Maßband

Ein Maßband bei der Bundeswehr.
Liegt weit zurück, doch fällt kaum schwer,
der Blick und die Erinnerung.
Damals war ich frisch und jung.

Davon ist leider, tja Ihr Lieben,
inzwischen nur das „und“ geblieben.
40 Jahre um die Uhren,
hinterließen deutlich Spuren.

Aus spannenlangem Hansel ward,
nudeldick und schwer in Fahrt,
der Henry, den Ihr heute kennt.
Irgendwann hab ich’s verpennt.

Ich habe Spaß an unserem Leben.
Liebe Freunde, das soll’s geben.
Und daher schaffte ich mir dann,
grad jetzt ein neues Maßband an.

Es zu reißen, abzuschneiden,
jeden Tag muss es nun leiden.
Tag für Tag, das ist halt so,
wird es schrumpfen - ich bin froh.

Haltet ein! Verrennt Euch nicht!
Ihr seht das Band im falschen Licht.
Es misst nicht - nein - mein Hüftengold.
Ich weiß nicht wirklich, was Ihr wollt.

Denn klingt es auch wie eine Sage,
es sind jetzt nunmehr nicht viel Tage,
die mir fürs Büro noch bleiben...
Man sollte niemals übertreiben.

Irgendwann ist es genug.
Mein General sagt, das sei klug.
Entschieden hat Frau Feldmarschall,
im Keller sei... - ganz klarer Fall...

....ab Juli nunmehr - hab’s gerafft,
demnächst mein steter Platz, die Haft,
auch am Tage hier im Haus.
Was mach ich bloß? - Wie komm ich raus?

Das Band, es wird ganz schnelle schwinden.
Kann ich’s wirklich wohl verwinden?
Heißt das, dass ich schreiben muss?
Noch und nöcher...? - Hätt schon Lust.

Irgendwie, so ist das eben,
geht neue Pfade unser Leben.
Ein neues Feld, ein nächster Schritt.
Ich freu mich drauf, ich geh ihn mit.

Das Maßband, grad noch groß und mächtig,
wird sich verringern - klingt das prächtig?
Ein greiser Mann geht seinen Weg.
Die Feder wird beiseit gelegt.    01.12.17
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Herbstlich

Herbstlich ist es längst geworden.
Ein kühler Wind zieht heut von Norden,
kündet an - ist uns nicht fremd:
Bald schon wieder heißt's Advent.

Kaum mehr Blätter an den Bäumen..
Geschmückt bereits im Haus die Räume.
Heimelig vertrautes Licht...
Ich mag das sehr - Ihr etwa nicht?

Ein Hang jetzt zur Gemütlichkeit.
Eine wundervolle Zeit.
Etwas Lesen, etwas Schreiben.
Nichts forcieren, übertreiben.

Heut Morgen mit den Freunden treffen,
Labern, Kaffee, etwas essen.
Den Sonntag einfach anzunehmen,
wie er kommt - muss ich mich schämen?

Ein wenig träumen, bloß nicht grübeln.
Das wär die Wurzel aller Übeln.
Die Lesung gestern war nicht so,
wie ich's erträumt - bin dennoch froh.

Wenn ich in der Geschichte bin,
lese vor, so macht das Sinn.
Egal, wer kommt, ich bin so frei,
mit Herzen und Verstand dabei.

Das nächste Mal wird spürbar besser.
Dieses Mal war's kaum ein Messer,
des Grades, wem es wohl gefällt.
Vertraute und versponnene Welt.

Erleuchtet heut mein zweites "Zimmer".
Flutlichtmasten, wie auch immer.
Mit dem letzten Aufgebot.
Der FC in großer Not.

Und dennoch ist die Stimmung da.
Vielleicht wird heut ein Träumchen wahr:
Ein Heimsieg gegen Herthas Mannen,
ohne neue Risse, Schrammen.

Das ist die Zeit - so ist das eben,
in der die Wunder, Träume leben.
Und falls mein Ansatz kindisch ist,
so juckt's mich nicht - dass Ihr's nur wisst.

Nächste Wochen, auf die Schnellen,
gilt's die Weichen nun zu stellen,
auf das, was '18 kommen mag.
Klingt's auch im Moment gewagt.

Neue Bücher und Geschichten,
neue Dinge, zu berichten.
Es ist Herbst - schon bald Advent.
Dezember wird's, die Zeit, sie rennt.  26.11.17
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November 2017

November ist es grad geworden.
Kühl ist es – doch mir den Orden,
weil, was mir die Stimmung hebt,
ich die Nacht grad überlebt.

Der Hals, er kratzt – ist´s Männergrippe?
Ich fühle mich kurz vor der Klippe,
an der es nunmehr abwärts geht,
Für Hilfe war es fast zu spät.

Husten und die Nase rinnt.
Meine Frau, sie spricht: „Der spinnt!“
Doch sammle ich dank Wissenschaft,
gerade nun die letzte Kraft.

Selbst die Freundin in der Eifel,
hegt an meinem Zustand Zweifel.
Selbst die Freundin, die aus Bayern,
schmunzelt nur – Mein Gott, Mensch Maier.

So gab man mir den Rat, zu schreiben.
Die Geschichte vorwärts treiben.
Das ließe mich spontan gesunden…
Ich vernahm die frohe Kunde.

Doch denk ich mir, nun hintendrein:
Wie kann man nur so süchtig sein?
Man sagt mir, dass ich schreiben soll,
und zwar für mich – das wäre toll.

Doch wie ist es in Wirklichkeit?
Die Freundin, sie sitzt schon bereit,
am Computer, am PC,
und wartet emsig – das tut weh.

Die Kapitel – …so, na Klasse,
die ich leidend hier verfasse,
dienen nicht allein nur mir,
sondern erste Linie – ihr!

Da sie sie zur Probe liest.
Mein lieber Gott, wie ist das fies.
Scheinbar denkt sie, dass die Grippe,
ich nicht übersteh – na, bitte.

So soll ich schreiben – auf die Schnelle.
Was man hat, auf alle Fälle,
das hat man – niemand nimmt´s mehr weg.
Das ist es, was sie bezweckt.

Band VI, er schreitet stets voran.
Dass ich das trotz Erkältung kann,
scheint mir einem Wunder gleich.
Mein Kopf so leer, die Knie so weich.

November, graue Jahreszeit,
der nächste Frühling ist noch weit.
Auch wenn grad heut die Sonne scheint,
hab ich mein Leid spontan gereimt.  01.11.17
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Es gruselt mich

Mit noch leicht verschlafenem Blick,
wandele ich das kurze Stück,
von der Küche Richtung Flur.
Dem neuen Morgen auf der Spur.

Die Morgenwäsche ist getan,
geputzt sind das Gesicht, der Zahn…
Natürlich meine ich die Zähne.
Nur dass ich´s hier kurz erwähne.

Die Brille dabei abzulegen,
ist gewiss ein großer Segen.
Wer will schon schauen – spontan erwischt,
das bloße Grauen – nämlich mich.

Wie gesagt, mit frohem Sinn,
ging ich pfeifend vor mich hin.
Grüße kurz den fremden Mann,
gleich neben mir – so fing es an…

Ein fremder Mann? – Ich hab gestutzt.
2, 3-mal… - hat nichts genutzt.
Ich blieb stehen, ich hab geschaut.
Da packte mich die Gänsehaut.

Grad vor mir blinzelt ER gar kläglich,
winkt mir zu – wir sehen uns täglich.
Gibt mir Zeichen – großer Gott,
er sei ich! – Da reißt´s mich fort.

Ich ruf die Liebste: <<Was ist DAS?
Bitte sehr, das ist kein Spaß!>>
Da lächelt sie – was seltsam schien,
und meint nur, bald sei´s Halloween.

Der Spiegel, den sie aufgehängt,
sei für mich – halt ein Geschenk.
Auf dass ich mich gewöhnen soll,
an solchen Anblick – Klasse, toll!

Nicht mehr viele Nächte hin,
bis Halloween – da gäb das Sinn.
Um mich selber – 1, 2, 3,
abzuhärten – nebenbei.

Was andere ertragen müssen:
Mein steter Anblick, Kopf zu´n Füßen,
das sei ganz wichtig, zu ertragen,
auch für mich – mir kneift´s im Magen.

Sorgsam senke ich den Blick,
schaue besser nicht zurück.
Mich gruselt es – mein lieber Schwan.
Was hab ich Euch nur angetan.

An Halloween, auf alle Fälle,
verstecke ich mich tief im Keller.
Auf dass ich Euch – auch mir bewusst,
nicht allzu sehr erschrecken muss.    27.10.17
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Weltuntergang 2017

Gerade hab ich es gelesen.
Tut mir leid, das ist´s gewesen.
Heute fängt das Ende an.
Heut trifft uns der Untergang.

Ich räume meinen Schreibtisch auf.
Ein letzter Kaffee – schau hinauf…
Nun gut, es ist noch nicht sehr spät.
Der Meteor ward nicht erspäht.

Ein Meteor, der uns heut trifft?
Für den Erfolg wär´s pures Gift.
Oskar, der grad Einzug hält,
wär Geschichte – samt der Welt.

Ein letztes Mahl, die letzte Speise.
Hagelt es mir jetzt Verweise,
sofern ich meinen Schreibtisch räume?
Lasst mir bitte meine Träume.

Hab ich Urlaub einzureichen?
Ich fühle mich, ganz sondergleichen,
verwirrt, gar orientierungslos.
Meine Ängste, sie sind groß.

Laufend schiele ich nach draußen,
noch ist alles ruhig, dort außen.
Der Himmel grau – …mein Gott, bedeckt.
Die freie Sicht ist plötzlich weg.

Ich versteck zur Vorsicht mich,
schon mal bibbernd unterm Tisch.
Nehme mir im ersten Schritt,
die Tastatur des Rechners mit.

Solang ich noch am Leben bleibe,
schadet´s nicht, wenn ich was schreibe.
Auch wenn´s vielleicht nach heut, dem Tag,
nie mehr jemand liest, noch mag.

Und kommt vielleicht mein Chef herein,
fragt mich: <<Sag, was soll das sein?>>
So erklär ich selbstbewusst,
dass ich alles glauben muss…

…das ich find im Internet.
Besser bliebe ich im Bett,
zöge mir, so kommt´s mir vor,
das Plumeau über Aug und Ohr.

Ich lausche still, ich lausche heimlich,
bin dem Grunde nach nicht kleinlich,
doch in solchem ernsten Falle,
gebrauch ich meine Sinne – alle!

Oktober, 5, der Untergang.
Heute fängt das Ende an.
Und falls es doch der 6. wird…
…nun gut, so hat man sich geirrt.   05.10.17
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Traditionen

Nicht mit Traditionen brechen.
Meiner Frau zu widersprechen,
das geht gar nicht – wie ich bin,
nehm ich´s notgedrungen hin.

Bin folgsam, liege auf der Lauer.
Durch Schaden wird man eben schlauer.
Ich widersprach dereinst einmal,
da gab es Saures… - ach, egal.

Ob´s vielleicht nur mir so geht?
Es zu ändern? – Viel zu spät.
Die gewisse Hörigkeit,
schlich sich schon ein – zu lang die Zeit.

Selbst im Kleinen ist mir klar:
Diese Frau ist immer nah.
Selbst wenn sie mal nicht nahe weilt,
das Schicksal mich trotzdem ereilt.

Ein Beispiel? – Soll ich´s Euch benennen?
Ihr sollt Frau General erkennen.
Wissen, wie ich – nicht bewusst,
dennoch stetig folgen muss.

Regel 1 – ich darf nicht meckern!
Zweitens MUSS ich mich bekleckern,
womit wir, emsig wie der Wind,
gerade schon beim Thema sind.

Weil´s tief mir im Bewusstsein liegt,
ist´s so, dass die Gewissheit siegt:
Ich weiß, ich MUSS, kein Unterlass.
Was soll ich tun? – Klingt es auch krass.

Ohne Flecken auf dem Hemd,
sei der Appetit gehemmt.
So meint sie, wär der Anschein halt.
Mich lässt die Forderung nicht kalt.

Ich tue, was mir aufgetragen,
kleckere in allen Lagen,
selbst wenn ich das – ganz ehrlich, still,
im Grunde gar nicht wirklich will.

Fett und Soßen auf der Brust.
Irgendwo wird mir bewusst,
dass ich gar nicht anders kann…
Ich frage Euch – sieht man mir´s an?

Sie musste ja – ich steh im Regen,
mir solches „in die Wiege legen“.
Ich wollt es nicht, doch hab es nun.
Was bitte also soll ich tun?

Die Traditionen sind halt so.
Irgendwie und irgendwo,
füge ich mich jammernd, kläglich.
Kleckern kann und muss ich täglich.  05.09.17
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Tag der Currywurst

Heut ist der Tag der Currywurst.
Etwas, das man wissen muss?
Gesteht mir zu, dass ich sie li-ke,
im Hürth-Park oder auch bei Heike.

Rote Pracht, mal süß, mal scharf.
Extra Würze bei Bedarf.
Auf dass es – Gott, mir ist´s nicht fremd,
im Ernstfall gar gleich zweimal brennt…

Herta Heuwer, laut Legende,
war es, die dereinst am Ende,
diese Pracht ins Leben rief.
Ohne Siegel, doch mit Brief.

Charlottenburg – Experiment.
Berlin, die Stadt, die man gut kennt,
erhebt für sich – das ist nicht schlecht,
die Erfindung – gutes Recht.

Egal, ob dort, ob Ruhrgebiet,
gut, dass es das Schmausen gibt.
Curry, Chili, Paprika,
das schmeckt perfekt – hipp, hipp, hurra.

Ob mit Pommes, ob mit Brot,
selbst in pur bei größter Not,
egal, es macht die Currywurst,
oftmals halt die größte Lust.

Selbst in Duisburgs Stadion,
ich sing noch heut ein Lied davon,
da war die Wurst – glaubt´s, glaubt es nicht,
so wie dies hier – ein Gedicht.

Zweimal stellten wir uns an,
mein Weib und ich – wer kann, der kann.
Wie viel davon auf mich getropft…?
Hab´s ehrlich nicht mehr frisch im Kopf.

Wahrscheinlich, denk ich, zierten mich,
rote Sprenkel – mein Gesicht,
übersät, so wie mein Hemd.
Einfach so, wie man mich kennt.

Ich hab – und das ist für die Katz,
nicht ständig einen Schlabberlatz,
den ich mit am Manne führ.
Da ich wohl diesen Zwang nicht spür.

So ziert die Currywurst sehr gerne,
gar mein Antlitz – mir liegt´s ferne,
etwas – na, was sagt Ihr nun,
dagegen hilfreich hier zu tun.

So ehre ich heut ganz bewusst,
die leckere, gute Currywurst.
Auf dass sie nebenbei mir stillt,
meinen Hunger – rein und wild.  04.09.17
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Personifiziert

Obwohl, wie Ihr ja sicher wisst,
meine Frau "Das Böse" ist...
Das Böse, nämlich in Person,
bin ich fleißig - morgens schon.

Hab mir den Wecker früh gestellt,
war mit Luni schon im Feld,
hab gespült, geräumt, gewischt.
Den Schweiß des Wirkens im Gesicht.

Ihr sagt mir, Gott, das sei nun krass?
Warum nur, bitte tu ich das?
Ich, der keinen Lohn bekomm...
Was hab ich schließlich denn davon.

Nun ja, ganz frei aus meinem Bauch:
Ich darf nach London - Belgrad auch.
Sie meint, das Taschengeld, es sei,
schließlich meins... - das ist mir neu.

Hätt ich alles aufgeräumt,
darf ich mit - hab ich's geträumt?
Selbst den Strohsack - den im Keller,
gab's neu gefüllt - für mich wird's heller.

Ich soll sogar nach London fliegen.
An ihr tät's sicherlich nicht liegen.
Im Frachtraum gäb's, das meint sie so,
ein freies Plätzchen - ich bin froh.

Misstrauisch hab ich geschaut.
Unwohl war's mir in der Haut.
Ich spürte - ja, ich ahnte es:
Es schwebt das Schwert des Damokles.

So kam es, wie es kommen muss.
Sie warf sich fordernd in die Brust,
und meinte dann - im ersten Schritt:
<<Nach London - hey, da will ich mit.>>

Ich zählte durch mein Taschengeld,
sah ein, dass es den Plan nicht hält.
Daher hab ich am Sonntag nun,
Haushaltsdienst - was soll ich tun?

Muss mir den FC verdienen,
durch solch Aktion, auf solchen Schienen.
Ein Nein? - Ich glaube fest an mich,
akzeptiert die Seele nicht.

Ich bin im Herzen rot und weiß.
Ein großer Fan der kölschen Geiß.
25 Jahre lang,
hab ich gewartet - nun fängt's an.

Europa ruft - es wurde Zeit.
Da ist's nun eine Kleinigkeit,
den Sonntag emsig zu verschenken...
Stets an die Belohnung denken.    03.09.17
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Zum Alten Brauhaus – Der Eventhof

Ein Brauhaus, nicht zu laut, nicht still,
schön gelegen, ein Idyll,
mit Fachwerk, Grün, Geselligkeit…
Wundervoll verbrachte Zeit.

Kreuzweingarten, ein Eifel-Ort.
Besuch hat Wert, darauf mein Wort,
vielleicht sogar – der Grad ist schmal,
wie bei uns, ein zweites Mal.

Selbstgebrautes Bier, das schmeckt,
wir sind einfach hin und weg.
Exzellente, gute Küche,
ich schnuppere die Wohlgerüche.

Ein Zufall war´s – so habt gut Acht,
der uns zuletzt hierhergebracht.
Heute fiel mit Freunden uns,
der Weg nicht schwer – war keine Kunst.

Wir schwärmten ihnen etwas vor,
zuerst alleine, dann im Chor,
dass man uns begleiten soll.
Sie folgten uns – und das ist toll.

Bier gebraut in Kupferkesseln,
Traditionen, die uns fesseln.
Nur leider spricht mein Führerschein:
Nur eines bitte… – willst du heim.

Doch auch der leckere Apfelsaft,
löscht den Durst – nun ja, er schafft,
dass wir uns einfach wohlgefühlt.
Das ist es, wie das Leben spielt.

Gut gesättigt heimgefahren,
mit Lob gilt es hier nicht zu sparen.
Wir nahmen dann, im ersten Schritt,
ein Kärtchen vom Eventhof mit.

Drauf las ich, dass man lesen kann,
hier am Orte, dann und wann.
Solche Kunde macht mich froh,
ich lese gerne – sowieso.

Demnächst erscheint, nicht nur Versuch,
„Oskar“ – erstes Kinderbuch.
Wenn ich daraus mal lesen darf,
ganz ehrlich – hey, das wäre scharf.

Betonung in die Worte legen,
Kinderaugen, welch ein Segen,
die dann glänzen – das wär schön.
Wie es kommt? – Man wird es sehn.

Heut Abend die Genüsse zählen,
ich nehm die Karte, um zu wählen,
was uns mundet, was uns schmeckt.
Bin im Vorfeld hin und weg.  04.08.17
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Genetisch verändert

Ich bin heut Morgen aufgewacht,
nach einer gut geschlafenen Nacht.
Wusch mich, zog die Socken an…
…und merk verblüfft, dass ich´s nicht kann.

Ich nahm die Socken, nicht zu glauben,
hielt sie nah vor meine Augen,
da ich – so nehmt es einfach hin,
blind wie mancher Maulwurf bin.

Ich kniff das eine Auge zu,
dann das andere – welch ein Clou,
als ich merkte – Elend, mein,
eines sollte offen sein.

Ich hab die Socken, ungelogen,
lange in Betracht gezogen.
Doch fand ich nichts, das mich hier stört,
das dort vielleicht nicht hingehört.

Ich zählte 1 plus 2 zusammen,
dachte mir, dass solche Pannen,
gut zu untersuchen sind.
Nur wer pfiffig, der gewinnt.

Wenn´s also nicht die Socken waren,
die den Mann mit grauen Haaren,
hindern beim Bekleidungsstress,
so sind´s die Füße, stellt ich fest.

Frau Hund sah mich, den alten Mann,
schon scheel aus ihrem Körbchen an.
Schnaufte, hat sich wohl gedacht,
weshalb der Herr den Aufstand macht.

Ich befasste meine Füße,
bestellte mit den Fingern Grüße,
die ich nicht sehe – Kurzsicht, auch,
Dank der Wölbung meines Bauchs.

Da hab ich das Problem erkannt.
Unter meiner tastend Hand,
spür ich die Schwimmhaut – gar nicht schön,
zwischen meinen stolzen Zehen.

Zu viel Nass, und zu viel Regen,
da verändert sich beim Segen,
die Genetik ganz enorm.
Bringt über Nacht die neue Form.

Kein Wunder, dass der Strumpf nicht passt,
nicht im Ansatz – nicht mal fasst.
Oh, mein Gott, die falschen Schienen,
nicht mehr lang, und ich trag Kiemen.

Die Natur – Gott – sie verdreht mich,
bis ich schließlich dann genetisch,
zum Tierkreiszeichen, das ich bin,
zum Fisch bald werde – macht das Sinn?   25.07.17
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Storck Riesen

So wird´s einst enden, meine Güte,
die Kollegin macht die Tüte,
mit den süßen Sachen auf.
Da nimmt das Unheil seinen Lauf.

Vorn im Büro, der große Teller,
jeder rennt – nur, wer ist schneller?
Dass ich erneut gewinnen muss,
ist ungerecht – ich komm zum Schluss…

…dass es Hüfte mir nicht dankt,
wenn erneut mein Ego wankt.
Ich wollte doch stets standhaft sein.
Nun greife ich mit Inbrunst rein.

Es sind von Storck die leckeren Riesen,
die mir meinen Tag versüßen.
Ich sage kritisch: „Nur noch eines…“
Ich sag es deutlich und ich mein es.

Der Geist ist willig, aber, ach,
das Fleisch erneut entsetzlich schwach.
Ich laufe pfeifend durch den Flur.
Wohin führt denn mein Weg wohl nur?

Ich möchte, will es nicht bestreiten,
den Gang vorbei am Raume leiten,
in welchem das Bonbon leis stöhnt:
„Komm herein, du wirst verwöhnt.

Schau nur die Schokoladenflanken.
Beiß hinein, du wirst mir danken.
Spür den Geschmack in deinem Mund.
Ich bin lecker, frisch, gesund.“

Ich merke nicht, ich gebe zu:
Der Teufel in mir – echt, der Clou,
versucht erneut, mich zu verführen.
Ach, würde ich sein Tun doch spüren.

Denn erneut – so soll´s wohl sein,
fall ich auf sein Gesülze rein.
Ein Griff, ganz schnell, und stekum auch,
schon ist´s Bonbon in meinem Bauch.

Ich schnalze ganz verzückt die Zunge,
diese Riesen sind gelungen,
Verführen sie mich auch mit Macht,
so ist es doch mein Herz, das lacht.

Drum musste ich ein Loblied reimen.
Der Herr, er gibt´s im Schlaf den Seinen,
und mir halt einfach um die Uhr,
gerne an der Tastatur.

Zumindest hat´s mich abgelenkt,
wenn man nicht an die Riesen denkt,
dann… - mein Gott, erneut erwischt.
Oh Freunde, bitte rettet mich.     24.07.17
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Frisch geduscht

Eben kurz durchs Feld gehuscht,
schon fühl ich mich wie frisch geduscht.
Frau Hund, die auf ihr Recht besteht,
gab uns den Anlass - Ihr versteht.

Jetzt läuft der Saft mir aus den Poren,
Rücken, Stirn, ja selbst die Ohren,
sind von frischem Salz bedeckt.
Ich öle grad - und zwar wie jeck.

Statt des frühen Morgens Kühle,
herrscht nun allumfasste Schwüle.
Es geht kein Wind, der diese hemmt,
Feuchtigkeit bei 10 Prozent...

So schaut jetzt bitte nicht verwundert.
Ich meine 10 entfernt von 100.
Doch damit das Reimmaß passt,
nehm ich Rücksicht - oder fast.

Die Liebste wringt mir, grad Zuhaus,
das Hemd mit starken Händen aus.
Schaut dabei auf meinen Hals,
und ich weiß, beim Frech-Sein knallt's.

Ihr Blick, so glaubt es, oder nicht,
der von "Übe Vorsicht" spricht,
lässt mich ganz, ganz klein zurück.
Doch ich bin brav - das ist mein Glück.

Sie presst, sie wringt den Eimer voll.
Mein Schlickes, er verkrampft - na toll.
Ich verstehe dieses Zeichen:
Diese Frau geht über Leichen.

Sie weist mir die akute Schwüle,
samt einem ganz bestimmten Ziele.
Auf dass ich tu nicht übern Tag,
was sie nicht will, was sie nicht mag.

1, 2 kleine Eigenarten,
habe wohl auch ich - sie sparte,
leider mit dem Hinweis nicht,
auf das nahend "Strafgericht".

Nichts Schlimmes, macht Euch keine Sorgen,
doch schimpfte sie mit mir heut Morgen.
Versteht nicht die Gedanken, Nöte,
spricht davon, dass sie mich töte.

Bitte nicht vorm Herbst vollziehen.
Lass erst die schwüle Luft entfliehen.
Ich schabe momentan, derweil,
das Salz vom Körper, Teil für Teil.

Zwar bin ich Fisch - vom Sternkreiszeichen,
doch soll's fürs Horoskop nur reichen.
Auf Fisch im Salz, selbst auf der Brust,
hab ich wirklich keine Lust.    22.07.17
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Mit ohne

Ich hab nicht lange nachgedacht,
öffnete spontan das Dach,
des Cabrios und fuhr mit ohne.
Interessiert´s Euch? – Nicht die Bohne.

Die Sonne schien, es juckt das Fell.
Der Himmel strahlend blau und hell.
Es schien schon heftig heiß die Sonne.
Ich strahlte mit ihr – welche Wonne.

„You win again“ im Radio.
Laut aufgedreht, denn das macht froh.
Der Fahrtwind streift mir durchs Gesicht.
Bin ich verschämt? – Wohl eher nicht.

Ich dachte mir, das könnt´s jetzt sein.
Eine Spritztour an den Rhein.
Irgendwo die Schiffe schauen,
bei einem Eis – das wär mein Traum.

Den lieben Gott – klingt das nicht klasse,
einen guten Mann sein lassen.
Dazu den Chef noch nebenbei…
Ja, ja, mein Frank – yes well, verzeih.

Gefangen in dem Traum, dem Wahne,
schaute ich auf meinen Planer.
Heute… - Mensch, klingt das nicht prima,
ziemlich leer – ist gut fürs Klima.

Ich fuhr, ich sah die Leute lachen.
Was ein paar Sonnenstrahlen machen,
das sah ich – gute Laune pur.
Für die Seele eine Kur.

Doch dann erschien, wie leider immer,
der erhobene Zeigefinger.
„Denk an die Arbeit, die Moral“.
Solcher Ausspruch wirkt fatal.

Statt bei den Mädels unserer Steuern,
mir bekannt und lieb und teuer,
Richtung Köln am Rhein zu biegen,
begann ich selbst, mich zu besiegen.

Fuhr zurück zum Schreibtisch hin,
das macht irgendwo auch Sinn,
weil ansonsten übern Tag,
mein Gewissen beißt, mich plagt.

Das Dach ist wieder brav geschlossen,
der Motor, die wilden Rosse,
schlafen wieder – so soll´s sein.
Nix war´s mit der Tour zum Rhein.

Aber davon leichthin träumen,
darf ich dennoch, will´s mir scheinen.
Irgendwann wird´s dann gemacht,
mit der Liebsten - ohne Dach.   19.07.17
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Die pure Ungeduld

Da ich kaum geduldig bin,
macht Warten überhaupt nicht Sinn.
Mir ward Geduld nicht angeboren…
Hab ich´s unterwegs verloren?

Immer wenn ich warten muss,
wächst in mir ganz schnell Verdruss.
Was morgen, nächsten Monat kommt,
das ist mir lieber jetzt und prompt.

Mir fehlt wohl zur Geduld die Reife,
bin zurzeit in einer Schleife,
in der – auch wenn ich das nicht will,
eins das andere jagt – welch Müll.

Bin zum Warten nicht berufen.
Die, die die Geduld einst schufen,
vergaßen mich – so ist´s – dabei.
Das weiß ich längst, das ist nicht neu.

Ich warte, kratz an den Tapeten,
auf „Oskar“ – da hilft auch kein Beten.
Ich hab zu warten, sei es drum.
Doch kann ich´s nicht – ich stell mich dumm.

Wart auf den Pokal, das Losen.
Will nach Europa, zu famosen,
Stadien – ich weiß nicht wo.
Ich gräme mich, das ist halt so.

Warte – ich kann´s auch beweisen,
auf Dänemark, die nächsten Reisen.
Auf Konzerte, dies und das.
Warten ist ganz einfach krass.

Auf Feierabend, auf Termine.
Ständig ist´s dieselbe Schiene.
Den nächsten Einfall – den Versuch,
und die Idee fürs nächste Buch.

Auf kühles, dann auf warmes Wetter,
auf was auch immer – doesn´t matter.
Wär das Warten wohl auch Pflicht…,
tut´s mir leid – ich kann es nicht.

Auf den Gewinn, sag mal, im Lotto,
auf leckere Speisen, ein Risotto,
Vielleicht dereinst gar auf die Rente.
Dann hab ich Zeit für die Talente.

Bis dahin feile ich daran,
dass ich´s vielleicht noch lernen kann.
Mit 90 – meine Brust ist breit,
bin ich endlich dann soweit.

Ich bin das Beispiel, selber schuld,
für die pure Ungeduld.
Ein elend Mängel-Exemplar,
perfekt „geschult“ mit grauem Haar.  18.07.17
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Antriebslos

Wo ist denn bloß mein Antrieb hin?
Dass ich schon 62 bin,
ist das der Grund? – Das wird was geben.
Ihr werdet es dereinst erleben.

Gerade gegen 14 Uhr,
berührt mein Kopf die Tastatur.
Unsanft, als er plötzlich fällt.
Haltlos – ich hab´s festgestellt.

Es weckte mich das Telefon,
nach drei bis vier Minuten schon.
Elend klingelt´s mir ins Ohr.
Es kam mir furchtbar nervend vor.

Mein Chef röhrt grimmig in der Leitung:
<<Mein Freund, sag, liest du grad die Zeitung?
Auf jeden Fall, du Strolch, du Wicht,
bei der Arbeit bist du nicht.>>

Ich spüre, wie´s mir wärmer wird,
am Hintern… - gut, dass er sich irrt.
Er taugt nicht viel als Detektiv,
erkannte nicht, dass ich grad schlief.

Ich gähnte laut, hab mich gereckt,
dachte, das Gespräch sei weg,
da höre ich – sonor wie immer,
seine altvertraute Stimme.

<<Reiß dich zusammen und gestehe,
auch wenn ich dich jetzt grad nicht sehe,
bemerke ich – das sei dir peinlich,
etwas wird mir grad verheimlicht.>>

Mein Herz schlägt heftig, galoppiert,
mein Aufatmen war sehr verfrüht.
Ich hab den Chef, das weiß ich jetzt,
ohje, ganz heftig unterschätzt.

Ich sank vorm Schreibtisch auf die Knie.
Voller Angst – fragt nur nicht wie.
Ich beichtete dem großen Mann,
mein Vergehen – endlich dann…

…erteilte er – mir kam´s gelegen,
Absolution und mir den Segen.
Sprach, bei alten Menschen sei,
er gnädig – gab mir schließlich frei.

Warnte nur: <<Zerstör mir nicht,
die Tastatur – oh, mäßige dich.
Was du defekt machst per Gewalt,
das spürst du deutlich am Gehalt.>>

Seitdem, da ich gerissen bin,
lege ich beim Schlaf mich hin.
Unterm Schreibtisch träum ich dort,
mich weit fort – zum schöneren Ort.   17.07.17
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Verwirrung

Dieser Sonntag, er wird irre.
Ich weiß seit heut, dass ich verwirre.
Was für Euch nichts Neues ist,
erschreckt mich arg - dass Ihr's nur wisst.

Wie kann ich wohl - so muss ich's sehen,
morgen an den Schreibtisch gehen?
Die Gedanken zeigen Schrammen,
hab sie nicht mehr ganz zusammen.

Sollte ich Entscheidung treffen,
muss man diese fix vergessen.
Oder auf die Probe stellen?
Was ich tat, schlägt nunmehr Wellen.

Alles wird mit einem Mal,
völlig trübe, mehr als schal.
Auch wenn's vielleicht - ich glaub's sogar,
einfach nur ein Zufall war.

Ich suchte gestern - meine Güte,
verzweifelt unsere Käsetüte.
Mit leckerem Beemster gut gefüllt,
ich suchte weit, ich suchte wild.

Heute Morgen, Schwestern, Brüder,
fand ich unseren Käse wieder.
Im Kühlschrank, samt den Brötchen gar,
gut vereint - na, alles klar.

Jetzt sind die Brötchen gut gekühlt.
Das zeigt mir, wie das Leben spielt.
Nicht dass Ihr weiter auf mich baut,
dass Ihr mir etwas anvertraut.

Find ich morgen, Gott bewahre,
dass ich mir diesen Anblick spare,
Frau Hundes bestes Hundefutter,
im Behältnis mit der Butter?

Die feine Wurst, ganz nebenbei,
im Tiefkühlfach - wie es auch sei.
Das Handy und das iPad auch,
im Wäschefach - wo man's nicht braucht.

Meine gute Dauerkarte,
für die ich meine Kröten sparte,
im Hause - Bock, ich weiß nicht wo.
Ich bin verängstigt - irgendwo.

Vielleicht war ich nur abgelenkt,
ja, ja, mag sein - und ja, geschenkt.
Doch schau ich's mir sehr zweifelnd an,
ich armes Hascherl, armer Mann.

Am Ende nun, im Augenblick,
ist alles prima - welch ein Glück.
Der Käse, der im Kühlschrank ruht,
nicht bei den Broten... - alles gut.    16.07.17
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Sommerferien 2017

Die Liebste schaut mich an die Tage:
<<Ich hätte da mal jrad ne Frage.
Mein lieber und geplagter Mann,
wann fangen hier die Ferien an?>>

Ich stutze ein- bis zweimal kläglich.
Bekommt man, so wie ich, fast täglich,
Saures, ist man sehr erpicht,
sich zu besinnen… - etwa nicht?

Ich nahm mir allen Grips zusammen,
sah die Felle, die mir schwammen,
und meinte drauf mit Vorsicht dann:
<<Sieh mich doch mal richtig an.

Das Haar ist grau – das Kreuz gebeugt,
der Kalender in mir schweigt,
schon lange, denn die Ferienzeit,
unserer Kinder, sie liegt weit.

Wann es nunmehr Ferien gibt,
weiß ich nicht mehr – wie man sieht,
bin ich nicht mehr Up to Date.
Das Rad der Zeit – schau, wie´s sich dreht.>>

Ich dachte nach, erinnere mich,
an Ferien bei Sonnenlicht.
Am Strand, den Sand, an Dänemark.
Boah, war diese Zeit nicht stark?

An Taschen, Kisten voll Romanen.
Statt Kleidung Bücher – lässt Euch ahnen:
Ich legte Wert – an jedem Ort,
stets auf das gedruckte Wort.

Verzog mich emsig in die Dünen,
die mich riefen, die mir schienen,
als warteten sie fast nur darauf,
zu locken mich im Jahreslauf.

Heut – so 2 bis 5 Jahr später,
werde ich nun zum Verräter.
Hak den Sommer einfach ab,
weil man ja den Oktober hat.

Die einen zieht´s mit aller Wonne,
in den Süden, in die Sonne.
Mich lockt der Norden allemal.
Jeder wie er will - …egal.

Die einen lassen sich fein bräunen.
Unter Schirmen oder Bäumen.
Ich weiß hingegen, was mich treibt:
Die Stunden, die man liest und schreibt.

So wünsche ich denn heute allen,
dass die Ferien gut gefallen.
Sonne und Erholung pur.
Seelen baumeln um die Uhr.   10.07.17
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Positiv

Oh Gott, die Geister, die ich rief…
Man sprach heut, ich sei positiv.
Versteh es nicht, mir schwillt der Frust.
Bin mir doch keiner Schuld bewusst.

Ich fragte nach, verstand es nicht.
Bat um Klärung – das sei Pflicht.
Und ich erhielt zur Antwort dann,
ich sei ein Kind – oh Mann, oh Mann.

Ich verstünde gerne wohl,
auf dass mich bald der Teufel hol,
völlig quer und auch verdreht.
Zur Heilung sei es längst zu spät.

Der positive Ansatz sei,
gut gemeint – ganz nebenbei.
Man habe es beim Reime-lesen,
so erfasst – so sei´s gewesen.

Es habe – ich, ein doofes Huhn,
mit Leben, ganz an sich zu tun.
Man habe jenen Eindruck halt,
ich sei fröhlich – …wenn auch alt.

Ich fragte nach – „Stimmt das auch ehrlich?
Dann ist´s ja gut, und nicht gefährlich.
Der Hypochonder – welch ein Glück,
in meinem Selbst zieht sich zurück.“

Bin wohl scheinbar noch zu retten.
Keine Tropfen und Tabletten,
werden lindernd nun gebraucht.
Ich sei froh? – Dann stimmt´s wohl auch.

Heute gibt´s samt meinem Wife,
erneut Musik – sehr schön, nebst live.
Vielleicht ist das ja mit ein Grund,
bleibt man – seelisch – recht gesund.

Um ein wenig abzuschalten,
um den Pegel hochzuhalten,
gibt´s nichts Schöneres – hey, für mich.
Eine Reise, tief durchs Ich.

Und wenn ich dann, vielleicht auch wann,
etwas „falsch verstehen“ kann,
dann find ich´s prima, dass ich´s darf.
Es verfolgt mich bis zum Schlaf.

Wenn ich heut vor der Bühne singe,
mich selbst erneut auf Touren bringe,
so tanke ich den Akku auf,
lass guter Laune ihren Lauf.

Und bleibe darauf hoffentlich,
positiv – doch reicht das nicht,
na, dann schreibe ich mich frei.
Bin schon wieder grad dabei.      06.07.17
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Ein ganzes halbes Jahr

Ein halbes Jahr schon wieder rum.
Geht´s nur mir so – bin ich dumm (?),
dass das immer schneller geht?
Ein Fuchs ist der, der das versteht.

Grad gestern schrieb man Januar.
War´s vorgestern? – Na gut, na klar.
Doch heute – wie´s auch immer sei,
ist der Juni bald vorbei.

Ich blättere durch die Termine.
Immer ist´s dieselbe Schiene:
Der Kalender, er war voll,
ist jetzt bereinigt – super, toll.

Zukunft wird Vergangenheit.
Intensiv erlebte Zeit,
ist plötzlich schon seit Wochen fort.
Das ist halt so – darauf mein Wort.

Bin nicht bedrückt – nein, keine Sorgen.
Freue mich auf jeden Morgen,
auf jeden Tag, auf jede Nacht,
weil das Leben Freude macht.

Nur ist halt die Geschwindigkeit,
kaum begreifbar – tut mir leid.
Von Heute - …welch Verwunderung,
zum Gestern ist´s ein Katzensprung.

Ich freu mich auf den nächsten Sommer,
auf den Urlaub – Punkt, kein Komma.
Ich freue mich, solang das geht,
auf das, was im Kalender steht.

Freue mich aufs nächste Buch,
auf Familie, auf Besuch.
Auf Lesungen – auf dies und das.
Das Leben macht ganz einfach Spaß.

Auf Konzerte, auf Musik,
auf Lachen, Träumen und aufs Glück.
Auf manchen Reim – kann nichts dafür,
der Euch erreicht – vergebet mir.

Ob´s vielleicht auch daran liegt,
dass die Zeit so rennt, verfliegt?
Bin ich zu heftig ausgefüllt?
Rennt daher all die Zeit wie wild?

Wie´s auch sein mag, ich genieße,
meine Tage, wie sie fließen.
Und bestimmt – ganz nebenbei,
ist morgen ´17 schon vorbei.

Würd mich das wundern? – Niemals nicht.
Vom Juli bis Dezember-Licht,
geht´s schnell – nur zweimal umgedreht.
Ein Fuchs – ich sprach es – der´s versteht.   30.06.17
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Kühle

Hitze, die ich heute fühle,
ist relativ - ja, beinah Kühle.
Denn die Wärme, weit von hier,
lässt mich schaudern - hey, ich frier.

In Las Vegas - in Nevada,
ist tatsächlich - was wohl wahr war,
die Hitze nahe gnadenlos.
Hoch, sehr hoch und wirklich groß.

So gerne wir die Stadt der Wüste,
auch besuchen - ...nix da! Siehste.
Wär ich dort und brennt das Fell,
blieb ich brav in dem Hotel.

48 Celsius...
Ich weiß, dass ich dann sterben muss.
Da schwitz ich lieber flott und fleißig,
hier bei kühlen 34.

Möcht zwar gerne wieder hin,
doch macht's im Sommer keinen Sinn.
Da ist mir doch der Herbst viel lieber.
Irgendwann, da fliegt man rüber.

Jedoch nicht heute, auch nicht morgen.
Nicht dieses Jahr - nö, keine Sorgen.
Bis dahin - und das ist bekannt,
gehen Monde noch ins Land.

Wenn ich jetzt ob der Hitze stöhne,
begreife ich, das ist nur schöne,
sommerliche Temperatur.
Tag für Tag und um die Uhr.

Bis zum Heizen, kurz die Spanne.
Hoffentlich bleibt's daher lange,
warm und rundum Sommer halt.
Gen USA ist's hier fast kalt.

Ab und an den kalten Lappen,
einfach zügig in den Nacken.
Ein Getränk, ein Eis ganz frisch,
das kühlt und das besänftigt mich.

