Jahrestag Nummer 3

Ahnt Ihr, wie schnell die Zeit vergeht?
3 Jahre her – im Jahr war´s spät,
als wir – erinnert Euch, Ihr Lieben,
in Deutschland in den Flieger stiegen.

Um weit hinaus ins Blau zu reisen.
Um sich vielleicht auch zu beweisen,
dass ein echter Fan – wenn´s geht,
am Strand der Malediven steht.

Um Chris de Burgh verträumt zu lauschen.
Diesen Tag möchte ich nicht tauschen.
Auch wenn vom Himmel Regen fiel,
war der Weg – das klare Ziel.

Was blieb, ist die Erinnerung.
So lang es geht, bliebt sie auch jung.
Doch was noch viel mehr wichtig bleibt,
ist neue Freundschaft – durch die Zeit.

Da sind Menschen, die uns blieben.
Vielleicht ist es ja übertrieben,
wenn ich schreibe – kurz gedacht,
dass uns das – sehr glücklich macht.

Dass Freundschaft was Besonderes ist,
dessen sind wir uns gewiss.
Und sollt es bei Euch ähnlich sein…,
nun ja, dann fänden wir das fein.

Manche Dinge sind vergänglich.
Bin hingegen sehr empfänglich,
für das, was Menschen Menschen geben.
Was wir gemeinsam noch erleben.

Ein Entschluss – spontan entstanden.
Als wir dereinst auf Male landen.
Da wussten wir das lang noch nicht.
Jetzt lest es heute – im Gedicht.

Auch wenn wir uns nicht laufend treffen,
so werden wir – Euch nicht vergessen.
Und dass es passt, das merkt man leicht,
wenn´s Potential bis sonst wo reicht.

Wenn man so viel zu reden hat.
Wenn das Verständnis einfach klappt.
Wenn man sich lange nicht mehr sieht,
und die Freundschaft dennoch blüht.

Ich sagte schon mal – Danke, Chris,
für das Erlebnis – denn es ist,
bis heute einfach unbeschreiblich.
Und unsere Freundschaft – unvermeidlich.

Bald ist wieder Jahrestag,
Ich sage gern – dass ich Euch mag.
Ebenso geht´s meiner Frau…
Nun denn – das wisst Ihr ganz genau.  17.10.2015
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Jahrestag

Bald schon – bald ist Jahrestag,
und wer sich gern erinnern mag,
der freut sich einfach mit uns mit,
wie schön, dass es Erinnerung gibt.

An die Anfahrt mit dem Zug,
an den unbeschwerten Flug,
an die Inseln – traumhaft schön,
ich würde sie gern wiedersehn.

Ans Hotel – an weißen Sand,
an einen wunderschönen Strand,
an das Meer – türkis und blau,
an schöne Tage – mit der Frau.

An Sonnenschein – perfekte Ruhe,
an langen Schlaf – an offene Schuhe,
im November – es war warm,
die Malediven – welch ein Charme.

An Frühstückstische – Blick aufs Meer,
mich zu erinnern - fällt nicht schwer,
an Abendcocktails an der Bar,
an einen Traum – er wurde wahr.

An ein Konzert – im nassen Sand,
an den Regen – der uns fand,
der uns natürlich finden muss,
irgendwie – geahnt, gewusst.

An Regen – der uns warm verwöhnt,
der uns kaum störte – es war schön,
an des kleinen Mann`s Klavier,
Chris, Gitarren – Er und Wir.

An die Stimme – die uns rief,
die Musik – sie schmeichelt tief,
dreihundert Menschen – weit der Raum,
dies Konzert – es war ein Traum.

An neue Freunde – die wir fanden,
die selbst, als wir bei Kälte landen,
heute nicht vergessen sind,
Gemeinsamkeit und Spaß – gewinnt.

Ans Konzert – an das in Male,
im Stadion – und nicht im Saale,
an schwüle Luft – die uns nicht stört,
weil sie dort – dazugehört.

An eine Zeit – ich sag´s bewusst,
die man so erleben muss,
sonst weiß man nicht – was ich hier schreibe,
weshalb ich dort gedanklich bleibe.

Ich bin so froh – dass wir es wagten,
obwohl sehr große Zweifel nagten.
Heute weiß ich – ich tät´s wieder,
Chris, die Liebste, Strand und Lieder. 22.10.2013
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Chris ist 65

Ihr müsst mal kurz auf mich verzichten,
Ende ist's mit den Gedichten,
denn mein Flug steht schon bereit.
Ich bin mal weg - es tut mir leid.

Ich muss mal kurz nach Irland fliegen,
es ist schon spät - schon kurz nach 7,
doch schaffe ich's - hab ich gedacht,
vielleicht ja doch - vor Mitternacht.

Weiß zwar nicht - so ist das eben,
wo Chris und die Familie leben,
doch hab ich erst sein Heim entdeckt,
dann gibt's noch spät ein Gläschen Sekt.

