mit Freunden durch die Welt zu reisen.
Lachen, Freuen, Reden, Speisen.  05.09.2014
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Das muss Freundschaft sein

2 Fohlen auf der Autobahn,
da kam - zack zack - die Nachricht an:
"Kehrt doch kurz - bei Böckchens ein".
...sie drehten - das muss Freundschaft sein.

Frisch aus Frankreich grad gekommen,
hat man sich ein Herz genommen.
Familie Bock - blieb nicht allein.
Kinder - das muss Freundschaft sein.

Dortmund zog - die Heimat nah,
1 Stündchen noch - und man wär da.
Jedoch ein Päuschen - das wär fein.
Das - ja das - wird Freundschaft sein.

Auf dem Sofa - hier zuhause,
eine ganz, ganz kurze Pause.
Ein Tässchen Kaffee - und BlaBla,
dafür sind Freunde schließlich da.

Gerade mal 1 Stündchen bleiben,
das muss man per Whattsap nicht schreiben.
Es weiß ein jeder - altes Lied,
dass die Heimat - kräftig zieht.

Doch zwischendurch die Zeit vergessen,
gedrückt, geredet und gegessen.
Die Uhr - sie interessiert nicht mehr.
Das ist nicht Freundschaft? - ...das sagt wer?

Zwischendurch - man merke auf,
aufs Bild geschaut - der Böcke Lauf,
in Stuttgart - wunderbar und fein.
Leute - das muss Freundschaft sein.

Die nächsten Reisen - wer es ahnt,
gemeinsam schon mal vorgeplant,
und einfach jetzt schon Spaß gehabt,
das bringt die Freundschaft - voll auf Trab.

Freunde haben - das ist wichtig.
Freund zu sein - dann aber richtig.
Freunde sein - das ist schon was.
Auch zwischen "Gegnern" - klingt's auch krass.

Auf Sun Island angefangen,
soll's jetzt für ein Leben langen.
Käm es anders - ach, oh jeh,
tät uns das - entsetzlich weh.

Ich kann's kaum glauben - war nicht Planung.
Es bleibt uns nur - die leise Ahnung:
das Gefühl sei unser - mein:
Das - yes well - muss Freundschaft sein.

Darf man das - aus freien Stücken,
einfach mal - im Wort ausdrücken?
Aus vollem Herzen - nicht zum Schein?
DAS ist Freundschaft - sagt mein Reim.  31.08.2014
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Überraschung

Heut Abend sagte mir mein Freund,
ich sei - weil er das halt so meint,
stets für Überraschung gut.
Das liege mir - nun mal im Blut.

Ich sah ihn an - und fragte mich,
wen meint er wohl - besehen bei Licht,
bin ich einfach nur normal.
Doch wenn er's meint - ist's auch egal.

Dass ich nach Kiel - gen Norden fuhr,
heut Morgen - 5 zeigt meine Uhr,
hatte - das tu ich hier kund,
geschäftlich einen Hintergrund.

Dass ich dann - weil's die Zeit erlaubt,
den Freund besuche - und er glaubt,
dass ich das will - dass ich das möcht...,
Hmm, dann hat er - sicher recht.

500 Kilometer - und ein Stau,
sind halb so wild - das stimmt genau,
wenn man sich auf den Abend freut.
Tja, so war das - hier und heut.

Jetzt lieg ich im Hotel - im Bett,
denk bei mir, wie war das nett,
mit dem Freund - und auch geschwind,
mit seinem lieben Tochterkind.

Mit ihr getüftelt - heimlich, heimlich,
beim Überraschen niemals kleinlich.
Ja, sein Gesicht - war sehr apart,
wer braucht da schon die Mastercard.

Einen Freund - so soll man's meinen,
zu erfreuen - mit Erscheinen,
ist mit Geld - Ihr könnt's Euch malen,
letztlich niemals zu bezahlen.

Den Abend dort am Tisch verbringen,
und dabei - vor allen Dingen,
fühlen, dass man sich versteht,
dafür ist es - nie zu spät.

Zusammen reden, labern, lachen,
gemeinsam dumme Witze machen,
etwas trinken - etwas essen,
und dabei - die Zeit vergessen.

Leider geht das - tja, letztendlich,
nicht so oft - ansonsten ständ ich,
öfter mal vor seiner Tür.
Egal - heut war ich wieder hier.

Von Köln nach Kiel - ist es halt weit,
und doch - erlaubt es unsere Zeit,
dann kommen wir - es fällt so leicht.
Es war wunderschön - mit Euch.  18.08.2014
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Lavendel

Der Lavendel war verblüht…
Immer ist´s das gleiche Lied:
Du wirst auf einen Trip gebracht,
und hast nicht – den Vertrag bedacht.

Man versprach uns grüne Wälder,
dazu den Duft – die schönen Felder,
wenn der Lavendel – wie man´s dreht,
mitten in der Blüte steht.

Was sahen wir? – Dort angekommen?
Der Anblick wurde uns genommen.
Jetzt frage ich mich – klar, natürlich:
Wer trägt den Schaden? – Nun schon spür ich…

…wir werden wohl – drauf sitzenbleiben,
und könnte ich kein Reimchen schreiben,
wär´s noch schlimmer – weil ich dann,
noch nicht mal – etwas zanken kann.

Hab halt – bin so dumm geblieben,
nichts in den Vertrag geschrieben.
Familie Schuster – Eure Pflicht!
Nein, ach nein – so geht das nicht.

Und sich jetzt herauszureden,
mit Freundschaft – und mit schönem Leben.
Das zieht schon gar nicht – nebenbei,
stimmt es leider – Biesterei.

Freundschaft braucht – was auch geschieht,
nicht bunte Farben – denn sie blüht,
ja wunderbar – aus sich heraus.
Geschenk genug – so sieht das aus.

Es war schön – mit Euch zu reisen,
es war schön – mit Euch zu speisen,
es war schön – mit Euch zu ruhn,
und auch mal – einfach nichts zu tun.

Es war schön – mit Euch zu trinken,
schön – mit Euch im Spaß versinken,
schön – in Frankreichs Avignon,
und auf den Flüssen – auf dem Strom.

Schön des Nachts – die Fahrt gewagt,
auf dem bunten Riesenrad.
Schön – sich einfach nah zu sein.
Schön – und Klasse – nicht allein.

Wer braucht da bitte schon Lavendel?
Schlägt das große Lebenspendel,
so, dass es uns Freundschaft schenkt.
Das ist schöner – als man denkt.

Doch – seht jetzt auf mein Fingerzeichen!
Beim nächsten Mal – wird das nicht reichen.
Ich hol mir Rat – na klar, per se,
wozu gibt´s – das BGB?     02.08.2014
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Lagerfeuer

Guter Freund am Lagerfeuer,
nichts ist uns so lieb und teuer,
wie die Freundschaft - und den Bann,
den man für Geld nicht kaufen kann.

Das Holz, es knackt - die Funken schweben,
verglühen im Dunkeln - das ist Leben,
Gespräch und Lachen - Neckerei,
das macht Spaß - wir sind dabei.

Als der letzte Gast dann geht,
kurz nach 12 - es war schon spät,
da blieben wir mal wieder dort,
mit der Familie - auf ein Wort...:

<<Macht Spaß mit Euch - auf immer wieder,
und ich werd darum nicht müder,
Euch zu schreiben - dies per Reim.
Meckert nicht - es muss halt sein.>>

Verändert hat sich wirklich nichts,
bis auf Falten - im Gesicht,
die jedoch vom Lachen rühren.
Schön - kann man das Leben spüren.

Die Gespräche sind die gleichen,
ernste, kurze - und die seichten.
Immer das - was gerade geht,
wenn Freund mit Freund - sich gut versteht.

Jetzt bin ich einfach provokant,
etwas frech - without Verstand,
wenn ich sage - kurz, im Nu,
das trifft selbst auf die Kinder zu.

Die Kinder und Geschwiegerte,
in Freundschaft - und Verbrüderte,
das macht Spaß - wenn man versteht:
Für Spaß am Menschen - nie zu spät.

Drum, Leute - ja, so soll das sein,
laden wir die "Brut" mit ein,
wenn der Hof - bald fertig ist,
in diesem Leben... - ganz gewiss.

Danke für das Lachen, Kennen,
danke für das Freund-sich-nennen,
danke für manch liebes Wort.
Und auch fürs "Kabbeln" - reinster Sport.

Danke fürs "verbrannte Holz",
schickt uns die Rechnung - hey, was soll's.
Ernstl sprach - das Holz sei teuer,
ein Häuflein Asche - nach dem Feuer.

Soll ich Euch warnen? - Ganz schön bieder!
Es machte Spaß - wir kommen wieder.
Seht Ihr Niefs - was kommt, das kommt.
Das habt Ihr - leider - nun davon.  18.05.2014
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Leute

Es gibt so nette, liebe Leute,
gestern, morgen - und auch heute,
die machen dir dein Leben Top,
sind gern auch mal - mit dir - bekloppt.

Es gibt so nette, liebe Leute,
manchmal auch des Wahnsinns Beute,
so wie gestern - ganz gezielt,
als ich - die Whattsap erhielt.

Kopier sie nicht - will mich nicht loben,
doch schwebe ich seitdem - hoch oben,
und die Liebste kam zum Schluss,
dass sie mich - nun sichern muss.

Band mich hier am Sessel fest,
und legt vom langen Seil den Rest,
in Schlaufen auf dem Boden aus.
So schweb ich - aus Versehen - nicht raus.

