Autoren

Über Nacht, aus heiterem Himmel,
kam das Schreiben über mich.
Erst nur zögernd und Gekrümel.
Erst nur Reime und Gedicht.

Ich hab dem „Zwang“ gern nachgegeben,
gab mich diesem Drängen hin.
Weiß heute nun, das ist mein Leben.
Freude pur plus manchmal Sinn.

Die Tage, da die Worte fließen,
sind reine Freud, Entspannung pur.
Wenn Lettern schnell wie Unkraut sprießen,
jederzeit und um die Uhr.

Die Geschichten vorwärts treiben,
sich hinzugeben, wie‘s grad kam,
die Gedanken aufzuschreiben...
Sich widersetzen? - Nie! Infam!

Bevor die Worte sich verknoten,
die man im Kopfe hat - nicht schrieb,
gilt es eher auszuloten,
wo sie passen - so ist’s lieb.

Ich lerne neue Menschen kennen,
die selber schreiben - das ist nett.
Und Menschen, die die Worte kennen,
die wir schrieben - A bis Z.

Sich ergänzen, das Bestreben,
Rezensionen, die es braucht.
Zusammenhalten und erleben,
wie man sich hilft - das gibt es auch.

Ich hab geträumt, ein Buch zu sehen,
im Regal - und zwar von mir.
Mit meinem Namen soll’s dort stehen,
nun gibt es derer jetzt schon 4.

Was eines Tags als Wunsch begonnen,
ist heut ein wichtiger Teil - wie schön.
Wie konnte es wohl soweit kommen?
Egal, ich lass es gern geschehen.

Sagt mir, Freunde und Autoren,
geht es Euch nicht ebenso?
Glühen Euch nicht auch die Ohren,
beim Worte finden? - Mich macht’s froh.

Und kommt es mal zur Schreibblockade,
dann nur dass sich der Speicher füllt.
Das muss so sein, klingt es auch schade.
Nur komplett ergibt‘s ein Bild.

Ich freue mich auf die Kapitel,
die mir die Zukunft bringen mag.
Auf neue Bücher, neue Titel,
auf jeden einzelnen schönen Tag.    07.11.17
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Der perfekte Platz

Beim Schreiben auf das Meer zu schauen,
Wort für Wort zu Sätzen bauen,
bis daraus ein Buch entsteht,
das wär ein Traum – doch ist´s zu spät.

Beim Schreiben fern den Wellen lauschen,
ich würde wohl mit niemand tauschen.
Die Fenster auf, ich rieche Gischt,
der Wind, er weht mir ins Gesicht.

Die frische Brise, habt mein Wort,
wischt jeden alten Staub mir fort.
Keine Story, glaubt nur, glaubt,
ist dann jemals angestaubt.

Der Himmel blau, die Sonne scheint,
ein Leben, das es bestens meint.
Doch fehlt dafür, wo ist der Sinn,
im Lotto halt der Hauptgewinn.

Den Computer hätte ich.
Wer, liebe Freunde rettet mich?
In Spanien, ein Haus am Meer…
Reißt Euch zusammen – ist nicht schwer.

Ich nähme auch Italien…,
müsst ich es nicht bezahl(i)en.
In Frankreich, Deutschland, Dänemark,
ich fände Eure Hilfe stark.

Nordsee, Ostsee, ganz egal.
Ihr alleine habt die Wahl.
Mittelmeer und feiner Sand.
Egal, ob mit, ob ohne Strand.

Boah, ich würde nur noch schreiben,
immer bei der Sache bleiben,
bis Oskar, dieser Raben-Held,
Rekorde dann beim Absatz stellt.

Ich würde Euch gar Bücher widmen,
es ginge vorwärts, groß die Schritte…
Doch schreibe ich – zwar auch nicht doof,
bei uns, in unserem schönen Hof.

Perfekte Plätze, lange Stunden,
ich habe diesen Platz gefunden.
Im Sommer wird´s im Hof gemacht,
im Herbst in Spanien – wär gelacht.

Jetzt wird es nur an Euch noch liegen.
Ihr müsst nur kurz Euch selbst besiegen,
und für das Haus zusammenlegen…
Solche Freunde sind ein Segen.

Keine Hektik, keine Eile,
dauert´s auch noch eine Weile,
macht´s nichts, denn für die patente…,
…Lösung braucht´s ja erst die Rente.   26.07.17
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Korrektur und deren Tücken

Ich warte ab – was bleibt mir über?
Gestern? Heute wär mir lieber.
Jedoch – auf anderer Seite nicht.
Kommt doch nach der Kür die Pflicht.

Wenn mich der Probedruck erreicht,
ist´s vorbei mit lustig, leicht.
Dann muss ich – ach, ich armes Wesen,
meine eigenen Worte lesen.

Zum einen seh ich – selbst bei Licht,
meine eigenen Fehler nicht.
Zum anderen, was viel schlimmer scheint,
sind eigene Worte nicht mein Freund.

Was ich einst schrieb, kann ich nicht lesen,
das ist immer so gewesen.
Fragt mich nicht wieso, warum.
Es ist halt so – klingt es auch dumm.

Doch Gottseidank und auch zum Glücke,
begegne ich mit List und Tücke,
dieser mir gegebenen Last.
In der Hoffnung – ja – es passt.

Nehme – in der größten Not,
liebe Freunde mit ins Boot.
Dazu, ich denke, weil´s das braucht,
Frau General – die Liebste – auch.

Eli und Elisabeth,
Katrin, seid Ihr wohl so nett?
Gitta, Ela und Simone?
Zeigt Ihr Interesse? – Nicht die Bohne?

Sag mir an, ganz fix, Ulrike,
hast auch Du den Mut zur Lücke?
Dann wär das Team – klingt das nicht gut,
erneut zusammen – habt nur Mut.

Liebe Freundin, liebe Biene,
kommst Du mit auf jene Schiene?
Ich bin gespannt, ganz ungelogen,
wie sprichwörtlich der Flitzebogen.

Das „Kind“ geht vorwärts und es wächst.
Vorbei mir Ruhe, mit relaxed.
Könnt ich´s doch erst in Händen halten.
Mir gelingt´s kaum abzuschalten.

Chrissys Bilder, meine Worte,
versponnenes Denken, Taten, Orte,
alles jenes, mein Bestreben,
erwacht schon bald zu eigenem Leben.

Tritt dann – Warten wird zur Qual,
die Reise an in manch Regal.
Hoffentlich – so die Gefühle,
ganz, ganz zahlreich – und in viele.   21.07.17
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Krimi Café Hillesheim

Café samt Krimis, Hillesheim.
Na klar, hier kehrt man gerne ein.
Von Bücherschätzen wild umgeben.
Ich finde wohl, hier lässt sich´s leben.

Ein leckeres Frühstück ohne Sorgen,
im Juli und am Sonntagmorgen.
Frische Brötchen, Käse, Saft.
Bis dahin hat man´s gut geschafft.

Selbst die Begleitung, sie ist nett…
Zwar nicht gesamt von A-Z,
jedoch ein bisschen Kabbelei,
das muss halt sein – bin schon dabei.

Ich schlendere, schau die Regale,
greif mir die Bücher – dicke, schmale…
Wie lange ich auch suchen muss,
keins von mir – jetzt ist´s bewusst.

„Oskar“, als mein neuestes Werk,
ein wenig Krimi – das bestärkt,
mich im Gedanken, kaum verstört,
dass eines auch hierher gehört.

Ich seh der alten Schule Pult,
dort zu lesen, wäre Kult.
Ein Streifzug durch die Abenteuer,
des Raben Oskar facht das Feuer.

Das Feuer, welches in mir brennt.
Ich lese gern, bin nicht gehemmt.
Warum verbreite ich kein Wort,
an jenem wundervollen Ort?

Die kleine Bücherei dort drin,
dort zu stehen macht viel Sinn.
Sobald das Buch demnächst erscheint,
versuche ich´s – sagt, was Ihr meint.

Geschichte für Erwachsene, Kinder,
für Alt und Jung – na klar, nicht minder.
Selbst für die, die hier auf Erden,
wie ich… wohl nie erwachsen werden.

Mit toller Grafik von Christine.
Ob ich wohl den Kontakt verdiene?
Aus Kennenlernen, grad mal so,
wurde Freundschaft – bin sehr froh.

Wenn ich jetzt auf den Einband schau,
dann ahne ich vorab genau:
Mit diesen Bildern – großes Glück,
samt Net-Verlag… - ein Meisterstück.

Am Sonntag ab nach Hillesheim.
10 Wochen noch, dann wird´s so sein,
dass ich erneut auf Zukunft schalte,
ein weiteres „Kind“ in Händen halte.  07.07.17
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Unverständlich

Heute zu recht früher Stunde,
im Feld mit Luna – na, Frau Hunde,
war ich gedanklich sehr weit fort.
Auf der Suche nach dem Wort.

Ich hatte mich kurz festgeschrieben.
So stimmte das, so war´s geblieben.
Ich hatte Angst – das allemal,
fortzufahren – oh, fatal.

Ein Gedanke – er war da,
was werden könnte, was geschah.
Doch mehr als einen einz´gen Satz,
erschien mir nicht – der Traum, er platzt.

Doch nur, wer was versucht auf Erden,
dem kann auch geholfen werden.
Ich griff mir den PC - nicht doof,
und setzte mich in unseren Hof.

Nahm mir noch Frau Hund dabei.
So saßen wir, wir beide, zwei,
im Hofe – ich am großen Tisch,
und Luna – interessiert es nicht.

Sie sucht nach dies und das, sie schnüffelt,
derweil der Mann im Ohr mich rüffelt.
Er meint; <<Nun schreibe endlich los.
Der Worte Vorrat, er ist groß.>>

Na ja, ich weiß, es gibt so viele.
Doch sie zu ordnen in dem Stile,
dass sie sich sinnvoll dann verketten,
das ist schwer - <<Bist du zu retten?>>

So drückte ich die ersten Tasten.
Ohne Druck und ohne Hasten,
schrieb ich Worte von der Seele.
Ungeplant – was ich empfehle.

Denn nur so – ich altes Haus,
ward vielleicht ein Sinn daraus.
Eines Tages – nur nicht lachen,
könnt Ihr Euch ein Bildchen machen.

Plötzlich nahm mich Schritt für Schritt,
die Story einfach wieder mit.
Nicht ich schrieb sie – nein umgekehrt.
Was das Verständnis arg erschwert.

Ich sitz davor – kann´s nicht begreifen.
Wahrscheinlich fehlt mir doch die Reife.
Ich schaue auf den Monitor,
als stelle sich ein Film mir vor.

Ich muss nur ganz besonnen bleiben.
Was ich sehe, einfach schreiben.
Und ich begreife dann letztendlich,
…einfach nichts – wie unverständlich.  02.07.17
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Esmeralda

Ihr fragt Euch manchmal – tja, vielleicht,
wie es zu den Figuren reicht,
die in Gedanken mir entstehen…
Nun ja, ich muss sie einfach sehen.

Muss ihnen – nur, damit sie leben,
einfach einen Namen geben.
So macht sie sich dann auf die Spur.
Wird zum Inhalt – und Figur.

So ging´s mir vor recht vielen Tagen,
mit Oskar, diesem fixen Raben,
der bald das Licht der Welt erblickt,
mit Büchlein 1 – ich werd verrückt.

Derweil das Buch im Lektorat,
schreibe ich – oh, in der Tat,
gerade an dem fünften Band,
mit viel Eifer – auch Verstand?

Aus dem Kopf – verstauten Kisten,
klettern zügig Protagonisten.
So wie Esmeralda halt…
Nicht wirklich hübsch – doch ziemlich alt.

Ich sah sie einst im Eiscafé,
kann mich nicht wehren – ach und weh,
denn plötzlich – meist beim ersten Mal,
schauen sie mich an - …hab keine Wahl.

Es stand ganz friedlich diese Puppe,
an einer Bank – doch das ist Schnuppe.
Als wolle sie kein Wasser trüben…
Na ja, wir wollen jetzt nicht lügen.

Ich sah ihr an, das Weib – na klar,
ist eines – reichlich sonderbar.
Eingebildet und blasiert.
Das habe ich ad hoc verspürt.

Dass ich sie drauf verwenden muss,
empfindet Ihr vielleicht als Stuss.
Doch weiß wohl jedes kleine Kind,
dass Treffen selten Zufall sind.

Nun begleitet sie mich hier,
vom zweiten Band bis über vier.
Gibt oftmals ihren Senf dazu,
und lässt den Raben nicht in Ruh.

Ihr werdet es einst selber lesen.
Mir ist es Bedarf gewesen,
dass Ihr kennt den Hintergrund.
Denn geistig bin ich wohl gesund.

Zumindest hoffe ich das sehr.
Zu glauben fällt es manchmal schwer.
Drum macht Euch einfach selbst ein Bild,
erscheint das Buch – freu mich wie wild.  17.06.17
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Steinwart verreist

Wohin mein Freund in Bälde fliegt,
dass weiß ich nicht, jedoch mir liegt,
daran, dass es ihm gut ergeht,
wo er auch sein mag - Ihr versteht.

Liegt er in Dünen, fern im Sand?
Ich weiß es nicht - mir nicht bekannt.
Ob er das Meer vor Augen sieht?
Er hat doch Angst - das alte Lied.

Mag es nicht, das große Wasser.
Es macht ihn klein, es macht ihn nasser.
Er blickt ein kleines Stückchen weit,
fern in die Unendlichkeit.

Ich hoffe, dass sein Leser sich,
um ihn sorgt - es ängstigt mich,
dass der Zwerg alleine ist,
in fernen Land - so lang die Frist.

Dann fällt mir ein, im 1. Band,
sind seine Freunde, wie bekannt,
mit ihm auf seinem langen Weg.
Ich werde ruhiger - hey, es geht.

Der Leser, was ich nicht bestreite,
verfolgt den Zwerg auf mancher Seite.
Bei hellem, puren Sonnenschein.
Gut ist's, er ist nicht allein.

Ob was er liest gefallen wird?
Vielleicht hab ich mich ja geirrt,
als ich einst diesen Zwerg erdacht.
An manchem Tag, in mancher Nacht.

Die Arme vor der Brust verschränkt,
schaut er mich an - Herr Steinwart denkt,
dass es wirklich besser sei,
ich halt den Rand... - ich bin dabei.

Wenn mir die Phantasie entgleist,
kommt so was raus - ja, ja, ich weiß.
Verzeiht doch einem alten Mann,
dass er stets schreibt, nicht anders kann.

Wo soll ich - worin läg der Sinn,
ansonsten mit den Worten hin,
die mich stets plagen, immerzu.
Ich finde einfach keine Ruh.

So ließ ich einst Herrn Wurzelknopf,
hinaus aus meinem grauen Kopf.
Ließ ihn wandern auf Papier.
Das Ende? - Er gehörte mir.

Jetzt verreist er, er ist flügge.
Einfach so, aus freien Stücken.
Ich wink ihm nach, und zwar versonnen.
Er braucht mich nicht - ist mir entronnen.  24.05.17
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Auszeichnungen

"Herr der Feder" - plus ein Titel,
als "Professor" - tja, im Mittel,
klingt das wirklich reichlich gut.
Mir liegt das Reimen halt im Blut.

Da fällt mir ein, am frühen Morgen:
Solche Titel bringen Sorgen.
Ist's nicht so, dass man dann muss?
Gereimtes - ernsthaft, meistens Stuss?

Trotzdem trage ich die Worte,
voller Stolz - von jener Sorte,
hat man schließlich nicht so viel.
Sie zu halten, bleibt mein Ziel.

Dass Stolz - nun ja - auch Sünde gleicht,
das weiß ich wohl - das sag ich Euch.
Und dass ich dafür schmoren werde,
in der Hölle Glut... - oh, merde.

Tausend leckere Satansbräute,
die mich pieksen - Leute, Leute.
Wenn mein General das liest,
dann wird es - ich befürchte - mies.

Dann erhalte ich den Tadel.
Nichts mit "Herr der Feder", Adel.
Dann schmore ich im Grill, dem Rost.
Ich weiß es wohl - sie ist der Boss.

Statt mich lieblich auszuzeichnen,
geht die Liebste über Leichen.
Ob ich diesen Reim versende,
weiß ich nicht - die Angst spricht Bände.

Ich merke, dass der Reim entgleist.
Der Ansatz war - ja, ja, ich weiß,
zu sagen, dass ich Freud empfunden,
bei der Worte steten Runden.

Jetzt steh ich also mittendrin,
in Gefühlen - macht das Sinn?
Doch wenn man mir den Finger gibt,
spring ich drauf an - ja, wenn's beliebt.

Ein, zwei Worte - übers Gatter,
des Internets - schon setzt das Rattern,
der Synapsen heftigst ein.
Wahrscheinlich soll und muss das sein.

Grünspan in des Hirnes Windung,
daher finde ich nicht Bindung,
zur Sachlichkeit, Normalität.
Sorry, Freunde, viel zu spät.

Ihr müsst mich leider so verschleißen,
mit Worten über Dies und Das - nebst Geißen.
Ich wünsche Euch, ich falt die Hände,
vorab ein schönes Wochenende.   14.05.17
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Steinwart überquert die Alpen

Über Schluchten, Grate, Wälder,
über Städte. Dörfer, Felder,
Steinwart geht – erfahrungsreich,
aktuell nach Österreich.

Findet dort bald ein Daheim,
im Regal – so soll das sein,
von „Manuelas Bücherblog“.
Ich freue mich – ich spür, es rockt.

Darf – vielleicht – von sich erzählen.
Ach, könnte ich es nochmals wählen,
ich schrieb, ich tät es wieder so.
Es macht mich glücklich, macht mich froh.

Mit jedem weiteren, fernen Schritt,
geht ein kleines Stück von mir nun mit.
Ein Stück aus der Gedankenwelt.
Ich merke, dass mir das gefällt.

3 Bände – fast 2.000 Seiten,
sind jetzt – das will ich nicht bestreiten,
ein riesengroßes Stück von mir,
gedruckt, gezeichnet auf Papier.

Der Zwerg – ich sag´s mal nebenbei,
der mir im Grunde ähnlich sei,
so spricht halt meine Leserschaft,
entwickelt sich – voll Mut, mit Kraft.

Immer wenn ich lesen darf,
aus seinem Leben, find ich´s scharf.
Was einst mir unvorstellbar war,
ersehne ich nunmehr sogar.

Lauscht Ihr mir – geschlossene Augen,
kann ich dieses Glück kaum glauben.
Es ist so schön, wenn Ihr versteht,
wobei´s mir beim Erzählen geht.

Einen Film zum Laufen bringen,
vor Euren Augen kann gelingen,
lasst Ihr Euch nur darauf ein.
Nichts kann für mich schöner sein.

Wenn Ihr beim Lesen tief, tief taucht,
wenn Ihr nichts mehr als Tiefe braucht,
dann hab ich meinen Zweck erfüllt.
Versucht es nur – macht Euch ein Bild.

In Norwegen – welch frohe Kunde,
zieht der Zwerg bereits die Runde.
In der Schweiz, den USA,
sogar bis hin in Afrika.

Österreich reiht sich nun ein.
Was kann denn bitte schöner sein,
als zu spüren, wie´s mich trägt,
wie Steinwart seine Wellen schlägt.  04.05.17
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Oskars Einzug

Oskar ist heut, ungelogen,
mit Sack und Pack hier eingezogen.
Bewacht jetzt unseren Hof – perfekt.
Wo war er nur bisher versteckt?

Dass Facebook manchmal prima ist,
das weiß ich jetzt – denn man vergisst,
dass der virtuelle Freund,
realer ist, als es oft scheint.

Ich startete – und zwar spontan,
einen Aufruf, einen Plan,
der mir den Raben jetzt beschert.
Das ist Klasse, das hat Wert.

Den Raben, der den Anlass gab,
für die Geschichten, die ich hab,
die noch versteckt, das sei Euch klar,
unter meinem grauen Haar.

Die jedoch erscheinen sollen,
so wie unsere Pläne wollen,
in Bälde – fein, beim Net-Verlag.
Ich sag mal ehrlich, dass ich´s mag.

Ab heute – danke an die Kunst,
steht Oskars Abbild nun bei uns.
Danke an Freund Daniel…
Du warst geschickt – die Finger schnell.

Du hast die Hilfe nicht verweigert,
hast den Oskar mir ersteigert,
und heute schon – klingt das nicht fein,
zog er fröhlich bei uns ein.

Nur der, der ihn dereinst erschaffen,
machte sich komplett zum Affen.
Seit wann heißt denn ein Rabe Kurt?
Als Oskar wird er einst zur Wucht.

Schon bald könnt Ihr sein Leben lesen.
Im Büchlein 1 – plus meine Thesen,
dass 2 und 3 und 4 – will´s meinen,
natürlich hinterher erscheinen.

Kommt den Worten, die ich schrieb,
auf die Spur – das wäre lieb.
Die Grafiken voll Zauberei,
die fügte Chrissy mir herbei.

Wenn Ihr Oskars Leben folgt,
wenn Ihr ihn begleiten wollt,
so tut das – denn das fällt nicht schwer,
fein gebunden – bitte sehr.

Und habt Ihr dann erst Spaß daran,
nun, in diesem Falle dann,
regt er – oh, das glaubt Ihr nie,
Eure eigene Phantasie.

Ab heute sehe ich ihn täglich,
drum gebe ich jetzt zu – verträglich:
Ich scheu mich nicht – erwähnt ich´s schon,
vor Eingebung – Inspiration.     29.03.17
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Oskars Grafiken

Als Christinchen gestern schrieb.
Dass sie bereits mein Cover sieht:
Oskar, Himmel und den Blitz,
da riss es mich spontan vom Sitz.

Meine Phantasie, sie schäumt,
drum hab ich letzte Nacht geträumt,
von der Grafik, Cover-Bild,
ich bin verrückt drauf – ja, es gilt.

Verrückt auf all die anderen auch.
Diesen Punkt hab ich gebraucht.
Vielleicht ja schon am Wochenende.
Meine Neugier – sie spricht Bände.

Drei – und die sind wunderschön,
habe ich vorab gesehen.
Die anderen – ich jammere hier,
enthält sie voller Absicht mir.

Erneut in meinen Kopf gegriffen,
gesucht – und dann den Stift geschliffen,
auf dass sie zeichnet, was sie sieht.
Immerzu dasselbe Lied.

Ich seh Figuren plötzlich schlüpfen,
Chrissy erste Schleier lüpfen,
und erkenne – ganz genau:
So wollt ich´s haben – welche Schau.

Kassandra, Oskar sowieso,
den Fisch, den Kneifer – irgendwo,
bin ich wieder mittendrin,
im ersten Band – und das macht Sinn.

Langsam – das macht Riesenspaß,
geht es ab – entsteht da was.
Der Satz, Entwurf, die Korrektur,
dem Raben Oskar auf der Spur.

Ich seh sie vor mir, die Gestalten,
werde sie in Händen halten,
das „4. Kind“ – ich bin im Bann,
…leider noch für Monde lang.

Ihr müsst Euch – sorry - noch gedulden,
ich werde ein Ergebnis schulden,
doch dauert es – kann nichts dafür,
bis es einst klopft an Eurer Tür.

Der Samstag – weiß ich – der wird fein.
Eine neuer, großer Meilenstein,
der auf mich wartet – hipp, hurra,
Christinchen ruft – und ich bin da.

Und irgendwann – doch viel, viiiiel später,
werde ich erneut zum Täter:
Ruf Euch zu – es stimmt, fürwahr,
Band 1 von „Oskar“ – endlich da.  14.02.17
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So viele Worte

Dass ich heut noch reden kann,
ficht mich manchmal seltsam an.
So viele Worte sind geschrieben,
und dennoch ist ein Teil geblieben.

Ein Teil, den ich zum Reden brauch.
Geht´s Euch ähnlich? – Kennt Ihr´s auch?
Wenn man zu viel und stetig schreibt,
dass dann kaum was übrigbleibt?

Die Worte, zu Papier gebracht,
an manchem Tag, in mancher Nacht,
sind verbraucht – die sind dann weg,
erfüllten ihren eigenen Zweck.

Ich wusste wohl, das wird sich rächen,
für das Reden, für das Sprechen,
sind die Kammern erst mal leer.
Das merke ich nun hinterher.

Das Schreiben nimmt mich einfach mit,
inzwischen wächst das Manuskript,
die Nummer 11 – versteh es kaum,
empfinde es als einen Traum.

Grad heut und gestern stell ich´s fest,
da sie mich nun alleine lässt…
Ich meine – Ihr wisst´s ganz genau:
Die Liebste – sprich: halt meine Frau.

Da sitze ich seit 7 Uhr,
fröhlich an der Tatstatur,
und da ich ja nicht reden muss,
komme ich auch kaum zum Schluss.

Kapitel gab es just sechs neue.
Ist das schlimm, wenn ich mich freue?
So machen meine Worte Spaß,
zumindest mir – das ist doch was.

Dazwischen auch noch 1, 2 Reime.
Schlecht Gewissen? – Nicht im Keime.
Nicht im Geringsten – sorry, nö.
Jubel, Freude, Dullijöh.

Ich weiß, ich weiß, ich bin ein Spinner.
Was reimt sich besser wohl auf Wimmer?
Zum Normalsein – tut mir Leid,
habe ich noch später Zeit.

Nur die Angst, dass ich versage,
irgendwann nicht Worte habe,
um es auch voranzutreiben,
dies Gefühl mag ich nicht leiden.

Drum sagt mir bitte – öffentlich:
Üb ich besser denn Verzicht?
Ist´s besser, Worte aufzuheben?
…das wär schade – sagt´s mir eben.   12.02.17
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Krimi

Ich würd gern einen Krimi schreiben.
Strukturiert und sachlich bleiben.
Ohne Phantasie dabei,
ohne Zwerge, Zauberei.

Ohne Raben – lebend, blechern,
welche meine Leser löchern.
Ohne Drachen, Maus und so.
Mein Gott, wie wäre ich dann froh.

Dies alles hab ich mir gedacht,
sogar mal einen Plan gemacht.
Was kommt heraus? – Was denkt Ihr, na?
Sehr Ihr was? – Na klar, nichts da.

Weil ich´s einfach halt nicht kann,
Nicht gestern, heute, irgendwann.
Ich fange an – ich drifte ab,
in Phantasie – und nicht zu knapp.

Drum habe ich es aufgegeben.
Muss Gottseidank ja auch nicht leben,
von dem, was ich dereinst so schrieb.
Das ist wichtig – und mir lieb.

Ich werde niemals, nie auf Erden,
ein Schreiberling von Thrillern werden.
Keine Fäden, weit verstrickt,
keine Fälle, arg verzwickt.

Kein Täter, der der Gärtner ist,
kein Ermittler voller List.
Niemand, der in dunkler Nacht,
das Opfer um die Eck gebracht.

Keine Psychologe, kein Profiler,
kein Body-in-der-Mitte-Teiler,
kein Kommissar mit grauem Haar,
kein sexy Häschen – ne, ist klar.

Denn gäb es das, weiß ich genau,
den Einwand meiner lieben Frau:
<<Mach ne alte Schrulle draus,
sonst verlässt du Hof und Haus.>>

Und darum wird´s zwar bei dem Schreiben,
jedoch bei schnöden Märchen bleiben.
Ich hoffe, dass Ihr mir verzeiht,
bin halt einfach nicht gescheit.

Vielleicht geht eines Tages Mimi,
mit einem Buch von mir – ein Krimi,
ins Bett und liest sich darin fest.
Falls mich der Pool der Worte lässt.

Bis dahin – seid mir nur nicht gram,
erzähle ich – ganz brav und zahm,
aus meinem Reich der Phantasie.
Ganz normal? – Das werd ich nie.   17.01.17
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Ein netter Anruf

Das Telefon, es klingelt schrill.
Ich gehe dran – Was man denn will,
habe freundlich ich gefragt.
Heute Morgen – früh am Tag.

Es Euch zu sagen, fällt nicht schwer.
Von Firma Sahm, Herr Solitair,
fragte mich ganz nebenbei,
ob Band IV wohl fertig sei.

Er wolle jetzt in Urlaub fahren.
Er würde es sich gerne sparen,
zu bestellen – fern im Net,
falls ich Band IV schon fertig hätt.

Es könne doch nicht wirklich sein,
dass mein Zwerg – (es klingt so fein),
überhaupt nichts mehr erlebt…
Mein Herz vor Freude – tja, es bebt.