Ich weiß, dass ich ihn nicht vertrage,
doch setzt der Sekt - mich in die Lage,
zu reden - wie der Schnabel wuchs,
denn ich bin schüchtern - ist kein Jux.

Zwar kann ich schreiben - ohne Ende,
mein Gelaber füllt gleich Bände,
doch Reden ist - nicht so mein Ding,
da bin ich wirklich nicht der King.

Ich werd ihm gleich beim Flug was reimen,
sprachlich auswärts - wird's so scheinen,
als wüsste ich, was ich da tu,
(tja, wenn ich's wüsste - wär's der Clou).

Erzähl ihm von den Malediven,
von den Songs, die uns einst riefen,
von den Menschen - die man fand,
kurz darauf - schön Freund genannt.

Erzähl ihm von den schönen Tagen,
die wir jetzt im Herzen tragen,
für ewig und für alle Zeit,
(und nerv ich Euch - tut's mir nicht leid).

Wünsche ihm noch viele Jahre,
und - oha - ich offenbare,
meinen Wunsch - den ich lang spür:
Wann ist das neue Album hier?

Dann stelle ich mich - ans Buffet,
älter werden tut nicht weh,
mit 65 - diesem Schwung,
ist der Mann doch fast noch jung.

Andere gehen dann in Rente,
doch der Mann - er hat Talente,
und steht mit Mitte 70 noch,
auf den Bühnen - hoff ich doch.

Ich fahre jetzt zum Flieger-Hafen...,
da schickt die Liebste mich schon schlafen:
"Mein lieber Freund - eins sag ich Dir:
Urlaub gibt's nicht - Du bleibst hier!"  15.10.2013
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Klassentreffen

In Oberhausen - nicht vergessen (!),
steigt das erste "Klassentreffen",
in Oberhausen - im April,
für den der's mag - und der das will.

Der Klassenlehrer - gar nicht dumm,
kommt diesmal samt Kollegium,
stellt sich auf die große Bühne,
erzählt von Liebe, Schuld und Sühne.

Gibt uns musikalisch Tipps,
und die Kollegen - tippen mit,
auf Gitarren und Percussion.
Wir lassen uns mal überraschen.

Das neue Schulbuch ist vertont,
und ob sich dann das Studium lohnt,
wird Herr Lehrer uns schon zeigen,
für uns heißt's Zuhören, Lauschen, Schweigen.

Vielleicht auch zwischendurch kurz rocken?
Na, da bin ich von den Socken.
Seit wann seid Ihr so renitent?
Das ist, als ob man Euch nicht kennt.

Das gibt nen Eintrag - seid schön klug,
ansonsten in das Klassenbuch.
Ich weiß das - bin der Klassensprecher.
(Klassenclown? - Ja, das klingt frecher).

Kleiderordnung gibt es keine,
doch eins versteht sich - von alleine,
kurze Hosen sind verpönt,
es schneit erneut - das ist nicht schön.

Die Gemeinschaft - die ist heut,
weit entfernt - so weit verstreut,
manche gar - bis hin nach Bayern,
viel zu weit - um mit zu feiern.

Den anderen zog's - und das verstärkt,
bis nach Baden-Württemberg,
auch dieses Schulkind - blockt und ziert,
was das Treffen dezimiert.

Da fällt mir ein - beim Schwadronieren,
wohin solch dummen Reime führen:
Denn die Klasse - so an sich,
die gab's in Wirklichkeit - doch nicht.

Die Klasse gab's nur eine Woche,
den Duft der Freiheit gut gerochen,
am fernen Malediven-Strand,
was Chris de Burgh - vorzüglich fand.

Dies Concert-in-paradise,
war für uns der 1. Preis,
und nun sehen wir uns wieder,
wir freuen uns auf Musik - die Lieder.  29.03.2013
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Neu


Einmal um die Welt geflogen,
und plötzlich dann - ganz ungelogen,
kennt man Menschen ohne Zahl,
die Welt ist klein - ein Dorf, ein Tal.

Das ist schön - das ist doch was,
neue Menschen machen Spaß,
erweitern deinen Horizont,
das geht ganz fix - das geht sehr prompt.

Wie lange hab ich überlegt,
wie oft hab ich das Blatt gedreht,
wie lange zwischen Ja und Nein,
wie oft gesagt: Muss das denn sein?

Es musste ganz bestimmt so sein,
das weiß ich nun - im Nachhinein,
es war perfekt - war wie erträumt,
wir hätten einfach was versäumt.

Nun ist der Urlaub schon zu Ende,
doch die Kontakte - reichen Hände,
und jetzt nun, in der Wirklichkeit,
überdauern sie die Zeit.

Für wie lange - das weiß keiner,
doch die Freude - sie ist meine,
es sind selbst "Fohlen" mit dabei,
Böckchen, sei so gut - verzeih.

