Zu weit

Von den „Toten“ auferstanden.
Die Viren, die mich grad noch fanden,
gehören der Vergangenheit.
…es wurde nun auch langsam Zeit.

Schnupfen, Husten und das Reiben,
im Halse wollten ewig bleiben.
So schien es mir – doch heute schon,
reime, schreib ich wie gewohnt.

Träume – darf ich das jetzt wagen.
von ein paar wundervollen Tagen,
im Norden, schönen Dänemark.
…sagt, dass es nicht geht. – Bin stark.

Es bahnt sich, schneller als man glaubt,
der Duft nach tumbem Aktenstaub,
seinen Weg hierher zu mir.
Der Schreibtisch ruft – ich hör´s bis hier.

Statt Meeresbrise, Salz und Wind,
ist´s so, dass wohl die Pflicht gewinnt.
Statt den endlos weiten Stränden,
PC und Akten – wo soll´s enden.

Statt des Ofens hölzerner Glut,
Heizungsluft, mir schwinden Mut,
und die Hoffnung ohnehin,
auf Dünen – sagt, macht das wohl Sinn?

700 Kilometer…
Ich würde, ach so gern zum Täter,
setzte mich – so hört mein Klagen,
samt Frau und Hund in unseren Wagen.

Eine Woche, das wär herrlich.
Doch ist solch Wünschen arg beschwerlich,
steht halt doch die Pflicht voran.
Na gut, dann eben irgendwann.

Ich schnuppere, kann´s fast schon ahnen,
und trotzdem ist es bis zum Planen,
leider noch zu fern, zu weit.
Urlaub? – Jo, ich wär bereit.

Bevor die Wünsche überschäumen,
begebe ich mich halt ans Träumen.
Und ehe ich mich kurz versah,
bin ich am Strand – ich bin fast da.

Für den Moment die Augen schließen,
schon beginnt das wilde Sprießen.
Schon atme ich die frische Luft,
statt der Akten staubig Duft.

Auch wenn´s grad nur gedanklich geht,
so weiß ich, dass Ihr mich versteht.
Das nächste Mal, das kommt gewiss.
So klar, wie Henne Heimat ist.   15.02.18
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Verwirrung in der Nacht

Die Liebste sprach am frühen Morgen,
ich mache ihr erheblich Sorgen...
Sie schaut mich an, mit strengem Blick,
ich ahne Unheil, weich zurück.

Ich bin auf alles vorbereitet.
Was sie auch sagt, nun, ich bestreite,
erst mal alles rundherum.
Kenn‘s BGB, bin ja nicht dumm.

Sie hält noch ein Momentchen inne.
Dank Panik schwinden mir die Sinne.
Dann spricht sie leise, unheilvoll,
ich hätt geschnarcht, und zwar recht doll.

Der Puls wird ruhiger, Fall des Falles,
ich antworte: „Und das ist alles?“
Wendig habe ich erkannt,
wie ich des Rätsels Lösung fand.

„Oh, Liebste mein, den Schlaf, die Nacht,
hab ich im Herzensland verbracht.
Ich sägte, was mir sinnvoll schien,
Holz in Massen - für‘n Kamin.

Nur mal gerade angenommen,
wir wären gar im Meer geschwommen,
bei dieser kühlen Witterung...
Denk nur dran, wir sind nicht jung.“

Ich werfe einen Blick, auch zwei.
Bleib gedanklich fest dabei,
dass Angriff und geballte List,
der Weg zum Frieden, Lösung ist.

Erzähle ihr von Heide, Küste.
Frage sie, ob sie nicht wisse,
dass ein Mann, ein Mann wie ich,
sich ständig sorge - das sei Pflicht.

Selbst im Schlafe, lang vorm Morgen,
treiben mich erheblich Sorgen,
um das Wohl - auch sie im Blick,
der Familie - einz‘ges Glück.

Dass auch Frau Hund nicht frieren soll,
dass wünsch ich mir, drum pack ich voll,
den großen Korb mit frischem Holz...
Sag, war es laut? - Ach was, was soll‘s.

So langsam, langsam, keine Lüge,
glätten sich der Chefin Züge.
Ich hab es gerade, grad geschafft,
entging ihr mit der letzten Kraft.

