Bald ist Weihnachten

Ob’s Christkind wohl dran denken mag,
dass ich an jenem schönen Tag,
nicht gänzlich in die Röhre schau?
Wen fragte ich? - Na, meine Frau.

Sie überlegte gar nicht lange,
macht sich vor Antwort niemals bange,
und sprach nach kurz Bedenkenszeit,
ich tue ihr tatsächlich leid.

Mein Wunsch nach Punkten für‘n FC,
sei legitim, doch jemineh,
selbst Christkind und der Weihnachtsmann,
verzweifeln - leider, leider - dran.

Wer Freiburg nicht nach Hause schickt,
nach 3:0, der sei verrückt.
Dem helfe - dieser Sieg war Pflicht,
der Zauber, selbst der Weihnacht nicht.

Liga 2, das sei die Richtung.
Selbst bei gut gewollter Wichtung,
meines Wunsches sei es Fakt:
Der Bock verlor komplett den Takt.

Rundherum ein Scherbenhaufen,
Bockseidank, zum Aufrecht Laufen,
reicht es noch - doch allemal:
Der Himmel über Köln wirkt fahl.

Ich solle mir daher was wünschen,
was wirke... - nein, will nicht nach München.
Nicht nach Gladbach, BVB.
Leverkusen? - Das tut weh.

Ich gehe wieder durch die „Hölle“,
von Liga 2, denn mir liegt Kölle,
immer noch - das ist kein Scherz,
rot und weiß an meinem Herz.

Mich jetzt gerade auszulachen,
mag für manche Sinn wohl machen.
Mir jedoch - das mein ich so,
geht’s vorbei an meinem Po.

Ich werde auch beim nächsten Spiele,
im Stadion sitzen - ...und noch viele.
Werde schimpfen, seid gut Ohr,
wie der Spatz auf seinem Rohr.

Das was mir einst eingegeben,
wird auch diesmal überleben.
Nicht das erste Mal und Jahr.
Freunde, hab ich recht? - Na klar.

Jetzt suche ich mir auf die Schnelle,
was anderes aus - auf alle Fälle.
Ein Wunsch, der mich dann strahlen lässt.
Trotz letztem Platz - ein schönes Fest.  12.12.17
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Spiel gedreht

Machst du mal den Gegner nass,
so macht erneut das Reimen Spaß.
Von Frust, von Trauer keine Spur.
Freitagmorgen – 7 Uhr.

Ein Match, wie lange nicht gesehen.
Ein 5:2 Sieg – Bock, wie schön.
Mit allem drin, mit Auf und Ab,
mit Emotionen nicht zu knapp.

Voll Freude nach dem Führungstor,
Zoller, super, mir kam´s vor,
als ob das nicht so einfach war.
Junge, danke, wunderbar.

Dann der verflixte Abwehrreigen.
1:2 – was blieb? Na, Schweigen.
Mit dem Rückstand in die Pause.
Am liebsten führe ich nach Hause.

Doch was in Halbzeit 2 geschah…
Plötzlich war die Mannschaft da.
Osako, er betrat den Rasen.
Clemens ging – …jetzt Angriff blasen.

Das 2.2, der Ausgleich fällt,
rot und weiß scheint mir die Welt.
Guirassy, das Freistoßtor,
zum 3:2 – ich ging empor.

Timo Horn, der nicht vergisst,
dass er bei uns der Beste ist.
Der eine Chance zunichtemacht…
Sie hätt uns um den Sieg gebracht.

Das 4:2 – Osako, Dank.
Bate, das nun endlich wankt.
Das 5:2 den Schlusspunkt setzt.
Ich schwebte, Leute – auch noch jetzt.

Endlich wieder einmal siegen,
sich jubelnd in den Armen liegen.
Es tobt der Süden – Ton in Ton,
mitsamt dem ganzen Stadion.

Ein Mannschaftsauftritt – ja, als Team.
Was anfangs mir kaum möglich schien,
das wurde nach der Halbzeit Fakt.
Super, Jungs, Ihr habt´s gepackt.

Macht, dass nun der Knoten platzt.
Ich sage es mit einem Satz:
Kämpft wie gestern – dann soll´s sein.
Besiegt uns bitte Hoffenheim.

Glaubt an Euch – wir tun´s ja auch.
Das ist es, was die Seele braucht.
Die Pylonen, das ist Fakt,
tanzten im rot-weißen Takt.    03.11.17
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Pizza

Seit gestern ist der „Pizza“-Bote,
bei uns im Stall – sagt, weckt er Tote?
Ich tät mich freuen – alle Welt,
würd eine Lieferung zugestellt.

Eine Lieferung, heiß und frisch,
bei Leipzigs Mannen auf den Tisch…
Oder eher doch ins Netz?
Ich hoffe drauf – schon heut, schon jetzt.

Auch wenn die Pizza älter ist,
vielleicht hat sie noch trotzdem Biss.
Treibt sich an dem Ort herum,
wo´s letztlich zählt – das wär nicht dumm.

Wunder von ihm zu erwarten,
Tore, die er einstmals machte,
ich ahne schon, das ging zu weit.
Es nagt an ihm der Zahn der Zeit.

Kann er vielleicht Blockaden lösen?
Gelänge dies, ich wär nicht böse.
Kann er im Strafraum – das wär fein,
ein Schlüssel hin zur Lösung sein?

Nicht zu handeln, wäre tödlich,
der Pizza-Bote, das ist löblich,
reißt das Ruder rum - …vielleicht.
Mal schauen, wozu es heute noch reicht.

Rückennummer 39.
Ach. wäre Pizza noch so „fleißig“,
wie er das einst gewesen ist.
Das wär Klasse – dass Ihr´s wisst.

Vielleicht macht er, oh Bock, wer weiß,
Herrn Cordoba ja endlich heiß.
Jedoch, so lang das Mittelfeld,
nicht Antrieb gibt… - dahingestellt.

Ein Fehler ist es allemal,
gewiss nicht, denn für die Moral,
müsste Pizza – hoff ich doch,
sich wirklich eignen – heute noch.

Am Sonntag steht er schon im Kader?
Ich freu mich drauf, kein wenn, kein aber.
Und ob es sein kann, ob er netzt,
gilt´s abzuwarten – Bock, das ätzt.

Kann EIN Mann den Antrieb geben?
Ich weiß es nicht, man wird´s erleben.
Doch ohne Hoffnung, Phantasie,
treffen unsere Stürmer nie.

Hilft uns bald der Pizza-Bote?
Das gilt es nunmehr auszuloten.
Ich trag bereits den Schlabberlatz.
Ich hoffe, dass der Knoten platzt.   30.09.17
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Vom Eichhörnchen

Die Hand, sie zittert kläglich noch,
der Kopf ist heiß, der Blutdruck kocht,
der Herzschlag schlägt in höchster Not.
Wär das nicht so, wär ich tot.

Denn sobald der Geißbock spielt,
vielleicht in Richtung Punkte zielt,
schaltet der Verstand mir ab.
Dann bin ich nur noch Fan - nicht knapp.

Heut - gebärde wie ein Doofer,
gab's das Auswärtsmatch - Hannover.
Ohne Punkte, Mann oh Mann,
trat nun mein FC dort an.

Ein gutes Match? - Nein, allemal,
das war es nicht - doch ganz egal.
Am Ende steht 1 Punkt, den wir,
nun mit uns nehmen - na, nach hier.

Für die Moral, so denke ich,
war dies Remis grad heute Pflicht.
Und da nach vorne wenig lief,
erleichtert mich der letzte Pfiff.

Ein 0:0 gab's an der Leine.
Erleichterung, sie ist nun meine.
Allerdings, es tut mir leid,
beileibe nicht Zufriedenheit.

Doch ging es heute nicht darum,
Hurra zu spielen, das wär dumm.
Die Abwehr galt's zu schützen, heut.
Das hat geklappt - wie mich das freut.

Auch wenn ich oft die Luft anhielt,
sie haben ganz okay gespielt.
Jetzt gilt es, darauf aufzubauen.
Ob das klappt? - Wir werden schauen.

Mühsam, fast dem Eichhorn gleich,
sammeln wir den Punkt - ob's reicht,
zeigt die Zukunft uns gewiss.
Der Kölsche sagt, es ist, wie's ist.

Natürlich würd ich lieber siegen.
An mir soll's ganz gewiss nicht liegen.
Doch nach vier der Niederlagen,
war's ein Anfang - sonst noch Fragen?

Ich denke, mit Erfolgserlebnis,
stimmt irgendwann auch das Ergebnis.
Ob dafür die Zeit uns bleibt,
wird man sehen - noch ist's weit...

...weit zu all den sicheren Rängen.
Schubsen, Fordern und auch Drängen,
dann kommen wir dort unten raus.
Ich hoffe ständig - so schaut's aus.  24.09.17
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Europapokalauftritt in London

Was mir nun in Erinnerung bleibt?
Was ich jetzt fühle, was man schreibt,
betrifft Idioten - dort im Lande,
tatsächlich nur ganz knapp, am Rande.

Doch dass dies schöne Stadion,
das ist Gefühl mir und auch Lohn,
noch nie solch Stimmung hat erlebt,
dass ist ein Fakt - hey, Bock, was geht.

Lang vorm Match schon die Gesänge.
Vergessen waren Stress, Gedränge.
Die Gänsehaut lief dauerhaft.
Das hat nur der FC geschafft.

Ich hatte Pippi in den Augen.
Das ist kein Scherz, Ihr dürft es glauben.
Ich bekam - gewollt, nicht Pflicht,
das Strahlen nicht aus dem Gesicht.

Dass dies als Virus dort grassiert,
das ist tatsächlich, ja, passiert.
Selbst meine Frau - dass es das gibt,
sang und hüpfte, klatschte mit.

Ein solches Fest nur nicht versäumen.
Dazu noch durfte ich ja träumen.
Als Cordoba das Tor erzielt...
So ist's halt, wie das Leben spielt.

In Halbzeit 2 setzt Arsenal,
sich leider durch, ein klarer Fall.
Doch trotzdem bleibt mir was zurück:
Der Spaß, die Freude und das Glück.

25 Jahre lang,
hab ich's ersehnt - ich war im Bann.
Ich hätt es niemals mehr gedacht.
Es bleibt die rot und weiße Nacht.

Der Wermutstropfen, sicherlich,
ist Hector - Bock, das ängstigt mich.
Und was jetzt die UEFA tut...
Der Blocksturm - sorry - war nicht gut.

Am Sonntag heißt es wieder Liga.
Nach Dortmund geht's - nur ganz kurz rüber.
Punkte sind es, die nun zählen,
und dennoch - könnte ich jetzt wählen...

...ich führe jede Runde mit.
Nach Belgrad - und im nächsten Schritt,
vielleicht sogar nach Borisov.
Solche Tage gibt's nicht oft.

Liest man die Begeisterung,
aus meinem Text? - Bin nicht mehr jung,
drum wird das alles hoch geschätzt.
"Eines Tages" - das ist jetzt.     16.09.17
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Arsenal und der FC

Ein Fußballfest bei Arsenal?
Na klar, das wird´s auf jeden Fall.
Egal, was auf der Tafel steht,
der Reiz ist da – klingt´s auch verdreht.

25 Jahre lang,
hab ich erwartet – ängstlich, bang,
dass es den Tag - …hab mich geirrt,
niemals wieder geben wird.

Europa rief – samt Jubelschrei,
bin ich beim ersten Match dabei.
In London, in der Metropole,
auf dass der Bock dort Punkte hole.

Auch wenn ich schreibe, ganz egal,
so stimmt das nicht, denn allemal,
freu ich mich bei Siegen auch.
Als Fan ist das halt Sinn und Brauch.

Die Liebste schaut mich an und spricht:
<<Mein lieber Freund, beruhige dich.
Kein falscher Spruch, kein falsches Wort,
im Emirates – an jenem Ort.>>

Ich schaue kläglich auf den Boden.
Will mich ja nicht selber loben,
doch habe ich – na klar – Verständnis.
…so lang ich hier bin – welch Erkenntnis.

Denn dort, wo Fußballmatches wohnen,
wachsen leider Emotionen.
Ich kenne mich – ich sag´s Euch hier:
Auch bei Ruhigen… - sprich, bei mir.

Auf dass ich später reimen kann,
irgendwo und irgendwann,
freue ich mich aufs Erlebnis.
Ach, stimmte doch – na – das Ergebnis.

Mit Gleichgesinnten, habt mein Wort,
wird´s herrlich werden an dem Ort,
an dem man nur gewinnen kann.
Nicht mehr lang – dann fängt es an.

Zwei Tage diese Stadt erleben.
In Vorfreude schon heut erbeben.
Die Stunden zählen bis zum Pfiff.
Wir haben London fest im Griff.

Singen, muss mich heut schon loben,
die Engländer in Grund und Boden.
Schmücken um den Anstoßkreis,
das Stadion in rot und weiß.

Und wenn ich dann noch jubeln darf…
Mein Bock, das wäre rattenscharf.
Drückt die Daumen – fest, ob leicht,
auf dass es für nen Festtag reicht.   07.09.17
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Start und gleich das Derby

Seit Freitag heißt es Bundesliga.
Remis, Verlierer und auch Sieger,
geben sich seitdem die Ehre.
Ach, wenn's doch 18 Uhr schon wäre.

Denn für mich fängt dann, erst dann,
die Liga endlich wieder an.
Was interessiert mich Hoffenheim?
Auch Dortmund nicht. - Das soll so sein.

Auch nicht, ob die fernen Bayern,
am ersten Tag die Schale feiern,
die sie - kurz mal angenommen,
sowieso erneut bekommen.

Mich interessiert nicht "Aspirin",
auch nicht HSV als Team.
Nicht Hannover, Bremen nicht.
Kein Feeling und auch kein Gesicht.

Aber dass im "Bauernstaat",
heut bereits das Derby naht,
das hat mich früh schon angeknockt.
Gute Reise - Dir, mein Bock.

Kein Ticket, das ich heut erhielt,
ich verfolge, wie man spielt,
zuhause, friedlich am TV.
Aufgeregt...ich weiß genau.

Muss die Freundschaft heut vergessen,
zu manchem Fohlen - klingt's vermessen,
wenn ich schreibe, dass mein Ziel,
die Punkte wären? - Ist nur Spiel...

Oh Bock, was schreibe ich denn da?
Packt mich der Wahnsinn? - Ist er nah?
Fußball ist seit ewig schon,
kein Spiel... - FC ist Religion.

Ob Schalke gestern Leipzig schlägt,
ob man den Held auf Schultern trägt,
der gestern manches Tor erzielt,
ist mir wurscht - FC, er spielt.

Risse, mach es noch einmal.
Ein Schuss, ein Strich - es ist egal,
wann und wie und sowieso.
Ein Punktgewinn - und ich bin froh.

Hertha BSC und Hessen,
jucken nicht, sind zu vergessen.
Heute bin ich in der Spur,
jetzt zähle ich die Stunden nur.

Im leuchtend grünen Bauerntempel,
setz ich gern rot-weiße Stempel.
Auf dass der Spaß am Geißbock blüht.
Jedes Jahr dasselbe Lied.     20.08.17
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Ein neues Trikot

Neue Spielzeit - das Trikot,
gefällt mir prima, ich bin froh.
In feinem Rot, darauf der Dom...
Fragt mich nicht - ich hab es schon.

Zu Spielen wird's vorzüglich kleiden.
Auch selbst dann, ich könnt's beeiden,
wenn der Bauch darunter quillt.
Für mich ist's ein perfektes Bild.

Fuhr gestern samt Frau General,
zum Shop der Fans - ...das ist fatal,
denn ich gab in jenem Haus,
viele, viele Kröten aus.

Jetzt prangt das Böckchen auf der Brust,
die neue Spielzeit, sie macht Lust.
Ach wenn's doch endlich Stichtag wär.
Zu warten fällt mir immer schwer.

Ich träum davon, das wird die beste,
Spielzeit - selbst wenn's Herrn Modeste,
jetzt wohl doch - ...die Presse schreibt,
zügig hin nach China treibt.

Ein großer Batzen an Millionen,
sollen/müssen sich dann lohnen.
Mit Voraussicht eingesetzt,
wird's schon klappen - denk ich jetzt.

Hätt ich gedacht Europa ruft?
Ich glaub nicht wirklich - hey, das groovt.
Ich fiebere schon jetzt darauf,
lass Emotionen freien Lauf.

Würde liebend gern schon suchen,
liebend gern die Flüge buchen.
Sehe mich schon im Trikot,
fern im Ausland - irgendwo.

Doch nun heißt's noch abzuwarten,
für Zuhaus hab ich die Karten,
doch für auswärts - Freude, groß,
entscheidet im August das Los.

Dann heißt es, ganz schnell zuzugreifen.
Trikot in Rot, mit Nadelstreifen?
Nun ja, vielleicht, dahingestellt.
Die Liebste hat mein Taschengeld.

Die ersten neuen Spieler da.
Stöger hat sein Cordoba.
Dazu noch zweimal einen Horn.
Die Saison beginnt von vorn.

Stolz schau ich auf mein Trikot.
Lacht mich nicht aus, denn ich bin froh.
Ich bin schon heute aufgeregt.
Ich glaube kaum, dass sich das legt.   10.07.17
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Noch 1 Woche zum Spielplan

Ich nage stumm an den Tapeten.
Es hilft kein Nöhlen, Jammern, Beten,
die Saison, sie ist vorbei.
Erst im August heißt's Start und Neu.

Ich halte mich am Confed-Cup.
Wie gut, dass ich Erfahrung hab.
Ich weiß, der Sommer dauert lang.
Die Pause, sie fing grad mal an.

Ein kurzer Blick in den Kalender.
Leer und trostlos - blasse Ränder,
vom Jammern und vom Tränenmeer.
Fußballlos? - Das fällt mir schwer.

Und während ich noch emsig klage,
entsteht in mir die bange Frage,
wann der Spielplan offiziell...
Heute? Morgen? Besser schnell.

Dann könnte ich schon wieder planen.
Auswärtsspiele - werdet ahnen,
Europa kommt nun noch dazu.
Mit dem Flugplan du auf du.

Kurz geschaut ins Internet.
Dort steht der Hinweis, groß und fett:
Die DFL gibt Freitag schon,
den Plan bekannt - perfekt, mein Lohn.

Derweil ich auf dem Bleistift kaue,
voll Hoffnung in die Zukunft schaue,
träume ich im Geiste wieder.
Matches, Stimmung, kölsche Lieder.

Unsere schöne Hütte voll.
Überschwang - klingt das nicht toll?
Ein stetes Fest in rot und weiß.
Was ich will - das ist mein Preis.

Endlich weiß ich wann und wo.
Zwar nicht genau, das ist halt so,
jedoch, der große Rahmen steht,
wann wer kommt - wohin es geht.

Womit endet wohl die Pause?
Auswärts oder doch Zuhause?
Ich freu mich auf den Ziegenstall,
egal wer kommt - in jedem Fall.

Auf Pokal, auf Bundesliga,
auf Europa - gerne wieder.
Auf meinen festen Platz im Süden.
Dort find ich meinen tiefen Frieden.

Mit und ohne Herrn Modeste...
Ich erträume Fußballfeste.
Noch fünfmal schlafen - bitte sehr,
das überleb ich - ist nicht schwer.    25.06.17
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Fahnenmast

In unserem Hof ein Fahnenmast?
Die Liebste überlegt... - das passt.
Ohne dass es Einwand gibt,
stimmt sie zu - ob sie mich liebt?

Sie meinte nur: <<Ja, ja, ich ahne,
es geht um die besondere Fahne.
Rot mit einer Spur von weiß...
Darauf prangt deine kölsche Geiß.>>

Hoch hinauf - 6 lange Meter.
Nicht mehr lange, nicht viel später,
und es weht - darauf mein Wort,
meine Fahne überm Ort.

Nur eines macht mir leichte Sorgen:
Der Fahnenmast, er kommt schon morgen.
Aus feinstem Aluminium,
doch handwerklich bin ich zu dumm.

Vielleicht hab ich ja dennoch Glück,
und Siggi stemmt das Ansatzstück,
in Zement, in unseren Boden.
Dann hisse ich das Teil nach oben.

Wovon das Herz stets überquillt,
passt dann jetzt perfekt ins Bild.
Europa ruft - wir sind dabei.
Na klar auch ich - ich bin so frei.

Die Fahne hat die Liebste mir,
schon lang geschenkt, nur fehlte hier,
der Mast, dass man den Hinweis hisst.
Ich bin ein Fan, wie Ihr wohl wisst.

Egal wie die Gefühle toben,
die Flagge, sie weht immer oben.
Am besten gäb's noch, das ist wahr,
am Fuß des Mastes nen Altar.

Jedoch, da schreitet hier Daheim,
die Liebste heftig mahnend ein.
Sie meint: <<Na, na, nicht übertreiben.
Immer auf dem Teppich bleiben.

Und wenn du auf die Knie jetzt sinkst,
glücklich dort nach oben winkst,
im Blick ganz weit, ganz weit entrückt...
halte ich dich für verrückt.>>

Dass ich es nicht erwarten kann,
merkt man mir das nunmehr an?
Heut am frühen Morgen schon,
bestellte ich bei amazon.

Ihr werdet sie gewiss bald sehen,
über unserem Hofe wehen.
Und wenn man mich für jeck erklärt,
dann ist mir dieses dreimal wert.    31.05.17
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Plätze für Europa

Europas Zug ist nun gebucht.
Gehofft, gezittert und geflucht.
Gejubelt oft – vom Anfang an.
Endlich sind nun wir mal dran.

Die Dauerkarte – das gefällt,
wird ab Montag umgestellt,
auf dass die Plätze sicher sind.
Nur wer wagt, der auch gewinnt.

Der Tag, an dem ich mich entschied,
zur Dauerkarte – ganz verfrüht,
den preise ich von Herzen heut.
Ich hab ihn niemals, nie bereut.

Fast 40 schöne Jahre lang.
Fast – genau – vom Anfang an,
seitdem ich hier ins Stadion ging,
seitdem der Reiz mich so umfing.

Bis zum Losen im August,
ist´s endlos lang – ist mir bewusst.
Bis dahin träum ich, Dank der Worte,
von halb Europa – vielen Orten.

Doch nun wird mit das Eine klar,
es macht mich fertig – oh, fürwahr:
Wie komme ich wohl irgendwann,
auswärts an die Plätze ran?

Ich wär ja fast, bei all dem Warten,
für eine weitere Dauerkarte.
Auf der ich jetzt, das machte Sinn,
buchen kann – egal wohin.

Meine Finger, auf der Stelle,
würden – klar – nach oben schnellen.
Ich zeigte auf – doch wenn´s beliebt,
geht das nicht – weil´s das nicht gibt.

Also steh ich nach der Zeit,
sobald das geht zum Kauf bereit.
Bevölkere das Internet,
zwecks Ticketwunsch – von A nach Z.

Ich rechne wohl mit wahren Horden.
Egal ob Süden, Westen, Norden,
ob Osten – alles einerlei,
FC-Fans, sie sind stets dabei.

Rot und weiße Völkerscharen,
die mit dem Club nach auswärts fahren.
In den Stadien kölsche Lieder.
Danke Jungs, jetzt rockt das wieder.

Für Europa einen Platz,
im Stadion, das wär mein Schaaaatz.
Den gäbe ich – das fällt kaum schwer,
niemals, niemals wieder her.    25.05.17
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Lostopf 4

Ich scharr gehörig mit den Hufen,
Europa hat uns nun berufen,
ab demnächst dabei zu sein.
Die Freude könnt nicht größer sein.

In Lostopf 4 wird man uns setzen.
Es ist nicht schwer daher zu schätzen,
dass starke Gegner unseren Rasen,
betreten werden - …Gruppenphasen.

Manchester und Arsenal,
Bilbao auch – mir ist´s egal.
San Siro/Mailand oder Rom.
Prima wird´s – wo gibt´s das schon?

Unser Effizient ist schlecht?
Dann ist das so – nun ja, ich möcht,
am liebsten – und das nicht allein,
überall im Stadion sein.

Ich nehme meine Liebste mit.
Es geht vorwärts, Schritt für Schritt,
und wenn sie uns das Glück dann bringt,
dann wär das was – Bock, ob´s gelingt?

In Köln/Bonn zum Flieger steigen.
Singen, nicht nur sitzend schweigen.
In Rot und feinstem Weiß geschmückt.
Mein lieber Gott, ich werd verrückt.

Gestern in der Straßenbahn,
erhielt ich – Bock, mein lieber Schwan,
beste Wünsche „meines Fohlens“.
Das ist Freundschaft – unverhohlen.

Annette schrieb: „Fahr mit, wenn´s geht,
egal wohin – falls nicht, wär´s blöd.
Wunderbar und voller Schwung,
ist eines: die Erinnerung.“

Ja, genau, so hab ich´s vor.
Die Hoffnung, die ich nie verlor,
hat uns gestern nun gebracht,
die lange rot und weiße Nacht.

Datt Trömmelche – un zwar us Kölle,
wird mit uns reisen – Hölle, Hölle,
in manches ferne Stadion.
Ich wünschte, es wär morgen schon.

Ich warte fiebernd auf die Lose.
Urlaub nehmen? – Quatsch mit Soße.
Falls nicht, dann nehm ich einfach frei…
FC – mein Bock – ich bin dabei.

Was ich erträumt, ist wahr geworden.
Egal, ob Süden, Westen, Norden,
sogar im Osten – sch…egal.
Ich reime auswärts – mein Signal.  21.05.17
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Erfüllte Träume

Seit 25 langen Jahren,
hab ich davon geträumt, zu fahren,
mit Euch, dem Bock europaweit.
Nach und nach verstrich die Zeit.

Den Traum hab ich nicht aufgegeben.
Ließ Phantasie und Wünsche leben.
Und heute erkenn ich - nicht zu spät,
dass manches in Erfüllung geht.

Ein letztes Spiel, am letzten Tag.
Niemand hat mich je gefragt,
ob mein fragiler Nervenstrang,
das überlebt - ich nahm's nur an.

Gegen Mainz galt's zu gewinnen.
Minuten, die gleich Stunden rinnen.
Nach 1:0 - dank Hectors Schuss,
war's 2:0 schon fast ein Muss.

Bei jedem Angriff - in die Richtung,
Timo Horns platzt mir die Dichtung.
Der Ausgleich - und es wär's gewesen.
Ich weiß... - nur Ängste, blanke Thesen.

Als Osako Herz sich nahm,
zu - endlich - freier Schussbahn kam,
als das 2:0 dann fiel,
war die Mannschaft fast am Ziel.

Übers Stadionmikrofon,
hieß es, dass das Telefon,
in Kopenhagen endlich schellt.
Da brandet Jubel - meine Welt.

Dank Leverkusen und auch Bayern,
ist es nun an uns, zu feiern.
Platz 5 - und gar nichts mehr passiert.
Erleichterung - ich hab's gespürt.

Natürlich höre ich die Mahnung.
Die Belastung...? - Keine Ahnung.
Es hieß, die Chance beim Schopf zu nehmen.
Ich werde mich bestimmt nicht schämen.

Ich werde durch Europa reisen,
mit dem Bock uns dort beweisen.
Auf dass man - glaubt es, oder nicht,
vom Geißbock in der Ferne spricht.

Wie weit wir kommen? - Werden's sehen.
In einem Jahr kann viel geschehen.
Wird das Geld gut investiert,
mal schauen, was damit passiert.

Zum Ende - das ist Pflicht, genau,
ein dickes Lob an meine Frau.
Sie hat im Stadion Glück gebracht.
Rot weißes Feuer ist entfacht.   20.05.17
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2:2 in Leverkusen

Ich schreib es Euch hier ins Gesicht:
Auf Dauer überlebe ich,
solche Spiele eher kaum...
Noch ist Europa grad mein Traum.

Wieder einmal nicht gesehen,
was sich abspielt - so kann's gehen,
am Samstagmittag, Haberland.
Das Ergebnis ist bekannt.

2:0 geführt, doch dann,
fing das Schwimmen wieder an.
Ich saß am Ticker - Elend pur,
Samstag gegen 17 Uhr.

2:2 hieß es am Ende.
Bayer schaffte nicht die Wende.
Wir hatten Glück - Herr Stöger, na?
Hab ich recht? - Ist es nicht wahr?

Jedoch dank Bremens Niederlage,
lebt die Hoffnung - keine Frage.
Jedoch dank Freiburgs Punktverlust,
macht der Tag mir dennoch Lust.

Klünter schoss sein erstes Tor,
Jojic legte bestens vor.
Horn im Tor erneut ein Held.
Das ist prima - das gefällt.

Nur die Abwehr, sie macht Sorgen.
Verdient sich wahrlich keinen Orden.
Jetzt geht's ins Endspiel - gegen Mainz.
Ein Sieg muss her - ne klare 1.

Oh Gott, ich nehme Baldrian.
Was hab ich mir nur angetan,
an jedem Tag, als ich entschied:
FC zu sein - die Hoffnung glüht.

Vielleicht darf ich demnächst verreisen,
mit dem Geißbock uns beweisen,
im Pokal - europaweit.
Ich glaube, ich würd nicht gescheit.

Mainz gilt es in sieben Tagen,
für den Traum zuerst zu schlagen.
Und wenn dann München Freiburg schlägt,
so winkt Platz 6 - die Hoffnung trägt.

Am letzten Tag geht's um die Wurst.
Ich habe einfach große Lust,
auf einen - na, Ihr denkt Euch's schon,
Feiertag im Stadion.

Fußball ist mir niemals Schnuppe,
FC, das Salz in jener Suppe.
Europa winkt von weitem schon.
Holt Euch endlich Euren Lohn.    13.05.17
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Ode an die Freude

Freude schöner Böcke-Funken.
Ich sitze hier, bin siegestrunken.
Ich tippe meine Worte still,
weil das schön ist - weil ich's will.

Ich weiß nicht - kaum noch ist es wahr,
wann ich einen Krimi sah,
wie heute Abend - wisst Ihr's schon,
beim 4:3 im Stadion.

Auf- und Abschwung der Gefühle.
Das ist Fußball - solche Spiele,
sind das Salz in meiner Suppe.
Welch ein Kampf - und was ne Truppe.

Ich glaube zwar, dass beide Seiten,
den Sieg verdienten - doch beizeiten,
schoss der FC der Tore 4.
Bremen 3 - wie gut tat's mir.

2 Tore, um recht schnell zu führen.
Doch konnt ich an dem Punkt schon spüren,
dass dies zum Schluss nicht reichen wird.
Ich hab mich dessen nicht geirrt.

Bremen schoss in 2 Minuten,
sich hin zum Ausgleich - FC, sputen.
Mein Aufschrei macht den Bock wohl high.
Vor der Pause 3:2.

Kurz nach der Pause schoss Modeste,
das 4:2 - rot weiße Feste.
Bis das 4:3 dann fiel...
Da ward ein Krimi aus dem Spiel.

Die Beine letztlich Gummi-ähnlich.
Die Pumpe schlug Galopp-Takt nämlich.
Als Schiri Stark den Abpfiff pfiff,
da hatt ich mich kaum mehr im Griff.

Ein tolles Match mit Schwung und Rasse,
was wir sahen, das war Klasse.
Als Fußballfans - ich sag's mal hier,
lebt man eben nur dafür.

Europa winkt - die Tür ist offen.
Jetzt gilt es nur, darauf zu hoffen,
dass Leverkusen - und zwar Bayer,
uns sie nicht versaut - die Feier.

Ein Endspiel gegen Mainz zuhause,
das wär schon was - das wär ne Sause.
Zwei Wochen noch - ich freu mich drauf.
Der FC hat einen Lauf.

Wer sich so zeigt und sich beweist,
der hat's verdient, dass man verreist,
mit der Mannschaft - ich wär froh,
durch halb Europa - so wie so.    05.05.17
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Remis in Dortmund

Was reimt man in der fernen Stadt,
wenn man es nicht gesehen hat,
wie der FC in Dortmund spielt?
Ich habe mich nicht gut gefühlt.

Saß in Berlin - mit Freunden dort,
an einem mir vertrauten Ort.
Neben mir saß meine Frau,
inspizierte mich genau.

Sobald ich mir das Handy griff,
erhielt ich den finalen Schliff.
So schaute ich - oh weh und ach,
nur alle 10 Minuten nach.

Las vom Druck des BVB,
2 Abseitstoren - jemineh.
Las von Kölner Abwehrschlacht...
Ich habe mir ins Hemd gemacht.

Das Herz, es klopfte denkbar stark,
die Beine schienen mir aus Quark.
Die letzte Phase, sie brach an.
Ich dachte bei mir, lieber Mann.

Timo Horn - die Wahnsinnstat,
derweil schon fast der Abpfiff naht.
Da dachte ich an Hoffenheim...
Das darf, das kann, das soll nicht sein.

Am Schluss ist es - hier stets geschrieben,
Dank Bock beim 0:0 geblieben.
Die Chance, Europa, bleibt bestehen.
Ich sage Euch, ich find das schön.

Wenn bald, am Freitag Bremen kommt,
so hoffe ich nun hier und prompt,
das man sie, ab Anstoßkreis,
zügig aus dem Stadion weist.

Dass man Leverkusen zeigt,
dass man dort - wär besser - schweigt.
Dass man Mainz im letzten Spiel,
fein besiegt - ein hohes Ziel.

Subotic - ich hoff, er bleibt.
Der FC, er ist so weit,
vielleicht ja für den nächsten Schritt.
Dann nimmt man gute Spieler mit.

Ein Mann, der heut gefeiert ward,
und zwar von Dortmund - ab dem Start.
Bis hin gleich nach des Schiris Pfiff.
Zum Ende - alle Fans im Griff.

Lieg ich richtig mit den Zeilen?
Ich wollte mich nur grad beeilen,
mit meinen Reim - ich freue mich.
Der Punktgewinn war heute Pflicht.  29.04.17
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In Bier geduscht

Nach Bittencourt, dem Führungstor,
kam ich mir besonders vor.
1:0 gen Hoffenheim,
so hätt's können, sollen sein.

Bis zum Schlusspfiff, bis Zuhaus,
doch fiel der Ausgleich - so sieht's aus,
tut's mir auch gewaltig leid,
spät in unserer Nachspielzeit.

Wäre, könnte, sollte, hätte,
das 2:0 nicht auf der Kette,
da gibt's am Ende ein Remis.
Ich freu mich dennoch - fragt nicht wie.

Endlich wieder Kampf gesehen,
puren Willen - ich fand's schön.
Ich hätt das 1:1, Ihr Lieben,
vorher sicher unterschrieben.

Natürlich ärgere ich mich auch.
Der späte Ausgleich nagt im Bauch.
Doch war es - nicht nur mein Gefühl,
ein rundherum gelungenes Spiel.

Hoffenheim auf Nummer 3,
lang im Griff gehabt dabei.
Am Ende nun mal leider nicht.
Spät, zu spät, und kalt erwischt.

Doch wer das Match in Augsburg sah,
wie und was, warum's geschah,
der war heute überrascht,
der Geißbock wurde nicht vernascht.

Nun sitz ich brav - in Bier geduscht,
zuhause - gleich ins Bett gehuscht,
und schreibe schnell noch meinen Reim.
Gehört dazu - so soll das sein.

Als die vollen Becher flogen,
da dachte ich - ist nicht gelogen,
dass der FC es doch noch kann.
An diesem Punkte knüpft gern an.

Wir müssen uns des Clubs nicht schämen,
nach Dortmund kommt demnächst bald Bremen.
Ich freu mich drauf - die Hütte voll.
Spaß am Fußball - ich find's toll.

Werd nicht auf die Mannschaft wettern,
stattdessen schreibe ich in Lettern,
dass ich - nicht ganz - zufrieden bin...
Doch nehm ich's bockergeben hin.

Europa? - Na, wir schauen mal.
Falls nicht, ist's mir zwar nicht egal.
Dann warte ich mit Sehnsucht schon,
auf Sommer - und Die-dann-Saison.   21.04.17
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Im Strahl gekotzt

Lehmann sprach, er kotzt im Strahl?
Leeven Mann, frag uns doch mal,
wie wir uns nach den Auswärtsspielen,
inzwischen jede Woche fühlen?

Es fehlt - und das ganz augenscheinlich,
am Willen - es ist nur noch peinlich.
Wo man den Aufbaugegner braucht,
hat's den FC - in Augsburg auch.

Eh das Spiel so recht begann,
sah ich mir schon Elend an.
Die Abwehr kriegt's nicht auf die Reihe,
schon gibt's der Gegentore zweie.

Die erste Halbzeit ein Theater,
von vorn bis hinten nur ein Krater,
aus Fehlpässen und Stümpertum.
Tja, FC, was jetzt, was nun?

Kaum einer der die Leistung bringt,
auf dass, das was man will gelingt.
Ich sitze fluchend am TV,
seh nicht rot-weiß - ich seh nur grau.

Heut Morgen fragte ich mit Sinn,
weshalb ich nicht in Augsburg bin.
Heut Abend - sorry - weiß ich's wieder.
Ihr spielt halt einfach viel zu bieder.

Auch wenn das Anschlusstor noch fiel,
wurde das kein besseres Spiel.
Auch gegen 9 - es tut mir leid,
flog der Ball nur hoch und weit.

Statt sich Chancen zu erspielen,
statt mit immer neuen Zielen,
ist man froh, der Ball ist fort.
Scheint mir so - ein klares Wort.

Am Freitag kommt nun Hoffenheim.
Sie schenken Euch und uns was ein,
auf dass, sofern Ihr das versteht,
Sehen und Hören uns vergeht.

Schämt Ihr Euch - ich frag mal so,
nicht der Leistung? - Irgendwo,
fehlt mir langsam das Verständnis.
Das allein ist mein Bekenntnis.

Das Wochenende uns versaut.
Ich hätte besser nicht geschaut.
Wüsste zwar die Niederlage,
doch nicht das Wie - das ist die Frage.

Ich weiß nicht, ob es besser wird.
Auch heute hab ich mich geirrt.
Hab geträumt und nur gehofft.
Was blieb? - Nur Frust, wie leider oft.    15.04.17
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Derbyfrust

Gestern fuhr ich mit Sabine,
hin zur großen Fußballbühne.
Die Begleitung, sie war nett…
Wenn´s Spiel das doch gehalten hätt.

Der Sieg, ich muss es schreiben, leider,
er macht mich traurig und zum Neider.
Die Fohlen legten drei ins Netz,
und wir nur zwei – FC, was jetzt?

Wenn man den Schneid sich nehmen lässt,
wird´s für den Gegner – klar – zum Fest.
Da hilft – ich schreib Euch´s ins Gesicht,
am Ende selbst Modeste nicht.

Wieder ein 6-Punkte-Spiel,
im Nu verschenkt – das klare Ziel,
rückt in die Ferne – wird versäumt.
Nun gut, ich hab ja nur geträumt.

Ich weiß, dass man die Klasse hält,
ist wichtiger – und das gefällt.
Doch tut´s mir trotzdem – tja, FC,
im Derby ganz besonders weh.

Im Mittelfeld kam kaum ein Pass,
gelungen an – da wird der Spaß,
auf der Tribüne leicht zum Frust.
Als hätt ich´s vorher schon gewusst.

Die Abwehr – wie ein Hühnerhaufen,
ich sah sie rätseln, sah sie laufen.
Da war es kaum verwunderlich,
dass der Druck sie kalt erwischt.

Nun ja, dann ist das eben so.
Ich hätte lieber glücklich, froh,
heut Morgen sehr erfreut gereimt.
Zumal so hell die Sonne scheint.

So freue ich mich jetzt stattdessen,
am Timo Horn – nicht zu vergessen,
dass er nun doch verlängert hat.
Wunderbar – es hat geklappt.

Falls er dann trotzdem gehen will,
füllt´s uns die Kassen – schnell, nicht still.
Neues Spiel heißt neues Glück.
Nach Augsburg geht´s – ein weites Stück.

Wär es nicht vorm Ostertag,
ich wär dabei – na, weil ich´s mag.
Doch hab ich – das ist angekommen,
das klare Nein schon heut bekommen.

So müssen sie´s alleine stemmen.
Ich werde – so wird man mich kennen,
vorm Fernseher das Glück erzwingen.
FC – auf, auf – 3 Punkte bringen.   09.04.17
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Frankfurt – 040417

Fußball: - ein Ergebnisspiel.
Grund zu meckern gäb´s zwar viel,
doch steht ganz deutlich unterm Strich,
das 1:0 – das mäßigt mich.

Die 1. Halbzeit – nun, sie war,
wirklich sehr zum Fürchten – klar.
Da war ich leider – seht´s mir nach,
nicht sehr amused – gemach, gemach.

Denn Halbzeit 2 – mit Bittencourt,
war spürbar besser – nicht die Wucht,
doch war der Sieg verdient zum Schluss.
Will man weiter – war´s ein Muss.

Jojic nahm sich grad ein Herz,
jagt den Fußball torwartwärts…
Hörtet Ihr den Jubelschrei?
Vorstellbar - ich war dabei.

Umarmte alles, was, na klar,
bei 3 nicht auf den Bäumen war.
Hatte Spaß dran, dass er traf,
nach Tief und nach Dornröschenschlaf..

Kann´s sein, dass jetzt sein Knoten platzt?
Vielleicht wird er ja doch zum Schatz.
Ich sag ganz ehrlich, lieber Mann,
ich hätte Spaß und Freude dran.

Dazu Herr Klünter – …mein Gefühl,
mit einem sauberen, tollen Spiel.
Ein Junge aus dem eigenen Stall,
ein Diamant – auf jeden Fall.

Die 4 Minuten Nachspielzeit,
verstand ich nicht – es tut mir Leid.
Lieber Schiri, lieber Stark,
meine Ansicht – das war Quark.

Am Schluss stand die Erleichterung,
auf dem Gesicht – bin nicht mehr jung,
da springt die Pumpe – bin bekloppt,
im Rot-und-Weiß-FC-Galopp.

Hat Frau Merkel Glück gebracht,
in der Kölner Geißbock-Nacht?
Ich glaube nicht – ist auch egal.
Unterm Strich steht nun die Zahl…

40 Punkte – die Tabelle,
gefällt mir grad – auf alle Fälle.
Schön, dass heut die Richtung stimmt.
Dass der Geißbock kämpft, gewinnt.

Am Samstag geht es nun schon weiter.
Ich hoff, die Stimmung, sie bleibt heiter,
denn wir erwarten – hier, daheim,
das Bauernvolk vom Niederrhein.  05.04.17
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Ein Aprilscherz - ganz bestimmt

Hier steht's geschrieben, hier zu lesen:
Ein Aprilscherz ist's gewesen.
Der FC - so ist's gekommen,
hat das Match bestimmt gewonnen.

Hat sich bemüht, hat sich zerrissen,
in dem Glauben und dem Wissen,
dass man ein Spiel entscheiden kann,
hält man sich nur emsig dran.

So habe ich mir das erträumt...
Doch gestern, nach dem Spiel geschäumt,
vor Unverständnis und vor Wut.
Liebe Mannen - gar nicht gut.

Ihr reicht zum Schluss den Hanseaten,
mit Lächeln selber dort den Spaten,
womit sie Euch - verfluchte Buben,
unterm Gras spontan vergruben.

Wer sich dumm stellt, solchermaßen,
hat's verdient, dass jene trafen,
die den Sieg viel mehr gewollt.
Dem Tüchtigen winkt der Erfolg.

Doch jene, die sich nur verstecken,
in Halbzeit 2 - sie galt's zu wecken,
durchs Führungstor des HSV.
Ich bin sauer - ja, genau.

Jetzt könnte man den Ansatz wagen,
von vielerlei Verletzten klagen,
jedoch geht dieser Punkt ins Leere,
die Abwehr war komplett - welch Ehre.

Der Geißbock wehrt erfolgreich sich,
gen Europa - zeigt Verzicht.
Hat dagegen sich verschworen...
Ganz ehrlich? - Dort auch nichts verloren.

Jojic, der so oft verlacht,
hat ein gutes Spiel gemacht.
Doch viele andere - nur ein Satz:
War'n nicht so wirklich auf dem Platz.

Ein Guirassy, der sich verzettelt,
um den Verweis vom Platze bettelt,
von dem Punkt des Wechsels an,
er hat gezeigt, dass er's nicht kann.

Ich setze - klar - ein "noch" dabei,
doch sag ich mal - ich bin so frei,
dass wir so nicht weiterkommen.
In Hamburg gegen Strom geschwommen.

Frankfurt kommt - war gestern stark.
Gladbach kommt - das geht ans Mark.
Ihr solltet Euch zwecks Punkteregen,
ganz sicherlich was überlegen.     02.04.17
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Herthas Niederlage

Dieses Match heut, keine Frage,
die verdiente Niederlage,
mach ich an einem Namen fest:
Danke Tony - you're the best.

Hertha war kaum auf dem Platz,
da begann die Kölner Hatz.
Osako, er legt traumhaft vor,
mit einem echten Sahnetor.

In den Winkel - Beifall tost,
der Torwart, er war chancenlos.
Das Stadion platzt zum ersten Mal,
aus allen Nähten - keine Wahl.

Dann kam Modestes Doppelschlag.
Ob Berlin das will, das mag,
interessiert mich - ehrlich - kaum.
Halbzeit 1 - ein wahrer Traum.

Berlin muss nach dem Spiel erkennen,
darf ich das so frechweg nennen,
dass nicht die Zahl der Ecken zählt,
sondern Tore - gut gewählt.

Halbzeit 2 - die Hertha kommt,
ein Strafstoß folgte ziemlich prompt,
bei dem ich nicht ganz sicher bin.
Man nimmt ihn bockergeben hin.

3:1 - ich sag mal platt:
Wer Spieler wie Modeste hat,
dem wird nicht bange - voller Gier,
macht Anthony das Törchen 4.

Doch Berlin will weiter leben,
zeigt viel Mut und zeigt Bestreben,
trifft später dann zum zweiten Mal...
Doch am Ende ist's egal.

Auch weil ein Mann wie Horn dort steht,
ein Mann, um den sich vieles dreht,
wenn's im Strafraum hitzig bleibt.
Horn, er bringt uns durch die Zeit.

Ein Spiel, die Elf aus einem Guss,
sodass ich's erst verdauen muss,
das letzte Match in Ingolstadt,
und dass es heut vorzüglich klappt.

Europa rückt nun langsam näher,
doch leider auch Spione, Späher,
die unsere Stars - ich sag es trocken,
mit Millionen Euro locken.

Ob man sie ersetzen kann,
weiß ich nicht, tja, irgendwann,
kommt der Punkt - doch bis dahin,
jubele ich - nur das macht Sinn.  18.03.17
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Heimniederlage gegen die Bayern

Nur mal einfach angenommen,
es wär mir in den Sinn gekommen,
den Sieg der Bayern klein zu reden...
Nein, das wird's bei mir nicht geben.

Ich erkenne selbstverständlich,
Leistung an, denn schließlich, endlich,
war der Sieg verdient - na klar.
Das ist und bleibt am Ende wahr.

Vielleicht 1 Tor zu viel gefallen?
Wenn die Emotionen wallen,
denkt man das - nun ja - vielleicht.
Doch für uns hat's nicht gereicht.

Hätte, hätte, Fahrradkette...
Wenn Dr. Drees gepfiffen hätte,
hätt's vielleicht ein Tor gegeben.
Doch gab es nicht - so ist's im Leben.

Und trotzdem war die Leistung gut,
unserer Elf - sie zeigte Mut,
hat gekämpft - doch fehlt das Glück,
neben Können - ja, ein Stück.

Osako hab ich stark empfunden,
anderthalbe gute Stunden.
Heinz recht gut - und weh und ach,
Zoller halt wie meistens: schwach.

Es nützt nichts - schaut die Bank Euch an,
schaut was Bayern München kann.
Schaut auf unsere und versteht,
dass es hier um Klassen geht.

Bayern sind nicht unsere Liga,
leider zeigt sich's immer wieder.
Doch will man nach Europa reisen,
muss man sich sehr bald beweisen.

Gegen nächstens Ingolstadt,
ich hoffe sehr, dass da was klappt.
Gegen Hertha, HSV,
gegen Gladbach auch - genau.

Bockseidank war's nicht Blamage,
aber gegen Bel Etage,
des Fußballs sind wir halt zu grün,
wie es mir grad heute schien.

Ich bin nicht sauer - wirklich nicht,
beileibe auch kein Strafgericht.
Bayern feiert - ist halt so.
Das juckt mich kaum - na, sowieso.

Hab's vorher schon gewusst, geahnt,
irgendwie war's eingeplant.
Kopf hoch, Jungs - beim nächsten Mal,
läuft's wieder rund - heut ist's egal.    04.03.17
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Ein Schlag auf die Fr....

Warum - sagt bitte, hab ich recht,
sich das Team so selber schwächt,
die 2. Garde auf dem Platz,
das ist - gelinde - für die Katz.

Ich weiß, der Geißbock kann's viel besser.
Ein Schlag auf des FC- Fans Fr....
Zuhause am TV-Gerät,
im Stadion - jetzt ist's zu spät.

Eine Chance, mal grad verschenkt.
Das geschieht wohl, wenn man denkt,
den Gegner nimmt man mit im Schlaf.
Aus dem Geißbock ward ein Schaf.

Nach vorne nichts - na ja, fast kaum.
Nach hinten schwach - und aus der Traum.
Die nächste Runde sehen wir,
nicht live - wohl eher auf Papier.

Mir wurde schon zu viel gesprochen,
vom klaren Sieg - schon über Wochen.
Als ich gewarnt, vor letzter Nacht,
da hat man mich laut ausgelacht.

Sorry, wenn ich Frust nun schiebe,
der Club, den ich - auch weiter - liebe,
hat mich gestern arg enttäuscht.
Das tat weh - ich sag es Euch.

Die Nase, Wangen und die Ohren,
im Stadion wie eingefroren.
6.000 Kölner Fans, wie jeck,
Hamburg ist nicht grad ums Eck.

Natürlich kann man mal verlieren,
natürlich auch mal heftig frieren,
aber bitte doch nicht so.
Ein Armutszeugnis irgendwo.

Wenn dies Gesicht nun wiederkehrt,
sind wir unseren Platz nicht wert.
Ich hoffe, dass das Team beweist,
in Freiburg, was Erkenntnis heißt.

Nein! - Ich stelle früh am Tage,
natürlich nicht all das infrage,
was ich jüngst bejubelt hab.
Nur geht mir grad die Freude ab.

Mir den Frust vom Hals zu schreiben,
ist heilsam - werde friedlich bleiben,
danach - ich kenn mich selber halt,
bin ja schließlich reichlich alt.

Jungs, jetzt reißt Euch arg zusammen,
vergesst das Gestern und die Schrammen.
Die Dreisam wartet - Sonntag wieder.
Krone richten! - Punkte rüber.   08.02.17
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Herzklabaster

Ich habe ein, zwei große Laster,
doch wirklich - Bock - zum Herzklabaster,
bringt mich bloß eines, wie ich seh.
Na, mein Verein. - Na, der FC.

Ich war heut nicht im Stadion.
Ich hörte nicht Gesang und Ton,
ich war mit meiner Liebsten nämlich,
weit in Erfurt - ja, ich schäm mich.

Nur für sie - Musikgenuss,
war es, dass ich darben muss.
Ich war nicht live - sah auch nicht Sky,
und trotzdem war ich fast dabei.

Hab laut, selbst wenn es andere stört,
für mich heut "Radio Köln" gehört.
Herr Ostrowski nahm mich mit,
Pass für Pass - und Schritt für Schritt.

Mein Herz, es schlug im gleichen Takt.
Am Radio fühl ich mich nackt.
Ein, zwei Kilo Valium,
das wäre ganz gewiss nicht dumm.

Am Radio, im engen Zimmer,
das ist tatsächlich viel viel schlimmer,
als vor Ort dabei zu sein.
Hört Ihr mich von ferne schreien?

Ich hatte fast schon abgeschlossen,
mit 0:0 - war fast verdrossen,
da schrie Ostrowski Galle, Gift,
erzählte vom Elfmeterpfiff.

Als Modeste den Ball sich nahm,
als endlich die Sekunde kam,
da sprang mein Herz - oh Schreck, oh Graus,
mir fast aus meiner Brust heraus.

Das 1:0 - als es nun fiel,
da hatte ich ein hohes Ziel,
dass man am Ende lacht und singt,
den Sieg perfekt nach Hause bringt.

Es hat geklappt, ich freu mich so,
ich bin den ganzen Abend froh,
und singe - kling ich auch wie Shit,
mit Bryan fröhlich, krächzend mit.

Dass ich wahre Freunde habe,
erfuhr ich noch dazu am Tage.
Ein Video vom Tor, Ihr Lieben,
erhielt ich gerade aus dem Süden.

Zum Ausgleich fahr ich - ohne Frau,
mit Sohn und Freund zum HSV.
Hoffe dort - tja, allemal,
ich reime jubelnd vom Pokal.   04.02.17
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Kantersieg

Der Club, der mir am Herzen liegt,
landet einen Kantersieg,
heute - Bock, wie wunderbar.
Darmstadt lag uns - das ist wahr.

Obwohl - ne ganze Phase lang,
sah ich mir das Spiel so an,
habe ängstlich mir gedacht:
Das wird heut nichts - na, gute Nacht.

Bis das erste Tor dann fiel.
Nun wurde es ein anderes Spiel.
Das zweite und das dritte fällt.
Plötzlich stimmt sie - meine Welt.

Mit 6:1 nach Haus gefahren.
Endlich nicht mit Toren sparen.
Toni spielt - und Toni trifft,
speit leider auch viel Galle, Gift.

Ich hoffe, dass das gutgehen kann.
Das war Dummheit, Mann oh Mann.
Solch Verhalten darf nicht sein.
Schadet Fans und dem Verein.

Osako - dieser Mann hingegen,
kam das Match heut sehr gelegen.
Heute nun, an diesem Tage,
tolle Leistung - ohne Frage.

Rudnevs und auch Jojic traf.
Ich fall heut friedlich in den Schlaf,
und träume - hey, man glaubt es kaum,
weiter den Europa-Traum.

Dass der Sieg heut wichtig war,
das ist auch dem Letzten klar.
Doch diese Höhe überrascht.
Darmstadt clever, schnell vernascht.

Das Heimspiel gegen Wolfsburg kommt.
Ich kann nicht hin - ich sag es prompt,
da die Liebste mich halt zwang,
wegzufahren - das macht bang.

Doch dass ich heute reimen darf,
von einem Sieg - das find ich scharf.
Ein Freund, er fragte irgendwann,
ob ich das denn wohl noch kann.

Nun lege ich's Ergebnis vor.
3 Punkte - schön - und Tor um Tor.
In der Hoffnung - festgestellt,
dass der Reim Euch auch gefällt.

Jetzt bleibt mir nur, ganz stark zu hoffen,
Modeste bleibt für Hamburg offen.
Ermittelt erst der DFB,
sorry - K...e - dann tut's weh.   29.01.17
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Endlich wieder Sinn

Endlich macht mein Leben wieder,
großen Sinn – ich knie jetzt nieder.
Was war, das ist so einerlei:
Die Winterpause ist vorbei.

Dahin die langen, stillen Wochen,
in denen ich mich fast verkrochen.
Freitag, Samstag, Sonntag auch,
sind nun erfüllt – so, wie man´s braucht.

Endlich wieder großer Spaß.
Stadionluft – das heißt schon was.
Wie gut, dass ich den Geißbock ehr.
Schließlich ist´s nicht irgendwer.

Vorbei „Express“, nun die Gerüchte,
endlich wieder gibt´s Gedichte,
zum Spieltag – Siege, Niederlagen,
Gefühle aufs Papier zu tragen.

Erneut gibt´s jetzt gereimte Worte.
Ganz besondere, von der Sorte:
Mitten aus dem Herz – rot-weiß.
Im Süden, im vertrauten Kreis.

Mit den Freunden wieder feiern.
Schimpfen, sollt das Spiel mal eiern.
Und trotzdem mit Gefühl dabei.
Das ist Liebe – bin so frei.

Jede Menge Matches noch.
Ich weiß, dass meine Seele kocht.
Und sollt es nach Europa gehen,
wär ich dabei – Gott, wär das schön.

Vielleicht noch viel zu früh, zu hoffen.
Alle Spiele sind noch offen.
Doch nirgendwo gibt´s ein Gesetz,
dass Hoffnung schadet – hier und jetzt.

Zum Pokal nach Hamburg fahren.
Ich werde dort sein – werde sparen,
für Ticket, Fahrt und das Hotel.
Die Zeit bis Hamburg – sie fliegt schnell.

Freu mich auf Timo Horns Genesung.
Auf – vielleicht – auch manche Lesung,
in deren Rahmen – dann und wann,
ich Reime kurz verbreiten kann.

Am Sonntag Mainz – ich wäre gerne,
dort dabei – es ist nicht ferne,
doch bin ich – „leider“ – eingeladen,
bei einem „Fohlen“ – sonst noch Fragen?

Es geht bald los – der Ball, er rollt.
Ich weiß so gar nicht, was Ihr wollt.
Die Winterpause ist verflogen…
Die Vorfreude ist hoch, hoch oben.   20.01.17
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Die Besten im Westen

Ein letztes 1:1 Zuhause.
Startschuss für die Winterpause.
Zu erkennen – gar nicht schwer:
So stark war´n wir schon lang nicht mehr.

Ob mir das 1:1 gefällt?
Das lass ich mal dahingestellt.
Natürlich würde ich es lieben,
der Bock hätt sie nach Haus getrieben.

Dann hätten sie – oh, nicht verkehrt,
das Aspirin Zuhaus verzehrt.
Nun gut, es hat nicht sollen sein,
doch ist die Freude dennoch mein.

Bezüglich einer Halbsaison,
die super war – ich schrieb davon.
Bezüglich einer Elf, die zeigt,
dass man Dank Kampf und Willen steigt.

Selbst die Verletzung, die Misere,
bringt uns nicht aus dem Takt – ich höre,
die Stimmung fast aus jedem Lied,
im Stadion – schön, was geschieht.

Gestern gab´s zum Abschluss dann,
ein Traumtor von dem starken Mann,
der in vorderer Linie spielt.
Ich hab mich so beschwingt gefühlt.

Dass Bayer dann zum Ausgleich traf,
macht aus dem Geißbock kurz ein Schaf,
bevor die nächste Welle rollt.
Der Wille, er zählt mehr als Gold.

Am Ende beim Remis geblieben.
Ich habe es ja schon geschrieben,
dass ich dennoch – das macht Sinn,
rundherum zufrieden bin.

Es folgt – und zwar im Januar,
die Rücksaison – das ist mir klar.
Mit den Genesenen dann an Bord,
setzen wir Erfolge fort.

Mit Clemens und mit manchen Neuen.
Ich werde mich gar heftig freuen,
aufs nächste Spiel – auf das was kommt.
Vielleicht, dass man sich oben sonnt.

Vielleicht ja nach Europa reisen?
Vielleicht ja endlich auch beweisen,
dass des Aufschwungs kurze Frist,
vielleicht ja auch von Dauer ist.

So, jetzt halt ich meine Klappe.
Dank, dass ich die Leser hatte.
Ich wünsche Euch ein schönes Fest.
Dass man uns ´17 träumen lässt.   23.12.16
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Bremer Weihnachtsmarkt

Erfindungsreich? - Da bin ich stark.
In Bremen sei grad Weihnachtsmarkt.
So sprach ich listig zu der Frau,
doch kennt sie mich - nun ja - genau.

Sie fragte mich ganz nebenbei,
ob da noch was anderes sei...
Da habe ich es zugegeben.
Man(n) will ja schließlich überleben.

So saßen wir - sagt, ahnt Ihr's schon,
am Nachmittag im Stadion.
Das Schnapszahlspiel der Weser rief,
und ich versank erneut ganz tief.

Wie lang ich solches noch ertrage?
Kluge und perfekte Frage.
Es war - und das tut mir sehr leid,
ein Angriff auf mein Nervenkleid.

Die erste halbe Stunde hat,
in jener schönen, "grünen" Stadt,
super, prima uns gehört.
Wobei halt nur der Spielstand stört.

Als das 1:0 dann fiel,
gab's für mich ein klares Ziel:
Bitte die 3 Punkte holen...
Bremen hat uns 2 gestohlen.

Ich schreib mit Absicht "Kessler" nicht.
Dass er den Schuss nicht mehr erwischt,
sah für mich, von meinem Platz,
nach Unglück aus... - und Punkt, und Satz.

Danach - in manch prekären Lagen,
rettet er uns Kopf und Kragen.
Bremen kam ins Match zurück.
Dass nichts passierte - unser Glück.

Unsere Mannschaft kämpft perfekt.
Ich war einfach hin und weg.
Ich sah's vor Ort als Krimi halt.
Mir war heiß - kein Bisschen kalt.

Am Ende fand ich's ärgerlich,
dass Stark kein guten Tag erwischt.
Der Pfiff, er fehlt - zu jener Stund,
in Bremen am Elfmeterpunkt.

Und trotzdem - mit dem Unentschieden,
bin ich endlich ganz zufrieden.
Wer hätte - bitte - dran gedacht,
dass unsere Mannschaft Punkte macht.

Trotz der Blessuren einfach stark.
So ging ich auf den Weihnachtsmarkt,
zusammen mit den Freunden, Frau.
Man kennt mich eben sehr genau.   18.12.16
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Hat nicht sollen sein

Wär's beim 1:0 geblieben,
hätte ich jetzt übertrieben,
in der Bewertung dieses Spiels,
überwältigt vom Gefühl.

Hätt ich vom 1:1 gewusst,
hätt ich's genommen - stolz die Brust.
Hätte, wäre, wenn und aber.
Unnütz scheint nun dies Gelaber.

Natürlich wär es schön gewesen,
jetzt vom Heimsieg noch zu lesen,
doch wenn man seine Chance nicht nimmt,
dann wird man eben fremdbestimmt.

Dann fällt der Ausgleich eben doch.
Gerade schön geführt - halt noch.
Und plötzlich nimmt der BVB,
uns 2 Punkte - tut das weh?

Nein! - Ich sage im Gedicht:
Wir haben Dortmund kalt erwischt,
mit einer Leistung, das ist klar:
Dem besten Spiel in diesem Jahr.

Unsere Elf - Verletzungssorgen,
und dennoch freu ich mich auf morgen.
Auf den Bericht in dem Express.
Der muss gut sein - ich stell's fest.

Jeder hat sich fast zerrissen.
Sie wussten, dass sie kämpfen müssen.
Sie haben es toll umgesetzt.
Bis zum finalen Pfiff zuletzt.

Dass da noch grad der Ausgleich fällt,
zerstört mir keineswegs die Welt.
Ich weiß - und das ist mehr als schön:
Ich hab ein tolles Match gesehen.

Mit gedämpftem Eigensinn,
bekämen wir das zweite hin.
Das zweite Tor - Entscheidung naht.
Doch sollt's nicht sein - verkehrte Tat.

Rudnevs hielt das Köpfchen hin,
zum 1:0 - dies Tun macht Sinn.
Unseren Stand zeigt die Tabelle.
Ich bin zufrieden - alle Fälle.

Nun fahre ich demnächst nach Bremen.
Blödsinn ist es, zu erwähnen,
dass ich erneut auf Punkte hoff.
Wie in jedem Spiel - und oft.

Eine tolle Halbsaison.
Heut zu diesem Zeitpunkt schon.
Alles, was ich will und ahne,
jeder Punkt schmeckt süß wie Sahne.  10.12.16
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Augsburg 0:0

Mein Platz im Süden war verwaist.
Das 0:0, das ist der Preis,
dass ich aus freiem Willen gar,
wieder mal auf Reisen war.

Eine Lesung - fern im Osten,
die ließ ich mir das Heimspiel kosten.
Ich dachte mir beim Spielverzicht,
das ginge auch mal ohne mich.

Ab halb 4 - ich bin halt so,
klebte ich am Radio.
Hörte Herrn Ostrowski zu.
Ich war gefangen - klar - im Nu.

Mein Herz, es schlug mir aus der Kehle,
meine rot und weiße Seele,
wird verrückt, wenn sie nichts sieht.
Immerzu dasselbe Lied.

Ich zog mich ganz allein zurück,
das war der Freunde großes Glück.
Denn ich war nicht sehr erbaut,
und daher - leider - etwas laut.

Es ist kein Beinbruch - selbstverständlich.
1 Punkt ist besser - Schluss und endlich,
als keiner... - trotzdem hoffte ich,
dass es Augsburg mal erwischt.

Vernahm der Chancen eher wenig.
Wer dann trifft, der ist halt König.
Und gegen Ende - kurz vorm Ziel,
kippte es - so mein Gefühl.

Sie liegt uns nicht, die Puppenkiste.
So gibt's ein 0:0 zur Liste.
Vielleicht, vielleicht beim nächsten Mal,
dann bin ich wieder da - ...egal.

Warum sich jetzt die Haare raufen?
Natürlich könnt es besser laufen,
doch verteidigt - so sah's aus,
Augsburg stets mit Mann und Maus.

Kessler hielt den Kasten rein.
Hinten gut - so soll es sein.
Doch vorne gab es ein Problem.
Ich hoffte auf den Sieg - 's wär schön.

Am Ende hat's nicht sollen sein.
Gleich fahren wir nun wieder heim.
Ich freue mich - im Osten hier,
letztlich übers Plätzchen 4.

Ich denke mir, in Hoffenheim,
wird's schwer genug - die Angst ist mein.
Zuhause dann der BVB.
Schwere Wochen - ach, herrje.   27.11.2016
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Bange Anfrage

Ich fragte zitternd meine Frau:
<<Sag an, mein Herz, Du weißt genau,
ich ehre und ich liebe dich,
von Anfang an – als sei´s noch frisch.>>

Sie schaut sich um – sie sieht mich kaum.
Sich verstecken, ist mein Traum.
Ich sitze bibbernd – tu es kund,
unterm Tisch – gleich bei Frau Hund.

Sie entdeckt mich – und begreift.
Sie kennt mich wohl – oh, that means life.
Sie fragt mich prüfend, sachlich, kühl:
<<Na, wo steigt das Auswärtsspiel?

Glaub nur bloß nicht – heut am Tage,
dass ich Ja und Amen sage.
Du und Deine Sucht, FC,
Mensch, das tut ja fast schon weh.>>

Ich krieche ängstlich, langsam vor.
Ich fühle mich schon nah beim Tor,
im fernen, fernen Stadion.
Ich, ein Freund, dazu der Sohn.

Sie sieht´s mir an – ihr Blick wird schmal:
<<Du willst nach Hamburg? Zum Pokal?>>
Ich nicke ängstlich – das fatale:
Auswärts geht´s halt zum Finale.

Ich erinnere sie daran:
Weihnachten steht bald schon an.
Da sei solch Wunsch doch wohl erlaubt…
…ein Wunsch der mir die Nerven raubt.

Sie nickt ganz leise und bedächtig.
Meine Liebste – sie ist mächtig.
Ich will in ihren Augen lesen,
da schließt sie die – das ist´s gewesen.

Sie macht sie wieder auf und spricht:
<<Ich will mal nicht so sein, Du Wicht.
Fahrt nur ruhig – ich nehm es hin…>>
…Rot und weiß wird grad mein Sinn.

Ich hör mich schon die Hymne singen.
Und dazu – vor allen Dingen,
hoffe ich auf einen Sieg,
der mir – klar – am Herzen liegt.

Dass die Liebste mich verdonnert,
ohne Punkt und ohne Komma,
zum Spülen, Bügeln, Dienst und so,
hör ich kaum – denn ich bin froh.

Sie grinst mich an – nach diesem Reim:
<<Oh, Du Schlingel – komm mir heim.
Dass ich im Reim die Böse bin,
das nehm ich Bockergeben hin.>>   24.11.2016
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Derbysieger_2016

Wenn mir was am Herzen liegt,
dann ganz gewiss ein Derbysieg.
Sah's auch - ehrlich, frei heraus,
nach Halbzeit 1 nicht danach aus.

Die erste Halbzeit - kaum mehr fremd,
wieder einmal tief verpennt.
Die zweite Halbzeit - bis zum Schluss,
weit, weit besser - klar, ein Muss.

Wen soll und kann und muss man loben?
Wenn in Gladbach Fohlen toben,
ist das Spielen nicht so leicht.
Aber, Klasse - hat gereicht.

Modeste - der Franzosenblitz,
riss mich am TV vom Sitz.
Risses tolles Freistoßtor,
bringt grad in mir den Bock hervor.

Doch der Mann des Derbys war,
für mich noch jemand anderer - klar.
Kessler war im Tor ein Held,
auf den Punkt hier festgestellt.

Mensch, was macht das einen Spaß.
Hallo, Fohlen, sagt Ihr was?
Ich weiß, ich weiß, Momentaufnahme,
und trotzdem für mein Herz Reklame.

Leverkusen, wie man spricht,
sei ein Derby - nicht für mich.
Mein einzig Derby seit jeher,
ist Mönchengladbach - ist's auch schwer.

Ob die anderen besser waren,
juckt mich nicht - mit Toren sparen,
führt halt letztlich nicht zum Sieg.
Sorry, Gladbach - daran liegt's.

Ich hab geschimpft - und zwar wie blöde,
in Halbzeit 1 - ich fand es öde,
das Spiel von unserem Bock, FC.
Ich spüre das, als tät es weh.

Nun reime ich erneut mit Lust,
tief entspannt - aus einem Guss.
So schnell geht das im Fußball eben.
Seit langer Zeit ist das mein Leben.

Dass mich solch Tun zum Wahnsinn bringt,
wenn kein Pass, kein Ball gelingt,
geb ich unumwunden zu.
Dann kam das Siegtor - sagt, was Nu?

Schön gemacht - sind Derbysieger.
Dank dafür - Amherzenlieger,
ist mir solch ein Match - oh, Mann,
schon viele, viele Jahre lang.   19.11.2016
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Lupenrein

Einen Strafstoß zu verschießen,
zu machen, dass die Tränen fließen,
danach dann einen Hattrick stricken...
Das kann auch nur Modeste glücken.

War er wirklich lupenrein?
Das kann, das wird mir schnuppe sein.
Zumindest jetzt, in dem Moment,
da meine Schreibwut reizt und brennt.

Hamburg mit Drei Null geschlagen.
Vierter! - Sind da sonst noch Fragen?
Auch wenn nicht alles stark, im Guss,
steht das Ergebnis - jetzt, zum Schluss.

Nicht wirklich richtig stark begonnen,
den ersten Strafstoß nicht bekommen,
den zweiten später jäh verschenkt,
dann kommt es halt, dass man so denkt...

...wie mag das Match wohl weitergehen?
Was werden wir gen Ende sehen?
Ein 0:0? - Na ja, vielleicht...
Klar, es hat zu mehr gereicht.

Die Mannschaft kam aus der Kabine,
sie zeigte mir, dass ich's verdiene:
Im Süden kräftig jubeln können.
Verdienter Sieg - so will ich's nennen.

Die Rote Karte - Bobby Wood.
Ich gebe zu, sie tat uns gut.
Denn schon kurz danach, kurz später,
wurde Toni erstmals Täter.

Der Ball, der fein von Zoller kam.
Ob Anthony dran Anteil nahm,
ist mir egal - das Führungstor,
macht, dass Hamburg heut verlor.

Es war der erste Schritt von dreien.
Hörtet Ihr mich jubeln, schreien?
Dank an Freund Ulrich, "Euer Ehren",
für seinen Tipp - so gut zu hören.

Das Match war schwer - der HSV,
spielte lange Zeit genau,
so wie ich's erwartet habe,
heute halt, am späteren Tage.

Doch der Bock hat sie geknackt,
sie mit jedem Horn gepackt,
geschlagen dann nach Haus geschickt.
Ich bin vor Freude fast verrückt.

Danke an die tollen Spieler,
nicht nur Toni - sondern viele.
Danke, dass ich jubeln kann.
Ich ergebe mich dem Drang.  01.11.2016
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HSV vorab 301016

Ich könnte heute sonst was machen:
Schreiben, Schlafen – tausend Sachen.
Spazierengehen mit meiner Frau.
Doch ruft das Match mich – HSV.

Auch wenn sie gerade Letzter sind,
auch wenn ich hoff, FC gewinnt:
Unterschätzen – das sei Pflicht,
sollten unsere Jungs sie nicht.

Wenn die Fischköpp heute kommen,
werden sie so angenommen,
als stehen sie in der Tabelle,
weiter oben – alle Fälle.

Stöger wird´s den Jungs schon sagen.
Ich fühle mich an solchen Tagen,
fröhlich, gut im Vorhinein.
Ich freu mich drauf – so soll das sein.

Das Stadion ist ausverkauft.
Der FC hat einen Lauf.
Es strahlen wieder die Pylonen,
rot und weiß – es soll sich lohnen.

Ich freue mich auf die Gesänge,
auf meinen Platz – in dem Gedränge,
fühle ich mich einfach wohl.
Erhitzt – ganz ohne Alkohol.

Ich werde – klar – die Hymne singen,
das sollte mir sehr wohl gelingen,
auch wenn Herr BAP… - fast ohne Spaß…
Ich denke mal, wir lassen das.

Ich werde meinen Schal stolz breiten.
Wie immerzu, zu allen Zeiten,
singen – emsig, voller Stolz.
Herr Nideggen – na klar – was soll´s.

Ich werde jeden Namen schreien,
mich von jedem Frust befreien,
und mit dem Anpfiff mich nicht schonen.
Ich möchte gern im Stadion wohnen.

Ich hoffe, dass wir jubeln können,
ich werde auf das Match heut brennen.
Ich hoffe, dass ich dann und wann,
zum „Trömmelche“ auch singen kann.

Nach dem Spiel, den Reim zu schreiben,
im Überschwang – dass möcht ich leiden.
So richtig voller Inbrunst halt.
FC lässt mich wohl niemals kalt.

Möchte dort die Freunde treffen,
wer und wie ich bin vergessen,
denn Henry dort – und ganz privat,
ist ganz was anderes – ein Spagat.   30.10.2016
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Pokalfight mit Hoffenheim

Gedanklich beim Elfmeterschießen.
Literweise Angstschweiß gießen…?
Nun, das sag ich deutlich hier:
Das hatte ich schon – hinter mir.

Es gibt – ganz ehrlich – solche Tage,
an denen stelle ich die Frage,
wie lange wohl mein Nervenkleid,
das noch verkraftet – tut mir Leid.

Zuerst die Führung Hoffenheim.
Bei uns – im roten Stall daheim.
Schon ging mir früh die Hoffnung weg.
Ich bin empfindlich – schnell verschreckt.

Das mag – vielleicht – am Alter liegen.
Ich will nur eines – und zwar Siegen!
Ob Risse das vernommen hat?
Er nahm sich Mut – es hat geklappt.

Ein Freistoß! – Er zischt durch die Mauer.
Zwar lag der Torwart auf der Lauer,
doch dass der Ball den Winkel nimmt,
war nicht zu halten – hey, das stimmt.

1:1 – das Stadion kocht.
Es tanzt – wie hab ich das gemocht,
erstmals – ein perfekter Dreh,
rot und weißes LED.

Es jubelten gar die Pylonen.
Mein Bock, ich möcht im Stadion wohnen.
Wo kann es bitte schöner sein,
als hier im Tempel – Köln am Rhein.

Das Match, es wogte auf und ab.
Die graue Mähne, die ich hab,
bekam wahrscheinlich im Gedränge,
starken Zuwachs – jede Menge.

Die reguläre Spielzeit schließt,
und wer – wie ich – das Spiel so liest,
der weiß, dass alles möglich scheint.
Sorry, ich hab´s nur gemeint.

Es startet die Verlängerung.
Ein paar Sekunden – noch sehr jung,
da nimmt Olkowski sich ein Herz,
schiebt den Ball zum Tor – kein Scherz.

Da stand Modeste – hab´s gewusst.
Er nimmt den Ball mit seiner Brust,
und plötzlich singt der kölsche Chor,
vom Trömmelche – und auch vom Tor.

Die letzten Phasen, die dann kamen…
Ich sag es hier – in Bockes Namen,
waren heftig – aber doch…
Wir sind durch – die Seele kocht.  27.10.2016
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Bayernjäger

Den-Platz-ganz-stolz-im-Herzen-Träger
Erster FC Bayernjäger!
Und dazu - ist das nicht fein,
aktuell - Die Macht am Rhein.

So, bevor der Einwand kommt,
von "grüner" Seite - schnell und prompt:
Ich weiß, was die Tabelle zeigt.
Nur den Moment! - Von daher, schweigt!

Und doch - bin gestern dort gewesen.
Im Stadion! - Kann Spiele lesen.
Ich weiß, dass wir schon lang nicht mehr,
so stark gespielt - drum bitte sehr.

15 Punkte - Spieltag 7.
Ich könnte diesen Geißbock lieben,
tät ich das nicht ewig schon.
Endlich gibt's verdienten Lohn.

Gestern 2 mal mehr Modeste.
Auftakt der rot-weißen Feste.
Ein Osako - bärenstark.
Und nicht nur er - oh, welch ein Tag.

Ich war so furchtbar lang verreist.
Jetzt nach dem Spiel erkenn ich - weiß,
was ich vermisst - das Bock-Gefühl!
So geht's nicht weiter - klares Ziel.

Urlaub nur zur Sommerpause.
Ansonsten lieb und brav Zuhause.
Und im Winter - nein, kein Fake,
gibt's ja schließlich auch ein Brake.

Das Stadion war ausverkauft.
Welch ein Einsatz - welch ein Lauf.
Ich liebe das - freu mich schon jetzt,
aufs nächste Match - so arg geschätzt.

Diese Punkte, die wir haben,
gerade mal nach sieben Tagen,
nimmt uns niemand, niemand mehr.
Die Abrechnung? - Gibt's hinterher.

Ob's gegen nur den Abstieg ist,
Europa winkt - nichts, das Ihr wisst.
Doch wir genießen - Dank Talent,
einfach jetzt nur - den Moment.

Danke Mannschaft - Dank, Herr Stöger.
Ihr seid einfach nur die Feger.
Und falls ich es grad übertreibe...
Lasst mich doch! - Ja, ja, ich neige...

...wie jeder Kölsche - ganz vielleicht,
zum Höher-fliegen-als-es-reicht.
Jedoch - und das ist wirklich gut:
Dieser Drang liegt uns im Blut.   16.10.16
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Unser FC

Wenn einer eine Reise tut,
mit frohem Sinn - mit etwas Mut,
dann vergisst er - so sieht´s aus,
den FC wohl kaum - Zuhaus.

Fragt sich ängstlich jedes Mal,
wie's wohl läuft - ob Berg, ob Tal.
Ist aufgrund des Zeitverschiebens,
aufgeregt am Phone geblieben.

Traut sich kaum, es einzuschalten.
Gibt's den Sieg wohl zu verwalten?
Oder eine Niederlage?
Wohl und Wehe - welche Frage.

Nun fasse ich's im frühen Licht,
weit entfernt - ganz ehrlich - nicht.
Der Geißbock spielt aus einem Guss.
Nun frag ich, ob ich bleiben muss.

1 Punkt in München, 3 auf Schalke.
Ich glaube fast, dass ich verkalke.
Punkt in Wolfsburg - Leipzig auch,
mir ist so rundum wohl im Bauch.

Seit nunmehr vielen, vielen Tagen,
ist der FC nun ungeschlagen.
Wann hab ich das zuletzt erlebt?
Wundervoll, dass da was geht.

Ich schwebe gerade Spiel für Spiel,
auf rot und weißem Glücksgefühl.
Dazu ein Heimspiel im Pokal.
Alles andere bleibt egal.

Bis...ja, bis auf jene Zweifel:
Komm ich heim? - Was ist, zum Teufel,
wenn ich demnächst nun Unglück bringe?
Man wird mich lynchen - schlimme Dinge.

Bin wieder da gen Ingolstadt.
Ein Sieg Zuhause? - Ich wär platt.
Ich will's hoffen - Stimmung saugen.
Alle Furcht... - nur Aberglauben.

Mein Bock, ich freu mich hier wie jeck,
verlasse fröhlich das Versteck.
Ich habe ständig - Mann oh Mann,
voller Stolz ein T-Shirt an...

...auf dem das Geißbock-Logo wohnt.
Die Umwelt, sie wird nicht geschont,
auf dass ein jeder weiß und sieht,
wo mein Herz schlägt - was geschieht.

Bald erneut im Stadion,
in der Stadt, wo Hennes wohnt.
Danke Jungs - und danke Stöger.
Ihr seid wahre Straßenfeger.    01.10.16
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Heimspiel gegen Darmstadt

Endlich ist die Qual vorbei.
Elend lange Warterei.
Endlich wieder Gänsehaut,
vom Gesang - so herrlich laut.

Man spürt - sagt, falls es anders wäre,
im Stadion die Atmosphäre.
Bis auf den letzten Platz gefüllt,
ein herrlich rot und weißes Bild.

Die Hitze - sie ist infernalisch,
ich schwitze, dass es eine Qual ist,
und die Spieler ebenso,
trotzdem gibt's Leistung - ich bin froh.

Nach paar Minuten - ohne Frage,
waren wir wohl in der Lage,
mit 2:0 ganz vorn zu sein,
doch ging der Ball partout nicht rein.

Bis Risse an den Ball dann kam,
zielte und ein Herz sich nahm,
und das Leder - welch Geschenk,
zum 1:0 ins Netz versenkt.

Der Jubel, er war unbeschreiblich,
davon lest Ihr - davon schreib ich.
Ich bin ganz ehrlich, ungelogen,
im Süden hoch im Sitz geflogen.

Das 2:0 - Modestes Schuss,
war ebenso verdient - ein Muss,
da half dann Darmstadt - kalt erwischt,
auch die Unterbrechung nicht.

Ich war - sag's ehrlich - dort im Süden,
rundherum beglückt, zufrieden,
nur dass Maroh zu Schaden kam,
war wohl nicht nötig - dummer Kram.

Dieses Match hat Spaß gemacht.
Dass mir das Herz im Leibe lacht,
ist wohl - denk ich so - normal.
3 Punkte - eine tolle Zahl.

Die Tabelle - sie sieht heute,
super aus - Ihr lieben Leute.
Ich rahme mir das Bild schnell ein,
fürs Fußballzimmer - für Daheim.

Dank FC für diesen Tag,
ich sage offen, dass ich's mag,
beschwingt am Montag - wunderschön,
wieder ins Büro zu gehn.

Kölner Fußball - der hat Seele,
ich rate Euch und ich empfehle:
Einfach hin - ein Plätzchen buchen,
zum Freuen, Jubeln - klar, auch Fluchen.  27.08.2016
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Auch wenn ich Euch vielleicht verstöre

Auch wenn ich Euch vielleicht verstöre:
Jetzt weiß ich, wo ich hingehöre.
Ab heute hat – nehmt´s bitte hin,
mein Dasein endlich wieder Sinn.

Ich bin am Morgen aufgewacht,
nach einer viel zu heißen Nacht,
schaute den Kalender an,
und war erneut ganz tief im Bann.

Das Wichtigste, das meines ist,
beschloss ich nun – nach langer Frist,
zu befreien – seid ganz Ohr,
aus dem Panzer, dem Tresor.

Was wertvoll ist, gehört befreit,
gut gesichert durch die Zeit.
Ich öffnete die Tür per Hand,
dort lag´s – auf rot und weißem Samt.

Meine eigene Dauerkarte.
Ich sprach zu ihr: <<Mein Herz, nun warte.
Nicht mehr lange – es geht los.
Meine Freude – sie ist groß.

Heut Nachmittag, dann sind wir wieder,
tief im Süden – kölsche Lieder,
hören wir – und ich sing mit.
So ist´s, wenn man den Geißbock liebt.

Die Sommerpause – viel zu lange.
Mir war´s schon wieder Angst und Bange,
sie gehe letztlich niemals rum.
Du weißt, das wäre wirklich dumm.

Nachher auf der Tribüne hocken.
Die Hymne! – Bleibt mein Auge trocken?
Aber nein! – Ganz sicher nicht.
Die Saison ist jung und frisch.

Ich möchte wieder jubeln können.
Darf ich´s bitte deutlich nennen?
Ich sehne mich – seit Tagen schon,
auf den Beginn – aufs Stadion.

Auf das Spiel, die Atmosphäre.
Sobald ich dann den Anpfiff höre,
bin ich wieder raderdoll.
Alles so – wie es auch soll.

Heut ein Sieg? – Der erste Schritt.
Ich nähme ihn mir gerne mit.
An mir soll es gewiss nicht liegen.
Auf. FC. Los. Kämpfen. Siegen.>>

Ich steckte mir die Karte ein.
Die Freude, sie ist endlich mein.
In sechs Stunden sitze ich,
S14 – 19 – 9 – im Licht.    27.08.2016
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Platz 9

Die Saison - jetzt ist sie rum
Ich sage ehrlich - das ist dumm,
weil mich das gewaltig stört,
weil es halt zu mir gehört.

Die Zeitung, die am Sonntagmorgen,
zum Studium der Freude, Sorgen,
des Bocks - am morgendlichen Tisch,
ja, ganz ehrlich - juckt mich nicht.

Ich weiß ab nun zum Wochenende,
nicht wohin - und das spricht Bände,
mit mir und meinem Fußballdrang...
Die Sommerpause - viel zu lang.

Jetzt kommt mir nicht mit Olympiade,
sie reizt mich kaum - klingt das auch schade.
Und selbst Europameisterschaft,
hat nicht diesen Sog, die Kraft.

Wir werden lesen, stellen fest,
wer bald kommt, wer uns verlässt,
werden neue Träume spinnen,
doch vorerst nur für uns - halt innen.

Ich schau mal eben, auf die Schnelle,
aufs Tableau, auf die Tabelle,
freu mich riesig an dem Platz,
unseres Bockes - Spiel und Satz.

Einstellig! - Gab's ewig nicht,
Stöger sei viel Dank im Licht.
Der Mannschaft klar - vor allem auch,
solch Signal hat es gebraucht.

Ob man's wiederholen kann?
Das kommt bestimmt jetzt darauf an,
wer nun bleibt, wer kommt, wer geht,
wer mit am großen Rädchen dreht.

Ein Jojic, der zum Ende zeigt,
dass er in meinem Ansehen steigt.
Ein Horn, von dem man noch nicht weiß,
was werden wird - ein steter Kreis.

Modeste - bleibt er? Hoffentlich.
Prägt Hector mit des Bocks Gesicht?
Ich bin gespannt - auf jeden Fall.
Fußball spielt man überall.

Doch rot und weiß - sagt ich das schon (?),
ist mehr - grenzt nah an Religion.
Sorry "Fohlen" ist halt so,
eigene Farben - machen froh.

Jetzt heißt es warten - bis August.
Ich will zwar nicht - jedoch, ich muss!
Es gelassen hinzunehmen,
ist erste Pflicht - will's nur erwähnen.   15.05.2016
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Keine Eile

Ein Spiel gepflegter Langeweile,
da hat das Reimen keine Eile,
zumal ich - und da schließt der Kreis,
im Grunde - nichts zu Schreiben weiß.

Der erste heiße Tag im Mai,
Bremen kam - ich war dabei,
und hatte solch Gefühl im Blut:
Dieses Match - das wird nicht gut.

Dazu ein Schiri - sorry, der...,
er tat sich ganz entsetzlich schwer,
die gelben Karten zu vergeben,
auf BEIDEN Seiten - kein Bestreben.

Als Bremen dieses Tor erzielt,
da habe ich schon Frust gespürt,
bis ich dann kurz später sah,
dass es - Bockseidank - keins war.

So verstrich halt alle Zeit,
das war nicht viel - es tut mir leid,
bis vielleicht - na ja, zum Schluss,
Modeste - denk ich - treffen muss.

Zum Ende bin ich froh gewesen,
das dürft Ihr gerne hier nun lesen,
das nicht der Bock - und unsere Stadt,
diese Punkte nötig hat.

Ich bin mit der Saison zufrieden,
sogar mit diesem Unentschieden.
Mich nicht ständig aufzuregen,
ich gebe zu - ist auch ein Segen.

Jetzt kommt die elend lange Pause,
so sitze ich demnächst Zuhause,
und knabbere die Tapeten an,
weil ich nicht mehr zum Fußball kann.

Ich werde Euch mit Worten plagen,
viel, viel mehr, als jetzt - an Tagen,
an denen ich im Stadion war.
Ich weiß, ich bin leicht sonderbar.

Noch ein Spiel - beim BVB,
ich kann's nicht sehen - ja, oje,
weil ich nicht Zuhause bin,
an diesem Spieltag - gibt das Sinn?

Bremen muss sich nun beweisen,
nächste Woche Frankfurt speisen.
Und ich - ich bleib ein gutes Stück,
ganz, ganz ruhig - das klingt verrückt.

Freue mich - ja, heute schon,
auf August - auf die Saison,
die dann völlig neu beginnt.
Bayern Meister... - ich, ein Kind.   08.05.2016
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Entspannt

Liebe Freunde, ist das schön,
Fußball so entspannt zu sehn.
Ich schaue zu - und zwar auf Sky,
bin rundherum relaxed dabei.

Wer führt, wer nicht, ist mir egal,
mein Magen fährt nicht Berg, nicht Tal,
und mein Puls schlägt ruhig und fest.
Finale Spiele - as it's best.

Ich möcht gern durch Europa fliegen,
na klar, an mir soll's ja nicht liegen,
doch denke ich mir, so wie's ist,
wird's besser sein - zu kurz die Frist.

Lasst den FC sich konzentrieren,
auf die Liga - viel passieren,
kann vielleicht im nächsten Jahr.
Geht's hinauf - wär's wunderbar.

Das letzte Heimspiel - bin zufrieden,
gegen Bremen - hoch im Süden,
fröhlich auf Tribünen sitzen.
Kein Grund zum Blut-und-Wasser-schwitzen.

Ein Sieg - Mensch, Jungs, das wäre was,
gegen Ujah - ich hätt Spaß.
Für Bremen geht's im Fall des Falles,
in diesem Spiel schon - fast - um alles.

Der Bock, er ist auf guten Wegen,
Mensch, ich freu mich - welch ein Segen.
Arbeiten - in kleinen Schritten,
ich bin dabei - lass mich nicht bitten.

Bin jetzt entspannt, doch weiß ich schon,
dass im Herzen der Saison,
die nächstens kommt - ganz frisch und neu,
ich wieder Gift und Galle spei.

Ich kann nicht ruhig sein auf dem Platz,
weil - ich sag's mit einem Satz:
Ich so bin, wie ich halt bin.
Leicht durchgedreht - drum nehmt es hin.

Ob's heiß ist - ob's im Winter friert,
ich bin vom Geißbock infiziert,
wer das nicht weiß, wer das nicht kennt,
dem bleibt mein Feeling ewig fremd.

Irgendwann hat's angefangen,
heut besteht es schon so lange,
dass es in den Genen lebt,
mal die Stimmung senkt - dann hebt.

Aber heut - ich geb's bekannt,
schaute ich - und zwar entspannt,
auf dass, was alle die anderen tun.
Schön ist es - mal auszuruhen.  30.04.2016
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2 plus 2

LaOla schwappte - hier zu lesen,
und ich - ich bin dabei gewesen,
endlich wieder voller Glück,
vor lauter Freude halb verrückt.

Darmstadt 98 kam.
"Das wird nicht einfach - lieber Schwan".
Der Gedanke plagte mich,
...dann wurden sie eiskalt erwischt.

Minute 4 - Modeste trifft,
den Gegenspieler gut umschifft,
überlegt dann abgeschlossen,
uns ins erste Glück geschossen.

1:0 - die Führung steht,
jetzt mal schauen, was noch geht,
die nächsten Chancen nicht gemacht.
...das 1:1 - oh, gute Nacht.

Der Bock - er hat sich kurz geschüttelt,
entfernt den Ausgleich unvermittelt,
und vor der Pause - hey, erneut,
trifft Modeste - wie's mich freut.

Dass Darmstadt recht gefährlich war,
bezeuge ich - doch alles klar,
macht unser Risse - mit 2 Toren.
Ich fühle mich wie neugeboren.

Beides Mal mit überlegen,
solche Spieler sind ein Segen.
Das war heute - gern gesagt,
was fürs Herz - ein toller Tag.

Kölsche Lieder - der Gesang,
50.000 - tief im Bann,
bis auf die Hessen - ist halt so,
doch juckt's mich nicht - denn ich bin froh.

Platz 8 - und das Gespenst vertrieben,
das des Abstiegs - ja, wir lieben,
diesen Club - den kölschen Bock,
der Darmstadt heute heimwärts knockt.

Solche Tage, solche Spiele,
sind reiner Balsam für Gefühle,
was man - na, ich sag vielleicht,
hier lesen kann - falls Euch das reicht.

40 Punkte - die Tabelle,
gefällt mir wirklich, auf die Schnelle,
und dass man die LaOla tanzt,
ist ein Genuss - der Bock, er kann's.

2 Spieler mit 2 sauberen Toren,
die Hessen fahren heim - verloren.
Und ich - ich hatte Spaß daran,
an dem, was unser Geißbock kann.  23.04.2016
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Der zwölfte Mann

Der „12. Mann“ im Stadion.
Ich schreib Euch einen Reim davon.
Etwas leicht verspätet zwar,
und dennoch aktuell – und wahr.

Wenn nichts mehr funktioniert, nichts geht,
du denkst, dass man das Spiel nicht dreht,
dann wird der Bock beim Horn gepackt,
das bringt die Elf – spontan auf Zack.

Im nahen Mainz ist es gewesen,
ich durfte nur per Ticker lesen,
„dank“ eines Fests – im Freundeskreis.
Schlecht getimt – ja, ja, ich weiß.

Das Gegentor – die Laune sank,
das 0:2 – ein Zaubertrank,
musste an dem Punkt nun her.
Ohne diesen – puh, zu schwer.

Ich hätt am liebsten – gute Nacht,
mein Handy einfach ausgemacht.
Doch wer ein Fan ist – weiß und rot,
der bleibt dabei – bleibt mit im Boot.

Der Samstag war – für uns nicht gut,
Bremen punktet – nahm uns Mut,
und auch die anderen – untenrum,
sammeln Zähler – das war dumm.

In meinen schlimmsten Träumen schon,
ahnte ich - …Relegation!
Ich habe tief im Frust gesteckt,
der Alp, die Träume, nicht weit weg.

Da schnappt sich Risse diesen Ball,
haut volley drauf – per Überschall,
saust der Ball wie´n Strich ins Netz.
Ich starr aufs Handy – Bock, was jetzt?

Jojic kam ins Spiel hinein,
plötzlich kann´s so einfach sein.
Das 2.2, der Ausgleich fiel.
Fußball ist – ich sag´s – ein Spiel.

