Gereimtes Reisetagebuch Tag 1

Es sprach die Liebste jüngst zu mir,
ihr Plan, er stehe auf Papier:
Es sei jetzt nunmehr an der Zeit,
für eine Reise - lang und weit.

Ich sagte: <<Gut, nach Dänemark,
immer schön - und immer stark.
Meinetwegen USA,
nicht zu fern - und nicht zu nah.>>

Da meint sie unumwunden nur,
eine Reise um die Uhr,
das sei es wohl, was ihr gefällt:
eine Reise - um die Welt.

New York, bis hier und da, Hawaii,
per Flugzeug, Schiff - was ist dabei?
Von Tahiti bis Papeete,
steter Wechsel der Tapete.

Neuseeland bis Australien,
weiter als Italien.
Vancouver in Kanada...
Wundervoll - ein Traum wird wahr.

So sind wir gestern los geflogen,
kontrolliert und auch gewogen,
ESTA, Visa, alles stimmt.
So wie's sein soll - wie man's nimmt.

Von Frankfurt nach Toronto hin,
das machte dann tatsächlich Sinn.
Die Füße, Beine, die schon steif,
waren für die Pause reif.

New York derzeit, im Sheraton,
nur ein kurzes Stück davon,
liegt der Time Square - 5 Minuten,
grad zu Fuß - ganz ohne sputen.

Zwar schon um kurz nach 2 hellwach,
nun ja, ich hatt es mir gedacht,
aber tja - das ist halt so.
Erster Jetlag - holldrio.

Es fand sich schon die erste Gruppe,
wie es scheint ne nette Truppe.
Mit Günter, Waltraud schon auf du.
Klasse! - Das gehört dazu.

Die Organisation perfekt,
ein Punkt, der uns natürlich schmeckt.
Wenn das - nach dem Beginn - so bleibt,
wird's einfach eine tolle Zeit.

Nun sind wir rundherum gespannt,
was auf dem Meer und auch an Land,
die Reise an Erlebnis schenkt.
Sehr viel länger, als man denkt.

6 Wochen... - die an einem Stück.
Haltet uns ruhig für verrückt.
Doch niemand weiß, was morgen ist...
Drum heute leben - sonst wär's Mist.  06.09.16
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Gereimtes Reisetagebuch Tag 3

Die erste der Millionenstädte,
bereits Geschichte - jede Wette:
New York - und das ist nicht verkehrt,
ist immer eine Reise wert.

Mit der U-Bahn unter Tage,
von A nach B - ganz ohne Frage,
macht es einfach - lass mir's schmecken,
die Stadt zu fühlen, zu entdecken.

Selbst wenn es auch nur Stunden sind,
wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
2 mal schlafen - stell kurz fest:
Falls der Jetlag uns denn lässt.

Die Reise bis zu diesem Punkt,
organisiert - ich tue kund:
Allerbestens - kein Verdruss,
von der Begrüßung bis zum Schluss.

Die Stadtrundfahrt zum Zunge schnalzen,
um die Tage noch zu "salzen",
mit allerbester Garnitur.
Heute Mittag - ab 12 Uhr.

Nun sitzen wir erneut im Flieger,
im Dreamliner - zwar müde Krieger,
und fragen uns - was diese Stadt,
die nun folgt - zu bieten hat.

Jeder, der sie kennt, der spricht:
"Besuchtest du die Perle nicht,
Vancouver - so wunderschön,
hast du nicht die Welt gesehen."

Ab morgen - die Devise gilt,
machen wir uns selbst ein Bild,
landen gleich - wie wunderbar,
in dieser Stadt - in Kanada.

Der nächste kurze Zwischenhalt,
vor der Erholung - bin ja alt,
genieß die Ruhe - die man trifft,
ab Freitagmittag - auf dem Schiff.

Bis dahin heißt es "Füße quälen",
einfach nur die Sohlen stählen,
und die Stadt in jenen Stunden,
per pedes - so weit's geht - erkunden.

Wir kommen an bei tiefer Nacht,
doch morgen, wenn die Sonne lacht,
geht es nach dem Frühstück los.
Die Spannung, sie ist riesengroß.

Ich werd erneut davon erzählen.
Vergesst es bitte - denn zu wählen,
ob Ihr das wollt, steht Euch nicht zu.
Nicht verhandelt! - Sagt: Was Nu?   07.09.16
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Gereimtes Reisetagebuch Tag 6

Das Meer, es schaukelt sanft in Schlaf.
Ich liege auf dem Bett, bin brav,
die Ruhe, sie tut ihre Pflicht,
denn wer schläft - der sündigt nicht.

Ich schau auf den Balkon hinaus,
der Himmel sieht so herrlich aus:
In tiefem Blau - fast wie gemalt.
Der Pazifik ruhig - man strahlt.

Tag 2 auf diesem großen Kahn.
Was haben wir denn nur getan,
dass man uns den Traum hier schenkt?
Ich war wohl braver, als man denkt.

Der Solstice lange Nase,
richtet sich in jener Phase,
hin zur Inselwelt Hawaii.
Besonders schön... - wir sind dabei.

Alles ist so toll, perfekt.
Glaubt mir ruhig, dass mir das schmeckt.
Die erste tief geruhte Nacht,
ist im Schlummer schon vollbracht.

Das Essen gut - was will man mehr.
Nette Menschen - bitte sehr,
von hier und da - aus aller Welt.
Ein Punkt, der uns - na klar - gefällt.

Da reden wir - partout nicht bang,
über Stunden - ganz spontan,
mit "fremden" Menschen du auf du,
dies gehört gewiss dazu.

Und wenn das Schiff heut etwas schwankt,
fühlt sich's an, wie "gut getankt".
Solang der Hunger uns noch packt,
ist alles gut, okay, im Lack.

Hawaii ruft uns - wir kommen gern.
Polynesien liegt noch fern,
Auckland, Sydney sowieso.
Wir sind dabei - und daher froh.

Das Schiff heut reichlich angesehen,
ehrlich, klasse, ich find's schön.
Und eines weiß ich ganz genau:
Ebenso denkt meine Frau.

Diese Nacht klaut man der Reise,
1 Stunde - heimlich, leise,
wird die Fahrt damit verkürzt.
Da machste nix - genauso wird's.

Gleich geht es zum Abendessen,
und den Cocktail nicht vergessen,
mit lieben Menschen, die man mag.
Ein wunderschöner toller Tag.   09.09.16
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Heidi und Wolfram

Nur vom Lachen kleine Falten.
Einfach halt perfekt gehalten.
Wobei das Lachen, wie Ihr wisst,
der Spiegel Eurer Seelen ist.

Könnte, würde, sollte, hätte,
es findet sich das Glied der Kette.
Hätt Heidi nicht dies Haus gesucht...,
wär die Reise - nicht gebucht.

Es kam Herr Schmitz, der Fliesenleger,
sah die Heidi - welch ein Feger,
und war vom Anfang, vom Beginn,
rundum gefesselt - weg und hin.

Es kam so, wie es kommen soll,
das Buch des Lebens reichlich voll.
Seit vielen Jahren - wunderbar,
einfach ein perfektes Paar.

Nur ist der Wolfram - seh's genau,
unterbuttert - seine Frau,
ist ebenso - ich sag es hier,
wie meine Frau... - so bös zu mir.

Was wir sind? - Geplagte Männer.
Ich weiß das wohl - ich bin ein Kenner.
Trotzdem seid Ihr glücklich dran:
Was wär die Frau nur - ohne Mann.

Wolfram liebt das Bier - ist lustig,
das Erzählen, es macht durstig.
Heidi ist der Ruhepol,
die gute Seele - siehste wohl.

Wolfram war ein Arbeitstier,
gestern da - und heute hier.
Mit seinen Händen aufgebaut,
auf das Ihr heute glücklich schaut.

Heut die Früchte froh genießen,
durch die Welt - auf eigenen Füßen.
Euer Leben, es ist bunt.
Ihr habt Euch, das Kind, den Hund.

Das Zuhause steht in Essen,
gut versorgt - denn unterdessen,
bereist Ihr den Pazifik gerade.
Manche Woche - viele Tage.

Wohin der Wind Euch treiben wird,
weiß ich nicht - jedoch verirrt,
habt Ihr Euch gewiss noch nicht.
Das sagt heute - dies Gedicht.

