13

Man spricht – doch ist´s mir shitegal,
die 13 sei die Unglückszahl.
Denn wär das anders, kann´s beeiden,
dürft ich dies Manuskript nicht schreiben.

Oskar gibt sich still und leise,
ein weiteres Mal grad auf die Reise.
Band VI – ich kann doch nichts dafür,
öffnet Phantasie die Tür.

Ich kann, wie soll ich´s Euch nur sagen,
die 13 doch nicht überschlagen.
Ein leeres Manuskript im Haus…?
Wie sähe bitte das wohl aus?

So begab sich nunmehr, heuer,
der Rabe auf ein Abenteuer,
dessen Ende – wie und wann,
ich heut nicht übersehen kann.

Die Geschichten, die es gibt,
nehmen MICH halt ständig mit.
Keinesfalls ist´s andersrum.
Fragt mich nicht wieso, warum.

Das Ende kenn ich heute nicht.
Auch nicht den Weg – wär das denn Pflicht?
Ich muss es nehmen, wie es kommt.
Manchmal zäh und manchmal prompt.

Manchmal bin ich überrascht,
manchmal bin ich glatt vernascht,
von dem was auf Papier geschieht.
Immerzu dasselbe Lied.

Figuren – ist das Fluch, ist´s Segen,
beschreiten ihre eigenen Wege.
Interessieren sich dann kaum,
für meinen Willen – na, mal schau´n.

Geben mir gar Widerworte.
Egal, ob meine Seele kochte.
Egal, ob ich verletzlich bin,
sie sind halt so – und ich nehm´s hin.

In jedem Jahr ein neues Buch?
Stoff dafür gibt es genug.
Die nächsten acht, neun Jahre sind,
nun schon belegt – wer wagt, gewinnt.

Das Unglück nun herauszufordern…
Bin ich wohl verrückt geworden?
Mit Nummer 13 – oh, Buhuh,
weiß ich wirklich, was ich tu?

Sollt ich´s nicht besser bleiben lassen?
Sind 12 nicht auch genug? – Ich fasse,
nunmehr folgenden Entschluss:
Dass ich es wohl riskieren muss.  03.10.17
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Schläfer

Früh am Tag – die Augen brennen.
So langsam solltet Ihr mich kennen.
Ich genieße, weil ich´s mag,
schreibend meinen freien Tag.

Bewege mich auf Wort für Wort,
in der Geschichte zügig fort.
Genieße frische Luft und Kühle,
komme draußen schnell zum Ziele.

Verarbeite, wie ich´s grad merk,
jederzeit und auch verstärkt,
Erfahrungen, die es grad gibt.
Eindrücke, wie´s grad beliebt.

Im unteren Bewusstsein, klar,
sind die Geschichten lang schon da.
Man muss halt nur am Zuge bleiben,
und sie emsig niederschreiben.

Ob Ferdi, die Kartoffelkäfer,
gedanklich bin ich wohl ein Schläfer,
dessen Eindruck schnell erwacht,
immer dann, wenn´s Sinn mir macht.

Unterhaltung, bitte sehr.
Fachsimpelei – was will man mehr.
Alles kommt in die Regale.
Breite, hohe, kleine, schmale.

Liegt herum, verstaubt dort auch.
Aber wenn ich´s letztlich brauch,
kommt es und da freu ich mir…,
endlich zur Verwendung hier.

Vielleicht ein wenig – wenn´s drum geht,
angepasst und leicht verdreht,
jedoch im Reich der Phantasie,
geht das wohl – fragt nur nicht wie.

Hirnes Windung braucht es nicht.
Nonsens schreiben, scheint mir Pflicht.
Alles kommt heraus, wie´s soll.
Ich weiß, ich bin halt raderdoll.

Worte, Bilder, die noch schlafen,
die mich irgendwann mal trafen,
verwende ich – na, weil ich´s muss.
Erzählungen – vielleicht auch Stuss.

Auf dass sich die Regale leeren,
sofern da nicht die Tage wären,
an denen sie sich wieder füllen.
Mit, selbst gegen meinen Willen.

So bleibe ich zum Schluss dabei:
Die Gedanken, sie sind frei.
Von dies und jenem, bis zum Käfer.
Bin nicht gefährlich – nur ein Schläfer.  15.07.17
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Welttag des Buches 2017

Ein grauer, trister Regentag.
Sprach ich schon, dass ich das mag?
In meinem stillen Zimmer hier,
sitz ich mit Tonnen aus Papier.

Hör die Tropfen auf den Scheiben.
Lacht bloß nicht, ich mag das leiden.
Umgeben von der Bücherwelt,
von vielen Träumen – das gefällt.

Kein Film kann mir die Bilder geben,
die sich in meinem Kopf erheben,
sinke ich tief ein ins Buch.
Probiert es mal – wagt den Versuch.

Selbst die eigenen Gedanken,
entbehren manchmal allen Schranken,
ergießen sich aufs leere Blatt,
ein Hoch dem, der´s erfunden hat.

Ich liebe den Geruch, das Blättern.
Was interessiert mich da das Wetter?
Ich hole mir die Sonne pur,
übers Träumen – um die Uhr.

Tauche ein in die Gefahren,
genieße sie, wo keine waren.
Denn ich weiß durch alle Zeit:
Hier bin ich in Sicherheit.

Ich seh mich um – ich weiß genau,
sobald ich auf die Rücken schau,
welches Buch mich fasziniert,
welches Buch mich lang verführt.

Gedanken, die zum Wort geworden.
Kleine Lettern, ganze Horden,
nahmen ihre Plätze ein,
fürs große Ganze – so soll´s sein.

Erzählen können, wollen, dürfen,
tief in jeder Windung schürfen,
das ist herrlich – ein Geschenk.
Bücher sind´s, wo´s Herz dran hängt.

Auch ich hab diesen Traum geträumt.
Was mir wie ein Wunder scheint,
wurde Wahrheit – klein zwar nur,
doch bin ich auf vertrauter Spur.

Wenn ich schreibe, füllt mich das,
wenn ich lese, macht´s mir Spaß,
und lese ich aus Träumen vor,
aus meinen eigenen – reißt´s empor.

Das Buch hat seinen eigenen Tag?
Das ist schön – doch falls Ihr fragt:
Diesen Tag, den feiere ich,
an jedem Tag – mich hat´s erwischt. 17.04.17
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Mein großer Traum vom Lesen

Ich dachte schon, das sei's gewesen.
Vorbei mein großer Traum vom Lesen.
Die letzte Lesung - dieses Jahr,
sie ist Geschichte - ist schon klar.

Ich schaue auf das Planer-Ding,
des Jahres '17 - wäre King,
wenn da ein Termin bald steht.
Wenn was funktioniert, was geht.

Die Planungen, sie laufen schon,
auch am Orte, wo ich wohn.
Dazu selbst in der nahen Eifel.
Das könnte klappen - ohne Zweifel.

Nun saß ich grad am Sonntag hier,
so müde, blümerant war's mir.
Da macht mein iPhone ein Geräusch...
Ich schaue drauf - ward nicht getäuscht.

Es schrieb die liebe Gretje mir,
es öffne sich die nächste Tür.
Eine Lesung weit, weit nördlich.
Ich würd mich freuen - sag es wörtlich.

Hoch, hoch oben, Ostseeküste,
wenn ich es nicht besser wüsste,
tät ich sagen - einfach so:
Das ist Schicksal - irgendwo.

Zusammen durch die Welt gereist,
jetzt schließt sich letztlich dieser Kreis.
Manches - glaub ich - soll so sein.
Die Freude, sie ist groß, ist mein.

Ob's letztendlich dazu kommt,
weiß man nicht - doch heute, prompt,
sag ich gerne, dass ich's will.
Freu mich offen - selten still.

Dass ich einmal Hemmung fand,
vorzulesen - Stadt und Land,
glaub ich heute selbst nicht mehr.
Ich mach es gerne - fällt nicht schwer.

Ich finde Spaß dran - und Routine.
Es erhellt sich meine Miene,
in jedem Falle - dann und wann,
den ich planen, finden kann.

Mein erstes, zweites, drittes Buch.
Mehr als lediglich Versuch.
Sondern etwas - voll im Plan,
das tief aus meiner Seele kam.

5 Manuskripte, die noch warten.
Das Schicksal, es spielt seine Karten.
Es sagt mir, dass es weitergeht.
Dafür ist es nie zu spät.    04.12.2016
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Nur ein frommer Wunsch

Ich wünsche mir aus freien Stücken,
ich könnte einfach um mich blicken,
ohne Phantasie zu sehn…
Herrlich wär das – einfach schön..