Micha, Bianka, Elisabeth,
Herta, Heike - nehmt, was geht,
Annette, Silke, Claudia,
Brigitte - ich find's wunderbar.

Die Reihenfolge - ganz allein,
hat nur ihren Grund im Reim,
und wenn ich jemand jetzt vergaß,
dann schimpft mit mir - ich bin ein Aas.

Laufend voneinander lesen.
Bin ich das jetzt Schuld gewesen,
weil ich mich stets outen muss?
Oh, das war mir nicht bewusst.

Demnächst zusammen Weihnachtsmärkte,
das bringt der Freundschaft weitere Stärke,
und aus dem Süden - schütze uns,
schenkt uns "ne feine Mann" die Gunst.

In Oberhausen Menschen treffen,
2013 - nicht vergessen!
Beim Konzert - da sieht man sich,
bei Harmonie, Musik und Licht.

Chris de Burgh - der kleine Barde,
danke für des Heavens Garden,
Musik am Maledivenstrand,
wo man weitere Freunde fand.  22.11.2012
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Album

Ein Album gibt es - immer dann,
damit man sich erinnern kann,
an eine wunderschöne Zeit,
liegt die Insel auch sehr weit.

Bilder bringen sie zum Leben,
was kann es denn auch Schöneres geben,
als Meer und Sand und Sonnenschein,
und ein Konzert - so fern Daheim.

Schaut man die Bilder, hört man fast,
die Stimme, die Musik - das passt,
den Regen ignorierte ich,
warmes Duschen - mehr auch nicht.

Das alles wird beim Schauen lebendig,
und ich erwische mich fast ständig,
dass ich mich in dem Blick verlier,
seid mir nicht gram - kann nichts dafür.

Palmen - und das Meer, Türkis,
wenn du das leibhaftig siehst,
dann bleibt dir fast der Atem stehn,
mein lieber Gott - wie war das schön.

Ich hätte nie gedacht, gespürt,
dass uns die Insel so verführt,
die Malediven - die Musik,
danke für erlebtes Glück.

Chris de Burgh - wir vor der Bühne,
ich seh noch die verzückten Mienen,
wir war'n schon ne verrückte Brut,
jedoch am Ende - war das gut.

Diese Insel, diese Lieder,
lasst mich spinnen - ich tät's wieder,
und soll's nicht sein - nun ja, dann gilt:
Wir freuen uns wie jeck am Bild.

Nette Menschen dort getroffen,
und von manchen bleibt zu hoffen,
dass man sich mal wieder sieht,
wir denken schon, dass das geschieht.

Jetzt zeigen wir die Fotos gerne,
haben Sehnsucht nach der Ferne,
und ich mein - ich riech das Meer,
mich wegzuträumen fällt kaum schwer.

Diese Reise - kaum vermessen,
werden wir wohl nie vergessen,
die träum ich noch - ganz tief im Sinn,
wenn ich 95 bin.

Bis dahin sind die Texte fort,
erinnere mich an kaum ein Wort,
doch schaue ich mir dann und wann,
das Album weiter, mümmelnd an.  18.11.2012
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X-Ray

Nach diesem Spruch bin ich verzweifelt,
denn jemand sprach: wie festgemeißelt,
erscheint mein Strahlen im Gesicht,
und dieser Fakt - der ängstigt mich.

Ich weiß nicht recht, bin ich gefährlich?
Sagt mir Eure Meinung, ehrlich.
Weil zu viel Strahlung - die man badet,
angeblich der Gesundheit schadet.

Muss ich jetzt - an solchen Tagen,
Kleidung als ein Schutzschild tragen?
Rückt mit Vorsicht mir zur Pelle,
sonst steckt das an - ganz auf die Schnelle.

Ich begab mich eben schon,
zur Homepage - der von amazon,
erstand dort einen Geigerzähler,
bis ich den hab - kommt mir nicht näher.

Ich saß im Sessel - Blei verkleidet,
damit man familiär nicht leidet.
Die Liebste - sie kam grad nach Haus,
und meint verstört: <<Wie sieht's hier aus?

Ich wusste ja - mein lieber Jung,
schon reichlich lang - von diesem Sprung,
den du in deiner Schüssel hast,
doch dieser wandert - das ist krass.

Jetzt sitzt du hier - in purem Blei,
so frag ich dich - ich bin so frei:
Was führte dich - zu solchem Tun?
So gib Er Laut - sofort und nun!>>

Ich begann ihr auszumalen,
erzählte von dem Spruch, dem Strahlen,
da senkte sie entnervt das Haupt,
ich sei dümmer - als sie glaubt.

Das Strahlen sei in dieser Weise,
doch nur der Nachhall unserer Reise,
und ein Zeichen - das sei klar,
dass es einfach himmlisch war.

Wenn dieses ansteckt - dann sehr gerne,
sich dann zu schützen - liege ferne.
<<Und der Zähler? - Spar das Geld!
Der wird schnellstens abbestellt.