Ihr seid, wie Ihr seid - halt Klasse,
ragt heraus aus jener Masse,
vieler Menschen, die man kennt.
Fast vertraut - noch gestern fremd.  10.09.16
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Celebrity Solstice

Die Fahrt auf der Celebrity.
Reise wird zur Poesie
und schon beim ersten Morgenlicht,
finden neue Worte mich.

The journey by Celebrity,
full of joy, of harmony,
the day, it now has just begun.
I'm feeling peace - I'm feeling fun.

Hawaii und seine Inselwelt,
erwartet uns - hab festgestellt:
Diese Reise ist ein Traum.
So wundervoll - man glaubt es kaum.

Hawaii is waiting - sun and beach,
this is life - my feeling teachs,
that this journey is a dream.
Thanks the Captain - all his team.

Eine Reise um die Welt,
glaubt uns ruhig, dass das gefällt.
Von Vancouver bis Sydney hin.
Dieses Tun macht Spaß, macht Sinn.

Round the world in just 4 weeks,
a dream has found us - and it speaks,
of finding Sydney, Canada,
this dream, it is now here, not far.

Tahiti, Bora und Papeete,
steter Wechsel der Tapete.
Auckland, Bay of Island auch.
Die Entspannung ward gebraucht.

Tahiti, Bora and Papeete,
Auckland, Bay of Island later.
I've needed all this feelings much.
A little bit like heavens touch.

Ich schaue still hinaus aufs Meer.
Das entspannt - da fällt's kaum schwer,
dass die Worte ständig fließen,
sich in mir spontan ergießen.

I'm watching the pacific sea,
this poem has come to me,
and I like to share it now.
I'm feeling lucky - yes and wow.

Würden wir dies wieder tun?
Urlaub, um sich auszuruhen?
Mit Solstice Celebrity?
Selbstverständlich! - Garantie!

Would we dream that dream again?
Sure my friends - oh yes, we can.
Again Solstice Celebrity.
This dream is true - now we are here. 11.09.16
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Fliegenschiss

Eines ist und bleibt gewiss:
Nur ein kleiner Fliegenschiss,
ist auf diesem Ozean,
unser reichlich großer Kahn.

So fern man sieht, nur weites Meer,
der Pazifik, bitte sehr,
zeigt uns - ja, ich bin nicht blind,
wie klein wir letztlich alle sind.

Ist das, was man unendlich nennt?
Die Fakten, die man sonst so kennt,
zählen - tja, so meine ich,
an dieser Stelle einfach nicht.

Ich habe es genau gespürt:
Wo der Himmel sie berührt,
die Wellen dort, in weiter Ferne,
gibt's lang kein Ende - schaue gerne.

Ich fühle, wie mich das entspannt,
weit und breit kein Krümel Land.
Nur das Meer, das Schiff und wir.
Ich bin grad furchtbar gerne hier.

Wir sind bestens aufgehoben,
das ist einfach nur zu loben.
Ich schließ die Augen - hör das Rauschen,
könnt Stund um Stunden nichts als Lauschen.

Die Wellen tragen weiße Kronen,
dabei nun möchte ich betonen:
Der sanfte ruhige Wellengang,
ist einfach top - vom Anfang an.

Hier auf dem Pazifik reisen,
langsam gleiten - sanft und leise,
ist was Besonderes - geb es zu,
mit dem Leben du auf du.

Da merkt man wohl, wie klein man ist,
da man nun grad die Zeit vergisst,
zählt nichts weiter - glaubt es mir,
als der Moment - das Jetzt, das Hier.

Wir sahen die Delphine springen,
Lust am Dasein rüberbringen.
Die Reise startet eben, gerade,
28 tolle Tage.

Weit und breit kaum andere Schiffe,
das Meer, es hat uns voll im Griffe.
Eine Kreuzfahrt um die Welt,
der Moment ist's - der jetzt zählt.

Wie die Schale einer Nuss,
so groß das Schiff - so groß die Lust.
Und doch bleibt die Erkenntnis mein:
Im Meer sind wir nur winzig klein.  12.09.16
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Unklar ausgedrückt

Ich bin älter, als man glaubt,
innerlich schon leicht verstaubt,
jedoch der Worte mehr als voll.
Das ist Ballast! - Das ist nicht toll!

Als ich in meinen Windeln lag,
an jenem längsten vergangenen Tag,
verspürte ich - es tut mir leid,
erheblich klamme Feuchtigkeit.

Ich schrie mir meine kleine Seele,
aus dem Halse - ich empfehle,
haltet Euch die Ohren zu,
selbst beim Gedanken - yes, it's true.

Da erschien im hellen Licht,
Gott der Herr - "Bist du nicht dicht?
Du nervst mich ehrlich - Dein Geschrei,
macht mich fertig - eijeijei."

Meine Stimme sei so schrill.
Was ich denn nun bitte will...
Da hab ich, Leute gebt gut Acht,
gar nicht lange nachgedacht.

Es spürte Nässe nur auf Erden.
Ich wollte doch nur - dichter - werden...
Doch ob groß- ob kleingeschrieben,
erwähnt ich nicht... - na ja, Ihr Lieben.

Das ist - ich denke, Ihr seid Kenner,
der deutschen Sprache ihr Dilemma.
Da ich mich unklar ausgedrückt,
macht mich die Gabe heut verrückt.

Er setzte mir - ganz unsichtbar,
den Trichter unter jenes Haar,
das heut in Ehren schon ergraut.
Was bin ich eine arme Haut.

Dort läuft nun stündlich alles rein.
Niemals mehr bin ich allein.
Der Speicher - das macht raderdoll,
laufend, stetig mehr als voll.

So drehe ich - des Schicksals Lauf,
das Kränchen hinterm Öhrchen auf,
und lasse in gereimter Form,
den Druck entweichen - hey, enorm.

Jedoch, so viel ich Tag für Tag,
auch immer wieder schreiben mag,
der Speicher - er wird niemals leer.
Dies akzeptieren? - Viel zu schwer.

Unterhaltung, Menschen, Bilder,
Empfindungen - es wird nur wilder.
Und dichter - wie mein Antrag klang,
ward ich später - irgendwann.    13.09.16
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Ode an die Männer

Eine Ode an die Männer.
Denker, Planer, Macher, Kenner.
Der Gipfel der Unsterblichkeit,
Up to date - und blitzgescheit.

Der Natur ihr Meisterstück.
Dass wir da sind, pures Glück.
Was wär die Frau nur ohne uns?
Freut Euch - Ihr habt unsere Gunst.

Wir helfen Euch zu überleben,
was kann es bitte Besseres geben,
als unsere allseits starke Hand?
Wir sind Helden - klar, bekannt.

Uns täglich dreimal anzubeten,
ist besser, als ans Schienbein treten...
Wir gestehen Euch letztlich zu:
Ihr wisst's nicht besser - so, was Nu?

Da braucht es jemand - so wie mich,
der beim ersten Tageslicht,
die Sache einmal expliziert...
Und Euch hin zur Erkenntnis führt.

Die Ode an das Mannsbild ist,
in den Genen - dass Ihr's wisst.
Glaubt es oder glaubt es nicht,
sie ist der Damen erste Pflicht.

Eine Ode an die Männer.
Ob große, klein - ob kurz, ob länger,
soll am frühen Morgen schon,
dazugehören - Ton um Ton.

Kann ich was mit dem Reim bewegen?
Vermutlich nicht - wär's auch ein Segen.
Doch es ist die Damenwelt,
zu verbohrt - hab's festgestellt.

Sieht sich selbst - sagt, macht Ihr Witze?
Als der Schöpfung höchste Spitze.
Und da sie sich stets einig sind,
sind sie für die Vernunft halt blind.

Der Prophet - das wissen alle,
gilt nun mal nichts im eigenen Stalle.
Doch auch dies erträgt ein Mann,
weil er's weiß - und einfach kann.

Seine starken Schultern tragen,
die Pflicht, die Welt in allen Lagen.
Und auch - ich weiß das ganz genau:
Das Unvollkommene - sprich, die Frau.

Der Männer heut verfasste Ode,
uns zur Ehre - uns zum Lobe,
bringt mir - werde mich verstecken,
vermutlich doch nur blaue Flecken.  13.09.16
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Lunch at wednesday

Lunch at wednesday, eating-time,
we love those days - the sun will shine.
Life shows us, that it's really great.
Still being young - it's not to late.