Dann denk ich an die armen Leute,
in Las Vegas - Wahnsinns Beute.
Freue mich - am späten Tage,
hier am Rheinland - keine Frage.

Dass ich noch was denken kann,
das nahm ich - ehrlich - gar nicht an.
Für Geschichten reicht's zwar nicht,
jedoch für Reime, ein Gedicht.

Mag sein, dass es am Sinne hapert,
dass hier einfach dumm gelabert.
Falls das so ist - dann, keine Witze:
Schiebt es einfach auf die Hitze.     22.06.17
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Station 4c - ohne Phil

Station 4c - oh, Hilf Marie.
Seit heute Morgen, seit recht früh,
ist - das sag ich ganz bewusst,
klar, dass ich verzichten muss.

Man hing mir, gegen meinen Willen,
ein Kästchen um - das gilt's zu füllen,
mit Daten - es macht mich nicht bang,
24 Stunden lang.

Damit mich nach Köln bewegen?
Nein, es gab nun keinen Segen.
Daher sprach ich zum Tochterkind:
<<Nun fahre du, schnell wie der Wind.>>

Ich werde mich den Schwestern widmen.
Gut aufgehoben hier inmitten,
ihrer wirklich netten Schar.
Sie meinten, dazu sind sie da.

Nur wenn Beruf Berufung ist,
nur falls man dies auch nicht vergisst,
kommt man rüber, so wie sie.
Dies beflügelt Poesie.

Schon alleine der Gedanke,
Freud zu machen, löst die Schranke.
Und die Worte fließen drum.
Ja, ich weiß ja auch warum.

Den ganzen Tag gibt's nette Worte.
Keine Pflicht, nicht von der Sorte:
Hey, ich muss - nein, nein, man will.
Ich freue mich - bin einfach still.

Natürlich, das ist keine Frage,
wär ich lieber, heut am Tage,
Zuhause oder zwischen Leuten,
wo Bretter halt die Welt bedeuten.

Doch wenn's nicht geht, dann eben nicht.
Gesundheit ist die erste Pflicht.
Und sollte sie kurz deutlich mahnen,
füg ich mich - Ihr werdet's ahnen.

So warte ich die Tage ab,
weiß, dass ich hier Menschen hab,
die mich führen - ist halt so.
Danke sehr, Ihr macht mich froh.

Ihr macht das einfach mehr als prima.
Man merkt es am gesamten Klima.
Man merkt's am Lachen, nebenbei...
Ich lache auch, ich bin so frei.

Sollt mein Reim zur Pinnwand wandern,
hängen neben vielen anderen,
Wünschen, die's vermutlich hat...
Wundervoll, dann hat's geklappt.    11.06.17
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Ein bisschen Spinnerei

Der Wind weht mir durchs graue Haar.
Die Luft ist reichlich sonderbar.
Mein Fenster steht im Arbeitszimmer,
grad auf Kippe – fast wie immer.

Steuern habe ich erklärt,
niemand hat sich heut beschwert.
Und dann hab ich – oh ja, Ihr Lieben,
„Oskar“ weiter fortgeschrieben.

Buch V hat – klar – noch keinen Titel,
jedoch schon reichlich Wort, Kapitel.
Nun ist mir warm, hier unterm Dach.
Pause hab ich kaum gemacht.

Die Luft ist stickig, reichlich schwül,
da ziehe ich nun ins Kalkül,
mich gleich zu meiner Frau zu geben.
Artig sein ist mein Bestreben.

Frau Hund, so will´s mir gerade scheinen,
Alarmanlage auf vier Beinen,
bewacht den Hof – ist reichlich laut.
Eine treue, liebe Haut.

Geht wer vorbei, so schlägt sie an.
Erklärt dabei, so dann und wann,
dass niemand sich zu nähern hat.
Was scheinbar auch wohl bestens klappt.

Selbst Jackson, von dem´s gerade heißt,
dass er durch ferne Lande reist,
suchend nach dem neuesten Stoff,
kommt nicht herein – ich hätt´s gehofft.

Ob er wohl vor dem Tore stand?
An der Klinke schon die Hand?
Darinnen – hey – das Angebot…
Schock-und-schlimm-und-arge-Not.

Dann fällt mir ein, dass ich wohl spinne.
Eigentlich und fast wie immer.
Aber dennoch ist´s nicht krass.
Denn ganz ehrlich – mir macht´s Spaß.

So schreibe ich nun beinah täglich,
manchmal schillernd, manchmal kläglich.
Schreib von dem, was mich bewegt,
oder auch mal überdreht.

Vielleicht wie heute, ohne Sinn,
einfach weil gefüllt ich bin,
vom Tag und von der Worte Flut.
Gleicht seid Ihr durch – nur etwas Mut.

Nicht in Tisches Kante beißen…
Werde mich zusammenreißen.
Sofern ich nichts zu sagen hab,
bleib ich ab morgen still – wart ab.  02.06.17
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Chillen

So bekam ich meinen Willen.
Ich durfte in den Hof, zwecks Chillen.
Heut am Abend, 20 Uhr,
wie nett ist meine Liebste nur.

Liege auf der neuen Liege,
pendele auf und ab und wiege,
mich schon beinah in den Schlaf.
Bin einfach ganz entspannt und brav.

Selbst wenn mal was nicht läuft wie's soll,
ist solch ein Abend wirklich toll.
Die Sonne schwindet - und die Luft,
wird sehr erträglich - Ruhe ruft.

Ich würde gerne, jetzt nicht lachen,
am liebsten noch ein Foto machen,
damit Ihr ganz entschieden seht,
wie gut's mir im Moment grad geht.

Ich bewache neben mir,
Frau Hund, das arg vertraute Tier.
Sowie was sonst noch wichtig ist:
Den Fahnenmast - damit Ihr's wisst.

Er kam erst heut, ist eingepackt.
Was sagt Ihr nur zu dem Geschmack?
Eine Fahne - rot und weiß,
das klingt doch nach dem 1. Preis.

Ich sehe Oskar, meinen Raben.
Er thront dort vor mir - hör ihn sagen:
<<Sobald du wegschaust, glaub es mir,
sitze ich nicht länger hier.

Erlebe meine Abenteuer,
ohne jede falsche Reue.
Du hast mich, wie ich bin geschrieben...>>
...jetzt spricht er wieder - ach, Ihr Lieben.

Vor der Tür das Wochenende.
Was ich schrieb, füllt nun schon Bände.
Dazu hab ich - ich bin bereit,
3 freie Tage - massig Zeit.

Dass ich nun chille - werdet's ahnen,
ebnet nur die weiteren Bahnen.
Meiner Worte wilde Flut.
Entspannung ist halt letztlich gut.

Das Schreiben - gebt jetzt bitte Ruh,
gehört - perfekt - für mich dazu.
Es kommt der Tag - das ist kein Witz,
an dem ich schreibe wie der Blitz.

Liegt er auch in weiter Ferne,
mag ich mein Dasein furchtbar gerne.
Ich chille, peile Ruhe an.
Weil ich's darf und will und kann.   01.06.17
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Ob alles Sinn macht

Ob alles Sinn macht? – Das ist fraglich.
Ich nehm es hin – nein, nein, ich klag nicht,
denn solang es Spaß mir macht,
ist´s doch gut… - hab ich gedacht.

Ob meine Stories Sinn ergeben?
Zwerge, Raben, die dort leben…
Ich weiß es nicht – doch ist mir klar,
ich selber, ich find´s wunderbar.

Macht´s Sinn, zu den Konzerten fahren?
Würd ich das Geld uns besser sparen?
Mag sein… - doch ehrlich? Eher nein.
Mir fehlte ja ein Grund zum Reim.

Selbst schlechte Gigs, wie gerade gestern,
sind nicht schlimm – ich lass das Lästern.
Und freue mich aufs nächste gleich.
Spaß zu haben, das macht reich.

Sinnvoll das „Im-Süden-Sitzen“?
Bei jedem Heimspiel Wasser schwitzen,
Wasser und auch Blut dazu.
Natürlich macht das Sinn! – Juhu.

Manche sinnentleerte Zone,
interessiert mich nicht die Bohne.
Und dass ich niemals, niemals nicht,
erwachsen werd, gehört zum Ich.

Macht´s Sinn, zu dies und jenem Reimen?
Manchmal mag es zwar so scheinen,
doch geht´s nur drum – Ihr müsst mich kennen,
der Worte Vorrat einzudämmen.

Wie ich auf diesen Reim nun kam?
Wo alles seinen Anfang nahm?
Das liegt an einer Nachricht, die,
ich heut erhielt – grad heute Früh.

Denn viele liebe Freunde haben,
die dich mit einem Lächeln tragen,
und sei es „nur“ mit der Whattsap,
das ist prima, das ist nett.

Mir den kleinen Keim zu setzen,
für einen Reim, das mag ich schätzen.
Ich sage artig Dankeschön.
Das ist mein Sonntag – so kann´s gehen.

So denk ich weiter nach – vergebens...,
übern tiefen Sinn des Lebens.
Alles was uns fröhlich stimmt,
ist halt sinnvoll – wie man´s nimmt.

Sorry, dass ich Euch nun plagte,
am Sonntagmorgen – mir behagte,
es halt einfach, am PC,
mich zu outen – ach, herrje.   28.05.17
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Der Planet brennt

Ich sitze hier im Geißbockhemd.
Der Planet am Himmel brennt,
und Frau Hund - oh Schreck, oh Graus,
steckt mir frech die Zunge raus.

Ich sage ihr grad ins Gesicht:
<<Mein lieber Hund, das tut man nicht.>>
Da erklärt Frau General,
das sei Schwitzen - Hitze, Qual.

Nun gut, dann nehme ich's so hin,
da ich ja belehrbar bin.
Ich tupfe mir den Schweiß behände,
von der Stirne - Punkt und Ende.

Lege ob des Mitleid Zeigens,
ein Minütchen tiefen Schweigens,
ein, für Menschen - sie soll's geben,
die gradewegs unter Dächern leben.

Erinnere mich Dank meiner Frau,
selbst daran - oh ja, genau,
an unser erstes Domizil.
Dort gab's der Wärme reichlich, viel.

Inzwischen kühlt das Fachwerk uns.
Dieses Haus schenkt uns die Gunst,
der Kühle in des Sommers Glut.
Im Winter Wärme - so tut's gut.

Die Liebste, die kein Mitleid hat,
schickt mich hinaus - ganz boshaft knapp,
auf dass ich samt Frau Hund mit Leine,
dort zerfließ bei Sonnenscheine.

Ich tue ja im Fall des Falles,
wirklich überzeugend alles.
Drum nahm ich mir das arme Tier,
zum Spaziergang - fort von hier.

Sitze wieder in der Kühle,
denke an die nächsten Ziele.
Fahre gleich nach Koblenz hin,
mit der Tochter - das macht Sinn.

Mit Tochter und dem Schwiegerkind,
da wir heut geladen sind,
zu "The Hollies" - lang ist's her.
Doch fällt's Erinnern gar nicht schwer.

Oh Suzanne, yes, I feel sorry...
Erinnere mich recht gut - don't worry.
Ich hoffe nur, die Halle ist,
klimatisiert - dass Ihr's nur wisst.

Ein Samstag, heißer Frühlingstag.
Das Leben, wie ich's gerne mag.
Dazwischen grad ein kleiner Reim.
Ich weiß, ich bin nicht "ganz allein..."   27.05.17
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Fragezeichen

Oh Herr, lass meine Schmerzen weichen,
Ein hin gepisstes Fragezeichen,
das war ich… - ja, weil ich´s vergaß,
als ich in unserem Hofe saß.

Unter unserem Überdach,
hab ich´s mir bequem gemacht.
Hab im Sessel fein geruht,
nach des Tages heißer Glut.

Verfolgte dort, nun, am TV,
ein Fußballspiel – und meine Frau,
hat nicht auf mich aufgepasst.
Ja, ich weiß, das klingt schon krass.

Hat mich nicht gewarnt, gebeten,
meine Beine, meine Gräten,
so zu setzen, dass es geht…
Heute Morgen ist´s zu spät.

Ich lag im Stuhle – geb es zu,
eher als ich saß… - und Nu?
Das End vom Lied – in letzter Nacht,
hat es einen Stich gemacht.

Mein Lendenwirbel sandte mir,
die letzte Warnung, die ich spür.
Sprach, dass ich nicht 18 sei.
Ich meinte, es sei nichts dabei.

Dass Wirbel Unterhaltung suchen,
ist nicht normal, doch statt zu fluchen,
hörte ich mir an, anstatt,
was man mir zu sagen hat.

Erzählte mir von greisen Knochen,
vom krummen Gehen über Wochen,
von Dies und jenem, Altersheim.
Na, ganz so schlimm wird´s wohl nicht sein.

Ich warf mir – nun, so ist´s im Leben,
ne Kapsel ein – jetzt gerade, eben.
Auf dass sie mir die Stiche nimmt.
Nun ja, das macht sie ganz bestimmt.

Nur dass die Liebste, General,
mich nicht warnte, ist fatal.
Es hätte mir den Stich erspart.
Jetzt sagt sie mir gewiss: „Hey wart…

Du bist erwachsen – eigener Herr.
Da denkt man, dass normal es wär,
dass der Mann auch weiterdenkt…“
Ich bin schon still – ist gut, geschenkt.

So schenkt mir bitte nun Erbarmen.
Nehmt mich einfach bei den Armen,
drückt mich und zeigt Mitleid hier.
Oh Gott, wie blümerant ist mir.    26.05.17
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Die Kerze

Ehrlich und ganz ohne Scherze:
In unserem Hof steht eine Kerze.
Ab heute Morgen – so soll´s sein,
leuchtet sie beständig heim.

Ich habe sie mir ausgesucht,
bezahlt, entschieden und gebucht.
Die Liebste sprach, wenn´s mir gefällt,
dann nur – na klar – vom Taschengeld.

Ich ging in mich, ich sinnierte.
Entschied mich pro, sobald ich spürte,
dass alles, was mir wichtig ist,
bezahlt gehört – sonst wär´s ja Mist.

Ich kramte meinen Sparstrumpf raus,
schüttete den Inhalt aus,
und zählte mit geklemmter Zunge,
zügig nach – oh Junge, Junge.

Erst als ich wirklich sicher war,
machte ich den Deal schnell klar.
Die Dauerkarte – bestes Stück,
bleibt bezahlbar – großes Glück.

Von Spanien – von weit, weit her,
gut verpackt und reichlich schwer,
hat die Kerze über Nacht,
sich nun auf den Weg gemacht.

Auf dass sie jetzt ihr Licht verbreite,
hier… - was ich ja nicht bestreite,
damit ich auch am Abend noch,
schreiben kann – Ihr wisst es doch.

Derweil ich reime, schreibe, chatte,
strahle ich – oh, jede Wette,
mit ihr im Zweikampf nebenbei,
wer wohl produktiver sei.

Sie spendet Licht – ich spende Worte.
Unterschiedlich ist die Sorte,
dessen, was zur Umwelt spricht.
Ich gebe zu, ich leuchte nicht.

Führt Euch Euer Weg vielleicht,
auch mal zu uns, dann zeig ich Euch,
den Platz im Hof, an dem sie steht,
von morgens früh bis abends spät.

Jedoch – ganz ehrlich – wie ich meine,
sonnen nun in ihrem Scheine,
darf nur ich mich – festgestellt.
Schließlich war´s mein Taschengeld.

25 Kilogramm,
Kerzenwachs – bald fängt sie an,
zu beleuchten meinen Platz,
im Hofe – Spiel und Sieg und Satz.   23.05.17
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Verfall des Guthabens

Ich stellte aktuell grad fest,
dass man sich nicht lumpen lässt,
auf der Seite Vodafone.
Prima – wo gibt´s solches schon?

Man folgt mir scheinbar auf dem Fuße.
Ich winke zu mit frohem Gruße.
Denn schwarz auf weiß und auf Papier:
Ebenso ergeht es mir.

Dort vergibt man das Volumen,
das nicht verbraucht – bei mir sind´s Krumen.
Worte halt, die ich nicht sprach,
übern ganzen vollen Tag.

Die verfallen jetzt nicht mehr.
Ich sammele sie, das fällt nicht schwer,
aus den Regalen, den Synapsen,
auf dass sie sich vermehren, wachsen.

Auf dass sie – höre ich Beschwerden (?),
vielleicht zu neuen Reimen werden.
Zur Erzählung, zu Gedichten,
selbst meinetwegen zu Geschichten.

Auf dass die Worte nicht verstauben,
gar verfallen – nicht zu glauben.
Mein Zwerg, selbst Oskar, Poesie,
brauchen Worte – aber wie.

Leere Seiten wären schlecht.
Sagt´s mir ruhig – hab ich nicht recht?
Wer nimmt denn schon ein Buch zur Hand,
ohne Inhalt? – Nicht bekannt.

Ich kann natürlich nicht bestreiten:
Inhalt, der hat stets zwei Seiten.
Inhalt – selbst falls schwarz auf weiß,
ist ohne Inhalt Schrott – ich weiß.

Drum werde ich gar wenig sprechen,
meinen Vorsatz bloß nicht brechen,
damit am Ende aller Tage,
ich genügend Auswahl habe.

Ich möchte aus dem Vollen schöpfen,
Worte nicht verstümmeln, köpfen,
und sie platzieren, dass es passt.
Wenn das klappt, dann wär das was.

Die Lettern, Worte kräftig schütteln,
sobald sie stehen nicht dran rütteln.
So bekomm ich nebenbei,
Tag für Tag mein Köpfchen frei.

Denn wer schreibt, kann drin versinken,
im geschriebenen Wort ertrinken.
Das Schreiben, das ist meine Welt…
Ich sag´s mal so – weil´s mir gefällt.   11.05.17
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Wahlen in Europa

Dass Frankreich noch die Kurve nahm,
dass es nun nicht zum Rechtsruck kam,
empfinde ich ein gutes Stück,
als wundervoll – und großes Glück.

Verrückte gibt es eh genug,
daher ist´s richtig und auch klug,
wenn man den Kopf beisammenhält.
Verrückte, nicht normale Welt.

Natürlich – nicht nur ich allein,
kann man geteilter Meinung sein,
ob europäisch – gut gemeint,
alles voll im Lot erscheint.

Doch sich nach rechts hin zu bewegen,
bringt die Traufe, statt des Regen.
Es reicht mir schon, dass Deutschlandweit,
die AFD nach Anhang schreit.

Das haben wir – und nicht zu knapp,
doch alles schon einmal gehabt.
NRW ist hoffentlich,
klug genug – aus meiner Sicht.

Großbritannien und der Brexit.
Ohne Frankreich nah am Exit.
Es bräch das instabile Haus,
wohl zusammen – so sieht´s aus.

Europa, es beschäftigt sehr,
jeden Tag ein wenig mehr.
Und diesmal – auch wenn´s Euch so scheint,
ist der Geißbock nicht gemeint.

Wir möchten gern in Frieden leben,
das ist einzig mein Bestreben.
Und ich glaube nebenbei:
Nicht ich allein – ich bin so frei.

Ich möchte über Grenzen reisen,
ohne mich stets auszuweisen.
Verfalle nicht der Wechselwut,
der Währungen – so find ich´s gut.

Blauäugig? – Das bin ich nicht.
Genügend Punkte sind noch Pflicht,
die es gilt, sie auszuräumen.
Ansonsten würde ich nur träumen.

Ihr könnt mir nun die Meinung geigen,
Ihr könnt mir gern den Vogel zeigen,
ob meiner Meinung, die vielleicht,
nicht richtig ist – und die nicht reicht.

Doch manchmal packt´s mich halt – Ihr wisst,
wie´s bei mir nun mal so ist:
Ein Reim, um damit auszudrücken,
was ich empfind, aus freien Stücken.  08.05.17
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Tag der Sonne

Heute hat´s den Tag der Sonne.
Welche Freude, welche Wonne.
Ich geh hinaus in dieser Kenntnis…
da regnet es – mir fehlt´s Verständnis.

Wie feiere ich diesen Tag genau,
in jener Hinsicht: Grau in Grau?
Vielleicht bezieht sich dieser Tag,
nicht aufs Rheinland – dumm gefragt.

Nass sind die Geranien.
Wie wär´s denn dann mit Spanien?
Im Zweifel – und das fällt nicht schwer,
flieg ich der Sonne hinterher.

Lasse mir – ganz auf die Schnelle,
braten, bräunen meine Pelle.
Sofern da nicht der Umstand sei:
Ich habe – welch ein Pech – nicht frei.

Auf dem Schreibtisch liegen Akten.
Nichts mit Schönen. Reichen, Nackten,
am langen, weißen, tollen Strand.
Untern Füßen Filz, statt Sand.

Vor mir strahlt der Monitor.
Mit Sonne käm´s mir netter vor.
Ich schaue aus dem Fenster raus,
noch immer sieht´s so düster aus.

Die Gedanken – ach, so gerne,
schwirren in die Weite, Ferne.
Wellen – das türkise Meer.
Ach, wenn doch nur die Pflicht nicht wär.

Ich schau auf den Kalender – tja,
der Mai, er ist inzwischen da.
Jedoch, die Sonne – lässt mich ahnen,
zieht übern Wolken ihre Bahnen.

Sofern ich jetzt im Flieger säße,
(ich tu es nicht – und das ist Käse),
blendete – so habt gut Acht,
mich bestimmt der Sonne Pracht.

Unter mir die Wattebäusche,
die ich gedanklich grad verscheuche.
Ich drehe, denn ich bin nicht dumm,
den Stand ganz aktuell mal um.

Lass in Gedanken Sonne scheinen.
Ist das ok? – Will ich doch meinen.
Wir strengen uns gemeinsam an,
dann geht der Regen – so mein Plan.

Heute ist der Tag der Sonne.
Ist auch der Regen für die Tonne,
so weiß ich, dass in Bälde schon,
der Himmel strahlt – perfekter Lohn.   03.05.17
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Walpurgisnacht 2017

Madame, sie setzt zur Landung an.
Irgendwie und irgendwann,
ist die längste Nacht vorbei.
Sie schaut mich an, sagt grüßend „Hi“.

Sie stellt den Besen in die Ecke,
auf dass sie ihn zum Leben wecke,
im April – im nächsten Jahr,
zum Flug der Hexen – ist doch klar.

Sie recht nach Pech, sie riecht nach Schwefel.
Ist das – sagt es mir – ein Frevel,
dass ich dieses hier erwähne?
Sie schaut mich an – sie bleckt die Zähne.

Sie tanzte – ist mir nicht geheuer,
mit Luzifer ums große Feuer,
heult und johlt, dass es nur kracht.
Ich fürchte mich – Walpurgisnacht.

Ich schaue ihr – und zwar verstohlen,
sonst wird mich noch der Teufel holen,
auf ihre Füße – Ihr versteht,
wo der Bocksfuß leis vergeht.

Die Haare wirr – vom Sturm zerzaust,
ich hab den Satan jetzt im Haus.
Zaubertränke – Zauberbuch,
neue Mittel – ein Versuch.

Ich wage nicht, erneut zu schlafen.
Mein Strohsack – sprich, mein sicherer Hafen,
wird mir nicht mehr Zuflucht sein.
So helft mir doch. ich bin allein.

Frau Hund besitzt ein fein Gespür,
verstohlen schielt sie hin zur Tür,
den Stätz ganz angstvoll eingeklemmt.
So wie ich – wie man mich kennt.

Aus ihren Fingern zucken Blitze.
Nein, ach nein, das sind nicht Witze.
Das ist der letzte Überrest,
der langen Nacht – vom Hexenfest.

Das Einzige, das mich versöhnt,
ist das Wissen – Gott, wie schön,
dass es anderen ebenso,
wie mir ergeht – das stimmt mich froh.

Frau Hex stampft mit den Hufen auf.
Mein Instinkt schreit brüllend: „Lauf!“.
Doch meine Beine – nebenbei,
sind nur eines – schwer wie Blei.

Verhalte mich am besten stille.
Gehorche ihr und ihrem Wille.
Auf dass sie mich nicht hexen mag,
zum plumpen Frosche – heut am Tag.   02.05.17
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In Öl

So hab ich nun in Öl gemacht.
Es ging schneller, als gedacht.
Es floss den größten Strömen gleich.
Könnt ich´s verkaufen, wär ich reich.

Hätte ich Talent zum Malen,
statt Umgang mit dem Wort, den Zahlen,
so fertigte ich aus der Hand,
Ölgemälde mit Verstand.

Würde durch die Galerien,
der Republik mit ihnen ziehen.
Eröffnete manch Vernissage,
malte mich in wahre Rage.

Doch was mir blieb – es klingt zwar nett,
das war die Ölspur im Tablett.
Eingelegtes Fingerfood,
tat dem Herrn – sprich mir – nicht gut.

Denn ich habe ja Talent…
Vom Auto zum Büro… - mein Hemd,
und dazu auch meine Hose,
schwammen mächtig in der Soße.

Vorm Arbeitsstart und ohne Pause,
fuhr ich rasend schnell nach Hause,
um mich dort neu einzukleiden.
Ich darf – ich will – ich muss es schreiben.

Der Weg vom Parkplatz zum Büro,
ist jetzt geölt – das stimmt nicht froh,
jedoch ist diese Spur beim Gehen,
heute deutlich noch zu sehen.

Mein Chef sprach: <<Junge, mach das weg.
Notfalls wird es abgeleckt.
Es sieht so aus – mein werter „Schatz“,
als sei hier ein Motor geplatzt.>>

Kann nichts dafür – Öl ist halt ölig.
Sei so lieb, mein Chef, und nöhl nicht.
Dass ich mich nicht benehmen kann,
das sieht man mir doch wohl schon an.

Für solche Phasen – klingt´s befremdlich?,
hab ich was weg – nun ja, man kennt mich.
Besser ist´s, die Kleidung trieft,
als Schreibtisch, Dokument und Brief..

Der große Mann, er dreht sich fort,
verlässt mich ohne jedes Wort.
Das Schütteln seines Kopfs beweist,
was Resignieren wirklich heißt.

Es tut mir leid – nix ist´s mit Schämen.
Ihr müsst mich – darf ich das erwähnen,
so nehmen wie ich schließlich bin.
Macht dies auch recht wenig Sinn.   26.04.17
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Verirrt auf vertrautem Terrain

Ich seh es ein, ich bin verwirrt.
Ich habe mich bei Nacht verirrt.
So haltet Euch jetzt bitte fest:
Im eigenen Bett – im eigenen Nest.

Ich hab mich zur vergangenen Nacht,
fertig für den Schlaf gemacht.
Schon als der Kopf das Kissen spürt,
hat nichts anderes mehr berührt.

Selbst die Liebste zeigt Erbarmen.
Ließ mich ruhen in Morpheus Armen,
da sie weiß – und nicht vergisst,
dass Morpheus – klar – nicht weiblich ist.

Allzu schnell fiel ich in Schlaf.
Vor dem Gatter blökt das Schaf,
das ansonsten drüber springt.
Wie schön, dass es so fix gelingt.

Mittendrin erwachte ich,
suchte zweifelnd nach dem Licht,
doch fand ich – welch ein seltsam Traum,
den Schalter nicht – trotz fühlen, schauen.

Der Schalter weg – die Brille fort.
Ich spürte – glaubt es mir aufs Wort:
Da stimmt wohl etwas gar nicht – nein.
Ein Angriff! – Gute Güte mein.

Ich wühlte heftig in den Kissen,
wollte, musste es doch wissen:
Welche sonst vertraute Haut,
hat meine Schlafstatt umgebaut?

Ob es meine Frau wohl war?
Zusammen mit Frau Hund? – Na klar.
Irgendjemand spielt sein Spiel,
mich zu verwirren – klares Ziel.

Fand nicht Plumeau und nicht die Kante,
des Wasserbettes – oh, ich ahnte,
dass draußen jemand steht und lacht.
…da bin ich richtig aufgewacht.

Bemerkte – dies erst reichlich spät,
dass ich mich im Schlaf gedreht.
Dass mein Kopf am Fußend lag.
Ungebeten – ungefragt.

Selbstverständlich ist das peinlich.
Ich drehte mich – und zwar klammheimlich,
zurück und schlief – bin schließlich alt,
den Schlaf Gerechter – jep, alsbald.

Warum ich´s nun verbreiten muss?
Ach, hätt ich das doch selbst gewusst.
Vielleicht – hm – aus des Reimers Zwang?
Es beginnt! – Es macht mich bang.  25.04.17
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Pssssst

Pssssst – jetzt bitte nicht verraten.
Frau General, sie riecht den Braten,
viel, viel schneller, als Ihr denkt.
Petzt Ihr gleich, bin ich gekränkt.

Mein Vergehen ist nicht peinlich,
dennoch sage ich es heimlich:
Sobald sie heut die Hacken zeigt,
nutze ich´s - …oh, bitte schweigt.

Punkt 1 beim Einzug in mein Haus:
Ich ziehe nicht die Schuhe aus.
Punkt 2 – und das geht noch viel schneller:
Ich ignoriere unseren Keller.

Punkt 3 – ich schlaf im Wasserbett.
Sie kriegt´s nicht mit – das find ich nett.
Fragt sie mich per Whattsap dazu,
schreib ich, dass ich im Keller ruh.

Mach ein Bild vom Strohsack dort,
vom Wassernapf – welch dunkler Ort.
Jedoch, in aller Wirklichkeit,
trau ich mich was – ich bin bereit.

Punkt 4 – ich krümele auf dem Sessel,
sitze vorm TV gefesselt,
und schau – Punkt 5 – das, was ich will.
Fußball, Krimis, Schund, selbst Müll.

Punkt 6 – da gilt es, auszuloten:
Wie ist´s mit ihren 10 Geboten?
Sofern ich ihnen mich verwehre,
schadet dies dann meiner Ehre?

Damit komm ich zu Punkt 7:
Ist´s vielleicht auch übertrieben:
Ich verwüste unsere Küche.
Will´s zwar nicht – doch scheint´s mir sicher.

Punkt 8, der auf der Liste steht:
Ich bleibe wach – und zwar bis spät.
Lass mich nicht zur Ruhe schicken,
geh, wann ich will – aus freien Stücken.

Nummer 9 – ob sie´s verzeiht?
Ich bin zur Schreibewut bereit.
Sitze mir den Hintern platt,
am PC – auf dass es klappt.

Ich könnt auf Dauer jetzt berichten,
weiter faseln, weiter dichten,
doch die Gefahr ist mir zu groß,
dass Ihr was steckt – ganz rigoros.

Mag sein, ich bin jetzt leicht verwirrt.
Beweist, dass sich der Reimer irrt,
und bitte – hey – verpetzt mich nicht.
Sonst hat sie mich beim Fraß erwischt.   21.04.17
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Bis 10

Ihr werdet Euch gewiss erschrecken.
Es wird Euch ganz gewiss nicht schmecken,
dass ich heut – da ging was schief,
bis gegen 10 erschossen schlief.

Ich – ansonsten Frühaufsteher,
schon Früh-das-Licht-des-Morgens-Seher,
schon Zeitig--bei-Café-nebst-Schnitte,
kam nicht aus den Puschen – Bitte.

Die Last des Alterns – hab´s begriffen,
hat mich erreicht – nun jetzt, inmitten,
meiner besten Lebensphase.
Mein Zeit? – Ich glaub, das war´se.

Ich hab geschlafen, wie ein Stein.
Mein lieber Mann, wie kann das sein,
bei jemandem – ich bin verstört,
der Kirchturmuhren zeitig hört?

Jetzt kommt mir nicht mit den Versuchen,
zu weisen auf Konzertbesuche.
Die waren auch dereinst mein Ziel.
Emsig, zahlreich, gern und viel.

Doch bin ich niemals – sag´s Euch allen,
ins Koma solcherart gefallen.
Ich überprüf mein Dasein jetzt.
Hab ich mich wirklich überschätzt?

Sollte das mit mir nicht passen,
muss ich das Schreiben bleibenlassen.
Konzerte… - selbst den Fußball auch.
Die Sorge wühlt mir tief im Bauch.

Ich werde jetzt ein Sessel—Sitzer,
ein Mich-selbst-beständig-Schützer,
ein Ganz-ruhig-die-Hände-Falter,
ein Ich-sag´s-mal-einfach-Alter.

Beobachten? – na klar, na sicher.
Vielleicht bin ich schon morgen frischer.
Auf jeden Fall – auf alle Fälle,
schrieb ich heut weiter – auf die Schnelle.

Denn was schon auf Papier geschrieben,
kann nicht in der Versenkung liegen.
Auch nicht – klingt das zwar recht nett,
bis morgens 10 im warmen Bett.

Was zählt, ist jetzt der Samstagmorgen.
Schlaf ich länger, macht´s mir Sorgen.
Dann zieh ich mich zurück – ganz steil,
zügig auf das Altenteil.

Bis dahin – Leute – werd ich schreiben,
erst mal bei der Stange bleiben.
Ich hoffe sehr, er zeigt Erbarmen:
Ich meine Morpheus, mitsamt Armen.   14.04.17
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Deko & Lifestyle Tanja Weyer

Verzierte tolle Lieblingsstücke.
Bei Tanja Weyer gibt´s zum Glücke,
handgefertigt – das macht Spaß,
von schönen Dingen dies und das.

Ich kann davon ein Liedchen singen,
sie fertigt mir vor allen Dingen,
etwas – …nichts das muss, das drängt,
an dem mein zartes Herzchen hängt.

Ein Krümelbrettchen für den Mann,
der unfallfrei nicht speisen kann.
Wunderschön dazu verziert…
Ganz lieb gemacht – ich hab´s gespürt.

Deko gibt es für Zuhause,
Kissenhüllen für die Pause,
Taschen, Beutel, Handyhüllen.
Vieles kann die Sehnsucht stillen.

Hundemarken für Frau Hund,
natürlich auch für ihn – tu´s kund.
Laternen, schöne, mit Gravur,
Geschenkideen um die Uhr.

Schaut mal rein – seid hin und weg,
alles hat dort seinen Zweck.
Selbst der Sale – mitsamt Prozent.
Dienst am Kunden – wie man´s kennt.

„Lovestory“ und „Kitchenqueen“,
„Liebes-Tandem“ – und zum Ziehen,
ob an, ob aus den Body – klar,
fürs neue Baby – hipp, hurra.

Traumhaft schöne Wegbegleiter,
wühlt Euch durch – und immer weiter.
Ich kann die Tanja stets nur loben.
Der Grund? – Na, schaut zurück nach oben.

Handgemachte Stempel, Schilder,
schöne, nette, tolle Bilder,
mit wunderbaren Sprüchen drauf.
Leute, seid nur schlau – und kauft.

Seht die Produkte – schaut schnell rein.
Im Internet – selbst von Daheim.
Ist die Türe ständig weit,
weit, weit offen – nutzt die Zeit.

Das Beste, das passieren kann,
seht´s Euch einfach nur mal an.
Selbst für den Angler nicht vergebens,
vielleicht wird´s ja der Fang des Lebens.

Tanja Weyer, weiter so,
Deko macht die Menschen froh.
Lifestyle macht das Leben rund,
sonnig, fröhlich – klar, auch bunt.  13.04.17
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Mein wirrer Traum vom Osterhasen

Hätte ich nur nachgedacht…
Ich glaub, es hätte Sinn gemacht.
Besser übt man wohl Verzicht.
Manche Dinge – sagt man nicht.

Ich fragte meine Liebste, hold,
(Reden Silber – Schweigen Gold),
ob sie wohl – das fänd ich nett,
ne Kleinigkeit zu Ostern hätt.

Es sei die Zeit der Osterhasen,
da passe es in jene Phasen,
versteckt man mir im Gras ein Bunny.
Ehrlich – hm – ich fand das funny.

Auf dem Kopf gäb´s nette Schleifen.
Ich würde es mit Wonne greifen,
ich biss – oh ja, so soll das sein,
mit Schmackofatz ad hoc hinein.

Ein Häschen in perfekter Form.
Die Vorstellung, sie war enorm.
Der Körper fein in Glanz verhüllt.
Ich sage Euch – ein nettes Bild.

Der Gedanke hatte Charme.
Was übersah ich? – Den Alarm.
Hätt ich die Liebste angesehen,
hätt ich gestoppt – so kann das gehen.

Doch füllt die Phantasie stets Bände,
so wie bei mir – find ich kein Ende.
Ich sprach von der Entblätterung…
Da holt sie aus – mit Kraft und Schwung.

Nun sitze ich in unserem Keller,
trockenes Brot auf meinem Teller,
Wasser aus dem Regenfass…
Geschwollene Wange – nein, kein Spaß.

Überlege schon seit Stunden,
tupfe schmerzhaft meine Wunden,
und denke nach – so gebt gut Acht,
was ich denn wieder falsch gemacht.

Hat meine Wortwahl sie verwirrt?
Hab ich – träumend – mich verirrt?
Ich sprach doch nur – vorhin und gerade,
vom Bunny – na, aus Schokolade.

Mein Hang, die Dinge zu umschreiben,
holt mich ein – sollt sachlich bleiben.
Hab sie auf falschen Pfad geführt.
Die Quittung hab ich nun verspürt.

Vielleicht – so sag ich hoffnungsvoll,
lässt sie mich frei – Mensch, das wär toll,
am Sonntagmorgen – Ostertag.
Ach, hätte ich doch nie gefragt.    11.04.17
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Grüße zum Wochenende

Ich weiß, mein Zwang, er füllt die Bände,
jedoch ein schönes Wochenende,
wünsche ich Euch trotzdem noch.
Das ist genehmigt? – Wusst ich´s doch.

Am Sonntag, da verwöhnt uns Sonne.
Ich genieße – spür die Wonne,
die mich beim Denken dran erfüllt.
Sonne – Sonntag – frei – es gilt.

Der Sonn-Tag weckt die Lebensgeister,
die Woche zog sich – zäh wie Kleister,
jetzt endlich ist – hurra – sie um.
Ich freue mich – ich weiß warum.

Morgen gibt´s im Ziegenstall,
erneut das Derby – klarer Fall,
dass ich den Club nach vorne schrei.
Gegen Ponys – bin dabei.

Am Schluss das ein und andere Pünktchen?
Am liebsten drei – dürft ich´s mir wünschen.
Dann genieße ich noch mehr,
den schönen Sonntag – fällt nicht schwer.

Am Sonntag kommen – krieg die Motten,
vielleicht auch schon die Kieler Sprotten.
Aus der Ferne – hipp, hurra,
besucht uns bald der Freunde Schar.

Ohne wenn und ohne aber,
im Hofe sitzen – freuen, labern.
Einfach nur die Zeit genießen.
Mit einem Schälchen Kölsch begießen.

Das Wochenende – wie´s auch sei,
ist sowieso recht schnell vorbei.
Drum machen wir das Beste draus.
Im Stadion und auch Zuhaus.

Was mein Chef jetzt noch nicht weiß…
Ich komme Montag – ja, so sei´s,
zwei Stündchen später – Frühstück ruft,
mitsamt den Freunden – Kaffeeduft.

Frühling ist´s – Natur wird grün.
Im Hof die ersten Blumen blühen.
Ist es da – sagt ehrlich – schlimm,
dass ich voll guter Laune bin?

Und wenn´s am Montag neu beginnt,
freu ich mich dennoch wie ein Kind,
dass ich erneut zur Arbeit darf.
Ehrlich, Freunde – ich find´s scharf.

Könnt ich sonst zu Konzerten gehen?
Zu vielen, tollen – ich find´s schön.
Mittwoch – freu mich nebenbei,
auf Steve(n) Hackett – bin so frei.

Ich wünsche Euch zwei tolle Tage.
Genießt sie – das ist keine Frage.
So tankt die Akkus auf und voll.
Heut ist Freitag – ich find´s toll.   07.04.17
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Spargel

Die Spargelzeit hat just begonnen,
da ist es heute so gekommen,
dass ich – mit Appetit versehen,
ein Pfund vertilgte – DAS war schön.

Auch wenn Frau Wirtin – mir nicht fremd,
mich boshaft triezte – wie man´s kennt,
hat´s vorzüglich mir geschmeckt.
Das Mäulchen hab ich mir geleckt.

Spargel, Ärpel, Schinken auch,
durch den Mund in Richtung Bauch.
Das war – die Sonne schien – Genuss.
Alles wie es soll, wie´s muss.

Die Liebste und Frau General,
na klar, in Einheit, allemal,
saß schlemmend dort – und neben mir.
Leckerer Spargel – reinste Kür.

Ich gebe zu – ich will´s hier schreiben:
Bei einem Mal wird es nicht bleiben.
Bis hin zu dem Johannistag,
im Juni zeig ich, was ich mag.

Dies Gemüse – zart und weich,
mit Schinken, gar nichts, oder Fleisch.
Mit Fisch, mit mancher Meeresfrucht.
Frischer Spargel – eine Wucht.

Es könnt zwar sein, dass Ihr nun meint:
>>Besser wäre es, mein Freund,
du darbest nur bei Wasser, Brot…>>
Oh Gott, oh Jammer, große Not.

So lasst mir bitte meine Freude.
Wenn ich hungere – hungrig bleibe,
bin ich ungenießbar – tja.
Ihr schenkt mir Freiheit? – Hipp, hurra.

Denn nur wer Spaß am Dasein hat.
Der kann auch reimen – hochdeutsch, Platt,
vun Äpel, Zaus un vun Jemös.
Dankeschön un schöne Jröß.

Der kann heut Abend Fußball schauen.
Auf Grundlagen kann man wohl bauen.
Der widersetzt sich – glaubt es kaum,
auch Wirtin Heike – welch ein Traum.

Spargel – sag mal, hoffentlich,
gibt´s das öfter – dies Gericht.
Die Spargelzeit, die jetzt beginnt,
erweckt in mir – als Mann – das Kind.