Und dennoch – nun, ich sag es Euch,
ward der gute Mann enttäuscht.
Denn es liegt der vierte Band,
noch lange nicht in unserer Hand.

Ich habe ihn – und zwar schon lange,
sicherlich schon angefangen.
Ich weiß schon was passiert, warum,
doch unterbrach ich – nehmt´s nicht krumm.

Um von „Oskar“ zu erzählen.
Ich kann es leider halt nicht wählen,
was mich manchmal überfällt,
in der von mir erdachten Welt.

Ich schrieb ganz zahlreich Manuskripte.
3 an der Zahl – ich schrieb, ich tippte.
Erzähl vom Drachen „Feuerspei“,
und „Fehlerteufel“ – war so frei.

Selbst „Zausel“ machte seine Runde.
Das meiste fertig – frohe Kunde.
Doch erst, wenn ich ganz fertig bin,
macht die Rückkehr wieder Sinn.

Im Moment schläft Steinwart friedlich.
Kapitel 35 – schiedlich,
ließ ich ihn auf alle Fälle,
brav in Ruh – an der Stelle.

Im Augenblick herrscht dunkle Zeit,
verbunden mit viel Müdigkeit.
Da erzähl ich sicher nicht,
dass Karlotta… - …oh, erwischt.

Beinah hätt ich mich verplappert.
Drum schließe ich nunmehr mein Gatter,
auf dass Ihr nicht die Richtung spürt…
Dass man die Zwergin – Gott – entführt.  04.01.17
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Buch Nummer 4

Wenn ich zu berichten hätte,
dass ich Frau und Hund verwette,
darauf, dass Büchlein 4 erscheint,
so habe ich das ernst gemeint.

Sohn und Tochter gibt´s im Nu,
gratis einfach noch dazu.
Und zweimal noch ein Schwiegerkind.
Nur wer wagt, der auch gewinnt.

Nur mal grad so angenommen:
Es wäre ein Verlag gekommen,
der mir „Oskar 1“ verlegt,
so wär das was, das mich bewegt.

Das Manuskript ist eingereicht.
Ich spüre, dass manch Zweifel weicht,
den ich mit mir selber trug.
Nur wer´s versucht, der wird auch klug.

Denn nun bekam ich – großes Glück,
eine nette Mail zurück.
Das Buch, es passe – Mann oh Mann,
tatsächlich dort in das Programm.

Zeilen, die ich vorgetragen,
an einem jener schönen Tage,
an denen unser Hof sogar,
die Stätte meiner Lesung war.

Sie werden bald ins Buch gebunden.
Ich schrieb daran – so manche Stunden.
Wenn sie jetzt eines Tags gedruckt,
macht´s Freude pur – mehr als genug.

Zumindest – nun, das sag ich hier,
dem Mann der Worte – ergo, mir.
Ob´s den Lesern auch gefällt,
das hoff ich doch – verrückte Welt.

Mein Rabe „Oskar“, naseweis.
Ein Jugendbuch zum kleinen Preis,
mit Christines Bildern drin.
Wunderschön – so macht das Sinn.

Diesmal gibt´s ein Jugendbuch.
Zu Anfang war es ein Versuch,
dann nahm´s ein eigenes Leben an.
Band III wird fertig – ich bin dran.

Für junge Leser, Alte, Kinder.
Für jung gebliebene – klar, nicht minder.
Es wird noch etwas Zeit vergehn,
doch das Produkt wird sicher schön.

Das war – nein, nein – kein Eigenlob.
Es ist nur so… - Empfindung tobt.
Dass ich nicht an Geduld verfüge…,
das ist ein Fakt – ich müsste lügen.   19.12.16
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Überlastet

Ich sage Euch ganz stekum, still:
Dass ich nicht mehr reimen will,
glaubt es – oder glaubt es nicht,
das ist haltlos – ein Gerücht.

Es fehlt mir leider insoweit,
nebenbei genügend Zeit,
um die Worte, die mich plagen,
stets auf das Papier zu tragen.

Nein, nein, ich schlafe nicht zu lang,
doch steh ich ständig unter Zwang,
an meinem Manuskript zu schreiben…
Katrin, bitte artig bleiben.

Ich kenne ihre Antwort schon:
<<Nun lass doch den gereimten Ton,
und spar dir deine Zeit für das…,
…Manuskript – es macht mir Spaß.

Schreib jeden Tag rund 2 Kapitel,
schüttele sie aus dem Kittel,
und bist du gerade mal dabei…,
so schreibe besser deren 3.

Auch 4 bis 5 – ich mein das echt,
wären schließlich gar nicht schlecht.
Und würden es gar 6 bis 8,
so käm ich – lesend – durch die Nacht.

9 bis 10 wär übertrieben,
doch sind sie ganz ad hoc geschrieben,
nehme ich auch diese an.
Beeile dich! – Jetzt halt dich dran!

Andere können das doch auch.
Jetzt steh nicht ständig auf dem Schlauch,
und sag bloß nicht – ganz unverfroren,
du hast zu vieles um die Ohren.

Wenn du nur willst, so schaffst du das.
Schreibe weiter, wenn´s grad passt.
Und verkümmern die Talente…,
so gehe 1, 2, 3 in Rente.

Ein wenig Druck, der schadet nicht.
Schreib nur emsig – das sei Pflicht.
Und denke dran – tja, mein Regal,
hat reichlich Platz – das ist fatal.>>

Ich gab kurz meinen Senf dazu,
ich sprach: <<Oh, liebe Freundin, du,
jetzt überlege – und sei klug,
bei Thalia gibt es genug…

Bei Weltbild – und bei amazon…
Ich denke, sie ersticken schon,
im Büchervorrat – nimm´s nicht krumm…>>
Da schlug sie mich… - wisst Ihr, warum?   15.07.2016
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Angst vor mir

Es sprach die Freundin, heut am Tage,
dass sie Angst vor mir stets habe.
Der Grund, der liege auf der Hand:
Ohne Frage – mein Verstand.

Wie könne es denn bitte sein,
dass ich plage, ich allein,
die Figur, an der ich schreibe?
Und dass ich selten Mitleid zeige.

Immer müsse – aktuell,
das „Teufelchen“ – ganz fix und schnell,
leiden – sehr viel Angst erleben.
…nun, das stimmt – das ist mein Reden.

Doch wenn es der Verlag so will,
gehorche ich – ich tu ganz still,
was man möchte – was man denkt.
Gehorsam sein, ist ein Geschenk.

Und außerdem befreie ich,
das „Teufelchen“ doch stets ins Licht.
Auch wenn so manches düster klingt,
ist´s trotzdem fein, wenn es gelingt.

<<Ja, ja>>, sprach sie - <<Du hast ja recht.
Doch trotzdem scheinst du mir sehr schlecht,
denn wer… – das ist halt nicht egal,
solch Denken hat – ist nicht normal.>>

Ich sagte: <<Nun, das stimmt genau.
Doch kennst du wirklich meine Frau?
Von ihr – das sag ich nicht aus Spaß,
liebe Kathrin, hab ich das.

Du müsstest nur die Thriller sehen,
die sie liest – oh, gar nicht schön.
Kein Wunder, dass ich – bis zum Schluss,
das Erlebte schreiben muss.

Außerdem… - ich lache gerne.
Nur düster schreiben? – Liegt mir ferne.
Und trotzdem gebe ich es zu,
das Düstere, es lockt – was Nu?

Was da aus meinen Fingern quillt,
grad am PC – das malt ein Bild,
und das macht mir Riesenspaß.
Buh! Butz, Butz! – gibt´s sonst noch was?

Ob dann wohl - nun die Geschichte,
gut endet…? – So, wie die Gedichte?
Das weiß ich – tut mir wirklich leid,
heut noch nicht – das bringt die Zeit.>>

Nur eines weiß ich sehr genau,
die Angst vor Christel – meiner Frau,
die ist wirklich ganz real…
Alles andere – ist egal.    02.07.2016
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Schranken

Wenn Gedanken Schranken hätten,
wäre ich – vielleicht – zu retten,
doch leider – ja, man glaubt es kaum,
bleibt es nur ein schnöder Traum.

Ich müsste dann nicht ständig schreiben,
könnte abends Größe zeigen,
mich in meinen Sessel hauen,
und ganz einfach Fernsehen schauen.

Könnte sogar Kochen lernen,
mich von dem PC entfernen,
könnte – welch ein Traum, fürwahr,
Heimwerken – …ja, ne, ist klar.

Könnte mich noch weiter bilden,
wie ein Jeck und wie die Wilden,
Sprachen lernen – ohne Ende…
Stattdessen füllt mein Unsinn Bände.

Könnte tun, was ich gern mag,
jeden, wirklich jeden Tag.
Doch was habe ich stattdessen?
Zwang zum Schreiben – zum Vergessen.

Solche wirklich dummen Zwänge,
treiben mich in arge Enge.
Doch was soll jetzt dies Theater?
Gehe ich halt – zum Psychiater.

Klage ihm mein Seelenleid,
bin zu jeder Tat bereit.
Doch dann schaut er – und er spricht:
Diesen Fall beherrscht er nicht.

Was in das Extrem hier schlägt,
was an meinen Nerven sägt,
das ist leider – sei mir klar,
nicht akut behandelbar.

Es habe sich herausgestellt,
dass es mir zu gut gefällt,
mich den Zwängen hinzugeben.
Er glaubt, ich werde überleben.

Und irgendwann – das sei ein Muss,
wäre halt von selber Schluss.
Ich solle daher standhaft sein,
die Zeit heilt das von ganz allein.

Tja, nun bin ich noch nicht schlauer.
Dieser Zwang, er hält auf Dauer?
Sagt mir bitte – schonungslos:
Scheint Euch dieses Leid zu groß?

Bitte, bitte, seid ganz ehrlich:
Haltet Ihr mich für gefährlich?
Nicht, dass ich Euch – das wär schlimm,
angesteckt – so wie ich bin.     30.06.2016
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Eifel-Zweifel

Bis gestern hegte ich noch Zweifel,
ob man in der nahen Eifel,
mein Buch denn auch zu schätzen weiß.
Fantasy zum kleinen Preis.

Herr Kreuser – nun, das weiß ich ja,
nimmt mich nur am Rande wahr.
Wenn da nicht die Katrin wär,
fiel ihm die Erkenntnis schwer…

…dass es mich – und überhaupt,
wirklich gibt – wer hätt´s geglaubt.
Drum übte ich komplett Verzicht,
empfand mich letztlich – als Gerücht.

So wär´s ergangen mir auf Dauer,
doch bin ich heute endlich schlauer,
denn Frau Schmidt – mit d und t,
erkannte mich – sorgt für den Dreh.

Erweckte mich – ganz lieb und brav,
grad aus dem Dornröschenschlaf,
erzählte mir so nebenbei,
dass ich nicht unbeachtet sei.

Erzählte mir vom nächsten Jahr,
vielleicht vom Lesen – wunderbar,
und auch – vom „Betriebsausflug“,
…noch hat´s schließlich Platz genug.

Darf ich mich ein wenig freuen?
Tag für Tag – und stets aufs Neue,
an der Phase, die mich trägt,
an den Wellen, die es schlägt?

Dass man über Steinwart spricht,
bringt ein großes Maß an Licht,
hebt meine Stimmung – diesbezüglich,
einfach super – und vergnüglich.

Wahrscheinlich braucht es solch Momente,
denn sonst verkümmern die Talente,
die es ja – vielleicht – noch gibt,
wenn man die Schrift – wie ich – sehr liebt.

Wie kann ich meine Freude zeigen?
Na, ganz einfach – stets mit Schreiben.
Daher soll nun dieser Reim,
Frau Schmidt – vorab ein danke sein.

Ich freue mich – ich sag es gerne,
auf den Oktober – zwar noch ferne,
doch neue Menschen – hier zu nennen,
lern ich furchtbar gerne kennen.

Ich hoff, ich kann mich gut verkaufen,
bei der Lesung – dann wird´s laufen.
Und vielleicht – ach, wunderbar,
nimmt mich auch Herr Kreuser wahr.   29.06.2016
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Ein Samstagmorgen im Juni

Samstagmorgen – Regen fällt,
etwas grau scheint mir die Welt,
was jedoch – das sag ich hier,
gut gefällt... – wenn auch nur mir.

Denn ein solch ein blinder Fisch,
erkennt ja sonst – bei Sonne – nicht,
im TV die Spieler kaum…
Ich möchte so gern draußen schau´n.

Der Computer – er ist an,
beim Schreiben finde ich den Fun,
den ich brauche – ist so…, sorry.
Alles gut – and please, don´t worry.

Weshalb ich nun ins Englisch schweife,
hat nichts zu tun mit meiner Reife,
auch nicht mit Brexit – eher no…
Ich schrieb ne Mail – das ist halt so…

…in die ferne USA,
nach Salt Lake City – gerade da,
sitzt ein Brieffreund – wartet drauf.
Erst grad kürzlich hört ich auf.

Jetzt muss ich mich erneut sortieren,
da kann es grade mal passieren,
dass ein falsches Wort verirrt.
Mal schauen, ob es erträglich wird.

Ich frag – bei der Gelegenheit:
Wer hat die Muße, Geld und Zeit,
mein Buch ins Englische zu schreiben?
Ich fänd es toll – ich möcht es leiden.

Ein weiser Mann, sehr lieb und nett,
der schrieb mir gestern per Whattsap,
Ich solle mich beeilen, schnell,
mit Büchlein 4 – oh fuck, the hell.

Es kommt ja alles – lasst mir Zeit,
ich bin halt leider nicht so weit,
dass ich alle Stunde, Tage,
Muße ohne Ende habe.

Wobei – wenn ich die Finger schaue,
auf meinen Drang zu Schreiben baue,
so ist mir sehr bewusst geblieben:
Gleich schreib ich weiter – Story 7.

Die Finger lassen sich nicht stillen,
entwickeln ihren eigenen Willen.
Das heißt, noch vor dem Fußballspiel,
bleibt mir Zeit – und zwar noch viel.

Wenn da nicht die Steuern wären,
die muss ich noch nachher erklären,
doch ein, vielleicht auch zwei Kapitel,
die schüttele ich aus dem Kittel.

So lange es den Leser gibt,
der mag, was ich erdacht und schrieb,
so lange strenge ich mich an.
Es geht weiter – irgendwann.   25.06.2016
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Drohne

Überm Örtchen, wo ich wohne,
flog grad gestern eine Drohne,
am Himmel – hat ein Bild gemacht.
Es war warm – die Sonne lacht.

Ich lag im Gras, ich folgte brav,
der Regie – ich bin ein Schaf.
Schaute, ging, wie mir befohlen,
um mir keinen Schimpf zu holen.

Doch Tamara, als auch Lutz,
haben´s weidlich ausgenutzt,
dass ich brav und folgsam war.
So gehört´s sich – ist doch klar.

Ich schritt nach rechts, ich ging nach links,
schaute sorgsam, denn das bringt´s,
an der Kamera vorbei.
1mal, 2mal – und auch 3.

Ich bin zwar nicht besonders schön,
doch folgsam geradeaus zu gehn,
und dabei lächeln – mal ganz ehrlich,
da bin ich gut drin – kaum entbehrlich.

Alles, um den Zwerg zu pushen,
meine Bücher reinzupfuschen,
in die Liste – festgestellt,
die weltweit at best gesellt.

Hier ein bisschen was erzählen,
weiten Winkel dabei wählen,
und die beste Sitzstatur,
gestern – gegen 18 Uhr.

BM-TV, Ihr macht das schon,
gutes Bild, perfekter Ton,
wenn… - und dieser Fakt macht´s schwer,
ich nicht vor der Linse wär.

Vielleicht – nun, ich erwähne leise,
geht das Filmchen auf die Reise,
mit einem Double – hinterher,
was – vermutlich – besser wär.

Dazu noch schnell synchron gesprochen,
und 1, 2, 3 – in ein paar Wochen,
ist das Video dann perfekt…
Ich spüre schon, dass mir das schmeckt.

Erneut… - ich hatte Spaß daran,
ich tat was möglich, was ich kann,
und was der Fachmann daraus macht,
sowie die Fachfrau - …ich halt Wacht.

Nochmals beiden Dankeschön,
ich freu mich drauf, es anzusehn,
doch an meinem Konterfei,
schaue ich – bewusst – vorbei.    20.05.2016
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Mein Gang

Falls mein Gang Euch seltsam scheint,
wenn Ihr denkt und wenn Ihr meint,
was wohl dieses Staksen soll...,
sei Euch gesagt – die Botz ist voll.

Große Windeln – XXL,
bekommt man leider nicht so schnell,
drum ging jetzt alles – sag ich mal,
ungebremst… - na ja, egal.

Zumindest hält der Inhalt warm,
zwar fehlt grad der gewisse Charme,
doch habe ich jetzt festgestellt,
auf die Schnelle – bin kein Held.

Denn morgen kommt die nette Frau,
Tamara heißt sie – vom TV,
zum Bericht – mich aufzunehmen,
weit gewinkelt – ziehen, dehnen.

Damit ich auf die Bilder passe…
Wie war das noch mit Trägheit, Masse?
Na, ich denk, das kriegt sie hin,
weil ich perfekt zu formen bin.

Sie möchte morgen was erzählen,
zu meinen Büchern – könnt ich wählen,
versteckte ich mich unterm Tisch,
liebe Freunde – rettet mich.

Steinwart hätte ganz bestimmt,
viel mehr Mut als ich – geschwind,
stünde er ganz einfach drüber…
Dann macht das er – so ist´s mir lieber.

Derweil lieg ich – oh, habt Erbarmen,
mir mit Ela in den Armen.
Tupfen uns – wie ich schon weiß,
gegenseitig kalten Schweiß.

Gehe ich nach Hollywood?
Nix da, die Maschin´ kaputt.
Und auch den Zentner Blutdruckmittel,
schüttelt man nicht aus dem Kittel.

Das Zelt mit purem Sauerstoff,
(ich habe sehr darauf gehofft),
wird nicht geliefert – viel zu knapp.
Ich fühl mich heut schon alt und schlapp.

So müssen wir nun morgen durch.
Was uns bleibt ist pure Furcht.
Das sind die Geister, die ich trieb,
mit ersten Worten – die ich schrieb.

Morgen ist der Tag der Tage.
Mein Herz klopft heut schon – keine Frage.
Und nun wisst Ihr – seid nicht bang,
um das Geheimnis - …meinen Gang.   18.05.2016
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8 Pakete

8 Pakete sind gekommen.
Jetzt mal nur so angenommen,
das könnten meine Bücher sein…
Die erste Lieferung – das wär fein.

Ich traue mich fast nicht nach Hause,
mache frech weg eine Pause,
und schreibe die Gedanken auf.
Lass Emotionen – freien Lauf.

Wenn das meine Bücher sind,
dann werde ich spontan zum Kind.
Die Liebste sagt, das sei ich schon…
Ernst ihr Blick – und ernst ihr Ton.

Das sei jetzt schon das dritte Mal?
Na und? – Das ist mir piep egal.
Jedes Mal ist´s so gewesen,
dass ich spinne – …halt mein Wesen.

Als würde ich grad Kinder kriegen,
das sei zwar schmerzhaft – will nicht lügen,
doch ist´s, als ob Entbindung naht.
Ich freue mich – oh, in der Tat.

Ich möcht das Buch mit Händen greifen,
ja, ja, ich weiß – mir fehlt die Reife,
doch Warten tut entsetzlich weh,
ist nun mal nicht mein Metier.

Die ersten schreiben – jetzt aufs Neue,
dass sie sich tatsächlich freuen,
auf Band III – ich find das toll.
Alles, wie ich´s mag – wie´s soll.

Ich wartete seit vielen Tagen,
nun kann ich es tatsächlich wagen:
Ich rufe laut: - „Das Buch ist da.
3 x Hipp – dazu Hurra!“

Erneut geht jetzt der Zwerg auf Reisen,
zieht nun wiederum die Kreise,
ich freue mir – denn das geht auch,
ein Loch in meinen großen Bauch.

Band III – und weitere Abenteuer,
schöne Bilder – oh, Mensch Meier,
gezeichnet von perfekter Hand.
Von Christinchen – wohlbekannt.

Ja, mir sitzt die Zeit im Nacken,
ich freu mich drauf, das auszupacken,
was im Karton – im Flur nun steht.
Ich weiß, bin reichlich überdreht.

Nehmt es hin – ich bin halt so,
ich schreibe mich gern selber froh.
Und das tat ich – nebenbei,
mit meinen Büchern – plus Band III.  03.05.2016
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Sinn und Zweck

Die erste Seite, die du schreibst,
Geschichte, die du vorwärts treibst,
das erste Wort, das dich erfüllt,
am Ende wird daraus ein Bild.

Du sitzt davor - begreifst es kaum,
erfüllt hat sich ein großer Traum,
das Manuskript ist fertig, steht,
du fragst dich, wie's nun weitergeht.

Findest lange nicht den Mut,
es zu verlegen - ...ist's denn gut?
Diese Frage quält dich sehr.
Sich selbst vertrauen? - Das fällt schwer.

Als es fertig vor mir lag,
kurz erwähnt - an jenem Tag,
da konnt ich's kaum begreifen, nein,
manches kann so einfach sein.

So sprach nun die Verlegerin,
das Buch sei fertig - nun macht's Sinn,
auch damit hinauszugehen....
Ich wurde blass - ich sprach: Mal sehn.

Ich dachte stets - ein weites Stück,
die Welt, sie hält mich für verrückt.
Ich hab gebibbert - doch, wie krass,
heute weiß ich - es macht Spaß.

Viele Menschen zu erfreuen,
mit meinen Worten - und aufs Neue,
ist was, das man kaum begreift.
Vielleicht war auch die Zeit nur reif.

Natürlich weiß ich - dann und wann,
dass ich nicht den erreichen kann,
der sich nicht aufs Spiel einlässt,
meines Buches - ich stell's fest.

Doch mit mancher Neu-Kritik,
erfüllt mich hin und wieder Glück.
So, wie die aus letzter Nacht,
ein Wort, das mich sehr fröhlich macht.

Mein Gott - vererzt und abgeklopft,
was da entstand, in meinem Kopf,
das gefällt....? - Oh, wirklich? Puh!
Reaktion? - Gehört dazu!

Kommunikation erleben,
manchmal träumen, manchmal schweben,
manchmal auch - auch das kann sein,
leichthin, kurz betroffen sein.

Erst dann weißt du, weshalb du schreibst.
Weshalb du oft versunken bleibst,
in einer Welt, die du entdeckt.
Das allein - ist Sinn und Zweck.    01.05.2016
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Kati Ulrich

Man liest sich halt – so ist das eben,
öfter, als man denkt im Leben.
Freut sich dann – ganz ungehemmt,
dass man sich schon länger kennt.

Ich hatte mir ein Herz genommen,
bin auf die Idee gekommen:
Hey, schreibe doch – so irgendwann,
deine Heimatstadt frech an.

Hab nicht sehr viel Zeit verloren,
hab es gewagt – mit glühend Ohren,
schrieb eine Mail – ganz neu und frisch,
die sich hin zum Rathaus schlich.

Durch den Äther fix geflogen,
kurz darauf – ganz ungelogen,
schlummert sie im Postfach dort,
an dem mir vertrauten Ort.

Hab ein bisschen was berichtet,
von mir selbst – und nicht gedichtet,
sondern zeigte – mit Bedacht,
dass „Ungereimtes“ Schule macht.

Bevor aufs Senden ich gedrückt,
dachte ich – „Du bist verrückt.
Was sollen sie nur von mir denken?“
Dann zischt sie los… – ich konnt´s mir schenken.

Dass ich so schnell zur Antwort kam,
dass Kati Ulrich Zeit sich nahm,
die nette Frau vom Radio,
mein lieber Gott – das macht mich froh.

Sie schrieb: <<Mensch, ja, wir kennen uns.
Ich las schon oft von deiner Kunst.
Und du rennst – na, das ist fein,
in Elsdorf offene Türen ein.

Ich würde dich gern unterstützen…“
Gedanken rasen – wie sie blitzen.
Ja, ich freu mich – frei gesagt,
dass ich diese Mail gewagt.

Elsdorf – meine Heimatstadt,
wunderschön – es hat geklappt.
Wenn das klappt – wär´s wundervoll,
ich freue mich schon jetzt, wie doll.

Der Kontakt, er ist gemacht,
viel, viel schneller, als gedacht.
Was draus wird? – Das weiß ich nicht.
Das KANN ist da – ich sehe Licht.

Frau Ulrich – großes Dankeschön.
Ich freu mich drauf, Sie bald zu sehn.
Und dass ich wieder reimen muss…
Ich bin halt so – und jetzt ist Schluss.  28.04.2016
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Autobiographisch

Es schrieb die Katrin - aus der Eifel,
sie hege da gewisse Zweifel,
ob Buch 7 - nebenbei,
nicht autobiographisch sei.

Sie erkenne mich dort wieder,
nun ja, im Ansatz - käme rüber,
dass man mich dort irgendwo,
wiederfindet - sei halt so.

Ich weiß nicht, ob es wirklich stimmt,
bin selbst für jeden Inhalt blind.
Ich schreibe doch nur einfach runter,
was mir einfällt - frisch und munter.

Ich weiß zwar, welchen Punkt sie meint,
doch dass mich das mit ihr vereint,
mit dem Inhalt, der Figur,
das glaubt am Ende - sie wohl nur.

Ich hab von Herzblut dort geschrieben,
na ja, vielleicht auch übertrieben,
doch seh ich dort - ganz ohne Zweifel,
nur den kleinen Fehlerteufel.

Nun weiß der fremde Leser nicht,
was ich meine - kalt erwischt.
Wovon ich spreche auch nicht ganz...
Doch schürt es Neugier? - Meine Chance.

Grad heut am frühen Morgen schon,
kam der Anstoß - nein, kein Hohn:
"Jammer bloß nicht weiter rum.
Schreibe weiter - weißt warum.

Ich will - zur Probe - weiterlesen,
folgen den vertrauten Wesen,
um zu wissen - und zwar bald,
wie's weitergeht - Du bist schon alt.

Also los, beeile Dich,
solange grad Dein Geist noch frisch.
Und lass daneben auch das Reimen,
das bringt nicht weiter - will ich meinen."

Nun gut, Ihr wisst - und das macht Sinn,
dass ich ja stets sehr folgsam bin.
So setze ich mich - gleich, oh je,
wieder oben zum PC.

Die Liebste ist grad heut auf Tour,
bei mir ist Frau Hund gleich nur.
Dann lass ich meine Finger fliegen,
will den Zwang des Worts besiegen.

Autobiographisch? - Nein.
Das kann es eigentlich nicht sein.
Weil ich - ohne jede Frage,
ganz, ganz andere Wurzeln trage.   16.04.2016
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Muss

Das Postfach – es wird leer bald bleiben.
Beendet ist das Faseln, Schreiben.
Jedes Ding kommt mal zum Ende,
auch des Steinwarts dicke Bände.

Mein Chef, er sprach grad heut zur mir:
„Jetzt hast du die 3 Bände hier.
Nun ist wohl mit dem Schreiben Schluss…“
Ich will das nicht – doch ist´s ein Muss.

Er sagt, ich sei in meinem Kopp,
rundherum und klar bekloppt.
Ich sprach: „Es gibt der Bände 7“.
Er meint, das sei wohl übertrieben.

Er brauche wohl – an meiner Stelle,
jemand der, auf alle Fälle,
noch im realen Leben steckt.
Auch wenn mir das – vielleicht – nicht schmeckt.

Ich klammerte, ich schluchzte, weine,
warf mich lang – vor seine Beine,
jedoch – er kannte keine Gnade.
Was bleibt mir übrig? – Schade, schade.

Wer nicht mehr wirklich denken kann,
der wird entsorgt – ein alter Mann.
Nun ja, erhält das Gnadenbrot,
oh Mordio – oh große Not.

Wenn ich einst 65 bin,
mit später dann befreitem Sinn,
dann schreib ich wieder – hm, na ja,
vielleicht sind dann noch Worte da.

4 Jahre lang wird´s Ruhe geben.
Wie soll ich das wohl überleben?
Mittendrin – in dieser Phase,
platzt und birst nun diese Blase.

Vielleicht wär er ja nicht so kleinlich,
schriebe ich nur still und heimlich.
Unterm Pseudonym vielleicht…
Ob mir das dann wirklich reicht?