Doch wo wir grad beim Thema sind:
Nur wer wagt, der auch gewinnt.
Das nächste Mal, sprich Dänemark,
wird sicher kommen - falls Ihr fragt.   27.01.18
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Design

Mein „Vorstand“ trinkt - ich find‘s ja Klasse,
ihren Kaffee aus der Tasse,
mit dem Design des Herzensland.
Samt des Gefühls von Sonne, Strand.

Das Paket, fast über Nacht,
hat heute ihr die Post gebracht.
Gut verpackt und gut geschützt,
sonst hätt‘s Versenden nichts genützt.

Keine Risse, keine Scherben,
Porzellan zum Einst-Vererben.
Ob das Getränk nun besser schmeckt?
Sie strahlt und sie ist hin und weg.

Sie scheint gedanklich fern zu weilen,
manch Kilometer, viele Meilen.
Sie sitzt, so sieht es mir fast aus,
in Henne Strand, im Ferienhaus.

Hört und riecht, wie es mir schien,
das Brennholz lodern, im Kamin.
Wittert dort des Meeres Duft,
Dänemark - das Land, es ruft.

Was bedeutet dies für mich?
Vorsicht walten! Und Verzicht,
auf Geschwindigkeit und Drang,
beim nächsten kommend Spülvorgang.

Die Tasse dabei zu zerdeppern,
oh Gott, ich ahne schon das Scheppern,
brächte mir - so kann‘s nur sein,
eine lange Nachtschicht ein.

Ich müsste bis nach Henne fahren,
nicht an Sprit und Euros sparen,
auf dass dies Unheil ich ersetz...
Ein banger Traum. - Nun ja, bis jetzt.

Manches sollt man nicht beschreien,
selbst in Reimen, denn verzeihen,
würde mir mein „Vorstand“ nie...
Angst, gepaart mit Poesie.

Ich werde, dass müsst ihr verstehen,
nicht mal schief zur Tasse sehen.
Ich fasse sie, falls überhaupt,
mit Vorsicht an - mit Gänsehaut.

Mit Samthandschuhen erster Güte.
Ich bin derzeit noch in der Blüte,
meiner besten Jahre, drum....
Vorsicht, denn sie bringt mich um.

In des Urlaubs kurzer Pause,
holt sie das Feeling sich nach Hause.
Dänemark in Rot und Weiß.
So schließt sich aktuell der Kreis.   20.01.18
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Gebundene Worte

Ich sauge ständig Bilder ein,
Gespräche, Reaktionen, Worte.
Wie kann ich daher stille sein?
Kein Platz, wo ich sie speichere, horte.

Ich hab’s versucht, kann mich nicht wehren,
ob ich die Augen schließ, ob nicht,
Empfindungen sich ständig mehren,
sie wollen halt verpackt ans Licht.

Als kleine Päckchen, die sich reimen,
jeweils zwölfe an der Zahl.
Dass mag Euch seltsam zwar erscheinen,
doch mir, mir hilft das, allemal.

Ob ich mal blanken Nonsens schreibe,
oder übers „Herzensland“,
ich will, dass ich authentisch bleibe,
weil ich mich gern drin wiederfand.

Ich mag gern in Gedanken gehen,
entlang der Küste, längs dem Meer.
Ich liebe es, die See zu sehen.
Der Abschied fällt mir ständig schwer.

Mit den Füßen durch die Wellen,
ob Sommer, Herbst, ob Winterzeit,
es regt mich an, auf alle Fälle.
Ich wäre fast schon jetzt so weit.

Ich mag der Brandung stetes Rauschen,
ich höre zu, was sie erzählt.
Stundenlang könnt ich ihr Lauschen.
Ich glaub, man hat mich wohl erwählt.

Erwählt, von dem Gefühl zu dichten,
welches mich spontan bewegt.
Hielt ich’s für möglich? - Nein, mitnichten.
Es wurde mir einst auferlegt.

Von einer Stunde zu der nächsten,
traf mich der Blitz - ich schreib seitdem.
Schwadroniere, mag das Texten,
für mich, für Euch, egal für wen.

Hab geträumt, ein Buch zu halten,
auf dem vielleicht mein Name steht.
Nun darf ich derer vier verwalten.
Und immer noch ist’s nicht zu spät.

Würdet Ihr die Reime mögen,
irgendwann im Buch vereint?
Dänemark bei Sonne, Regen...
Ich möchte wissen, was Ihr meint.