Jetzt sitz ich hier - und denke nach,
was sie wohl bewegen mag,
was sie schrieb - jetzt so zu sehn,
doch wie auch immer - es klang schön.

Wenn Hirngespinste dazu führen,
diesen neuen Reiz zu spüren,
dann sollte ich das öfter tun,
ohne Rast und Auszuruhn.

Gestalten einen Namen geben,
und plötzlich konsterniert erleben,
dass sie sich von selbst entfalten,
ohne Zutun - von dem "Alten".

Vom alten Mann - mit sehr viel Bauch,
der sie erdacht - mit Leben haucht,
der sie - so stell ich heute fest,
ein eigenes Dasein - führen lässt.

Was dazu führt - mein lieber Mann,
was ich halt nicht begreifen kann:
Dass Fantasie - der Schlüssel ist,
dass man - was ich ersonnen - liest.

Dass andere Menschen - es gibt Sachen,
sich jetzt plötzlich Bilder machen,
von den Personen - heut am Tag,
die es gestern noch nicht gab.

Es mag ja übertrieben sein,
das gestehe ich hier ein,
doch freue ich mich königlich,
noch heut - beim ersten neuen Licht.

Freue mir - ja, das gibt's auch,
ein tiefes Loch - in meinen Bauch,
denn die Whattsap - sie war nicht ohne,
Danke - liebe(r) Freund, Simone.

Dank Euch allen - einfach herrlich,
Freunde, Lob ist sehr gefährlich,
weil es dazu führen kann,
dass ich's glaube - irgendwann.  03.05.2014
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Ohne

Ein Mann, der keine Freunde hat,
im Ort, der Welt, in Land und Stadt,
der ist ein furchtbar armes Schwein,
ungeliebt - und sehr allein.

Ich dachte immer - wahrte Ruh,
das trifft auf mich gewiss nicht zu,
doch weiß ich nun - seit kurzer Frist,
dass selbst die Freundschaft - endlich ist.

Man hat mir nur was vorgemacht,
mich hinterm Rücken ausgelacht,
ja, nicht nur meiner Freunde Schar,
auch Frau und Kinder - es ist wahr.

Das war ein Stich - so voll ins Herz,
für immer spüre ich den Schmerz,
und Glücklich sein - ist jetzt passe,
was mir bleibt - ist der FC.

Dazu das extensive Dichten,
um mich, in mein Leid zu flüchten,
was gestern war - ist heut dahin,
wie gut, dass ich gefestigt bin.

Vielleicht such ich im Internet,
nach neuen Freunden - A bis Z.
Der Reim ist nun mein Angebot,
ich bin geknickt - so groß die Not.

Ihr wartet auf den Hintergrund?
Nun gut - ich tu ihn hier jetzt kund.
Lest ihn still - und dann versteht,
wie schnell ein Freund - im Wind verweht.

Ich habe für ein Freundschaftsspiel,
eine Karte noch zu viel,
heute spielt die Austria,
hier beim FC - und ich bin da.

Ich fragte durch der Freunde Kreis,
wer sich in der Lage weiß,
mich zu begleiten - zu dem Spiel,
ich fragte oft - ich fragte viel.

Doch niemand kommt nun heute mit,
ich gehe trotzdem diesen Schritt,
natürlich, sicher - auch allein,
der Geißbockclub - ist mein Verein.

Keiner wollte - nicht die Bohne,
jetzt fahre ich für mich - und ohne,
einen Freund - der mich versteht.
Aus - vorbei - es ist zu spät.

Wenn ich dann noch hören muss,
es läg am Club - sprengt's mir die Brust,
ich habe - was mich furchtbar kränkt,
die Freundschaft - viel zu schnell verschenkt. 01.02.2014
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Big Apple

Hin und wieder wär´s nicht schlecht,
denkt man(n) nach – sofern man möcht,
und bucht nicht einfach – so ad hoc…
Zwei Flügen folgte jetzt… – der Schock.

Ein Bock allein – macht wenig Sinn,
drum fliegt er gleich – samt Hüterin,
und dazu – nicht nachgedacht,
mit zwei Fohlen – gute Nacht.

Noch sind wir Freunde – ich sag noch!
Doch nach dem Boarding – und an Bord,
kann es sein – tja, irgendwann,
man sieht sich mit dem Po nicht an.

Noch sind es zwei getrennte Ligen,
doch ist der Bock erst aufgestiegen,
ist die „Feindschaft“ programmiert,
tut mir Leid – falls das passiert.

Stellt Euch vor, am Wochenende,
geht’s nach Gladbach: Freundschaftsende!
Oder aber Gladbach tritt,
bei uns in Köln an – das wär Shit.

Plötzlich würde „Feindschaft“ greifen,
zum Drüberstehen – fehlt die Reife.
Na ja – ich oute mich jetzt hier:
Zumindest fehlt die Reife – mir!

New York ist riesig – da wär´s klug,
sich zu trennen – Platz genug,
und am Abend – im Hotel,
fix ins Zimmer – heimlich, schnell.

Fohlen, Böcke – geht nicht, nein,
was nicht sein kann – darf nicht sein.
Das wär wie Wasser – und wie Feuer,
sind sie mir auch lieb und teuer.

Doch manchmal – will Euch nicht verletzen,
muss ich klare Fakten setzen,
auch wenn das heißt – ab dann ist Schluss.
Was zu tun ist – ist ein Muss.

Ich kann mich halt so schlecht verbiegen,
bin nicht sehr gewohnt im Lügen,
kann nicht so gut – wie soll´s gelingen,
über meinen Schatten springen.

Der Schatten ist – nun ja - schon mächtig,
hat Volumen – und ist prächtig,
viel zu groß für einen Sprung,
ich bin nun mal – nicht mehr ganz jung.

Ob dann wohl die Stewardess,
die Fohlen in den Frachtraum lässt?
Ist die Entfernung richtig weit,
gibt’s beim Fluge – keinen Streit.   23.01.2014
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Tränen

Man braucht sich kleiner Freudentränen,
ganz gewiss und nie zu schämen,
denn eines - das ist völlig klar:
Dass der Trip gelungen war.

Unsere Freunde - ach, so weit,
haben sich wie jeck gefreut,
uns heut Morgen - hier zu sehn.
Kann ich das auch nicht verstehn.

Dieses In-den-Armen-liegen,
unter Tränchen - und verschwiegen,
hatte was von Freude pur,
heute Morgen - um 12 Uhr.

Im "Futterhaus" - dort aufgelauert,
überm Rücken wilde Schauer,
und ihr Gesicht - das ihr entfährt,
war allein - den Reim schon wert.

Wie schön, dass Gillas Tochterkind,
und wir - doch sehr verschwiegen sind,
lieb Claudia war eingeweiht,
und sonst niemand - tut uns leid.

Der kleine Ben - auf Claudias Arm,
war müde - doch versprüht er Charme,
und wusste letztlich nicht genau:
Was will der Mann - die fremde Frau?

Am Nachmittag - zur Reha Klinik,
wo Klausens Ausdruck und die Mimik,
zeigten, was der Jung gedacht:
<Die sin bekloppt> - janz hösch un sacht.

Drei Stunden lang - de Muhl geschwaat,
janz schön lang hätt her jewaat,
bis her widder schwaade kunnt,
wie im Rheinland - kunterbunt.

Der Kärl es bei uns jroß jewoode,
nit bei der Föschköpp - he im Norden,
un doher brucht her - gibt's Beschwerden (?),
kölsch Sproch - um flöck jesund zo werden.

Schön, dass es gelungen ist,
wir täten's wieder - ganz gewiss,
watt is dann bitte - schon su'n Fahrt,
wenn ne jode Früngk he waad?

Die Entfernung - Kölle, Kiel,
ist halt leider doch zu viel,
um sich mal spontan zu sehn,
wäre das auch gut und schön.

Jedoch das Tränchen - welches rinnt,
zeigt, das Freundschaft sich nichts nimmt,
ist die Entfernung - noch so fern.
Hauptsach is - me hätt sich jern.  04.01.2014
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Soot

Ruhig gefeiert - viel gelacht,
viel und jeck Verzäll gemacht,
spät ins Bett - vielleicht auch früh,
Ansichtssache - aber wie.

Viel und lecker, jot gegessen,
dann beschlossen - unterdessen,
dass der Hauptgang unterbleibt,
ging nichts mehr rein - es tat uns Leid.

Hier ein Cocktail - dort ein Sekt,
selbst Wasser für den Fahrer - schmeckt,
denn mein geliebter Führerschein,
soll meiner bleiben - ganz allein.

Miss Sophie - im TV op Kölsch,
ich war gespannt - und ward zum Elch,
weil das einfach Klasse war,
Schmitz und Frier - ganz wunderbar.

Spaß mit guten Freunden haben,
ist eine von den vielen Gaben,
die sich niemand kaufen kann,
nirgendwo - nicht dann, nicht wann.

Spaß mit guten Freunden finden,
nichts und niemand wird uns hindern,
dies ein Leben lang zu tun,
gestern, morgen - heut und nun.

Spät ins Bett - früh aus der Falle,
vorbei die Lichter, das Geknalle,
doch bereits zu früher Stund,
weckte mich - na klar, Frau Hund.