Ich würde ganz erwachsen sein,
in meinem Kopf so ganz allein,
ohne… - klar, auf alle Fälle,
steten Nachschub aus der Quelle.

Der eine sieht – Ihr wisst es schon,
die Vogelfutterpackstation.
Ich seh sie auch – nein, nein, kein Witz,
und trotzdem anders – Potz der Blitz.

Seh überall Figuren winken,
ich lasse steil die Hoffnung sinken,
dass das jemals anders wird.
Hab mich in mir selbst verirrt.

Ich strecke meine Finger aus,
trotz dem bösen Blick, oh Graus,
und merke doch, es hilft mir kaum.
Normal zu sein – das wär mein Traum.

Sehe, klar, das tut schon weh,
die Tatstatur von dem PC.
Und während ich darauf nun blick,
verändert sich das Bild - …verrückt?

Aus a-s-d-f-g und –h,
wird plötzlich – der Moment ist da,
ein erstes Wort, das mich verführt,
zum weiteren Schreiben – hab´s gespürt.

Einmal nicht Gespenster wähnen,
Monster mit gefletschten Zähnen,
Zwerge, Drachen – das und dies,
ja, das wär mein Paradies.

Raben aus Metall nicht wecken,
zum nächsten Leben und zu Zwecken,
die ich selber kaum versteh…
Ich weiß, es ist ganz schlimm – herrje.

Ich sollte mich wohl neu sortieren,
kann andernfalls nicht garantieren,
dass ich nicht – darf ich´s hier sagen,
demnächst spezielle Jacken trage.

Verknotet an der Brust, dem Rücken…
Bisher konnt ich dem noch entrücken,
doch spür ich, du, mein Stab, mein Hirt,
es wird schlimmer – bin verwirrt.

So bleibe ich nun jetzt dabei:
Die Gedanken sind zwar frei…
Doch ist und bleibt mein Wunsch sehr fromm:
Dass ich nicht in die Klapse komm.   28.07.2016
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Regale

Wenn ich auf die Regale schau,
so seh ich eines – ganz genau:
Bücher sind – so ist das eben,
ein riesengroßer Part im Leben.

So viele Bäume mussten sterben,
auf dass die Kinder einstmals erben,
Tonnen – Tonnen an Papier,
fein bedruckt – sie stehen hier.

Schaun mich an mit ihren Rücken,
mal bunt, mal grau – mich zu beglücken,
mit ihrem Inhalt – den ich las,
und leider oft darauf vergaß.

Doch manche, die ich heftig liebe,
sind in meinem Hirn geblieben.
Ich lese mich ganz kurz nur ein,
versinke neu – so soll das sein.

Ich spür erneut, dass all die Seiten,
da sind, um mich schnell zu leiten,
vom Hier und Jetzt – in andere Zeit,
kurz abzutauchen – bin bereit.

Geht´s mir nur so, dass ich vernehme,
wie sie mich rufen? – Nun, ich schäme,
mich gewiss – tja, Ihr versteht,
falls es grad nur mir so geht.

Es mag vielleicht am Alter liegen,
an erstem Kalk – ich will nicht lügen,
doch höre ich den Ruf schon lang.
Eigentlich… - vom Anfang an.

Bin froh, dass unser Haus stabil.
Regale, Bücher hat´s so viel,
und dennoch geht es – stark wie nie,
bisher kein bisschen in die Knie.

Das Fachwerk und die Eichenstämme,
haben Kraft – wie ich das kenne.
Ich denke mir nun gerade fast,
ein weiteres Buch – gar zwei – das passt.

Und nebenbei – so im Versteckchen,
leicht verborgen – so im Eckchen,
sehe ich – na ja, was soll´s,
2 Bücher auch von mir – bin stolz.

Sollte ich nun weiterschreiben,
möglichst auch noch übertreiben,
könnte es am Ende sein,
es werden mehr - …der Plan ist mein.

Nicht nur Papier – nein, eine Seele,
haben Bücher – ich empfehle:
Wer´s nicht kennt, der horche dran,
ob er den Ruf vernehmen kann.   09.01.2016
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Geknickt

Es gibt Menschen - ...nicht zum Lachen,
die sich laufend lustig machen,
über meinen Drang, zu Schreiben.
Soll ich's lassen? - Lass ich's bleiben?

Ich lauf ein wenig - das ist dumm,
bedröppelt und geknickt herum,
weil es mir - nun gebt gut Acht,
einfach so viel Freude macht.

Nun könnte ich zwar überlegen,
diesen steten Wörter-Regen,
still zu schreiben - nur für mich...
Dann blieb's im Dunkeln - ohne Licht.

Im Keller - an gekalkten Wänden,
schrieb ich dann mit meinen Händen,
Wort für Wort - gar viele Zeilen.
Ruhig und brav - und ohne Eile.

Und wenn die Liebste lieblich wär,
(ich weiß, das fällt ihr furchtbar schwer),
legte sie mir - welch ein Traum,
Strom in meinen Kellerraum.

Statt nachts auf feuchtem Stroh zu liegen,
und mich in den Schlaf zu wiegen,
könnt ich schreiben - viel und oft.
Das ist's, worauf der Dichter hofft.

Doch was blüht mir nun - stattdessen?
Jeden Traum muss ich vergessen.
Weil man sagt - ich hätt versäumt,
ein Mann zu werden - nur geträumt.

Ich sei - ganz innen - noch sehr kindisch.
Nun, wenn das stimmt - dann, ehrlich, find ich,
diesen Vorwurf gar nicht schlimm,
weil ich gern ein Kindskopf bin.

Ich hab noch ein paar Jahr - wie fein,
hin zum Ganz-erwachsen-sein.
Und schaff ich's nicht - dann bin ich froh.
In meinem Fall - ist's besser so.

Ihr könnt jetzt jammern, hoffen, beten,
ich werde trotzdem weiter kneten,
das, was um mich schwirrt und fliegt...
Sprache - weil mir was dran liegt.

Meinen leicht verschrobenen Blick,
meinen kurz erwähnten Knick,
den entknick ich - auf der Stelle.
Ich fühl mich besser - alle Fälle.

Und wenn sich jemand lustig macht,
dann - so hab ich's mir gedacht,
lache ich - so ist's mir lieber,
einfach mit - und Schwamm darüber.  03.08.2015
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Radio BM und mein Buch

Seit gestern gibt's mich - das macht froh,
samt des Zwergs im Radio.
Der Sender hat mich - oh, es swingt,
auf seiner Homepage - flott verlinkt.

Vielleicht ist's für uns beide gut,
Erfolg braucht schließlich etwas Mut.
Daher war es an der Zeit,
jetzt auch zu werben - bin bereit.

Der Sender Bergheim - noch fast neu,
er schreibt von mir - wie ich mich freu.
Und ich geb den Ball zurück,
wünsche ihm - von Herzen Glück.

Musik ist nämlich - neben Schreiben,
meine Welt - so soll es bleiben.
Und wenn's dann aus dem Äther schallt,
weiß ich - ich werd niemals alt.

Das, was gerade mir passiert,
dieses Fieber, das grassiert,
macht mir einen Spaß wie jeck.
So komme ich - aus dem Versteck.

Normalerweise eher still,
merke ich - dass ich das will.
Dass ich dieses Buch jetzt schrieb,
nicht nur für mich - ich hab's schon lieb.

Ob Steinwart seine Kreise zieht?
Wir werden sehen, was geschieht.
Doch ist der Autor viel zu leise,
endet ganz spontan die Reise.

Ich habe meine Finger schon,
bis hoch im Norden - ja, mein Lohn,
wäre es - wenn man bald spricht:
Ohne Steinwart - geht es nicht.

Ich freue mich - ich bin fast crazy,
und ich werd gewiss nicht lazy,
hinzuweisen - Zeit zu Zeit,
auf mein Buch - tut mir nicht leid.

Mal schauen, was die Zeit so bringt,
was noch klappt - und was gelingt.
Was ich so erreichen kann.
Sorry - fange grad erst an.

Ab gestern nun - per Radio.
Am Heimatort - nicht irgendwo.
Denn wo man lebt - das sei gewiss,
dort fängt man an - es ist wie's ist.

Drückt uns einfach nur die Daumen.
Ich, für mein Teil - ich kann nur staunen.
Ich bin verrückt - und das ist klug,
denn dann bekommt man - nie genug.   10.07.2014
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Feuertaufe

Nein, ich kann dafür nichts kaufen,
aber meine Feuertaufe,
erfuhr ich heute - Aug und Ohr,
denn ich las - zur Probe vor.