Hab ich Hunger Euch gemacht?
Tja…, so war das auch gedacht.
Ich wünsch Euch für des Tages Reste,
weil ich Euch mag – stets nur das Beste.  04.04.17
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Ein weiser Entschluss

Mein Entschluss, er ist gefallen.
Ich sage schönen Dank - Euch allen,
die Ihr mich ertragen habt.
Heut trage ich das Wort zu Grab.

Die Liebste sprach: <<Der Sucht entrinnen,
wär gut - die Zeit kommt, zu besinnen,
was im Leben wichtig ist.
Sei gescheit - so nutz die Frist.

Die Worte, die du täglich schreibst,
damit du stets im Rhythmus bleibst,
die verwende - denke dran,
für Wichtiges - mein lieber Mann.

Für die Arbeit, Diskussionen,
für Themen, die sich wirklich lohnen.
Für alles, was - jetzt sei bereit...
Lebenswichtig und gescheit.>>

Ich blickte stumm - hat sie wohl Recht?
Zu hinterfragen wär nicht schlecht.
Ich rechnete die Zeit mir durch,
die ich verschwende - fühlte Furcht.

Was ich in Tastaturen hacke,
oh, mein Gott - und ach, du Backe,
das reicht von all der Lettern Zahl,
für viele Bände - allemal.

Ich schreibe Reime und Gedichte,
nebenbei so manch Geschichte.
Doch nichts - ich nehme mir den Strick,
zu Wissenschaft und Politik.

Keine Themen, Weg zu weisen.
Nicht Berichte für die Reisen.
Dissertationen? - Eher nicht.
Ich spüre, ich verlier's Gesicht.

Und daher hab ich - spät? - nein, fast,
nunmehr den Entschluss gefasst:
Ab heute... - oder besser morgen?
Werd ich sachlich - keine Sorgen.

Weise will ich nunmehr werden.
Keinen Anlass für Beschwerden,
gebe ich der Freundesschar.
Endlich wurde es mir klar.

Die Manuskripte in den Schredder.
Kein Problem - it doesn't matter.
Endlich bin ich vor der Nacht,
auf den rechten Weg gebracht.

Ich blicke stolz so vor mich hin.
Frei und fröhlich ist mein Sinn.
Und was ich grad noch sagen will,
ist dieses hier... - April! April!   01.04.17
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Hochdruck

In den Haaren, in den Zähnen,
hat´s nun Moos – muss ich erwähnen,
dass Frau General sich plagt,
den Hof entmoost – grad heut am Tag?

Mit Hochdruck greift sie an – die Steine.
Besser ist das, wie ich meine,
als wenn sie mich, mit Überdruck,
blank poliert – …hätt dumm geguckt.

Frau Hund wird es wohl überleben,
hat in Deckung sich begeben,
derweil der Strahl – daheim im Nest,
den Schmutz vergangenen Winters fräst.

Die ersten Platten strahlen schon,
hell und freundlich – welch ein Lohn,
für das Elend, Plackerei.
Frau Oberst, sie ist grad dabei.

Dem Unkraut – darf ich es wohl sagen,
geht es morgen an den Kragen.
Es wird ihm, nach der nächsten Nacht,
einfach der Garaus gemacht.

Alles strahlt perfekt und ganz,
in Kürze in besonderem Glanz.
Wo gestern Staub und Schmutz noch saß,
herrscht Freude pur – yes well, das war´s.

Im Gesicht und in den Brauen,
ist nunmehr das Moos zu schauen.
Wenn´s zwischen ihren Zähnen knirscht,
ist die Liebste auf der Pirsch.

Erkämpft sich Meterchen um Meter,
wird zum Unhold und zum Täter,
vertreibt die Spur des Winters schnell,
rund um sie wird´s blank und hell.

Bald – viel schneller als gedacht,
erstrahlt der Hof in Frühjahrs Pracht.
Sobald die Blumen wieder blühen,
darf auch ich nach draußen ziehen.

Mit dem Computer – unterm Dach,
schreib ich dort – es wär gelacht,
fiel mir nicht ein wenig ein.
Spaß dran finden – so soll´s sein.

Rundherum, im Kreis und so,
fliegt´s Hummelchen – mit Plüschpopo.
Kaum scheint die Sonne um die Uhr,
erwacht das Leben – Frühjahrskur..

Wenn jetzt auch noch das Überdach,
vom Moos befreit – oh weh und ach,
dann lädt der Hof uns zum Verweilen.
Wer mag, darf die Erkenntnis teilen.  27.03.17
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Weggeschlossen

Frau Oberst schließt mein iPad fort,
versteckt das Phone an einem Ort,
an dem ich es nicht finden kann.
Nicht heut, nicht morgen, irgendwann.

Sie kappt mir vom PC, Computer,
den Zugang in die Welt - sprich, Router,
und als ich höflich frag, warum,
da setzt es was - ich leide stumm.

Sei meint: <<Der leere Brotkorb hier.
Gekratzte Butter, die ich schmier.
Sieh Frau Hundes leere Dose.
Und das Loch in deiner Hose.

Dein Taschengeld hab ich bemessen,
äußerst knapp - für Kleidung, Essen,
da passt der Fakt nun gar nicht rein,
sprich, deine Sucht - das darf nicht sein.

Kaum winkt ne Band erneut die Fahne,
ist's so, dass ich das Unheil ahne.
Zwei Tage drauf bringt Michaela,
schon neue Post - das ist dein Fehler.

Dem schieb ich jetzt den Riegel vor...>>
Ich frage höflich - <<Auf das Tor?
Auf dass die Post dann draußen bleibt?>>
...ihre Faust... - zum Schlag bereit.

Ab diesem Tage fehlt das @.
Nicht Mail, kein Surfen, Internet.
Hab keinen Blick mehr - hin nach draußen,
es packt mich Panik, blankes Grausen.

Weiß nichts mehr - mal angenommen,
von Lieblingsbands, die gehen, kommen.
Die Hallen voll - ein Panikschrei...
Der stammt von mir - bin nicht dabei.

Harre unterkühlt stattdessen,
im tiefen Keller - muss vergessen,
was mir dereinst in mancher Nacht,
das Leben laut und bunt gemacht.

Das ist - nen schönen Gruß Euch allen,
der letzte Reim - mir zum Gefallen,
ließ sie mich ein letztes Mal,
hinein ins Netz - Frau General.

Ich zeigte auf - ich sprach, dass Queen,
bald wiederkehrt - nach Köln, nach Wien,
nach hier und da und dort, vielleicht...
Da meint sie drohend, dass es reicht.

Kaum hab ich diesen Reim erdacht,
da bin ich schwitzend aufgewacht...
Kann sein - falls ja, so tut's mir leid:
Hab schlecht geträumt - dank "Sommerzeit".  26.03.17
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Matratze

Wenn man in der fernen Stadt,
nicht so gut geschlafen hat,
liegt's nicht am sanften Ruhekissen...
Rein und weiß ist mein Gewissen.

Nein, dass ich nicht friedlich ratze,
liegt allein an der Matratze.
Mir bricht schon fast der Rücken durch.
Blanke Not und große Furcht.

So habe ich, ich armes Wesen,
mitten in der Nacht gelesen.
Mein Worte-Konto aufgefüllt.
Sorry, das macht mich nun wild.

Was hineinging, muss heraus.
Ist halt so - und so sieht's aus.
Auch wenn es niemand wissen mag:
Ziemlich müd beginnt mein Tag.

Der Kaffee schenkt gleich wahre Wonne,
das Wetter-App erzählt von Sonne.
Die Brötchen kross und duftig frisch,
erwarten uns am Frühstückstisch.

Außerdem war ich alleine.
Der Herr der Feder und der Reime,
lag einsam und verlassen hier.
Oh, wie blümerant ist mir.

Habe mich von früh bis spät,
von links nach rechts, zurück gedreht.
Von spät bis früh dann ebenso.
Jetzt ist es Tag - und ich bin froh.

Die Dusche weckte mir bereits,
die Lebensgeister - nur kein Neid.
Ich bin so frisch - oh große Nöte,
wie ne überfahrene Kröte.

Wie ein Faultier, fern am Ast.
Mein Gähnen zeigt mir, dass das passt.
Ach, wäre doch schon Kaffeezeit,
ich bin nun gerade schon soweit.

Derweil die Worte fast verschwimmen,
verhungere ich... - kann das denn stimmen?
Die letzten Lettern sind gesetzt.
Ich will Frühstück - bitte, jetzt.

Dann vergess ich die Matratze,
schnurre friedlich - wie ne Katze.
Oder sag ich - Gott und Vater,
wie ein alter, grauer Kater?

So, jetzt hab ich Euch besabbelt,
jetzt wird zügig los gekrabbelt.
Danke, dass Ihr zugehört:
Guten Morgen - auch wenn's stört.   24.03.17
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In Ulm und um Ulm

In Ulm und um Ulm und Ulm herum.
Heute der Ausflug, er war gar nicht dumm.
Nach Gundremming - der Banni und ich,
hin zur Besprechung - nicht lästige Pflicht.

Erfolgreich? - Ganz sicher. - Zumindest zum Teil.
In Gesprächen sucht mancher das Heil,
und findet es Auge in Auge bestimmt.
Alles perfekt - so wie man es nimmt.

Nur dass Banni - dies liegt ihm im Magen,
meine Beifahrt tapfer ertragen,
das verstehe ich nicht so genau.
Mein Freund, sei ganz tapfer - ...Du arme Sau.

Hast mich auch morgen neben Dir sitzen.
Ich sehe Dich schon jammern und schwitzen.
Mach besser Dir das Radio an.
Das übertönt mein Schwafeln schon lang.

Ich weiß es wohl, mein Flöten, mein Singen,
muss Dich endlich zum Wahnsinn noch bringen.
Drum genieße - weit hast's gebracht,
nun den ruhigen Schlaf in der Nacht.

Denke nicht an den Bauch, er ist voll.
War das Essen auch lecker und toll,
so war's nicht mal nötig - so wie ein Kropf.
Die Lust am Speisen gehört aus dem Kopf.

Es dunkelt dort draußen - bald löscht das Licht.
Gerade noch fertig schreib ich's Gedicht,
dann nehm ich mein Buch - ich schmökere darin.
Lesen statt Fernsehen - das macht stets Sinn.

Solange bis mir vor Müdigkeit,
die Lider sich schließen - das ist nicht weit.
Alte Menschen - ich sag's mal nett:
Gehören zeitig, zeitig ins Bett.

Morgen geht es wieder zurück.
Die Autobahn frei? - Das wäre dann Glück.
500 Kilometer sind weit.
Du musst mich ertragen - tut mir ja leid.

Meine verqueren Gedanken erdulden.
Du musst mir - klar - kein Dankeschön schulden.
Ich tu das gerne - auf Anhieb, im Nu.
Ich bin nicht normal - gehört halt dazu.

Beim nächsten Male besinnst Du Dich dann.
Denkst bei Dir - dass, wenn man es kann,
Du besser Dir eine Ausrede denkst...
Sag es nur laut - ich bin ein Geschenk.

Hunderte Kilometer, mein Freund.
Das ist weiter, als man es meint.
Mit mir im Auto - es tickert die Uhr.
Das grenzt an Verzweiflung - erwähne es nur.   23.03.17
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Frühlingsanfang 2017

Die Liebste schaut mich kritisch an.
Nicht Samstag, gestern, irgendwann,
nein, grad heute – Montagmorgen.
Ihr Blick, er macht mir Kummer, Sorgen.

Sie steht nun da – sie schaut und spricht:
<<Mein lieber Mann, so wage nicht,
ab heut auf diesen Zug zu springen…
Das kann, das wird dir nicht gelingen.>>

Ihr Anpfiff wirft mich aus der Bahn.
Ich hab – ganz ehrlich – nichts getan,
das diesen Rüffel mir beschert.
Irgendetwas läuft verkehrt.

Ich frage: <<Oh, mein Herzblatt du…?>>,
da fasst sie kurzentschlossen zu,
packt mich an der Gurgel schnell,
und kneift mir in des Schlickes Fell.

Meint dazu: <<Du Unschuldslamm,
kannst nichts dafür – bist halt ein Mann.
Doch kommt der Frühling, samt Gefühl,
komm ich zur rechten Zeit ins Spiel.

Ich bin dein drohend Ungemach,
ab jetzt, wenn bald die Sonne lacht,
denk daran – verkommener Wicht:
I am ständig watching dich.>>

Was denkt sie nur von mir? – Bin brav.
Ein Lamm, ein Küken, ja, ein Schaf.
Besitze – lest es hier im Reim,
sogar den blanken Heiligenschein.

Freue mich auf die Saison,
samt Cabrio – ich träum davon.
Freu mich auf manch schönes Ziel.
Ausflugsfahrten – und zwar viel.

Auf Konzerte, Auswärtsfahrten,
auf die Sonne – ersten, zarten,
Strahlen, die uns wieder wärmen.
Ich habe diese Zeit so gerne.

Nicht zu heiß und nicht mehr kalt,
für mein Fell – ergraut und alt,
ist das prima – ein Genuss.
Das hab ich immer schon gewusst.

Der Hof, der bald in Blumenpracht,
wieder Lust auf draußen macht.
Vorbei der Winter – das ist klug,
die dunkle Zeit war lang genug.

Ob ich Grund zum Reimen habe?
Heut am ersten Frühlingstage?
Nö, ganz selbstverständlich nicht.
Doch reizt es halt – mein inneres Ich.   20.03.17
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Aktuelle Schreibblockade

Schreibblockade? – Nicht zu fassen!
Das könnte Euch wohl grad so passen.
Wär der Korb nicht zugemüllt,
mit dummen Sprüchen – frei und wild.

Die Frage hat mich tief getroffen.
Frau Freche, all Ihr Bangen, Hoffen,
auf dass ich endlich stille bleibe,
zerstöre ich – ich schreibe, schreibe.

Solang man mir den Anlass gibt,
mich auszudrücken – wenn´s beliebt,
nutze ich´s – und zwar sehr gerne.
Schreibblockade? – Liegt mir ferne.

Drum werde ich Euch weiter stressen.
Ob im Schlaf, bei Arbeit, Essen,
selbst beim Grad-ins-Brötchen-beißen.
Ruhe? – Werde Euch was …husten.

Gott sei Dank gibt´s viele Themen,
die sich lohnen – mich bequemen,
die Tatstatur zur Hand zu greifen.
Die Tasten drücken, hauen, schleifen.

Den Wortestau im Hirn zu mindern.
Zu schreiben von Frau Hund, den Kindern,
vom meiner Frau – Frau General,
von was auch immer – ganz egal.

Von Hennes und einst Anneliese,
vom Fußball auf der grünen Wiese.
Von Konzerten, Urlaubsreisen…
Blockiert? – Das gilt es zu beweisen.

Sie möchten den PC einschalten?
Arbeiten und auch verwalten,
ohne dass die Worte kommen?
Das hätten Sie gern angenommen…

Doch was nicht geht, das geht halt nicht.
Für mich ist es vielmehr als Pflicht.
Für mich ist es die Freude pur,
Tag für Tag – und um die Uhr.

Damit Synapsen nicht verkleben,
damit sie länger funken, leben,
müssen sie gefordert werden…
Jetzt lassen Sie mal die Beschwerden.

Sie können ja Ihr Postfach schließen.
Wasser zum Prozessor gießen.
Einfach nur das Kabel ziehen,
wenn die Gedanken wieder sprühen.

Doch, halt – ich werd Sie trotzdem finden.
Notfalls weitere Reime binden,
in Buchform, um sie zu verkaufen.
Ruhig! – Nur nicht die Haare raufen.  14.03.17
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Weltfrauentag 2017

Ihr fragt mich, ob ich Frauen mag?
Meine Antwort ist gewagt:
„Eigentlich und eher nicht,
doch heute ist es scheinbar Pflicht.“

Weltfrauentag, den schreibt man heute.
Und ich, ich seh mich stets als Beute…
Natürlich nur und ungelogen,
auf meine liebe Frau bezogen.

Sie hat mein Bild der Frau zerstört,
was eigentlich fast unerhört.
Heute hab ich Angst vor Euch.
Kalter Schweiß – die Knie so weich.

Ach, könnte es wie früher sein,
als die Überzeugung mein:
Ich bin bei Frauen – sie zu loben.
Im Grunde sehr gut aufgehoben.

Bei Mutter, Frau, dem Tochterkind,
bei Anna, die mein Herz gewinnt.
Beim Schwiegerkind, bei unserer Mine.
Alles so, wie ich´s verdiene.

Doch seit sie so gehäuft antreten,
hilft nur noch, zu fliehen, Beten.
Das schadet meinem Frauenbild.
Auch wenn´s sie heut zu ehren gilt.

Drum nehm ich mich zurück – bin brav,
preise Euch – die Frau – im Schlaf.
Schalte meinen Fall mal aus,
und ehre Euch – ganz frei heraus.

Wenn man(n) es ganz nüchtern nimmt,
seid Ihr Knaller – ja, das stimmt.
Ihr seid so lieb, Ihr seid so Spitze,
das mein ich ehrlich – ohne Witze.

Ohne Euch – tja – gäb´s mich nicht.
Ich stelle Euch ins helle Licht.
Ehre Euch – oh ja, genau,
bis auf Schwester, Tochter, Frau.

Weil sie sich stets einig sind,
gegenüber mir – dem Kind,
im Manne, das sich tief versteckt.
Auf der Stelle – hin und weg.

Ach…Heidi hätt ich fast vergessen,
sie ist ständig drauf versessen,
mich zu triezen, mich zu plagen,
seit dem Herbst – den Reisetagen.

Doch da ich heute Großmut zeige,
breite ich den Mantel, schweige.
Ehre alle – so ist´s Brauch.
Die Liebste – selbst die Heidi auch.  08.03.17
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3-Tage-Woche

Es gibt jetzt die 3-Tage-Woche,
ein Fakt, auf den ich rechtlich poche.
Am Dienstag schon – die Zeit enteilt,
wird die Woche froh geteilt.

Das Wochenende winkt mir schon,
oh, wie prima, gleicher Lohn,
obwohl ich faul und bräsig bin.
Mein Chef nimmt´s gottergeben hin.

Er sagt – und ich verhalt mich still,
hier mache jeder, was er will.
Stimmt! – Weil ich das ehrlich mag,
mach ich frei – am Donnerstag.

Und sogar am Freitag auch,
weil´s die Seele schließlich braucht.
So verwaist mein Arbeitsplatz.
Ich bin mal weg – mit meinem Schatz.

Kaum habe ich das jetzt geschrieben,
ist´s nicht unbemerkt geblieben.
Frau General, sie grollt, sie spricht:
<<Schatz, nennst du mich bitte nicht.>>

Dann zieht sie mir die Ohren lang,
vom Beginn, vom Knorpel an,
führt sie sie, sie ist nicht dumm,
einmal um den Kopf herum.

Macht dann vorne einen Knoten.
Vorsicht ist ab jetzt geboten.
Und ich weiß, ich war nicht brav,
weil mich ihre Unmut traf.

Ich dachte, dass sie fertig ist,
doch eigenes Denken, das ist Mist.
Sie dreht mir schließlich, in der Tat,
die Nase – hundertachtzig Grad.

Wenn´s jetzt regnet, füllt sich schnell,
meine Nase, statt des Fell.
Bis sie schließlich überläuft,
weil´s ansonsten mich ersäuft.

Sie frönte damit ihrem Frust,
verschränkt die Arme vor der Brust:
<<Nenn mich niemals wieder Schatz.
Jetzt kusche dich – und Aus, und Platz.>>

Ich verstand, besinne mich,
bevor sie mich erneut erwischt,
streiche ich das Wort sehr schnelle,
aus meinem Wortschatz – bin ja helle.

Doch bleibt mir die 3-Tage-Woche,
Emotionen, wie sie kochen.
Ich freue mich – oh ja, genau,
mit meinem Schatz – äh, meiner Frau.  06.03.17
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Schach und matt

Ich fühle mich so Schach und matt,
denn wenn man keine Gründe hat,
froh zu schreiben und zu reimen,
dann ist´s halt so – dann sucht man einen.

Dann schreibt man dieses und auch jenes,
Albereien, manchmal Schönes,
Blödsinn, Nonsens – ohne Ende,
füllt damit gleich ganze Bände.

Ach, wenn ich ein Gelehrter wär,
voll auf Zack, gedankenschwer,
dann schriebe ich sehr tief und -gründig.
Doch was bleibt mir? – Ich fühl mich sündig.

Schreibe stets viel Dummheit nur,
von Selbsterkenntnis keine Spur.
So kommt man nicht – mir fällt´s grad ein,
zum Nobelpreis – Schande mein.

Nichts von Formeln, Paragraphen,
nichts von Blitzen, die mich trafen.
Ein Geistesblitz – ich würd gescheit,
doch leider bin ich nicht soweit.

Seit gestern 62 zwar,
und trotzdem halt im Kopf nicht klar.
Bis ich einmal ernst und weise,
ist´s noch eine lange Reise.

Philosophisch lamentieren?
Lange Diskussionen führen?
Könnt nicht mal – gilt´s zu verwinden,
das Ei des Herrn Kolumbus finden.

Schreib dagegen von den Zwergen,
von Gefahren, tief in Bergen,
Von blechernen Raben, die gar sprechen…
Oh, mein Gott, das wird sich rächen.

Komm niemals in die Hall of Fame.
Tja, so kann´s Jongleuren gehen,
die die Worte ständig schinden,
doch keinen tieferen Sinn dort finden.

Kein Stern – Los Angeles Boulevard,
nun gut, das ist mir lang schon klar.
Stattdessen – zählt das etwa nicht (?),
ein Lächeln in des „Fans“ Gesicht.

Mir macht das Spaß – ganz ohne Ende.
Ich fülle gerne weitere Bände,
bis der Speicher unter Last,
zusammenbricht – zumindest fast.

Solange mir das noch gelingt,
solange es Euch Freude bringt,
halte ich mich mächtig dran…
Wieso? – Weil ich das will. – Oh Mann.   03.03.17
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Aschermittwoch 2017

Aschermittwoch – Aschenkreuz.
Fastenzeit, die Liebste freut´s,
denn sie meint mit Inbrunst nun,
ich solle endlich Buße tun.

40 Tage lang nicht dichten,
keinen Fortgang der Geschichten.
Und ab heute – ganz beizeiten,
natürlich keine Süßigkeiten.

Das Aschenkreuz auf mein Gesicht,
malt sie mir selber – das sei Pflicht,
auf dass man sehe – das macht Sinn,
dass ich fürwahr ein Büßer bin.

Als ich sie fragte, leis und friedlich,
was ich verbrochen, meint sie: <<Niedlich,
ist dieser Mann in seinem Wahn,
er habe niemals nichts getan.

Die Vergehen aufzuzählen?
Da müsst ich eine Aus-Zeit wählen.
Denn fing ich an – und zwar bewusst,
wäre lange, lang nicht Schluss.>>

Dass ich stets Frau und Kind vergesse,
wenn ich mich mit den Worten messe,
dazu auch noch das Fellgewitter,
(das ist Frau Hund) – das schmeckt ihr bitter.

Dass ich gar den FC verehre,
als wenn ich ihm verehelicht wäre.
Dass ich auf meine Knie stets fall,
seh ich´s Emblem –…ich hätt nen Knall.

Dass ich ständig widerborstig,
Befehl verweigere – stumm und frostig,
das gehe gar nicht – und daher,
sei Buße wichtig – und noch mehr.

Zu Anfang – meine Pflicht zu spüren,
hätte ich sie auszuführen,
zum Fischmahl – in den „Hallerhof“.
Nun gut, das find ich selbst nicht doof.

Natürlich, da ich clever bin,
kommt´s mir partout nicht in den Sinn,
das Missverständnis auszugleichen.
Hab zugestimmt – das mag wohl reichen.

Jetzt ist sie sicher stolz auf sich.
Sie meint, sie habe mich erwischt,
auf dass ich emsig büßen werde.
…langsam, langsam, junge Pferde.

Nur dass ich nicht mehr schreiben darf,
das, liebe Freunde, trifft mich scharf.
Vielleicht ja tue ich es heimlich,
dann merkt sie´s nicht – falls doch, wird´s peinlich.  01.03.17
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Dat Trömmelche

Ich sprach zur Aufsicht – meiner Frau:
<<Mein Herzblatt, du weißt ganz genau,
man feiert gerade überall,
bei uns im Rheinland Karneval.

Nun hast du mich speziell gefragt,
was ich wohl zum Geburtstag mag.
Im Nachhinein wird´s mir nun klar:
Ein Trömmelchen wär wunderbar.

Drauf könnte ich – oh, ganz gewiss,
immer wenn kein Heimspiel ist,
mir beim Tor – jetzt bloß nicht lachen,
selber beste Stimmung machen.

Anstatt man dann im Stadion singt,
schlage ich – und zwar beschwingt,
beim Auswärtstor, wenn´s mich dann packt,
kurzentschlossen mit – im Takt.>>

Kaum hatte ich den Wunsch gehaucht,
schaut mir die Liebste auf den Bauch,
und meint, die Trommel hätt ich doch.
Die ließ sich schlagen, im Akkord.

Außerdem wär´s so - …ihr Text,
dass bei ihr der Eindruck wächst,
ich sei mit 62 Jahr,
unterm grauen Schopf nicht klar.

Wann ich denn erwachsen werde,
erfolgt die Frage, die Beschwerde.
Ich zuck die Achseln, gräme mich,
denn ehrlich – Gott – das weiß ich nicht.

Seit diesem Punkt bin ich geknickt.
Die Einsicht wirft mich weit zurück:
a. dass dieser Bauch halt stört und
b. dass er zu mir gehört

Dazu, dass ich ein Kindskopf bin,
ohne jeden tieferen Sinn,
ohje, für das Erwachsensein.
Doch bin ich da nicht ganz allein.

Denn auch Frau Müs, Frau General,
Frau Offizier, Frau Feldmarschall,
steht mir in dem Punkt kaum nach.
Was sagt Ihr nun? – Wahrscheinlich: Ach.

So trommele ich ja, vielleicht,
in Leipzig schon – falls es dort reicht,
zu Toren des Vereins, FC.
Ich trommele heftig – tut´s auch weh.

Die Liebste machte mir begreiflich,
erst im Alter – nun, da reif ich.
Da ich heut noch ein Jungspund bin,
nehm ich´s – bockergeben – hin.    24.02.17
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Frau Hund und so

Die Liebste schickt mich - so sieht's aus,
soeben in den Sturm hinaus.
Spricht: <<Jetzt geh zur späten Stunde,
mit der Luna eine Runde.

Auf dass sie, so, jetzt gib gut Acht,
vor der ach so langen Nacht,
noch einmal ihre Blase leert.
Dies zu tun, ist nicht verkehrt.

Und halte gut die Leine fest.
Fliegt Frau Hund gleich fort, so lässt,
das schwinden deine Ruh, den Schlaf.
Jetzt mucke nicht, geh raus, sei brav.>>

Ich hielt dagegen: <<Chefin, hör,
ich war heut Mittag beim Friseur.
Davor beim Zahnarzt mies gefühlt,
als sie an meiner Wurzel spielt.>>

Bin aufgewacht, ganz kurz darauf,
das Unheil, es nahm seinen Lauf,
als mich mit Galle, Kraft und Gift,
der Liebsten Haken seitwärts trifft.

<<So, so>>, spricht sie, ganz ungestüm,
<<so warst du also im Kostüm,
an Weiberfastnacht - spielst Dentist...?
Gestehe Unhold - nutz die Frist.>>

Was soll ich sagen, bitte sehr?
Es schmerzt der Zahn noch hinterher.
Frau Doktor piekst mit langer Nadel,
und was bleibt mir? - Nur Spott, nur Tadel.

Ich wollte es doch grad nur wagen,
zu heulen, bitten und zu fragen,
ob sie mir den Gang erspart,
vor das Haus - voll Hoffnung, zart.

Dann sah ich zweifelnd ihr Gesicht.
Auf Milde hoffen? - Eher nicht.
Ich nahm Frau Hund, ich nahm die Leine,
kam mit mir im Sturm ins Reine.

Der Orkan nahm - auf mein Wort,
allen meinen Trübsinn fort.
Jetzt liege ich entspannt im Bett,
finde gar Frau Zahnarzt nett.

Tippe letzte Worte ein,
geleert soll nun mein Speicher sein,
auf dass er sich neu füllen kann...
Ich spüre schon, es fängt schon an.

Auch wenn es blanker Unsinn ist,
im Grunde nur gequirlter Mist,
nimmt mir das des Tages Müh.
Schreiben pusht mich - fragt nicht wie.   23.02.17
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Vorsichtsmaßnahme

Die Liebste hat es toll gefunden,
hat mich einfach festgebunden.
Sie meinte, dass es stürmisch wird,
Ich hoffe sehr, dass sie sich irrt.

Sie band mir – meint, das soll so sein,
2 Eimer Sand an jedes Bein,
damit ich nicht vom Sturm gepackt,
und fortgetragen – Zack auf Zack.

Mein Einwand, dass das Unsinn wär,
ich sei doch ohnehin zu schwer,
ließ sie nicht gelten, lieber Schwan,
denn es winke ein Orkan.

Mit einer Menge Kilometer,
werde er zum üblen Täter,
und ginge ich trotzdem vors Haus,
seh’s für mich recht finster aus.

Mein Flug, er wäre dann von Dauer,
ohne Funk und ohne Tower,
gefährde ich – und zwar sehr bald,
die Luftschifffahrt – …das lässt mich kalt.

Wenn ich mich im Freiflug drehe,
und ganz kritisch um mich sehe,
weich ich jedem Düsenjet,
mit Vorsicht aus – ich bin ja nett.

Will – ich möcht es deutlich nennen,
mir ja nicht den Ar… verbrennen,
komme ich zu nah den Düsen,
einer Boeing – stolze Riesen.

Trotzdem sagt mein Herzblatt mir,
sie find es besser, ich bleib hier.
Sie schippt dabei, und zwar galant,
in die Eimer weiteren Sand.

Meinen Einwand und mein Schelten,
lässt sie leider auch nicht gelten.
Dass ich verhindert bei der Pflicht,
in meinem Job, das juckt sie nicht.

Meint dazu – es klingt wie Blues,
dass ich nicht in den Keller muss.
Sie brauche mich – wer hätt´s gedacht,
in Haus und Hof – in nächster Nacht.

Um das Dach gut festzuhalten.
Zu trotzen den Naturgewalten.
Es gehe schließlich noch um mehr,
als nur mich - <<Mein Lieber, hör.>>

So hat sie – was mir kaum gefällt,
mich mitten in den Hof gestellt.
Da habe ich die Aufsicht nun.
Vorsicht! – Tja, was soll ich tun?    22.02.17
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Telefonterror

Schon wieder einmal Glück gehabt.
Dem Zorn entronnen – denkbar knapp.
Wenn ich so in die Zukunft schau,
schmilzt die Angst – vor meiner Frau.

Lass ich heut meine Schuhe an,
so weiß ich, dass ich´s darf und kann,
denn das Gewitter – ist halt so,
entlud sich nicht bei mir – bin froh.

Stattdessen gab es für die Tussi,
am Telefon mal grad kein Bussi,
sondern einen Einlauf halt.
Manchmal hilft nur die „Gewalt“.

Es ist der Sender, nämlich Sky,
seit vielen Wochen schon dabei,
zu prüfen – dabei wächst der Frust:
Ab wann verliert man seine Lust?

Zwanzig Mal im Tageslauf,
nimmt man sich den Hörer auf.
Es klingelt – niemand dran, der spricht…
…den Anrufer hat´s jetzt erwischt.

Denn dieses Mal erklang die Stimme.
Das Call-Center hat keinen Schimmer,
mit wem es sich da angelegt.
Was auch geschieht – es war zu spät.

So muss ich mich heut nicht verstecken.
Keine Schrammen, blauen Flecken,
keine schief geschlagenen Zähne.
Ich bin froh – dass ich´s erwähne.

Vielleicht darf ich – Mensch, das wär nett,
bei Nacht ja auch ins warme Bett.
Wenn ich nicht in den Keller muss,
wär das hilfreich – senkt den Frust.

Ob das Gewitter wirklich nützt,
ob´s letztlich vor dem Terror schützt,
das weiß ich nicht, doch für den Fall,
dass nun nicht, bleib ich am Ball.

Ich brauche nicht, klingt das auch wirr,
mit Frau Hund ins Brustgeschirr.
Brauche nicht – das kommt gelegen,
die Phantasie des Lesers regen.

Darf mich stattdessen konzentrieren,
auf mein Buch – und dabei spüren,
wie man(n) den Reiz des Schreibens spürt,
wie´s mich an langer Leine führt.

Und klingelt doch das Telefon,
so denke ich beim ersten Ton:
Versucht es nur, sie wird´s euch geben!
Ihr werdet ihren Zorn erleben.    20.02.17
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Verlassen und allein

Die Liebste, sie verlässt uns heute.
Tja, da schaut Ihr, liebe Leute.
Ich alleine - mit Frau Hund?
Das kann nicht klappen - da geht's rund.

Frau Hund, sie wird die Tür bewachen,
keinen Schritt vergebens machen,
bis sie heimkommt - zum Portal,
ich mein den Boss - Frau General.

Und muss ich sie beim Halsband nehmen...
Hallooo? Frau Hund! - ...zum Gang bequemen,
hinaus in die verschneite Welt,
geht sie so weit - wie's IHR gefällt.

Die Brille voll mit Schneeflockgriesel,
erahne ich Frau Hund beim Pieseln.
Dass ich danach nach Hause find,
grenzt an Wunder - bin fast blind.

Dass alles - klingt es auch nicht schön,
lässt meine Frau grad heut geschehen.
Ohne einen Blick zurück,
verlässt sie uns - wir sind bedrückt.

Sie spricht, dass sie zur Freundin fährt,
wohl dem, der seine Freundschaft ehrt,
doch dass sie uns den Rücken zeigt,
erhält kaum von Frau Hund ein Like.

Was wird mir anderes übrigbleiben,
als wieder mal zu schreiben, schreiben.
Als die Tastatur zu plagen...
Das ist halt so, an solchen Tagen.

Muss mich in die Kapitel stürzen,
hier was ändern, dort was kürzen,
mich auf neuen Pfad begeben...
Ich bin allein - so ist das eben.

Werde ein, zwei Steuern machen,
und dazu - jetzt bloß nicht lachen:
Einen Freund und auch Kollegen,
leiten zu des Fiskus Segen.

Werde einsam reimen, jammern,
alleine in den vielen Kammern,
die halt mein Zuhause sind.
Zusammen mit dem dritten Kind.

Hat nicht im Ansatz Ähnlichkeit,
mit meinereiner - weiß Bescheid.
Allein der Haarwuchs ist enorm,
wie Körperhaltung, Wuchs und Form.

Werden wir es überleben?
Dass es gelingt, ist mein Bestreben.
Ich, alleine mit Frau Hund.
Erwähnte ich's? - Da geht es rund.   11.02.17
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Nachtlicht

Wenn man nächtlich schmökern will,
egal ob sinnvoll oder Müll,
so passt man auf – wie´s sich gehört,
dass es nicht den Partner stört.

Der Kopf auf weichem Federkissen,
rein und friedlich das Gewissen,
das kleine Büchlein in der Hand,
setzt er aus – na, der Verstand.

Den Stuss, den ich gespeichert habe,
in so mancher Nacht, bei Tage,
den liest sich Gerti Schmidt jetzt durch.
Völlig eifrig – ohne Furcht.

Egal worüber ich geschrieben,
unter Stress – und auch bei Frieden,
zaubert ihr – ich glaub´s ja nicht,
ein stetes Grinsen aufs Gesicht.

Was ich nie für möglich hielt,
das zeigt nun, wie das Leben spielt.
Eine kleine Reime-Fibel,
wird hier und da schon fast zur Bibel.

Mein Wörterspeicher ist nicht schmal.
Reime gibt es ohne Zahl.
3.000 mögen es schon sein.
Sie schlummern brav bei uns Daheim.

Ob vom FC, vom Geißbock-Club,
ob ich auch zusammenzuck,
aus Angst vor meiner „lieben“ Frau,
alles wird zum Reim – genau.

Wann hat das bitte angefangen?
Ich glaube, es geht schon sehr lange,
dass ich – Gott, oh lieber Mann,
geradeaus nicht denken kann.

Kaum bin ich auf meinen Beinen,
das ist krankhaft, will´s mir scheinen,
überfällt mich – gar nicht gut,
des Morgens all der Worte Flut.

Meine Frau – die Liebste spricht:
<<Lieber Mann, oh, wage nicht,
mich in Reimen anzusülzen….
Glaub nicht, dass ich in Ehrfurcht schmelze.

Nein, vielmehr und auch stattdessen,
kannst du dein Zuhaus vergessen.
Für dich, du mein verstörter Schatz,
gibt´s dann im Hause keinen Platz.>>

Drum, liebe Leser, zeigt Erbarmen.
Auch ich brauch einen Platz im Warmen.
Bitte lest nicht grad so viel,
dann schreib ich nicht – ein hohes Ziel.  01.02.17
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Zeit

Hier, in meines Chefs Büro,
stehen 2 Uhren irgendwo,
und jede – tja, es tut mir Leid,
zeigt grad eine andere Zeit.

Als ich um 2 – ganz ohne Spaß,
bei ihm, vor seinem Schreibtisch saß,
da zeigte schon der einen Spur,
auf 5e – hey, was mach ich nur?

Ich sprach zu ihm: <<Hör zu, mein Freund.
Ich habe, wie´s mir ehrlich scheint,
schon Feierabend – sage mir,
was mache ich wohl jetzt noch hier?

Sind das denn schon Überstunden?...>>
Ach, hätte ich mich abgefunden,
damit, dass diese Uhr defekt.
Jetzt hab ich den Salat, den Dreck.

Er sah mich an, der große Mann,
so, wie das ein Chef nur kann.
Auf der Stirne eine Falte.
Ich spür spontan, wie ich erkalte.

Er weist den Finger auf die Tür,
sagt mir, ich könnt nichts dafür,
dass ich leicht bescheuert sei.
…stimmt – das ist mir grad nicht neu.

Ich solle – ohne Zweifel – bitte,
ins Büro verschwinden – Shit(te).
Und wehe mir, ich sag ein Wort…
Ich packte meinen Püngel fort.

Es gibt zwei Menschen – sag es ehrlich,
die sind fürs Seelenheil gefährlich.
Einer ist der Chef – genau,
die andere ist meine Frau.

So bin ich ins Büro gegangen,
habe mich erneut gefangen,
und tat die Arbeit – darf ich´s sagen,
die mir vertraglich aufgetragen.

Werde – klar – in keinen Fällen,
nie mehr dumme Fragen stellen.
Ich habe letztlich nun begriffen,
scharfe Klippen zu umschiffen.

Ich höre seine Worte: <<Wimmer!
Junge, Junge, bist ein Spinner.>>
Irgendwie klingt´s noch im Ohr.
Ich komm mir ganz geknick(e)t vor.

Drum werde ich die Liebste bitten,
mir heute in ganz kleinen Schritten,
die Uhr zu lehren – wär doch was.
…und dieser Reim? – Na klar, ist Spaß.   30.01.17
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Ich gebe zu, die Idee zu solchen Vergleichen ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
Die Worte aber sind sämtlich von mir.

Schreiben ist Denken in Lettern

Schreiben ist stetes Denken in Lettern.
Parks sind kleine Wälder von Städtern.
Diamanten, die Sterne der Nacht,
und Tränen sind gewünscht, wenn man lacht.

Laufen, das ist ganz schnelles Gehen.
Ganz, ganz langsames Laufen ist Stehen.
Phantasie heißt Bilder erleben.
Bald volle Gläser - na, das sind wohl Reben.

Gefüllte Teller, sie werden Gewichte.
Geordnete Worte, das sind Gedichte.
Glatzen, wo die Haare nicht halten,
verursacht durch Gedanken, die walten.

Schneefall gleicht gefrorenen Träumen.
Schachteln sind ganz winzige Räume.
Zebras sind wohl Pferde mit Streifen,
und Babys, sie sind Kinder, die reifen.

Nacht, das ist die fehlende Sonne.
Musik ist schön, betörende Wonne.
Fahren, klar, ist Gehen für Faule.
Frust entsteht durch erspartes Gemaule.

Erlebter Eindruck, das ist das Reisen.
Runde Dreiecke, glaub ich, sind Kreise.
Der Norden - das ist stets so geblieben:
ist die andere Seite vom Süden.

Eis ist kalt, erstarrtes Gewässer.
Das Steigern von gut, das ist viel besser.
Tautropfen sind schwitzende Nächte.
Und Witze sind der Grund zu Gelächter.

Hunde, vertraute Partner auf Pfoten.
Singen klingt wie Reden nach Noten.
Nebel sind verziehende Schwaden.
Geschenke letztlich herzliche Gaben.

Dächer sind die Mützen von Heimen.
Glauben ist ganz ähnlich wie Meinen.
Bilder gleichen erstarrten Momenten.
Nichtstun Ausdruck vergessener Talente.

Umarmung klarer Ausdruck Gefühle.
Mitgehen zeigt den Eifer beim Spiele.
Kälte, das ist gefrorene Wärme.
Gesteigerter Reiz führt letztlich zum Schwärmen.

Mailen ist wie Post, ohne Marken.
Schwäche, die zeigt auch mal der Starke.
Schuhe gleichen Handschuh, für Füße.
Und Chats, das sind versendete Grüße.

Schweigen, ja, ist Ausdruck von Stille.
So gehorche ich nun dem Willen,
von Euch, geneigte Leserschaft.
Einsicht, das ist ein Zeichen von Kraft.  28.01.17
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De Nummer 1 am Alder Maat

De Kaffeebud am Alder Maat,
hätt nit nur Kaffee – schwatz und stark.
Ne, och Brütche – lecker, frisch,
für der fröhe Fröhstöckstisch.

Ab 6 Uhr geht es schon los,
der Andrang, er ist riesengroß,
Ein Frühstück für die „Kleene Schnüss“,
wenn dich der frühe Morgen küsst.