Not to late, to see the world,
with all it's beauty - lovely girls,
I'm never - no - allowed to see.
My woman told, was warning me.

We're sitting at the lunch - salad,
I am too heavy - this is bad.
But it really tasted good.
This is perfect - yes, I should.

Someone came, was asking us:
<<The places free? - If not, I must,
have a look for others now.>>
But they were - that's good, yes wow.

We sat there, we were talking still,
after lunch - oh yes, I will,
tell, that this was wonderful.
Lovely people - very cool.

Ann and Lisa, Doug and Tom.
I do not know the town they from,
but we love this feeling and,
that we, each others understand.

Sometimes needing hand and feet,
it has been great - oh sure, indeed.
The world on that Celebrity,
brings me to this poetry.

I love it to express myself,
by "flying words" - I hope it tells,
what I'm thinking - how I feel.
What I'm writing - it is real.

If my English is too bad,
to tell the feelings, I have had,
please be kind - don't laugh, just say:
"He is a German - sorry, hey".

We love to meet the people still,
around the world - oh yes, I will,
say Thank you for that happy time.
It was raining - sun it shines.

A longer journey - Sydney waits,
up to Australia - this is great.
We see these wonders - we feel fun.
Look forward to the days that come.

We meet again - oh yes, I'm sure.
What an overwhelming tour,
to Sydney - far, from Germany.
Wonderful - feel young and free.  14.09.16
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Keiluha Kona

Keiluha Kona auf Hawaii.
Wir waren, denn wir sind so frei,
beim ersten Ausflug mit an Land.
Voller Eifer - und gespannt.

Es dauerte das Tendern lang,
aufgrund von starkem Wellengang.
Doch irgendwann - halt nicht sofort,
gingen wir vereint von Bord.

Meine Liebste - Heidi auch,
Wolfram ward dazu gebraucht,
und gemeinsam fuhren wir,
kurz mal rüber - hin zum Pier.

Statt des Staterooms leichter Kühle,
empfing uns drüben reichlich Schwüle.
Palmen, Brandung - bitte sehr,
sowie das schillernd grüne Meer.

Die Stadt, den Hafen angesehen,
gemeinsam durch die Straßen gehen,
in einer völlig anderen Welt.
Gegen Durst ein Bier bestellt.

Obst und Blumen und Gemüse,
jede Frucht fürwahr ein Riese,
der Geruch auf jenem Markt...
Ich empfand ihn frisch und stark.

Aus erhöhter Position,
in dem Lokal - man ahnt es schon:
Das Treiben in dem Ort studiert.
Viel gelacht - na klar, zu viert.

Die Brandung - wild und stark - betrachtet,
ich bin geistig nicht umnachtet,
setze keinen Fuß hinein,
sonst ist die Liebste schnell allein.

Die Kirche, die im Ort besucht,
nicht im allerfeinsten Tuch,
sondern nur im Freizeitlook.
Ein Raum in sehr dezentem Schmuck.

Vom Land auf unser Schiff geschaut,
gigantisch groß und gut gebaut,
das einzige das fehlt, allein,
war klare Sicht, der Sonnenschein.

Der erste Tag - ein Tag von vielen,
weiter geht's zu neuen Zielen.
Der nächste Ausflug folgt schon morgen.
Das wird prima - keine Sorgen.

Zeitig wieder - nicht zuletzt,
zum Schiff getendert, wo ich jetzt,
den Eindruck mir in Worte fasse.
Dass ich's darf und kann... - find's klasse. 15.09.16
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Hilo

Der zweite Tag - der zweite Halt,
nun sind wir ja schon Profis bald.
Das Boarding out - war kaum Tortur,
von Stress, von Hektik, keine Spur.

Der Bus zum Ausflug stand bereit,
positiv verbrachte Zeit,
mit einer Fahrt ins Weingebiet.
Oh ja, selbst ich... - auch das geschieht.

Der ansonsten niemals trinkt,
dem sonst kein Wort, kein Spruch gelingt,
hat an jenem Wein gelabt.
Welch ein ganz spezieller Tag.

Gefahren worden - das gefällt,
durch Hilos grüne Inselwelt.
Jeder Baum und Strauch entfacht,
die Schönheit dort in voller Pracht.

Ein Fahrer, der sehr deutlich spricht,
in Englisch - da versteht man sich.
Fast jedes Wort - wer kann, der kann,
kam bei uns verständlich an.

Selbst gen Ende die Geschichte,
des Baums, der Frucht entlockt Gedichte.
Romeo und Julia,
auf hawaiianisch - wunderbar.

So vieles heut dazugelernt,
solchen Reisen folgt man gern,
denn man wird - ich bin so frei,
dümmer niemals nicht dabei.

Export, Touristik, mancher Wandel,
Geschichten auch vom Geld, vom Handel,
von Energie - von viermal "w".
Ich werd's vergessen... - kenn mich eh.

Und trotzdem - hatten Freude dran,
schön, dass man Neues sehen kann.
Schön, dass die Welt ein Dorf nur ist,
wenn man das Reisen nicht vergisst.

Dazu der Fakt: Mein Geißbock siegt,
was mir - na klar - am Herzen liegt.
Für eine Nacht - in der Tabelle,
Spitzenreiter! - Klasse, Hölle!

Da macht der Ausflug doppelt Spaß.
Ich bin halt so - klingt das auch krass.
Wenn alles gut ist, alles stimmt,
bin ich zufrieden - großes Kind.

Hilo sei das Heim des Regen?
Mag sein, doch heute - welch ein Segen,
empfing uns nur der Sonne Pracht.
Ein schöner Tag - für uns gemacht.   16.09.16
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Sonnenuntergang auf Lahaina-Maui

Das war - ich sag es sanft und leise,
der schönste Tag von unserer Reise.
Auf jeden Fall - es fällt nicht schwer:
Aktuell - und zwar bisher.

Mit Abstand wohl die schönste Seite,
von Hawaii - Ihr lieben Leute,
das war einfach - davon viel,
ein Angriff aufs Gemüt, Gefühl.

Ein Tag bei schönstem Sonnenschein,
das Leben kann so traumhaft sein.
Schlendernd durch die alte Stadt,
die Herz, Verstand und Seele hat.

Mit neuen Freunden durch die Straßen.
Dass wir uns zur Reise trafen,
das ist prima, so soll's sein.
Zusammen ist man nie allein.

Bei einem tollen Mittagessen,
bei "Forrest Gump" die Zeit vergessen.
Dazu der Blick zum Ozean,
direkt vom Fenster - purer Wahn.

Am Nachmittag der Höhepunkt:
Abfahrt gab's zur 4. Stund,
mit dem Boot - perfekt gemacht:
Segel setzen - auf zur Nacht.

Die Liebste und das Boot und ich.
Auf dem Wasser - bis das Licht,
der Sonne dann im Meer versinkt,
man selbst fast im Gefühl ertrinkt.

Diese Fahrt war nicht verkehrt,
jeden Dollar war sie wert.
Sie schenkt uns nun Erinnerung.
Gedanklich bleibt sie ewig jung.

Das letzte leuchtend rote Licht,
der Sonne trifft das Meer, die Gischt,
eingefangen nun im Bild,
der Gedanken - hey, das gilt.

Da flogen dann - an jenem Ort,
die Emotionen im Akkord.
Was man sah - ich sprach es schon,
war einfach eine Explosion.

Das Land, Pazifik, Wellen, Küste.
Wenn ich es ja nicht besser wüsste,
wär's mir - tja, ich sag es Euch,
rundum perfekt - nicht nur vielleicht.

Es kommen - dafür gibt's noch Worte,
noch sicher wundervolle Orte.
Doch Lahaina - das ist klar,
toppte, was bisher ich sah.   18.09.16
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Waikiki

Honolulu - weltbekannt,
die Stadt, das Leben und der Strand,
vor dem man auf den Wellen fliegt.
Wie schön, dass unser Schiff hier liegt.

Der Tag begann mit Nieselregen,
aber später - welch ein Segen,
zeigte sich die Sonne schnell.
Es wurde heiß und schön und hell.