Das Klicken>>, sprach sie, <<hör ich ohne,
denn muss man mit nem Spinner wohnen,
hört man das Rattern der Mechanik,
in seinem Hirn - drum keine Panik.>>

Das klingt gut - beruhigt mich - prima,
vor allem ist es gut fürs Klima,
für meine Umwelt, ganz gewiss,
wenn's Strahlen doch nicht schädlich ist.  08.11.2012
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Zeitverschiebung

Ich ignorier die Zeitverschiebung,
eine wirklich leichte Übung....
So habe ich bis heut gedacht,
dann wurd ich wach - zur halben Nacht.

Ich öffnete verklebte Augen,
dunkel war's - ich konnt's kaum glauben.
Ich sah die Hand vor Augen nicht,
und sprach verwirrt: "Es werde Licht!"

Nun fehlt mir wahrlich dieser Knips,
passiert ist letztlich leider nix,
mir fehlt's an Aura - fehlt's an Kraft,
für das, was nur der Herr geschafft.

Ja, rund um mich - blieb es ganz still,
denn was der "Herr im Hause" will,
das wird ganz einfach ignoriert,
das habe ich schon lang gespürt.

Die Liebste gähnt im Schönheitsschlummer,
sie stört sich nicht an meinem Kummer,
sie hat zwei Stopfen in den Ohren,
und einen Schlaf - wie neu geboren.

Frau Hund, sie räkelt sich im Traume,
denkt bei sich: <<Steh auf, du Pflaume.
Begib dich selber hin, zum Licht,
denn ich - ich find den Schalter nicht.>>

Gesagt, getan - hab mich bewegt,
einmal kurz im Bett gedreht,
und siehe da - es wurde hell,
geübter Griff - so geht das schnell.

Ich nahm mir meine Armbanduhr,
verfolgte stumm der Zeiger Spur,
und sah den kleinen auf der 3,
dem Morgen graut - ich bin dabei.

Der große Zeiger auf der Dreißig,
er wanderte - er wandert fleißig,
jedoch zu langsam - ich war wach,
und das - verflixt - zur halben Nacht.

Die innere Uhr hat überlistet,
oh, hoffentlich nur kurz befristet,
bei mir war es noch kurz nach Sieben,
wär ich im Paradies geblieben.

Ich drehte mich noch mal zur Seite,
die Schäfchen aufgelegt zum Streite,
standen vor dem Gatter rum,
und dachten nicht entfernt an Sprung.

Schauten mich nur dümmlich an,
drum stand ich auf - doch irgendwann,
irgendwann - dann klappt das wieder,
dann springen meine Schäfchen rüber. 06.11.2012
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Verwaist

Schon wieder sitzen wir im Flieger,
ein wilder Haufen - müde Krieger.
An schönen Dingen mehr als reich,
ich tät's erneut - ich sag es Euch.

Schon wieder sitzen wir im Flieger,
am weißen Strand - da wär ich lieber.
Jedoch Zuhause - ruft die Pflicht,
und ohne solche - geht's halt nicht.

Die Nacht war kurz - der Tag war lang,
Konzert so geil - vom Anfang an,
Eva, Christian und Hüda:
Beim nächsten Mal - auch gerne wieder.

Male's Fans - Ihr schriebt Geschichte,
schaute man in die Gesichter,
sah man nur Glückseligkeit,
vielleicht war's hierfür an der Zeit.

Tanzend, wippend vor der Bühne,
nichts von Verboten - gar von Sühne,
ein Gefühl von purem Glück,
ausgelöst durch die Musik.

Musik verbindet - löst die Schranken,
baut Brücken - ordnet die Gedanken,
und zeigt, wie's funktionieren kann,
die Klänge nahmen uns in Bann.

Vorbei - doch die Erinnerung,
bleibt in Gedanken frisch und jung,
schließ ich die Augen - tanz ich wieder,
(sieht furchtbar aus - doch steh ich drüber).

Lieber Konsul - liebes Team,
wir werden unserer Wege ziehn,
doch nächstes Mal - wir sind so frei,
sind wir gern erneut dabei.

Die ganze Welt, wenn's geht, bereist,
damit die Homepage nicht verwaist,
und henrys-reime (dot) de,
nicht ganz verblasst - das tät mir weh.

Den Unterpunkt muss ich verlassen,
weil weitere Reime dort nicht passen,
doch bin ich gerne Neuem offen,
und halte meine Augen offen.

Vergesst nur nicht, uns hinzuweisen,
wir haben so viel Spaß am Reisen,
und auch ein Flug - sehr weit und lange,
macht uns dabei gar nicht Bange.