Ein Spiel – mit meinem Nervenkleid,
bin irgendwann fürs Heim bereit,
wo man mich schnell – und zweifellos,
wegsperrt – dieser Wahn ist groß.

Als dann noch Modeste traf,
wurde aus dem ruhigen Schaf,
ein wilder Geißbock - …meine mich.
Dieser Sieg – war mehr als Pflicht.

Der 12. Mann – die Fangesänge,
das Stadion, der Spaß, die Enge,
all das will ich nie mehr missen.
Ich bin FC – Ihr sollt´s nur wissen.  19.04.2016
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Keiner weiß warum

Ich fuhr mit Thomas an die Leine.
Bedenken hatte ich... - gemeine,
auch wenn Hannover Letzter war,
spielt der FC oft sonderbar.

Die Punkte waren mehr als wichtig,
daher war der Ausflug richtig,
bereits kurz nach dem Schalke-Spiel,
sagte mir das mein Gefühl.

Ich sei FC hab ich gehört,
bin vom Club halt zu betört,
da überlegt man nicht so lange,
bin heil zurück - nur keine Bange.

Ich hatte meinen Platz im Süden,
wie in Kölle - war zufrieden.
Auch wenn ich trotz des Sitzplatz stand.
Der Grund? - Liegt sicher auf der Hand.

Aus dem Nichts das Führungstor,
mir kam es reichlich plötzlich vor.
Die erste Chance - der erste Schuss.
Wunderschön - und doch ein Muss.

Der Geißbock spielte bis dahin,
lange Phasen ohne Sinn,
und ich dachte manches Mal,
das sei's gewesen - ...jetzt egal.

Der erste Konter - gut gelungen,
fein gemacht, Ihr kölschen Jungen.
Bittencourt hielt's Füßchen hin,
und dieses Tor - es machte Sinn.

Keiner wusste da warum,
doch die Kurve blieb nicht stumm.
Jubel, Freude und Gesänge.
Wir mittendrin - in dem Gedränge.

Die zweite Halbzeit - mir war schlecht,
Hannover spielte reichlich frech,
bis Bittencourt erneut gezielt.
So ist das - wenn das Leben spielt.

Wir brachten diesen Sieg nach Hause,
das Nervenkleid genießt die Pause,
und die Punkte - die Tabelle,
mir geht's besser - auf die Schnelle.

Ich würd es immer wieder tun,
ohne Rast und ohne Ruhn.
Meine Seele - wie man weiß,
ist halt farbig - rot und weiß.

Fußball ist ein seltsam Ding,
heut war der FC der King,
und was später, morgen ist,
das juckt mich nicht - dass Ihr es wisst.  12.03.2016
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Ein Sieg zum Geburtstag

Heut - viel schöner als man denkt,
hat uns der Jubilar beschenkt.
Danke ans Geburtstagskind...
schön, wenn man beim Fest gewinnt.

Frankfurt kam - mit vielen Hessen,
den Regenschirm hatt ich vergessen,
so war ich schon vorm Spiel recht nass.
Trotzdem machte es viel Spaß.

Das erste Tor schoss Alex Meier.
Mir schwoll der Kamm - mir war die Feier,
schon fast verhagelt - und egal.
Da merkte ich, der Grat ist schmal.

Jubel folgt - und neuer Schwung,
auf den Moment Ernüchterung.
Modeste, er passt - und Gerhardt trifft,
Veh spuckt Galle - Veh spuckt Gift.

Der FC im Spiel zurück,
mit reichlich Dampf - mit etwas Glück,
so mischte er die Hessen auf,
und das Match nahm seinen Lauf.

Heintz, der heute unterschrieb,
bis '21 Ordnung gibt,
der nickt den Ball - ich sprang empor,
zur Führung - 2:1 - ins Tor.

Ein schöner Ball – Mladenovic,,
gut gezirkelt, abgepitscht.
Der Kopfball saß - und Heintz sei Dank,
dass der Mut der Fans nicht sank.

Da war Stimmung ohne Ende,
das Spiel gedreht - ganz klar, die Wende.
Wobei - und das war jedem klar:
Von Frankfurt winkte noch Gefahr.

Die Chancen waren da - ...vergeben,
so ist das in solch Spielen eben.
Doch dann - dann endlich - kam Modeste,
so blieb den Hessen - nur die Reste.

Ein schöner Ball von Bittencourt,
auf Gerhardt - und der Junge spurt,
schiebt den Ball - Modeste, er netzt.
Das Spiel entschieden - endlich, jetzt.

Das Einzige, das mich heut stört,
ist Risses Ausfall - hab's gehört.
Gegen Gladbach nicht dabei,
wie auch Zoller - Biesterei.

Und trotzdem war's ein schönes Fest,
das uns heute jubeln lässt.
Glückwunsch, Dank, dem Jubilar.
Erfolgreich, spannend, wunderbar.  13.02.16
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13.02.48

Franz Kremer war der Gründervater.
Erfolge, Wahnsinn - und Theater,
tolle Siege - Niederlagen.
Wie's der Fußball will - noch Fragen?

Seit '76 mit dabei.
Fußball war mir damals "neu",
jedoch vom ersten Tage an,
erkannte ich - da ist was dran.

Seit jenem Tag begleitet mich,
der FC Köln - nicht nur bei Licht,
auch in jenen Zeiten - gerade,
wo er's brauchte - war's auch schade.

Bei der letzten Meisterschale,
war ich dabei - ach, allemale,
wär ich's wieder - wenn das ging.
Das wär prima - welch ein Ding.

Erlebte viele große Namen,
viele gingen, viele kamen.
Flohe, Litti, Toni, Icke,
große Stars - die besten Stücke.

Poldi, Olsen - wie sie hießen,
Tor verhindern - und auch schießen.
Nun endlich ist der Stein gelegt,
erneut sind wir auf gutem Weg.

Ein Trainer, der die Mannschaft führt,
eine Leitung, die stets spürt,
wo's wichtig ist, aktiv zu sein,
oder ruhiger - das ist fein.

Mitgliedzahlen, die steil steigen,
und wenn dann auch die Kölner zeigen,
dass sie zu der Mannschaft stehn,
sind 100.000 bald zu sehn.

Heute am Geburtstag siegen?
An mir soll's ganz gewiss nicht liegen.
Gegen Frankfurt bin ich wieder,
Tribünengast - in meiner Liga.

Egal, wer auf dem Platz gestanden,
egal, welch Spieler hier noch landen,
der rot und weiße Virus zieht,
immer wieder - alt, das Lied.

Hat es sich einmal eingenistet,
bleibt's für ewig - unbefristet.
Wer's kennt, der wird sich niemals wehren.
Bin Fan - ich werd mich nie beschweren.

Bin Fan - und will heut gratulieren.
Der Weg ist gut - viel kann passieren.
FC Köln - mach weiter so.
Bin infiziert - Bock, bin ich froh.    13.02.16
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Wolfsburg 310116

Die Wölfe wollten's wieder wissen.
Hätten sie die Geiß gerissen,
wäre heut Ihr Soll erfüllt.
Mein Herzschlag, er ging schnell und wild.

Gustavo wieder mit dabei?
Ich dachte bei mir - Na, ohweih,
dieser Fakt gefällt mir nicht...
Doch unsere Abwehr stand sehr gut und dicht.

Dass solche Elf auch Chancen hat,
das war mir klar - in dieser Stadt,
nimmt man nicht im ersten Schritt,
einfach so 1 Pünktchen mit.

Plötzlich steht ein Stürmer frei,
doch Timo Horn - das ist nicht neu,
vereitelt Chancen, wo er kann.
Sei es Mann auch gegen Mann.

Die Halbzeit da - die Ruhe auch,
ein Viertelstündchen hat's gebraucht,
dann ging es auch schon wieder los.
Ruhe - ehrlich? - war nicht groß.

Als Draxler dann zur Führung trifft,
spuckt ich Galle - etwas Gift.
Ich glaubte nicht mehr wirklich, nein,
an den Erfolg - und dann schlug's ein.

Bittencourt schnappt sich den Ball,
Modeste schaut - und Knall auf Fall,
zirkelt er den Ball ins Netz.
Ich jubelte und dacht - Was jetzt?

Spielen wir das ordentlich,
bis zum Schluss - die Abwehr dicht?
Nach 1:1 - ich sag's ganz ehrlich,
wär ein Gegentor entbehrlich.

Gerhardt fand ich heute stark.
Aufgeregt bis tief ins Mark,
nahm ich jeden Spielzug stumm,
in Augenschein - ich weiß warum.

Hielt die Luft, den Atem an,
tat, was ich am Fernsehen kann:
Gab Regie - und sprach zu viel.
Den Erfolg als klares Ziel.

Am Ende bin ich sehr zufrieden,
über dieses Unentschieden.
Hätt es vorher nicht geglaubt,
und dem Tipp wohl kaum getraut.

Schwere Spiele, die jetzt kommen,
das erste Pünktchen mitgenommen.
HSV - und hinterher,
Frankfurt, Hertha - das wird schwer.  31.01.2016
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Brimborium

Allzu viel Brimborium,
vor dem Match - nehmt's mir nicht krumm,
weist auf schlechte Spiele hin.
Ich weiß das - weil ich sauer bin.

Das war gar nichts, lieber Bock,
die Begegnung ging am Stock,
zumindest war das mein Gefühl.
Ein richtig miserables Spiel.

Mit 1:0 erst vorn gelegen.
Modeste, er traf - das war ein Segen.
Mehr Glück, als Können - tut mir leid.
Leider blieb noch so viel Zeit.

Viel zu hohe Fehlerquote,
brachte uns schnell aus dem Lote.
Das 1:1 - es tat schon weh.
Doch war's verdient - Top, VfB.

Halbzeit 2 - mir blieb das Hoffen.
Immer noch war alles offen,
doch der FC macht mich verrückt,
fand nicht mehr in das Match zurück.

Zu viel gestolpert - schlechte Bälle,
zu viele Fehler - auf die Schnelle,
zu ungeschickt vorm fremden Tor.
Tja, so kam's mir letztlich vor.

Das 1:2 - nach einer Ecke.
Da wusst ich, wenn ich mich verstecke,
und nichts seh - wird's besser, geil...
zumindest für mein Seelenheil.

Natürlich hoff ich ständig weiter.
Wär's vielleicht ja auch gescheiter,
hinzunehmen, dass nichts passt.
Zumindest heute - es war krass.

Das 1:3 - jetzt war's zu Ende.
Keinen Blick mehr auf die Wende.
Der Start im neuen Jahr misslungen,
ich hab's gespürt - und jetzt besungen.

Statt Roten Funken - auf dem Platz,
wär's mir lieber - eine Hatz,
des Gegners auf dem eigenen Feld.
Niemand ward zum kölschen Held.

Hoffentlich - ja, das wär schön,
muss ich dies Trikot nie mehr sehn.
Hoffentlich - mir bleibt der Mut,
wird's nächste Match - dann wieder gut.

Schade, wirklich heftig schade,
dieses Match - grad heut, am Tage,
war nicht nötig - tja, was soll's.
Es wird wohl besser - klopft auf Holz.  23.01.2016
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Strahlend in die Winterpause

Was fast schon nicht mehr möglich war,
erfolgte gestern - doppelt gar.
Was fast schon nicht mehr möglich schien,
das nahm ich gestern dankbar hin.

Zwei Tore - spät - ins kölsche Glück,
ich sprang vom Sitz - war fast verrückt.
BVB - das Spiel gedreht,
da sieht man - was beim Geißbock geht.

Übern Kampf zum Spiel gefunden,
und nach anderthalben Stunden,
den Ball zum 2:1 versenkt.
Danke, Jungs, für dies Geschenk.

Zu Anfang nicht im Spiel gewesen,
doch in der Zeitung ist zu lesen,
dass sich das geändert hat.
Was man will - das manchmal klappt.

Rückstand - auch ein wenig Frust,
bis acht Minuten vor dem Schluss,
da schnappt sich Zoller diesen Ball,
von Bürkis Gnaden - klarer Fall.

Versenkt ihn zum Remis ins Netz,
Balsam für datt kölsche Hätz,
und wenn ich dann jetzt ehrlich bin,
nahm ich das zufrieden hin.

Dass Sörensen den Kopfball spielt,
dass Modeste schießt und zielt,
das Stadion aus den Fugen springt,
war nicht erwartet - doch es bringt...

...mir einfach rundum gute Laune.
Ich sehe, spüre und ich staune,
was die Mannschaft alles kann.
Jeder Spieler - Mann für Mann.

Der Strafstoß, den's erneut nicht gab,
bringt mich heute nicht ins Grab.
Das 2:1 bleibt einfach mein,
und der FC - die Macht am Rhein.

Lasst mich doch ein bisschen spinnen,
es tut mir einfach gut - tief drinnen.
Vom dicken Hals - zum puren Glück,
ist's oftmals nur ein kleines Stück.

Modeste, der endlich wieder traf,
ein Heimspiel, das mal wieder saß,
nach gefühlter langer Zeit,
lässt mich fliegen - tut mir leid.

Strahlend in die Winterpause,
mein Gefühl hat ein Zuhause,
auch wenn ich auf Granit oft beiß,
bleibt mein Feeling - rot und weiß.  20.12.2015
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Dominic

Vielen Dank an Dominic.
Er bringt uns in die Bahn zurück,
mit einem schönen Doppelpack.
Bayer blieb sehr blass - und nackt.

Vielleicht hätt ja - mein lieber Schwan,
Aspirin ganz gutgetan.
Doch Bayer fand partout kein Licht.
Das ist doch prima. - Oder nicht?

Ich stelle unumwunden fest,
dort drüben herrscht ab nun Tristesse.
Ich hab - ich stell's mir gerade vor,
Schmidts barsche Worte noch im Ohr.

Nach Bayers Sieg - beim letzten Mal.
Der zählt nicht mehr - der ist egal.
Der Bock stieß jetzt beim Bayer-Werk,
die Mannen um - ich sag, das stärkt.

Zwei Mal Maroh - das war perfekt.
Viel zu lange war er weg.
Jetzt hat er wohl - so hört die Lieder,
seinen Stammplatz endlich wieder.

Ein Kopfstoß - Schmackes, wie ein Schuss.
Durchgehalten bis zum Schluss.
Und wenn ich auch gezittert habe,
ging es doch gut - wohl keine Frage.

Dass ich zuletzt wie'n Rohrspatz schimpfte?
Dass ich mich selbst mit Frust nur impfte?
Das ist Geschwätz, das nicht mehr stört.
Ich hoffe, Ihr habt's überhört.

Ob Papas Foul tatsächlich rot,
bringt mich gedanklich kaum in Not.
Mal trifft es uns - dann anderswo.
Hauptsache, wir sind heut froh.

Vielleicht trifft ja im nächsten Spiel,
Modeste mal wieder - mein Gefühl,
sagt jede Serie - macht die Wende,
geht irgendwann auch mal zu Ende.

Nur Schmadtke - darf ich's hier benennen,
hätt sich spürbar freuen können.
Sein Pokerface - war zwar nicht schlecht,
jedoch bei Sky - nicht wirklich echt.

Auf des Rheines anderer Seite,
drangen Lieder - laut ins Weite,
vom kölschen Lager - wundervoll...
Nur der Böller - war nicht toll.

Diese Matches - diese Truppe,
das Salz in unserer Fußballsuppe.
Maroh würzt nach - ich hab gedacht:
Jungs, das habt Ihr gutgemacht.   08.11.2015
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Blinde

Wenn du vier "Blinde" suchen musst,
mit Vorsatz - und auch sehr bewusst,
so glaube mir - wär es auch Pflicht,
ehrlich, nein, die finds du nicht.

Warum dann, bitte treten sie,
im Stadion auf - gehäuft nie?
Zumindest war das heute so.
Unverständlich - irgendwo.

Drei Schiris auf dem Platz - und eben,
ein vierter - ihn gab es daneben.
Doch niemand sah, was vor dem Tor,
bei uns geschah - der Blinden Chor.

Es war nicht Maradonas Hand,
Hannover raubte den Verstand.
Erzielt ein Tor, das keines war.
Der Schiri gab es - sonderbar.

Ich hörte ihn im Interview,
er gab jetzt seinen Senf dazu.
Doch hilft uns das jetzt später wenig.
Nur wer sieht, der ist ein König.

Mit 0:1 das Spiel verloren.
Zu oft erklang in meinen Ohren,
die Floskel von dem 4. Platz...
Jetzt ist er erst mal für die Katz.

Zeit wär noch genug gewesen,
das Match zu drehen - und zu lesen.
Mehr als eine Halbzeit lang,
doch was ich sah - das machte bang.

Überhastet - etwas Pech.
Zu ungenau - zu wenig frech.
Und dann war'n die Punkte weg.
Ob das dem Geißbock wohl so schmeckt?

Mir nicht! - Ich bin auch jetzt noch sauer.
Die Aktionen - auf die Dauer,
waren nicht perfekt genug.
Das ist halt so - jetzt sind wir klug.

Einen Torwart gab's sogar,
der hielt, was so zu halten war,
und so blieb uns die Erkenntnis:
dass das Spiel komplett verpennt ist.

Natürlich war der Schiri schlecht,
doch kamen wir halt nicht zurecht,
vor des Gegners eigenem Tor.
Jetzt ist es so - dass man verlor.

Ein Schiri mit perfekter Brille,
das wäre wohl demnächst mein Wille.
Dazu ein Sturm - der Tore schießt.
Ich fühl mich heute einfach mies.  18.10.2015
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Sieg in der Turnhalle

Hätte ich zum Schämen Zeit,
so gäb's jetzt die Möglichkeit.
Ich hör noch meinen Spruch - sehr barsch,
heute gibt's was - ...na, Ihr wisst schon.

Hätte ich zum Schämen Muße,
tät ich eines - und zwar Buße.
Nach diesem Sieg - ist's reine Pflicht.
Trotzdem mache ich das nicht.

Stattdessen reim ich meine Freude,
verteil sie unter vielen Leuten.
Bin sogar selbst dann nicht still,
wenn sie niemand hören will.

Heut auf Schalke - nach sechs Siegen,
Königsblau - man ließ nichts liegen,
bis heute der FC dort spielt.
Ich hab mich einfach gut gefühlt.

Die Abwehr wackelt nicht - sie stand,
gleich einer rot und weißen Wand.
Und Horn? - Hielt seinen Kasten rein.
Fußball kann fantastisch sein.

Selbst den Freistoß, der sich senkt,
hat Timo gut ins Aus gelenkt.
Diese Leistung war perfekt.
Danke, Horn - das passt, das schmeckt.

Kurz vor dem schrillen Halbzeitpfiff,
zeigt Modeste gewohntes Gift,
schiebt den Ball - die Schalker weinen,
dem Herrn Fährmann durch die Beine.

Ein feines Tor - ich tu es kund,
zum perfekten, besten Punkt.
Und dennoch war's zum Sieg noch weit.
Ich war unruhig - tut mir leid.

So viel gute, starke Stürmer.
Doch unsere Abwehr baute Türme.
Sie hielten dicht - perfekt dort hinten.
Niemand konnt sie überwinden.

Gerhard - welch ein Zuckertor.
Plötzlich kam's mir machbar vor.
Ich träumte von dem nahen Sieg,
und Zoller half mir dann ins Glück.

Die ganze Elf spielt heute stark.
Alles was ich sprach - war Quark.
Dieses Match - grad vor der Nacht,
hat mir rundum Spaß gemacht.

Und auch wenn Sky, der Sprecher spricht,
von Ruhezeit - so schmälert's nicht,
meine Freude - auf die Schnelle.
Schaut nur fröhlich - zur Tabelle.  04.10.2015
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Ingolstadt 250915

Ein Spiel zuhause - und oh wei,
ich war nicht mal live dabei.
Der Kalender wollt es so...
im Nachhinein bin ich fast froh.

Regte mich vor dem TV,
furchtbar auf - weiß nicht genau,
was Herr Stöger sich gedacht,
als er erneut Osako bracht.

Ich wartete die ganze Zeit,
auf einen Wechsel - tut mir leid,
da fehlt mir wirklich das Verständnis.
Doch bin kein Trainer... - die Erkenntnis.

War der Spatz in Geißbocks Hand,
wichtiger - ich war gebannt,
als die Taube auf dem Dach?
3 Punkte, die man halt nicht macht?

Zu viel blinde lange Bälle.
So verpufft die Angriffswelle,
eh sie noch begonnen hat.
Ich glaube nicht, dass das so klappt.

Ein Jojic - Kreativität,
kommt gar nicht - oder viel zu spät.
Hosiner sauert auf der Bank.
Sorry, das macht mich nur krank.

Ich weiß, ich pack mir an der Nase,
die Träume flogen in der Phase,
schon wieder viel zu hoch, zu weit.
Alles braucht halt seine Zeit.

Doch gebt mir bitte Euren Segen:
Sich ein wenig aufzuregen,
sei doch bitte hier erlaubt.
Hab mich gestern nicht getraut.

Jetzt, heut Morgen - nach dem Schlaf,
kam ich runter - bin fast brav,
mache mir ein wenig Luft.
Fußball reizt mich - welch ein Schuft.

Schüttet gestern - volle Dosen,
Adrenalin - in großen Schosen,
laufend rinnend in die Blutbahn.
Da kam nun Mal ein wenig "Wut" an.

Wenn ich es zu kritisch seh,
den Ansatz nicht so ganz versteh,
sag ich sorry - an der Stelle.
Das wird schon wieder - alle Fälle.

Ich hätte - so ist's nicht gekommen,
doch so gern - so gern gewonnen,
gegen diese Maurer-Truppe.
Es sollt nicht sein - jetzt ist's mir Schnuppe.  26.09.2015
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Derbysieger

Ich dachte bei mir - <Hm, mal schauen,
einen Gegner aufzubauen,
darin ist der Geißbock gut...>
Was mir fehlte - war der Mut.

Ich saß vor dem TV - sah Sky,
war leider - heul - nicht live dabei,
weil ich so kurz - das ist infam,
keinen Flug nach Köln bekam.

Die 1. Halbzeit? - War zum Weinen.
Grad vom Hocker riss es keinen,
von der Taktik sehr geprägt.
Mein rot und weißes Herz, es schlägt.

In der kurzen stillen Pause,
sehnte ich mich fast nach Hause,
hoffte nur - so mein Gefühl,
auf Halbzeit 2 - ein besseres Spiel.

Ich war laut - so bin ich immer.
Wär ich leise - wär das schlimmer.
Weil - und das seh ich als Bürde,
ich dann plötzlich platzen würde.

Die Halbzeit lief - dann hielt mit Sinn,
Modeste sein dunkles Köpfchen hin.
Köpfte mich ins kölsche Glück.
Ja, ich weiß - ich bin verrückt.

1:0 - das Spiel verwalten?
Das Schönste wäre, abzuschalten.
Mein Herz, es hämmert in der Brust.
Sitzenbleiben - ist ein Muss.

Seit so viel Jahren nicht gewonnen,
kein Füßchen auf den Platz bekommen.
Jetzt galt's die Führung - keine Wetten,
über diese Zeit zu retten.

Die Minuten, die verstrichen,
machten mich noch lang nicht sicher.
Erst als ich den Schlusspfiff hör,
war ich friedlich - fiel nicht schwer.

Endlich wieder Derbysieger.
Danke an die müden Krieger.
Mein Puls, er sank - auf fast normal.
Das Spiel an sich - war mir egal.

3 Punkte gibt es im Tableau.
Das ist wichtig - ist halt so.
Die Taktik war am Ende richtig.
10 Punkte - das allein ist wichtig.

Fußball macht mich - nehmt's zur Kenntnis,
komplett zum Irren - habt Verständnis.
So bin ich halt - verzeiht mir doch.
Ich bessere mich - versuch es noch.   21.09.15
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Frankfurt 120915

Da schau ich dumm aus meiner Wäsche.
Würde gern darüber lächeln,
doch gefriert's Gesicht zu Brei.
2:6 - wir war'n dabei.

Hab es am TV gesehen,
wollte gern - doch konnt nicht gehen.
Sah das Elend bis zum Ende,
ohne Hoffnung auf die Wende.

Die Abwehr war ein Trümmerhaufen,
ein Torso - dabei abzusaufen.
Ich bin ernüchtert - voller Groll,
und weiß nicht, was ich denken soll.

Hat Frankfurt uns nur aufgezeigt,
wie ne tolle Party steigt?
War es denn bisher nur Glück?
Ja, sicher auch - ein gutes Stück.

Bin weit entfernt - an solchen Tagen,
auf die Jungen einzuschlagen.
Was gestern gut, ist heute mies?
Einfach ist's - wenn man's so liest.

Auf jeden Fall - doch das ist klar,
war's ein Fiasko - das bleibt wahr.
Ich hoff, dass Stöger schnell erkennt,
was zu tun ist - weil's sonst brennt.

Die Abwehr war nicht schnell genug,
unsortiert - kein bisschen klug.
Im Mittelfeld versprang der Ball,
so wird das nichts - ganz klarer Fall.

Vorne - sorry, Eigensinn,
mit etwas Umsicht wär er drin,
der Ball - auch wenn das dann komplett,
wenig nur geändert hätt.

Na klar, man kann und wird verlieren,
doch sorry - doch nicht so stagnieren.
Ich bin enttäuscht - ansonsten nichts,
vielleicht gibt's nächste Woche Licht.

Doch mit diesem Spiel vor Augen,
wage ich das kaum zu glauben.
Überrascht mich - wär erfreut.
Eine Woche bleibt noch Zeit.

Zeit zum Still-die-Wunden-lecken,
zum Kopf-nicht-in-den-Boden-stecken,
zum Zeigen, dass man's besser kann,
gegen Gladbach - Mann oh Mann.

Von Meier gestern abgekocht.
Ich habe ihn noch nie gemocht,
doch das war gestern erste Sahne...
von Frankfurt - nicht, dass ich was ahne.  13.09.15
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Wahrnehmung

Ihr sagt, ich seh wie 60 aus?
Ich sei bereits ein altes Haus?
So nehmt denn bitte staunend hin,
dass ich erst 25 bin.

All die Jahre Stadion,
erzählen Euch den Reim davon,
wie das Fan-Sein zerrt und schlaucht.
Vielleicht kennt Ihr das - ja nun auch.

Ich denke nur mal etwas weiter.
Ich werde zwar nicht viel gescheiter,
aber älter - hoff ich sehr.
Wie wird das werden? - Das wird schwer.

Jedes Match - wie's gestern war,
schenkt mir neues graues Haar.
Als FC-Fan - ja, mir deucht,
hat man es nicht wirklich leicht.

Mir kommt's vor - Hm, eher nein,
das kann und darf und soll nicht sein,
dass ich schon ewig Böckchen bin.
Seit '76 - ...macht das Sinn?

Ich ließ die erste Jugendkraft,
in Hamburg - live, zur Meisterschaft.
Sah Europa - und Pokal,
viele Spiele - ohne Zahl.

Hab manch Abstieg miterlebt,
doch ruft der Bock - nun ja, dann bebt,
mein altes müdes Herz, wie einst.
1-2-3, Erlebnis? - Meins!

Ich fühle mich nach solchen Spielen,
wie gestern, so, als könnt ich fühlen,
dass mich das Geschehnis rafft.
Nimmt mir jedes bisschen Kraft.

Ich saß im Sessel - und im Nu,
fielen mir die Augen zu.
Als lief ich einen Marathon,
von hier nach Kölle - und bis Bonn.

Dann hörte ich - das macht mich froh:
Freunden ging es ebenso.
Ob sie mir etwa ähnlich sind?
Der Fan am iPad denkt - und spinnt.

Die Nerven zerren - sie zerreißen,
meine Kräfte - sie verschleißen.
Das mach ich noch ein Leben lang,
vor diesem Stress - bin ich nicht bang.

Wer das nicht kennt, wird niemals wissen,
wie echte Fans - so leiden müssen.
Egal wohin die Liga reicht,
da sind wir alle - denk ich, gleich.   30.08.2015
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Dusel

Was soll ich zu dem Spiel nur schreiben?
Ich will und muss doch sachlich bleiben.
Der FC hat schlecht gespielt,
der HSV gekämpft, gewühlt.

Das 0:1 - ich muss es sagen,
war zum Zeitpunkt, heut am Tage,
verdient - da gibt es leider nix.
Sie waren schneller, waren fix.

Ich hab geflucht - wie'n Kesselflicker,
mein Hals, er wurde dick und dicker,
da wechselt Stöger - so soll's sein,
kurz vorm Schluss Hosiner ein.

Er stand - was war das eine Lust,
dort wo'n Stürmer stehen muss.
Hält sein Zauberfüßchen hin,
erzielt den Ausgleich - das macht Sinn.

In dem Moment - ich geb's ja zu,
war's Stadion - spontan, im Nu,
für mich schon nicht mehr groß genug.
Was ich vorher schrie? - Ein Spuk.

Was interessiert mich - bitte sehr,
mein Geschwätz vorhin, vorher?
Ich spürte plötzlich Freude, Glück.
Fußball ist komplett verrückt.

Ich hatt mich grade abgeregt,
meinen Puls zurückgedreht,
da fiel Modeste - ein Strafstoßpfiff.
Labbadia spuckte Gift.

Ob's tatsächlich einer war,
ist mir egal - denn eins bleibt wahr.
Das 2:1 - das Führungstor,
macht dass Hamburg - heut verlor.

Mal ist's Glück - dann wieder nicht,
heute schien für uns das Licht.
Es war Dusel? - Meinetwegen.
Für den Bock war's heut ein Segen.

Die Punkte wird uns keiner nehmen.
Das Glück des Fans - und all sein Sehnen,
ist's die Spiele zu gewinnen.
Ich schrie's nach draußen - tief von innen.

Plötzlich war mein Frust weit fort,
all der Ärger - böses Wort.
Ich bin ein Kleingeist - sei's halt so.
Wir gewannen - ich bin froh.

Hosiner - später auch Modeste,
verhalfen uns zu jenem Feste.
Dass ich fix und fertig bin,
nach dem Match - das nehm ich hin.  29.08.2015
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Böcke gegen Wölfe

Horn spuckt der Millionentruppe,
gen Schluss noch kräftig in die Suppe.
Die Chance, die eine große war,
fraß nicht der Wolf - ein Bock macht's klar.

Hätt jemand mir das prophezeit,
das 1:1 - ich fand's gescheit.
Hätt ich auch - genau genommen,
den Sieg zum Schluss sehr gern bekommen.

Die Stimmung - eine Sensation,
von Anfang an - wo gibt's das schon?
Frisch gespickte Gänsehaut.
Schön und friedlich - toll und laut.

Zoller, der das Führungstor,
perfekt erzielt - ich kam mir vor,
wie in einem schönen Traum.
Wolfsburgs Chancen gab es kaum.

In Halbzeit 2 - naja, versäumt,
Tor 2 zu schießen - halt geträumt,
vielleicht auch etwas Pech gehabt.
Modestes Kopfball... - wow, war knapp.

Unsere Abwehr stand vorzüglich,
ich genoss das Spiel vergnüglich,
bis das 1:1 dann fiel.
Bockseidank - der Punkt im Ziel.

Am Schluss war'n Wolfsburgs Chancen da,
das 1:2, war plötzlich nah.
Wär's auch nicht verdient gewesen,
fragt das niemand - oft zu lesen.

7 Punkte können's werden.
Höre ich da jetzt Beschwerden?
7 Punkte wär'n perfekt.
Ich weiß, dass der Gedanke schmeckt.

Vieles hat heut schon gestimmt.
und wenn der Bock halt nicht gewinnt,
ist das gegen solch ein Team,
wohl gar kein Beinbruch - lasst sie ziehn.

Ich habe Spaß am Match gehabt,
vieles hat heut gut geklappt,
bis auf die Tore - in der Schlacht,
die man eben grad nicht macht.

Hab Spaß an unseren Abwehrrecken,
sie müssen sich wohl kaum verstecken.
Modeste, Zoller sowieso,
an Bittencourt - mein Bock, bin froh.

Ich freu mich auf die nächsten Spiele,
hab Spaß an den gesteckten Zielen,
und denke, dass FC sich dreht.
Endlich wieder - stimmt der Weg.  22.08.2015
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Aluminium

Dreimal Aluminium,
dass Lehmanns Schuss nicht passt, war dumm,
dass der von Stuttgart auch nicht passt,
war erste Sahne - sonst wärs krass.

Halbzeit 1 - das Spiel war flott,
mein Herz, es klopfte, lieber Gott.
Zur Pause 0:0 geblieben...
Ich sage Euch, ich war zufrieden.

Doch was war - ist Schall und Rauch,
vergangenes Jahr - die Siege auch.
Jedes Spiel - ob wo, ob wann,
fängt einfach nur jungfräulich an.

Halbzeit 2 - mein Blutdruck stieg,
mein Leben ist mir zwar sehr lieb,
doch wegzugehen vom TV,
war keine Lösung - mir war flau.

Die Abwehrjungs - ganz neu und jung,
spielten sicher und mit Schwung,
bis zum Moment - es droht Gefahr,
als Timo Horn - geschlagen war.

Da spitzelt Hector, als es brennt,
den Ball weit fort, in dem Moment,
als mein Herz fast stehenbleibt.
Bockseidank - mir bleibt noch Zeit.

Plötzlich der Elfmeterpfiff,
Modeste, er hat den Ball im Griff,
erzielt die Führung - es war knapp,
doch ist's egal - ich drehte ab.

Zoller macht das zweite Tor,
das Zimmer kam zu klein mir vor,
ich war glücklich - rundherum...
Das 1:2, das fiel, war dumm.

Plötzlich war sie wieder da,
meine Ahnung von Gefahr,
bis Osako - kurz vor Schluss,
erneut getroffen - Danke, Kuss.

Ein Beginn - fast wie gemalt,
mit meinen Nerven gut bezahlt.
Und ob der Sieg berechtigt war?
Wer Tore schießt gewinnt - na klar.

Dieser Sieg, er war so wichtig.
Jetzt beginnt die Spielzeit richtig.
Endlich rollt der Ball nun wieder.
Ich jubele noch - ich werd nicht müde.

Die Wölfe, die als nächstes kommen.
Fürs Erste haben wir bekommen,
was ich wünschte - hält gesund,
3 mal Tore - 3 mal Punkt.    16.08.2015
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Pre-Stuttgart

Gladbach hat es vorgemacht,
wie's gar nicht geht - klar, falsch gedacht.
Ebenso der HSV,
und auch Mainz - ja, ganz genau.

Ujahs Bremen ebenso...,
tja, nun wäre ich heut froh,
wenn der FC viel besser spielt,
und das Tor - zum Sieg erzielt.

Doch was war - ist Schall und Rauch,
vergangenes Jahr - die Siege auch.
Jedes Spiel - ob wo, ob wann,
fängt einfach nur jungfräulich an.

Nun seh ich heute die Berichte,
sehr, sehr viele - und mit Dichte,
in denen eines ungewiss:
Wie schnell der Bock - die Schwaben frisst.

Vorsicht Leute - überheblich,
sorry, nein - das klappt und geht nicht.
Zwar jubele auch ich sehr laut,
doch hat man schnell - auf Sand gebaut.

Ich freu mich drauf, wenn's heut beginnt,
ich bin ja schließlich wie ein Kind.
Und sollte es ein Sieg erst sein,
gibt's den wunderschönsten Reim.   16.08.2015
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Pokalsieg in Meppen

Die Sommerpause? - Viel zu lange,
nur noch Fußball von der Stange,
Freundschaftsspiele - dies und das.
Besser halt, als nichts - so krass.

Doch heute - heute fing's neu an.
Wie schön, dass ich was reimen kann,
über einen Sieg - Ihr kennt's,
im Norden Deutschlands - an der Ems.

Start des DFB- Pokal.
Begegnungen gibt's ohne Zahl.
Doch die, die wirklich wichtig war,
für mich, war unsere - ist doch klar.

Meppen ist ein Viertligist.
Doch wie das im Pokal so ist,
hat man sich - auch das passiert,
auf die Schnelle mal blamiert.

Ich saß vor dem TV - gebannt,
war mächtig auf das Spiel gespannt,
da traf Modeste - Minute 1.
Paket der Freude - es war meins.

3 mal Modeste - und 1 mal Zoller.
Ich hatte Spaß - je oller, doller.
Ein Pflichtspielsieg ist einfach schön.
Auch ein solcher - gegen 10.

Meppen hat schon lang Geschichte.
Damals schrieb ich nicht Gedichte,
als Toni sprach - er spiele nie,
in dieser Stadt - in der Prärie.

Was ich sah, hat mir gefallen,
der Sturm, Modeste - ja, er vor allem.
Und auch ansonsten lief das Spiel,
hin zu einem klaren Ziel.

Die Runde 2 galt's zu erreichen.
Und so stellte man die Weichen,
einfach mal fürs Weiterkommen.
Am besten weit - mal angenommen.

Der erste Schritt - er ist vollzogen.
Ich würd mich freuen - ungelogen,
gäb's mal ein Heimspiel - Freud wär groß,
aus dem Topf - beim nächsten Los.

Die Saison hat frisch begonnen,
endlich bin ich angekommen,
habe endlich wieder Grund,
zum Bock zu reimen - manche Stund.

Fußball macht mir riesig Spaß.
Ich hänge dran - das heißt schon was.
Endlich wieder mitzugehn,
und zu fiebern - das ist schön.   08.08.2015
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Lebenslänglich

Als FC-Fan lebenslänglich?
Ich bin dafür - und sehr empfänglich.
Dann sehe ich in meinen Pass...
Ich bin schon 60 - Hilfe, krass.

Die Absicht hab ich - keine Frage,
in Richtung 100 - viele Tage,
denn bis zur Deutschen Meisterschaft,
braucht´s noch Zeit - und reichlich Kraft.

Ich merke, dass sich was bewegt,
dass man Wert auf Ruhe legt,
durch gute Arbeit Träume schenkt,
in bessere Zeiten - steuert, lenkt.

Bald geht´s los - ich seh mich wieder,
hoch im Süden - unter Brüdern,
die so denken - so wie ich,
von diesem Virus - voll erwischt.

Lebenslänglich? - Ohnehin!
Alles andere macht kaum Sinn.
Der Same, der einst eingepflanzt,
hat mich im Griff - klar, voll und ganz.

Rot und weiße Glücksgefühle.
Rot und weiße Liga-Spiele,
Rot und weiß - ich bin verrückt.
Bockseidank - ich hatte Glück.

Glück, dass man mich seinerzeit,
hierher geführt - es liegt schon weit,
zurück - schon viele Jahre lang,
gefangen im rot-weißem Bann.

Jetzt sind´s mal grad vier Wochen noch,
gefangen in dem Sommerloch.
Ich merke halt - es kribbelt wieder.
Bin der Pause - jetzt schon über.

Unsere Urlaubs-, sonst´ge Planung,
hängt davon ab - habt Ihr ne Ahnung,
wann der Spielplan terminiert.
Was wie und wann und wo passiert.

Die Matches - die ich streichen muss,
weil ich fort bin - sind Verdruss.
Doch gibt´s ein Leben - ...tut´s auch weh,
neben Geißbock - dem FC.

"Mitglied - für e levve lang".
Wie schön, dass ich das sagen kann.
Wenn´s auf der Karte auch nicht steht,
so stimmt das dennoch - hey, was geht.

Soviel zum Thema Lebenslänglich.
Vieles ist halt sehr vergänglich,
doch nicht die Freude, die man fühlt,
wenn der Geißbock - wieder spielt.  10.07.2015
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40 Punkte

Geknackt, die 40-Punkte-Marke.
Danke Euch für eine starke,
Spielzeit, die besonders war.
Besser als manch anderes Jahr.

Zu jedem Zeitpunkt - klarer Satz:
Nie auf einem Abstiegsplatz.
Immer, wenn's drauf angekommen,
hat die Elf - ein Herz genommen.

Zu viele 0:0 gespielt?
Das sehe ich ganz unterkühlt,
Jeder Punkt, der dort erbracht,
hat die 40 wahr gemacht.

Schöne Matches - wie ich's liebe,
gab's Daheim - im "Stall der Ziege".
Auswärts manche ebenso.
Das macht den Kindskopf in mir froh.

Die Südtribüne, die man schloss,
weil mancher übers Ziel raus schoss,
hat den Fan in mir geschockt,
doch trotzdem ward der Platz - gerockt.

Spieler, die uns jetzt verlassen,
füllen unsere leeren Kassen.
Ujah, Wimmer - schöne Zeit,
um die Spieler - tut's mir leid.

Ich vertraue - sag ich mal,
auf Schmadtkes Händchen - denn egal,
wer jetzt kommt - er hat im Blick,
was wir entwickeln - Stück für Stück.

Schmadtke, Wehrle - las ich heute,
verlängern die Verträge - Leute,
das ist ein Zeichen - so soll's sein,
für die Zukunft - im Verein.

Gestern nicht im Stadion,
ein 2:2 - gerechter Lohn,
derweil ich bei der Feier saß:
Familienkreis - oh Bock, das war's.

Ich musste mich - so war das eben,
ins Netz und auf SkyGo begeben,
und hatte trotzdem Freude dran,
dass der Bock - zum Pünktchen kam.

Für'n HSV gilt's nachzusitzen,
eine Woche weiter schwitzen,
und was ich hoffe - als Ergebnis...?
Weg die Uhr! - Oh, welch Erlebnis.

Erneut kommt jetzt die schwere Phase,
der Sommerpause - die Extase,
geht erst weiter - im August.
Fußballfrei? - Wenn es denn muss...  24.05.2015
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Ujah geht

Reisende - die sich entfalten,
sind per se nicht aufzuhalten,
in ihrem Leben - auf dem Gleis,
(sofern man nicht Weselsky heißt).

Ujah geht - er hat's entschieden.
Den Geißbock drücken - ihn zu lieben,
war nicht wichtig - ...auch egal.
Was letztlich zählt - ist nur die Zahl.

Die Zahl auf dem Gehaltsscheck, nämlich,
mit vielen Nullen - oder ähnlich,
sofern die Nullen - hinten stehn.
Ich gebe zu - das ist sehr schön.

Er geht nach Bremen - ...kann passieren,
auch nicht mal zu kritisieren.
Nur der Zeitpunkt wär mir lieber,
nach den Spielen - ...Schwamm darüber.

Ujah geht - 10Tore-Mann,
was er erreichen will - und kann,
zeigt er nächstens - an der Weser.
Man wird's sehn - Ihr lieben Leser.

Ich vertraue voll darauf,
dass Schmadtke keinen Durchschnitt kauft.
Die Mannschaft hat im nächsten Jahr,
nen neuen Anblick - das ist klar.

Mal schaun wer kommt - noch gehen wird,
wer sich an den Rhein "verirrt",
und bald - voll Überzeugung - spricht,
hier sei er heimisch - oder nicht.

Mal sehn - wer uns die Tore schießt,
mal sehn - wer unser Spiel bald liest,
mal sehn - wer in der Abwehr steht,
wer vielleicht - auch sonst noch geht.

So viele Spieler - so viel Namen,
die von uns gingen - zu uns kamen.
Manche davon - klingt wie Hohn,
weiß ich kaum - vergaß ich schon.

Hauptsache - die Fans, sie bleiben,
(auch die Jecken, die stets schreiben...).
Hauptsache - so schließt der Kreis,
die Farben stimmen - rot und weiß.

Ujah geht? - Viel Glück dabei.
Doch glaube mir, der Jubelschrei,
im Match mit Bremen - der bleibt hier.
Beim nächsten Mal - so glaubt es mir.

Jetzt heißt's erst mal, drin zu bleiben.
Nach Schalke werd ich wieder schreiben.
Mal schau'n - wie dann die Lage ist,
und ob, vielleicht - der Ujah trifft.    06.05.2015
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Punktgewinn bei der Puppenkiste

1 Punkt – in Augsburgs Puppenkiste.
Ein weiterer Punkt auf unserer Liste,
zur Versetzung – neues Jahr.
Das minimiert halt – die Gefahr.

Jetzt zu maulen – so und so,
ist stetes Jammern auf Niveau.
Ich denk mal Stuttgart – meine Thesen,
wär ob des Punktes froh gewesen.

War das Spiel ne Augenweide?
Sicher nicht – ich kann´s nicht leiden,
sich zu verstecken – sicher nicht,
doch, ehrlich – interessiert es mich…

…nicht im Ansatz – nicht die Bohne.
Schwung nach vorne – und dann ohne,
Punkt am Ende dazustehn,
ist nicht mein Ansatz – und nicht schön.

Wir spielen – schon von Anfang an,
gegen Abstieg… – dann und wann,
kommt dann solch ein Spiel heraus.
Doch der Punkt – kommt mit nach Haus.

Ich lese heute Kommentare,
das sei schlecht – und nicht das Wahre,
neun Mal 0:0 zu spielen.
Meinungen – gibt es sehr viele.

Neun Mal 0:0 heißt Punkt!
Wir stehn am Ende – ganz gesund,
auf Platz 11 – ja, die Tabelle,
sagt das aus – auf alle Fälle.

Ich wünsch mir für das nächste Jahr,
auch was anderes – das ist klar.
Doch ist der Platz – im Endeffekt,
der – der unsere Hoffnung weckt.

Auf Verstärkung – neuen Schwung,
die Rückkehr ist noch viel zu jung,
zu prophezeien – wie es wird,
im nächsten Jahr – wer´s wagt, der irrt.

Ich bin mit diesem Unentschieden,
in letzter Konsequenz zufrieden.
Jetzt kommt Schalke – träume schon,
zu punkten – hier, im Stadion.

Den Erhalt hier festzuzurren.
Wer will – der kann ja weiter murren.
Doch am Ende – aller Tage,
wird niemand mehr – Im Einzelnen fragen.

Wo ward welcher Punkt ergattert?
Wo hat mein Herz – und wie – geflattert?
Ganz egal – wir wär´n dabei.
Im August – beginnt es neu.  03.05.2015
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Pillenknick

Sieben Siege - Stück an Stück,
bis heute - bis zum Pillenknick,
im Spiel - so hab ich das gefühlt,
in dem der Bock die Fiedel spielt.

Ein Sieg wär heute drin gewesen.
Ist Überzeugung - nicht nur These.
Zum Ende - heut, an diesem Tag,
hat Bayer einfach Schwein gehabt.

Das 1:1 - das endlich fiel,
in diesem tollen Sahnespiel,
ließ mich fliegen - hoch und weit.
Geliebte rot und weiße Zeit.

In diesem Match war alles drin,
ein Derby - spannend, ein Gewinn,
für mein greises Fußballherz.
Es war toll - ganz ohne Scherz.

Der Strafstoß - den uns Timo hielt,
die Art, wie heute Risse spielt,
die Mannschaft - heut aus einem Guss.
Vom Beginn an - bis zum Schluss.

Das Stadion, das heute kocht,
ein ganz besonders schöner Ort,
wenn ich lauthals jubeln kann.
Ich bin halt ein normaler Mann.

Stöger setzte uns - zum Ende,
auf eine Karte - dass die Wende,
vielleicht ja doch noch möglich ist.
Sie war's - wie ihr inzwischen wisst.

Finne kam - und Brecko ging,
wie es dann beim Geißbock klingt,
als Finne dieses Tor gelang,
müsst Ihr erleben - seid nicht bang.

Ujahs Kopfball - ein Genuss,
fiel Bard Finne auf den Fuß.
Kurz gezielt - der Ball war drin,
das macht fröhlich - das macht Sinn.

Die Fohlen haben - hey, verrückt,
vermutlich jeden Huf gedrückt,
gehofft, dass dieser Ausgleich fiel...
FC ist eines - ein Gefühl.

Ein weiterer Punkt - vermutlich bald,
zum Erfolg - und zum Erhalt,
der Klasse - in der Bundesliga.
Bunt und spannend - immer wieder.

Danke für das Unentschieden,
ich spüre meinen inneren Frieden.
Ich genieße - das spricht Bände,
einfach nur - mein Wochenende.  25.04.2015

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Osako

Welch ein Spiel - mein Nervenkleid,
ist jetzt durchlöchert - bin so weit,
dass man mich in die Tonne schiebt.
So kommt's - wenn man den Geißbock liebt.

Ein Strafstoß - Matze Lehmanns Schuss.
Dass er reinging - war kein Muss.
Gehörig Glück - war mit dabei.
Doch juckt's mich kaum - beim Jubelschrei.

Das 2:0 - schickt Hoffenheim,
schon fast nach Haus - so könnt es sein...
Wär da nicht der schnöde Fakt,
dass Sinsheim kämpft - den Riegel knackt.

Vielleicht war der La Ola - Beat,
knapp verfrüht - ...das alte Lied,
denn plötzlich war Olkowski raus.
Stand 2:1 - Elfmeter. Aus.

Da begann mein Herz zu jagen,
flau und elend war's im Magen.
Ich hatte Angst - ich geb es zu,
bis Hectors Auftritt - welch ein Clou.

Den Ball im Mittelfeld geschnappt,
durchs Feld gejagt - dann gibt er ab,
direkt hinein ins Glück - ins Tor.
Es jubelte der Kölsche Chor.

Vom Glück ins Elend - neu ins Glück,
dieses Spiel macht mich verrückt,
bis erneut der Anschluss fiel...
Welch ein arg beklopptes Spiel.

Hat der Schiri Schuld daran?
Ich weiß es nicht. - Ist möglich. Kann.
Doch am Ende zählt ja nur:
Der Sieg blieb unser - in der Spur.

In der Spur - vielleicht schon bald,
zum guten Ende - zum Erhalt,
der oberen Klasse - 1. Liga.
Schön ist es halt - immer wieder.

Osako hat ein Match gemacht,
sehr viel besser - als gedacht.
Den Beifall - als vom Platz er ging,
war hoch verdient - das war sein Ding.

Solche Spiele - ich bin ehrlich,
sind für den alten Mann gefährlich.
Ich bin jetzt fertig - völlig, fix.
Freunde - hey - da kenn ich nix.

Wer das noch nicht erlebt - den Ton,
im vollbesetzten Stadion,
wenn der Bock gewonnen hat...
Der ist nicht wirklich Kind der Stadt. 12.04.2015
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Freiburg im Regen

Regen an des Schwarzwalds Hängen,
im Stadion gewohnte Enge,
dazu noch nass, bis auf die Haut,
doch unsere Stimmen singen laut.

Vom Trömmelche, vom kölsch Geföhl,
von viel Spaß in däm Jewöhl,
vom Auswärtssieg - na ja, vielleicht,
mal schau'n, wofür's nachher wohl reicht.

Ein Sieg war das erklärte Ziel,
doch wünschen darf man scheinbar viel.
Die Frage, die sich dennoch stellt,
ist die - was dann am Ende hält.

Das Spiel vorbei - und für den Dreier,
zeigten wir zu wenig Eier.
Das passt - stell ich lakonisch fest,
mal gar nicht - zu dem Osterfest.

In Halbzeit 2 erst aufgedreht,
wieder einmal viel zu spät.
Und dazu - im Geißenstall,
Deyverson - Totalausfall.

Zum Wenig Glück - kam Pech dazu,
der Ball, er prallte immerzu,
dorthin - wo er es grad nicht soll.
Liebe Elf - das war nicht toll.

Wieder ein 6-Punkte Spiel,
wieder ein erklärtes Ziel,
wieder mal - ach Bock, mir graut,
am Ende nur perplex geschaut.

Ich kann es wirklich nicht verstehen,
doch dreimal auf den Leim zu gehen,
derselben Mannschaft - ...Frust ist groß,
das ist - des FC-Fans Los.

Nass geworden und gefroren,
auf den Rängen - dann verloren,
das war nicht meine Absicht, nein.
Enttäuscht und ratlos fuhr ich heim.

Unter uns in der Tabelle,
verloren sie... - im Fall der Fälle,
ist das wichtig - keine Frage,
doch nervt es trotzdem - heut am Tage...

...dass wir stets das Tor nicht treffen,
die Essenz des Spiels vergessen.
Dass kaum ein Pass mal gerade passt,
oder, tja - zumindest fast.

Trotzdem wünsche ich jetzt heute,
Frohe Ostern - liebe Leute.
Das nächste Match - heißt Hoffenheim,
vielleicht - vielleicht wird's besser sein.  05.04.2015
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Ostersamstag

Osterfest - und bunte Eier.
Mir - viel lieber - wär ein Dreier.
Drei Punkte für das Osternest.
Ich bin dabei - I´ll do my best.

Ich sparte mir mein Taschengeld,
wie´s der Liebsten halt gefällt,
und stellte einen Antrag, schnelle,
hinzureisen - an die Stelle...

...an der am Samstag Leben ist,
wo - vielleicht - das Glück uns küsst,
und wir später heimwärts fahren,
mit 3 Punkten - lohnt das Sparen.

Nach Freiburg - in den Schwarzen Wald.
Nein, nicht heute - aber bald.
An die Dreisam freu mich schon,
auf das Match - das Stadion.

Der Bock hat etwas gutzumachen,
von Beginn an Glut entfachen,
nicht so dumme Tore fangen,
wie zuletzt - ich bin nicht bange.

Beim Pokalspiel - Anfang März,
war ich fort - jedoch mein Herz,
war dabei - und sehr geknickt.
Berlin - hatt ich ganz fest im Blick.

Nun gut, Berlin wird jetzt verschoben,
wir sind aus dem Pokal geflogen,
doch nächstes Jahr - im frühen Mai,
sind wir dann - bestimmt dabei.

Jetzt fahre ich - mit dem Kollegen,
bei Sonnenschein - vielleicht auch Regen,
nach Freiburg - hin, im Geißbock-Dress.
Weil die Liebste - mich ja lässt.

3 Liter feinsten Baldrian,
denn Fußball hat´s mir angetan,
habe ich ganz sicher mit.
Das beruhigt - a little bit.

Dazu ein Zeit für Sauerstoff,
unverhofft kommt schließlich oft.
Sowie 3 Päckchen Valium,
sonst bringt mich solch ein Match fast um.

Die Stimme fein geübt - zum Jubel,
dort im rot und weißen Strudel.
Auf den Tribünen - auf den Rängen,
feinste kölsche Chorgesänge.

3 Punkte - fürs private Nest,
wenn das klappt - dann stell ich fest,
dass diese Fahrt - mich fröhlich stimmt.
Manchmal bin ich - wie ein Kind.   02.04.2015
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1:1 gegen Werder Bremen

Hätte, hätte, Fahrradkette,
ein Sieg war drin - auf jede Wette.
Doch wenn man wenig Tore schießt,
dann ist's so - wie du's heut siehst.

Bremen schoss 1 Tor - und führt,
doch als man fast 3 Punkte spürt,
da schießt Matze - cool wie nie,
uns letztendlich - zum Remis.

In Halbzeit 2 - ich fress nen Besen,
wäre es verdient gewesen,
zu siegen - leider nur ein Traum,
doch das juckt mich - eher kaum.

Ich bin mit dem Unentschieden,
letzten Endes dann zufrieden,
zu einem Zeitpunkt - habt gut Acht,
da ich's nicht mal im Traum gedacht.

Chancen hat's genug gegeben.
Jedes Mal musst ich erleben:
Zu kurz, zu knapp - und dann vorbei,
ohne Tor - verstummt der Schrei.

Doch die Mannschaft war gut drauf,
hat gefightet - starker Lauf,
nur vor dem Tor - dort, wo es muss,
war leider immer wieder Schluss.

Finne kam - und wird gelegt,
der Schiri hat sich fix bewegt,
zur Stelle - am Elfmeterpunkt,
das freute mich - ich tu's hier kund.

Matze Lehmann nahm den Ball,
so war's für mich ein klarer Fall,
dass er auch die Nerven hat.
Wundervoll - es hat geklappt.

Nur die Kurve - unten, Süden,
verhielt sich - wie beim "letzten Frieden".
unverständlich - denn mir fehlt,
das Verständnis - unbeseelt.

Die Mannschaft nicht zu unterstützen,
sorry - wem soll das wohl nützen?
Doch, ich muss es so wohl sehn:
Man braucht nicht alles - zu verstehn.

Das nächste Spiel - im Schwarzen Wald,
ich fahre hin - und zwar schon bald.
Am Ostersamstag - das wird fein,
und noch nicht mal - ganz allein.

3 Punkte dort - vorbei die Furcht,
denn ich glaub - wir wären durch.
Heut der Punkt - ich freue mich.
Verdient war er - und daher Pflicht.  21.03.2015
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1 Punkt beim BVB

Kloppo zieht ne lange Flappe.
1 Pünktchen ist für Dortmund Schlappe.
Für mich jedoch - da gibt es nichts:
Ein klarer Grund - für ein Gedicht.

3? - Ja, klar, wär'n drin gewesen,
und zwar für uns - ich dürft heut lesen,
von einem Sieg - doch wie zuvor,
ging der Ball - halt nicht ins Tor.

Ujah, er war voll im Spiel,
rackerte mit klarem Ziel:
3 Punkte mit nach Köln zu bringen,
jedoch - es wollte nicht gelingen.

Deyverson - spielt ebenso,
das wird noch klappen - sowieso,
auf jeden Fall - Na klar, Ihr Lieben,
bin ich mit dem Punkt zufrieden.

Die Abwehr stand wie eine Eins.
Grund zu klagen? - Gab es keins.
Und im ganz speziellen Fall,
war Horn stets da - war überall.

Dieser abgefälschte Schuss,
der fast drin im Tor sein muss,
den holt er raus - er hält ihn fest,
den einen Punkt - he did his best.

Geärgert hab ich mich - bekannt,
über dieses Tor - per Hand.
Bockseidank - und das war schön,
hat der Schiri es gesehn.

Denn durch solch ein Tor verlieren...,
oh, dann könnte es passieren,
dass mir die Contenance vergeht,
dass mein Reim mal überdreht.

Am Schluss war Dortmunds Druck enorm,
jedoch, wir hielten unsere Form,
und als der Schiri endlich pfiff,
war das Remis - in unserem Griff.

Mein Herz, es schlug in wildem Takt,
erneut von einem Spiel gepackt,
von unserem Bock - ich liebe das,
und ehrlich, ja - es macht mir Spaß.

Das war ein Punkt - zur Sicherheit,
der Abstand wächst - ist zwar nicht weit,
doch langsam kehrt die Ruhe ein,
jetzt kommt Bremen - so soll's sein.

Ein weiterer Heimsieg? - Das wär prima,
für die Nerven - und fürs Klima.
Langsam kommen wir dorthin,
wo es ruhig wird - das macht Sinn.  15.03.2015
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Heimsieg gegen Frankfurt

Manchmal wenn man's nicht mehr denkt,
macht ein Spieler - ein Geschenk,
nimmt den Ball - zieht trocken ab,
und dann führst du - erstmal knapp.

Als Frankfurt traf - ganz kurz zuvor,
zum 1:1 - ein dummes Tor,
war ich sicher - jetzt ist Schluss,
in mir wuchs - erneut der Frust.

In Halbzeit 1 verdient geführt,
dann traf Frankfurt - jetzt passiert's...
So mein Gedanke - ich geb's zu.
Dann traf Risse - juppiduh.

Danach Osako - Ujah auch,
solch ein Match hat es gebraucht,
für meine Seele - und mein Herz,
das rot-weiße - nein, kein Scherz.

Deyverson - er macht mir Spaß,
macht auch manches "Schauspiel" blass...
Doch sein Tor - ab dem Beginn,
machte Freude, machte Sinn.

Alles wär so schön gewesen,
müsste ich nicht schreiben, lesen,
von Kevin Wimmers Platzverweis.
Gar nicht gut - im Grunde Sch..ß.

Genau wie das Verletzungspech,
von Olkowski - Mist und schlecht.
Wer weiß, wie lang er fehlen mag.
Prognose, heute? - Zu gewagt.

Auf jeden Fall - mein lieber Freund,
war es eines - ein Big Point.
Dieser Sieg von heut war Pflicht.
Doch geglaubt - hab ich das nicht.

Ob's an "unserem Team" heut lag?
Auf der Tribüne - heut am Tag,
saßen erstmals - wird's zur Pflicht (?),
Steffi Marx - ach ja, und ich.

Vier Tore vom FC - wie schön.
Wann hat man's zuletzt gesehn?
Zuhaus so lange her - sagt wann,
dass ich mich kaum erinnern kann.

Plötzlich hab ich Lust, zu reimen,
plötzlich kann die Sonne scheinen,
plötzlich hab ich wieder Spaß.
3 Punkte heut - das war schon was.

Jetzt geht's nach Dortmund - BVB.
Ihr fragt, wie ich die Lösung seh?
Ladet ein - ich sag's ganz frisch:
Steffi Marx - ach ja, und mich.   08.03.2015
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Teamgeist

Heut zu vorgerückter Stunde,
reime ich die frohe Kunde,
dass mein Team gewonnen hat,
in der fernen Hansestadt.

Ja, Ihr dürft - und müsst es lesen:
Ich wäre gern dabei gewesen,
doch die Tickets - steinigt mich,
vergammeln auf dem Küchentisch.

Ich war nicht dort - es tut so weh,
nicht beim Sieg - nicht beim FC.
Es ist halt so - da muss ich durch.
Ich schaffe das - habt keine Furcht.

Olic kam zum HSV,
ein guter Stürmer - ganz genau.
Doch netzt auch er - das soll so sein,
in unsere Maschen - halt nicht ein.

Die ersten 10 Minuten lang,
vielleicht auch 20 - war ich bang,
bis mir unser Teamgeist zeigt,
dass dort die große Party steigt.

Zu Anfang - gebe zu - nur möglich,
doch am Ende Wahrheit - löblich.
Zweimal Risse - Doppelpack,
und die Punkte sind im Sack.

Auch ohne Eduardo zeigt,
der FC - die Brust ist breit.
Doch ich schreib mit Vorsicht - leise,
im Heimspiel - ist's nun zu beweisen.

3 Punkte für die Kölsche Seele,
auch wenn ich beim Sieg dort fehlte,
wars auch im Fernsehen - Bitteschön,
wunderprächtig anzusehen.

Peter hat sie eingestellt,
Risse war - ganz klar - der Held,
doch auch das Team - dass dort beweist,
Leistung geht nur übern Geist.

Zweimal Heimspiel folgt - ich hoff,
es wird nicht so - wie leider oft,
dass man im eigenen Stall - der Bann,
leider kaum gewinnen kann.

Heut hat es auf jeden Fall,
mir und Euch und überall,
riesengroßen Spaß gemacht.
Mein rot und weißes Herz - es lacht.

Endlich wieder Bundesliga,
und dann noch verdienter Sieger.
Oh, mein Herz - was willst du mehr?
Nicht zu reimen? - Fiel zu schwer.   31.01.2015
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Auftakt zur Rückrunde

Die Tapeten sind zerkratzt.
Es spricht zu mir, mein liebster Schatz,
dass es an der Zeit nun sei.
Die Winterpause - bald vorbei.

Die Wochenenden seien schrecklich,
und ich letztendlich - unerträglich.
Samstag - so ab halber 4,
weist sie mir spontan die Tür.

Lässt mich um den Weiher gehen,
es sei ja nicht mit anzusehen,
wie ich leide - das tut weh,
ohne Fußball - den FC.

Die Fingernägel schnitt sie gleich,
mir bis tief hinein ins Fleisch,
auf dass ich mich - in aller Not,
nicht selbst verletze - sonst gibt's Jod.

Ich raufe mir die grauen Haare,
ohne Fußball - nicht das Wahre.
Bockseidank - hab ich genug.
Hab sie gezüchtet - das war klug.

Mir fehlt mein heimisch Stadion,
ich mein, ich ahn die Stimmung schon,
das Geräusch - freu mich zufrieden,
auf die Tribüne - die im Süden.

Die Liebste spricht: <<Zwei Wochen noch,
bis zum Match - das schaffst du doch.
Bald schon - Ende Januar,
wird dein Traum - vom Heimspiel wahr.>>

Ich stutze - und der Fan erkennt,
dieser Frau - ist Fußball fremd,
denn sonst wüsste sie genau,
erst heißt's Hamburg - HSV.

Immerzu ist es dasselbe,
sie weiß es nicht - und bis zur Elbe,
ist es für den Fan sehr weit.
Jedoch ein Samstag - ich hätt Zeit.

Gibt's Probleme - ja, das Eine:
Meine Liebste - liest die Reime,
aber die vom Fußball nicht,
an dieser Stelle - macht sie dicht.

So ahnt sie nicht - ich zieh den Flunsch,
von meinem wirklich großen Wunsch:
Zum Spiel - in ferner Hansestadt...
Das wär super - wenn's denn klappt.

Zwei Wochen muss ich überstehen,
ohne weiter abzudrehen.
Dieser Reim - mein Klagelied,
zeigt den Zustand - des Gemüts.  17.01.2015
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7 in Hoffenheim

Welch ein Spiel - der Wahnsinn pur,
gestern, kurz nach 17 Uhr,
lässt Olkowski - so sieht's aus,
seinen zweiten Kunstschuss raus.

Am Anfang kurz zurückgelegen,
dann der Ausgleich - welch ein Segen.
Das 2:1 gleich hinterher,
das Jubeln fiel mir - da nicht schwer.

Lehmanns Freistoß - wundervoll,
passte einfach - so wie's soll.
Wie sprach Lehmann später dann?
<Er wusst nicht - wie er jubeln kann.>

Ujah dribbelt mich ins Glück,
das 3:1 - ich ward verrückt,
und träumte plötzlich - froh vom Sieg.
...wie schnell das doch - im Argen liegt.

Noch vor der Pause - zwei Mal Tor,
weil man den Kontakt verlor,
zu Firmino - Brasilianer.
Plötzlich war es - Saure Sahne.

In der Pause dachte ich,
zurück in das rot-weiße Licht,
kommen wir - in Halbzeit 2,
wohl eher nicht - es ist vorbei.

Statt in diesem Spiel zu siegen,
sah ich uns schon hinten liegen.
Sagt es ruhig - weil es so ist:
Manchmal bin ich - Pessimist.

Wer, bitte kann denn damit rechnen,
dass - anstatt die Dämme brechen,
der FC - auf einmal führt?
Ehre dem - dem sie gebührt.

Spieltag 11 - und auch 11 Treffer,
dazu dann noch - es wird noch besser,
auch hinten 11 - den Karneval,
gibt's auch im Fußball - klarer Fall.

Auch wenn ich kein Jecker bin,
nehme ich es grinsend hin.
Von mir aus könnt's so weitergehn,
15 Punkte - mehr als schön.

Glückwunsch Hector - eingeladen,
in Jogis Elf - denn, ja, wir haben,
wieder einen - das macht stolz,
Nationalen - klopft auf Holz.

Dass es mit dem kölschen Bock,
so weitergeht - denn, hey, das rockt.
Ich habe so viel Freude dran,
dass ich mich kaum beherrschen kann. 09.11.2014
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Pokalkrimi

Wenn man vom Klassenunterschied,
phasenweise gar nichts sieht,
dann heißt es wieder - allemal:
Es ist Zeit - für den Pokal.

Drittligist - und 1. Liga,
gleiches Schema - immer wieder.
Einer wächst - mit Mann und Maus,
über sich - ganz weit hinaus.

Der eine spielt - mal flott, mal nett,
der andere macht es kämpfend wett.
So saß ich denn im Stadion,
das Herz schlug wild - ich bin´s gewohnt.

Das Spiel, es lief - wie ich´s gedacht.
Hallo, Geißbock - Aufgewacht!
Lange Zeit - war´s ausgeglichen.
Nur nicht plötzlich - kalt erwischen.

Chancen gab es - hüben, drüben.
Den Ball mal eben reinzuschieben,
ist nicht so einfach - das soll´s geben.
So bliebs beim 0:0 halt eben.

Die Stimmung war - wie immer prima,
zwar nicht so ganz entspannt das Klima,
doch packte mich - die Atmosphäre.
Furchtbar - wenn es anders wäre.

Zweite Halbzeit - Peszko meint,
der Gegenspieler - sei sein Feind.
Der Schiri schickte ihn vom Platz.
Rote Karte - für die Katz.

Plötzlich waren´s - nur noch zehn,
unbeherrscht - so muss man´s sehn,
tut man der Mannschaft kaum Gefallen.
Unserer Elf - sowie uns allen.

Schließlich gab´s Verlängerung,
Aufschlag - und die Nacht nicht jung.
So stand ich dann - bei manchem Schuss,
wieder nah - vorm Exitus.

Elfmeterschießen - oh, mein Bock.
Mein Herzschlag überschlägt sich - rockt.
Doch unser Timo - war zur Stelle.
Unser Mann - für solche Fälle.

Zweimal - mit perfektem Lauf,
den Zebras ihren Schneid gekauft.
Unsere Schützen - oh, sie trafen.
Wunderbar - jetzt kann ich schlafen.

So können wir nun überwintern.
Ich bin glücklich - liebe Kinder.
Pokal ist nun mal - auch wenn´s reicht,
seltsam - und nur selten leicht.   29.10.2014
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Zappelphilipp

Heut Abend - hört des Jubelns Schrei,
gibt mein Herzblatt mir mal frei.
Hat zu mir spontan gesagt:
heute - heute, sei mein Tag.

Sie legte mir des Morgens schon,
vor des Hahnes erstem Ton,
mein Geißbock-Outfit still bereit,
und sagte mir - es werde Zeit.

Ich sei ihr etwas Dampf-geladen,
und sie will nicht - darin baden.
Daher sei´s für sie - wundervoll,
ging ich zum Fußball - das wär toll.

Wenn ich schreie - auf Tribünen,
kann ich mir ein Plus verdienen.
Denn am Ende - sei ich leer.
Na, wunderbar - was will sie mehr?

Schon bevor das Spiel beginnt,
benehme ich mich - wie ein Kind,
zappele wie wild herum.
Wer das nicht kennt - weiß nicht, warum.

Im Stadion - wie aufgedreht,
egal ob früh - egal ob spät.
Und unter Flutlicht - doppelt gar.
Ehrlich, wirklich - es ist wahr.

Heut Abend ruft mich - der Pokal,
der Grad, den ich begeh - ist schmal.
Jetzt schon spür ich Atmosphäre.
Ach wenn´s doch - halbe 9 schon wäre.

Die Zebrastreifen - weiß und blau,
hin zur Wedau - MSV.
Ein glatter Sieg - der wäre Pflicht,
doch wirklich sicher - ist er nicht.

Ich brech nicht auf in Jubelstürme,
bau mir nicht rot-weiße Türme,
bevor das Match zu Ende ist.
Dessen bin ich wohl - gewiss.

Ich will beileibe jetzt nicht unken,
doch bin ich dann erst siegestrunken,
wenn der Bock - perfekt gespielt,
mehr Tore, als Blau-Weiß erzielt.

Ich werde zappeln - ja, schon bald.
Denn wer zappelt - wird nicht kalt.
Zum Jubeln öle ich die Stimme.
Zum Punkt gebracht - ich bin... wie immer.

Ich will nachher - auf alle Fälle,
zur nächsten Runde - bin zur Stelle.
Und denk bei mir - mit klarem Ton:
Unser Peter - macht das schon.  28.10.2014
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67 Sekunden

Nach nicht mal ganzen 2 Minuten,
machte Ujah aus dem guten,
Spiel - und das ist's, was mir schmeckt,
eines - wo man sagt: perfekt.

3 Punkte gerade mitgenommen,
an der Weser freigeschwommen,
und den Sieg - vom letzten Mal,
jetzt vergoldet - kolossal.

Ich hab oft Angst vor solchen Spielen,
mit Hoffnungen - und klaren Zielen,
denn da glaub ich - und das ehrlich:
Angeschlagene - sind gefährlich.

Doch unsere Abwehr - ja, sie stand,
gleich einer rot und weißen Wand.
Und Bremen biss sich heut Zuhaus,
wundervoll - die Zähne aus.

So spüre ich die Worte keimen,
und es macht mir Spaß - zu reimen.
Könnte ich das immer wählen,
ich würde nur - vom Sieg erzählen.

Svento tankt sich prima durch,
toll im Ansatz - ohne Furcht.
Und Ujah hält - das macht ja Sinn,
wunderbar - sein Füßchen hin.

Ich hätt nur gern gehabt - zur Nacht,
der Bock - er hätt ihn zugemacht,
den Sack - weil bei mir die Sorge stand,
dass Bremen doch - das Tor noch fand.

Ich weiß jetzt - es bestand kein Grund,
und dennoch wär's für mich gesund,
wenn ich ruhiger schauen könnt.
Mein Blutdruck hat's erneut gestemmt.

So geht man doch ins Wochenende,
entspannt - mein Grinsen, es spricht Bände.
Wie ein Honigkuchenpferd,
dieser Sieg - er ist viel wert.

Diese Punkte - hinterher,
nimmt uns niemand jemals mehr.
Dreimal - das ist Bremer Recht?
Für uns ist 3 mal Punkt - nicht schlecht.

Wir haben - wie mir das gefällt,
den besten Trainer auf der Welt.
Mit so viel Ruhe - stiller Kraft,
hat Peter Stöger - viel geschafft.

Lieber Geißbock - weiter so,
mach das Kind - im Manne froh.
Am liebsten - nächsten Dienstag schon,
im Pokal - für'n Reim, als Lohn.  24.10.2014
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Heimsieg gegen Dortmund

Auch wenn der Mann im Radio spricht,
verdient sei dieser Sieg grad nicht,
ist's mir egal - mit einem Satz,
als sei in China - Reis geplatzt.

Ich war im Stadion - hab's erlebt,
wie die Tribüne schwankt und bebt.
Hab's erlebt - wie schön es ist,
wenn man sogar - sich selbst vergisst.

Das Tor von Vogt - ins Kölsche Hätz,
der Ball - er zappelte im Netz.
Mein Jubelschrei - aus voller Kehle,
erzählte viel - von meiner Seele.

Begeisterung - so hoch gestiegen,
irgendwann bleib ich dort liegen,
und werde später weggefegt.
Ob mich ein Match - zu stark bewegt?

Solch Halbzeitpause - ein Gedicht,
gab es schon recht lange nicht.
Auch wenn genug - und das war klar,
an Spielzeit - leider übrig war.

Das 1:1 - der Ausgleich fiel,
auch Fußball ist halt nur ein Spiel.
Hätt man mir da - den Punkt geschenkt,
hätt Ja gesagt - sagt, was Ihr denkt.

Dann plötzlich - ward der Bock viel stärker,
ging eher konzentriert zu Werke.
Zoller macht das Tor - zum Sieg.
Es reichte völlig - hat genügt.

Auch wenn zum Schluss der Wahn mich packt,
wir stünden plötzlich da - ganz nackt,
weil Dortmund plötzlich sich besinnt,
und das Match - dann doch gewinnt.

Seid nicht böse - bin halt so,
eine Schissbotz - irgendwo.
Und erst für die Ruhe reif,
als der Schiri - endlich pfeift.

Ich bin noch lange dort geblieben,
hab gesungen - als sie liegen,
auf dem Rasen - unsere Mannen.
Erst danach - zog ich von dannen.

Alles weitere - ist mir Schnuppe,
solche Spiele - sind zur Suppe,
das Salz - der Spaß - und das Gewürz.
Meine Meinung - stark gekürzt.

Jetzt sind wir richtig angekommen,
Zuhause nunmehr freigeschwommen.
Ich freue mich aufs nächste Mal.
Was Radio sagt? - Ist mir egal.  18.10.2014
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Krämpfe

Selten - so kommt es mir vor,
fiel unverdienter - solch ein Tor,
das uns nun die Punkte nimmt.
Was sagt Ihr? - Ich denk, es stimmt.

Dass die Null gefallen ist,
ist mir egal - wenn man vergisst,
dass der Bock - und das ist Gift,
andererseits - das Tor nicht trifft.

Hannover war am Ende platt,
verdient hätt dieses Match ein Patt,
doch es sollte wohl nicht sein.
So fuhren wir - geschlagen heim.

Obwohl - ich hatte das Gefühl,
dass an der Leine - dieses Spiel,
viel kürzer - als manch andere war.
Unterbrochen - sonderbar.

Hannover war zwar auf dem Rasen,
statt jedoch - zum Angriff blasen,
wälzt man sich minutenlang,
auf grünem Feld - von Anfang an.

Haben die was falsch verstanden?
So musste unser Spiel versanden,
denn der Spielfluss stoppte ständig.
So bleibt kaum ein Spiel lebendig.

Bei solchem Tun - bekomm ich Krämpfe.
Tragt die Spieler - auf der Sänfte,
bitteschön - ganz schnell vom Feld.
So hab ich´s mir - nicht vorgestellt.

Doch ändert alles nichts daran,
dass der Bock nicht treffen kann.
Ich wurde das Gefühl nicht los:
der Riegel vorn - ist furchtbar groß.

Nur für Überlegenheit,
gibt´s keine Punkte - bin bereit,
dass es vielleicht bald besser wird.
Schlimm wär´s - falls der Dichter irrt.

Gegen die Millionentruppe,
Hannovers - was das Geld doch Schnuppe.
Unser Spiel - gefiel mir gut.
Was fehlt ist vorne - Glück und Mut.

Nächsten Samstag - gegen Bayern.
Dort nun einen Sieg zu feiern?
Tut mir leid - ich glaub es nicht,
wären auch die Punkte - Pflicht.

Nun ja - kein Grund, um zu verzweifeln.
Man sollte langsam nur begreifen,
dass es furchtbar wichtig ist:
das Tore schießen - sonst wird´s Mist.  25.09.2014
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Grün

Was grün ist - sagt man - das sei giftig.
Wenn's stimmt - dann übersetz ich listig:
Das passt zu einem - tja - Verein.
Soll irgendwas - mit Fußball sein.

Heute spielten diese Fohlen,
hier in Köln - den Sieg zu holen.
Doch letztlich war es - ein Remis.
Ich bin zufrieden - wie fast nie.

Klingt es auch nach einer Sage,
wäre eine Niederlage,
der Fohlen - nicht mal unverdient.
Wie es mir zumindest schien.

Das Spiel nicht gut - doch auch nicht schlecht,
das Unentschieden - war gerecht,
und mehr - als uns zuletzt beschieden.
Heilsam - für den Seelenfrieden.

Die Grünen - nicht nur im Gedicht,
liegen uns halt einfach nicht.
Doch waren unsere Böcke heut,
gut eingestellt - und das erfreut.

Stöger ist ein super Trainer,
sozusagen Fohlen-Zähmer.
Unsere Mannschaft war im Fight,
durchs ganze Spiel - die ganze Zeit.

Noch immer hinten unbefleckt,
die Abwehr haut fast alles weg,
und letztlich ist ja Timo da.
Dankeschön - und wunderbar.

Die Stimmung heute - grandios,
im Stadion der Teufel los,
es hat mir rundum Spaß gemacht.
Das wird eine ruhige Nacht.

Selbst die Freundschaft - mit dem Fohlen,
wurde ergo nicht gestohlen.
Alles stimmt - und alles prima,
einfach bestens - für das Klima.

Natürlich hätt ich gern gewonnen,
doch ist es anders - halt gekommen.
1 Punkt ist besser - als sonst keiner.
Ihr wisst ja schließlich - was ich meine.

Die Woche - Englisch - fing gut an,
Hannover ist am Mittwoch dann,
und Bayern nächsten Samstag schon.
Punkte wär'n ein guter Lohn.

Ich freue mich an Fußballspielen,
kann selbst nach 0:0 mich fühlen,
als wäre es ein großer Sieg,
Weil Rot mir so am Herzen liegt. 21.09.2014
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Lieblingsgegner

Es gibt Clubs - die wir besiegen,
die uns seit Jahren mächtig liegen.
Dazu gehört - wie ich das seh,
das ferne Stuttgart - VfB.

Warums so ist - das weiß man nicht,
ist auch egal - ich freue mich.
3 Punkte heut - im zweiten Schritt,
der Liga - nimmt man gerne mit.

Osako stand - auf alle Fälle,
beim 0:1 an jener Stelle,
an der ein Stürmer stehen muss.
Das war super - das macht Lust.

Ujahs Tor - das 0:2,
war perfekt - mein Jubelschrei,
klang von Zuhause - nach ganz weit.
Frau Hund erschrak sich - tut mir leid.

Die Abwehr stand - das Mittelfeld,
auch eine Elf von kleinem Geld,
kann zu Großem fähig sein.
Die Freude heute - sie ist mein.

Stuttgart mühte - sicherlich,
doch unsere Abwehr hielt ganz dicht.
Und letzten Endes - Timo Horn,
er fängt den Ball - schlägt ihn nach vorn.

Zwei Spiele sind jetzt grad gespielt,
zwei feine Tore sind erzielt,
vier sichere Punkte sind geholt.
Der Bock ist auf Erfolg gepolt.

Keiner weiß - was morgen ist,
in Paderborn - das ist gewiss,
wird es sicher eher schwer.
4 Punkte sind's - doch ich will mehr.

Gladbach kommt - danach die Bayern,
ob es Grund gibt - dann zu feiern,
weiß ich nicht - ich hoffe drauf.
Der Geißbock hat jetzt einen Lauf.

4 Punkte - wenn ich ehrlich bin,
die hatte ich nicht ganz im Sinn.
Es ist mehr - als ich gehofft.
Doch unverhofft - kommt manchmal oft.

Ob nun heut und jetzt die Schwaben,
einen schönen Abend haben,
ist mir - sag's Euch - ganz egal.
Wir haben ihn - oh, allemal.

Das war mein neuer Spielbericht,
froh gereimt - und als Gedicht.
Ich hoffe, dass er Euch nicht plagt.
Heute war - ein schöner Tag.   30.08.2014
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Endlich wieder

Halb wanke ich - halb zieht's mich hin,
ich denk, dass ich zufrieden bin.
1 Punkt in diesem Auftaktspiel,
ist nicht wenig - auch nicht viel.

1 Pünktchen gegen Hamburgs Mannen,
zufrieden ziehen sie von dannen,
und ich - ich weiß noch immer nicht,
ob's mir reicht - ...denk schon - ein Stich.

Der erste Stich - von noch sehr vielen,
so hoffe ich - ich mag gern spielen,
auch wenn's dort vorne noch viel braucht,
bis der Schornstein endlich raucht.

Die Stimmung gut - die Abwehr stand,
doch im Getriebe - hat's noch Sand.
Das wird noch besser - denk ich mir,
weil ich den Aufbruch einfach spür.

Wenn Stöger erst die Mannschaft kennt,
die vom Anfang läuft und brennt,
dann denke ich - dann klappt das schon,
und der Sieg - winkt uns als Lohn.

Zwei Jahre lang in Liga 2,
drum ist nun jetzt - so manches neu.
Das Spiel viel schneller - und gewitzt.
So mancher Pass - der klappt und sitzt.

Hamburgs Spieler - manch Millionen,
ob sie sich demnächst wohl lohnen,
zeigt das Jahr - und zeigt die Zeit.
Der Weg durch die Saison - ist weit.

Unsere Mannschaft - auf dem Feld,
die komplett dagegen hält,
war anfangs nur am Rand verstärkt,
ging trotzdem sehr beherzt ans Werk.

Ich denke mir - nicht ich allein,
drum kann man sehr zufrieden sein.
Dass es leicht wird - heut am Tag,
hab ich niemals - nie gesagt.

Jetzt kommen schwere Auswärtsspiele,
dranzubleiben - unsere Ziele,
und damit letztendlich drin.
Nur das macht für den Geißbock Sinn.

Zuhause Gladbach - und die Bayern.
Ob es Grund gibt, bald zu feiern?
Ich weiß es nicht - doch hoff ich sehr,
auf so manches Pünktchen mehr.

Wir sind da - sind angekommen,
wir haben einen Punkt genommen.
Ich bin zufrieden - so soll's sein.
Jetzt weiß ich es - daher der Reim. 23.08.2014
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FT Braunschweig

Diese Freie Turnerschaft,
brauchte unserer Mannschaft Kraft,
dass man sie schließlich doch erlegt,
mit 4:0 vom Platze fegt.

In Halbzeit 1 - das plagt mich sehr,
tat der Bock sich furchtbar schwer.
Zwei Chancen - gleich nach dem Beginn,
dann zog das Spiel - sich furchtbar hin.

Ujah dann - per Doppelpack,
Lehmann's 3:0 - gepackt.
Das 4:0 - so kurz vor Schluss,
von Zoller war recht schön - kein Muss.

Der Kommentator - der von Sky,
ging mir aufs Säck.... - nebenbei.
Am Ende hab ich mich gefreut,
auf Runde 2 - die steht, ab heut.

Heut habe ich erneut notiert,
dass ganz egal - was auch passiert,
mein Herz mir ganz besonders schlägt,
wenn die Elf - den Geißbock trägt.

Andere Logos - andere Spiele,
wecken in mir kaum Gefühle.
Doch dieser Club - der macht mich krank.
Dass es einst anfing... - Bockseidank.

Heute eine Pflichtaufgabe,
anders ist's in ein paar Tagen.
Hamburg kommt - ich denke mir,
das wird schwierig - weil ich's spür.

Das ist nicht mehr der HSV,
der grad fast abstieg - nicht genau.
Die haben sich recht gut verstärkt.
Ich hoffe - dass der Bock's nicht merkt.

Zu viele sind bei uns verletzt,
zumindest heut - zumindest jetzt.
Doch freue ich mich riesig drauf,
aufs erste Heimspiel - ersten Lauf.

Endlich ist mir dann im Süden,
wieder Euphorie beschieden.
In Block 14 - bin ich laut.
Ich fühl mich wohl - in meiner Haut.

Ich hoffe - auf ein gutes Los,
in Runde 2 - das wär famos.
Ich hoffe auf ein Heimspiel dann,
dass man auch gewinnen kann.

Ich hoffe - sagte ich das schon,
auf gutes Jahr - und die Saison,
von der man später sagen soll,
sie war einfach Spitze, toll.     16.08.2014
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Saisonstart

Seit Tagen bin ich schier verrückt,
es geht los - das ist mein Glück.
Und das der Liebsten - scheinbar auch,
sie meint, dass sie die Zeit nicht braucht.

Die Zeit - in der ich reizbar bin,
dummes Zeug - und Mist im Sinn,
die Zeit - in der der Fußball fehlt.
Ich muss da durch - hab's nicht gewählt.

Muss mich in meinem kleinen Leben,
so lang mit dem zufriedengeben,
was ansonsten so geschieht,
jedes Jahr - das gleiche Lied.

Ein paar öde Freundschaftsspiele,
ein paar sonst gewählte Ziele.
Ein wenig Urlaub - und Musik.
Dazu mein Buch - auch das ist Glück.

Doch der FC - das ist mein Leben,
was kann es bitte Schöneres geben,
als den Reiz - des ersten Siegs,
wenn der Ball - erst wieder fliegt.

Heute ist das Leid vorbei,
heute endlich - kurz nach 3,
starten wir nun - im Pokal.
Hinaus aus meinem Jammertal.

FT Braunschweig - viel zu weit,
um hinzufahren - tut mir leid.
Ich hoff, der Amateurverein,
wird kein Grund - zum Stolpern sein.

Richtig los geht's - ganz genau,
nächsten Samstag - HSV,
da schlägt das Herz mir - voller Lust,
wieder hart - in meiner Brust.

Wie schlagen neue Spieler ein?
Wie sieht er aus - der nächste Reim?
Können wir demnächst bestehn.
Ich hoffe sehr - wir werden sehn.

Da gibt's die vielen - die schon unken,
wir seien schon vorab gesunken.
Ich sah es jüngst im Internet.
Katastrophe - A bis Z.

Lasst die Saison doch erst beginnen,
lasst uns das erste Spiel gewinnen,
und nicht gleich - wieder Mordio,
zetern, schreien - ist doch so.

Ich freu mich heute - auf das Spiel,
das Weiterkommen - klares Ziel.
Und ich mache nebenbei,
Werbung für mein Buch - verzeih! 16.08.2014
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Pause

Seit Wochen gibt's für die Gefühle,
nur noch bloße Freundschaftsspiele.
In Bergheim, Essen und in Bonn,
ich schreib Euch einen Reim davon.

In meiner Not - und die ist heftig,
werde ich der Liebsten lästig,
weil mir am Weekend etwas fehlt,
das meine Fußballsucht beseelt.

Heute geht's - so schlagt mich nicht,
nach Gladbach - gegen den Verzicht,
weil dort Deutschland spielt und rennt.
Ansonsten bleibt der Ort mir fremd.

Fortuna habe ich besucht,
im Stadion recht laut geflucht,
doch eines ist und bleibt gewiss:
Dass es beim Bock was anderes ist.

Dort geh ich mit - dort schlägt mein Herz,
dort erleb ich Freude, Schmerz,
dort bin ich glücklich - hin und wieder.
Geißbock, Sieg - und kölsche Lieder.

Statt in der Zeitung - Spielberichten,
tendiert man derzeit zu Gerüchten,
neue Spieler - die jetzt kommen,
vielleicht und möglich - angenommen.

Die ersten haben unterschrieben,
finanziell nicht übertrieben.
Wer noch kommt - man wird es sehn,
die nächste Spielzeit - sie wird schön.

Ich freu mich schon - ich sehne mich,
auf neuen Spielplan - neu und frisch,
auf das erste neue Planen,
es wird perfekt - ich kann's schon ahnen.

Heut Abend die Pokalauslosung,
hoffentlich nicht Quatsch mit Soße.
5mal Heimspiel - das wär geil...
Naja - ich denke mir mein Teil.

Die WM - mich abzulenken,
um nicht an den Bock zu denken,
jedenfalls nicht immerzu.
Es hat die liebe Seele Ruh.

Mein Buch, das jetzt - und nicht zu spät,
in die heiße Phase geht,
wird vielleicht auch dazu führen,
nicht nur den FC zu spüren.

Bis August - noch lange Pause,
natürlich bin ich gern Zuhause,
doch gerne auch im Stadion.
Ich schrieb Euch - einen Reim davon.  01.06.2014
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Verloren

Ich sitz Zuhause – ach wie toll,
weiß nicht, ob ich mich ärgern soll,
ob nun dieser Niederlage.
Das hab ich ungern – keine Frage.

Über unser Spiel zu schreiben,
und dabei zufrieden bleiben,
fällt mir leider etwas schwer.
Ich will siegen – ich will mehr.

Dann fällt mir ein – bleib ruhig, ach was,
es ging nur um die Ananas,
die goldene – die niemand kratzt.
Die Niederlage – für die Katz.

Ein bisschen her – ein bisschen hin,
und plötzlich war der Ball dann drin.
Zweimal gar – so ist das halt,
wenn´s „Nie mehr 2. Liga“ schallt.

Mir fehlt fast die Erinnerung,
ans letzte Mal – bin nicht mehr jung,
Wann sind wir ohne Punkt geblieben?
Hab ich etwa übertrieben?

So viele Meter Autobahn,
ich habe mir sie angetan,
nach Berlin – in München/Bayern,
immerzu – den Sieg zu feiern.

Nun gut, in Hessen sollt´s nicht sein,
ich fuhr ganz brav und sachlich heim,
und weiß jetzt – grad mal grob gezielt,
weshalb die Garde 2 – nicht spielt.

Ob 70 Punkte – oder mehr,
ist unerheblich – bitte sehr,
wir sind nämlich – jetzt schon wieder,
mit beiden Beinen 1. Liga.

Im August geht´s wieder rund,
und ich tu es jetzt schon kund:
Dann bin ich wieder reimend hier.
Die Leidgeprüften – die seid Ihr.

Das letzte Match – der letzte Reim,
mein Herz wird heavy – wie ein Stein,
da ich nicht weiß – so kummervoll,
wohin ich mit den Phrasen soll.

Ob mir was einfällt – zwischendurch?
Ich glaube nicht – seid ohne Furcht.
Ich halte mich komplett zurück.
Zu meinem Frust – und Eurem Glück.

Was wäre ich nur ohne Bock?
Ein Dichter auf dem trockenen Dock.
Fällt mir nichts ein – so wird’s zur Plage.
Ich kratz Tapeten – nach zwei Tagen.   12.05.2014
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8 Sterne

Eine Schale mit acht Sternen,
ich gebe zu, das hört man gerne,
weiß doch Mann und Frau und Kind,
dass es - real - nur sieben sind.

Die Mannschaft - sie steht voll im Saft,
holt die Deutsche Meisterschaft,
eine Leistung - ganz gewiss,
auch wenn's - die 2. Liga ist.

Die Schale hat der Sterne sieben,
der achte ist nicht übertrieben,
weil der Verein ihn uns beschert,
uns, den Fans - und das hat Wert.

Wir seien die besten Fans der Liga,
wunderbar - denn wir sind wieder,
dort wo unser Bock - die Stadt,
schon immer ihr Zuhause hat.

Was andere denken - nebensächlich,
denn wir Kölner - sind's tatsächlich,
auch wenn jeder - bleibt geschenkt,
vom sich partout - dasselbe denkt.

Heut das letzte Spiel - Zuhause,
eins noch auswärts - dann ist Pause,
doch heut schon gab es - nicht von Pappe,
für uns des "Rades runde Kappe".

St. Pauli kam - hat sich geschworen:
Heute wird hier nicht verloren.
Doch kam es anders - ach, wie wahr,
vier Tore wurden es sogar.

Viermal herrlich eingenetzt,
wann sah man's - bitte - denn zuletzt,
ein schönes Spiel - aus einem Guss,
Tor um Tor - und Schuss um Schuss.

Das Spiel so richtig ernstgenommen.
Zigtausend Fans, die heute kommen,
zufrieden grad nach Haus geschickt,
das war perfekt - auf einen Blick.

Ein Dankeschön nach Österreich,
Herr Stöger machte uns sehr reich,
mit seiner Taktik, Strategie,
die ganze Spielzeit - Top wie nie.

Ich habe mich - das nicht nur heut,
an vielen Spielen sehr gefreut,
das war was - für das Kölsche Hätz,
und zwar bis heute - ja, bis jetzt.

Die LaOla schwappte lange,
durch die Arena - wirklich bange,
ist mir vor nächster Spielzeit kaum,
behielt ich Recht - so wärs ein Traum.  04.05.2014
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Konopka

Reizvoll - trotzdem nicht wie immer,
diese Führung - durch das "Zimmer",
in dem ich wie Zuhause bin.
Dieser Tag - war ein Gewinn.

Durch "mein" Stadion geführt,
dabei erlebt, entdeckt, gespürt,
wie ich vor Ehrfurcht noch vergeh,
wenn ich die Stars - von einst - heut seh.

Konopka - mit der Nummer 2,
'76 - vieles neu,
denn ich habe - was heut schmeckt,
den Fußball neu - für mich - entdeckt.

Das erste Mal im Stadion,
Harry - ja, er spielte schon,
und schenkte mir - in diesen Tagen,
die Freude, die ich heut noch trage.

Deutscher Meister - und das Double,
mittendrin in diesem Trubel,
war auch ich - in Hamburg einst,
die Schale - auch ein Stückweit meins.

Heute ihn nun wiedersehn,
das war für mich - viel mehr als schön,
seinen Worten heut zu lauschen,
war wundervoll - wer will da tauschen.