Stand vorm Bett - und gähnt mich an:
<Ich sag Dir eines, lieber Mann:
Mich treibt der Druck - und die Natur,
was mich nicht juckt - das ist die Uhr.>

So stand ich auf - mal kurz gestreckt,
wischte kurz den Sandmann weg,
und schlich gar müde durch den Ort...
Was, bitte steht bei Frust - auf Mord?

Jetzt fühl ich mich - doch will nicht bocken,
ganz heftig durch de Soot jetrocke,
ich bin möd - die Augen quer,
sie aufzuhalten - fällt mir schwer.

Doch trotzdem müssen Worte raus,
der Tag sieht einfach prima aus,
wenn ich schon zeitig Silben finde,
und sie froh zu Sätzen binde.

Heute einfach Ruhen, Gammeln,
ein bisschen schreiben - und sich sammeln,
dann ist die Soot - schnell 1,2,3,
morgen früh schon weit - vorbei.  01.01.2014
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Snows of New York

Viele Lieder – wenn sie stimmen,
lassen in mir was erklingen,
schlagen eine Saite an,
der ich mich nicht entziehen kann.

Zusammenspiel – und Harmonie,
Text und Stimme – Melodie.
Ein Song erzählt – ich tauche ein,
verlier mich prompt – das muss so sein.

Ich weiß es – live und vor der Bühne,
manches Lied würd es verdienen,
dass es niemals enden soll,
mancher Song – ist wundervoll.

Ein Konzert des kleinen Iren,
würde bei mir fast verlieren,
wär ein wenig unbeseelt,
wenn am Schluss – dies Kunstwerk fehlt.

Ein Song – so schön wie ein Gedicht,
erzählt von Freundschaft und von Licht,
von einer Hand – die dich umsorgt,
von den Snows – „Snows of New York“.

Die Gitarre klingt ganz leise,
nimmt mich mit auf eine Reise,
in der ich uns dort sitzen seh,
im warmen Raum – und draußen Schnee.

Im Kamin – da brennt ein Feuer,
gute Freunde, lieb und teuer,
haben mit uns – ach, wie schön,
eine ganze Nacht geklönt.

Eine ganze Nacht geredet,
eine ganze Nacht geblödelt,
und wenn´s sein muss – oh, Ihr Lieben,
zwischendurch auch mal geschwiegen.

Ich sehe uns an einem Strand,
Fußabdruck auf nassem Sand,
gut getragen – von dem Freund,
wo du dir allein erscheinst.

Wo ein einz´ger Abdruck nur,
hinter dir nur eine Spur,
da trug der Freund dich – ohne Müh.
Ein Lied – so voller Poesie.

Ein Lied, das ich im Herzen trage,
mir wichtig ist – ganz ohne Frage,
an dem mein Sinn ganz deutlich hängt,
das mir live – gar Flügel schenkt.

Egal ob es die Liebste ist,
ob Freund, Familie – ja, Ihr wisst,
wenn es Euch zu tragen gilt,
bin ich da – bin Euer Schild. 19.10.2013
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Lückenbüßer

Wollt Ihr mir ein Ohr grad borgen,
für das frühe Wort am Morgen?
Ausgeschlafen und ganz frisch,
oder schlapp am Frühstückstisch?

Habt Ihr schon die Augen offen?
Schaut geradeaus? - Ich will es hoffen.
Oder nur der Körper da?
Der Geist schläft weiter? - Ja, ist klar.

Draußen herrscht noch Dunkelheit,
es ist 6 Uhr - so früh die Zeit,
doch dass ich jetzt schon schreiben muss,
das will ich nicht - hab keine Lust.

Nur - wo soll ich mit Worten hin,
so lang ich noch - alleine bin.
Da kommt Ihr mir - ich find's nicht schlecht,
als Konsequenz - mal gerade recht.

Irgendeinen Sinn - noch Fragen (?),
müssen Freunde schließlich haben,
und sei es nur - als "Lückenbüßer"...,
ich hab Euch lieb - hi, schöne Grüße.

Kommt gut durch diesen neuen Tag,
und wenn Ihr Hilfe braucht - so fragt,
vielleicht hilft ja - dann nicht zuletzt,
irgendwo - gar mein Geschwätz.

Versucht heut, Ärger zu umgehen,
und dumme Menschen - zu verstehen,
auch wenn's nicht immer einfach ist,
nicht jeder schreibt am Morgen Mist.

Wenn's sein muss - Faust mal in der Tasche,
vergesst auch nicht - den Griff zur Flasche,
mit Sprudelwasser - es ist warm,
da hat das Trinken - seinen Charme.

Auch ein Lachen - zwischendrin,
gute Laune macht stets Sinn,
und Lächeln treibt gar Wolken weg,
so hat alles seinen Zweck.

Vielleicht auch mal - so gegen Längen,
einfach in Gedanken hängen,
und nicht - wie ich - am frühen Tage,
Computer - der nicht läuft - erschlagen.

Jetzt hab ich mich - oh, meine Lieben,
am frühen Morgen leergeschrieben,
der letzte Absatz - der noch fehlt,
auch den bekomm ich noch erzählt.

Habt viel Spaß - und Freude pur,
die Zeitansage: Knapp 6 Uhr.
Der neue Tag fängt grad mal an,
und positiv - wird er nicht lang.  08.08.2013
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Völkerverständigung

Einst war'n hundert Kilometer,
weit weit weg - fast andere Welt.
Gottseidank ist's Zukunft - später,
und ich sag's - was mir gefällt.

Heut eben mal ins Auto schwingen,
für den Abend mit nem Freund,
ohne lang mit sich zu ringen,
das ist super - wie's mir scheint.

Egal ob Rheinland - ob Westfalen,
ob Timbuktu - oder was,
ich muss es uns - wohl nicht erst malen,
nein, das Leben - es macht Spaß.

Einfach weitere Freunde finden,
wo auch immer - sei's weit fort,
und sie ewig an sich binden,
das ist mein Wunsch - Ihr habt mein Wort.

Virtuell ein Häkchen setzen,
und einfach sagen - Ja, das passt.
Sich unterhalten - nicht verletzen,
sehr viel lachen - wär schon was.

Auch ein offenes Öhrchen wissen,
wenn mal eine Sorge plagt,
ein virtuelles Ruhekissen,
oder wirklich - heut am Tag.

Ist es Zufall? - Ist es göttlich?
Soll es einfach - halt so sein?
Auf jeden Fall - ist es nicht schädlich,
mit Freunden - ist man nie allein.

Und wenn ich seh - Gedanken fliegen,
und auch Worte - ohne Zahl,
muss uns - an uns - doch etwas liegen,
und der Grund - ist mir egal.

Heut weiß man nicht - ist es von Dauer?
Oder nur begrenzte Zeit,
jedoch - ich liege auf der Lauer,
und sorg dafür - dass es so bleibt.

Einfach liebe Menschen kennen,
ist ein Geschenk - das weiß ich lang,
und sie auch noch Freund zu nennen,
wie schön, wenn man das darf - und kann.

Jetzt wünsche ich den Freunden heute,
einen wundervollen Tag,
auch einfach mal - des Wahnsinns Beute,
jeder - wie er's gerne mag.

Und wenn die Liebste - so wie meine,
dazu auch gleich mein Freund noch ist,
bin ich wirklich - nie alleine,
dieser Fakt - ist ganz gewiss. 07.08.2013
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Dressur

Freunde haben - heißt "Sich sorgen",
ihnen jede Hilfe borgen,
die der Freund dann brauchen kann,
zumindest dann - zumindest wann.

Ich will jetzt keine Namen nennen,
doch mancher wird die Freundin kennen,
die in Dortmund residiert,
denn sie hat Mücken - jüngst dressiert.

Ließ sie im Geschwader formen,
Angriff seitwärts, hinten, vorne,
und angerührt - aus einer Schüssel,
schmiert sie Gift - auf ihre Rüssel.

Sitzt - kann man das wirklich üben?,
als könne sie kein Wasser trüben,
und gibt dort heimlich das Signal:
"Greift ihn an! - Verlust? Egal!

Ihr müsst auch nicht gesondert zielen,
denn der Fläche - gibt es viele,
nehmt den - der es am meisten spürt,
dann ist Erfolg - Euch programmiert."

Der General von Dortmunds Mücken,
fand in der Deckung viele Lücken.
Wie ich auch schlug - was ich auch macht,
er hat darüber nur gelacht.

Und stach mir mitten in den Finger,
seitdem wird's täglich schlimm und schlimmer,
ich fühle mich fast komatös,
ja, die Hand - scheint desaströs.

Ich mache - nicht nur von der Schwere,
Elefanten jede Ehre,
die Hand, nicht Hand - vielmehr ein Stempel,
das war die Probe aufs Exempel.

Geht man so mit Freunden um?
Bitte nehmt es mir nicht krumm,
aber sowas - tut man nicht,
ich merke, wie das Herz mir bricht.

Salben nahm ich - aus dem Tiegel,
doch beim Schau'n entgleisen Züge:
Die Hand, sie ist noch immer dick,
das hat nicht Reiz - und keinen Chic.

War das etwa gar Curare?
Verliere ich nun bald die Haare?
Egal, denn eines weiß ich fest:
Dieser Freund - gibt mir den Rest.

Auch wenn die Liebste - es nicht will,
die Anschrift wandert - leise, still,
in den großen Abfalleimer,
denn meine Hand - sie wird nicht kleiner. 03.08.2013
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Murmeltier

Wenn man sich mit Freunden trifft,
und dabei den Tag vergisst,
sie kaum dann mehr vom Hofe lässt,
dann war es eines - na, ein Fest.