6 Personen - ich inmitten,
und man hing an meinen Lippen,
als ich las - für eine Weile,
Wort für Wort - so manche Zeile.

Erst zu schnell - dann mit Bedacht,
hab mich einfach stark gemacht,
und dann gelang es - gar betont.
Die Probe hat sich sehr gelohnt.

Plötzlich weiß ich - dass es geht,
ahne ich - dass man versteht,
was ich konzentriert so rede,
Wort für Wort - zum Besten gebe.

Ich legte das Nervöse ab,
und betonte gar - anstatt,
zu reden wie ein Wasserfall.
Frohe Mienen - überall.

Am Ende meiner ersten Probe,
begann man auch noch, mich zu loben.
Beifall gab es - doch ich denk,
dieser Beifall - war geschenkt.

Man wollte mich nicht gleich verletzen,
da beginnt man doch zu schätzen,
dass es nette Menschen gibt,
manchen gar - der dich auch liebt.

Das war nun das erste Mal,
ziemlich einfach - nicht fatal,
und ich weiß - seit gerade eben,
ich werd es später - überleben.

Nur wer probiert - welch Offenbarung,
gewinnt dadurch - und zwar Erfahrung.
Wobei - ein fremdes Publikum,
bringt mich ganz gewiss - fast um.

Die Feuertaufe - jedenfalls,
ist nun bestanden - und mein Hals,
war noch nicht mal zugeschnürt.
Ehre denen - dem's gebührt.

Und zwar den Menschen - die dort saßen,
für den Moment die Zeit vergaßen,
die sich von mir belabern ließen.
Dank an Euch - Ihr Lieben, Süßen.

Ich bin getauft - in reinem Feuer,
ja, mein Dank - er sein nun Euer.
Danke, dass Ihr mich ertragt.
Ich wollte nicht - Ihr habt gefragt.  06.07.2014
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Verbreitung

Zu verbreiten - sagt man mir,
Worte - druckfrisch - auf Papier,
geleimt und in ein Buch gefasst,
das sei schwierig - bis es passt.

Ein bisschen Werbung sei nicht schlecht,
auch eine Lesung - wer´s denn möcht,
und ein paar Sätze - gibt´s ja schon,
im Internet - als Rezension.

Jetzt frag ich mich - wie es gelingt,
dass man das Werk zum Leser bringt.
Die Zeitung war schon interessiert,
das erste Fieber - es grassiert.

In Grouven - heißt es - spricht man schon,
über seines Ortes Sohn,
der Worte fand - der Worte viel,
für ein Buch - ein klares Ziel.

Das Problem - ganz klar jedoch,
vor dem ich stehe - hier am Ort,
ist der Makel - am Gewinn,
dass ich nicht - Frau Rowling bin.

Daher hat meine Frau geplant,
oh, mein Gott - ich hab´s geahnt,
eine Lesung - hier im Hof,
bei schönem Wetter - klingt nicht doof.

Ich solle schon mal kräftig üben,
am Abend spät - und kurz vor Sieben,
meine Stimme - gut zu ölen.
Die Bänder strapazieren, quälen.

Notfalls holt sie mir auch Kreide,
für den Ausdruck - oh, ich leide,
doch sagt sie - so wie sie das sieht,
dass nur - was sie bestimmt - geschieht.

Wer A sagt - sprich ein Buch verfasst,
der sage auch - klingt es auch krass,
ein klares B - mit stolzer Brust.
Nun gut - dann tu ich´s - das macht Lust.

Ihr werdet wohl in Bälde hören,
vom Termin - ich will nicht stören,
und verlasse Euch - nun wieder.
Wer dann Lust hat - komme rüber.

Alles zu den Einzelheiten,
werden wir nun bald verbreiten.
Wenn das Wetter erst mal stimmt,
dann passt das schon - wer wagt, gewinnt.

Denn Steinwarts Leben - die Legende,
hat noch lange nicht - kein Ende.
Da ist noch so viel Wort in mir,
für Berge - Berge aus Papier. 02.07.2014
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Vorlesen

Die Liebste sagt mir - oft und gerne,
ich solle endlich lesen lernen.
Ein Buch zu schreiben - mache Sinn,
jedoch mein Tun - nimmt sie nicht hin.

Ich schau sie an - total verwirrt,
ich frage sie, ob sie sich irrt.
Ich kann doch lesen - schreiben auch.
Ehrlich... - ich steh auf dem Schlauch.

Sie sagt zu mir: <<Ach Scheibenkleister,
nur die Übung - macht den Meister.
Suche dir ein Publikum,
und lies jetzt vor - schau nicht so dumm.

Hast du auch die Hosen voll,
sage ich dir - ohne Groll:
Wer nicht liest - verkauft sein Werk,
niemals nicht - denk an den Zwerg.

Auch er hat Federn lassen müssen,
darum, mein Herr - lass ich dich wissen:
Übung soll die Pflicht nun sein,
sonst sperr ich dich - im Keller ein.>>

Recht hat sie - gar keine Frage,
und heute ist der Tag der Tage.
Ich habe ihren Rat verdaut,
ab heute lese ich nun - laut.

Räuspere mich - ich öl die Stimme,
verlasse unser Haus - mein Zimmer,
und lese vor - in unserem Hof,
selbst für Frau Hund - ich bin nicht doof.

Seh ich sie falten - ihre Pfoten,
ist Eile, Reaktion geboten.
Deckt sie ihre Lauscher ab,
wird's für mich - ganz denkbar knapp.

Klemmt sie den Stätz - beginnt zu jaulen,
hilft kein Zaudern - hilft kein Maulen.
Dann weiß ich - ja, ich schreib es hier:
Das Leid des Tieres - liegt an mir.

Wird es meiner Liebsten komisch,
dann - ich denk mal - dann beton ich,
nicht genau - und punktuell.
Oder lese - gar zu schnell.

Ich brauche jetzt ein Publikum,
um Zuzuhören - brav und stumm.
Um zu üben - um zu proben.
Die Gefühle - oh, sie toben.

Ich lese vor - denn ich bin stark.
In den Beinen - Magerquark.
Doch auch wenn's mir den Atem nimmt,
ich schaffe das - na, ganz bestimmt.   28.06.2014
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Steinwarts Leiden

Der arme Zwerg - vereinsamt nun,
hat nichts zu regeln - nichts zu tun.
Nichts, worauf er - dann und wann,
kurz mal reagieren kann.

Es ist - gäb es nicht dies Gedicht,
als existiere er fast nicht.
Alles, was er je erstrebt,
ist fast - als hätt er nie gelebt.

Dass ich daran was ändern muss,
ist völlig klar - und mir bewusst.
Ein wenig Werbung - etwas Schwung,
belebt jetzt - die Erinnerung.

Der arme Kerl - hat sich geplagt,
viele Nächte - manchen Tag.
Doch statt man ihm - dafür nun dankt,
vergisst man ihn - das macht ihn krank.

Ich muss das jetzt hier einfach schreiben.
Seht Ihr denn den Zwerg nicht leiden?
Er verlor seinen Leben fast,
jetzt blockt man ihn - das ist schon krass.

Da habe ich mir flott gedacht,
dass es vielleicht - gar Sinn nun macht,
für den Zwerg - an dieser Stelle,
kurz zu werben - auf die Schnelle.

Das macht man schließlich - ist so Brauch,
für Waschmittel und Deo auch.
Für Urlaub und Finanzen - Reisen,
für Parfums und leckere Speisen.

Für Kleidung - und für schnelle Wagen,
für guten Rat - in allen Lagen.
Für Finanzen - feinstes Tuch.
Warum dann nicht - auch für ein Buch?

Werbesprüche - diese klugen,
manchmal zäh - wie aus den Tuben,
brauch ich nicht - und das ist fein,
das kann ich schließlich - ganz allein.

Drum habe ich mich hingesetzt,
grad heut Morgen - hier und jetzt,
auf dem Balkon - brech mir den Kopf.
Sorry - Steinwart Wurzelknopf.

Das hast Du wirklich nicht verdient,
jedem das - was ihm geziemt,
und ich weiß - ich weiß, Ihr Lieben:
Ich wäre besser - still geblieben.

Doch fragte höflich meine App,
ob ich nichts mehr zu sagen hätt.
Nun tat ich es - bin übern Berg.
Tut mir leid - mein lieber Zwerg.   22.06.2014
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Geschmack

Ich kann kaum sagen, wie das schmeckt,
der erste Schwung - er ist schon weg.
Ganz einfach mal ein Herz genommen:
Ich bin auf den Geschmack gekommen.

Am Wochenende gab man sich,
die Klinke in die Hand - um mich,
zu besuchen - nebenbei,
ein Buch zu kaufen - oder drei.