Kleine Anekdoten hören,
nichts und niemand wird mich stören,
wenn ich diesem Reiz erliege,
dieser Bock - er lässt mich fliegen.

Kabinen und Entmüdungsbecken,
Presseraum - so viel entdecken,
und zur Hymne - schön und laut,
zum Rasen gehn - mit Gänsehaut.

Kurz mal auf die Trainerbank,
nur ein paar Sekunden lang,
am Schluss die Hände abgeklatscht,
es war perfekt - and not to much.

Der Mann - er kann so viel erzählen,
und könnte ich es nochmals wählen,
ginge ich auch nochmals mit,
Stück für Stück - und Schritt für Schritt.

Ein Geschenk - wie ich es mag,
zum Geburtstags-Ehrentag,
ich schaute kurz vom Rasen auf,
hin zur Südtribüne rauf.

Die Bänke ganz verwaist und leer,
doch das Begreifen fällt nicht schwer,
dies Gefühl - ich kann's verstehn,
dort einzulaufen - wunderschön.  02.05.2014
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Sommerloch

Gerade mal 2 Spiele noch,
dann geht's erneut ins Sommerloch,
Wochenenden - ohne Sinn,
ohne Fußball - ich nehm's hin.

Na ja, weil mir - in dieser Zeit,
auch nichts anderes übrig bleibt,
als Bockbefohlen stillzuhalten,
und vom FC - kurz abzuschalten.

Die WM - ist schön und gut,
vertreibt die Zeit - und schenkt mir Mut,
doch reißt sie mich - und löst die Fessel,
selten wie der Bock - vom Sessel.

Morgens in die Zeitung schauen,
mich für Tage aufzubauen,
das fehlt mir heftigst - und ich ahne,
es fehlt zum Eis - die süße Sahne.

Was jetzt noch kommt - ich werd's genießen,
dabeisein, wenn sie Törchen schießen,
und mir die Stimmung einverleiben,
ach, so könnt es ewig bleiben.

Sonntag Pauli - dann nach Hessen,
kurz nach Mittag - nach dem Essen,
doch nach dem Sommer - endlich wieder,
mit dem Reiz der 1. Liga.

Mit Derbys gegen Gladbachs Fohlen,
schön wär es - den Sieg zu holen,
und mit solchen - nicht sehr weite,
von des Rheines anderer Seite.

Mit Dortmund, Schalke - auch mit Bayern,
mal mit - und auch mal ohne Feiern,
mit Bremen, Mainz und Hoffenheim.
Lasst die Spiele - Party sein.

2. Liga - Bock, es reicht,
ohne Wenn - nicht mal Vielleicht.
Strengt Euch an - um uns zu zeigen:
Wir sind gekommen - um zu bleiben.

Ich freue mich schon jetzt aufs Dichten,
aufs Wort-verschieben - und aufs Richten,
ich freu mich drauf - bald auszuticken,
und meine Lust - per Reim zu schicken.

Und wird auch mancher nicht so lustig,
eher kühl - und grau - und frustig,
gehört's dazu - ist es auch schade,
...selbst Bayern merkt das - endlich - gerade.

2 Matches noch - ich freu mich sehr,
und fällt mir auch das Warten schwer,
so weiß ich - aus Erfahrung doch:
Es endet selbst - das Sommerloch.  02.05.2014
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Ingolstadt

Da man grad in Ingolstadt,
kollektiv geschlafen hat,
legt der Gegner plötzlich vor.
Ecke, Schuss - na klar, auch Tor.

Nun ging's ja - das war mir schon klar,
um gar nichts mehr - das ist wohl wahr,
doch da ich nicht verlieren kann,
bleib ich immer - stets - im Bann.

Muss nicht mehr rechnen - die Tabelle,
bewegt sich nicht mehr von der Stelle,
und trotzdem - weil mir was dran liegt,
hoffte ich - erneut - auf Sieg.

Als Ujah dann zum Ausgleich traf,
hoffte ich - ich bin ja brav,
dass der eine Punkt uns bleibt,
so wie es der Reim nun schreibt.

Der Schiri zeigt Gelb-Rot, Elfmeter,
kurz darauf, nur wenig später,
tritt ein Schütze an den Punkt,
und läuft an - der Ball ist rund.

Timo Horn taucht in die Ecke,
und der Ball - bleibt auf der Strecke,
einfach, sicher abgewehrt,
Timo, das war nicht verkehrt.

Der Strafstoß - er war Deine Beute,
und Timo, Du warst sicher heute,
der allerbeste auf dem Feld,
hoppela - was kost die Welt.

Den Rekord der Punkte brechen?
Bockseidank - ich kann ja rechnen,
und weiß, dann klappt's am Sonntag halt,
nächste Woche - das ist bald.

Ach, übrigens - ich fühl mich jetzt,
fast schon unter Druck gesetzt,
denn manch Klick im Internet,
sucht schon nach Reimen - A bis Z.

Das mir das Spaß macht - klar, im Nu,
gebe ich verschämt hier zu,
denn wenn den Unsinn niemand liest,
wäre das am Ende mies.

Ich freue mich auf viele Spiele,
1. Liga - neue Ziele,
ich freue mich - auf die Saison,
mein IPad - oh, es glüht fast schon.

2 Spiele noch - in Liga 2,
bei beiden bin ich live dabei,
ich schreibe flott - aus 1. Hand,
halte Eurer Prüfung stand.    25.04.2014
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Aufgestiegen

Freunden in den Armen liegen,
plötzlich sind wir aufgestiegen,
ein großer Traum hat sich erfüllt,
welch ein schönes, buntes Bild.

Musik, das Klatschen und Gesänge,
nichts hält uns mehr - führt in die Enge,
Spieler tollen auf dem Rasen,
na, es ist Ostern - wie die Hasen.

Bier, es fließt aus großen Krügen,
durstig rinnt's in langen Zügen,
oder wird grad ausprobiert,
wie's als Dusche funktioniert.

Ich hatte mich hineingesteigert,
zur Halbzeit diesen Reim verweigert,
das 0:1 - lag auf der Seele,
was ich hier jetzt nicht verhehle.

Ich war sauer - ohne Fragen,
denn bereits seit vielen Tagen,
hatte ich das Fell verteilt,
ging eh der Bär erlegt - zu steil.

Zur Halbzeitpause kam als Joker,
Spieler Risse - und der Poker,
gelang - denn als sein Ausgleich fiel,
waren wir erneut im Spiel.

Ein Strafstoßpfiff - und wenig später,
wurde Helmes zu dem Täter,
der uns im 2. Anlauf dann,
die Führung schenkte - bin im Bann.

Das 3:1 - es war die Krönung,
danke Ujah - die Versöhnung,
für Halbzeit 1 - die Zitterei,
ich hab's erlebt - ich war dabei.

Endlich wieder 1. Liga,
hallo Jungs - wie kommen wieder,
um für immer dazubleiben,
klingt das jetzt auch nicht bescheiden.

Ich liebe diese Achterbahn,
aus Gefühlen - und dem Wahn,
den man ja stets als Fan erlebt,
wenn die Tribüne stolz erbebt.

Ich werde heut nichts mehr versäumen,
rot und weiße Träume träumen,
und mich bedanken - tat ich's schon (?),
für diese Spielzeit - die Saison.

Danke an den Stöger - Peter,
an die Mannschaft - die Vertreter,
des Vereins - der Geißbock lebt.
Was meine Stimmung - spürbar hebt.  21.04.2014
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Osterbock

Das Wochenende swingt & rockt,
denn es legt der Osterbock,
uns den Aufstieg bald ins Nest,
das mag ich sehr - ich stell's mal fest.

Ein Sieg noch - gegen Bochums Mannen,
dann ziehen wir beschwingt von dannen,
und kehren nie mehr wieder - ich,
schreibe strahlend: <Hoffentlich!>

Ostersonntag - ist grad heute,
doch ich wünsch mir - liebe Leute,
dass es schon bald morgen wär,
abzuwarten - fällt so schwer.

Das Stadion rot-weiß geschmückt,
ich werd vor Spannung halb verrückt,
und schau schon mal so nebenbei,
heut in das Nest - aufs erste Ei.

Mal sehn, was Paderborn gleich macht,
ob mein Herz nicht gar schon lacht,
wenn Fürth heut die Westfalen schlägt,
und mich in höchste Höhen trägt.

Falls nicht, so ist es auch egal,
ich denke mir - so allemal,
dass nichts mehr schiefgeht - wirklich nicht,
wenn der Bock - den Bann jetzt bricht.

Und den Peter - es wird Zeit,
heimwärts geschickt - wir sind bereit,
ohne Punkte im Gepäck,
Peter, Bochum - ab und weg.

Ich weis drauf hin - ich muss es schreiben:
Bitte jetzt dort oben bleiben,
in Liga 1 - denn das macht Sinn,
dort gehören wir halt hin.

Ich freue mich - stellt's Euch kurz vor,
morgen auf den kölschen Chor,
Feiern, Jubeln und Gesang,
einen ganzen Abend lang.

Herrn Stöger gibt es Biergetränkt,
Kölner Aufstieg - ein Geschenk,
das fünfte Mal - und jetzt ist Schluss.
Das Oben bleiben - klares Muss.

Dankeschön für die Saison,
ich feiere jetzt ein wenig schon,
und hoffe doch - wie es mir deucht,
dass Ihr uns morgen - nicht enttäuscht.

Mann, ist das schön - ein Fan zu sein,
vom Karnevals- und Bocksverein.
Mein Herz, es schlägt - das ist mein Preis,
auf alle Zeiten - rot und weiß.   20.04.2014
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Euphorie

Rundherum herrscht Euphorie,
Aufbrauchstimmung wie noch nie,
jeder sehnt - na klar auch ich,
den Tag herbei - den Schritt ins Licht.

Jeder Fan will´s live erleben,
im Stadion sein Bestes geben,
statt morgen - lieber heut, na klar,
inmitten der rot-weißen Schar.

Ich habe meine Dauerkarte,
Bockseidank - ich muss nicht warten,
ob´s - es könnt ja sein - vielleicht,
für mich für eine Karte reicht.

Muss mich nicht plagen - muss nicht rennen,
und in Sehnsucht fast verbrennen,
mein Zugangsticket für den Chor,
liegt gut und sicher im Tresor.

Ist´s vielleicht auch übertrieben,
doch da ich diesen Club so liebe,
ist Gold mir wirklich halb so wichtig,
wie die Karte - wenn, dann richtig.

Daher kann ich es nicht verstehen,
muss man im Netz den Hinweis sehen,
dass man versteigert, was man hat,
in unseren schönen, großen Stadt.

Mancher würde es sich wünschen,
von Köln zur Eifel - bis nach München,
von Hamburg bis nach Norderney,
wäre er - beim Match dabei.

Da ich so bin - wie ich halt bin,
käm es mir niemals in den Sinn,
was ich habe - wegzugeben,
dieser Bock - mein halbes Leben.

Könnt ich nicht - (nicht dran zu denken),
würd ich das Ticket glatt verschenken,
bevor ich - bitte jetzt nicht lachen,
damit auch noch Geschäfte mache.

Mancher steht - ein lang Gesicht,
vorm Stadion und schafft es nicht,
beim letzten Spiel dabei zu sein,
ich glaub - ich ginge kläglich ein.

Für manche ist das Herzblut wichtig,
für andere - ist´s Null und nichtig.
Karten kaufen - zum Verdienen,
durch den Sturm auf die Tribünen.

Oh, mein Bock - ich bin euphorisch,
und ich sage kategorisch:
es müsste glatt verboten werden,
zu Handeln - gibt es da Beschwerden?  16.04.2014
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Eisern

Wenn die Liebste mich noch lässt,
halte ich auf ewig fest,
stehe eisern zum Verein,
zum Geißbock - und zu ihm allein.

Ich nahm mir heute kurz mal frei,
fuhr zu Union - war mit dabei,
als der Aufstieg klargemacht,
oder fast - mein Herz, es lacht.

Nicht sehr gut ins Spiel gekommen,
doch den Kampf schnell angenommen,
und Union noch flott rasiert,
herrlich ist's - wenn das passiert.

Das 0:1 schnell ausgeglichen,
der Torwart muss den Fußball fischen,
aus dem Netz - den Pat versenkt,
das ging schneller, als man denkt.

Dann zwei Mal Tor - Berliner Mannen,
erst der Schock - dann Hoffen, Bangen,
als der gute Schiri spricht:
<Diese Tore - geb ich nicht.>

Zur Pause ein Remis geblieben,
doch hatte ich viel Angst, Ihr Lieben,
dass die Führung doch noch fällt,
für Union - die Sorge quält.

Da nahm Pat Helmes sich den Ball,
legt ihn zum Freistoß - Knall auf Fall,
und hämmert ihn geschickt ins Netz,
ich freu mich wie ein Kind - noch jetzt.

Solche Krimis auszuhalten,
lässt mich schnell und furchtbar altern,
ich könnte noch ein Frischling sein,
das macht halt mein FC - allein.

Und trotzdem kann ich mich dran laben,
will es gar nicht anders haben,
obwohl es niemand je versteht,
dem's nicht zu der Geburt gelegt.

Jetzt heißt es, wieder aufzusteigen,
alle Zeichen - ja, sie zeigen,
hin zur 1. Bundesliga,
endlich rollt der Ball dort wieder.

Gladbach, Bayern, HSV,
(bei Hamburg weiß man's nicht genau),
Bayer, Wolfsburg, Schalke gar,
auch BVB - ein Traum wird wahr.

Diese Fahrt hat sich gelohnt,
mein Herz - es wurde nicht geschont,
doch machen solche Reisen Spaß,
mit guten Freunden - ist schon was.  11.04.2014
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Jongleur

Eingecheckt - grad im Hotel,
und zwar zack zack, patent und schnell,
da habe ich noch nicht gewusst,
dass ich in Ehrfurcht sterben muss.

Die Mannschaft - die vom Geißbock Club,
mein Herz setzt aus - mit hartem Ruck,
wohnt mit uns - was Zufall ist,
im gleichen Haus - dass Ihr's nur wisst.

Ich sah den Trainer - fasst ein Herz,
ging zu ihm hin - nein, nein, kein Scherz,
und ehrlich - gratulierte schnell,
zum Geburtstag - auf der Stell.

Sah Matze Lehmann - Kessler auch,
zog ihn ein - den dicken Bauch,
und schämte mich gar fürchterbar,
alt und dick - und grau das Haar.

Ich sah den Bus - in Köpenick,
hab mir gedacht - wie ist das chic,
die Mannschaft hier - dazu noch ich,
da wird mein Dasein - zum Gedicht.

Doch Gott oh Bock - schon folgten Sorgen,
die Angst vor meinem nächsten Morgen,
denn Ihr könnt mich jäh vergessen,
würd ich sie - beim Frühstück treffen.

Ich würde steif vom Stuhle kippen,
läge wie ein Wal inmitten,
Käse, Wurst - und dem Kaffee,
denk ich nur dran...- oh weh, ohje.

Bockseidank hab ich verschwiegen,
dass mir gereimte Worte liegen,
denn wüssten sie es - dann, ja dann,
wär's mein Ende - Mann oh Mann.

Sie würden ganz entsetzt nur schweigen,
auf mich mit ihren Fingern zeigen:
<das ist der Spinner - welch Malheur,
der Silben- und der Wortjongleur.>

Heut Abend dann - im Stadion,
sporn ich sie an - so wie gewohnt,
von meinem Platz - auf der Tribüne,
so wie sie's im Match verdienen.

Doch einen Geißbock anzusprechen?
Nein, nein - das würde sich wohl rächen.
Geschnappte Atmung - Puls erhöht,
halt mich zurück - bin ja nicht blöd.

Heut 3 Punkte - das wär Klasse,
ich würde Worte fließen lassen,
doch nicht gesprochen - nur geschrieben,
weil ich mein Leben - mag und liebe.   11.04.2014
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Kult-Bock

Meine Reime seien Kult?
Falls ja – so seid Ihr´s selber Schuld.
Denn Ihr solltet wirklich wissen:
Man hat mir ins Gehirn gesch…

Anders – dürft Euch nicht beschweren,
ist es nicht mehr zu erklären,
dass da täglich etwas geht,
plötzlich kommt – und jäh entsteht.

Die Liebste würd mich gern verschenken,
sagt, ich könne nicht mehr denken,
geradeaus – und ungereimt,
nicht ganz dicht mehr – wie´s ihr scheint.

Nun ist das – dass ich nur nicht lache,
mit dem „dicht“ so eine Sache,
denn hängt man „e“ und „r“ daran,
und schreibt es groß... – oh Mann, oh Mann.

Ich habe das mal angefangen,
um nach dem Tagwerk zu entspannen,
denn wenn ich diese Phasen hab,
schalte ich – gewaltig ab.

Vergesse manches, was so ist,
daher erfolgt der Reim mit List,
denn ich helf mir selbst letztendlich,
ich denke mal – das ist verständlich.

Doch dass ich keinen Halt mehr finde,
mich ans Wort – den Reim – so binde,
das geschah – verzeiht es mir,
ungeplant - am Rechner hier.

Der FC – er reizt mich ständig,
und so zeig ich mich erkenntlich,
ehre ihn – in Tat und Wort,
wenn es geht – sogar sofort.

Dass andere sich dran erfreuen,
erfreut auch mich – ja, stets aufs Neue,
drum schreib ich weiter – durch die Zeit,
und hoffe sehr – dass es so bleibt.

Danke Jungs – für diese Worte,
nett und gar von jener Sorte,
die machen – dass die Sonne scheint,
auch wenn der Himmel – schon mal weint.

Zurzeit geht’s noch durch Liga 2,
doch bald schon – oh, wie ich mich freu,
in der 1. Bundesliga,
endlich, endlich, endlich wieder.

Macht, dass ich noch reimen darf,
fröhlich – und nicht traurig, scharf,
noch ein paar Siege – so darf´s gehn.
Und für das Lob – ein Dankeschön.   06.04.2014
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Bielefeld_050414

Im Grunde drückend überlegen,
doch dennoch war's für mich ein Segen,
als das zweite Tor dann fiel,
hin zum Sieg - ein hehres Ziel.

Das 1:0 - die Freude pur,
und ein Blick auf meine Uhr,
sagt mir an - noch sehr viel Zeit,
bis zum Abpfiff ist's noch weit.

Ein Abwehrfehler - Halfars Schuss,
da wurde mir spontan bewusst,
der Aufstieg - oh, wie wird es mir,
steht jetzt fast schon - vor der Tür.

Den Matchball prima aufgenommen,
von Paderborn Präsent bekommen,
9 Punkte sind's jetzt - zu Platz 3,
Liga 1 - schon fast (!j dabei.

Warum man plötzlich - stellt ich fest,
den Gegner trotzdem kommen lässt,
verstand ich nicht - hab keinen Plan,
in meinem rot und weißen Wahn.

Ich bin im Reim jetzt wirklich ehrlich,
die Phase schien mir schon gefährlich,
wie schnell fällt plötzlich - aus dem Nichts,
ein Gegentor... - Wer leidet? Ich.

Als Ujah dann den Ball verdrückt,
war ich vor Freude wie verrückt,
2 Tore Vorsprung - Mann oh Mann,
da brennt nun wirklich - nichts mehr an.

Als der Abpfiff dann ertönt,
hab ich gedacht - Wie ist das schön.
Genieße einfach den Moment,
Freude pur - und nicht gehemmt.

Jetzt nach Berlin - 1 Punkt wär prima,
völlig reichend für mein Klima,
und Ostern dann - nach Wochenpause,
steigt vielleicht die Aufstiegssause.

Im Moment - gereimtes Labern,
noch bisschen Wenn - noch etwas Aber,
doch nicht mehr lang - du lieber Gott,
dann tanz ich fröhlich... - hm, so what?

Sieht's auch aus - wie Bär auf Söck,
sage ich ganz frei - und keck:
Egal, denn wenn der Wind sich dreht,
wird das Feeling - ausgelebt.

Heute sang die Kurve wieder:
<Nie mehr, nie mehr 2. Liga>,
wenn das eintritt - wär es schön,
ich warte ab - man wird's schon sehn.  06.04.2014
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Lebenslänglich

Für jedes Stichwort sehr empfänglich,
plädiere ich - für lebenslänglich:
2 schöne Farben - 1 Verein,
Rot und Weiß - so soll das sein.

2 starke Farben - 1 Liebe,
hab ich es schon mal geschrieben,
was ich mit Leib und Seele bin?
Ein Geißbockfan - das macht auch Sinn.

Auf den Tribünen - Nervensausen,
und trotzdem glücklich - ein Zuhause.
Gemeinsam Feiern und Gesang,
ein rot und weißes Leben lang.

Erleben, wie das manchmal ist,
wenn Zeit durch deine Hände fließt.
Erleben, wie sie nicht vergeht,
wenn vorn die knappe Führung steht.

Menschen in die Arme fallen,
guten Freunden - klar, vor allem,
doch auch den Menschen - ungehemmt,
die eben noch - ganz still und fremd.

Ich dachte nie - dass ich so werde,
plötzlich gingen alle Pferde,
na - eher Böcke mit mir durch,
ohne Hemmung - ohne Furcht.

Was ich niemals für möglich hielt:
Zu feiern, wenn der Geißbock spielt,
das war mit einem Male da.
Seit achtunddreißig - kurzen Jahr´n.

Wer das nicht kennt - der weiß auch nicht,
wovon mein Reim im Grunde spricht.
Kennt nicht des Feelings Karussell,
Es dreht sich manchmal - rasend schnell.

Heute down - und morgen high,
egal - vor allem mit dabei.
Heute high - und morgen nieder,
trotzdem - immer, immer wieder.

Fan um Fan - in Einheitskluft,
wenn der Bock zum Spiel dich ruft,
dann bremst nicht mal der Urlaubsplan,
Arbeit nicht - kein weher Zahn.

Das Einzige, das Bremsen kann,
eines Tages - irgendwann,
das ist - noch ewig weit von heut,
wenn man am Spielfeld - mich verstreut.

Stolzes Mitglied - Dauerkarte,
ich sehne mich - und ja, ich warte,
erneut jetzt auf das nächste Spiel,
dieser Club - ist ein Gefühl.  02.04.2014
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1860

Aufgebrochen in der Nacht,
zum Stadion - die Sonne lacht,
die Hoffnung ist so riesengroß,
nicht mehr lang - dann geht es los.

3 Punkte heut - das wär doch was,
3 Punkte heut - und sehr viel Spaß,
wären dann für uns bestellt,
der Geißbock Hennes - meine Welt.

Vorm Stadion - da traf ich heute,
einen Haufen nette Leute,
deren Fahne - Ihr versteht,
fern von Köln - in Sachsen weht.

Ich schaue in das weite Rund,
was mir auffällt - es ist bunt,
doch überwiegt - schön, dass ich's weiß,
das Rot von unserer kölschen Geiß.

FC - sie hatten Chancen, Chancen,
es fehlten letztlich nur Nuancen,
doch der Ball - selbst im Verein,
wollte einfach nicht hinein.

Auch 60 will ich nicht vergessen,
denn das wäre sehr vermessen.
Dank Timo Horn - und etwas Glück,
lagen wir - noch nicht zurück.

In Halbzeit 2 - so kurz vor Ende,
rang ich verzweifelt meine Hände,
sprach zu meinem Nebenmann,
dass der Bock nicht siegen kann.

Sah das Paderborn-Ergebnis,
dieses Match war ein Erlebnis,
nicht wie bei uns - ganz ohne Tor,
zumindest kam es mir so vor.

Da erhielt ich - plötzlich, schier,
eine Dusche - nass, aus Bier,
als Finne - der kein Finne ist,
mir den Sonntag - sehr versüßt.

Plötzlich roch's nach Auswärtssieg,
ich weiß, was mir am Herzen liegt:
Ein Tor mehr - als Gegner, reicht,
ohne wenn - und auch vielleicht.

Ich schaute mich im Spiegel an,
und sprach zu mir: <Mein lieber Mann.
Vor dem Spiel - und das sei klar,
warst du 18 - schwarz dein Haar.>

Solche Matches auszuhalten,
ist schwerer - als Atome spalten.
Egal - 3 Punkte sind im Sack,
Vorhang runter - letzter Akt.   30.03.2014
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Bavaria

Nach München – nach Bavaria,
nicht allein… - zu Dritt sogar,
Sonntagmorgen geht es los.
Meine Freude – ist schon groß.

Die Sommerzeit hab ich im Blick,
1 Stündchen vor – und nicht zurück,
der Wecker ist schon fast gestellt,
Fußball - nun mal meine Welt.

Doch nicht zur Feier – nicht in Eile,
zur gepflegten Langeweile,
zum Deutschen Meister – Blau und Rot,
um Bockes Willen – große Not.

60 mit FC stattdessen,
ich fahr hin – zum Kräftemessen,
und hoffe – falls es klappt und geht,
dass der Aufstieg – bald mal steht.

Nicht gleich den Bayern – schon im März,
doch wäre es ganz gut, fürs Herz,
setzt man das Häkchen im April,
ich hoffe und ich leide – still.

Sonntag hin – die Nacht dort schlummern,
und wenn im Rund die Trommeln wummern,
in der Menge mit dabei,
auf den Lippen – Jubelschrei.

Ich weiß, dass es dort schwierig wird,
ich hoffe, dass mein Feeling irrt,
ich hoffe auf 3 Punkte dort,
dann geh ich fliegen – drauf mein Wort.

Dann schmeckt´s im Brauhaus – ich zeig Mut,
am Ende gar noch mal so gut,
dann schunkelt München – rheinisch, heiß,
am Sonntagabend – Rot und Weiß.

Dann schliefe ich breit grinsend ein,
solch ein Sieg – er wäre fein,
zur Hymne schwenkte ich den Schal,
und alles andere – wär egal.

Dann schmeckt das Frühstück umso besser,
durchs frische Brötchen gleitet´s Messer,
und die Fahrt nach Haus zurück,
wird ein langer Weg – voll Glück.

Sonntagmittag – denkt an mich,
der am schlimmsten schreit – bin ich,
Sonntagmittag – ab halb 2,
ich freu mich so – ich bin dabei.

600 ferne Kilometer,
das Ergebnis – gibt es später,
ab halb 4 – so weiß ich dann,
ob ich beschwingt – was reimen kann.  27.03.2014
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Entspannend

Es gibt Tage - zum Entspannen,
da passt alles gut zusammen,
zuerst macht mich ne Nachricht high,
und dann beim Sieg des Bocks dabei.

Solche Tage lob ich mir,
ich sitze jetzt noch träumend hier,
weiß noch nicht, was schöner war,
manchmal ist's schon sonderbar.

Wichtig war der Sieg - wie nie,
war das Pünktchen auf dem I,
war ein riesengroßer Schritt,
hin zum Aufstieg - ich geh mit.

Ein Helmes - der das Tor heut traf,
ein Pass von Patrick - der gut saß,
ein Tor von Brecko - Ziel und Schuss,
dieser Sieg - er war ein Muss.

Meine rot und weiße Liebe,
spielte sicher - und solide,
3 Punkte mehr in der Tabelle,
super ist's - auf alle Fälle.

Nagasawa - Mann des Spiels,
ein guter Glücksgriff - mein Gefühl,
sagt mir - heute, spät am Tage:
An ihm wird man viel Freude haben.

Heut mal keine Ängste leiden,
heute an zwei Toren weiden,
kurz mal zur Tabelle sehn,
in der Gewissheit - das ist schön.

Karneval - bei uns im Süden,
diesen Club nicht so zu lieben,
könnte gar nicht möglich sein,
und damit steh ich nicht allein.

Jetzt geht's nach München - bin dabei,
Sonntagmittag - kurz vor 2,
hoffe ich erneut - auf Sieg,
weil er mir am Herzen liegt.

Heute schlaf ich lächelnd ein,
so könnte jeder Tag stets sein,
ich bin begeistert - bin es gerne,
dieser Tag verdient - drei Sterne.

Die Sonne scheint - auch in mir drin,
wie gut, dass ich was schwerer bin,
sonst würd ich fliegen - weit, weit fort,
welch Zauber liegt in manchem Wort.

Danke Geißbock - danke auch,
für die Nachricht - diesen Hauch,
von einem reinen Glücksgefühl,
manchmal ist das Leben Spiel.   26.03.2014
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Lasst nicht

Lasst nicht so viel Punkte liegen,
noch sind wir nicht aufgestiegen,
nächsten Mittwoch - Jungs, da gilt's,
der Punkte Konto - schmilzt und schmilzt.

Die Vorlagen, die Euch gegeben,
solltet Ihr am besten leben,
heut war ein 6-Punkte-Spiel,
ein Sieg war das erklärte Ziel.

Stattdessen baute - auf die Dauer,
Aalen eine feste Mauer,
wir mühten uns - doch fanden nicht,
den Durchbruch - hin zu Spaß und Licht.

Zu viele Bälle - dumm verloren,
ungeschickt dann vor den Toren,
und dann noch - nun ja, vielleicht,
zu spät gewechselt - damit's reicht.

Der Ball - so musst ich eben lesen,
der von Aalen - drin gewesen,
wenn das so stimmt - dann gute Nacht,
1 Punkt ist mehr - als ich gedacht.

Von 9 Punkten - höchstens 7,
dreimal Heimspiel - üben, üben,
damit es doch noch diese werden.
Nein, nur Hoffnung - nicht Beschwerden.

Der Lichtblick - den ich heute sah:
Der Mann aus Japan - fit und da,
um das Match vielleicht zu drehn,
irgendwas sollt da schon gehn.

Doch mit dem Abpfiff - sag es Euch,
bin ich wieder mal enttäuscht,
reime auf der Fahrt nach Hause,
ohne Ende - ohne Pause.

Keine Sorge - sitze nämlich,
rechts des Fahrers - bin nicht dämlich,
wenn's beim Spiel nicht Punkte gibt,
so auch in Flensburg - wär mir lieb.

Hoffentlich wird's Mittwoch besser,
sonst wird's ein Ritt noch auf dem Messer,
nicht dass uns - nach all der Zeit,
nur die lange Flappe bleibt.

Das war ein Samstag ohne Tore,
nicht gewonnen - nicht verloren,
von dem nur die Erkenntnis bleibt:
Bis zum Aufstieg - noch viel Leid.

Schlagt am Mittwoch - rückt es gerade,
bitte sehr - das Team aus Baden,
3 Punkte - und das mein ich ehrlich,
wären Top - sonst wird's gefährlich. 22.03.2014
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Reife

Was mag man wohl für Gründe haben,
dem eigenen Verein zu schaden?
Wahrscheinlich fehlt mir - zum Begreifen,
irgendwo dann doch - die Reife.

Vielleicht bin ich ja doch zu blöde,
zu veraltet - und zu öde,
um darin den Grund zu sehen,
ich will doch nur - zum Fußball gehen.

Emotionen, Spaß erleben,
fiebern beim Nach-Punkten-streben,
und das Licht - das Ärger macht,
das steige zur Silvesternacht.

Will Sicherheit - nicht Raufereien,
ich will den Club zum Siegen schreien,
ich will jubeln - wenn´s denn geht,
und frustvoll meckern - wenn´s sich dreht.

Gesänge von Tribünen hören,
mich nicht an den anderen stören,
und mir keine Bühne suchen,
für das verdorbene Stück vom Kuchen.

Die DFL hat so entschieden,
Leute, haltet still und Frieden,
oder habt Ihr - im Kalkül,
ein Geistermatch - das sagt wohl viel.

Der Verein - auf guten Wegen,
sich neu zu finden - zu bewegen.
Da braucht es solche Strafen nicht.
Wieder einmal kalt erwischt.

Bestraft - ganz klar, in jedem Falle,
werden letztlich wieder alle,
weil manche nur ihr Mütchen kühlen,
verborgen, tief - im "Schutz" von vielen.

Von vielen Seiten - die Appelle,
helfen - schön wär´s - auf die Schnelle,
doch hoffentlich - wenn´s möglich ist,
auch auf wirklich längere Frist.

Ich will beim Fußball - wie die meisten,
meinen eigenen Beitrag leisten,
beim Jubeln - und beim Unterstützen,
positiv dem Geißbock nützen.

Nicht zweifelnd nach den Solchen sehen,
die Fußball scheinbar nicht verstehen,
jedenfalls nicht so - wie wir.
Wir sind Fans - wir bleiben hier.

Wir lassen uns - den Spaß nicht nehmen,
manche sollten sich was schämen.
Doch zum Schluss - wird mir bewusst,
dass ich´s wohl kaum begreifen muss.  20.03.2014
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Zufrieden

1 Punkt in Lautern ist verblieben,
und sicherlich - ich bin zufrieden,
denn so 1 Punkt - ein netter, kleiner,
ist viel mehr - als letztlich keiner.

Ein Sieg wär nicht verdient gewesen,
und das Remis - so meine Thesen,
hält uns nun im Aufstiegstanz,
die Gegner weiter auf Distanz.

Ich habe es zu oft erlebt,
dass der Lauterer Betze bebt,
und zwar - nicht grad zu unserer Gunst.
In der Regel - gegen uns.

Ich hätte gestern nicht gewettet,
der Punkt hat mir die Nacht gerettet,
ich freute mich - und schlief perfekt,
bis der Wecker - mich heut weckt.

Dass ich nicht überall - ganz klar,
rundherum zufrieden war,
ist ein Fakt - denn vorn, im Sturm,
läuft´s nicht richtig - nagt der Wurm.

Bei Ujah ging mir - sorry, Graus,
viel zu oft der Ball ins Aus.
Doch bin ich nicht der Trainer, nein,
kann und will es auch nicht sein.

Die Abwehr hat erneut gestanden,
kam in der Regel gut zurande,
und letzten Endes - Bockseidank,
ist Timo da - und macht sich lang.

Dreht den Ball noch um den Pfosten,
nur wer rastet - der wird rosten,
hält das 0:0 uns fest,
Timo Horn - he did his best.

Dass der erste Ball von Zoller,
nicht schon einschlug - war noch toller,
denn solche Chancen - kurz und knapp,
lehnt der Mann - normal nicht ab.

Helmes fand - und war bereit,
auch zu seiner Möglichkeit,
doch sollt es gestern halt nicht sein,
hüben, drüben - nichts ging rein.

Schweißgebadet - fix und alle,
war ich wohl - in jedem Falle,
und hab den Punkt schnell abgehakt,
ein gutes Ende - meines Tags.

Jetzt sechs Punkte - aus 2 Spielen,
im Hinblick auf die großen Ziele.
Aufstieg - dass er uns gelingt,
mal schauen - was der März noch bringt.  18.03.2014
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Kla-lautern-mann

Bald treten wir bei Lauten an,
und schon tönt der Kla-lautern-mann,
wieder lautstark vor dem Spiel...
Uns zu schlagen - ist ihr Ziel.

Leider - und zwar lange schon,
ist Idrissou solch ein Phantom,
das gegen uns fast immer netzt.
Erneut sein Traum - schon heut, schon jetzt.

Wir hätten sie versenken können,
ich war dabei - ich kann's benennen,
doch leider fehlte uns das Herz,
noch heute fühl ich diesen Schmerz.

3 Punkte auf dem Betzenberg,
und wir gehen sehr gestärkt,
in des Aufstiegs letzte Phase,
bitte setzt uns in Ekstase.

Passt auf - und bitte nicht verstecken,
sie werden stürmen wie die Jecken,
erinnert Euch an letztes Jahr,
zu verlieren - birgt Gefahr.

Stieg das Spiel am Wochenende,
ich wär dabei - mit feuchten Händen,
mit einem Herzschlag - schnellem Takt,
der mich bei jedem Spiel neu packt.

Doch müssen wir - noch - Montag spielen,
in dem Eifer - den Gefühlen,
dass dies nun bald ein Ende hat,
ich hoffe nur - dass es auch klappt.

Und dabei der Hoffnungsschimmer:
Klappt's tatsächlich - dann für immer.
Ich weiß, dass Ihr mir Freude macht,
haltet Ihr - die Jungs in Schach.

Ich möcht die Teufel fluchen sehen,
mit viel Einsatz muss was gehen,
ich bin am Fernseher mit dabei,
Bockseidank - Sport 1 und Sky.

Den ganzen Tag wohl schon auf Touren,
alle Zeiger - alle Uhren,
auf ganz kurz nach 8 gestellt,
der FC - ist meine Welt.

Jetzt kommen zwei ganz schwere Wochen,
Lautern, KSC abkochen,
und selbst daneben nichts verschenken,
bitte auch an Aalen denken.

Schickt Montag den Kla-lautern-mann,
frustriert nach Hause - packt es an,
und bringt uns dann - im ersten Schritt,
vom Betzenberg die Punkte mit.   15.03.2014
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Kaum zu fassen

Solch ein Match - ist kaum zu fassen,
zwischen Bangen, Hoffen, Hassen,
Jubel und Betroffenheit,
bin ich nicht mehr ich - gescheit.

War 18 - sprach ich schon davon (?j,
auf dem Weg zum Stadion,
bin jetzt fast 60 - kurz darauf,
das geht nicht lang - dann hört das auf.

Ganz klar verdient zurückgelegen,
zu wenig Fluss und falsch Bewegen,
das 0:1 - war mir fast klar,
und trotzdem Mist - als es geschah.

Ich hätte niemals mehr geglaubt,
dass der Bock nach vorne schaut,
und sitz jetzt fassungslos am Pad,
ein kleiner Reim - vorm Gang zum Bett.

Hector war der Mann der Stunde,
der erste Schütze - frohe Kunde,
der Mann, der uns den Ausgleich schenkt,
als niemand mehr an Wunder denkt.

Der Mann - der dann noch hinten ist,
bei aller Freude nicht vergisst,
dass hinten was zu Mauern bleibt,
Beton im Tor - den Rest der Zeit.

Der zweimal auf der Linie klärt,
sagt, wisst Ihr alle, wo Ihr wärt,
wenn Hector nicht so angestrengt,
an das Wohl des Geißbocks denkt?

Das 2:1, das plötzlich fiel,
kurz vorm Schluss - da kippt das Spiel,
3 Punkte - Schluss und Ende, Aus,
und trotzdem leicht frustriert nach Haus.

Ein Sieg - und das ist völlig klar,
der heute mehr als wichtig war,
3 Punkte - das sei jetzt gewagt,
nach denen später niemand fragt.

Nächste Woche - leicht gestärkt (?),
hin zu Lauterns Betzenberg.
Ohne diesen Sieg von heute,
wäre ich des Wahnsinns Beute.

Ich hoffe und ich bete nur,
der Bock kommt wieder in die Spur,
denn solche Spiele - wie zuletzt,
liebe Leute - ja, das ätzt.

Denkt daran - und habt im Sinn,
dass ich nicht mehr der Jüngste bin.
Meine Haare sind schon grau,
das kommt vom Fußball - ganz genau.  07.03.2014
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Nach Aue

War's Glück? Moral? - Egal was immer,
es juckt mich nicht - hab keinen Schimmer.
Was zählt ist nur: Wir sind gesund.
Und der FC - holt einen Punkt.

Ich bin gerade noch entkommen,
hab nicht mit meinem Reim begonnen,
bevor das Match beendet war.
Das ist mein Glück - das ist mal klar.

Ich hatte schon - von tief im Innern,
manches böse Wort in Fingern.
Da traf - und das geht manchmal schnell,
im Doppelpack - der Daniel.

Plötzlich hast du ein Remis,
damit gerechnet - hab ich nie,
doch natürlich nimmt man's mit,
in der Tabelle - klein der Schritt.

Dieser Fußball - ohne Frage,
versetzt dich manchmal in die Lage,
nicht zu wissen - so kann's scheinen:
Sollst du lachen - oder weinen.

Die erste Halbzeit war ärmlich,
nahe dran am Wort "erbärmlich",
die zweite Halbzeit unterdessen,
gar nicht schlecht - sie hat gesessen.

Als dann das 2:0 gefallen,
ahnte ich das Korkenknallen,
auf der Seite - all der Veilchen.
"Wartet, wartet nur ein Weilchen".

Das Anschlusstor - ein Sonntagsschuss,
das war ein Ball, der helfen muss,
wenn es anders halt nicht geht.
Schlecht wär nie - und gut ist spät.

Denn plötzlich schwappt die Welle wieder,
laut erklangen Kölsche Lieder,
und übertönten im Gedränge,
all die Auer Schmähgesänge.

Das 2:2 folgt kurz darauf,
plötzlich hat der Bock den Lauf,
und ich wurde übermütig:
Folgt noch eins mehr? - Doch das geschieht nicht.

Ob ich jetzt zufrieden bin?
Ich weiß nicht recht - es reißt mich hin,
mich zu freuen - am Remis,
doch wirklich prächtig - war's fast nie.

Cottbus kommt - mit neuem Mut,
und daher, lieber Bock, wärs gut,
daran zu denken - damit's klappt,
dass auch ein Schlusslicht - Chancen hat.  01.03.2014
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Vor Aue

Aue ist - und das ist dumm,
nicht mal grad die Ecke rum,
und so bin ich in der Lage,
dass ich - keinen Ausgang habe.

Die Liebste sprach - <Mein Allerbester,
morgen haben wir wohl Gäste,
und daher bleibst du - so schaut's aus,
heute brav und still Zuhaus.>

Mein Argument, es sei doch Pflicht,
fegte sie galant vom Tisch,
schaute mich so grimmig an,
wie es nur die Liebste kann.

Nun sitz ich hier - und warte still,
schreibe dummes Zeug - fast Müll,
und hoffe, dass der Geißbock siegt,
weil mir das - am Herzen liegt.

Vielleicht - so hab ich's mir gedacht,
ist unser Sturm jetzt aufgewacht,
und zeigt, dass man manch Tor erzielt,
wenn man nur entsprechend spielt.

Lautern zeigte uns erneut:
Kein Spiel wird einfach - daher heut,
die klare Weisung an den Bock:
Strengt Euch an - der Fan frohlockt.

Dass Aue eher heimstark ist,
das ist klar - und sehr gewiss.
Unterschätzt mir nicht die Veilchen,
reißt Euch zusammen - für ein Weilchen.

Ich weiß genau - ich sitz vor Sky,
bin im Herzen voll dabei,
und mein Herz - oh, lasst mich leben,
schlägt, als soll's kein morgen geben.

Ich werde fluchen - will mich freuen,
bei jedem Match - und stets aufs Neue,
ich will 3 Punkte - denkt daran,
damit ich morgen feiern kann.

Versaut mir nicht das Wochenende,
ich hebe flehend meine Hände,
bereits zur Hymne und zum Jubel.
Macht Spaß mir - mit der Lederkugel.

Selbst wenn mein Weib sich noch besinnt,
jetzt ist's zu spät - daher gewinnt,
bitte heute ohne mich.
Im Erzgebirge - helles Licht.

Ich schaue ständig auf die Uhr,
ich bin gedanklich auf der Spur,
hin zu Euch - ich seh mich schon,
zwischen Euch - im Stadion.    01.03.2014
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Schwächen

Denkt daran, dass manche Schwächen,
sich zum Ende bitter rächen.
Das ist ein Kann - das ist kein Muss,
doch abgerechnet wird zum Schluss.

Wenn man des Gegners Tor nicht trifft,
ist das für die Punkte Gift,
und statt des Big Points - gibt's nur einen,
ich könnte aus Enttäuschung weinen.

Denkt dran - kurz vorweggenommen,
dass noch starke Gegner kommen,
6 Punkte sind kein Ruhekissen,
ich denke mir - Ihr werdet's wissen.

Schon Aue könnt - falls wir schlecht spielen,
dieses Polster glatt halbieren,
das ist kein Teufel an der Wand,
das sagt mir einfach mein Verstand.

Sorry, Stürmer, die nicht treffen,
müssen auch mal - nicht vergessen,
eine kurze Pause nehmen.
Ich wollte es nur kurz erwähnen.

Da rächt sich plötzlich - kurz vorm Ende,
manch vergebene Chance - zur Wende,
hin zu einem klaren Sieg,
der mir stets am Herzen liegt.

Mein neues Trikot - Name "Wimmer",
schien Glück zu bringen - wie auch immer,
doch am Ende - nur vielleicht,
weil das eine Tor nicht reicht.

Ich will nicht unken - Bockes Willen,
ich will nur meinen Frust hier stillen,
und das kann ich - ganz bewusst,
am besten reimend - weil ich's muss.

Ich will am Samstag - unterdessen,
mich schon wieder glatt vergessen,
am Fernseher jubeln - wie ein Jeck,
dann ist der Frust von heute - weg.

Das nächste Heimspiel kommt gewiss,
und das Gesetz der Serie ist,
dass auch jede einmal reißt,
ein Sieg Zuhaus - das wär schon heiß.

Schade, dass es nicht gepasst,
ein 1:1 ist halt nur fast,
die zweite Halbzeit war - und es tut weh,
ansonsten prima - und ok.

Ich hoffe - ehrlich - mein Gejammer,
dringt nicht zu weit aus meiner Kammer,
nur hier und da - ins Internet.
Gute Nacht - ich geh ins Bett.  24.02.2014
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Stolz

Kinder - ich bin stolz auf Euch,
ich hab geschwitzt - die Knie so weich,
der Flug war lang - und ohne Sky,
trotzdem gesiegt - wie ich mich freu.

Ich fragte - ich war einfach kess,
die liebe, nette Stewardess,
ob sie vielleicht im Cockpit hört,
wie wir gespielt - wär nicht verkehrt.

So nach 8 Stunden - kurz vorm Ziel,
kam sie zu mir - sprach zum Spiel,
dass sie schlechte Nachricht habe...
Ich war geschockt - oh, keine Frage.

Sie hielt den Zettel in der Hand,
worauf auch ein Ergebnis stand.
Ich dachte bei mir - lieber Mann,
der Urlaub fängt schon super an.

Scheinbar hatten wir verloren,
und versagt vor fremden Toren.
Kritisch nahm ich mir den Wisch,
wirklich glücklich - war ich nicht.

Sah jedoch - es schwand die Not,
Dankeschön an den Pilot,
dass die schlechte Nachricht war:
Nur 1. Liga - jetzt war's klar.

Alles hatte er probiert,
die Boeing exzellent geführt,
doch das, was mich grad interessiert,
war leider halt - nicht aufgeführt.

Trotzdem, Cockpit - vielen Dank,
macht es einen Fan auch krank,
wenn er kein Ergebnis weiß,
so legte ich - es (noch) auf Eis.

Wusste ja - schon etwa wann,
kämen wir am Ziele an,
dann schalte ich mein Handy ein.
Und dort - wird meine Nachricht sein.

Kinder - ich bin stolz auf Euch,
denn mein Iphone hat gezeigt,
ein 1:0 - Dank Helmes Tor.
Hab eingestimmt - zum Jubelchor.

Mancher sah mich seltsam an:
<Was fuhr in jenen greisen Mann,
dass er voll scheinbar großer Lust,
hier im Flugzeug jubeln muss?>

Na ja, ich will es so mal sehen:
Ihr werdet mich gewiss verstehen.
Ich bin halt rot und weiß - verrückt.
Hab Spaß daran - und das ist Glück.   22.02.2014
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Sandhausen

Ich bin ja morgen erst mal weg,
im Flieger kein Empfang - so'n Dreck,
drum schreibe ich - vorab den Reim,
und schließe meine Wünsche ein.

Ich kenne spät erst das Ergebnis,
so wird es später zum Erlebnis,
schalt ich nach der Landung dann,
mein Handy ein - oh Mann, oh Mann.

Drum reime ich - sonst wird's zu schwer,
meinen Reim schon jetzt - vorher,
und hoffe, dass mein Wunsch erfüllt,
auf Ihr Böcke - denn es gilt.

"Drei Punkte auf dem fremden Platz,
alles Bangen für die Katz,
und war Sandhausen auch stabil,
hinten drin - es nutzt nicht viel.

Denn unsere Stürmer - war'n 1a,
rockten dieses Match - Hurra,
und brachten diesen Sieg - Punkt, Aus,
gut und sicher - mit nach Haus.

Die ganze Elf sehr gut in Form,
hinten bei Bedarf - Herr Horn,
der seinen Kasten sauber hielt,
prima Bock - perfekt gespielt.

Die Abwehr stand wie eine Eins,
Grund zum Meckern - jedem Sein's,
gab's in diesem Spiel fast nicht,
die Abwehr stand - kompakt und dicht.

Die Fans, der Trainer - pure Freude,
die Mannschaft spielte einfach heute,
meisterlich - aus einem Guss,
traf das Tor - beim ersten Schuss.

Hat es heute ausgenutzt,
dass Fürth 2 Punkte lassen muss,
und hat den Abstand hergestellt,
der mir wirklich sehr gefällt.

Hinterher - im Interview,
sprach der Mann von Sky dazu,
dass er hier - ist es wohl wahr,
den Meister unserer Liga sah.“

Ich höre leider nichts davon,
drum wünsche ich - dass es so kommt,
ich drück die Daumen auf dem Flug,
Zeit hab ich dabei genug.

Wenn's so wird - sagt mir Bescheid,
und schweigt, falls nicht - dann tut's mir leid,
auf jeden Fall - oh Mann, oh Mann,
denke ich wohl ständig dran.  15.02.2014
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Wette

Das hat mir nicht den Tag gerettet,
der irgendwo schon mies begann,
ich hätte gar darauf gewettet,
doch niemand nahm die Wette an.

Paderborn - die Niederlage,
0:1 - das frustet mich,
und da stell ich mir die Frage:
Muss das sein - jetzt dies Gedicht?

Ja, muss es wohl - mit der Begründung,
dass ich sonst ungenießbar bin,
ich brauche das - zur eigenen Findung,
macht es auch nicht sehr viel Sinn.

Ein blödes abgefälschtes Schüsschen,
tief hinein ins Kölner Glück,
geht mir furchtbar auf die Nüsschen,
wirft es uns auch nicht zurück.

Doch wäre es zum Sieg gekommen,
leider war's halt nicht der Fall,
so hätt ich's gerne mitgenommen,
seltsam lief das Spiel am Ball.

Unterm Strich verdient gewesen,
das Match - es lief an uns vorbei,
keiner da, es auch zu lesen,
nächste Woche - Chance aufs Neu.

Möglichkeiten hat's gegeben,
doch zu wenig - leider wahr,
an vielen Dingen hat's gelegen,
und schließlich war der Torwart da.

Aufstieg kommt nicht von alleine,
14 lange Spiele noch,
14 mal - mit flotten Beinen,
fallt mir bitte nichts ins Loch.

Sandhausen heißt es nächste Woche,
Ihr seid auf Euch allein gestellt,
ich weiß, dass meine Neven kochen,
beim Fluge in die weite Welt.

Ich hoffe sehr - ich kann dort lesen,
von einem Siege des FC,
ein geiles Spiel sei es gewesen,
bitte denkt dran - Frust tut weh.

Gegen Fürth - da will ich jubeln,
denn dann bin ich schon zurück,
stürz mich in des Fußballs Trubel,
zu Siegen ist mein größtes Glück.

Jetzt könnt Ihr mir auch gerne sagen,
dass ich nicht ganz bei Sinnen bin,
zu Reimen - jetzt - an solchen Tagen,
ich nehme Eure Meinung hin.   09.02.2014
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66

Mit 50 sind wir abgestiegen,
doch lass ich die Gedanken liegen,
wenn es jetzt – wie´s heute steht,
in Richtung 1. Liga geht.

Aufstieg, Abstieg – habt fein Acht,
ich hab das mehrfach mitgemacht,
und daher wär´s jetzt mehr als schön,
dauerhaft hinaufzugehn.

Die Mannschaft scheint dazu bereit,
es passt alles – Ort und Zeit,
und beim Trainer – drauf zu bauen,
habe ich – sehr viel Vertrauen.

Nächsten Sonntag – übermorgen,
ziehen die rot-weißen Horden,
wieder Richtung der Arena,
vorm TV – wär es bequemer.

Doch hat man dieses Gen getankt,
dann reicht das für ein Leben lang,
und ich brauch – in jeder Phase,
Stadionluft – in Herz und Nase.

Sonntag gegen Paderborn,
beginnt das Spiel erneut von vorn,
doch jedes Testspiel zählt kaum mehr,
der Weg, er wird noch lang – und schwer.

Paderborn, Sandhausen, Fürth,
wie schön, wenn man dies Feeling spürt,
Aue, Cottbus, Betzenberg.
Vorsicht, Jungens – aufgemerkt.

Aalen, KSC, nach Bayern,
bei 60 einen Dreien feiern,
Bielefeld, Berlin – das zieht,
Bochum kommt – das Ruhrgebiet.

Ingolstadt, St. Pauli dann,
zu diesem Zeitpunkt – irgendwann,
wünschte ich – nehmt mir die Furcht,
wir wären dann – schon gänzlich durch.

Um nach Frankfurt froh zu reisen,
dort den Kölner Bock zu preisen.
Musik der Zukunft – ja, ich weiß,
doch bin ich auf den Tag schon heiß.

Lasst mich doch ein wenig träumen,
und kein Spiel mehr je versäumen.
66 – Schnaps-die-Zahl,
jetzt raus aus diesem Jammertal.

Kölns Medaille – das wär klug,
bestelle ich – falls schnell genug,
und sie erhält den Ehrenplatz,
dann ist sie mein – nun ja, mein Schatzzzzzzz.  07.02.2014
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Generalprobe

Jetzt ist's endlich Schluss mit Proben,
2. Liga - wir stehen oben,
nächsten Sonntag - Paderborn,
15 mal beginnt's von vorn.

Und trotzdem hat's heut Spaß gemacht,
sehr viel mehr, als ich's gedacht,
Stögers Ex-Club war heut da,
aus Österreich - die Austria.

Natürlich zog's mich - wie gewohnt,
am Nachmittag zum Stadion,
kaum ist nur das Flutlicht an,
zieht es mich in seinen Bann.

Ich habe heut ein Match gesehn,
einfach Klasse - einfach schön,
und der Sieg - er war verdient,
starke Leistung - unseres Teams.

Mit Schwung und mit Elan nach vorn,
hinten gibt's ja schließlich Horn,
der ist da - wenn er das muss,
sicher, Top - und selbstbewusst.

Ich weiß, es war ein Freundschaftsspiel,
und trotzdem hab ich das Gefühl,
dass das Spiel - die Richtung weist,
vom Anpfiff her - vom Anstoßkreis.

Der letzten Viertelstunde Gunst,
gehörte letztlich - fast nur uns,
und so war das Tor letztendlich,
hoch verdient - fast selbstverständlich.

Werde ich jetzt überheblich?
Sorry, Leute - nein, das geht nicht.
Doch zeigt die Mannschaft - Mann für Mann,
was sie will - und was sie kann.

Am Ende macht Bard Finne Spaß,
zeigt den Wienern auf dem Gras,
wohin der Ball ins Netz gehört,
damit er Fan für Fan betört.

Herr Stöger - Danke, Dankeschön,
so kann es gerne weitergehn,
doch zählt das schönste Testspiel nicht,
geht's nächsten Sonntag an die Pflicht.

Stehen wir im Mai dort oben,
werde ich vor Freude toben,
hin zur 1. Liga treiben,
und am liebsten - dort auch bleiben.

Der Trainer hat den Bock im Griff,
verpasst ihm Stärke und den Schliff.
Ich will zwar nicht zu zeitig feiern,
doch freu ich mich - auf Fohlen, Bayern. 01.02.2014
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Nur

Nur jetzt nichts vom Aufstieg schreiben,
bloß jetzt auf dem Teppich bleiben.
Nicht leiten lassen vom Gefühl,
es war doch nur - ein Freundschaftsspiel.

Doch meine Finger - ja, sie tollen,
machen einfach - was sie wollen,
ich halte sie nur schwer im Zaum,
denn der Aufstieg - wär ein Traum.

20.000 Fans im Stall,
frohe Mienen überall,
soweit die Kleidung - weit, im Kreis,
nicht in den Farben - Blau und Weiß.

Schalke kam - ich hab gedacht,
das gibt ne Klatsche - gute Nacht,
doch dann gewinnt der Bock Zwei/Eins,
wir sind auf gutem Weg - so scheint's.

Ujah, der zur Führung traf
Schalkes Freistoß, der dann saß,
Brökers Tor - in Halbzeit 2...,
ich freue mich - ich war dabei.

Der Strafstoß - der ins Tor nicht ging,
denn Boateng - das war ein Ding,
traf zum Schluss die Latte nur,
und vom Ausgleich - keine Spur.

Ein Schalke-Fan - saß neben mir,
nahm meinen Schal - und sang dafür,
laut und froh die Hymne mit,
Verständigung - ein großer Schritt.

Nicht prügeln - in der Innenstadt,
bis zum Ende - zum Schachmatt,
das hat mit Fußball nichts am Hut.
Zusammen feiern - DAS ist gut.

Doch mancher wird es nie begreifen,
wahrscheinlich fehlt es halt an Reife.
Egal jedoch - wie es auch ist:
Dies Verhalten - ist nur Mist.

Zurück zum Spiel - der Freude pur,
heute kurz nach 17 Uhr,
stand's Ergebnis endlich fest,
das mich nun wieder schwärmen lässt.

Einfach Spaß am Spielen haben,
sich übern Kampf zum Siegen tragen,
hinten sicher - dann nach vorn.
Vorsicht - bald kommt Paderborn.

Dann zählt ein solcher Sieg nur wenig,
wer Punkte holt - nur der ist König.
Trotzdem Danke - weil ich's mag,
für diesen schönen Nachmittag.   18.01.2014
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15-30

Endlich rollt der Ball gleich wieder,
und gefühlt - ist's 1. Liga,
vom Gegner her - der Anstoßzeit,
jedoch der Weg - er ist noch weit.

Heute gibt's ein Freundschaftsspiel,
und trotzdem sagt mit mein Gefühl,
so könnte es bald wieder sein.
Wenn das klappte - wär das fein.

Den Bock nicht mehr zu Anstoßzeiten,
Spiel für Spiel - selbst fern begleiten,
die nach 2. Liga schmecken.
13 Uhr - ist kurz nach Wecken.

Zwar nicht für mich - bin Frühaufsteher,
Zeitig-schon-den-Morgen-Seher,
Fröhlich-vor-sich-hin-gern-Reimer,
ich glaube - so bestusst ist keiner.

Früh-am-Tage-Hund-schon-Schleifer,
auch-im-Alter-nicht-mehr-Reifer,
Sätze-für-den-Bock-Verflechter,
manchmal besser - manchmal schlechter.

Auf-ein-Match-wie-heute-Freuer,
keine Karte ist zu teuer,
Ein-Nachher-im-Stadion-Sitzer,
und Selbst-bei-solchen-Spielen-Schwitzer.

Doch trotzdem werde ich's erleben,
es muss noch mehr - wie mich - wohl geben,
die Hütte wird sehr gut besucht,
verrückte Fans - gibt es genug.

Stöger sagt, die Stars sind müde.
Ganz egal - wir kommen rüber.
Wichtig wird es - das ist klar,
natürlich erst - im Februar.

Ich will nur etwas Spaß gleich haben,
etwas jubeln - nicht verzagen,
endlich wieder Stimmung spüren,
und vielleicht - sogar auch führen.

Rot und Weiß - mit Weiß und Blau,
Schalke kommt - ich weiß genau,
dass sie schon viel weiter sind.
Das ist egal - bin ja nicht blind.

Dennoch werd ich Stimmung wittern,
vielleicht sogar ein wenig zittern,
genieße heut den Sonnenschein.
Ich werde gleich - im Stadion sein.

15-30 - bald, im Sommer,
heißt es wieder - Punkt, nicht Komma:
Der Bock zeigt wieder sein Gesicht,
in Liga 1 - na hoffentlich.     18.01.2014
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Es kribbelt

Ich werde schon ganz kribbelig,
ich werde schon ganz hibbelig.
Ist´s auch „nur“ ein Freundschaftsspiel,
hab ich trotzdem nun ein Ziel.

Noch zweimal schlafen – dann, ja dann,
fängt das Jahr erst richtig an:
Bald sitze ich – gebannt wie immer,
in meinem allerschönsten Zimmer.

Die Lampen – das sind die Pylonen,
wie schön ist es, in Köln zu wohnen,
jedenfalls – (ich bin ein Kind),
dann, wenn´s nächste Spiel beginnt.

Die Sitze sind seit ehedem,
zwar nicht gerade so bequem,
wie der Sessel – der Zuhaus,
doch ruhe ich ja dort nicht aus.

Ich bin im besten Fußballfieber,
rot und weiß – das ist mir lieber,
als Zuhause einzunicken,
und stumm auf das TV zu blicken.

So ganz alleine dazusitzen,
und dann, wenn Emotionen blitzen,
niemand haben – weit und breit,
(das geht halt nicht) – der mit mir schreit.

Im Stadion – da bin ich laut,
sonst ne ganz, ganz ruhige Haut,
doch dort – am angestammten Platz,
macht mein Herz – so manchen Satz.

Springt mir manchmal aus der Brust,
Fußball – das macht Spaß, macht Lust,
und Winterpausen – tut mir Leid,
sind halt nur – verschenkte Zeit.

Gerade packte ich die Decke,
leis – dass ich mein Weib nicht wecke,
da spricht sie schon – mit forschem Sinn:
„Na, na, mein Freund – wo willst Du hin?“

Ich stammelte – mit bangem Ton:
„ich fahr schon mal – zum Stadion,
dass ich den Zeitpunkt nicht verpass,
wenn man dort öffnet – sonst noch was?“

Sie schaute ruhig – zeigt dann den Fimmel:
„Oh Herr – so schicke Hirn vom Himmel.
Und bitte – nimm den Schirm ihm weg,
sonst macht der „Regen“ wenig Zweck.“

Ich hab gehorcht – was bleibt mir über?
Doch am Samstag – fahr ich rüber.
Und sitz im Stadion – ist halt so,
mit Schal und Jacke – und Trikot.  16.01.14
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Not

In meiner Not kratz ich Tapeten,
beginne ganz spontan das Beten,
spreche still den Rosenkranz,
der Perlenstrang - im stummen Tanz.

Wo soll das bitte denn noch enden?
Ich lutsch den Kalk von unseren Wänden,
draußen, wo das Fachwerk sich,
leuchtend zeigt - beim letzten Licht.

Ich räum´s Geschirr aus unseren Schränken,
um nur ja nicht dran zu denken,
spüle - obwohl´s sauber ist,
das Tuch auf halben Mast gehisst.

Das Trockentuch gleicht einer Fahne,
und da ich meinen Kummer ahne,
wählt ich eins - kariert und Blau,
da passt die Farbe nicht genau.

Die Hände sind schon aufgeweicht,
ich nahm kein Pril - der Grund vielleicht.
Die Liebste spricht - mit klarem Fordern:
<Das Porzellan - ist dünn geworden.

Hör auf - bevor es letztlich bricht,
genug gewienert und gewischt,
und stell Dich nicht - so kindisch an...>
Sie versteht´s nicht - diesen Bann.

Ich geh ins Bett - die Zeit vertreiben,
kann dieses Feeling halt nicht leiden,
bin froh - wenn mich der Schlaf umfängt,
und mir ein wenig Ruhe schenkt.

Trag dreimal täglich - rund ums Haus,
den Müll und das Papier hinaus,
auch wenn nichts im Behälter ist,
Stillzusitzen - das ist Mist.

Schau in meinem Wahn schon Sky,
bei Englands Fußball live dabei,
weil - ich hab das nicht gewählt,
mir das Spiel mit Ball - so fehlt.

Winterpause - unerträglich,
ich armer Bock - ich leide kläglich,
sogar jetzt noch bis Februar,
ein Trauerspiel - es ist schon wahr.

2 Spiele gibt´s als Test - na ja,
Schalke - und die Austria,
doch das ist nicht dasselbe - nein.
Zumindest steigt der Test - daheim.

Bis dahin heißt es - Tapferkeit,
ein Maßband kaufen - um die Zeit,
Tag für Tag - ein Stück zu kürzen.
Mir fehlt der Geißbock - und die Würze.  02.01.2014
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Rheinderby

Nach 15 Jahren endlich wieder,
in Düsseldorf nur kölsche Lieder,
in einem bärenstarken Spiel.
Ich war dabei - mit klarem Ziel:

3 Punkte mit nach Haus zu nehmen,
das war mein Hoffen - und mein Sehnen.
Dass es so in Erfüllung ging,
ist einfach geil - das ist ein Ding.

Ein Match, um darin aufzugehen,
ein Match, um's Feeling zu verstehen,
das man als Fan des Geißbocks hat.
Köln - die allerschönste Stadt.

2:0 zur Halbzeit führen,
dabei im Innern Ängste spüren,
dass die Führung - ja, vielleicht,
am Ende plötzlich nicht mehr reicht.

Beim 2:2 das Zittern kriegen,
nicht mehr glauben an das Siegen,
doch dann erleben - dass das Team,
sagt: <Jetzt erst recht> - weil's möglich schien.

Das 3:2 im Spiel erzielen,
sich plötzlich wie ein König fühlen,
und Jubeln, Herzen - einfach ran,
an den, den man grad finden kann.

Ujah - Danke - Frohe Kunde,
Du warst für mich - der Mann der Stunde,
dieses Match hat Spaß gemacht,
8 Punkte Vorsprung - nie gedacht.

So fährt man in die Winterpause,
leicht, beschwingt und froh nach Hause,
und wir nehmen Paderborn,
als nächstes Team - demnächst aufs Korn.

Selten hatt ich so viel Freude,
am Geißbock Team - wie gerade heute,
wie seit vielen Wochen schon.
Der Punktestand - der Leistung Lohn.

Die Spieler sprangen auf dem Rasen,
vor lauter Freude - wie die Hasen,
als Gräfes Schlusspfiff dort erklang.
Was blieb war unser Fan-Gesang.

Und das Gefühl - nicht zu begreifen,
dass manche Menschen niemals reifen,
Randale. Stress und Schlägerei.
Leider ist auch das nicht neu.

Was bleibt von diesem schönen Tag,
ist jenes - falls mich jemand fragt:
Ich erhielt - schon heut, vorab,
mein Weihnachtspäckchen - hat geklappt.  22.12.13
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Winterkönig

Jetzt ist der Bock - gar Winterkönig,
ich freue mich - nun ja, ein wenig,
denn wichtiger - so nebenbei,
ist der Tabellenstand - im Mai.

Und trotzdem hat es Spaß gemacht,
das Herz des echten Fans - es lacht,
denn Stöger hat uns neu erweckt,
das genieß ich - weil's mir schmeckt.

Endlich wieder macht es Freude,
auf den Tribünen - nicht nur heute,
nein, die ganze Spielzeit schon.
Platz 1 - ist der verdiente Lohn.

Ein schneller Dank an Bielefeld.
Fürth ganz kurz ein Bein gestellt,
4 Punkte Abstand - auf Platz 2.
Vernehmt nur meinen Jubelschrei.

Lautern hinkt uns hinterher,
das ist schön - doch ich will mehr:
3 Punkte, Sonntag, das wär schön.
Ich fahre hin - den Sieg zu sehn.

Auch wenn den "Titel" - seht's Euch an,
niemand mehr uns nehmen kann,
wär ein Sieg im Derby prima,
Balsam für mein Weihnachtsklima.

Weitere Punkte unterm Baum,
wären ein perfekter Traum.
Ist Düsseldorf auch obenauf,
egal - der Bock hat einen Lauf.

Auf Platz 1 zu überwintern,
kann so manche Schmerzen lindem,
immerzu dasselbe Lied,
Frust - wenn man(n) nicht Fußball sieht.

Peter Stöger - führ uns wieder,
gradwegs in die 1. Liga,
und setze uns dort bitte fest.
Wir jubeln laut - wenn man uns lässt.

Sorry, dass ich wieder schreibe,
dass ich nicht sittsam, friedlich bleibe,
doch dieses Wort - des "Winterkönig",
reizte mich - nicht gerade wenig.

Ein kleiner Anreiz - der Synapsen,
schon spüre ich die Worte wachsen,
sie müssen raus - weil ich sonst platz,
Wort für Wort - und Satz für Satz.

6 Tage noch - nur 6 ab heute,
dann geht's zum Rhein - zur anderen Seite.
Ich freu mich drauf - bin hin und weg.
Dank dieser Elf - Erfolg, er schmeckt.  16.12.13
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Verschönerung

Geh ich am Morgen - in mein Bad,
begrüß verschlafen meinen Tag,
pass ich auf - mit viel oh je,
dass ich nicht in den Spiegel seh.

Manches Gruseln - früh, bei Licht,
braucht der Mensch ganz einfach nicht.
Und so halt ich - mich zu wecken,
meinen Kopf ganz tief ins Becken.

Kaltes Wasser - Zack, Koppheister,
weckt verschwundene Lebensgeister,
doch wie wär es wundervoll,
dem Blick zu schmeicheln - mehr als toll.

Denn gestern sah ich - das war stark,
beim Besuch des Weihnachtsmarkt,
Beckenstöpsel - rot und weiß,
das Konterfei - der kölschen Geiß.

Ich drückte mir - dort in der Stadt,
träumend meine Nase platt.
Doch die Liebste - oh, welch Graus,
sagt: <Sowas kommt mir nicht ins Haus.>

Hab's registriert - so wie befohlen,
da schickt mir heute Früh ein Fohlen,
mit dem wir sehr befreundet sind,
ein kleines Foto - ich ward blind.

Als Stöpsel eine grüne Raute,
das B darin - oh ja, ich traute,
meinen armen Augen nicht.
Oh Freunde - bitte denkt an mich.

Was mich jetzt nur retten kann,
sind gute Worte - irgendwann,
und dass man meine Frau - sie schweigt,
vielleicht vom Geißbock überzeugt.

Es ist bald Weihnacht - hier auf Erden,
wie schön könnt dieser Festtag werden,
läg's Stöpselchen dann unterm Baum,
würd es wahr - es wär ein Traum.

Ich hoffe jetzt, dass Ihr versteht,
wie schlecht es einem Fan so geht,
interessiert sich seine Frau,
nicht für Fußball - ganz genau.

Niemals kann ich sie bekehren,
nie wird sie die Hymne hören,
aus 1.000 Kehlen - und noch mehr.
Das Akzeptieren - fällt mir schwer.

Nun habe ich mich ausgejammert,
jedoch, den Fußball ausgeklammert,
geht's mir ja nicht wirklich schlecht...,
auch wenn ich diesen Stöpsel möcht.  15.12.2013
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Aluminium

Ich registrierte - traurig, stumm:
Das Tor - nicht Aluminium.
Ich ballte jubelnd meine Faust,
denn die Freude - musste raus.

Ich hatte keine Wahl - Ihr Lieben,
mein Chef, er hat sie mir beschieden:
Freitagabend - Stadion,
oder Schluss - Vertrag samt Lohn.

In jedem Jahr die gleiche Leier,
am Freitagabend - Weihnachtsfeier,
und niemand hat mich richtig lieb.
Was mich in die Verzweiflung trieb.

Es gilt, die Liebste zu ernähren,
und auf meinen Chef zu hören.
Ja, so entschied ich mich - spontan,
für Fleisch, Jemös und Halven Hahn.

Doch da nun mal die Gene leben,
musste ich am Handy kleben,
die Augen - anders hat's nicht Zweck,
wollten kaum vom Handy weg.

Lasen von drei sauberen Toren,
nun ja - ich bin als Bock geboren,
und diese Haut - Verein und Stadt,
legt man nicht so einfach ab.

Helmes, Pat - erneut getroffen,
das Pech vergeht - man muss nur hoffen,
und an eigene Stärken glauben,
nachher seh ich's - mit eigenen Augen.

Denn - mein Chef - so nimm's nicht krumm,
Recorder lief - ich weiß warum,
daher, nun gleich - nach diesem Reim,
wird für mich ein Festtag sein.

Sehe auf dem grünen Gras,
manch Tor von dem ich jetzt nur las,
auch das von Breszko - welch ein Glück,
3:1 - ich werd verrückt.

8 Punkte Abstand sind es jetzt,
auf Kaiserslautern - wann zuletzt,
gab es solche Freude noch?
Wir ham's verdient - ich sag es doch.

Die nächste Feier - glaubt an mich,
ja, die terminiere - ich:
Winter- oder Sommerpause.
Ich sag's voll Mut - bin ja Zuhause...

Nächste Woche - Punkt im Blick,
hol ich mir das Spiel zurück,
ich fahre - und das nicht allein,
nach Düsseldorf - ein Sieg zum Reim?  14.12.2013
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Traumtor

Manche Schieds- und Linienrichter,
sind wie eher schlechte Dichter.
Grad mal bloßes Mittelmaß,
ohne Durchblick - auf dem Gras.

Stehen störend in der Gegend,
den Wert auf die Aktionen legend,
die doch oftmals keine sind.
Manchmal hellsehend - manchmal blind.

Egal - wir haben ja gewonnen,
können uns im Herbst jetzt sonnen,
als Meister - oben an Platz 1,
und bleibt's bis Mai - find ich das heiß.

Doch Halbzeit 1 war leider schlimm,
und da ich bin - wie ich halt bin,
hab ich mich furchtbar echauffiert.
Auch das egal - ist nichts passiert.

Helmes Treffer an die Latte,
schickt mich heulend auf die Matte.
Ob's bald dafür Punkte gibt?
Warum, ansonsten - so beliebt?

In Halbzeit 2 - das machte Sinn,
hielt Ujah fein sein Füßchen hin.
Risses Pass - ein Tor, ein Schrei.
Ich im Jubel - mit dabei.

Das zweite Tor - es fiel sogar,
doch dass es leider keines war,
kann ich bisher noch nicht verstehn.
Gerhardts Kopfball - er war schön.

Dann nahm Risse sich den Mut,
schickte einen Ball - oh, gut,
flatternd Richtung Frankfurts Tor,
er kam mir wie gezirkelt vor.

Ein Traumtor für das kölsche Hätz,
selten hab ich's so geschätzt,
wie jetzt grad in diesem Spiel.
Wichtig für mein Wertgefühl.

Noch zwei Spiele bis zur Pause,
doch bin beim Heimspiel ich Zuhause,
da man mir nen Termin vermacht.
Mein Seelchen weint - wer hätt's gedacht.

Dresden müsst Ihr selber ritzen,
ich werd bei einer Feier sitzen.
Ich denk an Euch - die ganze Zeit.
Bin nicht dabei - tut's mir auch Leid.

Dafür fahr ich - sofern es klappt,
demnächst in die verbotene Stadt,
und hoff, ich bring dann Schritt für Schritt,
von dort noch - manches Pünktchen mit.  07.12.2013
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Unter Druck

Mein Herz, es klopfte – flau im Magen,
saß ich still in meinem Wagen.
Das Konzentrieren im Verkehr,
fiel mir so entsetzlich schwer.

Den Spieltermin so anzusetzen,
kann einen älteren Mann verletzen,
da mein Herz – und das ist Mist,
ja nicht mehr grad – das Frischste ist.

Die DFL – sie fragt mich nicht,
ob der Termin uns kalt erwischt,
nein, sie setzt ihn einfach an.
Und ich muss leiden – Mann oh Mann.

Die Liebste saß ganz still daneben,
denn einen falschen Ton zu geben,
wenn ich im Fußballfieber bin,
macht für den Frieden – wenig Sinn.

Jetzt war ich einmal nicht Daheim,
ließ den Geißbockclub allein,
saß nicht im Sessel – gerade hier.
Jetzt frag ich ernsthaft: - Liegt´s an mir?

Lag´s an mir – frag ich ganz brav,
dass Herr Wimmer gestern traf?
Und auch Herr Helmes – kurzentschlossen,
hat erneut – ins Glück getroffen.

Gerhardt setzt – dem guten Lauf,
gestern noch die Krone auf.
Timo Horn - hielt wie gewohnt,
den Kasten sauber – ward belohnt.

Ein 3:0 Sieg – unter Druck,
ich drück die Daumen schon genug,
da kommt der Druck von außen recht,
ich hab gezittert – mir war schlecht.

Als der Termin – Konzert – begann,
kam ich schon wieder unten an,
ein Sieg des Geißbocks kann sich lohnen,
meine Herrn – ich muss mich schonen.

Gestern Nacht – ganz spät – Daheim,
legte ich die Nachtschicht ein,
um mich in dem Match zu sonnen.
Na klar – ich hab´s ja aufgenommen.

Am Dienstag geht´s in Hamburg weiter,
an diesem Tag bin ich gescheiter,
mein Kalender – fein geleert.
Wehe – wenn mich jemand stört.

Heute drück ich – kaum zum Staunen,
natürlich Dresden meine Daumen,
dass Kaiserslautern – wankt und fällt.
Es käme heut – fast wie bestellt.    30.11.2013
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Regengrau

Sonntagmorgen - kurz nach 8,
die Zeitung grad nach Haus gebracht,
auch wenn's mich nicht zum Lesen drängt,
schau ich hinein - die Flappe hängt.

Lese von der Niederlage,
meines Bockes - sonst noch Fragen?
Die Liebste spricht - seit gestern schon,
vom Leben - neben Stadion.

Sie meint, den Tag mir zu versauen,
dank Fußballspiel - das sei ein Grauen,
ich solle - noch sei's nicht zu spät,
zurück! - Mein Bock hat Frust gesät.

Sie sagt, es sei doch nur ein Spiel.
Sorry, ihr fehlt's an Gefühl.
Wem Fußball geht am Po vorbei,
versteht das nicht - mein Herz, verzeih.

Ich kam nach Haus - war durchgefroren,
und packte dann - hab's mir geschworen,
mein iPad gestern nicht mehr an.
Kein Reim, kein Wort, kein Spaß, kein Fun.

Mit Pech verloren? - Mag ja sein.
Doch geht der Ball selbst dann nicht rein,
wenn man kurz vorm Tor dort steht,
ist's verdient - und das ist blöd.

Ich weiß, dass jetzt der Frust nur siegt,
es Leben - neben Fußball gibt.
Das weiß ich alles - sowieso,
doch tut mir leid - ich bin halt so.

Heut noch Zweiter - morgen Dritter?
Diese Phase ist jetzt bitter,
und das nächste Spiel nicht leicht.
Ob man in Hamburg was erreicht?

Ein Durchmarsch wird das sicher nicht,
Punkte vor der Pause Pflicht.
Der Winter kommt - und er wird lang.
Im Augenblick - wird mir leicht bang.

Sagt's, wenn ich's zu kritisch sehe,
falls ich das alles missverstehe.
Vielleicht war ich erfolgsverwöhnt.
Wenn das so ist - na gut, dann schön.

Meine Laune eher mau.
Meine Sicht - heut Regengrau.
Das passt zum Wetter - ganz gewiss,
da es grad November ist.

Vielleicht jedoch - oh, welche Wonne,
scheint nächsten Freitag wieder Sonne.
In Hamburg - oh, ich wär erfreut.
Noch eine Woche - das ist weit.   24.11.2013
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Serie

Serien - so ist das halt,
enden mal - doch dass so bald,
hätte ich jetzt nicht gedacht,
heute, hier - in Bochums Schlacht.

Ob's verdient war - weiß ich nicht.
doch Tore schießen - wäre Pflicht,
und geht der Ball dann nicht ins Netz,
verlierst du solch ein Spiel zuletzt.

Ich war in Bochum - war dabei,
und fand das Elend - bin so frei,
vor dem Spiel beachtenswert,
irgendwas lief dort verkehrt.

Kein Konzept und wenig Planung,
fragte man - gab's: "Keine Ahnung".
Scheinbar ist der Kölner Fan,
immens gefährlich - ohne Wenn.

Doch irgendwann - gefühlt nach Stunden,
haben wir den Platz gefunden,
der allerdings - nicht unserer war,
alles ziemlich sonderbar.

Keine Nummern an den Treppen,
selbst die Ordner - diese netten,
zuckten mit den Achseln nur,
von einem Plan - gab's keine Spur.

Zurück zum Spiel - dem nicht gescheiten,
zu den verpassten Möglichkeiten,
zu diesem einen Gegentor,
weshalb der Geißbock dort verlor.

Bis zum Aufstieg - warne leise,
ist's noch eine weite Reise,
zu oft darf solch ein Match nicht sein,
sonst holt man dich - von hinten ein.

Ich hätt so gerne dort gewonnen,
deshalb sind wir ja auch gekommen,
doch wenn's nicht soll - dann ist's halt so,
alles endet - irgendwo.

Die Stimmung aber - hier im Block,
war fantastisch - hat gerockt,
von Herzen - laute Fangesänge,
trotzen Kälte und der Enge.

Jetzt gibt's eine Woche Pause,
nächsten Sonntag brav Zuhause,
bevor das nächste Spiel beginnt,
und der Bock - erneut gewinnt.

3 Punkte sollten heut nicht sein,
mit leeren Taschen fuhren wir heim,
doch bleibt uns (noch) der Spitzenplatz.
Wir steigen auf! - Welch schöner Satz. 10.11.2013
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Karneval

Das war kölscher Karneval,
ein Genuss - in jedem Fall,
das war Sekt und Kaviar,
das war einfach - wunderbar.

Bin ich nach diesem Sieg nun weiser?
Das weiß ich nicht - doch morgen heiser,
bin ich wohl - und zwar bestimmt,
vier Tore - die mir niemand nimmt.

Union Berlin - ein Spitzenspiel,
FC trat an - mit klarem Ziel:
Verteidigung des Spitzenplatz.
Dass niemand an der Führung kratzt.

Ein paar Minuten dachte ich,
dass Union die Karten mischt,
doch dann griff unser Bock stolz an,
und zeigte, was das Team gut kann.

Das eigene Tor gut sauber halten,
ein Spiel gut lesen - und verwalten,
und Tore schießen - mit viel List,
wie schön, wenn du im Stadion bist.

Gerhardt, Hector - zweimal Risse,
brachten uns heut das gewisse,
Salz, das so ein Spiel dann braucht.
Tore nennt man's, glaub ich, auch.

Karneval - die kölschen Lieder,
ertönten laufend - immer wieder,
und dann noch die LaOla sehn,
oh, mein Bock - wie war das schön.

Die Saison ist zwar noch lange,
doch wird's mir dank des Teams nicht Bange,
weil der Teamgeist einfach stimmt,
das sieht man wohl - ich bin nicht blind.

Wenn alle auf dem Bodens bleiben,
und den Stolz nicht übertreiben,
winkt uns noch mancher Sieg als Lohn,
vielleicht am nächsten Sonntag schon.

Es geht nach Bochum - 1,2,3,
und ich bin erneut dabei,
ich brächte gern - im nächsten Schritt,
von dort - 3 schöne Punkte mit.

Bin ich jetzt - leicht überheblich?
Bremst mich nicht - es wär vergeblich.
Das liegt am Sieg - und auch daran,
dass ich noch nicht schlafen kann.

Weil ich diesen Bock so liebe,
hab ich diesen Reim geschrieben.
Jetzt lasst mich träumen - es ist spät,
dass es - vielleicht - so weitergeht. 04.11.2013
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Stau

Ich scheute weder Zeit noch Geld,
fuhr gestern froh nach Bielefeld,
und kam mit einem Sieg zurück.
Ich war dabei - na, welch ein Glück.

Zwei Freunde mit - der Wagen voll,
der FC macht raderdoll,
und bewegt die Fans in Massen.
Oh, mein Bock - das hat doch Klasse.

Doch die A1 - die Autobahn,
hat was gegen schnellen Zahn,
und so fuhren wir - genau,
kriechend, langsam - Stau zu Stau.

Irgendwann - so zwischendurch,
packte uns die schlimmste Furcht:
Die Zeit verrinnt - wir schaffen's nicht...
Erschreckt Euch nicht - lest das Gedicht.

Wir kamen nämlich - letztlich doch,
zum Anpfiff - und die Seele kocht.
Der FC begann sehr gut,
doch plötzlich fasst Westfalen Mut.

Die 1. Halbzeit ließ mich ahnen,
es könne uns dort Unheil schwanen,
doch Halbzeit 2 hat dann gezeigt,
dass die Lust am Siegen - bleibt.

Peszkos Tor ins kölsche Glück,
wir fuhren froh, beschwingt zurück,
3 Punkte - die war'n im Gepäck,
das Regenband - das lacht man weg.

Denn plötzlich scheint trotz Regen Sonne,
auch bei Nacht - oh, welche Wonne.
Das Aquaplaning der A1,
ein Tanz der Reifen - ja, so scheint's.

Endlich mal ein Auswärtssieg,
den ich live sah - der dann geschieht,
wenn ich mit im Stadion steh.
Ich liebe diesen Club - FC.

Jetzt träume ich - schon sehr beschwingt,
dass das öfter mir gelingt.
Vielleicht in Bochum? - Könnte sein.
In Düsseldorf - der Stadt am Rhein.

Ich bin - das sage ich jetzt letztlich,
auf Sieg gepolt - und unersättlich.
Meine Wünsche fliegen high,
weckt mich nicht - wie ich mich freu.

So lange Zeit schon ungeschlagen.
Darf ich diesen Ausspruch wagen:
Wenn's weiter geht - der gute Lauf,
dann steigen wir am Ende - auf.    26.10.13
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1860

Elfmeter - da nicht Kraft, nicht Saft,
werden bei uns abgeschafft.
Dreimal Chance - und doch kein Tor,
das kommt mir sehr vergeben vor.

So ist's jetzt nur 1 Punkt geworden,
ich will ja niemand überfordern,
doch muss ich spät noch etwas dichten,
zur Entspannung - zum Berichten.

Timo hielt den Punkt uns fest,
der uns oben bleiben lässt.
Tabellenführung - das Gefühl:
Es war ein verschenktes Spiel.

Irgendwie vielleicht zu hektisch,
vor dem Strafraum scheitert Technik,
und der Torwart - das war klar,
hielt - was grad zu halten war.

Auch Ujahs Strafstoß - schlecht geschossen,
und irgendwie bin ich verdrossen,
dass Ujahs diesen Strafstoß trat,
nicht wirklich eine gute Tat.

Alles war perfekt bereitet,
alles prima eingeleitet,
die Fans voll guter Laune - selig,
singend, jubelnd, rundum fröhlich.

Ich bin's auch jetzt noch - zugegeben,
ich werde es auch überleben,
ich hatte es gar vor dem Spiel,
irgendwo - schon im Gefühl.

Doch wäre ich nicht bös gewesen,
hätt mein Gefühl mich überlesen,
Recht zu haben - liegt mir nicht,
ein bisschen - sorry - fuchst es mich.

Auch der Papst - mit Nummer 7,
ist ohne den Erfolg geblieben,
Chihi hat sich zwar bemüht,
doch fiel kein Tor - tja, das geschieht.

Kein Netz - mit einem Loch verziert,
hat uns zum Erfolg geführt,
und auch von vorne - sollt so sein,
trafen wir halt nicht hinein.

Jetzt opfere ich mein Taschengeld,
für die Fahrt nach Bielefeld,
und wünsche mir - im nächsten Schritt,
bringen wir 3 Punkte mit.

Ich hoffe nur - ...wir sehen's später,
es gibt für uns dort nicht Elfmeter,
denn damit stehen wir derzeit,
auf Kriegsfuß - sorry - tut mir leid. 21.10.2013
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Wappentier

Schon lange geistert durch die Lande,
ein kurzer Reim - du liebe Schande,
der handelt - bitte glaubt es mir,
von unserem Bock - als Wappentier.

Von einem Fohlen wohl gereimt,
bei dem die wilde Hoffnung keimt,
endlich mal - wenn auch zum Schein,
so beliebt - wie'n Bock zu sein.

Sorry, bitte - diese Bauern,
kann ich nur getrost bedauern.
Spielen sie auch 1. Liga,
wird ihr Wappentier - nie Sieger.

Wie gerne wär das Fohlen nämlich,
unserem stolzen Geißbock ähnlich,
in der ganzen Welt bekannt,
als Unikat - liegt auf der Hand.

Zwei Hörner - die den Gegnern zeigen:
Kniet nieder - in ergriffenem Schweigen.
Hennes - 1. unter vielen,
kommt nur her - mit ihm zu spielen.

Ein Bock - das ist der anderen Fluch,
der sich seinen Anhang sucht,
und in unserer schönen Stadt,
für ewig - sein Zuhause hat.

Der niemals Fohlen werden wollte,
der dem Dom die Achtung zollte,
den man auch nicht beleidigt - nein!
Wie herrlich ist's - ein Bock zu sein. 13.10.2013
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Vier

Wer die Tore dennoch schießt,
da Halbzeit 1 den Tag vermiest,
und dann noch dieses Spiel gewinnt,
ist ein vom Glück geküsstes Kind.

Nein - nicht nur Glück - auch überlegen,
und trotzdem war dies Tor ein Segen,
das Miso vor dem Schlusspfiff trifft,
ansonsten für die Laune Gift.

Vier Mal Latte oder Pfosten,
das kann dich schnell 3 Punkte kosten,
und solche Spiele - mangels Toren,
hätten wir dereinst verloren.

Heute schreibe ich Lobeslieder,
kenne unseren Bock kaum wieder,
er macht mir einfach Riesenspaß,
ich geb es zu - wie selten was.

Das ist halt Fußball - freu mich dran,
so lange ich mich freuen kann,
ich weiß es zwar - noch nichts erreicht,
und dennoch fühl ich mich ganz leicht.

Nach "verdient" fragt selten einer,
doch gestern - wie ich's weiß und meine,
war der Sieg so hochverdient,
das alles andere falsch mir schien.

Da hast du solch ein Match erwischt,
da machst du halt die Tore nicht,
und plötzlich trifft der Gegner froh,
das ist Fußball - irgendwo.

Doch Helmes schoss uns schnell zurück,
und zum Schluss lacht uns das Glück,
wir brachten - was kann schöner sein,
3 Punkte heimwärts - an den Rhein.

Ist das der Zug - zur 1. Liga?
Sehen wir die Großen wieder?
Ich wünschte mir - ich bleib dabei,
die Spielzeit wär - schon heut vorbei.

Tabellenstand - Momentaufnahme,
im Augenblick wie süße Sahne,
doch niemand weiß, was morgen ist,
zum Aufstieg noch - so lang die Frist.

Der Trainer - und die Elf - wird's richten,
ich habe so viel Spaß am Dichten,
und wenn den Reim im Mai ich misch,
wär's geil - wenn der vom Aufstieg spricht.

Ich bin FC Fan - kenne Leid,
und genieße jetzt die Zeit,
in der der Himmel rot und weiß,
ein Dankeschön - der kölschen Geiß. 06.10.2013
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Farben

Du? - Du wählst die Farben nicht.
Denn deine Farbe - sie wählt Dich.
Und hält vom ersten Tage an,
wenn's echt ist - für ein Leben lang.

Gehst mit dem Club durch jedes Tal,
auch ein Abstieg ist egal.
Spürst du nur diese Leidenschaft,
schenkt sie dir dazu die Kraft.

Doch kannst du vom Verein gar lassen,
ist dieser Gang wohl kaum zu fassen,
dann hat die Farbe - wie man's nimmt,
nie gepasst - und nie gestimmt.

Das Rot und Weiß hat mich erwählt,
das ist die Farbe - die stets zählt,
vom ersten Tag an - wie verrückt,
eine Freifahrt - in das Glück.

Alles hab ich mitgemacht,
Sonnenschein und dunkle Nacht,
die Meisterschaft - in Hamburg, einst,
ein Erlebnis - wie fast keins.

Pokalsieg und Europacup,
stets bringt mich der Bock auf Trab,
und auch wenn's niemals wiederkehrt,
war's trotzdem all die Jahre wert.

Manches Spiel - manch Kräftemessen,
werde ich wohl nie vergessen,
den Sieg in Rostock - Holgers Tor,
es kommt mir fast - wie gestern vor.

Das 5:0 - einst an der Elbe,
ich bin noch immer ganz derselbe,
ich springe, jubele heute noch,
nie hab die Geiß - ich so gemocht.

Manch Spiel auf Gladbachs Bökelberg,
Litti - unseren Zauberzwerg,
das Remis - in Nottingham,
so nah am Endspiel - wenn, ja wenn.

Dieter Müllers saubere Tore,
gegen Bremen - heiße Ohren,
sechs schöne Tore - an der Zahl,
ich bin FC-Fan - keine Wahl.

Gelb und Blau - und Schwarz und Grün,
alle Farben lass ich ziehn,
für mich zählt einzig nur - das Rot,
und falls mal nicht mehr - bin ich tot.

Ein jeder echte Fan - wie ich,
denkt ebenso - denn das ist Pflicht.
Und sollte es - halt anders sein,
ist er kein Fan - und sehr allein. 29.09.2013
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Aalen

Und ich soll heute sachlich bleiben?
Nichts von Emotionen schreiben?
Nichts von unserem 1. Platz?
Ich denk nicht dran! - Kuss, Kuss und Schmatz.

Gestern war's kein Sahnespiel,
und doch erreichten wir das Ziel:
3 Punkte - die uns niemand nimmt,
ich schaue auf den Plan - es stimmt.

Halfars Pass - und Risses Tor,
manchmal kommt es einfach vor,
hat man nur - so ab und an,
den Blick für seinen Nebenmann.

So habe ich - ich muss gestehen,
den FC nicht mehr gesehen,
seit - nun ja - ich weiß nicht mehr.
Mich dran zu freuen - fällt kaum schwer.

Der Sturm, der gestern - ist schon klar,
nicht mehr, als nur ein Lüftchen war,
tut nächste Woche - hoffe ich,
im Badener Land - dann seine Pflicht.

Dafür stand Horn - als ein Garant,
hinten sicher - wie die Wand,
und entschärfte manchen Schuss,
um zu siegen - klar - ein Muss.

Wenn man die Chancen vorn nicht macht,
dann geht das schneller, als gedacht,
doch stimmt die Abwehr - der Verbund,
FC ist topp - und sehr gesund.

Ein Trainer, der die Fäden hält,
ein Club - bei dem's dem Fan gefällt,
endlich wieder froh zu reimen.
Hm - wen mag ich da wohl meinen?

Ruhe - die soll ich bewahren?
Ich? - Mit meinen grauen Haaren?
Leute - sorry, kann ich nicht,
und oute es - hier per Gedicht.

Im Moment - stimmt halt die Richtung,
und bei mir - hält noch die Dicht-ung,
wobei Ihr Euch entscheiden könnt,
welche Dichtung - es hier nennt.

Auch wenn vielleicht - am Wochenende,
Platz 1 vergeht - so spricht's doch Bände,
dass wir wieder oben sind,
wer spielt und kämpft - Ihr seht's - gewinnt.

Am letzten Spieltag wird es zählen,
und könnt ich heute - heute wählen,
dann schöbe ich - ganz flott und fleißig,
heute schon - auf vierunddreißig. 28.09.2013
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Weiter

Bin ich jetzt vielleicht gescheiter?
Wir sind eine Runde weiter.
Und daher gibt's ein klares Nein.
Warum sollt ich jetzt ruhiger sein?