Ein „Püngel“ auch für „ungerwähs“.
Mit „Buure“-Brötchen – ja, das wär´s.
Mit Obst – dem Riegel hinterher.
Gute Laune fällt nicht schwer.

Patrick Kreuser, Nino Niessen,
die dir frischen Kaffee gießen,
in die Tassen, in den Pott.
Das wird traumhaft – lieber Gott.

Einfach morgens etwas schwaaden,
ein Gehör für vieles haben,
auf dass die Kundschaft schnell versteht,
dass es hier um Service geht.

Jeder Anfang ist mal schwer.
Ein Wunder, falls das anders wär.
Doch wünschen wir Euch – Stück für Stück,
viel Erfolg und rundum Glück.

Im Internet – dort findet Ihr,
später diesen Gruß von mir,
auf www. – und das tut gut:
„echtkoelschekaffebud.“

Mit dem Zusatz „koeln“ dabei,
denn dort startet Ihr – Ihr 2.
Was heute klein vielleicht beginnt,
kennt demnächst dann jedes Kind.

Die Menschen sollen – das wär schön,
bei Euch bald ständig Schlange stehen.
Reden über Gott, die Welt,
was man mag und was gefällt.

Über den FC? – Na klar.
Jeden Tag – und Jahr für Jahr.
Und dabei – auf jeden Fall,
auch Europa, den Pokal.

In ein paar Tagen geht es los,
die Vorfreude ist riesengroß.
Am Alder Maat, die Kaffeebud,
die wird – ich weiß das – einfach gut.

Und falls Ihr diesen Reim verwindet,
ein Plätzchen für den Aushang findet,
dann freue ich mich – ist halt so.
Toi, toi, toi für Euch – Hallo!    27.01.17
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Irgendwann bekommen wir euch alle

<<Irgendwann – in jedem Falle,
bekommen wir euch letztlich alle.>>
Ich stelle mir die Worte vor,
hab sie deutlich noch im Ohr.

Als ich zu Herrn Frenken kam,
den Stift zur Unterschrift mir nahm,
da sah ich mich, samt Frau und Pänz,
schon stolz in einem neuen Benz.

Ich sprach: <<Auf meine alten Tage,
versetzt man mich nun in die Lage,
zur Fahrt mit einem blanken Stern.
Herr Frenken – Ehrlich – ich tu´s gern.

Jedoch! – Die Rolle Klopapier,
im Fond – nun, die erspar man mir.
Und auch den Dackel hinten drin.
Der macht wirklich keinen Sinn.>>

Da sah der nette, gute Mann,
mich mit großen Augen an.
An diesem Punkt erklärt er dann,
das, was ich nicht wissen kann.

Dieses Auto sei fein sportlich.
Weder Skoda – nein, auch Ford nicht,
hielten an dem Punkte mit.
Wie gut, dass es Mercedes gibt.

Drauf habe ich spontan bestellt,
weil der Gedanke mir gefällt,
den Shooting Brake ab jetzt zu fahren,
und beim Leasing gleich zu sparen.

Gestern hab ich ihn bekommen.
Ich bin wirklich ganz benommen,
von Esprit und Spritzigkeit.
Ein tolles Auto – meine Zeit.

In nettem, ganz dezentem Grau.
Dieses Auto – eine Schau.
Und dass ich gut beraten war,
ist nach den ersten Metern klar.

Alles, was ein Auto braucht,
hat das Fahrzeug – selbst mein Bauch,
hat hinter diesem Lenkrad Platz.
Top gestylt. – Mit einem Satz.

Gestern fing das Thema an.
Ich fahr ihn nun drei Jahre lang.
Einfach so – und durch die Welt,
weil mir das halt so gefällt.

Dieser Reim – er zeigt, Herr Frenken:
Ich werde oftmals an Sie denken.
Weil ich gut beraten bin,
von einem „Prinzen“ – das macht Sinn.  24.01.17
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Beißender Frost

Der Frost – auf dass ich´s grad erwähne,
besitzt drei Reihen starker Zähne.
Ich gehe raus – und ja, ich weiß,
dass der Schlingel nagt und beißt.

Das Celsius zeigt Minusgrade,
es ist reichlich frisch bei Tage,
und noch dazu – wer hätt´s gedacht,
selbst bei Dunkelheit, bei Nacht.

Die Liebste hat mir aufgegeben,
wolle ich denn überleben,
dass ich mich dick kleiden soll…
Das finde ich nun gar nicht toll.

Dies „dick“ - vernehmt nun meine Kunde,
bezog sich deutlich auf die Pfunde.
Sie denkt, ich hätt das nicht gewusst…
Der Schmerz wühlt tief in meiner Brust.

Sie meint damit, ein Mann wie ich,
braucht selbst bei Winter – klirrend, frisch,
kein Mäntelchen gen Frost zu tragen.
Sie ist gemein – gibt´s sonst noch Fragen?

Sie sprach dazu noch außerdem,
Männer, die zum Fußball gehen,
bei Wetter, Wind ins Stadion,
die kommen halt auch so davon.

Die seien gewöhnt an jedes Klima…
Das mag wohl sein, doch wirklich prima,
finde ich den Einwand kaum.
Warme Kleidung wär mein Traum.

Muss ich mir wirklich sagen lassen,
der Speck der Kreuzfahrt – nicht zu fassen,
der halte mich doch sicher warm.
Ihr seht´s, ich bin verkannt – bin arm.

Sollt ich die „Dämmung“ je verlieren,
glaubt es mir – ich müsst erfrieren.
Frau Hund hat Fell – und was hab ich?
Minus 13 Grad - so frisch.

Auf meinen Einwand, sie entgegnet,
dass, falls es friert und falls es regnet,
das Christkind doch an mich gedacht.
Hat Mäntelchen vom Bock gebracht.

Der Geißbock – welch ein schön Emblem.
Die Jacke, sie ist warm, bequem…
Doch das gehört jetzt nicht hierhin.
Sonst macht mein Jammern keinen Sinn.

Der Frost, er beißt die freien Flächen.
Mein Gesicht erstarrt beim Lächeln.
Meine Hände sind schon blau.
Alles nur ob meiner Frau.     19.01.17
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Ideenschmiede

Sobald ich in die Dusche steige,
mich reinige – versonnen schweige,
so scheine ich entspannt zu sein.
Ideen suchen mich stets heim.

Wie das kommt? – Das weiß ich nicht.
Ob das Wasser, rein und frisch,
vielleicht auch die Synapsen spült?
Ich fühle mich so aufgewühlt.

Schleier, die sich jäh dort lichten.
Fortsetzung in den Geschichten.
Lösung, wo´s vielleicht noch klemmt.
Plötzlich ist mir nichts mehr fremd.

An dieser Stelle – ungelogen,
war das Schicksal mir gewogen,
als es mir einst den „Steinwart“ schenkt.
Das ging schneller, als Ihr denkt.

Das Wasser rann mir übers Haupt.
Ich hätte niemals, nie geglaubt,
dass warmes Wasser dies beschert.
Schon das ist mir die Dusche wert.

Würd ich unterm Wasser bleiben,
tät nicht anderes ich, als schreiben.
Das merkte ich, so glaubt es mir,
grad erst gestern – kurz nach 4.

Da flog spontan der vierte Band,
des „Oskars“ mir in den Verstand.
Ich hab gedacht, es wär bald rum.
Doch scheinbar nicht – und das ist dumm.

Ich hab schon Krämpfe in den Händen.
Wo soll denn bitte das einst enden,
wenn ich nie ein Ende find.
Irgendwie bin ich ein Kind.

Nun dachte ich – bin ja nicht dämlich,
dass ich ja vielleicht und nämlich,
das Duschen mir ersparen soll…
Stimmt…das käme nicht so toll.

Ich hätt statt der Ideenschmiede,
keinen Freund mehr – keine Liebe.
Weshalb´s vielleicht ja besser wär,
ich schreibe weiter – fällt´s auch schwer.

Drum geh ich ein das Risiko.
Schreibe emsig – irgendwo,
und setze um – mein restlich Leben,
was mir beim Bade eingegeben.

Übrigens – das ist kein Scherz.
Ideen schießen himmelwärts,
sobald ich in der Dusche bin.
Ich nehm es gottergeben hin.   16.01.17
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Halb Acht

Ich bin heut Morgen, halber 8,
froh und glücklich aufgewacht.
Punkt 1 – na klar, das Sowieso.
Punkt 2 – der lange Schlaf, oho.

Ich ging zu meiner Liebsten hin,
da ich besonders artig bin.
Wünschte einen guten Morgen,
frei von Ängsten, oder Sorgen.

Da blickt sie mich mit Strenge an,
meint zu mir: <<Mein lieber Mann,
so lange sich im Schlaf zu wiegen,
mein Gott, das muss am Alter liegen.

Ich bin schon lange wach, spür Not,
aß bereits schon trockenes Brot,
um nicht zu verhungern – nein.
Auf, auf jetzt – es soll Frühstück sein.

Der Magen von Frau Hund, er knurrt.
Das Tier hat Kohldampf und es murrt,
hier unterm Tisch seit Stunden schon.
Hör gut hin – vernimm den Ton.

Ihre innere Uhr, sie spricht,
es sei schon spät – versteht das nicht,
dass der greise, alte Mann,
nicht pünktlich von dem Strohsack kam.

Lass das nicht – sonst setzt´s Beschwerden,
ab demnächst zum Standard werden.
Du weißt, bis hin zum Ruhestand,
geht noch reichlich Zeit ins Land.

Multi Sanostol wär richtig,
auch für alte Männer wichtig.
Ich glaube wohl, ich kauf dir das…>>
Ich winkte ab – und sprach <<Ach was.

Das muss – so die Erkenntnis mein,
ein Anflug von viel Faulheit sein.
Ich verspreche, Montag früh,
bin ich im Plan – so frag nicht wie.>>

Was denn mit dem Sonntag sei,
fragt sie gefährlich, nebenbei.
Eine Frage, die mich stört.
Leider hat sie hingehört.

Bevor ich mich – das soll es geben,
um den Kopf, den Kragen rede,
nehme ich mir, frei der Sinn,
spontan Bedenkzeit – sie nimmt´s hin.

Stell ich morgen früh den Wecker,
für den Kaffee – frisch und lecker?
Oder wird erneut bis 8,
der Aufstand zum Programm gemacht?   14.01.17
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Freitag der Dreizehnte

Wenn die Ziegel wieder fliegen,
die Schneeflock auf den Straßen liegen,
der Verkehr zusammenbricht,
liegt´s an dem Datum… - Etwa nicht?

Die Mülltonnen, die warten sollen,
auf die Abfuhr – nun, sie rollen,
vom Sturm gepackt durchs Straßenbild.
Tief „Egon“ treibt es heut wie wild.

So schaute ich ganz früh heut schon,
aus dem Fenster, wo ich wohn.
Sah mich im Geiste Schnee schon schippen.
Kalte Füß, vereiste Lippen.

Sah mich auf dem Sessel sitzen,
die Funktion „Massage“ nützen,
da der Rücken kneift, fast bricht.
Mir anzeigt, was er mag, was nicht.

Ich dachte mir – ich will nicht lügen,
das könne nur am Datum liegen.
Dann fiel mir kurzumwunden ein:
Der Grund kann auch der Winter sein.

Dennoch habe ich beschlossen:
Ich bleib Zuhause – unverdrossen…
Da klingt lang vor Sechse schon,
schrill und laut das Telefon.

Ich gehe dran – ich meld mich kläglich,
das „Wort zum Freitag“ – oder täglich (?),
des Chefs, der mir bedeuten will,
was ich denke, das sei Müll.

<<Der Schreibtisch – Unhold – hey, er wartet.
Mach dich auf – die Rote Karte,
halte ich schon in der Hand.>>
Ich wurde blass – gleich einer Wand.

Da wusste ich, ich muss mich sputen.
Bis zur Arbeit – 10 Minuten.
Ich schwang mich schnell in meinen Sitz,
fuhr wie ein geölter Blitz.

War letztendlich – alle Fälle,
pünktlich an der Arbeitsstelle.
Kurze nach Sechse – lieber Mann,
um Sieben fangen wir ja an.

Der Freitag mit der 13 spricht:
<<Zieh nicht solch ein dumm Gesicht.
Ich bin ein ganz normaler Tag.
Aberglauben? – Na, wer´s mag…>>

Drauf fiel mir ein, das Enkelkind,
kam auf die Welt – die Zeit verrinnt,
am Freitag mit ner 13… - klar.
Dieser Tag ist wunderbar.    13.01.17
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Wettervorhersage

Die Liebste sprach, es sei so weit,
dass es nun in Bälde schneit.
Sie sah mich an, sprach süffisant,
was das heißt, sei mir bekannt.

Sie statte mich mit Blinklicht aus.
Auf dem Kopfe - frei heraus,
weil das einfach besser wär,
ansonsten fällt der Heimweg schwer.

Meinen Einwand, das sei dämlich,
ignoriert sie – weil und nämlich:
Es geht nur um Frau Hund – nicht mich.
Mein Einwand, er erübrigt sich.

Ich bin blind – dem Maulwurf nahe,
Ich und Sicht? – Ist nicht das wahre.
Denn die Dioptrien sind,
nicht auf Zack – nun ja, das stimmt.

Ist es nun des Schneefalls Wille,
zu besetzen meine Brille,
tappe ich in Dunkelheit.
Das ist halt so – es tut mir leid.

Ich tappe dann im Schneefall rum,
gebärde mich – na ja – wie dumm,
und genau für diesen Falle,
gibt’s das Licht – sonst bin ich alle.

Käm ich ohne Hund zurück,
spielt Frau General verrückt.
Ob ich den Weg nach Hause fand,
das ist egal – so ist´s bekannt.

Dazu hat sie mir noch beteuert,
ich würde – nein – nicht ferngesteuert.
Auch Überwachung gibt es keine…
Da hab ich Zweifel – denn ich meine…

…solch ein Blinklicht – Tragikomik,
ist vollgepackt mit Elektronik.
Da bietet sich doch ein Modul,
zum Spähen an – das fänd sie cool.

Und wenn der Schnee nur sachte fällt?
Leicht gepudert unsere Welt?
Dann traut sie mir vielleicht ja zu,
dass ich heim find – Top, der Clou.

Ergo, falls Ihr etwas seht,
das blinkend um den Weiher geht,
derweil der Winter Einzug hält…
Das bin ich – weil´s ihr gefällt.

Und wenn ich mich trotzdem verwirre,
mich im Sturm des Schnees verirre,
dann seid so gut – oh Schreck, oh Graus,
und bringt mir nur Frau Hund nach Haus.   10.01.17
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Das IPhone feiert Geburtstag

Ich gebe zu – mit leichtem Sinn,
dass ich gewiss ein Junkie bin.
Ich neig dazu – bin leichthin süchtig,
tja, wenn´s so sein soll – dann auch richtig.

Der Daumen, der die Tasten trifft,
das ist ein ganz spezielles Gift.
Denn plötzlich ist man – weil´s halt geht,
laufend, laufend Up to date.

Emails, Nachricht, Kontenstände,
Reime, die ich grad versende.
Whattsap – und Neues vom FC.
Der Daumenballen, er tut weh.

Der Chef, der aus der Ferne schreibt,
die Liebste, die verbunden bleibt,
der Sohn und auch das Tochterkind.
Bin nie allein – das Wir gewinnt.

Wer hätte daran je geglaubt?
Ob und wie und überhaupt,
solch Siegeszug je möglich sei.
Das Mobilphone – wir sind dabei.

In der Hand ruht ein Computer,
verbindet sich fix mit dem Router,
oder funktioniert halt so.
Irgendwie und irgendwo.

Musik und Filme, ohne Ende.
Worte füllen ganze Bände.
Das IPhone, es ist immer da.
Gehört dazu – es stimmt, fürwahr.

Termine, die das Kästchen plant,
wer hätte jemals je geahnt,
dass das Hirn – nach kurzer Frist,
nun schon überflüssig ist.

Ich schaue nach – muss nichts mehr wissen,
nur die weiße Fahne hissen,
sobald mir die Erinnerung,
mal kurz versagt – bin nicht mehr jung.

Wege, die ich finden muss.
Das IPhone hat sie schon gewusst,
ehe ich – ich weiß genau,
verstohlen in die Karten schau.

Der angebissene Apfelkitsch,
ist wirklich ganz schön abgepitscht.
Solange – ich hab´s festgestellt,
am Ende – na – der Akku hält.

Denn zeigt der Bildschirm erst mal Schwärze,
ist´s vorbei – mach keine Scherze.
Dann denk ich wieder selbstgemacht.
Das klappt ganz gut – wär doch gelacht.  09.01.17
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Brustgeschirr

Die Liebste spricht: <<Nimm´s Brustgeschirr.>>
Mein Gott, wie blümerant wird mir…
Was hat sie sich dabei gedacht,
am frühen Tage – nach der Nacht?

Ich sage - <<Gut, wenn du das meinst.>>
Jedem Menschen, bitte seins.
Und wenn sie sagt, sie will das so,
dann gehorch ich – irgendwo.

Ich nehme sie kurz in den Arm.
Voller Ehrfurcht, Liebe, Charme…
Da meint sie nur: <<Jetzt wird´s zu bunt.
Ich meinte – klipp und klar – Frau Hund.

Ihr Männer…>> - oh, sie bläht die Nüstern,
<<seid nur eines – nämlich lüstern.
Gibt man euch den Finger nur,
legt man gleich die falsche Spur.

Geh zur Arbeit – Brot verdienen.
Derweil mach ich jetzt gute Mienen,
zum bösen Spiele – denk daran,
dass ich auch ganz anders kann.>>

Erneut schon riech ich Pech und Schwefel.
Begreife jetzt, mein Tun war Frevel.
Doch sie hält sich – großes Glück,
mit weiterem Schimpfen sehr zurück.

Drauf zeigt sie dann am Hundetier,
was sie gemeint – sie sagt: <<Schau hier.
So legst du ihr die Leine um.
Streng dich bloß an – stell dich nicht dumm.

Wehe dir, ich komm nach Hause,
und Frau Hund liegt ohne Pause,
im Geschirr total verstrickt.
Was dir fehlt – das ist Geschick.

Doch nach Silvesters Böllerei,
zieht sie sich am Ende frei,
vor lauter Angst – vorm nächsten Knall.
Deine Aufsicht! – Klarer Fall!

Daher – hör, ich sag es dir:
Benutze heut das Brustgeschirr.
Und noch eines, lieber Mann:
Grinse mich nicht dümmlich an.>>

So weiß ich endlich, was mir blüht.
Immer ist´s dasselbe Lied:
Erst kommt Frau Hund – viel später ich.
Drum flüchte ich nun – ins Gedicht.

Dass ich mal was falsch verstehe,
dass ich mich auch mal versehe,
das liegt wahrscheinlich – Spät, ob Früh,
an meiner Krux – der Phantasie.   06.01.17
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Pullover

Mein Chef… - ich meine den Zuhause,
zerrt an mir stets ohne Pause,
schaut mich an – bis dass sie spricht:
<<Du, mein Freund gefällst mir nicht.>>

Ich bin geschockt, ich bin betrübt.
Ich weiß nicht, was sie gerade sieht.
Doch weiß ich eines – hier zu lesen:
Schön bin ich noch nie gewesen.

Das sage ich ihr frei heraus.
Ich seh halt, wie ich ausseh aus.
Für Hollywood – das sagt sich leicht,
hat es leider nicht gereicht.

Noch nicht mal für die Sesamstraße.
Nur wenn ich tief und friedlich schlafe,
dann träume ich – das fällt nicht schwer,
dass es vielleicht ja anders wär.

Die Liebste – wie sie grimmig schaut.
Mir ist nicht wohl in meiner Haut.
Ich ducke mich – mach mich bereit,
zum Donnerwetter – tut mir leid.

Ich warte auf den Luftzug prompt.
Wundere mich, dass er nicht kommt.
Ich schiele aus der Deckung raus.
Sie sieht im Grunde harmlos aus.

Denn bevor die Schläge landen,
meint sie nur - <<Hast falsch verstanden,
was ich sprach – was ich gemeint.
Du bist zu kritisch, wie es scheint.

<<Du musst nur auf dich selber schauen.
Du siehst aus, wie reingehauen,
in den Pullover – gut zu sehn…>>
Ich schaue hin – ich find ihn schön.

Sie will mit mir zu „Mode Hövel“.
Ich mucke auf – dann riech ich Schwefel.
Ich seh die Hörner, Pferdefuß.
Da weiß ich, was sie will… – ich muss!

Ich weiß nicht, ob ich das verdiene.
Ich muss erneut in die Kabine.
Zum Probieren – dies und das.
Nein, das macht nicht wirklich Spaß.

Der Pullover passt doch noch.
Hat keine Flecken und kein Loch.
Nur halt jenes, das nicht stört.
Am Halse – wo es hingehört.

Den könnte ich in allen Lagen,
noch viele, viele Jahre tragen…
Doch meine Frau… - ich bin schon still.
Tu nur das – was sie halt will.    05.01.17
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Schneefall

Ich wachte auf – denk „Welch ein Sch…
Draußen alles heftig weiß.“
Denn Frau Holle – gar nicht nett,
schüttelt Montag grad ihr Bett.

Heut am ersten Arbeitstag,
des neues Jahres – nun, da lag,
der Schnee schon gut verteilt am Boden.
Dazu gab´s Nachschub – na, von oben.

Ich schaute hoch – und zwar sehr kritisch.
Ich sprach zur Liebsten: <<Schatz, ich bitt dich,
schau nach dem Rechten>> - gab nen Kuss,
weil ich doch zur Arbeit muss.

Ob sie der Ansatz wirklich freute,
weiß ich nicht, Ihr lieben Leute.
Doch samt Schwiegerkind und Sohn,
schaffte sie den Aufwand schon.

Es ist Winter – ist schon klar.
Die kalten Tage, sie sind da,
Und manche auch dazu noch feucht.
Das ist halt so, wie´s mir grad deucht.

Doch statt des Kratzens, dem vom Schieber,
wäre mir der Frühling lieber.
Statt Schnee auf meiner Windschutzscheibe,
lieber Frühjahrs bunte Kleider.

Die Winterreifen – Gott sei Dank,
zeigten Gripp – den „Pelz“ im Schrank,
den nahm ich mir – ich zog ihn an.
Das muss so sein, so dann und wann.

So langsam bin ich viele Wochen,
zur Arbeit niemals nicht gekrochen.
Es schien, als ob so mancher sich,
vor Angst verkroch – beim ersten Licht.

Egal – ich bin gut angekommen,
habe mir ein Herz genommen,
bin jetzt an meinem Arbeitsplatz.
Heil und sicher – Ratz und fatz.

Ich hörte, meine Lieben auch.
Das ist es, was man will und braucht.
Schneefall, hier im Rheinland ist,
für das Fahren großer Mist.

Eben noch die Straßen trocken,
führen erste zarte Flocken,
dazu, dass der Verkehr sich staut,
weil niemand seiner Fahrkunst traut.

Trotzdem würd ich – das wär schön,
bei Schneefall jetzt spazieren gehen.
Mit Frau und Kindern, mit Frau Hund.
Dies tue ich Euch hiermit kund.     02.01.17
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Gute Vorsätze für 2017

Das Jahr hat gerade angefangen,
das fragt man mich voll Hoffen, Bangen,
was denn nun mein Vorsatz sei,
fürs Jährchen ´17 – frisch und neu.

Kann sein, ich bringe Euch zum Weinen.
Sorry, Freunde, habe keinen.
Weil ich rundum zufrieden bin,
macht das auch gewissen Sinn.

Nun gut, ich könnte wenig essen.
Doch hätt ich´s morgen schon vergessen.
So ist mir – Ehrlich – sehr bewusst,
dass ich ihn nicht brechen muss.

Wenig zu Konzerte fahren?
Das Geld stattdessen besser sparen?
Das mag wohl sein – doch sagt, warum.
Wir haben Spaß dran – nehmt´s nicht krumm.

Beim Fußball Contenance behalten?
Auf „Ich-bin-völlig-leise“ schalten?
Das kann ich nicht – es tut mir Leid.
Das scheidet aus – mit Sicherheit.

Vielleicht ganz wenig – wenig schreiben?
Ha!!!! – Das möchtet Ihr wohl leiden.
Doch den Gefallen – kalt erwischt,
erfülle ich Euch sicher nicht.

Lieb zu Frau und Kindern sein?
Ein wahrer Engel? – Auch Daheim?
Das beste Herrchen für Frau Hund?
Hallo?! – Jetzt wird´s mir zu bunt.

Mag sein, ich bin nicht gerade niedlich,
doch in der Regel völlig friedlich.
Vergesst den Vorsatz – ganz genau,
den braucht eher meine Frau.

Immer, immer ist sie grantig.
Jawohl, zu mir – ganz eckig, kantig.
So, dass ich bald weinen muss.
Das sei Euch bitteschön bewusst.

Nein, nein, behaltet, jetzt die Ruhe.
Jedes Wort und mein Getue,
ist ganz albern – doch selbst das,
macht mir einfach riesig Spaß.

So müsste ich nun länger grübeln.
Hab keine Lust – nehmt´s mir nicht übel.
Selbst die Arbeit mag ich gern.
In Rente gehen? – Liegt mir fern.

Sagt mir bitte – seid ganz ehrlich:
Ist „kein Vorsatz“ sehr gefährlich?
Falls ja doch, so strickt mir einen.
Denn solange hab ich keinen.    01.01.17
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Paket

Die Liebste zeigt auf ein Paket,
spricht: <<Bitte sehr, wenn es denn geht,
steige unverzüglich rein.
Was halt sein muss, das muss sein.>>

Ich schaue sie nur fragend an.
Bin ja schließlich nur ein Mann.
Das heißt, die Logik (m)einer Frau,
verstehe ich nicht so genau.

Das Behältnis viel zu enge.
Ich fürchte mich vor dem Gedränge,
das mich dort erwarten wird.
Frau Hund liegt schon darin - verwirrt.

Das Tier schaut ängstlich - so wie ich.
Ich denke mir, der Mut sei Pflicht,
und steige einfach mal dazu.
Dann schau ich auf - mein Weib, was Nu?

Sie steht vor dem Paket, galant,
zeigt die Rolle Tesaband,
und meint dann: <<Jede Angst, Ihr Lieben,
ist natürlich übertrieben.

Ich mache jetzt die Wohnung reine.
Entferne Schmutz, sowie die Keime.
Da brauche ich Euch grad nicht hier.
Ihr Schmutzfinken - Ihr Ferkel, Ihr.

Heut was versauen? - Wird nicht glücken.
Ich werde Euch ad hoc verschicken,
mit der Eilpost DPD.
Keine Sorge, tut nicht weh.

Ich sende Euch zum Tochterkind,
auf dass ein jeder so gewinnt:
Ihr seid dann fort - das wisst Ihr ja,
und bei ihr erst später da.

So haben wir dann beide Ruhe.
Lasst das Stöhnen, das Getue.
Ich weiß, seid dessen ganz gewiss,
was für mich das Beste ist.>>

Damit klebt sie das Tesaband,
zügig mit geschickter Hand.
Meinen Einwand - <<Viel zu schwer!>>,
hörte sie schon lang nicht mehr.

Rundherum manch Loch zwecks Luft.
Ich hör, dass sie den Frachtdienst ruft,
dann sind wir schon - ich stell es fest,
mitten im Versandprozess.

Zwischen den Geschenkpaketen.
Was uns hilft? - Na klar, zu beten.
Solchen Quark - es tut mir leid,
verzapfe ich - zur Weihnachtszeit.   26.12.16
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Reifeprüfung

Es ist wie eine Endlosschleife:
Prüft man meinen Stand, die Reife,
so scheidet - das ist klar wie nie,
eines aus... - Miracoli.

Es vergisst der ältere Bube,
völlig jede Kinderstube.
Miracoli auf seinem Teller,
verbannt den Mann hinab zum Keller.

Einen Schutz? - Den gibt es nicht.
Eine Rüstung wäre Pflicht,
mit der ich nach dem Speisen dann,
zügig in die Wäsche kann.

Die Nudeln völlig nackt verspeisen?
Das böte sich zwar an, ganz leise.
Doch täte ich - ich sag's Euch allen,
niemand wirklich nen Gefallen.

Wenn's also Italienisch wird,
die Pasta meinen Napf verspürt,
dann steht die Liebste in der Zeit,
mit Farb und Pinsel schon bereit.

Sie entscheidet, mich zu lynchen,
oder neu die Wand zu tünchen.
Gottseidank, auf alle Fälle,
macht sie Letzteres - auf die Schnelle.

Überstreicht die roten Flecken,
die wirklich ganz vorzüglich schmecken.
Prüft das Hemd - so wie gewohnt,
ob die Wäsche wohl noch lohnt.

Klaubt die Nudeln - denn wir sparen,
aus den Ohren, aus den Haaren,
auf dass der nächste Napf sich füllt.
Ich liebe dies Gericht, ganz wild.

Reinigt Tisch und Fenster, Stühle,
derweil ich in der Soße wühle.
Auch die Lampe an der Decke,
bekam was ab - oh, ich verrecke.

Frau Hund - grad das ist eine Schau,
trägt ihr Fell nicht nur noch grau,
sondern lieblich rot gesprenkelt,
die Ohren, Rücken, Schwanz und Schenkel.

Ich merke, dass mein Weib mich liebt,
weil's dennoch das Gericht mal gibt.
Sie spricht - versteht das ganz allein:
Ein Sturm, er kann nicht schlimmer sein.

Prüft drum bitte nicht die Reife.
Weil ich niemals nicht begreife,
wie man mit viel Anstand speist.
Das geht so gar nicht - tja, ich weiß.  24.12.16
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Aufraffen

Sich am Morgen aufzuraffen,
wenn andere noch friedlich schlafen,
friedlich in der Falle schlummern,
macht mir - ich bin ehrlich - Kummer.

Nach der Dusche ab ins Hemd,
ein Streichholz in das Lid geklemmt,
auf dass die Augen offenbleiben.
Dann frisches Brot - in dicken Scheiben.

Ein Kaffee - und nun sitz ich hier.
Da ich die Last des Tages spür,
ging ich lieber - das klingt nett,
ab zurück ins warme Bett.

Doch wartet schon - oh Last, oh Grauen,
ne große Steuer - na, mal schauen.
Ich gebe mich halt einfach dran,
dann wird sie fertig - irgendwann.

Heut Nachmittag, da spielt der Bock,
da wird im Süden früh gehockt,
und drauf gewartet - froh gestimmt,
dass das Match sehr bald beginnt.

Ob wir eine Chance wohl haben?
Fragt mich später - erst am Abend,
werden wir und ich es wissen.
Die Jungs, sie werden kämpfen müssen.

Die Liebste - so sind Frauen, Mütter,
werden bald das Jungvolk füttern.
Morgen früh - hier zum Advent.
Wie man's lange Jahre kennt.

Sie kauft ein - ich bleib Zuhause,
haue Zahlen ohne Pause,
am PC - samt Tastatur.
Für die Kundschaft - ab 10 Uhr.

Würd lieber - hey, das möcht ich leider,
weiter Manuskripte schreiben.
Auch wenn ich mit recht forschem Sinn,
weiter auf der Suche bin.

Nach dem Verlag, der mich verlegt.
Nach dem Verlag, der was bewegt.
Nach dem Verlag, der mich bestimmt,
einfach mal beim Händchen nimmt.

Der Tag ist jung, er fängt grad an.
Alles was ich tu und kann,
geht mir gerade durch das Haupt.
Die Liebste spricht... - ich stell mich taub.

Ich muss doch meinen Reim noch reimen.
Frohlocken, jammern, etwas schleimen.
Ein Samstagmorgen - schreib mich froh.
Da kenn ich nichts - ich bin halt so.   10.12.16
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Heilung

Ich hab nicht wirklich gut geschlafen,
zu viele Lettern, die sich trafen,
in meinem Kopf zum Stelldichein.
Nicht mehr raus - doch ständig rein.

Wie gut, dass ich die Lösung weiß.
Läuft mein Speicher erst mal heiß,
drehe ich das Kränchen auf.
Ich lass den Worten freien Lauf.

Ob es Sinn macht, oder nicht,
ist mir recht schnurz - das Tun ist Pflicht
Ich überlege nicht sehr lange,
und starte los - mir ist nicht Bange.

Ich nehme - was ich find - aufs Korn,
beginne jeden Tag von vorn,
und schütte aus in kurzen Strophen,
was mir einfällt... - Katastrophen?

48 kurze Zeilen,
lassen mir den Druck enteilen.
Schön, wenn man ein Mittel hat,
gen Wortestau - das bringt auf Trab.

Wisst Ihr was das Schlimmste ist?
Dass Ihr um meine Jeckheit wisst.
Wo ich hinkomm - dann und wann,
grinst man mich in Mitleid an.

Heut Morgen auf dem Gang, Herr Maier.
Nun bin ich untendurch, oh weiah.
Ich verspreche heut, ohje,
dass ich bald in Behandlung geh.

Es gibt da ganz bestimmt ein Mittel,
von den Herrn im weißen Kittel.
Tabletten, Spritzen, oder Tropfen,
gegen dieses stete Klopfen.

Im Notfall heißt's zur Couch sich legen,
da gibt's psychiatrischen Segen.
Und irgendwann bin ich geheilt.
Nicht mehr geschrieben - nicht geteilt.

Dann wird mein Dasein ganz normal.
Nicht mehr diese stete Qual.
Ich bin einfach, einfach still.
Nichts, dass ich muss - doch was ich will.

...hüstel...liegt's am Schlafentzug?
Müdes Schreiben scheint nicht klug.
Denn dann kommt - oh Schreck, oh Graus,
nur ein solcher Stuss heraus.

Ich - ich nicht mehr Schreiben, Dichten?
Das geht gar nicht - nein, mitnichten.
Ich werde Euch auch weiter stressen.
Ruhe? - Das könnt Ihr vergessen.    08.12.16
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Tag der Philosophie

Heut ist der Tag der Philosophen.
Gesalbte Worte – lange Strophen,
mit, vielleicht auch ohne Sinn,
samt weniger und mehr Gewinn.

Jetzt frag ich mich – dem Wort zu Ehre,
ob ich gar philosophisch werde.
Ich überlege – komm zum Schluss:
Meistens schreibe ich nur Stuss.

Lass mich von den Gefühlen leiten,
will mir selber Spaß bereiten,
den Speicher all der Worte leeren,
vielleicht den Reiz der Sprache ehren.

Doch der Sinn…? – Na, der geht ab.
Auch wenn ich mich bemühet hab,
bleibt es dann – zum größten Teil,
gereimtes Bla… - Wieso? – Na, weil…

…wen interessiert denn bitte schon,
des Geißbocks Stand – …vielleicht den Sohn?
Vielleicht auch ein paar Freunde noch.
Seht Ihr wohl – ich sag es doch!

Wen interessiert – beim Schopf gepackt,
denn letztlich mein Musikgeschmack.
Was ich so bei Konzerten denk,
das ist für mich halt ein Geschenk.

Ob ich lese, schreibe, reise,
ich zieh mit Worten meine Kreise.
Warum? – Weil´s mir viel Freude macht.
Das hättet Ihr jetzt nicht gedacht.

Philosophen – darf ich´s wagen (?),
sollten kluge Dinge sagen,
die man auch noch später spricht…
Sorry, das gelingt mir nicht.

Doch dankbar bin ich dennoch, froh,
irgendwie und irgendwo,
weil es heut im Radio kam,
was ich frank und frei vernahm:

Heut sei der Tag der Philosophen.
Schon sprießen wieder Worte, Strophen.
Ich hab zum Schreiben einen Grund,
das hält mich geistig frisch – gesund…

…na ja, ich will´s nicht übertreiben.
Ich selbst mag diese Phasen leiden.
Stets 12 kurze Päckchen lang.
Sorry, ich hab Freude dran.

Und so schreib ich zügig weiter.
Niemand macht das zwar gescheiter,
jedoch – und ja, so ist das eben:
Dieser Zwang – gehört zum Leben.   17.11.2016
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November

Solch garstige Novembertage,
verführen mich, wohl keine Frage,
zum Gammeln und zum Gar nichts tun.
Relaxen - und kurz Auszuruhen.

Dass ich ein wenig schreiben muss,
heut Morgen - hab's vorher gewusst.
Dass ich ein wenig reimen soll,
heut Abend - find ich nicht so toll.

Der Zwang, er überfiel mich gerade,
und ich war nicht in der Lage,
ihm zu sagen - hier und jetzt:
Bleib doch, wo der Pfeffer wächst.

Jetzt hab ich einmal angefangen,
das muss für viele Päckchen langen.
Zwölfe sind es an der Zahl.
Nicht mehr, nicht minder - ach, egal.

Die Liebste - wisst ja, wen ich meine,
gab mir heut die lange Leine,
fuhr gen Mittag einfach fort,
ließ mich hier allein - am Ort.

Mit Frau Hund, die mit mir ging,
um den Weiher - welch ein Ding.
Heute keine Zicken macht,
das ging besser als gedacht.

Auch wenn vom Himmel Regen fiel,
war's einfach - nahezu ein Spiel.
Der Weg ein buntes Blätterkleid,
Herbst halt - die gewohnte Zeit.

Hab heut gelesen - jede Menge,
manch Buch verkauft - fast gab's Gedränge.
Hab einfach heut mal nichts getan...
Für mein Verhältnis wohl... - im Plan.

Der Sonntag geht aufs Ende zu,
egal was ich so mache, tu,
ich halte seinen Schwung nicht auf.
Ich nehm den Montag bald in Kauf.

Nach 35 langen Jahren,
mit heute krass ergrauten Haaren,
betrete ich nun morgen wieder,
mein Büro - ich werd kaum müder.

November ist's - macht mir nichts aus,
Licht und Kerzen gibt's Zuhaus,
und fremde Welten - überhaupt,
sie sind näher, als Ihr glaubt.

Begleiten mich im Kopfe nämlich,
wenn Ihr wollt... - nun gut, ich schäm mich,
dass ich laufend schreiben muss.
Selbst im November - groß die Lust.  13.11.16
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Auftakt

Hoch die Tassen, überall,
es startet heut der Karneval.
Doch mich - mich interessiert's heut nicht,
warte - artig - bei Gericht.

Sprang heut grad als Springer ein.
Sorry, Chef, ich find das fein,
habe ich doch nebenbei,
eben mal den Tag heut frei.

Etwas Lauschen - sorgsam Richten.
Die Wartezeit erfüllt mit Dichten.
Ja, ich weiß, ich bin verrückt.
Und weißt Du was - das ist mein Glück.

Nun sitz ich hier - ich warte noch.
Etwas früh - ich sag es doch.
Ich sehe die Menschen in den Gängen,
lass mich von Hetze nicht bedrängen.

Freundliche und nette Mienen,
die nen lieben Gruß verdienen.
Verkniffene, die schmunzeln können,
wenn man sie grüßt - beim Hasten, Rennen.

Ich schaue auf den Plan am Saal,
kenn nicht die Namen - ach, egal.
Jeder hat bei Tageslichte,
seinen Anlass - nebst Geschichte.

Ich sehe all die dunklen Roben.
Ich will mich ja nicht selber loben,
doch Irgendwie - so sieht das aus,
fühl ich mich - auch hier - Zuhaus.

Mach's so viele Jahre lang.
Mensch, mein Gott, wann fing das an?
Ich habe viel gelernt damit.
Tag für Tag - und Schritt für Schritt.

Sah Richter kommen, Richter gehen,
so viel in dieser Zeit geschehen.
Und mit Gitta - ...toll gewesen,
hab ich vor kurzer Zeit gelesen.

Jetzt sind's nur noch ein paar Minuten,
ich spüre schon, ich sollt mich sputen.
Dann schicke ich ganz still und leise,
den Reim von heute auf die Reise.

Ich weiß, dass ich ein Schwaadlapp bin.
Nehmt es gottergeben hin.
Ihr ändert mich nicht jetzt, nicht bald,
dazu bin ich viel zu alt.

Und denkt Ihr Euch, ich sei bekloppt,
unter meinen grauen Kopp,
dann schiebt es auf den Karneval.
Ich bin halt ein verschrobener Fall.  11.11.2016
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Schneiden

Die Liebste reicht ein Messer mir,
gut geschärft - na klar, von ihr,
und meint lakonisch dann dabei:
<<Schneide dir den Weg grad frei.>>

Ich war - ich geb es zu - nicht wach,
und falls ihr Spruch nen Sinn auch macht,
drang er noch nicht - 7 Uhr,
in die Synapsen, die Struktur.

Die Augen gerade aufgeschlagen,
wollte ich den Hinweis wagen,
dass mein Verstand nach schlechtem Schlaf,
noch nicht so klappt - gehorsam, brav.

Da meinte sie: <<Wer von uns beiden,
soll die Luft ansonsten schneiden,
die letzte Nacht den Raum besetzt?
Mach dich auf - und zwar gleich jetzt.>>

Da begriff ich - denn die Sonne,
im Grunde eine wahre Wonne,
heizt jetzt grad die Räume auf,
auf dass sie uns im Schweiße tauft.

Die Luft, die wirklich, dass Ihr's wisst,
akut - nun ja - zum Schneiden ist,
die habe ich - ich war so frei,
grad beseitigt - Jubel, freu.

Ich hab die Fenster aufgerissen.
Wer möchte schon die Frischluft missen,
zumindest 1, 2 Stündchen lang?
Dann fängt das Elend wieder an.

Das Atmen fällt schon richtig schwer,
ach, wenn es doch schon herbstlich wär,
mit frischer Luft und Sauerstoff.
Die Hitze, sie kam unverhofft.

Sie zieht nun auch ins Fachwerk ein,
die Hoffnung, sie ist wirklich mein,
sie geht - wie sie halt kam, auch raus.
Wir luden sie nicht ein - ins Haus.