Mit Bildern, Grafiken, Gedanken,
mit allem, was die Seele liebt.
Einfach nur zum Freude tanken,
schön, dass es Euch alle gibt.    17.01.18
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Der Strand ist fort

Seht die Kronen auf den Wellen.
Eines ist auf alle Fälle,
ganz klar… - darauf nun hier mein Wort.
Oh, mein Gott, der Strand ist fort.

Ein paar Meter sind geblieben.
Ist meine Sorge übertrieben,
wenn ich frage, ob´s so bleibt?
Oder liegt´s nur an der Zeit?

Dort, wo wir uns regelmäßig,
sonnten und spazierten, säß ich,
auch jetzt sehr gerne, doch zu fern.
Wie hab ich diesen Ort so gern.

Der Sohn, er schickte mir grad Bilder.
Das Meer, es scheint mir etwas wilder,
als ich es sah beim letzten Mal.
Ich schaue mich hier um – fühl Qual.

Seh Computer, Monitoren.
Was habe ich nur hier verloren?
Es spricht ganz leise mein Verstand:
„Besser du wärst dort, am Strand.“

Ich schaue mich still um, verstört.
Hat das jemand grad gehört?
Dann fällt mir ein, ich bin alleine,
am Schreibtisch – jedem nur das seine.

Führe ich jetzt hin nach Henne,
mit Vorsicht, so wie ich mich kenne,
erreichte ich den Strand, habt Acht,
mitten bei der tiefsten Nacht.

Ein paar tiefe Atemzüge,
dann machte ich erneut die Fliege.
Um morgen früh, oh Elend mein,
wieder im Büro zu sein.

Okay, es war nur gut gemeint.
Okay, ich hab ja nur geträumt.
Büroschlaf, kurz und tief und richtig,
ist dem Grunde nach sehr wichtig.

Ich gehe wieder in die Spur,
malträtiere Tatstatur,
Computer und dazu die Mouse.
Wie sich´s gehört, so sieht das aus.

Was mögen sich die Blagen denken,
mich solchermaßen abzulenken?
Wissen sie noch immer nicht,
dass mich spontan ergreift´s Gedicht?

Der Tag, er wird bestimmt bald kommen,
da wird erneut im Meer geschwommen.
Bis dahin hoff ich wie verrückt,
es kommt der Strand dann auch zurück.   16.01.18
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Kaminfeuer in Dänemark

Hört nur, wie das Feuer flüstert.
Hört nur auf das Holz, es knistert.
Seht die kleinen Funken fliegen…
Hyggelig – ich müsste lügen.

Die Wärme, die der Ofen schenkt,
das ist es, wo mein Herz dran hängt.
Im Herbst, im Winter Dänemark…
Dort zieht es uns stets hin – sehr stark.

Am Morgen, wenn die Hütte kalt,
verbreitet uns das Feuer bald,
wohlig Wärme durch den Raum.
Leute, Leute, welch ein Traum.

Spaziergang nah am Meer, gesund,
die Luft so salzig, mit Frau Hund,
da freut man sich, kommt man zurück,
und das Feuer schenkt uns Glück.

Einen Scheit, gepresste Ware,
es trocknen Kleidung, Haut und Haare.
Und zeigt das Thermometer eben,
zu viel Ausschlag… - das soll´s geben.

Weil diese Wärme, dass Ihr´s wisst,
etwas ganz Besonderes ist.
Nicht die trockene Heizungsluft.
Nein, diese Wärme trägt den Duft…

…von Urlaub und Erholung, Reisen.
Von Gemeinsamkeit, vom Speisen,
am großen Tisch in Henne Strand.
Wie schön, dass man dies Ziel einst fand.

Seit 30 Jahren - ..nun ja, fast,
ein Ort, in dem´s im Grunde passt.
Die Strecke ist mit etwas Schwung,
nicht mehr, als grad ein Katzensprung.

Dünen, Strand, die Heide, Hafer.
Ja, ja, ich bin ein artig Braver,
den nicht der wilde Hafer sticht…
Nein, nein, die Freude am Gedicht.

Die Freude, die ganz tief mir sitzt,
am Kamin, das ist kein Witz.
Die Freude an des Feuers Glut,
…nur im Ofen – das tut gut.

Zuhause sagt die Liebste mir,
sei der Raum zu klein – ich spür,
sie hat vermutlich wirklich Recht.
Ich bin beim Planen eher schlecht.