Es ist mitten in der Nacht,
und doch wird jetzt gereimt, gedacht,
das Wort verdreht - und auch verschoben,
um den Geißbock kurz zu loben.

Wer könnte denn ins Bett jetzt gehn,
dazu war es - viel zu schön,
Risse zeigt dem Erstligist,
wie schön in Köln - der Fußball ist.

Mainz lässt jetzt die Flügel hängen,
übers Spiel - und ohne Längen,
war der Sieg heut sehr verdient,
ein klares Muss - wie mir das schien.

Kurz vor Schluss - mein lieber Mann,
hielt bei mir der Herzschlag an,
doch Timo Horn war stets auf Zack,
und hat die Mainzer Chance gepackt.

Ujah wollt es nicht gelingen,
befreit uns aus dem Match zu bringen,
doch Risses Tor - es hat gereicht,
war es auch nicht immer leicht.

Jetzt wird die Tage ausgelost,
und meine Hoffnung - sie ist groß,
dass man - ich hoffe, es geschieht,
für uns nun mal - ein Heimspiel zieht.

Für die Finanzen war's ein Knüller,
ein nicht erdachter Kassenfüller,
der Helmes Kauf - nun über Nacht,
ein kleines wenig einfach macht.

Ach wenn es doch ein Heimspiel wäre,
ich sehne mich nach Atmosphäre,
nach einem schönen Flutlichtspiel,
demnächst Pokal - ein klares Ziel.

Für meine Pumpe war's zwar Stress,
doch wenn man mich so jubeln lässt,
tendiert der Schlag - hin zu normal,
vom hohen Berg - ins sanfte Tal.

Morgen gilt's entspannt zu sehen,
wir andere Clubs sich im Geschehen,
behaupten - denn wohl nicht zuletzt,
schreibt der Pokal - sich sein Gesetz.

Wir stießen - oh, ich freue mich,
die Mainzer ganz entspannt vom Tisch,
auf dem man das Menu auffährt,
des Pokals - und das hat Wert. 25.09.2013
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Pokalspieltag in Mainz

Heute ist Pokalspieltag,
wer es will - und wer das mag,
fährt dorthin - mit Köln Alaaf.
Ich fahre nicht! - Weil ich nicht darf.

Den Antrag hab ich lang gestellt,
Papierkram ist halt meine Welt,
doch die Liebste - setzt in Rot,
ein Nein darauf - oh, welch Despot.

Setzt den Stempel - auf die Stirne,
leuchtend steht auf meiner Birne,
ich geb es zu - und zwar verschämt:
"Im ersten Anlauf - Abgelehnt!"

Mein Auto steht - und das ist doof,
mitten hier bei uns im Hof,
dahinter ein Gerüst gestellt,
damit mir nicht die Flucht einfällt.

Die Anstrichfirma brauchte Platz,
für Ihr Gerüst - da meint mein Schatz,
sie habe da - sehr früh am Tage,
zwei Fliegen - kurz ad hoc erschlagen.

Ihr Wagen dient zwar auch dem Zweck,
doch schloss sie schnell den Schlüssel weg,
und mit dem Fahrrad - tut mir leid,
ist's nun mal bis Mainz zu weit.

Nun meint sie noch - zum Überfluss,
dass ich jetzt ganz still sein muss,
sonst ist heute Abend - das sei klar,
das Fernsehen aus - oha, Gefahr!

Den Reim, den dürfe ich noch schreiben,
doch soll ich dabei sachlich bleiben...
Ich überlege - frisch gereimt,
was sie jetzt - wohl damit meint.

Ich stelle doch nur deutlich klar,
wie's bei uns - hier ist und war.
Ohne etwas wegzulassen,
auszuschmücken - nicht zu fassen.

Pokal in Mainz - ein Flutlichtspiel,
mit einem klar gesteckten Ziel:
Bitte dort nicht untergehn,
und weiterkommen - wäre schön.

Wenn ich mich nun heut benehme,
und zum Stillsein mich bequeme,
dann bin ich - 20 Uhr, auf Sky,
zum Vorbericht schon mit dabei.

Ujah, Risse - heut am Tage,
zeigt Mainz - was wir jetzt an Euch haben.
Und dann ein Heimspiel - das macht Sinn,
da dürfte ich - vielleicht - auch hin. 24.09.2013
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Teufel

Urlaub - Jahres schönste Wochen,
doch wir - wir haben abgebrochen,
denn das Haus war feucht und Muff,
dazu kam noch - des Geißbocks Ruf.

Er rief - so dass ich's hören konnt:
<Nun komm nach Hause - aber prompt.
Das Cottbus-Match hast Du verpasst,
für Deine Seele - eine Last.

Doch wenn Du jetzt nach Hause fährst,
und wenn Du etwas clever wärst,
dann sitzt Du - heute Abend schon,
auf Deinem Platz - im Stadion.>

Die Liebste sah ich bettelnd an,
und sie sprach drauf: <Mein lieber Mann,
auch wenn ich Dir stets bös erschien,
dieses Match hast Du - verdient.>

So war ich gestern Abend hier,
und weiß jetzt doch - es liegt an mir:
Vier Tore gab's - im letzten Spiel,
und gestern - nicht mal halb so viel.

Noch nicht mal eines - das mich freut,
und so denke ich noch heut,
dass Lautern eine Mannschaft ist,
die man besser schnell vergisst.

Am Ende - wie ich das so mein,
konnten wir zufrieden sein,
der eine Punkt - zur guten Nacht,
war mehr als ich gebangt, gedacht.

Das Spiel - man muss' beim Namen nennen,
hätten wir verlieren können,
Kaiserslautern liegt uns nicht,
da war der eine Punkt fast Pflicht.

Ich mag sie nicht - die Jungs vom Betze,
ich ahne sie - die Hörner wetzen,
und der neue Trainer war,
dabei der Schlüssel - fast schon klar.

Das Stadion zum Bersten voll,
die Stimmung wie gewohnt - na, toll,
Kampf im Spiel - und Spielkultur,
jedoch kein Tor - es rann die Uhr.

Nun gut, dann hebt die Tore auf,
für Aalen, KSC - und auch,
für Mainz - was einfach dufte wär,
wird das auch entsetzlich schwer.

Irgendwann - ich müsste lügen,
werden wir das Volk besiegen,
das zu uns kam - fern aus der Pfalz,
am liebsten auswärts - und schon bald. 21.09.2013
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Cottbus 160913

Wisst Ihr wohl, was ätzend ist,
verflixt, verdammt und großer Mist?
Na, wenn du fort in Urlaub fährst,
und lieber noch - Zuhause wärst.

Denn in dem Haus - am Nordseestrand,
das man in Ostfriesland fand,
gibt es keinen - welch ein Shit,
Empfang von Astras - Satellit.

Das bedeutet - klar, sehr viel,
denn ich sah nichts von dem Spiel,
das jetzt alle jubeln lässt,
nichts von diesem Fußball-Fest.

Da spielt der Bock - ich hab's gewusst,
endlich wie aus einem Guss,
doch der alte Mann - sprich ich,
übt sich trauernd im Verzicht.

Ist angewiesen - auf Whattsap,
wie wär's - wenn man nicht Freunde hätt,
ich wüsst es dann - ja, so sieht's aus,
erst nach dem Urlaub - erst Zuhaus.

So hört ich nur von Geißbocks Fest,
von Helmes, Ujah - as it's best,
von Peszko - und dem vierten Tor,
ich komme mir - verlassen vor.

Kann nichts reimen - so ein Sch...,
weil ich ja nicht wirklich weiß,
wie das Spiel gelaufen ist,
und sag frustriert - na, welch ein Mist.

Ich ahne Euch die Köpfe schütteln,
doch gibt es halt nichts dran zu rütteln,
dies Haus - und das weiß ich genau,
wählte meine liebe Frau.

Ich geb es zu - ich saß in Nesse,
gestern mit ner langen Fr...,
und war auf Dampf - und schlecht gelaunt,
was als Fan - wohl kaum erstaunt.

Ich seh das Spiel mit Lautern nicht,
nicht den Pokal - das wär doch Pflicht,
im Abseits hier - mit Frau und Hund,
das wäre fast - ein Scheidungsgrund.

Doch will ich es mal sportlich sehen,
lass Gnade grad vor Recht ergehen,
hab ich auch diesen Sieg verpasst,
für meine Seele - eine Last.

Bekam ja schon die Kommentare,
dass ich besser immer fahre,
wenn der FC - so spielen will.
Ich bin entsetzt - und bin jetzt still. 17.09.2013
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Pat

Stellvertretend - auch fürs "Brett",
sag ich hiermit: <Hallo Pat,
schön dass Du - nach langer Frist,
endlich wieder Geißbock bist.>

Nun mag man sagen, dass ich spinne,
doch bin ich nur - genau wie immer,
das Reimen liegt mir halt im Blut.
Ich denke mir - das klappt ganz gut.

Ich hätte nie - nicht mal bei Nacht,
und nicht im Traum gehofft, gedacht,
dass du zurückkehrst - an den Rhein,
an unser aller Geißbockheim.

Das ist für uns - die Spielzeit jung,
mehr noch als ein Quantensprung,
und wer's als Fan noch nicht begreift,
erlebe Dich - im Spiel bald live.

Was war soll man komplett vergessen,
sich nicht mit Kokolores stressen,
bleib gesund - und triff jetzt wieder.
Schieß uns - in die 1. Liga.

Ich für mich - ich sag Willkommen.
Ich habe mir ein Herz genommen,
schrieb den kurzem Reim - für Dich.
Mache ich - mich lächerlich?

Falls ja - ist es mir auch egal.
Doch eins ist klar - das allemal:
Dass auch ich - rot weiß der Sinn,
im Herzen - ewig Geißbock bin. 06.09.2013
__________________________________

Doppelt

Doppelpack - gab es schon viele,
wunderbare schöne Spiele,
Poldi - und des Polsters Tünn,
jetzt ist's Risse - ein Gewinn.

Heut fuhr ich erfreut nach Hause,
schöne Züge - kaum mal Pause,
vier Tore - einfach mehr als schön.
Ach könnt es so - doch immer gehn.

Gerhardts Tor - das Spiel begann,
Spaß um Spaß - von Anfang an,
Risse - er schlug doppelt zu,
und dann noch Peszko - welch ein Clou.

La Ola schwappt durchs Stadion,
ich kannte nicht mehr viel davon,
weil ich sie - das ist mir klar,
ewig, ewig - nicht mehr sah.

War das der Durchbruch - der ersehnte?
War das der Geist - der bisher fehlte?
Oder nur Momentaufnahme?
Heute war es - erste Sahne.

Wenn jetzt Helmes auch noch klar ist,
wenn es wirklich, wirklich wahr ist,
dann hoffe ich - es macht uns froh:
das kalkulierte Risiko.

Einfach Spaß am Fußball haben,
heute hat ich's - heut am Tage,
der Himmel scheint mir jetzt rot-weiß,
dank einem Match - der kölschen Geiß.

Die wirklich schweren Wochen kommen,
Aue heut aufs Horn genommen,
die Veilchen nach dem Spiel verblüht,
doch wichtig ist - was dann geschieht.

Cottbus - und die Betze-Buben,
beides in der guten Stube,
weil ich dann in Urlaub bin,
da macht mir das TV viel Sinn.

Pokalspiel - es steht an in Mainz,
Rücksicht - Risse - bitte keins,
schieß uns bitte - knapp 2 Stunden,
mit Ujah in die nächsten Runden.

Nach solchem Spiel - wie wir's verdienen,
sah ich nur erfreute Mienen,
und wenn das dann so weitergeht,
weiß ich - wo's am Ende steht.

Ihr könnt jetzt sagen - ich sei dämlich,
tief betrübt - hoch oben - nämlich.
Doch in mir - was ich empfehle,
wohnt halt - diese kölsche Seele. 01.09.2013
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Fürth

Schaut man kurz mal zur Tabelle,
eben so - und auf die Schnelle,
könnt man - fast - zufrieden sein,
doch sah ich's Match - und sage: Nein.

Torlos beim Tabellenführer,
ich sah das Spiel - und ja, ich friere,
zumindest wohl - in Halbzeit 1,
denn da war es - leider keins.

Ich habe einen guten Plan:
Vielleicht wär es ja gut getan,
fängt man erst - ab irgendwann,
mit der 2. Halbzeit an.

Dazu dann noch den Spielern zeigen,
wie sie Chancen - nicht vergeigen,
schönen Gruß - so nebenbei,
an Herrn Lehmann - bin so frei.

Verringerung der Fehlpassquote,
denn irgendwann - vernehmt die Note,
bin ich fort - es tut mir leid,
weil mein Blutdruck steigt und steigt.

Fußball kann viel Freude sein,
im Stadion - und auch Daheim,
im Stadion - und am TV,
doch heute weiß ich's - nicht genau.

Ja, wir bleiben ungeschlagen,
doch langsam gilt es, auch zu wagen,
denn allein mit Unentschieden,
bist du in Liga 2 geblieben.

Sagt mir ehrlich - mit Gefühl:
Erwarte ich vom Bock zu viel?
Ich möcht mal wieder Fußball sehn,
packend, spannend - einfach schön.

Möchte wieder jubeln können,
und nicht am Fernsehen fast verpennen.
Natürlich ist der Punkt sehr wichtig.
Doch Fußball war's - nicht wirklich richtig.

Der Trainer mag zufrieden sein,
doch Taktik ist es nicht allein,
die den Fan ins Stadion lockt,
die erste Halbzeit - oh, mein Bock.

Bin ich zufrieden? - Keine Ahnung.
Wie sieht sie aus - beim Club, die Planung?
Wer kommt? - Wer nicht? - und wer vielleicht?
Da es so - bestimmt nicht reicht.

1 Punkt gewonnen - doch zu wenig,
liebe Leute - ja, ich sehn mich,
nach einem klaren, schönen Sieg,
das wärs - was mir am Herzen liegt. 24.08.2013
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Risse

Da spuckt die kölsche Geißbock-Truppe,
Sandhausen letztlich in die Suppe.
Risse zielt - ein Tor, ein Strich,
anders ging es scheinbar nicht.

Nach dem Match war ich recht still,
weil ich zwar kann - jedoch nicht will.
Der Jubel steckte mir im Hals,
ein bisschen Freude - allenfalls.

Halbzeit 1 - die grausam war,
weit und breit nichts an Gefahr.
Halbzeit 2- die besser wird,
doch bitte - was gibt das in Fürth?!

Mit dieser Leistung - in der Mitte,
gibt's dort eines auf die Lippe.
Das Mittelfeld - ich fürchte mich,
existiert halt einfach nicht.

Niemand da, der wirklich denkt,
der konstruktiv ist - und der lenkt.
Ich kann nur hoffen - jetzt und prompt,
dass vielleicht - noch jemand kommt.

3 Punkte - wichtig für die Seele,
wobei ich wirklich sehr empfehle,
dass der Bock das öfter bringt,
wunderbar - falls es gelingt.

Ich weiß dass morgen - auf den Tag,
kaum wer wirklich ernsthaft fragt,
wie's zu dem Ergebnis kam.
Nur fand ich halt - den Bock recht lahm.

Erwarte ich vielleicht zu viel,
von einem schlichten Fußballspiel?
Bin ich - von früher - zu verwöhnt?
Oh käm's doch wieder - das wär schön.

So freue ich mich nun am Sieg,
weil Punkte holen - mir sehr liegt,
und es bestimmt ganz wichtig war,
natürlich ist mir das sehr klar.

Solange einer - ja, das stimmt,
sich endlich dann ein Herz mal nimmt,
und es versucht - per Sonntagsschuss,
ist es das - was reichen muss.

Vielleicht löst Risses Schuss ja gerade,
bei den Kollegen die Blockade,
und wir sehen - Hoffnung glimmt,
dass Fürth man - auf die Hörner nimmt.

Ich hangele mich - von Spiel zu Spiel,
und erwarte - nicht zu viel.
Dann werde ich eventuell,
gar überrascht - und das geht schnell. 17.08.2013
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Paderborn 100813

Nur eins verdient ne gute Note,
und das ist heut - die Fehlpassquote.
Dankeschön - oh Bock, FC,
diese Halbzeit - tat schon weh.

Dankeschön - ja Dank für nichts,
da war nur Schatten - und kein Licht,
kein Zweikampf, den ihr mal gewinnt,
das war harmlos - völlig blind.

Schon wieder mal die Hosen voll,
ja ja, Ihr seid ja Stars - und toll.
Sorry, dass ich es vergaß,
doch außer Euch - glaubt es kein Aas.

Ich hoffe, dass man jetzt der Geiß,
mal kräftig ihren Ar... aufreißt,
doch dass ich das - stets hoffen muss,
verstärkt mir ungemein den Frust.

Man sollte nicht gefrustet schreiben,
doch kann ich jetzt - nicht artig bleiben,
diese Leistung - wie ich's meine,
war bis eben nämlich - keine.

Ich hoffe - doch das tu ich immer,
hoffentlich wird's nicht noch schlimmer,
sonst wird - und das liegt auf der Hand,
dieser Reim - wohl nie versandt.

Und so rennen sie stets weiter,
nur der Himmel wirkt noch heiter,
doch bei mir - herrscht Dunkelheit,
ich bin die Sch.... mehr als leid.

Ich vergess es immer wieder,
wir spielten gegen Top der Liga,
Paderborn - nicht nur vielleicht,
ist ja Bayern München gleich.

Oh, was seid Ihr doch für Flaschen,
lasst Euch von Paderborn vernaschen,
merkt man mir's vielleicht schon an,
dass ich mich kaum beherrschen kann?

Zu bl.., hinein ins Tor zu treffen,
aus 2 Metern - meine Fresse,
verdammt noch mal - ich fass es nicht,
ich seh nur Schatten - und kein Licht.

Könnt ich heute Noten geben,
wäre sichtbar mein Bestreben,
jedem eine 6 zu reichen,
nicht zu fassen - zu begreifen.

Aufstieg? - Jungens, träumt nur weiter,
und werdet bitte dann gescheiter,
mit dieser Mannschaft - ohne Kopf,
gibt's nicht mal einen Blumentopf. 10.08.2013
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Rot

Wenn am Schluss das Fazit bleibt,
dass man mehr von Dummheit schreibt,
als von einem Fußballspiel,
sagt das schon zum Ende viel.

Herr, lass Hirn vom Himmel regnen,
und beginn Dein Volk zu segnen,
das noch immer nicht begreift.
Es ist für Deine Gnade reif.

Pyrotechnik - herrlich bunt,
jedoch verboten - nicht gesund,
für den Club - für den Verein.
Wie kann man nur so dämlich sein?!

Das was man einnimmt, wird verschenkt,
weil mancher Fan nicht wirklich denkt.
Die Strafe an den DFB,
ist unnütz - und sie tut nur weh.

Da nützen auch nichts die Kontrollen,
denn die "Fans" - die zündeln wollen,
finden Mitteln - und auch Wege.
Herr, erteile Deinen Segen.

Und schütze uns vor Spielabbruch,
vor hohen Strafen - mach sie klug,
wer weiß, vielleicht gibt's da noch Licht,
wobei - ich denk mal, eher nicht.

Zum Spiel: Ich sah's erst heute Morgen,
und manch Aktion macht mir (noch) Sorgen,
Trier ist ein Viertligist,
und die erste Halbzeit - Mist.

Positiv für mich zum Ende,
das 1:0 - das Tor, die Wende,
der Elfmeter - strammer Schuss,
ab dem Moment - da macht es Lust.

Das schöne Tor - durch Maxi Thiel,
ein Freistoß ins gewünschte Ziel,
ein Schuss mit Schmackes - wie ein Strich,
das 2:0 entzückte mich.

Dazwischen aber diese Phasen,
im Strafraum - wie verwirrte Hasen,
das möcht ich bitte - das wär schön,
in Zukunft so - halt nicht mehr sehn.

Genauso wenig wie das Zündeln,
lieber doch die Kräfte bündeln,
für Unterstützung und Gesang,
so wie gehabt - von Anfang an.

Runde 2 - sie ist erreicht,
im Pokal - es wird nicht leicht,
doch möchte ich - ich schreib es kühn,
gern mal wieder - nach Berlin.    04.08.2013
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Düsseldorf

Die große Party VOR dem Spiel?
Dieser Anfang sagt schon viel.
Denn ich stell mir jetzt die Frage,
nach dem Warum - so spät am Tage.

Das Match es lief - in Halbzeit 1,
komplett am Bock vorbei - mir scheint's,
im Nachhinein - schau ich zurück,
als hatten wir - gewaltig Glück.

In Halbzeit 2 hab ich gedacht,
dass niemand mehr ein Tor jetzt macht,
da fiel der Ausgleich - mehr als plötzlich,
und die Freude - sie war göttlich.

Plötzlich der FC im Spiel,
Chancen gab's auf einmal viel,
und mit etwas mehr an Schmackes,
wär Düsseldorf geschlagen - Fakt ist...

...mit 1:1 ist's ausgegangen,
dieser Punkt - er muss uns langen,
denn dran geglaubt - besehen bei Licht,
habe ich nun wirklich nicht.

Noch sehr viel Sand steckt im Getriebe,
meiner ach so großen Liebe,
und demnächst - in Paderborn,
beginnt die Punktejagd - von vorn.

Da sind wir - ganz egal, ob Sand,
zum Sieg wohl scheinbar schon verdammt.
Kaiserslautern zieht schon weg,
und wir - wir harren auf dem Fleck.

Nun gut, die Spielzeit ist noch jung,
er kommt bald von allein - der Schwung,
und trotzdem heult man - bitte sehr,
verlorenen Punkten hinterher.

Zuvor nach Trier - zum Pokal,
nun passt mir auf - der Grad ist schmal,
denn mehrfach ist es schon passiert,
dass man als "Großer" sich blamiert.

Im Moment fehlt noch der Faden,
wie gut, dass wir die Woche haben,
da wird trainiert - da wird gefeilt,
denn die Zeit - nun ja, sie eilt.

Heut bin ich mit dem Punkt zufrieden,
was jetzt hilft - ist üben, üben,
dann wird's beim nächsten mal ein Sieg,
an dem mir wirklich - sehr viel liegt.

Ich träume von der 1. Liga,
ich wünschte mir - wir kämen wieder,
um unter anderem - Gladbachs Fohlen,
am Stätz aus ihrem Stall zu holen....  28.07.2013
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Ehrennadel

Geißbock ohne Fehl und Tadel,
und im Besitz der Ehrennadel.
10 Jahre lang ein Böckchen sein,
ist fast so schön - wie ein Daheim.

Heute hab ich Post bekommen,
lang schon bin ich aufgenommen,
in die Gemeinschaft - wunderbar,
geadelt nun - ab heut, wie wahr.

Einst aus Frust mal ausgetreten,
1 Jahr lang - nein, da hilft kein Beten,
diesen Punkt hab ich verbockt,
ich war beschränkt - oh, lieber Gott.

Ich hätte es doch wissen müssen,
dass mein Herz - und mein Gewissen,
für den Geißbock ständig leben.
Ich war umnachtet - das soll's geben.

Dahin - egal - schon lang vorbei,
10 Jahre nun erneut dabei,
und das Ticket - das auf Dauer,
viel länger - oh, da war ich schlauer.

Ich bin bekloppt - so mag es scheinen.
Wer wird für einen Bock schon reimen,
wenn er nicht bescheuert ist?
Gut - dessen bin ich mir gewiss.

Auch wenn der Bock - ich glaub, es stimmt,
es niemals nicht zur Kenntnis nimmt,
hab ich meinen Spaß daran.
Warum? - Ganz einfach! Weil ich's kann.

Urkundsblatt - dazu ein Schal,
ich freue mich - und zwar total,
doch nachempfinden kann man's nur,
geht man mit Fußball - in der Spur.

Egal für welchen Club auch immer,
los davon - das kommt man nimmer.
Egal ob Geißbock, Zecken, Fohlen,
da müsst uns schon der Teufel holen.

Mein Herz schlägt für den Ziegenstall,
rot und weiß - ein klarer Fall,
und dass das ewig weitergeht,
erkennt nur der - der mich versteht.

Auch wenn es manchmal schwierig ist,
auch wenn man sich schon mal vergisst
auch wenn man zetert oder flucht,
das nächste Match ist stets gebucht.

Denn die Freude überwiegt,
wenn der Geißbock wieder siegt.
Ich bin ein Fan - Jahrzehnte schon,
und Punkte - sind der schönste Lohn. 25.07.2013
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Tanz

Viele Wochen gab ich Ruhe.
Doch heut schnürt man erneut die Schuhe,
und plötzlich geh ich - zack, zack, zack,
Euch schon wieder auf den Sack.

Ob meine Meinung richtig ist,
ob sie jemand mag und liest,
ist mir dabei - fast egal,
jedoch zu schweigen - wär fatal.

Weil ich dann an den Wörtern platze,
bin heut schon reif für jede Klapse,
vor allen Dingen - mit Kalkül,
nach einem solchen - dummen - Spiel.

Warum gibt Horn den Strafraumtanz?
Und packt damit den Bock beim Schwanz.
Denn Foulspiel - dass man es begreift,
gibt's nur - wenn auch der Schiri pfeift.

Natürlich hat - man soll's kaum glauben,
Herr Stark Tomaten auf den Augen.
Wie kann es denn ansonsten sein,
dass Kirsten drin bleibt? - ich könnt schrei'n.

FairPlay ist sonst im ganzen Land,
nur in Dresden - nicht bekannt.
Ansonsten spielt man - auch Zuhaus,
den Ball schon mal - ganz kurz ins Aus.

Egal - wie es auch immer ist,
auch der FC - er spielte Mist.
Und gute Phasen reichen nicht,
wenn der Gegner sich zerbricht.

Das erste Spiel - ein Spiel von vielen.
Im Hinblick auf recht große Ziele,
1 Punkt gewonnen - 2 verloren,
doch die Saison - ist grad geboren.

Noch ist beim Club - den ich so liebe,
noch reichlich Sand - dort im Getriebe.
Und ob es dann am Ende reicht,
wird man sehen - ja, vielleicht.

Manches - das gefiel mir gut,
mancher Spielzug machte Mut,
doch mancher gut gemeinte Dreh,
versiegte schnell - in der Idee.

Sie hätten dort gewinnen können.
Verdient? - Das mag ich nicht so nennen.
Doch hat die Punkte man im Sack,
wird's auch nicht lange - hinterfragt.

Das Heimspiel naht - und ungelogen,
bin gespannt - so wie ein Bogen,
ob die Geiß sich lumpen lässt:
Düsseldorf! - Gibt es ein Fest?   20.07.2013
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Stöger

Der neue Trainer - einst ein Veilchen,
nimmt nun unseren Bock ans Seilchen.
Aus lila wurde rot und weiß,
und aus Wien - die kölsche Geiß.

Führt er uns mit sicherer Hand,
nunmehr ins gelobte Land?
Die Erwartung - immer groß,
in Köln ist stets der Teufel los.

Auch auf die Spieler kommt es an,
die man jetzt verpflichten kann.
Auf manch neues "Star"-Gesicht,
denn ganz ohne - geht es nicht.

Thiel und Risse - ja, Ihr Lieben,
haben just schon unterschrieben.
Letzterer eine kölsche Seele.
Das ist immer - zu empfehlen.

Wer jetzt noch kommt - wer jetzt noch geht,
wird man sehen - es ist spät.
Und schon nicht mehr wirklich lang,
dann fängt die neue Spielzeit an.

Der Kampf um Stöger war sehr groß,
doch auch ihm fällt nichts in Schoß.
Das - was er in Wien geschafft,
heißt Aufstieg hier - statt Meisterschaft.

Des Kölners Zustand - problematisch,
oh, zu Anfang lieb und artig,
fehlt's wenig später - an Geduld.
Kölner Fußball - das ist Kult.

In welcher Liga - wo auch immer,
wir freuen uns am Glanz, dem Schimmer,
fern - aus der Vergangenheit,
jedoch, für neuen - wird's nun Zeit.

Mit einem Wiener - lang, vor Jahren,
sind wir wirklich gut gefahren.
Unser Toni Doppelpack,
hatte schnell sein "Volk" im Sack.

Wer weiß - vielleicht klappt es ja wieder.
Die erste Liga wär uns lieber,
als das Reisen - (ohne Prinz),
kreuz und quer - durch die Provinz.

Ich begrüß den neuen Mann,
der dem Geißbock nun voran.
Ich wünsche ihm viel Kraft und Glück.
Und davon viel - ein gutes Stück.

Meine Spannung - sie ist groß.
Kommt der Erfolg? - Das wär famos.
Ich freue mich - nun wird es Zeit.
Ich bin die Pause - mehr als leid. 14.06.2013
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Stanislawski

Trainer kommen - Trainer gehen,
manches Mal ist's zu verstehen.
Manchmal aber dann auch nicht,
das schreib ich Stani ins Gesicht.

Dass das Verpassen von Platz 3,
der Grund für seine Handlung sei,
das kann man glauben - oder no.
Wenn das der Grund ist - Stani, go!

FC hat keine Wirtschaftskraft?
War vorher klar - der Ausspruch passt.
Er fühlt sich unter Druck gesetzt?
Wer das nicht weiß - hat sich verschätzt.

Besser jetzt - dass er nun geht,
als dann - wenn's neue Team erst steht.
Reisende - ein Spruch seit altem,
sind halt selten aufzuhalten.

Wer kommt - wir werden es ja sehen.
Das Karussell - beginnt zu drehen.
Büskens - oder Thomas Schaaf?
Ich bleib (nicht) still - ich warte brav.

Landet Stani dann in Bremen?
Ist der Norden doch sein Sehnen?
Tut er wirklich diesen Schritt?
Dann, bitte - nimm noch Grüße mit.

Die neue Mannschaft - ihr Gesicht,
das kennen wir jetzt heut noch nicht.
Jedoch, die Fans - die niemals weichen,
die bleiben immer noch - die gleichen.

So viele Trainer - so viel Spieler,
mit - und ohne - diesem Fühler,
für das rot und weiße Hätz...
Was immer zählt - ist heut und jetzt.

Wie immer auch der Trainer heißt,
egal, was man auch heute weiß,
egal, was man auch immer plant,
irgendwo - hab ich's geahnt.

Ich sitze weiter - hoch im Süden,
gefangen zwischen "Krieg und Frieden",
zwischen unerreichter Lust,
und dem bodentiefen Frust.

Wahre Liebe - kennt nicht Liga,
ganz egal - wir kommen wieder.
Ob nächstes Jahr - ob irgendwann,
das sehen wir - erst später dann.

Danke, Stani - für ein Jahr,
das nicht immer einfach war.
Anfangs Käse - später Lust.
Nun geh - wenn Du halt gehen musst.  19.05.2013
_______________________________________

Vorbei

Ich brauche etwas Nervennahrung.
Das Spiel war keine Offenbarung.
Nur insofern - förmlich, steif:
Wir sind zum Aufstieg - halt nicht reif.

Die Chance - bestand nur rechnerisch.
Ich ziehe daher kein Gesicht.
Und trotzdem macht mir heut - das Morgen,
mehr und mehr - recht große Sorgen.

Spieler kommen - Spieler gehen,
so viele Namen, die wir sehen.
Mancher nur für kurze Zeit,
und mancher davon - bleibt und bleibt.

Beim einen gut - beim nächsten leider.
So manches trägt des Bockes Kleider,
den ich am liebsten hier nicht säh.
Zu ungelenk, zu langsam, zäh.

Ich werde keine Namen nennen,
doch wer das liest - der wird sie kennen.
Und man nimmt sie - ja, ich weiß,
wieder mit - zum kleinen Preis...

Auf dass sie mir die Nerven rauben,
ich scheitere langsam an dem Glauben,
dass es wirklich besser wird.
Sagt es nur - falls man(n) sich irrt.

Die Spielzeit - die uns nun erreicht,
wird ganz sicher - nicht sehr leicht.
Der Ticker sagt, wir greifen an.
Doch sagt mir mal - mit wem, und wann...

Ich weiß - es folgt ab jetzt die Planung,
doch hab ich eine leise Ahnung,
dass der Etat - nichts einfach macht.
Ich hoffe, dass das Glück uns lacht.

Heute war´s erneut zu sehen,
dass Chancen sanft im Wind verwehen.
Selbst Zentimeter vor dem Tor,
kommen sie mir hilflos vor.

In Offensive - und im Sturm,
nagt gewaltig mancher Wurm.
Und ein Aufstieg klappt halt besser,
mit dem ein und anderen Treffer.

Mit dieser Elf - Relegation,
sorry, Leute - wär ein Hohn.
Wir hätten uns blamiert wie nie.
Mit diesen Spielern - viel zu früh.

Manchmal - Ehrlich - frag ich mich,
ob nicht zu gehen - ein Verzicht,
für mich nicht wirklich besser wär.
Doch, nein - dies Los wär mir zu schwer. 12.05.2013
_________________________________________

Begriffen

Ich musste heut nach Bochum reisen,
um jetzt endlich zu begreifen,
dass der FC - hätt es geklappt,
dort oben nichts verloren hat.

Wer so mit meinen Nerven spielt,
dabei dann keinen Punkt erzielt.
Der ist nur eines - bitte sehr:
Zu schlecht - das Wissen fällt mir schwer.

Doch es nunmehr zuzugeben,
damit muss ich leider leben.
Der Fakt - er schwante mir schon lang,
doch ließ ich ihn - nicht an mich ran.

Erneut mal wieder vorgeführt,
Ehre dem, dem sie gebührt.
Wer halt nicht stets nach oben will,
der bleibe unten - brav und still.

Sie sollten sich zu Boden schämen.
Leider muss man ja erwähnen,
dass nur die Fanschar tauglich ist,
zur 1. Liga - welch ein Mist.

Die Spielzeit lang - Budget ist schmal,
Baustellen gibt's ohne Zahl.
Und leichter wird es nächstes Jahr,
gewiss wohl nicht - das sei Euch klar.

Manchmal mag ich - mit den Reimen,
bedenklich nah am Schwachsinn scheinen.
Und trotzdem - das bekenne ich,
mach ich mich wieder lächerlich.

Wenn's einfach wär - das ist es nicht,
als Fan zu wechseln - hin zum Licht,
dann täte ich's - doch eher, Zack,
schneid ich mir meinen Daumen ab.

Den Zeigefinger noch dazu,
den linken Fuß - dann spar ich Schuh.
Es ist halt einfach - wie es ist,
wenn du als Bock geboren bist.

Als Bock, als Zecke, oder Fohlen,
in Deutschland, England oder Polen.
Dort wo das Herz schlägt - so sieht's aus,
ist irgendwie auch dein Zuhaus.

Auch wenn die Leistung nicht mehr stimmt,
auch wenn's den letzten Nerv dir nimmt.
Standhaft bleiben - das ist Pflicht.
Was anderes will - und kann ich nicht.

Nun gut, ich bin jetzt etwas down,
doch dieses Froh-nach-morgen-schauen,
auch das liegt mir mit Macht im Blut.
Und wisst Ihr was - das ist auch gut!  04.05.2013
______________________________________

Tablett

Mittendrin - zur halben Nacht,
um 5 schon aus dem Schlaf erwacht.
Und mein erster Geistesblitz,
war der FC - nein, ist kein Witz.

Anstatt etwas mit Sinn zu denken,
Gedanken Richtung Pflicht zu lenken,
denke ich - an den Verein.
Das muss ja fast - schon krankhaft sein.

(Und einen gibt's - das weiß ich schon,
der stimmt mir zu - das ist der Lohn,
für etwas, das - tut mit (nicht) leid,
so tief verwurzelt - lange Zeit).

Drei Stunden noch - ich schau zur Uhr,
dann beginnt erneut die Tour,
hin zu einem Auswärtsspiel,
mit banger Hoffnung - und Gefühl.

Nach Bochum geht's - zu Neurur's Pitter.
Um dort wieder - bang zu zittern?
Weil der Bock das Tor nicht trifft?
Das wäre für Platz 3 - wie Gift.

Am Sonntag - auf dem Betzenberg,
wird unser Platz vielleicht gestärkt.
Dargebracht - auf dem Tablett.
Nur heißt es Siegen! - Das wär nett.

Ich fühle schon die Unruh kribbeln.
Ich sitz kaum ruhig - beginn zu wibbeln.
Ach, wenn es doch schon Mittag wär.
Zu warten fällt mir immer schwer.

Lautern, Frankfurt schauen auf uns.
Mensch, Bock - so nutze heut die Gunst,
der Stunde - schenke uns den Sieg,
der uns heut so am Herzen liegt.

8.000 Fans - die Dich begleiten,
die Hoffen, Bangen, Jubeln, Leiden.
Denen Du - wie schön das wär,
3 Punkte schenkst - und etwas mehr:

Ein wundervolles Wochenende.
Ihr habt es heute selbst in Händen.
Hinten zu - und vorne Schwung.
Ein Sieg - das wär Erleichterung.

Ob ich immer hinsehen kann,
das weiß ich nicht - ein Spiel ist lang.
Und meine Nerven strapaziert,
da sieht man - wohin Fan-sein führt.

Lasst mich am Abend fröhlich reimen.
Manchmal schenkt's der Herr den Seinen,
wenn man es nur wirklich will.
Denkt nur dran - ich bin jetzt still.  04.05.2013
___________________________________A

Ahnung

Ich hab so eine leise Ahnung:
Dass unsere nunmehr weitere Planung,
so langsam immer sicherer wird.
Sagt's - falls sich der Dichter irrt.

Schon wieder ward ein Sieg verschenkt,
das geht schneller, als man denkt,
bettelt man - wie wir zuvor,
emsig um das Gegentor.

Ein wunderschöner Führungstreffer,
von Ujah - wär es da nicht besser,
auch noch einmal nachzulegen?
Denn so - stehen wir erneut im Regen.

Der Trainer sprach im Radio,
wie wir - nicht im Geringsten froh:
"Da fehlte wohl - in Halbzeit 2,
der Arsch im Trikot" - uns nicht neu!

So kann den Aufstieg man vergessen,
und alles andere wär vermessen.
Ein wenig Hoffnung existiert,
doch ist dahin - wenn Lautern führt.

So haben wir - bei allem Fluchen,
in Liga 1 - auch nichts zu suchen.
Und trotzdem hätt es mich gefreut.
Der Glauben ist dahin - ab heut.

Das Ausgleichstor - ins kölsche Glück,
wirft uns leider nun zurück.
Ne weitere Spielzeit bleibt uns nun,
in Liga 2 - was soll man tun?

Die Spieler, die uns noch erfreuen,
gehen wohl fort - da braucht man neue.
Und ob es danach besser spurt,
weiß ich nicht - ich hoff es nur.

Die Enttäuschung ist heut groß.
Bin Fußballfan - das ist mein Los.
Heute kurz mal obenauf,
dann wieder down - ich nehm's in Kauf.

Seh ich's zu grau? - Ich denk mal nicht.
Ein Sieg - er war doch heute Pflicht.
Doch wer sich freut - durch uns gestärkt,
ist das Team vom Betzenberg.

Ich fahr noch Bochum - das ist klar,
jedoch mein Traum - wird kaum noch wahr.
Ein Beinbruch ist zwar weitaus schlimmer,
doch Fußballfrust bei mir - geht immer.

Heut Abend hör ich Livemusik,
vielleicht bringt sie mich ja zurück,
auf den Boden - sachlich bleiben.
Ich kann mich gerade - selbst nicht leiden.  28.04.2013
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92

Ein Spiel, das dauert in Minuten:
90 - plus die Nachspielzeit.
Und wer nicht achtgibt - der muss bluten.
Lieber Geißbock - tut mir leid.

Doch leider sind's auch wir - die grämen,
und säuerlich nach Hause gehn.
Die dran verzweifeln, sich fast schämen.
Nein, der Tag war nicht sehr schön.

Auf der Autobahn gefangen,
in einem ätzend langen Stau.
Das Spiel, es hatte angefangen.
Wir führten 1:0 - oh, wow.

Das Tor von Bröker nicht gesehen,
ein schönes - dem Vernehmen nach.
Denn während wir die Runden drehen,
ums Stadion - schoss er uns wach.

Die Stimmung im rot-weißen Blocke,
war super - eine Sensation.
Wir standen nur - es war verlockend.
Wo bitte gibt's denn sowas schon.

Doch statt souverän zu siegen,
- die Chancen waren sicher da -,
ließ der Bock zu viele liegen,
und bracht sich selbst noch in Gefahr.

Kassierte dann - aus heiterem Himmel,
das 1:1 zur Nachspielzeit.
Mir versagte meine Stimme,
(zumindest für geraume Zeit).

Zu viel Punkte liegen lassen,
eine ganze Spielzeit lang.
Das war nicht nötig - nicht zu fassen,
als ob's der Bock nicht besser kann.

Doch manchmal ist das Glück gepachtet,
im nächsten Spiel dann wieder nicht.
Mal ist mal geistig leicht umnachtet.
Dann badet man erneut im Licht.

Kein Beinbruch war's - man kann es drehen,
schon im allernächsten Spiel.
Es ist nicht wirklich was geschehen,
und doch am Ende - viel zu viel.

Auch mit einem Sieg nicht Dritter.
Das Torverhältnis kommt dazu.
Und trotzdem war der Ausgleich bitter.
Aus heiterem Himmel - nicht der Clou.

Jetzt hoffe ich aufs Wochenende.
So lang es geht - ja, hoffe ich.
Vielleicht bringt Sonntag uns die Wende.
Hoffnung heißt des Bocks-Fans Pflicht.  23.04.2013
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Duisburg


Am Montagabend - Ruhrgebiet,
weil der Fan des Bocks schon spürt:
Am Montag geht's - im Fall des Falles,
womöglich schon - um beinah alles.

Fast 8.000 Fans on Tour,
Montagabend - 20 Uhr,
und ich bin wieder mit dabei.
Bald geht es los - wie ich mich freu.

Und trotzdem schau ich heut mit Bangen,
nach Kaiserslautern - wird es langen,
in Duisburg 1 Punkt zu kriegen?
Nein - ich denk, wir müssen siegen!

Die kölsche Wand ist schon bereit,
und wäre es nicht an der Zeit,
die Zebras dort - an jenem Tage,
mal heftig übern Platz zu jagen?

Nicht bis zum Ende zittern müssen,
nein, vorher schon die Freunde küssen,
(auch wenn sie das wohl eklig finden),
ein Päckchen mit 3 Punkten binden.

Ujah fällt zwar aus zum Spiele,
doch Stürmer haben wir ja viele,
und vielleicht - das wär pompös,
hat sich ein Knoten ja gelöst.

Pritsche traf - vielleicht auch dort,
vielleicht ist ja der Hemmschuh fort,
der ihn bisher verzweifeln ließ.
Ein Sieg - das wär mein Paradies.

Dann schmeckte mir die Currywurst,
in Duisburg gleich mit doppelt Lust.
Die Zebrastreifen - weiß und blau,
die färben wir in Rot - genau!

Um Siebzehn-dreißig - bin dabei,
geht es am Montag zur A3.
Bis Duisburg-Wedau, per Kolonne.
Zum Auswärtssieg (?) - das wär die Wonne.

Ich habe meinen Wagen voll,
mit weiteren Fans - genau so doll,
wie der Fahrer - so wie ich,
ich schau zum Spiegel - sehe mich...

Erkenne wohl - ich hab nen Schaden,
doch weiß ich das - nicht erst seit gerade.
Den hab ich 40 Jahre schon,
so lang schon Fan - ich bin's gewohnt.

Drum bitte - Montag Daumendrücken,
für den Bock - und die Verrückten,
auf dem Weg - ins Ruhrgebiet.
Mal schauen - was uns dort wohl blüht. 20.04.2013
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Pritsche


Jetzt, da ich hier brütend sitze,
am Tag der ersten Frühlingshitze,
und nach ersten Worte suche,
wünsch ich mir - Reime gäb's zu buchen.

Heut war das wieder solch ein Spiel,
nach dem ich mich wie 100 fühl.
Nun finde ich die Worte kaum,
im Hirn rot-weiß gequirlter Schaum.

Kaiserslautern - denke ich,
nippte schon am Sekt - so frisch,
denn der ersten Korken knallt.
Platz 3, ein Sekt - am besten kalt.

Da schoss Pritsche - aus dem Nichts,
das Führungstor - ein Schuss, ein Strich.
Erneut stand ich vorm Herzinfarkt,
im Bein nicht Muskeln - eher Quark.

Was schreib ich nun von diesem Match?
Zwischen Lust und Frust gequetscht,
fällt mir nichts Gescheites ein.
Fußball wird mein Ende sein.

Aalen stand in vielen Phasen,
hinten sicher - in den Nasen,
brachen wir uns unsere Finger,
mein Gott, mein Herz - es wird nicht jünger.

Alle meine Nervenstränge,
zog es heute in die Länge.
Nicht mehr lang - ich weiß, ich weiß,
wird's geschehen: der erste reißt.

Das halt ich nicht auf Dauer durch,
diese Spiele - diese Furcht,
dieses stete Pumpen-Jagen,
bin über 50 - sonst noch Fragen?

Doch solch ein Tor verändert - alles,
und im Falle - dieses Falles,
komm ich mit guter Laune heim,
manchmal kann's so einfach sein.

Eben noch betrübt zu Tode,
ist man plötzlich voll des Lobes,
vergisst zwar nicht - das Spiel war schlecht,
doch sagt mir - wer das wissen möcht.

Am Ende zählt doch nur der Sieg,
die Punkte - die's aufs Konto zieht,
und neues Match bringt neues Glück.
Wer schaut da wirklich noch zurück?!

Fünf Siege noch - so lasst mich hoffen,
was kommen mag - ist völlig offen.
Nur eines hab ich fest im Sinn:
Dass Montag ich - für Aue bin.  14.04.2013
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Rundes Jubiläum


Am 1. Mai - bald ist's soweit,
mach ich zum Glückwunsch mich bereit,
da ich - und das tut gar nicht weh,
ein Jubiläum dann begeh.

Ein Jubiläum - seid gescheit,
von eminenter Wichtigkeit,
denn dieser Tag - vor langer Frist,
zeigte mir - was wichtig ist.

Nicht Essen, Trinken, nicht Konzerte,
nein - es gibt die wahren Werte.
Und daher bin ich jetzt - was soll's,
aufs Jubiläum - mächtig stolz.

Ich hab gezeigt - dies immerhin,
dass ich sehr treu und ehrlich bin,
dass ich zu der Entscheidung steh,
tut sie manchmal auch arg weh.

Ihr wollt wissen, was ich meine?
Dann mach der Phantasie ich Beine,
und schreibe hier - 12 Päckchen lang,
worum's sich handelt - nun fängt's an.

Es geht nicht um den Hochzeitstag,
denn dass die Liebste (m)ich gefragt,
das ist schon dreißig Jahre her,
also - glatte zwanzig mehr.

Der Tag der Arbeit? - 1. Mai?
Ach, Kwatschikowski - Laberei.
Diesen Tag - verachtet mich,
nein, diesen Tag - begeh ich nicht.

10 Jahre meine Arbeitsstelle?
Denkt doch mal nach - so seid jetzt helle.
Wie kann das sein? - Seid Ihr denn doll?
Ich machte lang - die dreißig voll.

Unser Heim - 10 Jahre alt?
Weit vorbei - und kalt, ganz kalt.
Denn nicht mehr wirklich weit und lang,
dann steht das Jahr "200" an.

Jubiläum - glatte Zahl,
für mein "allererstes Mal"?
Ihr mach Euch völlig lächerlich,
die Kinder - schauen so aus wie ich.

Und gehen schon auf die dreißig zu.
Nein, auch daraus wird kein Schuh.
Ihr tut Euch wirklich mächtig schwer,
drum jetzt das Outing - bitte sehr:

10 Jahre Mitglied - beim FC.
Jetzt seid Ihr baff - gebt's zu, ole.
10 Jahre lang - im Geißbockstall,
das muss man feiern - klarer Fall. 14.04.2013
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Runden


Betrübt kam ich am Abend heim,
und stellte fest – ich bin allein.
Niemand da – nicht Frau, nicht Hund,
der mich nun tröstet – ungesund!

Ich schlich in meinen Tränen-Raum,
zog meine Runden – glaubte kaum,
dass ich je wieder glücklich bin.
Der Bock verlor – wo ist der Sinn?

Im Keller, unten – dort im Lehm,
ist´s Runden-laufen jetzt, zudem,
nicht mehr wie früher – einfach halt,
dort unten ist es – feucht und kalt.

Zudem lief ich der Runden viele,
zum Inspirieren – ohne Ziele,
und der Weg, den ich dort lief,
ist inzwischen furchtbar tief.

Auf viele Meter ausgetreten,
und bin ich unten – hilft nur beten,
dass ich das Licht der Welt erblick,
auf meinem langen Weg zurück.

Mein graues Haupt – ich armer Bube,
schaut – aufrechtstehend – aus der Grube,
jedoch nur eine Winzigkeit,
ich schrieb es schon – der Weg ist weit.

Ich lief und lief – zog tiefe Straßen,
von Frau und Hund, der Welt – verlassen,
und an die Daumen, die man drückt,
glaub ich nicht – bin nicht verrückt.

Die eine hat die Zeit vergessen,
die andere ließ sich grad nicht stressen,
denn sie war ja abgelenkt,
Konzert in Trier – ist gut, geschenkt.

Die nächste ließ das Kuchenbacken,
ja, wir könnten es ja packen,
wenn jeder seinen Plan erfüllt,
damit mein Bock – die Sehnsucht stillt.

So lief ich weiter – merde, merde,
in Richtung Mittelpunkt – der Erde,
und ertrank aufgrund des Frusts,
schon fast in meinem Tränenfluss.

Doch heut Morgen – nach der Nacht,
bin ich mit Frohsinn aufgewacht,
und denke mir – jetzt im Moment,
dass es vielleicht noch klappen könnt.

6 Spiele noch – und 18 Zähler,
es gibt mal Hügel – auch mal Täler,
mal obenauf – mal tut es weh,
so ist der Fußball – mein FC.   06.04.2013
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Spitzenspiel


Ein FC, der früh bis spät,
nur aus 1 Mann besteht,
kann kaum siegen - ist schon klar,
leider sah ich's - es ist wahr.

Ein Christian Clemens ganz allein,
kann wohl kaum die Lösung sein,
wenn 10 Mann daneben stehen,
und hilflos auf den Rasen sehen.

In Kaiserslautern - armer Tropf,
gibt's für uns nicht Blumentopf,
nicht Tore - und auch Punkte nicht.
Viel mehr Schatten - heut, als Licht.

Das Schreckgespenst - Herr Idrissou,
schlug leider ohne Gnade zu,
und Herr Weiser zeigte auch,
weshalb man ihn in Köln - "nicht braucht".

Der Stürmer Ujah - das ist dumm,
hing alleine nutzlos rum,
und wenn ein Ball nach vorne flog,
kam er zurück - der Schein, er trog.

Stand der nächste Angriff an,
war er vorbei - als er begann,
und Platz 3 - trotz meiner Bitte,
entpuppte sich als Stippvisite.

Natürlich ist noch nichts verloren,
doch glüht mein Kopf und meine Ohren.
Ich weiß, der Ärger ist nicht gut,
doch fehlt es mir erneut an Mut.

Jetzt sind es grad sechs Spiele noch,
ich fühle mich mental im Loch,
und der Freitag - arme Haut,
ist mir jetzt - total versaut.

Jede Serie geht zu Ende,
irgendwann kommt stets die Wende,
doch musste das grad heute sein?
Dieses Spiel versteht kein Schwein.

Gegen Gladbach - und den Betze,
verschenken wir stets Rang und Plätze,
bald treten wir - dank diesem Bann,
am besten gar nicht erst mehr an.

Nächste Woche gegen Aalen...,
Könnt ich mir ein Ergebnis malen,
so gäbe es - ganz ohne Frage,
für Lautern eine Niederlage.

Und für uns den klaren Sieg,
das ist's, was mir am Herzen liegt.
Noch ist der Traum ja nicht vorbei,
das nächste Spiel - mischt alles neu. 05.04.2013
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Wiederauferstehung


Schaut mich an - und nehmt es hin,
dass ich noch nicht mal 60 bin.
Sehe ich auch nach dem Spiel,
wie 90 aus - und das ist viel.

Wechselbäder der Gefühle,
das, wie heute - das sind Spiele,
die den letzten Nerv mir rauben,
hab nicht mehr viele - könnt's ruhig glauben.

Heut bin ich hundert Mal gestorben,
wollte jubeln - könnte morden.
Doch am Ende winkt das Glück.
Dieser Club - macht mich verrückt.

1:0 in Führung gehen,
einen schönen Kopfball sehen,
und mit Jubel in die Pause,
das rettet meinen Tag - Zuhause.

Dann der Strafstoß - dumm verschossen,
das sollt mich 20 Jahre kosten,
weil im Nachgang - welch ein Spiel,
verdammt noch mal - der Ausgleich fiel.

Zuvor ließ Läutern uns fein jubeln,
Samdhausens Tor - es führt zum Trubel,
grenzenlos - in unserer Stadt,
weil Platz 3 uns damit lacht.

Doch das 1:1 macht das zunichte,
manchmal denkt man an Gedichte,
die man in dem Moment - der Zeit,
besser, besser niemals schreibt.

Die Worte - oh, mein Bock, verzeih,
waren nicht mal jugendfrei,
da fiel ganz kurz - ganz kurz vor Schluss,
das Führungstor - ein klares Muss.

Plötzlich war der Bann gebrochen,
und jetzt - zumindest diese Woche,
stehen wir in der Tabelle,
auf Platz 3 - so auf die Schnelle.

Sind nun wiederauferstanden,
jetzt an Ostern... - wo wir landen,
zeigt der nächste Freitag wohl,
am Betzenberg - kein Ruhepol.

Bei einem Sieg - dort, Freitagnacht,
ist's so, dass uns ein Polster lacht.
Selbst bei einem Unentschieden,
bleibt mir noch mein innerer Frieden.

Jedoch - glaubt's mir, ne Niederlage,
kommt auf keinen Fall infrage.
Ich will Platz 3 - Relegation,
heut am Tage - winkt sie schon.  31.03.2013
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Acker


Fern, ganz fern - auf Dresdens Acker,
schlug der Bock sich letztlich wacker.
Kam am Ende in die Spur,
doch vorher - bitte - war´s Tortur.

In der 1. Halbzeit sputen,
reicht nicht nur für 10 Minuten.
Ein Gegner - der das Tor auch trifft,
wäre fürs Ergebnis Gift.

Hätten wir nicht Horn im Tor,
führten uns die Sachsen vor.
Ihm gebührt der meiste Dank,
der Bock, er fiel nicht - doch er wankt.

Der Herr Major - er zeigt erneut,
dass er das Tore schießen scheut.
Und als ich fast verzweifelt war,
traf Ujah - machte Träume wahr.

Ein feiner Pass - von Tobi Strobl,
und Ujah setzt ihn an - den Hobel,
hobelt fein den Ball ins Netz,
wann denn sonst - wenn nicht grad jetzt?!

Mir fielen Zentner gleich vom Herzen,
ich konnte plötzlich wieder scherzen,
denn eine rot und weiße Seele,
kann die Last nicht gut verhehlen.

Das Herz - es schlug noch im Galopp,
ich dachte bei mir: "Bist bekloppt!"
(Wobei mir niemand widerspricht.
Ist das so? - Ich fürchte mich...).

Erst als das zweite Tor erzielt,
hab ich mich wieder frei gefühlt.
Denn die Chance - sie bleibt als Lohn,
auf Platz 3 - Relegation.

Im April geht es zum Betze,
und um die Wurst - so wie ich schätze.
Doch unterschätzt - das sei jetzt Pflicht,
uns das nächste Heimspiel nicht.

Manchmal gibt es dumme Phasen,
da brechen Finger - in den Nasen.
Jedes Spiel wird zum Problem,
macht man es - sich zu bequem.

Ich hoffe - seh es wohl nicht live,
dass in der Pfalz ein Schiri pfeift,
der Lautern nicht - wie ich das denk,
schon wieder einen Strafstoß "schenkt".

14 Spiele ungeschlagen,
es sind eben solche Tage,
solche Tage - so wie diese,
die uns gestern jubeln ließen.   19.03.2019
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Frank


Wenn mein Freund, der Frank nicht wäre,
ihm gebührt Respekt und Ehre,
denn er las heut dieses Spiel,
mit Weitsicht, Können und Gefühl.

Er hieß mich, seinen Schal zu küssen,
wahrscheinlich da schon in dem Wissen,
wie man auf dem Rasen spielt,
dass Matuschyk ein Tor erzielt.

Vorm 2:0 hob er den Finger,
sprach dass dieser Schuss gelinge,
und nun sag ich achtungsvoll:
Mein Freund Frank - ist einfach toll.

13 Spiele ungeschlagen,
ich freute mich schon viele Tage,
auf Paderborn - auf dieses Spiel,
Platz 3 im Blick - ein klares Ziel.

Dass wir derzeit noch Vierter sind,
ändert sich - das sag ich blind,
falls Braunschweig Kaiserslautern zeigt,
wer die erste Fiedel geigt.

Ich will nicht überheblich sein,
doch wäre das perfekt und fein,
wenn es käme - wie ich's will,
reime ich - vielleicht - auch Müll.

Heut war der Geißbock wirklich stark,
verzückte mich bis tief ins Mark,
dieser Sieg war einfach schön,
und anfangs - so nicht abzusehen.

Paderborn begann mit Schwung,
das 1:0 - Erleichterung,
das 2:0 - es brach den Bann,
das 3:0 - nur Spaß und Fun.

Nach dem Spiel nur Freude - reine,
Fan-Gesänge - ja, auch meine,
auf dem Rasen pure Lust,
die Elf mit stolzgeschwellter Brust.

In Dresden steigt das nächste Spiel,
leider ein zu fernes Ziel,
sonst führ ich mit dem Frank dorthin,
solches Tun - es machte Sinn.

Das Heimspiel dann - zum Osterfest,
drei Punkte für das bunte Nest?!
Und weiterhin - ich würd verrückt,
Platz 3 im sicheren, festen Blick.

Montag singt er in Berlin allein:
Bryan live - Cloud Number Nine.
Und ich, ich schwebe - ja, Ihr Lieben,
derzeit auf der Wolke Sieben.    09.03.2013
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Steilvorlage

Eine bessere Steilvorlage,
bekommst du nicht - die nächsten Tage.
So fährst du im Gedanken heim:
Ein bisschen mehr - durft es schon sein.

Wer halt jede Chance versiebt,
die's in einem Spiel so gibt,
dazu noch frei vorm fremden Tor,
der kommt mir etwas - hilflos vor.

Der eine Stürmer - wie der andere,
ich schaue und ich staune, wandere,
hilflos hier im Zimmer rum,
bleibe vor Entsetzen stumm.

Den Ball, der Weg zum Tor hin fand,
den hielt ganz bravourös - Herr Klandt,
und wäre Clemens nicht gewesen,
würd man keinen Reim jetzt lesen.

Was vielleicht auch besser wär,
ich tu mich halt mit Spielen schwer,
die man einfach so verschenkt,
nicht entscheidet - und nicht lenkt.

Bei denen man sogar noch spät,
per Strafstoß hinten rein gerät.
Ob's einer war - ich denke schon,
eines solchen Spieles Lohn.

1 Punkt - er ist nun unser, meiner,
sicher besser - als grad keiner,
doch Kaiserslautern schöpft jetzt Mut,
denn wir waren - nicht wirklich gut.

Paderborn gilt's zu gewinnen.
Um der Liga zu entrinnen,
müssen die Erfolge her,
sonst wird es entsetzlich schwer.

Lautern muss nach Braunschweig reisen,
wo die Löwen sie verspeisen?
Ich drücke meine Daumen - fest,
und unsere Böcke tun den Rest.

Ich sage mal - Na hoffentlich.
Doch ist ein Sieg der unseren Pflicht.
Besser zielen wäre gut,
Mensch, was hab ich eine Wut.

Ujah - und auch Maierhofer,
im Luftduell ein wirklich Großer,
doch am Boden klappt es nicht,
da er sich fast die Haxen bricht.

Der Platz war schlecht - das stimmt, na ja,
doch wurde heut mein Traum nicht wahr:
Ein Törchen mehr - wie wäre dies:
Eins mehr - als unser Gegner schießt.  03.03.2013
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Backe backe Kuchen

Fußballfans sind abergläubisch,
ich schäme mich - doch trotzdem schreib ich,
wie es mir vorm Spiel ergeht,
für den Verstand - ist's dann zu spät.

Den linken Schuh zuerst beschlüpfen,
nicht auf diese Rillen hüpfen,
die im Gehweg sichtbar sind,
manchmal bin ich wie ein Kind.

Stets den gleichen Parkplatz wählen,
die Quersumme des Tages zählen,
Freunde um die Daumen bitten,
in Nord und Süd - und in der Mitte.

In der Eifel Kerzen zünden,
nein, ich kann es nicht verwinden,
wenn der Geißbock mal verliert,
ich achte drauf, dass nichts passiert.

Doch muss ich jetzt neu überlegen,
Daumen waren oft ein Segen,
doch gestern nun - das schöne Spiel,
passt da nicht in mein Kalkül.

Denn als ich um die Daumen bat,
um Unterstützung, Rat und Tat,
verweigerten zwei Freunde sich,
fahl und blass ward mein Gesicht.

Statt sich die Daumen fest zu packen,
beschlossen sie - das Kuchenbacken,
und nun bin ich sehr konsterniert,
ob dieser Fakt zum Sieg geführt.

Wenn ich wüsste - dass es wahr ist,
schick ich das Mehl - dass das mal klar ist,
die Eier und den Zucker auch.
Backt - falls es mein Geißbock braucht.

Und so kommt ihr in die Liste,
von Köln bis Dortmund, bis zur Küste,
für alle, die mir nahe sind,
damit auch mein FC gewinnt.

Jetzt wo ich mich geoutet habe,
dahin die Freundschaft - das ist schade,
doch bin ich eben wie ich bin,
ein Kindskopf in dem Manne drin.

40 Jahre fast am Ball,
in Deutschlands Stadien überall,
und auch wenn ich ein Greis bald bin,
zieht es mich zum Fußball hin.

Backe, backe - backe Kuchen,
das ist viel schöner, als zu fluchen,
wenn der Ball daneben springt,
backt nur fleißig - dann gelingt's.  24.02-2013
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Ich weiß nicht, wie es Euch erging

Ich weiß nicht, wie es Euch erging,
ich sah nicht nur den Punktgewinn.
Auch das Traumspiel der Saison,
und jetzt gibt's - einen Reim davon.

Winterlich und kalt, verschneit,
das ist diese lange Zeit,
von der wohl nur der letzte schwärmt,
doch dieses Match - hat uns erwärmt.

Von Anfang an mit Leidenschaft,
mit Spielwitz und - falls nötig - Kraft,
mit Tempo und mit Energie,
sowie mit Chancen - fragt nicht wie.

Ans Lattenkreuz und übers Tor,
der Torschrei, er klang schon im Ohr,
und erstarb dann im Moment,
das ist Fußball - wie man's kennt.

Das Herz, es klopft - und stockt dabei,
dieser Sport macht leicht und frei.
Adrenalin - fast literweise,
meistens laut - und selten leise.

McKenna's Haupt nahm uns die Last,
dessen Kopfball fliegt - und passt,
und es riss mich aus dem Sitz,
trotz der Schwere - wie der Blitz.

Und man ließ - ist das nicht schön,
zigtausend mal die Trommel gehn.
"et Trömmelche" - genau gesagt,
ich spürte - das ist heut mein Tag.

Ja, der Geißbock ließ nicht nach,
kein Schwung der endet oder brach,
und Maierhofer schoss spontan,
das 2:0 - hat gutgetan.

Erneut schwappte der Karneval,
das schenkt Freude - überall,
sah ich Strahlen im Gesicht,
und die Kälte spürst du nicht.

Platz 3 ist wieder im Visier,
zumindest heute - auf Papier,
und Kaiserslautern - man kann's packen,
spürt den Atem nun im Nacken.

Seit vielen Wochen ungeschlagen,
darf ich hoffen - soll ich's wagen,
dass es so nun weitergeht?
Sagt mir ruhig - wie Ihr das seht.

Heut war das was - fürs kölsche Hätz,
und wahrscheinlich nicht zuletzt,
dank des Maskottchens - ist doch klar,
das erstmals heut - im Stadion war.   23.02.2013
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Wertsteigerung

Ist dir ein schönes Haus zu Eigen,
so solltest du auch laufend zeigen,
dass dir der Wert sehr wichtig bleibt,
damit man seinen Wohlstand zeigt.

Verschönerung des Hofs, der Wände,
Arbeit gibt es ohne Ende,
neue Fenster, neue Tür,
erst so wird einst dein Haus zur Zier.

Ein neues Dach - es steht nun an,
damit ich ruhig in Rente kann,
dereinst - sofern´s der Staat noch will,
noch lange hin - so bleibt ganz still,

Das Angebot - es liegt schon vor,
die Wohnhausseite - rechts vom Tor,
wird demnächst neu eingedeckt,
das alte Dach - es muss nun weg.

Doch ist der Wert dabei sehr wichtig,
wenn schon decken - dann auch richtig,
wie wär es dann - das tut nicht weh,
mit einem Schriftzug - des FC?!

Von links nach rechts - ich träum davon,
so ähnlich wie im Stadion,
gut sichtbar - dennoch ganz dezent,
ich mein das ernst - wer mich so kennt.

Im Hof dazu die Fahnenstange,
hoch zum Himmel - für sehr lange,
die zeigt, wofür mein Herz so klopft,
ich weiß - ich bin was krank im Kopf.

Ich fragte meine Liebste heut,
und hab die Frage fast bereut,
duckte mich - vor ihrem Schlag,
den ich erwartet - früh am Tag.

Doch nein - sie fragte mich nur leis,
nach Angeboten - und dem Preis,
das hieß für mich - ein klares Ja,
ich wusste nicht, wie mir geschah.

Ob ich´s tu - das weiß ich nicht,
doch eigentlich wär es fast Pflicht:
Denn wer den Bock im Herzen trägt,
der kennt den Rhythmus, wie es schlägt.

1 und 2 - und Bummdibumm,
ich weiß ja selbst nicht ganz, warum,
1 und 2 - und Doppelschritt,
wie´s auch klopft - ich muss halt mit.

Auf jeden Fall - wär´s nicht verkehrt,
unser Haus - erhöht den Wert,
mit diesem Schriftzug - rot und weiß,
im Hinblick auf die kölsche Geiß.   21.02.2013
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Nerven

Ich saß, ich sprang in meinem Sessel,
vom Match genervt - und auch gefesselt,
die Nerven dem Fiasko gleich,
wer welche hat - na, der ist reich.

Meine sind komplett gesprungen,
trotz Baldrian ist's nicht gelungen,
dass heile blieb - ein einziger Strang,
und dieser Fakt - er macht mich bang.

Neben mir - da liegen sie,
komplett verloren - schon recht früh,
Strang für Strang, schön aufgereiht,
ein Spiel hindurch - so lang die Zeit.

Clemens schoss das Führungstor,
es riss mich aus dem Sitz empor,
und innen drin, da träumte ich,
vom 2:0 - ich freute mich.

Doch nach und nach - verlor der Bock,
den roten Faden - geht mir fott,
ließ Pauli kämpfen - ohne Ende,
und mir ward Bange - vor der Wende.

Der Sturm brach sich in dieser Phase,
erneut die Finger in der Nase,
und ich ward klein - und immer kleiner,
die Nerven schon komplett im Eimer.

Spielte mit den Nervensträngen,
Mikado zu den Fan-Gesängen,
und habe meine Uhr gescheucht,
doch schlich sie zäh - wie war's bei Euch?

Elf Böcke gegen grad noch 10,
irgendwas muss da doch gehen,
Elf Böcke - später gegen 9,
doch Nervenflattern gab's - statt Freu'n.

Bis zum Schluss hab ich gebangt,
die Minuten sind so lang,
wenn man diesen Pfiff ersehnt,
der's dann beendet - das ist schön.

Vier Böcke stehen vor dem Tor,
und irgendwie kommt's seltsam vor,
wenn der Ball dann nicht versenkt,
kläglich manche Chance verschenkt.

Egal, drei Punkte sind im Sack,
schön verschnürt und gut verpackt,
drei Punkte, die uns niemand nimmt,
verhielt man sich auch oftmals blind.

Platz 5 - ein erstes Ziel erreicht,
und nächsten Samstag - wird's nicht leicht.
Weiter gehts - von Spiel zu Spiel,
3 Punkte sind gewaltig viel.   18.02.2013
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Dusel

4 Minuten - Führungstor,
und kurz führten wir Aue vor.
Was dann kam - besser wärs zu schweigen.
Ein hilfloser, ein schlimmer Reigen.

Die Nerven, die ich einst besaß,
die holte sich der Bock - zum Fraß,
kaute, zerrte - fragt nicht wie,
und ich verfiel in Agonie.

Pezzoni gar laut gratuliert,
was geschehen ist, ist passiert,
und der FC - bin fast verstorben,
hat sich um das Tor beworben.

Ich fürchtete - da kommt noch mehr,
da ruhig zu bleiben - fällt mir schwer,
und ich beschloss - ganz still, für mich:
1 Tor des Bocks? - Ich jubele nicht!

1:1 zur Nachspielzeit,
noch zwei Minuten - so viel Leid,
das ich da ertragen muss,
doch dann kam Clemens - welch ein Schuss.

Und was ich vornahm - war dahin,
ein solches Tun macht wenig Sinn.
Es riss mich ganz spontan vom Sitz,
manchmal - trotz Gewicht - ein Blitz.

Ich stimmte in das Singen ein,
fuhr dann mit drei Punkten heim,
doch vergess ich nicht dabei,
dies Elend - und die Bolzerei.

Das momentane Glücksgefühl,
es überdeckt ein schwaches Spiel.
Nur eines macht mich dabei froh:
Ich seh es nicht alleine so.

Es war ganz deutlich heut zu sehen:
Für Platz 3 muss viel geschehen.
Und für den Aufstieg gar noch mehr.
Oh, mein Bock - das wird wohl schwer.

Das war heut vom Niveau zu wenig,
oh, liebe Leute - ja, ich sehn mich,
nach einem ganzen schönen Spiel,
und erwarte - wohl zu viel.

Jetzt zweimal auswärts - heißt's zu zeigen,
dass da mehr ist, als nur Schweigen,
Cottbus, Pauli - das wird hart,
als Fan bleibt mir - halt nichts erspart.

Ich habe heute so gefroren,
von den Füßen - bis zu'n Ohren.
Und dann zum Schluss - so fassungslos,
oh, wie war der Dusel groß.    02.02.2013
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Fürsorgepflicht

Selbst besehen bei hellstem Licht,
gibt's Sachen - nein, die tut man nicht.
Und auch ein Chef - der hat letztendlich,
viele Pflichten - selbstverständlich.

Es geht - wie nicht nur ich das sehe,
um das Wohl und um das Wehe,
seiner Arbeitnehmerschaft,
und die geschätzte Arbeitskraft.

Gestern hab ich mich gefreut,
auf die Gesellschaft - was bleibt heut?
Ein großer Sack - gefüllt mit Scherben.
Wie konnte er's nur so verderben?

Es grenzt zwar an Versündigung,
doch schrieb ich meine Kündigung.
Ich musste doch ein Zeichen setzen.
Wie konnte er mich so verletzen?

Statt einer Loge beim FC,
entschied er sich für Pappmaché,
bei der Mannschaft - ja, das passt,
fern - im grünen Blechpalast.

Wo man zu jedem neuen Spiel,
den Keller ausräumt - mit dem Ziel,
der Erschaffung eines Bilds:
die Tribünen - seien gefüllt.

Doch es sind - ganz ungelogen,
Fans aus Pappe - die gezogen,
hin und her - an einem Band,
Leben spiegeln - wie bekannt.

Die Gesänge - Ton für Ton,
kommen übers Mikrofon,
vom Computer eingespielt,
durchgemixt - und grün gespült.

Und dort will unser Chef jetzt hin?
Wie gut, dass ich so standhaft bin,
und lieber unter Brücken schlafe,
als hier - in einem sicheren Hafen.

Meine Liebste ist entsetzt,
sieht nur unser Hier und Jetzt,
und erkennt nicht den Affront,
tja - das hab ich nun davon.

Das Schlimmste ist - wer hätt's gedacht?
Er hat gestern gar gelacht.
Nur die Göttin - unserer Steuern,
versteht mich - bleibt mir lieb und teuer.

Dahin - die vielen schönen Jahre,
selbst nicht mehr Reimen - ich muss sparen.
Weil der Strom - in kurzer Frist,
für mich nicht mehr bezahlbar ist.   12.01.2013
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Boateng

Es gibt viel mehr - und wirklich Dumme,
als man sich vorstellt - Junge, Junge.
Gegen Blödheit - Leute, schaut,
wächst halt leider - noch kein Kraut.

Wie wärs denn mal mit Hirn einschalten?
Mit "das-bisschen-Schmalz-verwalten",
statt anzugreifen und zu hetzen,
und mit Worten zu verletzen.

Die Reaktion - von Boateng,
"Arsch janz huh - un zeich de Zäng",
ringt ein Kompliment mir ab,
schön, wenn solches Tun auch klappt.

Wenn die Mannschaft - wie geschehen,
beschließt, mit ihm vom Platz zu gehen,
und den Mob - wie dort passiert,
rundherum perfekt blamiert.

Einfach mal den Finger zeigen,
bringt die Dummheit schnell zum Schweigen,
und jetzt stellt auch der Staatsanwalt,
vielleicht noch diese Hirnis kalt.

Stadionsperren - jahrelang,
reagiert - und fangt jetzt an,
wobei das wirklich Dumme ist:
dass man dabei ganz schnell vergisst...:

...Leider ist's kein Einzelfall,
Italien - ist überall.
Gestern dort - und morgen hier?
In Deutschland - vor der eigenen Tür?

Und trotzdem war die Reaktion,
perfekt - wo gibt's das sonst denn schon,
wer hetzt - und sei es noch so fern,
hat aus Vergangenem nichts gelernt.

War's auch "nur" ein Freundschaftsspiel,
so war der Angriff - und das Ziel,
in diesem Match komplett daneben,
da sollte man mal überlegen.

Der Club aus Mailand hat's getan,
verließ den Platz - und zeigte Zahn,
und machte dieses Tun nicht mit,
ein wichtiger - ein erster Schritt.

Ein Aufruf - um zu diskutieren,
damit es auch die Letzten spüren,
dass solches Tun - und das gewiss,
nicht Spiegel unseres Fußballs ist.

Nicht der Gesellschaft - nicht der Masse,
solch Verfehlung - wirklich krasse,
sind hoffentlich ein Einzelfall,
ich habe Spaß - am Spiel mit Ball   05.01.2013
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Aspirin

Eben noch gereimt, geschrieben,
über Dinge - die ich liebe,
da trifft mich wie ein Hammerschlag,
der große Schnupfen - früh am Tag.

Die Nase zu - der Atem pfeift,
ich niese - und es läuft und läuft,
und auch wenn's Herzblatt es nicht glaubt,
mir geht's so mies - und überhaupt.

Ich röchele - die Liebste lächelt,
und während heiß mein Blut schon köchelt,
meint sie nur - und zwar lakonisch,
manchmal sei ich wirklich komisch.

Gestern noch - in Mittelerde,
gab es keinen Laut - Beschwerde,
ich saß im Kino - fasziniert,
von dem, was auf dem Screen passiert.

Heute nun vergeh ich kläglich,
fühle mich so platt, unsäglich,
da kommt die Liebste - so ein Schuft,
setzt noch einen obendruff.

Mit bösem Grinsen - wie's mir schien,
reicht sie mir ein Aspirin.
Weiß sie denn jetzt wirklich nicht,
dass sie damit das Herz mir bricht?

Darauf prangt groß das Bayer-Kreuz,
und auch, wenn's das Befinden freut,
ist's für'n Geißbock ein Affront,
das hab ich nun im Leid davon.

Ich denke noch - in meinem Grauen:
"Was mach ich bloß - na ja, mal schauen!"
Da klingelt's Sonntag an der Tür,
ich sehe nach: Die Post ist hier.

Und bringt mir ein Paket mit Sinn,
und zwar mein Trikot - mein Gewinn,
mit Autogrammen - drauf verewigt.
Jetzt noch jammern? - Nein, das geht nicht.

Ich freue mich - fragt nur nicht wie,
da trotzt Erkältung - Poesie,
und selbst der Liebsten Aspirin,
nehme ich jetzt klaglos hin.

Auch wenn's jetzt klebt - wie Wurst an Pelle,
aufgrund der "leicht" gewölbten Stelle,
ist's egal - denn lieber Mann,
ich ziehe es nicht wirklich an.

Das Trikot hat - Spiel, Sieg und Satz,
bei mir jetzt einen Ehrenplatz,
das ist die beste Medizin,
die habe ich mir jetzt verdient. 23.12.2012
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Weltuntergang

Trotz des Spiels bin ich noch munter,
denn schließlich geht die Welt bald unter,
dann wär ein Sieg auf Stuttgarts Platz,
am Ende eh nur für die Katz.

Lass die Schwaben sich nur freuen,
wir müssen nichts, nein nichts bereuen,
denn Samstag - am finalen Tag,
endet es - auf einen Schlag.

Ja, ich weiß - jetzt nur nicht balgen,
das ist Humor - und zwar vom Galgen,
doch wenn man halt das Tor nicht trifft,
ist das des Gegners pures Gift.

Ein Fehler - Dank, Herr Matuschyk,
schon liegt man 0:1 zurück,
ein Handspiel - das ich gar nicht mag,
führt zu einem Doppelschlag.

Der Stürmer, der sich vorne müht,
und meistenteils das Land nicht sieht,
gibt meiner Hoffnung auch nicht Raum,
vorbei und Ende - aus der Traum.

In Halbzeit 2 gekämpft, gespielt,
da hab den Willen ich gefühlt,
doch einzig Clemens traf das Tor,
man kommt sich stets so hilflos vor.

Neue Stürmer braucht es nicht,
wie gut - wenn so der Fachmann spricht,
doch seh ich keinen Torgarant,
niemand ist mir da bekannt.

Stuttgart kann kein Maßstab sein,
das weiß selbst ich - und nicht allein,
doch war auch heute mehr noch möglich,
nur vor dem Tor - da endet's kläglich.

Diese Chance - auf Mehreinnahmen,
Gegner, die vielleicht noch kamen,
endet heut in Stuttgart jäh,
ich könnte heulen - wenn ich's seh.

Ein Gutes hat der Tag trotzdem,
ich sah das Spiel bewusst bequem,
Zuhause - weich im Sessel liegend,
und träumte gar von einem Siege.

Dieser Traum - ist ausgeträumt,
stattdessen hab ich nun gereimt,
warm und halt nicht durchgefroren,
der Bock - ok - er hat verloren.

Trotzdem wünsch ich landesweit,
eine schöne Weihnachtszeit,
egal, wie man es auch immer nimmt,
die nächste Runde - kommt bestimmt.  19.12.2012
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Der kleine Hobbit

Die Liebste schaut "Der kleine Hobbit".
Und ich? - Ich mach mich für den "Bock fit",
weil ich heut Abend - welch "Verdruss",
erneut vorm Bildschirm kleben muss.

Ein Kinoabend - UCI,
natürlich wär ich gern dabei,
doch meine Liebste mahnt und spricht:
"Fährst du mit - so nervst du mich!

Das würde uns dort zur Tortur,
deiner banger Blick - stets hin zur Uhr,
dein heimlich schauen auf das Handy,
ne, ne bleib schön Zuhaus - Efendi.

Außerdem - mein bestes Stück,
bist du für Popcorn viel zu dick,
und für Coca-Cola auch,
schau zum Spiegel - schau zum Bauch.

Ich bin die Herrin deiner Ringe,
und ich bin recht guter Dinge,
dass sich dein Einverständnis lohnt,
wenn man(n) meine Nerven schont.

Daher - so widerspreche nicht,
Fußball schauen - ist heut Pflicht,
wenn´s dir auch nicht wirklich passt,
wünsch ich dir - beim Fußball Spaß."

Betreten schaute ich zu Boden,
(muss mich manchmal selber loben,
wie gut ich sie aufs Glatteis führe,
wenn ich den Reiz des Fußballs spüre).

Ich sprach zur Liebsten: "Ja, mein Schatz,
ich setz mich still auf meinen Platz,
schau das Spiel - und üb Verdruss,
was du sagst - nun ja, das muss."

Wenn sie jedoch die Türe schließt,
dann lächle ich - besonders fies,
werfe mich in mein Trikot,
und schau das Match - ich bin halt so.

Hätt im Kino keine Muße,
spiegele nach außen Buße,
und genieß in Wirklichkeit,
diese - mir geschenkte Zeit.

Die Liebste zittert vor der Leinwand,
ich vorm TV - nein, nein, kein Einwand,
dass ich dort heut zittern werde,
ist so klar - wie rund die Erde.

Ich beiße mich im Sessel fest,
nicht, dass man mich verzweifeln lässt.
Die Schnappatmung - die mich erwischt,
bitte, nein - die will ich nicht.   19.12.2012
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Flugkopfball

Ujahs schöner Flugkopfball,
bringt uns den Sieg - ein klarer Fall,
und macht aus einem trägen Spiel,
einen Ausbruch an Gefühl.

Eben noch - Ihr könnt's nicht wissen,
hätt ich sie furchtbar gern zerrissen,
da nimmt das Tor - mir kurz und knapp,
jegliche Entscheidung ab.

Das sind Spiele - nach dem Motto,
wie ein Dreier-Tipp im Lotto:
Man freut sich - und gleich hinterher,
fällt schon das Erinnern schwer.

Die drei Punkte sind im Sack,
Ingolstadt beim Schopf gepackt,
und wenn es auch nicht fesselnd war,
ist ein Sieg stets wunderbar.

Statt nach vorn - gleich 10 mal quer,
vor zurück - dann hin und her,
danach ein weiter Pass - ins Nichts,
doch Ujah ist ja da - und sticht.

Der Anfang dieses Spiels war Stille.
DFL - ist DAS Dein Wille?
Doch kaum fällt's Tor - Ihr wisst es schon,
ist eins nur wichtig - Emotion.

Emotion - wenn's Tor dann fällt.
Emotion - wenn Timo hält.
Emotion - beim Zug zum Tor,
kam's gestern auch recht selten vor.

Beim Abpfiff die Erleichterung,
zwar fehlte es dem Bock an Schwung,
doch wen stört das wohl morgen noch?
Niemand! - Na, ich sag es doch.

So langsam schmilzt - ach ging's doch schneller,
der Abstand hoch - in der Tabelle,
so langsam - bin ich da allein?
Erhält die Hoffnung neuen Keim.

Ein zartes Pflänzchen - ja, ich weiß,
ich schreibe es auch nur ganz leis,
damit es nicht zertreten wird,
wenn sich der Bock im Feld verirrt.

Als nächster Gegner - Jägermeister,
Braunschweig kommt - welch Scheibenkleister,
denn das wird gewaltig schwer,
schlauer sind wir - hinterher.

Nur Chihi's Tag - war es wohl nicht,
die lange Pause wird zur Pflicht,
Verletzungspech - dahin der Schwung.
Chihi - Gute Besserung!       03.12.2012
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Verzicht

Die Liebste sprach mit strenger Miene,
dass ich derzeit kein Lob verdiene,
und auch eine Belohnung nicht,
auf ihrer Stirn blinkt hell - Verzicht!

Ich sah sie leidend lange an,
Ihr glaubt ja nicht, wie ich das kann,
und stammelte: "Ich muss da hin,
denn der FC - spielt in Berlin."

Sie wies auf den Kalender - stumm,
jetzt wisse ich ja wohl, warum,
ich hier zuhause bleiben muss,
ich sei mir des Termins bewusst.

Außerdem - so sah sie das,
macht's Spiel so fern ja keinen Spaß,
und auf dem Screen - wär ich bei Sky,
auf jeden Fall fast live dabei.

So kann nur reden - oh, mich friert,
wen Fußball gar nicht interessiert,
doch gebe ich - das ist bekannt,
dem Widerspruch nur selten Stand.

Saß drum pünktlich - kurz nach 8,
vorm TV - und hab gedacht:
Irgendwie hab ich's im Blut,
irgendwie geht das nicht gut.

Tore, Fußball, Kopfballrecken,
alles das - plus Abwehrdeppen.
Fußballsport sei nur ein Spiel?
Nicht für mich - für mein Gefühl.

Fehlpass - welch ein Festival,
den Ball verloren - viel zu schnell,
ich merkte, wie die Seele kocht,
Bockseidank - war ich nicht dort.

Ganz plötzlich fiel das Führungstor,
die Stimmung kochte prompt empor,
McKenna traf ins kölsche Glück,
ich war vor Freude schier verrückt.

Dann dieses dumme 1:1,
Verständnis dafür hab ich keins,
dass man den Mann so laufen lässt,
so hält man sich den Sieg nicht fest.

Ehrlich - ich hätt zugegriffen,
hätt man das Match da abgepfiffen,
denn 1 Punkt - wie ich das meine,
ist viel viel besser - als sonst keiner.

In Halbzeit 2 - da glüht der Kopf,
oh, wie hat mein Herz geklopft,
doch dann fand ich - im Unentschieden,
letztendlich den ersehnten Frieden.  30.11.2012
_______________________________________
Anthony

Drei Punkte - sie sind jetzt im Sack,
danke, Tony Doppelpack,
danke Kevin - dank FC,
so könnt's bleiben - auf, Olé.

Endlich macht ein Heimspiel Spaß,
Fußballspiel auf grünem Gras,
ich bin vor Freude schier verrückt,
weiß nicht, wohin mit all dem Glück.

Jetzt könnt Ihr sagen, dass ich spinne,
Ihr habt recht - ich bin wie immer:
Nach einem Sieg ist vieles gut,
im anderen Fall - vergeht mein Mut.

Wieder geht's ins Wochenende,
mit drei Punkten - nicht die Wende,
doch wichtig und ein großer Schritt,
ich war dabei - ich ging ihn mit.

Es darf jetzt regnen - ist mir schnurz,
und ist die Freude auch nur kurz,
nehm ich - bis zum nächsten Spiel,
sie gerne mit - das ist mein Ziel.

Dreimal klasse eingenetzt,
was zählt, ist ganz allein das Jetzt,
das war wie ein Befreiungsschlag,
danke für den schönen Tag.

Das Gegentor war unnütz - ehrlich,
doch heute Bockseidank gefährlich,
war das Tor - beileibe nicht,
und trotzdem, sorry - ärgert's mich.

Heute habe ich gewusst,
warum ich stets zum Stadion "muss",
warum ich Haus und Hof verlass,
war's draußen auch - recht kühl und nass.

Die Liebste - ja, mein helles Licht,
liest leider meine Reime nicht,
sobald es um den Fußball geht,
weil sie mich halt nicht versteht.

Drum liest sie nicht - was wichtig schien:
ich würd gern auswärts - nach Berlin,
doch leider gibt's da ein Problem:
Auch mit nem Ja - kann ich's nicht sehn.

Der Beruf geht diesmal vor,
ist wichtiger - als Ball und Tor,
jedoch gedanklich - wie's auch sei,
bin ich Donnerstag dabei.

Ich träume mich ins Stadion,
streichle meinen Schal jetzt schon,
ich säß so gerne mit im Flieger,
FC - sei bitte wieder Sieger.   23.11.2012
__________________________________
Löwengrube

Nebel in der Löwen Grube,
und ich sitz in der warmen Stube,
bereite mich aufs Spiel grad vor,
da köpft McKenna - fein ins Tor.

Dass ich das noch erleben darf,
Mein Bock- das ist so rattenscharf,
3 Punkte aus dem Bayernland,
was das nun heißt - liegt auf der Hand:

Das Wochenende ist geritzt,
das Tor - es riss mich aus dem Sitz,
und Chihi's später hinterher,
das ist perfekt - was will man mehr.

Sprach der Reporter auch zum Teile,
von gepflegter Langeweile,
ist mir's im Augenblick egal,
wichtig ist - der Punkte Zahl.

Endlich einmal keine Häme,
endlich mal kein Grund, zu schämen,
dieser Sieg war mehr als Pflicht,
nur den Stürmer - gibt es nicht.

Lieber Ujah - das zu sehen...,
mir blieb das Herz im Leibe stehen,
das ist halt doch der schmale Grad,
vom feinen Speisen - zum Salat.

Egal, jetzt geht ins Wochenende,
und meine Freude spricht nun Bände,
(na ja, wohl eher doch im Reim,
so herrlich kann ein Freitag sein).

Im Nachhinein - das sollt Ihr lesen,
wär ich gern dabei gewesen,
doch auswärts fehlt mir oft das Glück,
und daher bleib ich still zurück.

Ich schau hinaus - die Sonne scheint,
zumindest hab ich das gemeint,
da sieht man - was ein Sieg, oh Mann,
von Zeit zu Zeit bewirken kann.

Dann reimt der Reimer positiv,
denn der Frust von Duisburg schlief.
Weckt ihn bitte nicht mehr auf,
lasst meiner Freude ihren Lauf.

Ich hab das wirklich nicht geübt:
Von ganz oben - nach betrübt,
und plötzlich wieder fix zurück,
das ist halt rot und weißes Glück.

Sagt, ehrlich - bin ich es alleine?
Rettung gibt's da, glaub ich - keine,
denn diesen leichten, schweren Knall,
den habe ich - auf jeden Fall.    17.11.2012
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Wär ich doch

Wär ich doch Zuhaus geblieben,
hätte einen Reim geschrieben,
über was, das glücklich macht,
dann hätt ich jetzt befreit gelacht.

Hätt man mich damals mitgenommen,
nach Dortmund, Bayern - welche Wonne,
stattdessen musst es Kölle sein,
was bin ich doch ein armes Schwein.

Was in mir ist - kann niemand streichen,
das muss und wird unendlich reichen,
und trotzdem ist es - hinterher,
nach manchem Match - unsagbar schwer.

Da frag ich mich - die halbe Nacht,
was habe ich nur falsch gemacht,
warum ich so geschlagen bin,
verrate jemand mir den Sinn.

Heute gegen Duisburgs Mannen,
war es manchmal mehr als spannend,
als ich überlegen muss:
Wohin geht der nächste Schuss?

Geradeaus? Vielleicht drei Meter?
Diesmal nicht? - Nun gut, dann später.
Statt nach vorne - steil gespielt,
geht's nach hinten - oft und viel.

Das war heute - nur Tortur,
Horrorspiel - ab 18 Uhr,
wär ich still Zuhaus geblieben,
ging's mir besser - meine Lieben.

Hätt im Stadion nicht gefroren,
kein Dampf würd strömen - aus den Ohren,
ich hätte einfach - kurz und knapp,
einen schönen Tag gehabt.

Stattdessen war der Ärger Pflicht,
Spaß macht solcher Fußball nicht,
obwohl dies Wort zum Spiel nicht passt,
nicht ein wenig - nicht mal: fast.

Wär ich zum Konzert gegangen,
ließ mich von Musik umfangen,
"Huh der Arsch - die Zähne auf",
doch ich nahm dieses Match in Kauf.

Mental mal wieder tief am Boden,
statt zu frohlocken und zu loben,
sitz ich hier - Gesicht so lang,
wie nabelt man sich ab? - Sagt an!

Ich kann nur hoffen - es wird besser,
ist solches Hoffen wohl vermessen?
Wär ich doch Zuhaus geblieben,
hätt ich nicht solchen Mist geschrieben. 09.11.2012
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Wechselbad

Manchmal gibt es solche Spiele,
Wechselbäder der Gefühle,
des einen Freud - des anderen Leid,
alles hat halt seine Zeit.

Von ganz unten - nach ganz oben,
verteufeln, fluchen, wieder loben,
alles gab's in diesem Match,
richtig was - fürs kölsche Hätz.

Am Ende weiß ich ohnehin,
nicht recht, ob ich zufrieden bin,
ich sah ein Spiel, das mich gewiss,
von mal zu mal vom Sitzplatz riss.

Wär's beim 3:2 geblieben,
würd ich diesen Abend lieben,
dann fiel das 3:3 - na ja,
auf einmal wurden Ängste wahr.

Ich hab ein tolles Spiel gesehen,
und bald schon werden sie verstehen,
wie man die Führung halten kann,
wir waren wirklich ganz nah dran.

Manche Chance mal clever nutzen.
den Gegner von der Platte putzen,
Kaiserslautern - so vertrackt,
hatten wir schon fast im Sack.

Karneval im Stadion,
wo hört man solche Klänge schon,
Karneval - doch nicht bis Schluss,
wie schade, dass ich's schreiben muss.

Morgen fliegen wir weit fort,
weit an einen fernen Ort,
an dem ich nichts vom Fußball hör,
mein Bock - das fällt mir wirklich schwer.

Nichts von Worms - und nichts von Aalen,
damit muss ich den Wunsch bezahlen,
dass wir in die Ferne reisen,
und an fremden Tischen speisen.

Holt mir die Punkte - passt mir auf,
sorgt im Pokal für guten Lauf,
damit's mich nach der Rückkehr nicht,
eiskalt beim Blick ins Netz erwischt.

Bin ich zufrieden? Ich glaub schon.
Zwar fehlte diesem Spiel der Lohn,
und doch - ich hatte wirklich Spaß,
mein lieber Gott - das ist schon was.

Kein schlechter und kein müder Kick,
wir kämpften uns ins Spiel zurück,
und mit ein wenig Feinschliff mehr,
gibt's 3 Punkte - hinterher.          26.10.2012
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Regensburg (mit Zusatz)

Nicht konzentriert - nicht Leidenschaft,
kaum Dominanz - nur wenig passt.
Nach drei Minuten unter Druck.
Wie lange noch? Ich hab genug.

Abwehr schwach - kein Mittelfeld,
für Verstärkung gibt's kein Geld.
Fehlpass - kaum ein Spielzug klappt,
oh, mein Bock - was geht da ab?!

Wir machen uns schon in die Hose,
vor Regensburg und Bonn - famose,
Zeiten stehen uns bevor,
was soll passieren? - Bin ganz Ohr.

Stellt man nicht an solchen Tagen,
auch den Trainer gern infrage?
Sorry, klingt es auch bequem,
ich sehe einfach kein System.

Bei jedem zweiten Pass - zurecht,
wird es mir gewaltig schlecht.
Das ist kein Fußball - nur Pomade,
mein Gott - um den Verein ist's schade.

Da spielt man gar zum Halbzeitschluss,
den Ball dem Gegner in den Fuß,
damit der, weil es uns gefällt,
die zweite Chance zum Schuss erhält.