Unsere Freunde, die aus Essen,
hatten wir dort nicht vergessen.
Ältere Menschen brauchen Halt,
in fremden Städten - stehn im Wald.

Nun sagt die Heidi wohl sofort,
mit A... das sehr spezielle Wort.
Um welches ich nun spät am Tage,
gefleht und auch gebettelt habe.

Wir gingen zum Waikiki Strand,
2 plus 2 - und Hand in Hand,
da bot sich uns die Möglichkeit,
zur Segeltour - wir war'n bereit.

1 Stunde bitte sehr,
hinaus auf das türkise Meer.
Cruisen, froh bei Wellengang,
ein Heidenspaß - vom Anfang an.

Über den Pazifik gleiten,
sich selber diese Freud bereiten,
das war der beste Plan - na klar,
perfekt und rundum wunderbar.

Durch die Gischt - die Kleidung nass,
auf dieser Tour erlebst du was.
Die machst du ein Mal nur im Leben.
Wir aktuell - so ist das eben.

Irgendwie reift die Erkenntnis:
Erst gestern - na, für mein Verständnis,
begann die große Freude richtig.
Katamaran - so schön, so wichtig.

Der zweite Tag - das zweite Mal,
der Wellen Spitzen und ihr Tal,
schaukelten uns heftig durch.
Lachen nur - und niemals Furcht.

Die Sonne brannte uns die Haut.
Still gewesen und geschaut,
welch Geschenk der Tag uns macht.
Sehr viel besser, als gedacht.

Turtels, die durchs Wasser gleiten,
grad beim Boot - nun, das sind Zeiten,
die man niemals missen will.
Wir genießen - bin schon still.  19.09.16
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Banderl

Weshalb ich ihre Fuchtel spüre?
Sie schickte mich zur Pediküre...
Die Liebste, die - tja, wie man's nimmt,
das Wie, das Was, das Wo bestimmt.

Der Grad des Wehrens, er ist schmal,
wenn Christel... - sprich, Frau General,
anweist - früh, ob spät am Tage,
was ich zu tun zu lassen habe.

Ein schöner Morgen auf Lahaina,
die Welt wird schmal und eng und kleiner.
Zusammen - so ab knapp 11 Uhr,
mit neuen Freunden auf der Tour.

Frau General und Wolfram, Heidi,
der Essener mit seinem Weibi.
Dazu der Günter - an dem Handerl,
Waltraud - suchend nach dem Banderl.

Wie ich solche Worte liebe...
Ich such danach - oh ja, ich siebe,
fast danach - als sei es Gold.
So hab ich das stets gewollt.

Neue Worte - ...braucht nicht lange,
setzen was bei mir in Gange,
vor dem ich mich - und das macht Furcht,
nicht wehren kann - ich drehe durch.

Danke Waltraud, für das "Banderl",
ich bin völlig durcheinanderl,
und freu mich noch in der Kabine...
Ob ich das wirklich so verdiene?

Doch dass Ihr mich alleine lasst,
mit meiner Frau - erschreckt mich fast.
Sie nutzte die Gelegenheit,
mich neu zu gängeln - liebe Zeit.

Sie schickte mich zur Pediküre,
mich...! - ...der ich doch Schmerzen spüre,
vor denen ich - bin halt ein Mann,
im Grunde gar nicht wehren kann.

Während sie mich zwickten, feilten,
die Füße dort im Wasser weilten,
flogen die Gedanken schon.
Das Feld bereitet - nein, kein Hohn.

Der Reime Zwang - nicht der Verstanderl,
zogen mich bereits am Banderl...
Verzeiht mir doch - Ihr Lieben, Ihr,
ich kann schließlich nichts dafür.

Die Furcht ist groß - denn noch mehr Worte,
die mich reizen - jener Sorte,
machen - seh schon, was mir blüht,
dass es mich bald ins Abseits führt.  20.09.16
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Life is great

You ask me, if I something miss?
Oh no, I'm glad, how good it is,
to feel that happiness, that life,
at time - together with my wife.

Oh sure, I'm looking forward to,
to come back home - but, that's the clou:
At the moment I forget,
all the sorrows I have had.

My job - it's problems - far away.
I watch the ocean - watch the bay.
I feel emotions - that feels good.
Life is like it must, it should.

I see the waves - I'm sinking deep,
into my thoughts - yes well, I keep,
the memories for all the times.
It's wonderful - the sun, he shines.

We are leaving now Hawaii,
an island beautiful - I cry...
but only short - because I know:
Tahiti's waiting - great, oho.

Five days we are from now at sea,
the words again are finding me,
to tell the wonders - that's a fact:
I am crazy - It is back.

I love this playing with this words,
to tell the stories I have heard,
to bring you all my feelings near,
the things I love - the things I fear.

German is my language,
the favourite one - but now I reach,
you in English - yes, that's great.
I'm closing now - because it's late.

I love, if you have little fun,
with the words, that I have done.
The feeling touch me all around,
with the wonders that we've found.  21.09.16
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Räuber-Rommé


Räuber-Rommé, manche Runde,
das macht Spaß - welch frohe Kunde,
vor allem wenn man nicht vergisst,
wer "der Wolf im Schafspelz" ist.

Das sind nämlich wirklich alle,
jeder plant für sich - im Falle,
dass das Bild noch wirklich stimmt,
wenn's Rad dich an die Reihe nimmt.

Doch das Leid an der Geschichte,
von der ich grad ad hoc berichte,
ist dass jeder denkt und plant,
nur für sich - ich hab's geahnt.

Was eben noch so deutlich schien,
zerstört dir grad das Paar aus Wien.
Oder aber sehr vermessen,
das andere Paar - nun, das aus Essen.

Wirklich, wirklich nette Leute.
Zumindest stimmte das bis heute.
Waltraud, Wolfram, Heidi, Günter:
Ihr seid kalt - für uns ward's Winter.

Selbst "Helga" - von der ich ja weiß,
dass sie mit Namen Christel heißt,
stimmt mir da mit Freuden zu.
Wir sind uns einig - that's the Clou:

Welch eine wunderschöne Reise,
so vertraut - auf eine Weise,
als ob man sich schon länger kennt.
Lachend, offen und nicht fremd.

Die Karten morgen neu gemischt,
das wird prima - das ist Pflicht.
Auf dass man Rund um Runde spielt.
Wir haben uns so wohl gefühlt.

Demnächst - ich denk - da spielen wir,
in Wien, in Essen und auch hier,
im fernen Kölle - dem am Rhein.
Das Leben kann so herrlich sein.

Wenn nur nicht die Entfernung wär,
sie macht den Plan gewaltig schwer,
und online - denke nicht nur ich,
geht's halt leider, leider nicht.

Drum werden wir nun weiter spielen,
uns auf dem Schiff zuhause fühlen,
und "räubern", was das Zeug so hält.
Verrückte große, kleine Welt.

Ob Räuber-Rommé, Machiavelli,
ist ganz egal - auf alle Fälli,
hat es richtig Spaß gemacht.
...kurz in Reimen nachgedacht. 22.09.16
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Äquator

Mein Weib, die just die See befährt,
die gerade den Äquator quert,
sah nun heut bei Sonnenlicht,
Neptun selbst - Ihr glaubt's ja nicht.

Er erschien in Meer und Brise,
gezackter Speer - ein wahrer Riese,
sah sich um, sah meine Frau,
er sprach sie an - vernahm's genau.

Er sei so weit zum Schiff geschwommen,
nun hätt er sie gern mitgenommen,
mit in die Unterwasserwelt.
Für mich zum Ausgleich Gut und Geld.

Ich sprach: <<Herr Neptun, bitte sehr,
mach dir nicht selbst das Leben schwer.
Diese Frau - ich bleib dabei,
vertreibt auch den brutalsten Hai.

Egal ob Hai, ob Seestern, Rochen,
er wird verstört sein - über Wochen.
Hör bitte meinen guten Rat:
Finger weg! - Sonst hast Salat!

Auch die Heidi ist nicht besser.
Waltraud schleift auf dich das Messer,
ich weiß doch, wie die Damen sind...
Unterdrückung - bin nicht blind.>>

Er sah mich wirklich lange an.
Ich frag mich, wie's geschehen kann,
dass ich sie nicht eingetauscht,
dorthin wo der Pazifik rauscht.

