Und wieder einmal Schützenfest

Und wieder einmal Schützenfest,
in unserem Grouven – unserem Nest,
das sich an unseren Weiher schmiegt.
Das uns so sehr am Herzen liegt.

Schon wieder ist ein Jahr vorbei,
und wie es auch gewesen sei,
es flog viel schneller als der Wind.
Wie schön, dass wir hier wieder sind.

Im Zelt, an unserem schönen Weiher,
steigt heut Abend jene Feier,
die uns hier versammeln lässt.
Ein großes, ein perfektes Fest.

Vorbereitet, schon seit Wochen,
von Menschen, deren Seelen kochen,
für diesen Tag – vielleicht auch drei.
In jedem Jahr und ständig neu.

Um das Königspaar zu ehren.
Um die Orden heut zu mehren.
Um zu grüßen – ja, nach Plan,
fast jeden, der heut Abend kam.

Die Schützen und die Feuerwehr,
viele Menschen kommen her.
Honoratioren, sowieso.
Alte, Junge – sämtlich froh.

Bestimmt auch den Herrn Schonsteinfeger,
dazu noch manchen Würdenträger.
Vielleicht sogar „den Mann des Worts“.
Literat an unserem Ort.

Bei Musik – am besten live,
den Partner man zum Tanze greift.
Und wenn man gerade keinen hat,
wippt nur das Füßchen – hey, das klappt.

Etwas Lachen, etwas Reden.
Gute Laune gibt´s für jeden.
Auf der langen Bank vereint,
wird auch ein Fremder schnell zum Freund.

Ein, zwei Bier – vielleicht auch viele,
das sind die altvertrauten Spiele.
Der Literat, der Schorle trinkt,
auch das mag sein – auch das gelingt.

Am Samstagend Krönungsball,
am Sonntagmittag, klarer Fall,
durch unsere Straßen zieht der Zug.
Wahrlich, derer gibt’s genug.

Und wenn das Fest zu Ende geht,
wenn sich das Jahr in Eile dreht,
so weiß man doch, im nächsten Jahr,
geht’s wieder rund – na, das sei klar.  14.07.17
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Rosenmontag in Grouven 2017

Es fragte mich die Gisela,
es liege der Verdacht sehr nah,
dass ich heut nicht wortlos bleibe,
und stattdessen wieder schreibe.

Wieder sei ein kleiner Zug,
wundervoll und Grund genug,
um den Worten Raum zu geben,
kleine Flügel - halt mein Leben.

Der Herrgott muss vom Rheinland sein,
statt Regen gab es Sonnenschein,
als der Umzug uns erreicht.
So fallen solche Worte leicht.

Nette Menschen, gute Laune,
jedes Jahr - ganz ehrlich - staune,
ich erneut, dass unser Ort,
dass jährlich stemmt - darauf mein Wort.

Tolle kleine Süßigkeiten,
Jecke, die den Zug begleiten.
Und Kind und Kegel sammeln fleißig.
Nun gut, auch ich - ja, ja, das weiß ich.

Dazu gab's auch noch liebe Worte,
unerwartet, von der Sorte:
dass es mir fast peinlich war.
Doch dennoch fand ich's toll - Hurra.

Ein kleiner Ort - ein grauer Dichter,
vertraute Mienen und Gesichter.
Wieder mal kommt's in den Sinn,
dass ich hier gern Zuhause bin.

Den Abschluss dieses Tags, des Glücks,
gibt es im "Treff" - gibt's zu Musik.
Wir schunkelten zum "Eigelstein",
datt "Rita" muss aus Grouven sein.

2, 3 Schnäpschen, Limo, Bierchen,
spülten heut auch mir die Nierchen.
Spaß gehabt, gebützt, gedrückt.
Gute Laune - wie verrückt.

Selbst meine Liebste ungestüm,
heut beim Umzug im Kostüm,
wobei mir selbst - und das fällt leicht,
wie immer der FC-Schal reicht.

Am Tor, am Hof - bei kühlem Wind,
mit Mann und Maus, mit Enkelkind.
Der Rosenmontag - das ist klar,
war einfach wieder wunderbar.

Grouven, so ein kleiner Fleck,
und dennoch sind wir hin und weg,
weil man weiß - oh, ganz gewiss,
dass das hier reine Heimat ist.   28.02.17
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Alte Bilder

Grad in alten Bildern kramen.
Für viele längst vergangene Namen.
Doch nicht für uns – und nicht für mich.
Erinnerung ist erste Pflicht.