Fan seit fast schon vierzig Jahren,
mit Seele, Herz und Haut und Haaren,
ich kann nicht anders - das ist schlimm,
weil ich im Herz ein Geißbock bin.

Und hoffe jetzt auf Halbzeit 2,
ich bleibe - na, ganz klar - dabei,
und doch kocht mir erneut die Galle,
strengt Euch - uns zum Gefallen.

Ja, ja, der Geißbock läuft jetzt mehr,
tut sich dennoch furchtbar schwer,
und bricht sich fast in jeder Phase,
den Mittelfinger in der Nase.

Auch wenn ich's kaum sagen mag,
eher fällt's auf einen Tag:
Ostern und das Weihnachtsfest,
bis wir heut netzen - grob geschätzt.

Den letzten Absatz, den ich hab,
leg ich zum Fall der Fälle ab,
dass heut ein Wunder noch geschieht,
immerzu dasselbe Lied.

Grad geschrieben - wenig später,
verursacht Brecko den Elfmeter.
Wenn man solche Spieler hat,
verliert man halt - von Stadt zu Stadt.
.
.
.
Das war mein Reim - verfrüht versandt,
und was passiert - ist ja bekannt:
3 Tore bis zum Sieg - ohje,
mein Schamgefühl tut ziemlich weh.

Ich hatte wohl schon aufgegeben,
doch wie weiland diese Schweden,
drehten wir ein solches Spiel,
mir fehlte es - wohl an Gefühl.

3 Tore in knapp 5 Minuten,
deshalb muss der Dichter bluten,
den Bock schon viel zu früh erlegt,
das ist es - was mich jetzt bewegt.

Dieser Sieg - ich fass es nicht,
und trotzdem Schatten - wenig Licht,
ab jetzt halt ich mich sehr zurück,
dieser Club - macht schier verrückt.  20.10.2012
_______________________________________
Geiz

Aufstieg? Sicher! - Irgendwann!
Doch diesmal muss der Haken dran.
Denn wer so geizt vor fremden Toren,
hat weiter oben nichts verloren.

Wer dann noch in der Abwehr steht,
als wenn er durch den Stadtpark geht,
und das dann leider gleich zu zweit,
dann wird das nichts - es tut mir leid.

Ujah trifft - der Ausgleich fällt,
und doch zu wenig - denn "bestellt",
hatt ich ein 3-Punkte-Spiel,
ein deutlich formuliertes Ziel.

Dann kommt Jajalo - von der Stange,
und schon wird's um den Bock mir Bange,
Verstärkung, die sieht anders aus,
mit 1 Punkt fahren wir nach Haus.

Steigen gar in der Tabelle,
Alaaf, ich mache glatt die Welle,
bin wieder im realen Leben,
selbst Siege soll's da manchmal geben.

Solch ein hoher Spielanteil,
doch kaum ein Pass geht wirklich steil,
kaum ne Flanke kommt mal an,
das wird mal besser - aber wann?

Im Spielaufbau am liebsten quer,
sag, Poldi - fällst Dir wirklich schwer,
dass Du jetzt kickst bei Arsenal?
Dort zelebrierst Du Kunst am Ball.

Auch wenn das hier jetzt anders klingt,
auch wenn mir das gewaltig stinkt,
ich bin FC-Fan - bleib es auch,
weil ich dieses Feeling brauch.

Trotzdem muss ich den Frust verdauen,
und statt drei Tage dran zu kauen,
schreib ich's mir hier - von meiner Seele,
womit ich Euch die Zeit nun stehle.

Beim nächsten mal komm ich erneut,
den Unmut fühle ich nur heut,
und morgen sag ich: Schwamm darüber,
der eine Punkt, der ist mir lieber.

Lieber, als das Spiel verloren,
noch immer glühen meine Ohren,
zwei Punkte heute glatt verschenkt,
Ihr merkt - dass meine Sicht jetzt hängt.

Ich schlafe eine Nacht kurz drüber,
und morgen sehe ich dann wieder,
ein kleines Licht am Horizont.
Ich frage mich - wie das stets kommt.  08.10.2012
_________________________________________
Paderborn

Mein Chef sprach gestern - bitte sehr,
dass jetzt gleich alles anders wär,
1 Sieg - gleich Deutsche Meisterschaft.
Na ja, so bin ich - oder fast.

Letzte Woche todbetrübt,
und jetzt halt in den Bock verliebt,
das ist ein stetes Auf und Ab,
wie gut, dass ich dies Feeling hab.

Gestern Sieg in Paderborn,
jetzt geht's schon los - erneut, von vorn,
denn plötzlich scheint mein Himmel weiß,
weiß und rot - Dank kölscher Geiß.

Da rechne ich schon Punkte ein,
gegen Dresden - bald, Daheim,
und schon packt mich der Größenwahn,
Aug um Auge, Zahn um Zahn.

Gestern endlich so gespielt,
wie man als Fan den Fußball fühlt,
nicht alles prima und perfekt,
doch gab's den Sieg - das ist der Zweck.

Ujah traf - ein feines Tor,
Brecko wirbelte zuvor,
und dieser Kopfball - mit viel Wucht...,
solches Tun hab ich gesucht.

Bei Standards kurz vorm Herzinfarkt,
der Ausgleich stach mich tief ins Mark,
Lattenkracher - Jubelschrei?
Knapp daneben ist vorbei.

Ich wusste nicht, wo ich grad stand,
im Fernsehen sang die kölsche Wand,
und trug die Stimmung mir ins Zimmer,
Kölsche Stimmung hält für immer.

Ich ahnte schon, da geht heut was,
dann machte Bröker mir viel Spaß,
sein Sololauf - vorm Führungstor,
der riss mich aus dem Sitz empor.

Das liebe ich an diesem Spiel,
feine Technik und Gefühl,
der Blick drauf - für den freien Mann,
dass Chihi kaum noch anders kann.

Chihi kam - der Joker stach,
einfach ein perfekter Tag,
nicht nur deshalb - freu wie nie,
der Sieg - drei Pünktchen auf dem i.

Jetzt geht es froh ins Wochenende,
ich denke, dieser Reim spricht Bände,
ich bin jetzt einfach prima drauf:
Was kost' die Welt? - Sie wird gekauft!   29.09.2012
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Ekstase

Jetzt Ekstase? Sicher nicht!
Dieser Sieg war einfach Pflicht.
Und doch freu ich mich wie ein Kind.
Mein Club schießt Tore - und gewinnt.

Endlich wieder einmal freuen,
immer wieder - und aufs Neue.
Nur leider nicht mehr dran gewöhnt,
oh, mein Bock - wie ist das schön.

Fröhlich Reimen fällt fast schwer,
ich weiß den rechten Dreh nicht mehr.
Da geht's mir ähnlich - nach der Zeit,
wie dem FC - es tut mir leid.

Doch der Moment ist jetzt vorbei,
der Bock - er schießt sich endlich frei,
auch wenn die 1. Halbzeit zwar,
rundherum ein Grauen war.

Ein Tor erzielt - und trotzdem keins,
weil's der Schiri halt so meint,
und ansonsten wenig Fluss,
was tat ich - dass ich leiden muss?

Und wenn ich schimpfe - dann doch bloß,
weil ich sonst platze - ich bin groß,
jedoch im Herzen noch ein Kind,
vor allem - wenn mein Club gewinnt.

Endlich wieder mal ein Dreier,
endlich mal ein Grund zur Feier,
endlich mal zufrieden sein,
ist auch der Anfang noch recht klein.

Das war noch keine Offenbarung,
das war nur leichthin die Erfahrung,
dass man noch gewinnen kann,
das musste sein - jetzt, irgendwann.

Vielleicht in Paderborn bestehen?
Nächsten Freitag - man wird sehen.
Vielleicht mal einer Serie Start?
Vielleicht das Feuer jetzt entfacht?

Vielleicht mit mehr an Mut jetzt spielen?
Vielleicht den Reiz der Siege fühlen?
Erwarte ich vielleicht zu viel?
Nein, Fußball ist nicht nur ein Spiel.

Er gehört für mich zum Leben,
kann es denn was Schöneres geben,
als kollektive Leidenschaft?
Auch wenn sie oftmals - Leiden schafft.

Da muss ich durch - ganz ohne Gnade,
und daher liebe ich die Tage,
wenn ich mal wieder strahlen darf,
FC und Siegen - das ist scharf.     25.09.2012
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Förster

Berlin - Die Alte Försterei,
und ich (zu oft) erneut dabei,
stolz, dass ich ne Karte habe,
auch Dummheit ist wohl eine Gabe.

Gesungen und auch mitgeklatscht,
noch nicht genügend abgewatscht,
stell ich mich ins Stadion hin,
wo ist da, bitte noch der Sinn?

Rastplatz an der Autobahn:
In meinem rot und weißen Wahn,
spreche ich den Fanclub an,
ob mir jemand helfen kann.

Keine Karte für das Spiel,
im Stadion fiebern - hehres Ziel,
und als man mir zwei Tickets reicht,
ward's mir um mein Herz ganz leicht.

Da wusste ich ja schließlich nicht:
Bei uns sind keine Schotten dicht.
Die Abwehr übertrifft sich gar,
im Hochbeschwören von Gefahr.

Der Sturm ist nichts als laue Luft,
das erträgt man nur im Suff,
doch da ich halt kein Trinker bin,
nehme ich das stoisch hin.

Da stimmt nichts vorn - da stimmt nichts hinten.
Wann will man sich denn endlich finden?
Vielleicht dann doch in Liga 3?
Ist das das Ziel? Das wär mir neu.

In Führung gehend das Spiel verschenken,
nur noch an den Schlusspfiff denken,
und sich überrollen lassen,
das ist Dummheit - nicht zu fassen.

Trotzdem singt die Kurve weiter,
erprobt und fähig, um zu Leiden,
dies ist einzig und allein,
der Grund, noch immer Fan zu sein.

Am Dienstag Frankfurt, Paderborn.
Das Elend dann erneut? Von vorn?
Man schämt sich fast des Flagge zeigen,
am besten wäre es - zu Schweigen.

Doch bevor ich dran ersticke,
schreib ich - trotz verstörter Blicke,
und schütte hier mein Herz kurz aus,
oh, mein Bock - es ist ein Graus.

So warte ich dann friedlich weiter.
Auf wolkig folgt bekanntlich heiter.
Ich harre der Veränderung,
ich kann warten - ich bin jung.     21.09.2012
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Tore

„Tore schießen? - Muss man nicht!
Völlig antiquierte Pflicht.
Vielleicht gab´s das ja früher mal,
heute nicht – es ist egal.“

Manchmal – (fällt es mir auch schwer),
sieht´s aus – als ob´s ein Sinnspruch wär,
dabei weiß doch ein jedes Kind,
dass man mit „Null“ halt nicht gewinnt.

FC verkommt zum Trauerspiel,
selbst beste Chance geht nicht ins Ziel,
dann hinten mal nicht aufgepasst,
schon sind wir wieder pudelnass.

1 Punkt – das ist schon jämmerlich,
doch abgehakt – den Mund gewischt,
beim nächsten Mal – Schluss mit Beschwerden,
kann es doch nur besser werden.

Zwei neue Spieler sollen´s bringen,
hoffentlich wird es gelingen,
sonst schauen wir – und das wär dumm,
uns demnächst ganz furchtbar um.

Sehen dann – nach kurzer Frist,
dass hinter uns schon nichts mehr ist,
ein Sieg – mein Bock, wie wär das schön,
endlich mal nach vorne sehn.

Stattdessen gab es gestern wieder,
Hohn, Gelächter – ich bin müde,
und habe darauf keine Lust,
Mist, dass ich das schreiben muss.

Die Ränge werden langsam leerer,
von Mal zu Mal wird es nun schwerer,
eine Spirale ohne Ende,
hoffentlich kommt es zur Wende.

Bin ich vielleicht zu pessimistisch?
Doch fehlt mir einfach mittelfristig,
der Punkt, an dem ich packen kann,
vielleicht kommt er ja – irgendwann.

Und wieder mal zwei Wochen warten,
Stanislawski mischt die Karten,
das nächste Spiel – St. Pauli winkt.
Ob uns dann wohl was gelingt?

Kein Mut – und auch kein Selbstvertrauen,
nichts, um darauf fest zu bauen.
Die Hoffnung bleibt – der Knoten platzt,
das letzte Spiel – war für die Katz.

Ich möchte wieder fröhlich reimen,
lasst in mir die Hoffnung keimen,
dass der Punkt nicht fern mehr ist,
dass man rot-weiße Fahnen hisst.  01.09.2012
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Entwöhnung

Pezzoni? Der kann wirklich alles,
und im Falle eines Falles,
ist er der Turm in jeder Schlacht,
wer hätte das nur je gedacht.

Im Halma und im Hütchenspiel,
bringt er jeden Punkt ins Ziel,
bei Dame strahlt sein helles Licht,
nur im Fußball - leider nicht.

Ungeschickt lässt herzlich grüßen,
doch mit zwei gesunden Füßen,
hat man beim Geißbock wenig Chance,
der Bock agiert in tiefster Trance.

Egal wer dort auch immer eiert,
leider keinen Grund zur Feier,
nicht effizient und auch nicht schön,
der letzte Fan wird so entwöhnt.

Vielleicht will ich ja viel zu viel,
Tore und gar Spaß am Spiel.
Das ist vermutlich Übermut,
oder unterdrückte Wut?

Ich schaue besser nicht mehr hin,
das bringt dem Match zwar kaum Gewinn,
doch schont es sehr mein Nervenkleid,
ist's denn wirklich schon so weit?

Ja, so blieb's im Erzgebirge,
in Halbzeit 1 nur bei Gewürge,
doch lass ich mir zum Reim noch Raum,
zum fernen Sieg - ich glaub's ja kaum.

Eine Halbzeit weiter Bangen,
könnte es zum Pünktchen langen?
Die Hoffnung, sie stirbt ja zuletzt,
doch was ich sehe - hm, das ätzt.

Denn die Chancen lässt man liegen,
nur mit Toren kann man siegen,
und wenn man dem Tor sich naht,
wird's zum Mädchenpensionat.

Mit Stanislawski, dieser Riege,
riecht es stark nach 3. Liga,
und wenn man dann noch Kevin heißt:
McKenna liefert den Beweis.

Misswirtschaft - und die seit Jahren,
lässt nun aktuell erfahren,
dass das wohl nicht besser wird,
der Dichter hofft - dass er sich irrt.

Es kann zum Schluss nur besser werden,
einfach nur in Frieden sterben,
FC-Fans sind recht arme Säue,
jedes Mal - und stets aufs Neue.   27.08.2012
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Hitze

Wenn Bröker in der Hitzeschlacht,
von Haching glatt zwei Tore macht,
dann reicht das - oder reicht das fast,
grad wie es Herrn Pezzoni passt.

Zuerst gibt's fast ein Eigentor,
und als er dann den Ball verlor,
ward es plötzlich noch mal knapp.
Mein Puls, er setzte mich schachmatt.

Bockseidank - das Spiel gewonnen,
endlich im Erfolg mal sonnen,
wenn auch nur beim Drittligist,
doch Babbel weiß heut - wie das ist.

Wir sind jetzt in der nächsten Runde,
endlich einmal frohe Kunde,
ich hatte Angst vor der Blamage,
vor erneuter Lang-Visage.

Doch heute passte unser Spiel,
nur nach vorne - lief nicht viel,
und hinten - hinten wirkt ein Mann,
der Fußball nicht so wirklich kann.

Erfreut hat Brökers Doppelpack,
das brachte mich auf den Geschmack,
und da möchte ich gern mehr,
doch manchen Stürmern fällt es schwer.

Hector war ein Lichtblick heute,
Strobl auch - sowie die Meute,
die unseren Club begleitet hat,
nach Bayern in die ferne Stadt.

Der Support war einfach prima,
gerade heute - bei dem Klima,
in dem die Beine schwer wie Blei,
macht Unterstützung vieles neu.

Jetzt gilt's, den Schwung mal wirken lassen,
in Aue nach den Punkten fassen,
und dann im eigenen Stadion.
Bei Heimsieg - gibt's nen Reim davon.

Natürlich ist nicht alles gut,
doch hab ich jetzt ein wenig Mut,
dass da etwas entstehen kann,
irgendwo und irgendwann.

Doch wenn man noch an Spielern hängt,
mit denen man den Sieg verschenkt,
kann das auf Dauer nicht viel geben,
das sollte man mal überlegen.

Dank für den Sieg von heute,
danke für das bisschen Beute,
danke für den schönen Tag,
den ich jetzt dreimal lieber mag.    18.08.2012
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Anleihe

Welcher Spruch prägt mich am besten?
"Was juckt mich mein Geschwätz - von gestern!"
Gestern fast den "Fan" verdrängt,
und heut gezeigt, wo's Herz doch klemmt.

Finanzielle kleine Stütze,
hoffentlich wird sie was nützen,
und dabei kommt's mir - Mann oh Mann,
noch nicht mal auf die Zinsen an.

Auch nicht aufs Schmuckblatt an der Wand,
vielmehr aufs Reichen einer Hand,
zur Stärkung finanzieller Kraft,
von dem Verein - bin ich geschafft.

Ich hoffe, dass bei allem Frust,
auch die Erkenntnis reifen muss,
dass nur dann sich was bewegt,
wenn man das Blatt des Schicksals dreht.

Wenn man die leeren Kassen füllt.
Ist auch mein Anteil nicht so wild,
so hoffe ich doch - mit Bedacht,
dass mancher das ganz ähnlich macht.

Die Anleihe vom letzten Mal,
hängt im Büro - mir war's egal,
ob es eine Rendite gab,
ich seh es nur - als gute Tat.

Und doch frag ich mich manchmal sehr:
Ist Wirtschaften denn ach so schwer?
Ich mach's seit dreißig Jahren schon,
mit viel, viel weniger an Lohn.

Millionen werden eingenommen,
"verdient" - nicht übers Herz gekommen,
am Ende Geißbocks Kassen leer,
da fällt mir das Verstehen schwer.

Und doch bin ich mit mir im Reinen,
ob andere auch - ich will es meinen.
Sagt mir mein Chef, dass ich wohl spinne,
dann wegen des Vereins - fast immer.

Nun geb ich wieder frische Nahrung,
und hoffe auf die Offenbarung,
darauf, dass man das Geld bewusst,
dort einsetzt - wo es helfen muss.

Im Sturm - dort vorne ganz bestimmt.
Und kreativ - wie man es nimmt.
Doch vorher wär es legitim,
würd man in gleicher Richtung ziehn.

Egal - die Order ist nun raus,
ich geb mein Scherflein - so sieht's aus.
Denn was juckt - ich schrieb es oben:
Geschwätz von gestern - War nur Probe.   12.08.2012
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Sandhausen

Düsseldorf hat's vorgemacht,
3. Liga - tiefste Nacht.
Zwar ist das derzeit noch weit fort,
doch ich hab Angst - denkt an mein Wort.

Mit dieser Mannschaft - ohne Kopf,
gewinnt man keinen Blumentopf.
Noch dazu fast ohne Sturm,
ach, ich bin ein armer Wurm.

Unser Kevin - das Pezzoni,
wickelt besser Makkaroni,
dazu noch die Karriere ab,
die eh noch nicht begonnen hat.

Die einen wechseln Joker ein,
wir pinkeln uns nur selbst ans Bein,
ich seh uns schon im Nirgendwo,
dieses Spiel macht niemand froh.

Die Karte gegen Arsenal,
geht in den Müll - ein klarer Fall,
denn meine Zeit ist mir zu schade,
statt Sekt nur schale Limonade.

Wer nicht sieht, dass wir nichts taugen,
hat Tomaten auf den Augen.
Jedenfalls - jetzt im Moment,
fehlt's an Können - und Talent.

Die Fans verprellen - kann nicht jeder,
agiert so weiter - mit dem Leder,
dann spielt Ihr bald vor der Kulisse,
die wir heut notieren müssen.

Fußball wird zum Trauermarsch,
die ganze Freude schon im A....,
oh, mein Frust braucht ein Ventil,
und sagt jetzt nicht, es sei nur Spiel.

Jungs, Ihr solltet Euch was schämen,
auf der Tribüne sah ich Tränen,
Jugendwahn ist schön und gut,
doch wer weiß noch - was er tut?

Kein Geld ist da - ein Teufelskreis,
war dieses Match nun heut der Preis?
Fußball soll doch Spaß bereiten,
lang, lang her sind diese Zeiten.

Mit dieser Leistung - tut mir leid,
ist's bis Berlin so elend weit,
wenn Haching uns den Fott versohlt,
und der FC den Pott nicht holt.

Morgen gibt es in der Presse,
ganz gewaltig auf die F.....,
und leider auch komplett zu Recht,
wir waren heut unsagbar schlecht.   10.08.2012
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Braunschweig

Irgendwas macht mich prophetisch,
hätt ich getippt - so dies Ergebnis.
Ich bin nicht wirklich stolz darauf,
jedoch - das ist der Dinge Lauf.

Braunschweig punktet - uns bleibt Schweigen,
eine Halbzeit lang sich zeigen,
und dann, als sich der Druck erhöht,
nicht mehr wissen, wie es geht.

Und doch war ich heut (fast) zufrieden,
Mannschaftsgeist war uns beschieden,
etwas, das ich lang nicht sah,
plötzlich - war er wieder da.

Höhen sah man - und auch Tiefen,
Pässe, die ins Leere liefen,
und auch so manchen Geistesblitz,
jedoch kein Tor - das ist der Witz.

Denn ohne Tor - dem Ball dort drinnen,
kann man halt kein Spiel gewinnen,
und Tese - tut mir das auch leid,
schenkte man heut zu viel Zeit.

Da fehlte - hat's daran gelegen?:
Das Durchsetzen - und das Vermögen,
den Ball aufs fremde Tor zu ziehen,
das war ihm heute nicht verliehen.

Chihi, den ich dribbeln sah,
mit feinen Pässen - hier und da,
der sich dann auf den Boden schmeißt,
als ob's ihn von den Beinen reißt.

So gewinnt man - will ich schätzen,
leider nicht auf fremden Plätzen,
und ob es für Zuhause reicht,
das sieht man Freitag - ja, vielleicht.

Automatismen sind zu finden,
ich kann das Spiel heut gut verwinden,
weil ich ja weiß - so als Prophet:
Für Besserung ist's nicht zu spät.

Es war Spiel 1 - das wird schon werden,
langsam mit den jungen Pferden,
und Stäbe bricht man jetzt noch nicht,
wo's Schatten hat - da gibt's auch Licht.

Sandhausen kommt - da heißt es Siegen,
noch Zeit zum Training - Zeit zum Üben,
und vielleicht - ich träume noch,
kommt ein weiterer Stürmer doch.

Und nicht nur Eichner - besser alle,
lernen jetzt die Abseitsfalle.
Bleibt ganz ruhig - ich bin es auch,
so hört auf meinen stolzen Bauch.   05.08.2012
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Heerenveen

Endlich wieder Fußball sehn,
und sei's nur gegen Heerenveen,
ein Spiel - und trotzdem macht es Spaß,
um die güldene Ananas.

Wären da nicht hinter mir,
Menschen - dumm wie'n Stück Papier,
die bereits vorm ersten Spiel,
alles wissen - davon viel.

Deren Analyse nervt,
nach dem Motto "Leute werft,
mal eben grad den ersten Stein,
egal wen's trifft - das soll so sein."

Natürlich sagt ein Testspiel wenig,
das weiß ich - und daher: Ich sehn mich,
nach dem Auftakt - nicht mehr lang,
bald fängt es in Braunschweig an.

Ich mein, ich sah schon neuen Schwung,
doch ist das Jahr noch viel zu jung,
um zu deuten, wo man steht,
wenn’s demnächst um Punkte geht.

Doch jetzt sich schon das Maul zerreißen,
alles in die Tonne schmeißen,
Brecko, Chihi - wer auch immer,
das sind nicht Fans - nein, das ist schlimmer.

Selbst gestern nach dem zweiten Tor,
hätte ich so gern das Ohr,
verschlossen und nichts mehr gehört,
weil Dummgeschwätz halt einfach stört.

Brecko ist jetzt Kapitän,
kein Fußballgott - doch sei erwähnt,
dass gerade unser "Fußballgott",
kaum Leistung zeigte - und im Trott...

...der Mannschaft sich fein eingereiht,
zum Ar...aufreißen nicht bereit,
nicht bereit zum Kämpfen, Siegen,
daher sind wir abgestiegen.

Stattdessen mehr von Breckos Plan,
von seinem Willen - und Elan,
ja, vielleicht hätt es gereicht,
hinterher - sagt sich das leicht.

Ja, vielleicht nur meine Meinung,
vielleicht steh ich damit alleine,
vielleicht hab ich der Ahnung wenig,
wär ich allwissend - wär ich König.

Doch jetzt - genau in dem Moment,
geb ich erneut mein letztes Hemd,
und dazu der Hoffnung hin:
Was der Trainer tut - macht Sinn.   29.07.2012
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Immer noch FC-verrückt

Immer noch FC-verrückt,
weit entfernt - ein ganzes Stück,
von dem, was für mich heilsam ist,
die Fahne bleibt rot-weiß gehisst.

Sogar der Tankwart spricht mich an,
dass er mich kaum verstehen kann,
denn selbst mein neues Auto hat,
"FC" - zum Namen meiner Stadt.

BM-FC, nun endlich wieder,
ich finde schon - da kommt was rüber,
das wertet noch mein Auto auf,
ich habe halt perfekt gekauft.

Die Dauerkarte bleibt mir treu,
die Spielzeit kommt - wie ich mich freu,
und eines weiß ich ganz genau:
Die Wahl ist schwer - ob Bock, ob Frau.

Dummerweise - ja, das plagt,
hab ich's meiner Frau gesagt,
und die Liebste reagiert,
so, wie es mir wohl gebührt.

Die Dauerkarte fix zerschnitten,
kreuz und quer - nicht nur die Mitte,
einem wilden Puzzle gleich,
ich weiß genau - das wird nicht leicht.

Nun sitze ich - verbannt im Keller,
ich bin der Mann für schwere Fälle,
mit Uhu, Pattex - und mit Leim,
und klage hier mein Leid - im Reim.

Ich stückle, lege an und schiebe,
wie ich meine Frau doch liebe,
denn gegen meine Langeweile,
hat sie ein Mittel - 1.000 Teile.

Nicht mehr lange - dann geht's los,
meine Freude, sie ist groß,
und vorher Unken - bringt nicht viel,
ich lauere auf das erste Spiel.

Danach kann ich noch immer jammern,
versteckt in meiner Tränen-Kammer,
doch derzeit ist - falls man mich fragt,
Optimismus angesagt.

Ich hab's Gefühl, das geht schon gut,
ein bisschen Vorschuss auf den Mut,
den ich mir derzeit selber mach,
das klappt - was anderes wär gelacht.

Bis dahin puzzle ich ruhig weiter,
ganz ruhig - das macht bestimmt gescheiter,
vielleicht zum ersten Spiel komplett,
dann kann ich hin - das wäre nett.     16.07.2012
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Wimmer

Einen Lichtblick gibt es immer,
in diesem Fall der Spieler Wimmer,
weil er - wenn er unterschreibt,
als mein Namensvetter bleibt.

Der kann nur gut sein - ganz bestimmt,
bin ich auch ein großes Kind,
weiß ich dennoch, was ich tu,
meistens - ich erwähn's dazu.

Und während ich noch dümmlich grinse,
tritt mein Weib vor meine Linse,
spricht: "Sei nicht so überheblich,
was du da schreibst – ne, ne, das geht nicht.

Wo wärst du nur - mein lieber Mann,
gäb ich nicht die Richtung an,
ich bin dein Trainer - na, so ähnlich.
Ich warne dich - grins nicht so dämlich."

Schon holt sie aus - mit weitem Schwung,
oh, mein Bock - ich bin noch jung,
und hätte gern - das wäre schön,
die neue Spielzeit noch gesehn.

Neue Spieler, fremde Namen,
ein paar die gingen - andere kamen,
und die Elf - rot-weißes Licht,
bekommt nun langsam ein Gesicht.

Stanislawski - neues Coaching,
neue Richtung - it's approaching,
ich bin gespannt - und davon viel,
auf das allererste Spiel.

Ich spitze schon - ganz ohne Rüffel,
meinen nicht vorhandenen Griffel,
damit ich wieder loben kann,
auch schimpfen, toben - dann und wann.

Wenn's sein muss, auch mal kräftig lästern,
doch am liebsten - auch am besten (?),
reime ich im Glücksgefühl,
nach einem grad erlebten Spiel.

Nach einem Sieg - nach Endorphinen,
Lob, das muss man sich verdienen,
vielleicht ja auch vom Anfang gleich,
der neue Mann - aus Österreich.

Das alles schoss mir im Moment,
durch jede Windung - denn man(n) kennt,
den harten Hieb von meiner Frau,
ich speziell - ich sehr genau.

Vergaß dabei - glatt, mich zu ducken,
und musst ich auch manch Zähnchen spucken,
so bleib ich doch konkret dabei:
Ein Wimmer kommt - wie ich mich freu.   21.06.2012
_________________________________________
Leere Ränge

Ein Fußballspiel vor leeren Rängen,
statt Emotionen, Lärm und Enge,
das ist und scheint mir allenfalls,
wie Frühstückseier - ohne Salz.

Wie Autofahren ohne Speed,
wie Konzerte ohne Lied,
wie Sommer ohne Sonnenschein,
so ähnlich - so wie jetzt daheim.

Wieder mal - sich überboten,
Schwachkopf, Trottel und Chaoten,
und die Zeche zahlt zuletzt,
nur der wahre Fan - wie jetzt.

Ob's jetzt so kommt, ist nicht gesagt,
doch irgendwann folgt doch der Tag,
so lange man das nicht begreift,
irgendwann sind wir wohl reif.

Gut verstecken - sprich vermummen,
tun sich letztlich nur die Dummen,
irgendwo das Mütchen kühlen:
Keine Angst - er will nur spielen.

Sucht den Fußball sich als Bühne,
irgendwo hat's schon Routine:
Immer feste - immer drauf,
leider gibt es die zuhauf.

Der eine, der durchs Leben hastet,
der nächste ist nicht ausgelastet,
ein Dritter, der läuft einfach mit,
wo es halt Randale gibt.

Die gibt's in Köln, in Gladbach auch,
überall - wo's niemand braucht,
in Schalke, Dortmund und in Bayern,
doch wahre Fans - die möchten feiern.

Sind dann einfach fassungslos,
das Unverständnis, es ist groß,
fühlen sich komplett verar...t,
klingt das jetzt vielleicht auch barsch.

Mit denen, die ins Hirn geschissen,
zusammen in den Topf geschmissen,
und mancher zeigt den Finger gern,
auf den normalen Fußball-Fan.

Auf den, der nur genießen will,
den Reiz des großen Fußballspiels,
der mal leidet, der sich freut,
der jubelt und der nichts bereut.

Dem Club droht Strafe - auch dem Fan,
viel schöner wäre es doch - wenn,
man die Mittel nicht verliert,
sondern sinnvoll investiert.

So viele, die nur jubeln wollen,
die sich freuen - so wie Bolle,
wenn es grad mal aufwärts geht,
die leiden, wenn der Wind sich dreht.

Doch wie's auch kommt - man ändert's nicht,
Vermummte, sie sind das Gesicht,
das wirklich niemand sehen mag,
nicht bei Flutlicht - nicht bei Tag.

Ich bleibe Fan - ich bleib es gern,
und fühl ich Frust, so läg's mir fern,
den mit Fäusten zu vertreiben,
stattdessen mag ich lieber - schreiben.   14.06.2012
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Kunst

Aus wenig Geld - das Beste machen,
und die Glut damit entfachen,
das ist wahrlich eine Kunst,
vielleicht klappt das sogar - bei uns.

Mit Bedacht die Spieler wählen,
und sich dabei auch nicht verzählen,
denn Ebbe - leeres Portemonnaie,
das tut im Ernstfall reichlich weh.

Zu jung? Zu alt? - Die Waage halten,
nicht erneut die Mannschaft spalten,
Laufbereitschaft, Spaß am Spiel,
und zur Saison - ein klares Ziel.

Vielleicht der deutschen Sprache mächtig,
Identifikation wär prächtig,
und mit Stolz den Geißbock tragen,
gemeinsam einen Neustart wagen.

Ob's am Ende Aufstieg heißt,
das ist's was derzeit niemand weiß,
vielleicht klappt's ja - vielleicht auch nicht,
doch Fans verzaubern - Das ist Pflicht.

Ich möchte aus dem Stadion gehen:
"Ich hab ein tolles Spiel gesehen.
Endlich wieder Fußball pur,
ist es auch Montag - nach 10 Uhr."

Wer geht, wer kommt - na, schauen wir mal,
am Ende ist es auch egal,
Namen sind nur Schall und Rauch,
der Wille ist es - den man braucht.

Ich nehme unser Trio "Sport",
vom Gesagten klar beim Wort:
Faszination mit Leben füllen,
kollektiv - vereinter Willen.

Dauerhaft den Funken setzen,
breit die Brust - nicht überschätzen,
die Wanderung auf schmalem Grad,
die wird nicht leicht - ja, in der Tat.

Fingerspitzen, Sachverstand,
denn Träume - die gebaut aus Sand,
die verwehen viel zu fix,
schaut nur zurück - das war wohl nix.

Ich freue mich - da muss ich durch,
auf Regensburg - kenn keine Furcht,
auf St. Pauli, Dresden, Aue,
auf Bochum, Hertha - vorwärts schauen.

Die Tribüne sieht mich wieder,
die 1. Liga wär mir lieber,
doch auch, wenn's "nur" die Zweite ist:
Trotzdem stets FC - gewiss.       24.05.2012
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Fremd

Artig auf den Aufstieg warten,
im Besitz der Dauerkarte,
und dass sie jetzt noch preiswert ist,
das freut mich sehr - oh sure, gewiss.

Ein Preisrabatt dem treuen Fan,
solche Nachricht liest man(n) gern,
und der Abstieg, der so mies,
wird im Abgang leicht versüßt.

Wieder auf derselben Schiene,
sitze ich auf der Tribüne,
sing die Hymne lauthals mit,
weil es (fast) nichts Schöneres gibt.

Cottbus kommt statt BVB,
doch was bleibt - ist der FC,
und nächstes Jahr - ich hoffe ja,
sind wir auch schon wieder da.

Egal wie es auch immer bleibt,
egal was unser Jahrbuch schreibt,
egal - ich schreib es kurz und knapp:
Mein Ticket geb ich nie mehr ab.

Ich bleibe Fan - ich geh nicht fremd,
und in meinem Testament,
steht mein Platz - auf alle Fälle,
obenan - an erster Stelle.

Muss ich vielleicht auch 100 werden,
um irgendwann auf dieser Erde,
noch mal den Meister zu erleben,
werd ich alles dafür geben.

Bochum, Pauli - und jetzt Aalen,
"Django muss gewiss nicht zahlen",
weil er seinen Stammplatz hat,
hier - in unserer schönen Stadt.

Samstag, Sonntag - Mittags schon,
das ist nicht neu - ich bin's gewohnt,
und Montagabend? Ich sag stolz:
"Ich bin FC-Fan" und " Was soll's".

St. Pauli ruft - das Millerntor,
ich fahre mit - im kölschen Chor,
schrei mir die Seele aus dem Leib,
ich bin nicht sauer - tut mir leid.

Mich hängen lassen - liegt mir fern,
ich hab den Fußball viel zu gern,
und vom Abstieg - ich schreib's munter,
geht die Welt bestimmt nicht unter.

Zu verzweifeln - ist mir fremd,
so fremd wie manchem - das Talent,
es wird jetzt besser - ganz bestimmt,
tief in mir - bin ich noch Kind.       11.05.2012
__________________________________
Versagt

Lässt man ständig Punkte liegen,
ist man endlich abgestiegen,
was mich leider kaum mehr stört,
weil der Club dorthin gehört.

Hat über Wochen sich beworben,
ist nun - so wie gewollt - verstorben,
denn wenn es so an Herzblut fehlt,
spielt man einfach unbeseelt.

Das trifft zwar nicht auf jeden zu,
doch irgendwie versagt die Crew,
und niemand reißt das Ruder rum,
weil's niemand kann - und das ist dumm.

Zum fünften Mal jetzt 2. Liga,
es ist egal - den Schwamm darüber,
wenn man's jetzt als Chance begreift,
es war schon lange überreif.

Doch erstmals gibt's den Scherbenhaufen,
kaum Geld, um neue "Stars" zu kaufen,
kein Manager, kein Trainer nicht,
Dunkelheit - und wenig Licht.

Poldi fort - und Rensing auch?
Mir ist's nicht wirklich wohl im Bauch,
ich habe Angst - vor dem was wird,
und hoffe, dass der Dichter irrt.

Das Spiel, es ward zwar jetzt vergeigt,
doch hat uns die Saison gezeigt,
dass heute - leider ist es wahr,
der Schlusspunkt nicht vermeidbar war.

Wer so mit seinen Chancen spielt,
der sieht vom Anfang nicht das Ziel,
und der blamiert sich dieser Tage,
nicht in zwei Spielen - keine Frage.

Heute fehlen mir die Tränen,
folglich kaum ein Grund, zu schämen,
man gewöhnt sich leider dran,
nach all den Jahren - irgendwann.

Jedoch, was bleibt - das ist der Reiz,
ich bleibe Fan - was soll der Geiz,
mein Platz im Süden nicht verwaist,
und auswärts wird sogar gereist.

Neue Spieler - neue Namen,
endlich Siege - weitere Dramen,
und irgendwann gibt es vielleicht,
den nächsten Aufstieg - wenn es reicht.

Ich bleibe Fan - mit Seele, Herz,
fühle momentan zwar Schmerz,
doch der geht gewiss vorbei,
die nächste Spielzeit - vieles neu.  05.05.2012
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Schweiß

Weiß Gott, ich bin ein armes Kind,
der Rücken krumm - der Schweiß, er rinnt,
denn jetzt, wo nun der Frühling kommt,
wächst wieder Unkraut - schnell und prompt.

Ich hab's versucht wie Superman:
Hingestellt - "Los Unkraut, brenn!"
Geschaut mit bestem Hitzeblick,
doch das Unkraut - grinst zurück.

Da blieb mir nur - wie jedes Jahr,
mich zu stellen - der Gefahr,
dass mich nicht die Hexe schießt,
denn ansonsten - wär das mies.

Ich nahm ein Messer mir zur Hand,
und den letzten Rest Verstand,
beugte mich - so weit's gelingt,
denn nur wer wagt - auch der gewinnt.

Da war mir zwar der Bauch im Weg,
doch hat's geklappt - wie Ihr nun seht,
denn nur, wer später schreiben kann,
der hat Erfolg - so dann und wann.

Ich kratzte, schabte und ich riss,
ich zeigte Einsatz, Kraft und Biss,
und habe so bei mir gedacht,
dass wahrer Einsatz glücklich macht.

Rund ums Haus ist es nun sauber,
durch Willen - nicht durch faulen Zauber,
und ich dachte mir zuletzt,
wie wär's, wenn man das übersetzt?

Wie wär's, würd morgen mein Verein,
auch so voller Einsatz sein,
und Punkte sammeln, die man braucht,
damit man nicht ins Elend taucht.

Was soll's - ich kann es nicht verhindern,
doch nichts soll meine Freude mindern,
dass ich der Liebsten sagen kann:
"Das saubere Heim - das war dein Mann!"

Vielleicht winkt mir jetzt gar Massage,
in der Region - in der Etage,
in der ich jeden Muskel spür,
bin untrainiert - kann nichts dafür.

Doch eines weiß ich ganz genau,
der Stein im Brett - bei meiner Frau,
liegt mir ganz bestimmt bereit,
na Gott sei Dank - das wurd auch Zeit.

Eine Woche ist nun Ruhe,
das Messer wandert in die Truhe,
und morgen? Morgen leide ich,
viel mehr als heute - fürchte mich.  04.05.2012
____________________________________
Reife

Mein Bock - spielt diese Elf erbärmlich,
was man dort sieht, ist wirklich ärmlich,
ich wäre besser abgehau'n,
doch nun kommt's Samstag zum Showdown.

Ich halt erneut die Wange hin,
da ich ja masochistisch bin,
und träume weiter vor mich her,
finde nur den Sinn nicht mehr.

Zum Beispiel einen Sieg zu feiern,
gegen wirklich starke Bayern,
diesen Traum - ich glaub nicht dran,
peile ich erst gar nicht an.

Wie wär's - das könnt die Lösung sein,
mit einem Sieg von Hoffenheim?
Babbel gibt den Gnadenstoß,
man schlägt Berlin - das wär famos.

Doch nach Babbels Niederlage,
stellt sich, glaub ich, nicht die Frage,
und ich sehe schon im Geist,
wie es auf der Tafel heißt:

Hertha führt - und Köln ade,
tut Scheiden manchmal auch sehr weh,
so haben wir wohl dieses Mal,
kaum Recht zu bleiben - klarer Fall.

Wer sich so zeigt - wie heute wir,
der verdient kein Bleiben hier,
da holt kein Trainer was heraus,
nächsten Samstag - ist es aus.

Doch bleiben wir - dank reichlich Glück,
so wär das kein Husarenstück,
kein Grund zum Jubel - oder so,
und trotzdem wäre ich wohl froh.

Das wird ne Woche zum Verzweifeln,
wahrscheinlich fehlt mir jede Reife,
sonst würd ich schreiben - "Ganz egal",
befänd mich nicht im Jammertal.

Was bin ich froh - das bleibt zu sagen,
dass ich vor grad mal sieben Tagen,
beim Karten kaufen so versagt,
irgendwie war's nicht mein Tag.

Doch heute sag ich - ohne Lügen,
das war des Schicksals reines Fügen,
das hat die Reise mir erspart,
eine öde lange Fahrt.

Nächstes Mal - auf harten Bänken,
ich mag gar nicht daran denken,
sitze ich im Stadion,
wär lieber weit - entfernt davon.  27.04.2012
__________________________________
9

9 Punkte sind noch zu vergeben,
bitte lasst die Hoffnung leben,
und erinnert Euch daran,
was aus Mut entstehen kann.

Totgesagte leben länger,
vorbei der viel zu lange Hänger,
gegen Stuttgart ist's jetzt Pflicht,
Leute, so enttäuscht uns nicht.

Denkt nicht an Hertha - nur an Euch,
ein knapper Sieg - auch dieser reicht,
denn dann fahre ich schon bald,
zum "Endspiel" in den Schwarzen Wald.

Mit einem Sieg wird es schon heller,
und mein Pfiff im dunklen Keller,
ertönt nicht mehr so ganz allein,
setzt den Startpunkt - jetzt, Daheim.

Habt nicht Angst vor Labbadia,
denkt doch einfach nur an früher,
als die forschen, wackeren Schwaben,
bei uns auch mal verloren haben.

Auf jeden Fall - denn ich bin helle,
schluck ich morgen - auf die Schnelle,
ein halbes Päckchen Valium,
dann bin ich ruhig - das wär nicht dumm.

Ich schaff ansonsten - armer Wicht,
morgen diesen Spieltag nicht,
schau vor Angst auf Feld und Tafel,
und nach Berlin - an Spree und Havel.

Das Spiel muss auch kein Knaller sein,
nur ein Sieg - der Wunsch ist mein,
und ich packe schon Zuhaus,
meinen Aberglauben aus.

Fahr nen anderen Weg als immer,
schmücke vor dem Spiel mein Zimmer,
beginn den Weg per linkem Fuß,
nicht Spinnerei - das ist ein Muss.

Im Stadion den Schal geküsst,
und nicht geflucht - dass Ihr's nur wisst,
wüsste ich, dass es was bringt,
ging ich zu Fuß - damit's gelingt.

Ich höre leise schon die Stimmen:
"Bei dem tickt es nicht recht - dort drinnen.
Der hat nen Knall - und was für einen.
Sperrt ihn fort - so will es scheinen."

Egal - so lang die Hoffnung bleibt,
werde ich auch nicht gescheit.
Ich zittere halt vor mich hin,
weil ich ein Fan vom Geißbock bin.  20.04.2012
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Hundefutter

Kurz gebraten, fein sautiert,
scharf geschnitten, filetiert,
gebraten in zerlassener Butter,
so schnell hat Luna - frisches Futter.

Der Hund hat sie zum Fressen gern,
dies umzusetzen, läg ihm fern,
und wisst Ihr es noch nicht genau
ich spreche hier - von meiner Frau.

Sie stach den Dolch in meine Brust,
vorsätzlich - mit voller Lust,
und setzte heut ein Bild ins Netz,
das mich zutiefst und schlimm verletzt.

Da hängt der Bock an einem Seil,
am Hals geknüpft - sie fand das geil,
und schrieb dazu noch kurz "Hihi",
das tut mir weh - so weh wie nie.

Erst gab ich kurz Arsen ins Essen,
doch hatte ich dabei vergessen,
dass auch der Hund dann leiden muss,
das hab ich anfangs nicht gewusst.

Doch die Rache - sie ist meine,
und das Gift im Abfalleimer,
sie wird zu Chappi, zu Royal,
der Name ist am End egal.

Beim Anwalt fragte ich schon an,
ob er mich vertreten kann,
für den Fall finalen Falles,
gestehe ich dann wirklich alles.

Und hoffe - das wohl ganz gewiss,
dass mein Richter Kölner ist,
einen kenn ich - Bockseidank,
da wird vorm Urteil mir kaum bang.

Jeder wird mich wohl verstehen,
denn es ist nicht einzusehen,
dass man als geplagter Mann,
sich nicht einmal wehren kann.

Ich habe sie geliebt - jawohl,
doch fühl ich mich geschändet, hohl,
was sie da tat - ist nein, oh nein,
in keinstem Falle zu verzeihn.

Luna, Haushund, freue Dich,
auf Frauchen - auf Dein Leibgericht,
statt Schweineöhrchen gibt es jetzt,
die vom Frauchen - hoch geschätzt.

Mein Geißbock ist mir wirklich heilig,
ich hol's Besteck - ich hab's nicht eilig,
ihr Affront - er traf mich hart,
ich wehre mich - wär doch gelacht.  16.04.2012
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Parolen

Leute, bleibt mir bald gestohlen,
wieder bleiben nur Parolen,
von den Stars, von den famosen,
ohne Eier in den Hosen.

Ein paar Minuten gut gespielt,
und fast hab ich mich so gefühlt,
als wenn uns da der Ausgleich winkt,
als wenn da fast noch was gelingt.

Ein Rensing, der uns hoffen lässt,
der ist zu wenig - stellt man fest,
wenn einer was erreichen will,
und der Rest spielt nichts als Müll.

Die Abwehr ist ein Grund zum Schämen,
da muss ich nur den Punkt erwähnen,
als Sereno hinten zeigt,
dass man am besten heult - und schweigt.

Ein feiner Freistoß von Arango,
schon tanzt die grüne Seele Tango,
ein zweiter Freistoß und ein Schuss,
irgendwie hab ich's gewusst.

Und dann spielt Reus mit Slalomstangen,
Grund, das 0:3 zu fangen,
von da an hieß die Losung nur:
Ist bald Schluss? Schaut auf die Uhr.

Jetzt kommen Samstag starke Schwaben,
wo ist der Grund zum Hoffnung haben?
Denn wird auch dieses Match vergeigt,
hat Hertha uns sehr schnell gezeigt...

...dass auch der Platz, den wir erträumen,
wächst auf viel zu hohen Bäumen,
Platz 16 - sprich Relegation,
schnell verweht - das wär ein Hohn.

Ob Schäfer aus den Köpfen kriegt,
was dort alles verborgen liegt,
das muss die nächste Woche zeigen,
sonst bleibt nur das beredte Schweigen.

Eichner spricht im Interview,
Gemeinsamkeit, das sei der Clou,
und dass die Mannschaft - trotz des Frust,
jetzt damit beginnen muss.

Die Fans sind stets bereit zum Jubel,
auch bei allem Mist und Trubel,
gemeinsam kann man viel erreichen,
wann gebt Ihr uns ein erstes Zeichen?

Ich würde gar nach Freiburg fahren,
mit Grauen - und mit grauen Haaren,
gebt nur jetzt das Startsignal,
was war - das ist komplett egal.   15.04.2012
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Spott

Auf dem Rücken – wie ein Käfer,
liegt der Club – und nun kommt Schäfer,
schaut und macht und tut und lotet,
entwirrt die Beine, die verknotet.

Wenn das gelingt, so wär das prima,
gut fürs allgemeine Klima,
doch heute Morgen les ich schon,
vom ersten Spott und ersten Hohn.

Die Rufe nach Herrn Finkes Segen,
die Hände einfach aufzulegen,
dass er der wahre Heiland wär,
die Mannschaft macht´s uns wirklich schwer.

Konzept- und einfach führungslos,
Leute, lasst die Narren los,
denn der Club will eins nur sein,
ein Karnevals- und Spottverein.

Spott statt Sport – und, wie bekannt,
mit dem Kopf durch jede Wand,
und mancher Fan macht langsam schlapp,
wendet sich voll Grauen ab.

Als Fan wird man zur Spottfigur,
sieben Tage – um die Uhr,
da niemand kratzt und niemand beißt,
oder sich den Hintern reißt.

Winkt uns jetzt vielleicht das Wecken?
Oder Neues-schnell-Verstecken?
Hinter einem neuen Trainer?
Jungs, Ihr solltet Euch was schämen.

Ich werde vor dem Fernsehen lauern,
unser Match – jetzt bei den Bauern,
wird zum ersten Richtungspfeil,
Sturz nach unten – oder steil.

Wird’s jetzt besser, so wär´s Glück,
dann nehm ich meinen Frust zurück,
doch irgendwie – tut´s mir auch leid,
fehlt mir die Gelassenheit.

Die Entscheidung war wohl wichtig,
für mein Gefühl auch mehr als richtig.
Doch ist die Mannschaft zu erreichen?
Denn – es sind ja noch die gleichen.

Muss man am Montag wieder leiden?
Vielleicht kann sich die Elf entscheiden,
und zeigen, dass sie anders kann,
sonst ist´s vorbei – nicht irgendwann.

Nicht irgendwann – und das macht Sorgen,
eventuell schon übermorgen,
denn unser Spiel vom letzten Jahr,
zeigt Gladbach kaum – das ist wohl klar. 13.04.12
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Ohne Worte

Das sind Spiele von der Sorte:
"Besser still - und Ohne Worte",
doch da ich das partout nicht kann,
fange ich - erst gar nicht an.

Mach mich lieber lächerlich,
mit einem "Bleibe-Fan-Gedicht",
auch wenn es mir - und das gewiss,
zurzeit nicht wirklich danach ist.

Ich saß vorm Bildschirm - bis zum Schluss,
und irgendwie hab ich's gewusst,
dass es für uns blamabel wird,
hab mich leider nicht geirrt.

Und trotzdem fragt die Art und Weise,
immer lauter - nicht mehr leise:
Wo ist da für den Fan der Sinn?
Warum geh ich noch immer hin?

Jede Woche auf die Schnelle,
immer auf die gleiche Stelle,
und obwohl ich's schmerzlich spür,
bedank ich mich auch noch dafür.

Indem ich weiter Beitrag zahle,
indem ich mir ein Luftschloss male,
in dem es wieder aufwärts geht,
doch dieses Jahr - ist's wohl zu spät.

Die Mannschaft ist ein Torso nur,
von Selbstvertrauen nicht die Spur,
keine Führung auf dem Feld,
so wird der Fußball arg vergällt.

Und trotzdem wird nicht aufgegeben,
ich lasse meine Hoffnung leben,
so lang es noch die Chancen gibt,
so lange noch ein Fünkchen blieb.

Und sollten wir tatsächlich scheitern,
findet man mich trotzdem weiter,
auf der Tribüne, tief im Süden,
nach dem Frust - folgt wieder Frieden.

Ich kann nicht mit - ich kann nicht ohne,
Besuche, die sich jetzt nicht lohnen,
können doch nur besser werden,
ich lasse mich halt nicht bekehren.

So mancher sagt mir - gar nicht leise,
ich hätte eine große Meise,
ich sei verrückt und nicht ganz dicht,
das stimmt - ich bin nicht wirklich frisch.

Doch kann nicht anders - ist halt so,
ich träume mich gern selber froh,
ich bin rot-weiß und infiziert,
egal wohin der Weg auch führt.    11.04.2012
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So lange

So lange noch ein Peszko spielt,
so lange ein Jajalo wühlt,
hat der Trainer - ganz am Rande,
den Ernst der Lage nicht verstanden.

So lang ein Stürmer, kurz vor Schluss,
dann noch auf den Rasen muss,
als das Spiel schon fast vorbei,
ist's nicht mehr - als Hilfeschrei.

Ein Poldi, der mehr lamentiert,
als das Spiel tatsächlich führt,
ein Geromel - der sich kaum zeigt,
und sich in das Ensemble reiht.

Der Kampf war da - der war auch Pflicht,
doch viel mehr gab's gestern nicht,
und bei unserem Restprogramm,
hält die Angst mich fest im Bann.

In Mainz - seit Jahren chancenlos,
in Gladbach meistens wenig los,
Stuttgart - gerade neu erstarkt,
in Freiburg - schließt sich schon der Sarg?

Noch ist der Geißbock nicht verloren,
gebt Euch selber mal die Sporen,
holt Punkte dort - wo's keiner glaubt,
verdammt - so rettet unsere Haut.

Ein Stadionsprecher, der dort steht,
der lauthals meint, dass etwas geht,
singt der Fanblock laut genug....,
wann werdet Ihr mal endlich klug?

Gesang, dass man das Herz erreicht?
Mag sein, wer weiß, und ja, vielleicht.
Doch leider nicht bei unseren Stars,
ich habe Angst - jawohl, das war's.

Warum nicht Chancen dem Ersatz?
Schickt junge Leute auf den Platz.
Leute, die noch hungrig sind,
und nicht für unsere Nöte blind.

Ich wäre - muss es offenbaren,
notfalls selbst nach Mainz gefahren,
hätte ich im Spiel erkannt,
den Regisseur - und den Verstand.

Seh ich's schwärzer, als es ist?
Ich glaube nicht - ich bin gewiss,
nicht der, der Stäbe vorschnell bricht,
doch so - so klappt das leider nicht.

Fünf Spiele sind's am Ende noch,
ich bin mental im tiefsten Loch,
und hoffentlich - verzeiht mir bitte,
heißt's nicht nach Gladbach - Ausgelitten!  08.04.2012
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Schluss mit lustig

An allen Enden - ja, das Muss,
ist mit Lustig nunmehr Schluss.
Immer gleicher Trott und Tran,
ab heute - wird was dran getan.

Heute, noch ganz früh am Tage,
der bange Blick auf unsere Waage,
und dann der Schock, als man(n) erkennt:
Ich hab den rechten Punkt verpennt.

Das leckere Eis - vom Tag zuvor,
und schon geht es nun steil empor,
so ist ab heute - ungefragt,
Fasten wieder angesagt.

Und das in dieser schweren Zeit,
in der man mich zum Wahnsinn treibt,
in der mein Club schon wieder wankt,
liebe "Stars" - habt vielen Dank.

Jetzt wird ins Kloster kaserniert,
neu verteilt und aussortiert.
Ob das was bringt? Ich tu mich schwer,
und schlau sind wir erst hinterher.

Mit dieser Leistung - kurz und knapp,
ledert uns Pizarro ab.
Schluss mit lustig - und den Schrammen,
reißt Euch gefälligst jetzt zusammen.

Ich sehe es im Geiste schon:
Das Gespenst - Relegation.
Und noch dazu, eventuell,
mit Düsseldorf - oh Bock, yes well.

Schluss mit lustig - allenthalben,
ich ahne manchen Eisberg kalben,
dort, wo man ihn noch nicht sieht,
mal schauen - was hier und dort geschieht.

Es kann wohl nicht - so ist's im Leben,
immer nur das Lachen geben,
mein Hals, er schmerzt - so nehmt's in Kauf,
deshalb bin ich wohl nicht gut drauf.

Langsam wird es draußen heller,
und die Nacht - Daheim im Keller,
endet gleich - der Schlüssel klirrt,
falls sich mein Gehör nicht irrt.

Die Liebste lässt mich wieder frei,
egal, wie es auch immer sei,
schön, dass sie mich nicht vergisst,
und dass nicht Schluss mit Lustig ist.

Und langsam - hier im warmen Raume,
bessert sich auch meine Laune,
Fußball - und mein Kampfgewicht,
das lohnt den Frust nun wirklich nicht.  05.04.2012
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Gepaart

Paart sich Dumm mit Unvermögen,
stehst du halt als Club im Regen,
und wenn dann noch das Wollen fehlt,
ist's so, dass nur der Zufall zählt.

Oben ist nicht angekommen,
dass - hätt man sich ein Herz genommen,
vielleicht auch mal was möglich wär,
Denken fällt halt manchmal schwer.

Stattdessen bolzt man mit dem Ball,
nach Irgendwo und Überall,
nur nicht dahin, wo's sinnvoll scheint.
Dies Anzusehen ist nah an Pein.

Hinten nichts - und vorne wenig,
wer ihn nicht hat, der ist halt König,
ich meine damit - klarer Fall,
nicht den Verstand - nein, nur den Ball.

Etwas noch zum Spiel zu sagen,
hieß Eulen nach Athen zu tragen,
drum halt ich besser meinen Mund,
das ist fürs Ego sehr gesund.

Wie geht's jetzt weiter, bitte sehr?
So langsam wird es wirklich schwer,
vielleicht ist gar der Punkt vorbei,
Liga 2 - wir sind dabei!

Wahrscheinlich - ich kann's fast schon ahnen,
geht's mit rot und weißen Fahnen,
wieder in die Niederung,
ist auch das Jahr vielleicht noch jung.

Der Trainer - das weiß ich genau,
ist vermutlich grad die Sau,
die man jetzt - in schwerer Zeit,
über alle Äcker treibt.

Läg´s an ihm - das wär bequem,
denn würde er am Sonntag gehn,
würde alles wieder gut,
doch das zu glauben - fehlt der Mut.

Denn es sind die gleichen Spieler,
mit den immer selben Zielen:
Gut verdienen - nur kein Kampf,
mein Bock, das ist doch alles Krampf.

Nächste Woche gegen Bremen.
Muss ich mich erneut gewöhnen,
an Bochum, Dresden, Ingolstadt?
Der Gedanke setzt mich matt.

Und ich will glauben - ja, vielleicht,
dass es dann ja doch noch reicht.
Auch wenn die Hoffnung Schaden nahm,
es ist halt so - der Bock ist lahm.    31.03.2012
____________________________________
Ab morgen....

Ab morgen bin ich - was nicht schwer,
endlich kein FC-Fan mehr,
jeder Wimpel an der Wand,
wird noch in der Nacht verbrannt.

Mein Trikot - es tut kaum mehr weh,
schenke ich der Heilsarmee,
und selbst mein heiß geliebter Schal,
ist mir dann komplett egal.

Die Karte schick ich Stück für Stück,
zerschnitten zum Verein zurück,
und für meine Mitgliedschaft,
gehör ich ohnehin in Haft.

Endlich hab ich Samstag frei,
selbst Sonntag, Montag stets dabei,
wenn die Liebste mich entführt,
damit das Haus den Feudel spürt.

Das ist Leben - das hat Klasse,
weg der Sog - nun hoch die Tasse,
und als Trinkspruch sag ich still:
April! April! April! April!

Selbst wenn nach der Puppenkiste,
Stále nunmehr gehen müsste,
und der Verein am Boden liegt,
weiß ich - dass das nicht genügt.

Ich bleibe Fan - ich kann's nicht ändern,
häng an unsichtbaren Bändern,
die mich binden - seht mich an,
schon ein ganzes Leben lang.

Die zu schneiden - frei zu werden,
dazu gibt es keine Scheren.
Das Einzige - das allenfalls,
ab und an den dicken Hals.

Mal ab und an - dann eher mehr,
natürlich ist das Leiden schwer,
und doch hoff ich noch auf die Wende,
die Saison ist nicht zu Ende.

Eventuell wird heut gebissen,
und der Hintern aufgerissen,
eventuell gibt es den Sieg,
der uns so am Herzen liegt.

Ich drücke kräftig meine Daumen,
und in meinem kühnsten Traume,
seh ich mich jubeln, sehe Sky,
ach, wie ich mich fast schon freu.

Der Sauerstoff steht neben mir.
Beruhigungsmittel? Auch schon hier.
Was passiert - und das ist schwer,
das weiß ich - erst hinterher.    31.03.2012
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Flaschen

Dank einer Horde leerer Flaschen,
kann's nicht wirklich überraschen,
wenn man - stets dasselbe Lied,
solch ein Match wie heute sieht.

Kämpfen? Nein, das muss man nicht!
Und ich sitz da - bekomme Gicht,
wenn ich seh - klingt das auch barsch,
wie man uns als Fans ver......

Ich habe wirklich nicht gedacht,
dass man Dortmund fertig macht,
doch war das heut - die Art und Weise,
eine völlig bittere Speise.

Das macht mir Angst vor dem, was kommt,
Augsburg, Bremen - ich hab prompt,
eine schlimme Gänsehaut,
weil nichts in mir dem Bock noch traut.

Ich richte mich - bin ich allein (?),
gedanklich auf den Montag ein,
wenn jetzt nicht der Umbruch winkt,
dann geht’s abwärts - was mir stinkt.

Augsburg kämpft - und Freiburg auch,
selbst Hertha merkt jüngst, dass es raucht,
wenn man etwas Herzblut gibt....
Warum man's wohl bei Köln nicht sieht?

Die erste Halbzeit mitgespielt,
ich habe mich schon fast gefühlt,
als ginge da ein wenig was,
so macht Fußball dann auch Spaß.

1 Punkt - das wär es doch gewesen,
wie gern hätt morgen ich gelesen,
vom FC, vom Punktgewinn,
wie gut, dass ich geläutert bin.

Ich hätte sicher abgehoben,
den Kopf gestoßen - weiter oben,
und wer's nicht weiß, dem sag ich jetzt:
Das ist satirisch - bin verletzt.

In Augsburg geht es um die Wurst,
doch mit solcher flachen Brust,
leg ich die Hand dort nicht ins Feuer,
und wette nicht - das würde teuer.

Der FC nicht handlungsfähig,
meine Zweifel - ja, die säe ich,
hier in diesen blöden Reim,
dann fühl ich mich nicht so allein.

Die Nacht im Keller - sie wird lange,
und vor der Zukunft ist mir Bange,
nicht vor meiner - wirklich nicht,
doch beim FC - ich seh kein Licht.  25.03.2012
____________________________________
Zweifel

Wie schön, dass heute Freitag ist,
wie schön, wenn nichts den Tag vermiest,
wie schön - ein Tag im hellen Licht,
wäre da der Sonntag nicht.

Denn während ich die Stunden zähle,
mich vor dem Spiel schon wappne, stähle,
fühle ich so negativ,
mein Weltbild hängt mal wieder schief.

Am Sonntag kommt der BVB,
und wenn ich in die Zukunft seh,
...sehe ich drei Punkte gar,
Hurra, wird es denn wirklich wahr?

Glaskugel? Die hab ich nicht.
Doch ist mein Geist wohl wach und frisch,
und daher ergriff ich grad,
die Schüssel für den Feldsalat.

Ich schaute sinnend in die Schale,
glaubt mir, dass ich niemals prahle,
doch sah ich die drei Punkte dort,
glaubt mir ruhig - Ihr habt mein Wort.

Ich ging zu meiner lieben Frau,
und sprach zu ihr: "Sieh hin, genau,
und gib mir die Bestätigung.
Ich bin froh - der Tag ist jung."

Sie schaut hin - sie schaute lange,
mir wurde Angst - mir wurde Bange,
dann meinte sie nur ganz perplex,
dass aus Dummheit Irrsinn wächst.

Was ich dort als drei Punkte sah,
das sei ein Sprung im Glas - na ja,
jedem so, wie er's gern will,
ich schaute dumm - und wurde still.

Kann nicht in die Zukunft sehen,
Bockseidank - ich würd nicht gehen,
wüsst ich's Fiasko vorher schon,
noch sprießt die Hoffnung - welch ein Lohn.

Poldi spielt ja wieder mit,
die DFL - die alles gibt,
hat ihn nicht noch mehrgesperrt,
na - das ist doch auch was wert.

Schau ich mich um - ich muss es beichten,
seh ich lauter Fragezeichen,
DFL, die Politik,
Ansichtssachen - sehr antik.

Da genieß ich lieber, eben,
normalen Wahnsinn - und das Leben,
und dazu den Fußballstress,
der mich schon wieder zweifeln lässt.  23.03.2012
_______________________________________
Handy

Das Handy vom Geschäftsverkehr,
das fliegt ganz weit - ins Mittelmeer,
und das fällt besonders leicht,
wenn man meint, dass es nun reicht.

Ich seh es schwimmen - dann ist's weg,
dort unten dient es seinem Zweck,
und statt stetem Klingelton,
ertönt ein Blubb - wer kann das schon?

Betriebsrat, Träumer und Strategen,
haben dort nun meinen Segen,
und wer sonst was haben will,
merkt - mein Handy, es bleibt still.

Freitag - Samstag sowieso,
doch Sonntag bin ich nicht mehr froh,
da ich nichts hör - und das ist dumm,
aus Hannover - Handy? Stumm!

Ich habe mir den Platz gemerkt,
geh Sonntagmorgen früh ans Werk,
sag der Liebsten unverhohlen:
Ich sei weg - die Brötchen holen.

Doch stattdessen tauch ich ab,
wie schlimm, dass ich dies Laster hab,
und Fußball mir so wichtig ist,
ab da wird's Handy stark vermisst.

Ich schäl mich in den Bodysuite,
hoffe nur, dass niemand sieht,
wie der Speck am Rande quillt,
egal - da voller Einsatz gilt.

Die Luft mal eben angehalten,
dann lasse ich den Zufall walten,
um krabbelnd dort am Meeresboden,
mich gar kräftig auszutoben.

Alles find ich unterdessen,
auch den Abfall von grad gestern,
den jemand dort im Meer verklappt,
nur das Handy - geht mir ab.

Wie konnte ich so dumm nur sein,
ohne Handy - wie allein,
und niemand, der per SMS,
mich im Süden jubeln lässt.

Nervte mich das stete Klingeln?
Wie konnt es mich nur so weit bringen,
dass ich das Handy - ungelogen,
entsorgte - im ganz hohen Bogen.

Doch - dann bin ich wach geworden,
bar des Unheils und der Sorgen,
und das Handy - nah am Mann,
Bockseidank - vom Anpfiff an.     15.03.2012
__________________________________
Schieber

Nichts war mir heut Morgen lieber,
den Platz zu räumen, so als Sieger,
davon habe ich geträumt,
doch lacht ein Auge - eines weint.

Was heute dieser Schiri macht,
darüber hätt ich noch gelacht,
sofern es am Computer wär,
real fällt mir das wirklich schwer.

Auf den Augen nur Tomaten,
frisch aus dem gepflegten Garten,
der dem DFB gehört,
irgendwie bin ich verstört.

Keine Linie - davon viel,
kaum Bezug zum halben Spiel,
Klasse, davon eher wenig,
doch wer pfeift, der ist halt König.

Am Ende 9 nur - gegen 10,
der Schiri träumt - so muss man gehn,
und doch - Berlin hat's nicht gereicht,
ja, meine Knie - sie sind recht weich.

Das 1:1 hab ich geahnt,
all den Ärger schon geplant,
im Hinblick auf den Sonntagsfrust,
ohne Freude - ohne Lust.

Hätt Nova doch das Tor getroffen,
nicht ständig nur vorbeigeschossen,
wär mein Herz nicht galoppiert,
mein Gott - wohin das einst wohl führt.

Dann kam der Abpfiff - und der Sieg,
wenn man sich in den Armen liegt,
hat man schnell und unterdessen,
den Frust des Spiels ganz schnell vergessen.

Zumindest ja für den Moment,
doch wer mich wirklich näher kennt,
weiß, dass solch ein Match mich plagt,
zumindest noch am nächsten Tag.

Die Mannschaft hat perfekt gekämpft,
da war die Prise scharfen Senfs,
die solch ein Spiel zum Krimi macht,
doch es war schlimmer, als gedacht.

Vermisst hab ich im Stadion,
die Uhr und Infor-ma-ti-on:
Wie lang ist noch die Nachspielzeit,
bis hin zu der Gelassenheit?

Stále - so noch nie erlebt,
als im Süden alles bebt,
da explodiert auch endlich er,
siehste wohl - ist gar nicht schwer.   10.03.2012
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Punktejagd

Sollte man es heute wagen,
statt Bussen einen Sieg zu jagen?
Blamiert hat man sich schon genug,
Zurückhaltung - das wär jetzt klug.

Zurückhaltung - mit einem Satz:
Draußen ja - nicht auf dem Platz!
Und auch die Fans im weiten Rund,
sollen feiern - wie ein Mund.

Unterstützung ist gefragt,
gerade heute, an dem Tag,
an dem der König in der Stadt,
seinen großen Auftritt hat.

Poldi - Prinz, und Otto - König,
der Titel interessiert nur wenig,
es geht nur drum, wer später, gleich,
geschlagen von dem Rasen schleicht.

Ich hoffe, dass es Hertha ist,
da der FC zurzeit vergisst,
wie man zu Hause Punkte holt,
irgendwas scheint falsch gepolt.

Poldi, der wohl Abschied nimmt,
sofern das Tuscheln rundum stimmt.
Niemand, der den Vorsitz will.
Selbst die Spielkultur ist Müll.

Da hilft nur eins - Mit starkem Nacken,
sich selber mal am Schopfe packen,
und hoffen, dass ein Sieg genügt,
dass man sich wieder schätzt und liebt.

Das Team ist heute fast komplett,
da wäre es doch wirklich nett,
wenn man den Fans rundum beweist,
dass man um seinen Status weiß.

Nicht mal zwei Stunden kämpfen, rennen,
leidenschaftlich und hell brennen,
und dabei auch nicht vergessen,
das Tor des Öfteren mal zu treffen.

Ich bin da - ich tu mein Teil,
aus dem Grunde - ganz klar, weil:
Ich nicht einmal dann und wann,
von diesem ......club lassen kann.

Der Reim heut Abend - nach dem Siegen,
soll mir aus meinen Fingern fliegen,
ein Wochenende ohne Wut,
oh, lieber Bock - wie wär das gut.

Dazu dann auch - nicht wieder schämen,
weil die "Fans" sich nicht benehmen,
ich träume fröhlich vor mich hin,
schön, dass ich optimistisch bin.   10.03.2012
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Rückkehr aus Hoffenheim

Soll ich jubeln? Wenn und Aber.
Ich lag am Abend auf dem Lager,
wohl wissend, dass das glücklich war,
was ich dort anstatt Fußball sah.

Ich sah zwei Teams, sah zwei Vereine,
wirklich gut davon - war keiner,
und am Ende - nicht mal schlecht,
war das Remis vielleicht gerecht.

Ein Punkt - ob er mal wichtig ist?
Vermutlich, wenn man nicht vergisst,
was noch an Gegnern vor uns steht,
man ist schon froh - wenn wenig geht.

Und das bisschen - so kann's gehen,
hab ich nicht einmal gesehen,
weil ich Minuten vor dem Schluss,
schon wieder ging - oh welch Verdruss.

Kaum verließ ich grad das Haus,
glich uns Poldi fröhlich aus,
und ich höre schon die Stimmen:
"Bleib demnächst Zuhause - immer!"

Egal, ich fuhr viel ruhiger heim,
doch weiß ich heute nicht im Reim,
wie ich das Match nun werten soll:
Wenig Dur - wohl eher Moll.

Was ich sah, war vielfach grau,
nicht wirklich eine echte Schau,
der Ball nach vorne - wenn, mit Glück,
doch meistens kam er schnell zurück.

Spieler, die schon fröhlich lächeln,
falls sie sich nicht die Füße brechen,
was soll das werden, lieber Gott,
ist Poldi bald noch wirklich fott!

In Halbzeit 2 - na gut, gekämpft,
und Hoffes Schwung ein Stück gedämpft,
dazu noch reichlich Schwein gehabt,
das brachte meinen Puls auf Trab.

Bin ich Euch auch eher fremd,
kann's dennoch sein, dass Ihr mich kennt,
ich bin der, der - dass Ihr's wisst,
laut wie sonst fast niemand ist.

Der aufgrund des bloßen Frust,
einfach lauthals brüllen muss,
weil er sonst platzt - aufgrund des Staus,
selbst auf Tribünen, weiß und blau.

Der irgendwann ein Veilchen kriegt,
falls der Bock dann wirklich siegt,
der einfach etwas crazy ist,
und Geißbockfan - oh, ganz gewiss.   05.03.2012
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Schema

Heut mach ich mich auf die Reise,
Fußball - die geliebte Speise,
von der ich hoffe, dass sie schmeckt,
und mir nicht im Halse steckt.

Alles, was dort unten steht,
zeigte gestern, wie es geht,
Einsatz pur im Abstiegskampf,
geil nach Punkten - unter Dampf.

Hertha unter König Otto,
"Jetzt erst recht", das neue Motto,
und Bremen zog geschlagen heim,
so einfach kann der Fußball sein.

Augsburg mit der Puppenkiste,
schraubt sich nach oben in der Liste,
holt Punkte, dass man staunen kann.
Vielleicht auch wir - mal irgendwann?

Freiburg schlägt mal grad 04,
und schaue ich auf das Papier,
auf dem jetzt die Tabelle steht,
denke ich - es ist schon spät.

Unser Match - noch nicht gespielt,
3 Punkte ein gesundes Ziel,
doch bitte, seid mir jetzt nicht bös:
Ich bin schon vorher komatös.

Zu oft schon ließ mich der Verein,
dumm da stehen - und allein,
und zu der Fahrt, den Kilometern,
schreibt der "Philosoph" dann später.

Noch kann man schätzen, kann man rechnen,
und verfrüht, den Stab zu brechen,
wär nicht richtig - sicher nicht,
noch gibt's am End des Tunnels Licht.

Vielleicht seh ich ne Elf, die beißt,
die kämpft und die sich auch zerreißt,
und es wär toll - oh, ganz gewiss,
wenn's dann auch noch - unsere ist.

Jedes Jahr die gleiche Weise,
jedes Jahr dieselbe ...(Zensur).
Und wer etwas reimen will,
setzt das Wörtchen selbst - ganz still.

Man blamiert sich dann und wann,
jeder so, wie er's grad kann,
auch die Maske, die nicht passt...,
fügt sich ins Schema - oder fast.

Ich könnte heut zuhause bleiben,
weiter dumme Sprüche schreiben,
doch ist es MEIN Verein, der zieht,
immerzu dasselbe Lied.   04.03.2012
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Präsident

Ich lag wach – ich hab geträumt,
dass überall die Sonne scheint,
nur nicht überm Geißbockheim,
und schlief, gefrustet – nicht mehr ein.

Krach an allen Ecken, Enden,
ach, ließe man’s dabei bewenden,
doch nein – dann muss ein Spruch heraus,
oh, welch ein ehrenwertes Haus.

Jeder stänkert gegen jeden,
anstatt mal in Klausur zu reden,
tut man´s lieber in der Presse,
so wird das nichts – man kann´s vergessen.

Es summt – gleicht einem Wespennest,
hier ein Stich – und dort der Rest,
bis das Schiff dann irgendwann,
nicht mehr manövrieren kann.

Da darf man nicht verwundert sein,
lässt sich niemand darauf ein,
kopflos – niemand da, der lenkt,
ich hoffe nur – dass jemand denkt.

In solchem Zirkus soll man bleiben?
Der Fan ist stumm – und kann nur leiden,
schüttelt´s Haupt – gar fassungslos,
die Probleme – sie sind groß.

Sportlich ohne Perspektive,
keine Richtung, Direktive,
und dann wirft man – wie ich meine,
sich noch Knüppel in die Beine.

Werft mir vor, ich sei ein Schwätzer,
doch schau ich auf die Abstiegsplätze,
ist es knapp vor kurz 12 Uhr,
und von Besserung – keine Spur.

Falls Poldi geht – wer wollt´s verdenken?
Ich möchte nicht hetzen – auch nicht kränken,
doch der Verein zeigt überall,
seinen Hang – zum Karneval.

Wär´s lustig, könnte man noch lachen,
doch ich wünsch mir – aufzuwachen,
um zu erkennen – hell und klar,
dass es nur ein Alptraum war.

Ich bin zu dumm für Politik,
hab auch im Spiel ganz selten Glück,
versteh von Fußball nur recht wenig,
doch macht er Spaß – wär ich ein König.

Stattdessen hält man – ohne Sinn,
stets dieselbe Wange hin.
Im Augenblick – so wie ich mein,
wähnt man als Fan sich sehr allein.   29.02.2012
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Leverkusen_ 250212

Wenn man jemand strafen will,
schenkt man ihm ein Auswärtsspiel,
und sagt dabei - "Oh, Hoffenheim,
das wird bestimmt die Wende sein."

Derweil bin ich mental am Boden,
kann nur fluchen, wenig loben,
hab nichts erwartet - wirklich nicht,
und doch - ein kleines bisschen Licht.

Die Liebste - sie kam heute mit,
Unterstützung, little bit,
und sah mich nur verwundert an,
wie man(n) sich echauffieren kann.

Nach vorne nichts - nach hinten wenig,
am Ende war stets der ein König,
der den Ball nicht haben muss,
irgendwie hab ich's gewusst.

Lanig räumte ständig ab,
was es so zu Räumen gab,
und gehörte heute gar,
zu den Besseren - offenbar.

Tese brachte neuen Schwung,
ich spürte grad Erleichterung,
da brach man sich in dieser Phase,
den Finger in der eigenen Nase.

Beim 0:2 war es vorbei,
es hilft auch keine Jammerei,
dass Zeit genug gewesen wär,
wir tun uns halt unsagbar schwer.

Ishak kam, der junge Weiser,
doch längst vorbei, die kurze Reise,
Bayer feiert - heut und hier,
und uns bleibt nur der Weg zur Tür.

Wieder mal geschlagen gehen,
wieder nur nach unten sehen,
in der Hoffnung - dass was geht,
wenn nicht früher, dann halt spät.

Und in dieser schweren Phase,
piekst die Liebste in die Blase,
hält mir grad ein Ticket hin,
und meint, dass ich FC-Fan bin.

Stimmt das? Bin ich's wirklich noch?
Momentan so tief im Loch,
doch morgen schon - ich kenne mich,
juckt das Spiel von heute nicht.

"Nicht" - vielleicht das falsche Wort,
doch werfe ich den Frust schnell fort,
schau voll Mut nach Hoffenheim,
vielleicht wird dort die Wende sein.   25.02.12
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Ausblick_Leverkusen

Mein Stress dahin – mein Tag wird heller,
und in meinem klammen Keller,
steht die Liebste still am Fass,
voll saurem Kraut – ich frage: „Was?

Was möchtest Du, mein Liebling, sprich?“
Sie schaut zur Treppe – „Freue Dich!
Am Samstag winkt das Derby Dir.
Was also, bitte, tust Du hier?

Der Sprit – bekannt – ist viel zu teuer,
und machst Du auch so manche Steuer,
so ist das Geld – nun hab gut Acht,
sicher nicht zum Spaß gedacht.

Deine Frau – hat nichts im Schrank,
nun zeig mir zügig echten Dank,
dass ich Dir nun zugestehe:
Ja, Du darfst das Spiel wohl sehen.

Auf Schuster Rappen – mach Dich auf,
denn bei Deinem trägen Lauf,
schaffst Du es – auf lange Sicht,
bis zum Anpfiff eher nicht.“

Ich meinte kurz, es tät mir leid,
gab Hinweis auf die Feuchtigkeit,
auf wehe Knochen, die Arthrose…
Da wettert sie: „Sei still, Mimose!“

Ich dachte bei mir: Na, wie toll,
und dass ich wohl nicht sagen soll,
dass die Elf – sieht man´s exakt,
wahrscheinlich dieses Spiel – verk….

Was also, bitte, soll ich da?
Doch dann ward es mir völlig klar,
dass dieses Denken Lästerung gleicht,
ich war verwirrt – ich sag es Euch.

Wenn auch die Mannschaft oftmals spielt,
als fehle es an Maß und Ziel,
so bleibt bei mir die Hoffnung wach,
dass sie mir doch noch Freude macht.

3 Punkte gegen 04 Bayer,
das wäre schon ein Grund zur Feier,
und klappt es nicht – nun gut, was soll´s,
ich bin aus wirklich hartem Holz.

Dann würde ich zwar wieder faulen,
tagelang verzweifelt maulen,
doch tief in mir – das sag ich gern,
bleibe ich ein echter Fan.

Wenn Geromel halt gehen will,
selbst dann halt ich ganz artig still,
wir werden´s sicher überleben,
dass Spieler scheiden – das soll´s geben.  23.02.2012
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Stürmer

Stürmer hat man Bockseidank,
genug und zahlreich - auf der Bank,
um sich sitzend auszutoben,
Trainer - ja, ich will Dich loben.

Besser einen Krampf vom Sitzen,
als für den Bock mal gut zu schwitzen.
Wie gut, dass Einer in der Stadt,
wenigstens den Durchblick hat.

Auch wenn er besser Sture hieß,
Stole - danke, das war mies.
Du bist der Beste - es ist wahr,
irgendwo bist Du der Star.

Lass Nova bitte weiter eiern,
und Dich für Deinen Weitblick feiern,
zeig, dass Du das Sagen hast,
dass Du entscheidest, wie's Dir passt.

Nicht Linie und nicht System,
Peszko bringen ist bequem,
weil man dann nichts ändern muss,
hoch das Haupt - und stolz die Brust.

Ich bin sauer - davon viel,
schreib mein Credo grad im Spiel,
weil man schon erkennen kann,
....die Änderung fängt gerade an.

Plötzlich ist es Schall und Rauch,
vielleicht hat's meinen Frust gebraucht,
vielleicht sollt ich ja besser üben,
denn ich straf mich nunmehr Lügen.

Und doch - hab ich ein bisschen Recht?
Wenig gut - und vieles schlecht.
Ach, wie wäre es doch schön,
endlich Fußball mal zu sehn.

Nicht nur Stochern, Ball verlieren,
das geht mir mächtig an die Nieren,
manches, das ist einfach nur,
für Fußballfreunde ne Tortur.

Im Mittelfeld scheint es mir traurig,
nervig, vielfach mehr als schaurig,
und selbst die Abwehr - schaut zurück,
agierte oftmals nur mit Glück.

Wer kann damit zufrieden sein?
Denn schlägt der Ball mal wieder ein,
steht man mit leeren Händen da…,
Trainer schau - es ist nun wahr.

Drei Minuten vor dem Ende,
ein Stürmer zur geplanten Wende?
Danke, Jungs - heim in den Westen,
ja, ja - Ihr seid die allerbesten.    18.02.2012
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Ein Wintermorgen

Die Liebste weilt im Dänenland,
und ich - ich warte schon gebannt,
dass die Uhr nun Stück für Stück,
nach vorne springt - ist das verrückt?

Langsam, langsam dreht der Zeiger,
und ich, als Nicht-der-große-Schweiger,
kann nicht einfach stille sein,
niemand hört mir zu - Daheim.

Die Kinder - nun, sie schlafen noch,
ich brauche einen Rückzugsort,
und da kommt Ihr - nu wird Euch schlecht,
mir im Moment mal grad zurecht.

Heut Abend kommt der HSV,
ihn zu schlagen - eine Schau,
nimmt man den Schwung aus Lautern mit,
könnt es sein, dass es was gibt.

Passt mir nur auf - auf den Guerrero,
auf dass er sich nicht als Tor-ero,
heut in die Annalen schreibt,
und bitte fein erfolglos bleibt.

Auch die weiteren Stürmer sollen,
sich nach dem Match geschlagen trollen,
und der Trainer - Thorsten Fink,
erklären - dass ihm dieses stinkt.

Nun sagt mir ruhig: "Na, Du hast Sorgen,
an einem klaren Sonntagmorgen.
Bleib ganz ruhig - entspanne Dich!"
Doch, Freunde - nein, das kann ich nicht.

Es ist kalt, ich werde frieren,
was kann nicht alles heut passieren,
es könnt gar sein - das wird sich zeigen,
dass ich am Ende - sprachlos bleibe.

Dass ich keine Worte habe,
(wer hat gesagt, das sei nicht schade?
Dann habe man mal seine Ruhe...?)
Versetzt Euch mal in meine Schuhe....

Ich bin hungrig - Kaffeedurst,
und hab zum Reimen keine Lust,
ich sehe das als bloße Pflicht,
so einfach ist das - weiter nichts.

Jetzt habt Ihr mich komplett beleidigt,
ich bin als Dichter nicht vereidigt,
macht Ihr so weiter - bitte sehr,
reim ich für Gladbach - fällt's auch schwer.

Ich reise hin zum Blechpalast,
wenn auch das Grün zu mir nicht passt.
Jetzt ist mir schlecht - na Dankeschön,
mein Magen streikt - ich muss nun gehn.  12.02.2012
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FC-verliebt

FC-verliebt – das bin ich schon,
fast 40 Jahre – nein, kein Hohn,
wobei die Liebste lang schon ahnt,
der Geißbock ist mein „Steiler Zahn“.

Ich geh zu ihm – in seinen Stall,
schau ihm ins Auge – klarer Fall:
„Du und ich – das passt perfekt,
auch Dich schließt man des Abends weg.

Du im Stall – und ich im Keller,
Du hast Heu – und ich den Teller,
wobei der Inhalt ähnlich ist,
wenn mich die Liebste mal vergisst,

Dann knabbere ich an süßen Möhren,
auch wenn heut Morgen – ich könnt´s schwören,
der Frost die Möhre mürbe macht,
nach einer solchen kalten Nacht.

Du und ich – das klappt, zusammen,
wahre Liebe kennt nicht Schrammen,
und hab nicht Angst vor meiner Frau,
die tut nur so – ich weiß genau.

Sie will ja wirklich nur das Beste,
schlägt sie mich – dann nicht so feste,
ja, die kleinen blauen Flecken,
kann ich sehr geschickt verstecken.

Wir schlafen ruhig – erzählen was,
vom Fußball reden, das macht Spaß,
tja, selbst meckern kann ich auch,
dafür hätt´s Dich nicht gebraucht.

Und riecht´s vielleicht auch etwas tierisch,
nimm es wirklich nicht so schwierig,
ich bemüh mich – stell das ab,
atme Du nur flach und knapp.“

Was schaut Ihr mich so kritisch an?
Lieg ich falsch – oh, lieber Mann,
was mir so deutlich einfach schien,
bezog sich wohl – auf Valentin.

Nicht nur Ball-ett im Strafraum – Kerzen,
auch ein Ball entflammter Herzen,
jetzt zum Match – sprich HSV,
such Frau den Mann – und Mann die Frau.

FC-Verliebt – ein Leben lang,
solche Liebe fängt gut an,
wenn sie den solchen Rahmen hat,
in Köln am Rhein – in unserer Stadt.

Nur eines ist gewiss ganz wichtig,
dass der Partner auch ganz „dicht ist“,
hat sie jemand – so wie ich,
ist´s nicht die Freude – mehr Gedicht.    11.02.2012
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Auswärtsspiel

Und das soll wirklich Liebe sein?
Ich träum vom Match in Hoffenheim,
doch die Liebste streikt behände,
und mein Traum – ist fast zu Ende.

Und das soll wirklich Freundschaft sein?
Ich wär so gern in Hoffenheim,
doch wenn man solch Kollegen hat,
ist´s Essig mit der fremden Stadt.

Denn man sagt mir knapp und brüsk:
Es gibt no Fun, no Fahrt, no Risk.
Und so bleib ich – so sieht´s aus,
Anfang März - ganz brav Zuhaus.

Ich bin im Sternkreis Fisch geboren,
und sonntags wird wohl nicht verloren,
da wäre das doch ein Präsent,
an dem mein Herz gewaltig hängt.

Jedoch – was nützt mir all mein Klagen,
an jenen eisig kalten Tagen,
an denen ich – so voller Frust,
erneut in meinen Keller muss.

Die Liebste meint, es sei recht schön,
würde ich dort in mich gehn,
und überlegen – ganz gewiss,
was wohl wirklich wichtig ist.

Auf der Wange friert die Träne,
es klappern mir im Frost die Zähne,
und ich träume nur vom Frühling,
das wäre das perfekte Feeling.

Der Atem friert zum dichten Hauch,
das hätt´s nun wirklich nicht gebraucht,
und ich ruf zur Kellertüre,
dass ich ganz entsetzlich friere.

Die Liebste meint nur kurz und knapp:
„So schwöre Deinem Wunsch nur ab,
und Du darfst – so freu Dich nur,
heute Nacht – mal in den Flur.“

Beinah hätt ich nachgegeben,
auch ein Fan will überleben,
doch dann hab ich mir gedacht:
„Nur eine weitere kalte Nacht!“

Auswärtsspiel in Hoffenheim,
die Chance besteht – oh ja, ich mein,
dass die Liebste sich besinnt,
wer stetig bohrt – nun, der gewinnt.

Ich zieh die Decke übers Haar,
und demnächst – mach ich es klar,
klingt es auch vielleicht recht weit,
das Spiel ist sonntags – ich hab Zeit.   07.02.2012
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Odise

Heut Morgen schrieb ich völlig kess,
vorlaut eine SMS,
und drückte darin nassforsch aus,
wir kämen mit dem Sieg nach Haus.

Doch hab ich's selber nicht geglaubt,
die Wünsche zwar sehr hoch geschraubt,
und dachte bei mir - in der Tat:
Heut Abend hab ich den Salat.

Denn bei meiner Perspektive,
dachte ich nicht an - Odise,
an einen Kopfball wie ein Strich,
dieses Tor begeistert mich.

Endlich mal muss ich nicht maulen,
nicht an meinen Worten faulen,
sondern darf Platz 9 jetzt feiern,
endlich wieder gab's den Dreier.

Gerade auf dem Lauterer Betze,
bekam ich laufend nur die Krätze,
jetzt lassen wir sie mal zurück,
genießen unseren Hauch vom Glück.

McKenna - jederzeit hellwach,
beim Kopfball immer Turm der Schlacht,
und Rensing hielt in größter Not,
ich liebe unser weiß und rot.

Ab dem Beginn der Unterzahl,
fand ich dieses fast fatal,
weil ich weiß - es spielt der Bock,
in Überzahl fast wie geschockt.

Heut zu Siegen war so richtig,
heut zu Siegen war so wichtig,
das war heut ein 6-Punkte-Spiel,
ich war nervös - bis in das Ziel.

Mein Puls, er tanzte Cha-Cha-Cha,
zu Berge stand mir jedes Haar,
zwar hab ich an den Sieg geglaubt,
und doch hat's den Verstand geraubt.

Heut darf ich im Bette schlafen,
mein Zuhause - sicherer Hafen,
statt Baldrian - gleich literweise,
wird der Sieg zur Götterspeise.

Da ich am Morgen hell-gesehen,
muss die Liebste nun gestehen:
Sie sieht mich in ganz neuem Licht.
Vom Zufall sag ich besser nichts!

Roshi hat nach den Sekunden,
den Weg des Balls ins Tor gefunden,
bis Samstag - ganz FC-bekloppt,
fühle ich mich on the top.              05.02.2012
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Fahne

Gestern stand ich noch im Regen,
und heute fiebere ich entgegen,
unserem allernächsten Spiel,
ich bin verrückt – und davon viel.

Da muss man sich auch nicht beschweren.
Was gestern war – will ich nicht hören.
Bin das nur ich? Ich ganz allein?
Gibt’s noch mehr? Das wäre fein.

Ich halte stets die Wange hin,
wahrlich ohne jeden Sinn.
Denn die Erkenntnis – Fußballspaß,
verdreht sich bei uns – ziemlich krass.

Wider allen besseren Wissen,
werde ich die Fahne hissen,
die man mir zuletzt geschenkt,
wie schön, wenn´s Herzchen daran hängt.

Ich werde vor dem Bildschirm hocken,
der Puls Galopp – die Kehle trocken,
der Sauerstoff steht schon bereit,
und Baldrian – ist nicht sehr weit.

Die Jungs vom Lauterer Betzenberg,
haben sich wohl sehr verstärkt,
ach hätten wir – bleibt´s auch geschenkt,
sie vor paar Jahren dort versenkt.

Jetzt treten wir dort an – mit Tese,
ich hoffe, dass ich Sonntag lese,
er hat den Teufeln – mit Bedacht,
Feuer unterm Ar… gemacht.

Vielleicht spielt man ja auch für Stále,
und zieht sich aus der tiefen Sohle,
endlich mal mit eigener Kraft,
dann hätte man – mal was geschafft.

Nicht hinter irgendwem verstecken,
nicht die Wunden ständig lecken,
sondern zeigen – Mann für Mann,
was der Bock erreichen kann.

Als Team muss das doch möglich sein,
ich bin gespannt – und sitz daheim,
zitternd vor der Flimmerkiste,
vor der ich meine Fahne hisste.

3 Punkte – bitte Einsatz zeigen,
bringt die Kritik abrupt zum Schweigen,
und auch mein Nach-dem-Spiel-Gedicht,
ständ mir prima zu Gesicht.

Hab alles um mich aufgebaut,
die Liebste kommt kurz rein – und schaut,
dreht sich resignierend um,
kennt nicht den Zwang – nicht das Warum.  02.02.2012
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Demontage

Von der steten Demontage,
ist´s nicht weit zu der Etage,
in der man sich „Zuhause“ fühlt,
und gerne um – den Aufstieg spielt.

Kein Geld, nicht Plan, kaum Perspektive,
stur nach vorn die Direktive,
selbst wenn man – was grad aufgebaut,
hinten in die Grütze haut.

Niemand da, der scheinbar weiß:
Ein Abstieg hat sehr hohen Preis?
Da wird gewurschtelt, Geld verbrannt,
ohne Sinn und auch Verstand.

Hier ein bisschen, dort ein wenig,
wer entscheiden darf – ist König,
und wenn nichts zu entscheiden bleibt,
dann ist´s halt so – verrückte Zeit.

Chong Tese kommt – und alles stöhnt.
Sind wir immer noch verwöhnt?
Oder liegt´s vielleicht daran,
dass niemand es vermitteln kann?

Die Presse blökt – und sie posaunt,
am Ende ist man dann erstaunt,
wenn der Berg – wie´s auch passiert,
nur die berühmte Maus gebiert.

Ich mag dem Mann nicht Unrecht tun,
doch Grund für uns, sich auszuruhn,
den sehe ich beileibe nicht,
selbst bei schönstem Sonnenlicht.

Und statt hinter den Kulissen,
gemeinsam ein Signal zu hissen,
zerfleischt man sich noch hinten rum,
liebe Leute – das ist dumm.