Doch will ich´s mir ja nicht verscherzen.
Könnte es zwar kaum verschmerzen,
doch müsste ich – von ihm – mich trennen.
Na, er sollte mich doch kennen.

Ich? - Das Schreiben unterlassen?
Niemals! – Ist denn das zu fassen?
Ich wüsste gar nicht mehr wohin,
mit mir selbst – da fehlt der Sinn.

Nur eines noch – mein Herz es weint:
Hat er das wohl ernst gemeint?
Wenn ich ihn morgen wiederseh,
dann frag ich ihn – ohje, ohje.    14.04.2016
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Vor der Vollendung

Ich saß in meinem Kämmerlein,
vor vielen Jahren – und allein.
Ich fing mit ersten Worten an,
seh heut, was draus entstehen kann.

Ich schrieb, als mich die Muse greift,
wahrscheinlich war der Zeitpunkt reif.
Ich schrieb – ich hörte nicht mehr auf,
so nahm das alles seinen Lauf.

War tief im Buch – so manche Stunden,
habe den Verlag gefunden,
als ich der Allerletzte war,
der daran glaubte – sonderbar.

Ein Zufall ist es nur gewesen,
heut müsst Ihr das Ergebnis lesen.
Was einst in meinem Kopf entstand,
ist nunmehr auf Papier gebannt.

Ich saß vorm ersten Manuskript,
vollendete dort Schritt für Schritt,
die Geschichte - …glaubte kaum,
dass Ihr sie mögt – es ist ein Traum.

Als ich die ersten Worte schrieb,
des Zwergen Story vorwärts trieb,
da hätt ich niemals – nie gedacht,
dass mir das so viel Freude macht.

Der erste Band – er lag vor mir,
600 Seiten aus Papier,
und ich spürte - …kaum erhofft,
da gab´s noch so viel Platz, viel Stoff.

Aus Band I – ganz nebenbei,
wurde – glaub es kaum – Band II,
wurde nun – der dritte Band,
es raubt mir – herrlich – den Verstand.

Die Trilogie – welch große Lust,
sie macht mich frei – und selbstbewusst.
Ich liebe das – genieße still,
und weiß, dass ich viel mehr noch will.

Im April – jetzt nicht mehr weit,
erscheint Band III – es wird auch Zeit,
und wieder fahr ich – ziehe Kreise,
quer durch Deutschland – Leserreise.

Freu mich, wenn ich in Augen blicke,
die mit versinken – kleine Stücke.
An Menschen, die begeistert sind,
dann fühle ich mich - wie ein Kind.

Und sollt es Euch nicht über werden,
(bitte unterlasst Beschwerden),
dann ist für weitere Worte Raum…
Der Roman… – er ist mein Traum.   08.04.2016
_________________________________________

Reifeprüfung

Ich gleite aus – als wär´s auf Seife,
ein feiner Mann prüft meine Reife,
gibt vielleicht ein Statement ab…
Ich buddelte – mein eigenes Grab.

Schüttet mich mit Erde zu,
dann hör ich nichts – hab meine Ruh.
Ich sehe nichts – ich muss nichts sagen,
versetzt Euch doch in meine Lage.

Ein Reifen legt sich um die Brust.
Mordio – krieg keine Luft.
Der Angstschweiß steht mir im Gesicht.
Glaubt es – oder glaubt es nicht.

Er wird die Bücher sicher lesen,
dann jedoch – so meine Thesen,
ist es prompt um mich geschehn…
Ganz gewiss… - Ihr werdet sehn.

Am besten bringe ich mich um,
vorher schon – das klingt nicht dumm.
Hoffentlich – und knapp geschätzt,
setzt er das Statement – nicht ins Netz.

Was einst so nett, so schön begonnen,
ist in Bälde schon zerronnen.
Ich weiß das – weil ich´s einfach weiß…
Jedes Ding hat seinen Preis.

Wer mit den Großen pinkeln will…
Oh, mein Gott – bin besser still.
Ihr meint – „So hab doch etwas Mut“?
Alles werde schön und gut?

Puh, die Ruhe möcht ich haben,
bin am Tropf… - gibt´s sonst noch Fragen?
Mit ein wenig Baldrian,
ist es wirklich nicht getan.

Nicht mit nem Beruhigungsmittel,
nicht mit dem Mann im weißen Kittel,
nicht mal – denn ich bin kein Held,
mit Sauerstoff – in einem Zelt.

Bin nicht ganz jung – und ängstlich auch.
Ich spür dies Grummeln – tief im Bauch.
Ob´s Windeln gibt, in meiner Größe?
Ich versuch´s – nur keine Blöße.

Vergesst mich nicht – die letzten Worte,
kurz gejammert – von der Sorte:
Schön in einem Reim verpackt,
klingen sie nicht gar so nackt.

Mal schau`n – beim Barte meiner Väter,
lauter Jammern kann ich später.
8 Valium – Ihr Freunde, mein,
werfe ich mir dennoch ein.    05.04.2016
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Reaktionen

Heut, ganz früh am Morgen schon,
gab´s die erste Reaktion,
auf die Messe – wo ich war,
im fernen Leipzig – wunderbar.

Da hieß es in der Nachricht nämlich,
<<Ich tät mich freuen – tja, bekäm ich,
von Steinwarts Story – bin so frei,
alle Bände – I bis III.

Dazu ne kleine Widmung auch,
bitteschön, so will´s der Brauch.
Im Voraus schon ein Danke sehr,
diese Nachricht fiel nicht schwer.>>

Ich weiß nicht, ob Ihr das versteht,
wenn man merkt, dass etwas geht.
Wenn man spürt, man kam dort an,
dann zieht´s noch tiefer in den Bann.

Gespräche – hundertfach geführt,
Sympathie – auch die gespürt.
Doch was am Ende daraus wird…
Wer weiß denn schon, ob man sich irrt.

Ob man im nächsten Augenblick,
vergessen ist – …ein kleines Stück,
war´s nur bis zum nächsten Stand.
Das ist halt so – liegt auf der Hand.

Jetzt ist – ich find es wundervoll,
die erste da – ich find das toll,
die meine Worte nun bestellt.
Ist´s schlimm, dass mir das jetzt gefällt?

Neben Lesern – all den treuen,
besitze ich den ersten neuen.
Neben Lesern, die ich mag,
von erster Stunde – erstem Tag.

Versteh es manchmal selber nicht,
bin von dem, was kommt erwischt.
Zu spür´n, dass man den Mensch erreicht,
macht das Schreiben schön und leicht.

All denen, die Ihr wichtig seid,
für die Begleitung durch die Zeit.
Ihr macht mir meine Tage hell.
Ich drücke Euch – grad virtuell.

Und weil´s so ist – drum schreib ich weiter,
manchmal traurig – manchmal heiter,
manchmal spannend – wie man´s macht,
wenn die Muse küsst und lacht.

Vier Wochen noch zum Titel III,
ich freu mich drauf – fühl mich wie neu.
Dass ich es kaum erwarten kann,
versteht Ihr doch? – Mein Gott, so lang.   31.03.2016
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Fazit zur Buchmesse Leipzig

Vier Tage sind im Flug vergangen,
eben hat's erst angefangen,
und schwuppdiwupp ist sie schon um.
Dennoch nehme ich's nicht krumm.

Meine Füße fühlen sich,
als seien sie - das glaube ich,
zweimal breiter als vor-her,
plattgestanden, breit und schwer.

Wochenlang hab ich gefragt,
ob man solches Tun wohl wagt.
Dann irgendwann - so ist's im Leben,
mir mit Schwung den Ruck gegeben.

Dank an alle, die mich pushten,
die ehrlich waren, die nicht kuschten.
Ich bin so froh, dass Ihr mich drängt,
diese Zeit - war ein Geschenk.

Ob was draus wird, das zeigt die Zeit,
ich bin entfernt - und zwar sehr weit,
vom Gedanken, dass ein jeder,
mich bedenkt - den "Herrn der Feder".

Manches - so ist mein Verständnis,
bleibt wahrscheinlich ein Bekenntnis,
der fremden Lippen - dort am Stand,
dieses ist mir wohl bekannt.

Doch das, was niemand nehmen kann,
nicht heute, morgen, irgendwann,
dass sind die Menschen, die ich traf.
Das war perfekt - das klappt im Schlaf.

Auch die schöne Lesung bleibt,
überdauert jede Zeit.
Das Selbstbewusstsein, das sich formt,
das hat Zukunft - ist enorm.

Der Spaß am Schreiben, am Erzählen,
ich will kein anderes Leben wählen,
als dieses, das ich leben darf.
Danke - ich find's einfach scharf.

Die Messe - großes Abenteuer,
ich durfte mit - ich hielt das Steuer.
Werd davon zehren - allemal,
es war perfekt - und niemals Qual.

Dank an meine Liebste, die,
mich drin bestärkte - ganz, ganz früh.
Ohne sie - und ihr Okay,
wär's nicht gegangen - ach und weh.

Neue Freunde, die ich fand,
überall - im ganzen Land.
Wie lautet denn mein Fazit nun?
Ich würde es - stets wieder tun.  20.03.2016
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Korrektur

Geschrieben? – Einfach, auf die Schnelle.
Besser wär´s, ich wäre helle.
Wenn ich drauf geachtet hätt,
was ich schrieb – es wäre nett.

Stattdessen – das ist nicht gelogen,
sind die Finger stets geflogen,
entwickelt ein Eigenleben,
so was, Leute, soll´s ja geben.

Blockierten mir die Leitung sehr,
hin zum Köpfchen – drum fiel´s schwer,
die Worte nicht verdreht zu schreiben.
Ich war´s nicht Schuld – ich kann´s beeiden.

Dass ich mit Kommata – oh je,
ständig auf dem Kriegsfuß steh,
das ist – nun ja – ein Fall für sich.
Doch alles Weitere – wäre Pflicht.

So trafen meine Finger – oft,
nicht die Tasten, die erhofft.
Oder – tja, auch das geschah:
Gedanklich war ich nicht mehr da.

Weilte nicht in jener Zeile,
in der ich schrieb – für eine Weile.
War stattdessen ständig schon,
gedanklich weit voraus – ein Hohn.

Was ist das Ende nun vom Lied?
Nun, dass es arme Menschen gibt,
die – und das aus freien Stücken,
alles wieder geraderücken.

Ob Gitta, Mone, ob Sabine,
ich weiß nicht, ob ich das verdiene.
Ob Karin, ob Elisabeth,
Ihr alle seid so lieb und nett.

Am Ende wird ein Bild daraus,
ich sitze hier verträumt Zuhaus,
schau aufs Blatt – der Schriften Spur,
und sehe doch – den Inhalt nur.

Erkenne – selbst bei bestem Licht,
die allerklarsten Fehler nicht.
Man sagt, beim Autor sei´s normal…
Na, wenn´s so ist – für Euch bleibt´s Qual.

Auf jeden Fall habt Ihr den Platz,
im Bande III – Ihr seid ein Schatz.
Schön ist´s – und wohl keine Frage,
Euch zu kennen – Euch zu haben.

Band III – wie schön, entsteht nun täglich,
ohne Eure Hilfe kläglich.
Der Fehlerteufel – ärgert nur,
doch Ihr – Ihr seid ihm auf der Spur.  04.03.2016
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Teufelchen

Nun liegt das Manuskript vor mir.
Gesetzt, geordnet - aus Papier,
wurde nunmehr die Datei.
Band III - kann sein - erscheint bald neu.

Wären da nicht meine Zweifel,
bezüglich der versteckten Teufel,
die sich in den Zeilen ducken.
Die hämisch grinsen - und dumm gucken.

Die Finger sind zu flink gewesen.
Hätt ich jetzt einen Fehlerbesen,
fegte ich mal emsig drüber.
Dann ging's schneller - wär mir lieber.

Jedoch, die Schlingel krallen sich,
ganz sorgsam fest - und hin ans Licht,
kommen sie erst leider dann,
spricht man sie persönlich an.

Hier und da ein Wort verdreht,
dort ein Punkt - vielleicht zu spät.
Ein Leerzeichen, ein Komma auch,
Dinge, die es halt nicht braucht.

Ein Buchstabe zu viel, zu wenig,
säh ich alles, wär ich König.
Doch habe ich ja Zeit genug,
sie auszumerzen - das ist klug.

Ich seh sie winken - hör sie kichern,
sich gut verstecken - dass beim Sichern,
der Datei - hab's festgestellt,
nicht einer aus dem Buchsatz fällt.

So werden wir - um auszumisten,
ganz einfach eins - ...zum Exorzisten.
<<Weiche Satan! - Aber zügig!>>
Manchmal klappt das - ja, das lieb ich.

Gen Ende soll das Werk ganz rein,
sprich, ohne jeden Fehler sein.
Dazu - wenn es denn möglich wär,
auch noch gefallen - Gott, so schwer.

So wird es wohl noch etwas dauern,
bis zum Erscheinen - ja, sie kauern,
in den Ecken - Wort für Zeile,
das dauert eben - eine Weile.

Aber dann - wenn's fertig ist,
der Schreiber seinen Druck vergisst,
so freut er sich ganz mächtig drauf.
Es macht mir Spaß - ich hab den Lauf.

Die Teufel - aus dem ersten Block,
verbannte ich - sind ausgeknockt.
Sie lauern - das raubt den Verstand,
aufs nächste Mal - den nächsten Band.  28.02.2016
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Puder und Schminke

Reichlich Schminke – tubenweise,
dann, ganz heimlich, still und leise,
stehe ich – bald wird es Zeit,
zum Interview „spontan“ bereit.

Der Spachtel – und der Puderquast,
dann bin ich fertig – oder fast…
Die Liebste schaut mich zweifelnd an,
und fragt sich, ob das gutgehen kann.

Sie spricht – und dieser Spruch tut weh:
<<Mein lieber Mann, wie ich das seh,
wär´s besser – nimm es mir nicht krumm,
man legte den Termin noch um.

Am Abend – in der Dunkelheit,
…die Kamera ganz fern und weit,
gehst du – das ist meine Furcht,
gerade so – vielleicht – noch durch.

Du darfst die Menschheit nicht erschrecken,
keine tiefen Ängste wecken…
Nein, nein – ich mein die Story nicht,
ich rede grad von dir – bei Licht.

Du bist des Zwerges Steinwart Vater.
So, bitte, mach nun kein Theater,
verbaue – hallo, sei gescheit,
nicht seinen Weg – es tut mir Leid.>>

Ich hab darüber nachgedacht,
mich zwecks der Technik schlaugemacht,
jetzt weiß ich – hey, es könnte gehn,
digital… - selbst ich werd schön.

Wer Saurier zum Laufen bringt,
im Kino mit der Fassung ringt,
der schafft es an der Kamera,
mich zu polieren - …wär´s doch wahr.

Es kommt Frau Fischer – vom TV,
Bergheim – regional – genau,
um mich – in grad mal 16 Tagen,
zu besuchen – zu befragen.

Fürs Seelenheil – den Baldrian,
Valium – so ist mein Plan,
und fürs Äußere – sowieso,
den Maskenbildner – ich bin froh.

Etwas Kreide für die Stimme,
dann klappt das schon – ich sag´s ja immer:
„Ohne Gnade – ohne Furcht,
mein lieber Mann – da musst du durch.“

Ich freue mich gar mächtig drauf.
Ich höre mit dem Unsinn auf.
Ich freute mich nur nebenbei,
am Grund zu Reimen – war so frei.  24.02.2016
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Übern großen Teich

Mal kurz und heftig Schwung genommen,
schon ist der Schlingel angekommen.
Mit einem Satz – und jetzt und gleich,
hoppla – übern großen Teich.

Steinwart goes – he does his best,
schnurstracks und voll Freude West.
Macht – ich hoff´s – die Leser froh,
im Bundesstaat New Mexico.

Die USA – seit alten Zeiten,
das Land der großen Möglichkeiten.
Unbegrenzt – so sagt man ja…
Wie´s auch sei – der Zwerg ist da.

Dem Tellerwäscher fiel´s nicht schwer,
schwupps, schon war er Millionär.
Ob das auch bei Autoren geht?
Vermutlich no – ich bin zu spät.

Jana liest – so wird´s bald sein,
Band I, Band II – na, das ist fein,
vor allem auch im Hinblick drauf,
dass man das Werk in Massen kauft.

In jeder Bücherei – mein Traum,
ausverkauft – oh ja, mal schaun.
Nun gut, zumindest in den kleinen,
…den winzigen – ich wollt´s nur meinen.

Doch bleibt´s nur eines – im Regal,
ist´s unerheblich – fast egal.
Ab jetzt ist auch der Kontinent,
Amerika – dem Zwerg nicht fremd.

Die Zeitverschiebung führt dazu,
Sobald ich schlafe – fest, in Ruh:
liest man in der neuen Welt,
meine Worte – das gefällt.

Der Zwerg braucht keinen Reisepass,
nicht ESTA und nicht irgendwas,
kein Formular – und auch kein Zoll,
kein Fingerabdruck – das ist toll.

Ich werde mir – fest eingeplant,
ne Karte kaufen – tja, Ihr ahnt,
dort stecke ich die Länder ab,
die Steinwart im Portfolio hat.

Schweiz – und hey, wie war das gleich,
Norwegen – Franzosen-Reich.
Deutschland, Togo, USA.
Das ist ein Anfang – hipp, hurra.

Übern großen Teich gekommen,
zügig hin zum Land geschwommen.
Erreicht mit frisch gestärkter Kraft.
Steinwart, prima – Ziel geschafft.   16.02.16
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Schreibwut

Während uns die Boeing fliegt,
uns sicher in den Wolken wiegt,
liegt das Netbook auf dem Schoß,
meine Schreibwut – sie ist groß.

1 Stunde pro Kapitel,
ergeben etwa 12 im Mittel.
Rechne ich den Rückflug mit,
sind´s 24 – welch ein Hit.

Schlaf und Essen abgezogen,
und ein Luftloch grad durchflogen,
wär ich froh, es würden 10,
insgesamt – na, das wär schön.

Ich habe zwar noch keine Ahnung,
für den Fortgang keine Planung,
doch in der Regel ist es so:
Ich schreibe emsig – schreib mich froh.

Was mir aus den Fingern quillt,
formt sich mit und mit zum Bild.
Und am Ende – hinterher,
bin ich überrascht – gar sehr.

Die Zollerklärung grad geschrieben,
so sind es nur noch 9 geblieben.
Meiner Tochter zugehört,
da sind´s noch 8 – ich bin verstört.

Den Tomatensaft verschüttet,
die Stewardess, die mich dann bittet:
<<Den Flieger bitte nicht zerlegen!>>
…5 bis 6 – ich steh im Regen.

Einen Film noch schnell betrachtet,
meine Schreibwut bös missachtet,
und plötzlich sind es nur noch 4…
Oh, wie blümerant wird mir.

Na ja, ich sage, so zum Spaß:
4? – Das ist doch auch noch was.
Besser – das mal angezeigt,
als nur noch 3 - …der Akku streikt.

Ich schüttele das Netbook kläglich,
der Gedanke unerträglich,
dass ich nichts mehr Schreiben kann,
da stößt das Kind mich friedlich an.

<<Vater, hast du schlecht geträumt?
Das war ein Alp – oh ja, mir scheint,
dir fehlt der Schwung – und auch der Lauf.
Dein Schnarchen weckt die Crew gar auf.>>

Ich schau aufs Netbook – ich bin selig,
alles ist ok – und fröhlich,
hau ich weiter – um die Uhr,
emsig in die Tastatur.     06.02.2016
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Herr der Feder

Kurz erwähnt – „Der Herr der Feder“,
solchen Namen trägt nicht jeder.
Doch seit er mir verliehen ist,
trag ich ihn – damit Ihr´s wisst.

Ebenfalls – nun ja, was soll´s,
voller Sünde – nämlich Stolz.
Am besten wär – so sieht das aus,
ein flotter Gang – ins Gotteshaus.

Ich wasch mich mit geweihtem Wasser,
werd nicht heilig – eher nasser.
Gurgele, spül den Mund mir um,
und trotzdem bleibt der Drang nicht stumm.

Der Drang, mich heimlich zu erfreuen,
täglich, stündlich – und aufs Neue,
an dem Namen – heut am Tag,
den Sabine mir nun gab.

Auch wenn ich nicht mit Federn schreibe,
den Unsinn am Computer treibe,
sehe ich ein Bild vor mir.
Gerade jetzt – und gerade hier:

Am Schreibtisch – und mit Tintenfass,
glaubt´s mir, Schreiben macht mir Spaß.
Die Feder in das Blau getaucht,
mein Hemd bekleckert – tja, das auch.

Die Feder füllt behände Seiten,
Gedanken, die zerfließen, leiten,
Lettern die´s Papier mir füllen.
Mit – und gegen meinen Willen.

Eingebung, Gedanken, Normen,
Sätze, die sich bilden, formen.
Ich seh, wie sich die Hand bewegt.
Ich spür mein Herz, wie´s freudig schlägt.

Mit jeder Seite, die sich füllt,
fühle ich mich frei und wild.
Es liegt allein in meiner Hand,
was sich dort tut – ich lausch gebannt.

Manchmal kommt´s mir gerade vor,
als gäb´s den Trichter – gleich beim Ohr,
in den man all die Worte schmeißt,
dort wirbeln sie in wildem Kreis.

Formen sich dann hin und wieder,
mit etwas Sinn – dann kommt was rüber.
Und plötzlich sieht es aus, als ob,
ich all das wollte… - Halt und Stopp!

Ich kann nun wirklich nichts dafür.
Der Zwang, er schläft halt nicht in mir.
Ich bin wohl scheinbar nicht wie jeder…
Bin durchgeknallt – „Der Herr der Feder“.   27.01.2016
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Technische Grenzen

Auf dem Weg zum Fernsehstar.
Nichts mehr wird so sein, wie´s war.
Ab diesem Zeitpunkt – festgestellt,
bin ich wahrlich dann ein Held.

Werde durch die Lande schreiten,
Security wird mich begleiten.
Mädchen kreischen – ach, die Süßen,
die halbe Welt liegt mir zu Füßen.

Dollars, Yen und auch Euronen,
werden dann im Keller wohnen.
Der Nobelpreis – nächstes Jahr,
der ist mir sicher – ist doch klar.

Bücher – die Gesamtauflage,
übersteigt dann – keine Frage,
alles, was schon dagewesen.
Jeder will von Steinwart lesen.

In 90 Sprachen übersetzt.
Ja, das klappt – zumindest jetzt.
Einfach mit den Fingern schnippen,
jeder hängt an meinen Lippen…

…das ist der Wahn… - die Wirklichkeit,
ist eher trübe – tut mir Leid,
denn für meine Maß-Angaben,
wird´s kein Objektiv nicht haben.

Im weiten Winkel könnt´s zwar gehn,
doch bin ich – nebenbei – nicht schön.
Da hat die Technik – sei es drum,
wohl ihre Grenzen – das ist dumm.

Man könnt das Unheil sicher bannen,
ein Tuch vor meine Miene spannen,
sodass man nur die Stimme hört.
Sofern den Klang – dann niemand stört.

Ein Pseudo-Redner? – Das wär möglich.
Der Gedanke eher löblich,
weil ich so verhindern kann,
entsetzte Rufe – irgendwann.

BMTV – ich darf´s berichten,
will mich besuchen – doch mitnichten,
sind sie sich bewusst – bis nun,
was sie finden… - was jetzt tun?

Für OPs und Korrekturen,
ist´s zu knapp – wohl auch für Kuren,
die mich wieder wirken lassen,
wie einst mit 18 – nicht zu fassen.

Und doch – na klar – ich freu mich sehr,
der Spaß am Dasein fällt nicht schwer,
wenn man schreibt – und dann erfährt,
ein wenig war´s den Aufwand wert.    26.01.2016
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Karibisch

Steinwart - oh, das freut mich diebisch,
sonnte sich grad jüngst karibisch,
mit den Freunden - Freund und Feind,
in der Ferne - bunt vereint.

Vielleicht gar in der Badehose?
Natürlich nicht - welch Quatsch mit Soße.
Er blieb - so wurde mir berichtet,
versteckt... - was anderes wär gedichtet.

Vertrieb sich seine freie Zeit,
zwischen Deckeln - stets bereit,
die Geschichte zu erzählen,
nur das Lesen - galt's zu wählen.

Wie ist der Zwerg dort hingekommen?
Welchen Flug hat er genommen?
Welche Inseln wohl besucht?
Eingesperrt - in seinem Buch.

Ich weiß es nicht - der Leser schrieb,
der Zwerg war mit - so ist's mir lieb.
Denn sonst könnt er - gar nicht schön,
nichts von seiner Umwelt sehn.

Palmen, Inseln und das Meer,
Kokosnüsse - prall und schwer.
Liegestühle viel - am Strand,
unbekanntes fernes Land.

War er im Buch zu warm gekleidet?
Ob mein Zwerg im Buch wohl leidet?
Ich hoffe - manchmal - dann und wann,
war das Gerät - fürs Klima - an.

Sollt ich demnächst den Leser treffen,
darf ich eines nicht vergessen:
Ich leg mein Ohr aufs Umschlagbild,
und lausch der Stimme - fern und wild.

Ob Steinwart sich beschweren wird?
Ich glaube, dass der Autor irrt.
Der Zwerg. In seinem Bande II,
hat es genossen - war so frei.

Ob er wohl mit am Wasser war?
In der stärksten Glut sogar?
Ob der Fuchs kurz weggerannt?
Das alles ist mir nicht bekannt.

Hat er dem Leser - lang nach Sieben,
im Bettchen seine Zeit vertrieben?
Schlief der Leser - große Pein,
auch mal überm Lesen ein?

Das weiß ich nicht - doch freut's mich sehr,
des Zwerges Reise - er will mehr.
Er will am liebsten - das wär prima,
die Welt besuchen - Sch.... aufs Klima.   05.01.2016
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Band III

Dass die Geschichte weitergeht,
ist etwas, das sich selbst versteht.
Sie schlummert friedlich – als Datei,
in meinem Notebook – völlig neu.

Bits und Bytes – verschlungene Ort,
Wörter, Sätze von der Sorte,
einem wirren Hirn entsprungen.
Und dennoch – ganz vielleicht – gelungen.

Der letzte Teil – so ist´s Ihr Lieben,
hat sich von sich selbst geschrieben.
Ohne dass mein Zutun noch,
wichtig war – so glaubt´s mir doch.

Hab erstaunt dabeigesessen,
mich – und jede Zeit vergessen.
Schlug die letzte Seite um,
und schaute – wie ich´s kann – recht dumm.

Die Story hat sich – über Nacht,
einfach auf den Weg gemacht,
präsentiert mir einen Schluss,
überraschend selbstbewusst.

Ich wollte was zu Meckern haben,
weil ich mir ja selber sage:
Ich fühl mich fast schon überflüssig,
bin des Dickkopfs überdrüssig.

Der Zwerg macht selber, was er will,
ich schaue zu – verwirrt und still,
wie er zeigt, er braucht mich nicht.
So ein fieser, kleiner Wicht.

Wie las ich jüngst? – Man soll vertrauen?
Auf die Charaktere bauen?
Die man selbst erschaffen hat?
…es könnte sein – da bin ich platt.

Sie scheinen – mehr als ich – zu wissen,
was sie tun und sagen müssen.
Entwickeln mehr und mehr ein Leben,
eigenständig – ganz mein Reden.

Ob das Ende auch gefällt?
Sorry, ich hab´s nicht bestellt.
Das war der Zwerg – er ganz alleine.
Er wollte es – war nicht das meine.

Wovon ich schreibe – wisst Ihr nicht?
Band III – erscheint noch nicht ans Licht?
Hm, ich schau betrübt nach innen.
Ihr habt Recht – das mag wohl stimmen.

Doch Ostern ´16 ist nicht fern.
Ich überlege – hätte gern,
dass Band III – das letzte Stück,
dann das Licht der Welt erblickt.    15.12.2015
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Geschenkeberatung

Weihnacht? – Näher als Ihr denkt,
und habt Ihr jetzt noch kein Geschenk,
ist es – hm – noch nicht zu spät,
weil der Trend – zum Zweitbuch geht.

Erstbuch, Zweitbuch – gar das dritte?
Ganz egal – in Eurer Mitte,
sollte doch mein Zwerg nicht fehlen.
Ich tät ihn nehmen – dürft ich wählen.