Wenn man nicht überlegen muss,
wenn er nicht stockt - der Redefluss,
dann heißt das doch - wohl in der Tat,
dass man sich - was zu sagen hat.

Wenn das Handy friedlich schweigt,
und trotzdem dann - die Stimmung steigt,
wenn man erzählt und lauthals lacht,
dann war's eine tolle Nacht.

Wenn jeder merkt - ganz tief im Sinn,
hier genau - gehör ich hin,
und hat sich rundum wohlgefühlt,
dann weiß man - wie das Leben spielt.

Dann weiß man auch - was wichtig ist,
in der gegebenen - schönen - Frist,
Freundschaft, Liebe - und ein Tag,
den man nicht mehr missen mag.

Wenn das Essen auch noch schmeckt,
erfüllt der neue Grill den Zweck,
auch wenn der dicke Mann da steht,
und nicht weiß - wie Technik geht.

Vorm Backofen verzweifelt - fast,
und trotzdem hat's am End gepasst,
denn es klappt der Apparat,
als Müsel ihm - ein Zeichen gab.

Mein Bock, die Stunden sind geflogen,
jetzt sitz ich hier - mich auszutoben,
an Wörtern - denn das fällt mir leicht,
ich glaube - wir vermissen Euch.

Wochenlang drauf hingesteuert,
voll Emotionen - und mit Feuer,
und jetzt der Abend - 1, 2, 3,
auf die Schnelle - schon vorbei.

Wir hoffen sehr, wir sehn uns wieder,
irgendwie wärs mir fast lieber,
wenn heute Morgen - Gestern wär,
ich weiß - da fällt's Verständnis schwer.

Wär Heute Gestern - keine Frage,
wärs Samstagmorgen - früh am Tage,
und Ihr ward noch gar nicht hier.
Täglich grüßt - das Murmeltier.

Doch kann man halt die Zeit nicht drehn,
es bleibt das Fazit - es war schön!
Und nun habt bitte keine Furcht,
Ihr musstet durch mein Schwafeln - durch. 28.07.2013
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Freundschaft ist

Freundschaft! - Überlebenswichtig!
Wenn ein Freund sein - dann auch richtig.
Ohne Wenn und ohne Aber.
Kein Vielleicht - und kein Gelaber.

Gemeinsam Spaß - gemeinsam Lachen,
und die Nacht zum Tage machen.
Gemeinsam Reden - oder Schweigen,
das Gespür für Nähe zeigen.

Spaß verdoppeln - Kummer teilen,
lesen zwischen vielen Zeilen,
dankbar sein für den Moment,
in dem man einen Freund erkennt.

Der zu sein, der dich versteht,
der mit durchs Öhr der Nadel geht,
der nicht zaudert - wenn's ihn braucht,
der an dich denkt - denn das zählt auch.

Der mit dir freut - zu jeder Stund,
der mit dir leidet - gibt es Grund,
und der diesen Grund dir nimmt,
das ist Freundschaft - ganz bestimmt.

Der hilft - wo es zu helfen heißt,
der sicherlich nicht alles weiß,
doch der für dich ein Öhrchen hat,
und Zeit sich nimmt - damit es klappt.

Der zuhört - mit dir lachen kann,
und ja - auch träumen - dann und wann,
der dich mal in die Arme nimmt,
wenn alles - oder gar nichts stimmt.

Der dich versteht - so wie du bist,
dich ewig mag - ganz ohne Frist,
dessen Nähe dich beruhigt,
der offen ist - dich nicht belügt.

Auf den du dich verlassen kannst,
zu jeder Zeit - stets voll und ganz.
Dem du sagst, was dich berührt,
und der die Pflicht zur Stille spürt.

Der mit dir Verrücktes tut,
einfach Spaß am Übermut.
Der mit dir auch gern mal spinnt,
sein kann - wie ein kleines Kind.

Den du nicht siehst - doch er ist da,
den du begrüßt mit viel Hurra,
vertraut, mit Strahlen im Gesicht,
ohne Schatten - voll im Licht.

Der auch mal solche Reime schreibt,
ohne Grund - von Zeit zu Zeit.
Weil er froh ist - und auch platt,
dass er solche Freunde - hat. 29.06.2013
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International

Wir sind - hab ich denn eine Wahl,
inzwischen - international.
Denn unserer lieber Freundeskreis,
durchbricht die Grenzen - wie man weiß.

Zwei Ösis - oh, schon schlimm genug.
Das grenzt schon fast an Selbstbetrug,
dass man sie nicht ignoriert.
Ich denke dran - und ja, mich friert.

Zwei nette Menschen aus der Schweiz,
auch Basel hat ja seinen Reiz.
Und Vrenis Daumen - sind der Hit,
wenn's beim Bock - ein Heimspiel gibt.

Ein Meisje aus den Niederlanden,
nett und lieb - wie wir sie fanden,
outet sie sich jetzt - von links.
Annettchen, sorry - und tot ziens.

Denn was dabei das Schlimmste ist,
was manchmal man - sogar vergisst.
So manche Freunde sind versteckt,
und agieren sehr verdeckt.

Die Ösis sind geschlüpft in Kölle,
tun dann so - mal auf die Schnelle,
als sei ein "Kölscher Pass" zu eigen.
Was bleibt am Ende? - Nur das Schweigen.

Denn wirft man einen scheuen Blick,
auf den Pass - blinkt "Republik".
Und zwar die aus dem Alpenland.
Liebe Ösis - welche Schand.

Das Fohlen - das durch Gladbach hoppelt,
versteckt sich noch dazu - gleich doppelt.
Tut so - bis ins letzte Glied,
als käm sie - aus dem Ruhrgebiet.

Doch jetzt - im Rahmen Hollands Krönung,
beginnen wir mit der Entwöhnung.
Weil Annette - früh bis spät,
an diesem Tag - Oranje trägt.

Sie agiert mit Doppel-Kraft,
denn ihre Pass- und Bürgerschaft,
zeigt sie so - wie es grad passt.
Beinah hätt's geklappt - ja, fast.

Doch nun weiß man - diese Frau da,
kommt ja aus dem Land - des Gouda.
Ist dort geboren - doch was soll's,
wir sind ja schließlich nicht aus Holz.

Schließen sie, die Ösis, Schweiz,
ins kölsche Hätz - denn das ist weit.
Freundschaft macht das Herz so leicht,
sogar für die - aus Österreich.         28.04.2013
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Wuseln

Besuch am heiligen Samstag kriegen,
statt auf der faulen Haut zu liegen,
das ist etwas, das gar nicht geht,
doch jetzt - um 2 - ist es zu spät.

Klammheimlich schlich ich - Angst im Nacken,
mit panisch fest gekniffenen Backen,
hin zu meiner Kellertüre,
als ich ihren Atem spüre.

Sie war mir leise nachgeschlichen,
auf leisen Sohlen - aus der Küche,
und als ich ihren Nähe spür,
da steht sie auch schon hinter mir:

"Wo willst du hin - Mein Lieber, sprich,
verziehe nur nicht dein Gesicht,
du weißt, heut Abend gibt's Besuch,
und zu tun - ist noch genug.

Der Herr will sich im Stroh vergnügen?
Faul auf seiner Bettstatt liegen?
Während seine Frau sich plagt?
Heute, Freund - ist nicht dein Tag.

Es gilt zu wischen und zu wuseln,
es soll ja den Besuch nicht gruseln,
es gilt zu kochen und zu kneten,
hilfst du nicht - hilft auch nicht beten.

Du wolltest heimlich in den Keller?
So spontan und auf die Schnelle?
Und zählst die Eisen an der Wand,
an die ich gestern dich noch band?

Das fangen wir erst gar nicht an,
nicht heut, nicht morgen, irgendwann.
Du wirst mir heut - sieh es ruhig ein,
rundherum zu Willen sein...

...mein lieber Freund - lass bloß das Grinsen,
für die Gedanken - gibt es Zinsen,
doch keinesfalls in Geldeswert,
was du jetzt denkst - das ist verkehrt.

Stattdessen gibt's die Rote Karte,
sieh dich nur vor - oh Freundchen, warte,
da versteh ich keinen Spaß,
jetzt komm zurück - und Howgh, das war's."

Ich machte auf dem Absatz kehrt,
das bisschen Arbeit ist's nicht wert,
dass ich die Liebste nun erzürn,
ich biete ihr - heut nicht die Stirn.

Ich habe Angst - oh ja, mich gruselt,
und daher wird ab jetzt - gewuselt:
Wischmop, Staubtuch - und den Müll,
da ich - noch etwas leben will.   16.02.2013
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Viererkette

Nicht nur im Fußball-Fachjargon,
auch ich weiß einen Reim davon,
da geht es - ein ganz klarer Fall,
mal nicht um dieses Spiel mit Ball.

Dortmund - Stadt der leckeren Biere,
Stadt des Meisters, der Reviere,
Westfalenhalle und Musik,
dort fand ich schon sehr oft mein Glück.

Ab gestern "Stadt der Viererkette",
Christel, Henry und Annette,
und dazu auch noch Brigitte,
bei Vieren - gibt es keine Mitte.

Ein Abend - lang schon drauf gefreut,
langsam wurde es auch Zeit,
denn die Reise - zählt nicht mehr,
ist ja "schon" fünf Wochen her.

Treffen an dem Parkplatz-Tor,
und fast kam es wie gestern vor,
dass man am Maledivenstrand,
ein nettes Wort des Abschieds fand.