Doch wie heißt´s so schön auf Erden?
Was nicht ist, das kann noch werden?
Na ja, falls nicht, so bleibt mein Wort:
Urlaub am vertrauten Ort.    15.08.18
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Fahrt durch die Nacht

Der Wagen, ist gepackt, bereit,
wir zwar nicht, doch es wird Zeit:
Die nächsten Gäste stehen an.
Wir kommen wieder – irgendwann.

Dass „irgendwann“ – ich sag´s mit List,
schon bald, in naher Zukunft ist,
das wissen wir – deshalb, daher,
fällt der Abschied nicht so schwer.

Verpackt sind Kleidung, Käse, Quark,
der Himmel über Dänemark,
färbt sich langsam dunkel schon.
Jetzt geht´s nach Haus – dort, wo man wohnt.

Frau Hund beschaut das Elend kritisch.
Die Augen sprechen – <<Hey, ich bitt dich,
lass mich bitte nicht zurück.>>
Wie könnten wir? – Das beste Stück.

Noch einmal durch das Haus gegangen.
Hat´s nicht grad erst angefangen?
Standen wir nicht gestern hier,
mit dem Schlüssel vor der Tür?

War´s nicht gestern, als wir dachten,
dass Dünen unseren Schlaf bewachten?
Die Dünen und das Meer, die See.
Abschied tut halt immer weh.

Dem Navi unsere Tour gesagt.
Nein, nein, natürlich nicht – wer fragt…
Diese Strecke – ich sag´s brav,
kennt der Fahrer schon im Schlaf.

Ein letzter Blick auf „unseren“ Ort,
dann geht es los, dann sind wir fort.
Im Spiegel schwindet letzter Blick.
Keine Angst – bald geht´s zurück.

Die Reifen fressen Kilometer.
Es wird spät und immer später.
Die Autobahnen, sie sind frei.
Der Regen, er ist mit dabei.

Sieben und ne halbe Stunde,
dann haben wir das Ziel gefunden.
Natürlich – so darf man das sehen:
Auch Zuhause ist es schön.

Mit der Liebsten – sittsam, brav,
in die Traumwelt, in den Schlaf.
Frau Hund, die wieder Ruhe find,
nach langer Fahrt – das dritte Kind.

Mal schauen, ob die Erholung bleibt.
Wunderschön war diese Zeit.
Auch im Herbst – was soll der Geiz,
hat die Nordsee ihren Reiz.    21.10.17
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Nachmittag auf der Terrasse

Ein Nachmittag auf der Terrasse,
bei Sonnenschein - na, ich find's klasse.
Oktober ist's, die Sonne scheint,
der Montag hat es gut gemeint.

Ein Spaziergang mit den Hunden,
die schönen Stellen zu erkunden,
die man schon so lange kennt.
Kaum ein Stein ist uns hier fremd.

Erinnerung an vielen Stellen,
kommen wieder, auf die Schnelle:
"Weißt du noch?" - Und dies und das,
Dänemark macht einfach Spaß.

Frische Luft, vertraute Ziele,
irgendwann erreicht uns Kühle.
Die Jacke, die uns wärmt und schützt,
hilft auch diesmal wie der Blitz.

Sommer durften wir erleben.
Den Herbst, so wie halt gerade, eben.
Den Winter - hey, was soll der Geiz,
jede Zeit hat ihren Reiz.

Wir haben, das ist wirklich schön,
schon vieles von der Welt gesehen.
Machten, weil es uns gefiel,
Reisen um die Welt - welch Ziel.

Doch Henne Strand ist selbst nach Pause,
wie's Heimkommen - wie ein Zuhause.
Die Entspannung - jep, famos,
diese ist hier grenzenlos.

Mit dabei die Bücherkiste,
als ob ich's innerlich schon wüsste:
Tag für Tag - nicht nur Versuch,
versinkt es sich perfekt im Buch.

Mit den Worten du auf du.
Den Speicher füllen, immerzu.
Auf dass den Inhalt man sortiert,
ihn wieder ausgibt - na, probiert.

Könnt ich's erträumen, hier zu leben?
Eher nein! - So ist das eben.
Weil mich halt in "unserer Welt",
vieles dank Gefühlen hält.

Das Rheinland, das mir Heimat ist,
auch wenn - und das ist derzeit Mist,
mein Geißbock mir's nicht einfach macht.
Doch überleb ich's - wär gelacht.