Doch bin ich ja nun außen vor,
weil ich mich dem Reiz verschwor,
nächte- und auch tagelang,
selbst zu schreiben – gar nicht bang.

Ich hatte mir so vorgenommen,
einfach zu dem Punkt zu kommen,
dass die Regale sich verbiegen.
An mir soll´s ganz bestimmt nicht liegen.

Band 1, Band 2 – der dritte kommt.
Ich versprech´s – ich liefere prompt,
und kommt es Euch zu lange vor,
dann lese ich – dann seid ganz Ohr.

Versinkt mit Steinwart – müsst´s nur wollen,
beim Café – bei Plätzchen, Stollen,
in der Advents- und Weihnachtszeit.
Der hohe Tag ist nicht mehr weit.

Nett verpackt – Geschenkpapier,
dazu die Widmung – die von mir.
Wer gern liest – zum puren Spaß,
für den – na klar – da ist das was.

Wer sich in Phantasie verliert,
den Reiz, den Schwung des Märchens spürt,
wer nicht so ganz „erwachsen“ ist,
der wird´s mögen – wenn er´s liest.

Von Dunkelheit – von neuem Licht,
von neuen Freunden – dicht an dicht,
von Ängsten und von neuen Sorgen,
von der Hoffnung auf den Morgen.

Von Zweifeln – vom Zusammenhalt,
vom Unheil, das sich drohend ballt,
von Lösungen, die nahe sind,
und die man sieht – ist man nicht blind.

Die Beratung – nebenbei,
dieses Reims… - erfolgte frei.
Frei an Kosten – an Gebühren.
Es gilt ja nur, den Reiz zu spüren.

Ihr dürft, Ihr könnt das Buch versuchen.
Könnt´s erwerben – könnt es buchen,
am besten – klar, Zuhause, hier.
Der Zwerg hat seinen Platz – bei mir.  10.12.2015
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Rattenfänger

Manchmal kürzer, manchmal länger,
gibt sich Hamelns Rattenfänger,
literarisch – so soll´s sein,
in der Stadt – ein Stelldichein.

Liest die Bücher, die Geschichten,
die man ihm schickte – nein, mitnichten,
ohne jeden Anlass, Grund.
Hameln ist in aller Mund.

Regelmäßig – so wie so,
macht er die Autoren froh.
Sucht sich – sorgsam – aus der Fülle,
das Beste aus – in aller Stille.

Prüft, ob Phantasie gegeben.
Schaut, ob die Figuren leben,
die bei Tag – und auch bei Nacht,
im stillen Kämmerlein erdacht.

Liest, was ferne Menschen schrieben,
die sich in das Wort verlieben.
Liest – und macht ein Häkchen dran.
…falls der Autor auch was kann.

Vergibt am Ende einen Preis.
Vielleicht auch 2 – na ja, wer weiß.
Und hebt damit – das ist sein Wille,
eins der Werke aus der Stille.

Fantasie – im Reich der Worte.
Versponnene, verwunschene Orte.
Märchen, dies und das – und Sagen.
Teilzunehmen? – Muss man wagen.

Ob man in „Ferner liefen“ blieb,
ob man das Licht des Schaffens sieht,
das weiß niemand – nie vorher.
Dennoch fiel das Ja nicht schwer.

Mein Zwerg – er ist nun eingereicht.
Der kleine Schritt – er fiel mir leicht,
denn das alles – wie und was,
macht mir einfach Riesenspaß.

Was der Fänger drüber denkt,
ob er mir den Daumen schenkt,
erhoben – gar auch lächeln mag,
das weiß niemand – heut am Tag.

Doch darf ich wohl ein bisschen hoffen.
Die Entscheidung – sie bleibt offen.
Bis zum Frühjahr bleibt es stumm,
des Rattenfängers Gremium.

Die Freude – sie ist groß und mein,
im Moment, dabei zu sein.
Wer nicht wagt – der bleibt auch blind.
Wer nicht wagt – der nicht gewinnt.  03.12.2015
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Selbstbewusstsein

Ich werfe mich in meine Brust.
Ganz langsam wird es mir bewusst,
dass Selbstbewusstsein – auch ein Stück,
Erfahrung ausmacht – welch ein Glück.

Wie hab ich mich – die erste Zeit,
verrückt gemacht – war kaum gescheit.
Jetzt weiß ich, dass mich niemand frisst,
les ich vor – es ist, wie´s ist.

Natürlich bleibt das Lampenfieber.
Das ist mir letzten Endes lieber,
denn ansonsten – mal ganz ehrlich,
wär ich nicht ich – vielleicht entbehrlich.

Heut ist es so, dass ich gar denk:
Vorzulesen? – Ein Geschenk!
Ich sehne schon den Tag herbei,
des nächsten Males – fühl mich frei.

Wenn ich auch – zum guten Schluss,
leider registrieren muss,
dass Nachfrage und Angebot,
nicht reich gesät sind – tut´s nicht Not.

Ich weiß, die Tage werden kommen.
Ich hab mich langsam freigeschwommen.
Das nächste Mal im Januar,
ich freu mich drauf – das ist doch klar.

„Leipzig liest“ – bin im Verteiler.
Vielleicht geht Steinwarts Weg dort steiler.
Wie es auch sein mag – dann, ob gleich:
An Spaß macht mich die Sache reich.

Ich fühle mich gut aufgehoben,
in meinem Kopfe – dort ganz oben,
ist mir´s, als ob´s ein Krimi wär.
Dem widerstehen? – Viel zu schwer.

Das Bücherschreiben – es erfüllt.
Doch dieses wundervolle Bild,
wenn man das Buch mit Händen greift,
ist unbeschreiblich – fühl mich reif.

Reif für den Wahnsinn, dranzubleiben.
Weiter spinnen, weiter schreiben,
weiter Phantasie zu spüren.
Impulse, die die Finger führen.

Band III – vor Leipzig – das wär gut.
Geschrieben ist er – und den Mut,
ihn vorzustellen – brauch ich nicht.
Ab damit – und schnell ans Licht.

Viele Worte – schöne Bilder.
Ich bin fröhlich – werde wilder.
Ich kann es kaum erwarten – nein!
Von mir aus könnt es morgen sein.  02.12.2015
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Der Zwerg zieht Kreise

Es ist soweit – der Zwerg zieht Kreise,
geht erneut auf eine Reise,
ziemlich weit – und fern von hier.
Ein Stück von ihm – bleibt fest bei mir.

Wie ich Spaß hab – und mich freue,
jedes Mal und stets aufs Neue,
wenn er eine Reise macht.
Steinwart hat´s schon weit gebracht.

In Deutschlands Süden, Osten, Westen,
gibt er die Story schon zum Besten.
In Deutschlands Norden ebenso.
Bin ganz ehrlich – das macht froh.

In Norwegen – der Winter naht,
geht mein Freund Sverre bald zur Tat.
Nimmt sich sein Deutsches Wörterbuch,
und liest Band II – hat Zeit genug

Selbst in der Schweiz – in Frankreich auch,
wird es gelesen und gebraucht,
was ich an manchem Tag – bei Nacht,
ersonnen – still für mich erdacht.

Wenn ich aus meinen Bänden lese,
bisher ist´s immer so gewesen,
tauch ich erneut – in jene Welt,
mit diesem – mir geschenkten – Held.

Unfreiwillig – so wie ich,
hat er mein Leben aufgemischt.
Erfreue mich jetzt täglich dran,
und bin so dankbar – dass ich´s kann.

Wie weit nun diese Wellen reichen,
weiß ich nicht – in großen Teichen,
verschwinden sie – sind trotzdem schön,
sehr, sehr schnell – schon beim Entstehen.

Doch sind sie erst mal angekommen,
hat sich der Zwerg erst freigeschwommen,
ist es wirklich wundervoll.
Die Reaktionen – sie sind toll.

Nun reist Herr Steinwart – gerade heut,
gut gelaunt – zur Stadt Bayreuth.
Erfreut – vielleicht – die Menschen dort,
an diesem schönen, fernen Ort.

Ich sende meine Grüße mit,
bin glücklich, dass es Menschen gibt,
die lesen wollen – hier und da,
was in des Zwergen Welt geschah.

Ein kurzes Wort – ich freu mich sehr,
nach dem Lesen – hinterher.
Ich wünsch Euch Spannung, seid bereit.
Genießt Entspannung – nehmt Euch Zeit.  24.10.2015
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Prophetisch

Leider bin ich nicht prophetisch.
Zwar versuch ich's - doch es geht nicht.
Ich blättere durchs Internet,
und finde alles - A bis Z.

Find nicht das, was ich auch will.
Finde vieles - jeden Müll.
Weiß jetzt, wer, was, wann gesagt,
zu welcher Uhrzeit - welchem Tag.

Doch was mir wirklich wichtig ist,
entdeck ich nicht - welch großer Mist.
Nämlich - wie das Wetter wird.
Wer sagt, er weiß es - nun, der irrt.

Ich würde gern den Ausblick wagen,
aufs Wetter in knapp 18 Tagen.
Ob's kalt wird, nass - ob Schnee sogar.
Stürmisch, mild - mir ist's nicht klar.

Ich möchte halt im Hof gern lesen.
Ohne, dass - so meine Thesen,
man die Fläche überplant.
Ist da jemand, der was ahnt?

Jemand mit dem 6. Sinn?
Ich bin halt nun mal, wie ich bin.
Ich wüsste es am liebsten heute.
Richtet mich doch auf, Ihr Leute.

Ich freue mich so riesig drauf.
Dieses Feeling hört nicht auf.
Jetzt hab ich Angst - vorm Regenguss.
Vor dem nicht gewollten Schluss.

Jeden Tag schau ich aufs Wetter.
Die Prognosen - ...seid mein Retter,
und sagt mir, dass es trocken bleibt.
Dass Unsinn ist - was man(n) hier schreibt.

Vor Kälte kann man sich wohl schützen.
Notfalls gar mit warmen Mützen.
Und ich - ich leg mir allenfalls,
Frau Hund um meinen breiten Hals.

Warme Schuhe an den Füßen.
An die Kälte freche Grüße,
vom Feuerholz und Feuerstelle.
Verbreitet Wärme - alle Fälle.

Vom Holzbackofen - der noch glüht,
vom Schwein am Spieß - das man gern sieht.
Vielleicht auch von den Worten mein,
die ich dort stammele - das wär fein.

Solltet Ihr dann Wolken sehn,
schiebt sie weiter - das wär schön.
Wetter, mach mir keinen Strich!
Jedoch, prophetisch - bin ich nicht.   12.10.2015
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Lesung 2015 in Neubrandenburg

Wenn du unter Freunden bist,
wenn du die Geschichte liest,
bist du eines - glücklich, froh.
Zumindest mir geht das heut so.

Ein schöner Abend ist vorbei.
Ich fühlte mich ganz einfach frei.
Genoss Gespräche - dann die Stille.
Immer so... - das wär mein Wille.

Ich hatte nicht nur das Gefühl.
Nein, für mich war es ein Spiel.
Wenn man an deinen Lippen hängt,
ist das klasse - ein Geschenk.

Darf ich es heut Morgen wagen?
Darf ich einfach Danke sagen.
Dank, dass Ihr gekommen seid.
Manche nah - und einer weit.

Plötzlich - so hab ich's empfunden,
wird aus Minuten eine Stunde.
Meine Zunge knotet sich,
am Abend spät - bei Lampenlicht.

Du schaust hoch - so zwischendurch.
Ohne Ängste - ohne Furcht.
Du siehst, dass Menschen dich begleiten,
dir pures Glück, dir Spaß bereiten.

Die einen lächeln dich nett an,
die nächsten - die gleich nebendran,
scheinen tief und weit versunken.
An Freude bin ich fast ertrunken.

Ich lese - langsam - die Kapitel,
ahne heimlich deren Titel,
war mittendrin - ganz neu: Band 2.
Dankeschön - Ihr ward dabei.

Ich weiß nicht, ob Ihr das versteht,
was mir's bedeutet - wie's mir geht.
Ich werde ruhiger - bisschen stolz.
Das ist zwar sündig - doch was soll's.

Es war zwar weit - bis hier zu Euch.
Doch macht mich Eure Freundschaft reich.
Ich komme gerne - immer! - wieder,
um zu lesen - werd nicht müde.

Werde weiter emsig schreiben.
Mag es, stets im Fluss zu bleiben.
Und werde der Christine sagen,
die Bilder kamen an! - Noch Fragen?

Ich muss heut Morgen - jetzt nicht meckern,
in Worten schildern - nach dem Wecker,
wie ich mich fühle - in McPomm.
Der neue Tag beginnt... - ich komm.   10.10.2015
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Freu

Falls sich jemand freuen mag,
auf meinen nächsten Lese-Tag,
na, so freue ich mich auch,
weil ich dieses Feeling brauch.

Freitag geht's zum hohen Norden.
Ich gebe dem VW die Sporen.
Ohne meine Liebste zwar,
klingt das auch recht sonderbar.

Ich werde daher und stattdessen,
unseren Ösi nicht vergessen,
der mich begleitet - weil er's will...
Nein, nein, kein Muss - nun seid mal still.

Neubrandenburg - der Weltbild Shop,
ist vorbereitet - alles Top.
Von unserer Freundin - sprich, Liane.
Alles bestens - erste Sahne.

Dana, die sich auch schon freut.
Bin einfach fröhlich, liebe Leut.
Babsi, fremde Menschen, Stühle,
ich mittendrin - in dem Gewühle.

Wieder paar Kapitel lesen.
Vergangenes Jahr ist's so gewesen.
Da war es das erste Mal.
Heut schon ist der Stress egal.

Ich merke, dass mich niemand frisst.
(Ehrlich nicht? - Nicht ganz gewiss.)
Jedoch, die Freunde schützen mich.
Zumindest wäre das doch Pflicht.

Wenn's im Center dunkel wird,
sich niemand mehr im Shop verirrt,
dann darf ich lesen - raucht der Kopf,
überm "Steinwart Wurzelknopf".

Der kleine Zwerg - ich bin so frei,
ist - wo ich bin - stets mit dabei.
Gehört zu mir - so muss das sein,
wie der Kopf, der Arm, das Bein.

Wenn alles ruhig wird - kann es spüren,
muss er beim Lesen neu agieren.
Bewege ihn - weil's mir gefällt,
durch die erdachte eigene Welt.

Freitagabend - in McPomm.
Neubrandenburg - hurra, ich komm.
Noch einen Tag zur Arbeit gehn,
dann fahr ich los - ist das nicht schön?

Die Kapitel stehen fest,
die ich lese - und der Rest,
na, der wird von selber kommen.
So habe ich's mir vorgenommen. 07.10.2015
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Ausverkauft 30.10.15

Ausverkauft – die größten Hallen,
…hm, das könnt mir wohl gefallen.
Jedoch – was ich grad sagen möcht:
Auch unser Hof – das ist nicht schlecht.

Eventim klopfte eben an,
fragte, ob man helfen kann.
Das Vertriebsnetz - tja, es steht…
Ich lehnte ab – es war zu spät.

Bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Pumpe klopft schon jetzt ganz wild,
wenn ich dran denke – Hilfe, merde,
dass ich erneut dann lesen werde.

Mehr als 70 Ohrenpaare,
hören zu – mir sträubt´s die Haare.
Mehr als 140 Augen,
schau´n mich an – ist das zu glauben?

Ehe man sich recht versah,
war kein einz´ger Platz mehr da.
Dieser Punkt – und diese Stelle,
überraschte – Grund: die Schnelle.

Es ist so – jetzt mittlerweile,
dass wir ohne Hast und Eile,
einen weiteren zweiten Tag,
planen könnten – wenn man´s mag.

Im Moment sind das Visionen,
das Budget gilt es zu schonen.
Doch weiß man nicht – was noch gelingt,
was die Zukunft noch so bringt.

Der Hof erstrahlt – bei uns Daheim,
wie letztes Jahr im Feuerschein.
Kerzen, bunt gefärbte Lichter.
Das Herz geht auf – bei mir, dem Dichter.

Sammeln für den guten Zweck,
fürs Hospiz – mal grad ums Eck.
Fürs nahe Olpener Kinderhaus,
„Balthasar“ – so sieht das aus.

Spanferkel – vom Michel Schneider.
Frisch gebackenes Brot – manch Laibe.
Dazu die Stille, wenn ich lese…
So ist´s vergangenes Jahr gewesen.

Hoffentlich spielt´s Wetter mit.
Zum Erfolg der erste Schritt.
Wir schauen die Prognosen an.
Doch sind sie zu weit fort – oh Mann.

Im Moment – das ist nicht fein,
steht die Aktion – auf einem Bein.
Ich hoffe, hoffe, hoffe sehr,
auf gutes Wetter – sonst wird´s schwer.  03.10.2015
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Erste Lesung Band 2

1. Lesung vom Band 2,
mein "Fanclub", fern aus Köln dabei.
17 Menschen insgesamt,
ich war nervös - und auch gebannt.

In Berlin, der Hauptstadt war's.
Keine Größen - keine Stars,
nur ich - der Bauernjung vom Rhein.
Aufgeregt... - so darf's auch sein.

Vorbereitet? - Exzellent.
Von Michaela - wie man's kennt.
Micha, großes Danke sehr,
ein weiteres Mal - jetzt hinterher.

Ela kam - welch ein Gefühl,
der Zufall hat die Hand im Spiel.
Mit ihrem netten Mädelsclub...
Plätze gab es ja genug.

Auch für Susi - nach 10 Jahren,
das erste Mal spontan erfahren,
wie es ist - was dann geschieht,
wenn man sich persönlich sieht.

Freunde - neue, fremde Leute,
ich war schon fast des Wahnsinns Beute,
als ich die ersten Worte las.
Das Herz, es schlug wie wild - das Aas.

Dann blendete ich sorgsam aus,
was um mich war - und ließ es raus:
Das Geschehen - im Band 2.
Mein Freund, der Zwerg war mit dabei.

Machte ich es letztlich richtig?
Nahm mich selbst nicht allzu wichtig?
Ich weiß es nicht - ich kann's nicht sagen.
Da müsste ich die Hörer fragen.

Die Stunde war - vor jener Nacht,
fix vorbei - hätt's kaum gedacht.
Ließ mich zurück mit der Erkenntnis:
Leute, habt für mich Verständnis.

Ich schreibe, weil ich Spaß dran habe,
lass raus, was ich so in mir trage,
und freue mich - falls es gefällt.
So ist's - in meiner kleinen Welt.

Hab nie gedacht, dass ich das kann.
Freies Reden - irgendwann,
geht's mir - vielleicht - in Fleisch und Blut.
Bis dahin braucht's noch etwas Mut.

Hatt's Euch etwas Spaß gemacht?
Mir sehr viel - es wär gelacht,
wenn ich nicht noch zum Profi werde...
...niemals nicht - lasst die Beschwerde.   26.09.2015
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Verstörend

Wisst Ihr, wie verstört ich bin?
Ich suche nach dem rechten Sinn,
meines Tuns – und find ihn nicht.
Herr im Himmel – mach doch Licht.

Egal, was ich grad mach, grad tu,
eines lässt mir keine Ruh:
Der nächste Satz – und das Kapitel,
plagt mich laufend – hab ne Bitte:

Nimm doch diesen Zwang von mir.
Entferne Stifte und Papier.
Und am besten noch dazu,
die Tatstatur – dann hab ich Ruh.

Nimm mir den Griffel – und die Tafel.
Mach was, dass ich das Geschwafel,
demnächst – in Zukunft unterbinde.
Irgendwas – den Zwang zu lindern.

Keinen Sand – und keine Kreide,
keine nicht gemähte Weide,
in die ich meine Pfade male,
mit dem Mäher – welche Qualen.

Hört denn diese wilde Blüte,
niemals auf? – Oh, Gott behüte.
Irgendwann – stimmt mit mir ein,
muss doch mal ein Ende sein.

Wie war mein Dasein und mein Leben,
doch so einfach – grad, bis eben.
Ich grübelte zwar – ob wach, ob müde,
doch gab´s in Worten niemals wider.

Bis…, ja bis ich ihn entdeckte,
den Zwang der fröhlich in mir steckte.
Ich ließ ihn raus – hab nicht gedacht,
was er aus meinem Leben macht.

Bekomm ihn nicht mehr eingefangen.
Da hilft kein Jammern, auch kein Bangen.
Er hat sich einfach – über Nacht,
kurz emanzipiert gemacht.

Ich wache aus dem tiefsten Schlaf,
einfach auf - …ich träumte brav.
Ich zählte Schäfchen – wie´s gehört.
Sie wurden Lettern - …das verstört.

Sie winken mir mit großen Tafeln:
<<Los, mach weiter – Schwafeln! Schwafeln!>>
Und schon geht´s voran – ohne Punkt.
Sagt an – das ist doch nicht gesund.

Unter Reimen lang begraben.
Ich will wieder Ruhe haben,
doch schreibe ich – am 6. Buch…
Bin schon still – war ein Versuch.  04.09.2015
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Blockade

Ist das Schicksal? - Ist das schade?
Derzeit zieht mich die Blockade,
runter - und ich stelle fest,
dass sie mich nicht schreiben lässt.

Die Finger, sie gehorchen nicht.
Vielleicht beim Reim, beim Satz, Gedicht.
Doch beim Fluss von der Geschichte,
fehlt's an Gedanken - und an Dichte.

Bin ich derzeit zu abgelenkt?
Das mag wohl sein - egal, geschenkt.
Doch hoffe ich - ganz leise, bieder,
mein Spaß am Schreiben - er kehrt wieder.

Ich bin gepackt von dem Entsetzen.
Ich würde ja die Tasten wetzen,
wenn ich wüsste - das macht Sinn.
Ich nehme meine Auszeit hin.

Wenn ich doch eine Lösung fände.
Ich schau auf Finger und die Hände.
Sie sehen unverändert aus.
Ich schüttle sie - es kommt nichts raus.

Ist die Leitung nur verstopft?
Zu den Fingern - die vom Kopf?
Ich würd sie säubern - doch fällt's schwer.
Ach, wenn's doch nicht so schwierig wär.

Nicht elektronisch - nicht mechanisch,
geht das - langsam werd ich panisch.
Nicht mittels Druck - auch nicht mit Zwang.
Dieser Umstand macht mich bang.

Was wird sein - bei aller Welt,
wenn dieser Zustand ewig hält?
Nicht Voodoo und kein Schamane,
befreit mich jetzt - ich denke, ahne...

...das wird es jetzt gewesen sein.
Ich lasse Euch ab nun allein.
Die Blockade zu zerbrechen,
ist nicht möglich - wird sich rächen.

Ich hab mich einfach leergeschrieben.
Inspiration? - Sie ist verschieden.
Einfach so - und über Nacht,
verließ sie mich - wer hätt's gedacht.

Das Schicksal, es mischt seine Karten,
drum werde ich ganz artig warten,
ob wiederkehrt - was einstmals war.
Wahrscheinlich nicht - das ist schon klar.

Ein wenig Hoffnung bleibt mir noch.
Vielleicht liegt's auch am Sommerloch.
An der - mir - zu warmen Zeit,
vorm Winterschlaf... - es tut mir leid.   23.08.2015
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Tag der Buchliebhaber

Nach dem frühen Sprung vom Bett,
suchte ich im Internet,
nach allem, was es Neues gibt,
wer wen warum und wann nicht liebt.

Da stieß ich - heut, um kurz nach 7,
auf meine große erste Liebe.
Auf Bücher - das geschriebene Wort.
Auf der Stelle - war ich fort.

Sah mich stehen an Regalen,
an Bücherreihen - ohne Zahlen.
Nahm sie prüfend in die Hand,
prüfte, was drin steht - hielt stand.

Sie nun alle mitzunehmen,
erfüllte zwar mein tiefes Sehnen,
doch die Statik - hier Zuhaus,
hält die Belastung kaum mehr aus.

Ein Buch muss ich in Händen halten,
nicht als eBook nur verwalten.
Die Regale stehen voll.
Ich freu mich dran - ich find das toll.

Und zwischendrin - Zuhause, hier,
stehen sogar 2 von mir,
auf denen nun mein Name prangt.
Ist das nicht schön? - Ich schau gebannt.

Bücher mag ich sehr gut leiden,
sind mehr, als nur bedruckte Seiten,
sie ziehen mich in ihren Bann.
Ich nehme dieses Zerren an.

Mag so gerne drin versinken,
im geschriebenen Wort ertrinken.
Tauche auf - und schnapp nach Luft,
ich liebe den speziellen Duft.

Nach Bücherstaub, nach Druckerschwärze.
Mit Büchern macht man keine Scherze,
weil sie - ja, so ist das eben,
ein ganz eigenes Leben leben.

Heut ist der Tag der Buchliebhaber?
Ich bin dabei - kein Wenn, kein Aber.
Ich will mich dieser Sucht nicht wehren,
will meine Schätze - ständig mehren.

Und wenn ich darf - auch selbst noch schreiben,
ständig an den Tasten bleiben.
Überrascht sein, was entsteht,
selbst an Tagen - da nichts geht.

Die Phantasie - sie ist unendlich,
irgendwie ist's kaum verständlich,
doch geb ich mich der Neigung hin,
weil ich ein Freund - von Büchern bin.  09.08.2015
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Zwang

Der General - die Liebste mein ich,
ist manchmal mit dem Zwang nicht kleinlich.
Sie schaut hinaus - aufs trübe Wetter,
sagt: <<Geh hinaus. I think it's better.>>

Manchmal spricht sie mit mir Englisch.
Ich bin dafür halt sehr empfänglich,
und manchmal passt das - so soll's sein,
ganz perfekt - in meinen Reim.

Sie drückt mir - fröhlich und galant,
das alte Notebook in die Hand.
Ich solle mich - so sei das eben,
draußen an den Tisch begeben.

Hier innen hätt sie vor, zu wuseln,
Staubzusaugen - und den Flusen,
grad mal den Garaus zu machen.
...Frauen tun halt solche Sachen.

Da sei's nun so - da störe ich,
und wenn auch grad das Tageslicht,
verschwindet hinterm Wolkenberg...
Sie will mich nicht - ich hab's gemerkt.

Der Regen trommelt - auf die Stelle,
jetzt schon bald, auf alle Fälle,
auf den Ort - wo ich gleich sitze,
über Worten brüte, schwitze.

Denn General - und Feldmarschall,
sagt, es sei ihr ganz egal,
ich darf dort draußen nun entscheiden:
Schlafen... - oder emsig Schreiben.

Und wenn mir keine Worte kommen?
Einfach so - mal angenommen,
oh, mein Speicher - wäre leer,
wo gibt's dann - die neuen her?

Sie sagt: <<Ich mach mir keine Sorgen.
Und selbst wenn - werd ich dir borgen,
meinen Vorrat - den ich habe,
heute Morgen - früh am Tage.

Nimm dir einen Duden mit,
Schau, was es an Worten gibt.
Setz sie einfach nur zusammen.
Du machst das schon - jetzt geh, von dannen.>>

Erneut hat sie mich rausgeschmissen,
diese Frau hat kein Gewissen.
Meint dabei - bestimmt, sogar,
das macht mir Spaß - ja, ne, ist wahr.

Ich werde gleich mit Worten wüten,
über dem PC nun brüten.
Nicht weil ich's möchte - oder will.
Die Liebste hat's gesagt - ...seid still.  25.07.2015
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Große Freude

Ich hab heut eine Mail bekommen,
dazu Whattsap – jetzt strahlt die Sonne,
heller, als sie – sag ich mal,
das sonst so tut – hab keine Wahl…

…dass ich jetzt freudig reimen muss,
ist Freude pur – seid Euch bewusst,
dass die Worte – aus mir fließen.
Etwas Beifall – und sie sprießen.

Die Mail – darf ich den Namen nennen (?),
Ihr werdet sie zwar gar nicht kennen,
kam von einer Dame – gerade,
von der ich´s nicht erwartet habe.

Sie hatte Spaß an meinem Buch,
mein Herz, es klopft – aus dem Versuch,
ist tatsächlich – glaub es kaum,
Erfolg geworden – welch ein Traum.

Sie kündigt ganz spontan schon an,
dass ich sie bald buchen kann,
als sehr gewandte Rednerin,
fürs Hörbuch – …Dr., das macht Sinn.

Ich war noch völlig aufgewühlt,
das seht Ihr, wie das Leben spielt,
da kam die Nachricht – lieb und nett,
als nächstes von – Elisabeth.