22 feine Grade,
das es nicht hält, nun das ist schade.
Die 30 winkt uns heftig zu...
Ich fahre ins Büro - der Clou.

Dort wartet herrlich, kühl und frisch,
das Gerät - yes well, auf mich,
dass fürs gemäßigt Klima sorgt.
Chef, der Strom ist nur geborgt.

Sonntag ist's - und Wochenende,
ich falte friedlich meine Hände,
und trotze der Bewegung gerade.
Viel zu warm - und das ist schade.     28.08.2016
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Die Schule beginnt

Die Schule hat nun grad begonnen.
Wie konnte es nur so weit kommen?
Die Ferien… - das alte Lied,
vorbei – eh, dass man sich versieht.

Wieder lernen, schwitzen, büffeln.
Dazwischen auch vielleicht ein Rüffel.
Oder gar - …ich wär dabei,
auf die Schnelle hitzefrei.

In den Bänken still verhalten,
nicht mehr schalten oder walten,
wie man es gern selber hätt.
Die Ferien – sie waren nett.

Auch wenn das Schwimmbad… - Schwamm darüber.
Jetzt ist Sommer – wär´s Euch lieber,
dort zu liegen? – Blanker Bauch?
Ich geb´s zu – mir selber auch.

Auch wenn das niemand sehen mag,
hat der Gedanke, heut am Tag,
etwas für sich – allemal.
Schaut halt einfach weg – egal.

Die Kleinsten, die jetzt lesen lernen,
freuen sich – und ich hör´s gerne.
Denn eines Tages – holdrio,
lesen sie mein Buch – und so.

Jetzt gilt´s – den ersten Ranzen tragen,
tausend Wünsche – tausend Fragen.
Und ganz zu Anfang – Leinen los,
ist die Spannung riesengroß.

Sofern der Lehrer es versteht,
zu vermitteln, worum´s geht,
bleibt die Freude obenauf.
Erfolgserlebnis bringt´s in Lauf.

Was heut nach „Böhmisch Dörfern“ klingt,
wird morgen klar – und das beschwingt.
Ob Schreiben, Rechnen oder Lesen,
meistens ist´s ja schön gewesen.

Die Schuljahre – na klar – sie fliegen,
manchmal leicht – und dann auf Biegen,
oder auch auf Brechen gar…
…ob ich ein guter Schüler war?

Besser mal nicht weiter fragen.
Eine 1 gab´s – in Betragen,
doch der Fleiß – nun ja, er hing,
leicht hinterher – nicht Chef im Ring.

Nun wünsche ich – kurz vor der Rente,
das Fördern – richtig – der Talente.
Und viel Spaß – ab heute neu.
Schönen Gruß – Ihr seid dabei.   25.08.2016
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Tag der Fische

Heute gibt´s den „Tag der Fische“.
Die Liebste ruft grad aus der Küche,
dass sie es ganz super fände,
das gäb´s für „Zwilling“ auch – und Ende.

Warum denn gerade wieder ich,
bevorzugt werde – halt als Fisch,
der im Märzen – welch ein Glück,
dereinst das Licht der Welt erblickt.

Auch für „Schütze“, „Krebs“ und „Waage“,
wär das prima – keine Frage.
Selbst für den feuchten „Wassermann“.
Irgendwie und irgendwann.

Für „Jungfrau“, „Widder“, „Stier“ und „Löwe“,
„Skorpion“ und „Steinbock“ – gar die „Möwe“…
Ach nein – verkehrt – die gibt´s ja nicht.
Bevorzugt wird – na klar – der Fisch.

Ich sprach: „Oh, Herzblatt, gib jetzt Ruh,
hör mir bitte grad mal zu:
Dass man den Tag der Fische schreibt,
betrifft mich nicht – es tut mir leid.

Es geht vielmehr und auch stattdessen,
um jenes: - Bitte nicht vergessen,
dass das Meer den Schutz heut braucht…
Ich geb´s ja zu – ich selber auch.

Hat nichts zu tun mit Tierkreiszeichen,
sondern mit dem Fischen, Laichen,
mit Ziffern, Kontingenten, Zahlen,
Mit Hering, Butt, ja selbst mit Aalen.

Ergo, mach dir keine Sorgen,
einen weiteren Tag gibt´s morgen.
Welchen? – Nun, es tut mir leid.
Ich weiß es nicht – hab keine Zeit.

Vielleicht ja auch den Hamster-Tag.
Klingt das nun auch sehr gewagt,
es fordert die Regierung auf,
du ahnst es schon… - zum Hamsterkauf.

Jetzt bloß nicht schubsen – bloß nicht drängen,
Ankauf nur in jenen Mengen,
die für Frau und Mann und Kind,
handelsüblich üblich sind.

Pro Familie – glaub es mir,
nicht mehr als 1 vom Nagetier.
Denke bitte stets daran:
Wir schaffen keinen Käfig an!

Egal ob Hamster, sonst was, Fische,
wir regeln das – in aller Frische.
Ich freu mich trotzdem – dass Ihr´s wisst,
dass heut MEIN Tag – der Fische ist.   22.08.2016
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Heinerich mir graut vor dir

Die Tochter meines Chefs, ohje,
sagt: <<Lieber Henry, es tut weh,
dich kurz vor dem Knockout zu sehn.
Wirklich, ehrlich – nicht mehr schön.

Was du tust ist allemal,
nicht gesund und nicht normal.
Ich ahne nur, du merkst es nicht.
Der Kopf verwaist – und doch brennt Licht.

Ich werde meinem Papi sagen,
besser sei´s, den Schritt zu wagen,
dich nun in das Exil zu schicken.
Deine Sucht lässt sehr tief blicken.>>

Warum sie mich so abgeschmiert?
Naja, vielleicht hat sie gespürt,
dass es – gebe zu, es stimmt,
mit mir – jetzt grad – ein „Ende“ nimmt.

Mir fehlt am Geist schon eine Ecke,
es bleibt die Frische auf der Strecke.
Ich hab erzählt – wie sonderbar,
ich letzte Nacht zur Heimkehr war.

Ich habe schnell das Licht gelöscht,
denn ich war müde – mir war´s recht,
nach dem Konzert, das lange ging.
Es war fast 1 – mein Akku hing.

Doch als ich meine Augen schloss,
da setzt im Hirn das dumme Ross,
an zum Laufe – zum Galopp.
Ehrlich! – Das macht ratsch bekloppt.

Dauernd griff ich neu zum Handy.
Die Liebste fragt mich: <<Hey, Effendi,
was soll das? – Schlaf jetzt, es ist spät.>>
Was war der Grund? – Aktivität!

Die Synapsen drehten durch,
erzählten mir – oh, große Furcht,
von Reimen, die ich schreiben muss.
Sie fanden einfach keinen Schluss.

So schrieb ich – nein, das ist kein Witz,
Wort um Wort – schnell, wie der Blitz.
Erst dann, als diese „Pflicht“ getan,
endete – mein schierer Wahn.

Hätt ich´s nur für mich behalten,
dass die Worte schalten, walten,
dass ich mir kaum mehr helfen kann.
Ich war dumm – oh Mann, oh Mann.

Jetzt habe ich nun den Salat.
Wie sagte doch die Caro grad?
<<Heinerich, mir graut vor dir…>>
…mir selber auch – so glaubt es mir.   18.08.2016
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Kinosaal

Ein Kinosaal allein für mich?
Naja, nicht ganz - es dimmt das Licht,
und ich ahne, neben mir,
sitzt die Familie - sie sind hier.

Rechts von mir sitzt meine Frau,
daneben noch - jawohl, genau,
unser großes Tochterkind,
mit ihrem Freund - die Zeit, sie rinnt.

Die Große ist schon alt geworden,
ganze 30 - ...wird mich morden,
sobald sie diese Zeilen liest.
"Mein Gott, wie ist der Alte fies."

Es wird dunkel - Brille auf,
in 3D - es kommt in Lauf,
der Film, den wir uns ausgesucht.
Vom Land heut grad die Stadt besucht.

Im nahen Hürth - im UCI,
17-15, es ist früh,
doch alte Menschen - klingt nicht nett,
müssen abends früh zu Bett.

Den Hunger stillt die Currywurst,
die Cola nun den größten Durst,
wir sitzen still und regungslos,
die Vorfreude ist mehr als groß.

Die Blase grad noch ausgepresst,
auf dass sie uns die Ruhe lässt,
Tochter, Freund und Frau, der Vater,
Freitagmittag im Theater.

Wir schauen mit weit offenem Sinn,
sind plötzlich in der Story drin,
mit Aliens und Kampf und so...
Bekannt - doch macht es Spaß und froh.

Ich denke nach - und das tut weh,
denn mein - mein Independence Day,
auf den ich hoffte, wie verrückt,
den gab's auch heut nicht - hab kein Glück.

Frau General hat - wie bekannt,
das Heft des Handelns in der Hand.
Sie suchte mir - mit Grimmgesicht,
grad Schuhe aus... - ich muckte nicht.

Wusste ja - hat keinen Zweck,
schob darauf die Börse weg,
und zieh demnächst das Schuhwerk an.
Ich bin und bleib ein armer Mann.

Hab versucht, vom Film zu lernen,
vom Kampf mit der Gefahr, den Sternen,
doch das bekomm ich - weiß es jetzt,
Zuhause niemals umgesetzt.      13.08.2016
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Absturz

Ich habe gestern lang geschrieben.
Die Liebste meint gar übertrieben,
und dass ich fast verwachsen sei,
mit dem PC - …was ist dabei?

Ich schrieb gar emsig die Geschichte,
ein Stückchen weit beim letzten Lichte,
das der Tag mir gestern schenkt.
…da merk ich, dass der Cursor hängt.

Es durchfuhr mich siedend heiß,
auf der Stirne perlt der Schweiß.
Ich rief – nun ja, Ihr kennt mich so,
in Panik – Zeter Mordio.

Die Angst in mir war riesengroß,
dass ich wohl – welch bitteres Los,
die Kapitel – oh, Verdruss,
ein weiteres Mal nun schreiben muss.

Ich streichelte den Rechner still,
sprach, dass ich keinen anderen will,
wenn er mir ganz schnell beweist,
dass er erneut den Laden schmeißt.

Die Bytes und Bits ganz sorgsam hegt,
den Cursor meiner Mouse bewegt,
sich nicht – da mir das nicht gefällt,
mir stur in meine Wege stellt.

Ich schimpfte - …muss ich das erwähnen:
Schämte mich nicht meiner Tränen.
Fluchte, suchte – und verstand…,
es lag nicht mehr in meiner Hand.

Ich würgte daher – kurz und knapp,
den Computer schimpfend ab.
Ich sah mich schon – will ehrlich bleiben,
die Kapitel zwei Mal schreiben.

Mein Haar ergraute, auf der Stelle,
es schwammen die vertrauen Felle,
weit und weit, noch weiter fort…
Gilt ein Hammerschlag als Mord?

Ich öffnete ganz weit das Fenster,
ich sah im Geiste schon Gespenster,
sie tanzten um den Schrott im Hof…
Verweigerung ist mehr als doof.

Ich sah den Rechner an – in Trance,
ich gab ihm eine letzte Chance,
ich hielt den Hammer in der Hand…
Es schwanden Sinn – und der Verstand.

Ich sah den Monitor sich füllen,
mit Testberichten – …nah vorm Killen,
da sank der Hammer – es ist wahr:
Die Datei winkt frisch - …Hurra!   03.08.2016
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Bei offenem Fenster

Im Büro die Fenster offen.
Wer verbietet mir zu hoffen,
dass der Sommer sich besinnt?
Mal schau´n, wer von uns 2en gewinnt.

Derweil dort draußen Regen fällt,
der Sommer kein Versprechen hält,
weigere ich mich – klar gesagt,
aufzugeben - …nur wer wagt…

…kann letztendlich auch gewinnen,
drum sitze ich gekleidet drinnen,
als wenn´s dort draußen Sommer wär.
Fällt´s mir auch – leicht fröstelnd – schwer.

Die Ärmel von dem leichten Hemd,
hochgekrempelt, wie man´s kennt,
wenn draußen warm die Sonne scheint.
Ist halt so – hab´s nur gemeint.

Die „Hundstage“, sie fallen aus,
nur Frau Hund sitzt brav Zuhaus,
versteht nicht, was der Alte will.
Ist schon gut – ich schweige still.

Für sie ist´s Sternbild „Großer Hund“,
überflüssig – bloßer Schwund.
Egal ob so, ob Sirius,
ihr ist´s egal – zum guten Schluss.

Mal ist mir kalt – und dann zu warm,
mein Nöhlen hat nur wenig Charme,
den es selbst nicht dann besitzt,
wenn´s heiß ist – und mein Körper schwitzt.

25 warme Grade,
übers Jahr – und alle Tage,
das wär doch was – na ja, für mich.
Regnen kann´s bei Nacht - …erwischt!

…ja, ja, ich bin halt nie zufrieden,
hier zu kühl – zu warm im Süden.
Wie´s kommt zu nehmen – keine Wahl,
und andersrum wohl auch fatal.

Wenn ich das Wetter machen könnte,
…dazu fehlen die Talente.
Und so nehm ich´s reimend hin,
wie´s grad ist – nur so macht´s Sinn.

Ich wäre traurig – jede Wette,
wenn ich nichts zu reimen hätte.
Daher noch schnell ein Danke sehr,
an Herrn Petrus – fällt nicht schwer.

Ich lass das Fenster weiter offen,
begrabe niemals nicht mein Hoffen,
auf besseres Wetter – im August.
Basta – Ende – Punkt – und Schluss.  02.08.2016
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Ausdauer und Zeit

Ich hab demnächst ein wenig Zeit,
die Reise, sie wird lang, wird weit.
Jetzt nötigt meine Liebste mich:
<<Mein lieber Mann – besinne dich!

Tu doch mir – und auch uns allen,
einen – sei so gut – Gefallen:
Lass dein Notebook fein Zuhaus.
Das hält das stärkste Pferd nicht aus.

Ständig dieses Tasten-Klicken,
das leise Murmeln, Grinsen, Nicken,
das stete Auf-den-Stiften-Kauen…
hört jetzt auf – du bist das Grauen.

Du bist das Grauen auf zwei Beinen,
unentschuldbar – will ich meinen.
Versprich mir, dass du nicht mehr schreibst,
auf der Reise friedlich bleibst.>>

Es brach für mich – samt Beulen, Schrammen,
eine ganze Welt zusammen.
Ich murmelte, ich hätt gedacht…,
…da wurde es stockfinstere Nacht.

Den Hieb – das war nun gar nicht schön,
den hatte ich nicht kommen sehn.
Ich weiß – der Fakt ist mir nicht fremd:
Sie hat ein schlagend Argument.

Das Flüstern klang gefährlich leise:
<<Ich lass nicht zu – auf dieser Reise,
dass du am PC nur sitzt.
Reiz mich nicht – das ist kein Witz.

Jetzt steh ruhig auf und suche dir,
deine Zähne – gerade hier,
liegt – nun schau – ein Schneidezahn…
…was hab ich dir nur angetan?>>

Ich murmelte – die Backe dick:
<<Oh nein, was habe ich ein Glück.
Ich hoffe nur, du machst es gut.
Streng dich an – und zeige Mut.>>

Das End vom Lied – könnt Ihr´s Euch denken?
Ich konnte sie nun dahin lenken,
dass mein PC – tja, wenn auch spät,
mit uns nun auf Reise geht.

Ich darf nun schreiben, schreiben, schreiben,
ich muss nicht brav und sittsam bleiben,
ich schreibe der Gedanken Lauf,
wo ich gehe, stehe auf.

Manchmal ist Frau General,
gut zu mir – der Grad ist schmal.
Und wenn dann noch der Akku hält,
ist sie in Ordnung – meine Welt.    22.07.2016
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Naturell

Klinge ich – vielleicht – auch kleinlich,
klinge ich – vielleicht – auch peinlich,
so liegt mir, was ich nicht verhehle,
dieser Reim auf meiner Seele.

Da fragt mich meines Chefes Kind,
(so, wie freche Weiber sind),
ob sie mich – na super, toll,
aus dem Stand vergiften soll.

Mich? – Ich war noch niemals frech!
Mein Gott, wie ist die Menschheit schlecht.
Ein Kind, dass ich – kein aber, wenn,
schon seit dicken Windeln kenn.

Wär ich zu ihr bös gewesen,
gäb ich´s zu – Ihr könntet´s lesen,
hier an der gereimten Stelle.
Ich bin ehrlich – alle Fälle.

Warum ragt meine Nasenspitze,
nun bis zum Bildschirm? – Ohne Witze,
ich lüge niemals – niemals nicht.
Ansonsten… - hol der Teufel mich.

Ich hör die Stimme aus dem Off:
<<Darauf hab ich schon lang gehofft.
Mein Freund, mein kleiner Satansbraten…>>
Wer war das wohl? – Ich müsste raten.

Der Geruch in jener Phase,
gelben Schwefels in der Nase,
rät mir, mich zurückzuhalten.
Vor dem Reden… – Hirn einschalten!

Dass ich in der Suppe gare,
mit Gemüse… - Gott bewahre.
Und auch das Liegen auf dem Grill,
ist nicht wirklich, was ich will.

Meiner Liebsten Fingerzeig,
sagt mir, dass ich besser schweig.
Nichts erzähl von Satansbräuten…
Ich höre schon das Veto läuten.

So beschließ ich jetzt und gerade,
lieb zu sein – ist das auch schade.
Das geht mir wirklich viel zu schnell,
entspricht nicht meinem Naturell.

Stattdessen werd ich – ist mir lieber,
acht nun geben – schaue drüber,
über das, was sie mir reicht.
Wie gestern dieses Eis – vielleicht…

…war es schon mit Gift durchsetzt.
Ich kämpfe – ehrlich – bis zuletzt.
Und wenn ich nicht mehr schreiben kann,
wisst Ihr weshalb – heut fing es an.   21.07.2016

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Mir ist warm

Nun sitze ich am Schreibtisch hier,
ich sehne mich nach kühlem Bier,
nach Wasser oder frischem Saft.
Die Sonne brennt mit Macht und Kraft.

Ich schaue zum Kalender – stumm,
der Mittwoch geht grad nicht herum.
Ich wäre… – fände das okay,
viel, viel lieber fern, am See.

Mein Chef sagt mir ganz deutlich Nein,
ich solle – hallo? – fleißig sein,
ansonsten – tja – da setzt es was.
Nun ja, so sprach er – klingt´s auch krass.

So suche ich die Lösung hier,
oh Gott, so blümerant wird mir,
die Sicht verschwimmt mir vor den Augen…
Herrlich ist´s – und kaum zu glauben:

Ich ließ mir die Kollegen kommen,
hab ein Blatt Papier genommen,
groß – im Stile von A3…
Jetzt fächeln sie – ich bin so frei.

Im Liegestuhl am Schreibtisch sitzen,
kühle Luft – anstatt zu schwitzen,
ein Glas Sangria in der Hand…
Ich glaub, mir schwindet der Verstand.

Ich finde mich stattdessen wieder,
rechnend, schreibend – müd und müder,
erkenne ganz spontan nun gerade,
es war ein schöner Traum – wie schade.

30 Grad wird´s – und die Sonne,
strahlt am Himmel – welche Wonne.
Wo ist dann bitte – na? – der Sinn,
dass ich hier gefangen bin?

Ich könnt den Tag am Rhein verbringen,
fröhlich – und vor allen Dingen,
weit von meinem Schreibtisch fort.
Das wär schön – darauf mein Wort.

Ein wenig am Roman noch schreiben,
ja, das möchte ich wohl leiden.
Doch da schwingt mein Chef das Schwert…
Damokles – sein Veto stört.

Drum werde ich jetzt wieder fleißig,
das ist die Pflicht – ja, ja, das weiß ich,
und die Kette – die am Fuß,
winkt mir zu - mit schönem Gruß.

Auf der großen Kugel steht:
„Sie öffnet sich – nach 4, erst spät.“
Erst dann darf ich zur freien Welt,
wenn´s donnert, blitzt – der Regen fällt.  20.07.2016
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Sommerferien

So! – Es sei nun endlich Sommer,
spricht der Kalender – Punkt und Komma,
lässt er – das sei klar – nicht zu…
Mit der Eiszeit du auf du.

Heute Früh mal grad 10 Grade,
das geht ja gar nicht – das ist schade.
Ich ging im Kurzarmhemd hinaus,
jetzt friere ich – oh Schreck, oh Graus.

Unsere Kinder – Bockseidank,
sind schon groß – den Pelz im Schrank,
brauchen wir nun heut noch nicht.
Doch für die Kleinen scheint´s fast Pflicht.

Es ist amtlich – in der Tat,
der erste Tag der Ferien naht,
und noch ist ja die Chance groß,
vielleicht legt noch der Sommer los.

Ich schau aufs Handy – glaub es nicht,
dass es von warmem Wetter spricht,
bevor… ab Dienstag Regen fällt.
Der Sommer, der nun Einzug hält.

Bis Dienstag/Mittwoch – nein, kein Spaß,
halb voll und nicht halb leer das Glas.
Und wenn´s Konzert am Dienstag klingt…,
nicht, dass es noch im Matsch versinkt.

3 Tage Wärme. – Oder 4?
Nun meckert nicht – jetzt ist sie hier,
die schöne warme tolle Phase,
samt Sonnenbrand auf unserer Nase.

Die Lesung, die am Freitag steigt,
zeigt 23 – hey, ein Like,
fürs Signal – die Temperatur,
Freitagabend – 18 Uhr.

Da kann man Samstag – das klingt schön,
ja beinah schon ins Freibad gehen.
Ist man im Wasser – bis zu´n Ohren,
auch von unten blaugefroren.

Da ich ein wenig älter bin,
erinnere ich mich – tief im Sinn,
an Sommer, die mit Sonnenschein,
uns verwöhnten – hier, Daheim.

Wer sagt, dass ich nicht Hitze mag?
Hmmm, das stimmt – gut, dass Ihr fragt,
doch Kälte, Regen – so und so,
machen auch nicht wirklich froh.

Na ja, noch ist es nicht soweit,
der Sommer hat noch reichlich Zeit,
bis zum September – bin dabei,
gibt´s noch die Chance – auf hitzefrei.  06.07.2016
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Italien 2016

Irgendwann kommt mal die Wende,
jede Serie hat ein Ende.
Am liebsten heute – ja, so sei´s,
ich bin auf diesen Abend heiß.

Amore, Pizza, Adria,
heute ist der Tag schon da,
an dem wir – klar, das träume ich,
Italien putzen – hoffentlich.

19-70 Mexico,
da begann es – irgendwo,
muss doch mal ein Ende sein.
Schickt die Azzuri bitte heim.

´82 – in Madrid,
Niederlage – nächster Schritt.
Scheinbar gilt es, bei Turnieren,
haben wir wohl zu verlieren.

´06 in Deutschland – Sommermärchen,
wieder fand sich dieses Pärchen.
Im Halbfinale leider Frust.
Italien sprach – Bis hier, und Schluss.

Balotelli – vor 4 Jahren,
schmiss uns mit gefärbten Haaren,
wiederum aus dem Turnier.
Jungens – bitte – diesmal wir.

Heut Abend sitz ich am TV,
samt Kindern, Hund und meiner Frau.
Ich drücke uns die Daumen wund,
wir möchten siegen – ich tu´s kund.

Mit Hector, Neuer, Boateng,
Khedira, Gomez – fletscht die Zäng!
Mit Draxler, Müller – Kimmich auch.
Siegt, so wird´s mir wohl im Bauch.

Hummels, Özil – und auch Kroos,
legt heut Abend kräftig los.
Den Turbo schaltet dort auf Start.
Passt gut auf – und gebt gut Acht.

Das Freundschaftsspiel, das zählt heut nicht.
Italien, bitte aufgemischt.
Wie hoch Ihr siegt, das ist mir gleich,
doch DASS Ihr siegt – das rat ich Euch.

Wechselt mir den Poldi ein,
ein strammer Schuss – hurra und rein,
in Italiens Tor – Buffon,
träumt vielleicht danach davon.

Genug geschrieben und gelesen,
das sei es nun und jetzt gewesen.
Ich möchte mich ja nicht beschweren,
und heute – deutsche Hupen hören.   02.07.2016
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Karaoke

Ich und Singen – Karaoke?
Glaubt mir, mein Gesang weckt Tote.
Ähnelt dem Geschrei von Katzen,
lässt Fensterscheiben klirren, platzen.

Löst aus – oh ja, wenn ich das sage,
jegliche Alarmanlage.
Deckt Dächer rundum gründlich ab,
bringt Lahme unversehens auf Trab.

Zerstört ad hoc den Herzschrittmacher,
das Hörgerät verkommt zum Lacher,
den Menschen gruselt´s – irgendwo,
und auch der Hund wird nie mehr froh.

Die Tauben fallen tot vom Himmel,
das Brot setzt an spontanen Schimmel,
es gärt und gammelt Marmelade…
Nur weil ich gesungen habe.

Es schlägt um – geweihtes Wasser,
es wird nicht heilig, eher nasser.
Der Rasen rund um unser Haus,
sieht ganz plötzlich gräulich aus.

Es vergilben neueste Bilder,
an dem Wege Straßenschilder,
verdrehen sich – und zeigen plötzlich,
falschen Hinweis – oh, entsetzlich.

Der Blutdruck steigt – die Nägel krümmen,
alles wird konfus dort drinnen,
die Nerven funken „Help, Alarm“,
verstörtes Chaos auch im Darm.

Die Sonne, die grad eben scheint,
wird zum Himmel, der nun weint.
Verwirrte Wetterkapriolen…
Mich soll doch wohl der Teufel holen.

Es wird der Kaffee schal und bitter,
das Laub der Bäume, seht es zittern,
das Bier verliert den hellen Schaum,
bittere Tränen weint der Clown.

Im Schwimmbad wird das Wasser Pampe,
es zerspringt im Raum die Lampe.
Das Buch, das du noch eben liest,
verliert die Lettern – das klingt fies.

In Rom quillt aus dem Vatikan,
dunkler Rauch – und Zahn um Zahn,
stopft man mir den Knebel fix,
in den Mund – da kennt man nix.

Nun wisst Ihr – kurz und auf die Schnelle,
warum, weshalb – nun seid fein helle,
ich nicht singen kann und soll.
Liebe Gabi, klingt´s auch toll.    01.07.2016
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Mottenkiste

Ganz unten in der Mottenkiste,
fand ich die verstaubte Liste,
die irgendwann – das alte Lied,
ungewollt dort übrig blieb.

Alles war schon abgehakt,
die Motte hatte dran genagt,
mit den Zähnchen perforiert…
Da seht Ihr nun, wohin das führt.

Ich legte fast die Liste weg,
dachte mir, hat keinen Zweck,
da noch länger draufzublicken,
ich riss schon das Papier in Stücke.

Die Muse, die im Traum erschien,
ließ mir jede Hoffnung fliehen.
<<Weshalb denn bitte…?>> - sprach sie dann,
ich fände etwas… - <<Halt dich dran.>>

Etwas, tja, das gab sie zu,
das niemand wolle - <<Aber du!
Ich sage dir, du armer Wicht:
Nimm es an – jetzt reiz mich nicht.>>

So stand ich da – in meinem Traum,
glaubte gar nicht – oder kaum,
dass da wohl für mich was wär.
Die Gedanken flogen quer.

Meint die Muse etwa Malen?
Hallo? – Das geht nur nach Zahlen!
Musik zu machen? – Ich verdiene,
mir dieses – klar – nur VOR der Bühne.

Viel zu schief und viel zu heftig,
meine Stimme klingt zu kräftig…
Also kam – wenn ich das sage,
auch dies partout wohl kaum infrage.

Ein Schnipsel fiel mir in die Hände.
Wär das möglich? – Ist´s die Wende?
Da stand tatsächlich was vom Reimen…
Interessiert zwar letztlich keinen…

…doch da ich nichts anderes fand,
nahm ich´s Schicksal in die Hand.
Dachte mir, es könnte sein,
es wird noch mehr – der Traum war mein.

Es drückte mich die holde Muse,
freundschaftlich an ihren Busen,
sprach: <<Jetzt lass das Jammern sein.
Das glaubt dir sowieso – kein Schwein.>>

Nun wisst Ihr endlich, lieber Schwan,
wie ich dereinst zum Schreiben kam.
Alles hat halt seinen Grund.
Ja, schon gut – ich halt den Mund.    01.07.2016
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Teller

Vorn im Personalbüro,
steht ein Teller – …irgendwo,
ist das schändlich – lieber Mann,
denn er zieht mich magisch an.

Vorn im Personalbüro,
locket mich das Haribo,
Erdnuss, Nougat, Schokolade,
Gummibärchen – alle Tage.

Nun gut, ich könnte widerstehen,
doch die Kraft, um wegzusehen,
fehlt mir ganz extrem und deutlich.
Nur manchmal schaff ich´s – und dann freut´s mich.

Wie sage ich´s denn bitte nur?
Das ist ein Anschlag – die Figur,
beeinträchtigt der Teller sehr.
Ich greife zu – und ich will mehr.

Nutzt es etwas, zu erwähnen,
dass wir uns entsetzlich schämen?
Denn nicht nur mir – Kollegen auch,
scheint´s, als ob man Süßes braucht.

Mein Büro ist weit, weit weg,
die Sucht erfüllt trotzdem den Zweck,
denn im Vorbeigehen greif ich zu,
dann hat die liebe Seele Ruh.

Wie lange? – Tja, ich muss mich sputen,
denn nach 2 bis 3 Minuten,
fühl ich – völlig ohne Sinn,
dass ich unterzuckert bin.

Irgendeinen Grund gibt´s immer,
zum Besuch in diesem Zimmer.
Zum Besuch in diesem Raum,
wär ich eisern – wär´s ein Traum.

Ich habe es schon mal geschafft,
irgendwann bewies ich Kraft,
widerstand 2 Wochen weit…
…ganz entsetzlich war die Zeit.

Ich begreif, so ist das eben,
es ist ein Angriff – Leib und Leben,
sind den beiden – vorn – nicht wichtig.
Wenn schon, denn schon, dann auch richtig.

Eines Tages kommt die Wende,
dann lasse ich bestimmt die Hände,
von dieser – ja, ich bleib dabei,
Höllen-Teufels-Satanei.

Vorn im Personalbüro,
lockt mit Macht das Haribo.
Erst wenn ich in Rente geh,
schaff ich den Absprung – das tut weh.    29.06.2016
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Gereizte Nase

Die Liebste weckt mich in der Nacht,
früher war´s, als ich gedacht.
Sie rüttelt und sie schüttelt mich,
fragt: <<Alter Mann, bist du nicht dicht?>>

Ich riss erstaunt die Augen auf.
Ließ ich dem Drängen freien Lauf,
ohne dass es mir bewusst?
Ich bin alt – ich hab´s gewusst.

Ich schnüffelte – die Frische fehlt,
saubere Luft wär das, was zählt.
Ich tastete um mich herum,
vor lauter Panik ängstlich, stumm.

Doch Nässe…? – Hab ich nicht gefühlt.
Die Liebste hat auf mich gezielt,
doch hat sie wohl in ihrem Wahn,
völlig Unrecht mir getan.

Derweil Frau Hund – samt Unschuldsblick,
leise trippelt – Stück um Stück.
Sie war das! – Oh ja, ich schwör:
Ihr unterlief grad – das Malheur.

Hat sie das als Geschenk gesehen?
Falls ja, so war´s nicht wirklich schön.
Es reizt die Schleimhaut in der Nase,
in jener neuen, frischen Phase.

Hat das Tier denn kein Gewissen?
Wir möchten sie – na klar – nicht missen,
jedoch wär es von besserem Zweck,
hätte sie uns schnell geweckt.

Der Druck war scheinbar viel zu stark,
er plagte sie vermutlich stark.
Da ergriff sie wohl die Chance,
entgegen jeder Contenance.

Ich bringe ihr demnächst schnell bei,
fürs Geschäft der Nacht – gen 3,
Anstand, Sitte, Etikette,
und den Gang – zur Toilette.

Einmal kurzentschlossen zielen,
sich umdrehen – dann noch kräftig spülen,
das wird Frau Hund nun eingebläut.
Falls das klappt – sind wir erfreut.

Ich sah das schon im Web World Wide,
das klappt auch hier – das wär gescheit,
denn das man mich verdächtigt hat…
Ich bin verärgert – nicht zu knapp.

Als ich nun grad zur Arbeit fuhr,
schaut Hund in Unschuld – …keine Spur,
von Anstand, Rücksicht und Gewissen.
Ich fühle mich derweil besch….      28.06.2016
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Unter Zwang gesetzt

Ich fühle mich zutiefst verletzt,
heftig unter Zwang gesetzt,
irgendwo fast ausgenutzt...
Wo finde ich den Hort, den Schutz?

Nur weil ich nicht den Duden las?
Ein Wort grad übersah, vergaß,
bin ich nicht mehr Up to date?
Hallo, bitte? - Hey, was geht?

Wie konnte mir wohl das passieren?
Dieses Wort - ...prokastinieren,
habe ich - ich heb die Hand,
bis gestern - nein - noch nicht gekannt.

Ich ging - ganz leise und ganz heimlich,
ins Internet - nun seid nicht kleinlich,
hab Herrn Google - ungelogen,
schnell zu Rate mir gezogen.

Jetzt weiß ich die Bedeutung endlich,
nun wird mir dieses Wort verständlich:
Es bedeutet - aufzuschieben,
oh Gott, ich bin so dumm geblieben.

So weit, so gut, hab ich gedacht,
doch wieder mal ganz schnell gemacht,
die Rechnung ohne jeden Wirt.
So kommt's - wenn sich der Dichter irrt.

Denn - so sprach die andere Seite:
<<Suche jetzt bloß nicht das Weite.
Oute dich - schreib einen Reim.
Denn Strafe - Strafe muss wohl sein.>>

Bitte? - Hallo? - Hab Gefühle!
Ich, der gern mit Worten spiele,
muss jetzt sagen - ohne wenn,
dass ich manches Wort nicht kenn?

Habt nicht solch ein hartes Herz,
seht nur meinen inneren Schmerz,
und wenn's geht - ...das wär ein Segen,
mäßigt Euch - kurz Überlegen.

Doch sie kannte keine Gnade,
drum muss ich heut am frühen Tage,
wieder an die Tatstatur.
Von Reue zeigt sie keine Spur.

Ich werde jetzt den Tag mir nutzen.
Nach dem Bohnern, Wischen, Putzen,
nach dem Spülen und dem Wischen,
verziehe ich mich in die Nischen.

Werde mich nicht weigern, zieren,
werd den Duden dort studieren.
Das passiert - der Grad scheint schmal,
mir nur dieses einzig Mal.     26.06.2016
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Schierlingsbecher

Wisst Ihr, was den Schlaf mir raubt?
Wisst Ihr, was mein Inneres glaubt?
Ich bin im Strudel tief gefangen:
…mir sind die Worte ausgegangen.

Ich setze mich an den Computer,
er fährt hoch – nun ja, das tut er,
doch wenn ich auf die Tasten blick,
dann wirft die Panik mich zurück.

Die Verbindung – Hirn zu Händen,
ist dahin – so muss es enden.
Was dereinst so schön begann,
ist nun fort – wann fing es an?

Ich seh im Kopf nur leere Fächer,
so reicht mir nun den Schierlingsbecher.
Ich lehre ihn in einem Zug,
…das sollte ich – denn das wär klug.

Es setzt der Staub des Alters sich,
auf die Synapsen – was einst frisch,
das verbindet sich nicht mehr,
mit meinem Speicher – ach, so schwer.

Ich halt den Becher in der Hand…
Die Liebste spricht, ihr sei bekannt,
dass ich etwas sonderbar,
dies sei wohl dem Letzten klar.

Doch dass ich nun ins Drama schweife…
Sie schüttelt ihren Kopf – die Reife,
spricht sie mir nun vollends ab,
1, 2, 3 – und nicht zu knapp.

Sie meint zu mir - <<Greif dir den Duden,
setz dich rein – in unsere Stuben,
saug die Worte tief dir ein…
Allzu schwer wird das nicht sein.

Fülle deinen inneren Speicher,
dies zu tun macht dich nicht reicher,
doch das Jammern – Gott bewahre,
hört endlich auf – ja nun, ich spare…

…mir das Mitleid – dich bestärken,
steht außer Frage – du sollst merken,
dass niemand dich für ernst noch nimmt.
Mein lieber Mann – hör zu, das stimmt.

Und dein voller Schierlingsbecher,
du lonesome Wolf – mein Held, mein Rächer,
enthält – ich weise grad drauf hin:
Apfelschorle – das macht Sinn.

Träum vom Schreiben – Rezitieren,
vom Reimen – denn du sollst ja spüren,
hör gut zu – dir geht’s nicht schlecht…>>
Hm, wo sie Recht hat – hat sie Recht.   24.06.2016
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Gazpacho

Das war heute – zugegeben,
ein Anschlag auf den Leib, mein Leben.
Was ich besonders gerne mag,
gibt´s nun heute - …sehr gewagt.

Gazpacho – ach, es ist mir Schnuppe,
leckere Gemüsesuppe,
kalt, mit Knofi und Gemüse…
Heike, hallo… - bist ne Fiese.

Es gibt sie heut – nicht irgendwann,
grad am Tag, da ich nicht kann.
Das hast Du doch vorausgesehn.
Heike, Heike – gar nicht schön.

Meine liebsten Gastronomen,
ich gäbe Euch – wenn´s ging – 3 Kronen,
im Führer für das Restaurant…
jetzt ist´s vorbei – und zwar für lang.

Ihr könnt so herrlich, lecker kochen,
so viele Jahre, viele Wochen,
habt Ihr mich – das sag ich gern,
gut beköstigt – nun liegt´s fern.

Ich seh mich unterm Sonnenschirm,
es brutzelt – es ist heiß – das Hirn,
der Löffel taucht mit Vorsicht ein…
Nur ein Traum – es darf nicht sein.

Andere werden´s bald genießen,
seht nur meine Tränen fließen.
Ich nehme den Affront in Kauf,
ich hänge mich am besten auf.

Ihr werdet mich heut Mittag missen,
furchtbar schlecht sei das Gewissen,
sofern, ach liebe Heike Du,
eins wirklich hast – jetzt sag, was Nu?

Ich würde es ja überleben,
entscheidest Du – was aufzuheben,
lecker, kühl – dazu ganz frisch,
für morgen Mittag – ja, für mich.

Dann würd ich wieder freundlich reimen.
Dies Angebot – so will ich meinen,
heißt es nun, nicht auszuschlagen.
Hör gut zu – es knurrt der Magen.

Gazpacho – Spanien, olé.
Der Gedanke tut mir weh,
dass Du mir nichts übrig lässt.
Ganz, ganz furchtbar – stell ich fest.

Stell Dein Gewissen auf die Probe,
mach, dass ich Dich wieder lobe.
Ich ertrink im Tränenmeer,
mach es mir – doch nicht so schwer.   23.06.2016
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Terminkalender

Mag sein, dass ich – so nehmt das hin,
dem Grunde nach verstörend bin.
Um mich erwachsen zu gebärden,
ist´s lang zu spät – das kann nichts werden.

Die Haare sind schon lange grau,
und darunter – ganz genau,
bin ich mechanisch nur gestrickt…
Nicht elektronisch – wär´s auch chic.

Es sind vermutlich die Synapsen,
komplett verklebt – da konnt nicht wachsen,
was Ihr als Durchblick gern versteht…
was zu spät ist, ist zu spät.

Ihr wisst, ich muss im Keller schlafen.
Mein Zufluchtsort, mein sicherer Hafen,
ist kühl und feucht – …in meinem Wahn,
vermute ich schon grünen Span…

…der mich gedanklich lahmgelegt,
der sich um jede Windung dreht,
der mich nunmehr zu jemand macht,
der nicht normal… – hab´s mir gedacht.

Was manchmal nur zu sichten war,
wird nunmehr – heut ist es mir klar,
zum einem Zustand – puh, von Dauer.
Wartet ab – dann seid Ihr schlauer.

Ich hab´s bisher – und das macht Frust,
leider – ja – nicht selbst gewusst.
Nun weist man heute mich drauf hin,
wie sonderbar ich oftmals bin.

Zum Beispiel mein Terminkalender.
Er hat nicht ausgefranste Ränder,
er ist – was sehr viel schlimmer scheint,
in vielen Fällen gar gereimt.

Spricht das – na, wie soll ich´s sehen,
für Mittendrin-im-Leben-stehen?
Für rundherum Erwachsensein?
Die Panik greift – oh, sie ist mein.

Ich bin dankbar – irgendwo,
für den Hinweis – ich bin froh,
und denke mir, wenn ich dran feile,
wird es erträglich… - für ne Weile.

Ich lass ab jetzt das Reimen sausen.
Schluss mit diesen dummen Flausen.
Was soll die Menschheit von mir denken?
Ich bin erwachsen! – Werd´s mir schenken.

Mit dem Kalender fang ich an.
Jetzt hoffe ich, dass irgendwann,
man von mir sagt, ich sei normal.
Ich spüre, dieser Grad ist schmal.   22.06.2016
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Hafenrundfahrt MVZ

Eine Rundfahrt durch den "Hafen",
wundervoll dabei geschlafen...
Demzufolge nichts gesehen,
gerade deshalb - war's wohl schön.

Der Käpt'n - elegantes Grün,
dazu das Personal - welch Team,
freundlich und perfekt und so.
Ohne Sturmfahrt - ich bin froh.

Ich lag entspannt auf meiner Liege,
auf dass ich meine Abfuhr kriege.
Die nette Dame sprach: "Nun schlaf,
und träume schön" - der Hinweis saß.

Ich spürte einen Mückenstich,
am linken Arm - dann ging das Licht,
und gab darauf der Dunkelheit,
reichlich Platz - es war soweit.