Ich schwebe grad - auf Wolke 7.
Nein, das ist nicht übertrieben.
Man kann auch schweben - butterweich,
ist man was schwerer - nicht ganz leicht.

Die ersten lesen - so soll´s sein,
sich mit Vorsicht - langsam ein.
Verschwinden kurz in meiner Welt.
Es wär schön - wenn´s auch gefällt.

Ich habe die Personen gerne.
Euch sind sie - vielleicht - noch ferne.
Begleitet sie - auf ihrer Reise,
jeder halt - auf seine Weise.

Wenn´s Euch dann an den Händen klebt,
falls es sein eigenes Leben lebt,
falls Ihr es kaum mehr missen wollt,
dann wäre das - ganz einfach toll.

Doch wenn es Euch - stellt Ihr das fest,
nur das Köpfchen schütteln lässt,
dann lasst es sinken - ist nicht schlimm.
Mein Fell ist dick - ich nehm das hin.

Auch wenn - das sei hier klargestellt,
mir´s andersrum - viel mehr gefällt.
Ich habe - hab ich´s schon gesagt (?),
jetzt Blut geleckt - weil ich das mag.

Ich glaube ja noch immer nicht,
dass dieses Buch - der Gang ans Licht,
wirklich - wirklich Wahrheit ist.
Dass man meine Worte - liest.

Dass man meine Seiten blättert,
dass man mich anschreibt - mit mir chattet,
dass man - eine Nachricht schickt.
Liebe Leute - das ist Glück.

Dass man mir nette Worte schreibt,
das ist herrlich - und zur Zeit,
bin ich einfach - durch den Wind.
Auch wenn Ihr sagt: - Der Mann, der spinnt.

Mir ist´s - mal ganz genau genommen,
als hätte ich - ein Kind bekommen.
Ich habe den Geschmack entdeckt.
Ich bin ganz einfach - hin und weg.  18.06.2014
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Nervös

Ich weiß, es macht recht wenig Sinn,
doch da ich reichlich fickrig bin,
ist der Fakt - liegt auf der Hand,
im Freundeskreis - recht gut bekannt.

Jetzt scheint es so - seit gestern Morgen,
als mache man sich große Sorgen,
um mein wertes Wohlergehn,
ich gebe zu - ich find das schön.

Ich bekam - das ist sehr nett,
gestern nun - ein Notfallset.
Allerbeste Nervennahrung,
perfekt - und eine Offenbarung.

Ein Fläschchen Wein - und Schokolade,
Zusatzstoffe für das Bade.
Lutscher auch - oh, welch ein Segen,
für die Kraft - sich zu bewegen.

Wieso man mir Geschenke macht?
Das ist simpler - als gedacht.
Man meint, das Buch macht mich verrückt.
Doch stimmt das nicht - das ist ein Glück.

Dass es mir heiß wird - dann auch kalt,
hat seinen Grund - ich bin zu alt.
Doch das jetzt auf das Buch zu schieben,
wäre kräftig übertrieben.

Dass es mir im Bäuchlein kneift,
liegt ganz sicher nur am Eis,
nicht jedoch - wie könnt's auch sein,
am Lesen müssen - das wird fein.

Dass die Hand mir zittern muss,
diese Enge in der Brust,
ist wahrscheinlich ganz normal.
Bin nicht nervös - ...na ja, egal.

Ich habe ja - den Notfallplan,
er hält mich bestens in der Bahn.
Wie schön, wenn man - weil's dann gut klappt,
wirklich gute Freunde hat.

Dazu noch ein Beruhigungsmittel,
Baldrian - fix in den Kittel,
ein Zelt - für reinen Sauerstoff.
Denn unverhofft - kommt wirklich oft.

Oh, schon bald - oh Gott, oh weh,
gibt es für das Net den Dreh.
Ein Interview - vor Kamera.
Und Schwups - pardauz - ich liege da.

Wie gut - das ist mir jetzt bewusst,
dass ich mich nicht sorgen muss.
Das Notfallpackage steht bereit.
Es wird benutzt - zur rechten Zeit.  15.06.2014
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Trieb

Da ich mich nun entschieden habe,
vor langer Zeit – nicht heut, nicht gerade,
zu verbreiten – was ich schrieb,
folge ich – nun meinem Trieb.

Er sagt – der Vorratsraum sei voll.
Klingt das auch perfekt und toll,
nach Weitblick – und nach Planung auch,
ist´s doch viel mehr – als ich je brauch.

Daher verteile ich die Beute,
unter Menschen – jetzt, ab heute.
Wer was will – der melde sich.
Verantwortlich dafür bin – ich.

Doch Vorsicht – nur nicht falsch verstehen,
es wird hier nicht um Nahrung gehen.
Nicht für den Körper – niemals, nie.
Nein – es geht um Phantasie.

Nahrung ist es – für die Seele,
was ich hier nun nicht verhehle.
Sättigung – wird nicht erreicht.
Nur im Kopf – nun ja, vielleicht.

Die Liebste sprach – wie´s ihr gefällt,
so spare sie – mein Taschengeld.
Ich sei nun endlich alt genug,
für eigene Beine – das klang klug.

Ich fragte höflich - <<Sag, mein Herz,
wenn´s nun nicht klappt – es ist kein Scherz,
legst du dann – oh, du mein Glück,
für mich ein bisschen was zurück?>>

Die Antwort – ich erspare sie,
ab ins Reich – der Poesie,
und poste nun – ins Netz, mein Bild,
weil´s ab heute – endlich gilt.

Der Fotograf – der es just schoss,
ein lieber Freund – und auch mein Boss,
meinte – was mich kaum pikiert,
schön sei ich – nur retuschiert.

Wenn ich nun auf das Bild so schau,
erkenn ich eines – ganz genau:
Der gute Mann – er hat zwar Recht,
doch trotzdem wirkt das Bild – nicht schlecht.

Ich meine fast – darf ich´s so nennen (?),
man könne bestens dran erkennen,
dass ich strahle – oh, mein Gott,
wie der besagte – Priemelpott.

Gehe ich Euch auf den Wecker?
Tut mir leid – es schmeckt zu lecker.
Ich sitz in meinem Vorratsraum,
und folg dem Trieb – es ist ein Traum.  14.06.2014
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Endlich

Nach all dem Bangen, Hoffen, Beten,
stehen nunmehr die Pakete,
vor mir – hier in unserem Raum.
Ehrlich, Kinder – welch ein Traum.

Von dem Tag – da ich begann,
bis heute – oh, mein lieber Mann,
hielt ich´s kaum für möglich – nein.
Doch jetzt… - muss es wohl Wahrheit sein.

Was draus wird – wer weiß das schon,
doch auch die Päckchen – sind ein Lohn,
den mir niemand jemals nimmt.
Ich freu mich – wie ein kleines Kind.

Mag sein – ich wiederhole mich,
in meinen Sprüchen – im Gedicht.
Doch wenn das Herz so prall gefüllt,
entsteht in meinem Kopf – ein Bild.

Und dieses Bild – muss mich beeilen,
gilt es kräftig – zu verteilen,
bevor es einst bei mir verblasst.
Glaubt Ihr das wirklich…? – Quatsch, ach was.

Dies Gefühl – ich nehm es mit,
auf jedem Weg – auf jedem Schritt,
und freue mich ein Leben dran.
Sofern ich´s darf – sofern ich´s kann.

Ein wenig Stolz – das geb ich zu,
klingt in mir drin – ist du auf du,
mit mir selbst – auch wenn´s vielleicht,
ne Sünde ist –…macht sie mich reich.

Reich an Spaß – und an Gefühl,
reich an dem erklärten Ziel,
eines Tages – im Regal,
ein Buch zu sehen – nicht mal schmal.

Ein Buch – mit meinem eigenen Namen.
Ein Buch – voll mit erdachten Dramen.
Mit Freundschaft, Liebe und Gefahr.
Dieser Traum – nun ist er wahr.

Noch steht er vor mir – eher nackt,
in Kartons versandt, verpackt.
Doch bald schon – lasse ich ihn frei.
Und Ihr – Ihr seid per Reim dabei.

Freut Euch ja vielleicht – mit mir,
ach. wäret Ihr jetzt gerade hier,
könntet Ihr mein Strahlen sehn.
Das macht selbst mich – vielleicht noch schön.

Für diesen Tag – hab ich gelebt,
seit Wochen schon – ich bin bestrebt,
dass dies Gefühl – noch lange hält.
Wieso? – Na, weil´s mir halt gefällt.  12.06.2014
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Lieferung

Nun wird es wahr - es ist belegt,
die Lieferung hat sich bewegt,
weg - hinfort der Druckerei,
hin zu mir - oh Gott, oh weih.