Mein Vater, der den Karren spannt.
Die Zügel fest in seiner Hand.
75 Jahre her.
Mein Gott, da fällt´s Begreifen schwer.

Vom Vetter Heinrich heut bekommen.
Er lebt in Hamburg – ganz besonnen,
schickte er die Mail heut raus.
Alte Fotos von Zuhaus.

Ehrlich, ja, das macht mir Freude.
Meine Frau und ich, wir beide,
sehen sie uns gerne an.
Nicht irgendwo, nicht irgendwann.

Und plötzlich kommen, wie im Nu,
andere, viele noch dazu.
Von Grouven, als das „u“ noch fehlt.
Ob mit, ob ohne – hey, das zählt.

Vielleicht um die Jahrhundertwende?
Die Straßen alt – der Häuser Wände,
sehen noch verändert drein.
Vergangenheit! – Das muss so sein.

Vor unserem Haus, die Bäume hoch.
Ehrlich ja, ich weiß es noch,
dass mein Pattühm davon spricht.
Vollbelaubt, da fehlte Licht.

Die Straßen noch nicht asphaltiert.
Wenn man draufsieht, klar, dann spürt,
man was sich verändert hat.
Trotzdem Dorf – und niemals Stadt.

Der Pferdekarren – unser Tor.
Mein Vater steht ganz still davor.
Ein Foto, das die Richtung legt,
das ewig stillsteht – nie bewegt.

Trügerisch, so ferne Stille.
Zerbrechliche und spröde Hülle.
´41 tobt der Krieg.
Ein Dorf, das mir am Herzen liegt.

Ich schau aufs Foto, alle Fälle.
Versuche gerade, auf die Schnelle,
vorzustellen, was gedacht,
am Tag, als man dies Bild gemacht.

Na klar, ich werde es nicht wissen.
So viele Jahr, die gehen müssen,
bis ich das Bild in Händen halt.
Mein Gott, ich bin schon selbst fast alt.  03.01.17
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Weihnachtsbaum zu Grouven

In unserem Grouven – welch ein Traum,
erstrahlt erneut der Weihnachtsbaum.
Mit hundert bunten Päckchen dran,
steht er ganz stolz – wer kann, der kann.

Gleich neben dem Kapellentor,
linst er von weitem froh hervor.
Ich sehe ihn von uns Zuhaus,
und weiß, das sieht nach Heimat aus.

Hundert Lämpchen, die warm glühen.
Gedanken, die mich mit sich ziehen.
Ich denke an ein schönes Jahr,
nun bald vorbei – das ist mir klar.

Ich mag sie, diese Weihnachtszeit.
Kein Schnee, nicht weiß? – Das tut mir leid.
Doch setzt der Winter bald erst ein.
Es wird bestimmt noch Schneefall sein.

Die Wunschzettel, sie liegen schon,
bei uns Zuhaus – von Tochter, Sohn,
und sogar vom Enkelkind.
Nur wer früh ist, der gewinnt.

Schaut nicht mit großen Augen drein,
und denkt, ich muss ein Kindskopf sein.
Habt Ihr auch vermutlich Recht,
so wär das für mein Ego schlecht.

Ein Jahr, das jetzt zum Abschluss geht,
derweil der Baum im Lichtglanz steht,
denke ich spontan zurück,
in Freude und erfülltem Glück.

An Reisen, die wir jüngst gemacht.
An zweifach unsere Lesenacht.
An Musik – ans Wort, geschrieben.
Natürlich – klar – an meine Lieben.

An Freunde – hier und da und dort.
An Grouven – unseren schönen Ort.
An die Runden mit Frau Hund.
An den Herbst – so sonnig, bunt.

An den Frühling – lang schon her.
An den Sommer – fällt nicht schwer.
Und bevor Ihr mich jetzt fragt:
An den FC – den ich sehr mag.

Wir wünschen Euch, ob nah, ob weit,
im Advent ne schöne Zeit.
Ich freue mich – so dann und wann,
wenn ich Euch kurz „besuchen“ kann.

Mit Worten – tief aus Herz und Seele.
Ich bin jetzt weg und ich empfehle:
Schaut mal auf den Weihnachtsbaum.
Er strahlt so nett – er ist ein Traum.   24.11.2016
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Schützenfest in Grouven 2016

In unserem kleinen Dorf am Weiher,
steigt jährlich eine große Feier.
Im Juli ruft das Schützenfest,
großes Ding - im kleinen Nest.

Am Freitagabend Livemusik,
im Zelt - ...nach '80, weit zurück.
Martinus-Trio - Dankeschön.
Ein Zeitsprung? - Das kann wirklich gehn.