Air Oman fliegt uns perfekt,
Konzert, der Strand - das hat geschmeckt,
danke - www.von-Stetten,
wir sehen uns wieder - wollen wir wetten?  05.11.2012
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Abschiedsgala

Malediven-Abschiedsgala,
Ihr lieben Für-die-Reime-Zahler,
abgerechnet wird zum Schluss,
weil sich mein Aufwand rechnen muss.

Doch nicht in Euros, barer Münze,
die gibt man aus - und dann, dann sind sie,
fort - wie niemals da gewesen,
drum hab ich eine bessere These:

Ein bisschen Freundschaft in den Koffer,
das ist's - was wir von Euch erhoffen.
Und wenn der Koffer dann geleert,
hat das was bleibt - den größten Wert.

Wir danken für die schöne Zeit,
jetzt abzureisen - das tut leid,
und DAS liegt auch zum großen Teil,
an Euch! - Warum? - Nun eben, weil...

... Wir mit Euch stets lachen konnten,
wir mit Euch am Strand uns sonnten,
wir - gemeinsam in der Bar,
es war traumhaft! - Alles klar?

Wir zusammen vor der Bühne,
Zusammenhalt ist eine Linie,
die alles gleich noch schöner macht,
und die Begeisterung entfacht.

Hinterher in Träumen schweben,
hinterher erneut erleben,
das geht viel besser - glaubt Ihr's nicht?
Wenn man eine Sprache spricht.
K
Alleine an den Tischen hocken?
Oh, mein Gott - dann läuft man trocken.
Alleine sitzen - Trübsal blasen?
Ja, manchmal gibt's auch solche Phasen.

Doch nicht, wenn man sich gut versteht,
tatsächlich merkt - dass da was geht,
wenn man sich freut - dass man sich sieht,
und dass da Harmonie erblüht.

So schön - wie das begonnen hat,
brechen wir es hier nun ab,
auf Sun Island - an der Lobby,
doch denkt nur dran - ich hab ein Hobby.

Ich werde Euch mit Reimen stressen,
selbst wenn Ihr's wollt - uns zu vergessen,
fällt das schwer - genießt die Zeit,
noch ist es still - Zuhaus ist weit.

Doch sind wir nun demnächst Zuhause,
setzt es Reime - ohne Pause.
Füllt Ihr den Koffer - Ihr Strategen?
Noch habt Ihr Zeit - zu überlegen.  04.11.2012
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November

Zuhaus - so spricht man - sei's November,
ein kalter Monat - I remember,
ab und an ein Regenguss,
doch hier ist's Feeling like August.

Die Sonne steht am Firmament,
und cremt man nicht - nun ja, dann brennt,
sie mir so manche Hautschicht fort,
und das ist schmerzhaft - drauf mein Wort.

Die Luft hat nahe 30 Grade,
und der Sand schenkt uns Panade,
damit's im Grillrost der Natur,
rundum schön bräunt - Gewürz fehlt nur.

Ein bisschen Chili, Salz und Pfeffer,
dann mundete die Hautschicht besser,
wie beim Hähnchen - riecht den Duft,
er wabert an der frischen Luft.

Das Meer türkis - der Himmel blau,
die Malediven eine Schau,
die Lagune - nicht zu fassen,
temperiert wie Badewasser.

Das Essen prima - Stress gibt's kaum,
jeder um uns - gut gelaunt,
bis auf die - doch das ist schnuppe,
mit dem Haar in jeder Suppe.

Und dann gibt's die - die am Buffet,
sich so verhalten - tut fast weh,
als ob Erziehung - ganz gewiss,
für manche doch ein Fremdwort ist.

Volle Teller, die sich biegen,
doch was zu viel ist - lässt man liegen,
oder schaufelt ohne Gnade.
Ist solch Verhalten - eine Gabe?

Morgen reisen wir nun ab,
doch gut - wenn man den Zuschlag hat:
Eine weitere Nacht auf Male,
ach, wie gerne ich die zahle.

Denn Chris de Burgh - sagt, wisst Ihr's schon,
gibt ein Konzert im Stadion,
vor braun gebranntem Publikum,
wir sind dabei - fragt nicht, warum!

Ans Wetter - weit Zuhaus zu denken,
diesen Punkt will ich mir schenken,
stellt uns die Liegen in den Hof,
schlechtes Wetter - das ist doof.

Wir weigern uns - es wahrzunehmen,
nun lasst mich strecken, lasst mich dehnen,
und einmal wenden - keine Furcht,
von einer Seite - bin ich durch.  03.11.2012
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Gewogen

Die Liebste fragte - ungelogen:
"Sag, Herzblatt - hast du dich gewogen,
so kurz vor dem Beginn der Reise?"
Die Frage klang gefährlich leise.

Das nun nennt sie wahre Liebe?
Mir entgleisten alle Züge.
Und stammelnd brachte ich - voll Graus,
nur ein gequetschtes Nein heraus.

Ich sprach, die Waage sei zerbrochen.
Sie zeige schon seit vielen Wochen,
ein Ergebnis - lieber Mann,
was ja so kaum stimmen kann.