Vergangene Nacht - gab's die Whattsapp,
ich lag schon schlummernd - müd im Bett.
Es hieß, dass Dienstag - bitte sehr,
nun jetzt - der Tag der Tage wär.

UPS - so muss man's sehen,
wird vor unserem Tore stehen,
samt einer Ladung - voll Papier.
Beschrieben auch - und zwar von mir.

Ab Donnerstag geht's ans Verteilen,
der vielen Seiten - und der Zeilen.
Per Postversand - und überbracht.
Das ist mein Ende - gute Nacht.

Man wird sehen - was ich ersonnen.
Man wird sehen - was ich gesponnen.
Und so werd ich - muss ich's sagen (?),
demnächst - wohl kaum mehr Freunde haben.

Und trotzdem freue ich - voll Schwung,
mich dennoch auf die Lieferung.
Um mich dran - wie ist das schön,
dauerhaft - nicht sattzusehn.

Ich könnte mir - das wäre schlau,
Regale kaufen - ja, genau,
schleppe sie die Treppe rauf,
und fülle sie - mit Büchern auf.

Dann bleiben sie - für immer hier,
gehören so - für immer mir.
Ich setze mich - vergnügt davor.
Nun sagt es schon - Ich bin ein Tor.

Was jetzt kommt - ist meine Beute.
Doch trotzdem muss es - unter Leute.
Denn ansonsten - ja, Ihr Lieben,
hätte ich - umsonst geschrieben.

150 Stück - bereiten,
mir - mit 90.000 Seiten,
so viel Freude - und ein Ziel:
Es ist alles - wie ein Spiel.

So viele Worte - viele Sätze,
Figuren, Kreaturen, Plätze,
die jetzt auf ihre Reise gehn.
Ich sage stolz - ja, das ist schön.

Noch zweimal schlafen - dann wird's wahr,
dann endlich, endlich sind sie da.
Von UPS hier abgegeben.
Papier - doch die Gedanken leben.  08.06.2014
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Schlaf

Warum es gerade mich nun traf?
Ich weiß es nicht - jedoch mein Schlaf,
ist seit Tagen - furchtbar schlecht.
Auch wenn ich es versuche - möcht.

Selbst der Büroschlaf - der sonst hilft,
bleibt mir verwehrt - kein Hoffnungsschild.
Sobald ich in den Schlaf versink,
schon träume ich - was mir sehr stinkt.

Ich seh mich - mit dem Buch in Händen,
das Hirn vergeht im steten Senden,
der einen Nachricht - SOS.
Das ist´s - das mich nicht ruhen lässt.

Ich vermische - Zeit zu Zeit,
im Traum die schnöde Wirklichkeit,
mit dem - was die Mechanik spricht,
die der Synapsen... - Reizt mich nicht!

Die letzte Nacht - sah ich mich lesen,
vor 2 Personen - meine Thesen:
Der eine schlief - der andere taub.
Es war schlimmer - als Ihr glaubt.

Schon der Gedanke - hilft da beten (?),
auf jener Bühne anzutreten,
ließ mich erwachen - samt Gefühl,
das "weiße Haus" - es sei mein Ziel.

In meinem Bauch - grad just geboren.
spür ich tief schon - das Rumoren.
Was soll das werden - hier gereimt:
Wenn das Buch - demnächst erscheint?

Was die Ängste - mir so bringen...
Im Traume musste ich gar singen.
Songs vom Stewart - von uns Rod.
Es war furchtbar - geht mir fott.

Ich mag des Stewarts schöne Lieder.
Live - am liebsten immer wieder.
Doch von mir - dort dargebracht...
Es war grausam - gute Nacht.

Ihr seht - oh Freunde - welch ein Jammer:
Ich habe in der trauten Kammer,
nächtlich keine Ruhe mehr.
Oh, mein Bock - ums Herz wird´s schwer.

Schlaflos bin ich - kalt erwischt,
(in Seattle - Ihr Lieben - nicht),
jedoch Zuhause - ohne Sinn,
und das - das ist gleich doppelt schlimm.

Vielleicht - das ist´s, was Hoffnung macht,
wird´s halb so schlimm, wie ich gedacht.
Oh Gott, oh Bock - mein Bauch, er kneift.
Ich bin bald - für die Klapse reif.  05.06.2014
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In der Hand

Und plötzlich hältst du - fassungslos,
ein Bündel Seiten fest im Griff,
deine Freude - sie ist groß,
dass es gerade dich - jetzt trifft.

Ein Bündel Seiten - nummeriert,
mit Worten, Sätzen reich versehn,
plötzlich - plötzlich ist's passiert,
dein Buch ist fertig - wunderschön.

Du drehst es immer wieder um,
schaust es von allen Seiten an,
irgendwie verwirrt und stumm,
dass es grad dir passieren kann.

Siehst auf das Cover und entdeckst,
dass wirklich dort dein Name steht,
freust dich einfach hin und weg,
den ganzen Tag - von Früh bis Spät.

Dieses Baby - ja, es passt,
das nimmt dir wirklich niemand mehr,
dem du Dich lang gewidmet hast,
es liegt nun vor dir - dick und schwer.

600 Seiten - sehr viel Text,
der dir aus deinen Fingern fließt,
jetzt ist er fertig - fast relaxt,
ist's für dich - wie's Paradies.

So manchen Tag alleingewesen,
in meiner Welt - in der ich schrieb,
jetzt können es auch andere lesen,
bewerten - ob ich's übertrieb.

Da ist viel Freude - Spannung auch,
hin auf den Tag - an dem's erscheint,
doch auch ein Kribbeln - tief im Bauch,
was der Leser - denkt und meint.

Ein Lampenfieber - ohnegleichen,
so bin ich eben halt gestrickt.
Na ja, mein Mut - er wird schon reichen,
mein Fell ist - gleich des Buchs - recht dick.

Jetzt sind es gerade noch 2 Wochen,
am 10. Juni wird's versandt,
meine Freude ungebrochen,
und irgendwo - auch mein Verstand.

Den Probedruck - halt ich in Händen,
immer wieder - und noch mehr.
Wo bitte soll denn das noch enden?
Zu widerstehen - fällt so schwer.

Ich bin ein Mann - ein Kind gebären,
kann ich nicht - das ist Natur.
Doch Worte, die nur mir gehören,
sind ganz ähnlich - glaubt's mir nur.  29.05.2014
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Neunter Juni

Kinder, Kinder – gute Nacht,
jetzt ist´s soweit – es ist vollbracht,
denn seit heute Morgen schon,
gibt’s den Hinweis – amazon.

Ich erhielt – und das ist wahr,
heut Früh den Hinweis – vom Notar,
dass mein Werk, das Ihr nun seht,
im Internet – als „kommt bald“ steht.

Am 9. Juni – bald, sehr bald,
mir wird heiß – dann wieder kalt.
Weil dieser Tag – seit langer Frist,
eh schon was Besonderes ist.

Denn unser Sohn – erinnere mich,
erblickte einst der Erde Licht,
ebenfalls zu diesem Date.
Jetzt sind´s halt 2 – was geht, das geht.

Die Windeln liegen schon bereit,
schön gehortet für die Zeit,
ab der man liest – was ich einst schrieb.
Kinder, Kinder – hab Euch lieb.

Vergesst nicht – dass ich schüchtern bin.
Mit Vorsicht ran – sonst rafft´s mich hin.
Ich freue mich – na klar – wie blöd,
und hoffe sehr – dass Ihr´s versteht.

Was mir passiert – was man jetzt macht,
das hätt ich niemals nicht gedacht.
Ich schau darauf – gedankenschwer,
und versteh – die Welt nicht mehr.

Ich freue mich – doch wer mich kennt,
weiß, dass ich – in dem Moment,
schon beginne – das seit Tagen,
mich konkret zu hinterfragen.

Die Liebste spricht: <<Oh ja, mein Lieber,
das ist nichts – als Lampenfieber.
Das hätte jeder – freu dich nur.
Am besten dreimal – um die Uhr.>>

Das tu ich jetzt – das muss so sein,
wie lang gewohnt – mit einem Reim.
Dort schreibe ich halt – immer wieder,
täglich die Gedanken nieder.

Kann´s kaum erwarten – voller Sehnen,
das Buch bald in die Hand zu nehmen.
Drin zu blättern – im Papier,
in dem Wissen – Stammt von mir.