Im Zelt, am Abend helle Lichter,
nette Menschen - die Gesichter,
sind so lange schon vertraut.
Daneben wir - nebst meiner Braut.

Majestäten - alte, neue,
Schützen - lang gediente, treue.
Friedel grüßt den halben Ort,
so manche waren da - aufs Wort.

Leckeres Kölsch - ganz frisch vom Hahn,
Säfte, Schorlen - guter Plan.
Dazu Bewirtung vor den Türen,
der Hunger war nicht mehr zu spüren.

Ein Hoch an die, die immer planen.
Wer das war? - Man kann es ahnen.
Ohne diese fiel es schwer,
weil's anders wohl kaum möglich wär.

Fang ich die Namen an zu nennen,
vergess ich viele - aber kennen,
tun wir sie - in jedem Falle,
ohne Zweifel - wirklich alle.

Wenn heute nun der Festzug geht,
wenn alles gut geplant jetzt steht,
dann sind wir dran, am Höhepunkt.
Grouven ist lebendig, bunt.

Ob man den Ort ganz fern noch kennt?
Ob man bewundernd Grouven nennt?
Das weiß ich nicht - doch eins ist klar:
Die Menschen hier - sind wunderbar.

Man kennt sich, feiert, mag sich gerne,
zu Schützenfest - bis dass die Sterne,
über unserer Grouv erstrahlen,
ein Bild von dem Zuhause malen.

Nun könnt Ihr sagen: <<Hey, wat jeht.
Schwaad dich am PC nit möd.>>
Doch welcher Ort - ich grins mit List,
hat denn sonst noch - den Chronist?

Drum lasst mich bitte weiter schreiben,
ein Teil von unserem Grouven bleiben,
von diesem Ort - ich hab's gespürt,
der die Seele uns berührt.     17.07.2016
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In den 1. Mai gefeiert

In den 1. Mai gefeiert,
an unserem wunderschönen Weiher.
Gelacht, getrunken und geschwoft,
nur das Wetter… - tja, wie doof.

Nette Menschen – leckeres Essen,
lachend dort am Tisch gesessen,
geredet über dies und das,
solches Tun – das macht viel Spaß.

Unserer Bitte nachgekommen,
unseren Vorschlag angenommen,
dass die Grillwurst uns gut schmeckt,
ist sie dunkel – Happ und weg.

Die Musik gut ausgewählt,
viel geschmunzelt und erzählt.
Frohsinn in dem kleinen Ort,
wunderschön – wir waren dort.

Gas, es brannte gegen Kühle,
nette Menschen kamen viele.
Die Vorbereitung wieder prima,
rundherum perfektes Klima.

Von dem Jungvolk gut versorgt,
von der Liebsten mir geborgt,
ein wenig neues Taschengeld.
Sie sagte Ja – was mir gefällt.

Fassbrause gab es aus Flaschen,
leckere Würstchen – sie zu naschen,
und zwischendurch – ob Segen, Fluch,
auch noch Werbung – für mein Buch.

Danke an den „Edel-Fan“,
ohne Aber, ohne Wenn.
Sie ist die erste – klingt´s auch fies,
die Band III – schon hat, schon liest.

Ein Stündchen wollten wir gern bleiben…
Was, bitte muss ich jetzt nun schreiben?
Wir sind der Stunden 3 geblieben,
hier steht es – deutlich – aufgeschrieben.

So ist es nun Chronistenpflicht,
glaubt es – oder glaubt es nicht,
von dem Abend zu berichten.
Plagt ihn das? – Nein, nein, mitnichten.

Er hat nur seine Freude dran,
dass er wieder schreiben kann,
über Grouven – Heimatort.
Wundervoll – mit einem Wort.

Danke für die nette Zeit,
das nächste Fest – bestimmt nicht weit.
Dank an Schützen, Feuerwehr,
wir kommen gerne wieder her.    01.05.2016
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Elsdorf-Giesendorf und Elsdorf-Grouven

Der Aufruf kommt mir wie gerufen,
lebe zwar in Elsdorf-Grouven,
doch bei Reimen – mehr als Wochen,
fühle ich mich – angesprochen.

Giesendorf hat seine Reime.
Elsdorf-Grouven etwa keine?
Selbst Autoren gibt es hier,
na klar – ich schreibe grad von mir.

Lebe gern in diesem Städtchen,
bin zwar nur ein kleines Rädchen,
in dem Getriebe – diesem Ort,
doch will ich niemals wieder fort.

Bin aufgewachsen, hier geboren,
habe schnell mein Herz verloren,
an den Erftkreis – keine Frage,
viele Jahre – viele Tage.