Sie sah mich an - beim nächsten "aber",
gefror das Blut in meinen Adern,
sie zeigte kurz auf meinen Bauch,
und sprach: "Ich seh den Fehler auch!

Zu viel Steaks - zu viel Genüsse,
sag ehrlich - siehst du deine Füße,
denn noch - wenn du zum Duschen gehst?
Nicht nötig - dass du dich verdrehst."

Ich sprach darauf - sie sei mir fremd,
da sie die Lage wohl verkennt,
meine Füße seien schließlich,
doch sehr lang - ich schloss verdrießlich.

Jedoch die Liebste - keine Dumme,
beharrte weiter auf der Summe:
Vorher, nachher kurz gewogen,
dann voneinander abgezogen.

Ergebnis ins Quadrat gesetzt...
(doch damit hat sie mich verletzt,
meinte gar am Ende noch,
ich sei ja schließlich - breit wie hoch).

Ich rief aus - entrüstet, spitz:
"Pass auf - ich rechne wie der Blitz,
überschlage grad den Sinus,
und manche Summe - geht ins Minus.

Ich hab bestimmt hier abgenommen,
ständig nur Salat bekommen,
und dann der "Ärger" mit dem "Fohlen",
das soll doch wohl der Geißbock holen.

Alles dies - das schadet nur,
Umfangmaßen - der Figur,
und darum steig ich ohne Sorgen,
auf unsere Waage - Dienstagmorgen."

Wüsst ich nur - der Zweifel nagt,
was mir ihr freches Grinsen sagt.
Denk ich nach - vergeht der Mut,
ich glaube grad - mir ist's nicht gut. 03.11.2012
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Ein Erlebnis

Der Auftritt um - und das Ergebnis?
Das war einfach ein Erlebnis.
Ein Konzert, das haften bleibt,
für ewig und für alle Zeit.

Auch wenn der Regen uns verhöhnt,
war es einfach himmlisch schön,
von oben strömte nasser Guss,
doch für die Ohren - gab's den Kuss.

Diese Stimme, die uns streichelt,
ein jeder Song - der leis umschmeichelt,
der uns einfach sagen will:
<<Träum diesen Traum - für dich, ganz still>>.

Die Bühne stand direkt am Meer,
die Schönheit missen - das wird schwer,
rings herum der Palmenhain,
wo bitte kann's noch schöner sein?

Das Bühnenbild - in sanftem Licht,
ich wurde einfach kalt erwischt,
ob dieser Schönheit - diesem Bild,
ich weiß schon, wem mein Fan-Sein gilt.

Der Ire mit der sanften Stimme,
ein Konzert - Prinzip, wie immer,
und doch ganz anders, als gewohnt,
dieser Flug hat sich gelohnt.

Noch nie dem Mann so nah gekommen,
er strahlte selbst - und zwar voll Wonne,
er hatte Spaß - das sah man gleich,
und nunmehr fühle ich mich reich.

Reich an Liedern - an Empfindung,
reich an der erlebten Bindung,
reich an Bildern, Emotionen,
die jetzt in unseren Herzen wohnen.

Reich an wundervollen Klängen,
auch an schiefen Fan-Gesängen,
reich an leisen - lauten Liedern,
glaubt es mir - ich tät es wieder.

Chris de Burgh begleitet eben,
mehr als schon mein halbes Leben,
wir gönnten uns den Riesenspaß,
im Paradies - nun gut, das war's.

Das war es fast - denn Male steigt,
3 Tage noch - wir haben Zeit,
genießen - was uns hier geschenkt,
woran das Herz noch lange hängt.

Neue Menschen - sie zu mögen,
Musik und Sonne - ja, selbst Regen.
Ein Dankeschön an meine Frau.
Warum? - Das weiß sie ganz genau.

Dass ich das erleben durfte,
sie mit fast um den Erdball kurvte.
Das schreib ich heut - mit 13 Päckchen,
freudig leuchten meine Bäckchen.   01.11.2012
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Spitzbub

Dollars, Euros und Juwelen,
nichts ist wichtig - darf ruhig fehlen,
denn jetzt wird der Tresor geleert,
für einen wirklich hohen Wert.

Ich nahm den Schatz heut in Besitz,
wie hab ich auf dem Weg geschwitzt,
dem Weg zu unserem Bungalow,
erst als ich dort war - war ich froh.

Hinter Büschen huschten Schatten,
die eines nur im Sinne hatten:
Mich meines Wertstücks zu berauben.
(Versucht's - dann gibt's was auf die Augen!)

In meiner Hand, da ruht ein Knüppel,
und damit gibt's was auf den Kittel.
Manchen Spaß versteh ich nicht,
Spitzbub, Spitzbub - hüte dich.