Burghausen – Stadt im fernen Bayern,
hat Interesse – oh, ich feiere,
an einer Lesung – glaubt man das?
Mir macht´s einfach Riesenspaß.

Die Lesungen – sie sind im Kommen,
ich hätt es niemals angenommen.
Burghausen – und ich sag´s mal kess,
in Kerpen-Horrem – per VHS.

Neubrandenburg – ich hab´s gewagt,
Berlin und Lindlar – beim Verlag.
Und gerne auch – bei uns im Haus,
vielmehr im Hof – so sieht das aus.

Mit Ferkelchen - vom Spieß – von Schneider,
mit frischem Brot – von uns – das leider,
viel zu schnell vergriffen blieb.
Schneller als man schaut – und sieht.

Mit einer schönen fetten Spende,
fürs Hospiz – für kleine Hände,
für Olpe – fürs Haus „Balthasar“,
ein schöner Abend wurde wahr.

Darf ich mich spontan so freuen?
Nerve ich? – Ihr müsst verzeihen.
Ich bin heute einfach fröhlich,
Dankeschön – bin rundum selig.   23.07.2015
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Nette Worte

Nette Worte, die sie sagen.
Liebe Worte, die mich tragen.
Worte, die mich schweben lassen.
Hoch und fern – ist das zu fassen?

Ich sei dabei – so sagen sie,
es zu genießen – wie noch nie,
dass man die Leistung anerkennt.
Bisher war mir das – eher fremd.

Ich habe stets für mich geschrieben.
Jetzt gibt es Menschen, die es lieben.
Ohne, dass ich´s fassen kann,
finde ich nun Spaß daran.

Muss ich mich deswegen schämen?
Entschuldigung – muss ich mich grämen?
Ganz bestimmt nicht – denn ich schwebe,
merk bewusst – wie gern ich lebe.

Nehm Figuren, Handlung mit.
Jeden Tag, den es so gibt,
Jeden Tag – der mich umfängt,
erachte ich – als ein Geschenk.

Menschen – ohne drum zu bitten,
nehmen mich in ihre Mitte,
erzählen mir – was sie bewegt,
wenn Seite sich um Seite dreht.

Erzählen, was sie vor sich sehen.
Manchmal mich. – Wie kann das gehen?
Leute. Ich begreif das kaum.
Fühle mich – na, wie im Traum.

Das Brot des Künstlers sei Applaus?
Das mag wohl sein – doch sieht´s so aus,
dass ich den Namen – von mir weise.
Das bin ich nicht – ich bin nur leise.

Und dennoch schmeckt es mir vorzüglich,
wenn man mir sagt – (ist das nicht niedlich),
dass man Spaß am Lesen hat.
Ich weiß, dann hat´s wohl doch geklappt.

Wenn jemand spricht – vielleicht auch schreibt,
er sei das Warten lang schon leid,
und warte nun – nach dem Band 2,
ungeduldig – auf Band 3.

Ich schäm mich fast, das hier zu schreiben,
doch mag ich´s wirklich – wirklich leiden.
Denkt von mir – was Ihr so wollt.
Die Worte sind für mich – aus Gold.

Ich möchte ewig – ewig sehen,
wie die Geschichten neu entstehen.
Nette Worte – hab sie schon,
sind für mich – ein toller Lohn.   21.07.2015
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Tombola

Heute gab's die Tombola,
zum Schützenfest - mit viel Hurra.
Preise wurden ausgelost,
und der Andrang - er war groß.

Messer, Scheren, Thermoskanne,
für'n Salat ne kleine Wanne,
in der man ihn dann schleudern soll.
Auch ein Fahrrad - das war toll.

Ein Gutschein für das Medio,
und noch ein zweiter - das macht froh.
Dies und das - und überhaupt,
sehr viel mehr - als man so glaubt.

Ein Melder gegen Brandgeruch.
Und dazu auch noch mein Buch.
Band 2 - den hab ich ganz spontan,
einfach kurz - dazugetan.

Werbung ist der Sinn der Sache.
Sorry, falls ich's jetzt vermache,
doch muss ich schreiben - was ich denk.
Dass ich's darf - ist ein Geschenk.

Der Herr hat zur Geburt gefragt,
was ich an Gaben will und mag.
Ich prüfte drauf die Möglichkeit...
Er zuckt die Schultern: <<Tut mir leid.

Es ist nicht wirklich mehr was drin.
Auf jeden Fall - nicht viel mit Sinn.
Nur noch "Wort-und-Radebrecher",
hier in diesem schnöden Becher.

Trink ihn aus - dann woll'n wir wetten?
Wirst du dich vorm Wort nicht retten.
Es wird dich überfahren wollen...
Hätt ich's mir ersparen sollen?

Ich trank ihn aus - mit großem Schluck,
hab dann erstmal dumm geguckt,
weil - was ich da noch nicht wusste,
ich das Wort - erst lernen musste.

Nun kam heut nach dem Los - Brigitte.
Mit Tine - man hätt eine Bitte.
Sie haben von dem Buch gehört,
und wollen eins - falls das nicht stört.

Brigitte hat mir - über Nacht (?),
das Lesen damals beigebracht.
Nun sei sie fast verwundert - dass,
ich Bücher schreibe... - mir macht's Spaß.

Ich geb der Werbung heut ein Like.
Der Schreiberling - er jubelt, zeigt,
seine Freude - darf das sein (?),
jetzt, akut - mit diesem Reim.    19.07.2015
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Ziel erreicht?

Ich ward gefragt, wie ich mich fühle,
nach dem Erreichen meiner Ziele.
Ob ich jetzt wohl glücklich sei?
Das Ziel erreicht? - Das wär mir neu.

Ein kleiner, großer Zwischenschritt.
Ich gehe die Entwicklung mit,
und freue mich - von Früh bis Spät,
an dem - was vor den Augen steht.

2 Bände - die mein Wort enthalten.
Figuren, die dort schalten, walten,
als sei das alles Wirklichkeit,
statt nur gesponnen - schöne Zeit.

Ob ich sie in die Hände nehme?
Mich nach ihrem Anblick sehne?
Aber ja! - Man sieht schon fast,
der Finger Spuren - ehrlich, krass.

Spannend ist's - bin angekommen,
von den Drucken mitgenommen.
Begreife kaum - was da passiert.
Ich hab's doch einfach - nur probiert.

Freue mich, wenn Menschen sagen,
dass sie diesen Schritt nun wagen,
und die Bücher auch erstehn.
Liebe Leute - das ist schön.

Reaktionen, die mir zeigen,
da ist auch Freude - nicht nur Schweigen.
Leser, die mich wissen lassen,
dass es gefällt... - ist das zu fassen?

Erneut fängt's an - das Abenteuer,
ich sitz nicht wirklich mehr am Steuer.
Die Bücher - nun, so ist das eben,
entwickeln jetzt - ein eigenes Leben.

Mag sein, dass es auch Leser gibt,
denen halt mein Wort nicht liegt.
Wenn's so ist - dann ist das so,
ich bin trotzdem glücklich, froh.

Band 3 schläft wartend - im Computer.
Irgendwann wird dann der Router,
erneut aktiv - versendet fix,
das Manuskript - da kenn ich nix.

Mag sein, es ist zur Sucht geworden,
das Tüfteln, Schreiben... - ganze Horden,
an Worten drängeln sich erbost.
<<Lass uns raus - so lass uns los.>>

Ich liebe das, was grad geschieht.
Ich liebe das, was scheu erblüht.
Erneut schau ich die Bücher an...,
weil ich es kaum - verstehen kann.  18.07.2015
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Den Glauben verloren

Mein Weltbild - es ist nun erschüttert,
ich bin verwirrt - ja, fast verbittert,
dass meine Frau - mich so bejückt.
Ein Affront - ein starkes Stück.

Ob ich ab jetzt drauf bauen kann,
ihr zu trauen? - Irgendwann?
Das glaubt Ihr doch wohl selber nicht.
Sie führt mich boshaft hinters Licht.

Erzählt mir was von Party - Tupper.
Ich nicke artig - und dann schnupper,
ich den Geruch von frischem Brot.
Sie spricht, ich sei da mit im Boot.

Ich dürfe gerne etwas essen,
doch alles Weitere - schnell vergessen.
Die Frauen ließen es nicht zu,
sei Man(n) dabei - das ist der Clou.

Außerdem - ich wüsste ja,
die Bücher seien noch nicht da.
So brauche es - das traf mich hart,
jemand - der das Tor aufmacht.

Da klingelt es - ich stand schnell auf,
die Erwartung gar in Kauf,
dass das meine Lieferung sei.
Ich hoffte noch - ich war so frei.

Bedächtig führt ich meine Schritte,
auch entlang - der Hundehütte.
Hätte ich da ahnen können,
des Buchs Versteck? - Ich will´s benennen:

Dort, wo unsere Luna liegt,
wo sie ihr Köpfchen schläfrig wiegt,
dort schlummerte der Bücher Pracht,
schon tags zuvor - die ganze Nacht.

Ahnungslos ging ich zum Tor.
Ich öffnete... - wer stand davor?
Kinder, Schwester - Freundesschar,
zum Gratulieren - es ist wahr.

Wisst Ihr alle eigentlich,
wie froh ich war? - Ihr ließet mich,
schweben - froh und fern und weit.
Eine wundervolle Zeit.

Schön ist es - mir das zu zeigen.
Ich möchte mich vor Euch verneigen,
mit diesem kleinen, kurzen Reim.
Die pure Freude - sie ist mein.

Ein toller Abend - vielen Dank.
Ihr seid spitze - eine Bank.
Und an die Liebste - Schäm Dich jetzt!
Ich fühle mich - "zutiefst verletzt".   15.07.2015
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Ob ich wohl schlafen kann

Wenn heut nicht grad Sonntag wär,
ging es mir - oh, bitte sehr,
besser - denn mein Bücherschatz,
stünde hier - an seinem Platz.

Jedoch die Druckerei im Land,
schickt die Bücher - wie bekannt,
per UPS - ...die liefern nicht,
am Samstag/Sonntag - voll erwischt.

Jetzt sitz ich hier - und warte still,
auf das, was grad nicht kommen will:
Ein ganzer Rutsch von den Paketen.
Da hilft kein Jammern - und kein Beten.

Doch morgen - Montag - ist's soweit.
Die Bücher hier - ich bin bereit.
Sie sind ja schließlich - sag ich hier,
ein großer, wichtiger Teil von mir.

Drum werd ich sie zuhause horten,
oder auch mit anderen Worten:
Ich gebe sie partout nicht ab.
Weil ich sammle - was ich hab.

Die Liebste spricht: <<Du Dös, du Baddel,
du hast im Hirn vermutlich Quaddeln.
Grünspan klebt dir die Synapsen.
Du bist so dumm - ich könnte platzen.

Wenn man was geschrieben hat,
vertreibt man's auch - durch Land und Stadt.
Mein lieber Mann - dass ich nicht lache,
das ist der Punkt - der Sinn der Sache.

Wenn du's nicht machst - dann tu das ich.
Du bist verwirrt - du bist nicht frisch,>>
Dann schlug sie meinen Hinterkopf...
Ich zuck zusammen. - <<Hey, wer klopft?>>

Doch dann begriff ich - keine Frage,
dass ich es wohl besser wage,
meine Bücher - zu verbreiten.
Vielleicht ab morgen - und beizeiten.

Ich spitze sorgsam meinen Füller,
lege mir den Tintenkiller,
auch bereit - entspannt und still,
falls jemand - eine Widmung will.

Da hebt die Liebste - ihren Finger,
und meint, dass diese Bücherdinger,
vielleicht ja erst am Dienstag kommen.
...nun hat sie mir - den Mut genommen.

Ich weiß nicht, ob ich schlafen kann.
Nicht jetzt, nicht gleich, nicht irgendwann.
Noch nicht mal - in der nächsten Nacht.
Montag? - Weiter, als gedacht.   12.07.2015
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Gute Frage

Es fragt mich die Verlegerin,
wo ich mich sehe - wo ich bin,
im Bezug zum Buch - und so.
Ich dachte nach... - und ich war froh.

Froh, mich selber zu erkennen,
froh, mich selber zu benennen.
Ich dachte nach - dann wusste ich,
dies Buch... - tja, es beflügelt mich

Neue Menschen - und Kontakte,
mancher, der spontan mich fragte,
wann Buch 2 wohl kommen mag.
Solch Momente - sind mein Tag.

Es ist schön, jetzt zu bemerken:
Es gefällt - das gibt mir Stärke.
Auch wenn ich's oft nicht glauben kann.
Scheinbar ist trotzdem was dran.

Ich freu mich, dass was rüberkommt,
unverhofft, spontan und prompt.
Erfreu mich am Erfolg - am Wort.
Hier und da - von Süd bis Nord.

Freue mich, draus vorzulesen,
bin nicht immer so gewesen,
doch gibt's mir Stärke - wenn ich merk,
dass man mich trägt - und mich bestärkt.

Natürlich möchte ich's verbreiten,
weit - das ist nicht zu bestreiten.
Sie fragt mich - ob ich stolz drauf bin.
Das bin ich! - Und das macht auch Sinn.

Jeder, dem das Buch gefällt,
taucht kurz ein - in meine Welt,
in die Gedanken, die ich hege,
die ich in meine Story lege.

Wem's nicht gefällt - ist auch nicht schlimm,
für mich ist's einfach ein Gewinn,
und ich hoffe - Ihr versteht,
dass dieser Zwang noch weitergeht.

Ich hab auch Zweifel - keine Fragen,
die hin und wieder an mir nagen.
Doch muss man die wahrscheinlich kriegen,
um nicht zu weit - zu hoch zu fliegen.

Kann sein, ich nerve - durch die Zeiten,
die Gedanken, zu verbreiten,
die mich befallen - immer wieder.
Ich muss sie teilen - werd nicht müde.

Wie ich zu meinen Büchern stehe?
Sie von meinem Standpunkt sehe?
Das ist ganz einfach - sonnenklar:
Wie's sein muss! - Einfach wunderbar.  01.07.2015
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Farbe - Pappe - Papier

Nur Farbe, Pappe und Papier?
Mitnichten! - Auch ein Stück von mir,
floss in jede Zeile ein.
Anders kann´s auch gar nicht sein.

Wär´s anders - was ich nicht verhehle,
besäß das Werk auch keine Seele.
Ob´s so ist - entscheidet Ihr.
Für mich war´s Pflicht - Ihr seid die Kür.

Für mich war´s wichtig, es zu schreiben.
Die Geschichte vorwärts treiben.
Weil ich voller Worte war,
manchmal reichlich sonderbar.

Ich wusste nicht, was in mir steckt,
irgendwie - hab ich´s geweckt.
Nun bleibt die Muse nicht mehr still.
Na klar - weil ich´s nicht anders will.

Ob die Muse frisch gewesen,
oder faltig... - Bitte lesen.
Erst dann wisst Ihr - und ich - Bescheid...
Risiko - es tut mir leid.

Prüft den Inhalt - prüft die Worte,
viele sind´s - von jeder Sorte.
Freut Euch dran - und ja, vielleicht,
sagt´s mir - falls es Euch erreicht.

Jedes Bild - das drinnen steckt,
hat in mir den Stolz erweckt,
die Figuren, jetzt zu sehn.
Oh, mein Gott - wie ist das schön.

Das erste Buch in Händen tragen,
den ersten Schritt - versuchen, wagen,
es zu verteilen - ...ein Gedicht,
denn letztlich trägt es - mein Gesicht.

Ist ganz klar - das schreib ich hier,
ein wichtiges - ein Teil von mir.
Etwas, das ich kaum begreif...
das ist Leben - that means life.

Nicht ausschließlich Druckerschwärze,
nein, ein Teil von meinem Herzen.
Ich glaube es ja selber kaum.
Es ist wirklich - nicht nur Traum.

Ich sehe bei mir die Figuren,
sie hinterließen ihre Spuren.
Ich nehme sie - bei jedem Schritt,
mein ganzes Leben - mit mir mit.

Ich liebe, durch das Buch zu gleiten,
mit meinen Fingern - durch die Seiten.
Ich liebe es - und spür dabei,
zu schreiben macht mich froh - und frei. 30.06.2015
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Linke Hände

"Dein Geschwafel - es füllt Bände.
Liebster, komm mir jetzt zum Ende.
Da Band 3 vorm Ende steht,
denk ich - dass der Wind sich dreht.

Du legst die Tastatur beiseite,
greifst zum Handwerk... - ich bestreite,
dass du das nicht kannst, mein Schatz.
Versuch's nur - es gelingt - Ratzfatz."

Ich schau verwirrt auf meine Finger,
denk bei mir, mit diesen Dingen,
haue ich - das ist bekannt,
keinen Dübel - in die Wand.

Bekomme weder Hof noch Nischen,
damit akkurat gestrichen.
Habe keinen Draht zum Schrauben,
das weiß sie - und das muss sie glauben.

Kann nichts hämmern - reparieren,
nichts schleifen - gar zum Ende führen,
was handwerklich mit Sinn gemacht.
Was hat die Liebste sich gedacht?

Ich würde mir die Hände brechen.
Ihr Ansporn würde sich bald rächen.
Sobald das Haus zusammenbricht...,
oder letztlich später - ich.

Ich würde nichts vernünftig machen,
nichts entfernen - nichts bedachen,
nichts tun - das leichthin sinnvoll wär.
Hab linke Hände - drum fällt's schwer.

Bei der Geburt - wer weiß, wie's lief,
ging vermutlich vieles schief.
Statt Geschick - blieb nur das Wort.
Schnöde Sätze - im Akkord.

Ich dachte nach - sehr deutlich, lange,
sah sie an - und zwar sehr bange,
und fragte einfach frei heraus:
"Wie sieht's - mit einem vierten aus...?

Ein Band 4 - in gleicher Weise?
Vielleicht mit der erneuten Reise?
Mit den Figuren... - oder nicht.
Kein Muss - kein Zwang - und keine Pflicht.

Einfach weiter schreiben dürfen.
Wortreich nach den Sätzen schürfen,
die mir in den Sinn - so kommen.
Denk mal nach - nur angenommen..."

Sie runzelt grad die Stirn - ich zittere,
habe Angst - vor dem Gewitter.
Dann spricht sie - ganz gefährlich still...,
ich soll doch machen - was ich will.    27.06.2015
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Hofgeplänkel

So habe ich nun heut, Ihr Lieben,
ganz entspannt im Hof geschrieben.
Vom kleinen Drachen Feuerspei,
und von Steinwart – am Band 3.

Eines endet – eins beginnt,
so entsteht – ein neues „Kind“,
damit ich dann, vielleicht auch wann,
künftig, was erzählen kann.

Wie Steinwarts Story enden wird,
wie er sie zum Schluss nun führt,
das weiß ich – ganz im Gegensatz,
zu Euch schon gut – auch wenn Ihr platzt.

Ich habe es ja nicht erdacht,
hab nur geschrieben und gemacht,
was der Zwerg mir einst erzählt.
Das habe ich mir nicht erwählt.

Es sagt, er brauche den Chronist.
Das war Arbeit – dass Ihr´s wisst.
Ich saß manche Nacht und Tag,
am PC – auch wenn ich´s mag.

So schreib ich nun – das ist nicht selten,
in parallel erlebten Welten.
Mein Feuerspei – das Kinderbuch,
ist (noch) im Stadium – des Versuchs.

Ich habe immer Angst – ganz ehrlich,
vor dem Punkt – der wär gefährlich,
dass mir einst der Stoff ausgeht.
Hilfe, Gott – dann wär´s zu spät.

Dann säß ich vor der leeren Scheibe,
auch wenn ich jetzt übertreibe,
und wüsste nicht mehr weiter – dann,
bin ich erledigt – Mann, oh Mann.

Ein Leben ohne Worte – ehrlich,
fände ich komplett beschwerlich.
Denn Reden ist nicht meine Welt.
Drum hoff ich – dass der Zwang noch hält.

Ich möchte viele Sommer noch,
im Hofe schreiben – im Akkord.
Einfach, was in meinem Sinn,
sich rumtreibt – weil ich halt so bin.

Von Zwergen, Elfen – und auch Drachen,
von Gedanken Buch-reif-machen,
von Lesungen – von manchem Reim.
Anders kann ich – halt nicht sein.

Und darum denk ich manches Mal,
der Grad des Denkens – er ist schmal.
Wer weiß, was Euch noch drohen wird.
Macht Euch nichts draus – ich bin verwirrt.  21.06.2015
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Kurz vorm Start

Gestern stand ich – ohne Los,
bereits am Start – die Freude groß,
denn das Muster – vom Band II,
war angekommen – I felt high.

Ich ließ bereits den Motor an,
mein Gott, ich war so nahe dran,
da sagt man mir – und das fiel schwer,
dass es wohl nicht – in Ordnung wär.

Irgendetwas stimmte nicht,
das Strahlen, das sich grad noch bricht,
auf meinen Wangen – das war fort.
Ich war enttäuscht – ein klares Wort.

So ist das manchmal halt im Leben,
das was beinah freigegeben,
schläft jetzt – leider, leider, leider,
noch ein wenig länger weiter.

Die Post bekommt von mir kein Like,
denn aufgrund des großen Streiks,
kam nun heute ebenfalls,
nichts Neues an – ich krieg nen Hals.

Bin mit der Liebsten dann, stattdessen,
um meinen Ärger zu vergessen,
gefahr´n nch nem Salat – sehr lecker,
hin nach Stommeln – Baumschul Becker.

Haben uns dort umgesehn,
feine Pflanzen – mehr als schön,
und so ziert demnächst den Hof,
ein neu Gehölz – das klingt nicht doof.

Bei der Lesung – zum Band II,
sind die Bäumchen dann dabei.
Wenn es nur – so weit schon wär.
Warten fällt mir – furchtbar schwer.

Ich möcht mein „Kind“ – in Händen halten,
gezeichnet jetzt mit den Gestalten,
von Christine – brav gemacht,
die Figuren – die erdacht.

Vielleicht fliegt – nach dem Wochenende,
das Musterbuch in meine Hände.
Ich stell das Foto – nebenbei,
dann auf Facebook – bin so frei.

Ich weiß nicht, wie man sowas nennt.
Ob Ihr´s nachvollziehen könnt,
wie kribbelig ich jetzt schon bin.
Ganz ungeduldig. – Macht das Sinn?

Es ist ja nicht das erste Werk,
und trotzdem sind sie wie ein Berg,
die Tage, die noch vor mir liegen.
Ach könnte ich´s doch heut schon kriegen.  13.06.15
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Fast

Als ich aus meinem Bettchen fiel,
war heute mein erklärtes Ziel,
einfach einmal - Nichts zu tun.
In erster Linie - auszuruhn.

Ich bin da gut drin - dann und wann,
denn strenge ich mich richtig an,
so schaff ich das - auf einen Schlag,
knapp 5 Minuten - falls ich's mag.

Ich schaute grad mal - nebenbei,
in meine Emails - hab zwar frei,
doch muss ich wissen - so und so,
was Neues kommt - dann bin ich froh.

In meinem Postfach - welch ein Tag,
fand ich die Email - vom Verlag.
Mein Buch - gesetzt, mit Grafik auch.
Jetzt grummelt's mir - schon tief im Bauch.

Plötzlich war ich - das macht Sinn,
im Geschehen - mittendrin.
Spüre, dass es rundum passt.
Der Satz ist fertig - oder fast.

Hier und da noch was zu feilen,
ohne Hast - und ohne Eile.
Ich hab ja Zeit - bis nächstes Jahr...
oder so... - sagt, ist das wahr?

Habe schon zurückgeschrieben,
bin nicht ohne Tat geblieben,
und ich denke - und ich spüre:
Im Urlaub habt Ihr - die Lektüre.

Wenn nicht die Datei verlöscht,
nicht verschwindet - das wär schlecht,
Wenn die Druckerei auch druckt,
Seiten hat's - erneut - genug.

Wenn die Fracht - mich auch erreicht,
Gott oh Bock - so viel Vielleicht,
Wenn der Leser - bin schachmatt,
überhaupt - Interesse hat.

Ich versteck mich - besser wär's,
unterm Esstisch - ist nicht schwer.
So viel Aber, Wenn, Vielleicht,
das zehrt die Nerven - macht sie weich.

Ob Ihr Band 2 wohl mögen mögt?
Ob sich wohl Euer Daumen regt,
nach oben, unten - hin zur Seite?
Ich suche besser schnell das Weite.

Verstecke mich in meinem Keller,
das ist näher - das geht schneller.
Das Buch - bald fertig, der Band 2.
Zumindest fast - ich bin dabei.    06.06.2015
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Welch ein Gefühl

Bei Band 2 - so kurz vorm Ziele,
sag ich Euch, wie ich mich fühle:
Bauchgepinselt und famos,
mein Selbstbewusstsein - es ist groß.

Da fragen mich tatsächlich Leute,
letzte Woche - und auch heute,
wann Band 2 denn fertig sei.
Für den Urlaub - frisch und neu.

Claudia - ich danke Dir,
jetzt an dieser Stelle hier.
Frau Krull - natürlich ebenso.
Eure Frage - macht mich froh.

Ulrike, Ela und Simone,
Anke, Eli - seid nicht ohne.
Conny und Maria, Anne.
Danke - dauert nicht mehr lange.

Da fühlt man sich wie neugeboren,
als sei man unter den Autoren,
die richtig schreiben - fühlt sich an,
als ob man's gar ein wenig kann.

Banni und auch Michael,
beeile mich - ich mache schnell.
Katrin und Elisabeth,
Eure Worte sind so nett.

Gerhard - Freund im Stadion,
Ralf und Frank - Ihr wisst es schon:
Es geht weiter - das ist Pflicht,
ja, Freunde - ich beeile mich.

Christine und auch hey, Sabine,
ich weiß nicht, ob ich Euch verdiene.
Kinder, Schwiegers - meine Frau,
Ihr seid einfach - eine Schau.

Ernst und Karin, Thealein,
Ihr findet Plätzchen - hier im Reim,
und jeder - den ich jetzt vergaß,
der ebenfalls Band 1 schon las.

Liane, Dana aus McPomm,
Resi - Mach Dich auf und komm,
mit in dieses Päckchen hier,
Ihr habt den festen Platz bei mir.

Es macht einfach Spaß zu wissen,
dass Menschen meine Zeilen missen,
so lange sie nicht fertig sind.
Ich merke das - und Ihr gewinnt.

Einen Platz in meiner Seele,
ich freu mich - eng wird meine Kehle.
Zwar - ehrlich - ich versteh es kaum,
doch ist der Zustand - echt, ein Traum.  25.05.2015
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Was mir fehlt

Ich muss es jetzt mal ernsthaft sagen:
Was mir fehlt – seit vielen Tagen,
ist die Muße, um zu schreiben.
So kann´s und darf´s und wird´s nicht bleiben.

Ich möchte gern erneut versinken,
in den Geschichten fast ertrinken,
doch alles geht nicht – denn der Tag,
begrenzt die Stunden – wie gesagt.

Band 3 – er nähert sich dem Schluss,
doch da ich schreiben will – und muss,
ist Band 5 – ein Kinderbuch,
begonnen – erst war´s ein Versuch.

Doch plötzlich – ja, so ist das eben,
beginnt die Story jäh zu leben,
und die Figuren – glaub´s ja nicht,
stellen sich ins eigene Licht.

Schauen mich – vom Monitor,
grinsend an – so kommt´s mir vor,
als sagten sie - <<Jetzt geb gut Acht.
Das hättest du – wohl nicht gedacht.

Du willst uns schreiben – willst uns führen?
Nach deinen Regeln? – Du wirst spüren,
dass wir eigenständig sind.
Für deine Worte – taub und blind.

Schreibst du uns vor – gehen wir zurück.
Zwar nur erdacht – jedoch zum Glück,
mit eigenem Willen – schon versehn.
Gräm dich nicht – denn das ist schön.

Meinst du wirklich und tatsächlich,
du erdenkst uns? – Das wär grässlich.
Glaub nicht, du führst uns an der Leine.
Falls wir gehorchen – nur zum Scheine.>>

Ich schaute dumm – ich war perplex.
Was ich erdacht – so ganz relaxt,
meckert mich nun tierisch an?
Wenn das so sein muss – tja, nun dann…

So haben meine kleinen Drachen,
ab sofort – nichts mehr zu lachen.
Sie wollen Zoff? – Sie wollen´s wagen?
Den sollen sie – ab jetzt – nun haben.