Auch wenn sich viel verändert hat,
in unserem Ort – in unserer Stadt,
auch wenn rundum die Grube wächst,
fühl ich mich sicher – und relaxt.

Der Wald ist weg, durch den wir fuhren,
einst als Kinder – fort die Spuren,
den hat das RWE vor Zeit,
sich kohlesuchend einverleibt.

Vieles hat die Zeit genommen,
manches ist schon weggekommen.
Fabrik des Zuckers – kurz der Satz:
Mein allererster Arbeitsplatz.

Veränderungen – mitgegangen.
Manches, vieles angefangen.
Ich lieb das Leben – hier, noch heute,
sowie im Erftkreis – diese Leute.

Ich liebe unseren kleinen Weiher,
manche kleine, große Feier.
Liebe es – beim Wort zu bleiben,
auch mal kurz darüber schreiben.

Lieb mein Buch, das hier entstand,
liebe – das liegt auf der Hand,
das, was man stets Heimat nennt.
Das, was vertraut ist – was man kennt.

Wenn Radio-Erft jetzt also fragt,
ob jemand schnell was dichten mag,
bin ich gerne mit dabei.
Sorry, Leute – bin so frei.

Hab unser Grouven – so ein Mist,
nicht mitbekommen – ist wie´s ist,
drum schreibe ich – ich ganz allein,
nun heute was – und zwar den Reim.  10.01.2016
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Klassentreffen 2015

5 Jahre - ein gewohnter Rhythmus,
bin gern dabei - weil ich halt mit muss,
wenn sich die "alten Menschen" sehn.
So wie gestern - es war schön.

Grouvens kleine Zwergenklassen.
Wir lernten etwas - kaum zu fassen.
In meinem Geist - Erinnerung,
bleibt diese Schulzeit ewig jung.

Alte Bilder und Geschichten.
Ich lauschte sorgsam den Berichten,
hatte zeitlich unterdessen,
vieles schon komplett vergessen.

Ingrid und die Gisela,
waren - wie halt immer - da,
organisierten ohne Ende.
Dankeschön - das klappt behände.

Leckeres Essen - Grouvener Treff.
Der Wirt, er war der stolze Chef,
brachte, was so grad bestellt,
an den Tisch - für kleines Geld.

Als Günter dann spontan erklärt,
Likör sei eine Runde wert,
wurden daraus später 3.
Likör aus Kornbrand - und aus Ei.

Das Entsetzen, es war groß,
Hans-Peter schaute fassungslos,
und als der Günter Englisch spricht,
versteht er unsere Welt fast nicht.

Wir haben viel und laut gelacht,
den Abend lang zum Tag gemacht.
Viel gelernt aus alter Zeit.
Mein Gott, das liegt schon furchtbar weit.

Von fernen Menschen, fernen Namen,
für alle, die jetzt gestern kamen,
war es wieder mehr als schön.
Den Gesichtern anzusehn.

Jeden kriegt man nicht erreicht,
ne kurze Nachricht wäre leicht,
dass man halt nicht kommen mag,
zu solchen Treffen - an dem Tag.

14 sind wir nun gewesen.
In 5 Jahren - meine Thesen,
hoffe ich, erneut so viel.
Das wäre das erklärte Ziel.

Dankeschön, dass es geklappt.
Danke, ich hab Spaß gehabt.
Ich folge meinem Zwang - wie's ist,
heute Morgen - als Chronist.    27.09.2015
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Schützenfest 2015

Bad Grouven feiert Schützenfest.
Das heißt, wenn man sich´s gut gehen lässt,
dann ist das halbe Dorf vereint,
im Zelt – wenn Spaß und Frohsinn keimt.

Seit Wochen schon gut vorbereitet,
geplant, geschuftet und geleitet.
Ab heute steigt das Fest nun jetzt,
froh erwartet – heiß geschätzt.

Die Majestäten – gar nicht ohne,
richten Anzug, Kleid und Krone,
auf dass sie strahlen wie gemalt.
Mit guter Laune wird´s bezahlt.

Heut ist Party – bei Musik,
schwofen – mit Genuss, ins Glück.
Tanzen – bei nem Tässchen Bier.
Spaß am Leben – das sind Wir.

Samstag steigt der Krönungsball,
ein Höhepunkt – auf jeden Fall.
Andrea, Karen – Königin.
Strahlend schön – und das macht Sinn.

An der Grouv – am schönen Weiher.
Bis in die Nacht – hört man sie feiern.
Und sollte jemand – „heiter“ sein,
dann ist´s halt so – so spricht mein Reim.