In dem Verein den Poldi halten?
Wo Menschen schalten oder walten,
als sei es ein Computerspiel?
Vielleicht ja träume ich zu viel.

Versteh es nicht – bin halt zu blöde,
was ich von mir gebe – öde,
vielleicht zu jung – vielleicht zu alt,
ganz einfach keine Lichtgestalt.

Warum geht’s, bitte, anderswo?
Hier schunkelt man sich selber froh,
Köln – wie soll´s auch anders sein,
bleibt ein Karnevalsverein.

Es wird fleißig demontiert,
doch egal, was auch passiert:
Ich bleibe Fan – tut er auch weh:
Der stete Frust – hier beim FC.   31.01.2012
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1:4 Schalke

Gestern hab ich noch gedacht,
dass das Glück mir nicht mehr lacht,
heute - nach dem Sturz ins Messer,
heute nun - weiß ich es besser.

Es nicht zu sehen - eine Gnade,
weil ich den Knopf zum Drücken habe,
der das TV schnell schlafen lässt,
manchmal besser - stell ich fest.

Der FC hat zwar verloren,
doch ich habe nicht gefroren,
und irgendwann wird's fast egal,
ist das Denken auch fatal.

Auch wenn mein Herz ja daran hängt,
fürs nächste Match hab ich verschenkt,
das Ticket für ins Stadion,
so weit bin ich letztlich schon.

Denn im Verein - ich seh das so,
stimmt es wirklich nirgendwo,
seit Wochen dieser Eiertanz,
um Neuverpflichtung - Finke kann's.

Ein Stürmer steht zur Diskussion,
jedoch wie stets - und wie gewohnt,
kommt am Ende - so sieht's aus,
die berühmte Maus heraus.

Die Stürmer, die wir jetzt schon haben,
dürfen an der Linie traben,
und Nova spielt - das ist wohl Pflicht,
sieht der Trainer es denn nicht?

Es krankt in allen Mannschaftsteilen,
und man sollte sich beeilen,
sonst stecken wir - wo ist der Sinn?
Nächsten Sonntag schon tief drin.

Mit einem Poldi ganz alleine,
gewinnt man nicht - wie ich wohl meine,
die Außenbahnen sind ein Witz,
so gibt das auch in Zukunft nix.

Das Mittelfeld ist kaum vorhanden,
lange Bälle - wenn sie landen,
hat der Gegner im Visier,
uns fehlt das Können - und Gespür.

Wo fängt man an, um auszubessern?
Wir sind die vom stetig Gestern.
Und machen lieber uns zum Affen,
als Anzupacken und zu Schaffen.

Als ich gestern von mir gab,
dass ich das Schnäuzchen voll nun hab,
nahm man es gelassen hin,
doch weiß ich - was ich will und bin.  29.01.2012
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Sündenbock

Mein Bock, wie tut das furchtbar weh:
Ich kann heut - nicht zum FC,
und was dabei das Schlimmste ist:
Nicht die Liebste hat's vermiest.

Ich kenne ja den Sündenbock,
und mildert das auch nicht den Schock,,
so habe ich doch ein Ventil,
für das nicht besuchte Spiel.

Nein, Ihr braucht mich nicht zu rächen,
und kein Eisen, um zu brechen,
die verschlossene Kellertür.....,
mein Herzblatt kann heut nichts dafür.

Ich habe eine leise Ahnung:
Der DFB mit seiner Planung,
hat mir - wie man es auch dreht,
dieses Ei ins Nest gelegt.

Denn wär das Spiel um fünfzehn-dreißig,
so wäre ich recht froh und fleißig,
jubelnd auf der Südtribüne,
hoch auf der rot-weißen Düne.

Ja, was nützt das dumme Flehen,
ich kann das Match halt live nicht sehen,
doch bin mit etwas Glück dabei,
und seh es im TV - auf Sky.

Ich konnt vor Leid nicht richtig schlafen,
denn beim Zählen all der Schafe,
sah jedes zweite - das ist dämlich,
unserem kölschen Hennes ähnlich.

Statt übern hohen Zaun zu springen,
hielt es an - begann zu singen,
die kölsche Hymne unserer Höhner,
sagt mir Freunde - was ist schöner?!

Der Gedanke - dieser Bann,
macht, dass ich nicht schlafen kann,
kein Schaf springt's virtuelle Gatter,
bin übermüdet, hab die Flatter.

Dass das so ist - verzeiht mir bitte,
nehmt mich auf in Eurer Mitte,
auch wenn der Reim Euch zweifeln lässt,
an meinem Hirnschmalz - wird's ein Fest,

Ich werde aus der Ferne jubeln,
und hoffen, dass bei allem Trubel,
auch Grund besteht - rot-weiße Lust,
nicht - dass ich noch weinen muss.

Dem Sündenbock zieh ich - nicht bang,
heut Abend beide Ohren lang,
auf dass sie sich , nach meinem Fassen,
vorn zum Schleifchen binden lassen.    28.01.2012
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Lorbeeren

Lorbeeren – die brauch ich nicht,
ohne Stürmer gibt’s kein Licht,
verloren aufgrund Dussligkeit,
so wird das nichts – es tut mir leid.

Lorbeeren - die will ich nicht,
„Herr Sky“ – ja, ich bedanke mich,
doch wäre mir ein Pünktchen lieber,
als diese Unlust, dies Geschiebe.

Den Ball nach vorne – ohne Plan,
gut gebettet in dem Wahn,
er kommt vielleicht auch einmal an,
zumindest dann, zumindest wann.

Und wenn es dann kein Abseits war,
dann ist sie plötzlich da – Gefahr,
doch wenn man solche Stürmer hat,
macht man die größten Chancen platt.

Tu ich Unrecht? Ist´s der Frust?
So langsam fehlt mir jede Lust,
sich´s immer wieder anzusehn,
in dem Gedanken: Wird schon gehn.

Ich habe mich so sehr gefreut,
auf diesen Tag, auf gerade heut.
Endlich wieder Bundesliga,
Eventuell sind wir mal Sieger.

Doch auf der Bank ein Kindergarten,
Spieler, die auf Chancen warten,
die sie nicht bekommen – nein,
ich glaub, ich steh da nicht allein.

In Aachen – statt sich einzuspielen,
da darf sich die Reserve fühlen,
wie sich´s fühlt vor Publikum.
Was mir fehlt – ist das Warum.

So manche Spieler sind entsorgt,
nichts neu gekauft – und nichts geborgt,
bis auf den, der warten muss,
bis 4 Minuten – grad vorm Schluss.

Zerreißt mich – ich hab keinen Schimmer,
von Fußballkunst – doch wie auch immer,
hab ich einen dicken Hals,
und den, den hab ich allenfalls.

Was soll das gegen Schalke werden?
Wir spielen wie die Hammelherden.
Unter Fußball, Spiel und Tor,
stell ich mir was anderes vor.

So werde ich halt weiter warten,
die Guten kommen in den Garten,
und wir – wir haben unterdessen,
die Erinnerung zu vergessen.  21.01.2011
_________________________________
Wenn

Immer wenn´s nach oben geht,
spielt die Mannschaft wie verdreht,
und es bleibt beim Wörtchen "wenn",
erneut ward eine Chance verpennt.

Platz 7 wär Momentaufnahme,
1 Punkt nicht schlimm - nicht wirklich Drama,
doch beiß ich mich im Hintern fest,
um alles - das man liegen lässt.

Abgerechnet wird zum Schluss,
und nicht, dass man dann sagen muss:
"Hätte, Aber und Vielleicht,
fast, ja fast, hätt es gereicht".

Den Punkt zu holen, das war glücklich,
das ganze Match verschnarcht und nicklig,
die Stimmung war rundum perfekt,
nur die Elf - nicht aufgeweckt.

Erneut war´s Poldi, der dann traf,
die anderen wieder viel zu brav,
was machen wir, falls er nun geht,
die Null dann auf der Tafel steht?

Da hilft nur wirklich kräftig Üben,
sonst bleibt der Platz ab Nummer 7,
für uns nicht mehr als bloßer Traum,
rot und weiß gequirlter Schaum.

Der Abschlag - oftmals grauenhaft,
die Ballannahme - sie klappt (fast),
das Kurzpassspiel - zum Haare raufen,
vieles könnte besser laufen.

Wenn man uns die Regie andreht,
dann ist es oftmals schon zu spät.
Da ist Bedarf im Mittelfeld.
Erkannt? Bestimmt! Doch wenig Geld.

Und in der Abwehr kam´s mir vor,
als suchte Brecko nach dem Tor,
auch wenn´s vielleicht das Eigene ist,
das ist Können - das zeigt Biss.

1 Punkt gewonnen? 2 verschenkt?
Bockseidank den Ball versenkt,
immerzu das gleiche Spiel,
auch knapp vorbei - verfehlt das Ziel.

Jetzt geht's nach Bayern - rot und blau,
dort zu punkten - eine Schau,
ich geb die Hoffnung niemals auf,
in München haben wir den Lauf.

Vielleicht wird uns der Ar… verhauen,
vielleicht auch nicht - was soll´s? Mal schauen.
Gestern Frust - heut neuer Mut,
ein wenig Schlaf tut oft sehr gut.  14.12.2011
__________________________________

400

4:0 – und auch 400,
wobei die Zahl wohl kaum verwundert,
denn seit Bestehen der Bundesliga,
waren wir zuhause so oft Sieger.

Gestern zweimal Doppelpack,
Freiburg wurde eingesackt,
mit einem Schleifchen nett bestückt,
und in den Schwarzen Wald geschickt.

Poldi, der ein Traumtor macht,
Clemens, der verschmitzt und sacht,
ein Tor mit Schwung vom Eckpunkt schießt,
und uns erneut froh jubeln ließ.

Cissé, der keinen Stich bekam,
da Pedro aus dem Spiel ihn nahm,
am Ende stimmte – nahe alles,
doch nicht aus Sicht des 1. Falles.

Denn Halbzeit 1 hat mich verwirrt,
nun gut, vielleicht hab ich geirrt,
doch fand ich unser Spiel – verschämt,
nicht wirklich gut und souverän.

Ich hab geschimpft, dem Rohrspatz gleich,
bestimmt viel Unsinn, dummes Zeug,
doch das gehört für mich zum Bild,
damit´s nicht aus den Ohren quillt.

Ich würde platzen – wär ich still,
verzeiht mir bitte meinen Müll,
wie gut, dass es den Freund dann gibt,
der mir schon mal den Riegel schiebt.

Der mir sagt, ich solle schweigen,
und mal wahre Größe zeigen,
so abgeklärt – so cool wie er,
das – lieber Kalle – fällt mir schwer.

Zumal es da – besehen bei Licht,
(Namen nenne ich jetzt nicht),
auch noch solche Freunde gibt,
die kennen keinen Unterschied.

Die werfen – ach, ich schmeiß mich fott,
alles rein in einen Pott,
egal ob Eckstoß, Strafstoß gar,
Du weißt genau – mein Wort ist wahr.

Wobei wir grad beim Pott jetzt sind:
Ist Schlacke wirklich völlig blind?
Sieht nicht wo Poldis Wurzeln sind?
Nur wer sich wohlfühlt – der gewinnt.

Ich hoffe so, es bleibt beim Alten,
und Poldi bleibt dem Bock erhalten,
er ist die Seele im Verein,
lieber Poldi – bleib Daheim.       11.12.2011
_________________________________
Freiburg und Mainz

1 Punkt in Stuttgart – Heimspiel 3,
das wär doch was – ich bin dabei,
sofern die Liebste mich auch lässt,
stell ich unumwunden fest.

Ich weiß ja stets, was sich gehört,
hab sie kurz – und leis – gestört,
und habe ihr, ganz ungefragt,
so manches nette Wort gesagt.

Ich sprach zu ihr, sie sei mein Herz,
säuselte vom Liebesschmerz,
und lief komplett zur Hochform auf,
da meint sie knapp: „Lass es nur raus!

Wenn du so schleimst – dann willst du was,
dein Verhalten – ist echt krass,
ich denke – ohne jeden Hohn,
du willst bestimmt zum Stadion.“

Da war es raus – ich war ertappt,
sie sprach es aus – so denkbar knapp,
doch kannte sie den Spielplan nicht,
so führte ich sie – hinters Licht.

Ich sprach daher: „Es kommen bald,
die Kicker aus dem Schwarzen Wald,
das muss ich sehen – da muss ich hin,
weil ich – ein wenig – süchtig bin.“

Oh, mein Bock – es schien gelungen,
ich biss mir heftig auf die Zunge,
sprach nicht vom Dienstag, nicht von Mainz,
das war klug – nun ja, so scheint´s.

Drum unterschätze niemals nicht,
das Eheweib – das dich verdrischt,
denn sie las – per Zufall heute,
die Tageszeitung – Wahnsinns Beute.

„Hast du“, meint sie, „nichts vergessen?
Versuche nur nicht. dich zu messen,
mit mir, die hier das Sagen hat,
glaube nur nicht, dass das klappt.

Doch sei beruhigt – du kommst zum Ziele,
ich gönne dir die beiden Spiele,
wünsch dir gar – der Punkte 6.“
Glaubt es mir – ich war perplex.

Sie liebt mich scheinbar wirklich doch,
nie hab ich sie so gemocht,
sie gibt mir zweimal Fußball-frei,
wie schön – ich bin dann live dabei.

Jubele auf der Südtribüne,
fühle weder Schuld noch Sühne,
und hoffe auf den Doppelsieg…,
ob ich wohl damit richtig lieg?      08.12.2011
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Warum

Mein lieber Geißbock, Mann oh Mann,
warum tu ich mir das noch an?
Und bleib nicht besser brav Zuhaus,
schalt bei Bedarf – das Fernsehen aus?

Mein lieber Poldi, lieber Mann,
warum tust Du Dir das noch an?
Und spielst statt Fußball – bitte, sorry,
nur Operette – so don´t worry.

Warum – die Frage sei erlaubt,
hab ich vor dem Spiel geglaubt,
dass alles einmal besser wird?
Der Mensch ist schwach – der Mensch, er irrt.

Warum ist nach dem Gegentor,
alles anders als zuvor,
warum spielt Ihr dann plötzlich so,
als ging es nur um Domino?

Warum sagt Ihr dem Stürmer Hanke,
für sein Bemühen gerne Danke?
Und ladet ihn zum Torschuss ein?
In Köln kann vieles einfach sein.

Wundert Ihr Euch künftig auch,
wenn´s mehr als gute Worte braucht,
dass man die Fans zum Stadion lockt?
Mancher hat nicht wirklich Bock.

Ich hab so manchen Spruch gehört,
dass beim FC das Glücksspiel stört,
und dass man jetzt schon überlegt,
ob man gegen Mainz noch geht.

Damit schadet Ihr fatal,
dem Anspruch und dem Kapital,
denn die Seele im Verein,
ist auch der Fan – Ihr wollt´s gern sein.

Doch wenn man gerne Fußball schaut,
und sieht die Operettenbraut,
die tänzelnd übers Spielfeld schleicht,
dann überlegt man – NOCH vielleicht.

Dazu kommt noch die KVB,
Kölns System tut manchmal weh,
wenn man wie blöd am Stadion steht,
und vorher noch von Weiden – geht.

Fußball kommt ja stets so plötzlich,
ja, ich weiß – das ist entsetzlich,
so geht es unseren Profis auch,
das ist in Kölle scheinbar Brauch.

Und so hoffe ich gern weiter,
werd am Ende gar gescheiter,
und sehe noch mal – nicht zu spät,
dass der Bock dies Spiel versteht.     25.11.2011
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Woosch

Dieses Thema wär jetzt durch:
Herr Präsident – denn um die Woosch,
gibt’s jetzt einen neuen Kampf.
Was war? Was ist? Was bleibt? – Nur Krampf?

Was wird denn nun, Herr Overath?
Erneut jetzt wieder der Spagat,
zwischen Sport und Wirtschaftskraft?
Auf Dauer fühlt man sich geschafft.

Ob der Zeitpunkt richtig war,
ob so geplant – ist mir nicht klar.
Vielleicht zum Wohle des Vereins?
Das zeigt die Zukunft, ganz allein.

Vielleicht ein Aufbruch – bin bereit,
in eine schöne neue Zeit,
an deren Ende man erkennt,
Erfolg ist uns ja doch nicht fremd.

Doch kommt man trotz der neuen Welle,
auch weiterhin – nicht von der Stelle,
liegt´s vielleicht an dem System.
Kritisieren ist bequem.

Wer jetzt kommt – um anzufassen,
muss sich an dem messen lassen,
was bisher als Usus galt,
bei Overath, der Lichtgestalt.

Ich hoffe – und das ist bekannt,
es kommt ein Mann mit Sachverstand,
der leitet – und sich leiten lässt,
mit Visionen – klar und fest.

Wie er heißt, ist ganz egal,
trefft mit Verstand nun diese Wahl,
nur eins ist wichtig, wie ich´s seh:
Allein das Wohl – für den FC,

Der Berg an Schulden ist so groß,
die Aufgabe ein schweres Los,
und tauschen – ehrlich – wirklich, nein,
schon schwer genug war dieser Reim.

Neu strukturieren, Poldi halten,
in den Machtzentralen schalten,
in der Hoffnung, dass sich´s dreht,
nicht irgendwann das Licht ausgeht.

Um das Schiff jetzt neu zu steuern,
um den Kessel anzufeuern,
muss ein neuer Mann dorthin,
mit dem Geißbock, tief im Sinn.

Ein Mann, der auch besonnen bleibt,
wenn sich die Presse an ihm reibt,
die Presse, Gott und alle Welt,
en Präsident – demnächst für Geld?    15.11.11
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Pizarro

Hab keine Ahnung - davon viel,
hoffte auf ein faires Spiel,
und bin vom Können - das ist dämlich,
leider Schiri Weiner ähnlich.

Heut kam alles wohl zusammen,
nach Führung gehen wir mit Schrammen,
und geschlagen still vom Platz,
jedes Mühen für die Katz.

Clemens macht ein feines Tor,
Poldi legt das nächste vor,
da habe ich bei mir gedacht,
das wird eine tolle Nacht.

Doch wenn Pizarro dreimal trifft,
ist das für das Ergebnis Gift,
und am Ende bleibt uns nur,
der Erinnerung trübe Spur.

Ein Bremer Handspiel, das ganz klar,
mit Vorsatz ein Elfmeter war,
doch das der Schiri übersieht,
schade Geißbock, angeschmiert.

im Gegenzug dafür - natürlich!
Benehme ich mich ungebührlich,
wenn mir da der Kragen platzt?
Pfiff und Tor und Spiel und Satz.

Dazu die Karte - dunkles Rot,
das bringt den Bock in große Not,
und am Ende - ich könnt weinen,
waren wir nur noch zu Neunen.

Verletzungspech - auch Unvermögen?
Begossen stehen wir im Regen,
das dritte Tor der Bremer war,
Pizarros Riecher - ist doch wahr.

Bremen ist für uns kein Pflaster,
und Fußball ist mein großes Laster,
doch morgen - morgen klappt das schon,
da winkt ein Kölner Sieg als Lohn.

In Bergheim - bringt's auch leider nichts,
ist das Anschauen für mich Pflicht,
obwohl mir fast die Lust vergeht,
ich hör jetzt auf - es ist schon spät.

Drei Punkte, bitte gegen Mainz,
das müsste klappen - ja, so scheint's,
denn ich bin - das ist Euch neu,
bei diesem Spiel nicht mit dabei.

Dann noch ein Sieg - so lasst mich lauern,
gegen Gladbachs grüne Bauern,
so wäre meine Welt perfekt,
auch wenn's mir heute - gar nicht schmeckt.    05.11.2011
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Futter

Der Hund, sie hungert - so wie ich,
kein Gramm für sie - kein Brot für mich,
so leer der Magen, leer der Bauch,
und Magenknurren hab ich auch.

Die Frau spricht, es sei halbe Nacht,
Frühstück gäb es erst ab Acht,
der Tag, er fange grad erst an,
und dass ich wohl noch warten kann.

Außerdem erschwert die Lage,
der Blick von gestern auf die Waage:
Ein wenig mehr - und zwar drei Pfund,
das ist fürs Ego nicht gesund.

Da heißt´s ab heute wieder darben,
grau der Tag und grau die Farben,
denn spüre ich den Hungerast,
dann bin ich leidend - oder fast.

Ich schaue zu der Liebsten auf,
lass meinem Unmut seinen Lauf,
und deute klagend auf das Tier:
"Schau, wie verhungert liegt sie hier!"

Das wirklich Dumme dabei ist,
die Liebste weiß um jede List,
und meint nur, dass ich's besser lass,
ansonsten: "Herzblatt, setzt es was!

Und eines weißt du sicher auch,
wenn ich schlage - dann zum Bauch,
zum Rücken - stets das gleiche Lied,
immer dort - wo man´s nicht sieht."

Dann steht sie auf, lässt mich dort kauern,
nein, Ihr müsst mich nicht bedauern,
denn meine Knie sind das gewöhnt,
gespickt mit Hornhaut - das ist schön.

Und so bereitet sie dem Hund,
das Futter - Wasser fließt im Mund,
nicht nur bei Luna, auch bei mir,
mich überfällt die reine Gier.

Ich dräng mich hungrig an den Napf,
das erste Bröckchen - yeah, ich hab's,
da knurrt das Fell-Bund mich schon an,
und ich verstehe - lieber Mann.

Denn sie ist - das ist nicht gelogen,
im Sinne meiner Frau erzogen,
ich komm bei uns - zähl auf die Schnelle,
so an 108er Stelle.

Ich träum von einem Brot - samt Butter,
oh Herr, schenk deinem Kind doch Futter,
und drei Punkte dem FC,
so nebenbei - das tut nicht weh.   05.11.2011
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Leckerbissen

Ein Leckerbissen war das nicht,
es war ein Sieg - und der war Pflicht.
Drei Punkte, die man holen muss,
die Mannschaft hat es wohl gewusst.

Und doch lag es erneut an Einem,
manches kann so einfach scheinen,
wenn man den linken Hammer hat,
Poldi dankt die ganze Stadt.

Drei Schläge in die Puppenkiste,
ein weiteres Häkchen auf der Liste,
3 Punkte auf dem Weg zum Glück,
ein weiteres, ein kleines Stück.

Peszko schießt sein erstes Tor,
jubelnd schreit der kölsche Chor,
alles liegt sich in den Armen,
die Brille rutscht - so habt Erbarmen.

Unser Lukas ist der Zug,
Augsburgs Lukas - hat genug,
fährt leise heim nach Lummerland,
im Getriebe reichlich Sand.

Klingt's als sei ich unzufrieden,
stimmt das nicht - jedoch, Ihr Lieben,
hab ich Angst vor dem Infarkt,
spielt der Gegner wirklich stark.

Augsburg war kein Grad zum Messen,
die Leistung konnte man vergessen,
und trotzdem machte sich vielleicht,
unsere Elf sich's nicht ganz leicht.

Nächsten Samstag geht's nach Bremen,
dort will man unseren Geißbock zähmen,
ein Auswärtspunkt - ich glaub's zwar nicht,
ständ uns prima zu Gesicht.

Doch dazu muss die Abwehr beißen,
sich an ihrem Riemen reißen,
und ein Herr Lanig auch mal zeigen,
dass da mehr ist - als nur Schweigen.

Heut ein Sieg - nicht mehr, nicht wenig,
heute fühl ich mich als König,
heute hab ich einfach Spaß,
Ballett auf kurzem grünen Gras.

Dann hörte ich - oh, lieber Heiland,
schon erstes Singen - Rom und Mailand,
ein Sieg - schon ist der Fan verklärt,
3 Punkte sind ja auch was wert.

Wahrscheinlich ist mein Sinn zu klein,
wahrscheinlich muss halt Köln so sein,
wahrscheinlich liebe ich den Bock,
auch grad deswegen - Spaß en bloc.  30.10.2011
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Fassungslos

Würde meine Frau mich lieben,
wäre ich wohl dort geblieben,
wo ich die Verbannung wähne,
doch das Schicksal – zeigt die Zähne.

Ich durfte (?) aus dem Kellerloch,
das war schlimm – ich sag es doch,
denn mir blieb der lange Bart,
des öden Spieltags nicht erspart.

Ein bisschen was, das geht doch immer,
doch leider kommt es manchmal schlimmer,
als selbst ich mir das erträumt,
und meine Wut – die schäumt und schäumt.

Sicherlich kann man verlieren,
doch wie wär´s, dabei zu spüren,
dass die Mannschaft sich bemüht?
Immerzu dasselbe Lied.

Beim 0:5 – Erleichterung,
zerbrach mir jede Sicherung,
und ich drückte – hier Zuhaus,
den Fernseher ganz einfach aus.

Da ward es ruhig – ganz ruhig um mich,
das anzuschauen – ist keine Pflicht,
stattdessen ging ich mit dem Hund,
Bewegung ist halt sehr gesund.

Ich war davor zu sehr im Saft,
ich kündigte die Mitgliedschaft,
ich schmiss am liebsten alles hin,
auf jeden Fall – ganz tief im Sinn.

Ich war dabei, mich zu vergessen,
was dann kam – sind SMSen,
die holten mich – war das jetzt Glück?
Auf den Boden schnell zurück.

Die sprachen, tut das auch jetzt weh,
ich sei doch Fan des Bocks, FC,
und das, was ich dort heute sah,
Momentaufnahme – ist schon wahr.

Und doch – ich bin ganz mächtig sauer,
vielleicht nur heut, vielleicht auf Dauer,
ich könnte in den Esstisch beißen,
die Dauerkarte fix zerreißen.

Ich könnte dies, ich könnte das,
doch bring ich mich auch um den Spaß,
nach einem Sieg – das ist gewiss,
auch wenn´s heut wieder furchtbar ist.

Wie lang muss ich das noch ertragen?
Prognose? Nein, ich will´s nicht wagen.
Denn heute ist mein Frust so groß,
ich bin einfach fassungslos.     22.10.2011
_________________________________
Samstagmorgen-Blues

Ich sitz im Keller – und mich friert,
das ganze Haus fast renoviert,
nur für Heizung, Wasser, Licht,
reicht´s dort unten leider nicht.

Nun ja – vielleicht hätt´s doch gereicht,
doch meine Frau sagt: „Nimm es leicht.
Du bist schon alt – trag´s nicht so schwer,
die Kälte spürst du lang nicht mehr.“

Und noch dazu und außerdem,
sei der fest gestampfte Lehm,
in unserem alten Fachwerkhaus,
doch historisch – so sieht´s aus.

Dann wirft sie mir fix eine Decke,
um mich darunter zu verstecken,
sie sei jetzt das Gejammer leid,
und außerdem – wär´s an der Zeit.

Die Decke nerve sie schon lang,
weil darauf der Geißbock prangt,
so was, das erträgt sie nicht,
im Wohnbereich – bei Tageslicht.

Ich soll dort unten bei den Spinnen,
den Traum nur träumen – vom Gewinnen,
und wenn ich mich benehmen kann,
darf ich nach oben – irgendwann.

In meiner so bedrängten Lage,
hat man(n) Angst vor jeder Frage,
und trotzdem habe ich´s gewagt,
und die Liebste leis gefragt:

„Sag mein Herzblatt, wär´s genehm,
ich verlasse heut den Lehm,
so ab halb 4 – geht’s los, auf Sky,
ach, ich wär so gern dabei.“

Prompt fiel mir meine Kindheit ein,
zur Mutter sprach ich oft daheim,
das manch Freund so manches darf…,
„Kein Interesse“ – hieß es scharf.

Sie sei hier die Regierungsmacht.
Eigener Wille? Laut gelacht!
….und irgendwo, im fahlen Lichte,
wiederholt sich die Geschichte.

Sie löscht die Kerze – bin allein,
ich hülle mich in Decken ein,
und warte, was der Tag mir bringt,
ob mein Antrag doch gelingt?

Ich träum vom Sommer, träum von Wärme,
träum von Freiheit – unter Sternen,
und wein mich fröstelnd in den Schlaf,
ob ich heut noch vors Fernsehen darf?    22.10.2011
_________________________________________
Unterschied

Einer macht den Unterschied,
ein linker Fuß, der Vollgas gibt,
ein Freistoß und ein sauberer Schuss,
fast, als wenn's so kommen muss.

Das war ein Krimi, wie das brennt,
noch dazu mit Happyend,
meine Nerven swingen noch,
oh, wie hab ich das gemocht.

Ein Stadion übt Karneval,
solche Stimmung ist mein Fall,
ein Sonntagabend - gegen acht,
der mir richtig Freude macht.

Ein Freistoß, erster Schuss ins Glück,
vor Freude ward ich schier verrückt,
wenn Poldi sich nicht halten lässt,
wird manches Match ein wahres Fest.

Rensing, der der Rückhalt war,
so werden meine Träume wahr,
hinten Null - und vorne zwei,
und ich - war wieder live dabei.

So langsam greift jetzt das System,
ob's weiter klappt - man wird schon sehn,
jedoch, ich bin voll Zuversicht,
an solchen Tagen seh ich Licht.

Auch wenn das Spiel ja beinah kippt,
zum Ausgleich fehlt ein kleiner Schritt,
wer weiß, wie's dann gelaufen wär,
doch zu vergessen, fällt nicht schwer.

Ob's Abseits war, vielleicht auch nicht,
wen juckt das schon? Bestimmt nicht mich.
Und was Hannover davon denkt,
ist mir egal - das bleibt geschenkt.

Als meine Angst fast greifbar war,
war Poldis linker Hammer da,
er zimmert einen Ball ins Tor,
zum kollektiven kölschen Chor.

Erst da ging die Frequenz zurück,
mein Puls ward ruhiger, Stück für Stück,
so ein Spiel - bei uns daheim,
kann schlimmer als ein Krimi sein.

Die Punkte nimmt uns niemand mehr,
danke sagen fällt nicht schwer,
13 Zähler sind es schon,
der Leistung klar verdienter Lohn.

Danke Geißbock, top FC,
nächsten Samstag - BVB,
nehmt von Eurem Schwung was mit,
dann wird's vielleicht was - Schritt um Schritt. 16.10.2011
____________________________________________
Aura

Meine Frau meint just zu mir,
dass sie die Geduld verliert:
Zwei Wochen ohne Fußballspiel,
das sei ihr einfach viel zu viel.

Überall entdeckt sie Zeichen,
dass mir meine Sinne weichen,
ich bin nervös, die Aura fehlt,
das ist so – ich bin angezählt.

Sie geht durchs Haus – mit offenen Augen,
und was sie sieht, mag sie kaum glauben:
Die Tapeten angenagt,
im Warten auf den großen Tag.

Mein Strohbett, englisch kurz gemäht,
mit Kreidelinien übersät,
die Lampen rot-weiß angemalt,
auf dass es fast wie Flutlicht strahlt.

Den Hund mit Deckchen reich geschmückt,
sie schaut mich an – ich sei verrückt,
obgleich sie keine Hörner seh,
…ich danke ihr – für die Idee.

Ständig schau ich auf die Uhr,
mein Bock, die Zeit, sie tröpfelt nur,
die Eieruhr stell ich – zack, zack,
im anderthalben Stundentakt.

In meiner Not schau ich mir an,
was ich auf Sky so finden kann,
selbst Bayers Spiel im Blechpalast,
beginnt der Wahnsinn? Sicher, fast!

Ich freue mich auf unser Match,
die Verbindung ist gepatcht,
Hannover kommt – und ich muss lesen,
für Nova sei´s das heut gewesen.

Die Mannschaft stellt sich, nehmt´s in Kauf,
heut zum Spiel fast selber auf,
für meinen kaum vorhandenen Mut,
ist das – Ehrlich – gar nicht gut.

Fünf Stunden, bis ich fahren darf,
meine Frau entgegnet scharf,
dass sie das kaum überlebt,
ich sei einfach – überdreht.

Daher sei sie auch ehrlich froh,
setze ich mich irgendwo,
still und leise zum PC,
und reime heimlich vom FC.

Darf ich daher angstvoll fragen,
bin nur ich – an solchen Tagen,
leicht vom Wahnsinn eingesackt?
Hätt ich besser nicht gefragt…!    16.10.2011
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Konstanz

Konstanz - die Stadt am Bodensee,
doch leider nicht beim Bock - oh je,
was gestern gut - ist heute schlecht,
das war noch nicht mal dummes Pech.

Das war mal wieder Unvermögen,
nach Sonnenschein folgt meistens Regen,
dieses Spiel bei BSC,
das tat beim Anschauen fast schon weh.

Also schau ich besser fort,
such die Flügel mir beim Wort,
da war kein Spielwitz und kein Kampf,
nur Stolpern, Fehlpass, Frust und Krampf.

Kaum ein Torschuss, nichts gelingt,
nur Berlin spielt wirklich flink,
und der FC - schaut hilflos drein,
das soll frischer Fußball sein?

Keiner riss mich heut vom Hocker,
Berlin hat wenigstens Lasogga,
und wir? Wir haben die Erkenntnis,
das kaum was passte - welch Geständnis.

Wieder wachsen Zornesfalten,
nicht fähig, etwas zu gestalten,
das ganze Spiel nur hinterher,
das kann ich auch - das ist nicht schwer.

Wer auch reinkommt - Not und Pein,
reiht sich fix und nahtlos ein,
und Lanig, mein besonderer Schatz,
fliegt dabei noch fast vom Platz.

Wir schlugen Hamburg, schlugen Bayer,
war das schon Grund genug zur Feier?
Wohl kaum, da bin ich ganz gewiss,
nur heute - war das einfach Driss.

Berlin - wär gern dabei gewesen,
jedoch, nur vorher - jetzt zu lesen,
von diesem Spielstand - 0:3,
das ist nah an Quälerei.

Kein Erfolg, ideenlos,
mein Frust ist wieder riesengroß,
man kann verlieren, irgendwo,
doch mein Bock - warum nur so?

Jetzt kommt Hannover - das wird schwer,
bin nicht zufrieden, ich will mehr,
der Hertha-Sieg war hoch verdient,
der FC spielt wie geschient.

Rensings Wort - es passt genau:
"FC spielt unter aller Sau,
in Halbzeit 1" - ich bin so frei:
Das passte auch für Halbzeit 2.  01.10.2011
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Papst

Berlin träumt noch vom Papstbesuch,
doch damit ist es nicht genug,
denn Samstag kommt - welch Sonnenschein,
der stolze Geißbockclub vom Rhein.

Wir sind Papst? Na bitteschön!
Jedoch - ich will es anders sehn.
Denn wir sind - und das noch mehr,
auch der FC - das fällt nicht schwer.

Wir kommen mit sehr breiter Brust,
zu Siegen, das macht einfach Lust,
und fängt man einmal damit an,
ist's so, dass man's nicht lassen kann.

Ich weiß, dann geht es mit mir durch,
dann kenn ich plötzlich kaum mehr Furcht,
dann träum ich - Siege und Pokal,
das ist halt so - und auch egal.

So lasst mich doch, dem Bock den Lauf,
irgendwann wach ich schon auf,
doch bis dahin - find ich's geil,
denkt Euch ruhig dazu ein Teil.

Seid Ihr anders? Sicher nicht!
Ein Sieg - schon ist man nicht mehr frisch,
und mit dem Herzen voll dabei.
1 Sieg? Vielleicht sogar ja 3!

Fahrt nach Berlin, die Punkte rauben,
man muss nur wirklich fest dran glauben.
Wir sind Papst - da klappt das schon,
der Weg hinauf winkt uns als Lohn.

Erneut ein Sprung in der Tabelle,
einfach so, grad auf die Schnelle,
bis Samstag, Freunde träume ich,
erkennt man das an dem Gedicht?

Wär ich daheim - ja Leute, glaubt datt,
macht ich mich auf den Weg zur Hauptstadt,
selbst wenn die Liebste mich erschießt,
vielleicht gar in den Keller schließt.

Denn sie meint - wie Ihr ja wisst,
dass es mehr als crazy ist,
stellt man seinen Club, als Mann,
in seinem Leben so hoch an.

Egal, wie es auch immer sei,
ich bin nun leider nicht dabei,
sitz brav daheim, vor dem TV,
bei Kindern, Hund und meiner Frau.

Und werde wieder furchtbar leiden,
die Lust von meinem Herzen schreiben.
Oder Frust? Das wär entsetzlich!
Denkt dran - ich bin sehr verletzlich!  27.09.2011
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Blutdruckspitzen

Wenn der Blutdruck mich erdrückt,
wenn ich leide wie verrückt,
wenn der Dampf den Ohren weicht,
spielt mein Club – das ist nicht leicht.

Wellen höchster Blutdruckspitzen,
lassen mich unsäglich schwitzen,
ich zittere wie Espenlaub,
bin jeden anderen Worten taub.

Urlaub – eine schöne Zeit,
egal ob nah, egal ob weit,
Muße, um sich zu erholen,
alles andere sei gestohlen.

Wenn da nicht der Geißbock wär,
ihn ignorieren – das fällt schwer,
und so sitz ich, gar nicht froh,
im Urlaubsort – am Radio.

Hör die Stimmung, Emotionen,
hör von Szenen, die sich lohnen,
hör die Fans im Hintergrund,
der Ball, er läuft – denn er ist rund.

Dann lässt die Liebste mich in Frieden,
(irgendwie muss sie mich lieben),
so auch heut – sprich, Hoffenheim,
ach, wäre ich doch schon Daheim.

Ich hört Jajalos Führungstor,
ich stellte mir den Jubel vor,
und nach Poldis zweitem Streich,
ward mein Herz mir fast schon weich.

Und doch muss ich stets weiter zittern,
ein Anschlusstor wär mehr als bitter,
sodass ich erst im Frieden war,
nach dem Abpfiff – das ist klar.

Poldi spielte erste Sahne,
in Dänemark hiss ich die Fahne,
zeig jedem, den es interessiert,
was ein Fan nach Siegen spürt.

Und interessiert es jemand nicht,
sagt jemand, ich sei nicht ganz dicht,
dann nicke ich – und sage: Ja!
Er hat recht – und es ist wahr!

Nur eines traf mich heute sehr,
denk ich dran, wird’s Herz mir schwer,
denn der Stadion-Freundeskreis,
sprach, sei ich fort – winkt Sieg als Preis.

Leute, Ihr habt sicher recht,
doch mich zu foppen, das ist schlecht,
wir sprechen drüber, seid gewiss,
beim nächsten Heimspiel – ich hab Schiss!   25.09.2011
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Orakel

Am Sonntag gegen Hoffenheim,
möchten wir gern Sieger sein,
ohne Frage, ohne Makel,
daher schwor ich ein Orakel.

Macht der Liebsten schöne Augen,
ging zum Strand und ließ sie glauben,
dass es um Erholung geht,
bis sie´s checkte – war´s zu spät.

Denn es wird Herbst, der Nordwind stürmt,
der Sturm, der Wellen haushoch türmt,
und der die Drachen fliegen lässt,
ein Orakel – welch ein Fest.

Ich band die Liebste heimlich an,
setzte noch zwei Flüglein dran,
und ließ sie steigen – in den Äther,
Sorgen? Mache ich mir später!

Kinderlachen klingt um mich,
der Wind bläst kräftig, er bläst frisch,
und die Liebste steigt im Wind,
was ich mache – das gelingt.

Wird sie den höchsten Punkt erreichen,
wäre das ein gutes Zeichen,
dann schick ich ihr – das fällt nicht schwer,
den Geißbockwimpel hinterher.

Sie stieg in ungeahnte Höhen,
trotzte Regen und den Böen,
so wie der Club in der Tabelle,
eben so, grad auf die Schnelle.

Nur hab ich Angst, erwähn es knapp,
vor dem was kommt, kommt sie herab,
doch hoffe ich auf ihr Verstehen,
und falls nicht – man wird es sehen.

Zu lieben heißt, auch zu verzeihen,
ich will das Ende nicht beschreien,
doch fühl ich – dass mein Ende naht,
zum Übermut – ist´s ein Spagat.

Hätt ich besser doch verzichtet,
würde ich auch nicht gerichtet,
denn mein Orakel nützt nur dann,
wenn sie die Sucht verstehen kann.

FC-Fan sein – heißt durchzudrehen,
an meinem Reim wohl klar zu sehen,
ein Sieg – vorbei ist alle Not,
und alles schimmert weiß und rot.

Ich bin nicht da, bin nicht Zuhause,
vielleicht geht’s aufwärts, ohne Pause,
vielleicht ein Ja, vielleicht auch nicht,
vielleicht….verschont die Liebste mich.   20.09.2011
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Geständnis

Auf dass ich es nur kurz erwähne,
oh mein Bock, wie ich mich schäme,
denn ich gab auf unser Spiel,
bei Bayer gestern nicht sehr viel.

Klar war mir die Niederlage,
nur die Höhe eine Frage,
und in meiner Not und Pein,
ließ ich das Radio still daheim.

Saß in Henne, in den Dünen,
vielleicht, um den Affront zu sühnen,
dass ich – sorry, wenn ich´s sage,
nicht wirklich mehr Vertrauen habe.

Es gibt Menschen, die erklären,
dass sie fast am Ende wären,
und dass FC und Leidenschaft,
im Grunde nicht mehr wirklich passt.

Ich war nah dran, mitzuhalten,
einfach einmal abzuschalten,
doch als ich mich fast selbst belog,
spürt ich etwas, das mich zog.

Und ich schaute still und heimlich,
ins Internet – nein, ist das peinlich,
denn mein Freudenschrei, er schallt,
vom Strand bis hin zum nahen Wald.

Da stand´s 0:1 – mein Herz, gespürt,
schlägt, als ob es galoppiert,
doch selbst da hab ich gedacht:
2. Halbzeit? Gute Nacht!

Dann fielen sie wie reife Früchte,
lang und länger, die Gesichter,
doch nicht bei uns – oh nein, bei Bayer,
Tante Käthe, so verzeihe.

Aspirin – Euch zu verdrießen,
hilft wohl kaum, ein Tor zu schießen,
hilft gegen Kopfschmerz – das ist klar,
jedoch – das 1:4 bleibt wahr.

Besser sollt ich stumm jetzt bleiben,
als wieder meinen Müll zu schreiben,
doch da man mich so nett hier fragt,
…hab ich es erneut gewagt.

Den FC komplett verstehen,
wird über unsere Kräfte gehen,
über meine – ganz gewiss,
in der mir gegebenen Frist.

Nur Geromel, da kommt´s zum Schwermut,
das ist der Tropfen bitterer Wermut,
von hier aus gute Besserung,
die Saison ist ja noch jung.   18.09.2011
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Armutszeugnis

Es gibt Tage – dann und wann,
da spricht mich besser niemand an,
heute – das weiß ich genau,
ist so einer – arme Sau.

Denn was ich auf dem Spielfeld sah,
das wär besser gar nicht wahr,
da fehlt´s an allem, am System,
doch das allein wär zu bequem.

Da zeigt auch manch genannter Star,
dass er überfordert war,
das war nichts – und dreimal nichts,
noch nicht einmal die bloße Pflicht.

Da bleibt dir nur, den Kopf zu schütteln,
auf der Tribüne mit zu zittern,
in der Erkenntnis: Lehr mich Mores,
das war alles Kokolores.

Das war Armut im Quadrat,
damit machst du keinen Staat,
und damit jagst du irgendwie,
den letzten Fan in die Prärie.

Geromel – darf ich das schreiben?
Wird uns wohl erhalten bleiben,
denn wer zahlt, seid mir nicht böse,
für solche Leistung hohe Löse?

Podolski stand heut neben sich,
geistig, körperlich kaum frisch,
und Chihi hat trotz Tor gezeigt,
dass man zu ihm am besten schweigt.

Dazu ein Schiri, der perfekt,
sich hinter diesem Spiel versteckt,
der ebenso ein Ausfall war,
nur die Elfmeter – waren klar.

Dass wir verloren – keine Sorgen,
dafür hat sich die Elf beworben,
das war am Ende hoch verdient,
abgeschmiert wie´s sich geziemt.

Am Samstag geht es jetzt nach Bayer,
auch dort winkt uns wohl kaum die Feier,
und dann das Heimspiel – Hoffenheim,
wie schön, ich werde nördlich sein.

Ich denke, das sag ich beschämt,
ich hätte ein System erwähnt,
ein System, das ich schon sah,
hab keine Ahnung – DAS ist wahr.

Ist jetzt der Trainer angezählt?
Wird er vielleicht bald abgewählt?
Jedes mal der selbe Sche..,
jedes mal schließt sich der Kreis.   11.09.2011
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Franken

Hoch die Ärmel, weist die Franken,
morgen kräftig in die Schranken,
denn ich möchte – das wär schön,
vor meinem Urlaub Siege sehn.

Schickt sie heim, und das mit Frust,
zur gebratenen Rostbratwurst,
lasst sie ihre Wunden lecken,
wir werden uns wohl kaum verstecken.

Der Trainer hat die Qual der Wahl,
und falls nicht – wär´s mir egal,
denn 3 Punkte – Punktum, still,
das ist alles, was ich will.

Das Stadion ist gut gefüllt,
welch ein wunderschönes Bild,
Farben, Lieder, schief und laut,
schon jetzt spür ich die Gänsehaut.

Vom HSV – den Sieg gebracht,
es freut uns sehr, legt Ihr jetzt nach,
dann wäre das die rechte Richtung,
für die Tabelle – meine Dichtung.

Denn ich will reimen, voller Lust,
mit stolzgeschwellter, breiter Brust,
in Träumen schweben, rot und weiß,
das wär so schön, das wär mein Preis.

Mein Chef sprach: „Urlaub? Aus dem Sinn!“
Und weiß nicht – dass ich glücklich bin,
denn die eine Woche später,
macht mich froh – fast zum Verräter.

Meine Frau ließ mich allein,
sie meint, ich säße brav daheim,
und doch ahnt es mein Herzblatt schon:
Morgen – ab zum Stadion!

Den Rest der Woche fröhlich reimen,
es soll nur keiner letztlich meinen,
Ihr würdet jetzt von mir verschont,
das ist Ruhe, die sich lohnt.

Wie ich mich auf das Match schon freue,
jede Woche – stets aufs Neue,
und wie ich leide, trüb der Sinn,
wenn ich fern der Heimat bin.

Morgen neue Spieler sehen,
freuen, schimpfen, überdrehen,
das alles – ja, das brauche ich,
genauso wie das Sonnenlicht.

Drückt die Daumen, dass es klappt,
schießt die Franken bitte ab,
dann kann ich ruhig in Urlaub gehen,
ach, mein Bock – wie wär das schön.   10.09.2011
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Achterbahn

Was habe ich denn bloß getan,
dass ich wie in der Achterbahn,
dieses Spiel erleiden muss?
Es stolpert arg in meiner Brust.

Nun gut, ich weiß es wohl genau,
ich schreibe laufend, dass die Frau,
die mir lieb ihr Händchen reicht,
mich ständig quält – sie hat´s nicht leicht.

Denn das war heut ein Wechselbad,
ich hab gedacht – dass der Salat,
für uns schon zum Verzehr dort stand,
das Spiel lief so, wie oft bekannt.

Erst verpfiffen, dann geführt,
zweimal kräftig abgeschmiert,
und am Ende wieder da,
ich weiß nicht recht, wie uns geschah.

Erst kein Punkt – dann war es einer,
dann mal drei, dann wieder keiner,
und am Ende gab´s den Sieg,
kein Wunder, dass ich jetzt hier lieg.

Baldrian in hohen Dosen,
das wäre was für die Mimosen,
so wie ich halt einer bin,
nach solchem Spiel – rafft´s mich gern hin.

Ich habe an den Reim gedacht,
sprach zwischendurch nur „Gute Nacht“,
und denk am Ende, jetzt und heute,
ich bin rot-weiß, des Wahnsinns Beute.

Endlich einmal Wechselglück,
McKenna traf ins Tor, verrückt,
und mein finaler Jubelschrei,
erklang bis in die Mongolei.

Endlich nicht mehr hinten stehen,
was nun kommt, das muss man sehen,
auch wenn vieles Schatten war,
3 Punkte zählen – das ist klar.

Doch eines sollte ich bedenken,
solchen Sieg noch zu verschenken,
das passiert – das ist gewiss,
nicht wenn der Gegner clever ist.

Egal, heut Abend wird gefeiert,
vergessen ist der Pfiff von Meyer,
und am Ende stach der Joker,
das ist doch rasanter Poker.

Serenos Einstand war perfekt,
sein Spiel, sein Einsatz hat geschmeckt,
jetzt kommt Nürnberg – seid bereit,
Ihr habt ja nun zwei Wochen Zeit.    27.08.2011
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Aufbaugegner

Der Bock tritt an – beim HSV,
ach, hört ich nur auf meine Frau,
die sprach zu mir schon seinerzeit,
an meiner Stelle – sei sie´s leid.

Immer dieses Auf und Ab,
der stete Frust – der nicht zu knapp,
wahrscheinlich sei es an der Elbe,
wie jedes Jahr dann doch dasselbe.

Irgendwo hat sie ja recht,
denk ich an morgen – wird’s mir schlecht,
doch was man mir nicht nehmen kann,
das ist die Hoffnung – ist der Bann.

Zwei Tage Zetern, drei noch Hadern,
stundenlang gar dämlich labern,
doch irgendwann scheint alles neu,
und auch der größte Schmerz vorbei.

Dann überlegt – das ist bekannt,
der Geißbockfan, Sympathisant,
ob nicht vielleicht – das gibt es ja,
ein Wunder grad und jetzt geschah.

Dann deute ich erneut die Zeichen,
Objektivität muss weichen,
und stattdessen – ich geb´s zu,
hoff ich auf Zufall und Voodoo.

Ich sitze am TV, na klar,
vermutlich bis zum Schluss sogar,
ich tue mir jedes Spiel gern an,
weil ich halt nicht anders kann.

Ich geb die Hoffnung niemals auf,
auf gutes Match, perfekten Lauf,
wer weiß, ob es nicht jetzt geschieht,
vor jedem Spiel – dasselbe Lied.

Ich hoffe – das mit klarem Wort,
bin nicht bereit zum „Aufbau Nord“,
ich sage es mit einem Satz:
„Spielt nicht wie Memmen auf dem Platz!“

3 Punkte aus dem fernen Norden,
Freude pur für Fans und Horden,
die auch nach Schlappen, Niederlagen,
nicht nach dem Sinn des Aufwands fragen.

Auch mich, mich kribbelt es schon wieder,
doch zwang die Liebste mich ins Mieder,
meint nur streng: „Du bleibst Zuhause,
für dich hat Fußball eine Pause.“

Ich weiß, ich werde wieder leiden,
kaum ruhig auf meinem Sessel bleiben,
selbst ein Liter Baldrian,
heilt mich nicht von meinem Wahn.  26.08.2011
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Kaiserslautern_200811

Es gibt Spiele von der Sorte,
da fehlen sogar mir die Worte,
da weiß ich nicht, ob ich im Groll,
lachen oder weinen soll.

Lachen wäre sehr bequem,
denn ich entdeckte das System,
das der Trainer sehen will,
das gefiel mir – ich hielt still.

Zwar viel Sand noch im Getriebe,
teils Gestocher und Geschiebe,
und trotzdem habe ich entdeckt:
So kommt man vom Ende weg.

Dann hab ich Lautern hinterfragt,
sie hatten nicht den besten Tag,
und so ein Team – Ihr wisst es schon,
schießt man aus dem Stadion.

Ein 1:1 blieb uns am Ende,
nicht viel mehr als leere Hände,
der erste Punkt – ja, sicherlich,
jedoch nicht Fleisch und auch nicht Fisch.

Die Chancen galt es auszubeuten,
das war gar nichts, liebe Leute,
der Schwung war da und der Elan,
was habt Ihr vor dem Tor getan?

Wieder steht man da wie blöde,
mein Bock, wie ist der Samstag öde,
wenn man noch nicht mal Maulen kann,
drum fange ich ja heut erst an.

Am Trainer gilt es festzuhalten,
lasst ihn Schalten, lasst in Walten,
dann bin ich schließlich überzeugt,
dass er des Bockes Schicksal beugt.

In die Richtung, hoch, nach oben,
vielleicht ist´s noch zu früh zum Loben,
doch meine ich – so nehmt es hin:
Platz 10, der ist am Ende drin.

Ich weiß, ich habe ja wie immer,
von Fußballwissen keinen Schimmer,
und sehe vieles in der Stille,
durch die rot und weiße Brille.

Vielleicht ist´s Samstag schon vorbei,
vielleicht erklingt mein Klageschrei,
wenn es in Hamburg fruchtlos blieb,
die nächste große Klatsche gibt.

Die Teams, die grad am Boden liegen,
die lassen wir ja gerne fliegen,
doch hoffe ich auf feinen Schliff,
und dass der Nova wieder trifft.    21.08.2011
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Masochismus

Ist man im Leben masochistisch,
dann nicht ein wenig - sondern richtig,
das ist der Grund, das alte Lied,
weshalb es mich gen Kölle zieht.

Ich halte dort den Buckel hin,
fussballtechnisch ohne Sinn,
wie schön gemütlich wär´s Zuhaus,
aber nein - ich muss ja raus.

Zahle auch noch Geld dafür,
ich freu mich - vorher -, weil ich spür,
heut könnt der Start, der Anfang sein,
und komm erneut verprügelt heim.

Ich will mich wirklich nicht beschweren,
brauche Stadionatmosphären,
dass mein Puls sich überholt,
dass man mir den Ar.... versohlt.

Für einzelne Siege, liebe Brüder,
komm ich doch nicht immer wieder,
nein - für den Schlag in mein Gesicht,
und steten Grund für ein Gedicht.

Schau ich nach Gladbach - keine Hetze,
bekomme ich schon leicht die Krätze,
weil man dort, statt unserer Stadt,
scheinbar schon verstanden hat.

Dort liest man sogar von Siegen,
bei uns - von Taktik, oder Lügen?
Vom "Fan", der einen Becher schmeißt,
in den er vorher kräftig....na, Ihr kennt die Story ja.

Und trotzdem geh ich heute wieder,
bin des Hoffens - noch nicht - müde,
es könnt ja sein, mal hingestellt,
dass irgendwann der Startschuss fällt.

Vielleicht fängt man bei Lautern an,
bin guter Dinge - glaube dran,
halt mich zum Jubel gern bereit,
sagt, was mir sonst übrig bleibt.

Fällt es mir schwerer, weil ich weiß,
was Erfolg beim Geißbock heißt?
Weil ich mit in St. Pauli war?
'78 - ne, is klar!

Heut ist vieles Trümmerwerk,
Schulden, gleich ein ganzer Berg,
und manchmal scheint´s so führungslos,
mein Bock, mein Frust ist riesengroß.

Warum, also fahr ich hin?
Nun, weil ich masochistisch bin.
Mich verzehr nach Rot und Weiß,
und der verflixten kölschen Geiß.  20.08.2011
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Fingerspitzen

Ein altbekannter Grundsatz spricht:
„Mit Wut im Bauch, so reime nicht!“
Denn was dabei zutage tritt,
ist doch nur Schund, gequirlter Shit.

Ich hab es eine Nacht versucht,
Zeit zum Zweifeln war genug,
doch selbst heut Morgen schwillt der Hals,
ausgeschlafen – allenfalls.

Manchmal ist es eher weise,
man geht auf eine kurze Reise,
sodass man solch ein Spiel nicht sieht,
ich ahnte schon, was uns dort blüht.

Ich sah es nicht – und das war gut,
doch selbst am Handy kocht das Blut,
ein dicker Kloß in Hals und Brust,
ganz langsam – schwindet mir die Lust.

Da fehlt´s ja scheinbar wohl an allem,
an Einsatz, Willen und Gefallen,
stattdessen sieht man weit und breit,
nur Frust, gekränkte Eitelkeit.

Man kann verlieren – sicher, ja,
das passiert – das ist wohl wahr,
doch sich nach Fehlpfiff aufzugeben,
ist beim FC das „wahre Leben“.

Da ist kein „Wir“ in unserem Spiel,
und auch dem Trainer fehlt Gefühl,
an Fingerspitzen – Sagt warum,
mischt man Bewährtes wild herum?

Ein neuer Spieler soll´s jetzt sein,
ein Tropfen auf den heißen Stein,
ein Abwehrmann vom SV Ried,
mal schauen, was danach geschieht.

Es stimmt derzeit – ich schrieb es schon,
an keiner Stelle, Position,
selbst Geromel tut sich so schwer,
und läuft der Form weit hinterher.

Wenn das Miteinander fehlt,
man sich nur anschnauzt, nicht verhehlt,
was man vom jeweils anderen hält,
dann hilft auch weder Gut noch Geld.

Dann lässt man sich halt weiter hängen,
baut sich nicht auf an den Gesängen,
die es von der Tribüne gibt,
der Fan – das ist´s, was einzig blieb.

Die Spieler? Nur Momentaufnahme,
blanke Brust für die Reklame,
alles Gerede – nichts als Sch..ß,
gestern gab es den Beweis.     14.08.2011
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S04

Am Samstag geht’s zum S04,
dort gilt´s – die Knappen oder Wir,
wie gut, dass ich verhindert bin,
sonst führ ich noch am Ende hin.

Auch wenn ich mich verkriechen möcht,
ist´s mir am Samstag wieder schlecht,
dass weiß ich – sing ein Lied davon,
im Grunde, heut am Dienstag schon.

Ich könnte ja sagen: Ach, was soll´s.
Und klopf dabei dreimal auf Holz.
Doch fehlt die Kraft – ich weiß genau,
gegen Bock - und meine Frau.

Sobald der Geißbock wieder spielt,
wird mit gezittert und gefühlt,
als hätte ich – so kurz nach Dreie,
nicht alle Teller auf der Reihe.

Ich kann noch so verärgert sein,
nach Krückenfußball, bloßer Pein,
erklingt der Anpfiff, das Signal,
ist alles, das mal war, egal.

Am bin am Samstag nicht Zuhaus,
und weiß genau, ich halt´s nicht aus,
kleb mit dem Ohr – das ist halt so,
ständig nur am Radio.

Kriech am liebsten in den Äther,
ich denke, früher oder später,
kommt man mit den weißen Jacken,
um mich sachte einzupacken.

Kein Stürmer, keine Abwehr steht,
ich hoffe trotzdem, dass was geht,
dass die Mannschaft – zweifelhaft (?),
ihr Spiel vom Samstag Lügen straft.

Dass alles nur ein „Unfall“ war,
so was geschieht – das ist doch klar,
doch hoffentlich – das braucht es auch,
steht unsere Elf nicht auf dem Schlauch.

Ihr habt – so soll´s am Samstag sein,
die Bürde diesmal ganz allein,
bitte macht, dass ich vernehme:
Den Sieg – mag mich nicht wieder schämen.

1 Punkt – ich wäre (fast) zufrieden,
ich hoffe drauf, ich werd nicht müde,
die Daumen bis zum Krampf zu drücken,
man zwingt mich nicht – aus freien Stücken.

FC-Fans sind – wie soll ich sagen,
„etwas anders“ – ohne Frage,
FC-Fan sein, ist Religion,
wo gibt’s das in der Liga schon?  09.08.2011
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Wunschkonzert

Das habe ich mir so gewünscht,
das wird gerahmt, rot-weiß getüncht,
das häng voll Stolz ich an die Wand,
denn das Ende - ist bekannt.

Das habe ich mir so gewünscht,
das wird gerahmt, rot-weiß getüncht,
wie ´78 Letzter sein,
dann wird man Meister, das ist fein.

Jedoch, dann sehe ich die Namen,
die heute so zum Einsatz kamen,
nicht Flohe, Gool und Overath,
die Kost von heute - eher fad.

Denk ich an Pezzo in der Nacht,
werd ich um meinen Schlaf gebracht,
und Lanig bringt mich beinah um,
dreht sich perfekt um sich herum.

Ein System, das ich nicht seh,
das ist heute der FC,
wie gut der Trainer uns schon kennt,
spricht von 110 Prozent.

Doch leider sieht's allein nur er,
mir selbst fällt die Erkenntnis schwer,
wobei - ich keine Ahnung habe,
ich weiß es wohl - und das ist schade.

In Norwegen, in Dänemark,
ist man vielleicht wie Hennes stark,
doch hier in unserer Bundesliga,
wird man so nur selten Sieger.

Es mag ja sein, dass besser wird,
dass der Frust des Dichters irrt,
doch glauben kann ich nicht daran,
nun ja - wir fangen grad erst an.

Auf Schalke läuft´s vielleicht schon besser,
und wir nicht in das offene Messer,
dann kommt Lautern - irgendwo,
glaub ich, das geht weiter so.

Ich sollte besser Halma spielen,
dann könnt ich mich entspannter fühlen,
oder Dame, Mühle, Schach,
bei mir brennt´s wieder unterm Dach.

Jedes Jahr derselbe Mist,
wie gut, wenn man im Training ist,
dann ist dies Elend man gewöhnt,
doch wird es niemals wirklich schön.

Miese Laune ist bestellt,
auch wenn es mir so nicht gefällt,
warum verlor ich nur mein Herz,
an solche Krücken - nein, kein Scherz.   06.08.2011
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Stundenplan

Heute Früh, zur halben Nacht,
grad hat ich mich bereit gemacht,
für meinen nächsten Tiefschlaf-Schwung,
es dunkelte, die Nacht war jung.

Ich träumte so von dem und dies,
von gesottenem Wolf am Spieß,
da flammte auf das Deckenlicht….,
die Liebste sprach: „Nun träum bloß nicht!

Hier hast du deinen Stundenplan,
und ist die Arbeit nicht getan,
bis Nachmittag – so gegen Zwei,
bist du beim Heimspiel – nicht dabei!“

Dann reichte sie mir eine Liste,
so lang – von hier, fast bis zur Küste,
und meint dann noch, mach ich sie wach,
gibt’s den allergrößten Krach.

Ein böser Blick – das kann sie gut,
es schwand mir selbst mein Quäntchen Mut,
ich deckt sie zu, mit dem Plumeau,
Gefangenschaft – das ist halt so.

Die Augen noch total verklebt,
man(n) weiß nicht recht, ob man schon lebt,
riskierte ich kurz einen Blick,
und sank drauf ganz entsetzt zurück:

„Spülen, Putzen, Hund kurz schleifen,
Wienern unserer Autoreifen,
Unkraut zupfen, Rasenschnitt,
und was es sonst im Haushalt gibt.

Pause gegen 5 nach 8,
auf dass ich ihr das Frühstück mach,
für mich – ein Stücklein trocken Brot,
in der allergrößten Not.“

Ständig schau ich auf die Uhr,
woher nehm ich die Muße nur,
so zwischendurch – zu solchem Reim?
Erwischt sie mich – bleib ich Daheim.

Dann bleibt S14 – kurz nach 3,
mein Platz in meinem Stadion frei,
derweil ich hier Zuhause sitze,
und über meinem Tagwerk schwitze.

Den PC fix fortgeräumt,
genug getrödelt und geträumt,
nicht, dass sie mir Leviten liest,
ich hör ihr Rufen – bittersüß.

Ich muss mich sputen – Zeit verrinnt,
denn da der Geißbock heut gewinnt,
wäre es doch mehr als dumm,
hing ich nutzlos hier herum.     06.08.2011
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Meisterschale

Könnt ich mir meine Träume malen,
so seh ich die begehrte Schale,
am letzten Spieltag - hier daheim,
so wundervoll kann Fußball sein.

Bayern steht betrübt daneben,
solch Momente soll es geben,
alles wär so wunderbar....,
würden meine Träume wahr.

Die nächste Spielzeit, sie beginnt,
man verliert, und man gewinnt,
alles was ich will, ist Spaß,
heißer Tanz auf grünem Gras.

Die Saison - wie wär das schön,
ohne Stress und Zittern sehn,
Einsatz, Kampf und Willen schon,
und oft 3 Punkte - schönster Lohn.

Kein Gespenst, kein Abstiegswahn,
was bitte hab ich nur getan,
dass der Bock mir das nicht gönnt,
hoch oben stehn - das wurde fremd.

Mal wieder nach Europa schielen,
frei von jeder Leber spielen,
und ich sag's schon frank und frei:
Egal wohin, ich wär dabei.

Moskau, Rom und Barcelona,
London, Schottland und Pamplona,
wohin auch solch ein Los uns treibt,
dafür nähme ich mir Zeit.

Doch fürs Erste heißt´s Vergessen,
mit Wolfsburg sich zum Start zu messen,
Magaths Truppe auch zu schlagen,
dieses Spiel liegt mir im Magen.

Wobei das nichts Besonderes ist,
ein jedes Match - das ist gewiss,
macht mich irre und nervös,
flatternd, nahe komatös.

Endlich spielen wir nun wieder,
endlich Wahnsinn 1. Liga,
endlich darf ich wieder hin
hat der Samstag tieferen Sinn.

Natürlich nur - so stell ich fest,
wenn die Liebste mich auch lässt,
wenn sie mir den Freigang gibt,
das macht sie schon - falls sie mich liebt.

Wofür ich letzten Endes bete,
sie sorgt sich schon um die Tapete,
an der ich wohl ansonsten nage,
Fußball - welch verrückte Tage.    03.08.2011
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Mein erster Stadionbesuch

Ich? Und Fußball?! Eher nicht!
Lieber Herr, verschone mich,
vor allem, was da Ballspiel heißt,
vorm schnöden Kick am Anstoßkreis.

Ich höre meine Worte noch,
mein dummes Schwafeln: „Sport ist Mord“.
Und mein Gefühl, das mich umfing,
wenn jedes Ohr am Radio hing.

Dann wendete ich schaudernd ab,
habe mir ein Buch geschnappt,
und ließ den Fußball Fußball sein,
schön behütet – brav daheim.

Doch gibt’s für alles – ganz egal,
irgendwann ein erstes Mal,
so auch für mich – den man entführt,
damit er dieses Feeling spürt.

´76 – im September,
ich erinnere, ich remember:
Nein – ich hatte keine Lust,
„hab es vorher schon gewusst…“

21 Jahre jung,
ohne Ahnung, ohne Schwung,
stand ich dort auf „Stehplatz Mitte“,
… oh – wie habe ich gelitten!

Denn plötzlich macht´s im Haupte Klick,
auf einmal war ich schier verrückt,
mit einem Mal holt sich der Bock,
den Ignorant vom Trockendock.

Ich träume noch vom ersten Jubel,
tauche einen in diesen Strudel,
nach Wolfgang Overaths Führungstor,
ein Schwung, den ich nie mehr verlor.

Es zieht mich quer durchs ganze Land,
an jedem Samstag neu gespannt,
wie mein Bock sich wo verkauft,
lass Emotionen ihren Lauf.

Freu mich an Siegen wie ein König,
und fühle Frust – nicht gerade wenig,
wenn ein Spiel – falls Ihr versteht,
mal wieder in die Binsen geht.

Ein Augenblick – in unserer Stadt,
der mich schier verändert hat,
der ein ganzes Leben hält,
FC-Fan sein – ist eine Welt.

Ein steter Taumel – rot und weiß,
manchmal lauthals, manchmal leis,
und manch ein Spinner – so soll´s sein,
macht sich darauf einen Reim.      30.07.2011
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Arsenal

Heut Nachmittag spielt Arsenal,
und für mich ist´s klarer Fall,
dass ich mich – so ist halt mein Leben,
mich auf meinen Platz begebe.

Im Süden – dort bin ich Zuhaus,
wie sieht mein Dasein fröhlich aus,
steht S14 wieder offen,
ein nettes Spiel? Ich will´s mal hoffen.

Und denk seit Tagen schon zurück,
an manches Spiel – so knapp vorm Glück,
an das Finale, an Real,
knapp vorbei – ist auch egal.

An Nottingham und an Turin,
an vieles, das fast möglich schien,
an Europa – schöne Zeit,
vorbei – und leider viel zu weit.

Köln nicht im UEFA-Cup?
Das war etwas – das es nicht gab,
und ich dachte, mehr als froh,
das geht auf ewig weiter so.

Heut ist es nur ein Freundschafts-Kick,
doch bringt er einen Hauch zurück,
von dem, was uns so blühen kann,
vielleicht kommt´s wieder – irgendwann.

Ein neuer Trainer, ein Konzept,
schlägt es ein, so wär das nett,
doch heute geht’s fast nur um Spaß,
und die besagte Ananas.

Spieler, die sich heut beweisen,
die um einen Stammplatz kreisen,
und der Käpt´n – sein Gesicht,
bis heute kennt man es noch nicht.

Ganz egal, wie es heut steht,
ob der FC gar untergeht,
oder sich beweisen will,
letztendlich lässt mich das (fast) still.

Erst nächste Woche – im Pokal,
ist´s alles andere als egal,
da schlägt mein Herz fast Turbohaft,
dass man die 1. Runde schafft.

Und trotzdem freu ich mich aufs Spiel,
persönlich mit dem großen Ziel,
Spaß zu haben, wenn es geht,
egal wie es auch immer steht.

Heute seh ich Arsenal,
ein großer Club – ganz klarer Fall,
vielleicht um Punkte – irgendwann,
ich bin verrückt – und glaub mal dran.      23.07.2011
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Zweite Liga

Die Zweite Liga spielt – na ja,
doch wir sind nicht dabei – Hurra!
Ich lehne mich entspannt zurück,
genieße still mein kleines Glück.

Und habe so bei mir gedacht,
dass es doch ganz bestimmt nichts macht,
schau ich die Konferenz auf Sky,
bin ganz einfach mit dabei.

Ist man wie ich – so auf Entzug,
die Pause, sie war lang genug,
giert man nach dem Spiel samt Ball,
für mich stimmt das auf jeden Fall.

Selbst mein Spaziergang mit dem Hund,
ward zur Farce – das tu ich kund,
sah ich unterwegs zum Ziel,
selbst kleinste Kinder froh beim Spiel.

Ein Ball dabei? Schon war´s geschehen,
ich erstarrte, ich blieb stehen,
und wenn der Hund auch noch so bellt:
Ich war in einer anderen Welt.

Ich stand dabei, der Sabber lief,
hörte, dass die Liebste rief,
doch selbst, wenn mir Verbannung droht,
brachte mich das nicht in Not.

Die liebe Seele fand erst Ruh,
band sie mir die Augen zu,
und zitternd führt sie mich hinfort,
ich bin süchtig! Drauf mein Wort.

Sie meint zu mir, sie sei nicht kleinlich,
doch mein Ausdruck sei schon peinlich,
steh ich verwirrt am Straßenrand,
die Hundeleine in der Hand.

Und zelebriere – ganz für mich,
die LaOla – im Gesicht,
diesen Ausdruck, so verzückt,
ein wenig dieser Welt entrückt.

Bei jedem Heben meiner Arme,
hebt´s auch den Hund – oh Herr, erbarme,
in ihren Augen liest man still,
dass sie zurück ins Tierheim will.

Doch ab heut ist sie erlöst,
ich sehe Fußball – komatös,
bin ich mir auch ganz gewiss,
dass das „nur“ Zweite Liga ist.

Endlich rollt der Ball jetzt wieder,
ich sink auf meine Knie nun nieder,
die Sommerpause ist vorbei,
oh, mein Bock – wie ich mich freu.    15.07.2011
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Sascha Riether

Was lange währte – wird nun gut,
verließ mich manchmal auch der Mut,
so weiß ich doch – seit gestern Nacht,
dass Volker Finke das schon macht.

Kein Geld – und trotzdem der Transfer,
wohl nicht unmöglich, dennoch schwer,
zwischenzeitlich nicht geglaubt,
und die Hoffnung tief geschraubt.

Nun ist er da – genug gelitten,
schon kommen erste Jammertitten,
die den Transfer schon jetzt zerreden,
wirklich recht – macht´s man nicht jedem.

Mir ist´s egal – ich schreib für mich,
Sascha Riether – ein Gedicht,
wohl wissend, hier im Mosaik,
ist auch er ein kleines Stück.

Erst wenn alles wirklich passt,
entsteht ein Bild – drum ohne Hast:
Wenn Finke sich im Sturm bemüht,
wär´s perfekt, wenn was geschieht.

Ich bin gespannt auf die Saison,
ich weiß, ich schrieb schon oft davon,
doch die Spannung steigt enorm,
nicht mehr lang – dann geht’s von vorn.

Ob Riether unser Spiel erfrischt,
ganz ehrlich – heute weiß ich´s nicht,
doch der Grundstein ist gelegt,
ja, der Bock hat sich bewegt.

Ich will nicht zittern bis zum Schluss,
will nicht sagen: „Hab´s gewusst,
dass ohne gutes Personal,
nichts funktioniert…“ – das wär fatal.

Dass solch ein Spieler uns erwählt,
das ist´s, was im Moment nur zählt,
dass er beim Geld den Abstrich macht,
ist nicht die Regel – nicht gedacht.

Vier Wochen noch – ein wenig Testen,
auf welcher Position am besten,
der Coach jetzt unsere Spieler stellt,
ein flottes Spiel – wär meine Welt.

Riether, Roshi – seid willkommen,
Ihr habt Euch jetzt ein Herz genommen,
zum Dienst bei unserer kölschen Geiß,
die schönsten Farben: Rot und Weiß.

Ich forsch derweil im Internet,
in manchem Forum und im „Brett“,
nach dem Angriff, dem Backup,
wie schön, dass ich da Hoffnung hab.    09.07.2011
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Langeweile

Der Sandmann – leider ließ er mich,
heut Morgen viel zu früh im Stich,
und vor dem ersten Hahnenschrei,
bin ich wieder voll dabei.

Las die Zeitung – den Express,
doch leider kein Bericht, kein Text,
der mich jäh vom Hocker reißt,
nichts wirklich Neues – von der Geiß.

Desgleichen auch im Internet,
ach, läge ich doch noch im Bett,
und träumte unter dem Plumeau,
sorry, Leute – bin halt so.

Nun schau ich öd hier vor mich hin,
das kann ich – weil ich müde bin,
da hat man diesen tumben Blick,
und niemand sieht´s – das ist mein Glück.

Ich trug schon die Termine ein,
zu Auswärtsspielen – das wär fein,
hätte man auch das Gefühl,
da tut sich was – in unserem Spiel.

Das 1:4 in Paderborn,
beginnt es jetzt erneut von vorn?
Ach was, das Match war nur Banane,
ein Testspiel, etwas saure Sahne.

Genauso wenig zu bewerten,
wie die Tore, die wir hörten,
beim Kantersieg am Nordseestrand,
das Ergebnis ist bekannt.

Ich schau nach draußen – alles still,
was ich schreibe – leider Müll,
und ehrlich – ja, ich tu das nur,
zum Schutze meiner Tastatur.

Fallen mir die Augen zu,
früh morgens – kurz vor 7 Uhr,
und schlag ich mit der Stirn dann auf,
so nimmt das Unheil seinen Lauf.

Dann entstehen im frühen Lichte,
erneut aus Wirrwarr die Gerüchte,
die man in der Presse liest,
jetzt weiß ich – wie der Unsinn sprießt.

Keiner weiß was – nicht ein wenig,
wüsst ich ein bisschen – wär ich König,
was mir bleibt, ist Langeweile,
und der FC – hat keine Eile.

Gleich steht meine Liebste auf,
die treibt mir schon das Nichtstun aus,
so lang traktier ich den PC,
Euch trifft es leider – das tut weh.           02.07.2011
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Sommerloch_2011

Oh, lieber Bock – das Sommerloch,
in diesem Jahr – es schafft mich noch,
wohin ich auch voll Spannung schau,
alles wirkt nur trist und grau.

Auch die Story „Sascha Riether“,
entpuppt sich nicht als Schneller Brüter,
Herr Magath sitzt auf seinem Ei,
und brütet still – das ist nicht neu.

Wann wird der Schleier mal gelüpft,
mal schauen, wann der Nachwuchs schlüpft,
ich schaue täglich in das Net,
und les Berichte hier im „Brett“.

Wo nichts geschieht – und nichts passiert,
die Seuche, die bei uns grassiert,
heißt, zu warten – das sei Pflicht,
doch, lieber Gott – das kann ich nicht.

Heut geht es ab zum Nordseestrand,
nach Langeoog – das ist bekannt,
mit Goulon nun im Gepäck,
und auch Sanou (?) – soll der nicht weg?

Der neue Trainer stößt dazu,
und meine Seele findet Ruh,
wenn ich auch um Verstärkung weiß,
doch hat das leider seinen Preis.

Fünf Wochen jetzt, sich einzuspielen,
ich selbst kann schon das Kribbeln fühlen,
und mein Herz – so weiß und rot,
gerät schon aus dem Takt, dem Lot.

Gott sei Dank – und das lenkt ab,
weiß ich, dass ich Tickets hab,
für das Turnier, das heut beginnt,
ob Deutschland die WM gewinnt?

Das ist zwar alles schön und gut,
und doch erhitzt es nicht mein Blut,
wie zwei Stunden – klarer Fall,
bei uns Zuhaus im Ziegenstall.

Herr Magath kommt mit Rad und Kappen,
ich hoff, es gibt was auf die Schlappen,
derer Gnaden von VW,
unsere Hymne schallt – Olé.

Doch bis dahin ist noch lang,
das Sommerloch – es macht mich bang,
ein jeder schreibt – und weiß doch nichts,
jammert, zweifelt – so wie ich.

Mein Bock, ist dieser Sommer öde,
doch wir schlucken diese Kröte,
wenn man unsere Nerven schont,
und sich das Warten – schließlich lohnt.    26.06.2011
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Ausblick

Wir fangen gegen Wolfsburg an,
weiß ich auch nicht wirklich wann,
so fiebere ich dem Spiel entgegen,
ich weiß - der Hype wird sich noch legen.

Wenn erst mein Zittern mal beginnt,
falls der Bock dann nicht gewinnt…,
ich rechne, schiebe hin und her,
und bin derzeit – aus dem Verkehr.

Meine Frau – sie sprach mit mir,
doch bin ich momentan nicht hier,
körperlich zwar gut zu sehn,
doch geistig… sie muss das verstehn.

Selbst mein Orakel – es ließ mich,
kurz entschlossen jetzt im Stich,
denn nahm ich mir – ich bin nicht dumm,
den Kuchenteller, dreht ihn um.

Silbrig glänzend – hell im Saale,
ähnlich unserer Meisterschale,
hab mich kurz mal konzentriert,
und dann durch die Saison geführt.

Und am Ende sah ich dort,
Meisterehren – drauf mein Wort,
stolz lief ich zu meinem Weib,
auf dass sie mir das unterschreibt.

Sie schaute zwei- bis dreimal hin,
meint dann, dass ich crazy bin,
und zupft den Krümel von dem Blech…,
weg, vorbei – mir wurde schlecht.

Dann sprach sie, ich sei wirklich reich,
an Phantasie, an dummem Zeug,
doch gut sehen – wie vertrackt,
das sei wirklich nicht mein Fakt.

Ich soll die Spiele spielen lassen,
mich freuen, jubeln – oder hassen,
das sei doch schließlich – leider wahr,
ähnlich wie in jedem Jahr.

Statt Schale den Tabellenschieber,
das wäre ihr am Ende lieber,
da sie´s nicht mag – welch klare Ziele,
wenn ich mit den Tellern spiele.

Dann weist sie stumm zur Kellertür,
doch fehlt mir Angst – denn ja, ich spür,
die Freiheit ist mir wirklich nah,
wozu sind schließlich – Löffel da?!

Beim Essen heimlich aufgehoben,
grab ich den Tunnel in den Boden,
der ist aus Lehm – zwar fest gestampft,
doch nehme ich ihn an – den Kampf.       21.06.2011
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Dienstag

Ich sprach zur Frau, es sei der Hit,
bringt sie mir was vom Shopping mit,
was mein Herz so sehr begehrt:
Ein Spitzer – das sei nicht verkehrt.

Dazu den Stift aus feinstem Blei,
10 Blatt Papier – ich bin so frei,
und einen Gummi – zum Radieren…
Sie sprach: „Kannst du den Luftzug spüren…?

Ich hab heut keinen Sinn für Spaß,
Was willst Du? Sprich! Sonst setzt es was!
Wieder heimlich Reime schreiben?
Ich warne Dich – lass es nur bleiben.“

Ich schaute lieb – das kann ich gut,
(verließ mich auch mein letzter Mut),
ich übte meinen Dackelblick,
und wies den Vorwurf streng zurück.

Denn am Dienstag gibt es wieder,
die neueste Paarung – in der Liga,
endlich gibt’s den neuen Plan,
schon heute spüre ich den Wahn.

Ich kann endlich wieder planen,
den nahen Reiz der Spielzeit ahnen,
und auch den Urlaub buche ich,
möglichst ohne Spielverzicht.

Nun gut, das hätt ich sagen können,
doch will ich´s kurz beim Namen nennen,
den Aufstand wag ich nur tief drin,
da ich ja etwas ängstlich bin.

Drum sprach ich zu der Liebsten leis,
dass ich am Ende gar nicht weiß,
was ich mit diesem Bleistift soll,
ich sei verwirrt – und sie sei toll.

Sie schaut mich an – sie glaubt mir nicht,
dann meint sie nur: „Hab Dich erwischt!
Auch ich les gern im Internet.
Ich kenne Dich – von A bis Z.

München geistert Dir durchs Haupt,
Berlin, und Gladbach – überhaupt,
meinst Du wohl, dass ich nicht seh,
Deinen Zug – hin zum FC?!

Notier Du ruhig – ich gebe auf,
ich lass den Zwängen ihren Lauf.
Wer mit dem Geißbock so vereint…,
gehört im Keller angeleint!“

Dort sitz ich nun – mit meinem Griffel,
hab keine Angst mehr von dem Rüffel,
ich kaue meinen Bleistift an,
und hoff – dass ich bald schreiben kann.     19.06.2011
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Training

Am Mittwoch fängt das Training an,
doch das, was man vermelden kann,
sind Gerüchte – viel, zuhauf,
ich halt das langsam nicht mehr aus.

Deutsch, Franzosen, Brasilianer,
gute Namen – doch ich ahne,
am Ende bleibt´s, wie grad bei Kvist,
dabei, dass man der Zweite ist.

Gerüchteküche – wie sie brodelt,
ich freue mich – mein Geißbock jodelt,
wenn auch nur die Hälfte stimmt,
und der FC die Chancen nimmt.

Der FC-Fan, ich speziell,
ist oft mit seiner Ansicht schnell,
heut hoch oben, morgen down,
was passiert – na ja, mal schaun.

Sascha Riether wär perfekt,
ein Transfer, der richtig schmeckt,
erneut ein Wechsel mit Bedacht,
der Lust auf diese Spielzeit macht.

Ob Pedro bleibt? Ich hoffe sehr,
ihn zu ersetzen würde schwer,
da vertrau ich aufs Geschick,
von Finke – und ein Quäntchen Glück.

Es kommen und es gehen Namen,
wer gehen will, der tu das – Amen!
Wenn Peszko bleibt, so ist das schön,
wenn nicht – so soll er eben gehn.

Wir stehen vor dem Wochenende,
und was ich richtig Knorke fände,
das wär ne Pressekonferenz,
mit neuen Namen – für die Fans.

Da machte mir – das wäre was,
das Wochenende doppelt Spaß,
und beim Rock – beim „Marathon“,
sänge ich ein Lied davon.

Das mag zwar niemand wirklich hören,
doch wird mein Jodeln auch kaum stören,
denn bei dem Krach, den Dezibel,
verhallt mein Stimmchen mehr als schnell.

Das Stadion – mein Ausweichzimmer,
die zweite Heimat – wie auch immer,
vielleicht gehört es uns ja bald,
man hört das Zwitschern schon im Wald.

Die Politik, das wird schon klappen,
springe über ihren Schatten,
ich hoffe, dass zum Trainingsstart,
Neues bald die Runde macht.             17.06.2011
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Sinneswandel

Lange hab ich´s kaum verwunden,
eine meiner schwersten Stunden,
als mein Söhnchen zu mir kam,
und mich kurz beiseite nahm.

Elf Jahre war er, oder zehn?
Doch um mein Weltbild jäh zu drehn,
war er damals dreist genug,
als er mich diese Frage frug:

„Papa, ich will einen Schal,
von Dortmund sei er, allemal,
in schwarz und gelb – das wär mein Traum,
kannst du bitte einmal schaun?“

Ich hab geschaut – ganz sicher doch,
mir war, als öffne sich ein Loch,
das mich und meinen Sohn verschlingt,
Erziehung, die komplett misslingt.

Ich sprach zu ihm: „Missratenes Kind!
Bist du für die Wahrheit blind?
Ein Schal von Köln – der kann´s wohl sein,
wenn nicht – so geht’s noch heut ins Heim!“

Sein Weinen ließ mich mehr als kalt,
eher werde ich steinalt,
als dass ein Schal ins Haus mir fliegt,
bei dem mir nichts am Herzen liegt.

Das ist nun schon so lange her,
doch die Erinnerung fällt nicht schwer,
da jetzt mein Handeln Früchte trägt,
und ihn mit meinen Waffen schlägt.

Er kam zu mir – das gibt mir Kraft,
und bat um eine Mitgliedschaft,
bei dem Verein, der sehr gewiss,
etwas ganz Besonderes ist.

Er will ab jetzt – oh, welche Lust,
entschuldigt, dass ich weinen muss,
ein Teil im Sternbild „Geißbock“ sein,
nun, endlich, darf er wieder heim.

Endlich zeigt er meine Gene,
endlich muss ich mich nicht schämen,
endlich sag ich ohne Hohn:
„Schaut ihn an – das ist mein Sohn!“

10 Jahre hat´s dafür gebraucht,
10 Jahre war ich wie geschlaucht,
10 Jahre schwand mir meine Kraft,
nun endlich – habe ich´s geschafft.

All die Jahre – im Exil,
zeigten – Fußball ist kein Spiel,
der FC ist Religion,
mein Gott – ich habe einen Sohn.        11.06.2011
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Murmeltier

Und jährlich grüßt das Murmeltier,
was kann ich bitte denn dafür,
dass es mich stets zum Forum drängt,
ob jemand an der Angel hängt.

Neue Stars und neue Spieler,
Namen gibt’s schon wieder viele,
und gäb´s dazu vielleicht noch Geld,
wären wir gut aufgestellt.

Ich schaue in mein Portemonnaie,
auch hier tut schon der Anblick weh,
ansonsten hätt ich – kein Problem,
mich zum Sponsoring bequemt.

Doch meine Frau ist immer schneller,
und statt dem Aufenthalt im Keller,
hält sich mich hier denkbar knapp,
dass ich keine Allüren hab.

Also lese ich die Presse,
die weiß es in der Regel besser,
auch wenn sie oftmals gar nichts weiß,
weder Handeln, noch den Preis.

Ich les von Chihi, hoffe sehr,
der Neuvertrag wiegt nicht zu schwer,
doch ich kenne mich nicht aus,
vielleicht – kommt er noch groß heraus.

Da dreht der Geißbock sich im Kreis,
beißt in den Stätz – ein jeder weiß,
ohne Geld fällt´s Handeln schwer,
ach, wäre ich doch Milliardär.

Vielleicht ist ja der neue Trainer,
den ich wohl als Fachmann wähne,
der Schlüssel, dass uns Pedro bleibt,
und manch guter unterschreibt.

Bis dahin hab mich entschlossen:
Meine Nerven soll´s nicht kosten.
Ich warte einfach ab, ganz still,
und schreibe nicht mehr so viel Müll.

Bis August sind´s noch acht Wochen,
um Gemüter hochzukochen,
Wartezeit für die Vernunft,
und Würfeln all der schreibend Zunft.

Steht die Elf zu Arsenal,
und funktioniert sie – ist´s egal,
spätestens zum Liga-Start,
wird es für uns wieder hart.

Pause – welch ein Sommerloch,
wie jedes Jahr – ich sagt es doch,
jährlich grüßt das Murmeltier,
ich kann doch wirklich nichts dafür.    03.06.2011
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Seelenqual

Ich frag mich seit geraumer Zeit:
Was ist Elend, was ist Leid?
Hab ich – mehr als ich gedacht,
in der Erziehung falsch gemacht?

Kinder sollen kritisch denken,
ihr Herz nicht dem/der Nächstbesten schenken,
und daneben offen sein,
für der Eltern Seelenpein.

Man soll Vater/Mutter ehren,
ihren Stolz beizeiten mehren,
und prüfen, ohne jede Hast,
ob eine Freundschaft wirklich passt.

Zuerst komm ich zum Schwiegersohn,
er hat – oh nein, das ist kein Hohn,
mit Fußball nichts an seinem Hut,
das ist zwar schlimm – doch letztlich gut.

So kann er mich zwar nicht verstehn,
doch wird man ihn auch dort nicht sehn,
wo es Anti Kölle schallt,
bei Bayer und im Fohlenstall.

Ich hab mich damit abgefunden,
in langen und in bittereren Stunden,
still in mich hinein geweint,
selbst meine Frau – kein Fußballfreund.

Doch jetzt – und das ist gar nicht ohne,
schlägt´s den Zacken aus der Krone,
denn unser Sohn hat sich erwählt,
ein Weib – das auch die Punkte zählt.

Und zwar – jetzt haltet Euch gut fest,
dieser Fakt gibt mir den Rest,
ich fühl mich elend wie noch nie,
sie ist schwarz-gelb – vom Tivoli.

Nun gut, es könnte schlimmer sein,
doch fühl ich mich komplett allein,
und frage mich, wo es dran hängt,
dass Sohn nicht an den Vater denkt.

Doch bald schon ist jetzt Vatertag,
ich will nichts haben – doch ich wag,
zu hoffen, dass sie alterniert,
und meine Qual mit Sinnen spürt.

Ich kauf ihr einen Schal – rot-weiß,
ein Handtuch von der kölschen Geiß,
Mütze, Fahne, Socken gar,
dann wird mein Traum vielleicht noch wahr.

Doch halt – dann denke ich an mich,
auch mich hat es ja einst erwischt,
ich bleibe Bock, werd weiter leiden,
und sie – soll ruhig ein Aachener bleiben.    28.05.2011
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Hartes Los

Ich kam von meiner Arbeit heim,
und wähnte mich komplett allein,
ich nahm mein Notebook, drückte „Start“,
und reimte los – so war´s gedacht.

Ich starrte auf den Monitor,
doch er blieb leer – es kam mir vor,
als feixte und verhöhnt er mich,
Saison vorbei – und kein Gedicht.

Unruhig lief ich durch das Haus,
ich denke, ähnlich sieht das aus,
ist man süchtig, auf Entzug,
doch kein Problem – ich bin ja klug.

Still kniete ich mich auf den Boden,
um den Tag des Herrn zu loben,
an dem ich nicht mehr darben muss,
dann fiel mir ein – Das wird August.

Schon war vorbei mein Höhenflug,
es grenzte nah an Selbstbetrug,
dass ich mir ständig weißgemacht,
dass irgendwann die Sonne lacht.

Ich nagte an der Wände Schmuck,
hab an des Enkels Nuk genuckt,
weiß ich auch – ganz frei heraus,
das sieht im Alter dämlich aus.

Ich kratzt Tapete von den Wänden,
bitteschön, wo soll das enden?
Mein Nervenkleid war eine Schau,
da stand sie plötzlich – meine Frau.

Sie wies auf die Zerstörung hin,
meint, dass ich reichlich seltsam bin,
schaute streng – blieb still und stumm,
im Gesicht: Das Wort: „Warum?“

Meiner Schuld – na klar – bewusst,
nahm ich mir unseren Hund zur Brust.
Ich zeigte auf das Tier und sprach:
„Das war sie! Sieh es mir nach…!“

… Seitdem sitz ich – das ist ganz mies,
bei Brot und Wasser im Verließ,
denn der Hund – auf alle Fälle,
steht bei ihr an erster Stelle.

Tief im Keller – abgeschoben,
dort solle ich nur kräftig toben,
bis sie mich wieder dulden kann,
doch dauere das entsetzlich lang.

Ich wusste, eine harte Zeit,
in bin halt schwach, noch nicht so weit,
die Sucht nach diesem Bock ist groß,
und Pause – solch ein hartes Los.       24.05.2011
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Das war´s

Selten hab ich so entspannt,
mich zu einem Spiel bekannt,
selten war ich so gut drauf,
und ließ dem Spiel halt seinen Lauf.

Jedoch – verlieren kann ich nicht,
üb ich auch ab und an Verzicht,
so nicht beim Fußball -.niemals, nie,
das wäre bloße Theorie.

Und als der erste Anpfiff tönt,
da war ich – wohl erfolgsverwöhnt,
von zehnmal siegen hier Zuhaus,
auch auf den elften Heimsieg aus.

Das Spiel, es hat mir Spaß gemacht,
das Herz hat mir im Leib gelacht,
das 2:0 war wunderschön,
ach, könnte es so weitergehn.

Über Rensing was zu sagen,
hieß Eulen nach Athen zu tragen,
erneut war er der große Halt,
hoffentlich wird er hier alt.

Von Pedro hoff ich´s ebenfalls,
doch aus allen Ecken schallt´s,
dass man ihn wohl nicht halten kann,
dann ging wohl unser bester Mann.

Ein neuer Trainer, neue Ära,
ein neuer frischer Fußballlehrer,
der aus dem Land der Trolle kommt,
Solbakken an die Kölner Front.

Welch Mannschaft auf dem Platze steht?
Mal sehen, wer zur Pause geht,
mal sehen, wer neu unterschreibt,
wer uns verlässt und wer hier bleibt.

Solch Saison kann Fans fast morden,
ich denke, ich bin „alt geworden“,
und jede Falte, graues Haar,
schenkt mir der Bock – das ist wohl klar.

Nun kann ich mich erneut erholen,
bevor auf schnellen, leisen Sohlen,
die nächste Spielzeit – armer Tropf,
bei mir an meine Türe klopft.

Mein Schal, mein Trikot liegt bereit,
wär sie schon um – die öde Zeit,
dann zieh ich wieder zur Tribüne,
Lust und Frust, und Schuld und Sühne.

Warum muss Fußball wohl so sein,
ach, suchte doch Vernunft mich heim,
doch da das letztlich nicht geschieht,
bleibt es stets das alte Lied.                       15.05.2011
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Bockseidank

Letzter Spieltag – letztes Spiel,
zum letzten Mal dies Wir-Gefühl,
zum letzten Mal – in der Saison,
dies Leid, ich weiß nen Reim davon.

Was fange ich demnächst, oh Mann,
denn wohl mit meinem Samstag an?
So sehr ein Spieltag mich auch stresst,
noch schlimmer ist´s – wenn man es lässt.

Grausam wird´s – nicht nur für mich,
auch für mein Weib ist der Verzicht,
grausam und das Elend pur,
den ganzen Samstag, um die Uhr.

Die Liebste stöhnt schon, wenn sie denkt,
wer dann am Rock, dem Zipfel hängt,
nicht wissend wo er bleiben soll,
die Pause – sie ist grauenvoll.