Damals noch bei Sonnenschein,
nun bei knapp Null Grad daheim,
und doch herrschte im Fohlen-Stall,
große Freude - überall.

Kurz geherzt - dann eingehakt,
ab und los - zum Weihnachtsmarkt,
gestaunt - verloren - und gefunden,
so vergehen schöne Stunden.

Den Leib gestärkt - bei leckeren Speisen,
so macht es doch Spaß - zu reisen,
zum Abschluss Sprudel-on-the-rocks,
in des Fohlens eigener Box.

Und plötzlich schaut man auf die Uhr:
Wo blieben diese Stunden nur?
Ein klares Zeichen - das ist klar,
dass der Besuch vom Feinsten war.

Nach Haus gefahr'n - mit müden Augen,
die Meter ziehn sich - kaum zu glauben,
wenn man so richtig müde ist,
doch war ein Streichholz - meine List.

Eben mal ins Lid geklemmt,
damit der Fahrer nicht noch pennt,
denn die Liebste nebendran,
schnarchte ihn von Herzen an.

Nach Wiederholung schmeckt die Kette,
Chris, Brigitte und Annette,
und vielleicht der Henry auch?
Weil man ja wen zum Reimen braucht   09.12.2012
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Schneetreiben

Gestern - plötzlich, auf die Schnelle,
ward es nicht mehr wirklich helle.
Die Liebste sprach: "Hab keine Furcht.
Das kennst du doch - da musst du durch.

Sie rief mir in den Keller runter,
pack dich warm ein - und bleib schön munter,
auch wenn im Hirn das Licht aussetzt,
ich sage mal - wie gerade jetzt."

Ich war verwirrt - das bin ich oft,
doch die Erklärung, die erhofft,
blieb aus - es war ja früh am Tag,
und daher hab ich kurz gefragt:

"Sag, was deine Worte meinen.
Schnee im Hirn - gibt es doch keinen.
Reime zwar - dem Schneesturm ähnlich...
Ach, das meinst du? - Gott, bin ich dämlich.

Da hilft kein Streusalz - ja, ich weiß,
kein Räumkommando schließt den Kreis,
hin zum Heil - Normalität,
nein, dafür - ist's schon lang zu spät."

Drauf zog ich meine Hosen an,
damit ich flott zur Arbeit kann,
und sah entgeistert in die Welt,
sah Schnee, der leis vom Himmel fällt.

Sah Autos rutschen - im Verkehr,
sah sie stehen - schief und quer,
sah sie schleichen - fast im Schritt,
was blieb mir übrig? - Ich schlich mit.

NRW ist weiß gepudert,
doch meine Liebste - dieses Luder,
meint heut Morgen: "Lieber Mann,
stell dich nicht wie'n Kleinkind an.

Jammere nicht, ob Winterqualen,
heut Abend winkt uns schon Westfalen.
Dort treffen wir - am fernen Ort,
Annette - sag mir, weißt Du's noch?

Das letzte Mal - da man sie sah,
war's am Meer - und nicht ganz nah,
das war am Maledivenstrand.
Heut warm gefüttert. - Grund? - Bekannt!“

Es ist Winter - wie man's kennt,
und wenn das zweite Kerzchen brennt,
ist die Weihnacht nicht mehr weit,
Winterwunderweißezeit.

Glühwein, Punsch, gebrannte Mandeln.
Lasst uns über Märkte wandeln.
An Freundschaft freuen - wo's nur geht,
dafür ist es nie zu spät.      08.12.2012
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Teamwork

Hätte ich die Liebste nicht,
so wäre ich ein armer Wicht,
säße heute wohl im Schutt,
und alles rund um mich - kaputt.

Sie hämmert, bohrt, sie installiert,
sie managt, sägt, sie tapeziert,
sie geht dem Ösi-Freund zur Hand,
Freundschaft ist ein starkes Band.

Die beiden - ein perfektes Team,
was sie auch werkeln - wird zum Dream,
was so entstand, seh ich mit Lust,
nicht wenig Stolz in meiner Brust.

Ich bin halt für das "Grobe" da,
fürs Müllentsorgen - und, na ja,
auch dafür, dass der Rubel rollt,
jedem was er kann - und soll.

Die beiden sind komplett auf Zack,
kurz entschieden - angepackt,
was gestern Dorn im Auge war,
erscheint schon heute - schön und klar.

Wenn Thomas auch ein Ösi ist,
die Leistung macht's - dass man's vergisst,
und dass die Liebste mich stets sperrt,
dass ist die Nacht im Keller wert.

Ich führe Gäste durch das Haus,
von Mal zu Mal sieht's besser aus,
nur in den Keller führ ich nicht,
der beschränkt sich - aufs Gedicht.

Das einzige, das mich nur plagt:
Ich seh ihn kommen - jenen Tag,
an dem nichts zum Verschönern bleibt,
dann hat die Liebste für mich Zeit.

Dann versucht sie es an mir,
doch sage ich, recht deutlich - hier:
Da ist das Mühen recht vergeblich,
nein, mein Herzblatt - nein, das geht nicht.

Drum such ich weiter - immerzu,
ich finde was - ich geb nicht Ruh,
das Team - es wird nicht arbeitslos,
es bleibt zu tun - das Haus ist groß.

Noch ein kompletter Speicherraum,
als Leseecke - welch ein Traum.
Das Dach, es wird im Herbst gedeckt,
nicht Eure Sache - bleibt da weg.

Doch, Thomas - und auch Herzilein,
als Dankeschön fällt mir was ein.
Denk ich nur nach - (das tu ich nie),
fällt mir was ein - dank Phantasie.  04.08.2012
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Zickenkrieg

Schleswig-Holstein liebe ich,
aufgrund des Meers, dem Land, dem Fisch,
doch da mir das so nicht genügt,
entfessle ich – den Zickenkrieg.

Wie schön ist es, sich mal zu foppen,
virtuell auch zu verkloppen,
beißen, an den Haaren ziehen,
Nonsens kann so herrlich blühen.

Herrlich, wenn sich alle Zeiten,
zwei junge Holden um mich streiten,
wobei – das jetzt mal gesagt,
an mir da doch ein Zweifel nagt.

Denn meine Frau meint jüngst zu mir,
mein Platz sei ganz allein bei ihr,
und den Streit von dem ich schreibe,
seh ich allein – in feuchter Bleibe.

Im Keller möge ich wohl träumen,
ihretwegen auch kurz reimen,
doch den Vogel – den hoch droben,
den zeigt sie mir vorm Schließen, oben.

Vielleicht, vielleicht erwärmt es mich,
inspiriert gar zum Gedicht,
doch ich sei dem nicht gewachsen,
es liegt am Span – an den Synapsen.

Claudia und die Sinette,
legen Wert auf Etikette,
und wagen es nicht – frei gesagt,
zu sagen – ich sei altersschwach.

Ich habe kurz noch überlegt,
die Standpauke hat mich bewegt,
dann sprach ich streng. Ich hab ein Ziel:
Morgen fahre ich nach Kiel.

Dort stelle ich die zwei zur Rede,
die eine wie die andere, jede,
und sollte es dann wirklich sein,
so stelle ich die Hoffnung ein.

Dann fiel mir ein – es gibt ein Aber,
weil ich doch keinen Urlaub habe,
und morgen – just am nächsten Tag,
ja leider der Gesprächskreis tagt.

So werde ich die Fahrt verschieben,
und bin nun auf dem Stand geblieben,
dass die Tochter meines Freunds,
ihr „Werben“ wirklich ehrlich meint.

Und Sinette – sehe ich,
auf Malle – hellstes Sonnenlicht,
Claudette – es sei Dir bewusst,
zu Ulken – das macht richtig Lust.    13.03.2012
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Lachende Kölnarena 2012

Otto Hofners „Kölnarena“,
zuhause wär´s vielleicht bequemer,
die Beine hoch – bereit zum Schlaf,
doch in Kölle schallt`s „Alaaf“

Im Henkelmännche – ja, da „brennt´s“,
dort gibt erneut die Prominenz,
des Frohsinns sich ein Stelldichein,
was bitte – soll man dann Daheim?

Der Wahnsinn tobt – die Stimmung auch,
den Arm gepackt – so will´s der Brauch,
und Schunkeln zu Gesang, Musik,
das hat was von erlebtem Glück.

Wenn man so auf die Massen schaut,
dann sprießt sofort die Gänsehaut,
ein Saal, der sich komplett bewegt,
der tobt, der schunkelt und der lebt.

Sich vom Trubel treiben lassen,
tanzen, lachen – nicht zu fassen,
wie ein Rhythmus fliegen lässt,
das war perfekt – das war ein Fest.

Egal ob „Räuber“, „Bläck Fööss“, „Höhner“,
von Mal zu Mal wird es viel schöner,
und wenn man noch die Texte kann,
dann singt man mit – tief in dem Bann.

Auch wenn das Singen weit entfernt,
vom Können – hab´s ja nicht gelernt.
So lang mich niemand schief besieht,
lass ich mich führen von dem Lied.

Als „dat Trömmelche dann jeht“,
als niemand sitzt – als alles steht,
kam ich beim Trällern zu dem Schluss,
dass man(n) ja auch mal atmen muss.

Es wäre schlimm, wenn man erkennt,
dass mangels Technik und Talent,
die Luft zum Atmen nicht mehr reicht,
der Brustkorb weit – die Birne weich.