Reich wär ich zurückgekehrt,
Geld und Gut hat schließlich Wert,
doch taten mir - war nicht gescheit,
die armen Haie einfach leid.

Ich hätte - nun, das sollt Ihr wissen,
den Koffer selber packen müssen,
was mich in die Bredouille bringt,
weil's vermutlich kaum gelingt.

Selber Bügeln, selber Kochen,
Reinemachen - über Wochen,
bis er entnervt zurückgeschickt,
was er verlangte - starkes Stück.

Außerdem - bin dran gewöhnt,
manchmal/meistens ist's gar schön,
da drück ich mal ein Auge zu,
ob der Verwirrung - gebe Ruh.

Als Neptun in die Wellen taucht,
mit grauem Haar - und dickem Bauch,
begriff ich - nahm's gelassen hin,
dass ich ihm sehr ähnlich bin. 23.09.16
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Die Frau mit der Maske

Ich hätte gern - oh, das wär nett,
Cindy Crawford mit im Bett.
Auf dass man sich - von Frau zu Mann,
angeregt bereden kann.

Über Politik und so,
Wirtschaft und Kultur, oho.
Sport - vielleicht auch Muttermale,
breite, flache, lange, schmale.

Ja, ich weiß es - meine Träume,
sind nicht mehr als bloße Schäume,
denn statt Cindy - tja, Ihr Lieben,
ist Zorro mir am End geblieben.

Wenn sie sich ihre Maske nimmt,
nachschaut, ob sie sitzt und stimmt,
fehlt jetzt schließlich nur der Degen.
Gott sei Dank! - Ein wahrer Segen.

Ich schau die Liebste an - sie spricht,
das sei ein Mittel gegen Licht.
Auf dass sie besser schlafen kann.
Nachvollziehbar - dann und wann.

Dazu die Stöpsel in den Ohren.
Ich fühle mich komplett verloren.
Sie hört, sie sieht, sie spürt mich kaum.
Ich bin verwirrt im tiefsten Traum.

Derweil ich mich mit Cindy treffe,
den Raum und jede Zeit vergesse,
erscheint die Liebste uns im Schlaf.
Montur des Rächers - bin doch brav.

Plötzlich hat sie - angespannt,
den Degen wirklich in der Hand,
fuchtelt vorm Gesicht mir rum...
Cindy flüchtet - das ist dumm.

Die Rächerin zieht mir ein Z,
auf die Brust - geht dann ins Bett.
Ich bleib zurück und zwar verstört:
Es ward markiert - was ihr gehört.

Als ich dann später bin erwacht,
mitten in der tiefsten Nacht,
da brannte mir nun meine Brust.
Es war kein Traum - ich hab's gewusst.

Es zieht das Z sich quer am Bauch,
ein wenig gar bis tiefer auch...
Derweil sie in der Maske schnarcht,
ist mein Leben nun am Arsch.

Cindy wird mir nie erscheinen,
ich wende mich still ab - zum Weinen.
Wenn die Frau mit Maske spricht,
erfüllen sich die Träume nicht.  23.09.16
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Labrador

Ich glaub, ich bin ein Labrador,
denn setzt man mir ein Näpfchen vor,
versenke ich mein Schäuzchen rein.
Ich sag's ja, muss ein Fressbalg sein.

Dort wo des Hundes Schwänzchen wedelt,
gibt's bei mir... - ich sag's ganz edel...:
...nun gut - das übersteigt den Spaß.
Daher - bitte - lass ich das.

Als ich grad gegessen hatte,
kam gestern eine Käseplatte,
hingestellt - ja, es ist wahr,
von unserem Girl - Victoria.

Im Grunde wirklich gar nicht schlimm,
doch da ich ohne Freunde bin,
überließ man mir die Gnade,
des Verputzens - das war schade.

Eine Hand stets an den Karten,
grad beim Spielen - grad beim Warten,
die andere - und das war Gift,
war die, die nach dem Käse griff.

Mal nach Käse, dann nach Trauben,
und 1, 2, 3 - man soll's nicht glauben,
war der Teller leer - ...ich voll.
Das klingt ärger, als es soll.

So dass ich heut - Erkenntnis dessen,
mich entschied, dass mir das Essen,
nur in Maßen näher kommt.
Ein Gelübde - schnell und prompt.

Ich werde mich nicht locken lassen,
nie mehr nach den Speisen fassen,
ohne Rücksicht, ohne Halt.
Ab sofort - und nicht erst bald.

Des Labradors in meinen Genen,
beginne ich mich grad zu schämen.
Nun habe ich ihn tief verbannt.
Angekettet an der Wand.

Besiegelt mit geweihtem Wasser.
Das macht nicht heilig - nur kurz nasser.
Einfach nur für mein Gefühl.
Ein Gelübde ist kein Spiel.

Ich werde - ach, wie wird das fein,
ein Strich in jeder Landschaft sein.
Der Speck, der gerade frisch gebräunt,
ist dann verschwunden - ...hab's geträumt.

Ich hör ihn Knurren - meinen Magen,
ab heute nun an allen Tagen.
Und weiß dabei - ich bin kein Tor:
Es ist nur - der Labrador.  24.09.16
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Pausen

Mit Pausen einen Mensch erreichen,
versteckter Hinweis, stumme Zeichen.
Das nicht Gesprochene Wort sich fassen,
und stumm im Raume stehen lassen.

Den Hörer so zum Lachen bringen,
zum Denken, Forschen - kann gelingen,
doch nur, wenn du die Gabe hast.
Im Einklang stehst - und vieles passt.

Den Menschen eigene Bilder schenken,
sie verführen, nachzudenken.
Sie erreichen - Alt, ob Kind,
wo auch immer sie grad sind.

Den Gedanken Flügel geben,
dafür sorgen, dass sie leben,
sich unabhängig, greifbar machen.
Das kann gelingen - jetzt nicht lachen.

Zu spüren, dass man selber fliegt,
und auf einer Welle liegt,
mit den Menschen, die man trifft,
das ist top - perfekter Griff.

Ob im Großen, ob im Kleinen,
ist gar nicht wichtig - ich will meinen,
dass du nur erfolgreich bleibst,
wenn du's niemals übertreibst.

Das gilt für Freundschaft, gilt für alles,
im Falle des perfekten Falles,
ist die Pause - nicht gesagt,
das beste Mittel, um den Tag...

...vielleicht sogar voranzubringen.
Das alles kann so gut gelingen,
wenn du den Kern der Sache siehst,
beim Menschen die Gedanken liest.

Heute war ein solcher Tag,
einer jener, die ich mag.
An denen die Erkenntnis steht,
dass sich das Rad perfekt gedreht.

Selbst wenn die Pausen sich nicht zeigten,
möchte ich den Montag liken.
Ein Tag, der uns rundum gefiel.
Manchmal ist das Leben Spiel.

Ich liebe es - ...wird es Euch schmecken?
...die Gedanken zu erwecken.
Gerade jetzt und hier und dort,
aus Liebe zum geschriebenen Wort.

Vielleicht zu viel, vielleicht zu wenig,
der mittlere Weg, der zeigt den König.
Und die Pausen - tut mir leid,
fand ich nicht - doch bleibt noch Zeit.  26.09.16
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Selbsthilfegruppe

Heute Abend kurz nach 7,
wird die Geschichte neu geschrieben.
Ich gründe - ...das was war ist Schnuppe,
mit meinem Wolfram eine Gruppe.

Zur Selbsthilfe geplagter Männer,
für Opfer, Leidgenossen, Kenner.
Für den Sohn, den Onkel, Vater,
auf Deck 4 - dort im Theater.

Ich glaube, das Theater fliegt,
aus allen Nähten - Frechheit siegt.
Egal ob Englisch, Deutsch - im Falle,
des Interesses - kommt nur alle.

Alle, die geplagt Ihr seid.
Wir nehmen uns genügend Zeit,
Euch zu vermitteln - nur dies Eine:
Ihr seid wirklich nicht alleine.

Ihr könnt nicht Eure Drachen zähmen?
Ist nicht schlimm - jetzt bloß nicht schämen.
Ich konnt es selbst - bin jetzt im Licht,
bis vor der Reise - ehrlich - nicht.

Da musste mein Freund Wolfram kommen.
Er hat mich bei der Hand genommen.
Sprach: "So habe keine Furcht.
Ich, ich setzte mich schon durch.