Ich lauf die halbe Nacht lang Wache,
mach sicher keine halbe Sache,
schmeiß im Ernstfall - fällt kaum schwer,
das Geld, den Schmuck glatt hinterher.

Doch das, was wirklich wertvoll ist,
dem ist all mein Schutz gewiss:
Die Eintrittskarte - Reihe 2,
hat ihren Wert - wir sind dabei.

Wenn Chris de Burgh die Stage betritt,
dann fiebern wir vom Anfang mit,
es sei denn - oh, was Gott verhüte,
mir fehlt der Code - ich zög die Niete.

Vergäß vor lauter Spannungsdenken,
den Öffnungscode - ich ließ mich henken,
drum sag ich ihn gleich meiner Frau,
die ist da wirklich arg genau.

8, 2, 7 - 35?
Nein - vorne war die 1, das weiß ich.
Oder war es doch die 7?
Hätte ich's nur aufgeschrieben.

Ich hol mir besser schon den Brenner,
die Liebste seufzt entnervt nur "Männer!"
Ich stehe vor geschlossener Türe,
und hyper - hyperventiliere.

Da bin ich wirklich sehr sensibel,
oh, meine Nerven - mir wird übel,
ich drücke, schlage auf die Tasten,
das Unheil geht zu meinen Lasten.

Das hat Tragik - hat gar Komik,
dieser Kampf - die Elektronik.
Bis zum Konzert - bleibt nicht viel Zeit,
ich muss jetzt grübeln - tut mir leid. 31.10.2012
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Gedanken zum Tage Null

Ein Tag jetzt noch bis Ultimo,
oh mein Gott - wie sind wir froh,
ein Jahr lang diese Wartezeit,
das schien uns lang - das schien uns weit.

Ich bin vom Typ her Optimist,
egal wie es auch immer ist,
das Glas ist eher voll als leer,
ich freu mich so - was will man mehr.

Ein Jahr ist lang - und allzu oft,
kommt plötzlich etwas unverhofft,
macht den Strich durch schönste Planung,
doch habe ich so eine Ahnung...

...dass die Party wirklich steigt,
wär ich in Facebook - drückt ich "like",
ob ich wohl nächtens schlafen kann?
Das Stundenzählen - es fängt an.

Frau Munz ist da - wir haben Karten,
und muss man mal was länger warten,
ist das doch nur der letzte Spurt,
wir sind ja hier - nicht auf der Flucht.

Perfekte Planung, Herr von Stetten,
Mails, das Telefon und Chatten,
am besten auch noch stets zugleich,
nun ist's vorbei - ab heute reicht's.

Fallen von der Seele Tonnen?
Hier in Maledivens Sonne,
fällt gleich jede Last nun ab,
jetzt heißt's nur freuen - jetzt geht's ab.

Hunderte von halb Verrückten,
die aus wirklich freien Stücken,
reisten - quer durch unsere Welt,
weil es uns halt so gefällt.

Viele Stunden - enge Röhren,
nur um diesen Mann zu hören,
Flüge - manchmal ellenlang,
völlig schnurz - denn nun fängt's an.

Die Bühne ist schon aufgerichtet,
der Dichter - er hat Zeit, er dichtet,
und gibt der Freude einfach Raum,
diese Reise - ist ein Traum.

Lasst mich einfach Worte binden,
ich hoffe nur - ich kann sie finden.
Lasst mich einfach Reime flechten,
mal ganz gute - dann auch schlechte.

Egal wie dieser jetzt auch war,
das eine sei hier jedem klar,
er kam ganz tief aus Herz und Seele,
grad heute - durfte er nicht fehlen.  31.10.2012
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Moskito

Zweimillionen - und drei Mücken,
trafen sich aus freien Stücken,
wollten mir fix an die Wäsche,
und was mach ich? - Ich zahl die Zeche!

Kaum noch Blut in meinen Adern.
Soll ich mit dem Schicksal hadern?
Kaum noch Saft in meinen Venen.
Entkräftet bleibt mir nur - das Gähnen.

Ich hörte nächtens die Trompeten,
sah sie sich sammeln - an Tapeten,
mit Schlachtplan - generalstabsmäßig,
hungrig, gierig - und gefräßig.

Die Rüssel tief in meinen Poren,
kein Summen hörbar für die Ohren,
da neuerdings die Mückenbrut,
den Schall schon dämpft - das ist nicht gut.

Schau ich mir heut die Schwellung an,
so denke ich: "Oh Mann, oh Mann,
das sind nicht Mücken, die ich kannte,
das waren kleine Elefanten."

Moskitos - die wohl ausgehungert,
mein Blut schmeckt süß - auf ihrer Zunge,
doch als ich fast ins Koma gleite,
winkt ihr General zur Seite.

Ich hör ihn wispern: "Schließt die Blutbahn,
lasst nächst Nacht die junge Brut ran,
damit's noch mit dem Nachwuchs klappt,
da auch das Jungvieh - Hunger hat.