Sechs Stunden – doch so schnell vorbei,
von 19 Uhr – bis fast halb 2,
mit Menschen, die man leiden mag,
dann war das – ein perfekter Tag.

Es war schön – ich danke sehr,
mit Euch fiel mir das gar nicht schwer,
ich finde halt mein Stück vom Glück,
bei Freundschaft, Fußball und Musik.

Im nächsten Jahr – dann bitte wieder?
Hakt Euch ein – und rutscht kurz rüber,
dass ich in Eure Mitte kann,
zur guten Stimmung – und Gesang.   11.02.2012
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Bärenfell

Ein Ofen, in dem's knisternd brennt,
der Gedanke ist nicht fremd,
seit vielen Jahren - ganz genau,
nerv ich damit meine Frau.

Erzähle von Gemütlichkeit,
von ganz entspannt erlebter Zeit,
wenn draußen Sturm und Regen tobt,
hätt ich mir solch ein Teil gelobt.

Die Liebste meint: "Mein lieber Schatz,
dafür hat's hier keinen Platz,
wozu mich der Gedanke quält,
vom Bärenfell - bin angezählt.

Da legst Du Dich - mir schwirrt der Sinn,
des Abends ganz gemütlich hin,
oh nein, das wäre mir nicht recht,
jetzt muss ich gehn - denn mir wird schlecht.

Das ist die Last der Phantasie,
ich weiß von Dir - Du hast sie nie,
jedoch - mich treibt sie elend um,
das ist furchtbar - nimm's nicht krumm."

Ich hab mich damit abgefunden,
seit Jahren, Wochen, Tagen, Stunden,
jedoch seit gestern - 's tut mir leid,
tobt in mir erneut der "Neid".

Bei lieben Freunden eingeladen,
die den freien Blick nun haben,
hinterm Glas - die Feuersbrunst.
Sich zu verlieren - keine Kunst.

Da wird ein Abend so gemütlich,
selbst die Liebste scheint mir friedlich,
tut so - ohne dies zu üben,
als könne sie kein Wasser trüben,

Ein toller Abend - nette Gäste,
selbst für mich das Allerbeste,
und am Schluss - den Hieb zum Bauch,
irgendwie hat's das gebraucht.

Der "Schlag" - gerade zur rechten Zeit,
er bringt mich in die Wirklichkeit,
und schlägt mich mal die Liebste nicht,
übergibt sie diese Pflicht.

Ich mein, ich spür die Schmerzen noch,
in meinem Bauch klafft fast ein Loch,
hätt ich nicht - oh, wie vermessen,
gestern viel zu viel gegessen.

Zurück zum Thema - und zum Feuer,
ein Ofen wär mir lieb - und teuer,
doch frag ich mich - hier ganz bedeckt,:
Wo war das Bärenfell versteckt?!   22.01.2011
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Sport

Nur weil ich leicht füllig bin,
kommt´s dem Kollegen in den Sinn,
mit meinem Hang zur Sportlichkeit,
sei´s am Ende nicht sehr weit.

Er meint, Bewegung schade nicht,
sei gar – in meinem Alter – Pflicht,
denn im Hinblick auf die Rente,
verschleudere man(n) so die Talente.

Ich aß – schon hin auf seinen Rat,
nur ein winzig Blatt Salat,
und sein Wort, es traf mich tief,
als ich grad nach der Rechnung rief.

Ich plusterte mich mächtig auf,
meinte nur: „So nimm in Kauf,
dass ich zwar nicht so sportlich – scheine,
doch die Bewegung – sie ist meine.

Jeden Abend – weil´s mich fesselt,
fahre ich mit meinem Sessel,
vor, zurück und elektronisch,
werde mir jetzt nur nicht komisch.

Das schafft Bewegung – und zwar pur,
abends, knapp nach 20 Uhr,
denn um den Antrieb zu entdecken,
muss ich mich gar kräftig strecken.

Außerdem sei Dir gesagt,
dass ich an jedem freien Tag,
an dem der Geißbockclub mich ruft,
zum Stadion eile – Fußballduft.

Dort steige ich gar viele Treppen,
mach mich manchmal auch zum Deppen,
doch meine Pumpe kommt in Fahrt,
an diesem Sport – wird nicht gespart.

Zweimal am Tag durchquere ich,
den weiten Hof – viel mehr als Pflicht,
denn wenn den Müll ich nicht entsorge,
gibt’s für mich – nie mehr ein morgen.

Werde ich auch langsam älter,
wie guter Wein – perfekt gekeltert,
so wird am Sport doch nicht gespart,
jeder Muskel – kommt in Fahrt.

Ich weiß, dass Dir das nicht behagt,
dass Dich schon der Gedanke plagt,
doch lieber Freund – Herr Rechtsverwalter,
auch Du kommst mal in dieses Alter.“

Danke für den Grund zum Reimen,
ich will nicht Jammern, will nicht Weinen,
und außerdem ruft schon mein Hund,
Bewegung – hält ja so gesund.    05.01.2012
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Wichtig

Was uns im Leben wichtig scheint,
ist dauerhaft ein guter Freund,
ein Freund, auf den man zählen kann,
heute, immer, irgendwann.

Ein Freund, der nicht nur männlich ist,
ein Freund, mit dem man Zeit vergisst,
ein Freund, mit dem man lacht und weint,
egal, ob grad die Sonne scheint.

Erst gestern haben wir entdeckt,
wie gut doch die Erkenntnis schmeckt,
dass man den Freund nicht suchen muss,
wir haben welche – das macht Lust.

Lust auf die Geselligkeit,
Lust auf intensive Zeit,
Lust, die uns das Feiern macht,
bis tief in eine kühle Nacht.

Da stört uns selbst der Regen nicht,
wo steht denn bitte, es sei Pflicht,
dass beim Feiern Sonne scheint?
Seht Ihr – so hab ich´s gemeint.

Gespräche, Lachen – das erfüllt,
ich denk zurück, und dieses Bild,
nehmen wir im Herzen mit,
wie schön, dass es die Freunde gibt.

Und man ist am Ende offen,
für neue Freundschaft – drauf zu hoffen,
das macht Spaß, wenn man erkennt,
man tickt gleich, ist sich nicht fremd.

Der Freund kann nah im Umfeld sein,
oder ist von weit daheim,
wenn die Freundschaft erst beginnt,
ist das egal – nur dass sie stimmt.

Es beginnt mit einem „Du“,
und man gehört ab gleich dazu,
obwohl nicht jedes Freundschaft wird,
denn wer das glaubt – nun ja, der irrt.

Der Funke muss halt einfach springen,
tut er das – so kann´s gelingen,
und wenn die Freundschaft sich beweist,
dann schließt sich der berühmte Kreis.

Menschen sind ganz einfach wichtig,
mag man sich, so wird´s erst richtig,
dann verquatscht man, nicht gedacht,
manchmal eine halbe Nacht.

Doch Freundschaft gilt es auch zu pflegen,
alleine steht man nicht im Regen,
selbst wenn´s wie gestern strömend gießt,
wahre Freundschaft schmeckt so süß.     11.06.2011
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Sendepause

Von gleich auf jetzt war es vorbei,
dies Gefühl ist mir ganz neu,
denn mein Speicher ist so leer,
von nirgendwo kommt Anreiz her.

Saison vorbei – die Hitze auch,
kein Fußballspiel – kein nackter Bauch,
und selbst das nächste Rockspektakel,
steigt erst demnächst – das ist ein Makel.

Sogar das neue Schwiegerkind,
merkt, dass mir die Zeit verrinnt,
und fragt mich heute, irgendwann:
„Kommt da nichts mehr, alter Mann?“

Sie sieht mich an, es blitzt der Schalk,
stellt mir ein Töpfchen – für den Kalk,
der da rieselt, still vor mich,
dann, ja dann – verdrückt sie sich.

Und ich bin erneut allein,
das Leben kann so grausam sein,
ich süffle meine kühle Brause,
es herrscht einfach Sendepause.

Vielleicht bin ich ja gar zu brav,
vielleicht fehlt mir ein Mützchen Schlaf,
vielleicht liegt es auch einfach dran,
dass ich´s halt nun nicht mehr kann.

Denn ob Freundschaft Freundschaft ist,
die sich im Augenblick vergisst,
das merkt man erst, wenn man erkennt,
der Freund – er wird dir plötzlich fremd.

Da bat er mich doch glatt, partout,
nen Reim zu lesen – welch ein Clou.
Doch lesen? – Gar vor Publikum?
Oh nein, mein Freund – das bringt mich um.

Ich fragte schon – das ist kein Schwindel,
das Enkelkind nach einer Windel.
Sie gab sie mir – doch alldieweil,
bedeckt sie kaum mein Hinterteil.

Wem wäre das wohl zuzumuten,
das wäre wohl zu viel des Guten.
Schreiben – das ist eine Sache,
doch laut zu lesen – dass ich lache.

Da käm nur Krächzen aus der Kehle,
sodass ich für den Fall empfehle:
Eine Schachtel Ohropax,
oder besser – heißes Wachs.

Das verstopft Gehör und Gänge,
nicht nur heute – nein, für länger,
und bringt von dem Gedanken ab,
dass ich Kraft – zum Lesen hab.             09.06.2011
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FC Basel – Vrenis Gedanken
(Reim für eine Freundin / Basel-Fan!!!!)

Gestern gab´s die Nacht der Nächte,
eingefärbt in rot und blau,
und was ich grad noch sagen möchte:
Das ist einfach eine Schau.