Ich werde dich nun unterweisen.
Wir werden ja noch länger reisen.
Du wirst gen Ende - seh's als Pflicht,
ein anderer Mensch - so glaub an mich.

Entdecke deine inneren Kräfte.
Erwecke die besonderen Säfte.
Du musst nur an dich selber glauben.
Schau ganz tief in meine Augen."

Ich tat's - da macht es hörbar Klick.
Nun weiß ich, Aufstand, der ist chic.
So eine Reise - jetzt auf See,
sie ist lehrreich - tut nicht weh.

Die Frist - na die, sich einzuschreiben,
beginnt sofort - nur ruhig jetzt bleiben:
Wir nehmen wirklich jeden an.
Kommt nur alle - Mann für Mann.

Lehnt Euch auf - habt nur Vertrauen.
Wir sind hier, Euch aufzubauen.
Wir schaffen das - das Drachenzähmen,
ist nicht schwer - will's nur erwähnen.

Und schließt mich die Frau Malzahn ein,
die Liebste - so wie oft Daheim,
so kommt der Wolfram - mich zu schützen.
Kein Mann wird mehr vor Ängsten schwitzen.  27.09.16
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Victoria for President

We are spending - joy is mine,
at Solstice a great great time.
Together with Victoria,
from Phillipines - a land so far.

Victoria has told us now,
of all her dreams, she's dreaming - wow.
Of education, school for all.
Her dreams are big - and she's so small.

A dream of children for her own.
A husband, love, a house, a home.
Victoria is still so young,
she's working hard - she dreams of fun.

She sung for us - made our days.
We will go - Victoria stays.
She has her dreams - the heaven's blue.
We wish that all her dreams come true.

If one day she's president,
she remembers us as friends.
The old old people, still at sea,
for many days - from Germany.

Maybe one day we meet again.
She invites us - day will came.
And this poem belongs - so far,
only to Victoria.

Thanks for the laughing - for your heart.
When later we at Sydney part,
we love - oh yes - remembering you.
You live your dreams - they shall come true. 27.09.16
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Internationale Datumsgrenze

Ein Tag, der uns verloren geht.
Ein Genie, der das versteht.
Das Wie, Weshalb, Wieso, Warum.
Ich bin keines - stell mich dumm.

Auf dem Meer erwischt uns nun,
die Datumsgrenze - Gott, was tun?
Der nächste Freitag wird verschluckt.
Geb's zu - jetzt hab ich dumm geguckt.

Nach Hawaii und auch Papeete,
nach Moorea - etwas später,
schlägt uns Richtung Auckland dann,
die Zeit ein Schnippchen - Mann oh Mann.

Ich zähle 61 Lenze,
doch dass ich einen Tag nun schwänze,
das kam bei mir noch niemals vor.
Erklärt es mir - ich bin ganz Ohr.

Geburtstag hat das Tochterkind,
the first October - doch wir sind,
ja nun der Zeit ein Stück voraus.
Den 30. schreibt man Zuhaus.

Das will in mein so altes Haupt,
kaum hinein - wer hätt's geglaubt?
So denk ich, gratulieren wir,
erst am 2. - fern von ihr.

Doch Gott sei Dank gibt's auf dem Schiff,
nette Menschen - deren Griff,
fest und sicher mich umfängt.
Sie lotsen mich - werd gut gelenkt.

Natürlich vorneweg die Frau.
Meine Liebste - klar, genau.
Dazu auch noch die Österreicher.
Sie machen mir mein Dasein leichter.

Kann heut mit Messer, Gabel speisen.
Gut, dass sie mit uns verreisen.
Endlich nahm ich Haltung an.
Wie gut, dass das so ist - so kam.

Dazu dies liebe Paar aus Essen.
Ist es wirklich sehr vermessen,
wenn ich sage, es gelingt,
dass man mich in die Spur nun bringt?

Eigentlich - ganz ohne Frage,
blieben uns acht schöne Tage.
Nun hat die Zeit - so wird es kommen,
einen davon weggenommen.

Ihr neuen Freunde, Ihr müsst wissen,
wir werden Euch demnächst vermissen.
Der eine Tag, er fehlt - nicht lachen,
um mich zum besseren Mensch zu machen. 29.09.16
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Kugelschreiber

Die Liebste, sie liebt fesche Kleider.
Und ich? - Nun, meinen Kugelschreiber.
Füller, Feder, Tastatur.
Sie schenken Worte - um die Uhr.

Kaum setze ich die Spitze an,
gibt's nichts, das ich noch tuen kann.
Die Worte fließen sehr behände,
ohne Rücksicht, Halt und Ende.

Ob ich das will? - Werd nicht gefragt.
Ob mich das fordert oder plagt,
steht erst gar nicht zur Debatte.
Der innere Zwang gleicht einer Ratte.

Gefräßig, einfach unersättlich,
sich stets vermehrend - schaut nur, hätt ich,
diesen Zwang zum Schreiben nicht,
wär es nicht geschehen um mich.

Doch ob ich meine Augen schließe,
oder öffne - nun, es sprießen,
die Worte ohne jede Gnade.
Ich nenn's "heftig" - Ihr "die Gabe".

Ob ich auf den Pazifik schau,
auf das Meer, so herrlich blau,
oder nur im Geist versinke,
mir ist's, als ob ich drin ertrinke.

Ich dachte, ich sei klug gewesen.
Hier könnt Ihr nun mein Statement lesen:
Ich ließ - ich dacht, ich sei ein Fuchs,
Zuhaus den Kuli - mir zum Schutz.

Dachte leider nicht daran,
dass mein iPhone schreiben kann.
So fand mich dieser Zwang erneut.
Ich gebe zu - 's war nicht nur heut.

Wenn man viel Zeit, viel Muße spürt,
wenn die Ruhe dich verführt,
und das Wort nicht weiß wohin,
schreib ich ohne Halt und Sinn.

Egal ob Reime, ob Geschichte,
ob Pamphlete, ob Gedichte,
ob Grüße oder Nonsens nur,
es ist furchtbar - ist Tortur.

Das Meer - ich sitze am Balkon,
es merke es - es reizt mich schon.
Ich könnte ewig sitzenbleiben,
nichts weiter tun, als nur zu schreiben.

Ich liebe diese stillen Tage,
einfach herrlich, keine Frage.
Und wenn mich das zum Schreiben reizt,
so tue ich's - was soll der Geiz. 30.09.16
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Celebrity Solstice II

The time at Solstice has been great,
from early morning up to late,
no matter if the sun did shine,
the joy of living - it was mine.

So good the breakfast and the lunch,
the supper too - a lucky punch,
but now I notice - much of fear,
my newest weight - since I am hear.

So wonderful these days at sea,
we were feeling endless free.
We loved this time - with all it's joy,
a part of it - and never shy...

...to laugh with people, that we meet,
to ask for help, if we did need,
to play with them together cards.
We feel sorry, when we part.

From Carolina, USA,
Australia - it's good, yes, hey.
From Austria and Germany.
If people understand, they're free.

The islands, that we met, a dream.
It could be better? - No, it seems,
that this journey with my wife,
is a special part in life.

We saw Hawaii - Tahiti too.
Bora Bora, thanks, the crew,
for the wonders, all around,
for the feelings, we have found.

Will we do a cruise again?
It not to do, would be a shame.
The world is big - it's waiting still.
We come back - oh yes, we will.

Six days from now, we stay on board,
it's feeling good, oh yes, my Lord.
We are looking forward, well,
to every seamile - I will tell...

...at home from all this great great time,
this poem is yours, is mine,
with all the feelings - deep in me.
A little bit of poetry.

From Vancouver to Sydney we,
are on board - yes, I agree,
to everyone who says and mean:
Celebrity - the Cruises Queen. 01.10.16
__________________________________

Celebrity Solstice, Ocean View Café, A poem for the wonderful people there at Deck 14

The time at Solstice has been great,
from early morning up to late,
no matter if the sun did shine,
the joy of living - it was mine.

So good the breakfast and the lunch,
the supper too - a lucky punch,
but now I notice - much of fear,
my newest weight - since I am hear.

So wonderful these days at sea,
we were feeling endless free.
We loved this time - with all it's joy,
were part of it - and never shy...

...to laugh with people, that we meet,
to ask for help, if we did need,
to feel like home - up from the start.
We feel sorry, when we part.