Der Vorstand unserer Bruderschaft,
hat gewühlt – und hat´s geschafft,
dass alles wie ne 1 jetzt steht.
Organisiert – von früh bis spät.

Sei es für die Tombola,
für den Umzug – sie sind da.
Sind für Bewirtung – nicht verhehlen:
Einfach stets – die guten Seelen.

Am Sonntag, wenn der Umzug zieht,
wenn man sie – im Feststaat sieht,
wenn man froh die Fahnen schwenkt,
dann ist´s schöner – als man denkt.

Grouven feiert Schützenfest,
ein großer Tag in unserem Nest,
von dem nicht fern die Glocke läutet,
doch das – für uns – die Welt bedeutet.

St. Sebastianus schaut voll Wonne,
auf Grouven – in der Juli-Sonne,
und hat bestimmt – das glaub ich mal,
Spaß daran. – Falls nicht, egal.

Hauptsache, dass wir den haben.
Am Wochenende – an 3 Tagen.
Bad Grouven – und sein Schützenfest.
Das stellte – der „Chronist“ – jetzt fest.  17.07.2015
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Ein Fest im Dorf

Ein Fest im Dorf – vertraute Namen.
Ferdi rief – und alle kamen.
Mit Marianne hielt er Hof,
50 Jahr – da ist was los.

Ein Zug durch unseren kleinen Ort,
manches liebe, nette Wort.
Ballons in Gelb – in unserer Hand,
Symbol fürs Gold – das ist bekannt.

Wenn man sich als „Chronist“ nun fühlt,
und allzu gern mit Worten spielt,
dann kann ich – tut mir wirklich leid,
nicht dran vorbei – ich bin bereit:

Fünfzig goldene Ehejahre,
das ist ne Leistung – ganz enorm,
und dabei - ich offenbare:
im Herzen jung und gut in Form.

Fünfzig Jahre klingen lange,
wenn man erst grad am Anfang steht,
doch wird man davor gar nicht bange,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

Wo sind die Jahre nur geblieben?
Bestimmt fragt Ihr Euch das sehr oft,
Fünfzig Jahre voller Liebe,
gelacht, geweint und auch gehofft.

Und Ihr seid Euch heut noch immer,
Ehepartner, Guter Freund,
und die Für-schönes-Wetter-Stimmer,
wenn halt mal NICHT die Sonne scheint.

Gestern wurdet Ihr gefeiert,
im schönen Grouvener Schützenheim,
Euer Bund dabei erneuert,
zusammen ist man nie allein.

Es war schön mit all den Menschen,
die man schon so lange mag,
oder kurz erst kennt – Attention:
Schnell gesagt – ein toller Tag.

Gelacht, geredet und getrunken,
am Brot geknabbert – lecker war´s,
zufrieden dann ins Bett gesunken,
wir hatten eines – unseren Spaß.

Und dass ich auch noch werben konnte,
für mein Buch – gefiel mir sehr,
mich im Wohlgefallen sonnte…
Dies zuzugeben – fällt mir schwer.

Alles stimmte – an dem Abend,
Party, Freunde und Musik.
Schön ist´s – solche Menschen haben.
Auch das gehört – zum großen Glück.  19.06.2015
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Facelifting

Wenn etwas in die Jahre kommt,
sich nicht mehr so im Glanze sonnt,
seiner Blüte - dann ist klar:
die Zeit - sie hobelt - Jahr für Jahr.

So war es auch bei unserem Haus,
gegenüber - so sah´s aus,
gab es sehr, sehr viel zu tun.
Wie es wirkt - das seht Ihr nun.

Auch wenn es noch nicht fertig ist,
scheint doch eines ganz gewiss:
Der Aufwand hat sich schon gelohnt.
Das sei hier - ganz klar betont.

Dem Häuschen eine neue Mütze,
denn wo man bei Wärme schwitzte,
ist es jetzt - gut temperiert,
dass man im Winter - auch nicht friert.

Dicke Dämmung - schöne Ziegel.
Hätte jenes Haus nen Spiegel,
würde es sich selbst ansehn,
und gar sagen - das wird schön.

Begradigt sind die Außenwände,
mittendrin - noch nicht zu Ende,
doch zu erkennen - das wird gut.
Der Fachmann weiß schon, was er tut.

Nicht mehr diese alten Platten,
die Risse statt der Dämmung hatten.
Wenn demnächst der Anstrich strahlt,
sieht das aus - fast wie gemalt.

