Geburtstagsgrüße März 2017

Mein lieber Gott, ist das zu fassen?
Ihr müsst mich auch gewähren lassen,
bezüglich meiner Arbeitspflicht.
Nicht, dass mich noch der Chef erwischt.

Ich werde 62 heute,
nicht ein Tag mehr, Ihr lieben Leute,
steht mir dann ansonsten zu.
Der Chef, er grollt – und schon herrscht Ruh.

Geburtstagsgrüße allerorten,
in Taten, Drücken und in Worten.
Und ich? – Na klar, ich freu mich sehr.
Mag – natürlich – immer mehr.

Wär da nicht – ich stell´s grad fest,
das große Schwert des Damokles,
das über meinem Stuhle hängt,
und mich spontan zur Arbeit drängt.

Der Schatten meines Herrn und Meister,
deckt mich zu – ist zäh wie Kleister.
Ich werde diesen Druck nicht los.
Respekt und Angst sind riesengroß.

Hätt ich doch, dann wär es leicht,
Urlaub heute eingereicht,
dann könnte ich mich – müsst nicht bitten,
allen Euren Grüßen widmen.

Was mir nun bleibt, ist blanke Furcht,
tja, mein Gott, da muss ich durch.
Hier Angst vorm Chef – oh ja, genau,
und Zuhaus…? – Vor meiner Frau.

Doch schickt mir weiter liebe Grüße,
sie versehen den Tag mit Süße.
Und werde ich heut abgemahnt,
so ist das halt mit eingeplant.

Und wenn man – hallo, bitte sehr,
mit dem Chef befreundet wär,
dann ginge es vielleicht ja gut…
Ich zeige etwas frohen Mut.

Ach, könnt es – seufz, das wäre fein,
auch bei meiner Frau so sein,
so wär mein Leben reich und bunt,
dank meinen Liebsten – nebst Frau Hund.

Nun ja, man kann nicht alles haben,
doch spür ich wohl, an solchen Tagen,
wie Ihr seit Frühe an mich denkt.
Ihr Lieben, das ist ein Geschenk.

Selbst wenn ich in der Fastenzeit,
nicht reimen darf – so tut´s mir leid.
Dieser Reim, er musste raus,
ich bin gerührt – so sieht das aus.   02.03.17
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4 Tage

Heut sind´s grad mal noch 4 Tage.
Ein herber Einschnitt - ohne Frage.
So lebe ich in stiller Sorge,
vor jenem Tag - dem frühen Morgen.

Die Liebste, die schon weiter denkt,
hat jeden Spiegel abgehängt...
Zu meinem Schutz? - Ihr macht wohl Spaß?
Es geht ihr nur - ums bloße Glas.

Auf dass es nicht das Bild zerreißt,
wenn´s mich erblickt - ein herber Preis.
Denn mit 60 - über Nacht,
entwickelt sich - der Runzeln Pracht.

Meine Frau - jedoch, hingegen,
gibt mir den vertrauten "Segen".
Meint nur kurz - und sehr lakonisch:
<<Lieber Mann - werd nur nicht komisch.

Speck am Körper - im Gesicht,
fest versprochen... - runzelt nicht.
Was bedeutet - Schach und matt,
mein Herzensfreund - du bleibst schön glatt.

Trotzdem werd ich emsig sein,
schütze mich - und mein Daheim,
denn dein Anblick - dieser Tag...
Der Zahn der Zeit - er beißt, er nagt.

Ich bin so jung - ein frisches Wesen,
und du...? - Du bist ein alter Besen.
60 wirst du - bin da kleinlich...
und sage dir - das ist fast peinlich.>>

Mit diesen Worten ließ mein Glück,
mich tief bewegt, geknickt zurück.
Ich ging zum Spiegel - sehr gehemmt.
Sah ein Gesicht - das man(n) gut kennt.

Sprach zum Glase - frank und frei,
wie denn bald mein Leben sei,
ab dem Tag - an dem´s passiert.
Ich hab die Last - der Zeit gespürt.

Auch wenn´s das nur im Märchen gibt,
erhielt ich Antwort - hab gespürt,
dass der Spiegel mich verstand...
Ich hörte zu - und zwar gebannt.

Er meinte: <<Junge, klarer Fall,
du hast nur eines - einen Knall.
Morgen wird´s - wie gestern sein.
Die Erkenntnis - sie sei dein.

60 - völlig klarer Fall,
ist nur eine schnöde Zahl.
Jetzt geh fort - beherrsche dich....
Klare Warnung - Reiz mich nicht!.>>  26.02.2015
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Leer

Sommer – Sonne – Cabrio,
und Spaß am Leben – sowieso.
Es ist warm – die Sonne scheint,
das Leben hat es gut gemeint.

Alle sind jetzt gut gelaunt,
bis auf jene – ja, man staunt,
die immer ein Gesicht aufziehn,
als hätten sie sich das geliehn.

Auch ich bin derzeit rundum glücklich,
denn meine Frau – ja, sie beglückt mich,
voller Liebe – ganz bewusst,
da ich nicht in den Keller muss.