Hundertachtzehn Jahre Basel,
Hundertachtzehn FCB,
14 mal schon Schweizer Meister,
„Basel, Basel – Up, Olé“.

Alex Frei mit seinen Toren,
hat das Wunder mit vollbracht,
den Schwung zu keiner Zeit verloren,
ich lieb Magie – und diese Nacht.

Basel hat erneut den Kübel,
spielte meisterlich konstant,
ich fühl mich frei von jedem Übel,
und klatsch begeistert in die Hand.

Fink sei Dank – er probte, formte,
dieses Team, das mich entzückt,
Züge, Spielwitz, den er normte,
ich werd vor Freude noch verrückt.

Ich schwenk den Schal, sing laut die Lieder,
wer das nicht kennt, der weiß es kaum:
Ich liebe das, tu´s immer wieder,
Fußball ist viel mehr als Traum.

Mit jedem Tor zu unserem Ziele,
schlug mein Herz mir bis zum Hals,
schöne Stunden gibt’s zwar viele,
doch wirst du Meister – na, dann knallt´s.

Dann fliegen Korken, ich umarme,
jeden, der mit mir sich freut,
das hält an – oh ja, ich warne:
Dies Gefühl hält nicht nur heut.

Champions League und Schweizer Liga,
wann bitte wird es denn August?
Ich freu mich heut schon auf die Sieger,
das ist einfach pure Lust.

Und ich weiß, selbst Böcke drücken,
ihre Daumen voller Macht,
so musste das halt einfach glücken,
Rheinland – hast Du gut gemacht.

Wir sind Meister – und ich schwebe,
ich strahle wie ein Priemelpott,
das ist die pure Lust am Leben,
ich freu mich so – oh, lieber Gott.

Hundertachtzehn Jahre Basel,
Hundertachtzehn Rot und Blau,
Schluss dem Reim und dem Gefasel,
FC Basel – eine Schau,                   26.05.2011
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Magnetismus

Ich denk mal, Irre sind magnetisch,
langsam, schleichend, aber stetig,
ziehen sie sich magisch an,
sodass man nicht entkommen kann.

Ich denke nach und mir wird klar,
dass es so schon immer war,
wenn´s am Ende dann auch heißt,
dass man auch mir mein Plätzchen weist.

So gerne möcht ich – welche Pein,
doch endlich ein Normalo sein,
mit normaler Freundesschar,
es bleibt ein Wunsch – das ist schon klar.

Vielleicht, wenn ich ja älter werde,
und trottele langsam mit der Herde,
vielleicht ist dann der Punkt erreicht,
ich betone streng: VIELLEICHT.

Meine Frau sprach gestern noch,
wie schön es wäre – letztlich doch,
hätt sie nen Kerl als Ehemann,
der sich normal gebärden kann.

Dann grinst sie kurz – und lacht mich aus,
sie meint, das sähe grausig aus,
stellt sie sich ein Leben vor,
ohne Blödsinn und Humor.

Denn auch die Liebste – ist magnetisch,
ist sag es festlich, fast pathetisch,
ohne Plus- und Minus-Pol,
wäre es uns nicht so wohl.

Was mich letztlich dazu treibt,
zu fragen, ob nicht alles bleibt,
so wie es jetzt heute ist,
Normal sein – wär der größte Mist.

Nicht auszuticken beim FC?
Das daran Denken tut schon weh!
Nicht von Gig zu Gig zu reisen?
Unvorstellbar – trotz der Preise.

Das freche Mundwerk stille halten?
Oder das Gehirn einschalten?
Dann macht doch alles weniger Spaß,
das Mundwerk schweigt – beiß ich ins Gras.

Nur eines hab ich nicht bedacht,
was mir vielleicht Probleme macht,
denn ziehen sich die Irren an,
dann heißt das doch….oh, lieber Mann.

Das auch die Menschen, die uns mögen,
sich auf diesem Pfad bewegen,
dass auch sie – magnetisch sind,
durchgeknallt und durch den Wind.    04.05.2011
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Luna

Ich war geschäftlich kurz verreist,
das Haus nur eine Nacht verwaist,
und in diesen kurzen Stunden,
hat meine Frau – erneut „entbunden“.

Ich stutze und mein Geist erkennt,
die Liebste ging mir scheinbar fremd,
denn von dem Akt, der puren Lust,
hab ich wirklich nichts gewusst.

Sei es drum – es ist passiert,
das „Produkt“ wird adoptiert,
ein kleines Bündel pures Glück,
schickt man einfach nicht zurück.

Es ist ein Mädchen – stark behaart,
ein kleiner Ansatz hin zum Bart,
und die Füße – etwas dick,
keine Chance, Pariser Chic.

Die Ohren scheinbar etwas groß,
doch bin ich gar nicht hoffnungslos,
ein guter Arzt, der etwas kann,
legt sie sicher preiswert an.

Die Zähne, leichter Mundgeruch,
will sie mich küssen, bleibt nur Flucht,
nur was mich etwas irritiert,
ist das – was hintendran passiert.

Da gibt es ne Verlängerung,
nun gut, das Kind ist reichlich jung,
vielleicht der Rest der Nabelschnur,
ich bin verwirrt – wen frag ich nur?

Da schaut mich meine Liebste an:
„Du hast nen Knall, mein lieber Mann.
Kennst Dich vielleicht mit Ziegen aus,
doch das hier – ist – ein Hund im Haus.“

Da fällt´s wie Schuppen von den Augen,
die scheinbar nur zum Fußball taugen…
Wir haben uns ein Herz genommen,
sind wieder – auf den Hund gekommen.

Wer lange Jahre einen hatte,
den deprimiert die leere Matte,
und der freut sich still, ab heute,
an einem Bündel Lebensfreude.

Jetzt geht es wieder vor die Tür,
überfällig – glaubt es mir,
denn in dem Jahr nun ohne Hund,
entdeckte ich – manch neues Pfund.

Ein Hund ist einfach Freundschaft pur,
bedingungslos, rund um die Uhr,
und Futter für manch neuen Reim,
so einfach kann das Leben sein.          15.12.2010
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5 Jahre

5 Jahre – wo sind sie geblieben?
Ich hab so manchen Reim geschrieben,
so vieles in der Zeit erlebt,
die Lust am Dasein, ja, sie lebt.

Nun hieß es wieder Klassentreffen,
nein, ich hab es nicht vergessen,
es traf sich unser harter Kern,
ich habe diese Treffen gern.

Man schwelgt in der Erinnerung,
vielleicht mit sanft gebremstem Schwung,
denn die Jahre, Stück für Stück,
ließen manche Spur zurück.

Die Gesichter auf den Bildern,
die Geschichten, drin zu wildern,
war das erst gestern – sagt´s mir an,
als ich dort auf dem Foto stand?

Nicht jeder folgte Giselas Ruf,
dem Termin, den Ingrid schuf,
doch die, die froh gekommen sind,
erfuhren – dass, wer wagt, gewinnt.

Gewinn im Reden und im Lachen,
Gewinn im Anekdoten machen,
Gewinn im Hören, im Verzäll,
der Spaß am dick gewordenen Fell.

Erinnerungen, die vergraben,
die gestern wieder offen lagen,
der Blick auf Fotos, fassungslos,
einst so klein – und heut so groß.

Zwei Lehrer, immer noch im Lack,
gut gelaunt und schwer auf Zack,
Herr Stadtler und Herr Lehrer Schütz,
immer noch Esprit und Witz.

So mancher wäre gern gekommen,
doch hat die Zeit ihn früh genommen,
und manchen hat nicht interessiert,
was heut in „seinem Ort“ passiert.

Doch die, die kamen hatten Spaß,
ein schöner Abend – ja, so war´s,
und in 5 Jahren, so ab heut,
treffen wir uns dann erneut.

Etwas älter, etwas grauer,
genießt das Leben, auf die Dauer,
bleibt fröhlich, heiter, lacht recht viel,
dann ist das Leben wie ein Spiel.

Und ich? Ich bleibe gern Chronist!
Erzähle reimend, ganz gewiss.
Freue mich an meiner Zeit,
an Frohsinn und Geselligkeit.             24.10.2010
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Bodensee

Per Rad rund um den Bodensee…,
manches Wort tut dann schon weh,
sobald es aus dem Mundwerk schäumt,
ach, hätte ich´s doch nur geträumt.

Da sitzt man still in froher Runde,
und plötzlich bohrt in alter Wunde,
ein entsetzlich tiefer Schmerz:
Sport sei Balsam für das Herz!

Ach, hätte ich mich umgedreht,
die Uhr schlug Zwölfe, es war spät,
doch nein, mich ritt der Übermut,
und solches Tun – ist selten gut.

Nach einem Essen, königlich,
war ich im Geiste nicht mehr frisch,
und so sprach ich – ach und weh:
Wie wär es mit dem Bodensee?

Mit dem Fahrrad kurz umrunden,
ein paar nette frohe Stunden,
im allerengsten Freundeskreis…,
schon als ich´s sprach – da ward mir heiß.

Nach dem Gedanken, kurz darauf,
stand ich sehr klamm und heimlich auf,
betastete mein Hinterteil,
noch in Schuss, und noch ganz heil.

Doch klar, ich steh zu meinem Wort,
der Bauchspeck muss ja schließlich fort,
und ganz ohne Wenn und Aber,
geht’s demnächst ins Trainingslager.