Darum genieße ich dies Spiel,
mit einem neuen/alten Ziel,
zu siegen – ganz egal wie´s kommt,
ich falte meine Händchen fromm…

… und bitt um Willen und um Kraft,
im Match der goldenen Ananas,
dass man den Fans was zeigen möcht,
anders – ehrlich – fänd ich´s schlecht.

Schalke kommt – Pokal im Blick?
Vielleicht der Liga schon entrückt?
Und Kölle? Hat der Bock noch Lust?
Falls er dann noch mal rennen muss?

Es geht um nichts mehr – doch, die Ehre,
wenn da nicht die Arena wäre,
ausverkauft zum letzten Platz,
wer will schon, dass der Geißbock patzt.

Sommerfußball – Schalke wankt?
Wir sind gerettet, Bockseidank,
und nach unten geht mein Blick,
ich lehne mich entspannt zurück.

Schafft´s Gladbach ja vielleicht direkt?
Fegt es jetzt noch Wolfsburg weg?
Geht Frankfurt diesen Weg mit Daum?
Sorry, Christoph – aus der Traum.

Vor Samstagabend, 17 Uhr,
weiß ich nur eines – die Tortur,
des Abstiegsendspiels bleibt erspart,
mein Pflänzchen Hoffnung blüht ganz zart.

Dass es vielleicht ja besser wird,
dass sich der Fan nicht wieder irrt,
dass ich nicht immer zittern muss,
das macht mich fertig – und macht Lust.    11.05.2010
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Gerettet

Wer ab und an mal auswärts fährt,
ward diese Spielzeit kaum erhört,
das Gesicht, weit mehr als lang,
kam ich oft bei der Liebsten an.

Und fragte mich – Na, gute Nacht,
warum man das schon wieder macht.
Heut weiß ich´s – nach dem Auswärtssieg:
Weil mir der Bock am Herzen liegt.

Gestern ging es nun nach Hessen,
um das Schwert dort zu vergessen,
welches drohend Abstieg heißt,
und seelisch mich stets zwickt und beißt.

Dort gab es jemand neben mir,
der meinte: „Bleib ganz ruhig, trink Bier.
Die Punkte holen wir nach Haus,
das sage ich – nun Schluss und Aus.“

Doch ich bin aus Angst gestrickt,
der FC macht mich verrückt,
und zitternd saß ich auf der Bank,
beim jeden Angriff mehr als krank.

Das 0:1 hat mich erlöst,
doch bitte seid mir jetzt nicht bös:
Der Brocken fiel mir erst vom Herz,
beim 0:2 – das ist kein Scherz.

Gerettet – nie mehr 2. Liga?
Endlich wieder Auswärtssieger,
und der Heimweg ward zum Spaß,
nach diesem Match auf grünem Gras.

Auch wenn Sanou uns klar bewies,
warum man ihn wohl besser lies,
dort wo er sich – lieber Mann,
auf Dauer nicht blamieren kann.

Ein Poldi, der recht lustlos trabt,
beim 0:2 – der Mann der Tat,
das alles ist jetzt ganz egal,
doch wär´s gescheitert – wär´s fatal.

Dreimal abseits – nicht genetzt,
es macht nichts – denn, nun ja, zuletzt,
verließen wir das Stadion,
heilfroh – ich kenn nen Reim davon.

Spieler tanzten auf dem Rasen,
und während Hools zum Angriff blasen,
fragte ich mich sehr verstört,
ob das wohl dorthin gehört.

Der DFB wird es schon wissen,
muss er vielleicht jetzt bald schon missen,
den Verein – in eigener Stadt,
wie schön – wenn man gewonnen hat.    08.05.2011
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Rüstung

Wie Christo einst den Reichstag hüllt,
so wähne ich mich – welch ein Bild,
gut verpackt in Schwermetall,
gerüstet für den ernsten Fall.

Denn am Samstag fahren wir,
nach Frankfurt/Main – nicht weit von hier,
mit dem FC zu einem Spiele,
zu einem klar umrissenen Ziele.

1 Punkt aus Frankfurt – besser 3,
die Rettung naht – und wir dabei,
auch wenn man warnt, den Finger hebt,
dass die Arena mächtig bebt.

Doch mit der Rüstung, nicht aus Pappe,
schlag ich zwei Fliegen mit der Klappe,
ich bin geschützt vor wüstem Mob,
und auch – wenn meine Frau mich kloppt.

Mein Chef sprach heute ziemlich streng:
„Fängst du dir Prügel, wird es eng,
wer sich ins Elend stürzt wie dumm,
kommt eines Tages darin um.

Wird man dich am Main versohlen,
komm ich dich persönlich holen,
und du kriegst – das ist der Clou,
von mir direkt noch eins dazu.“

Ich sah ihn an – ein Mann, ein Baum.
Ein Hieb von ihm? Ein schlechter Traum.
Dann zeigt ich Größe – ja, genau,
denn Angst gibt’s nur vor meiner Frau.

Ich hab mich vor ihm aufgebaut,
ich fühlt mich stark in meiner Haut,
dann stampft ich trotzig einmal auf,
und sprach: „Das nehme ich in Kauf“.

Wer sich dem Bock verschrieben hat,
der fährt auch in die fremde Stadt,
wenn es brodelt, wenn es kocht,
das ist Leben im Akkord.

Es geht in Frankfurt um die Wurst,
und nach oben weist der Kurs,
den Kurs nach unten will ich nicht,
darum ist dort 1 Pünktchen Pflicht.

Ich war in Rostock einst dabei,
als Holger traf – am 11. Mai,
ja, dies Erlebnis will ich wieder,
ein Sieg – dazu die kölschen Lieder.

Und nach dem Spiel – so könnt es gehen,
lass ich den Schal bis Kölle wehen,
Symphonie in rot und weiß,
der Tanz in Frankfurt – er wird heiß.    03.05.2011
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Fast

Ich weiß nun, wo der Heiland wohnt,
ein Gedanke, der sich lohnt:
In Pfosten, Latte – ei der Daus,
und in Michel Rensings Faust.

Sie hatten Chancen – das war klar,
doch bleibt der alte Spruch doch wahr:
Wer sie nicht nutzt – das ist der Clou,
dem steht der Sieg nicht wirklich zu.

Mal geht’s dem Bock, mal anderen so,
doch selten macht ein Sieg so froh,
wie gestern – weil uns das gelingt,
was uns der Rettung nahebringt.

Noch nicht ganz, doch sicher fast,
der Weg dorthin – ich denk, der passt,
ein Punkt in Frankfurt – man wär frei,
und ich? Ich bin dort mit dabei.

Ein Kanister Baldrian,
den Defi auch – da man(n) ja ahnt:
Dieses Spiel wird ganz schön knapp,
und Frankfurt gibt nur ungern ab.

Unter Sauerstoff und Zelt,
verschmälert sich dort meine Welt,
auf das Grün – auf wenige Meter,
alles weitere – zählt erst später.

Jedoch den Weg, dass 1 Punkt reicht,
beschritt man gestern – und vielleicht,
musst es just dies Derby sein,
Pillekusen fiel drauf rein.

Ein Torwart, der auch einer ist,
mit Reaktion, mit Sprungkraft, Biss,
der auch abwehrt, wie man meint,
was manchmal fast nicht möglich scheint.

Ich bin ehrlich – dachte nie,
an diesen Sieg, die Symphonie,
an kölsches Liedgut, das dort schallt,
ein Traum, er wurde zur Gestalt.

Ob´s Finke war? Es ist egal.
Was einfach zählt, ist nur die Zahl:
38 Punkte nun,
doch ruht nicht aus – noch gibt’s zu tun.

Es mag ja reichen – doch, wer weiß,
das Unheil schreitet manchmal leis,
macht am Main das Säckchen zu,
dann hat die Seele endlich Ruh.

Dann geh ich in die Sommerpause,
bin wieder friedlich – zeig Zuhause,
dass meine Laune wieder stimmt,
schlimm, wie dieser Bock mich nimmt.    01.05.2011
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Affentheater

Amsel, Drossel, Fink(e), Meise,
jedes Jahr die gleiche Sch…e,
was man vorn sich aufgebaut,
wird hinten wieder eingestaubt.

Wird mit dem Hintern eingerissen,
und stetig auf den Müll geschmissen,
und der Vorstand – schwingt Parolen,
was ist da bitte noch zu holen.

Doch der Verein – der lebt auch dann,
ohne diesen Trupp voran,
ohne Gallionsfigur,
huch – was schreibe ich da nur?

Ich denke, der Verein sind WIR,
ohne Fans wär niemand hier.
Und so viel Stars, die ich schon sah,
sind fast vergessen – nicht mehr da.

Präsidenten gingen, kamen,
nicht viel mehr als bloße Namen,
der eine gut, ein anderer schlecht,
das wahre Leben – ich sag´s frech.

Trainer – laut – und mancher leise,
jeder macht´s auf seine Weise,
doch eins ist klar, nicht zu vergessen,
man kann sie nur an Punkten messen.

Schäfer kam – und Schäfer ging,
kurze Zeit im Sparringsring,
zu viel Anstand – ja, wahrscheinlich,
oh, FC – wie ist das peinlich.

Jetzt sitzt Finke auf der Bank,
der Verein – er macht mich krank,
und kurz vorm Ende, kurz vor knapp,
wende ich mich schaudernd ab.

Ob der Schritt jetzt richtig war,
zeigt erst das Ende – das ist klar,
doch als Fan – bei allem Kummer,
wird man zur verlachten Nummer.

Jetzt kommt Bayer Aspirin,
und was vor Wochen möglich schien,
wird wieder völlig ungewiss,
bei dieser Mannschaft ohne Biss.

Manche Spieler zu erreichen,
ist scheinbar schwierig – ohnegleichen,
und die, die man noch brauchen kann,
wie lange tun sie sich das an?!

Das Schlimmste aber ist dabei,
egal wie auch das Ende sei,
nächstes Jahr – sitz ich trotz Kater,
erneut rot-weiß in dem Theater.             28.04.2011
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Müll

Nur für den, der´s lesen will,
mein neuster, frisch verzapfter Müll,
mein Frust, der ein Ventil jetzt braucht,
ich spür den Ärger, tief im Bauch.

Nur – wenn ich wirklich ehrlich bin,
hatt ich nichts anderes im Sinn,
dies Ergebnis – ja, es war,
schon vor dem Spiel ganz sonnenklar.

Das Spiel, es lief an uns vorbei,
in Halbzeit 1, in Halbzeit 2,
wir liefen ständig hinterher,
dann fällt´s den Gegnern auch nicht schwer.

Der FC, er war schon immer,
die Aufbaumannschaft und der Dimmer,
für den, der sonst nicht siegen kann,
auf High gedreht – und schon geht’s ran.

Noch sind´s drei Punkte, heute noch,
und nächste Woche? Sagt´s mir doch:
Sagt, wer sitzt dann auf der Bank?
Dieser Geißbock macht mich krank.

Ich glaube, gegen Aspirin,
wird´s Finke auf das Bänkchen ziehn,
um zu retten, letzte Frist,
was hoffentlich – zu retten ist.

Ich glaube – stets das gleiche Lied,
dass der FC die Leine zieht:
Das Signal auf Rotes Licht,
auch, wenn Finke widerspricht.

Schäfer wird es nicht mehr sein,
vielleicht steh ich damit allein,
es ist nur Meinung – und kein Wille,
ein Blick durch die beschlagene Brille.

Was für ein tolles Osterfest,
wenn man sich Eier legen lässt,
ins eigene Nest bei Sonne pur,
Sonntagmittag – 16 Uhr.

Was die Mannschaft derzeit treibt,
welcher Platz am Ende bleibt,
das wüsste ich sehr gern schon jetzt,
auf jeden Fall – bin ich vergrätzt.

Doch manchen Söldnern – hat man Wahl?
Ist das am Ende sch…egal.
Ich hab schon Tickets – ach, wie dumm,
fürs Spiel in Frankfurt – sagt: Warum?

Eine Woche weiter leiden,
am Samstag dann ernüchtert bleiben?
Die Aspirin-Fraktion vom Rhein,
wird wohl zu schwer als Prüfstein sein.    24.04.2011
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Ostern 2011

So kurz jetzt vor dem Osterfest,
stellte ich verdrießlich fest,
dass ich nicht weiß – was mir sehr stinkt,
was der Osterhase bringt.

Drum fragte ich – ich bin ja schlau,
das liebste Weib, daheim im Bau,
ob sie mir verraten mag,
was aus meinem Nestlein ragt.

Sie schaut mich an, als sei ich dumm,
tippt mir an der Stirn herum,
und meint voll Ernst in dem Gesicht:
„Schmink´s dir ab – es gibt wohl nichts!“

Ich sei dafür ja wohl zu alt,
sie glaube wohl, sie steht im Wald,
dass ich mit dieser Frage kam,
sie findet´s dämlich, gar infam.

Was ich mir denn zu wünschen denke?
Was ich der Liebsten dann wohl schenke?
Sie schimpft mit mir… Halt, Stopp! Beschwerde!
Sodass ich klein und kleiner werde.

Ich macht als Vorschlag: Schöne Lilien,
braungebrannt und aus Brasilien…,
der Schlag, der mich im Reden traf,
schickt mich prompt in Schönheitsschlaf.

Als ich erwacht – so unter Druck,
den ein und anderen Zahn gespuckt,
nuschele ich: „Herz, ich versteh,
der Wunsch – dahin und schon passé.

Doch wie wär´s – ich zog nen Flunsch,
mit einem großen Herzenswunsch?
Drei Punkte – Sonntag dem FC…
und denk dran, so ein Schlag tut weh!“

Sie meint drauf, sie sei von den Söckchen,
Punkte bringen kann nur´s Böckchen,
denn von dieser Punkteplanung,
hat ein Hase keine Ahnung.

Doch soll ich nur nach Wolfsburg fahren,
vom Taschengeld ein wenig sparen,
das sie mir voller Großmut schenkt,
weil sie weiß, mein Herz, es drängt.

Ich fahre nicht – das spar ich mir,
bleib vorm TV – ich bleibe hier,
doch wenn man fest die Daumen drückt,
winkt (vielleicht) ein wenig Glück,

Und Euch wünsch ich ein tolles Fest,
das keine Wünsche offen lässt,
das Wetter scheint dazu bereit:
Habt eine schöne Osterzeit.                20.04.2011
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Vorbei

Schäfer geht – weil es ihm reicht.
Nachvollziehbar? Ja, vielleicht.
Doch ist am Schlimmsten, Mann oh Mann,
dass ich – mich kaum mehr ärgern kann.

Irgend sowas musste sein,
der FC – ein Traumverein,
im bunten kölschen Karneval,
doch schleichend nicht mehr ganz mein Fall?

Gernegroße, Pöstchenjäger,
Stets-am-Stuhl-des-Nächsten-Säger,
doch leider – das liegt auf der Hand,
agierend ohne viel Verstand.

Ich hab´s gehört – und kurz gelacht,
so etwas hat ich schon gedacht,
und das Wie und das Warum,
dreht Schäfers Meinung nicht mehr um.

Doch hab ich Sorge – ja, die bleibt,
dass der FC jetzt übertreibt,
und langsam sich ins Abseits stellt,
egal ob uns das jetzt gefällt.

Drei müde Punkte fehlen noch,
sonst droht der Sturz ins dunkle Loch,
in Wolfsburg gilt es jetzt zu beißen,
und sich nicht ins Hemd zu sch….n.

Was ewig bleibt, ist der Verein,
der Trainer, der kann sonst wer sein,
man trauert ihm kurz nach – nicht lang,
dann fängt die neue Ära an.

Vielleicht für Wochen oder Jahre,
die Karre in den Dreck zu fahren,
geht manchmal schneller als man denkt,
wenn es an ein paar Pünktchen hängt.

Ich wünsch Schäfer nur das Beste,
und bitte sammelt nun die Reste,
die man braucht, nicht liegenlassen,
zum Verbleib in diese Klasse.

Fan bin ich schon so viel Jahre,
und manche meiner grauen Haare,
hat mir der FC gebracht,
weiter so – und Gute Nacht.

Ein neuer Trainer – er wird kommen,
wird ernst (vielleicht auch nicht) genommen,
und kämpft erneut den gleichen Kampf:
Dummheit, Geld und Arroganz.

Ich bleibe Fan, das ist wohl amtlich,
wohl niemals schlau – das ist bekanntlich,
im Spiel um Punkte und um Siege,
doch sagt mir schnell: In welcher Liga?          19.04.2011
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Dummheit

Dummheit – anders seh ich´s nicht,
ist in Kölle scheinbar Pflicht,
Dummheit – und der stete Zwang,
zur Selbstkasteiung – schon so lang.

Dummheit von so manchen Stars,
jawohl, Petit – ich hoff, das war´s,
doch leider macht uns nicht nur der,
momentan das Leben schwer.

Dummheit und viel Unvermögen,
dann steht man halt man schnell im Regen,
so wie gestern – kurz und knapp,
wenn die Mannschaft Siesta macht.

Dummheit unserer Führungsriege,
die sich in den Armen liegen,
und plötzliche Skibbe groß hofieren,
was muss in Köln wohl noch passieren?

Dummheit auch vielleicht von Schäfer,
der auf dem Rücken, wie ein Käfer,
derzeit mit den Beinen strampelt,
weil er um die Verträge hampelt.

Dummheit einer Schiri-Pfeife,
man müsst ihn wecken, heftig kneifen,
damit er sieht – das wäre Pflicht,
was Elfer ist – und was halt nicht.

Doch verloren – wie ich meine,
haben wir dann ganz alleine,
wer so sich auf den Rasen stellt,
schaut dümmlich, wenn der Hammer fällt.

Vier Wochen und vier Spiele noch,
zum Krabbeln aus mentalem Loch,
doch frage ich mich nur seitdem:
Wo punkten wir, und wann, bei wem?

Ich habe Angst, jetzt abzustürzen,
und das alles noch zu würzen,
mit Platz 16 – wie ich´s seh,
gäb das ein großes Ach und Weh.

Vielleicht bin ich zu pessimistisch,
vielleicht macht´s unser Bock auch richtig,
dass es den Wölfen furchtbar graut,
doch gegen Dummheit – wächst kein Kraut.

Der erste Abstieg – der allein,
sollte doch schon Warnung sein,
bitte, macht´s nicht wieder so,
ich bin geängstigt, irgendwo.

Und jagt mir Skibbe weit davon,
dass der nicht ans „Regieren“ kommt.
Dummheit kann so furchtbar sein,
vielleicht gar heut zum Spiel mein Reim.     17.04.2011
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Worte

Manchmal – wenn´s mir danach ist,
dann reim ich gerne, wie Ihr wisst,
vom Hund, Familie, gutem Ton,
und manchmal gar – vom Stadion.

Oftmals – wenn´s mir danach ist,
dann nerve ich – oh, ganz gewiss,
und leidvoll macht Ihr die Erfahrung,
meiner steten Offenbarung.

Man sagt mir nach, man weiß pikiert,
ständig, was um uns passiert,
das ist fast wie ein Tagebuch,
für mich ganz nett – doch Euer Fluch.

Worte – nun, sie fließen ständig,
Sprache, manchmal ungebändigt,
gestern erst – und heute wieder,
denn mich machen Ängste nieder.

Nichts Schlimmes – doch für MICH ganz arg,
der letzte Nagel für den Sarg,
der wird dereinst der Geißbock sein,
heut erneut ein Grund zum Reim.

Denn am Samstag gibt’s die Schwaben,
die nur Eins im Sinne haben:
Uns das Sinnen zu erschweren,
unseren Punktestand zu mehren.

Stuttgart kommt mit Labbadia,
Stürmer, Trainer, Strippenzieher,
und ob der achte Heimsieg klappt?
Ich gebe keine Wetten ab.

Der Frust von Gladbach sitzt noch tief,
der Stachel, dass die Mannschaft schlief,
den zog man mir noch lange nicht,
und jetzt ist Überzeugung Pflicht.

Ich will ein kölsches Team, das rennt,
das auf diesen Matchball brennt,
ich will den 8. Heimsieg – jetzt,
dass es für Stuttgart Saures setzt.

Ich will den Reim zum Spiel gern schreiben,
erfüllt von guter Laune bleiben,
ich möchte etwas Ruhe – bald,
und pfeife im rot-weißen Wald.

Worte sind so wunderschön,
wenn sie leicht vom Herzen gehn,
dann schreibt der Reim sich von allein,
ach könnt es so doch ständig sein.

Zieht Stuttgart Samstag im Cacau,
besiegt sie bitte – Matt und Mau,
und lese ich dann achtunddreißig,
wart Ihr erfolgreich – und recht fleißig.     13.04.2011
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Schmach

Ich mag keine Niederlagen,
nicht danach die dummen Fragen,
doch Niederlagen sind normal,
wenn auch nicht Frequenz und Zahl.

Heut wegzusehn, wär zu bequem,
da steckt ein Fehler im System,
denn während Gegner Angriff blasen,
sind wir wie aufgescheuchte Hasen.

Zwar steht Ostern kurz bevor,
doch mag ich nicht in unserem Tor,
ein prall gefülltes Eier-Nest,
den Gegner freut´s – wenn man ihn lässt.

Und dass der Gegner Gladbach hieß,
dass man sie so agieren ließ,
das zeugt von Nerven und Blockade,
das war – gelinde – mehr als sch…ade.

Das war ne Schmach – der Mund zu voll,
nicht auf dem Platz – wo man es soll.
Vorher einen Sturm versprochen,
und nur ein Lüftchen ward gerochen.

War die Hose gut gefüllt?
Dann, wenn es mal Auswärts gilt,
zu bestehen, zu zementieren,
dann muss so was wohl passieren.

Gladbach war zuhause schwach,
so mancher Gegner hat gelacht,
nur wir – wir schleichen uns davon,
verprügelt dort im Stadion.

1:5 – den Schwanz gekniffen,
und mitten in den Dreck gegriffen,
der hinten ganz gehörig stinkt,
das gute Ende hätt gewinkt.

Meine Laune ist am Boden,
das ganze Weekend war sie oben,
und jetzt muss dieser Bocks-Verein,
der Schlüssel meines Absturz sein.

1:9 in grad zwei Spielen,
wie bitte soll ein Fan sich fühlen,
zieht man ihm, ganz frisch verloren,
das Fell der Geiß bis zu den Ohren.

Was wird jetzt nächste Woche? Zittern?
Nicht zu siegen, wäre bitter.
Sagt ruhig, ich sei ein Pessimist,
es ist halt leider, wie es ist.

Sofern wir unsere Klasse halten,
lasst dann nicht alles so beim Alten,
denn solch ein Heimsieg-Festival,
vergeht auch manchmal – viel zu schnell.    10.04.2011
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Auswärtsfluch

Und wieder winkt ein Auswärtsspiel,
Mönchengladbach – unser Ziel,
das seine Wurzeln, denkbar knapp,
gerade noch in Deutschland hat.

Ein Derby, das wie keines ist,
Mönchengladbachs Gnadenfrist,
verstreicht jetzt schneller, mehr und mehr,
doch schlau ist man erst hinterher.

Ein Sieg des Geißbocks, keine Furcht,
und ich denke, wir sind durch,
ein Sieg von Gladbach – und der Dreh,
verschiebt sich hin zum VFB.

Reus tönt lauthals, doch sehr bald,
wird es zum Pfeifen, tief im Wald,
und die eigenen Fans, welch Hohn,
zeigen Gladbach schon den Lohn.

So viele Plätze – ja das passt,
sind noch frei im Blechpalast,
und so wird vielleicht das Spiel,
zur Kölner Festung, welch ein Ziel.

Und doch – die Hoffnung stirbt zuletzt,
ein Derby hat nur ein Gesetz:
Dass es im Grunde keines gibt,
dass jedes Spiel Geschichte schrieb.

Vielleicht spielt Gladbach trotz des Frust,
wieder mal aus einem Guss,
vielleicht ist Köln beim Abpfiff froh,
wenn´s so sein soll – ist´s halt so.

Vielleicht macht aber Köln im Nu,
einfach unser Säckchen zu,
steckt Mönchengladbach tief hinein,
und fährt mit guter Laune heim.

Ich bin nicht da, ich kann nicht hin,
ich buchte Reisen – ohne Sinn,
und hab nicht auf den Plan geschaut,
mir ist so unwohl in der Haut.

Denn ich sitz grad dann im Flieger,
kürt man in Lachbach einen Sieger,
ohne Radio, Handy, Sky,
ohne Frust und Jubelschrei.

Ich setze mich ab 18 Uhr,
vor das Fernsehen – folg der Spur,
und hoffe ständig und nicht leis,
dass ich den Endstand dann nicht weiß.

Ein Kölner Sieg – das wär schon was,
FC, was macht der Geißbock Spaß,
gestern down – und morgen Top,
das passt zu mir – Ich bin bekloppt.      06.04.2011
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Nürnberg_7.Streich

Ich hab gewettert, hab geflucht,
Grund dafür gab es genug…
Und stimme doch bei Bap mit ein:
Der liebe Gott – muss Kölner sein.

Wie wär es sonst wohl zu erklären,
die Gebete zu erhören?!
Erlösung aus der Bitterkeit,
das Siegtor in der Nachspielzeit.

Ich hab gezittert, hab gebangt,
ein ganzes Spiel – und das war lang,
dann reißt es mich, glatt wie der Blitz,
am Ende wieder jäh vom Sitz.

Das 1:0 – von Milivoje,
heut Abend schlüpf ich in die Koje,
im Traum gefangen, im Moment,
der sich in meine Seele brennt.

Ich hatt´s fast fertig – innerlich,
den Reim, das Jammern, mein Gedicht,
da wirft das Tor mich weit zurück,
und weit nach vorn – ins pure Glück.

Auf meinem Handy gab es schon,
die SMS an meinen Sohn,
das 0:0 sei viel zu wenig,
doch plötzlich – war ich wieder König.

Die SMS ganz schnell storniert,
überholt – denn was passiert,
in unserem Stadion – Mal zu Mal,
das ist scheinbar ein Signal.

Ein Signal, stets abzuwarten,
der liebe Gott, er mischt die Karten,
das ist perfekt, das ist gewiss,
weil er halt ein Kölner ist.

Wie das Spiel am Ende lief,
ist mir egal – ganz plakativ,
es war recht seltsam und konfus,
eigentlich ein Grund zum Blues.

Wäre da nicht – kurz vor Ende,
das Tor gefallen – welche Wende,
und was mich vorher noch gestresst,
ist jetzt nur schnell entsorgter Rest.

Liegt´s an unserem Ritual?
Am Kuss auf Franks und meinen Schal?
Lasst mich dank meinem Aberglauben,
die Träume in den Himmel schrauben.

Schon nächstes Mal kann´s anders sein,
wie ich fühle – zeigt mein Reim,
jedoch, die Rettung, sie ist nah,
heut lässt mich jubeln, was ich sah.        03.04.2011
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Entschluss

Ich hab einen Entschluss gefasst,
merk, dass mein Ego nicht mehr passt,
und der Geißbock – allemal,
ist mir im Grunde ganz egal.

Wen kümmern Siege, Niederlagen?
Ich muss mich nicht mehr ständig fragen,
ob ein Spiel zum Zeitplan passt,
das Leben plätschert, ohne Hast.

Ich habe Zeit zur Ruhe, Lesen,
nie ist es so schön gewesen,
Samstagmittag – ab halb 4,
greif ich zur Feder und Papier.

Kein Kommentar, der ständig hetzt,
kein Spiel, das meinen Geist verletzt,
kein Frieren mehr im Stadion,
Zeit für Frau, den Hund, den Sohn.

Die Tochter und das Enkelkind,
ich schalte ab – die Zeit gewinnt,
so viel davon wird übrig sein,
gestählte Nerven – und kein Reim.

Und sollt ich dennoch was vermissen,
so lasse ich Euch jetzt schon wissen:
Brauch ich den Stress, die reine Feier,
gehe ich demnächst zu Bayer.

Vielleicht ja auch zum Bökelberg,
Ostholland – bitte aufgemerkt:
Statt rot und weiß des Wegs zu ziehn,
bin ich vielleicht dann dunkelgrün.

Ihr wisst Bescheid – mein Vorsatz steht.
Mich umzustimmen? Viel zu spät!
Und was ich grad noch sagen will:
„April! April! April! April!“

Meine Finger sind verkrampft,
mein Bock, was war das für ein Kampf,
die Worte wollten – glaubt es mir,
kaum zum Bildschirm, aufs Papier.

Es hat mich vor mir selbst gegraut,
mir war ganz unwohl in der Haut,
ein Aprilscherz – schön und gut,
doch DAS war bloßer Übermut.

Das war schon fast wie schlimmstes Lästern,
ich wollte meine Kräfte testen,
ich schau zum Spiegel, schweißesnass,
die Haut ganz fahl, entsetzlich blass.

Ich bin FC-Fan, bleib es immer,
mich zu entwöhnen – das geht nimmer,
und Sonntag jagt der Club vom Dom,
Nürnberg aus dem Stadion.                      01.04.2011
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Sieben

Sieben – ach, wie war das gleich,
erschlug der Held auf einen Streich,
und daher denk ich mehr und mehr,
soll auch der 7. Heimsieg her.

Nürnberg kommt – ein Schlüsselspiel,
derer hatten wir schon viel,
und bisher lief es doch rund,
welch ein feiner Schlüsselbund.

Die dort oben liegen uns,
und grad zuhause grenzt´s an Kunst,
die Schmach von Hamburg, falls Ihr fragt,
hab ich schon lange abgehakt.

Noch eine Woche bis zum Hit,
und spielt der Pedro wieder mit,
steht die Abwehr wieder dicht,
für mich ist jetzt ein Heimsieg Pflicht.

Das Stadion voll, der Frühling da,
es werden kühnste Träume wahr,
und so träum ich vor mich hin,
von der Rettung – das macht Sinn.

Drei Punkte jetzt, dann Gladbachs Bauern,
so würd es nicht mehr lange dauern,
bis zum finalen Jubelschrei:
Auch nächstes Jahr wär´n wir dabei.

Ein kleiner Flirt mit Inter Mailand,
das klingt doch gut, oh, lieber Heiland,
kann es sein, dass sich was dreht,
dass sich das Rad für uns bewegt?

Fangt mich ein, holt mich zum Boden,
ich möchte nicht zu deutlich loben,
die Punkte erst in unseren Sack,
dann ist mein Traumbild auch intakt.

Lasst uns bitte gegen Franken,
die Kraft und bestes Ego tanken,
der Abstand hinten ist zu knapp,
bringt unseren Geißbock schnell auf Trab,

Eine Torflut braucht es nicht,
eins mehr als Nürnberg – das ist Pflicht,
doch werden es dann wieder vier,
so glaubt es gern – dann freut es… mir.

Deutsche Sprache wie Verona,
nun fallt mir bitte nicht ins Koma,
statt „mir“ heißt es natürlich „mich“,
doch passt das halt im Verse nicht.

Wen interessiert das letztlich schon,
gibt’s drei Punkte – feinster Lohn,
am ersten Sonntag im April,
weiß ein jeder – was ich will.         28.03.2011
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Bindung

Ob Speck wohl Optimismus bindet?
Ich merke, seit mein „Polster“ schwindet,
schau ich oftmals zur Tabelle,
und denk, ich trete auf der Stelle.

Früher hab ich dann gelacht,
mir selten einen Kopf gemacht,
doch heute schau ich trübe drein,
könnte das vom Fettschwund sein?

Oder liegt´s am 6:2,
nun gut, ich war zwar nicht dabei,
doch traf es mich bis tief ins Mark,
ich bin zwar groß – doch nicht sehr stark.

Jetzt rechne ich am Abakus,
bestimmt hab ich nen Sockenschuss,
ich schieb, addiere, subtrahiere,
derweil ich diese Zweifel spüre.

Was ich auch tu – ist für die Katz,
kein Knochenwurf, kein Kaffeesatz,
bringt mir Erkenntnis – wie´s wohl sei,
in der Tabelle, bald, im Mai.

Früher – Gott, wer glaubt das schon,
war ich die Ruhe in Person,
zog mich in mich selbst zurück,
genoss beim Essen stilles Glück.

Die Haut war dick, der Speck war dicht,
ich sah an jedem Punkt ein Licht,
und eines dieser „Lichter“ hieß,
dass Frankfurt aus der Liga schießt.

Jetzt kommt ein Neuer – Christoph Daum,
bringt er was? Naja, mal schau ‘n.
Doch habe ich – das macht mich krank,
das Ticket schon in meinem Schrank.

Ich dacht, ich könnt nach Frankfurt fahren,
die gestressten Nerven sparen,
sinnierte fast, wir seien durch,
was bleibt mir heute – Stress und Furcht.

Wenn es dort um alles geht,
ist Rettung für mich weit, zu spät,
ach hätte ich doch meinen Speck,
darunter war ich gut versteckt.

Nächste Woche gegen Franken,
vielleicht zum „Etwas Ruhe tanken“.
„Vielleicht“ ist solch ein schlimmes Wort,
nun wischt doch meine Zweifel fort.

Möcht wieder optimistisch sein,
„Ich bin so klein, mein Herz ist rein“,
Fett, es schwand, die Klarsicht auch,
ich fühl ein Grummeln – tief im Bauch.    22.03.2011
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HSV

Der HSV, ein Scherbenhaufen,
und während Fans die Haare raufen,
wär vielleicht für uns was drin,
auch wenn ich überheblich bin.

Wer so jetzt auseinanderbricht,
vergisst die Freude und die Pflicht,
und geht vielleicht gehemmt ins Spiel,
….vielleicht erwarte ich zu viel.

Drei Punkte, jetzt beim HSV,
das wär perfekt, das wär die Schau,
ein großer Schritt – Erhalt der Klasse…,
wie ich doch kühne Träume hasse.

Auswärts sind wir nicht die Krone,
und Hamburg sicher auch nicht ohne,
auch wenn das Karussell sich dreht,
und alles drunter, drüber geht.

Mag sein, es kehrt ein neuer Besen,
für Armin Veh ist´s das gewesen,
mag sein, es setzt dann Kräfte frei,
und alles strahlt wie einst im Mai.

Zu viel vielleicht, und zu viel wenn,
doch wie ich die Geschichte kenn,
ist da sicher etwas drin,
weil ich – nicht in Deutschland bin…

Dieses Omen hat genügt,
Aberglaube führt zum Sieg,
so war´s in der Vergangenheit,
nun ist´s erneut wohl an der Zeit.

Denn ich geb am Wochenende,
jede Pflicht in Eure Hände,
da ich in Barcelona bin,
erwarte ich den Punktgewinn.

Schau mir stattdessen Messi an,
und frag, ob ich ihn kaufen kann,
ein paar Euronen, wie ich seh,
sind in meinem Portemonnaie.

Mal schauen, was der Sonntag bringt,
ob was ich hoffe, wohl gelingt,
und klappt es dann am Ende nicht,
ist ein Sieg im Heimspiel Pflicht.

Ich geh den Flug mit Ruhe an,
da ich Euch vertrauen kann,
und komm ich Montag dann zurück,
schwelg ich im rot und weißen Glück.

Nur einen Reim, den wird´s nicht geben,
da ich nichts sehe, weiß ich eben,
nicht wie unser Spiel dort lief,
furchtbar oder attraktiv…                       13.03.2011
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Aschermittwoch

Verlängerung des Karneval,
in Kölles schönstem Ziegenstall,
Aschermittwoch ist vorbei,
doch hier herrscht noch die Narretei.

4:0 – ich fass es kaum,
ist es real, ist es ein Traum?
FC – zuhause eine Macht,
ich spüre, wie mein Herzchen lacht.

Und statt mich jetzt ins Bett zu legen,
erhaltet Ihr nun meinen Segen,
ganz kurz noch vor der Geisterstunde,
macht mein Reim nun seine Runde.

In der ersten halben Stunde,
leckte ich nur meine Wunden,
Bock Rensing hielt uns noch im Spiel,
die Null dort hinten war das Ziel.

Dann dieses feine Freistoßtor,
Petit, er traf, und ja, ich schwor,
ich schimpfe nie mehr, bin ganz still,
grad so, wie es mein Mentor will.

Frank saß entspannt, dort hinter mir,
und meinte nur: „Ich sage dir,
mach dir keine Sorgen mehr,
das Spiel, das gibt der Bock nicht her.“

Doch beim Fußball zu relaxen,
das kann ich nicht – an meinen Texten,
seht Ihr doch, wie es mich quält,
jetzt wo jedes Pünktchen zählt.

Das 2:0 – die Last fiel ab,
doch immer noch war´s mir zu knapp,
das 3:0 – auf und davon,
ich küss das halbe Stadion.

Beim 4:0 – nicht übertrieben,
war ich ganz hoch, auf Wolke 7,
wann hat man das zuletzt erlebt,
dass vorne eine 4 mal steht?

Ein kölsches Fest und kölsche Lieder,
und endlich, endlich weiß ich wieder,
warum ich diesen Bock verehre,
ihm ein Leben lang gehöre.

Der neue Slogan sagt es klar,
was mir schon lang ein Thema war:
Für zwei Vereine, Fan und Traum,
reicht ein einzig Leben kaum.

Ich habe den FC gewählt,
bin fast wie mit dem Bock vermählt,
hoff, dass die Liebste das nicht liest,
Eifersucht macht sie zum Biest…             11.03.2011
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11

11 Punkte sind ein hehres Ziel.
Und Fußball ist doch nur ein Spiel…
Wer so spricht, hat keinen Schimmer,
von Seelenqualen – wie auch immer.

„11 Mann, die einem Ball nachlaufen,
was kann ich mir denn dafür kaufen…?“
So spricht nur der, der nie erlebte,
wie ein Fan vor Stolz erbebte.

Der nie erlebte, was es heißt,
wenn es dich von den Sitzen reißt,
das Herz kurz vor dem Exitus,
nach einem wohlplatzierten Schuss.

Ich tu´s erneut, welch ein Gefasel,
in Köln, der Eifel, selbst in Basel,
rauft man die Haare, wringt die Hände:
„Hat das wirklich nie ein Ende?“

Schminkt´s Euch ab – ich brauch die Worte,
sie sind für mich das Tor, die Pforte,
zu etwas mehr Gelassenheit,
zur Querung fußballfreier Zeit.

Ich spüre schon das leise Zwicken,
das Suchen und die ersten Blicke,
ständig hin auf meine Uhr,
wie viele Stunden sind´s denn nur?

Am Freitagabend kommt Hannover,
schickt sie heim – The game is over,
mit einem feinen Doppelpack,
die Punkte in den Kölner Sack.

Legt Hannover an die Leine,
Geschenke machen wir jetzt keine,
11 Punkte fehlen uns zum Ziel,
es klingt so wenig – doch ist´s viel.

Hannover – dieses Spiel wird schwer,
Zuhause siegen – ich will mehr,
3 Punkte für den Ziegenstall,
und seine Hüter – klarer Fall.

Schäfer, stimm die Herde ein,
ich träum von einem Match daheim,
das mich wieder fliegen lässt,
wie wär das schön – das wär ein Fest.

Die 40 käme spürbar näher,
sorgt nur dafür – ich bin der Späher,
zähl täglich an den Fingern ab,
der Punkte Abstand – noch zu knapp.

Vier Mal siegen – fangt jetzt an,
damit ich ruhiger schlafen kann,
am Freitagabend, Gänsehaut,
Flutlichtfeeling – Kommt und schaut.    09.03.2011
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Magnet

Ein Abend voller Glanzparaden,
fast, ja fast wollt ich´s so haben,
doch leider blieb uns nach dem Spiel,
die bloße Null – das ist nicht viel.

Ich hatte mir nicht viel erhofft,
denn auswärts holt uns leider oft,
das reale Denken ein,
Ihr wisst wahrscheinlich, was ich mein.

Doch Rensings Spiel war ein Genuss,
und es war mir zwar bewusst,
dass er ein wahrer Könner ist,
jedoch nicht so – nein, ganz gewiss.

Rensing, gestern wie magnetisch,
und ich werde fast pathetisch,
Talent und Trainings guter Lohn,
wann sieht man solch Paraden schon?

Ich wünschte nur, so heut am Tage,
ich könnt das auch von anderen sagen,
wo´s heute die Erkenntnis gibt,
dass vieles leider Stückwerk blieb.

Womit ich aber leben kann,
man trat beim Deutschen Meister an,
das ist von mir so klar gemeint,
wie jeden Tag die Sonne scheint.

Für uns gilt jetzt das Augenmerk,
auf Hannover – frisch ans Werk,
am Freitagabend, Flutlichtspiel,
was fürs Herz und fürs Gefühl.

Vor allen Dingen sieht´s so aus,
brauch nicht vier Stunden bis Zuhaus,
mit manchem Fluch, der mir entfloh,
Fahrt im Stau macht mich nicht froh.

Erst nachts um 2 in meinem Bett,
wie schön ich schon geschlafen hätt,
säh ich das Match entspannt auf Sky,
aber nein – bin gern dabei.

Ich brauch die Stimmung, das Gefühl,
die Gänsehaut, die Lust am Spiel,
das Fluchen, Jubeln, Drumherum,
haltet Ihr mich auch für dumm.

Ich brauch die Hymne, den Gesang,
ich denk, ein ganzes Leben lang,
die Pulsfrequenz, die Euphorie,
und leider auch den Frust heut Früh.

War gestern down, doch Schwestern, Brüder,
heute stimmt die Richtung wieder,
entspanne mich perfekt beim Reim,
man kann nicht immer Sieger sein.     05.03.2011
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Frohsinn

Was haben wir schon zu verlieren?
Lasst uns den Reiz des Frohsinns spüren,
und tragt ihn mit mir in die Stadt,
wo´s schwarz und gelbe Streifen hat.

Man führt dort die Tabelle an,
souverän, mein lieber Mann,
und doch – was heißt das vorher schon?
Ein Pünktchen wär ein feiner Lohn.

Ich bin dabei – vielleicht verrückt,
vielleicht von Schwarz und Gelb erdrückt,
doch unsere Brust ist stark und breit,
ein Auswärtssieg wär höchste Zeit.

Ich weiß, das ist jetzt Kokolores,
Dortmund lehrt uns sicher Mohres,
und doch – wer hätte schon gedacht,
dass man Daheim den Sack zumacht.

Für Bayer, Mainz gab´s wunde Nasen,
gerade jetzt, in diesen Phasen,
als man dachte – „Viel zu schwer“,
doch schlau ist man erst hinterher.

Endlich freue ich mich wieder,
auf jeden Samstag – Spiel und Lieder,
auf den Moment, kurz vom Kollaps,
ohne Bier und Wein und Schnaps.

Auf die Minuten, kurz vor Schluss,
auf einen Heber, satten Schuss,
auf den finalen Jubelschrei,
und ich bin mittendrin, dabei.

Das Stadion – der schönste Ort,
ist man(n) mal von zuhause fort,
mal schrei ich Zeter, Mordio,
mal bin ich glücklich, strahle froh.

Lasst Dortmund nur ruhig Meister werden,
1 Punkt für uns wird´s kaum gefährden,
und wären es der Punkte drei,
ich nähm sie gern, ich wäre high.

Ein bisschen Frohsinn kann nicht schaden,
grad jetzt an diesen tollen Tagen,
und doch ist Karneval nur müd,
wenn man solch tolle Spiele sieht.

Sang mir die Stimme aus der Kehle,
es strahlt die rot und weiße Seele,
wer das nicht kennt – zeigt mir ganz nobel,
und ganz deutlich einen Vogel.

Doch ehrlich – damit kann ich leben,
was kann es schließlich Schöneres geben,
als ein Teil vom Ganzen sein,
von unserem Bock und dem Verein.     28.02.2011
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Ode an die Freude

Die Südtribüne abgerissen,
nie möcht ich diese Stimmung missen,
und gleich auch wieder aufgebaut,
ich fühl mich wohl in meiner Haut.

Als alle, aus der Not geboren,
sich dachten: Hauptsach nicht verloren,
verwöhnt uns Poldis Geistesblitz,
und reißt uns alle jäh vom Sitz.

Das war ein Traumtor, feiner Heber,
solch ein Tor – das macht nicht jeder,
und so hab ich Anlass, heute,
zu einer Ode an die Freude.

Freude schöner Geißbockfunken,
noch Sonntag bin ich wie betrunken,
Tochter aus Elysium,
schaut solch ein Spiel – und wisst warum.

Noch heute bin ich wirklich selig,
wollt Ihr das auch – nun, dann empfehl ich:
Genießt den Geißbock-Karneval,
was Schöneres gibt´s kaum – klarer Fall.

Mit Ängsten zu dem Spiel gegangen,
gedacht, dass wir uns Tore fangen,
die Elf zu sehr ersatzgeschwächt,
nicht wirklich stark – doch auch nicht schlecht.

Doch gestern überzeugten jene,
wo ich´s nicht dachte – ja, ich schäme,
mich gehörig, geb gern zu,
manch Ersatz war gestern Clou.

Pezzoni, Andrezinho gar,
entschärften hinten die Gefahr,
mit dem Glück der Tüchtigen,
gestern traf´s die Richtigen.

Ob das Tor von Freiburg zählte,
der Schiri falschen Pfiff dort wählte,
ehrlich – ist mir sch…egal,
ich schwenke freudig meinen Schal.

Die Orgie in rot und weiß,
die Freude bebt im Spielerkreis,
tobt bei den Fans im weiten Rund,
solch Erlebnis hält gesund.

Es kommt mir vor – jetzt, etwas später,
als sprang ich hoch, so fast zwei Meter,
als sei ich plötzlich schwerelos,
der Bock ließ Emotionen los.

Freude schöner Geistesfunken,
Poldis Tor macht mich betrunken,
Elysium – so schön, so rein,
liegt hier bei uns – in Köln am Rhein.     27.02.2011
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Seuche

Hab ich gesündigt? Ganz bestimmt.
Ich war nicht nett, kein artig Kind,
denn die Seuche, die grassiert,
ist bestimmt Dank mir passiert.

Gestern schrieb ich überheblich,
von Geromel – und heut? Vergeblich!
Hätt ich mich zurückgehalten,
wär jetzt alles noch beim alten.

Versucht mich bitte nicht zu trösten,
heute ist mein Leid am größten,
ich bin ein echter Unglücksrabe,
glaubt es mir – wenn ich das sage.

Und weil ich abergläubisch bin,
beim Fußball – kommt´s mir in den Sinn,
beim Reimen mein Gehirn zu schalten,
die Finger streng gekreuzt zu halten.

Vorm Senden spuck ich übern Rücken,
denn ich kenn ab jetzt die Tücken,
malt man den Teufel an die Wand,
hat man sich ganz schnell verbrannt.

Steht plötzlich ohne Abwehr da,
ich weiß noch, wie´s in Pauli war,
ohne Pedro – Leute hört,
sind wir nur die Hälfte wert.

Jetzt gilt es für den Rest zu zeigen:
„Wir sind nicht nur ein Teil vom Reigen,
wir tragen auch mit Recht und Lust,
den Kölner Geißbock auf der Brust.

Egal wer dort auch immer fehlt,
wir kämpfen – denn der Wille zählt,
und für drei Spiele schafft man´s schon,
die Punkte winken uns als Lohn.“

Freiburg mag man sicher preisen,
doch sind sie nicht der Stein der Weisen,
sie sind nicht schlecht – doch wir Zuhaus,
da sieht die Welt schon anders aus.

Jetzt heißt es, sie zum Schwarzwald treiben,
und Samstag ungeschlagen bleiben,
am liebsten wäre mir ein Sieg,
da ein Pünktchen nicht genügt.

Es gilt, von Spiel zu Spiel zu denken,
wir haben sicher nichts zu schenken,
und daher, mit vereinter Kraft,
wird Samstag auch ein Sieg geschafft.

Die Tribünen stehen im Rücken,
es gilt erneut, uns zu verzücken,
wir sind bereit – der zwölfte Mann,
bis zum Anpfiff ist´s nicht lang.            23.02.2011
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Freiburg_260211

Freiburg kommt – und ich bin fröhlich,
erneut ein Sieg – ich wäre selig,
ich jammere, ich unke nicht,
ein Fan zeigt Stärke, das ist Pflicht.

Saß vorm TV, ein Marathon,
Bayers Sieg – ein karger Lohn,
denn bei jedem neuen Tor,
kam ich mir entsetzlich vor.

Stuttgart galt es da zu schlagen,
noch heute liegt´s mir schwer im Magen,
dass ich für Aspirin gebebt,
das musste sein – der Geißbock lebt.

Dann sah ich Schalke bei den Bauern,
die Klepper siegten – welch Bedauern,
und in meinem ersten Schock,
fühlte ich mich angeknockt.

Ich schüttete mein Herzleid aus,
saß allein, verstört Zuhaus,
und wartete, ganz tief geknickt,
dass man mir ein „Kopf hoch“ schickt.

Doch was kam, war ein Satz Feigen,
ich soll nicht jammern, ich soll schweigen,
ich solle mich als Fan beweisen,
den eigenen Club, nicht fremde preisen.

Und Stück um Stück kam es zurück,
die Freude und das Lebensglück,
ab heute denk ich positiv,
wie gut, dass ich nach Heilung rief.

Zur Buße hab ich schnell gebadet,
geweihtes Wasser – was nicht schadet,
ich sang die Hymne, schief und laut,
ich kann halt nicht aus meiner Haut.

Und heute weiß ich, wir gewinnen,
wahre Schönheit kommt von innen,
und wahre Stärke wächst dank Mut,
mein Bock – tut die Erkenntnis gut.

Fehlen uns auch wichtige Spieler,
so ändern sich nicht unsere Ziele,
3 Punkte – auf die 30 zu,
dann hat die Seele langsam Ruh.

Cissé mag gut sein – stark und schnell,
doch der FC hat Geromel,
und Poldi führt die Mannschaft an,
zieht uns in rot und weißen Bann.

Sagt es ruhig – Der Alte spinnt,
außen grau – und innen Kind.
Ich ward halt so, dank meiner Gene,
sollte ich mich dessen schämen?           22.02.2011
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Wahre Liebe

Wahre Liebe kann nicht rosten,
trifft der Gegner auch den Pfosten,
und Nova auch noch selbst ins Netz,
wahre Liebe stirbt zuletzt.

Verzweifelt auch Ibisevic,
juckt mich das am Ende nicht,
wenn´s nach mir ging – sag ich frech,
gäb´s dickere Pfosten – hab ich Recht?

Natürlich nur in unserem Tor,
kommt Euch das auch recht seltsam vor,
so verweis ich mit Bedacht,
auf diesen Schiri – Gute Nacht!

Auch den hab ich nicht oft kapiert,
was dort auf dem Platz passiert,
verstand der Referee nur allein,
im fernen, kalten Hoffenheim.

Rensing stand wie ein Magnet,
ich dachte schon – es sei zu spät,
da springt der Ball vom Holz zurück,
in seine Arme – das war Glück.

War´s Holz auch Aluminium,
reimt sich´s nicht – das wäre dumm,
drum lasst mir diese Freiheit, bitte,
ich darf das wohl – das ist so Sitte.

Mohamad packt´s Glück beim Schopf,
trifft zum Remis, mit seinem Kopf,
und dieser Punkt kann Gold wert sein,
beflügelt heute meinen Reim.

Novas Kopfball – 1:2,
im Ansatz stickt mein Jubelschrei,
vielleicht des Guten doch zu viel,
es war ein ausgeglichenes Spiel.

Ein feiner Pass, ein super Sprung,
die Reaktion – Erleichterung,
und Hoffenheim war plötzlich klar:
Der FC steht für Gefahr.

Natürlich hab ich auch geflucht,
oft und deutlich und genug,
Ballverlust im Mittelfeld,
das ist es, was mir nicht gefällt.

Egal – 1 Punkt in Hoffenheim,
sollt gestern nun mein Startschuss sein,
für ein schönes Wochenende,
nun auswärts auch die erste Wende.

Heute halte ich zu Bayer,
hass mich dafür – die alte Leier,
manchmal, da verbiegt man sich,
für den FC – das ist halt Pflicht.                 20.02.2011
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Fieselgeiß

Es sprach das Fähnlein Fieselgeiß:
Es geht nach Hoppenheim – das heißt:
Herzblut gegen Portemonnaie,
das Herz, natürlich – der FC.

Onkel Dietmar-Dagobert,
hofft, dass er den Sieg einfährt,
dreht den Kreuzer dreimal um,
doch der Geißbock ist nicht dumm.

Kommt mit sehr gestärktem Rücken,
um uns vielleicht dort zu entzücken,
wer Mainz so aus dem Stadion drischt,
der fürchtet sich auch auswärts nicht.

Zwar ohne Gundel Gaukeley,
doch Poldi, Nova sind dabei,
und Christian Eichner bringt uns Glück,
fast lehn ich mich entspannt zurück.

Wäre da nicht der Aspekt,
dass im Detail der Teufel steckt,
und jedes Spiel bei null beginnt,
offen ist´s, wer da gewinnt.

Doch vielleicht fängt irgendwann,
auch auswärts mal die Zukunft an,
und St. Pauli ist passé,
dieses Spiel – das tat schon weh.

Diesmal fahre ich nicht mit,
mag sein, dass es dann Punkte gibt,
ich setz mich ruhig vor das TV,
und höre mal auf meine Frau.

Wobei das „ruhig“ ein Trugschluss ist,
wenn du bekloppt, wie ich´s bin, bist,
dann hält das „ruhig“, sprich die Gefahr,
nur bis zum Anpfiff – das ist klar.

Dann beiß ich wieder in die Lehnen,
wanke zwischen Strahlen, Tränen,
bin das reinste Nervenbündel,
verpackt in rot und weißer Windel.

Treff des iPhones Tasten nicht,
SMS zum Tor ist Pflicht,
doch wie kann ich die Tasten treffen,
wenn mich die Hormone stressen?

So hoffe ich – lasst Hoffenheim,
für mich ein Quell der Ruhe sein,
ein feiner Sieg wär zwar nicht schlecht,
selbst mit Remis käm ich zurecht.

Ich freu mich auf das Wochenende,
denke, dieser Reim spricht Bände,
wie´s um mein Seelenheil bestellt:
Herzblut gegen Gut und Geld.                16.02.2011
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Alaaf

Alaaf, Alaaf besiegt Helau,
Alaaf, Alaaf, welch eine Schau,
das Spiel gewonnen - hoch verdient,
der Mainzer Schwung hat ausgedient.

So ängstlich wie ich vorher war,
so fühle ich mich wunderbar,
nach dieser Leistung, diesem Biss,
da Köln noch nicht Geschichte ist.

Februar-Geburtstagskind,
welches dieses Spiel gewinnt,
weil man sich in den Rausch gespielt,
lang hab ich nicht so gefühlt.

Gestern hat sich schon gezeigt,
der Weg zum Glück ist gar nicht weit,
nimmt man nur den Steilpass auf,
ein Sieg, schon bist du obenauf.

Doch gerade da hätt ich geschworen,
Köln ist dazu nicht geboren,
zwei Siege - und die noch am Stück,
dafür denk ich weit zurück.

Wie schön - das ist Vergangenheit,
den Start in eine neue Zeit,
erlebten wir mit Bayern schon,
nun heute der verdiente Lohn.

Die Abstiegsränge sind verlassen,
vor zwei Wochen kaum zu fassen,
schaut Euch nur die Paarung an,
wie schnell man da versagen kann.

Poldi, Nova, Doppelpack,
schon zappelt Mainz ganz tief im Sack,
so wunderschön kann Fußball sein,
FC, mein Karnevalsverein.

Beileibe nicht Beleidigung,
nichts Arges, nicht Verteidigung,
dieser Name ist Programm
schaut Euch die Tribünen an.

Mein Gott, wie haben die gebebt,
das Publikum im Stadion lebt,
wenn einmal dieser Funke springt,
wenn man in eigener Lust ertrinkt.

LaOla und Geburtstagsständchen,
frohe Spieler, frohe Menschen,
eine Mannschaft, die so spielt,
steigt nicht ab - ein klares Ziel.

Leistungen - dann wird's nicht schwer,
der Weg bereitet - ich will mehr,
das nächste Match in Hoffenheim,
holt Euch erneut die Punkte heim.     13.02.2011
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Mainz

Mainz kommt kurz vor Karneval,
frohe Mienen überall,
doch auch Sorge – nebendrein,
es könnte wie nach Bremen sein.

Heute hui und morgen schwach,
heute Top und morgen… Ach,
ich will nicht zweifeln am Gewinn,
weil ich gern optimistisch bin.

Verloren haben wir schon heute,
Bochum sah uns an als Beute…
Falls das Gesetz der Serie stimmt,
sind wir nun auf Sieg getrimmt.

Mainz ist sicher auswärtsstark,
doch wir sind nicht aus magerem Quark,
und haben es zuletzt gezeigt,
wer bei uns die Fiedel geigt.

Die Pappnas weg – sie zählt jetzt nicht,
drei Punkte – das sei erste Pflicht,
und wie auf einer Wanderdüne,
rocken wir die Südtribüne.

Denn die Bewegung unserer Massen,
ist mit Sinnen kaum zu fassen,
man merkt, dass die Tribüne lebt,
dass sie tanzt, im Takt sich hebt.

Die Mannschaft ist der Dirigent,
spielt sie frei und nicht gehemmt,
dann fegen wir, mit einem Satz,
fast jeden Gegner schnell vom Platz.

Ich merk, mich greift der Übermut,
nein, das ist nicht wirklich gut,
und daher rudere ich ein Stück,
aus freiem Willen jetzt zurück.

Die Mainzer – kein Kanonenfutter,
noch längst nicht alles ist in Butter,
doch haben wir es in der Hand,
ein Heimsieg – ein perfektes Pfand.

In der Tabelle gilt´s zu klettern,
nach all dem Fluchen und dem Wettern,
sind wir jetzt auf gutem Weg,
der Grundstein wurde schon gelegt.

Die Mainzer bloß nicht unterschätzen,
das Pflänzchen Hoffnung nicht verletzen,
doch auch nicht allzu ängstlich sein,
dann gibt es einen Sieg daheim.

Die Wahrheit liegt – so ist es Sitte,
immer in der goldenen Mitte,
Köln feiert fröhlich Karneval,
nach eigenem Sieg – ein klarer Fall.     09.02.2011
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Geist

Der eine freut sich an dem Spiel,
an Stimmung und am Glücksgefühl,
und wenn es geht – an einem Sieg,
der andere hat nur Bock – auf Krieg.

„Geistesgrößen“ gibt es immer,
vom Miteinander keinen Schimmer,
im Kopf, dort oben, gibt’s zwar Licht,
doch findet man den Schalter nicht.

Wieso missbraucht man diese Bühne,
ohne Rücksicht, ohne Sühne,
wieso ziehen manche in den Dreck,
was doch nach purem Frohsinn schmeckt?

Ein Menschenleben zählt nichts mehr,
Verstand? Vielleicht ja hinterher.
Und die Erkenntnis, die dann steht:
Das war wohl nichts – vielleicht zu spät.

Liegt man am Boden – so sieht´s aus,
tritt man am besten noch mal drauf,
ohne Sinn, und auch Verstand,
Dummheit, deutlich eingebrannt.

Der Prozentsatz – so gering,
dem´s nach dem Spiel erneut gelingt,
Angst und Schrecken zu verbreiten,
nach guten Spielen und nach Pleiten.

Da gibt es keinen Unterschied,
immerzu dasselbe Lied,
Randale aus ganz freien Stücken,
um Frust und Ärger zu ersticken.

Schaltet da das Denken ab?
Ist es Vorsatz? Nicht zu knapp?
Anonym in grauer Masse?
Das hat schon ganz besondere Klasse.

Ich lasse mir den Spaß nicht nehmen,
doch manchmal gilt es, sich zu schämen,
für einen Haufen rüder Spinner,
ohne Hirn und Geist – wie immer.

Wahrscheinlich ist es kaum zu ändern,
man kann es drehen oder wenden,
manche sind entsetzlich fern,
unerreichbar – fremder Stern.

Herr, lass Hirn vom Himmel regnen,
lass sie dem Verstand begegnen,
nicht nur begegnen – auch empfänglich,
vielleicht wird Blödheit dann vergänglich.

Ich freu mich stets aufs nächste Spiel,
zeig Emotionen – doch bleib kühl,
hab Spaß daran – zeig Energie,
nur so soll´s sein – und anders… nie!     08.02.2011
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Nachklang

Ist das nicht komplett verrückt,
wie sehr D(m)ich dieser Sieg beglückt,
die ganze Welt scheint weiß und rot,
und alles ist perfekt, im Lot.

Den ganzen Abend wie auf Flügeln,
meine Freude – kaum zu zügeln,
nur weil mein Verein gewinnt,
sagt es ruhig – der Alte spinnt.

Hundertmal die Sportschau schauen,
voll Freude auf die Schenkel hauen,
und jedes mal der Meinung sein:
Der Sieg gehört mir ganz allein.

Kritiken lesen, noch im Bett,
die ersten schon im Internet,
und dann die Zeitung ruhig studieren,
noch ein Mal dieses Feeling spüren.

Karneval ist schön und gut,
Spaß, gepflegter Übermut,
doch gegen das, was jetzt geschah,
nur ein wenig Trallala.

Adrenalin – in hohen Dosen,
jeder schwelgt in Siegerposen,
und umarmt, was ganz gewiss,
bei Drei nicht auf den Bäumen ist.

Ich schlief mit einem Grinsen ein,
so wunderschön kann Fußball sein,
selbst wenn es nur ein „Ballspiel“ bleibt,
das halt seine Storys schreibt.

Nichts von Dauer, nichts Konkretes,
nur ein Fan – nur der versteht es,
und lässt sich fallen, weit und tief,
weil sein Club ihn wieder rief.

Da gibt es schließlich – gar nicht bang,
Verrückte, die im Überschwang,
auf den Geißbock Reime schreiben,
bekloppt – nun lasst uns sachlich bleiben.

Gestern schimpfend, morgen high,
auf jeden Fall – stets mit dabei,
die Pumpe, wenn der Torschrei schallt,
schlägt mir spürbar aus dem Hals.

Fußball hilft nicht wirklich weiter,
auch ein Sieg macht nicht gescheiter,
Fußball macht nicht wirklich heil,
Fußball ist – nur schön und geil.

Und daher klingt noch heute nach,
unser Sieg – und Bayerns Schmach,
verzeiht, dass ich Euch wieder stresse,
dass ich mich fast erneut vergesse.          06.02.2011
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Pfifferling

Ich gab keinen Pfifferling,
nach Halbzeit 1, dass das gelingt,
was ich nun erzählen darf,
Halbzeit 2 – war einfach scharf.

Zur Halbzeit war die Mannschaft tot,
Elend, allergrößte Not,
kein Kampf, kein Spielwitz – 0:2,
der Geißbock stand zum Abschuss frei.

Ich war enttäuscht und kurz davor,
zu flüchten aus dem Stadiontor,
da war der Knoten jäh geplatzt,
Karneval auf Rasenplatz.

Plötzlich ward der Kampf gesucht,
und was zuvor im Soll gebucht,
das schlug um zur Habenseite,
den Bayern eine volle Breite.

Clemens Tor war das Signal,
der Weg aus unserem Jammertal,
und zweimal Nova – herrlich, schön,
ach könnt es so doch immer gehn.

Die Bayern zeigten Angriffsfläche,
schauten dümmlich aus der Wäsche,
verstanden jetzt die Welt nicht mehr,
angeboten zum Verzehr.

In meiner Angst, der Ausgleich fällt,
zeigte Rensing, dass er hält,
was auf seinen Kasten kommt,
stets auf der Höhe, stark und prompt.

Dieser Sieg war zur Moral,
alles andere als egal,
drei Punkte, die so wichtig sind,
wenn man weiterhin gewinnt.

Das ist der Weg aus unserer Krise,
die einz´ge Richtung, Direktive,
sammelt fleißig Punkt für Punkt,
dann wird der Bock auch schnell gesund.

Fallt nicht in dieses alte Schema,
hoch gelobt – und dann bequemer,
legt den zweiten Sieg jetzt bitte,
hinterher – genug gelitten.

Das Stadion ein Tollhaus heute,
zum Samstagabend rechte Beute,
und Karneval, wohin man schaut,
ich hatte echte Gänsehaut.

Ich hätt beim Singen heulen können,
ich mag es gern beim Namen nennen:
Ich bin FC-Fan, bleibe es,
das war ein reines Fußballfest.    05.02.2011
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Lederhosen

Während Justitiare streiten,
und vielleicht das Feld bereiten,
für einen Wechsel – trotz Blamage,
schaue ich zur Chefetage.

Dort zog heut Volker Finke ein,
er soll der starke Mann jetzt sein,
der Schäfer auch den Rücken stärkt,
ich hoffe drauf – los, frisch ans Werk.

Denn was jetzt kommt, ist nicht von Pappe,
nicht mehr Stänkern – bitte, Klappe,
denn gegen starke Lederhosen,
siegt man niemals als Mimosen.

Geromel kommt endlich wieder,
Finke/Youssef sind wie Brüder,
vielleicht macht das Abwehr stark,
ich hoffe, bange bis ins Mark.

Und trotzdem weiß ich, tief da drin,
dass ich meist nur ein Träumer bin,
um im Spiel nicht abzusaufen,
muss alles letztlich für uns laufen.

Nova sollte endlich treffen,
Poldi manchen Frust vergessen,
vielleicht weiß gar das Mittelfeld,
wozu man´s auf den Rasen stellt.

Erfolgserlebnis wie nach Bremen,
danach würde ich mich sehnen,
mit Einsatzwillen und Gefühl,
gewinnt man auch ein solches Spiel.

Bitte jetzt den Bock nicht schlachten,
wie wir es in Hamburg machten,
seht nach hinten, und erkennt:
Die Klepper kommen, ja, es brennt.

Sie stehen uns fast auf den Sohlen,
um uns bald zu überholen,
ein, vielleicht zwei Pleiten noch,
dann stecken wir ganz tief im Loch.

Zeigt der Gamsbart-Spielfraktion,
gute Arbeit – denn als Lohn,
winken uns drei Punkte jetzt,
hochwillkommen, hochgeschätzt.

Das wär ein Start, wie ich ihn mag,
zeigt Einsatz – ich genieß den Tag,
will Stimmung nicht nur vor dem Spiel,
nein, bis ins ersehnte Ziel.

Hoff ich zu viel? Das mag wohl sein,
doch steh ich damit nicht allein,
holt Euch zur Hymne Gänsehaut,
und strengt Euch an – falls Ihr Euch traut.    01.02.2011
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Fax

Es saß Herr Choupo Eric Max,
sinnend, still vor seinem Fax:
„Soll ich? Oder soll ich nicht?“
Kurz vor knapp, beim letzten Licht.

„Schick ich Verträge durch den Äther?
Vielleicht, mag sein, vielleicht auch später.“
Und als er doch den Startknopf drückt…,
da spielt sein Fax komplett verrückt.

Das Fax bleibt stecken im Nirwana,
zwischen Kamerun und Ghana,
zwischen Hamburg, Köln am Rhein,
das passt zu uns – das musste sein.

Karneval im Januar,
klingt lustig – doch ist´s leider wahr,
unser Angriff – laue Luft,
der Stürmer bleibt in blauer Kluft.

Das ist erneut perfekte Posse,
ein Gassenhauer für die Gosse,
da morgen früh halb Deutschland lacht,
ein Fax, das einen Umweg macht.

Doch frag ich mich – und das ganz ehrlich,
wär solch Transfer nicht auch gefährlich?
Ein Spieler, der so lange braucht…,
solche Leute ham wir auch.

Vielleicht ein Poker an der Elbe?
Gestörtes Fax? Das glaubt mal selber.
Ich spekuliere, weiß es nicht,
die Politik – sie ärgert mich.

Jetzt muss es weiter Nova richten,
und ich muss weiter gramvoll dichten,
von Toren, die man nicht erzielt,
Fußball ist halt doch (k)ein Spiel.

Ob er uns geholfen hätte,
darauf schließ ich keine Wette,
doch bleibt der Zweifel, bleibt der Keim,
es könnte letztlich anders sein.

Ein Fax, das streikt – mir sträubt das Fell,
keine Gnade – DFL,
und ich frag mich ungeniert,
warum das stets in Köln passiert.

Am Ende bleibt uns doch die Panik,
Nova, Andrezinho, Lanig,
oder wie sie alle heißen,
zu fein, zum Kratzen oder Beißen.

Diese Story – fast historisch,
wird´s doch noch gut, bin ich euphorisch,
wär´s nicht so traurig, würd ich lachen,
that is life – was will man machen?            31.01.2011
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Leberwurst

Im kalten Hamburg arg gefroren,
dazu mit 0:3 verloren,
erbärmlich – doch nicht ungerecht,
wir waren einfach – mehr als schlecht.

Die Zecke zog den Bock am Schwanz,
der zeigte einen Eiertanz,
nahm das Spiel partout nicht an,
weshalb – man nicht gewinnen kann.

Die kalten Füße kaum gespürt,
der Fan, er wurde vorgeführt,
und demnächst gibt es wohl Haue,
in Cottbus, Koblenz oder Aue.

Der Abwehrturm heißt Geromel,
ohne Pedro wird’s nicht hell,
genau – ich hab es unterschätzt,
und weiß es nun, vielleicht zuletzt.

Derweil sitzt Mohamad Zuhaus,
heult sich seine Augen aus,
und spielt – gefangen tief im Frust,
das Stück der leidend Leberwurst.

Doch war´s die Abwehr nicht allein,
die ganze Mannschaft – wahre Pein,
bis hin zum Punkt der Peinlichkeit,
der Weg zum Abstieg – nicht mehr weit.

Herr Lanig glänzt durch Arroganz,
das Elend ist – der Junge kann´s,
doch fehlt der Wille, wird das nichts,
wie lang – bis es den Bock erwischt?

Ein Stürmer, der das Prädikat,
„Top“ einmal besessen hat,
der heut jedoch im Elend stirbt,
und nicht für hohe Schule wirbt.

Ein Poldi, der das Heft nicht nimmt,
ne Elf, in der´s zu selten stimmt,
scheinbar soll´s nicht anders sein,
wir sind – ein Karnevalsverein.

Ein Elfer, der doch keiner war,
ein Schiri, reichlich sonderbar,
jedoch das Spiel, die Niederlage,
unsere Schuld – gar keine Frage.

Nun kommt Mainz, und es kommt Bayern,
ich ahne – keinen Grund zu feiern,
außer, wenn Ihr jetzt versteht,
dass Fußball auch mit Einsatz geht.

Fanfreundschaft ward groß geschrieben,
in einer Kneipe – lang geblieben,
doch ändert´s nicht – mein letzter Satz:
Dass mir bald der Kragen platzt.          30.01.2011
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Baldrian

Stadtanzeiger

Mancher sucht den Stein der Weisen,
mancher sucht sein Glück auf Reisen,
und ich? Ich such – Verzweiflung pur -,
eines Artikels ferne Spur.

Gestern sprach mich jemand an,
ob ich mich erinnern kann,
an einen Reim, den er kurz sah,
im Stadtanzeiger – ich sprach „Ja“.

Er las den Reim, kurz im November,
ich grübele – und ich remember…,
dass ich am Ende – gar nichts weiß,
mir ward es kalt, und mir wird heiß.

Es sei was vom FC gewesen,
Meinung, Ärger, Freude, Thesen,
das Thema halt, das Euch oft blüht,
und das mir so am Herzen liegt.

Seitdem bin ich jetzt auf der Suche,
ich google fix, find nichts, und fluche,
hätt den Print so gern gesehen,
könnt Ihr das vielleicht verstehen?

Ich finde nichts, ich bin verwirrt,
mag sein, dass sich der Mann ja irrt,
in unserem Alter – kurz vor knapp,
in dem das Denken Lücken hat.

Mit Mitte 50 – ist halt so,
ist man beim Frühstück mehr als froh,
wenn man die Liebste noch erkennt,
das Bild im Spiegel - fast schon fremd.

Ich schau den Fremden an, recht scharf,
den ich ganz früh rasieren darf,
bin sicher dann – beim ersten Licht:
Mein lieber Gott, das bin ja Ich.

Das gibt mir Hoffnung – irgendwie,
das Denken ward nicht Theorie,
und such ich lang genug erst weiter,
werd ich fündig – nicht gescheiter.

Es macht vielleicht (?) ein wenig stolz,
sich selbst zu lesen – doch was soll´s,
ich finde nichts – und denke gerade,
ward ich verulkt? Das wäre schade.

Verzeiht mir meinen Höhenflug,
ich hör schon auf – es ist genug,
und ich bereite mich nun vor,
aufs Bremen-Match, auf Sieg und Tor.

Was lang nicht war, das soll heut werden,
ich will mich gern als toll gebärden,
schlägt der Bock den Club der Weser,
das wäre was – geneigte Leser.              22.01.2011
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Bremen_Gedanken vor dem Spiel

Bremen kommt nun übermorgen,
und ein Sieg vertreibt die Sorgen,
jedenfalls für kurze Zeit,
doch leider – ist´s noch nicht so weit.

Im Moment bleibt´s nur Gelaber,
zu viel Wenn – und zu viel Aber,
zu viel Traum und Konjunktiv,
viel Wasser, das zur Mündung fließt.

Und so warte ich still ab,
die einzige Chance, die ich hab,
dreh die Daumen – und verzweifle,
mir fehlt halt doch des Geistes Reife.

Was nützt es denn, sich aufzuregen,
kaum etwas kann ich bewegen,
ich mach nur meine Nerven blank,
und werd davon am Ende krank.

Ich hab´s begriffen, werd jetzt weise,
beweg mich nicht mehr stur im Kreise,
ab heute – so beschließ ich jetzt,
wird Contenance mir zum Gesetz.

Vielleicht ja noch ein letzter Blick,
zum Spielplan – das wirft nicht zurück,
damit ich weiß – das ist der Sinn,
ob ich schon geläutert bin.

Ich hab´s getan – tät´s besser nicht,
wie schnell ein guter Vorsatz bricht,
kaum tat ich einen Blick – und Zack,
hat mich die Sucht erneut gepackt.

Ich glaub, da gibt es keine Heilung,
nicht mit Ruhe, noch Beeilung,
da hilft noch nicht mal, wie ich´s seh,
Bayers Aspirin plus C.

Jetzt lese ich von weiteren Stürmern,
aus der Nase zieht man Würmer,
heute diesen, morgen den,
doch manchen will ich hier nicht sehn.

Die auf dem Platz, die soll´n begreifen:
Es reicht nicht ein Trikot zu streifen,
wenn nicht dabei der Wille steht,
zu ackern, bis fast nichts mehr geht.

Geht man als Mannschaft auf den Rasen,
hat man auch Chancen in den Phasen,
in denen man sich machtlos wähnt,
dass sage ich – ganz unverschämt.

Jagt die Bremer heim nach Norden,
dann ist mein Traum schnell wahr geworden,
3 Punkte aus dem nächsten Spiel,
ne, wat wör dat e Gefühl.                 20.01.2011
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Kaiserslautern_160111

Kaiserslautern – Betzenberg,
Fahrt nach Kölle, Punkt, gestärkt,
doch war – und darin liegt der Sinn,
in diesem Spiel viel mehr noch drin.

Die Führung, sie war kurios,
und trotzdem war die Freude groß,
als Poldi, pflichtbewusst und brav,
ins Herz der Pfälzer Teufel traf.

Danach ein Wischer mit der Hand,
die Rote Karte – wie bekannt,
und trotzdem hab ich nicht frohlockt,
ich kenn die Pfälzer – und den Bock.

Besser hätt man durchgespielt,
die Pause hat uns abgekühlt,
und Kaiserslautern heiß gemacht,
ich sah´s mit Schrecken – Gute Nacht.

Dahin war jeder Kölner Schwung,
dahin Elan, Begeisterung,
im Spiel war ab der Halbzeit 2,
vieles Stückwerk – Stümperei.

Als der dumme Ausgleich fiel,
hatte ich ein klares Ziel:
Bitte pfeift das Spiel schnell ab,
da ich Versagensängste hab.

Doch ich wurde durchgequält,
Minuten voller Angst gezählt,
und ich sah im Geiste schon,
die Pfälzer Führung – wie gewohnt.

Dieser Schuss zum Lauterer Himmel,
Gero ohne Korn und Kimme,
da erstarb mir im Moment,
mein Jubelschrei, wie Ihr ihn kennt.

Dafür dann vor dem Kölner Tor,
Rensing, stärker als zuvor,
hielt uns das eine Pünktchen fest,
der Junge kann´s, wenn man ihn lässt.

Am Ende stand ich – groß und stark,
wieder kurz vor dem Infarkt,
weiß die Mannschaft eigentlich,
wie rüde sie mich stets erwischt?

Ja, bin mit dem Punkt zufrieden,
was ist mir bitte sonst geblieben,
statt der Taube auf dem Dach,
nehm ich den Spatz, der Pünktchen macht.

Wer weiß, ob dieser Punkt mal zählt,
und unsere Position einst stählt,
wer weiß, ob grad die zwei uns fehlen,
ich nicht – das will ich nicht verhehlen.      16.01.2011
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Schweinegrippe vor dem Betze

Ein viertel Kader Schweinegrippe,
das ist wahrlich eine Klippe,
vor dem nächsten schweren Spiel,
ein Sieg war mein erklärtes Ziel.

Nun liegt die Abwehr – gar nicht nett,
zum großen Teil schon brav im Bett,
von diesem Virus kalt erwischt,
Leute – das gefällt mir nicht.

Auch der Schwung nach vorne leidet,
Jajalo, statt Trikot-bekleidet,
erkrankte jetzt noch hintendrein,
so ein Mist – das glaubt kein Schwein.

Und der Betze freut sich diebisch,
plant auch Schäfer sehr akribisch,
ohne manches Personal,
wird das eher doch fatal.

Giannoulis – eher kein Problem,
bisher hab ich noch nicht gesehn,
dass der Spieler etwas taugt,
wer hätte das auch schon geglaubt.

Doch Mohammad, das tut schon weh,
McKenna auch – denn der FC,
greift beim Wechseln von der Bank,
nicht gerade in den vollen Schrank.

Also hilft erneut nur beten,
das Spiel gedanklich so antreten,
dass zwar alles möglich ist,
doch nur – falls uns das Glück auch küsst.

Vielleicht bin ich zu pessimistisch,
vielleicht sind unsere Neuen listig,
vielleicht wird es nur halb so schwer,
…ach wenn schon Sonntagabend wär.

Ich werde vor dem Kasten sitzen,
in meinen Ängsten kräftig schwitzen,
und die Daumen sind gedrückt,
auf dass es endlich wieder glückt.

Das Programm ist denkbar schwer,
Bremen kommt gleich hinterher,
und dann St. Pauli, Auswärtsspiel,
mal ist mir heiß, dann wieder kühl.

Wir haben doch konkrete Ziele,
bitte diese – nicht verspielen,
Punkte her – sonst zählt jetzt nichts,
Sieg um Sieg – das ist jetzt Pflicht.

Sagt mir bitte – das wär schön,
ich soll´s nicht so verbissen sehn,
sagt, wir umschiffen diese Klippe,
pfeift was auf die Schweinegrippe.       14.01.2011
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Kaiserslautern

Auch wenn ich jetzt nach Lautern kann,
kommt eher der Klabautermann,
als dass ich emsig mich nun rege,
den Hintern in die Pfalz bewege.

Ein Freund bot mir die Tage an,
dass ich nach Lautern reisen kann,
er habe just für dieses Spiel,
eine Karte noch zu viel.

Doch Lautern, Leute, mag ich nicht,
statt Freude stets nur bloße Pflicht,
denn immer auf dem Betzenberg,
fungieren wir als Fußballzwerg.

Ich war dabei – beim letzten Spiel,
und ich hatte das Gefühl,
wir schießen sie in Liga 3,
wie wär das schön – und ich dabei.

Doch kam es wie es immer kommt,
die Tore fielen, eher prompt,
und leider für die falsche Seite,
frustriert sucht ich als Fan das Weite.

Und das soll ich jetzt wieder sehen?
Erwartungsvoll zum Betze gehen?
Um mir – auf gar nicht leisen Sohlen,
eine Packung abzuholen?

Ich sagte meiner Frau ganz stolz,
ich sei aus ganz besonderem Holz.
Endlich einmal stark geblieben,
ein Mann – so recht zum herzen, lieben.

Da meinte sie: „Red dir nichts ein,
ich merke schon, bist du daheim,
so blutet dir bestimmt das Herz,
stell dir nur vor – ein Sieg… dein Schmerz.

Ihr habt doch jetzt vier neue Spieler,
und ganz sicher neue Ziele,
weg von dem Tabellenplatz,
bei dem dir stets der Kragen platzt….“

So machte sie mich wieder wanken,
soll ich fluchen, soll ich danken?
Soll ich sagen, ich fahr mit?
Das Wörtchen „Ja“ – ein kleiner Schritt.

Doch was, wenn wir erneut verlieren,
den Plan schnell ad adsurdum führen…
Das wäre so – wie jedes Jahr,
nicht ungewohnt, das ist schon wahr.

Noch… bin ich sehr stark geblieben,
noch…. Hab ich mich nicht entschieden,
noch…. Hoff ich auf den Fingerzeig,
ob besser – ich zuhause bleib.              02.01.2011

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Glücksspiel

Man sagt zum Glücksspiel ja bekanntlich,
dass es zur Sucht führt – das ist amtlich,
jedoch nach solchem Horror-Kick,
winkt kaum Gefahr – kein kleinstes Stück.

Hätt gestern jemand mich bedrängt,
hätt ich mein Ticket gern verschenkt,
mein Dauerkartenplatz verwaist,
Ihr wisst ja sicher, was das heißt.

Nach jedem Spiel ein bisschen mehr,
das Verständnis fällt so schwer,
grad in einer solchen Phase,
bricht man den Finger in der Nase.

Ich sitze da, begreif es nicht,
denk an Trennung, an Verzicht,
und schreie meine Wut heraus,
auf dem Platz der reinste Graus.

Auch ich hab sicher nicht erwartet,
dass unser Bock Raketen startet,
doch etwas Einsatz wär schon schön,
irgendetwas muss doch gehn.

Stattdessen seh ich all die Zeit,
Fehlpassorgien – tut mir leid,
lange Pässe, irgendwie,
das Ziel – das finden sie fast nie.

Es ging um Geld, um die Millionen,
das Weiterkommen konnt sich lohnen,
um endlich wieder anzugreifen.
Was blieb? Uns völlig abzuseifen.

Tagelang wird sich mokiert,
was später nach dem Spiel passiert.
Maulen über Weihnachtsfeiern,
kaum zu begreifen – faule Eier.

Ich hab geschlafen, ich war sauer,
auch noch heut – das ist von Dauer,
so langsam platzt der enge Kragen,
es liegt mir wie ein Stein im Magen.

Ich bin gespannt, wer unterschreibt,
wer wirklich bei der Stange bleibt.
Ich bin gespannt, ob Ehret noch,
mal spielen wird – ich glaub es doch.

Wär das schön, wär das ein Segen,
den Hebel einfach umzulegen,
zu sagen, was auch je passiert,
mich nicht wirklich interessiert.

Leider, leider kann ich´s nicht,
zumindest heut – ich armer Wicht,
doch steter Tropfen höhlt den Stein,
irgendwann wird es so sein.            23.12.2010
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Schalke_181210

Wenn Spieler mit beim Gegner mischen,
dann ist das Match kaum ausgeglichen.
Mancher schwach von Anfang an,
ein anderer, weil er´s halt nicht kann.

Unseren Abwehr-Fach-Strategen,
ist es wohl daran gelegen,
sich zu blamieren, deutschlandweit,
kurz vor Weihnacht – beste Zeit.

Der eine spielt die Bälle ab,
dass man entsetzt den Atem schnappt,
der andere schaut begeistert zu,
beim 0:2 – und jetzt kommst du.

Und vorne unser „Stürmer“ Freis,
der sicher vieles kann und weiß,
doch das Spiel mit einem Ball,
ist im Grunde nicht sein Fall.

Schau ich zur Bank, muss ich mich schämen,
diese Auswahl treibt die Tränen,
wenn man doch zweite Reihen hätte,
man legt sich selbst stets an die Kette.

Und S04 ließ Raúl kurz los,
mit Farfan, das war famos,
Köln ward fröhlich ausgeknockt,
ein Lehrstück für den kölschen Bock.

Drei Stunden Fahrt bei Eis und Schnee,
dann solch ein Spiel, das tut schon weh,
und ich frage mich erneut:
Bin ich eigentlich gescheit?

Ich könnt im warmen Zimmer sitzen,
bei heißem Tee, bei Kaffee schwitzen,
und statt solch ein Spiel zu sehen,
mit dem Hund spazieren gehen.

Aber nein, muss mich beweisen,
mit dem Club nach Sonst wo reisen,
um mir dann auf leisen Sohlen,
die nächsten Schläge abzuholen.

Jetzt soll also Finke kommen,
Sanou hat er schon mitgenommen,
obwohl das nicht die Spieler sind,
mit denen man ein Match gewinnt.

Der Name Finke lässt mich hoffen,
das Ergebnis bleibt zwar offen,
doch trau ich ihm – wenn nicht im Nu,
gewisse Kompetenzen zu.

Am Mittwoch kommt die Zebraherde,
ich hoffe, dass ich glücklich werde,
nach einem Sieg soll Weihnacht sein,
mein Lieblings-Kummer-Schrott-Verein.     19.12.2010
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Advent

Es ist Advent – drei Kerzen schon,
stellt heut noch eine auf im Dom,
auf dass dank Frieden auf der Erden,
daraus drei saubere Punkte werden.

Wir fahr´n nach Schalke, im Gefühl,
dass ein jedes Fußballspiel,
immer 0:0 beginnt,
wie schön, dass dieser Spruch stets stimmt.

Egal ob Raul, ob Huntelaar,
auch im Gefühl von Sturm, Gefahr,
sind wir nicht ohne Chancen hier,
ich hoffe, diese nutzen wir.

Die Fohlen haben uns – das schmeckt,
gestern schon ein Ziel gesteckt:
acht Punkte Abstand, ja, das passt,
zu Osthollands Blechpalast.

Drei Punkte – Mann, das wär ein Traum,
lägen unterm Weihnachtsbaum,
die Verpackung wär egal,
18, eine schöne Zahl.

Ich werde es heut live erleben,
ich werde dort mein Bestes geben,
schreie mich – wie immer – heiser,
ich werde einfach niemals leiser.

Sobald der Ball am Anstoß liegt,
hat mich die Emotion besiegt,
dann schalte ich mein Denken ab,
und bringe meinen Puls auf Trab.

Adrenalin, so mancher Liter,
mein Bock, was ist mein Zustand bitter,
wenn all mein Tun dann nicht gelingt,
und mich zu der Erkenntnis bringt….

… dass Spiele immer ähnlich starten,
dass wir auf die Erfolge warten,
und dass – nein, daran denk ich nicht,
Optimismus ist heut Pflicht.

Advent im Schalker Stadion,
seit ´93 gab´s kaum Lohn,
ach, wenn das heut doch anders wär,
FC-Fan sein – ist manchmal schwer.

Statistik interessiert am Rande,
zu verlieren – keine Schande,
doch träume ich von einem Sieg,
weil mir der Bock am Herzen liegt.

Bitte heute Daumen drücken,
die Tabelle geraderücken,
und mit Elan zum neuen Jahr,
drei Punkte wären wunderbar.        18.12.2010
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Missing Link

Wisst Ihr auch, wie schön das ist,
wenn man mein Geschwätz vermisst?
Und wenn dann gar ein Sieg gelingt,
fühl ich mich als der „Missing Link“.

Ich war in Dresden, sah den Zwinger,
fühlte mich als Unheil-Bringer,
und vermisste doch so sehr,
den Platz im Süden – das war schwer.

Da sprach ich lieb zu meiner Frau:
„Mein Herzblatt, Du weißt eins genau:
Ich hab Dich lieb, bin immer treu,
doch spielt mein Club – so ist´s vorbei.

Dann brauche ich, das weißt Du wohl,
ne Bar mit Sky, als Gegenpol,
sitz ich dort, seh Fußballdramen,
vergesse ich gar Deinen Namen.

Ich kann nicht anders, das sind Gene,
doch nur beim Spiel, das ist das Schöne,
danach bekommst Du mich zurück,
froh gestimmt – an einem Stück.“

Sie ließ mich ziehen – und ich sah,
die erste Halbzeit – schauderbar,
und in Gedanken hakte ich,
das Spiel schon ab, wie fürchterlich.

Ich zeterte, ich schlug Alarm,
ich schrie mich heiser, tobt mich warm,
da sprach besorgt ne ältere Frau:
„Denk an dein Herz – sei ruhig, und schau.“

Und ich schaute, ich verstand,
war plötzlich von dem Match gebannt.
Als Clemens traf – das muss so sein,
war Dresden plötzlich viel zu klein.

Ich holte Luft, ganz weit und tief,
das sind die Geister, die ich rief,
und als mein Urschrei jäh ertönt,
hab ich gedacht – wie ist das schön.

Das ist Fußball – sonnenklar,
im Grunde unberechenbar,
Schäfer findet grad den Schliff,
und hat die Herde wohl im Griff.

Lasst mir mein bisschen Aberglauben,
ich lasse mir die Lust nicht rauben,
und bin beim MSV dabei,
auf Schalke auch – wie ich mich freu.

Und wenn es auch nur Einer ist,
der mich und mein Gedicht vermisst,
so schmälert das auf keinen Fall,
ich kann genießen – überall.            13.12.2010
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Leverkusen_051210

Sackst du am Schluss 3 Punkte ein,
so mag das etwas glücklich sein,
doch eines weiß ich sehr genau:
Das interessiert dann keine Sau.

Die Mannschaft rackert und sie kämpft,
doch mancher ist halt sehr begrenzt,
und was man vorne exerziert,
wird hinten zum Schafott geführt.

Zwei Tore – grad mal auf die Schnelle,
dann war Lanig fix zur Stelle,
und plötzlich war die Hoffnung frisch,
1 Pünktchen auf dem Gabentisch.

Doch Poldi kann sich noch so mühen,
die Mannschaft mit nach vorne ziehen,
wenn vieles zu viel Stückwerk bleibt,
Dramen, die der Fußball schreibt.

So langsam reißt der Abstand ab,
wobei ich nicht erwartet hab,
vor diesem Spiel nen Punktgewinn,
auch wenn ich stets ein Schwaadlapp bin.

Jetzt nach dem Spiel bin ich enttäuscht,
man kämpft, man legt sich sehr ins Zeug,
und ein Remis – das sag ich gern,
das wär verdient, das lag nicht fern.

Es hat erneut nicht sollen sein,
tief geknickt, so fährt man heim,
und trauert immer mehr und mehr,
jedem Spiel brav hinterher.

Ich wünschte, ich könnt was bewegen,
Glück in meine Reime legen,
zuhause schrie ich jedenfalls,
mir die Lunge aus dem Hals.

Ich schau auf den Tabellenstand,
das Ergebnis ist bekannt,
Frankfurt kommt – es wird gehofft,
doch leider bleibt´s dabei zu oft.

Am Samstag bin ich nicht daheim,
läutet das die Wende sein?
Scheinbar bringe ich kein Glück,
sagt es ruhig: Ich bin verrückt.

Doch manchmal muss der Aberglauben,
am Ende auch zu Punkten taugen,
ist es so, dann tu ich´s gern,
und bleibe still dem Stadion fern.

Es ist so schwer in diesen Tagen,
FC-Fans nach Gefühl zu fragen.
Ich bin ein Fan, bin infiziert,
egal, was immer auch passiert.         05.12.2010
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Cicero

Das 1:1 schoss Cicero,
ein Fallrückzieher – ist halt so,
und schneller als ich es gedacht,
ward man um den Sieg gebracht.

1 Punkt – zum Leben viel zu wenig,
mit einem Dreier wär man König.
„Hätte“, „wenn“, „vielleicht“ und „aber“,
es hilft selbst nicht mal mein Gelaber.

Ich sah ne Kölner Elf mit Mut,
Mensch, mancher Spielzug war echt gut,
ich sah ne Mannschaft, die auch will,
nicht wie zuletzt nur Schrott und Müll.

Vielleicht am Schluss zu defensiv,
vielleicht leicht ängstlich und zu tief,
doch solche Tore fallen halt,
das wird besser – ich glaub, bald.

Schäfer hat sie gut im Griff,
es schwankt, doch sinkt nicht, unser Schiff,
und mit Verstärkung, da und dort,
klappt das – nehmt mich ruhig beim Wort.

Auch ich spür die Enttäuschung sehr,
ich wollte ganz bestimmt viel mehr,
ich war, und ich bin noch geknickt,
solch Szenen machen mich verrückt.

Mal dachte ich, dass nichts passiert,
dann hatt ich Angst, dass Wolfsburg führt,
ein stetes Auf, ein stetes Ab,
wie gut, wenn man die Nerven hat.

Ich hab sie nicht, kein bisschen – nein,
am besten bliebe ich daheim,
mit einem Cocktail in der Hand,
mit Baldrian – sehr wohl bekannt.

Jetzt geht’s zum Aspirin-Palast,
mit wenig Hoffnung – doch das passt,
wo man die Fans sich selber zieht,
im Reagenzglas – frisch gebrüht.

Vielleicht ist dort ja was zu holen,
vielleicht wird´s uns den Ar… versohlen,
doch gehe ich in jedes Spiel,
mit neuer Hoffnung, und Gefühl.

Wenn sie, so wie heute wollen,
dann starten wir bald in die Vollen,
dann holen wir die Punkte bald,
ich pfeif nicht nur im dunklen Wald.

Warum ich mir da sicher bin?
Keine Ahnung – nehmt´s so hin.
Mal gibt es Licht, mal Dunkelheit,
alles hat halt seine Zeit.                  28.11.2010
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Heim

Holt uns bitte Helmes heim.
Sind wir auch nicht die Macht am Rhein,
so ist das nur Momentansicht,
den wahren Fan, den juckt das nicht.

Auf der Seite, hin zum Dschungel,
verkommt Talent im Spielertunnel.
Helmes – das wär ein Signal,
zum Schritt aus unserm Jammertal.

Der Junge ist dort unzufrieden,
wird ignoriert, vielleicht gemieden.
Ein kleiner Schritt, hin zum Zuhaus,
und die Welt säh heller aus.

Wer von Köln nach Bayer geht,
dem hat Geld den Kopf verdreht,
käm er zurück – so wär ich froh,
verzeiht mir bitte – ist halt so.

Statt täglich Aspirin zu lutschen,
fahr ich ihn mit goldenen Kutschen,
hin zur Seite, das wär fein,
wo auch bei Regen Sonne scheint.

Das gäb Schwung in den Aktionen,
solch ein Wechsel könnt sich lohnen,
und doch ist´s nur rot-weißer Schaum,
Spinnerei, ein kühner Traum.