Nicht mehr lange – nur noch Tage.
Ich bin voll crazy – ohne Frage.
Und sage dem Verlag – jetzt hier:
<<Liebe Karin – danke Dir!>>  20.05.2014
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Fehlersuche

Das muss halt sein - das ist halt Pflicht.
Ich gebe zu - begebe mich,
auf Fehlersuche - tut mir leid.
Das muss halt sein - und das braucht Zeit.

Hier ein Komma - statt des Punkt,
verdrehte Worte - jetzt wird's rund.
Hier vielleicht ein Wort zu viel,
und dort zu wenig - hin zum Ziel.

Ich kann den Text - bis zum Gelingen,
fast ja schon problemlos singen,
und trotzdem - ja, das ist schon krass,
findest du - schon wieder was.

Das Schöne ist - das herrlich Feine:
Ich suche letztlich nicht alleine.
Auch Freunde - die Verlegerin,
jeder etwas - das macht Sinn.

Bald - sehr bald - führt sie's zusammen,
oh, mein Gott - wie ist das spannend,
irgendwie - weil mir das schmeckt,
bin ich einfach - hin und weg.

Da entsteht was - schnell und leise,
nimmt mich mit auf seine Reise,
von dem ich gestern nicht gewusst,
dass es einst sein wird - das macht Lust.

Ich freu mich drauf - nach dem Verwalten,
es endlich in der Hand zu halten,
es anzufassen - drin zu lesen.
Ich bin verrückt - so ist mein Wesen.

Vielleicht bekommt's - ich sag's mal hier,
im Bett das Plätzchen neben mir.
Für die Liebste - samt der Decke,
bleibt gewiss - ne kleine Ecke.

Knapp vier - vielleicht sechs Wochen noch,
das ist nicht lang - ich sag es doch.
Ende Juni - dann ja dann,
ist's soweit - oh, lieber Mann.

Noch immer kann ich es nicht glauben,
doch die Gefühle - nun, sie schrauben,
sich langsam, langsam himmelwärts.
Nein, nein - das ist gewiss kein Scherz.

Es war mein Traum - ja, immer schon:
Regal - 1 Buch - ein toller Lohn,
ein Buch - auf dem, sofern das geht,
dann schließlich noch - mein Name steht.

Jetzt wird es wahr - doch vor dem Buche,
setzt die Pflicht - die Fehlersuche.
Gleich fang ich schon wieder an.
Ich tu mein Bestes - was ich kann.   17.05.2014
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Vorbestellt

Hey, ich kauf mir einen Rahmen,
schreib darüber meinen Namen,
und hänge ihn dann strahlend auf...
Ich hab - mein erstes Buch verkauft.

Bevor - was man ganz gern vergisst,
das eigene Werk erschienen ist.
Ich stehe hier - ich fass es nicht.
Das ist ein Anlass - zum Gedicht.

So könnt es bleiben - Stück für Stück,
und glaubt Ihr auch, ich sei verrückt,
dann mag das sein - dann ist das so.
Doch trotzdem macht es mich sehr froh.

Was da im Augenblick passiert,
das Fieber, das in mir grassiert,
macht mich völlig durch den Wind.
Doch nicht für das Reale blind.

Ich weiß, es ist Momentaufnahme,
ohne Anlass - und Reklame.
Was morgen ist - wer weiß das schon,
doch hab ich - meinen ersten Lohn.

Häng die 2 Scheinchen - nur als Mahnung,
hinter Glas - für meine Planung,
damit ich nicht den Halt verlier.
Falls ich nicht Acht geb - werden´s 4.

Vielleicht auch 8 - wer kann das wissen,
dann werde ich die Flaggen hissen.
Bei 10 - da drehe ich kurz durch...
Nein, nein - passiert nicht - keine Furcht.

Ich freue mich halt nur - am Freuen,
Tag für Tag - und stets aufs Neue.
Freude, Freude, Freude - pur,
für Herz und Seele eine Kur.

Ich bekomme - sag´s frei raus,
bald ein "Kind" - so sieht es aus.
Ein Kind, das viele Seiten hat,
mehr als 600 - ja, es klappt.

Bin jedoch - seid mir nicht bös,
neben Freude - sehr nervös,
und die Knie - sie schlottern mir,
wegen eines Bands Papier.

Ich warte, dass es Juni wird,
das Buch erscheint - sich nicht verirrt,
auf dem Wege - hin zum Druck.
Und sich entpuppt - als nur ein Spuk.

Dann müsste ich - NIEMALS IM LEBEN (!),
den Erlös - ja wiedergeben.
Nix da! - Oh, mein Buch erscheint.
Das Leben hat es gut gemeint.  15.05.2014
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Traum

Ich hab vergangene Nacht geträumt,
ich hätt im Leben nichts versäumt,
gar nichts - bis auf den Moment,
des Buchs in Händen - war mir fremd.

Mir ist schlecht - ganz flau im Bauch,
das Buch verging - in Schall und Rauch,
und übrig blieb, samt dumm Gesicht,
der, der träumte - nämlich ich.

Ich weiß nicht, was der Anlass war,
Träume sind oft sonderbar.
Mir ist nicht klar - war's nur ein Spuk?
Zu ignorieren - das wär klug.

War's vielleicht die Angst davor,
dass ich mich in dem Traum verlor?
War's vielleicht die Sorge nur,
gen Mitternacht - es tickt die Uhr.

Es kam die Mail - und darin stand:
<Abgelehnt!> - ja, mein Verstand,
fand im Traum - im Schlaf fällt's schwer,
keinen Ausweg, Wende mehr.

Ich wachte auf - in Schweiß getränkt,
Gedanken rasen - Hals wird eng,
schaute in das dunkle Zimmer,
alles war perfekt - wie immer.

Als ich nun grad mein iPad nahm,
die Mails grad checkte - so nach Plan,
da hat trotzdem mein Herz geklopft,
der Alptraum lebt - in meinem Kopf.

Doch wenn man(n) gleich die Sonne spürt,
dann wird die Ahnung weg radiert,
und mein Buch - wird Wirklichkeit,
gar nicht lang - und nicht viel Zeit.

Ich weiß ja, dass der Alte spinnt,
dass andere Dinge wichtig sind,
doch ich verliere - mich darin,
vielleicht ja ohne Grund und Sinn.

Vielleicht denk ich an manchen Tagen,
zu viel jetzt nach - und stell mir Fragen,
die es eigentlich nicht braucht,
Herz, Verstand - der Kopf und Bauch.

Sie alle streiten sich darum,
wer Recht behält - und das ist dumm,
weil ich halt dazwischen steh,
bleib ungehört - und das tut weh.

So kommt es dann - zu solchen Träumen,
zu aufgequirlten Blasen, Schäumen.
Bis Juni noch - die Planung steht,
ich bin gespannt - was da noch geht.  04.05.2014
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Kinderkriegen

Gedanken formten sich zu Worten,
durch den Zufall angeregt,
entführten mich an ferne Orte.
Ein Beginn - dann fortgelegt.

Viele Jahre lang geschlafen,
schlummernd, friedlich als Datei,
bis wir uns dann wieder trafen,
3 Kapitel - fast wie neu.

Ich habe sie kurz überflogen,
und plötzlich diesen Drang verspürt,
Worte - Wellen, wahre Wogen,
haben mich - spontan verführt.

Plötzlich haben weder Schranken,
noch leere Sinne mich gehemmt.
Bei wem darf ich mich jetzt bedanken?
Ich bin mir fast schon - selber fremd.

Verwirrt hab ich dabeigesessen,
und gedacht - <Das bin nicht ich!>
Ich fand die Hoffnung sehr vermessen,
bezüglich eines Gangs - ans Licht.

Ich hab das Manuskript gebündelt,
Papier - die Seiten - nicht zu knapp,
und hab gedacht - <Wenn man es zündelt,
gibt´s wenigstens - noch Wärme ab.>

Hätt jemand mir den Wink gegeben,
dass da ja - vielleicht was geht,
ich hätt gelacht - denn nie im Leben,
hätt ich´s geglaubt - falls Ihr versteht.

Dann dieser Anruf - früh am Tage,
dass der Verlag - sich interessiert,
es klang mir fast - nach einer Sage,
die letztlich - wirklich - nie geschieht.

Alle Träume - die ich träumte,
wurden plötzlich - plötzlich wahr,
und dass in mir die Hoffnung keimte,
es könnt was werden - ist doch klar.

Auch heute kann ich es kaum glauben,
es ist mir einfach zu abstrakt,
dass meine Worte etwas taugen,
ich fühle mich - vom Reiz gepackt.

Bekam nun gestern die Dateien,
erste Seiten - erster Satz,
ich könnt vor Freude lauthals schreien,
und hab in mir - zu wenig Platz.