So lovely people - every day,
at the Oceanview Café.
They served us every single days,
with friendly smilings on their face.

We love to greet you all around,
for all these feelings, we had found.
Every, every one - ...you all:
at Deck 14 - Thanks, we call.

The islands, that we met, a dream.
It could be better? - No, it seems,
that this journey with my wife,
is a special part in life.

We saw Hawaii - Tahiti too.
Bora Bora, thanks, the crew,
for the wonders, all around,
for the feelings, we have found.

Will we do a cruise again?
It not to do, would be a shame.
The world is big - it's waiting still.
We come back - oh yes, we will.

Two days from now, we stay on board,
it's feeling good, oh yes, my Lord.
We are looking forward, well,
to every seamile - I will tell...

...at home from all this great great time,
this poem is yours, is mine,
with all the feelings - deep in me.
A little bit of poetry.

From Vancouver to Sydney we,
are on board - yes, we agree,
to everyone who says and mean:
Celebrity - the Cruises Queen.  05.10.16
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Lesung auf der Solstice

Wie kommt's, dass ich die Hörer finde?
Wie kommt die Jungfrau wohl zum Kinde?
Wer gibt mir heut zum Lesen Chance?
Na, der Zufall! - Wer denn sonst?

Da sprach ich mit drei netten Damen,
erzählte, dass mein holder Namen,
verbunden mit drei Büchern sei.
Ich traute mich! - Ich war so frei.

Nun kommt es, dass der Schreiberling,
gleich lesen wird - dass ist ein Ding.
Aufgeregt? - Ein wenig schon.
Falls Ihr zuhört, wär's mein Lohn.

Der Weg hin nach Australien,
ganz ohne Repressalien,
zwingt Euch nun an diesen Platz.
Mir zu lauschen - Satz für Satz.

Da ich voller Worte bin,
mach dies Tun gewaltig Sinn.
Nimmt mir meinen Redestau.
Oh, das weiß ich ganz genau.

Ich erzähle aus dem Leben,
meines Zwerges - grad mal eben.
Freue mich - ich hab's gespürt,
dass mir dies nun heut passiert.

1, auch 2, auch 3 Kapitel,
vom Anfang an - und auch inmitten,
meines Buches, der Geschichte.
Ich bin erholt - in alter Frische.

Derweil dort draußen Wellen rauschen,
möcht ich mit nichts, mit niemand tauschen.
Ich lieb mein Leben, wie es ist.
Schön, wenn man das nicht vergisst.

Ich warte - bin schon in der Spur,
mit Ungeduld auf 14 Uhr.
Ich hoffe, dass es Euch gefällt,
in der von mir erdachten Welt.

Falls nicht, bewerft mich mit Tomaten.
Frische gibt's - ich kann's Euch raten,
auf Deck 14 - im Café.
Nehmt die reifen - sonst tut's weh.

Danke Euch für Eure Zeit.
Schön, dass Ihr gekommen seid.
Vielleicht habt Ihr ja Spaß daran.
Grämt Euch nicht - ich fang gleich an.

Über Euch ergeht der Reim,
danach... - da tauche ich nun ein,
in die Welt, die ich erfand.
Ich lege los - ich bin gespannt. 05.10.16
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Nachbetrachtung

Nun kommt sie klamm- und heimlich, leise,
fast zum Ende, unsere Reise.
Sie war ein Traum, so rundherum.
Ich schreib es auf - ich bleib nicht stumm.

Von Frankfurt nach New York geflogen,
mal eben in die Welt gezogen.
Der alte Mann mit grauem Haar,
und seine Frau - ja, ne, is klar.

Nach Vancouver und nach Hawaii,
Celebrity - wir war'n dabei.
Haben - das war wunderschön,
Bora Bora auch gesehen.

Doch eines tue ich nun kund:
Der absolute Höhepunkt,
war Bay of Islands - das gefällt,
Neuseelands tolle Inselwelt.

Wir hatten viele schöne Stunden,
neue Freunde hier gefunden.
Erholten uns beim Kartenspiel.
Tja, davon gab es reichlich viel.

Gut behütet - denn dabei,
war - wie gut - das FBI.
Dazu der Essener Fliesenleger,
mit seiner Liebsten - welch ein Feger.

Menschen, die aus Melbourne kommen,
haben uns so angenommen,
wie wir sind - nun, ich mit Bauch.
Tom und Ann - sie schließlich auch.

Aus Nürnberg - Gott, wer weiß woher,
sich zu erfreuen fällt nicht schwer,
mit lieben Menschen an der Seite,
auf der Reise in die Weite.

Nun geht die Schifffahrt schon zu Ende,
die Emotionen füllten Bände,
wenn... - und daran scheitert's dann,
ich sie schriebe... - irgendwann.

Sydney folgt noch, Singapur.
Der Rückflug lang - er wird Tortur.
Doch all jetzt die Erinnerung,
hält die Freude ewig jung.

Vorher all das Überlegen...
...dass wir reisten, war ein Segen.
Wir möchten diese Zeit nicht missen,
gern erneut die Segel hissen.

Die Welt ist groß - sie bietet viel,
auch irgendwann ein weiteres Ziel.
Diese Reise um die Welt. 06.10.16
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Wilmar & Rabinger

The last day and the Music starts.
Life it plays its best of cards.
Thank you for two hours, that,
we all the joy of singing had.

The last day - must tomorrow go,
this is life - oh yes, I know,
but easier it will not be,
to leave the wonders, that we see.

A great great time, it now will end,
we will go - we found new friends.
Wilmar, Rabinger, a joy.
I should sing - had been to shy.

When we now tomorrow go,
the memories will join us, oh.
Thanks for overwhelming time.
The joy of living - it is mine.  07.10.16
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Feuerwerk in Sydney

In Sydney gab's ein Feuerwerk,
"nur für uns" - nun, das verstärkt,
den Eindruck - hey, ich bin nicht blind:
Dass wir was Besonderes sind.

1.000 helle bunte Lichter,
machen die Erkenntnis dichter:
Diese Reise - gut zu sehn,
ist unbeschreiblich, wunderschön.

Schließlich wird noch da gewohnt,
wo Herr Batman lebt und thront:
In Gotham City - Grace, das Haus,
aus Marvel - schwarze Fledermaus.

Sydney - kleine, nette Gassen.
Wir darin - ist das zu fassen?
In der Gemeinschaft, toller Truppe.
Alles andere ist uns Schnuppe.

Wir legten bei der Oper an.
Ein toller Anblick, lieber Mann,
mit dem uns diese Riesenstadt,
gestern hier empfangen hat.

Dass das mit den Koffern - tja,
etwas sehr chaotisch war,
tut der Freude Abbruch kaum.
Es ist und bleibt ein wahrer Traum.

Eine nette Stadtrundfahrt,
geführt mit Kenntnis - und apart,
die uns die ersten Bilder zeigt.
Der Reisende, er staunt, er schweigt.

Am späteren Tag ging es per pedes,
auf die Tour - um alles, jedes,
zu sehen, was halt möglich ist,
in der gegebenen knappen Frist.

Dass die Füße etwas platt,
ist was, das man zu dulden hat.
Dass man abends etwas glüht...
liebe Freunde - das geschieht.

Danke, bei Euch sein zu können.
Das ist - na, ich will's so nennen:
Das Tüpfelchen auf unserem I.
Wir freuen - jetzt fragt nicht wie.

Noch liegen Tage, manche Stunden,
vor uns - frei und ungebunden.
Wir werden sie - so ist das eben,
gemeinsam nutzen - sie erleben.

Das Feuerwerk - ich denk, es war,
ein Ausdruck dessen, was ich sah:
Die Eindrücke, die ich erlebt,
nicht aus Wort... - aus Licht gewebt. 09.10.16
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My fair Lady

Gestern zeigt das Opernhaus,
uns seine Pracht - ich tickte aus,
und sprach zu meiner Frau, der Guten,
der Geldbestand - er müsse bluten.

In dieser fernen Metropole,
solle mich der Teufel holen,
wenn ich nicht versuche, ob,
ein Ticket übrig... - bin bekloppt.

In Sydney gab's das Musical,
"My fair Lady" - rasend schnell,
stürmte ich den Ticketstand.
Bin ich verrückt? - Nun ja, bekannt.