Ich hatte mich drauf eingeschossen,
und gedanklich schon beschlossen,
dass mein Traum der Geißbock sei...
Doch dann war schon der Schlaf vorbei.

Man hielt mir - herrlich - in der Phase,
frischen Kaffee an die Nase,
frisch vom Kapitän gebrüht.
Dienst am Kunden - wie man sieht.

Er setzte sich an den Computer,
schrieb auf, was ich nicht sah - ein Guter.
Drauf sprach ich - "Dafür gibt's den Reim,
ein kleines Danke - das muss sein."

Er meinte grad zum Abschluss noch,
in 4 Jahren soll ich doch,
die Reise schnell erneut noch buchen.
Alles gut - ich will's versuchen.

Ich hab die Kleidung - der Matrosen,
abgelegt - die grünen Hosen,
mit dem Eingriff hinten rum.
Glaubt's mir ruhig - ich bin nicht dumm.

Ging ein wenig schwankend fort,
der Wellengang - bestimmt - mein Wort.
Es wartete - und das macht Sinn,
am Kai - klar - die Begleiterin.

Der Ticketschalter war zuletzt,
vom Personal nicht mehr besetzt,
von der netten Dame nicht,
die mich begrüßt - zuvor, bei Licht.

Bin ich leicht nervös gewesen?
Ich glaube ja - hier ist's zu lesen.
Doch mit perfekter Crew - am Ziel,
ward die Rundfahrt - fast zum Spiel.  20.06.2016
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Die innere Uhr

Die innere Uhr, sie stimmt nicht mehr,
sie hinkt mir ständig hinterher,
oder läuft mir vorneweg,
das ist nervig - welch ein Dreck.

Es steht wohl - ...der Beginn vom Spiel,
mein Wetterfeeling auf April,
und da ich keinen Kaffee trank,
fühl ich mich müde, schlapp und krank.

Seit Freitag sagt mein Körper mir,
es sei schon Samstag - ich verlier,
scheinbar jeden Überblick,
ich merke es - ich werd verrückt.

Am Freitag grad mal freizuhaben,
verwirrt total - lässt keine Fragen,
und daher nun entscheide ich:
Das gibt's nicht mehr! - Das ängstigt mich.

Ich schaue auf das Thermometer:
14 Grade! - Doch viel später,
ist es schon im Jahreskreis.
Seltsam, seltsam - ja, ich weiß.

Mir fehlt sogar der Drang zum Schreiben...
Bitte, bitte sachlich bleiben:
Ich rede hier grad nicht vom Reimen,
sondern vom Roman - ...könnt weinen.

So sehr ich nun auch suchen mag,
ich finde nicht, ganz dumm gesagt,
das Rädchen, dass ich stellen muss,
damit es passt - es nagt der Frust.

Ich könnt jetzt schlafen - bin soweit,
geradewegs zur Mittagszeit.
Sagt bitte nicht, das sei normal,
ich empfinde es als Qual.

Ich gähne - ohne jeden Sinn,
ständig müde vor mich hin,
schaue trübe aus der Wäsche...
Das grenzt fast an Altersschwäche.

Ich habe Angst - allein Zuhaus,
es hakt sich gleich mein Kiefer aus.
Maulsperrung im ersten Grade...
Versteht die Sorge, die ich habe.

Ich schaue raus - ich seh genau,
der Himmel er ist fade, grau.
Vermutlich stellt sich meine Uhr,
nach der Sonne - ihrer Spur.

Werdet mir jetzt nur nicht komisch!
Eure Uhr ist elektronisch?
Meine nicht! - Es tut mir Leid.
Ich bin nicht auf dem Stand der Zeit.  19.06.2016
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Arbeitsgericht

Arbeitsrecht hat nichts, mitnichten,
je zu tun mit Schreiben, Dichten,
doch hin und wieder – keine Frage,
versüßt mir das Gericht die Tage.

Da spricht mich heut Frau Lohmar an,
ob ich vielleicht – und irgendwann,
ein Büchlein zur Verfügung hätte…
…Frau Lohmar, hey, Sie sind ne Nette.

Dass ich mich freue, ist doch klar,
ich find es einfach wunderbar,
wenn jemand mir zu wissen gibt,
dass man meine Werke „liebt“.

Egal ob Steinwart, ob die Reime,
die Freude ist perfekt – die meine.
Mit jedem, der darüber spricht,
rückt Steinwart mehr und mehr ins Licht.

Da pack ich gerne mir – wie toll,
mein Auto bis zur Kante voll,
und bringe strahlend, meinetwegen,
Bücher mit – ja, selbst bei Regen.

So nutze ich die Gunst der Stunde,
verbreite gern die frohe Kunde,
dass bei Gericht – die netten Damen,
ein Buch bestellt – perfekt und Amen.

Ich spitze meinen Bleistift spitz,
für eine Widmung – nein, kein Witz.
Ich freu mich heut schon – wirklich, ehrlich,
aufs Wiedersehen – tja, erklärlich.

Dass man mir nicht den Vogel zeigt,
ob meiner Reime – gibt ein Like.
Zum Normalsein ist´s bei mir,
halt weit, weit fort – und zwar von hier.

Doch scheint es wohl in meinem Leben,
tatsächlich einige zu geben,
die mir das nachsehen – als Gewinn,
dass ich nicht erwachsen bin.

Die meinen – ja, man könne Richten,
neben Schreiben, Reimen, Dichten,
selbst mit Sprung im Schüssel – der…,
beim Kitten widersteht - …zu schwer.

Wenn nun heut die Sonne scheint,
neben Regen – gut gemeint,
dann liegt das ganz alleine dran,
dass ich demnächst was liefern kann.

So wünsche ich fürs Erste nun,
schönen Urlaub – auszuruhen…,
muss halt hin und wieder sein.
Die Freude, sie ist heute mein.   15.06.2016
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Computervirus

Petrus sprach: <<Mein lieber Gott,
ich ernte laufend Hohn und Spott,
weil ich – und das tut mir weh,
die Wunder unserer Zeit nicht seh.

Das Wetter plan ich – tut mir Leid,
seit Anbeginn von aller Zeit,
emsig mit dem Rechenschieber…
Ein PC!!!! – Der wär mir lieber.

Mit neuester Software – ein Programm,
auf dass ich mich auch kümmern kann,
um Dinge, die mir wichtig sind…
Ums Himmelspözje auch – bestimmt.>>

Ihr seht, der alte Herr mit Bart,
spricht reinstes Kölsch – und nein, er spart,
im Leben nicht, dies einzusetzen,
in Worten, Phrasen, ganzen Sätzen.

Der Herr auf seinem Wolkensitz,
hat nachgedacht – nein, nein, kein Witz,
dann stimmte er der Bitte zu.
In Fortschritt investiert – im Nu.

Seitdem sitzt Petrus – stellt´s Euch vor,
prüfend vor dem Monitor,
den Planeten – Klick für Klick,
mit der Mouse komplett im Blick.

Windows 10 – die Gunst der Stunde,
elektronisch – frohe Kunde.
Petrus handelt, er versteht,
dass ohne EDV nichts geht.

Wär da nicht die Mail gewesen…
Er überlegte, sie zu lesen,
dann öffnet er sie – kurzentschlossen,
…und hat sich nunmehr abgeschossen.

Seitdem gebärdet´s Wetter sich,
als sei es seinem Griff erwischt.
Was – wahrscheinlich – leider stimmt,
es bleibt für seinen Zugriff blind.

Das Virus – es hat zugeschlagen,
verschob auf dem Planeten Lagen,
nichts ist mehr, wo´s hingehört,
das Volk hier unten ist empört.

So nahm, Herr Petrus – mir ist´s lieber,
endlich seinen Rechenschieber,
seinen alten Abakus…
Dem Ernst der Lage voll bewusst.

Vielleicht wird´s nunmehr, hier auf Erden,
absehbar noch Sommer werden.
Petrus – dieser gute Mann,
sagte mir – er sei im Plan.   14.06.2016
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Ein feines Stückchen Erdbeertorte

Ein feines Stückchen Erdbeertorte,
strahlend rot, von jener Sorte,
um das man heimlich ständig schleicht...
Die Gier so groß - der Wille weich.

Die Liebste schaut's sich an und spricht:
"Mein lieber Mann, bleib brav und schlicht.
Und denke stets vorab daran,
die Strafe folgt - nicht irgendwann.

Ich weiß, die Kalorientierchen,
weben Polster - um die Nierchen.
Um die Hüften, diesen Speck,
bekommst du nimmer - niemals weg.

Außerdem - ich sag's ganz ehrlich,
ist was anderes auch gefährlich,
weil - mein Herr - so sei nicht blind,
die Früchte auch gezuckert sind.

Muss ich's denn nun jetzt erwähnen?
Zucker schadet auch den Zähnen.
Denk nur dran, für Karies,
wär der Verzehr ein großes Fest."

Sie legt die Finger an die Lippen.
Ich versteh - sie muss nicht bitten:
Ich soll ganz ruhig und still nun sein,
das Verständnis, es ist mein.

Ich lausche - spitze meine Ohren,
ich höre nichts, ich hätt geschworen,
dass das Lauschen Unsinn ist,
Nonsens, Blödsinn, großer Mist.

Da zeigt nun meine Frau stolz auf,
ich hätt's ihr gar fast abgekauft,
dass sie's vernimmt - kein wenn, kein aber:
Das Stricken... - Kaloriengeschwader.

Als ich mich zusammenreiße,
denk ich mir - auf welche Weise,
sie mich grad zum Narren hält.
Endlich, endlich festgestellt.

Sie hätt es ja nicht kaufen müssen,
kein Wunder, dass die Früchte grüßen.
Dass ich sie aus der Küche höre:
<<Komm nur her - verscheuch die Leere...,

...die grad in deinem Magen nagt.
Morgen schon - am nächsten Tag,
sind wir welk und matschig auch.
Ein Zustand, den wohl niemand braucht.>>

Nun weiß ich, dass die roten Beeren,
sich völlig und zu Recht beschweren.
Drum werde ich - will's nur erwähnen,
zum Angriff das Besteck mir nehmen.   08.06.2016
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Arche

Der Himmel grollt – es regnet fleißig.
Die Arche fuhr gen 7.30…
Wir haben sie – schon triefend nass,
auf den letzten Schritt verpasst.

Nun stehen wir an der Haltestelle,
warten drauf – auf alle Fälle,
dass sie erneut die Runde dreht.
Es ist fast 10 – es ist schon spät.

Frau Hund versteht im Dämmerlicht,
den Ernst akuter Lage nicht.
Sie schaut uns an – so treu der Blick,
sie möchte – recht verzagt – zurück.

Wahrscheinlich weiß sie ganz genau,
…dieser Hund ist klug, ist schlau,
dass Noah sie nur mit sich nimmt,
wär sie zu zweit – …nun ja, das stimmt.

Ich schau voll Sorge auf die Uhr:
Wo bleibt das Schiff/die Arche nur?
Derweil das Wasser emsig rinnt,
fühle ich mich schon wie blind.

Die Brille nass und auch beschlagen.
Ich sehe nichts – gibt´s sonst noch Fragen?
Der Regen prasselt auf mein Haupt.
Für immer, ewig? – Ja, man glaubt´s.

Jeder fährt an mir vorbei:
Bus und Fahrrad – Polizei,
Lkw, ein Krad mit Licht…
Nur die blöde Arche nicht.

Die Liebste spricht, zwar sei´s nicht schön,
doch soll ich auch den Vorteil sehen.
Das Wasser – das fürs Blumen gießen,
das sei gespart - …ein erstes Niesen.

Ich spüre, die Erkältung greift,
Petrus Dank – bald bin ich reif,
fürs… - das find ich gar nicht nett,
fürs letzte Lager – Sterbebett.

Ich hör ein Hupen – lieber Schwan,
es klingt nach Schiff, nach Ozean.
Ich wische meine Brille rein,
und klare Sicht ist endlich mein.

Ich schau die weite Straße lang,
erneut tönt der Sirene Klang,
dann sehe ich – mein Herz wird schwer:
Es war grad nur die Feuerwehr.

Ich gebe nicht die Hoffnung auf,
ich nehme diese Zeit in Kauf.
Die Arche wird bestimmt noch kommen.
Ansonsten sind wir weggeschwommen.    30.05.2016
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Früher als man denkt

Ich habe - früher als man denkt,
für'n Generalstab ein Geschenk.
Ich weiß, dass ich auf Zack sein muss,
sonst ist's mit "kann und darf" schnell Schluss.

Ich war dabei, zu überlegen,
dann fand ich etwas - welch ein Segen.
Gott, wenn doch schon Geburtstag wär...
Warten fällt mir - ach, so schwer.

Wenn ich dann mit dem Päckchen steh,
Gesicht kalkweiß, gleich frischem Schnee,
erst dann - erst dann wird festgestellt,
ob ihr die Idee gefällt.

Falls nicht, dann geht's mit mir zu Ende,
mein Klagen füllt diverse Bände,
wie Ihr ja schon lange wisst.
Der Tag kommt bald - so kurz die Frist.

Könnte, wäre, dürfte, hätte,
kommt dann zum Stillstand - jede Wette.
Ich habe Angst - oh, heute schon,
vor Christel, Luna, Tochter, Sohn.

Sie schauen mich an - mit großen Augen:
"Du wirst doch wohl nicht wirklich glauben,
dass sie passen wird - die Gabe..."
Ich ducke mich - spür Angst - wie schade.

Selbst Anna, unser Enkelkind,
ist für meine Sorgen blind.
Stemmt die Hände in die Hüften,
...ach, könnt ich das Geheimnis lüften.

Jedoch, es schließt noch nicht der Kreis,
stattdessen perlt der kalte Schweiß,
auf meiner blassen, kühlen Haut,
bei dem Gedanken - wie sie schaut.

Gewährt mir jemand Unterschlupf,
im Fall der Fälle - sagt, wer tupft,
mir das Wasser von der Stirne...?
Gealpte Träume in der Birne.

Ich zähle an den Fingern ab,
welche Schonfrist ich noch hab.
Furchtbar wenig Tage noch,
...verkrieche mich im Mauseloch.

Wenn doch nur der Bauch nicht wär,
der macht's Verstecken eher schwer.
Mauselöcher - so soll's sein,
sind halt eher denkbar klein.

So bleibt mir jetzt das Warten nur,
größte Sorgen - und Tortur.
Ich hab zwar endlich das Geschenk,
doch ist's noch früher - als man denkt.   29.05.2016
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Blumenmeer

Ich stelle unumwunden fest:
Wenn man meine Liebste lässt,
so wird der Hof zum Blumenmeer.
Das Planen fällt kein bisschen schwer.

Hier ein Busch - und dort ein Bäumchen,
wenn's fertig ist, dann wird's zum Träumchen.
Alles grün und frisch und bunt,
dazwischen ich - und klar, Frau Hund.

Jedes Jahr, sich zu erfreuen,
jedes Jahr - und stets aufs Neue.
Die Monate im Frühling, Sommer,
sind dazu da - kein Punkt, kein Komma.

Sobald man draußen sitzen kann,
fängt der Spaß am Schmücken an,
und so seh ich heut - ...nicht schlecht:
Meine Worte hatten Recht.

Wie lange sprach ich bitte schon,
dass am Orte, wo ich wohn,
mit Frau Hund und meiner Frau,
die Überdachung wäre schlau.

Endlich, Klasse, ja zuletzt,
habe ich mich durchgesetzt...
Der Schlag, den ich im Nacken spür,
er schmerzt sehr - kann nichts dafür...

...dass ich das verwechselt habe,
liegt am Alter meiner Tage.
Es war sie, die darauf drängt.
Ich weiß es - mein Gedächtnis hängt.

Sie spricht, ich sei wohl eine Flasche,
ohne Frau lebt ich in Asche,
in Schutt - und ja und sowieso...
Sie hat ja Recht - und ich bin froh.

Schaue in den Hof hinein,
und weiß, es könnt kaum besser sein.
1, 2 Bäumchen fehlen noch,
wunderschön - ich sag es doch.

Mohan kommt am Wochenende,
er hilft mit - geschickte Hände.
Ich schaue zu - man sagt: <<Bleib weg.
Was du tust - hat selten Zweck.>>

In Praxis sei ich zu nichts Nutze,
daher - und auch zum eigenen Schutze,
sei ich besser aufgehoben,
am PC - um sie zu loben.

Das hab ich hiermit nun getan,
es wird prima, lieber Schwan.
Ich freue mich am Blumenmeer.
Für mich... - nun ja, war es nicht schwer.  26.05.2016
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Über Eck

Über hunderttausend Ecken,
lässt sich nun mein Zwerg erwecken.
Manchmal – und das soll so sein,
ist die Welt halt winzig klein.

Jemand kennt, der jemand kennt,
was heute ganz vielleicht noch fremd,
kann morgen schon zu Fakten werden…
Immer langsam mit den Pferden.

Mir schwant – ich habe das Gefühl,
da ist das Schicksal mit im Spiel.
Werd ich mich beschweren? – No!
Stattdessen bin ich einfach froh.

Ob was daraus werden kann,
irgendwie und –wo und –wann,
das weiß niemand – heute nicht,
und doch – herrje – ich freue mich.

Was gerade noch so klein beginnt,
wird hoppla hopp, vielleicht, geschwind,
zu etwas, das man nicht begreift.
Wie gesagt – die Zeit ist reif.

Falls aber letzten Endes nicht,
ist´s kein Bein, das nunmehr bricht.
Die Freude und der Spaß dran bleiben,
ich muss nur emsig weiter schreiben.

Wer durch diesen Reim geschätzt,
erkennt sich ganz bestimmt schon jetzt,
ohne dass ich Namen nenne…
Sie wird sich ganz gewiss erkennen.

Hat mir schon manchen Weg bereitet,
mich auf rechten Pfad geleitet.
Dieser Reim – so soll sie´s sehn,
ist vorab – ein Dankeschön.

Nun könnte es vielleicht ja sein,
sie hebt den Finger – sagt mir Nein,
ihren Namen bitte sehr,
online sehen? – Das liegt ihr quer.

Drum schreib ich – denn ich hab´s gespürt,
hier versteckt, verklausuliert,
Auch wenn das reichlich schwierig ist,
eine Queste – dass Ihr´s wisst.

Ich warte ab, was noch geschieht,
obwohl… - das ist das alte Lied:
Ich beim Verteilen der Geduld,
nicht aufgezeigt – bin´s selber schuld.

Ich schaue heimlich um die Ecken,
such nach Hinweis, nach Verstecken,
hier und dort – und vor, zurück.
Sagt es nur - …ich bin verrückt.  23.05.2016
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Glaubt Ihr mir?

Glaubt Ihr mir, wenn ich das sage,
dass ich einfach Spaß dran habe,
an allem – was ich tu und mach?
Ihr glaubt mir nicht? – Ohje und Ach.

Mein Gott, Ihr solltet mich doch kennen.
Was muss ich an Beweisen nennen,
dass ich Spaß am Leben finde?
So glaubt mir ruhig – ich sag´s gelinde.

Ob ich schreibe – oder nicht,
ob´s mich grad erneut erwischt,
oder ob die Feder streikt,
jeder Tag erhält ein Like.

Manchmal wenig – manchmal mehr,
manchmal leichter – auch mal schwer.
Dass jeden Tag die Sonne scheint,
das geht halt nicht – selbst gut gemeint.

Auch wenn die Schreibblockade greift,
behaupte ich noch fest und steif,
dass alles, alles prima ist.
Anders wär´s auch größter Mist.

Spür Lust am Vor-den-Bühnen-stehen,
Spaß am Wieder-heimwärts-gehen,
selbst wenn man wie auf Eiern geht,
die Füße alt – es ist schon spät.

Spaß am Auch-mal-gar-nichts-tun,
Spaß daran, sich auszuruhen.
Das Klagen liegt mir weit und fern,
denn selbst faul… - das bin ich gern.

Lust auf nahe, ferne Reisen,
Spaß an netten, leckeren Speisen,
die dann auf der Hüfte landen,
ungewollt – und ach, du Schande.

Selbst Freude dran – man soll´s kaum glauben,
an dummen Scherzen, die nichts taugen.
Das weiß ich – wenn die Liebste spricht:
<<Mein lieber Freund – na, so geht´s nicht.>>

Dann geht´s fix – und noch viel schneller,
und ich finde mich im Keller,
auf dem feuchten Strohsack wieder,
Spinnen, Mäuse meine Brüder.

Dort habe ich viel Zeit für mich,
ohne das elektrisch Licht,
hab ich Muße, neu zu grübeln.
Tja, die Wurzel allen Übels.

Denn dann fällt mir schließlich ein,
was ich mit den Worten mein,
dass ich Spaß hab – immerzu,
an allem, was ich mach und tu.   23.05.2016
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Langes Pfingstwochenende

Die Woche neigt sich grad zur Wende,
Freitag – langes Wochenende.
Drei Tage nicht zur Arbeit gehn…
Trau mich´s nicht zu sagen: - Schön!

Die Sonne scheint noch – voller Kraft,
doch merk ich schon, dass sie´s nicht schafft,
dies alle Tage durchzuhalten.
Drum beschloss sie… - abzuschalten.

So, na ja, ich geb es zu,
so, wie das auch ich nun tu.
Werd nichts Dichten, werd nichts Schreiben,
werde still und sittsam bleiben.

Mach vielleicht nen Pfingstbesuch,
gut gekleidet, feinstes Tuch,
um mich bei Menschen zu bewegen,
die Werte auf´s Benehmen legen.

Mit der Liebsten – klar – dabei,
sie kommt stets mit, das ist nicht neu.
Sie meint, das sei erstrebenswert.
Allein mach ich zu viel verkehrt.

Würde mich sogar bekleckern,
niemand sei dann dort zum Meckern,
niemand, der drauf achten wird,
wie ich mich gebe – na, sie irrt.

Denn – was man nicht glauben soll:
Ich bin schon groß – ist das nicht toll?
Irgendwo erwachsen gar,
ich find das wirklich wunderbar.

Da spricht sie: „Du mein Herz, mein Licht.
Außen? Ja! – Doch innen nicht.
Im Kopf wirst du – nicht übertrieben,
nicht älter werden, als 6, 7.

Drum muss ich ständig bei dir sein.
Du – egal auch wo – allein,
das geht gar nicht – glaube mir.
Ansonsten bleiben wir halt hier.“

Ihr Argument war sehr erdrückend,
sie ist wirklich sehr weit blickend.
Darum beschloss ich – sie hat Recht.
Psssst… - denn anders geht´s mir schlecht.

Mal schauen, was die Tage bringen,
irgendwie wird’s schon gelingen,
sie perfekt herumzukriegen.
An mir soll das gewiss nicht liegen.

Pfingsten! – Langes Wochenende.
Ich klatsche fröhlich in die Hände,
…wie man das mit 7 tut.
Meine Frau – sie kennt mich gut.  13.05.2016
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Matte

Heut passiert's - denn Schnipp und Schnapp,
kürzt man meine Matte ab,
schneidet - 9 spricht meine Uhr,
auf sommerlich - nun die Frisur.

Frau Hund, sie steht dann währenddessen,
beim Hundfriseur - wird nicht vergessen,
und ihrer Wolle - grau wie meine,
entledigt - Bauch und Kopf und Beine.

Sie sieht danach viel schlanker aus,
ich hoffe sehr, komm ich nach Haus,
dass das auch bei mir so geht.
Noch steht die Hoffnung - nicht zu spät.

Die Liebste meint spontan jedoch,
(das wirft mental mich tief ins Loch),
dass der Wunsch - ein frommer sei,
doch unerfüllbar - ach und weih.

Ich fragte sie, ob's besser wäre,
dass ich vielleicht, statt Ressels Schere,
mit Frau Hund die Plätze tausch...
Ich war gedanklich tief im Rausch.

Da sieht sie mich ganz böse an,
sie wie's meine Frau nur kann,
und mir fielen - von allein,
ad hoc gleich alle Sünden ein.

Ich lauschte ihrer sanften Stimme:
"Jetzt hör mir bitte zu, Herr Wimmer.
Selbst wenn man dich komplett nun schert,
hat's aufs Gewicht wohl keinen Wert."

Sie nimmt mir immer - sag es Euch,
jede Hoffnung - und zwar gleich.
Anstatt dass sie mich unterstützt,
gibt's den Schlag - auf meine Mütz.

Dass Frau Hund viel Wolle hat,
dass weiß ich wohl - doch wenn das klappt,
dass sie danach so schlank erscheint,
so will ich's auch - mein Herz, es weint.

Ich frag nachher mal - im Salon,
starte den Versuchsballon,
ob man's nicht versuchen möcht,
mich zu strecken - mir wär's Recht.

Meine Matte - viel und grau,
gut zu stutzen - welche Schau,
und dass ich dann - mit einem Blick,
mein völlig neues Ich erblick.

Herr Ressel hält den Spiegel hin,
ich sehe, dass ich fertig bin,
und zeigt der Spiegel nicht den Bauch,
erschein ich schlanker - so geht's auch.  07.05.2016
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Flut

Es schrieb die nette Frau aus Bremen,
ich müsse mich gewiss nicht schämen,
weil ich laufend Reime schicke.
Tag für Tag – und Stück für Stücke.

Nun ja, ich sag, mein Herz, es lacht,
ich hab erneut zu weit gedacht.
Ich dachte, dass das Postfach platzt,
Wort für Wort – und Satz für Satz.

Denn wenn die Flut bei mir erst fließt,
statt zu tröpfeln, ständig gießt,
dann wird es schnell auch mal zu viel.
Dann kenn ich weder Maß, noch Ziel.

Seit das Kränchen aufgedreht,
ist jedes Halten lang zu spät.
Die Dichtung ist nicht richtig dicht,
Bitte sehr – erschlagt mich nicht.

Die Worte müssen ständig strömen,
ich will – weiß Gott – auch nichts beschönen.
Wenn sie im Kopf ihr Spielchen treiben,
dann hilft nur eines: Schreiben! Schreiben!

Rücksicht? – Kann ich, seht´s mir nach,
niemals nehmen – denn der Schlag,
er würde mich sonst treffen - …ehrlich,
und das ist mir zu gefährlich.

Worte – unbenutzt geblieben,
Worte – nicht gebraucht, geschrieben,
füllen mir das Lager voll,
unterm Schädel – nicht so toll.

Schieben, schubsen sich zur Seite,
finden dabei nicht das Weite,
es sei denn – ja, ich half dabei,
und lasse sie halt einfach frei.

Wenn sie aus dem Speicher fallen,
sind sie ganz verwirrt – vor allem,
kennen sie nicht ihren Platz,
nicht ihren Sinn – gleich hier, im Satz.

Dann helfe ich schnell beim Sortieren,
sonst könnte es vielleicht passieren,
dass am Ende – auf Papier,
kein Sinn erscheint – na, so wie hier.

Ich mache Euch jetzt grad mal bang:
Das bleibt – noch viele Jahre lang!
Das hoffe ich – jetzt nehmt´s nicht schwer,
auf jeden Fall – na klar, und sehr.

Wird´s zu viel – der Speicher knapp,
dann meldet mich halt einfach ab.
Seid bedacht – mein dummes Zeug,
findet Euch – weil´s niemals schweigt.  02.05.2016
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Alles bricht entzwei

Das wird - was ich Euch sagen muss,
heut nicht mein Tag - aus, aus und Schluss,
und wenn ich's Euch berichtet habe,
wisst Ihr, dass ich die Wahrheit sage.

Meine Frau scheint mich zu hassen,
sie hat mich grad alleingelassen,
meint, dass ich besser schreiben kann,
sei ich allein - ...ich armer Mann.

Draußen Regen - ohne Ende,
auf Straßen, Dach und gegen Wände.
Ich geh gleich mit Frau Hund hinaus,
wovor es mich schon heftig graust.

Noch immer keine Nachricht nicht,
von meinen Büchern - mich beschlicht,
dass sie vielleicht... - ja, nie mehr kommen.
Nur mal grad so angenommen.

Dann die Kritik - so nebenbei,
dass es eigenwillig sei,
mein siebtes Werk - oh, mir wird schlecht,
ich schreib es neu - ich zupf's zurecht.

Der FC - ein Unentschieden.
ich weiß nicht, bin ich jetzt zufrieden?
Oder ärgere ich mich gerade?
Heute nun - am frühen Tage.

In meinem Alter - welch Gepäck,
steckt man das nicht einfach weg,
drum reime ich mich gerade froh...
Das hilft perfekt - das ist halt so.

Die Liebste fort? - Sie trifft sich nur,
mit ihrer Freundin - Shoppingtour.
Wobei mir das - mal nachgedacht,
schon wieder neue Sorgen macht.

Auf Regen folgt der Sonnenschein,
es wird ja nicht von Dauer sein.
Und Frau Hund - kurz festgestellt,
schicke ich - allein ins Feld.

Meine Bücher? - Unterdessen,
sind bestimmt nicht ganz vergessen,
kommen sicher - ...irgendwann.
Bin überzeugt - ich glaube dran.

Eigenwillig - es wird hell,
heißt sicher - individuell.
Und der FC - fühl mich als Sieger,
spielt auch nächstens - 1. Liga.

Ob es mir jetzt besser geht?
Aber klar - ist nicht zu spät.
Und nachher - schreib ich erneut,
am Roman - weil's mich erfreut.  30,04.2016
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Twitter

Ich weiß nicht, bin ich Up to date?
Ist´s vielleicht schon gar zu spät?
Alte Leute – bitte sehr,
hinken manchmal hinterher.

Ich habe bis zum heutigen Tag,
niemals den Account gehabt,
auf dem ich – sag mal – dann und wann,
heimlich etwas zwitschern kann.

Nun hab ich heut Besuch bekommen,
mir darauf ein Herz genommen,
und 1, 2, 3 mich eingeloggt.
Haltet mich ruhig für bekloppt.

Der Besuch ist nett gewesen,
er sprach – und das sei mehr als These,
dass Twitter viel, viel schneller sei,
als nur die Mail – das war mir neu.

Für das Reimen gäb es einen,
weiten Markt – so soll man meinen,
zumindest gilt´s, wie ich das seh,
für die Worte – zum FC.

Dort, wo man keine Antwort kriegt,
dort wo´s vielleicht im Argen liegt,
dort sei – und das wär wirklich gut,
Reaktion gewiss – nur Mut.

Ich legte den Account fix an,
solange ich´s vom Alter kann,
da poppte schon ein Fenster auf,
…ein Follower – so kommt´s in Lauf.

Ein erster… – der Account, er lacht,
der Anfang, er ist nun gemacht.
Bis zu Millionen ist´s zwar weit,
doch habe ich noch etwas Zeit.

Vielleicht kommt der Verkauf in Schwung,
meiner Bücher – bin noch jung.
Zwar außen schon ein wenig grau,
doch innen nicht… - weiß man´s genau?

Der Follower – er dichtet auch,
schön, wenn man das Wort gebraucht,
und Spaß an der Verwendung hat.
Schön wenn das gefällt – wenn´s klappt.

Jetzt ist es also frisch passiert,
Twitter wird nun ausprobiert,
und wenn´s mir auf den Wecker fällt,
dann wird´s gelöscht – in meiner Welt.

Seid gewarnt – denn hey, mir deucht:
Ich finde, ich erwische Euch.
Über Facebook, Mail, Whattsap,
oder Twitter – ach, wie nett.   27.04.2016
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Hexenfeuer

Am Samstagabend – Hexenfeuer,
die Freundin, die uns lieb und teuer,
reitet auf dem Besen fix,
in die Glut – da kennt sie nix.

Der Welt entrückt, mit wirrem Blick,
nun ja – das finden Hexen chic,
die Haare wild – auf Sturm gelegt,
schaut, wie sie ums Feuer fegt.

Ich weiß, dass ich bald leiden muss,
ob dieses Reimes – bald ist Schluss,
denn ich denke, Zaubersprüche,
weiß sie genügend – bin mir sicher.

Zaubertränke, die mich plagen,
vielleicht ein wenig Druck im Magen,
vielleicht jedoch – was schlimmer wär,
macht sie mir das Schreiben schwer.

Sie hat das schon mal angedeutet,
ich höre, wie das Schicksal läutet,
sie meinte nämlich nebenbei,
dass ich zu frech – zu böse sei.

„Lege dich nicht – lieber Mann,
mit mir, mit wilden Hexen an.
Du bist gewarnt – nun mäßige dich,
sonst hat´s dich 1, 2, 3 erwischt.“

Jedoch, Ihr kennt mich – ich hab Mut,
ich habe halt den Schalk im Blut,
und daher hab ich – passt nun auf,
der Liebsten auch ein Teil gekauft.

Einen feinen Reisigbesen,
gut abgehangen und verlesen.
Ob sie sich freut? – Na ja, mal schau´n,
und doch – ich glaube eher kaum.

Ich seh schon, wie sie beide reiten,
den Pfad der Hexen jäh beschreiten.
Hey, es ist Walpurgisnacht,
hört nur, wie die Hexe lacht.

Mimimi, sie reiten zwar,
jedoch der Griff ins graue Haar,
meines Hauptes – er tut weh.
Sie packten mich – oh Gott, oh je.

Lassen mich ins Feuer fallen,
lachen hämisch – und vor allem,
ist´s mit mir – wie es auch sei,
in diesem Augenblick vorbei.

Wäre ich nicht frech gewesen,
dürftet Ihr gern weiterlesen.
Ich komm zum Schluss – so irgendwann:
„Leg dich nie mit Hexen an.“    26.04.2016
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Sonntag

Sonntag – Tag der Arbeitsruhe,
der Arbeitsdress bleibt in der Truhe,
und die Gedanken – die von mir,
bleiben heute einfach hier.

Hier am Schreibtisch – hier Zuhause,
alles Weitere hat jetzt Pause.
Ich schreibe heute – nur für mich,
mal Kapitel – mal Gedicht.

Denke nebenbei daran,
was die Woche bringen kann,
die ab morgen neu beginnt…
Auch wenn Ihr meint, der Alte spinnt.

Ich denk als erstes – und zwar prompt,
an das neue Buch, das kommt.
Band III – so will ich ja wohl meinen,
soll vermutlich bald erscheinen.

Ich freue mich auf seine Reise,
er kommt zu mir – paketeweise,
aus der Stadt Nürnberg – Druckerei,
ich freu mich so – ich bin so frei.

Freue mich aufs nächste Spiel,
des FC – ein klares Ziel:
Punkte holen in der Stadt,
der Puppenkiste – schön wenn´s klappt.

Freue mich auf den Express,
am Kaffeetisch – derweil ich ess,
wieder von dem Sieg zu lesen.
Wunderschön ist der gewesen.

Denke an das „Hexenfeuer“,
das bei Freunden – nett und teuer.
Denke an manch harte Währung,
bei der Steuer – die Erklärung.

An das Handwerk – es geht weiter.
Und ich – ich werde nicht gescheiter,
werde faseln, tüfteln, schreiben,
einfach stets beim Worte bleiben.

Denke – soll´s der Teufel holen,
an des Wetters Kapriolen.
An alles, was ich gerne tu,
auch an die Arbeit – tja, watt nu?

Hoffe – dass ist meine Welt,
dass manchem – was ich schreib – gefällt.
Hoffe, falls Ihr mich versteht,
dass mir nicht der Zwang ausgeht.

Sonntag ist´s – der Tag der Ruhe,
entschuldigt bitte mein Getue,
ich hör schon auf – ich bin jetzt stille.
Entspannung sei gegönnt – mein Wille.  24.04.2016
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Angegriffen

Gestern dieser Angriff war,
schändlich - und auch sonderbar,
vor allem, da ich früh am Tage,
nicht damit gerechnet habe.

Die Liebste sprach: "Der Mann von Welt,
zumindest der, der sich gefällt,
in dieser Rolle - bitte schön,
der putze seine Schuh - vorm Gehn.

Denn zum Termin - gleich bei Gericht,
wär es ratsam - wehr dich nicht,
mit Schuhen dort vor Ort zu sein,
die strahlen, glänzen - das wär fein."

So nahm ich mir die Schuhputztube,
ich bin folgsam, braver Bube,
stellte mich zum Fenster hin,
begann zu putzen - das macht Sinn.

Dass die Schuhcreme Eigenleben,
schnell entwickelt - das soll's geben.
Nur kam der Angriff - böse, stumm,
unbedacht - von hinten rum.

Ich möchte ganz speziell erwähnen:
Es gibt - nicht einen - Grund zu Schämen.
Ich kann - das sag ich deutlich hier,
nicht im Geringsten was dafür.

Dass sie zur Gardine sprang,
sie dort besprenkelt - macht mich bang.
Die Küchenschränke ebenso,
das macht nicht wirklich glücklich froh.

Die Liebste, die's Fiasko sah,
sprach morgen sei sie nicht mehr da.
Womit sie das - sie klang recht matt,
am Ende denn verdienet hat?

Ich versuchte, mich zu wehren,
doch wollte sie mein Wort nicht hören.
Sie sprach zu Recht- und fertigung,
fehle mir dann doch der Schwung.

Ich war versucht - bin ruhig geblieben,
es heimlich auf Frau Hund zu schieben,
doch der Versuch - war Quatsch mit Soße,
er ging furchtbar in die Hose.

So zeigt sich wieder - nehmt es hin,
dass ich nicht recht geeignet bin,
für alles, was mit Plan geschieht,
immerzu das alte Lied.

Und glaubt nicht - nicht im Traum sogar,
das es des Dichters Freiheit war.
Wie's hier steht - so ist's geschehn,
ich glaub, im Waschkorb noch zu sehn.  23.04.2016
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Das Rheinland strahlt

Das Rheinland strahlt – hey, welche Wonne,
lachend in der Frühlingssonne.
Selbst wenn sie nur für heute bleibt,
genieße ich – sehr wohl – die Zeit.

Der Himmel zeigt ein sattes Blau,
ich freue mich – ich weiß genau,
dass es bald, am Wochenende,
regnet – denn es folgt die Wende.

Das ist halt nun mal der April,
es heißt, er mache, was er will.
Na ja, dann ist es eben so,
doch heute – heute bin ich froh.

Greif mir mein Auto – ohne Dach,
schließlich ist´s dafür gemacht.
Lasse mir die Sonne scheinen,
aufs graue Haar – beginn zu reimen.

Wie ich das sehr gerne tu,
es gehört nicht viel dazu.
Nur ein bisschen Spaß am Wort,
bei mir geht das ad hoc – sofort.

Ich schau mich um – und einen Grund,
find ich ständig – tu es kund,
heute ist´s der Sonnenschein,
was, bitte, kann wohl netter sein.

Endlich ohne dicke Jacke,
stattdessen den Planet im Nacken,
der von oben friedlich brennt.
Ja, das kann er – welch Talent.

Die Liebste hebt die Hand – Gefahr,
ich soll dran denken – das ist wahr,
dass man schnell erkältet ist,
wenn man den April vergisst.

Ich schau zum Himmel – gräme nicht,
die Sonne streichelt mein Gesicht.
Vielleicht bin ich ja bald schon braun,
ich sag es Euch – ich werde schau´n.

Dieses Licht, die Temperaturen,
das ich nahezu… - wie´s Kuren.
Für die Seele ein Genuss.
Vom Frühling einen netten Gruß.

Ringsherum die Farbenpracht,
erstrahlt nun langsam – gebe Acht,
auf das, was ringsherum geschieht.
Jahr für Jahr – dasselbe Lied.

Und wenn mein Reim Euch Freude bringt,
wenn mir das nebenbei gelingt,
dann freue ich mich – rundherum,
erneut des Lebens – nehmt´s nicht krumm.  21.04.2016
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Der neue Sessel

Das Posting, das vom „Neuen“ spricht?
Vom neuen Sessel! – Glaubt ihr nicht!
Das Ruhemöbel – nett und bunt,
ist augenscheinlich – für Frau Hund.

Dass meine Frau mich unterbringt,
gemütlich mit dem Polster winkt,
das ist – nehmt es nur hin – ein Fake,
das Eure Phantasie bewegt.

Dass Frau Hund danebensteht,
sich noch nicht ins Stöffchen legt,
dabei nicht tief im Schlafe schnarcht…
Ein Sessel… – nicht für meinen… Po.

Auch ich würd gerne einmal chillen.
Wann bekomm ich meinen Willen?
Ihr denkt, dass ich dort sitzen darf?
Bitte… - überlegt mal scharf.

Was habe ich Euch stets erzählt?
Wie habe ich mich stets gequält?
Das klingt ja, als ob´s Lüge sei…
Als sei ich fröhlich, frank und frei.

Der Grad zur Freiheit ist recht schmal,
ich bin Gefreiter… - General,
ist nur die Liebste – Leider, leider.
Steckt Euch mal in meine Kleider.

Ich seh den Sessel – find ihn toll,
schmachte leidend, sehnsuchtsvoll,
und darf – ich sage klar: vielleicht,
aufs Höckerchen – ob das wohl reicht?

Sie meint, ich sei´s vom Stadion,
gewöhnt, dass ich zu Schwielen komm,
am Hintern, denn der harte Sitz,
sei mir genug – das sei kein Witz.

Drum müsse ich, auch nicht Zuhause,
weich mich ausruhen – ohne Pause.
Ich würde nur verweichlicht werden.
Sie schaut mich an: „Hör ich Beschwerden?“

Ich schau zu Boden – drehe Kreise,
mit dem Fuß – vertraute Weise.
Ich nicke höflich – sage ja.
Wozu ist der Respekt sonst da?

Ich diente einst – vor grauer Zeit,
in Delmenhorst – der Weg war weit.
Der Gehorsam – eingebläut,
funktioniert noch – tja, bis heut.

So schau ich aus der Ferne zu.
Frau Hund, der Sessel – du auf du.
Für mich bleibt nur die harte Bank,
im Stadion – live – na, Bockseidank.   20.04.2016
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Festliche Kleidung

Wir sind heut Abend eingeladen,
daher beschloss ich, nach dem Baden,
die Festtagskleidung anzulegen.
Vorbereitung ist ein Segen.