Sie meinte nur: „Jetzt mach mal Pause.
Ich bin zwei Tage nicht zuhause.
Drum gönn ich Dir – denn ich bin nett,
statt Strohsack – mal das Wasserbett.“

Alles wäre wunderbar,
da wird mir jäh und plötzlich klar:
Demnächst sind meine Taschen leer.
Diese Bürde – sie wiegt schwer.

Denn die Liebste feiert bald,
ihren Birthday – mir wird kalt,
weil nun - furchtbar – schnell und prompt,
einer nach dem anderen kommt.

Der Sohn, die Frau, das Schwiegerkind,
die Enkeltochter noch geschwind.
Da wird mein Taschengeld schnell knapp.
Das wird hart – der Bart ist ab.

Das Cabrio – oh, welch Blamage,
parke ich in der Garage,
und der Gedanke macht mich krank:
Herzhaft gähnt der leere Tank.

Die Geschenke – bin schachmatt,
spar ich mir – vom Munde ab….
Sagte jemand: <<Schadet nix!“?
Der verschwinde – aber fix.

Der Juni – ich bin´s ja gewohnt,
ein Monat, da sich Betteln lohnt.
Ich setz mich an die Kreuzung hin,
und leere meinen Geist – und Sinn.

(Nun haltet Euch nicht laufend dran…
Sagt nicht – dass man nichts leeren kann,
dort – wo keine Füllung ist.
Wie habe ich den Spruch vermisst…!).

Auf jeden Fall – sitz ich dann da,
und hoff auf Scherflein – eins in bar.
Damit ich meinen Liebsten dann,
etwas Nettes kaufen kann.     05.06.2013
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Dankeschön

Allen, die mich jüngst bedachten,
mich begrüßten, mit mir lachten,
sage ich ein Dankeschön,
herrlich war es - Euch zu sehen.

Herrlich war es, Euch zu lesen,
Euch zu hören - meine Thesen:
Ein jeder, der an mich gedacht,
hat mich ein wenig reich gemacht.

Danke an das Tochterkind,
das mich besuchte - wie der Wind,
mal eben so - aus Rheinland-Pfalz,
samt Enkelchen – flog´s um den Hals.

Danke an den Sohn - samt Mine,
Menschen, die es wohl verdienen,
dass man sie im Reim hier nennt,
stimmt mir zu - falls Ihr sie kennt.

Danke an die Liebste mein,
ließ heute Fünfe gerade sein,
schloss mir die Tür vom Keller auf,
und schenkte meiner Freiheit Lauf.

Danke an der Freunde Zeit,
egal ob nah, egal ob weit,
ein jeder hat an mich gedacht,
manche fast zur halben Nacht.

Dank an die Menschen, hier im Net,
viele Namen - A bis Z,
die ich im Leben noch nicht sah,
doch gestern waren alle da.

Dank an Freunde, die gesungen,
mal gut - dann auch mal nicht gelungen,
wobei jedoch der Wille zählt,
Dankeschön, dass Ihr mich quält.

Dankeschön für die Geschenke,
vielen Dank fürs An-mich-denken,
danke für die Freundschaft halt,
egal ob jung - egal ob alt.

Die Freude nehm ich Schritt für Schritt,
ein ganzes Jahr gedanklich mit,
und weiß, dass es auch Menschen gibt,
von denen mich so mancher liebt.

Ein nettes Wort - ist Kleinigkeit,
braucht nicht viel - ein wenig Zeit,
und bewirkt dann doch so viel,
Freude schenken - wird zum Spiel.

So freue ich mich heute schon,
auf dieses Jahr - auf dass sich's lohnt,
auf die Menschen - ach, wie schön,
die's mit mir gemeinsam gehen.   02.03.2013
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Vierkampf

Ein schöner Abend - ohne Frage,
doch versetzt Euch in die Lage,
des Mannes, der Zuhause bleibt,
und heute Morgen - wieder schreibt.

Nachdem der letzte Gast spontan,
den Mantel sich zum Heimweg nahm,
da brachte mir's den Puls auf Trab,
da nahm Sie ihre Maske ab.

Heulend warf ich mich zu Boden,
ich habe an dem Freund gezogen,
auf dass er bitte bei mir bliebe,
zur Wahrung meines inneren Friedens.

Und doch - es schloss sich unsere Tür,
ja, Pflicht hieß es - statt einer Kür:
Räumen, Fegen, Wischen, Spülen,
den Reiz des Haushalt-Vierkampfs fühlen.

Ich war fertig - gegen 3,
am Ende war es mir nicht neu,
und ich verzog mich still und heimlich,
auf meinen Strohsack - bin nicht kleinlich.

Die Spinnen sangen mir ein Ständchen,
ich habe irgendwie ein Händchen,
für Wesen, die geknechtet sind,
bin für fremde Not nicht blind.

Ich schloss die Augen - um zu denken,
an meinen Abend, die Geschenke,
freuend auf den nächsten Morgen,
fühlte mich fast wie geborgen.

