Die Kappe

Heute darf ich später ran,
da ich mit entscheiden kann,
in Kölle, im Gericht am Rhein,
in Arbeitssachen - so soll's sein.

Dieserhalb und desterwegen,
kam es mir heut Früh gelegen,
samt Frau Hund die Tour zu gehn...
Ob sie wollte? - Man wird sehn.

Sie schaut aufs Bett, Frau General,
der Grad auf dem sie geht ist schmal.
So macht Frau Hund es sich bequem:
"Ich und gehen? - Nicht mit dem."

Ich hab's versucht mit guten Worten,
sprach vom Schnüffeln, netten Orten.
Vom morgens früh "Die-Zeitung-lesen",
da ging sie mit - so ist's gewesen.

Wir gingen fröhlich, Schluss und Klappe,
doch dann kam das Problem der Kappe,
die mitten auf dem Gehweg lag.
Welch ein Problem am frühen Tag.

Schwarz und boshaft dort gelegen,
unfähig, sich zu bewegen.
Doch Frau Hund beim ersten Licht,
klemmt den Stätz - ...man weiß ja nicht.

Was wäre - und das wäre Life,
falls das Ding den Hund sich greift.
Was wäre, wenn ein solches Teil,
Zähne hätte - allerweil.

Falls es plötzlich sich entfaltet?
Vorsichtsregeln sind veraltet.
Wenn's Frau Hund, sofern's gelingt,
plötzlich an den Schlickes springt.

Sich dort festkeilt und dort klammert?
Oh, mein Gott, das wäre Jammer.
Das arme Tier - so sieht das aus,
käme niemals mehr nach Haus.

Ich hab Frau Hund, ganz ungelogen,
gezerrt, versucht und auch gezogen.
Der Hals, er wurde lang und länger,
Entscheidungsweg hingegen enger.

Wir hatten grad erst angefangen.
So sind wir dann zurückgegangen.
Meine Frau, sie schaut und spricht.
<<Lieber Mann, erzähl das nicht.>>

Doch ich hab Zeit - so sind Chronisten.
Heute nicht Tabellen, Listen,
sondern früh am Tag der Reim.
Grämt Euch nicht - so soll es sein.    01.08.2017
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