Ein Nachmittag auf der Terrasse,
des Ferienhauses - es war klasse.
In den Dünen - manche Stund,
mit Frau und Freunden, samt Frau Hund.  16.10.17
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Sturm

Sturm - so hoch die Wellen toben,
wir stehen in den Dünen oben,
und sehen uns kaum satt am Bild.
Die Nordsee, ungestüm und wild.

Ich würde in die Wellen tauchen,
jedoch, mein Leben auszuhauchen,
in diesem höllisch brodelnd Nass,
...ne, besser nicht - dahin der Spaß.

Ich könnt dort stehen, stundenlang,
um zuzusehen - irgendwann,
tu ich's wohl, nehm mir die Zeit.
Ich freu mich drauf - ich bin bereit.

Der weite Strand wie leergefegt.
Sind sie alle fortgeweht?
Wagt sich niemand heut hinaus?
Fast, ja fast schaut's mir so aus.

Das Meer holt sich den Strand zurück.
Was gestern war, ist heut ein Stück,
das gerade noch so übrig blieb.
Egal, mir ist es dennoch lieb.

Vom Himmel her der Regen fegt.
Frau Hund, die sich verstört gelegt,
schaut kritisch in die weite Runde.
Heute war's, zur 11. Stunde.

Sand und Salz auf meiner Brille.
Das Meer, es brüllt und tobt - die Stille,
finden wir erst wieder, als,
das Haus erreicht - nass bis zum Hals.

Was uns nun vom Erlebnis bleibt?
Na, Freude und Zufriedenheit.
Entspannung, so gemütlich halt.
Sagt mir nicht, ich sei wohl alt.

Denn dies Gefühl und diese Freude,
hab ich nicht nur gestern, heute,
sondern - das sei Euch nun klar,
auch schon, als ich jünger war.

Dieses Strahlen im Gesicht,
verliert man - also hoffentlich,
im Leben niemals - ...Henne Strand,
ein Ort, den man dank Freunden fand.

Seit 30 Jahren, kaum gab's Pausen,
ein Anlaufpunkt - ja, ein Zuhause.
Den Kindern - hey, so ist's im Leben,
haben wir es mitgegeben.

Ich schaue auf das Meer hinaus.
Heute sieht's nicht friedlich aus,
doch liebe ich die See auch so.
Bin infiziert - und das macht froh.   12.10.17
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Regen an der Nordsee

Regenwetter früh am Tage,
die Luft ist klar, die Erde nass.
Da ist's fast klar, dass ich was schreibe.
Schreiben macht mir immer Spaß.

Ein paar schnell gereimte Worte,
12 Päckchen - Ordnung muss schon sein.
Geflügelt, passend, von der Sorte:
Jedes fügt sich bestens ein.

Ich schau hinaus, die Regenjacke,
liegt bereit - Frau Hund, sie spitzt,
die Ohren, dass ich's Leinchen packe.
Achtung, Herrchen, schau, ich sitz.

Selbst bei Regen hat die Heide,
Dänemarks besonderen Reiz.
Das denke nicht nur ich, wir beide.
Etwas nass - was soll der Geiz?

Im Kamin, das Feuer spendet,
wohlig Wärme - so wie's soll.
Sagt mir bitte, wo das endet.
Bin faul und müde - na, wie toll.

Mein Notebook lacht mich an, von weitem,
winkt mir zu - "Nun schreib schon was.
Nutze deine freien Zeiten.
Fabulieren macht dir Spaß.

Oskar ruft dich, denn dein Rabe,
wartet, dass du weiter schreibst.
Band VI - nun spute, gibt kein aber.
Zackig, zackig, es ist Zeit."

Was ich einmal angefangen,
gewährt mir nunmehr keine Ruh.
Ich spüre diesen Schwung, den Drange,
immerfort und immerzu.

Nun gut, ich lasse mich erweichen,
erst Frau Hund - dann schreibe ich.
Solange muss es halt noch reichen.
Erst die Kür - dann folgt die Pflicht.

Wenn frische Nordseeluft mich streichelt,
pustet sie Synapsen frei.
Ich freue mich, dass sie mir schmeichelt.
Oskar wartet - frank und frei.

Für alles gibt es nun mal Phasen,
ich nutze sie, wie's mir geschenkt.
Lasse die Gedanken rasen,
das ist schöner, als man denkt.