Wer hier entscheidet – das bin ich.
Wo kommt man hin – so frag ich mich,
wenn jeder seine Meinung – frei,
sagen darf – so nebenbei.

Ich würde mich jetzt gern drum kümmern,
doch fehlt die Zeit – und das macht´s schlimmer.
Doch morgen – dauert nicht mehr lang,
ziehe ich – die Zügel an.    16.05.2015
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Unterhaltung mit meinem Account

Mein Account erinnert mich,
es sei schon neuer Tag - hat Licht,
doch ich - ich sei entsetzlich faul,
hätt nichts geschrieben... - ach, halt's Maul.

Ich schrieb sehr viel - die letzten Tage,
glaube mir, wenn ich das sage.
Jedoch nicht dort, wo du das siehst.
Account, dein Angriff - er war fies.

Schrieb am Schreibtisch - im Büro,
Briefe - ja, da schaust du...oh.
Zuhause Reime - tja, auch das.
Hey, Account - jetzt bist du blass.

Schrieb - na klar, an den Geschichten,
wirklich faul - war ich mitnichten.
Nur hab ich nichts - bei aller Welt,
bei dir - hinein ins Fach gestellt.

Hätt's du dich mal schlau gemacht,
bevor die Meldung ward erbracht.
"Du hast schon lange nichts geschrieben".
Ach, Account - lass mich in Frieden.

Bald erscheint ja nun Band 2.
Sag jetzt nicht, das sei dir neu.
Diesen Hinweis - schau nur hin,
gab ich mehrmals - das macht Sinn.

Du nervst, mein Freund - das sollst du wissen,
statt mit dem Kopf auf weichem Kissen,
muss ich nun - dank dir - versuchen,
erneut zu tüfteln - hör mein Fluchen.

Wenn Du denkst - das käm wie Regen,
aus den Fingern - scheint dein Wege,
eins zu sein - na klar, auf Holz.
Doch so bist du - hey, was soll's.

Du bist nur künstlich - Bit und Bytes,
das sag ich grob - und wirklich leid,
tut mir das - nicht mal im Traum.
Vielleicht ein bisschen? - Hm, mal schaun.

Jetzt habe ich auf jeden Fall,
die Pflicht erfüllt - doch überall,
kann ich zu gleicher Zeit nicht sein.
Die Erkenntnis - sie sei dein.

Also - jetzt zum Schluss gebracht:
Nerv mich nicht - nach langer Nacht,
und schick mir Mahnung - auf mein Handy.
Ist das klar? - Pass auf, Effendi.

Und meint jetzt - der geneigte Leser,
ich sei verrückt - dann hatt die These,
ich muss es sagen - wohl auch Grund...
Account beschimpfen? - Nicht gesund.  25.04.2015
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Fünf

5 Finger - eine Handvoll Glück.
Jetzt wird der Grouvener Jung verrückt,
denn er fing - ...das ist der Bann,
die fünfte Story - gerade an.

Eine - wär genug gewesen,
denn neben Schreiben, Reimen, Lesen,
gibt es noch genug - an Pflicht.
Er ist verrückt - ich meine: mich.

3 mal Steinwart - seine Reisen,
3 mal - auf dem Weg zum Greise,
in der Welt des Zwergs verloren.
Tief versunken - bis zu'n Ohren.

1 mal Zausel - jenes Mäuschen,
das vielleicht - bin aus dem Häuschen,
demnächst sogar - in kurzer Frist,
Inhalt einer Lesung ist.

Obwohl noch lange nicht erschienen,
darf es Sporen sich verdienen,
und - vielleicht - dabei entdecken:
Begehrlichkeit - kann man erwecken.

Hätte ich's dabei gelassen,
könnt ich jetzt - ist nicht zu fassen,
in Ruhe altern... - hätte Zeit,
zum Greis zu werden - ...wow, gescheit.

Jedoch, was tat ich jetzt - stattdessen?
Wieder hab ich mich vergessen,
bin mitten in der tiefsten Nacht,
spontan - mit ner Idee erwacht.

Wollt sie an die Seite legen,
Ideen haben - ist ein Segen,
doch ließ mich nun der Drang nicht los.
Mein Sinn ist voll - der Druck ist groß.

Ich setzte mich an den Computer,
fuhr ihn hoch - es blinkt der Router,
und begann, erneut zu schreiben,
parallel - so kann's nicht bleiben.

Ich lege - ab sofort - Ideen,
zu den Akten - um zu sehen,
ob sie dort vielleicht verstauben,
ohne mir - Verstand zu rauben.

Stellt Euch vor - das wäre krass,
das ging so weiter - ohne Maß...
Ihr müsstet Euch Regale leihen,
oder kaufen - volle Reihen.

Nein, das kann ich nicht verlangen.
Stehn Gedanken daher Schlangen,
werde ich sie ignorieren.
Ihr dankt es mir - nichts wird passieren. 18.04.2015
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Steinwart Wurzelknopf - Teil II

Und so bekam ich heute schon,
vor des Weckers erstem Ton...,
oh, ich spüre mehr als Glück,
mein Manuskript - geformt zurück.

Gesetzt und schön in Form gebracht,
sehr viel schneller, als gedacht.
Dazu noch völlig fehlerfrei,
ich fühle mich - jetzt fast wie neu.

Das erste Bild schon eingefügt,
wem´s nicht gefällt - nun ja, der lügt.
Ich habe mehr als Freude dran,
wie fix, wie schnell das gehen kann.

So manche Stunde dran geschrieben,
so oft vor dem PC geblieben.
Und plötzlich fertig - Knall auf Fall,
wenn auch noch - wie Ultraschall.

Noch kann ich´s nicht mit Händen greifen,
noch nicht binden - fein, mit Schleifen,
noch nicht versenden - durch die Welt,
doch seh ich schon - dass mir´s gefällt.

Komisch ist es trotzdem eben,
dass die Worte - plötzlich leben,
formen jetzt - zu einem Bild.
Bald ist´s fertig - hey, es gilt.

Dass, was ich im Kopf einst formte,
tüftelte und schob und normte,
hat jetzt plötzlich ein Gesicht.
Glaubt mir... - oder glaubt es nicht.

Bald lass ich´s auf die Menschheit los,
meine Freude - sie ist groß...,
da fällt mir plötzlich siedend ein:
Wird da auch ein Leser sein?

Ich schlucke - bin des Wahnsinns reif,
mein Magen und mein Inneres kneift,
mein Herz, es schlägt - wie es nicht soll.
Ich glaub - ich hab die Hosen voll.

Was ist, wenn niemand wissen will,
was ich erdacht? - In mir wird´s still.
Ich werde blass - und schwindelig,
haltlos flackernd fliegt der Blick.

Ein Schlückchen vom Melissengeist,
der Klosterfrau - mir ist so heiß.
Die Panik überfällt mich gerade.
Ob ich´s erlebe? - Nicht? Wär schade.

Noch ein paar Wochen - ja, dann weiß ich,
Schrieb ich nur für mich - ganz fleißig?
Oder auch - das wäre schön,
für die Leser? - Na, mal sehn.  07.04.2015
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Kritisch

Ich lass mich gerne überraschen,
von dem, was Phantasie mir schenkt.
Irgendwo aus Fächern, Taschen,
wo´s verstaubt – und nutzlos hängt.

Irgendwann würd´s dort verstauben,
und zerfallen – wie bekannt,
zu Lettern – ja, so will ich´s glauben,
Tja, so sagt´s mir – der Verstand.

Da lasse ich sie lieber leben,
als ganze Worte – das macht Sinn.
Kann so manches Schätzchen heben,
manches Wort – wird zum Gewinn.

Das möchte ich so gerne denken,
jedoch – dann steht´s im Monitor.
Und ich tät es gerne versenken,
denn es kommt mir – grausam vor.

Egal ob Reime – ob Gedichte,
ob der Roman – der an mir zieht,
ob Worte für die Tochter, Nichte,
immerzu – das gleiche Lied.

Ich schau es an - was ich geschrieben,
und denke dann - <<du lieber Gott,
besser sollte ich noch üben.
Schmeiß das Ding – am besten fott.>>

Liegt´s daran – bin ich umnachtet?
Dass man sich selbst zu kritisch wähnt?
Dass man auf die Muse wartet,
dass man sich seiner Worte schämt?

Nein, bestimmt nicht – denn ich mag es,
viel zu schreiben – viel und mehr,
tät ich´s nicht – nun ja, dann plagt es,
und dieses Dasein – es fiel schwer.

Jedoch – sich selbst zu überzeugen,
das ist schwerer – als man meint.
Dies Gen ist mir halt nicht zu Eigen,
wie ich´s ahne – wie es scheint.

Nun hab ich heut am Tag erfahren,
dass das nicht nur mir so geht.
Jeder findet graue Haare,
in dem, was aus ihm selbst entsteht.

Wenn das so ist – wenn das die Wahrheit,
dann bin ich aber furchtbar froh.
Dann hab ich endlich eines – Klarheit.
Und dann ist das – eben so.

Und doch – ich werde stets so bleiben.
Auch heute wohl – nach diesem Reim.
Ich werde Zittern, Beben – Schreiben.
Wahrscheinlich muss ich – halt so sein.  01.04.2015
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Vertane Chance

Gestern rief – Ihr glaubt es nicht,
Steven an – und fragte mich,
wie´s mit der Verfilmung sei,
vom Wurzelknopf - …er wär dabei.

Er meinte, es sei schwer gewesen,
das Büchlein – nur in Deutsch zu lesen.
Ich raunzte grob – zum Offenbaren,
das Jammern könne er sich sparen.

Möglichkeiten gäb´s genug,
zur Not ein Deutsches Wörterbuch.
Er soll nicht heulen – tät mir Leid,
für so was fehlt mir glatt die Zeit.

Ein Knacken in der Leitung zeigt,
dass mein Gegenüber schweigt.
Die andere Seite – überm Teich,
war konsterniert – ich sag es Euch.

Er säuselte – gefährlich leise,
dass nun Steinwarts Weiterreise,
hier und jetzt zu Ende ist.
Er legte auf – und das war Mist.

Kurz darauf erhielt ich dann,
ne knappe Mail – von diesem Mann,
in der er „Spielberg“ unterschrieb.
Ob ich´s vielleicht grad übertrieb?

Als Fazit stand – ich könnt´s vergessen.
Mein Ton zu barsch – und zu vermessen.
Und die Millionen – die für mich,
sind passé – das heißt: Verzicht.

Was gestern noch für mich gedacht,
erhalte nun – es wär gelacht,
ein anderer, der gerne schreibt.
Jeder sehe – wo er bleibt.

Ein Dreiteiler hätt´s werden sollen,
aus Hollywood – ganz in die Vollen.
Mit einem Aufgebot an Stars.
Ich glaube seufzend – hey, das war´s.

Wenn Peter Jackson es versucht,
die Besten für die Rollen bucht,
und für mich das Drehbuch schreibt…
Oh, mein Gott – ich wär bereit.

Halt – vielleicht ist er´s ja schon.
Es klingelt grad mein Telefon.
Doch war´s nur Werbung – „Junge, kauf“.
Da legte ich – frustriert schnell auf.

Ach so, was ich noch sagen will:
„April! April! April! April!
Wahrscheinlich ruft – der gute Mann,
wohl frühestens – im Sommer an.   01.04.2015
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Bilder

Die Dame, die zu meinem Buch,
die Bilder kennt - war zu Besuch.
Wir checkten heute die Chemie,
und sie stimmte - top wie nie.

Sie weiß - und das ist mir sehr lieb,
wie's aussieht, was ich einstmals schrieb.
Sie holt die Bilder - was du siehst,
aus meinem Kopf - derweil sie liest.

Das ist super - und enorm,
Kunst in ihrer schönsten Form.
Ich sah Zwerg Steinwart - seine Frau,
und es stimmte - sehr genau.

Was mag an Bildern jetzt noch kommen?
Was hat Christine mitgenommen?
Was liest sie zwischen all den Zeilen,
jetzt, in meinen neuen Teilen.

Ich seh den Sumpf - ich seh das Land,
verfallene Städte - seh Marsandt.
Ich seh den Hafen - das Getier,
ich seh die Worte... - die von mir.

Worte - nun ins Bild gesetzt,
einst nur Lettern - Zeichnung jetzt.
Ich staune - freu mich riesig dran,
was da im Druck entstehen kann.

Bilder schenken Worten Kraft.
Das was man gemeinsam schafft,
ist was Besonderes - ohne Frage.
Heut beginnt es - heut am Tage.

So viele Sätze, die mir kamen.
Viel Geschehen - neue Dramen,
viel, das es zu zeichnen gibt,
wenn man die Kunst der Bilder liebt.

Wie viel Seiten kann man füllen?
Wie viel Sehnsucht dadurch stillen?
Leider gibt's zu wenig Raum,
in meinem Buch - für diesen Traum.

Die Bilder, die bald Einzug halten,
die das Buch nun mit gestalten,
suchen wir besonnen aus.
Ganz in Ruhe - von Zuhaus.

Für Christine ein Beginn?
Für mich ein Tun - mit neuem Sinn.
Ich freue mich - fast überdreht,
auf das, was da jetzt neu entsteht.

So viele Worte - noch in mir,
noch nicht geschrieben - auf Papier.
So viele Bilder - die sie dann,
Christine - künftig zeichnen kann.  30.03.2015
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International

Als ich die ersten Worte schrieb,
als ich die Story vorwärts trieb,
da hab ich niemals - nie gedacht,
welch Reisen dieser Zwerg einst macht.

Ich dachte - wie man halt so denkt,
dass er sich auf Daheim beschränkt,
doch trat er ferne Reisen an,
vom ersten Tag - und hält sich dran.

Nach Norwegen - die Schweiz, nach Bern,
fast kein Ort ist ihm zu fern,
und so trieb's ihn - hipp hurra,
bis ins heiße Afrika.

Macht mir das Freude? - Sicher, sehr.
Und ganz ehrlich - ich will mehr.
Wer denkt schon, dass auf Reisen geht,
was erst nur - im Computer steht.

Erst im Kopf - jetzt auf Papier,
fein gedruckt - und gar von mir.
Manchmal frag ich mich per se,
ob ich träume - das tut weh.

Denn das Zwicken - oh, es schmerzt,
der blaue Fleck am Arm, kein Scherz,
erinnert mich jetzt immerdar:
Was ich träume - wurde wahr.

Jetzt wird es bald Band 2 schon geben.
Die Figuren - wie sie leben,
mittlerweile auch per Sicht.
Christines Zeichnung - ein Gedicht.

Braucht Zwerg Steinwart einen Pass?
Sicher nicht - es macht nur Spaß,
ihn zu senden - durch die Welt.
Zu jedem, der ihn mag, bestellt.

Zu Laura, die ihn grad gewinnt.
Ich freu mich - ehrlich - wie ein Kind.
Und auch sicher - nicht zuletzt,
an manch liebem Wort im Netz.

Im Juni gab ich das Signal,
inzwischen nicht nur national,
nein, auch "inter" noch davor.
Spiel und Sieg und Satz - und Tor.

Wenn ich mal grad nicht weiter weiß,
mit meinem Glück - so schreib ich leis,
und still und heimlich einen Reim.
Gerade so - könnt's immer sein.

Zwickt mich nicht - weckt mich nicht auf,
ich habe einen guten Lauf,
und freue mich am Leben - sehr,
jeden Tag - ein bisschen mehr.   22.03.2015
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Verstehen

Ob ich das verstehen kann?
Was mir passiert – ich glaub nicht dran.
Ich setz mich an die Tastatur,
heute Abend – 20 Uhr.

Weiß nicht, was ich schreiben will.
Nur DASS – ich halte einfach still,
schau auf die Finger – starte, und…
mit einem Mal – wird alles bunt.

Wo alles weiß und leer grad war,
wird´s auf einmal – sonderbar…
als habe jemand – ob´s das gibt,
nen Sack mit Lettern ausgekippt.

Sie wuseln emsig aufs Papier.
Grad noch waren sie nicht hier,
jetzt, plötzlich stehn sie mittendrin,
als gäbe alles – einen Sinn.

Haben sich – zum Wort geformt.
Wie das geht? – Ich find´s enorm,
denn ich weiß es – selber nicht.
Wäre es auch letztlich Pflicht.

Denn die Worte, die dort fließen,
die aus leeren Seiten schießen,
haben ja – mir schnürt´s die Kehle,
irgendwo – auch eine Seele.

Bringen etwas aufs Papier.
Ein kleines Bisschen – auch von mir.
Erzählen etwas – drehn im Kreis,
von dem ich vorher – gar nichts weiß.

Ich kann es Euch jetzt nicht erklären,
ich würde nur den Sinn beschweren.
Doch was da heute frisch entstand,
war mir ehrlich - nicht bekannt.

Ohne Sinn – und ohne Ahnung,
ohne – wirklich – jede Planung.
Wie soll ich – bitte – da begreifen?
Dazu fehlt mir jede Reife.

Irgendwie macht´s mich verrückt,
irgendwie ist es ein Stück,
von mir – das auf Papier verrinnt.
Irgendwo – ja, auch mein Kind.

Ich schreib für mich – und freu mich dran,
wenn andere sagen – irgendwann:
<<Ich kann dir folgen – gehe mit.
Das ist schön – dass es das gibt.>>

Wenn ich wüsste – irgendwo,
wie das endet – ich wär froh.
Vielleicht auch nicht – denn gerade Spur,
ich bin ehrlich – hindert nur.    11.03.2015
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Klare Anweisung

Meine Frau nahm mich beiseite,
meinte zu mir - <<Nun bestreite,
bloß nicht, dass du 60 bist.
Man sieht´s dir an – es ist, wie´s ist.

Langsam solltest du dich fragen,
besonders jetzt – an solchen Tagen,
ob es an der Zeit nicht wär,
sich zu besinnen – fällt´s auch schwer.

Andere sind in deinem Alter,
Päpste, Kanzler und Gestalter,
berühmte Künstler – oder mehr,
furchtbar reich – fast Milliardär.

Flugzeuge – mit Namenszügen,
feinste Polster – sehr gediegen.
Und was bleibt mir? – Beengter Platz,
im Urlaubsflieger – für die Katz.

Besitzen Butler und Lakaien,
flanieren Tag für Tag im Freien.
Jaguars – in der Garage…
Und was hab ich? – Oh, welch Blamage.

Den Mann, der nicht erwachsen wird,
Aufgrund der Jahre, leicht verwirrt.
Den Mann, der die Bestimmung find,
wenn er Platz – zum Schreiben nimmt.

Ich bin es leid – drum jetzt die Richtung,
für deine Bücher – deine Dichtung,
die nicht ganz dicht… - das sowieso.
Das ignorier ich – sei nur froh.

Es gibt kein ent… - und auch kein …weder,
Schreiben kann ja schließlich jeder.
Drum bemüh dich – wie´s geziemt,
werd erwachsen – und berühmt.

Ich gebe dir drei Wochen Zeit,
funktioniert´s nicht – bin ich´s leid.
Egal ob´s Buch dann fertig ist…
Es IST dann fertig – sei gewiss.

Ich versenke den Computer,
in unserem Weiher – samt dem Router.
Ein letztes Blubbern… - Liebster, hör,
schau der Story – hinterher.>>

Tja, so sprach sie – glaubt es mir,
ich lüge niemals – und ich spür,
den Druck der Liebsten – nun, wie nie,
flüchte mich – zur Poesie.

Da ich – als reichlich alter Mann,
die Weisung – nicht erfüllen kann.
Schreib ich nicht weiter – es sei denn…,
Ihr mäßigt meine Frau – ja, wenn...  07.03.2015
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Entspannung pur

Wie finde ich Entspannung pur?
Tag für Tag – und um die Uhr?
Na, indem ich schreiben kann.
Ein wahrer Quell – so dann und wann.

Plötzlich ist bei Wort für Wort,
was bedrückt – ganz fern, weit fort.
Ich bin erneut – weil´s mir gefällt,
in meiner eigenen, kleinen Welt.

Friere nachts – vergeh bei Hitze,
lache über dumme Witze.
Ärgere mich – und spüre bald,
Freundschaft und Zusammenhalt.

Frage mich voll banger Furcht:
Geht die Phantasie mir durch?
Schau erneut – und sage mir:
Genauso muss es – aufs Papier.

Wenn es jemand nicht versteht,
wenn man meint – dass das nicht geht,
na, dann schreib ich nur – für mich.
Und nebenbei – auch noch…für Dich.

Für jeden – gut bekannt, ob fremd,
der sich in diesem Wort erkennt.
Der sich – so wie das Leben spielt,
bei „Dich“ – halt angesprochen fühlt.

Die Entwicklung geht voran,
und wie ich das sagen kann,
wird Band 3 – der Abschluss sein.
Danach… - seid Ihr – nun ja, allein.

Doch wie´s auch sei – wie hart auch immer,
ich denke mal, für mich wird´s schlimmer,
denn Steinwart und die ganze Crew,
gehören schon – für mich dazu.

Was lange her – schon ziemlich lang,
mit einem ersten Wort begann,
das ist für mich – ein gutes Stück,
meines Lebens – meines Glücks.

Noch kann ich sie – will´s nicht bestreiten,
eine ganze Zeit begleiten.
Doch ich seh – das Ende naht.
Ich bin auf jenem – geraden Pfad.

Noch schreib ich – ohne Nachzudenken,
noch lass ich meine Worte lenken,
von dem, was Steinwart mag und tut.
Vom Schicksal – und vom Übermut.

Ob das Ende mir gefällt?
Ich weiß es nicht – hab festgestellt,
dass ich es… - noch gar nicht weiß.
Der Phantasie – gewohnter Preis.  15.02.2015
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Zerrissen

Liebe Leute – bin zerrissen,
zwischen Schreiben – und Gewissen.
Vorrangig ist – klar - die Pflicht,
vieles Weitere – leider nicht.

Ich hab noch so viel Stoff in mir,
Worte – emsig – auf Papier.
Worte auf dem Monitor,
des PCs – stellt´s Euch nur vor.

Band 1 – schon lang bei amazon,
Band 2 – er wartet nunmehr schon,
Band 3 – den ich begonnen hab.
Die Lust des Schreibens – hält auf Trab.

Begleitet Steinwart Wurzelknopf,
auf seinem Weg – aus meinem Kopf,
auf den Pfaden seiner Welt,
wie ich´s mag – und wie´s gefällt.

Der Faden spinnt schon lang alleine.
Der Phantasie – ihr wuchsen Beine,
und ich staune manches Mal,
ob ihrer Netze – na, egal.

Ich schau mir die Kapitel an,
denke bei mir – dann und wann,
ob das normal ist – wie ich bin.
Ein großes Kind… - verquerer Sinn.

Dann fällt mir plötzlich siedend ein:
Ich kann, ich will – ich muss so sein.
Denn – erfände ich mich neu,
wäre ich mir selbst nicht treu.

So freu ich mich aufs Wochenende.
Weitere Worte füllen Bände.
Wobei mir einfällt – jetzt und hier:
Was ich vergaß – das ist Band 4.

Auch wenn´s da nicht um Steinwart geht,
auch wenn es sich um andere dreht,
entsprang auch dies – und fragt nicht wie,
letztlich meiner Phantasie.

Ob´s Platz in den Regalen findet,
ob man´s heftet – ob man´s bindet,
weiß ich nicht – doch hoff ich drauf,
wie Band 1 – das hört nicht auf.

Herr Sohn hat mir ein Bild geschickt,
von allen dreien – ich spüre Glück,
und denke mir – so auszusehen…,
wirklich, ehrlich – wunderschön.

Ich schreibe weiter – denn dort oben,
gibt´s für die Leser – die auf Probe,
genug an ständig neuem Stoff.
Ach für Euch? – Nun ja, ich hoff´s. 04.02.2015
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Verliebt

Vielleicht hätt ich's nicht sagen sollen,
doch vom Anfang - bis zum Wollen,
ist's oftmals nur ein kleiner Schritt...
Es drängte mich - und ich ging mit.

Das Outing, das ich heut am Tag,
zu früher Stund der Liebsten gab,
wird mich verändern - ja, ich weiß,
das ist der Sehnsucht - hoher Preis.

Wäre ich nur still geblieben,
hätt nichts gesagt - von meiner Liebe,
die mich jäh ergriffen hat...
Jedoch - das ist des Schicksals Rad.

Wie hätte ich's verschweigen können?
Der Drang war da, ihn zu benennen:
Den Fakt, dass ich so glücklich bin,
wenn ich schreibe... - macht das Sinn?

Mehr als Worte braucht es nicht,
die Tastatur - dazu noch mich.
Ein wenig wilde Phantasie,
und erneut - geht's ab, wie nie.

Bilder, die vor mir entstehen,
die plötzlich eigene Wege gehen,
ohne dass ich sie - bewusst,
angeschoben - das macht Lust.

Seiten, die sich stetig füllen,
unterliegen ihrem Willen.
Ich durfte nur den Rahmen geben,
sie entwickeln - eigenes Leben.

Beginnen mir, spontan zu schildern,
in bunten, immer neuen Bildern,
was sie mögen - was gefällt,
in ihrer nunmehr - eigenen Welt.

Ohne mich - da bin ich ehrlich,
gäb's sie nicht - doch wär's gefährlich,
stellte ich mich - nun ins Licht.
Die Worte sind viel mehr - als ich.

Ich weiß heut nicht - wohin sie treiben,
ich bin der Sklave - darf nur schreiben,
und mich am End des Tags erfreuen,
an den Kapiteln - vielen, neuen.

Überraschung gut verbergen,
miterleben - und mit sterben.
Mit ihnen lieben, streiten, lachen,
und verrückte Dinge machen.

Ich schaue meine Finger an,
frage mich - ob irgendwann,
sie enden wird - der Worte Flut...
Na, heute nicht - und das ist gut.   18.01.2015
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Trilogie

Wenn die Gedanken explodieren,
jedes Maß, den Halt verlieren,
dann wird plötzlich - so sieht's aus,
eine Trilogie daraus.

Als ich begann - vor vielen Jahren,
mich im Wort, zu offenbaren,
da hab ich ein Gerüst gebaut,
doch, ehrlich - mir nicht selbst getraut.

Dann kam der Tag - so irgendwann,
seit dem ich nicht mehr stoppen kann,
seit dem es mich - in gerader Spur,
ständig zieht - zur Tatstatur.

Die Worte geben sich die Hand,
werden so zum Endlos-Band,
und daher sag ich - bin so frei:
Seit ein paar Tagen - lebt Band 3.

Band 2 ist fertig nun geschrieben.
Wer weiß - vielleicht ja übertrieben,
dass nun die Trilogie draus steigt.
Was soll ich tun - wenn's Hirn nicht schweigt?

Nun gut, ich könnte überdenken,
mich anderweitig, abzulenken,
mit Büchern, DVDs, TV,
oder Kochkurs - mit der Frau.

Mit langem Schlafen - mit Musik,
all das ist ein Weg zum Glück,
doch das Buch - es ruft mich leise,
ständig, auf ganz eigene Weise.

Ich hör es flüstern: <Komm jetzt rauf,
an den PC - hör bloß nicht auf.
Setz dich an den Bildschirm hin,
und gib dir selbst - nun endlich Sinn.

Ich fühle mich - nicht abgeschlossen,
dieser Fakt - macht mich verdrossen.
Hau in die Tasten - mach jetzt, zackig.
Ich bin nicht fertig - fühl mich nackig.>

So folge ich den steten Rufen,
hier in unserem Ort - in Grouven.
Strenge die Synapsen an,
auf dass ich weiter schreiben kann.

Vier Kapitel - neu geboren,
und ich habe mir geschworen,
dass die Story - um den Zwerg,
mich in meinem Drang bestärkt.

Dem Drang - aufs fertige Werk zu blicken.
Einfach so - aus freien Stücken.
Auf dass ich später sagen darf:
Das ist von mir - das fänd ich scharf.  28.12.2014
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Leserschaft

Ich habe eine leise Ahnung,
dass nur die perfekte Planung,
helfen kann - in meiner Welt,
dass sich der Erfolg einstellt.

So hab ich mir ein Herz genommen,
und bin nun zum Entschluss gekommen,
dass nur der Weg nach vorne passt.
Dies zu erkennen - heißt schon was.