1 Tor – der Wechsel wär vergessen,
lasst mich träumen – ist´s vermessen?
Ein Typ wie Helmes in der Stadt,
da weiß man sicher, wen man hat.

Das wär ein Sturm, nicht laue Luft,
das wär perfekter Geißbock-Duft,
das wär so manches Pünktchen wert,
der Einsatz auf das richtige Pferd.

Haltet mich für einen Spinner,
ich bin halt einfach – so wie immer,
haltet mich für durchgeknallt,
ich pfeif mal gern im dunklen Wald.

Und wenn ich auch bescheuert scheine,
ich bin damit nicht ganz alleine,
das hilft mir zwar nicht wirklich weiter,
und macht mich auch kein Deut gescheiter.

Doch weiß ich, dass man mich versteht,
für mich ist Heilung längst zu spät,
schreibt jemand Reime auf den Bock,
ist er schon eh total bekloppt.

Nimmt man mich denn noch für voll?
Mein Chef, er schaut schon sorgenvoll.
Und trotzdem brauch ich das Gefühl,
der FC – ist nicht nur Spiel!                   23.11.10
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Strafstoß

Schön, dass man mich Lügen straft,
schön, dass man das Tor heut traf.
Wenn auch der Strafstoß keiner war,
das Ergebnis – wunderbar!

War´s Petit, nach langer Zeit?
War´s Mondragon, der uns befreit,
mit Präsenz und den Paraden,
die uns den Ar… gerettet haben?

Ein Geromel – so kam´s mir vor,
der keinen Zweikampf heut verlor.
Podolski, der getroffen hat,
mit Wucht, mit Schmackes, das lief glatt.

Ich liebe diesen Mist-Verein,
könnt´s so wie heut doch immer sein,
eine Mannschaft, die stets kämpft,
und sich nicht laufend selbst begrenzt.

War´s ein Strafstoß? Eher nicht.
Auch nicht im zweiten Tageslicht,
jedoch – ich find das nicht fatal,
im Grunde ist es mir egal.

Gestern Pech, und heute Glück,
nach Siegen schau ich kaum zurück,
ich freu mich einfach am Gewinn,
wie schön, dass ich FC-Fan bin.

Gestern down – und morgen oben,
lasst mich die Mannschaft heute loben,
das kommt derzeit nicht häufig vor,
weil ich zu oft den Spaß verlor.

Heute schlug mir jedenfalls,
das Herz am Ende aus dem Hals,
der Puls gefühlt dreihundertzehn,
das kann ein Nicht-Fan kaum verstehn.

Das Baldrian wird literweise,
mir zu meiner liebsten Speise,
gespickt mit reichlich Valium,
wärt Ihr wie ich – wisst Ihr, warum.

Der eine trinkt, der nächste raucht,
das alles hab ich nie gebraucht,
doch ich begrenz wohl Zeit und Kraft,
dank rot-weißer Leidenschaft.

Das war heut ein 6-Punkte-Spiel,
hab´s nicht geglaubt – doch war´s mein Ziel,
ich fühl mich wohl in meiner Haut.
Wird jetzt darauf nun aufgebaut?

Wolfsburg kommt – Zuhaus ein Sieg,
Ihr wisst, wie´s mir am Herzen liegt.
Strengt Euch an – ich bin bereit,
zum Flug in die Glückseligkeit.     21.11.2010
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Gedanken vor Stuttgart

Ich frage mich, was man nur schreibt,
dort wo nichts zu sagen bleibt,
wo das Entsetzen an mir frisst,
was aus dem Club geworden ist.

Ein Vorstand, der nichts hören will,
wie die drei Affen: Stumm und Still,
der nichts sieht, nichts weiß, nichts hört,
und den der Unmut scheinbar stört.

Da dreht man sich doch besser um,
schaut konsterniert, bleibt eher stumm,
und schmeißt kurz Phrasen in den Raum,
FC – das ist ein schlechter Traum.

Doch wird’s den Herren auch leicht gemacht,
Fragen aufs Tapet gebracht,
dass man sich eher wundern muss.
Manches klingt doch sehr nach Stuss.

So denke ich, ich hab gespürt,
dass sich wohl nichts ändern wird,
ein jeder klebt an seinem Platz,
und alles Reden – für die Katz.

Der Fahrstuhl gleitet ohne Halt,
das Pfeifen in dem dunklen Wald,
verdient wohl einen Ehrenpreis,
weil man wohl kaum mehr weiter weiß.

Am Sonntag geht’s nach Schwaben jetzt,
na klar, die Hoffnung stirbt zuletzt,
doch bin ich eher Pessimist,
dass man dort unsere Fahne hisst.

Überrascht mich! Zeigt jetzt Mumm!
Spielt und handelt nicht so dumm,
habt endlich Ar… in Eurer Hose,
und nicht nur braun gefärbte Soße.

Noch sind die Punkte zu vergeben,
ein Erfolg hält uns am Leben,
doch dazu muss auch Willen her,
ansonsten wird´s unsagbar schwer.

Rettet uns zur Winterpause,
siegt gegen Wolfsburg dann zuhause,
dann sind wir in der Weihnachtszeit,
für Wunder offen und bereit.

Wer hat die Nase jetzt als Scout?
Ich habe Angst – oh ja, mir graut,
dass man uns wieder Spieler bringt,
denen kaum ein Pass gelingt.

Die Kassen leer, das Mundwerk voll,
wenig Dur – und zu viel Moll,
und trotzdem hoffe ich mit Macht,
dass auch uns das Glück mal lacht.  18.11.2010
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Offenbarungseid

Heute war es nun so weit,
das Spiel – ein Offenbarungseid.
Noch früh genug? Vielleicht zu spät!
Und die Erkenntnis – dass nichts geht.

Das Menu komplett verwässert,
auch unter Schäfer nicht verbessert,
worin nun die Erkenntnis liegt,
dass man sich stets selbst besiegt.

Entschuldigungen gibt’s nicht mehr,
ich bin erschüttert, fühl mich schwer,
und frage mich – sehr kummervoll,
ob ich mich nicht trennen soll.

Seit Jahren nur für dumm verkauft,
kein Konzept, kein Geradeaus,
nur Phrasen, Labern und Geschwätz,
das merk auch ich – vielleicht zuletzt.

Am Mittwoch steigt die JHV,
die Zukunft düster, dunkel, grau,
und das wird für Overath,
ein Seiltanz, hin bis zum Spagat.

Ich denk, dass Schäfer gehen muss,
doch ist das kaum der Weisheit Schluss,
ich denk, dass Meier sich verzieht,
überfällig wenn´s geschieht.

Unser Torwart? Fliegenfänger!
Und Mondragon wird wohl nicht länger,
still außer Betrieb gestellt,
ganz egal, ob´s uns gefällt.

Nur Punkte helfen, das ist klar,
doch ist es leider offenbar:
Diese Mannschaft ist zu schwach,
zu wenig Feuer unterm Dach.

Die 2. Liga lässt schon bitten,
kommt näher mit sehr großen Schritten,
die Flucht der Fans hat klar gezeigt,
wir sind es endlich, endlich leid.

Ein Verein zum Spott geführt,
Ehre dem, dem sie gebührt,
wer den Schuh gut tragen kann,
der ziehe ihn sich bitte an.

Ich liebe diesen Schottverein,
könnt niemals nicht für Gladbach sein,
nicht für Bayer, BVB,
doch was ich sehe, tut mir weh.

Das Stadion voll – die Fans ganz stumm,
und keiner weiß den Grund, warum.
Verjagt Ihr so das „Kapital“?
Scheinbar sind wir Euch egal!     13.11.2010
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Leibgericht

Futterzeit im Ziegenstall,
der Anhang hungrig – klarer Fall,
denn was kommt Samstag auf den Tisch?
Ponyhack – mein Leibgericht.

Den großen Ofen vorgeheizt,
das Ponyfleisch perfekt gebeizt,
in einem Sud aus Kampf und Spiel,
aus purem Willen und Gefühl.

Bei 180 Grad geht’s los,
der Appetit ist riesengroß,
und bleibt die Temperatur konstant,
wird die Haut schön kross gebrannt.

Ein Koch soll´s sein, der Richtung zeigt,
der Rest der Küche folgt bereit,
denn vieler Köche Einerlei,
verdirbt auch mal den schönsten Brei.

Da ist es gut, für den Geschmack,
wenn man, was nicht recht passt, kurz packt,
zur Kühlung an die Seite stellt,
ein Schnitt, der mir sehr gut gefällt.

Filet vom Pony, ja, das passt,
gereift im Bauern-Blechpalast,
und im Ziegenstall verzehrt,
das hat den ganz besonderen Wert.

Lasst uns schlemmen, lasst uns schmausen,
lasst den Sturm, den Angriff brausen,
schenkt uns drei Punkte, einen Sieg,
ja, selbst ein 1:0 genügt.

Es geht um Plätze, um die Ehre,
wie wunderschön das Leben wäre,
wenn der Derbysieg gelingt,
wie schön der Reiz des Sieges klingt.

Und selbst Schiri Gagelmann,
ändert nichts, nein, gar nichts dran,
dass man bei uns die Ponys jagt,
der Samstag wird ein schöner Tag.

Gladbach ist das Spiel der Spiele,
und da ich mich als Kölner fühle,
schlaf ich die Nacht zum Samstag kaum,
Derbyzeit – das ist ein Traum.

Nur hoffe ich, das kölsche Gen,
ist auch bei unserer Elf zu sehn,
dass ein jeder es versteht,
worum´s bei diesem Derby geht.

Dann wird uns das Menu zum Fest,
wir sind ein Team – wenn man uns lässt,
wir haben alles, selbst Talent,
wenn nur das Feuer emsig brennt.           10.11.2010
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Murmeltier

Wieder einmal Krisengipfel,
wieder Sturm in allen Wipfeln,
wieder einmal abgeschmiert,
und täglich grüßt das Murmeltier.

Erneut der Trainer in der Frage,
kaum gibt’s die erste Niederlage,
ist alles schlecht, was gestern stimmt,
die Nerven flattern - wild und dünn.

Die Rückendeckung, die´s nicht gab,
trägt man heut vielleicht zu Grab,
immer wieder schließt der Kreis,
wenn man sich nicht zu helfen weiß.

Und doch erkennt man ja vielleicht,
dass die Mannschaft halt nicht reicht,
dass jeder sich nach einem Sieg,
schon jubelnd in den Armen liegt.

Ein Quäntchen Überheblichkeit,
die starke Brust zur falschen Zeit,
und die Erkenntnis, die nicht reicht,
zu viel „mag sein“, zu viel „vielleicht“.

Die Presse lobt – und kanzelt ab,
mit ihrer Ansicht, kurz vor knapp,
kürt zum Riesen Martin Lanig,
und zum Danke – spielt er tranig.

Mohammad – sagt, wer´s versteht,
spielt, als ob´s um nichts mehr geht,
die Abwehr, die einst Prunkstück war,
spielt heute nur noch sonderbar.

Kein Mittelfeld und auch kein Sturm,
und oben von des Domes Turm,
schlägt Dicke Pitter mahnend an:
2 vor 12 – schon ganz knapp dran.

Das neue Jahr kommt schnell herbei,
noch habe ich Termine frei,
jedoch – den Montag will ich nicht,
ein Ar…tritt wär jetzt erste Pflicht.

In Nürnberg – das war ein Bankrott,
kein Punkt, kein Spaß, kein Blumenpott.
Herr Präsident, de Woosch jepack,
sonst geht hier alles aus dem Lack.

Die Bauern – nächstes Wochenende,
Neubeginn? Vielleicht das Ende?
Ihr habt jetzt eine Woche Zeit.
Zeigt Einsicht und Entschlossenheit.

Dass Schäfer in der Ziegenherde,
endlich wirklich heimisch werde.
öffnet mit Erfolg die Tür,
Sonst grüßt erneut das Murmeltier.          07.11.2010
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Küsse

Wisst Ihr alle wie das ist,
wenn man fremde Menschen küsst?
Wenn man sich sogar erbarmt,
und seinen größten Feind umarmt?

Falls nein, habt Ihr noch nicht erlebt,
wie unser Stadion jäh erbebt,
wenn zum Sieg der Schlusspfiff tönt,
mein Bock – wie ist der Fußball schön.

Vergessen alles – im Moment,
was an Frust dort nagt und brennt,
rundherum nur Strahlen pur,
für die Seele eine Kur.

Der FC lag strampelnd wie ein Käfer,
auf dem Rücken – dann kam Schäfer,
und gestern hat man nun gespürt,
dass die Mannschaft funktioniert.

Podolski ging mit Kampf voran,
die pure Lust, von Anfang an,
der Wille, etwas zu bewegen,
dergestalt ein wahrer Segen.

Novakovic mit Dreierpack,
stopft Hamburg in den roten Sack,
der alte Nova, neu erwacht,
hat uns den Spaß zurückgebracht.

Hamburg, stark ersatzgeschwächt,
führte trotzdem, war nicht schlecht,
ich denke, vor zwei Wochen noch,
wirft uns die Führung tief ins Loch.

Doch gestern kam der Bock zurück,
schenkt uns dank Toren tiefstes Glück,
das war ein Sieg für die Moral,
und für Nürnberg ein Signal.

Zwischendurch, so kurz vor Schluss,
dacht ich, dass ich sterben muss,
Pitroipa, der im Strafraum fällt,
jedoch Rafati – ist mein Held.

War es ein Elfer? Ja, vielleicht!
Wenn Lufthauch schon zum Fallen reicht.
Der Schiri hielt die Übersicht,
und zeigte zu dem Punkt – halt nicht.

Ich hab gezittert nach dem Spiel,
die Nerven – viel zu viel Gefühl,
ich traf des Handys Tasten kaum,
gefangen im rot-weißen Traum.

Wer weiß, wie es in Nürnberg geht,
wie´s dort am Schluss des Spieles steht,
ich hoffe, dass das Glück uns lacht,
und ich nicht aus dem Traum erwach.      31.10.2010
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Platt

Der Samsdaach kütt – de Bud is voll,
e Heimspill, dat is immer doll,
und wenn dobei ne Sieg jelingt,
wat jlöövt Ihr, wie me Hätzje singt.

Hück Nomendaach der HSV,
die Färve, die sin weiß un blau,
und doch will ich nur Fähnche luure,
in rut un wieß – uns kölsche Buure.

Ich will en Mannschaft sin, die kämpft,
voll jepump mit schärpem Senf,
die – ich hoff jo, dat dat jeht,
Hamburg us dem Stadion weht.

Ich will danze, singe, springe,
un ich will vor allen Dingen,
drööme noch, de janze Naach,
un morje och der halven Daach.

Diss Naach wiird jo de Uhr verstellt,
ich jlööv, dat mir dat jot jefällt,
denn hätt de Naach e Stündche mieh,
dat pass perfekt für Phantasie.

Wie schön is dat, so dann und wann,
wenn ene Fan ens drööme kann,
un jrad als Jeeßbock, der jern hofft,
hätt me dat net allzu oft.

Schenkt mir höck zwei nette Stündche,
so wie Diensdaach, 60 Münche,
mat mir Hamburg höck paraat,
dat wör schön wie Prummetaat.

Jetz ham mer jo zwei kölsche Jonge,
als Trainer – ich find dat jelonge,
weil jetzt der Trainer och versteht,
woröm et enem Kölsche jeht.

Der künnt sojar der Reim verston,
künnt ich nur Kölsch, so möht dat jon,
doch jlööven ich, dat is n Panne,
Ihr schlaat de Häng op m Kopp zosamme.

Dat nächste Mol – dat is versproche,
ich hoff jo noch, in dieser Woche,
jubel ich in hohem Deutsch,
un verzapp ming dummes Zeuch.

FC, dat is en Religion,
ich bin verröck, ich jlööv dat schon,
un bitte bitte seht mir noh,
die Quälerei der kölsche Sproch.

Do, wo ich sonst janz kuurt nur sitze,
moht ich fast es Stündche schwitze,
nur öm zu zeije, irjendwann,
dat ich in Kölsch och leiden kann.         30.10.2010
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Schäfer´s Stündchen

Ich sah die Liebste mutig an,
wie ich´s nur an den Tagen kann,
an denen mich mein Club erbaut,
sonst hätt ich mich das nie getraut.

Ich sprach: „Ich geh zu Schäfer´s Stündchen,
heut im Pokal mit ´60 München…..“
Kaum stieß ich dieses Wort heraus,
blies sie mir mein Lämpchen aus.

„Aha, der Herr, zum Schäferstündchen!?!
Der Herr, er würde sich noch wünschen,
dass er nie geboren ist,
dessen bin ich ganz gewiss.“

Und während sie die Hand erhebt,
ob Missverständnis Zornerbebt,
da flüchte ich schnell durch die Tür,
weil ich den Zug zum Geißbock spür.

Schäfer´s Stündchen – erstes Spiel,
3:0 – doch mein Gefühl,
sagt mir, dass heut die Leistung reicht,
doch nächsten Samstag? Nur vielleicht.

Das war ein Anfang, mehr auch nicht,
das war viel Schatten, und das Licht,
welches mich jetzt noch erfüllt,
verfälscht trotz Toren klar das Bild.

Ne Runde weiter, das ist schön,
doch kann es so nicht weitergehn,
und viel, viel Arbeit wartet noch,
beim Krabbeln aus dem tiefen Loch.

Mancher Spieler, der kaum stattfand,
Jajalo, der nicht in sein Spiel fand,
und daher habe ich mir auch,
mein graues Haar sehr oft gerauft.

Geistig im Elfmeterschießen,
sah ich mich Liter Schweiß vergießen,
da fiel plötzlich Tor auf Tor,
und plötzlich jubelt man(n) im Chor.

Plötzlich die Erleichterung,
plötzlich Mut und frischer Schwung,
was vorher fast unmöglich schien,
erscheint auf einmal hoch verdient.

Am Samstag kommt der HSV,
und wenn ich so auf heute schau,
weiß ich, das wird furchtbar schwer,
doch schlau ist man erst hinterher.

Vielleicht war´s heut ein Schritt ans Licht,
vielleicht, mag sein, vielleicht auch nicht,
doch eines weiß ich ganz genau:
Daheim, da wartet meine Frau…            27.10.2010
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Aap

Blamiert, verloren, ausgelacht,
und wieder mal zur Aap gemacht,
ein jeder Fan lacht Deutschlandweit,
dank kölscher Überheblichkeit.

Wir sind FC – das geht schon gut,
das klappt – auch wenn man gar nichts tut,
irgendwie wird es schon langen,
et hätt noch immer jotjejange.

Jedoch – der Fan schaut fassungslos,
der Hals ist dick, der Frust ist groß,
und scheinbar ist Herrn Präsident,
sein eigener Club auf einmal fremd.

Voll Spannung schau ich auf den Tag,
wobei man sich verbissen fragt,
ob wieder nur Gerede folgt,
Schweigen ist angeblich Gold.

Vielleicht fliegt Soldo – oder nicht,
vielleicht geht Meier aus dem Licht,
vielleicht sitzt Dienstagabend schon,
ein neuer Trainer auf dem Thron.

Und doch – die Mannschaft bleibt die gleiche,
wird das für die Zukunft reichen?
Was sie dort an der Leine bot,
war Elend, allergrößte Not.

Die Abwehr, die einst Prunkstück war,
sorgt heut für Kummer und Gefahr,
ein Mittelfeld ist kaum zu sehen,
wohin wird uns der Sturm noch wehen?

Wie lang, bis Poldi resigniert,
und innerlich den Dienst quittiert?
Liga 2 – sie winkt mit Macht,
das geht viel schneller als gedacht.

Auf unseren beiden Außenbahnen,
wie immer sind´s die gleichen Dramen,
unfähig, die Taschen voll,
sprich Meier, wo das enden soll.

Oder besser, sprich jetzt nicht,
verlass die Brücke, räum das Schiff.
Tatsächlich ist die Sicht von außen,
geeignet, sehr schnell wegzulaufen.

Lauft ganz schnell und lauft sehr weit,
3 vor 12 – und höchste Zeit,
geht Dienstag so nicht zum Pokal,
das Ergebnis wär fatal.

Ich würd´s vielleicht nicht besser machen,
darf ich trotzdem den Frust entfachen?
Ob´s besser wird – wer weiß das schon,
doch gestern war´s der blanke Hohn.          24.10.2010
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Fragezeichen

Gehofft, gespannt, gebrüllt, gelitten,
gejubelt, dann im Frust gestritten,
doch letztlich alles einerlei,
auch knapp daneben – ist vorbei.

Wieder mal mit leeren Händen,
wo bitte soll und kann das enden,
wird es für die Klasse reichen?
Alles wird zum Fragezeichen.

So steht nun das Präsidium,
ohne Plan – Wieso, Warum,
wieder einmal an der Schwelle,
seit Jahren an der gleichen Stelle.

Ein Poldi, der den Mund aufmacht,
der Leistung bringt - doch tiefe Nacht,
herrscht noch immer im Verein,
soll das des Bockes Zukunft sein?

Das Stadion wieder voll gefüllt,
rot und weiß, ein schönes Bild,
wie lange noch wird das so gehn,
ich kann und will´s kaum mehr verstehn.

Am Ende den Erfolg verschenkt,
und wenn nun meine Seele hängt,
so liegt´s an diesem 1:2,
Schlusspfiff – und erneut vorbei.

Was wird passieren? Eher nichts!
Auszusitzen – erste Pflicht,
und vor der Kamera, unverhohlen,
gibt´s wieder einmal nur Parolen.

Das wird schon besser, wenn man wartet,
ich weiß nicht, was Ihr alle dachtet,
Wunder gibt´s doch immer wieder,
mir schwillt der Kamm, mir platzt das Mieder.

Die JHV, sie steigt nun bald,
bis dahin pfeift man laut im Wald,
in Zeiten tiefer Dunkelheit,
bringt einen das entsetzlich weit.

Auch die Abwehr schwächelt jetzt,
und wer hat Ehret dort gesetzt,
wo er fast ständig untergeht?
Ob´s der Trainer nicht versteht?

Ich war mit einem Punkt zufrieden,
dann das Entsetzen, tief im Süden,
einfach wieder grenzenlos,
Präsidium, handle! Nimm den Kloß…

… den ich so tief im Hals jetzt habe,
nicht erneut nur das Gelaber.
Ändert etwas – und zwar bald,
die Saison wird ganz schnell alt.         16.10.2010
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Westderby

2 Assists, 1 sauberes Tor,
das kommt mir so weit fern heut vor,
so unglaublich, mehr als schön…,
FC-Fans sind halt nicht verwöhnt.

Was in der Nationalelf klappt,
das liegt in Kölle lang schon matt,
und Optimismus, der mich treibt,
ging mir abhanden in der Zeit.

Da liest man vom Vertragsgeschiebe,
für – sorry – einen Durchschnittsspieler,
der den Beweis noch schuldig blieb,
für das, was man wohl in ihm sieht.

Ich geh am Freitag sicher wieder,
und dennoch wird die Hoffnung trüber,
dass sich mal was zum Guten wendet,
nicht alles im Fiasko endet.

Schau ich mal schielend zur Tabelle,
verstecke ich mich, auf die Schnelle,
und bin trotzdem – das ist halt so,
am Freitag fiebrig, irgendwo.

Auch wenn uns jedes Spiel vertreibt,
ein Funken Hoffen, nun, der bleibt,
sonst grüb ich meine Dauerkarten,
3 Meter tief in meinem Garten.

Selbst mit rosaroter Brille,
zerstäubt mir langsam die Idylle,
und doch – ich habe keine Lust,
auf trübe Reime – voller Frust.

Daher – nun jetzt den Ar… aufreißen,
Kratzen, Kämpfen, Fighten, Beißen,
und sollt es dann ne Klatsche geben,
dann muss ich einfach damit leben.

Doch wer nicht wagt, der nie gewinnt,
je länger jetzt die Zeit verrinnt,
desto schwerer wird das doch,
steckt man einmal tief im Loch.

Ein bisschen Mut und auch Elan,
dann ist der Anfang schnell getan,
lasst Mondragon jetzt außen vor,
stellt Varvodic doch mal ins Tor.

Ob es hilft? Wer weiß das schon?
Vielleicht straf ich mich selber Hohn.
Doch hab ich Angst, es wird zu spät,
und dass der Bock an Krücken geht.

Schießt die Westfalen Knall auf Fall,
aus unserem schönen Ziegenstall,
gebt mir meine Hoffnung wieder,
oh, wie ich diesen Club doch liebe….    13.10.2010
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Grauen

Manchmal geht auch mir vor Graus,
einfach mal die Puste aus,
und was sonst aus den Fingern fliegt,
ist plötzlich still und fast versiegt.

Schau ich in mich, seh ich Leere,
ach wenn das doch ganz simpel wäre,
übte ich jetzt still Verzicht,
jedoch – das kann ich einfach nicht.

Erneut wird alles totgeschwiegen,
statt anzupacken, bleibt es liegen,
und daher, wie´s fast jeder weiß,
dreht der FC sich nur im Kreis.

Man freut sich an dem Testspielsieg,
und weiß, dass man sich selbst belügt,
denn wenn demnächst nun Dortmund kommt,
geht’s wieder abwärts, steil und prompt.

Ich wünschte mir nen Tusch, Alaaf,
dass man mich bitte Lügen straft,
doch nach dem Match im Schwarzen Wald,
läuft´s mir im Rücken – bitterkalt.

Alles könnt nach Hoffenheim,
ein Zeichen für den Aufschwung sein.
Könnte, Wäre, Möglich, Aber,
doch was nur bleibt – ist mein Gelaber.

Sah nichts von Freiburg, fühlte Scham,
beim Reisen auf der Autobahn,
und fand mich auf der Fahrt gefangen,
zwischen Missmut, Hoffen, Bangen.

Doch statt zu sagen: Jetzt erst recht,
nach dem Ausgleich – spielt man schlecht,
und holt sich ab, nicht unverhofft,
das Gegentor – wie viel zu oft.

Wenn nur drei Spieler Leistung bringen,
wie soll dann bitte mehr gelingen?
Und selbst nach vier, fünf Tagen noch,
häng ich mental ganz tief im Loch.

Ein anderer Torwart, Soldo weg?
Ich erkenn kaum Sinn und Zweck,
denn dies Theater spielen wir,
schon jahrelang – nicht heut und hier.

Für den Moment geht es nach oben,
ein jeder lässt sich trefflich loben,
und reißt dann mit dem Hintern ein,
was vorn gebaut – so soll´s wohl sein.

Und trotzdem geh ich weiter hin,
weil ich wohl unbelehrbar bin,
das Grauen zieht mich einfach an,
weil ich wohl gar nicht anders kann.     07.10.2010

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90elf

Urlaubsende – und es naht,
der nächste Samstag, lange Fahrt,
die Autobahn gehört nun mir,
bis Daheim, fast vor die Tür.

Kein Fernsehen, kein Empfang, kein Sky,
und live bin ich ja nicht dabei,
die Dreisam ist so weit, so fern,
und die A1 ein anderer Stern.

Während schrill der Anpfiff tönt,
steh ich im Stau – das wär nicht schön,
ja, der Gedanke lässt kaum los,
und die Entfernung ist so groß.

Doch weiß ich endlich jetzt Behelf,
wofür gibt´s schließlich 90elf?
Das ist als sei man live dabei,
Samstagmittag, kurz nach Drei.

Mein Ohr, es klebt dann fest im Äther,
Verkehr beachten? Das folgt später!
Und jeder, der mich überholt,
meint, ich sei wohl falsch gepolt.

Da sitzt ein Spinner, dort im Wagen,
dem klopft das Herz bis in den Magen,
und andauernd reißt er sich,
die Hände stumm vor sein Gesicht.

Der Puls schlägt sicher Kapriolen,
ich will in Freiburg Punkte holen,
und was ist schneller, frag ich mich,
der Tacho – oder Puls und ich.

Doch sollten wir tatsächlich führen,
werden es die anderen spüren,
ich bin FC-Fan, voll und ganz,
sodass mein Auto Tango tanzt.

Simsen bei der Fahrt, die naht,
wie Telefon streng untersagt,
doch 90elf – das ist ein Tanz,
das ist einfach Stimulans.

Ich hoffe, dass kein Funkloch naht,
vielleicht im schönsten Torschuss grad,
oh Gott, das wäre fürchterlich,
mein Bock, oh bitte, denk an mich.

Fahr ich daheim in die Garage,
hab ich vielleicht in der Bagage,
3 Punkte fröhlich im Gepäck,
ich wäre einfach – hin und weg.

In Freiburg, fern im Schwarzen Wald,
erhält mein Traum vielleicht Gestalt,
und die A1 wird zur Arena,
dank 90elf wird Reisen schöner.             30.09.2010
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Kardiologe

Nach diesem Match bin ich am Boden,
ein klarer Fall – für´n Kardiologen,
dieses Spiel war Spannung pur,
mein lieber Chef, ich muss zur Kur.

1 Punkt gewonnen? 2 verloren?
Heut maul ich nicht, hab ich geschworen,
so schön kann manchmal Freude sein,
nach dem Remis mit Hoffenheim.

Der FC hat heut gezeigt,
dass da auch mehr als Schweigen bleibt,
wenn man Erfolg erst wirklich will,
dann spielt man nicht nur tumben Müll.

Der Sprecher hat mich heute Nacht,
mit seinen Schreien fast umgebracht,
ich klebte nah am Radio,
dass ich noch lebe – macht mich froh.

Mein Puls schlug den Radetzky-Marsch,
mein Blutdruck war komplett im … Eimer,
überlebt dank Baldrian,
den ich in Litern zu mir nahm.

Lanig hätte treffen müssen,
ich hab mir in den Po gebissen,
beziehungsweise hätte ich….,
hätt mich nicht der Krampf erwischt.

Doch auch auf Seiten Hoffenheim,
schlug der Ball zum Glück nicht ein,
und so denke ich bei mir,
dass ich zumindest Aufwind spür.

Denn was ich heut erwartet habe,
war der FC, ganz nah am Grabe,
eine Klatsche – hausgemacht,
die Lichter aus, und Gute Nacht.

Die Mannschaft stark in der Kritik,
nur Clemens fiel ganz leicht zurück,
ich hoffe, dass das wirklich stimmt,
dank Radio war ich recht blind.

Wir haben halt kein Glück mit Jokern,
das ist ein wenig so wie Pokern,
wobei ich aber nicht recht weiß:
Warum wird´s laufend Spieler Freis?

Egal, der Punkt ist eingesackt,
mein Herz schlägt wieder ruhig im Takt,
und den Termin beim Kardiologen,
hab ich nach dem Spiel verschoben.

Jetzt geht’s nach Freiburg – das sehr bald,
3 Punkte aus dem Schwarzen Wald?
Kaum stimmt er halbwegs, unser Lauf,
fühl ich mich wieder – obenauf.                 24.09.2010
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Beton

Soldo rührt erneut Beton,
doch was bleibt am Schluss davon?
Ein 0:2 und das Gefühl:
Das war erneut – kein Fußballspiel.

Mainz versohlt uns fix den Ar…,
und spielt uns den Narhalla-Marsch,
im Karneval hält Köln wohl mit,
im Fußball fehlt ein großer Schritt.

Beton mag gut sein, dann und wann,
sofern man es auch anders kann,
doch hat sich heut erneut bewiesen:
Im Spiel nach vorn geht uns die Düse.

Kreativ – gleich Null, und kleiner,
anzufangen weiß fast keiner,
etwas mit dem Ball im Spiel,
nur zerstören – hilft nicht viel.

Und als dann Mainz die Luft ausgeht,
passiert, was kaum ein Fan versteht,
da wechselt unser Trainer aus,
mit Verstand? Mich hat´s gegraust…

Ich bin kein Fachmann, sicher nicht,
als Fußballfan ein kleines Licht,
doch manches wird nicht mir allein,
auf immer ein Geheimnis sein.

Warum kommt Holtby, Knall auf Fall,
beim 1:0 so frei zum Ball?
Und warum klebte Mondy stumm,
auf der Linie? Ja, warum?

Mainz ist lange ungeschlagen,
und trotzdem mag ich es nicht wagen,
daraus den Grund zu konstruieren,
gegen wen will man denn führen?

Am Freitag gegen Hoffenheim?
Ich müsste schon ein Träumer sein,
würd ich auf einen Heimsieg wetten,
wie ist der Bock denn nur zu retten?

Ein Geromel – das weiß ich nun,
wird sich das nicht lang antun,
und ein Podolski, bitte sehr,
läuft nicht dauernd hinterher.

So langsam wird mir alles fremd,
ob jemand noch die Richtung kennt?
Wenn man die Fans verärgern will,
produziert man weiter – Müll.

Freiburg, Dortmund, Hoffenheim,
was fahren wir an Punkten ein?
Wohl nicht sehr viel, auf diese Weise,
FC – wohin geht Deine Reise?               21.09.2010
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Oktoberfest

O´zapft ist – Oktoberfest,
und die Bayern stellen fest,
dass der FC – wie man´s auch dreht,
besser als die Römer steht.

Ein 0:0 – zwar destruktiv,
doch heißt´s am Ende plakativ,
dass der Bock nen Punkt verbucht,
nicht mehr, nicht weniger – doch genug.

Ich starb am Radio tausend Tode,
nur Hören – wird mir nie zur Mode,
und schau ich mich im Spiegel an,
erschreck ich – wie man altern kann.

Eben noch erholt, ein Stück,
wirft mich dieses Match zurück,
so alt, wie ich mich derzeit fühle,
verdanke ich dem Fußballspiele.

Die Taktik, sie gleicht einem Igel,
seh ich sie an, so wird mir übel,
und trotzdem zählt nur nach dem Spiel,
der eine Punkt – das war das Ziel.

Ein Mondragon, der hält was kam,
Geromel, der Ängste nahm,
als er, so wie man ihn halt kennt,
stets dort köpfte, wo es brennt.

Und Brecko, der dann beinah noch,
den Ball ins Münchner Netz einlocht,
das hätte – auch wenn´s mir gefällt,
das Spiel grad auf den Kopf gestellt.

So lasst jetzt heut genervte Bayern,
gerne ihre Wiesn feiern,
wir feiern und wir singen auch,
in rot und weiß, ein Kölner Brauch.

Ich freue mich – auf jeden Fall,
auch am Crash im Ponystall,
vorgeführt mit 0:7,
wie gern hab ich das jetzt geschrieben.

Nach dem 6:3 bei Bayer,
ging mir die Häme auf die… Nerven,
jetzt drehe ich das gerne um,
die Ponys wiehern leidend, stumm.

Heute trifft´s den einen, morgen andere,
das Glück im Fußball, es muss wandern,
denn das Feixen, ab und an,
erhöht nun mal den Spaß daran.

Am Dienstagabend geht’s nach Mainz,
unlösbar? Nun, wie es scheint,
klingt es zwar entsetzlich schwer,
doch abgerechnet – wird nachher.                  18.09.2010
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Pauli

Habt Ihr Ahnung, wie das ist,
wenn du fern der Heimat bist,
und nur hörst, jedoch nichts siehst,
wenn der Schweiß in Strömen fließt?

Die erste Halbzeit klang enorm,
Livebericht in bester Form,
und nach dem Tor kam Hoffnung auf,
aufs 2:0, auf guten Lauf.

Poldi, Clemens – Mann oh Mann,
das hörte sich gewaltig an,
doch ich hab mich still gefragt:
Ist die Hoffnung zu gewagt?

Und so fieberte ich mit,
kenn doch meinen Bock am Schritt,
und leider war´s in Halbzeit 2,
wieder mal nur Plackerei.

Der FC zieht sich zurück,
und suchte nicht im Sturm sein Glück,
ich schaute ständig auf die Uhr,
von Entspannung keine Spur.

Die Zeiger schienen wie gemeißelt,
weshalb wird man als Fan gegeißelt?
Im Radio klang es oft nach Grusel,
und am Ende – auch nach Dusel.

Denn als man laut im Radio schreit:
„Tor für Hamburg“ – tut mir leid,
da habe ich geflucht, verstört,
manch Wort – das hier nicht hingehört.

Gut, es war Abseits – Gott zum Glück,
und doch fühl ich mich arg bedrückt,
dass solche Spiele, hilflos, blind,
trotz des Siegs wohl Standard sind.

Vielleicht war es ein erster Schritt,
in höhere Sphären – ich geh mit,
doch jetzt in München, dann in Mainz,
schwere Spiele – ja, so scheint´s.

Drei Punkte sind jetzt auf dem Konto,
macht mehr daraus, oh bitte pronto,
denn sonst steh ich in Dänemark,
bei jedem Spiel kurz vorm Infarkt.

Ein Fußballspiel im Radio,
ist für die Nerven der Ko,
vor allem dann – das ist gewiss,
wenn man(n) schon etwas älter ist.

Die Lebensjahre – wie infam,
die der FC bis heute nahm,
bekomme ich nie mehr zurück,
und doch – der Sieg bringt heute Glück.     12.09.2010
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Verwaist

Vielleicht schließt sich ja heut der Kreis,
denn mein Platz, er bleibt verwaist.
Da meine Frau nicht gönnen kann,
hör ich mir´s heut im Radio an.

Gestern noch mimt sie viel Liebe,
heut frag ich mich, wo das wohl bliebe,
denn als ich aus dem Schlaf erwacht,
war ich im Norden – letzte Nacht.

Sie sprach mit einem Gläschen „Prost“,
ein schneller Kuss, ein schneller Toast,
im Nachhinein, da frag ich mich:
Bin ich im Grunde noch ganz dicht?

Denn ein Rudel Schlaftabletten,
ich würde meine Seele wetten,
schickte mich in tiefsten Schlaf,
da sie nun die Entscheidung traf.

Und während Ihr – ich träum davon,
Freude spürt im Stadion,
schau ich hier in die Dünen, stur,
ab heute Mittag 17 Uhr.

Ich hoffe, dass mein Handy zeigt,
dass in Köln die Party steigt,
dass der Geißbock sich erholt,
und Hamburg flott den Ar… versohlt.

Auf dem Weg nach Dänemark,
machte ich die Kölner stark,
und hielt ganz kurz in Hamburg an,
man tut ja schließlich, was man kann.

Vielleicht, dass es ja etwas bringe,
zeigt ich St. Pauli meinen Finger,
jedoch nicht den – falls Ihr versteht,
der mittenmang im Zentrum steht.

Denn ich hab ja Contenance,
und drum FC, wahr Deine Chance,
fang einfach mit dem Siegen an,
dass Dänemark gelingen kann.

Es gilt ja schließlich abzuschalten,
verliert Ihr, bleibt es wohl beim Alten,
ach, könnte ich das Spiel doch sehn,
mein Bock – wie wär das wunderschön.

St. Pauli, später Hoffenheim,
ich werde fern der Heimat sein,
genieße Dünen, Sand und Meer,
in Dänemark fällt das nicht schwer.

Doch tausch ich heut die Sonne ein,
würden wir nur Sieger sein,
und das verstehen – das ist halt so,
nur wahre Fans – gleich wann und wo.    12.09.2010
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Ich

Heut fragt´ mich jemand nebenbei,
ob ich nicht zu belehren sei,
noch immer hoffe ich darauf,
der Weg des Geißbocks führt hinauf.

Da bleibe nur, das Haupt zu schütteln,
denn es gebe nichts zu rütteln,
an dem Fakt, das sei gewiss,
dass diese Hoffnung grundlos ist.

Ich sah ihn an, sehr tief und lang,
er wurde kleiner, ihm ward bang,
und dann sprach ich, ganz überlegt,
von dem, was einen Fan bewegt.

„Wenn hier einer maulen darf,
dann bin das ich – ich sag das scharf,
weil das, was ich noch heut zerreiß,
morgen Große Liebe heißt.

Fan zu sein, das ist wie Ehen,
und das kann man nur verstehen,
wenn der Virus dich gepackt,
du bist schutzlos, völlig nackt.

In schlechten Zeiten, wie in guten,
soll das Herz rot-weiß nur bluten,
das gilt auch, wenn der Kragen platzt,
nach einem Start, der so verpatzt.

Ich gehe mit, kann nichts dafür,
da ich ihn fast magnetisch spür,
diesen Zug zum Stadion,
ich singe stets mein Lied davon.

Und wird es in die Hose gehen,
werd ich das Ergebnis sehen,
doch im Moment, so sag ich still,
ist alles Bangen doch noch Müll.

Zwei Spiele, die sind grad gespielt,
vielleicht wird ja ein Sieg erzielt,
im nächsten Spiel, beim nächsten Mal,
ein Schritt aus diesem Jammertal.

Noch mache ich es wie die Bibel,
und halte still bei allem Übel,
auch noch die andere Wange hin,
weil ich leicht masochistisch bin.

Ich bin halt so, kann nichts dazu,
bin heut erfreut, feel morgen blue,
heut himmelhoch, und morgen down,
heut Kritik und morgen Clown.

Und funktioniert das Hoffen nicht,
so löscht der letzte Fan das Licht,
ganz still und heimlich, ganz allein,
und dieser Mensch - werd ich dann sein.“     05.09.2010
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Gewissenskonflikt

Manchmal möcht man(n) sein Gewissen,
gern für ein paar Tage missen,
denn ich fahr nach Dänemark,
das macht mich frisch und frei und stark.

Wenn da nicht der Umstand wäre,
dass ich meiner Lust entbehre,
fahre ich mit Sack und Pack,
am Samstagmorgen – wie vertrackt.

In der Nacht geht es auf Reise,
ausgeschlafen, still und leise,
mit der Liebsten im Gepäck,
Tür verschlossen – ab und weg.

Und alles lass ich hinter mir,
manche Sorgen bleiben hier,
nur nehme ich auf jedem Schritt,
meinen kölschen Geißbock mit.

Denn was an meinem Herzen nagt:
Die DFL hat nicht gefragt,
beim Sortieren der Termine,
ob ich das denn wohl verdiene?

St. Pauli kommt am Sonntag erst,
und ich denk mir: Wenn du fährst,
ist einsam dort mein Platz, verwaist.
Wisst Ihr denn wirklich, was das heißt?

Ja, ich hör Euch jubilieren:
„Der Alte fährt – da wird´s passieren,
der erste Heimsieg, er steht an,
da Er das nicht verhindern kann.

Der Reimer weilt in Dänemark,
das macht den Geißbock eher stark,
da Er ja wohl den Hemmschuh gibt….“
Niemand, der mich wirklich liebt.

Und doch - da ist ein Fünkchen Hoffen,
der Start der Reise, er ist offen,
denn schaff ich meine Arbeit nicht,
fahr ich erst Montag – erst die Pflicht!

Was dann wohl bedeuten würde,
(welches Unheil, schwere Bürde),
dass ich dann doch ins Stadion muss,
natürlich hab ich keine Lust….

Jedoch, was tut man(n) denn nicht alles,
man(n) ist bereit – im Fall des Falles,
und mein Gewissen – juckt mich kaum,
so ein Heimsieg – wär mein Traum.

Mal schauen, was die Woche bringt,
ich bin verrückt – doch mich durchdringt,
dieses Virus, siedend heiß,
von dem ich keine Heilung weiß.                04.09.2010
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Über Nacht

Gestern hab ich nicht geschrieben,
weil die Dinge, die ich liebe,
ich manchmal gar zu schonen weiß,
… bevor ich´s in der Luft zerreiß.

Ich hab geschlafen – eine Nacht,
und hab in meinem Wahn gedacht,
ich würde heute kaum mehr fluchen,
doch was mir blieb – ist Pustekuchen.

Ich bin verwirrt wie lange nicht,
ich werde/bin kein Masochist,
und wälze die Gedanken still,
ob ich das alles wohl noch will.

Mitgliedschaft und Dauerkarten,
Hoffen, Bangen, Fluchen, Warten,
dass endlich mal der Knoten platzt,
Ich will nicht mehr – mit einem Satz.

Gestern stand ich stumm in Bremen,
und mancher Spieler sollt sich schämen,
wenn Geld für diese „Leistung“ steht,
dann weiß ich, was mir stets entgeht.

Ein Sturm, der wahrlich keiner ist,
ein Mittelfeld, das oft vergisst,
wozu es auf dem Platz sich quält,
auf dem doch wohl die Leistung zählt.

Wird´s besser, wenn die Abwehr steht?
Ich hoffe sehr, dass da was geht,
ändert sich nichts, lieber Mann,
tu ich mir das nicht weiter an.

Und werft Ihr mir jetzt lauthals vor,
dass den Schwur ich oft schon schwor,
dann sag ich jetzt – Ich bin soweit,
alles hat halt seine Zeit.

Seit ´76 Lust und Last,
ich habe kaum ein Spiel verpasst,
und manches Jahr war da nicht ohne,
doch den FC – juckt´s nicht die Bohne.

Ob ich dabei bin, ob´s mich traf,
bringt den FC kaum um den Schlaf,
ich steck voll gegorenem Frust,
und stetig schwindet meine Lust.

Mein Sitzplatz wird sehr schnell besetzt,
und der Nächste tief verletzt,
von dem, was auf dem Platz passiert,
von der Seuche, die grassiert.

Ich weiß nicht weiter, sicher nicht,
seh im Tunnel kaum ein Licht,
vielleicht sieht´s Montag anders aus,
dieser Reim, der musste raus.                    29.08.2010
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Regen in Bremen

Regen fällt im Fischbassin,
sorgt vielleicht für frischen Teint,
da zu viel Sonne dargebracht,
die Haut wohl eher knittrig macht.

Mich stört der Regen eher nicht,
das ist halt so – bin Tierkreis Fisch,
jedoch die Liebste sagt bewusst,
dass sie das Wetter „not amused“.

Und wie ich´s dachte, kam es dann,
sie sprach zu mir: „Mein lieber Mann,
sorgst du nicht für Trockenheit,
endet morgen deine Zeit.

Dann hat es sich schnell ausgeBockt,
mit falschem Wort ward ich gelockt,
du versprachst mir Sonnenschein,
schön sollt´s an der Weser sein.

Nun schau nach draußen – sag mir schnell,
wann wird es mal wieder hell,
und während Tor um Törchen fällt,
werd ich im Kaufhaus abgestellt.

Dort spiel ich mit der Mastercard,
wofür wird bitte noch gespart,
wenn der feine Herr entschied,
er trägt´s zum Fußball – altes Lied.

Nun sprich kein Wort – sei besser still,
(da ich dich heut nicht schlagen will),
und hör, was deine Frau dir sagt,
streng dich an – auf Nacht folgt Tag.

Tanz den Anti-Regentanz,
bete still den Rosenkranz,
schieb die Wolken schnell beiseite,
klappt das nicht… so such das Weite.“

Da stand ich nun, begossener Pudel,
ein armes Schwein, und das im Rudel,
Daumen drückend – ach, oh je,
für das Wetter – den FC.

Nur eines ist mir ganz bewusst,
und das verengt des Mannes Brust,
dass ich nichts – welch übler Bann,
mit den Daumen ändern kann.

So schaff ich eher den Spagat,
von heut auf morgen 30 Grad,
als den Geißbock siegbereit,
alles hat halt seine Zeit.

Und so leg ich, das spricht Bände,
mein Schicksal in der Liebsten Hände,
Sonne und verdienter Lohn,
was morgen kommt – wer weiß das schon.     27.08.2010
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Kaiserslautern_210810

Und täglich grüßt das Murmeltier,
immer Samstag – ab halb 4,
so fühlt man sich dann, ohne Reife,
gefangen in der Endlosschleife.

Warum gibt man nicht kurz und knapp,
den Betzen gleich die Punkte ab?
So spart man sich, ja, mein Kalkül,
bei der Hitze solch ein Spiel.

Der FC – gut für Rekorde,
ein weiterer ist wahr geworden,
Mohamad – Dein erster Preis,
das war der schnellste Platzverweis.

So spielt man dann mit 10, sehr früh,
und Belohnung für die Müh?
Nun, die gibt es leider nicht,
wenn dann spät das Glück zerbricht.

Ein frühes Tor, da denkt man noch:
Ein Treffer! Seht, es geht wohl doch.
Wobei sehr klar war, irgendwann,
geht das schief – mit nur 10 Mann.

Eine Abwehr, die gefühlt,
in dieser Form wohl nie mehr spielt,
und dann im Match, so mittendrin,
manch Wechsel ohne rechten Sinn.

Vielleicht versteh ich nicht sehr viel,
vom Fußball – ist halt nur ein Spiel,
doch warum musste Yalcin raus?
Dafür Pezzoni – welch ein Graus.

Vielleicht war´s richtig – oder nicht,
ich sah heut Schatten – doch auch Licht,
und wenn der Kampf auch morgen steht,
dann denke ich, dass da was geht.

Ich will die Mannschaft nicht verfluchen,
sie soll erneut ihr Glück versuchen,
denn wirklich schlecht, so sag ich mir,
war sie nicht – nicht heut, nicht hier.

Am Schluss schlich sich manch Fehler ein,
natürlich musste das nicht sein,
doch war das, ich hab´s gespürt,
gegen Lautern programmiert.

Köln und Lautern jedes Jahr,
der gleiche Mist, und heut sogar,
spielt Mohamad uns selber aus,
so fährt man(n) voller Frust nach Haus.

Und doch – ich werde mich nicht schämen,
fahr ich Samstag nun nach Bremen,
so lange meine Hoffnung steht,
ist´s zum Siegen nie zu spät.                        21.08.2010
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Träume

Vergangene Nacht hab ich geträumt,
dass für uns die Sonne scheint,
dass alles kommt, wie ich´s gern mag,
einfach – ein perfekter Tag.

Lang geschlafen, nicht geweckt,
Kaffee duftet, Frühstück schmeckt,
und die Waage… ach egal,
tönt mir heut kein Warnsignal.

Die Liebste spricht: Mein lieber Mann,
ich tu für dich, was ich nur kann,
lehn dich zurück, was immer sei,
das ist dein Tag – du hast heut frei.

Sie reicht mein Buch und ein Getränk,
wahre Liebe – ein Geschenk,
dann huscht sie, einer Elfe gleich,
auf leisen Sohlen durch mein Reich.

Sie fragt, was sie mir bringen soll,
ein solcher Samstag – wundervoll,
und als der Schlaf mich neu entdeckt,
legt sie sanft die Brille weg.

Später, gleich am Nachmittag,
schickt sie mich dann – ungefragt,
hin nach Köln, zum großen Ball,
dort sei ich gerne, klarer Fall.

Und im Traum, da schlagen wir,
die roten Teufel – ab halb 4,
nehmen sie per Bock aufs Horn,
heute beginnt´s erneut von vorn.

Endlich wieder Bundesliga,
dann wird sogar ein müder Krieger,
so wie ich, gleich wieder jung,
ich sag nur eins: Erleichterung.

Ein Sieg, gleich heut, das wär doch was,
so macht der Samstag richtig Spaß,
und die Punkte – ja, ich spür,
bleiben endlich wieder hier.

Ein volles Haus und Stimmung pur,
bitte auch nach 17 Uhr,
und am Ende – das wär fein,
nennt man uns die „Macht am Rhein“.

So träumte ich, so träum ich noch,
ich merk, die kölsche Seele kocht,
und wird davon ein wenig wahr,
bin ich heut, gefühlt, ein Star.

Und den Traum – von meiner Frau,
den nehme ich nicht so genau,
wenn der FC nur siegen möcht,
dann komme ich auch so zurecht.     21.08.2010
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Erste Pokalrunde

Jedes Jahr das gleiche Lied,
Klasse, die man selten sieht,
wenn David gegen Goliath,
das größte Match des Lebens hat.

Da kann man sich fast nur blamieren,
denn zu oft wird es passieren,
dass der Große jäh entdeckt,
wie viel Kraft im David steckt.

Bock sei Dank – das ist der Clou,
gehört der Geißbock nicht dazu,
und Dank zweifach Jubelschrei,
sind wir mit in Runde 2.

Und trotzdem war das reichlich schwach,
zu viel Weh und zu viel Ach,
Torwart Mondy hielt perfekt,
und zeigte, was noch in ihm steckt.

Doch was mir fehlte, bis zum Ziel,
ist immer noch ein flottes Spiel,
kreativ im Mittelfeld,
das wäre es, was mir gefällt.

Ja, so mancher Ballverlust,
sorgte für ne enge Brust,
da fragte ich mich nicht allein:
Musste das schon wieder sein?

Doch dann schau ich an die Leine,
Erfolgsgeschichte – gab es keine,
und auch St. Pauli an der Elbe,
wie in Hannover – ganz dasselbe.

Drum freue ich mich an zwei Toren,
wir sind weiter, nicht verloren,
und nun sind wir schon gespannt,
wen man uns als Gegner fand.

Nach Berlin ist es noch weit,
4 Siege noch, welch lange Zeit,
die Daumen sind schon jetzt gedrückt,
beim Losen – ein klein wenig Glück.

Ein Heimspiel – ja, das wäre was,
ein Gegner, der uns liegt und passt,
damit ich weiter feiern kann,
die Spielzeit fängt ja grad erst an.

Nächsten Samstag Bundesliga,
vielleicht sind wir auch dann der Sieger,
denn eines ist bestimmt gewiss,
dass nächstes Spiel das schwerste ist.

Endlich Ende – welche Sause,
diese lange Sommerpause,
ist seit heut für uns vorbei,
wie ich mich doch am Leben freu.     14.08.2010
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Sampdoria

Genua Sampdoria,
ohne Glanz und Gloria,
ohne Spielwitz! Ohne Lust?
Vielleicht sogar ja auch bewusst.

Bremen schaute sicher rein,
und steht man schon mit einem Bein,
in Europa, im Pokal,
wär sich zu zeigen fast fatal.

Vielleicht ist´s so, vielleicht auch nicht,
egal – ich lass heut gutes Licht,
an unserer Leistung, dem FC,
denn zuletzt….tat´s eher weh.

Lanig fand ich heute klasse,
Jajalo hob sich aus der Masse,
und mal schauen, ob Stürmer Freis,
nach diesem Tor sich neu beweist.

Die 1. Halbzeit machte Spaß,
liebe Jungs, das war doch was,
schöne Züge, reichlich Schwung,
da wird der Fan fast wieder jung.

Was kann man aus nem Testspiel lesen?
Nichts – denn ist es schlecht gewesen,
findet man gleich 1.000 Gründe,
um sie lautstark zu verkünden.

War es gut – nun ja, wie heute,
strahlt man freudig in die Meute,
doch letztendlich bringt es wenig,
freu ich mich heut auch wie ein König.

Ich hab Spaß an kleinen Dingen,
an solchen Szenen, die gelingen,
die ich zuletzt fast gar nicht sah,
gebt mir Recht – denn es ist wahr.

Ein 2:0 in Meuselwitz,
reißt mich demnächst bestimmt vom Sitz,
und könnt es gar noch höher sein,
nehm ich´s gerne mit nach heim,

Endlich ist die Zeit vorbei,
des Wartens und der Maulerei,
demnächst, wenn Kaiserslautern spielt,
wird der Reiz erneut gefühlt.

Ich merke, ich bin eingerostet,
zu lang vom Nichtstun wohl gekostet,
doch ab heute – Gnade? Keine!
Gibt´s zum FC die neuesten Reime.

Manchmal freudig, manchmal Frust,
mal voller Pep, dann ohne Lust,
wie´s eben grad im Spieltag geht,
ich hoffe, dass Ihr mich versteht.               07.08.2010
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Morgen

Ich sitze hier im leichten Hemd,
die Zunge schon im Winkel klemmt,
und der Bleistift ist gespitzt,
morgen ist das Ding geritzt.

Dann kann ich endlich wieder planen.
Warum??? Ihr werdet es wohl ahnen.
Morgen gibt’s per DFL,
die Spieltagsplanung – es wird hell.

Vorbei die ach, so lange Zeit,
das Licht vertreibt die Dunkelheit,
es winken Freude und auch Dramen,
ich nehm es hin – in Bockes Namen.

Das Filofax liegt aufgeschlagen,
auf dem Tisch seit vielen Tagen,
und wenn ich es nun füllen kann,
bin ich einfach glücklich dran.

Freuen auf so manche Paarung,
ich mein des Fußballs(!) Offenbarung,
der Hinweis sei mir unbenommen,
bevor die Zeigefinger kommen….

St. Pauli, eine Reise wert,
auch München – das wär nicht verkehrt,
Dortmund, Schalke, Werder Bremen,
dem FC gilt all mein Sehnen.

Doch vor allem – jetzt zuhause,
Erfolge – endlich, ohne Pause?
Ich denke, dass da was entsteht,
und auch – dass da noch etwas geht.

Endlich kann ich Urlaub buchen,
meine Frau wird mich verfluchen,
wenn ich zu jeder einzelnen Reise,
auf den Spielplan strikt verweise.

Verweisen kannst Du, sagt sie prompt,
doch wenn da noch ein Muckser kommt,
erlebst Du – das wär nicht das Wahre,
den nächsten Spieltag auf der Bahre.

So beuge ich mich der Gewalt,
Fußball lässt die Liebste kalt,
und hoffe, unsere Urlaubsziele,
streifen nicht die Schlagerspiele.

Noch einmal schlafen, dann, ja dann,
fängt mein Leben endlich an,
wie aus einem Winterschlaf,
erwache ich – ein altes Schaf.

Ich bin so gierig, bin gespannt,
das erste Heimspiel – dann durchs Land,
wann und wo, warum und wie,
die Spieltagsplanung: Poesie.                        04.07.2010
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England

Football´s coming home? Vielleicht!
Drum hoff ich heute, dass es reicht,
zum Rückflugticket für das Team,
das bis heut bezwingbar schien.

In Englands Presse herrscht schon „Krieg“,
ein bloßes Fußballspiel genügt,
und schon dreht alles dort am Rad,
jetzt, da das große Match heut naht.

Zwei Mal das Elfmeterschießen,
ließ England nur von ferne grüßen,
dieser Stachel sitzt noch tief,
in der Haut, in Englands Beef.

Ein Torwart, der sich schon blamierte,
der schon die Schmach am Leibe spürte,
und eine Mannschaft, die bisher,
noch steckenblieb im Linksverkehr.

Jedoch – auch wir sind ja nicht ohne.
Perfekt? Nein, sicher nicht die Bohne.
Und daher fängt ein jedes Spiel,
an bei Null – mit klarem Ziel.

Am Schluss zu siegen – sei´s auch knapp,
Jungens kämpft, denn nun geht´s ab,
heut Nachmittag ab 16 Uhr,
bringt den Sieg jetzt in die Spur.

Vielleicht trifft Poldi dieses Mal,
vielleicht auch Klose – ganz egal,
doch legt uns nicht die Nerven blank,
Elfmeterschießen? Abgedankt!

Siegt in regulärer Zeit,
den Kopf tragt hoch, die Brust sei breit,
und jagt des Fußballs Mutterland,
nach Hause an den Nordseestrand.

Dort dürfen sie sich dann verstecken,
in Ruhe ihre Wunden lecken,
und ich? Ich bin schon raderdoll,
nehme meinen Mund recht voll.

Doch mit dem Startpfiff werd ich still,
ein Sieg ist alles, was ich will,
und so zittere ich – oh je,
ist es auch nicht – der FC.

Ab heute geht es ums Ko,
dann leide ich, das ist halt so,
so lange der FC nicht spielt,
verteile ich halt hier Gefühl.

Südafrika, wir sind im Achtel,
setzt ihn an, den großen Spachtel,
und macht den Weg zum Viertel glatt,
dass man(n) noch was zu reimen hat…     27.06.2010
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Prognose

Ich las kürzlich die Prognose,
es geh die Zukunft in die Hose,
und dass der Homo Sapiens,
in 100 Jahr´n durch Abschied glänzt.

So sprach nun heut die Wissenschaft,
Hort des Wissens und der Kraft,
ich las es emsig, interessiert,
und weiß schon jetzt, wohin das führt:

100 Jahre Bundesliga,
für Verlierer, Bock und Sieger,
100 Jahre noch auf Erden,
zum endlich Deutscher Meister werden.

Doch was ich les, treibt mir den Schweiß,
irgendwo schließt sich der Kreis,
Gerüchte sprießen, noch und noch,
ansonsten gähnt das Sommerloch.

Es kommen ständig neue Namen,
und gehen schneller, als sie kamen,
weil´s beim FC – nun ja, vielleicht,
von den Finanzen her nicht reicht.

Doch noch ist Zeit, noch mancher Tag,
und daher brech ich nicht den Stab,
über das, was kommen kann,
vielleicht fängt man ja morgen an.

Wer schließlich kommt, wird angenommen,
so schlimm wird es vielleicht nicht kommen,
wie es heute mir noch scheint,
und wenn doch – wird heiß geweint.

Verteidigung und Mittelfeld,
es tut sich nichts – liegt es am Geld?
Maniche ist fort, und Tosic auch,
so langsam grummelt´s arg im Bauch.

Jedoch, die Hoffnung stirbt zuletzt,
auch wenn das Warten furchtbar ätzt,
ich beweise nun Geduld,
wer´s nicht tut, ist selber schuld.

Denn, sich ständig aufzuregen,
bringt auch nicht den erhofften Segen,
ich zeig Stärke, bin ein Mann,
auch wenn ich das – partout nicht kann.

Ständig seh ich Kommentare,
doch klick ich drauf – ist´s nicht das Wahre,
weil sich das Neueste, früh bis spät,
immer nur im Kreise dreht.

Acht Wochen noch sind es zum Start,
Langeweile, furchtbar hart,
jedoch, wie spricht die Wissenschaft:
In 100 Jahren – ist´s geschafft.                21.06.2010
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Meuselwitz

Wenn auf der Brust von Meuselwitz,
ein rot und weißer Streusel sitzt,
so fiel dem Dichter, in der Pein,
gerade mal nichts Besseres ein.

Verzeiht mir diese Exkursion,
wen interessiert´s am Ende schon,
wenn man in Thüringen beweist,
dass der FC-Fan gerne reist.

Reisen, um den Sieg zu sehen,
doch leider kann so viel geschehen,
und selbst die Elf von Meuselwitz,
beweist sich als geölter Blitz.

Zu oft hat sich der Bock blamiert,
zu oft sind wir schon abgeschmiert,
als dass ich schon frohlocken kann,
ein jedes Spiel fängt erst mal an.

Wenn auch der Name ulkig klingt,
so hoff ich, dass der Sieg gelingt,
der Gegner ist nur 4. Liga,
da geht der Bock vom Platz – als Sieger.

Wie schön, es füllt sich mein Kalender,
Termine, Deutschland, ferne Länder,
und endlich wieder Fußballzeit,
ist auch der Anpfiff noch sehr weit.

Doch winkt der DFB-Pokal,
und ist´s Budget auch reichlich schmal,
so wär es gerade nicht verkehrt,
wenn man(n) mal zum Finale fährt.

Jetzt hat man endlich Billigflieger,
für rot und weiße Fan-Mitglieder,
doch wo will ich denn derzeit hin?
Ohne Bock macht´s wenig Sinn.

Das ist der erste Schritt von sechsen,
ach, könnt ich zaubern, könnt ich hexen,
so hätten wir, zum fernen Ziele,
nur daheim noch unsere Spiele.

Ist das richtig? Ach, oh weiah,
zuletzt gelang uns kaum ne Feier,
und im eigenen Ziegenstall,
waren wir ein schwerer Fall.

Vielleicht wird´s besser, keine Frage,
wir haben noch genügend Tage,
ne Elf zu formen, die versteht,
wobei es so beim Fußball geht.

Ich freue mich auf Meuselwitz,
auf dass die erste Garde sitzt,
wie schön, wenn man(n) so dann und wann,
völlig sinnlos reimen kann.                                 06.06.2010
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Schachmatt

Ich sitz dumm rum, der Kopf ist leer,
das Reimen fällt entsetzlich schwer,
da der Dichter, Schach und matt,
nicht das geringste Thema hat.

Keine Meldung des FC,
stille dümpelt nur der See,
nichts, wo ich mal jammern kann,
was fang ich mit den Stunden an?

Sanierung meines Hofes winkt,
doch eins hab ich mir abgeschminkt:
Im Altstadtpflaster ein Emblem:
Das des Geißbocks – das wär schön.

Der Liebsten hab ich es erklärt,
ich war im Rausch, rot-weiß verklärt,
ich fand den Knopf zum Stillsein nicht,
nun hab ich Pflaster…. Im Gesicht.

Sie sprach zu mir, ich sei verrückt,
durchgeknallt, nicht nur zu dick,
und bevor sie mich erhör,
geht der Bock durchs Nadelöhr.

Nun sitz ich hier – ja, immer noch,
und starre auf das Sommerloch,
so lang, so breit, so leer und tief,
so entsetzlich – heul und schnief.

Ich rufe ein Mal kurz hinein,
irgendwo muss Ende sein,
doch was mir da entgegen hallt,
ist nur mein Echo, leis und kalt.

Da winkt zwar kurze Zeit darin,
Südafrika – es spricht mein Sinn:
Wir werden zügig eingenetzt,
und doch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wär doch schon der Spielplan raus,
dann säß ich nicht so dumm Zuhaus,
könnte schon – Ihr werdet´s ahnen,
Termine und die Fahrten planen.

Nach St. Pauli, Bayern gar,
in Städte, wo ich noch nicht war,
jedoch, da bleiben nur allein:
Mainz und Hoppes Hoffenheim.

Ich bräuchte Euch nicht mehr zu quälen,
mit Reimen, die nur eins erzählen:
Dass ich nichts zu berichten habe,
abgehakt – ist es auch schade.

Vielleicht bringt nächstes Wochenende
Pokalauslosung nun die Wende,
bis dahin meinen guten Rat:
Lest nicht meinen Frust-Salat.                  03.06.2010
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Pflicht

Wo ist Schatten, wo ist Licht,
als Opa kennt man seine Pflicht,
und meldet drum, sofern man kann,
sein Enkelkind als Mitglied an.

Was zur Kinderzeit versäumt,
das wird nun heute aufgeräumt,
weist die Erziehung Lücken auf,
die Fehler nehm ich streng in kauf.

Ich hab zu oft, das war verrückt,
die Augen schweigend zugedrückt,
so ist es leider nun passiert,
dass Nichtbeachtung hier grassiert,

Ich legte Wert aufs Schreiben, Lesen,
wie bin ich doch so dumm gewesen,
zu selten sprach ich von der Geiß,
vom Glücksgefühl in Rot und Weiß.

Ich knüpft im Hirn nicht die Synapsen,
„Nachtigall – ick hör dir trapsen“,
was beim Kinde falsch gepolt,
wird heute schwerlich nachgeholt.

Da hilft auch nicht der Rosenkranz,
kein Böckchen- und kein Regentanz,
vorbei ist einfach halt vorbei,
ich hoffe, dass man mir verzeih.

Jedoch das liebe Enkelkind,
wie schön, wenn sie noch formbar sind,
nächsten Monat wird sie 2,
und ab jetzt ist sie dabei.

Ich weiß nicht, was das Leben bringt,
ob mein Tun denn auch gelingt,
jedoch – wie ich´s voll Hoffnung seh,
ich wies den Weg ihr – zum FC.

Ostholland wird sie sicher nicht,
schon das allein ist meine Pflicht,
und auch nicht Fan vom Bayerkreuz,
nicht gestern, morgen, auch nicht heut.

Das Kind wird mir einst dankbar sein,
hat nun voll Stolz noch ein Daheim,
in der Familie einen Platz,
wie glücklich ist der kleine Spatz.

Mein Bock, kommt erst die Lesezeit,
das Geißbockecho liegt bereit,
Rotkäppchen in reinster Form,
mein Bildungsauftrag ist enorm.

Mein Herz lässt für den Geißbock werben,
und einstmals kann sie vielleicht erben,
meinen Platz, mein Heiligtum,
im Süden – es gibt viel zu tun.                28.05.2010
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Trauma

Grad zwei Wochen mal vorbei,
und schon wird es zur Quälerei,
ohne seine Bundesliga,
wird der Mann zum lahmen Tiger.

Samstagmittag – 15 Uhr,
was mach ich mit den Stunden nur?
Ich schaue stumm die Wände an,
und weiß, dass das kaum helfen kann.

Ich beweg mich stumm im Kreise,
die Liebste meint, ich hätt ne Meise,
versteht halt meine Nöte nicht,
wie bin ich doch ein armer Wicht.

Heute Abend Fußball feiern?
Nun gut – doch trotzdem, ´s sind die Bayern,
da schaut man zu, das ist auch schön,
doch ohne richtig mitzugehn.

Kein Puls, der 1:1.000 schlägt,
kein Nerv, der an dem Aste sägt,
auf dem ich meine Sinne bette,
kein stetes Schwitzen – jede Wette.

Und auch demnächst Südafrika,
entlockt mir selten das Trara,
wie zwei Stunden Schuld und Sühne,
auf meiner kölschen Südtribüne.

Haltet mich für durchgedreht,
für Heilung ist es eh zu spät,
ich bin halt einfach, wie ich bin,
nehmt es einfach schaudernd hin.

Seit Tagen schon verfolg ich ständig,
Transfergerüchte – bin lebendig,
wenn mir ein starker Zugriff deucht,
und werde dennoch oft enttäuscht.

Jedoch, vielleicht wird´s diesmal was,
Namen schwirren schon en masse,
ich warte einfach lauernd ab,
noch ist ja Zeit – und nicht zu knapp.

Da dreht sich dieser Reim im Kreise,
noch so viel Wochen, welche Reise,
da hilft kein Jammern und kein Beten,
auch kein Nagen an Tapeten.

Am besten, man(n) wird eingefroren,
von den Füßen zu den Ohren,
und erst zum Neustart aufgetaut,
wie mir doch vor der Pause graut.

Sommerpause – welch ein Trauma,
und dann ist ja noch meine Frau da,
die mir auch noch den Vogel zeigt,
niemand teilt mit mir mein Leid.                   22.05.2010
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Saisonabschluss 2009/2010


Und wieder ne Saison vorbei,
wieder oft genug dabei,
wieder oft genug frustriert,
doch das Fieber – es grassiert.

Es grassiert auch weiterhin,
weil ich zwar Tierkreis Fische bin,
doch mein Aszendent allein,
kann im Prinzip nur Geißbock sein.

Ist man erstmal so geboren,
rot-weiß vom Fuß bis zu den Ohren,
ändert keiner was daran,
auch nicht… wenn man kaum siegen kann.

Ich fuhr der Kilometer viel,
und immer nur mit einem Ziel:
Ein Sieg dort auf des Gegners Feld,
3 Punkte sind die halbe Welt.

Doch oft genug kam ich zurück,
ohne Punkte, ohne Glück,
und was vielleicht noch schlimmer war,
ich stritt mit Freunden – es ist wahr.

Vielleicht aufgrund der rosa Brille,
Herr, mein allerletzter Wille:
Schenk mir Klarheit, reinen Blick,
und Ruhe – wird mein Hals zu dick.

Weiß die Mannschaft eigentlich,
von ihren Fans und vom Verzicht?
Von Strapazen, purem Wahn?
Von Stunden auf der Autobahn?

Von vielem Geld für wenig Spaß?
Vom Ballett auf grünem Gras?
Ich glaube fast, das kann nicht sein,
sonst käm ich nicht verärgert heim.

Ich nahm mir lang schon Nürnberg vor,
und das Ergebnis? Man verlor!
Die Saison war abgehakt,
wozu hab ich mich nur geplagt?

Manches gut, nicht alles schlecht,
irgendwie kam man zurecht,
und doch denk ich, verzeiht es mir,
dass ich die Leidenschaft nicht spür.

Jedes Jahr denk ich erneut,
jetzt endlich sei es mal so weit,
dass ich mir meine Augen reibe,
jedes Match ne Augenweide.

Lasst mich träumen, weckt mich nicht,
wie gesagt, ich bin halt Fisch,
oft versponnen, oft verträumt,
wenn schlafend meine Hoffnung keimt.        10.05.2010

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Nürnberg_080510

Nürnberg ruft – wir reisen mit,
weil es fast nichts Schöneres gibt:
Entspannung auf der Fantribüne,
und für die Franken – Schuld und Sühne.

Wir sind gerettet – dieses Jahr,
vorbei sind Elend und Gefahr,
wir hoffen auf ein Spiel voll Lust,
der Bock, er hockt auf Nürnbergs Brust.

Denn der Abstieg ist noch nah,
und Köln reist an, mit viel Hurrah,
so wartet bei der Niederlage,
vielleicht Platz 16, harte Tage.

Doch liebe Franken, grämt Euch nicht,
ich denk der Bock zeigt das Gesicht,
welches ich verflixt nicht mag:
Die Elf, die weder spielt noch wagt.

Da denk an Lautern ich zurück,
letzter Spieltag, doch kein Glück,
weil man dort auf dem Betzenberg,
dem Gegner froh den Rücken stärkt.

So zieht das Jahr stets seine Kreise,
und ich mach so manche Reise,
quer durch unsere Republik,
ich bin halt einfach Bock-verrückt.

Hör ich den Sound von vollen Rängen,
lass ich mich nicht lange hängen,
wo ein freier Platz noch winkt,
dort bin ich – wer wagt, gewinnt.

Die 40, diese Zahl wär magisch,
und klappt es nicht – ist´s auch nicht tragisch,
jedoch wünsch ich mir sie so sehr,
drum bitte, einen Dreier her.

Mein Sohn, er schaut noch sehr betrübt,
sah noch nie nen Auswärtssieg,
vielleicht, vielleicht, ja dieses Mal,
ich gebe dort das Startsignal.

Wenn wir auch ohne Abwehr spielen,
möcht ich mich dort als Sieger fühlen,
vielleicht bringt unser Sturm Gewinn,
Poldi, Nova, hört gut hin.

Zu oft habt Ihr uns nur enttäuscht,
jetzt legt Euch bitte mal ins Zeug,
und macht, dass ich mal jubeln kann,
es wird mal Zeit – mein lieber Mann.

Nürnberg – Traum von einer Stadt,
die so viel zu bieten hat,
doch die Punkte – so soll´s sein,
gehören jetzt nach Köln am Rhein.               05.05.2010

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Heimspiele

Wenn ich mir etwas wünschen kann,
irgendwie und irgendwann,
dann bestell ich – bei der Fee,
Heimspielstärke zum FC.

Dass wie früher – Weh und Ach,
uns das Herz im Leibe lacht,
wenn der Geißbock uns verwöhnt,
zuhause unser Schlachtruf tönt.

Gestern war ich guter Dinge,
nach Tosics Führung sollt´s gelingen,
doch was dann von der Mannschaft kam,
war minderwertig und sehr arm.

Natürlich ging´s um gar nichts mehr,
doch Fans vergraulen fällt nicht schwer,
im allerschönsten Sonnenschein,
gibt´s auf dem Rasen Not und Pein.

Und lese ich dann Sonntagfrüh,
die Elf braucht neues Blut, wie nie,
dann sage ich, mein Hals wird dick,
Jung, schau auf Dich selbst zurück.

Auch sogenannte Leistungsträger,
am Ast-auf-dem-ich-sitze-Säger,
verstehen nicht, was stets und prompt,
von uns, von den Tribünen kommt.

Da schwappt LaOla durch die Ränge,
frohe, laute Fangesänge,
man meint, die Elf, sie feiert mit,
doch scheinbar fehlt die Lust zum Schritt.

Da lässt man sich, zum Haare raufen,
von Freiburg noch den Schneid abkaufen,
und ist dann beim Remis noch froh,
ich bin sauer – ist halt so.

Da freut man sich, an diesem Tag,
dass Lachbach in den Wehen lag,
1:6, Ostholland weint,
wie gern hätt ich jetzt froh gereimt.

Doch macht´s der Geißbock ja kaum besser,
drum wetze ich auch heut die Messer,
und hoffe, das sei völlig klar,
auf Besserung im nächsten Jahr.

Welcher Trainer? Ganz egal!
Zuhause gab´s nur Jammertal,
egal ob Soldo oder Daum,
im Heimspiel nur gebremster Schaum.

Nun bietet sich Herr Polster an,
irgendwie – ja, irgendwann,
Namen kommen – eh und je,
was ewig bleibt – ist der FC.                              02.05.2010

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Freiburg_010510

Bevor ich diesen Reim verfasst,
spielte ich den Doppelpass,
mit mir selbst – um aufzutanken,
las ich vom Hinspiel die Gedanken.

Damals habe ich geträumt,
von dem, was heute möglich scheint,
20 Punkte – die mal 2,
mit 40 sind wir gut dabei.

Verjagt sind Angst und die Gespenster,
ich schaue friedlich aus dem Fenster,
denn ich weiß, wir sind ja wieder,
auch nächstes Jahr noch 1. Liga.

Ein letzter Heimsieg, jetzt am Schluss,
wie vom Böckchen grad ein Kuss,
vergessen wär so manches Leid,
Frust, besiegt von Raum und Zeit.

Und wenn die 4 dann vorne steht,
denk ich, dass auch in Nürnberg geht,
was ich mir wünsch, mit Fug und Recht,
Auswärts siegen – wär nicht schlecht.

Die Elf kommt aus dem Schwarzen Wald,
gebt gut Acht, doch macht nicht halt,
und zeigt uns Leistung, bitte sehr,
zieht Freiburg flott aus dem Verkehr.

Lasst uns feiern, lasst uns jubeln,
Glücksgefühl, rot-weißer Trubel,
wie wäre es doch wunderschön,
strahlend mal nach Haus zu gehn.

Ich weiß, es ist nur der Moment,
denn wer das Leid des Fans gut kennt,
weiß – und das macht mich so bang,
im August fängt´s wieder an.

Drum schenkt uns die Erholungsphase,
Sommer, schlummernd auf dem Grase,
kein Rechnen, Schätzen und Tabellen,
kein Reim, um ihn ins Netz zu stellen.

Dann hat die liebe Seele Ruh,
Auszuspannen ist der Clou,
und doch – ich kenne mich genau,
schon im Juli spricht die Frau:

„Ich hoffe auf die Bundesliga,
dann geht mein Alter endlich wieder,
frohgemut zum Stadion,
gewinnt, verliert – was macht das schon?

Hier zuhause? Stilles Glück?
Glaubt mir – Er macht mich verrückt…“
… auch wenn ich es nicht hören möcht:
Die Liebste hat wohl völlig Recht!               27.04.10

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Bremer Recht

3 Mal, das sei Bremer Recht,
doch selbst 1 Mal – das ist schlecht,
ich glossiere sachlich, kühl:
geht es um ein Fußballspiel.

Meine Nerven, lang schon blank,
da gab man mir den Schierlingstrank,
und der Wunsch nach dem Remis,
löst sich auf in Phantasie.

Ein Handspiel ohne jeden Sinn,
schenkt Werder nun den Punktgewinn,
und wir stehen – leider, ja,
mit völlig leeren Händen da.

Doch ärgern, nein, das kann ich nicht,
ist´s als Fan vielleicht auch Pflicht.
Denn ob der Leistung war es schön,
erhobenen Haupts nach Haus zu gehn.

Einer schöner Tag, in schöner Stadt,
der nicht das schönste Ende hat.
Ein Remis wär uns wohl lieber,
doch wie sagt man? Schwamm darüber.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel,
Freiburg unser nächstes Ziel,
und trotzdem – liebe Leute, hört,
war der Tag die Reise wert.

Schöne Viertel, schmale Gassen,
Stadt im Norden, mit viel Klasse,
Stimmung, Herz und auch Esprit,
Ihr seht, das spornt zur Poesie.

Ein langer Abend an der Weser,
das wäre was, Ihr lieben Leser,
und so sprach die Liebste mir:
Demnächst sind wir mal wieder hier.

Perfekt durch diese Stadt geführt,
wie´s uns als Kölner wohl gebührt,
ein Dank von hier, nun virtuell,
der Tag verflog fast viel zu schnell.

Denn für uns ging es nach Plan,
am Abend auf die Autobahn,
ohne Pünktchen im Gepäck,
abgehakt – und einfach weg.

Ich bin zwar jenseits schon der 50,
doch werd ich sicher nie vernünftig,
so lange ich das mag und kann,
häng ich mich wie ein Fähnchen an.

Und flattere von hier nach dort,
ein neuer Samstag, neuer Ort,
ich brauche diesen Reiz stets neu,
… wie ich mich schon auf Nürnberg freu.     25.04.2010

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Trikot

Ein Mann, ein Fan – das ist halt so,
braucht irgendwann auch ein Trikot,
um zu zeigen – ungeniert,
welch Virus er tief in sich spürt.

Gedacht, geplant und dann bestellt,
doch scheitert´s nicht an Gut und Geld,
sondern… könnt Ihr es schon ahnen,
am Stretch der fein vernähten Bahnen.

Ach, die Enttäuschung war so groß,
als SIE mich rief, wohl leicht erbost,
und zu mir sprach – das war nicht nett:
„He, Alter, du bist wohl zu fett.“

Es gibt am Body eine Stelle,
die macht mich halt zur Wurst in Pelle,
da sitzt das Trikot reichlich knapp,
weil ich… zu viel gegessen hab.

Es gibt, das muss ich Euch nun sagen,
feine Trikots aus den Tagen,
als ich ein schlanker Hänfling war,
sie sind zu klein – es ist ja wahr.

Ich hätt es jetzt in schwarz gebraucht,
das Auswärts-Hemd kaschiert den Bauch,
doch wo ein Wille, welch ein Segen,
gibt es schließlich auch noch Wege.

Ich hab nach vielen bangen Stunden,
nun endlich ein Trikot gefunden,
das mich umschmeichelt, sanft umhüllt,
Man in Black – welch herrlich Bild.

Das trage ich nun stolz nach Norden,
ausgezeichnet, wie mit Orden,
begleite nun nach Grün und Weiß,
unsere heiß geliebte Geiß.

Stark ist Bremen, eine Macht,
doch bang sein gilt nicht, habt gut Acht,
Auswärts waren wir oft froh,
und wenn jetzt nicht – dann ist´s halt so.

Die ausgerufenen 40 Zähler,
auf dem Weg, durch Berge, Täler,
holen wir – so mein Gefühl,
Zuhause dann, im nächsten Spiel.

Nur stelle ich noch für mich fest,
sofern man mich das sagen lässt:
Bleibt „Ostholland“ hinter uns,
wär das Hommage zur Fußballkunst.

Neue Spielzeit, neues Glück,
der Blick nach vorn, und nicht zurück,
und ich – im Outfits neuen Glanz:
Auf FC, zum Siegerkranz.                                 18.04.2010

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Eruptionen
Ganz Europa blieb am Boden,
nur Köln allein schwebt ganz weit oben,
weil jeder Fan in unserer Stadt,
jetzt rot und weiße Flügel hat.

Nun sitze ich heut froh Zuhaus,
die Welt sieht plötzlich heiter aus,
und was mich letzthin noch bedrückt,
ist jetzt weit fort – das ist verrückt.

Endlich nicht der zweite Sieger,
denn wir ließen nun den Tiger,
endlich nicht in seinem Tank,
ein feiner Sieg – dem Bock sei Dank.

Tosic macht den Unterschied,
der uns den Raum für Träume gibt,
ein drittes Jahr nun Bundesliga,
bitte, bitte, immer wieder.

Zwei Mal solch ein Zuckerpass,
zwei Mal macht er den Gegner nass,
zwei Treffer – sprich, ein Doppelpack,
und Bochum steckte tief im Sack.

Nach dem Spiel herrscht Karneval,
frohe Mienen überall,
und die paar Schals in blau und weiß,
die fraß heut unsere kölsche Geiß.

Heut seh ich Konferenz auf Sky,
mein graues Haupt ist völlig frei,
weiß ich uns doch im Hinterkopf,
auch nächstes Jahr im Ligatopf.

Der erste Heimsieg dieses Jahr,
der glatt eine Erlösung war,
Eruptionen von Gefühlen,
keine Angst – wir woll´n nur spielen.

Wir trüben nicht den Luftverkehr,
der Stopfen flog, so groß und schwer,
kein Wölkchen, das den Himmel trübt,
begrenzt gefeiert – das genügt.

Jetzt wäre es nur wunderschön,
ihn auch nächstes Jahr zu sehn,
Tosic, der von Manu kam,
und das Gespenst des Abstiegs nahm.

Was nun kommt, das weiß ich nicht,
doch im Moment herrscht helles Licht,
so mach ich mich, wie eh und je,
auswärts nunmehr auf Tournee.

Ich fliege hoch – doch nicht allein,
ich denk, Ihr werdet mit mir sein,
und während Deutschlands Flotte steht,
fliegt Köln im Glückssog – ja, das geht.         17.04.2010

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Bochum_160410

Bochum kommt zum nächsten Spiel,
fragt mich nur nicht, wie ich fühl,
denn nach dem letzten Auswärtssieg,
hat der Schwung uns nicht genügt.

Sie sollten rennen, stark die Brust,
mit Spaß am Spiel, mit neuer Lust,
doch was das End vom Heimspiel war,
weiß auch der letzte, das ist klar.

Jetzt kommt Bochum, blau und weiß,
um sich zu messen, mit der Geiß,
hell erleuchtet, klarer Fall,
ist unser kölscher Ziegenstall.

Zuhause hält mich gar nichts mehr,
ab Nachmittag fällt´s Stillsein schwer,
und die Liebste sehnt ab 3,
spätestens, das Spiel herbei.

Dann weiß sie mich gut aufgehoben,
auf der Tribüne, um zu toben,
wenn das Match im Frust ersäuft,
und nicht nach meinem Willen läuft.

Doch siegen wir – so bricht der Bann,
dann werde ich zum Supermann,
und könnt ich fliegen, ganz bestimmt,
so legte ich mich in den Wind.

3 Punkte jetzt im Freitagsspiel,
das ist mein klar umrissenes Ziel,
dann lehn ich Samstag mich zurück,
und genieß mein stilles Glück.

Das halbe Stadion flott umarmt,
das hat doch was, ja, das hat Charme,
und wer mir bis dahin noch fremd,
wird mir, als ob er mich lang kennt.

Jeder wird mir dann zum Freund,
wenn rot und weiß dat Sönnche scheint,
und vielleicht, weil ich´s gern mag,
ist ja Freitag solch ein Tag.

40 Punkte – welch ein Ziel,
zwei Mal gibt´s zuhaus ein Spiel,
und zwei Mal auswärts – nebenbei:
Ich bin bei jedem Spiel dabei.

Erst in Bremen, dann in Franken,
um noch einmal aufzutanken,
für die Zeit der Sommerpause,
ganz schwere Zeit bei uns zuhause.

Dann sehnt die Liebste sie zurück,
die Bundesliga, Fußballglück,
mein froher Gang zum Stadion,
ein wenig Ruhe ist ihr Lohn.                     12.04.2010

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Blank

Was schreib ich nur? Wem sag ich Dank?
Ich hab gestichelt, hab gezankt,
und erkenne nach dem Spiel:
Auswärts finden wir das Ziel.

Meine Nerven, nur noch Dreck,
30 Stränge werf ich weg,
sie sind beim Spiele durchgeschmort,
ich hab gezittert – oh, my lord.

Die 1. Halbzeit – mehr als matt,
und sicherlich kein Ruhmesblatt,
ein Festival der falschen Pässe,
abzuhaken, schnell vergessen.

Ich habe nur mal kurz gelacht,
als Hoffenheim den Striptease macht,
ein Griff zur Botz, der Spieler wankt,
und zog kurz vor der Kamera blank.

An Pässen – kurz, dann wieder steil,
freu ich mich – doch ´s Hinterteil,
tu ich mir auch bei Sky nicht an,
auf keinen Fall – von einem Mann.

In der Pause durchgeschnauft,
das Haar geglättet – denn gerauft,
ist´s nicht so lieblich anzusehn,
so kann man nicht zum Fußball gehn.

So kam ich zum TV zurück,
das 0:1 – dank Matuschyk,
und plötzlich sah ich nicht mehr grau,
nein, rot-weiß, oh, welche Schau.

Mein Puls, der vorher lahmgelegt,
hat sich spontan nach vorn bewegt,
und plötzlich hatt ich das Gefühl,
die Uhr ständ still, in diesem Spiel.

Wie eingegossen in Acryl,
standen die Minuten still,
so kam es mir – kurz nach dem Tor,
jedenfalls ganz grässlich vor.

Erst nach Matu´s zweitem Treffer,
ging es mir erheblich besser,
und ich frage mich schon heut,
wie man uns nun Daheim erfreut.

Gibt´s Freitag den Befreiungsschlag?
Ein neues Spiel, ein anderer Tag,
Bochum aus dem Ruhrgebiet,
mal schauen was Zuhaus passiert.

Auf jeden Fall, und das steht fest,
tu ich als Fan nur stets my best.
Und ins Büro – ja, Leute, glaubt,
geh ich mit hoch erhobenem Haupt.    10.04.2010

Man versprach mir Baldrian,
vergangene Woche – ganz spontan,
damit ich jetzt am Millerntor,
nicht im eigenen Safte schmor.

Man sorgte sich – ganz alldieweil,
angeblich um mein Seelenheil,
denn falls der Geißbockclub nicht trifft,
sind meine Nerven reinstes Gift.

Nun fahr ich morgen, fahr ich ohne,
und niemand interessiert´s die Bohne,
dass ich so völlig schutzlos fahr,
das ist mein Schicksal – ist doch wahr.

Der Kicker spricht vom letzten Hemd,
Abwehrnotstand – dass es brennt,
doch die Presse übertreibt,
weil letztlich nur wer schreibt, auch bleibt.

Christian Eichner wird es richten,
wird St. Paulis Angriff lichten,
und Makinos erstes Spiel,
wird perfekt – sagt mein Gefühl.

Das Werder-Match, mit diesem Schwung,
fühle ich mich wieder jung,
wie ´78, einst im Mai,
das 5:0 – ich war dabei.

Das Spitzenspiel im tiefen Keller,
nach einem Sieg wird es schon heller,
doch vor Erfolg – wer weiß das nicht,
steht ganz oben erst die Pflicht.

Bin heut gespannt schon, wie ein Bogen,
spür schon das Kribbeln, ungelogen,
Jungens, legt Euch gut ins Zeug,
dann werden wir auch nicht enttäuscht.

Vielleicht gibt’s ja noch Perspektive,
auf neuen Stürmer – Kopfballriese,
einen Knipser, der uns fehlt,
dann werden wir auch vorn beseelt.

Auf Helmes habe ich gehofft,
doch kam es so, wie leider oft:
Es fehlte Geld – und Völlers Ja,
keine Chance auf ein Hurra.

Kein Baldrian, kein Valium,
doch bin ich helle, gar nicht dumm:
Wird´s eng – mach ich die Augen zu,
was ich nicht seh – ist fort im Nu.

Als kleines Kind hat´s funktioniert,
so denke ich, dass nichts passiert,
unsere Böcke werden´s richten,
freu mich schon mächtig auf das Dichten.    28.01.2011
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St. Pauli vor dem Match

Ein weiser Mann – gar fit im Job,
und noch dazu – wie ich – bekloppt,
vom Geißbockvirus infiziert,
hat mich heute instruiert.

Er sprach zu mir: „So sorge nicht,
ich seh im Tunnel helles Licht,
und weiß, es winkt dir großes Glück,
mit 3 Punkten geht’s zurück.

Wirst du auch im Stadion beben,
meinst, du kannst nicht überleben,
so glaub mir doch, am Millerntor,
rückt der FC ein Stück weit vor.

Klettert froh in der Tabelle,
kein Angst, nun sei recht helle,
freu dich auf die Fahrt zur Elbe,
am TV – fühl ich dasselbe.“

Nun ist mir wohl in meiner Haut,
dies Gespräch hat aufgebaut,
brauch weder den Melissengeist,
noch Valium – und wie´s so heißt.

Weder frischen Baldrian,
noch Beistand im rot-weißen Wahn,
ich brauch es nicht – der Stand ist: Heute,
doch am Samstag – bin ich Beute.

Dann weiß ich, dass der Wahnsinn greift,
dann bin ich wieder überreif,
dann beiß ich – von dem Spiel gefangen,
in jede nahe Eisenstange.

Dann bin ich wieder ratsch bekloppt,
mal down, mal obenauf und Top,
dann schau ich ständig auf die Uhr,
Fußball ist für mich Tortur.

Meine Nerven liegen blank,
der FC, er macht mich krank,
doch ohne ihn – so muss ich´s sehn,
wär mein Leben halb so schön.

Ich freu mich auf das ferne Ziel,
ist Hamburg auch im Winter kühl,
wird es mir im Stadion heiß,
liegt der Ball im Anstoßkreis.

So drückt dann alle fest die Daumen,
lasst mich fiebern, lasst mich staunen,
und lasst mich ausgelassen sein,
mit einem Sieg – fahr ich gern heim.

In Hamburg wird’s ein Schlüsselspiel,
nach unten Abstand – welch ein Ziel,
und wieder mal bin ich dabei,
Fußballfieber – Zankerei.                 24.01.2011
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3:0

3:0 sagt alles aus,
3:0 – da beißt die Maus,
nicht den kleinsten Faden ab,
wie schön, dass ich´s gesehen hab.

Ich war nicht sicher, tief im Sinn,
ob ich noch in der Lage bin,
froh zu reimen – mit viel Schwung,
doch heut spür ich Erleichterung.

Wann hab ich das zuletzt erlebt,
wann hat der Stall zuletzt gebebt?
Wann sangen wir zuletzt, mit wem:
Oh mein Bock, wie ist das schön.

Wann habe ich zuletzt gelacht,
mich nach dem Spiel fast nass gemacht,
in der Erkenntnis, dass was geht,
wenn man den Sinn des Spiels versteht.

Wann gab´s zuletzt, ich träum davon,
vum Trömmelche, der kölsche Song,
wann sangen wir, ganz ohne Halt,
das Alaaf, dass es nur schallt.

Spieler, die heut Leistung zeigen,
dass ich mir fast die Augen reibe,
Ehret, Andrezinho gar,
das war einfach wunderbar.

Poldi hat das Spiel gelenkt,
er ist der Motor, der stets denkt,
traf zweimal – macht uns schier verrückt,
der i-Punkt auf dem Kölner Glück.

Die Neuen sind Bereicherung,
schlagen ein, Erleichterung,
es herrscht heut einfach Freude pur,
in Köln am Rhein – seit 19 Uhr.

Vielleicht hat jeder auch gewusst,
dass man heute siegen muss,
das war heut ein 6-Punkte-Spiel,
Erhalt der Klasse ist das Ziel.

Nächste Woche, Millerntor,
ich bin dabei – im kölschen Chor,
sing mir die Seele aus dem Leibe,
wenn ich Euch auch damit vertreibe.

Doch in des Sieges Überschwang,
frag ich mich auch ein wenig bang:
War das jetzt Momentaufnahme?
Macht nicht, dass ich jetzt Böses ahne.

Ich will mich freuen, weiter so,
erst fröhlich reimen, das macht froh,
schenkt uns Punkte ohne Ende,
dann kommt sie fast von selbst – die Wende.     22.01.2011
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