Ich bin ein wenig stolz darauf,
das Häuschen, das wir einst gekauft,
wird jetzt proper - und wird schmuck,
dies zu tun - ich denk, war klug.

Doch als ich jetzt nach Hause kam,
auszuruhen - so mein Plan,
nahm die Liebste mich beim Kragen:
<<Hör gut zu - ich muss was sagen.

Das Lifting - auf der Gegenseite,
begeistert nun schon bald die Leute.
Doch - bitte - sieh dich selber an.
Erkenn - dass das nicht bleiben kann.

Ein Facelift - seh ich das verkehrt (?),
bei dir - wär wirklich wünschenswert.
Man sah´s beim Foto - grauenvoll,
im Geißbockheim - das war nicht toll.>>

Dann zückte sie ne große Schachtel,
darinnen Farbe, Spieß und Spachtel,
und begann - was eh nichts nutzt:
Mit der Verschönerung - meines Putz.  21.05.2015
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Karnevalsumzug Grouven 2015

Sonnenschein im Februar,
zum Start in ein besonderes Jahr.
Ein Jahr, in dem - und das sehr bald,
die 60 steht - ich werde alt.

Sonnenschein im Februar,
zum rechten Zeitpunkt - offenbar,
weil der Kalender heute zeigt,
dass der Rosenmontag steigt.

Auch in unserem Ort - dem kleinen.
Das halbe Dorf war auf den Beinen,
jubelnd, fröhlich - hier am Zug,
denn der Narren - gab's genug.

Musik und Lachen - und Kamelle,
und dazu - auf alle Fälle,
der schönste, kleine Zug im Kreis.
Ich sage das... - weil ich das weiß.

Verkleidung, die mich ahnen lässt:
Ich kenn die Menschen - stelle fest:
Ich kenne sie - doch fällt mir's schwer,
zu entscheiden - wer ist wer?

Dunkle Mienen - und Perücken,
Augen, die so strahlend blicken,
kurz mal in den Arm genommen,
das Erkennen - angekommen.

Hier bei uns gab's auf der Ecke,
"Frosch-Pippi" - so grün und lecker,
von meiner Liebsten abgefüllt.
Mit was drin... - und doch sehr mild.

Wärmend in der Sonne stehen,
gut gelaunte Menschen sehen,
schunkeln hier am Wegesrand,
halten wir der Stimmung Stand.

Nehmen sie im nächsten Schritt,
in die kleine Kneipe mit,
bei exzellenter Livemusik,
von unserem Dirk - der Weg zum Glück.

Singend in den Arm genommen.
Lasst den Aschermittwoch kommen,
ganz egal - denn heute ist,
Rosenmontag - dass Ihrs wisst.

Wie schön, wenn man Gesichter sieht,
die vertraut - was auch geschieht.
Wie schön, wenn man Geborgenheit,
fühlt und spürt - welch schöne Zeit.

2015 - Karneval,
auch in Grouven - überall.
Wie eigentlich in jedem Jahr,
bunt und schön - und wunderbar.  19.02.2015
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Grouvener Weiher

Grouven - unser Ort - er hat,
mehr als manche große Stadt,
mehr als mancher große Ort.
Freude pur - darauf mein Wort.

Einen wunderschönen Weiher,
Ort für manche schöne Feier,
Ort für manches Tête-à-tête,
egal ob früh - egal ob spät.

Ort fürs Zelt beim Schützenfest.
Ort, der mich erinnern lässt,
an die Wehen meiner Frau,
vor der Geburt - mir wurde flau.

Platz, um nach Spazierengehen,
verträumt aufs kühle Nass zu sehen.
Ein Platz - an dem man gern vergisst,
wie jung, wie alt, wie frisch man ist.

Ein Weiher, der zur Winterszeit,
liegt auch der letzte eher weit,
einlud - den, der hier getauft,
zum Spiel auf Eis - zum Schlittschuhlauf.

Enten, Angler und die Schwäne,
letzterer zeigt auch die Zähne,
kommt man ihm vielleicht zu nah.
Seit ich denke - sind sie da.

Ein Ort zum Sich-am-Abend-treffen,
ein Ort um Ärger zu vergessen,
ein Ort, wo man sich unterhält,
über Fußball, Gott und Welt.

Ein Platz für das Kastanien sammeln,
ein Platz, um einfach abzugammmeln,
ein Ort, an dem man jeden kennt.
Selten ist mir jemand fremd.

Am Weiher dieses iPad nehmen,
hinzusetzen auf bequemen,
Bänken, um auch dort schreiben.
Wundervoll - dort könnt ich bleiben.