Ich nahm mir kurz mein Telefon,
(so weit war ich endlich schon),
hab die Nummer fix gedrückt...,
es klingelte - ich werd verrückt.

Auf der fernen Gegenseite,
suchte man - drauf nicht die Weite.
Hörte sich stattdessen an,
was er will - der fremde Mann.

Ich sprach ganz höflich - fragte leise,
auf meine - mir gegebene Weise,
ob man überlegen will,
dass ich dort lese - dann bliebs still.

Die Antwort kam - mein Herz, es klopft,
mir schwirrt ganz blümerant der Kopf:
<<Aber gern - und ja, natürlich.>>
Ist das nicht nett? - Erfolg - den spür ich.

Jetzt habe ich - wie bin ich froh,
demnächst Termin - im Medio,
um dort zu lesen - bin so frei,
in der schmucken - Bücherei.

Der Termin - steht noch nicht fest,
doch falls das Schicksal mich denn lässt,
weiß ich Stunde, Tag genau,
schon sehr bald - ich sag nur <<Wow!>>

Doch damit letztlich nicht genug,
ich verhielt mich mutig, klug,
und schrieb nach Bonn - hin zum Café,
das mir empfohlen - tat nicht weh.

Auch da bahnt sich ne Lesung an,
schön, wenn man will - und schließlich kann.
Heut Abend letztlich - ohne Zweifel,
schreibe ich - an die lit.Eifel.

Dazu gibt es - ich bin bereit,
noch so manche Möglichkeit.
Ich nehme sie von Herzen auf.
Wenn´s denn klappt - kommt es in Lauf.

Langsam kommt - was niemals stört,
zusammen - was vereint gehört:
Der Mann, der schrieb - aus vollem Saft,
und die geehrte Leserschaft.    27.11.2014
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Gelesen

Und schon wieder lang gelesen.
Erneut ganz ruhig, entspannt gewesen.
In Berlin - Kulturzentrum.
Wer nichts wagt - na, der bleibt dumm.

Versunken in den ersten Zeilen,
war ich ad hoc - für eine Weile,
in einer "nur" erdachten Welt.
Warum? - Tja, weil es mir gefällt.

Die Menschen, die dort vor mir saßen,
als wir uns nun gestern trafen,
die ahnte ich - ganz ohne Thrill,
denn sie war'n - mucksmäuschenstill.

Sie haben mich durchs Buch begleitet,
sie haben mir den Spaß bereitet,
und ganz stille zugehört.
Nicht geatmet - nicht gestört.

Gute Freunde - meine Frau,
fremde Menschen - sehr genau,
habe ich sie nicht gekannt,
doch dass sie kamen - übermannt.

Ich freute mich - an dem Ambiente.
Ein Ort zum Fördern der Talente.
Ein Platz - ich hab mich wohl gefühlt,
das - ganz ehrlich - war mein Ziel.

Ob man mein Buch erstehen wird,
wer weiß - ob man sich hin verirrt,
zum eBook - hin zu amazon.
Trotzdem hat's für mich gelohnt.

Die Freundschaft - die man mir geschenkt,
das Zeigen - dass man an mich denkt,
ist so viel - so vieles wert.
Liebe Freunde - seid verehrt.

Fürs rundum perfekte Planen,
nenne ich vertraute Namen:
Michaela - und dazu,
auch die Elke - jetzt per du.

Familie Schuster - für die Tafel,
sowie die Feder - mein Geschwafel,
bleibt Euch wahrlich nicht erspart,
weil Ihr Spitze seid - und wart.

Man fragte - ob wir wiederkommen.
Gerne - jetzt schon angenommen.
Sobald das zweite Buch entsteht,
werd ich schauen - was so geht.

Mal schau'n - was sonst noch so gelingt,
mal schau'n - wohin der Zwerg mich bringt.
Langsam, langsam - Schritt für Schritt.
Wie's auch kommt - ich komme mit.   14.11.2014
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Berlin

Gerade noch davon gesprochen,
lang schon her - so manche Wochen,
und nun ist der Tag fast da.
Nächsten Freitag - hipp Hurra.

Wieder mal die Hauptstadt sehen,
hin zu lieben Freunden gehen,
und am Freitagabend dann,
eine Lesung - Spaß und Fun.

In Spandau - Zentrum der Kultur,
nächsten Freitag - 19 Uhr.
Man stellt mir einen Tisch bereit,
daran zu lesen - Kleinigkeit.

Erzähl vom Steinwart Wurzelknopf,
entstanden in dem grauen Kopf,
der auf meinen Schultern thront.
Er ist Nonsens - halt gewohnt.

Lese bisschen vom Beginn,
gebe mich der Freude hin,
in der Geschichte aufzugehn.
Liebe Freunde - das wird schön.

Lese weiter - lass mich leiten,
so viele Worte - viele Seiten.
Dieses Buch - ist dick genug.
Und erst versuchen - macht auch klug.

Schönen Dank für all die Planung,
das macht Arbeit - ich hab Ahnung.
Ohne Euch - da geht das nicht.
Niemand liest - gibt es kein Licht.

Ein warmer Raum - und nette Menschen,
aufmerksam - und mit Attention.
Menschen, die dir Ohren bieten,
um zu hören - deine Blüten.

Ich freu mich drauf - seit vielen Tagen,
wieder einmal darf ich's wagen,
vor interessiertem Publikum.
Ich würd es immer wieder tun.

Es zählt nicht sehr, wie viele kommen,
jeder wird gern angenommen.
Jeder, der mit Ruhe hört,
der sich drauf einlässt - ist es wert.

Wert, dass ich die Reise mache,
die A2 - mit hundert Sachen...
Naja, vielleicht ein wenig mehr.
Es kommt an - auf den Verkehr.

Noch vier Mal schlafen - zum Vergnügen,
an mir soll's ganz bestimmt nicht liegen.
Ich bin dort - vielleicht auch Ihr?
Ich merk's - wie ich den Reiz schon spür.   12.11.2014
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Meine erste Lesung im Hof

Heut Morgen noch - im Nachhinein,
denk ich - was kann schöner sein,
als solch ein Abend - 1. Preis,
im vertrauten Freundeskreis.

Wir riefen - und fast alle kamen,
viele Menschen - so viel Namen.
Lang vertraut schon die Gesichter,
in unserem Leben - helle Lichter.

Ich weiß nicht - war ich aufgeregt?
Falls ja, ist's so - dass sich das legt,
sobald man merkt - trotz allem Bangen:
Man ist bestens aufgefangen.

Jeder hat - ich hab's gefühlt,
allerbestens mitgespielt.
Jeder hatte Spaß daran,
vom Beginn - vom Anfang an.

Das Wetter super - Stimmung auch,
und das Manna - für den Bauch,
haben Schneiders mitgebracht.
Eine wundervolle Nacht.

Könnt Ihr ermessen, wie das ist,
wenn man die Geschichte liest,
und spürt - es wird auch zugehört?
In dem Moment - ist nichts verkehrt.

Ich werde lang noch daran denken,
diese Freude, mir zu schenken,
ist viel mehr - als Ihr es glaubt.
Ein Genuss - und überhaupt.

Mir wurde diese Zeit nicht über,
könnte ich's - ich tät es wieder,
am allerliebsten - morgen schon.
Wir danken Euch - und ich beton...

...der Abend war für uns perfekt,
ich bin noch immer - hin und weg.
Das liegt an Euch - am Riesenspaß,
den Ihr uns schenktet - super, krass.

Habt Dank fürs Geld - dass Ihr gegeben,
mancher hat's nicht gut im Leben.
Beim Hospiz - in Olpes Stadt,
ist man bald froh - dass man es hat.

Mein Gott - für uns war's wundervoll,
einfach, einfach - rund und toll.
Und bei allem Überschäumen:
Ich werd lang noch - davon träumen.

So drücke ich Euch aus der Ferne,
teil Euch mit - ich hab Euch gerne.
Doch... - jetzt lasst mich weiter schreiben,
es soll nicht beim Band 1 nur bleiben.  01.11.2014
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Kritsch betrachtet

Ich will mich ja nun selbst nicht loben,
doch habe ich mich - just verhoben.
Wem das geschieht - das ist wohl Fakt,
der hat kräftig angepackt.

Ihr seht - ich zeige guten Willen,
und doch weiß ich - tief drin, im Stillen,
dass Arbeit - und zwar körperlich,
wirklich gar nichts ist - für mich.

Leute, Leute - zeigt Erbarmen,
denn in meinen zarten Armen,
hat es nicht genug an Schmalz.
Ich stemme Blätter - allenfalls.

Ihr fragt Euch sicher - ganz gewiss,
was der Grund des Reimes ist.
Na, ganz einfach - welch Entzücken:
Ich hab´s heute Morgen - schwer im Rücken.

Schreiber, bleib bei deinen Leisten.
Das soll letzten Endes heißen:
Gib dem Unheil keine Chance,
sonst verlierst du - die Balance.

Ich kam heut Morgen aus der Kammer,
gebeugt, verdreht - ein Bild des Jammers.
Die Liebste - voller Mitgefühl,
fragte mich - <<Was ist dein Ziel?

Damit kommst du noch ans Liegen.
Der Schnitter wird dich sicher kriegen.
Jedoch nicht heut - auch morgen nicht.
Denn du liest - im Hof, bei Licht.

Die Augen sind ja nicht betroffen.
Dich hat ja nur die Hex geschossen.
Auch dein Mundwerk - funktioniert.
Punkt und Ende - nichts passiert.>>

Ich wollte mich - doch gar nicht drücken,
aber, Aua - oh, mein Rücken,
zieht und kneift und sticht und schmerzt.
Wirklich, wirklich - ohne Scherz.

So denke ich - man wird mich stützen,
vor dem finalen Zugriff schützen.
Und wozu gibt es - mich zu retten,
in Apotheken - auch Tabletten?

Ich war geistig sehr umnachtet,
denn jetzt - im Nachhinein betrachtet,
müsst ich sagen - Finger weg!
Schleppen hat für mich - kaum Zweck.

Die Liebste wird wohl - ohne Fragen,
nach diesem Reim - gewiss mir sagen,
sie sei dabei - mich zu ertappen.
Dann schwenkt sie mir - den Jammerlappen.  30.10.2014
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Geduld

Mag sein, ich bin's ja selber schuld,
doch das kleine Wort Geduld,
existiert - wär es auch Pflicht,
in meinem Wortschatz - eher nicht.

Da habe ich - und das ist krass,
im Unterricht nicht aufgepasst.
War gedanklich irgendwo,
vielleicht beim Fußball - oder so.

Egal worauf ich warten muss,
Warten ist für mich stets Frust.
Vielleicht muss ich - um ruhig zu bleiben,
daher schreiben, schreiben, schreiben.

Kann man wohl Geduld noch lernen?
Der Erfolg - steht in den Sternen.
Kann man's üben? - Ja, vielleicht.
Wobei's bei mir - bestimmt nicht reicht.

Die Liebste hat mich - ungelogen,
ganz bestimmt wohl so erzogen.
Ich kann letztendlich - glaubt es mir,
nicht im Geringsten - was dafür.

Ob zweimal schlafen - hundert mal,
das Problem - ist nicht die Zahl.
Sondern eher - ganz bewusst,
dass überhaupt - ich warten muss.

Ich nehme gerne alles mit,
alles Schöne - was es gibt.
Das Warten - ist nur nervig dann,
am liebsten fang ich zügig an.

So geht's mir auch - bei Licht betrachtet,
beim Roman - denn wird gewartet,
verliere ich den Anschluss bald,
und die Geschichte - wird schnell kalt.

Nur Ihr - Ihr müsst geduldig sein,
tut mir leid - nur Ihr allein.
Denn schneller schreiben - kann ich nicht.
Sorry, jetzt bin ich erwischt.

Doch Ihr - Ihr habt bestimmt die Stärke,
geht mit Geduld - entspannt zu Werke.
Ihr seid erwachsen - ja, ich spür,
Euch geht's anders - tja, als mir.

Geduld - ist so ein schlimmes Wort.
Weg damit - so macht es fort.
Steht das überhaupt im Duden?
Ich bin gerissen - böser Bube.

Ich werde jetzt mal in mich gehn.
Ob's was nutzt? - Na ja, mal sehn.
Vielleicht lern ich - und das wär Kult,
ab demnächst - sogar Geduld.   19.10.2014
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Keim

Morgen soll es sonnig bleiben.
Das verführt - na klar, zum Schreiben.
Ich setze mich - dort wo ich wohn,
in den Hof - ich freu mich schon.

Nach dem Kaffee - morgendlich,
und dem ersten Frühgedicht,
wird wohl etwas Muße sein.
Bin halt voll erwischt - vom Keim.

Ich sitze fröhlich - dort am Tisch,
ausgeschlafen - froh und frisch,
Die Finger einmal gut geknackt.
Dann geht's los - bin voll im Lack.

Der Bildschirm leer - doch nicht mehr lange,
der Bildschirm leer - mir wird's nicht bange,
dass das nicht auf Dauer bleibt.
Ich brauche nur - ein wenig Zeit.

Lettern gibt es furchtbar viele,
werf sie aufs Blatt - ich will nur spielen.
Mische sie dann dreimal durch,
dann steht was da - von Angst und Furcht.

Von Liebe, Freundschaft - vielen Dingen,
von Sachen, die perfekt gelingen.
Vom Scheitern - und von Niederlagen,
vom Streit - und auch vom Danke sagen.

Vom Handeln - und vom Handeln lassen,
vom Zueinander-bestens-passen,
von Personen - die sich mögen.
Vom Sonnenschein - und auch vom Regen.

Von Phantasien - vom Realen,
von reiner Freude - und von Qualen.
Von Dingen, die ich grad ersann.
Welch ein Unsinn - Mann oh Mann.

Doch da meine Liebste sagt,
immerzu - und Tag für Tag,
wenn ich schreibe - sei ich brav,
gehorche ich - schon fast im Schlaf.

Der Keim - er hat mich halt erwischt,
beworben - nö, hab ich mich nicht.
Das kam nur so - von ganz allein.
Die Erkenntnis - sie ist mein.

Ich habe Aspirin genommen.
In geweihtem Nass geschwommen,
dachte ich - er geht dann fort.
Dieser stete Hang - zum Wort.

Gar nichts half - hier der Beweis.
Selbst Klosterfrau Melissengeist,
verhindert diese Zwänge - ehrlich,
nicht im Geringsten - oh, gefährlich.  17.10.214
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Das erste Wort

Irgendwann und -wo - oh Lord,
gab es einst - das erste Wort.
Das erste Wort - die Zeit verrinnt,
das mein Leben - nun bestimmt.

Aus einer Laune kurz geboren,
schrieb ich mit glühend heißen Ohren,
das erste Wort - den ersten Satz,
weil mein Kopf - ansonsten platzt.

Die Worte standen - unsortiert,
in der Reihe - hab gespürt,
dass man sie befreien muss.
Was draus entstand? - Na, große Lust.

Hast du erst mal angefangen,
kann die Sucht für ewig langen.
So lang ich nunmehr schreiben kann,
halte ich mich - freudig - dran.

Das erste Buch - steht allemal,
nunmehr schon - in großer Zahl,
in manch Regalen - hier und dort,
sogar bis zum Geirangerfjord.

Die zweite Story ist beendet,
schon zur Korrektur versendet.
Zu einer Freundin - mit viel Herz.
Ich bin begeistert - nein, kein Scherz.

Jetzt schreib ich emsig - wie ein Käfer,
immer weiter - wie ein Schäfer,
der seine Herde - ordnen muss.
Bei mir sind's Worte - Guss um Guss.

Manchmal - manchmal denk ich mir,
sitze ich - am Notebook hier,
dass irgendwo - auf alle Fälle,
ein Ende sein muss - jener Quelle.

Irgendwann muss sie versiegen,
irgendwann - kommt's zum Erliegen.
Doch dann - erfolgt der nächste Schub.
Der Worte - scheinbar - gibt's genug.

Buchstaben - schnell umsortiert,
und das Fieber - es grassiert.
Egal ob im Roman - im Reim,
wenn es sein soll - darf es sein.

Ich setze mich - ans Notebook hin,
fröhlich - mit befreitem Sinn.
Denk nicht nach - und sehe später:
Erneut ward ich - per Wort - zum Täter.

Hätt ich noch hundert Jahre Zeit,
schriebe ich - ich wär bereit,
manch Festplatten - und Seiten voll.
Sorry - ich bin raderdoll.          11.10.2014
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So ist es halt

Wenn ich nicht schreibe - stimmt was nicht.
Still zu bleiben - bin nicht Ich.
Und wenn ich es auch mal probier,
dann nicht für lang - Ihr seht es hier.

Gestern Morgen - ich sag´s ehrlich,
war ich nah dran - es war gefährlich,
und im Ansatz fast so weit,
mich zu verleugnen - schlimm, die Zeit.

Ein wenig bockig - war ich auch,
ich geb es zu - ich hab´s gebraucht.
Lange Phasen - hielt das an,
so sieben, acht Minuten lang.

Die Finger - fingen an, zu zittern,
doch als sie Tastaturen wittern,
entwickeln sie ein Eigenleben.
Fantastisch zwar - doch soll´s das geben.

Ich hielt mich - für mein Seelenglück,
eine Zeitlang sehr zurück.
Widerstand der Sucht - der schnöden,
doch dieser Zustand - er war öde.

Die Liebste sprach <<Verleugne nicht,
die innere Neigung - ich mein dich.
Denn du läufst – so sieht es aus,
wie falsches Geld – durch unser Haus.

Verleugne nicht, was du geboren,
sonst schlag ich´s dir – um deine Ohren.
Und scher dich nicht – um die Personen,
bei denen Frust und Zorn – nicht lohnen.>>

So setzte ich mich – vorn PC,
leere Seiten – tun mir weh,
und so schrieb ich mit viel Groll,
wieder manche Seiten voll.

Ohne Lettern – ohne Schrift,
sind Word und leere Blätter Gift.
Und so kleckse ich halt rum.
Nehmt es, bitte, mir nicht krumm.

Seh plötzlich neue Plätze, Namen.
Nächsten Vorfall – neue Dramen.
Und da wird mir schnell bewusst:
Schreiben ist nicht Zwang – ist Lust.

Ich liebe, plötzlich zu erkennen,
wohin Gedanken haltlos rennen.
Kenn ich auch manches Ziel noch nicht,
hat es mich – doch voll erwischt.

Ich bin dabei – drin zu ertrinken.
Dabei, ganz tief drin zu versinken.
Manches nimmt erneut Gestalt,
ich freu mich drauf – So ist es halt.  06.10.2014
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Beef & Beer

Heute Abend - 19 Uhr,
geht's erneut jetzt in die Spur.
Weiteres Lesen steht nun an.
Mein Buch zur Hand - ich geb mich dran.

Wort für Wort - und Seit für Seite,
Leute, sucht mir nicht das Weite,
denn - tatsächlich wär das krass,
und machte mir - nur wenig Spaß.

Ich sinke gern - das soll so sein,
tief in meine Werke ein.
Und wenn es - nicht nur mir so geht,
ist's perfekt - falls Ihr versteht.

Der Weg bis hierher - war sehr weit,
nun find ich langsam Sicherheit,
und bin - voll Überraschung nun.
Von mir selbst - was soll ich tun?

Das Kribbeln sitzt zwar tief im Magen,
heute Morgen - früh am Tage.
Doch - da muss ich scheinbar durch.
Was dazu kommt - etwas Furcht.

Ein klein wenig Lampenfieber,
ohne dies - wär es mir lieber,
jedoch - das ist des Schicksals Lauf.
Ich habe keinen Einfluss drauf.

Der Verlag - er hat gesprochen,
vor vielen Monden - vielen Wochen,
dass man - als Autor - lesen muss.
Ruhig - und deutlich - selbstbewusst.

Ich ging das Wagnis damals ein,
und entdecke - ach, wie fein,
ich habe sogar - Freude dran.
Nun gut - es fängt ja grad erst an.

Was gestern war - muss heut nicht stimmen,
ich werde jenen Punkt erklimmen,
an dem der Bauchschmerz - sehr gedämpft,
sich zurückhält - wenn ich kämpf.

Fließen dann - die ersten Worte,
schön geordnet - von der Sorte,
der Erzählung - wird's schon gehn.
Macht's Euch Freude - dann wird's schön.

Ich setz mir meinen Mut auf Schienen,
nur so - kann man sich das verdienen,
was dort sein muss - Sicherheit.
Ich habe schließlich - noch viel Zeit.

"Beef & Beer" - im nahen Glesch.
Ich komme gern - ich sage frech:
Das wird schon klappen - freu mich schon.
Musik und Lesung - Ton für Ton.  04.10.2014
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Stimme

Wie`s auch sein mag - wie auch immer,
man sagte mir, dass meine Stimme,
fürs Hörbuch sehr geeignet sei.
Hm - das wär mir wirklich neu.

Wer mag schon - man soll mich bekehren,
seine eigene Stimme hören?
Für mich selbst - tja, allemal,
klingt sie furchtbar - und fatal.

Wie das Quaken einer Ente,
brüchig - wie kurz vor der Rente,
wie der Eimer - der aus Blech,
in den man redet - frei und frech.

Dazu der kölsche Dialekt,
der in meinen Worten steckt.
Aus der "Eiche" mach ich tückisch,
den Namen "Ayse" - klingt nicht glücklich.

Ein Hörbuch? - Ja, das ehrt mich sehr.
Mir´s vorzustellen - fällt nicht schwer.
Doch ob ich selbst - es lesen kann,
nehme ich - nicht wirklich an.

Man teilte mir schon kürzlich mit,
dass es ein Interesse gibt,
an dem Buch - gesprochenen Wort.
Der Gedanke - trägt mich fort.

Blinde Menschen - die mir sagen,
es stehe völlig außer Frage.
Das Buch - wenn es als Hörbuch kommt,
weckt Interesse - und zwar prompt.

Ich werde den Verlag mal fragen,
und zwar am Mittwoch - in zwei Tagen,
ob man daran denken soll.
Wenn man ja sagt - fänd ich´s toll.

Mal schauen - heut ist´s noch nicht wichtig,
doch ich lieg vielleicht ja richtig,
wenn ich denke - Leute glaubt,
dass meine Stimme - dort nicht taugt.

Denn die Menschen zu erschrecken,
würde mir nicht wirklich schmecken.
Geschrieben? - Klar, weil das ja muss.
Schön verpackt - zur Storys Fluss.

Sollt ich etwas Kreide naschen?
Am Stück? - Vielleicht sogar in Flaschen?
Dann wird die Stimme - schön geschmeidig,
einfach sanft - und schön - halt kreidig.

Mein Zwerg - Herr Steinwart Wurzelknopf,
geht mir nicht mehr - aus dem Kopf.
Wie schön - wenn´s auch bei anderen wär.
Vielleicht ein Hörbuch? - Ich will mehr.  29.09.2014
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Berlin ist eine Reise wert

Berlin ist - liebe Leute hört,
immer eine Reise wert.
Egal zu welcher Jahreszeit,
ist der Weg - auch ziemlich weit.

Wird´s im November neblig, frisch,
pack ich den Koffer - Weib und mich,
setz mich ins Auto - fahre los,
denn die Freude - sie ist groß.

In Spandau - hat man mir gesagt,
steigt an jenem fernen Tag,
eine Lesung - gar nicht dumm.
Ich nehme Platz - im Publikum.

Stühle rücken - Volksgeschnatter,
offene Türen - offenes Gatter.
Unterhaltung - laut und leise,
ich höre zu - müd nach der Reise.

Ich bin gespannt - um was es geht,
ob man diesen Mensch versteht.
Hoffentlich schläft niemand ein.
Ich meine nur - ...es könnt ja sein.

Wenn man rund um mich gleich schnarcht,
ist das Erlebnis - (ich sag´s barsch:
Jetzt habt Ihr mich - wohl unterschätzt.
Ich kenn Benimm - fühl mich verletzt).

Die Liebste meinte - <<Lieber Mann,
zieh dich bloß - vernünftig an.
Damit du mir - in jener Nacht.
nicht noch schlimme Schande machst.>>

Ich schaue still - an mir herab,
ob ich Knitterfalten hab.
Ich schaue kritisch - sehe nichts.
So erfüllt ich meine Pflicht.

Es geht auf 8 - und niemand steht,
auf der Bühne - es ist spät.
Ich blicke ständig auf die Uhr,
wo bleibt der Mann der Worte nur?

Der Schalter schaltet - löscht das Licht,
da stell ich fest - sie meinen...mich.
Ich hab den falschen Platz gewählt,
nun fühle ich mich - angezählt.

Plötzlich fällt mir siedend heiß,
ein - die Stirne perlt vor Schweiß,
dass ich hierherkam - sapperlot,
um vorzutragen - groß die Not.

Doch dann denke ich daran,
dass ich´s schon tat - jetzt irgendwann.
Es machte Freud - oh, Leute hört:
Berlin - ist eine Reise wert.  16.09.2014
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Mein erstes Mal

Fremde Menschen - fremde Stadt,
wie gut, wenn man dann Freunde hat.
Ganz, ganz leise - mit Verstand,
nehmen sie dich - bei der Hand.

Nehmen dir die Angst - das Zittern,
fühlst dich plötzlich gleich dem Ritter,
in einer Rüstung - Leute, seht,
die aus purem Glück besteht.

Gestern las ich - weit entfernt,
aus meinem Buch - und ich tat's gern,
weil die Menschen, die dort kamen,
vom Beginn - die Zweifel nahmen.

Neubrandenburg - im Weltbild Laden,
einfach gute Laune haben,
und spüren, dass man - mit dir lacht,
dass man dir zuhört - hin zur Nacht.

Dass man dir an den Lippen hängt,
dass man dich in der Gruppe fängt,
dass man dich annimmt - wie du bist,
dass man nur lauscht - derweil du liest.

Wie hab ich mich verrückt gesponnen,
seit gestern - bin ich angekommen,
ich merke plötzlich - wunderbar,
auf einmal werden Träume wahr.

Von unserer Freundin - von Liane,
angekündigt - ja, ich ahne,
dass ihre pure Herzlichkeit,
den Druck mir nahm - und mich befreit.

Die ersten Worte - die ich las,
die ersten Sätze - und es saß,
die Menschen, die gekommen sind...
Ich freue mich - gleich einem Kind.

Ich kann und will mich nur bedanken,
Ihr gabt mir - ohne jede Schranken,
einfach, einfach - das Gefühl,
alles ist ein großes Spiel.

Falls ich hier neue Freunde fand,
an meinen Worten - hier im Land,
dann ist mir das - weil mich das ehrt,
mehr - als vieles andere wert.

Das erste Mal - so ist's im Leben,
ich weiß, es wird noch weitere geben,
doch bleibt - das allererste Mal,
etwas Besonderes - allemal.

Bleibt in der Erinnerung,
ewig frisch - und ewig jung.
Dankeschön - Ihr macht's mir leicht.
Dankeschön - Ihr macht mich reich. 13.09.2014
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Reif

Vergangene Nacht - noch gut genächtigt,
jedoch, mein Puls - er steigt schon mächtig.
Ich spüre, wie es mich ergreift,
morgen Abend - bin ich reif.

700 Kilometer,
fahren wir - und wenig später,
steh ich dann - an jenem Ort,
wo´s mich dahinrafft - bin mal fort.

Viele Augen schauen auf mich,
von hinten scheint ein warmes Licht,
und vorne - vor mir - sitzen sie,
ich flattere schon - oh, fragt nicht wie.

Vor mir sitzt - ein Publikum
erwartungsvoll - doch ich bleib stumm,
öffne meinen Mund sogar,
doch kommt nichts raus - das war mir klar.

Das Rote Kreuz - und die Malteser,
stehen bereit - Ihr lieben Leser,
vielleicht sogar - zu später Stund,
der Deutsche Samariterbund.

Ein Pfarrer - für das letzte Salben,
ich ahne das - denn allenthalben,
habe ich den klaren Blick...,
vergesst mich ruhig - ´s gibt kein Zurück.

Ich schaue - meine Haut ist grau,
gleicht den Haaren - fast genau,
in die Augen - meines Weibs,
die mich begleitet - durch die Zeit.

Ich sehe sie - sie lächelt still.
Denkt - <Was schreibt der einen Müll.
Ignoriert bloß - dies Gedicht.
Weshalb er jammert - weiß ich nicht.>

Sie meint - ich sei ein Jammerlappen,
ich soll da durch - es wird schon klappen.
Versteht sie denn nicht - früh am Tage,
dass ich nur Grund - zum Reimen habe?