Die Decke mit dem Bock-Emblem,
umfing mich gut - und war bequem,
und die Handschuh, schön und weich,
wärmten mich - ich sag es Euch.

In Bücher las ich kurz hinein,
bei spärlich flackernd Kerzenschein,
träumte von dem Auswärtsspiel,
und leckerem Essen - bald, ein Ziel.

Duftend schlief ich fröhlich ein,
hab Freunde, Liebste und Daheim,
und nur drei schlappe Jahre noch,
dann darf ich aus dem Kellerloch.

Danke für die lieben Wünsche,
und auch die Liebste ließ das Lynchen,
einen Tag (fast) völlig sein,
ich fühl mich wohl - bin nicht allein

Nun - heute - geht das Leben weiter,
ein weiteres Schrittchen auf der Leiter,
der nächste Vierkampf steht bald an,
oh Gott - bin ich ein armer Mann???   03.03.2012
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Mäus ist 75

75 – Reiselust,
mach´s, wenn Dich das Fernweh ruft,
und genieße jeden Tag,
jede so, wie´s sie gern mag.

75 – gar kein Grund,
Zuhaus zu bleiben, denn gesund,
lockt die weite ferne Welt,
jede so, wie´s ihr gefällt.

Heut Türkei – dann Ischia,
Wien und Südamerika,
Lebenslust und Freude pur,
jeden Tag, rund um die Uhr.

Stress und Pflicht sind zu vergessen,
bei leckerem Wein und gutem Essen,
und wenn dann noch die Sonne scheint,
hat´s das Leben gut gemeint.

Mit guten Freunden an der Seite,
lockt das Dasein – gestern, heute,
morgen – gerne ohne Ende,
pack das Glück in Deine Hände.

Arbeitsleben – lang genug,
heut genieße aus dem Krug,
den die lange Pflicht gebracht,
ein Leben, das viel Freude macht.

So lang man jung ist, trotz der Jahre,
ist dieses Leben doch das wahre,
so lang man jung im Herzen ist,
sprüht die Freude – ganz gewiss.

Feste feiern, wie sie fallen,
heute sollen Korken knallen,
wobei der Wunsch ganz oben steht,
dass das ewig noch so geht.

So viel bleibt noch zu entdecken,
so viel Zauber, die dort stecken,
wo man sie nur sehen muss,
Spaß und reine Lebenslust.

Und zwickts vielleicht mal hier und da,
ist das normal – denn 20 Jahr,
das ist länger schon vorbei,
und doch scheint´s immer noch wie Mai.

Hebt die Gläser, sagt jetzt Prost,
ab das Fest, die Leinen los,
zum Feiern – und – zur nächsten Reise,
stets mit Schwung und selten leise.

100 Jahre – lang so weiter,
noch so viel Stufen auf der Leiter,
der nächste Zauber wartet schon,
genieße – und erzähl davon.                      08.01.2011
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Christa ist 60

Wenn man flotte 60 wird,
zwar Weisheit, doch nicht Alter spürt,
und aussieht wie der helle Schein,
dann muss man was Besonderes sein.

Keine Runzeln, wenig Falten,
Namen kann man noch behalten (?),
und das Gedächtnis – frei und frisch,
lässt Dich selten nur im Stich.

Forschen Mutes, mit Elan,
schippert Christa auf dem Kahn,
durch die wunderschönen Fjorde,
ein großer Traum ist wahr geworden.

Mit dem Liebsten an der Hand,
bewundert sie das Meer, das Land,
und wenn der Eindruck überquillt,
dann steht auch mal der Atem still.

Norwegen – ein wahrer Traum,
so wunderschön, man glaubt es kaum,
zum runden Fest der rechte Rahmen,
das wahre Glück hat einen Namen.

Und wenn man still durch Trondheim geht,
am höchsten Punkt, der Festung steht,
dann fühlt man sich so winzig klein,
welch Wunder kann die Schöpfung sein.

Jeden Tag sich dran erfreuen,
noch 40 Jahre, stets aufs Neue,
gesund und munter, so wie heut,
wir wünschen Dir ne tolle Zeit.

Und wiederholen diese Reise,
mit stolzen 100 – furchtbar weise,
joggen Trondheims Berg hinauf,
fit, auf Zacke, im Dauerlauf.

So mancher Traum – bis dahin wahr,
das Nordlicht, welches Christa sah,
und eine Fahrt, hinauf ins Eis,
mit COSTA – stolze Fahrt, und Preis.

Doch heute wünschen wir „nur“ Glück,
vom Kuchen stets das größte Stück,
und ein tolles Lebensjahr,
schön – so wie das letzte war.

Wir danken Dir für Deinen Sekt,
er hat prickelnd, toll geschmeckt,
auch wenn´s für mich ne Cola war,
trotzdem Danke – ist doch klar.

Und so wünscht Dein ganzer Tisch,
Dir Sonne, Glück und helles Licht,
Sonne, die man in sich trägt,
so lang das Herz wie heute schlägt.              31.07.2010
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