Doch habe ich - wär ja gelacht,
den Rechnung nicht samt Wirt gemacht.
Die Liebste sieht mich kritisch an,
und ganz erbost - wie sie's nur kann.

Ich kann nichts, darf's nichts, sowieso.
Emanzipiert? - Gott, ich wär froh.
Selbst beim Thema Kleiderwahl,
ist der Grat gewaltig schmal.

Sie hat mir ganz speziell gedroht.
Folg ich nicht - so sei ich tot.
Sie schicke mich - auf einen Blick,
unversehens gleich zurück.

Denkt sie, dass ich mich versaue?
Weiß sie nicht, ich hab genaue,
Pläne, wie man sich benimmt.
Na klar, oh wohl, oh ja, das stimmt.

Haltet ihr nur ruhig die Stange.
Bin selbstbewusst, kein bisschen bange.
Schreib den Reim - hier unterm Tisch,
bei Frau Hund - sie schützet mich.

Ich hätte mich ja durchgesetzt,
doch seid erst mal, gleich mir verletzt.
Den Schlag, der jetzt mein Auge ziert,
den hab ich sehr genau gespürt.

Oh Gott, tja, ich gab Widerworte,
aufsässig, von jener Sorte:
Du kannst mir gar nichts - du doch nicht,
da hat ihr Hieb mich kalt erwischt.

Plötzlich war mir sehr bewusst:
Der Mann, ist der, der hören muss.
Und so liegt die Kleidung nun,
noch im Schrank - was soll ich tun?

Heut Abend gibt's ein wenig Schminken.
Dies verdeckt den Schlag der Linken.
Seht mich nicht zu sorgsam an,
das Blau vergeht - so irgendwann.

Und sollte ich nicht essen können,
so will ich Euch den Grund wohl nennen:
Die Zähne, die jetzt locker sind,
machen mich fürs Speisen blind.

Beim nächsten Mal - und das sei Pflicht,
wage ich solch Worte nicht.
Es ist einfach. - Leute glaubt.
Ich darf nur das, was mir erlaubt.   18.04.2016
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Die Sonne scheint

Die Sonne scheint – mein Auto ruft,
spricht zu mir, ich sei ein Schuft,
lasse – Ignoranten ähnlich,
es verwaisen – das sei dämlich.

Ich schaue kurz zum Fenster rüber,
dort sitzt mein Chef – mir wär´s zwar lieber,
mir schien die Sonne auf den Pelz…
Doch dieser Mann – ist hart, aus Fels.

Er meint, wer zahle – (wie man´s nimmt),
sei der, der die Musik bestimmt.
Ich solle zum Kalender schau´n,
es sei Montag – und drauf bau´n.

Ich zeig zum Himmel – er ist blau.
Er spricht: „Ich sag es deiner Frau.“
…er droht mir heftig mit Gefahren,
immer noch – nach all den Jahren.

Warum ich nicht am Sonntag fuhr?
Ich tat es wohl – ein bisschen nur.
Leider fehlte mir die Zeit,
da war der Ausflug nicht sehr weit.

Aber jetzt – jetzt packt mit Wonne,
mich die warme Frühlingssonne.
Drum beschließe ich jetzt hier:
Feierabend: 12 nach 4.

So bin ich zum Rebell geworden,
3 Minuten nicht nur borgen,
nein, ich hab sie mir geklaut.
Aber hallo – grad getraut.

Ich setze mich ins Auto rein,
das Leben kann so himmlisch sein.
Fahre los – mit ohne Dach…
Wisst Ihr, dass das Freude macht?

Wäre halt nicht mein Gewissen,
gar kein sanftes Ruhekissen.
3 Minuten – Chef sieht rot.
Mordio – oh, große Not.

Ich frage nach – beim Arbeitsrecht,
Frau Doktor nickt – Gott, mir wird schlecht.
Das sei schändlich – und sei Raub,
ich sei mieser, als sie glaubt.

Fahr zurück – stell´s Auto ab,
wie gut, dass ich Berater hab.
Gehe friedlich ins Büro,
an den PC – dann ist´s halt so.

Jedoch – nur mal so angenommen,
es wird der nächste Samstag kommen,
und dann – dann fahr ich – ganz genau.
Die Sonne scheint – Mensch, einfach wow.  11.04.2016
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Renovierung

Manche Männer - sie sind fleißig,
im Gegensatz zu mir - das weiß ich.
Statt Händen - 2 - am linken Arm,
ist eine rechts - das klingt nach Charme.

Ein richt'ger Mann - der fackelt nicht,
bevor er Stein und Mauer bricht,
bevor er die Tapete löst,
weil er - nicht so wie ich - stets döst.

Das sind vermutlich Steinzeit-Gene,
dass er der Liebsten Heim verschöne,
sobald das Mammut ist erlegt.
Glaubt mir, dass mich das bewegt.

Ich schau auf mich - brech mir die Knochen,
beim Hämmern, Schrauben - selbst beim Kochen,
beim Unkrautrupfen sowieso...
Na ja, im Grunde bin ich froh.

Die Liebste schaut belustigt hin,
hat stets den wilden Spruch im Sinn.
Das wird wohl hier nicht anders sein,
als anderswo - im trauten Heim.

Der Fachmann, der die Wände bricht,
spricht zu seiner Frau: <<Mach Licht!
Ich habe mich im Staub verirrt,
mach, dass es wieder heller wird.>>

Da ist - das meine ich jetzt ehrlich,
das Schreiben halb so - halb gefährlich.
Dort verirrt sich nur der Geist.
So ist mein Plan - gut, dass man's weiß.

Hab ich zu viele weiblich Gene?
Statt dass ich mich nach Baumarkt sehne,
geht bei mir - spontan die Richtung,
immer zu nach Wort und Dicht-ung.

Die Dichtung in der Wasserleitung,
kann mich nicht fordern - ...in der Zeitung,
die Beilage genauso selten,
vom nahen Markt - getrennte Welten.

Statt beim Planen, Renovieren,
kann ich meine Sehnsucht spüren,
bei leeren Blättern - weißen Seiten.
Das kann und will ich nicht bestreiten.

Es sagt mir gerade die Simone,
es interessiere nicht die Bohne,
was jemand könne - oder nicht.
Ehrlich? - Das befriedigt mich.

Wenn das so ist, bin ich erleichtert,
mein Weltbild, meine Sicht bereichert.
Viel Spaß und Gruß dem Heimwerk-King.
Sorry, leider nicht mein Ding.      09.04.2016
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Zweithemd

Ihr fragt, womit ich mich beschmierte?
Was ich mir heut zum Munde führte?
Und wieder mal – gezielt vorbei…?
Das Hemd sagt´s aus – ich bin so frei.

Ein Kunstwerk – großen Malern ähnlich,
farbenfroh, lebendig nämlich.
Wobei ich mir nicht sicher bin,
ob´s jemand kauft – wo ist der Sinn?

Die Liebste meint schon unterdessen,
Anstand könne ich vergessen.
Sie wendet sich voll Grauen ab…
Wie gut, dass ich ein Zweithemd hab.

Eins ist ständig in der Wäsche,
spätestens wird sich das rächen,
wenn die Faser dünn geworden.
Die Liebste wird mich einst ermorden.

Sie meint, ich sei ein Unhold, Schuft,
bringe sie noch in die Gruft.
Dann zeigt sie ihre Hände mir,
rot vom Waschbrett – ja, ich spür…

…ganz bestimmt – Ihr sollt es wissen,
rundherum ein schlecht Gewissen.
Denn wer sich nicht benehmen kann,
das bin halt ich – ihr Herz, ihr Mann.

Ich sollte mich mit diesen Flecken,
eigentlich spontan verstecken.
Ich schau mich um – erkenne leider,
nur ich trag die beschmierten Kleider.

Spätestens zur Mittagspause,
fahr ich besser schnell nach Hause.
Hole mir das Zweithemd her…
Besser wär´s – ich hätte mehr.

Ganz super wär ein Schlabberlätzchen,
doch da mach ich keine Mätzchen.
Ein großer Mann – plus Schlabberlatz?
Geht mir weg – ist für die Katz.

Jetzt werdet Ihr vermutlich sagen:
Wie kann er dies Geständnis wagen?
Ich gebe zu – Ihr habt ja Recht.
Mir wird schon vor mir selbst ganz schlecht.

Doch wenn ich nichts zu Reimen hätte,
wär´s auch nicht gut – drum jede Wette:
Lasst mir dieses Outing bitte.
Ich pack´s halt nicht – ob Anstand, Sitte.

Morgen früh – am Frühstückstisch,
erstrahlt mein Ersthemd wieder frisch.
Und wenn es dann zum Mahle geht…
ist alles sowieso – zu spät.          06.04.2016
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Perfekte Föhnfrisur

Die Liebste spricht, wir sollten sparen.
Gerade ich, mit grauen Haaren,
solle zeigen, was da geht.
Fürs Sparen sei es nie zu spät.

Ich schaue ängstlich auf den Bauch.
Meint sie diesen etwa auch?
Mag sein – zu viel – ne „kleine“ Spur.
Wie sag ich´s meinem Kinde nur?

Ich überlegte her und hin,
Sparen macht ja dann nur Sinn,
wenn es in der Haushaltskasse,
bemerkbar wird – das wäre Klasse.

Da fiel mir ein – Oh, Heureka.
Ich weiß etwas – Hipp, hipp, hurra.
Frühling wird´s – die Sonne sticht.
Unterschätzt mich bitte nicht.

Ich spare Strom – oh, jede Menge,
verhindere dabei das Gedränge,
am frühen Morgen – hier, im Bade,
kurz nach 5 – am neuen Tage.

Ich bin helle, ich bin wach,
fahr nach dem Duschen – ohne Dach.
Der Wind, der durch die Haare streicht,
macht die Trocknung fix und leicht.

Wofür hat man(n) ein Cabrio?
Das macht das Kind im Manne froh.
Und spart – ich sagt es eben schon,
nebenbei gewaltig Strom.

Stolz stand ich vor meiner Frau.
„Liebste, du weißt ganz genau,
du musst mir nur den Hinweis geben.
Schon winkt Erfolg – oh du, mein Leben.

Du meinst, mir fehlt – oh jemine,
die Weitsicht, Phantasie? – Ne, ne!
Hast du mich einmal angesetzt,
schon gibt´s die Lösung – hier und jetzt.“

Sie sah mich an – ich duckte mich.
Am End des Tunnels gab´s kein Licht.
Ich sah es ihrer Miene an,
dass ich den Plan – vergessen kann.

Sie meinte – ganz gefährlich leise:
„Willst du mich foppen? – Hast ne Meise?
Du föhnst auch sonst die Haare nie.
Suchst nur den Grund zur Fahrt… - und wie…“

Mist! – Ich gebe zu – ertappt!
Ich entging dem Zorne knapp.
Nun grübele ich – auf alle Fälle.
Mir fällt was ein – nur nicht so schnelle.   04.04.2016
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Terminkollision

Die Liebste, sie kommt heut zurück,
aus den Ferien - welch ein Glück...,
wenn da nicht der Umstand wär,
der Termine - das macht's schwer.

Während bald ihr Flieger fliegt,
entgeht mir, ob der Geißbock siegt.
Das geht ja gar nicht - ich gesteh,
dieser Umstand - tut mir weh.

Ich sprach es heut beim Bäcker an.
Gisela sagt: "Mein lieber Mann,
deines Herzblatts grobe Planung,
zeigt...die Frau hat keine Ahnung."

Was ich hier jetzt nicht verhehle:
Das war Balsam für die Seele.
Endlich jemand - Leute seht,
die mich rundherum versteht.

Sie meinte gar, der Urlaub sei,
schön gewesen - nun vorbei,
weil sie denkt, ich schlief im Bett,
statt im Keller - ach, wie nett.

Da wusste sie vermutlich nicht,
dass ich petzte - hielt's für Pflicht,
und meiner Frau gebeichtet habe,
was ich tat - am ersten Tage.

Seitdem ruhten der Kopf, die Glieder,
auf dem feuchten Strohsack wieder.
Tja, oh liebe Gisela,
sie liebt mich nicht - und das ist wahr.

Doch dass sie mir den Fußball nimmt...
Ich weine meine Augen blind,
und zu sagen: "Komm per pedes",
fehlt mir der Mut - na, sowas Blödes.

Davor das Spiel - das auf dem Eis,
darf ich sehen - ja, ich weiß,
doch den FC - ...sie ist der Boss,
gibt's nur als Konservenkost.

Ich lasse wohl mein Radio still,
weil ich's ja nicht wissen will,
bevor ich dann Zuhause bin,
solches Tun - es macht wohl Sinn.

Schau nicht aufs Handy - nicht Whattsap,
nicht auf Facebook - keinen Chat,
halte Ohren, Augen zu...
Beim Fahren nicht - das wär der Clou.

Freue ich mich? - Ja, natürlich.
Doch den Termindruck - hey, den spür ich.
Der FC in Hoffenheim,
und ich am Airport - ganz allein...    03.04.2016
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Buch 7

Ich schreib derzeit an Story 7,
Doch leider – alles proben, üben,
nutzte nichts, da niemand schätzt,
was ich so fasele – bin verletzt.

Da rackert man – man tut und macht,
steckt Herzblut rein, bei Tag und Nacht,
doch wenn es niemand lesen will,
bin ich ab heute einfach still.

Mensch, langsam wird mir das zu bunt,
ich schreibe mir die Finger wund,
ich nutze ihre Kuppen ab…
Wie gut, dass ich noch Rückgrat hab.

Drum habe ich mich jetzt entschieden.
Schluss und Basta – nun herrscht Frieden.
Auch das Geld – versteht mich doch,
für Steinwart III – das spar ich noch.

Spinnt Euch selbst die Handlung weiter,
für mich ist´s einfach und gescheiter,
lege ich die Beine steil,
das ist wichtig – alldieweil…

…ich schon ein wenig älter bin,
da macht dies Tun, die Ruhe Sinn.
Ich lege mir – ganz faul wie nie,
die Decke sorgsam auf die Knie.

Lass von der Liebsten Kaffee bringen,
Kekse – und vor allen Dingen,
werde ich – an allen Tagen,
rundum meine Ruhe haben.

Ob mir das leid tut? – Niemals nicht!
Das ist der Weg zum neuen Ich.
Ihr habt mir diesen Weg gezeigt,
dafür gibt´s ein dickes Like.

Dass Folge II kein Ende hat,
juckt mich nicht – jetzt seid Ihr platt.
Ach ja, was ich noch sagen will:
April! – April! – April! April!

Das glaubt Ihr doch wohl selber kaum,
dass Ihr verschont bleibt… - böser Traum,
den ich letzte Nacht geträumt.
Zu viel gegessen – wie´s mir scheint.

Der Alpdruck lag auf meiner Seele…
Auf dem Bauch? – Tja, ich empfehle,
mir selbst, vielleicht nicht allzu sehr zu schlemmen.
Ich sollte mich doch besser kennen.

Nach 6 und 7 – folgt dann 8.
Ihr meint ich streike? – Falsch gedacht.
Im April – am ersten Tag,
hab ich diesen Reim gewagt.   01.04.2016
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Langes Wochenende

Heute noch, 1 Tag zur Wende,
das schöne lange Wochenende,
ist vorbei - oh, lieber Mann,
obwohl es gerade erst begann.

Ich leg nochmal die Füße steil,
bewege kaum mein Hinterteil,
und überlege grad dabei,
wie ich es nutzte - bin so frei.

Ich habe vor mich hin geschrieben,
bin, wie erwartet, brav geblieben,
hab viel geschlafen, ausgeruht,
das ist für alte Leute gut.

Füllte, wie's mir aufgetragen,
unserem Sohne seinen Magen.
Der lieben Schwieger-Mine auch,
es ist Ostern - so der Brauch.

Ich schaute friedlich ins TV,
vermisste Tochter, Hund und Frau,
machte jenes - dies und das.
4 freie Tage - welch ein Spaß.

Der Dienstag ist schon zu erkennen,
ab morgen geht's ins nächste Rennen,
ebenfalls 4 Tage lang,
das klingt prima - macht nicht bang.

Wenn da nicht der Umstand wär:
Arbeitstage schleichen schwer.
Gehen - das ist wirklich dumm,
nur halb so schnell und fix herum.

Ich war nie fähig in Physik,
weiß nur eines - klar, verrückt,
dass sich die Masse anders dehnt,
wenn man sich - am Schreibtisch wähnt.

Viel viel kürzer - keine Frage,
sind die schönen - freien - Tage.
Ja, schon gut - ich weiß Bescheid,
sie sind genauso - tut mir leid.

Die Sonne scheint vom Himmel - herrlich,
morgen ruft's Büro - entbehrlich.
Muss nur dran denken - dass beim Klick,
den Reim ich nicht dem Cheffe schick.

So ein schönes Wochenende.
Versteht, dass ich Gedanken sende,
um mein Feeling auszudrücken,
jetzt - und zwar aus freien Stücken.

Ich werde nun den Tag genießen,
den Reim mit jenem Hinweis schließen:
Auch wenn's vorbei ist - ganz egal,
es gibt ja bald - ein nächstes Mal.   28.03.2016
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Allein im Osternest

Ich schau – so stell vorab ich fest,
komplett verstört ins Osternest.
Leere herrscht um mich herum.
Ich bin allein – und weiß warum.

Die Liebste, sie wird mich verlassen,
in Bälde schon – ist nicht zu fassen.
Sie fliegt mit Tochter-/Enkelkind,
fern, in Urlaub – mit dem Wind.

Lässt mich ganz allein zurück,
10 Tage lang – ein weites Stück.
Mit Pizza und Miracoli,
aus der Kühlung – morgen früh.

Hängt mir den Zettel an die Türe,
auf dass ich nicht den Mut verliere.
Dazu die Regeln – 1 bis 10,
sie zu befolgen – na, mal sehn.

>>Überschätz nicht deinen Mut.
Nicht folgsam sein? – Bekommt nicht gut!>>
Mit diesen Worten – hier und jetzt,
wird aus den Regeln – ein Gesetz!

Müll entsorgen – Putzen, Spülen,
mich nicht allzu sicher fühlen.
Big Mother – she is wachting still,
aus der Ferne – Overkill!

So werde ich am Sonntagmorgen,
mir den Sohn, die Mine borgen,
bereite dann das Frühstück zu,
bin nicht allein – das ist der Clou.

Werde Schreiben – an Geschichten,
werde Reimen, Faseln, Dichten,
werde mir die Zeit vertreiben.
Lieb und brav zuhause bleiben.

Bestellte schon beim Osterhasen,
ne Kleinigkeit – für jene Phase,
da ich nicht mehr einsam bin.
Jenes Tun – das macht wohl Sinn.

Dann übersieht sie ja womöglich,
so manches Manko – das wär löblich.
In Hausarbeit – puh, geh mir weg,
bin ich – leider – nicht perfekt.

Ich hoffe, dass die Sonne scheint.
Wärme wär – nun ja, mein Freund.
Doch schaue ich auf die Prognosen,
wird´s eher grau – Gemisch mit Soßen.

So wünsche ich nun heut schon mal,
Euch allen – nah, ob fern – egal,
ein rundum tolles Osterfest.
Denkt an mich – allein, im Nest.   24.03.2016
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Frühling 2016

Frühling ist´s – der Regen fällt,
grau und trübe zeigt die Welt,
dass ich – klingt´s auch nach Verdruss,
auf die Sonne warten muss.

Das Cabrio, es wartet friedlich,
ich lächele - …selbst ich bin niedlich,
wenn ich mich bald freuen kann,
auf „Ohne-Dach“ – so irgendwann.

Naja, ich möchte friedlich bleiben,
verlege mich daher aufs Schreiben,
denn egal, wie´s Wetter ist,
stets steckt im Kopfe großer Mist.

Der will heraus – wie gerade jetzt.
Schaut nicht so – seid nicht entsetzt,
denn im Grunde ist´s wie immer:
Blieb er drinnen – dann wär´s schlimmer.

Nicht für Euch – jedoch für mich,
ich halte gar nix vom Verzicht.
Drum lass ich den Gedanken Lauf,
und höre erst – am Ende auf.

Ich schreib mir selbst ein wenig Sonne,
suche Worte – voller Wonne,
und bin – bei aller Huddelei,
auch noch rundum froh dabei.

Wenn das Papier sich langsam füllt,
dann wird es erst komplett, das Bild.
Glaubt es – oder glaubt es nicht:
Das Schreiben schenkt bei Regen Licht.

Egal, ob es mein „Steinwart“ war,
ob „Feuerspei“ – ob „Zausel“ gar,
oder – wie jetzt aktuell,
der „Fehlerteufel“ – es geht schnell.

Namen, die Euch (noch) nichts sagen,
irgendwann werd ich es wagen,
ich bring sie unter Euch, die Leute.
Irgendwann – na ja, nicht heute.

Der Frühling – das auf alle Fälle,
bringt neuen Stoff – ist neue Quelle.
Wartet nur ganz friedlich ab,
bis ich die Zeit zum Schreiben hab.

Dann könnt Ihr Euch vor Text nicht retten.
Ihr glaubt das nicht? – Na, wer will wetten?
Brennt die Sonne mir aufs Haupt,
kocht die Masse – dass Ihr´s glaubt.

Ehe dass ich´s jetzt vergesse:
Die Freude klingt noch nach – die Messe.
Sie war – oh ja, ich glaube schon,
ein weiterer Kick – Inspiration.   22.03.2016
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Weltfrauentag

Heute ist Weltfrauentag.
Nicht, dass ich die Frauen mag,
doch dieser kleine, kurze Reim,
sollte dennoch nunmehr sein.

Fühl mich innerlich gespalten,
kann ich doch nicht schalten, walten,
wie ich das im Grunde will.
Die Liebste schimpft - ...und ich bin still.

Ich will mich trotzdem nicht beschweren,
bin geboren - um zu hören,
um zu folgen - hin und fort,
ohne jeglich Widerwort.

Weltfrauentag - der ist nun heute,
und ich - ich bin des Wahnsinns Beute.
So viele Frauen im Gehege,
egal, wohin ich mich bewege.

Die Liebste - und das Tochtergör,
Schwiegerdrachen - bitte sehr,
Enkeltochter - und Frau Hund,
machen mich im Wechsel rund.

Doch da ich sie - wie es nun scheint,
ehren muss - ...so lieb den Feind...,
gebe ich mich ans Gedicht.
Tja, von Herzen - kommt das nicht.

Ihr sucht wahrscheinlich jeden Sinn,
spürt, dass ich gefangen bin,
in Vorsicht - um das auszudrücken,
was ich denk - in freien Stücken.

All die Ängste, all die Sorgen,
verschiebe ich jetzt grad auf morgen.
Ist der Ehrentag vorbei,
fühle ich mich wieder frei.

Wobei auch das - ich sag's mit List,
wohl völlig übertrieben ist.
Denn frei - das werd ich niemals sein,
nur ein wenig - hier im Reim.

Frau General - sie schaut mich an.
Gibt mir ein Zeichen - meint, ich kann,
mit der Ehrung nun beginnen.
Ich denke nach - ich grabe innen.

Und plötzlich sind die Worte da.
Ich freue mich - oh, hipp, hurra.
Ich drücke sie voll Inbrunst aus.
Ich lasse sie jetzt einfach raus:

Liebe Frauen - will Euch Ehren,
Euch soll dieser Reim gehören.
Dazu noch eben kurz gefragt:
Wann ist der - Weltmännertag?  08.03.2016
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Saft - frisch gepresst

Meine Liebste bittet mich:
<<Draußen, dort im Hof, am Tisch,
liegt noch frisches Obst bereit.
Press es fix - du hast ja Zeit.

Zieh mir bloß jetzt keinen Flunsch,
endlich hab ich einen Wunsch,
nun steh schon auf - und zwar Zack Zack.>>
Samstagmorgen - 1. Akt.

Ich ging zum Hof - die Tür hinaus,
es sah verdammt nach Regen aus,
doch trotzdem ging ich nicht zurück.
Ich denke mal - das war mein Glück.

Fand auf dem Tisch die Ananas,
dazu Orangen - fix ins Glas.
Eine Zitrone - hinterher.
Liebes Herz, was willst du mehr.

Doch setzt das Schicksal vor'n Genuss,
ein wenig Arbeit - tja, ein Muss.
Das Obst zum Pressen - schlecht gewählt,
gehört - natürlich - erst geschält.

Ich holte mir den Mixer raus,
noch sah die Küche sauber aus.
Nahm ein Messer - sorgte mich:
Nichts für meine Finger nicht.

Ich sah die Haut, die Fingerspitzen,
schon verteilt in allen Ritzen.
Übern Fliesen - Laminat,
ich stöhnte leis: <<Das Unheil naht!>>

Jedoch, was soll ich Euch nur sagen?
In manchen Phasen - manchen Tagen,
zieh ich gar vor mir den Hut.
Es brauchte nur Geschick - und Mut.

Der Saft, er hat perfekt geschmeckt,
der Müll, die Schalen sind schon weg,
doch hab zum Reimen ich nicht Zeit.
Die Küche...? - Tja, es tut mir leid.

Ich seh es ein - ich muss es spüren,
ist man(n) kein Profi kann's passieren.
Der Lappen - und die Pflicht sind mein.
Ich scheuere, was versaut - allein.

Kratz die Fasern von der Lampe,
von Fliesen, Decke - sage Danke.
Schaue dabei - immer wieder,
auf die Uhr - und hock mich nieder.

Putze, reinige wie wild,
hab wenig Zeit - denn hey, es gilt:
In ein paar Stunden - tja, mein Schatz,
bin ich auf dem Fußballplatz.   05.03.2016
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Statistik

Ich bin erschüttert – oder fast,
frage mich, warum´s nicht passt,
was man erfragt, ermittelt hat.
im weiten Land – in Dorf und Stadt.

Egal, was ich auch immer lese,
es trifft nicht zu – drum ist die These,
dass ich… – selbst wenn ich mich quäle,
nirgendwo zum Querschnitt zähle.

Obs beim Verdienst ist – dem „Verschleiß“,
von netten Frauen – tja, ich weiß,
nicht wirklich, was ich falsch gemacht.
Wahrscheinlich werd ich ausgelacht.

Lieg mal darunter, mal darüber,
mal Ok – mal wär´s mir lieber,
es träfe auch auf mich mal zu,
was so ermittelt – von der Crew.

Beim Vermögen, Grundbesitz,
passt es nicht – das ist kein Witz.
Nicht bei Gewinnen – tja, man kennt´s,
nicht mal bei… - Intelligenz.

Nicht bei der Anzahl unserer Kinder,
denn – und das sieht auch ein Blinder,
ein halbes Kind – bis Komma 2,
nicht wirklich passt – egal wie´s sei.

Auch nicht bei – ums auszuloten,
bei der Anzahl und den Quoten,
vom Ermitteln und vom Buchen,
von – na ja…Konzertbesuchen.

Nicht bei all den Arbeitstagen,
der Zahl der Stunden – sonst noch Fragen?
Bei diesem, selbst bei jenem nicht,
passt das wirklich – wär´s auch Pflicht.

Drum bitte ich – ich hätt es gerne,
würd man mich aus dem Schnitt entfernen.
Von Tag zu Tag – und immer mehr,
verwirrt mich die Statistik sehr.

Ich müsste mich dann nicht mehr grämen,
nicht mehr Grübeln – nicht mehr Schämen,
weshalb ich durch das Raster fiel.
Ich hätte dann – ein klares Ziel:

Die eigene – in allen Fällen,
Statistik – nur für uns – erstellen.
Denn was der wilde Durchschnitt tut,
das juckt mich kaum – ich zeige Mut…

Nehme – jetzt lass ich´s bewenden,
Frau und Kind und Hund bei Händen,
und verzieh mich – grad mal eben,
in mein – für uns spezielles Leben.   19.02.2016
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20.000

20.000 mal geklickt,
auf meiner Seite – tja, verrückt,
ist das schließlich allemal.
20.000 – tolle Zahl.

Zwar könnt Ihr sagen, das sei wenig,
doch ich – ich fühle mich als König,
wenn auch andere – gut und schön,
hin in die Millionen gehn.

Nur eine Sammlung kurzer Reime.
Dinge, die ich fühle, meine,
in wenig Worten ausgedacht,
Tag für Tag – und Nacht für Nacht.

Erlebnis, Fakten, Spinnereien,
Worte, um sich zu befreien,
Worte, um das Glück zu teilen,
viele Lettern – viele Zeilen.

Vielleicht nicht grad Ok für jeden,
und trotzdem scheint es den zu geben,
der drauf steht – vielleicht auch die (?),
mit dem Hang zur Poesie.

Die Person – ich kenn sie nicht,
macht es sich zum Spaß, zur Pflicht,
täglich in das Netz zu schau´n,
um zu lesen – glaub´s ja kaum.

20.000 mal den Zeiger,
der Mouse auf meinen Link – doch leider,
gibt´s nicht Nachschub alle Tage,
manchmal ruh ich – keine Frage.

Dann gilt´s den Speicher aufzufüllen,
die Sucht nach neuem Wort zu stillen,
denn was verbraucht ist – das ist fort.
Reimen, Denken – fast ein Sport.

Nicht der Muskeln – nicht der Sehnen,
Synapsen sind´s – muss ich´s erwähnen,
die dann funken, die sich strecken,
und die Flut der Worte wecken.

20.000 – in 5 Jahren,
die mir schließlich offenbaren,
solche Last kann´s wohl nicht sein,
sie zu lesen – das wär fein…

…wobei – und das wär sehr viel schlimmer:
Etwas Ängste gibt´s ja immer,
dass man nur voll Sorge schaut:
<<Tat er´s wieder? – Oh, mir graut.>>

Egal – was ich nicht wirklich weiß,
macht mich auch – na klar – nicht heiß.
Ich freu mich einfach – schier verrückt,
auf den nächst gezählten Klick.    18.02.16
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Prinzenpaar Merzenich

Dem Prinzenpaar von Merzenich,
steht die Freude im Gesicht.
Jedes Bild auf Facebook zeigt,
hierfür gibt man gern – ein Like.

Jürgen, Silke – Majestäten,
der Prinz zeigt seine schlanken Gräten,
in weißen Hosen – im Ornat.
Erste Sahne – in der Tat.

Die gute Laune, die man sieht,
auf den Fotos – ohne Lied,
steckt selbst auf die Entfernung an.
Dieses Paar macht einfach Fun.

Auf allen Sitzungen vor Ort,
das ist Leistung – im Akkord.
Das Strahlen – es ist stets dabei.
Ihr macht das super – alle 2.

Es huldigt Euch das Publikum.
Keine Frage gibt´s, warum.
Na, weil – und das ist allen klar:
Ihr seid ein tolles Prinzenpaar.

Ist diesmal die Session auch kurz,
jetzt aktuell geht´s um die Wurst.
Bald und zügig – auf die Schnelle,
regnet´s Schoki – und Kamelle.

Ich würde gern am Zugrand stehn,
den Wagen, Euer Strahlen sehn,
doch leider bin ich – ist halt so,
mal wieder fott – seid trotzdem froh.

Genießt die Tage, die noch bleiben,
stürzt Euch in das närrisch Treiben,
und denkt dann später gern zurück.
Fastelovend – großes Glück.

Von der großen Sitzungssälen,
zu den Straßen – Frohsinn wählen.
Egal ob drinnen – ganz egal.
Ob vor, ob im, ob neben´ Saal.

Man kann sich dann erst kennenlernen,
wenn man´s versucht – denn in der Sternen,
steht, was man so kann – und nicht.
Ihr strahlt jetzt hell, ganz hell, im Licht.

Warum ich nun so spät erst komme?
Nun gut, ich hab ein Herz genommen,
und das Reimen – jetzt gewagt.
Mal sehen ob Ihr´s mögt – na sagt…

..habt Ihr Spaß – an Eurem Amt?
Das sieht man wohl – das ist bekannt.
Macht bis zum Aschermittwoch – froh,
auf diese Weise weiter so.      29.01.2016
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Aufnahmeantrag Duden

Wenn man in den Duden sieht,
gibt´s – das ist das alte Lied,
viele Worte – mit viel Sinn,
die sind vergessen – nicht mit drin.

Drum stelle ich den Antrag – heute!
Unterstützt mich, liebe Leute,
dann ist das Werk bald zeitgerecht.
Up to date – das wär nicht schlecht.

„Steinwart“ und den „Wurzelknopf“,
werf ich mit in diesen Topf.
Bin ich erst Mal emsig dran,
tut ich einfach – was ich kann.

Mir fallen noch so viele ein,
doch wichtiger – so soll das sein,
sind die Worte – denkt Ihr´s auch (?),
für täglich – für den Sprachgebrauch.

Wenn meine Liebste – ganz entrüstet,
sich wieder mit Verneinung brüstet,
weil ich grad was haben will,
bin ich demnächst – dann nicht mehr still.

Schlage meinen Duden auf,
nehm das Nein – na klar - in Kauf,
und entgegne schnell, lakonisch:
<<Werde mir jetzt bloß nicht komisch.

Im neuen Duden gibt es Worte,
sehr sehr treffend, von der Sorte:
1 Wort, das mehr als alles sagt.
…falls man(n) es zu sprechen wagt…>>

Sie sieht mich an – mit diesem Blick.
Ich weich spontan ein Stück zurück,
dann sage ich – vor Angst ganz hohl:
„Dohoch“ – und dann noch „Ohwohl“.

Ich ducke mich – nein, nein, kein Witz,
weiß ich doch, ihr Schlag, er sitzt.
So spüre ich den Luftzug nur,
von Verletzung – keine Spur.

Sie schaut ganz bös – sie schielt mich an,
sagt zu mir: <<Mein lieber Mann,
zeige mir – sonst ist´s zu spät,
dass solch Wort – im Duden steht.>>

So! – Da kommt nun Ihr ins Spiel.
Erzählen? – Kann ich furchtbar viel.
Doch ohne Hilfe schaff ich´s kaum,
in den Duden – bleibt´s ein Traum.

Stellt mit mir den Antrag – schnelle.
Verhelft mir so – für alle Fälle,
zum Einzug in den Sprachgebrauch.
Ein „Ohwohl“ allein - tät´s auch.    27.01.2016
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Terminliche Probleme

So weit ist es nun gekommen,
die Saison hat grad begonnen,
da merke ich - so über Tage,
dass ich kaum Zeit zum Schreiben habe.

Die Zeit der Steuern, sie läuft an,
manche Dame - mancher Mann,
kehrt bei mir nun täglich ein.
Das Mitglied will's - drum soll's so sein.

Doch niemand - niemand - hat Verständnis,
dass ich gern schreibe - die Erkenntnis,
zieht mich runter, bringt mich down.
Beides geht nicht? - Tja, mal schau'n.

Dazu kommt noch des Fußballs Wende.
Winterpause! - Hat ein Ende.
Ich sag mal ehrlich - Bockseidank!
Diese Zeit - sie macht mich krank.

Ohne mein gewohntes "Zimmer",
das Stadion (!) - geht's mir wie immer:
Für fast nicht Nutze - furchtbar schlecht.
Ab heute wieder, wie ich's möcht.

Gegen Stuttgart - VfB.
Tun mir auch die Trikots weh,
in den Augen - Funken...mann...
kommt's doch auf den Inhalt an.

Heute gegen Stuttgart siegen,
mir würde wirklich viel dran liegen.
Beschwingt, rot-weiß das Wochenende.
Ich schriebe Hymne - ganze Bände.

Zurück zum Thema - zu Band IV:
Ich fürchte und es schwan(e)t mir,
es hakt ein wenig - wenig Zeit.
Das ist halt so - es tut mir leid.

Nun könnte ich den Schritt zwar wagen,
meinen Boss ganz höflich fragen,
ob ich - ganz prägnant und scharf,
den Büroschlaf nutzen darf.

Statt Arbeiten - in Ruhe Schreiben.
Lieber Chef, ich mag dich leiden...
Ich ahne seinen Blick - erkenne,
dass ich besser - weit, weit renne.

So! - Was hat's mir jetzt gebracht,
dies zu Reimen? - Nichts! ...Gedacht,
habe ich zwar was dabei.
Doch nichts Gescheites - ist nicht neu!

Ich hab nur meinen Wahn gestillt.
Kurz und knackig - dumm und wild.
Doch bringt es mich kein Schrittchen weiter,
hin zur Lösung - leider, leider.     23.01.2016
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RSI-Syndrom

Überprüft das Postfach, bitte.
Seit Jahren schon ist´s Brauch und Sitte,
dass ich Euch löchere, ich Euch spame.
Sorry, dass ich Euch gut kenne.

Ich weiß, Ihr seid da nicht so kleinlich,
doch langsam – langsam wird´s mir peinlich.
Die Liebste – selbst die Liebste spricht:
<<Sorry – Mann – verschone mich.>>

Sie hält mir vor – mit einem Satz,
dass ihr Postfach quillt, es platzt.
Neben Werbung – dem und dies,
schieß ich den Vogel – das sei fies.

Nicht mal Reisen, die Portale,
umfangreich – und viel an Zahle,
seien auch nur halb so schlimm,
sprich, so lästig – wie ich´s bin.

Kaum hat sie das Postfach offen,
hilft kein Bitten, Beten, Hoffen.
Nicht mal leises Flehen um Gnade,
sei wirklich hilfreich – das ist schade.

Ich überlegte – sprach dann friedlich,
ganz entspannt – und eher schiedlich,
dafür gäb´s doch – das sei klar,
den Punkt des Löschens – aber ja.

Einmal mit der Mouse geklickt,
schon ist sie weit ins Nichts gerückt.
Im Papierkorb – reicht der Platz.
Versuch es nur – mein liebster Schatz.

Da hält sie mir die Hände hin.
Spricht: <<Weißt du, dass ich leidend bin?
Geplagt vom RSI-Syndrom.
Des vielen Klickens übler Lohn.

Ein Tennisarm – vom Mousenklick.
Den Bildschirm immer fest im Blick,
lösch ich emsig – lösch ich wild,
und hoff, dass bald dein Eifer stillt.

Würdest du gar wenig schreiben,
müsste ich gen End nicht leiden.
Selbst der Filter – hemmt dich kaum,
es ist so furchtbar – Alp, welch Traum.>>

Ich ging in mich – weiß Bescheid,
sage traurig – tut mir Leid.
Ich möchte Euch doch nicht verlieren.
Halt mich zurück – ich will´s probieren.

Erst wenn ich die Tapeten kratze,
vor ungeschriebenen Worten platze,
schreib ich weiter – komm ans Licht.
Filter gegen Spams? – Braucht´s nicht!  19.01.2016
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Frau Hund in der Silvesternacht

In den Silvester-Abendhimmel,
schaut Frau Hund – denkt, einen Fimmel,
hat die Menschheit ganz bestimmt.
Das könnte sein – ganz wie man´s nimmt.

Während die Raketen fliegen,
muss sie ihre Angst besiegen,
verkriecht sich dann – das arme Tier,
auf dem Sessel – hinter mir.

Ich spür ihr Zittern – spür ihr Beben,
weiß, sie wird es überleben.
Doch denkt sie selbst – tja, in der Tat,
dass ihr letztes Stündlein naht.

Ich weiß, ein schönes Feuerwerk,
ist was fürs Auge – wohl gemerkt,
doch für das Tier – ist es ein Graus,
drum bleibe ich mit ihr – im Haus.

Schau´s mir still von innen an,
auf dass Frau Hund ich retten kann,
wird es gerade viel zu schlimm.
Danach steht mir ab 12 der Sinn.

Doch weiß ich, viele arme Wesen,
können ihre Uhr nicht lesen.
Böllern schon am Morgen rum.
Sorry, Leute, das ist dumm.

Drum mal gerade frei gefragt:
Gäb ich vorm Silvestertag,
Euch mein Konto – wär es nett,
Ihr macht es rund – und dick und fett.

Ich würde Euch bestimmt auch loben.
Dort wär es prima aufgehoben.
Würde gar – ich will nicht lügen,
nach und nach gar Junge kriegen.

Müsste dann Frau Hund nicht schützen.
Ach, es würde vielen nützen.
Drum – wer mein Konto haben will,
der melde sich - …ja, ja, bin still.

Sie wird – na ja, so ist das eben,
die Nacht, die kommt auch überleben.
Wir lauschen – lauter – der Musik,
dann hört sie nichts – bleibt ruhig, zum Glück.

Zu lieben Freunden uns begleiten,
früh genug und auch beizeiten,
bevor der Rummel explodiert.
Freude dem – der sie verspürt.

Frau Hund wird´s sicher nicht verstehen,
wird vielleicht die Leuchtspur sehen,
durchs Fenster – und sie denkt bei sich:
Liebe Leute – rettet mich.         31.12.2015
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Standpauke

Die Liebste – sonst ne wirklich Nette,
spricht, wenn ich sie selbst nicht hätte,
sei ich – Ihr könnt´s nunmehr lesen:
ein tatsächlich armes Wesen.

Nicht fähig, zu mir selbst zu finden.
Ich könne zwar die Schuhe binden,
doch viel mehr sei auch nicht drin.
…ich senke meinen Kopf – nehm´s hin.

Sie meint, es sei jetzt an der Zeit,
für eine Pauke - …tät ihr leid,
doch müsse diese jetzt mal sein.
So aus dem Stand – ich armes Schwein.

Sie wirft ihr Haar – den Blick empor,
dann hält sie mir die Sünden vor,
die ich halt im vergangenen Jahr,
begangen habe - …ist´s denn wahr?

Zu viel gegessen – und geschlemmt.
Bekleckert jedes Wams, das Hemd.
Wenn sie sprach, nicht zugehört…
…das stimmt doch nicht – der Vorwurf stört.