Wär ich kein Mann - ich müsste lügen,
dann würd ich sagen - <Bitte sehr,
was jetzt geschieht - gleicht Kinderkriegen.
Es war ein Anfang - ich will mehr.>  24.04.2014
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Vorsicht Buch

Ein Buch, um tief hineinzusinken,
ein Buch, um darin zu ertrinken,
ein Buch, das dir ein Freund sein kann,
für jetzt, für gleich - ein Leben lang.

Ein Buch - die Umwelt auszublenden,
ein gutes Buch - in deinen Händen,
ist ein Geschenk - wenn Du's nur willst,
und damit die Sehnsucht stillst.

Ein Buch, das dich auf Reisen führt,
selbst wenn man nie das Fernweh spürt,
ein Buch, das dich an Orte bringt,
in welche man nur träumend dringt.

Mit Personen lachen, träumen,
mit Personen leiden, weinen,
die dir zum Freund geworden sind,
wenn Fiktion - dein Herz gewinnt.

Wenn du das Atmen glatt vergisst,
weil du so tief gefangen bist,
dass für die Wirklichkeit kaum Platz,
dann ist dies Buch - für dich - ein Schatz.

Wenn du im Buch die Hitze spürst,
wenn du im Buch bei Kälte frierst,
wenn bei Gefahr - die Hände nass,
dann ist dein Buch - für dich - ein Spaß.

Wenn du plötzlich weinen musst,
aus Mitgefühl - und unbewusst,
dann bist du mit dem Herz dabei,
und mit der Seele - Zauberei.

Du tauchst auf - Dein Herz, es klopft,
du hast die Bilder noch im Kopf,
die dir dein Verstand gemalt,
dann macht sich Phantasie bezahlt.

Ganz spontan erdachte Worte,
haben Zauber - führen an Orte,
die du kaum für möglich hältst,
wenn du dich dem Reigen stellst.

Wenn du am Schluss das Buch dann schließt,
träumend in die Ferne siehst,
nicht willst, dass es ein Ende hat,
dann hat der Story Sog gepackt.

Hat dich einfach mitgerissen,
aus Lesen folgt auch oftmals Wissen,
das speicherst du für alle Zeit,
sei Büchern offen - sei bereit.

Nur wenn du diesem Bann erliegst,
nur wenn dich diese Sucht besiegt,
wirst du wissen - was ich meine:
Ohne Buch - bist du alleine.     18.04.2014
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10.000

Ist es auch nicht wirklich schicklich,
geb ich trotzdem zu – Bin klicklich.
Denn noch drei, vier weitere Klicks,
dann sind´s 10.000 – welch ein Glück.

Hab nichts davon – na ja, nur wenig,
und fühl mich trotzdem wie ein König,
jedes Mal, wenn es passiert:
Der Zähler – nen Besuch notiert.

Auf meiner Seite – www,
henrys-reime – plus de,
habe ich mich ausgetobt,
und wurde gar – dafür gelobt.

Freute mich – oh ja, Ihr Lieben,
hat jemand in das Fach geschrieben.
Mein Gästebuch liegt dort bereit,
virtuell – so nutzt die Zeit.

So viel Gedanken durch die Jahre,
so viel von mir zu offenbaren,
ein öffentliches Tagebuch,
manchmal Segen – manchmal Fluch.

Dummes Zeug – wenn ich so fühlte,
reinen Blödsinn – wenn ich spielte,
doch auch derweil mit tieferem Sinn,
weil ich, wie ich bin – halt bin.

Hätte niemals nicht gedacht,
dass es mir die Freude macht,
die es macht – sobald ich schreibe,
sinniere, reime – übertreibe.

Dachte nie – ich fress nen Besen,
dass so viel Menschen es auch lesen,
manche ein Mal – manche mehr,
irgendwo – und irgendwer.

Erkenn es nicht – das Wer und Wo,
ist auch egal – es ist halt so,
ich seh Euch nicht den Vogel zeigen,
das ist auch gut so – will nur schreiben.

Will die Gedanken fließen lassen,
wenn´s geht, sie auch in Worte fassen.
Manchmal klappt´s – und manchmal nicht,
ein Reim ist schließlich – kein Gedicht.

Jetzt mach ich die 10.000 voll,
ehrlich, wirklich – find ich toll,
Danke für die stete Treue,
Tag für Tag – und oft aufs Neue.

Ich habe wirklich Freude dran,
und viel, viel später – irgendwann,
erreiche ich – noch die Million,
ich mein – ich ahn sie ferne schon.  04.04.2014
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Lesen

Mal angedacht, ich müsste lesen,
laut – und gar vor Publikum,
dann wär es das für mich gewesen,
ich fiele kollabierend um.

Würd nach letztem Atem schnappen,
hilflos zappelnd – wie ein Fisch,
es klapperten des Herzens Klappen.
Von wem ich schreibe? – Das bin ich.

Mein Puls, er würde rennen, jagen,
hundertachtzig – lang nicht Schluss,
flau und elend – wär´s im Magen,
eng und krampfend – in der Brust.

Windeln würde ich kaum finden,
nicht im XXL-Format,
müsste mir ein Betttuch binden,
na, sonst hätt ich – den Salat.

Würde auf dem Stuhle sitzen,
kein Blick nach vorn – nur aufs Papier,
würde vor Entsetzen schwitzen,
oh mein Gott – wie wird es mir?

Der Kopf wär voller Fluchtgedanken,
einfach so – und im Reflex,
ohne Hemmnis – ohne Schranken,
aufgesprungen – Hopp und Ex.

Nun gut, ich spinne jetzt mal weiter:
Mal angenommen – nur zum Test,
ich werde letztlich nicht gescheiter,
und man bindet mich gut fest.

Dann würde jäh das Licht erlöschen,
und mit ihm - auch all mein Mut,
dieser Fakt – er würd sich rächen,
denn hinter mir – da rösch`s nicht gut.

Ich würde – statt im Koma liegen,
mich besinnen – legte los,
würde meine Angst besiegen,
und diese ist – so glaubt´s mir – groß.

Würde in die Runde schauen,
konzentriert – und sehr bewusst,
würde mich – ganz einfach trauen.
Gott sei Dank – dass ich nicht muss.

Wobei… - ich träume seit zwei Tagen,
dass es sein könnt – neeee, ach was.
Wie wird mit grad – so eng mein Kragen?
Ist es wirklich? – Das wär krass.

Übung! – Übung macht den Meister!
Ich gebe mich – ab morgen dran.
Da scheiden sich in mir die Geister.
Rettet mich – so fangt schon an.   29.03.2014
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Gabe

Als ich etwas kleiner war,
jünger und mit dunklem Haar,
hatte ich - Ihr glaubt es kaum,
einen sonderbaren Traum.

Tief bei Nacht - ein helles Licht,
über mir schwebt ein Gesicht,
und sagt mir ruhig - ganz ohne Eile,
es wolle Gaben grad verteilen.

Ich sei der letzte auf der Liste,
und in der arg verstaubten Kiste,
sei nicht mehr wirklich allzu viel,
was also bitte - sei mein Ziel?

Ich war als Kind ganz furchtbar bange,
überlegte ernst und lange,
der Engel - voller Ungeduld,
ward schon grimmig - selber Schuld.

Endlich hatte ich entschieden,
und ich sprach - oh ja, Ihr Lieben,
ich wäre gern ein schöner Held,
der entzückt - und der gefällt.

Der Engel sah mich lange an:
<Bei dem Gesicht - oh Mann, oh Mann,
stoße ich - bei aller Macht,
an arge Grenzen - gib gut Acht.>

<Nun gut>, sprach ich - <schenk mir die Gunst,
der hohen feinen Handwerkskunst,
auf dass ich dann - vielleicht auch wann,
etwas reparieren kann.>

Er schaute mir auf meine Hände:
<Bringen wir es jetzt zum Ende.
Wer zwei linke Daumen hat,
ist ungeeignet - ich hak's ab.>

Auf alles, alles - hatte er,
einen Deckel - so fiel's schwer,
ich kam mit ihm - das ätzte mich,
auf keinen einz'gen Nenner nicht.

Da sagte er mit einem Mal:
<Ich geb Dir was - es ist egal,
was eh ja niemand haben will,
es liegt hier unten - tief im Müll.

Ich schenke Dir der Worte Macht,
dann hab ich Ruh - jetzt gute Nacht>,
und dann verschwand er - Worte kamen,
ich bin geschlagen - Schluss und Amen.