Die Grouv, der Weiher, unser Ort,
ein Platz zum Glücklich sein - mein Wort.
Ich liebe diesen kleinen Flecken,
mit den so lang vertrauten Ecken.

Heute schien die Sonne pur,
brachte mich auf jene Spur,
endlich wieder - gibt's Beschwerden (?),
den Drang des Reimens - loszuwerden.

Wem's gefällt, der darf's mir sagen,
und wem nicht - der soll's nicht wagen,
mir das nunmehr mitzuteilen...
Da ich sonst - ins Wasser eile...  15.02.2015
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Karnevalsumzug Grouven 2014

Ein Zug durch Grouven - der muss sein,
ist er auch vergleichbar klein,
so war er doch - und das ist klar,
einfach wieder wunderbar.

Nicht lang, nicht groß - doch Emotionen,
ich bin stolz - grad hier zu wohnen,
wo Dorfgemeinschaft - voll im Griff,
noch einfach was Besonders ist.

Kostüme - bunt, und voll Ideen,
wunderschön - sie anzusehen,
hier ein Bützchen - dort Kamelle,
das macht Spaß - auf alle Fälle.

Jedem Einzelnen siehst du an,
dass er gar nicht anders kann,
als Jahr für Jahr dabei zu sein,
im Wind, bei Schnee, bei Sonnenschein.

Viel Musik und kölsche Lieder,
immerzu und immer wieder,
einfach Spaß am Leben habe,
ab 11.11 Uhr - an diesem Tage.

Rosenmontag - Höhepunkt,
tanzend, schunkelnd, wild und bunt,
viele Menschen - Freude pur,
dem Geist der Fastnacht auf der Spur.

Wenig Straßen - drauf mein Wort,
hat unser kleiner schöner Ort,
doch Menschen, die ihn - jetzt nicht lachen,
zum wichtigsten - im Erftkreis machen.

Gleich gibt es - nur nicht vergessen,
bei Musik ein großes Treffen,
in der Kneipe - nach dem Zug,
Grund dazu - gibt es genug.

Einfach um Hallo zu sagen,
Spaß in allen Lebenslagen,
einfach, um dort mitzusingen,
Freunde treffen - Freude bringen.

Zwei Tage noch zum Aschenkreuz,
ein toller Umzug - ja, mich freut's,
am Straßenrand dabei zu sein,
mit vielen anderen - stimm ich ein.

Dreimal ein Alaaf an Grouven,
wunderbar, dies auszurufen,
Ihr Lieben - Euch heut zuzusehn,
war einfach super - Dankeschön.  03.03.2014
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Grouven

Grouven - keine Stadt von Welt,
doch das Dorf, das uns gefällt,
schon ein langes Leben lang,
seit Geburt - von Anfang an.

Nur eine Kreuzung - wenig Straßen,
ruhig und brav, vielleicht verschlafen,
übersichtlich und ganz still,
ganz genauso - wie ich's will.

Schmucke Häuser, Felder, Weiher,
gern bereit zu einer Feier,
Menschen, die Du kennst und grüßt,
wenn du sie beim Spaziergang siehst.

Nicht Geschäfte, keine Kneipe,
dafür dieser Blick ins Weite,
über manches Knollenfeld,
Grouven - eine kleine Welt.

Mit dem Fahrrad oft erkundet,
in der Kindheit - Stund um Stunden,
denn kein Computer - oder Pad,
hielten mich zurück - wie nett.

5 Jahre lang perfekt gelernt,
Zwergenschule - gar nicht fern,
mittels einer Schiefertafel,
lernte ich - per Schrift zu schwafeln.

Auch wenn Euch das nun heute trifft,
ist's geschriebene Wort kein Gift,
weil es auch Gefühl ausdrückt,
Stück für Stück - führt's mich zurück.

Zeltebau zum Schützenfest,
der Arbeiter, der's Leergut lässt,
was für mich dann damals heißt:
Bei Tant Beate - gab's ein Eis.

Brennstoff sammeln - Martinsfest,
Kastanien im Herbst - der Rest,
bevor der nächste Winter naht,
vereister Weiher - Schlittschuhfahrt.

Auch wenn's kaum noch Frost mehr gibt,
ich habe diese Zeit geliebt,
obwohl ich nie - ein Kufenstar,
ein wirklich guter Läufer war.

Schützen, Fußball, Feuerwehr,
Karneval - Motorrad, mehr,
in Grouven gibt's für jeden was,
hier zu leben - macht uns Spaß.