Die Kühlschranktür nicht zugemacht.
Das Licht blieb an – in dunkler Nacht.
Zu viel dummes Zeug erzählt.
…hätt sie geahnt, wen sie erwählt.

Den Müll nicht aus dem Haus gesorgt.
Im Schlaf geschnarcht, geröchelt, schnorkt.
Nicht befolgt, was sie befahl,
geschaut… - als sei mir das egal.

Nicht gewusst – der Punkt ist da,
was in „ihrem Film“ geschah,
den sie schon hundertmal gesehn…
„Dirty dancing“ - …ich wollt gehen…

…da hielt sie mich – oh Donnerlittchen,
feste fest – und beim Schlafittchen.
Sprach zu mir: <<Wer flüchtet, der…
macht es sich besonders schwer.>>

Ich hab erkannt – sie hält die Zügel,
ich bin die Wurzel allen Übels.
Ich sprach, bei nächster Möglichkeit,
schau ich mit – es tät mir leid.

Da schaute sie – sie schaute lange.
Mir ward Angst – und mir ward Bange.
Dann sagte sie – zupft mich zurecht,
im Grunde sei ich ja nicht schlecht.

Ich brauche nur – das sei ihr Job,
die feste Hand – und auch das Stopp,
wenn ich mal wieder meine, dass,
ich frech sein dürfte – sei´s auch Spaß.  28.12.2015
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Der frühe Vogel

Der frühe Vogel fängt den Wurm?
Oh, die Gedanken laufen Sturm,
denn ich weiß nicht - ach, wie toll,
wohin ich mit dem Vorrat soll.

Würd ich Angeln - dann, ja dann,
fing ich was mir Würmern an.
Doch auch ein Vöglein bin ich nicht.
...und außerdem nicht völlig dicht.

Gehört der letzte Satz hierhin?
Wahrscheinlich nicht - doch steht der Sinn,
mir danach - mal auszuschlafen.
Im Wasserbett - im stillen Hafen.

Stattdessen renn ich zeitig rum,
bewerfe Menschen - das ist dumm,
mit Worten, die ich - keine Frage,
gerade mal so übrig habe.

Ob ich sie heut brauchen würde?
Sie zu sammeln, wäre Bürde.
Und sollt es dennoch nötig sein,
fallen mir schnell neue ein.

Drum schenke ich sie - früh und heiter,
Euch sortiert - doch leider, leider,
ergeben sie nicht wirklich Sinn.
Lasst mich sein - wie ich halt bin.

Wer will schon morgens Würmer sammeln?
Stattdessen besser Worte stammeln.
Den Wurm bekommt Ihr gern geschenkt,
den der frühe Vogel fängt.

Der Christoph nimmt sie - kurz und knapp,
mir vermutlich gerne ab,
wirft damit die Angel weit,
in den See - zur Sonntagszeit.

Der Vorrat - der von diesem Jahr,
er füllt den Keller - aber klar.
Wer oft früh dran ist - so wie ich,
der hortet sie - sie bleiben frisch.

Hin und wieder - gar nicht dumm,
schichte ich sie pfeifend um,
auf dass sie nicht verschimmeln dort,
im Keller - jenem dunklen Ort.

Das kann den Worten nicht passieren.
Sobald ich diesen Zwang nur spüre,
verteile ich sie schnell ans Licht.
Ob Ihr das wollt? - Vermutlich nicht.

Doch kenne ich da keine Gnade.
Versetzt Euch doch in meine Lage:
Seid froh - und seht's als großes Glück:
Statt Würmern - Worte - Stück für Stück.  27.12.2015
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Winterschlaf

Die Liebste, sie ist stolz auf mich.
Gestern Abend noch ganz frisch,
blieb ich wach - bis gegen 10.
Sie meinte nur: <<Da kannste sehn.

Der alte Herr, den ich gen 7,
schon fast völlig abgeschrieben,
weil er wie'n Sturm im Wasserglas,
schon schnarchend in der Ecke saß...

...der ist tatsächlich vor der Nacht,
unerwartet aufgewacht.
Rückte seine Knochen grade,
nach einem gar nicht langen Tage.

Ich war dabei, zu überlegen,
mich zum Schuppen zu bewegen.
Die Sackkarre stand fast bereit,
Dich zu entsorgen - es war Zeit.>>

Drauf schaute sie mich sinnend an,
ob ich was sagen will - und kann.
Dass ich vielleicht die Jahre spür?
Ich kann doch schließlich nichts dafür.

Ich holte tief - und dreimal Luft,
ich sprach, dass mich mein Strohsack ruft,
im Keller, den sie mir geschenkt,
sei nachvollziehbar - wie ich denk.

Es liege dran - oh, ganz gewiss,
dass es nicht richtig Winter ist.
Dieses Wetter - hin und her,
macht es älteren Menschen schwer.

Außerdem fehlt mir das Licht,
ab kurz nach 5 vermisse ich,
rundherum die Helligkeit.
Dann werd ich müde - tut mir leid.

Dass ich nun gestern wach geblieben,
drei weitere Stunden - ab nach 7,
wundert mich - so muss es sein,
selbst am meisten - und allein.

Die Liebste sprach, ich soll nicht träumen,
es sei doch nur ein letztes Bäumen,
meines Körpers - den's nun traf,
vor dem langen Winterschlaf.

Bis zu den nahen Weihnachtstagen,
durchzuhalten - ohne Fragen,
sei dräuend Pflicht - und zwar die meine...
Ausnahmen? - Na klar, gibt's keine.

Danach darf ich in Winterruhe.
Ohne Schimpfen und Getue,
genehmigt sie mir - brav und lieb,
den Winterschlaf - das ist der Hit. 19.12.2015
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Weckdienst

Ich hatte mir so vorgenommen,
gestern Abend - vor der Nacht,
im warmen Bett sehr weit zu kommen,
mindestens bis gegen 8.

Bis 9, bis 10 ganz tief im Schlummer,
die Grenze, sie war nicht gesetzt,
doch sitz ich nun im tiefsten Kummer,
schon beim Frühstück - das verletzt.

Das erste Mal schon wach um 4e,
das zweite Mal so gegen 5,
um kurz nach 6 dann vor der Türe,
mit Frau Hund - du glaubst, du spinnst.

Der kleine Ort rundum im Schlafe,
niemand, den wir beiden sahn,
niemand, den wir heute trafen,
ich war zu früh - mein lieber Schwan.

Die innere Uhr - so auf die Schnelle,
hat nen eigenen Sinn - oh ja,
weigert sich, dass ich verstelle,
ihren Weckdienst - das ist wahr.

Kann sie nicht im See versenken,
an der tiefsten Stelle nicht,
kann sie nicht einmal verschenken,
oh, ich bin ein armer Wicht.

Muss daher und jetzt stattdessen,
mit Worten kämpfen - alles still,
das hilft mir hier nun, zu vergessen,
dass ich's am Ende gar nicht will.

Möchte lieber - das soll's geben,
noch 2 Stündchen - so und so,
perfekt im Reich der Träume schweben,
herrlich wär das - das macht froh.

Senile Bettflucht? - Erste Zeichen?
Das geht ja gar nicht - abgelehnt.
Satan, ich verfluch dich - weiche.
Mein Herz sich nach dem Schlafe sehnt.

Sollt jemand einen Ausweg kennen,
aus der Misere - Bitteschön,
möge er mir den benennen.
Ich werd derweil am Wecker drehn.

Werde tief in mir versinken,
auf dass ich diesen Schalter find.
Werde suchen, mich verlinken,
mit der Synapse - die stets spinnt.

Und werde dann am Sonntagmorgen,
schlafen, schlafen - im Advent.
Ohne Kummer, ohne Sorgen...
Ein frommer Wunsch - und völlig fremd.  12.12.2015
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Schrottwichteln

Bald ist Weihnacht - hab gelesen,
dass so manche holde Wesen,
sich freuen - auf den Wichtelspaß.
Na super - na, das ist doch was.

Bald ist Weihnacht - Schrottgewichtel,
und von mir gibt's ein Gedicht(el).
Wozu? Weshalb? - Hab keine Ahnung.
Doch passt es gut in meine Planung.

Ich überlege, was ich nähm,
wenn denn jemand sagte, käm,
ich solle mir Gedanken machen.
Etwas packen - solche Sachen.

Dinge, die man nicht (mehr) braucht.
Verquere Teile - diese auch.
Seltsame geblümte Tassen,
Gartenzwerge - alle Rassen.

Möglichkeiten? - Ohne Zahl.
Vielleicht auch einen Gladbach-Schal,
sofern ich einen solchen hätte...
Den find's hier nicht - darauf ne Wette.

CDs, die niemand hören will,
Bücher - voll verfasstem Müll.
Gläser mit gebrauchten Spuren,
hässliche, verzierte Uhren.

Hätten wir den Keller voll,
fänd ich etwas - das wär toll.
Und Frau Hund? - Verschenk ich nicht...
Dann die Liebste - eher mich.

Oh... - nun bin ich angeeckt,
weil der Gedanke mich erschreckt.
Ich schaue mich grad hektisch um.
Bin ich verplant? - Das wäre dumm.

Ich hoff, es wird mir nicht gelingen,
die Liebste auf den Stand zu bringen,
dass sie in Erwägung zieht,
mich wegzuwichteln - ...es geschieht...

...schneller als ich denken kann.
Irgendwo und irgendwann,
bin ich in Papier gehüllt,
welch ein schauderhaftes Bild.

Drum sollte ich mich jetzt beeilen,
Schluss mit diesen dummen Zeilen,
die meine Frau - vor allen Dingen,
auf jene - hm - Gedanken bringen.

Gott sei Dank - bis jetzt am Tage,
stellte niemand ihr die Frage,
was sie zur Verlosung gibt...
Ich bin ganz still - ich bin jetzt lieb.  05.12.2015
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Wann

Mein Chef, der Gute, fragte mich,
wann der dicke Mann - sprich, ich,
denn immer seine Reime schreibt.
Er sei des Grübelns furchtbar leid.

Er sei dabei, zu überlegen,
ob der stete Wörter-Regen,
mich durchnässt - wo ich auch geh.
Ich sagte ihm, das stimmt - per se.

Ich sammele den ganzen Tag.
Ob ich das möchte - oder mag,
fragte niemand - symptomatisch.
Funktioniert halt - automatisch.

Ein kleines Wort - ein kurzer Klick,
schon bleibt ne feine Spur zurück,
der ich des Abends folgen muss.
Zuhaus - beim ersten "Regenguss".

Ich muss die Worte nur sortieren,
stapeln, schichten - bis ich spüre,
dass es Sinn macht - so bei Licht.
Oder eben - manchmal nicht.

Dabei hab ich herausgefunden,
mein Tag, er hat dieselben Stunden,
wie der von jedem anderen auch.
Wahrscheinlich so - dass ich das brauch.

Ich mag es, dabei abzuschalten.
Man kann nicht immer nur verwalten.
Jeder sucht auf seine Weise,
die Entspannung - ich halt leise.

Außer - die Musik, sie reißt,
mich vor die Bühnen - diesen Preis,
muss ich zahlen - doch das Wort,
findet mich danach - sofort.

Beim Geißbock geht's mir ebenso,
macht mich solch ein Match erst froh,
schreib ich auf dem Rückweg schon.
Das geht ganz fix - das ist kein Hohn.

Jetzt habe ich den guten Mann,
vollgelabert - irgendwann,
zeigt er - dass ich schlecht gepolt.
Wo Barthel seinen Most geholt.

Tja, lieber Chef - ich muss so bleiben:
Schreiben, schreiben, schreiben, schreiben.
Und das - ich tue es jetzt kund,
hat einen ganz bestimmten Grund.

Der Chistel - meine liebe Frau,
sagt, eines wisse – er - genau.
Wenn ich reime - ohne Schranken,
sei ich gut versorgt - ...na Danke.   14.11.2015
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Guten Morgen

Ich schmettere ein <Guten Morgen>.
Ohne Kummer, ohne Sorgen,
blick ich in den neuen Tag.
Glaubt mir ruhig, dass ich das mag.

Hab mein Brötchen schon verspeist,
mit leckerem Käse - und der Preis,
des leckeren Frühstücks ist nun der:
Ich fühle mich malad - und schwer.

Ich hab die Zeitung schon gelesen.
Ich fräße einen großen Besen,
fänd ich per Rundschau den Bericht,
den zur Lesung - ...gibt es nicht.

Doch lass ich mir den Tag versauen?
Ganz sicher nicht - ich werde schauen,
was er heute noch so bringt.
Ich fühl mich schwer - doch auch beschwingt.

Heute Früh schon angestrahlt,
dazu ein Wetter wie gemalt.
Die Sonne noch nicht aufgegangen,
doch 17 Grad - das wird schon langen.

Heut Nachmittag das Match bei Bayer.
Ach, wär's doch mal ein Grund zur Feier.
Ich sitze bebend vorm TV.
Ich kaue Nägel - und ich schau.

Am Abend liebe Freunde treffen.
Ein Sträußchen Blumen nicht vergessen.
Lecker Speisen, Reden, Lachen.
Schöne Aussicht - einfach machen.

Fünf Tage noch zur Arbeit gehn,
und dann - 6 Tage frei, wie schön.
Wir freuen uns schon mächtig drauf.
Sorry. Chef - ich hör schon auf.

Termine finden - mit viel Kraft,
verschobene Esel-Patenschaft.
Paten braucht ein solches Tier.
Kollege Stefan, ich - sprich wir.

Ansonsten wird der Tag wie immer:
Brav und artig - hier im Zimmer.
Weite Runden mit Frau Hund.
Artig sein... - das hält gesund.

Bloß die Liebste heut nicht stressen,
und dabei auch nicht vergessen:
Sie alleine hat die Macht.
Ihr denkt, ich auch? - Tja, falsch gedacht.

Erneut ein flottes <Guten Morgen>.
Ich fühle mich rundum geborgen.
Und ansonsten wär ich froh,
blieb das alles einfach so.    07.11.2015
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Günter

Ob Frühling, Sommer, Herbst, ob Winter,
mein Begleiter – er heißt Günter.
Er ist – wird´s mir auch oft zu bunt,
sehr lästig – ist mein Schweinehund.

Er hat sich – und zwar reichlich listig,
eigenistet – er vergisst nicht,
dass er mich stets tadeln muss.
Dies erfüllt er – selbstbewusst.

Zwischen Nerven und Synapsen,
hockt er ständig – spür ihn wachsen,
sobald er merkt – ganz furchtbar prompt,
dass seine Zeit des Handelns kommt.

Nur selten hab ich mich gestritten.
Er sitzt nun mal – sehr fett – inmitten,
dem Zentrum des Gedankenspiels.
Mich zu behindern – ist sein Ziel.

Und doch – wenn ich so überlege,
konnte ich ihn schon bewegen,
auch wenn ihm das nicht gefällt:
…dass er seine Klappe hält.

Ich hab ihm einfach abgerungen,
jepp – das ist mir gut gelungen,
dass der Zigarettendrang,
verschwunden ist – und zwar schon lang.

Auch beim Reden – dem vor Menschen,
nahm ich ihn zuletzt beim Händchen.
Sagte ihm, wenn er nicht kuscht,
gibt es Saures – Aus und Tusch.

Da habe ich ihn klein gefaltet.
Für den Moment war er erkaltet,
hielt sich endlich mal zurück.
Wundervoll – na, welch ein Glück.

Doch weiß ich, er wird wiederkommen.
Hat er sich erst mal freigeschwommen,
wird er – ob wohl heute schon (?),
sich wieder melden – wie gewohnt.

Drum vernehmt jetzt meine Kunde:
Solche inneren Schweinehunde,
hat vermutlich einfach jeder.
Nicht nur ich – das wär sonst blöde.

Gestern Abend lernte ich,
dass Unterdrückung – so an sich,
nicht immer völlig einfach sei.
Das wusste ich – das ist nicht neu.

Doch manchmal – manchmal denk ich mir,
dass ich ganz frische Kräfte spür.
Ich pack ihn mir – wär doch gelacht.
Wie heißt es gleich? – Ich hab die Macht!  04.11.2015
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Novembersonntag

Heut, an Allerheiligen,
will ich mich beteiligen,
an dem, was viele Menschen tun:
Sonntag. Einfach rasten, ruhn.

Ich schlief jetzt heute viel zu lange.
Dieser Fakt, er macht mich bange.
Bis kurz vor 8 - mir geht der Stift,
das Alter hat mich fest im Griff.

Die Freundin, die ich drauf gefragt,
per Whattsap am späteren Tag,
meinte drauf - ganz lapidar,
das sei nicht wirklich sonderbar.

Die Aufregung vom Freitag - ...Lesen,
sei - ganz klar - der Grund gewesen.
Nun ist der Tag mal grad vorbei,
und ich sei müde - tja, oh weih.

Auch wenn es mir viel Freude brachte,
ist's so, dass es auch Stress mir machte.
Der müsse nun schnell wieder raus.
Das sei halt so - und Punkt und Aus.

Nun gut, dann lasse ich mich treiben,
werde faul und müde bleiben,
ein Nichtsnutz - das muss auch mal sein.
Novembersonntag - und Daheim.

Werde meinem Ärger frönen,
dem von gestern - mich verwöhnen.
Nicht mehr an den Fußball denken...
Kann man sich gehörig schenken.

Werde meine Augen schließen,
nicht unnütz teuren Schweiß vergießen,
dazu schon auf die Reise freun.
Ist das Sünde? - Eher nein.

Werd mich recken, werd mich strecken,
werde schlafen - bloß nicht wecken.
Etwas träumen? - Auch, vielleicht.
Irgendwo fällt's heute leicht.

Ich fühl mich nur ein bisschen träge.
Die Pumpe schlägt nicht so viel Schläge,
wie sie das ansonsten tut.
Keine Sorge. - Alles gut.

Sonntagmorgen - welche Wonne.
Der Himmel blau - es scheint die Sonne.
Irgendwie - oh, Ei der Daus,
sieht's gar nicht nach November aus.

Ich lasse mich mal einfach hängen.
Kein Müssen, Hetzen oder Drängen.
Träumen - einfach fröhlich sein.
An Freitag denken - das ist fein.   01.11.2015
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Algebra

Algebra – ist mir abstrakt.
Ich steh davor – ich fühl mich nackt.
Ich seh die Zahlen – Bruch der bricht,
doch öffnet sich der Sinn mir nicht.

X bis Z bis Ypsilon,
mir schwirrt sehr schnell der Kopf davon.
Da ist mir lieber – hm, das Wort.
Das versteh ich – klar, sofort.

Gleichungen und Analysen.
Oh, mein Gott – mir gehen die Düsen.
Abstrakt – verschachtelt – linear.
Tensoren auch – ja, ne, ist klar.

Mir fehlt – das sei nun die Erkenntnis,
für höheres Mathe das Verständnis.
Keine Angst, normales geht…,
sonst wär´s für meinen Job zu spät.

Doch merk ich heute – jäh und prompt:
Wenn jemand mit nem Beispiel kommt,
das aus der Praxis sich ergibt…
Verstehe ich – auch das geschieht.

Man muss mich – gleich dem kleinen Kind,
ans Händchen nehmen – dann gewinnt,
in meinem Hirn gar die Mechanik.
Ich hab´s verstanden – keine Panik.

Ich fragte unsere Freundin fern,
(wir haben sie gar heftig gern),
wie oft man denn noch schlafen muss,
bis zum Samstag – Wochenschluss.

Ich zählte an den Fingern ab,
da ich halt dieses Gen nicht hab,
das mir hilft, ganz schnell und fix,
dies zu berechnen – ohne Tricks.

Da sprach die Freundin: <<Kommt drauf an,
wie oft ich denn noch schlafen kann.
Fröne ich dem Mittagsschlaf,
erhöht´s die Quote…>> - wow, das traf.

In dem Moment hab ich verstanden.
Gleichungen, die mich jäh fanden.
Bedingungen – halt Algebra.
Ich bin ein Fuchs – hipp, hipp, hurra.

Ich war ganz plötzlich freigeschaltet.
Das System, das sehr veraltet,
erhielt ein Update – ich begriff.
Verstehe jetzt – bekam den Schliff.

Dafür hat man Freunde… - endlich,
wurde Algebra verständlich.
Demnächst versteh ich – kann´s fast sehn,
selbst Geo – boah, wie wird das schön.  23.10.2015
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Mitte Oktober

Dunkel ist's - ich kenne das:
Schlafen macht zwar reichlich Spaß,
doch sagt mir meine innere Uhr,
es sei schon 5 - ...auf, in die Spur.

Ich hab gefrühstückt - abgeputzt,
die Zahnbürste - na klar - benutzt.
Ich wusch mir Haare, Antlitz, Bauch.
Den längeren Rücken? - Ja, den auch.

Die Zeitung schon komplett studiert,
was so in der Welt passiert:
Schmiergeldzahlung, Hader, Mord.
Flüchtlingsfragen - und vom Sport.

Hab schon geschaut auf die Prognosen.
Das Wetter winkt in kleinen Dosen,
demnächst mit sehr viel Sonnenschein.
Auch zur Lesung - so darf's sein.

Hab ich mir heut was vorgenommen?
Steuerkunden - ja, sie kommen.
Dazu - ich merk mich kribbelt's sehr,
mal wieder schreiben - ich will mehr.

Ich bin hier - ich bin alleine,
komm nicht wirklich auf die Beine.
Wahrscheinlich macht's die Dunkelheit.
Irgendwie - nicht meine Zeit.

So müsst Ihr's nun erneut ertragen.
Darf ich es denn bitte wagen?
Euch im ersten Morgengrauen,
den Reim schnell um die Ohren hauen?

Die Liebste - wir Ihr das schon wisst,
verließ mich jüngst - und das ist Mist.
Selbst Frau Hund nahm sie sich mit.
Verlassen, leer steht ihre Bütt.

Sie weilt am fernen Nordseestrand.
Luna fegt durch weißen Sand,
dort wo die Dünen endlos sind.
Oktober ist's - am Meer, bei Wind.

Ob ich diese Ruhe liebe?
Hab ich das nicht schon geschrieben?
2, 3 Tage - nicht zu lange.
Bin schließlich ja - im Dunkeln bange.

Die Zeit, sie schreitet schnell voran.
Tief im Oktober - lieber Mann.
Ich beginn mir auszumalen,
die letzten warmen Sonnenstrahlen.

Ich schließe sie - in mir tief ein,
damit in trüber Zeit manch Reim,
zeigen kann - und stets aufs Neue,
wie sehr ich mich - am Dasein freue.  17.10.2015
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Zettelwirtschaft

Ich will ja nicht um Gnade betteln,
doch überall find ich jetzt Zettel:
Dass ich mich benehmen soll,
nicht Unsinn reimen – pfff, na toll.

Die Fenster öffnen, Betten machen.
Regelmäßig – solche Sachen,
Spülen, nicht zu lange ruhn.
Ansonsten besser: - Gar nichts tun.

Denn nur… - sie nimmt mich ins Gebet,
wer sich nicht allzu oft bewegt,
der macht am Ende nichts entzwei.
Jetzt hab ich Sorge - …ist nicht neu.

Erinnert mich an solch Dinger,
mit gestrecktem Zeigefinger,
wie Porzellan – dass ich zerschlug.
Beispiele? – Es gibt genug.

Die Lampe und der Scherbenhaufen.
Nun gut, ich ging ne neue kaufen.
Doch geht es hier um das Prinzip.
Dann schreibt sie noch – dass sie mich liebt.

Daneben liegt der nächste Wisch:
<<Mein lieber Freund, vergiss nur nicht,
das Haus, den Hof, Dich selbst zu pflegen.
Und schließ die Fenster bloß beim Regen.

Denk daran – die Blumen brauchen,
täglich Wasser – sie zu tauchen,
käme Dir hingegen schlecht.
Und schau jetzt nicht ertappt – und frech.

Taschengeld liegt auch bereit.
Teil es gut ein – und sei gescheit.
Gibst Du es für Nonsens aus,
bleibt der Kühlschrank leer – Zuhaus.

Kino? – Das ist untersagt.
Du hast Daheim – für jeden Tag,
genug an alten DVD.
Fernsehen auch – und den FC.

Genügend Tücher – gegen Staub,
gibt´s ebenfalls - …hast Du geglaubt,
das macht sich laufend von allein?
Mein lieber Freund – ein klares Nein!>>

Die Liste war noch ellenlang.
Mir schwirrt der Kopf – ich bin so bang,
dass ich schwer überfordert bin.
Ich setz mich erst mal langsam hin.

Wahrscheinlich träum ich in der Nacht,
von dem, was sie als Plan gemacht,
für mich – ich bin ein armer Wicht.
Doch weiß genau – Ihr glaubt mir nicht.  16.10.2015
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Einsam und traurig

Wisst Ihr, dass ich einsam bin?
Tief darinnen – tief da drin,
bin ich – auch wenn Ihr´s nicht glaubt,
ne verlassene arme Haut.

Niemand, der sich um mich sorgt.
Niemand da, der mir was borgt.
Freunde nicht – nicht Nachbarschaft.
Ich reime hier – mit letzter Kraft.

Die Liebste – sie hat mich verlassen,
ließ mich – ist denn das zu fassen,
ganz alleine – hier im Haus.
Das geht nicht gut – ich kenn mich aus.

Des Nachts zur späten Geisterstunde,
heule ich – vernehmt die Kunde,
den bleichen Mond in Tränen an…
Sofern ich dann noch heulen kann.

Der Hunger plagt mich schon seit Tagen.
Bin ganz saftlos – leer der Magen.
Selbst im Napfe von Frau Hund,
blieb kein Krümel – nix für´n Mund.

Aus Verzweiflung lutschte ich,
trotz Kohlen- und Hydratverzicht,
unserer Lunas Trockenfutter.
Damit es besser rutscht – mit Butter.

Bin nicht nur einsam – bin auch traurig.
Mein Leben ist gar furchtbar schaurig.
Niemand, die mich steuern kann.
Ich bin verwirrt – bin auch nur´n Mann.

Noch eine ganze lange Woche.
Was habe ich denn nur verbrochen,
dass die Liebste mich verließ?
Hier – aus ihrem Paradies.

Sie sprach – na ja, wie Frauen sind,
vom Urlaub – Tochter, Enkelkind,
seien schließlich mit dabei.
In Dänemark – und ich hätt frei.

Frau Hund war ohne Überlegen,
zu einer Mitfahrt zu bewegen.
Wenn Frauchen ihre Hacken zeigt,
dann fährt sie mit – ad hoc, und schweigt.

Was bleibt mir jetzt am Ende schon?
Ach ja, am Sonntag Stadion.
Und Freunde, die sich freu´n …vielleicht,
mich zu sehn – mein Herz wird weich.

Traurig zieh ich meine Bahnen,
tief im Keller – könnt Ihr ahnen,
wie´s dem armen Buben geht?
Ich bin verlassen – staunt und seht.   15.10.2015
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Momentaufnahme

Nun sitz ich gerade bei Gericht.
Wirklich wach bin ich noch nicht.
Nachher gilt es erneut zu richten,
ich hab noch Zeit - werd daher dichten.

War eben mit Frau Hund im Feld.
So frostig kalt war meine Welt.
Es fror fast ab - nein, keine Witze,
der Teil - auf dem ich nunmehr sitze.

Die Scheiben waren heut gefroren,
die Kälte biss in meine Ohren,
der Kaffee hat mich aufgetaut.
Ich fühl mich wohl in meiner Haut.

Im Gericht für Arbeitssachen,
herrscht noch Ruhe - leises Lachen,
klingt um mich jetzt gerade rum.
Gute Laune ist nicht dumm.

Ich hab ein wenig Langeweile,
reime für mich eine Zeile.
Vielleicht auch zwei - vielleicht auch mehr.
Das seh ich später - hinterher.

Ich schaue mir die Menschen an,
um mich herum - ich weiß, das kann,
für mich der nächste Ansporn sein,
für neue Worte - neuen Reim.

Ich reime mich gern selber froh,
hab ich Muße, bin ich so.
Und wenn ich Euch jetzt nerven muss,
so seid nicht böse - gleich ist Schluss.

Die Zeiger meiner Uhr - sie künden,
dass es gilt, zu unterbinden,
meinen Ausflug in das Wort,
hier an dem vertrauten Ort.

Nur noch wenig - nur Minuten.
Es gilt, zu eilen - sich zu sputen,
damit der Reim noch fertig wird.
Auf dass er sich zu Euch verirrt.

Entschuldigt meinen Ausflug bitte,
etwas Anstand wäre Sitte,
Euch zu fragen, ob ich Euch,
nerven darf - mit dummem Zeug.

Jetzt bekam ich auch noch gerade,
gute Nachricht - gar nicht schade:
Das Kind bekommt - den Festvertrag.
Wundervoll - ein schöner Tag.

Ich mache nun das Handy aus.
Schicke meinen Reim kurz raus,
und freue mich - so ist das eben,
wie täglich - gern an meinem Leben.  13.10.2015
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Gesichtsbuch

Menschen, die sich wiederfinden,
die nach Jahren sich verbinden,
plötzlich - ohne dass man's denkt...
Hey, Gesichtsbuch - ein Geschenk.

Plötzlich wieder 20 sein,
oder so... - es spricht der Reim,
von meiner Zeit - einst bei der Post.
Als Student - ...heut setz ich Rost.

In Kaster - nah bei Bedburg-Stadt,
von Anfang an hat's gut geklappt.
Die Arbeit hat mir Spaß gemacht.
...auch das Salär - es wär gelacht.

Die Menschen waren sehr sympathisch,
die Arbeit Klasse - und nicht statisch.
Von all der fernen Zeit geblieben,
ist mein forscher Schritt - Ihr Lieben.

Bei jedem Wind, bei jedem Wetter,
war ich vor Ort - sogar einst Retter,
als sich eine alte Frau,
ausgeschlossen - welche Schau.

Hab bei starkem Dauerregen,
mit der Post auf Stein gelegen,
ausgerutscht - nichts war passiert,
und die Post - schnell neu sortiert.

Die Rente noch in bar verteilt,
schnell gelaufen - und beeilt,
denn der Feierabend rief.
Klingt das auch sehr plakativ.

Kino, Fußball mit Kollegen.
Zum FC - das war ein Segen.
Und mit Gladbach-Fans "gestritten",
da lass ich mich nicht lange bitten.

Das war eine schöne Zeit,
sie liegt zurück - schon lange, weit.
Doch oftmals hab ich dran gedacht.
Manchen Tag - und manche Nacht.

Jetzt schrieb mich heute - irgendwann,
einer der Kollegen an.
Von damals - sagt, ist das nicht schön?
Vielleicht kann man sich wiedersehn.

Von den alten Zeiten quatschen.
Etwas hetzen, lachen, tratschen.
Ich freue mich - auf jeden Fall,
ob des Kontaktes - allemal.

Facebook - lass mich danke sagen.
Ich freue mich an solchen Tagen,
an denen man an früher denkt.
Auch das ist manchmal - ein Geschenk.  06.10.2015
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Herbst 2015

Herbst wird es - die Drachen fliegen.
Ich sagte meiner Frau, der lieben:
<<Steig nicht zu hoch - besinne dich.>>
...da hat mich schon ein Schlag erwischt.

Ich musste kurz nach hinten blicken.
Mein Kopf, er drehte sich zum Rücken.
180 forsche Grad.
Die Frau schlägt feste - schlimme Tat.

Vorbei ist es mit kurzen Hosen,
mit den strahlend frischen Posen,
in der Sonne - fern am Strand.
Zumindest hier - bei uns im Land.

Heut Morgen - mit Frau Hund im Feld,
empfand ich's fröstlich in der Welt.
Als ich's meiner Frau berichtet,
sprach sie vom "Weichei" - hier gedichtet.

Ich sprach zu ihr, im Wasserbett,
sei es üblich warm und nett,
doch wenn sie Strom spart, friere ich.
Die Heizung kühl? - Mich hat's erwischt.

Mein Hals schmerzt - und die Nase rinnt.
Was bin ich doch ein armes Kind.
Es fallen die Kastanien.
Herbst! - Wär gern in Spanien.

Die ersten Blätter fallen, färben.
Ich fühle mich, als müsst ich sterben.
Ich hab heut Morgen voll den Blues.
Von letzten Lager einen Gruß.

Dazu muss der FC heut reisen.
Auf nach Schalke - den Blau/Weißen.
Und ich? - Ich sitze am TV.
Bleib daheim - sagt meine Frau.

Ich nöhlte: <<Wie wär's mit uns beiden?
Ich könnt auf deinen Rücken steigen.
Und du fliegst mich kurz dorthin.
Rotweiß "auf Schalke" - das macht Sinn.>>

Hätt ich den Spruch mir sparen sollen?
Das Unheil rumpelt - kommt ins Rollen.
Nun sitz ich hier - mit meinem Pad,
gut versteckt - ...bin mal kurz weg.

Herbst wird es - die Zeit zum Schreiben.
Und zum Lesen - tja, an beidem,
hab ich - wie bekannt - viel Freude.
Gestern, morgen - klar, auch heute.

Die nächste Lesung steht nun an.
Neubrandenburg - ich darf, ich kann,
dorthin - ich hätt es kaum geglaubt.
Die Liebste hat's - im Herbst - erlaubt.  04.10.2015
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Ab

Die Liebste, sie entschied ganz knapp,
dass ich heut Zeit und Muße hab.
Sie meinte noch, sie könnt's nicht sehn,
sei ich so träge - ...kann's verstehn.

Immer nur auf Tasten drücken,
sei nicht gut - für'n Kopf, für'n Rücken,
und daher sei Bewegung gut.
<<Es wird schon werden - hab nur Mut.>>

Ich sah sie an - was hat sie vor?
Die Freundlichkeit? - Ich war ganz Ohr,
hatte sicher einen Grund.
Heut, am Samstag - frühe Stund.

Ich horchte auf - das klang gefährlich.
Ich bin geprägt - oh, ja, ganz ehrlich,
und ging drum erst mal - Überlegen,
auf sicheren Abstand - welch ein Segen.

Sie schaute auf - in ihrem Blick,
stand ein Signal - Kritik, Kritik.
Dann sagte sie - gefährlich leise:
<<Da muss was ab>> - auf ihre Weise.

Nun müsst Ihr wissen - schaut sie so,
dann hat's ein Ende - Aus mit Froh,
mit Fröhlichkeit - hopp, auf die Schnelle,
sprießte mir die Gänsepelle.

Ich sah auf meinen Bauch - zeig drauf,
sprach zu ihr - <<Nun hör schon auf.
Fast 8 Kilo sind schon fort.
Es geht noch weiter - hab mein Wort.>>

Sie schüttelte erbost ihr Haupt.
Oh Gott, ich hatte noch geglaubt,
der Kelch, er ging an mir vorüber,
den Bauch zu lassen wär mir lieber...

...als nun ja, was abzuschneiden...
Ich möchte hiermit jetzt beeiden,
das tät mir weh - ich weigere mich.
...sie schaut wie's letzte Strafgericht...

...und meint, dass ich ein Stoffel sei.
Wie lang sei's bitte schon vorbei,
dass ich den Friseur genutzt,
damit er mir die Haarpracht stutzt?

Steine fielen zentnerweise,
mir vom Herzen - trotzdem leise.
War'n die Sorgen unbegründet?
Schön, wenn man die Ruhe findet.

Und da ich sehr, sehr artig bin,
nahm ich den Befehl gleich hin.
Werde im Salon gleich sitzen,
derweil um mich die Scheren blitzen.  05.09.2015
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Flattermann und Melone

Die Liebste, sie ist dann und wann,
gut zu mir - zu ihrem Mann.
Beweist, dass sie auch herzlich ist,
ja, ihren Nächsten nicht vergisst.

Nahm mich zu ihrem Einkauf mit.
Ich hielt mit meiner Chefin Schritt,
bis sie vor jener Theke stand.
Dort nahm sie mich - bei ihrer Hand.

<<Schau dir an dies Flattertier,
dort im Grill - es will zu mir.
Und weil ich dich so gerne hab,
gebe ich dir auch was ab.

Was von den Knochen übrig bleibt,
sich nicht partout als köstlich zeigt,
das teilst du dir - so ist's gesund,
mit meinem Goldstück - mit Frau Hund.

Doch auf eines sei erpicht:
ich warne you - hey, sabbere nicht.
Setzt dich untern Tisch - zu mir,
und sei schön brav - ich sag es dir.

Bedenke bitte - das ist wichtig:
Erst kommt Frau Hund - nur so wird's richtig.
Für sie gibt's feines weißes Fleisch.
Und du... - du kaust die Knochen weich.

Brauchst nicht danken - hier im Markt...>>
Doch ich - ich fand den Ansatz stark,
fiel vor der Theke auf die Knie,
das war ihr peinlich - hm, wie nie.

Ob sich da ihr Gewissen regt?
Sie hat den Geldschein kurz gedreht,
und kaufte dann für mich - Hurra,
ein zweites Hähnchen - es ist wahr.

Dazu Melone - was zum Naschen.
Wir fuhren heimwärts - voll die Taschen,
und endlich weiß ich - heut und grade,
dass ich nen Platz im Dasein habe.

Wichtig ist es nur, zu zeigen,
den Dank, Verständnis...das bricht Schweigen.
Plötzlich ist ihr Herz erwacht,
für mich, den Wicht - wer hätt's gedacht.

Nun sind wir alle satt geworden.
Der Liebsten, ihr gebührt ein Orden.
Frau Hund leckt sich die Lefzen - und...
Ich - ich lecke mir den Mund.

Heute ist mein Tag - sagt, wisst Ihr's schon?
Ich darf nachher ins Stadion.
Manchmal gibt es solche Tage,
da bin ich glücklich - keine Frage.  29.08.2015
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Usurpator

Im Bade singt der Ventilator,
beim Duschen sein vertrautes Lied.
Dazwischen kräht Frau Usurpator,
wann und wo und was mir blüht.

Ich hab Seife in den Ohren,
ich höre kaum, was sie grad spricht,
weiß dennoch - Gott, ich bin verloren,
denn ich gab die Antwort nicht.

Ich schaue ängstlich durch die Scheiben,
die vom Dampf beschlagen sind.
Überlege, soll ich bleiben?
Dann zeig ich Mut - ich armes Kind.

Öffne sachte - sacht die Türen,
schau mich um - die Brille ruht,
auf dem Simse - ich muss spüren,
ganz ohne sehe ich nicht gut.

Ich schleiche heimlich durch das Bade,
halte meinen Atem an.
Da entfleucht mir - das ist schade,
ein tiefer Seufzer - lieber Mann.

Ich halte ein - spitz meine Lauscher:
Hört sie mich? - Kein Laut, perfekt.
Mit nichts und niemand möcht ich tauschen,
ich bleibe hier - hier im Versteck.

Grad am Spiegel angekommen,
setz ich mir meine Brille auf,
sehe nicht mehr so verschwommen,
und nehme diesen Schock in Kauf.

Da stellen meine Nackenhaare,
sich auf - ich spür Gefahr, sie droht.
Nahe - und ganz offenbare,
seh ich die Liebste - ...stell mich tot.

Geh zurück in die Kabine,
schließ die Türen - keinen Mucks.
Hätt das Teil doch auch Gardinen,
ich zög sie zu - zu meinem Schutz.

Ich habe Angst - vor ihrer Strafe.
Vernehmt mein Beben - ist kein Scherz.
Ich würde gerne weiter leben,
es krampft mein altes, wundes Herz.

Ich flüstere - durch Dampf und Nebel,
ob sie heut Gnade walten lässt.
Nicht wieder Keller, Fessel, Knebel...
Sagt sie ja? - es wär ein Fest.

Da hör ich die vertraute Stimme,
sie spricht, dass ich kein Kind sein soll.
Ich sei bekloppt - nun ja, wie immer.
Herrlich! - Ach, ich fühl mich toll.    28.08.2015
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Unverständlich

Es gibt Menschen - kaum verständlich,
die lesen - weiblich, als auch männlich,
meine Reime - früh am Tage.
Auch wenn ich Nichts zu sagen habe.

Nicht jeden Tag sind Worte wichtig,
nicht jede Stunde wirklich richtig,
doch heute bin ich voll damit.
Wie schön, dass es die Sprache gibt.

Bevor ich jetzt die Liebste nerve,
mit Worten wieder um mich werfe,
tu ich's besser heimlich, still.
Wie ich's kann - und wie ich's will.

Die Gefahr ist zu gefährlich,
glaubt es mir - ich bin ganz ehrlich,
dass sie sich ansonsten rächt.
Oh, mein Gott - die Welt ist schlecht.

Die Liebste war im Möbelhaus,
ich dacht, sie sucht Matratzen aus.
Vielleicht sogar - sogar für mich,
tief im Keller - ohne Licht.

Wie konnte ich denn das nur glauben?
Es hängen doch die süßen Trauben,
viel zu hoch - mein lieber Mann,
als dass ich sie erreichen kann.

Ihre Freundin sagt mir eben,
dass sie gar - so ist mein Leben,
bei IKEA ernsthaft fragt,
nach Strohsacklagern - heut am Tag.

Versteht Ihr jetzt, weshalb ich Euch,
tatsächlich brauche - denn mir deucht,
im Fall, dass Ihr mich unterstützt,
wird mein Ego - sanft geschützt.

Ich zeige mich bestimmt erkenntlich,
lest Ihr's - ist's auch unverständlich,
denn Ihr müsst doch spüren - dass,
ich einen Sprung hab - mir macht's Spaß.

Denn normal sein - das kann jeder,
ich bin eher gerne blöder.
Ich sagte ja - so nehmt das hin:
Dieser Reim macht wenig Sinn.

Außer - tja - mich zu entleeren.
Ach, wenn da nicht die Tasten wären,
meines iPad - ganz genau,
dann wär ich eine arme S...

Jetzt fängt der Tag an - oder endet,
fast wie immer - denn gesendet,
fandet Ihr den neuesten Reim.
Ich bin halt so - so muss ich sein.  26.08.2015
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