Doch als die Liebste mir's erlaubt,
lief ich fixer, als Ihr glaubt.
Drückte mir die Nase platt,
am Boxoffice der großen Stadt.

Die Dame, die am Schalter saß,
schaut mich groß an - ich denk, das war's...
Da sagt sie lächelnd, nett zu mir,
ein letztes Ticket hätt sie hier.

Ich schluckte - schaute kurz darauf,
mir war, als hätt ich sie gekauft,
die ganze Oper - ...dieser Preis,
war ganz immens - oh ja, ich weiß.

Doch die Liebste - bestes Stück,
lächelt brav - oh Gott, sie nickt,
und wenig später war das Haus,
am Sonntag vollends ausverkauft.

Die Freunde - Dank für Eure Gunst,
sprachen: "Christel bleibt bei uns."
So saß ich dann erwartungsfroh,
auf meinem Sitzplatz - bin halt so.

Das Stück begann - es war Genuss,
die Muse gab mir manchen Kuss,
auf das linke, rechte Ohr...
So jedenfalls kam es mir vor.

Tolle Stimmen, Bühnenbild,
mein Herz, es klopfte dort wie wild.
Und ich hatte - dürft's ruhig glauben,
mehrfach Pippi in den Augen.

Weiß nicht - und deshalb tut es weh,
ob wir die Stadt mal wiedersehen.
Doch der Besuch der Oper war,
ein Highlight - das ist mir nun klar.

Eliza sang - ich war dabei,
ich fühlte mich unendlich frei,
und habe nun am Reimen Spaß.
Sagt's frei heraus! - Sagt, wundert das? 10.10.16
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Air Singapore

Die Mädels von Air Singapore,
sind wirklich hübsch - wie sag ich's nur,
meiner Liebsten - sprich, der Frau,
dass ich schmachtend, heimlich schau?

Da merke ich, oh lieber Mann,
sie schaut mich giftig seitlich an.
Ich sinke ein, in meine Sitze,
spür, dass ich in Panik schwitze.

Ihr Blick geht bis zum Grund der Seele,
sie spricht, dass sie mir nun empfehle,
in jenen ganz besonderen Lagen,
die Maske - die zum Schlaf zu tragen.

Ich sage: "Schau nur, die Figuren!"
...sie zieht mir mit den Krallen Spuren,
ein Mal quer durch mein Gesicht,
und sagt dann "Freundchen, wag es nicht!

Du findest deine müden Glieder,
festgeschnallt am Flügel wieder,
dieser Boeing - dieses Jets.
Klingt das nicht gewaltig nett?

Ich schicke dich, um nachzudenken,
vor die Türe - werd's mir schenken,
noch ein weiteres Wort zu sprechen."
Sie spricht's mit süffisantem Lächeln.

Dann sagt sie noch, die anderen Männer,
seien sittsam - ...ich, ein Penner.
"Schaue dich nur prüfend um,
dann kennst du meinen Grund, warum...

...ich so furchtbar böse bin.
Anders macht es keinen Sinn.
Jetzt kannst du letztlich überlegen..."
Dass ich's durfte - war mein Segen.

Ich zog mir meine Maske über.
Das ist mir am Ende lieber,
als draußen vor die Tür zu müssen.
Ich wink Euch zu - mit schönen Grüßen.

Doch hier im warmen Raum zu bleiben,
über meine Ängste schreiben,
ist mir lieber - ganz, ganz ehrlich,
außerdem nicht so gefährlich.

Jetzt schau ich, ob mein General,
die Liebste - ach, mein Feldmarschall,
irgendwann noch schläft - vielleicht.
Dann zeig ich Mut - ich sag es Euch.

Ich werde auf mein Glück vertrauen,
hin und wieder sabbernd schauen.
Doch wenn sie's sieht - falls sie erwacht,
wird es für mich dunkle Nacht. 10.10.16
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Das war's

Die letzten Tage, letzten Stunden.
Selbst das Kurz-die-Welt-umrunden,
hat ein Ende - irgendwann.
Mensch, es fing doch grad erst an.

War's nicht gestern, als wir kamen?
Als wir uns die Koffer nahmen,
war das nicht am Tag zuvor?
Gebt mir Antwort - bin ganz Ohr.

Sechs Wochen flogen wie drei Tage.
Da machst du gar nichts, keine Frage.
Wenn etwas schön ist, fliegt die Zeit,
egal wie lang, egal wie weit.

Vorbei die kurzen Röcke, Hosen.
Zuhaus empfängt uns Herbstzeitlosen,
bald die Kühle, Wind und Regen.
Schimpft nicht - ich kann's nicht bewegen.

Kann nur von schönen Zeiten schreiben.
Dran erinnern - Spaß bereiten (?).
Die Momente wieder spüren,
sie mir kurz vor Augen führen.

Die Städte, die wir jüngst bereisten,
das Schiff, das meine Worte preisen,
die Inseln und das grüne Meer.
Den Anblick geb ich niemals her.

Das Tendern, Staunen und Relaxen,
das Essen, Schlemmen und das Texten.
Selbst meine Lesung auf dem Kahn,
hat mir richtig gut getan.

So viel Wasser unterm Kiel,
schifften wir von Ziel zu Ziel.
Oft im Großen - auch im Kleinen,
dann mit Segeln - will ich meinen.

Sahen Sydney und Manhattan,
Vancouver - so schöne Städte,
voller Leben - voller Reiz.
Es machte Spaß - was soll der Geiz.

Zuletzt gibt's nunmehr Singapur,
bis zur Nacht - bis um die Uhr.
Sorry, mir zu schwül, zu warm.
Irgendwie fehlt uns der Charme.

Wenn wir bald in den Airbus steigen,
zum letzten Mal die Hacken zeigen,
dann geht's in die Zuhaus-Gefilde.
Schon reichlich kühl - wir sind im Bilde.

Am Montag ruft der Schreibtisch mich,
mein Arbeitsplatz - mit aller Pflicht.
Doch manchmal denk ich dort zurück,
an das Erlebte - an das Glück. 11.10.16
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Kilogramm

Die Reise, sie war schön, war lang.
Was brachte sie? - 1 Kilogramm.
Weniger? - Das wär ein Graus.
Sah eh schon viel zu mager aus.

Nun gut, mal grad den Spaß bei Seite:
Was ich wirklich nicht bestreite,
ist der Punkt, es ist zu viel.
Ich setze mir - ein neues Ziel.

Es wird jetzt endlich abgenommen.
Der Hinweis, er ist angekommen.
Hungern ist die neue Pflicht.
Doch seid auch etwas stolz auf mich.

1 Kilo in so vielen Tagen,
ist fast gar nichts - sonst noch Fragen?
Hätt ich gegessen, wie ich wollt,
wären jetzt die Hüften voller Gold.

Ich habe mich zurückgehalten.
Bald ist alles neu, beim alten.
Doch heute - am rechten frühen Morgen,
machte mir der Schritt doch Sorgen.

Versetzt Euch mal in meine Lage.
Da stand sie vor mir - unsere Waage.
Sie sah mich lauernd, boshaft an.
Ich ging ein Stückchen näher ran.

Plötzlich sprach das freche Ding:
<<Bring's hinter dich - na los, nun schwing,
deinen Body - aus Astral,
auf meinen Sensor - mir egal.

Auch wenn die Elektronik schmerzt,
auch wenn es stolpert - ach, mein Herz,
dazu bin ich schließlich da.
Nun mach dich locker - hipp, hurra.>>

Ich schaute unsere Waage an.
Dass sie - neuestes - reden kann,
ist mir neu - doch soll's so sein.
Vielleicht ja, bild ich's mir nur ein.

Ich trat darauf - die Waage ächzt.
Ich hör ein Stöhnen - <<Mir ist schlecht!>>
Da brannte mir die Sicherung durch.
Unnütz schien mir ihre Furcht.

Ich kniff die Augen zu - ...sie auch.
Nun standen - beide - auf dem Schlauch.
Ich sprach: <<Wenn niemand schaut, na dann,
macht's keinen Sinn.>> - dann fing ich an.

Schob das erste Lid nach oben.
Das war Mut - Ihr dürft mich loben.
Und was ich sah? - Schaut zum Beginn:
1 Kilogramm - so nehm ich's hin. 14.10.16