Ach ja, dann gibt's noch einen Dichter,
einen Wort- und Silbenmischer.
Nehmt ihn, wie er ist - grad hin,
...weil ich bin - wie ich halt bin.   28.12.2013
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Perfide Hobbies

Manche Hobbies sind perfide.
Wie ich diese Menschen - "liebe",
bei denen leider - nein, kein Witz,
ein Schräubchen etwas locker sitzt.

Dazu zählt auch der Scheiße-Sammler,
der Hundekot-in-Tüten-Rammler,
und Der-es-dann-vorm-Tor-Verstreuer...
Erwisch ich Dich - dann wird es teuer.

Menschen, welche Tiere hassen,
und sich dann erwischen lassen,
frage ich nach dem Verstand,
das liegt wohl "sichtbar" auf der Hand.

Sind diese Menschen auch die gleichen,
die Gift auf feine Häppchen streichen?
Die Klingen in die Brötchen stecken,
und sich vor Spaß das Mäulchen lecken?

Wär ich mir einer Schuld bewusst,
dann weiß ich - dass ich still sein muss,
denn koten Hunde auf die Straße,
und vors Grundstück - dann winkt Strafe.

Doch da Frau Hund erzogen ist,
behalte - Hasser - Deinen Mist,
und falls Du gern mit Abfall spielst,
wär´s besser, wenn Du achtsam zielst.

Dorthin wo sie auf Stufen scheißen,
in braunen, schwarzen, hellen Streifen,
als Dünnpfiff oder sehr kompakt,
punktuell - und auch im Takt.

Da steh ich wirklich hinter Dir,
doch Kot vor einfach jede Tür,
das ist wirklich nicht das Wahre,
schmierst Dir´s besser in die Haare.

Und wenn Du´s nicht alleine kannst,
helf ich gerne - welch ein Tanz.
Melde Dich - schon geht es los.
das Beutelchen war voll - und groß.

Und sollten wir ein weiteres finden,
so tät ich´s gern mit Schleifchen binden,
rosarot, in braun, in Rost,
und schicke es als Gruß - per Post.

Solltest übern Schatten springen,
etwas Mut - dann wird´s gelingen,
musst es ohne Sorgen wagen,
und uns Deine Anschrift sagen.

Damit Du es nicht falsch aufnimmst:
Auch ich wär sauer - ja, das stimmt.
Doch einfach nur die falschen treffen:
Das, "lieber Freund" - kannst Du vergessen.  13.03.2013
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Für 'n Appel und ein Ei

Ob ihr das glaubt? - Ich bleib dabei:
Selbst für 'n Appel und Ei,
bekommt man was aufs Bein gestellt,
etwas - das perfekt gefällt.

Heute habe ich's erlebt,
wie die Stimmung schwappt und bebt,
hier bei uns - in unserem Ort,
seht's Euch an - nehmt mich beim Wort.

Wenn nur die Gemeinschaft stimmt,
wenn jeder jeden Jecken nimmt,
wie er ist - ihn nicht verbiegt,
dann hat auch jeder - jeden lieb.

Rosenmontag - bleibt nicht stumm,
perfekt ist das Trifolium,
das Dreigestirn - das uns beehrt,
der Auftritt war den Abend wert.

Gesungen aus vereinten Kehlen,
auch wenn's schief war - zu empfehlen,
weil es einfach deutlich zeigt:
Dieser Ort - verdient ein Like.

Auch wenn's die Kneipe nicht mehr gibt,
auch wenn man sie verschlossen sieht,
meistenteils im Jahreslauf,
an Karneval - da hat sie auf.

Jeder gibt sein Teil dazu,
jeder ist vertraut - auf Du,
und wer es vorher doch nicht war,
ist's hinterher - das ist doch klar.

Grouven - unser kleiner Ort,
führt jährlich das Erlebnis fort:
Dorfgemeinschaft - as it's best,
das steckt an - wenn man's nur lässt.

Menschen, die sich jährlich kümmern,
Planen, Sammeln, Basteln, Zimmern,
damit man dann am Wegrand steht,
wenn der Zug die Runden dreht.

Drei- bis viermal um uns rum,
wem's nicht gefällt - bleibt drinnen, stumm.
Schunkeln, Singen, Nettigkeit,
das passt perfekt - zu JEDER Zeit.

Auch wenn ich niemals Prinz sein werde,
nicht Bauer, Jungfrau - in der Herde,
all der Jecken - raderdoll,
fühl ich mich wohl - das muss und soll.

Nur dass ich diesen Reim nun schreibe,
aus meiner dunklen Keller-Bleibe,
das trage ich gewaltig nach:
Der Frau - die mit der Liebsten sprach... :))   11.02.2013
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