Jetzt find ich keine Ruhe mehr,
zu Entsagen fällt so schwer.
Keine Wunder - oh, ich bin so matt,
dass jeder drauf - verzichtet hat.    16.03.2014
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Protagonisten

Heute Morgen – sehr umnachtet,
besser würd ich notgeschlachtet,
der Rücken schmerzt – hab schlecht geträumt,
das liegt am Alter – wie´s mir scheint.

Die Liebste sprach - <Verlass den Raume.
Du nervst mich mit der schlechten Laune.>
Und so ging ich – fand den Dreh,
zur guten Stimmung – am PC.

Habe mich – ganz instinktiv,
in die Geschichte neu vertieft,
die nun jetzt – die zweite wird,
ich hab mich gern – darin verirrt.

Und wundere mich – das soll es geben,
was die Geschöpfe so erleben,
die´s letzten Monat noch nicht gab,
in der Nacht – und auch bei Tag.

Protagonisten, die nun handeln,
mir durch die Gedanken wandeln,
die mich verfolgen – die mich drängen,
sie zu wecken – ohne Längen.

Ich begann – ganz ohne Eile,
doch sehe sie – nun mittlerweile,
schon auf meinem Schreibtisch sitzen,
es gibt sie wirklich – keine Witze.

Erkenne mich – ich oute hier,
gar manches Mal – fast selbst in ihr,
hab Freude dran – nicht zu vergessen,
sie Tag um Tag erneut zu treffen.

Fühle mit – wird sie verspottet,
und hat sie sich dann abgeschottet,
in Gedanken – 1, 2, 3,
bin ich ganz, ganz nah dabei.

Würd am liebsten ständig schreiben,
die Geschichte weitertreiben,
doch gut Ding – so hört man sagen,
will ja schließlich Weile haben.

Ob´s letztlich ein „Gut Ding“ dann ist,
dessen bin ich nicht gewiss,
doch nickt die Hauptperson mir zu:
<Was letztlich zählt – das bist nur Du.

Du hast mich – weil es Dir grad schmeckt,
zu einem Leben jetzt erweckt,
das mir bis dahin – nicht bewusst.
Nur - weil Du das willst – spricht musst.

Schreib weiter – ich bin selbst gespannt,
was ich erlebe – quer durchs Land.
Ich lese einfach freudig mit,
und genieß – dass es mich gibt.>  09.02.2014
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Erneut

Ich bin rundweg glücklich dran,
weil ich erneut was schreiben kann,
obwohl ich gerade fertig bin,
nun hat mein Dasein – wieder Sinn.

Das Manuskript, das fertig war,
liegt jetzt bereit – wie sonderbar,
und wartet drauf – dass jemand spricht,
ganz schlecht sei die Geschichte nicht.

Ich dachte, dass ich fertig sei,
doch plötzlich – ach, wie ich mich freu,
ist dort oben neuer Stoff,
bin ehrlich – ja, ich hab´s gehofft.

Ich dachte erst – nun ja. Ihr Lieben,
ich sei schon gänzlich leer geschrieben.
Jetzt gibt ein Wort – das nächste schon,
Undank ist der Welten Lohn.

Ich wollte nur – ist wirklich ehrlich,
die Worte tilgen – die gefährlich,
tief in meinem Kopf dort schwebten,
und ein eigenes Leben lebten.

Ich habe sie – nun jetzt befreit,
dachte mir, ich sei so weit,
dass ich endlich Ruhe finde,
doch schütte ich – das Bad samt Kinde.

Was da auf Papier nun steht,
still verfasst – von früh bis spät,
das hat nun plötzlich – über Nacht,
neue Worte mitgebracht.

Und plötzlich wird der Spaß enorm,
ich bringe Satz für Satz in Form,
und könnte heulen – fast vor Glück,
nach den Kapiteln – bin verrückt.

Bin verrückt nach den Gedanken,
ohne Halt und ohne Schranken,
hab mich schon – ist das jetzt schlimm,
neu verliebt – und das macht Sinn.

Neu verliebt in die Figur,
folge stetig ihrer Spur,
und bin gespannt, was sie erlebt,
was noch kommt – und was noch geht.

Der Strom des Schreibens reißt mich mit,
im neuen Werk – und Schritt für Schritt,
für mich ist´s eine kleine Welt,
die – vielleicht – nur mir gefällt.

Für mich wird sie zum runden Bild,
macht mich glücklich – Zweck erfüllt.
Ich schreibe – weil ich schreiben muss.
Hab Spaß daran – und große Lust.   05.02.2014
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Tief

Ich bin – und das seit vielen Stunden,
tief in einem Buch verschwunden.
Nun tauch ich auf – aus einer Welt,
die mich oft gefangen hält.

Ich friere dort – in Schnee und Eis,
ich zahle den verlangten Preis,
um den Figuren nah zu sein,
ein wenig sind sie – fast schon mein.

Manchmal denk ich – nicht bei jedem,
ich könnte gar mit ihnen reden.
Oh ja, ich denke – klingt´s auch krass,
sie wispern und erzählen was.

Erzählen mir von ihren Mühen,
von den Schlüssen – die sie ziehen,
von den Zweifeln – von der Lust,
von Trübsal – stolz geschwellter Brust.

Von Ängsten, Freuden und dem Drängen,
von weiten Feldern – steilen Hängen,
von Figuren – es ist wahr,
die ich bis gestern noch nicht sah.

Von Energie – vom sich bewegen,
von dem Drang, nie aufzugeben,
von Schmerzen – dem verzerrten Bild,
das es auszuhalten gilt.

Von Wärme, Dunkelheit und Hitze,
und während ich hier schweigend sitze,
schaue ich mich ängstlich um,
ich weiß ja, was geschieht – warum!

Muss mich jetzt vom Buch kurz lösen,
nach Luft kurz schnappen – seid nicht böse,
denn morgen les ich weiter – klar,
von großen Rätseln – und Gefahr.

Ich schaue in das Buch – ja, ich,
und stelle fest – es gibt es nicht,
im Moment – so irgendwie,
nur in meiner Phantasie.

Doch die Zeilen füllen sich,
mit vielen Worten – bunt gemischt,
und wer weiß – was da noch geht,
was das wird – und was entsteht.

Vielleicht am Ende – ja, wer weiß,
nur für mich – ein kleiner Kreis,
doch vielleicht wird’s ja auch mehr,
das weiß ich wohl – erst hinterher.

Und so schreib ich fleißig weiter,
bedrohlich – ängstlich – auch mal heiter,
und schau, dass ich die Seiten füll,
die jetzt noch leer sind – weil ich´s will. 12.11.2013
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Geschichten

2005 – hab ich, Ihr Lieben,
meinen ersten Satz geschrieben,
an einer Story – einem Buch.
Na gut, es war nur ein Versuch.

Versuch – vielleicht wird es nicht langen,
meine Worte aufzufangen.
Sie zu bündeln – zum Gewinn.
Ich bin halt so – wie ich halt bin.

Viele Jahre – nichts gemacht,
oftmals nicht mehr dran gedacht.
Und dem Reim – das soll´s halt geben,
stets den Vorzug – gern gegeben.

Oftmals darauf angesprochen,
doch nun seit ein paar kurzen Wochen,
kommt´s mir wieder aufs Tapet,
so wie es halt manchmal geht.

Da gibt ein Wort den Anstoß mir,
und plötzlich sitz ich wieder hier,
hack auf die Tasten – ziehe Spur,
des Lebens – aus der Tastatur.

Hab plötzlich wieder vor den Augen,
die Geschichten – kaum zu glauben.
Weiß plötzlich – hab es jäh gespürt,
wohin der Weg der Story führt.

Vielleicht am Ende – wie´s Gedicht,
nur etwas – tja, für gerade mich.
Vielleicht der Ausdruck nicht ok,
nicht spannend – nicht der rechte Dreh.

Zu viel – zu viel der Spinnerei,
zu viel verwobener zäher Brei,
vielleicht auch nicht das rechte Mittel,
doch schreibe ich jetzt die Kapitel.

Wo sind die Jahre nur geblieben?
Inzwischen gibt’s Kapitel 7.
Und bis die Story fertig ist,
bin ich mal 80 – oh, gewiss.

Doch freu ich mich – dass etwas geht,
dass jeden Tag was Neues steht,
auf dem Bildschirm – und im Text.
Ich bin schon ob mir selbst perplex.

Vielleicht mach ich mir selbst was vor,
vielleicht bin ich auch nur ein Tor,
eventuell ist´s nur für mich,
und wenn Du´s willst – auch einst für Dich.

Doch bis dahin – ich tu´s kund,
schreib ich mir noch die Finger wund.
Denn ich fange – ach, so lang,
gerade Mal – so richtig an.      07.07.2013
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