Wie wäre meine Welt - ganz ehrlich,
ohne Worte? - Kaum entbehrlich,
ist für mich - die Möglichkeit,
fein zu labern - tut mir leid.

Natürlich bin ich aufgeregt,
ich hoffe sehr - dass sich das legt.
Bin froh - ich hab die Chance bekommen.
Und, ja - ich hab sie angenommen.

Das erste Mal - vielleicht von vielen.
Bestimmt werd ich mich super fühlen.
Liane, freu mich - hey, ich komm,
zu Dir - oh, meine Frosch - McPom.  11.09.2014
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Zauberer

Ich darf ja keine Namen nennen,
jedoch - dass Menschen zaubern können,
lässt mir keine Ruhe nicht.
Daher nun, Leute - dies Gedicht.

Lest Euch meine Story an,
bewundert mit mir - diesen Mann,
ein wirklich echter Pfiffikus,
das wurde mir - erst jetzt bewusst.

Ich nahm vor kurzem mir ein Herz,
dazu mein Buch - nein, nein, kein Scherz,
betrat die Handlung - die des Buchs,
und fragte höflich - ein Versuch.

Ob man vielleicht kurz prüfen könne,
(Ihr wisst, dass ich nicht Namen nenne),
ob das Buch - das er nicht kennt,
etwas sei - fürs Sortiment.

Der Mann - er schaut voll Langeweile,
das habe sicher - keine Eile,
und bis er drin gelesen hat,
sei ich wahrscheinlich - alt und matt.

Egal - ich ließ das Buch bei ihm,
hab´s sozusagen - kurz verliehen.
Ich richtete mich darauf ein,
ich höre nie was - könnt ja sein.

Jedoch - ein knappes Stündchen später,
tönt sein Anruf - durch den Äther.
Er habe schon die Zeit gefunden,
und drin geschmökert - nur nicht wundern.

Nun sei er zu dem Schluss gekommen:
Kein Interesse - angenommen,
ich sei dem Laden wieder nah,
könnt ich´s mir holen - liegt ja da.

Heut ging jetzt meine Liebste hin,
wollt es holen - grad im Sinn,
da fand der Herr - es erst mal nicht.
Ach, wie helle - ist´s im Licht.

Als er´s dann fand - ach, wunderbar,
wurde uns auf einmal klar,
dass... - ich deutete es an,
der Herr - gewaltig zaubern kann.

Denn das Buch - war noch verschweißt,
was am Ende - letztlich heißt:
Er hat - seht, wie verwirrt ich bin,
den sogenannten - 7. Sinn.

Niemand muss mein Buch ja lieben,
doch mich verar..... - sollt er üben.
Diese große, große Kette,
sieht mich nicht wieder - jede Wette.  10.09.2014
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Bald

Perfekt gefrühstückt - leckerer Schmaus,
ich schaue grad - aus unserem Haus,
und erkenne - nebenbei,
es riecht nach Herbst - ein Wolkenbrei.

Ich lehne mich entspannt zurück,
hab kein Problem - und das ist Glück,
wenn es langsam kühler wird,
anstatt man - stets die Schwüle spürt.

Ein kurzer Blick auf den Kalender.
Ich stelle fest - es wird September.
Kein Problem - ich atme durch.
Ich chille - doch dann spür ich Furcht.

Ganz weit hinten fällt mir ein,
dass ruhig - und ganz entspannt zu sein,
irgendwo nicht passen kann.
Denn bald fängt nun - mein Lesen an.

Neubrandenburg - so fern, McPom,
hallo Liane - hey, ich komm.
Ich freu mich drauf - und das wird schön,
Dich wieder einmal - nah zu sehn.

Berlin - zu Micha - im November,
auch das steht deutlich im Kalender.
Oktober - Lindlar - vom Verlag,
falls dann jemand kommen mag.

Gewerbetag und -fest in Kall.
Falls ich demnächst ins Koma fall,
liegt das ganz bestimmt daran,
dass ich nicht ruhig mehr schlafen kann.

Ich war beim Doc - der Vorrat wächst,
an Tranquilizern - denn relaxt,
werde ich - betäubt nur sein.
Die größte Windel - sie ist mein.

Groß wie von dem Zelt die Plane,
oh, ich weiß - und, oh ich ahne,
dass es hinten - muckelig ist,
wenn der Autor - sitzt und liest.

Schaut jetzt nicht so kritik-lich,
eines mach ich sicher nicht:
Ich mach nicht rosarot die Welt,
weil sie mir - auch so gefällt.

Keine Pillen - nicht Tabletten,
allein der Fakt - er wird mich retten:
Nette Menschen an der Seite,
egal, ob hier - ob in der Weite.

Steinwart, schaut mich an - und spricht:
<<Pass auf - auf deinen Kauz, sprich mich.
Und atme vor dem Lesen durch.
Du machst das schon - hab keine Furcht.>>  30.08.2014
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Es nimmt kein Ende

Ich warte stetig auf die Wende,
doch trotzdem finde ich kein Ende.
Ich bin in dieser Welt gefangen,
und frage mich jetzt stets – wie lange.

Die Zwerge lassen mich nicht los,
der Zwang zu schreiben – er ist groß.
Und so gibt’s jetzt allemal,
schon 80 Seiten – welche Zahl.

18 neue Zwerg-Kapitel,
und ich sitze stumm inmitten,
frage mich – wohin das führt,
wenn man der Musen Küsse spürt.

Ihr dürft mir da nicht böse sein.
Ich bin´s nicht schuld – nicht ich allein.
Berichte und erzähle nur,
was dort geschieht – oh, welch Tortur.

Kann doch nichts – das ist nicht ohne,
für die Dummheit der Personen,
die handeln – oftmals viel zu spät,
als ob es nie – ein morgen gäb.

Die sich in der Aktion verstricken,
einfach so – aus freien Stücken,
und dann denken – bin gewählt,
dass es jemand – Euch erzählt.

Es ist nicht so – dass ich dran denke,
nein – nur meine Finger lenken,
die Bits und Bytes auf das Papier.
Ein eigenes Leben – glaubt es mir.

Ich schaue meine Finger an,
weil ich´s nicht verstehen kann.
Denke manchmal – ganz gehemmt,
die zwei Finger – sind mir fremd.

Es sind nur 2 – die niemals rasten,
sie hauen ständig auf die Tasten.
Zum Lernen des Komplett-System,
sorry, war ich – zu bequem.

Ein Kapitel – gab es heute,
doch kann es sein – Ihr lieben Leute,
dass ich ein weiteres schreiben muss.
Ich finde weder Halt – noch Schluss.

Was mag passieren – wär es krass (?),
wenn ich den Zwang versiegen lass?
Ihm einfach meiner Stirne zeige,
und wie es sich gehört – dann schweige?

Vielleicht – ich werd es überlegen.
Für Euch – wär es gewiss ein Segen.
Doch nicht für mich – ich würd verrückt.
Denn kann ich schreiben – fühl ich Glück. 24.08.2014
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Interview

Mit Mikrofonen – du auf du,
heute ging´s zum Interview.
Mikrofone? – Schreib von einem.
Alles fängt mal an – im Kleinen.

Und trotzdem war es ein Genuss.
Nach der Klappe – nach dem Schluss,
sprach der Mavro - <<Bitte sehr.
Das hat geklappt – das war nicht schwer.

Ich habe keinen Schnitt gebraucht,
und deinen ausgeprägten Bauch,
den verdeckt – du hast Talent,
schließlich ja – dein schwarzes Hemd.

„Mavro´s Freitag“ – startet morgen.
Mach dir wirklich keine Sorgen,
das war in Ordnung – hat geklappt.
Das war es jetzt – der Bart ist ab.

Jetzt folgt die Arbeit – am Computer,
ins Internet – geht es per Router.
Dich schöner machen? – Fein gemischt?
Das wird nicht klappen – wär´s auch Pflicht.

Im Notfall – da ersetz ich schnell,
dein Gesicht – mach´s weiß, ganz hell.
Jetzt hoff ich nur – dass es gelingt,
dass mir nicht die Linse springt.>>

Jetzt bin ich einfach nur gespannt,
wie das wirkt – so vor der Wand,
unterm Dach – in unserem Hof.
Meine Neugier – sie ist groß.

Mavro kam – mit Kamera.
Das Gespräch – das ist jetzt klar,
ist nun im schwarzen Kasten drin.
Mal schauen – ob ich sprach mit Sinn.

Ich sah sie schon – die ersten Bilder,
ohne hochgehaltene Schilder,
auf denen steht – „Entfernt ihn jetzt.
Ich fühle mich – verstärkt entsetzt“.

Sich selbst in einem Bild zu sehn,
das ist nicht wirklich – furchtbar schön.
Von daher weiß ich jetzt noch nicht,
ob ich´s mir anschau – armes Licht.

Wer Werbung möchte – muss halt leiden.
Wer Bücher möchte – der muss schreiben.
Wer sie will bringen – an den Mann,
der stelle sich… – jetzt nicht so an.

Morgen – morgen weiß ich mehr,
die nächste Nacht – wird lang und schwer.
So langsam scheint es – an der Zeit,
zum Aufbruch – in die Wirklichkeit.   21.08.2014
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Freude pur


Ich weiß, ich sollte artig sein,
doch gibt es trotzdem einen Reim,
für die geschenkte Freude pur,
heute Mittag - um 12 Uhr.

Dass ich - bald etwas lesen darf,
aus meinem "Steinwart" - find ich scharf.
Dass man mir dies Geschenk nun macht.
für solches Tun - ..hätt´s nicht gedacht.

Es geht mir nicht um große Sachen,
es geht mir um das Freuen, Lachen,
um das Gefühl - tief in mir drin,
dass man mich möchte - ab und hin.

Als ich einst am Computer saß,
beim Schreiben - jede Zeit vergaß,
und die Geschichte - hab ersonnen,
war´s nur ein Traum - ...bin angekommen.

Mein Gott - der Mann vom kleinen Ort,
im schönen Rheinland - fährt bald fort,.
in die große Stadt - ohje,
nach Berlin - und an die Spree.

Ich glaube es ja selbst noch nicht,
der dort liest - nun ja, bin ich.
Ein Stuhl - ein Lämpchen - und ein Buch.
Wirklichkeit - ward aus Versuch.

Auch wenn die Knie dann weicher werden,
sind beide Beine auf der Erde.
Und Sauerstoff - ich prüft es schon,
gibt´s in Flaschen - amazon.

Dank Michaela - riesengroß,
für den ersten Hinweisstoß.
Danke - an Frau Bednarek,
für den Kontakt - freu mich wie jeck.

Dank fürs Schreiben - und Probieren,
fürs In-diese-Richtung-führen.
Für Vorbereitung - and so on.
Ich freu mich so - und ja, ich komm.

Es tut mir leid - dass ich Euch plage,
mit meinem Reim - so früh am Tage.
Doch ist die Freude mir entwischt,
und anders - Leute, kann ich´s nicht.

Worte sind halt meine Nahrung,
Worte - meine Offenbarung.
Mit Worten spielen - das ist groß.
An die Tasten - ab und los.

Ich wünsch - ein tolles Wochenende,
reiche virtuell die Hände,
und schwebe jetzt - ist nicht mehr weit.
Genieße einfach – meine Zeit.    15.08.2014
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Verkündung

Ich bin stolz - verkünde nun,
ohne Rast und ohne Ruhen,
dass des zweiten Werkes Frist,
ablief - weil es fertig ist.

Gestern habe ich - Ihr Lieben,
seinen letzten Satz geschrieben.
Es ist fertig - per Datei.
Ich freue mich - ich bin so frei.

Jetzt geht´s an die Fehlersuche,
denn vor dem Druck - sprich vor dem Buche,
soll es frei - von Flüchtigkeit,
und Fehlern sein - ich hab ja Zeit.

Ich kenn es ja - drum ist´s nicht wichtig,
schnell zu sein - ist das nicht richtig?
Außerdem - bin ich im Bann,
von Buch 1 - es läuft grad an.

Noch kenne ich den Titel nicht,
der neuen Story - wär schon Pflicht.
Weder Satz noch Überschrift,
der Kapitel - die es trifft.

Kenne nicht die Cover-Form,
ist die Neugier auch enorm.
Kenne Farbe nicht - noch Bild,
doch ich bin dran - ab bald, es gilt.

Gedanklich gilt es nun zu fassen:
Mein neues "Kind" hat mich verlassen.
Doch Nummer 3 - kommt hinterher,
da fällt der Abschied - nicht so schwer.

Seit Tagen tippe ich schon heiter,
an dem Neuen - es geht weiter.
Ein bisschen war´s wie Stereo.
Jetzt ist´s vorbei - jetzt bin ich froh.

Ob Kind 2 - einst leben wird,
das muss sich zeigen - denn verirrt,
auf Bücherhalden - ohne Lohn,
hat sich ja - so manches schon.

Doch die - die es zur Probe lasen,
in des Entstehens langen Phasen,
haben es geschätzt, gemocht.
Blatt für Blatt - und Wort für Wort.

Kinder, Kinder - ich bin süchtig,
nicht ein bisschen - eher richtig.
Verzeiht dem alten, greisen Mann,
dass er sich nicht beherrschen kann.

Meine Finger - ohne Schutz,
sind kürzer jetzt - glatt abgenutzt,
vom Hämmern auf der Tastatur.
Jedoch von Einhalt - keine Spur.  13.08.2014
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Lampenfieber

Das Licht geht an - und ich erscheine,
schwer der Kopf - verwirrt die Beine.
Versehen mit einem Eigenleben,
wollen sie - zum Ausgang streben.

Der Saal ist voll? - Es wäre möglich.
Doch wäre dieser Fakt - fast tödlich,
denn ich habe - immer wieder,
ausgeprägtes Lampenfieber.

Ich stehe dort - oh nein, kein Witz,
prüfe, ob die Hose sitzt.
Denn die Windel - groß und schwer,
sie kneift und drückt - noch ist sie leer.

Die Knie - sie schlackern, gummiartig.
Adrenalin - es schießt und spart nicht.
Das Herz - es schlägt mir - in der Brust.
Ich denke, dass man´s sehen muss.

Ich setze an - zum ersten Wort.
Was ist DAS? - Die Stimme fort.
Ein Krächzen - und ich denke gerade:
Wie gut, dass ich die Windel habe.

Mein Kopf wird heiß - die Füße kalt.
Ich geb mir Feuer - üb Gewalt,
und auf einmal - hipp, hurra,
ist mein Stimmband - wieder da.

Beginn zu lesen - denn ich schätze,
die vertraut geschriebenen Sätze.
Gerate langsam in den Fluss,
weil ich´s möchte - und nicht muss.

Eine Lesung bahnt sich an,
im November - irgendwann,
in Berlin - der großen Stadt.
Ich hoffe sehr - dass es auch klappt.

Die Planung läuft - die Vorbereitung.
Fernsehen, Funk, die Tageszeitung,
ZDF, die Tagesschau...,
...kommen nicht - na klar, genau.

Doch ich - ich werde mich dran freuen,
ab heute jeden Tag aufs Neue.
Ich warte auf die Mail - die sagt,
mein Erscheinen - sei gefragt.

Ich packe schon - den Notallkoffer.
Nichts vergessen? - Ja, ich hoffe.
Das Schwammtuch - für der Stirne Schweiß.
Ein Set an Windeln - sonst wird´s heiß.

Valium - sowie ein Zelt,
mit Sauerstoff - wär ich ein Held,
dann braucht ich´s nicht - so sieht das aus.
Doch ich bin halt - eine Maus.     12.08.2014
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Ausklang

Wenn ein Buch dem Ende naht,
schnell - und in rasanter Fahrt,
ist es - bitte glaubt es mir,
als ob ich einen Freund verlier.

Empfunden hab ich - irgendwo,
immerzu - und sowieso,
auch - wenn ich ein Buch nur las,
darüber - meine Zeit vergaß.

Doch noch viel schlimmer ist es jetzt,
fast schon fühl ich mich verletzt,
wenn ich demnächst - kurz nach dem Schluss,
leise Abschied nehmen muss.

Ich hab - was dort passiert - erdacht,
hab manchen Tag - und manche Nacht,
daran getüftelt und gefeilt,
mal ganz ruhig - und mal beeilt.

Mal den Anschluss kurz verloren,
mal den neuen Held geboren,
mal erdacht - dass jemand geht.
Einer früher - einer spät.

Hab durch manchen Blick gesehen,
konnte manch Gefühl verstehen,
hab dabei gedacht - nehmt´s hin,
dass ich´s ein Stückweit - selber bin.

Vielleicht ist das der Grund - kann sein,
dass ich denke - dass ich mein,
dass es mir ungleich schwerer fällt,
zu lösen nun - aus jener Welt.

Man lässt ein Stück - ein kleines Stück,
von sich selbst - im Buch zurück.
Dort bleibt es stehen - Schwarz auf Weiß.
Auch zwischen Zeilen - heimlich, leis.

Vielleicht - ich bin mir nicht gewiss,
kannst du nur schreiben - wenn´s so ist,
dass du dich - weil du es liebst,
dem Werk - in voller Hinsicht gibst.

Was ich jetzt feststell - ist nur jenes:
zu Schreiben - ist was Wunderschönes.
Was dazu führt - ich sag´s gelinde,
dass ich den Knopf - fürs Aus nicht finde.

Ich muss einfach weitermachen,
einen neuen Brand entfachen.
Irgendwie - ich weiß schon wann,
fang ich mit dem nächsten an.

Das ist kein Druck - nein, Freude pur,
das ist fürs Seelchen eine Kur.
Glaubt es mir - versucht´s ruhig mal.
Der Grad zur Sucht - ist eng und schmal.  07.08.2014
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Meckerei

Eben meckert – nebenbei,
mein IPhone laut – ganz frank und frei.
Und meine Homepage – sie erklärt,
sie sei verwaist – und ohne Wert.

Sie meckert – denk ich mir – mit List,
vermutlich – weil sie weiblich ist.
DIE Homepage – ja, ich sag´s genau,
kommt bestimmt – auf meine Frau.

Und trotzdem – sie scheint recht zu haben,
das sollte ich zwar jetzt nicht sagen,
doch eine Homepage – altert schnell,
hält man sie – nicht aktuell.

Jetzt martere ich mir den Kopf,
zu Herrn Steinwart Wurzelknopf.
Was ich zu ihm schreiben könnt,
das man – vielleicht – ganz wichtig fänd.

Doch im Moment herrscht Ruhepause.
Der Zwerg sitzt so – wie ich – Zuhause.
Und wartet drauf – dass ich beginn,
mit dem Anschluss – das macht Sinn.

Könnt ich Zeit dafür nur finden,
ich würd erneut die Worte schinden.
Doch muss ich reimen – heut am Tag,
weil´s mein IPhone – will und sagt.

Außerdem – für neue Bände,
bräuchte ich zuerst das Ende,
der Geschichte – wisst Bescheid,
an der ich feile – tut mir Leid.

Und da ein Ende passen muss,
ganz behutsam – hin zum Schluss,
mache ich das – mit Bedacht.
Es dauert noch – so gebt gut Acht.

Ich freue mich schon selbst darauf,
und nehme es daher in Kauf,
dass mein Handy – mich bestimmt,
erinnert – und ans Händchen nimmt.

Im Herbst – so heißt es – soll ich lesen.
Ich fresse – Leute – einen Besen,
meinetwegen – auch gleich vier,
sitz ich – auch im Winter – hier.

Denn große Windeln – tja, für mich,
gibt´s wohl kaum – wär das auch Pflicht,
um die Menschen – die dann kommen,
zu vertreiben – mal gesponnen.

So, jetzt wisst Ihr – jedenfalls,
dass der Synapsen – Strom und Schmalz,
derzeit noch nicht komplett versiegt.
Ich frage mich – woran das liegt.    02.08.2014
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Wenn man

Wenn man gute Freunde hat,
nah – und in manch ferner Stadt,
tun sich plötzlich Wege auf,
und vieles nimmt jetzt – seinen Lauf.

Da bahnt sich jetzt Interesse an,
von dem ich noch nicht sagen kann,
ob es nur zur Hoffnung reicht,
oder mehr ist – als vielleicht.

Dieses Buch geht auf die Reise,
immer schneller – zwar noch leise,
doch nimmt es Fahrt auf – bin verzückt.
Dies Gefühl – es ist verrückt.

Gestern noch – ganz kurz frustriert,
ist es heute nun passiert,
dass ich wieder strahlen will,
für mich – ganz leise – brav und still.

Am Freitag steht´s im „Rundblick“ drin,
dieses Tun – es macht viel Sinn,
weil man nur ein Buch vertreibt,
mit viel Werbung – und viel Zeit.

Dazu die Lesung im September,
bei unserer Freundin – das spricht Bände.
Ich freu mich riesig – ganz, ganz ehrlich,
ist´s auch Stress – für mich gefährlich.

Im Oktober – beim Verlag,
ich bin gespannt – wer kommen mag.
Vielleicht ne weitere – SOS,
ich danke Rob – …bei VHS.

Warum ich das hier alles schreibe?
Warum ich nicht ganz friedlich bleibe?
Na, weil die Homepage sonst verraucht,
weil sie einfach – Futter braucht.

Im August – nach kurzer Pause,
gibt´s die Lesung, hier Zuhause.
Wer weiß, was sich als nächstes tut.
Was nur fehlt – ist etwas Mut.

Ich habe Spaß – ganz ohne Ruh,
an dem was ich hier mach und tu.
Ich schreibe emsig vor mich hin,
weil ich noch voll – an Worten bin.

Wenn man mir sagt, man warte schon,
aufs nächste Buch – ist das ein Lohn,
den mir niemand nehmen kann,
nicht heut – nicht morgen, irgendwann.

Ich warte ab – was kommt, gelingt,
was die Zeit – mir schenkt und bringt.
Doch ein Erfolg – und auch geschätzt,
hey, das ist´s für MICH – schon jetzt.   22.07.2014
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Schreiben

Ich weiß, ich sollte sachlich bleiben,
doch hat mich dieser Reiz – das Schreiben,
plötzlich – voller Macht – erfasst.
Jetzt merke ich – der Anzug passt.

Wir haben uns so viel zu geben.
Ich erweck manch Wort zum Leben,
und das Wort – im Gegenzug,
macht meine Welt so bunt – wie klug.

Wir merken jetzt – klingt´s auch verdreht,
dass es nur noch gemeinsam geht.
Das Schreiben wird mir fast zur Sucht,
überfällt mich – voller Wucht.

Ich schaue meine Finger an.
Ich weiß nicht, wie es kommen kann,
dass sie – statt herumzuliegen,
so gerne über Tasten fliegen.

Aus ein paar Bits – aus ein paar Byte,
werden ständig – tut mir leid,
neue Worte, Zeilen, Seiten,
um mich zu fordern – und zu leiten.

Ich dachte einst – das hört bald auf,
das nimmt jetzt kurze Zeit den Lauf.
Doch jetzt merk ich – bitte sehr,
von Tag zu Tag – wird´s mehr und mehr.

Die zweite Story – meiner Hände,
steht jetzt fast schon vor dem Ende.
Wenige Kapitel noch,
doch was dann folgt – das ist kein Loch.

Plötzlich sprudelt´s – on und on,
ich komme einfach – nicht davon.
Ich komme einfach nicht mehr los.
Der Worte Quelle – stark und groß.

Was einst als reiner Spaß begann,
mit ein paar Worten – irgendwann,
das ist noch immer pure Lust.
Doch plötzlich – fast schon selbstbewusst.

Drei Lesungen sind schon geplant,
hätte ich das einst geahnt,
ich glaub, ich hätte – kaum zu fassen,
die Finger vom PC gelassen.

Die erste Lesung steigt Zuhause,
dann in McPom – nach kurzer Pause,
dann in Lindlar – schnell und prompt.
Mal schauen, was jetzt sonst noch kommt.

Ich schreibe bis die Finger glühen,
lass mich von den Geschichten ziehen.
Ich schreibe – bis ich nichts mehr weiß.
Oh Schreck – es wird mir kalt und heiß.   18.07.2014
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Das letzte

Eben hab ich – passt schön auf,
mein allerletztes Buch verkauft.
Es ging – ich geb es zu, ganz matt,
per Post – in die verbotene Stadt.

Nach Düsseldorf – der Stadt am Rhein,
auch dort will man – Besitzer sein,
meines Buches – meines Werks.
Was mich sehr stolz macht – und bestärkt.

Es kommt – die Story ist noch jung,
schon bald – die nächste Lieferung.
Dann füllt sich neu – der Vorratsraum.
Was mir geschieht – das ist ein Traum.

Manchmal pitsche ich ganz sacht,
in meinen Arm – doch ehrlich, wach,
war ich scheinbar – vorher schon.
Ein blauer Fleck – bleibt mir als Lohn.

Falls ich Euch auf den Wecker gehe,
wenn ich das Rad hier – ständig drehe,
dann sagt mir das – doch allemal,
mach ich es dennoch – ganz egal.

War das jetzt frech? – Ich bin halt so.
Ich schreibe meine Welt mir froh,
und wenn das jemand dann noch mag.
Ist er perfekt – mein eigener Tag.

Es war das letzte Buch – von vielen.
Seid mir nicht gram – ich will nur spielen.
Und Samstag kommt – per DPD,
der nächste Schwung – hipp, hipp, Olé.

Wie lange das so weitergeht?
Ich weiß es nicht – doch Ihr versteht,
dass ich das nicht mehr missen will…
Ja, ja, schon gut – ich bin schon still.

Nach Düsseldorf – Burghausen, Bayern,
nach Berlin – ich möchte feiern,
nach Dortmund – und – darauf mein Wort,
nach Norway – zum Geirangerfjord.

In Grouven – und auch selbst in Basel,
liest man emsig mein Gefasel.
In Oberhausen – und in Kiel,
in Kölle, Hamburg, Kehl – ein Spiel.

So ganz wirklich… - bin das Ich?
So ganz wirklich… - glaub ich´s nicht.
Wahrscheinlich hab ich´s nur geträumt.
Doch schön war´s trotzdem – wie´s mir scheint.

Sorry – ja, ich tat´s schon wieder.
Ja – ich werde halt nicht müde,
stets zu sagen – wie´s gefällt.
Hoppala – was kost die Welt?   16.07.2014
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Statistik

Die Statistik – welch ein Glück,
meldet, dass so mancher Klick,
auf Steinwarts Homepage – ganz galant,
einen Hort – und Heimat fand.

Werbung ist – im Fall des Falles,
scheinbar wirklich mehr als alles.
Ohne dieses Instrument,
wird mein Buch – komplett verpennt.

Niemand sucht im Internet,
nach meinem Namen – A bis Z,
und der Zufall hilft mir kaum.
Jedoch die Werbung? – Na, mal schau´n.

Ich hab die ersten Rezensionen,
nette Worte, die sich lohnen,
gar noch einmal – ach, wie schön,
genau zu lesen – hinzusehn.

Um an sich – sein Werk – zu glauben,
ob die Worte etwas taugen,
ist des Fremden Meinung wichtig,
um sich zu formen – das ist richtig.

Ich hätte niemals – nie gedacht,
dass man mir solche Freude macht.
Nein, keine Angst – ich heb nicht ab.
Ich bringe nur – den Sinn auf Trab.

Den Spaß an neuen Worten formen,
außerhalb vertrauter Normen,
nur durch Einblick – tief wie nie,
in das Reich – der Phantasie.

Plötzlich sprudeln die Gedanken,
ohne Ende – ohne Schranken.
Worte bilden sich zum Satz.
Und der zum Buch – zu meinem Schatz.

Was begann – sich zu entfalten,
ist nunmehr nicht mehr aufzuhalten.
Schon wieder finde ich – oh je,
das Abendplätzchen – am PC.

Schon wieder ein Kapitel – fix,
neu geschrieben – geht wie nix.
Fließt mir aus den Händen – flott.
Wo soll das enden – oh, mein Gott.

Darf ich sagen – stets und wieder,
dass ich die deutsche Sprache liebe?
26 – kleine Zeichen,
die Welt zu formen – sie zu streichen.

In allen Farben – wie ich´s will.
Laut und leise – grob und still.
Einfach kurz mal durchgeschüttelt,
Das passt – da wird nicht dran gerüttelt.  14.07.2014
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