Gleich heut bei amazon bestellt,
Sauerstoff für kleines Geld,
und Magnesium, lieber Vater,
für so manchen Muskelkater.

Die Zeit, sie schreitet schnell voran,
ob ich mich wohl verstecken kann?
Im dunklen, kühlen, tiefen Keller,
doch denk ich, meine Frau ist schneller.

Sie zieht mich an den Hammelbeinen,
und meint sehr streng, nun jetzt zu weinen,
stehe mir nicht zu Gesicht,
ein Indianer tut das nicht.

Schluchzend rinnt mir meine Schminke,
Gemütlichkeit? Ach, winke, winke,
ein alter Mann, auf einem Rad,
mit einem Podex, weich und zart.

Nicht mehr sitzen, nicht mehr liegen,
ich hab gesprochen – jetzt heißt´s fügen,
drei Runden um den Bodensee,
das Hinterteil – tut heut schon weh.       10.10.2010
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Brot und Salz

Virtuell gibt’s Brot und Salz,
denn ich hab Angst, dass andernfalls,
irgendwann der Hunger nagt,
das geht fix, falls Ihr mich fragt.

Brot, dass sich der Brotkorb füllt,
und damit stets den Hunger stillt,
denn auch noch in der größten Not,
schmeckt ein frisches Butterbrot.

Salz, damit der Wohlstand bleibt,
der Dichter weiß, wovon er schreibt,
denn wird der Herr im Haus nicht satt,
wird die Börse schmal und platt.

Wir wünschen Euch, ganz grad heraus,
stets Spaß und Freud im neuen Haus,
und wenn dann mal die „Erde bebt“,
wisst Ihr schließlich, dass Ihr lebt.

Stets viel Spaß, des Wahnsinns Beute,
viel Besuch von netten Leuten,
dazu noch Freunde, viel, zuhauf,
so geht der Wunsch bestimmt schnell auf.

Stunden labern in der Küche,
und locken wabernd die Gerüche,
dann speisen an der gleichen Stelle,
mit Genuss, nicht auf die Schnelle.

Dazu ein unverbauter Blick,
auf Passanten – nicht zurück,
damit man sieht, was wichtig ist,
doch nicht von draußen – welche List.

Ein Frühstück gibt’s auf der Terrasse,
und wir dabei – ja, das wär Klasse,
doch warne ich Euch, bitte sehr,
der Brotkorb wird dann ganz schnell leer.

Zum Brot und Salz, ein Cent fürs Glück,
was man gern gibt, das fließt zurück,
wir wünschen Sonne, Glück und Spaß,
und stets dazu ein volles Glas.

Vielleicht sagt Ihr: „Dir fehlt ne Schraube,
das ist nichts als Aberglaube“,
jedoch, Ihr Lieben, ich glaub dran,
dass Brot und Salz was wirken kann.

Und beim Treffen, nächstes Mal,
gibt es das dann auch real,
so lange seid Ihr, wie´s gefällt,
erst einmal auf Euch gestellt.

Habt Ihr Hunger in der Zeit,
der Weg zu uns, er ist nicht weit,
und ne Scheibe trocken Brot,
reichen wir stets in der Not.                               14.08.10
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Fit Dank Helmut

Uma Thurman macht Pilates,
ich eher gar nichts – was recht schad´ ist,
denn bei einem faulen Recken,
bleibt die Fitness auf der Strecken.

Vorbei die Zeit im Studio,
Bewegung schadet sowieso,
kein Aerobic, selten Sport,
so kann´s nicht bleiben – drauf mein Wort.

Die morschen Knochen knirschen leise,
auf eine so vertraute Weise,
dass das so nicht bleiben kann,
ab heute ändere ich was dran.

Denn gestern hab ich live erlebt,
den Sport, der meine Hoffnung hebt,
dass ich in nicht sehr ferner Zeit,
erstrahle in Beweglichkeit.

Denn Helmut – jetzt mein neuer Gott,
Fitness-Papst – ein neuer Trott,
gibt jetzt meinem Leben Halt,
hin zur neuen Traumgestalt.

Ich weiß, es wird nicht einfach sein,
Training täglich, jetzt Daheim,
dass ich sein Können einst erreich,
oft versucht – es wird nicht leicht.

Seine Anmut ist geschmeidig,
und sie macht mich völlig neidisch,
ob ich einst ihm vergleichbar bin?
Helmuts Sport ist ein Gewinn.

Heut nur wir – weil´s uns gefällt,
und morgen schon trainiert die Welt,
im neu erweckten Fitness-Wahn,
nach Helmuts Vorbild, Helmuts Plan:

Körperspannung, Konzentrieren,
die Hände an den Nacken führen,
tief Atmen, dass der Brustkorb sprengt,
Luft anhalten – bis es drängt.

Dann nach vorne, zwei-, dreimal,
das ist Veränderung, das Signal,
oh, wie ich dieses Sport doch liebe,
sofern ich nicht am Boden liege….

Lieber Helmut, das macht Freude,
wie ich Dir diese Anmut neide,
selten hab ich so gelacht,
und das ist, was uns glücklich macht.

Denn literweis gelachter Tränen,
muss man sich bestimmt nicht schämen,
was letztendlich wie geschmiert,
auch Muskel und die Fitness schürt.                 10.07.2010
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Peinlichkeit

Meine Frau ist manchmal kleinlich,
sagt sie mir doch, ich sei peinlich,
und lässt mich grübelnd dann zurück,
doch ich kann reimen – welch ein Glück.

So arbeite ich sorgsam auf,
Kritik nehm ich, na klar, in Kauf,
und ich frag mich mit Bedacht:
Hab ich etwas falsch gemacht?

Nun gut, ich nahm das Telefon,
(das macht man hin und wieder schon),
und lud mich ein, ganz heimlich still,
… wenn man das so sehen will.

Doch heißt nicht Freundschaft, sich zu sehen?
Hin zu lieben Menschen gehen?!
Und wenn die liebste Freundin spricht:
Ich koch auch was… strahlt mein Gesicht.

Sie ahnt halt – das ist eine Tugend,
dass mein Dasein, meine Jugend,
auf Dauer sich nur halten kann,
setze ich genügend an.

So habe ich verdreht, gewunden,
letztendlich als Ok befunden,
und dann gesagt: Wir kommen gern.
Sie zu verprellen – läg mir fern.

Ich legte kaum den Hörer auf,
da nahm das Unheil seinen Lauf,
denn meine Frau, ließ sich nicht bitten,
und las mir kräftig die Leviten.

Dann – ich schwöre Stein auf Bein,
sperrt sie mich im Keller ein,
jeden Tag, ob gestern, heut,
und wartet drauf, ob Mann bereut.

Peinlich wär jedoch hingegen,
würd ich den Reim ins Netz nun geben,
Gott sei Dank tu ich das nicht,
oder doch? Vielleicht ist´s Pflicht.

Denn ich fühl mich nun inzwischen,
als Chronist, um aufzuwischen,
was links und rechts von mir passiert,
es wird berichtet und glossiert.

Sei´s vom Bock, oder von Liebe,
von Freundschaft, Frühling, ersten Trieben,
vom Erfolg, von Peinlichkeit,
alles hat halt seine Zeit.

Und ich werde Samstag sehen,
wie´s um meinen Ruf geschehen.
Da seht Ihr nun, was Euch so blüht,
wenn man sich oft mit mir umgibt.                       13.04.2010

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Befehl

Liebes Forum – Geiß-beseelt,
Euer Wunsch sei mir Befehl,
und daher soll nun jeder Reim,
hier weiterhin verwurzelt sein.

Egal ob Sieg, ob Niederlagen,
Ihr müsst mich nicht erst lange fragen,
ob Ihr´s nun wollt, vielleicht auch nicht,
den Spielbericht gibt´s per Gedicht.

Da schreibe ich von offenen Türen,
von Dingen, die mich tief berühren,
von Freunden, die die Daumen drücken,
und mich im Fall des Siegs beglücken.

Und Wunden nach den Niederlagen,
leckt man gemeinsam, ohne Fragen,
denn Eines ist doch offenbar,
dafür sind gute Freunde da.

Geteiltes Leid, ist halbes Leid,
und wenn man sich gemeinsam freut,
dann potenziert sich das enorm,
Glücksgefühl, geballte Form.

Doch Reime ohne den Bezug,
zum FC – es gibt genug,
stell ich ab jetzt auf „henrys-reime“,
jedem Leser halt das seine.

Ich weiß es nicht, ich bin nicht ohne,
wie viel Reime in mir wohnen,
wahrscheinlich noch vieltausendfach,
der Speicher füllt sich, Tag und Nacht.

Du siehst an mir den Trichter nicht,
doch er ist da – im ersten Licht,
füllt er sich wie ein Magnet,
zieht er an, von früh bis spät.

Und notfalls gibt´s den Überlauf,
bei Überdruck schiebt der sich auf,
und per Reim baut er dann ab,
den Dampf, den es im Kessel gab.

Vielleicht ist es ja eine Sünde,
ungehörig, wie ich finde,
zu allem seinen Senf zu geben,
ist das so – so lasst mich leben.

Ich versuch´s, nett zu verpacken,
niemand bei der Ehr zu packen,
niemand dabei wehzutun,
ich bin halt ein verrücktes Huhn.

Seht das Reimen halt als Hobby,
bei Freunden find ich damit Lobby,
und habt Ihr wirklich Spaß daran,
so tu ich weiter, was ich kann.                          11.04.2010

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