An der frischen Luft, den Dünen,
find ich gerne Wort für Wort.
Gebt mir einfach eine Bühne,
der Wind, der Regen ziehen mich fort.   10.10.17
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Überfüllte Strände

Hoffnungslos gefüllte Strände.
Menschen, Menschen ohne Ende.
Für uns, das Tier, das Kind, den Schatz,
grad mal tausend Meter Platz.

Da spürt man doch, auf alle Fälle,
auf Anhieb unseres Nachbarn Pelle.
Der Blick zum Strand komplett verbaut.
So geht das nicht, nein Schluss und out.

Egal wie kurz im Schlaf ich wiege,
des Morgens gibt es keine Liege,
die ich als meine zeichnen kann.
Wohin das Handtuch? - Mann, oh Mann.

Kein Lärm, kein Stress, kein Koma-Saufen.
Verkäufer, die Patrouille laufen?
Auch die gibt's nicht - wo sind wir nur?
Sangria-Eimer? - Nicht die Spur.

Ich bekomm aufgrund der Enge,
Bedrückungen - nein, solche Menge,
an Menschen, das ist mir fatal.
...dann fällt mir ein - das ist genial.

Seit 30 Jahren, um die Uhr,
in Henne Strand Erholung pur.
In "Mors Hus", na sowieso.
Immer bestens - wir sind froh.

Der weite Strand ist eine Wonne,
blauer Himmel und viel Sonne,
feinster heller Sand - nun lauscht,
hört nur, wie die Nordsee rauscht.

Wie sie uns Entspannung bringt,
wie sie ihre Weise singt.
Jeden Tag das gleiche Lied.
Ich ahne schon, was mir bald blüht:

Erholung und viel Freude nämlich,
alles andere wär ja dämlich.
Stress gibt's übers Jahr genug.
Runterfahren, das ist klug.

Die Dünen, nächtens keinen Laut,
Salz und Wärme auf der Haut.
Und sollt es Sturm nebst Regen sein,
gibt's dazu Kleidung - ach, wie fein.

Urlaub an der Nordsee ist,
ganz grandios, nichts wird vermisst.
Für jeden ist's, bei Tag, bei Nacht,
wichtig, was er selbst draus macht.

Und sollten meine Worte nerven,
bitte nicht mit Seetang werfen.
Für mich gehört zur Seelenruh,
das Schreiben einfach mit dazu.   09.10.17
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Barfuß im Meer

Barfuß in den Nordseewellen,
um dabei grad festzustellen,
dass die See im Herbst kaum warm.
Dennoch hat es Reiz, hat Charme.

Die Sonne, die vom Himmel brennt.
Blaues Firmament - patent.
Die Schuhe, gut bewacht zum Glück,
bleiben weit am Strand zurück.

Ich gehe träumend vor mich hin,
bin so, wie ich immer bin:
Überrollt - und das tut gut,
von der Gedanken reinen Flut.

Es regt mir meinen Kreislauf an.
Es tut mir gut, vom Anfang an.
Die Hose krempelnd, dennoch nass.
Völlig schnurz, es macht mir Spaß.

Ich schaue weit aufs Meer hinaus,
alles sieht so friedlich aus.
Regelmäßig, wie am Band,
rollen Wellen an den Strand.

Herbst und Sommer, Dänemark,
Frühling, Winter - immer stark.
Selbst im Oktober, Freud ist groß,
von Wind und Regen mal umtost.

Die Wellen nehmen Schritt für Schritt,
manch Gedanken einfach mit.
Lassen, das beruhiget mich,
Stress ganz leise hinter sich.

2 perfekte Urlaubswochen,
gerade erst mal angebrochen.
Die Seele dankbar baumeln lassen,
das Gefühl mit Händen fassen.

In der Wellen Rauschen tauchen,
im Moment nichts weiter brauchen,
als Ruhe und Besinnlichkeit.
Wundervoll erfüllte Zeit.

Ich schau zurück zum weiten Strand.
Jedes Sandkorn mir bekannt.
Auch wenn ich mich vielleicht verlor,
kommt's mir halt nun jetzt so vor.

Die Liebste und das Tochterkind,
winken mir vom Strand - der Wind,
zaust dem Enkelkind das Haar.
Desgleichen geht's Frau Hund - na klar.

Die Steinchen, die die Sohlen spüren,
ein wenig schmerzhaft, fast Massieren.
Ich gehe langsam jetzt zurück.
Erfüllt von Frieden, tiefem Glück.    08.10.17