Es wäre wirklich stark vermessen,
jetzt schon alles aufzuessen,
stellt das Schlachtvieh fein beiseite,
dann reicht's auch morgen - nicht nur heute."

Einer schwarzen Wolke gleich,
hob man ab - und ja, mir deucht,
das waren glatt acht Kilo Mücken,
verteilt auf Armen, Brust und Rücken.

Ich schaue kritisch - ahn ihr Lauern,
gut versteckt in Nischen, Mauern,
gut versteckt - gar unterm Bett,
gut genährt - jetzt schläfrig, fett.

Die Liebste schaut - die Liebste spricht:
"Besser du - als gerade ich!"
Sprüht mir Abwehr - auf die Haut,
da hör ich's Kichern - hoch und laut.

Moskitos klopfen sich vor Lachen,
auf die Schenkel - es gibt Sachen,
die glaubst du nicht - wenn du's nicht siehst,
darum erzähl ich's - klingt's auch mies. 30.10.2012
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Sturm

Der Sturm, er stürmt - fast ohne Gnade,
nicht zu ändern - aber schade,
und dieser Sturm - von dem ich schreibe,
ist nicht mein Weib - auch wenn ich leide.

Der Sturm, er fegt mit voller Macht,
er hat gar Regen mitgebracht,
nur nicht Chris de Burghs Klavier,
das war dank Wellen noch nicht hier.

Nun schau ich raus - ins triste Wetter,
ein wenig Sonne - das wär better,
und trotzdem - ja, das könnt Ihr glauben,
lassen wir den Spaß nicht rauben.

Sollt es beim Konzert noch gießen,
lassen wir's uns nicht vermiesen,
dann stehen wir in den Badehosen,
vor der Bühne - der famosen.

Entfachen einfach den Orkan,
den aus Beifall - Zahn um Zahn,
den Gegensturm aus Beifall-Wind,
wir freuen uns - so wie ein Kind.

Ein ganz Jahr lang stets gefiebert,
dafür kamen wir hier rüber,
bis ans Ende dieser Welt,
mit Emotionen - Scheiß aufs Geld.

Jetzt wollen wir's am Strand erleben,
und erfahren pures Leben.
Dies Konzert in einer Halle?
Wer das will - gebraucht nicht alle.

Aus der Lady - der in red,
wird vielleicht die Lady-wet,
nass - begossen wie die Pudel,
stehen wir dort - ein ganzes Rudel.

Voll Inbrunst und erwartungsfroh,
bei wahren Fans - da ist das so,
und Herr von Stetten - nebenbei,
vergaß ich's Danke? - Oh, verzeih!

Freude haben Sie gebracht,
uns froh und glücklich schon gemacht,
bevor der erste Ton erklingt
der kleine Mann - dort steht und singt.

Ein ganzes Jahr bereits im Fieber,
wo wären wir denn heute lieber,
als gerade hier - an dieser Stelle?
Trotzen Stürmen - und den Wellen.

Die Welle machen wir - La Ola,
und verwässern Sekt und Cola,
ist das völlig piepegal,
wer crazy ist - hat keine Wahl.  30.10.2012
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Kokosnuss

Dort oben hängt sehr selbstbewusst,
und arrogant die Kokosnuss,
klammert sich am Ast da fest,
doch wehe uns - falls sie das lässt.

Ich schau hinauf - sie schaut herunter,
als wollt sie sagen: "Noch bist munter,
doch fall ich auf dein Schädeldach,
dann glaube mir - heißt's ausgelacht.

Drum schieb die Liege - sei jetzt klug, Mann,
besser nicht in meine Flugbahn.
Sonst ist der Urlaub schnell dahin,
und das macht letztlich wenig Sinn.

Die Erdanziehung - glaube mir,
macht mich auf meinem Weg zu dir,
schnell und härter, als du denkst,
drum sei froh - so lang ich häng.

Zwar kommt mancher Hieb gelegen,
man sagt ja - für das Denkvermögen,
wäre der Effekt enorm,
jedoch verliert dein Haupt die Form."

Ist das Spontan-mit-Nüssen-reden,
auch unverständlich - fast für jeden,
war's vielleicht ein Sonnenstich,
am zweiten Tage glatt erwischt.

So mancher wendet schaudernd ab,
ich grabe mir mein eigenes Grab,
indem ich schreibe, was ich denk,
und jede Achtung mit verschenk.

Doch bin ich - und das ist halt so,
ob jeder Unterhaltung froh,
und sei es nur die Nuss am Baum,
das kümmert mich am Ende kaum.

Diese Nuss - sie warnt vorzüglich,
anders als gewohnt und üblich,
denn meine Liebste schlägt erst schwer,
und ruft dann "Achtung" - hinterher.

Wenn mich der kalte Luftzug streift,
dann versteh ich plötzlich live,
was man meint mit Fluchtreflex,
Wirklichkeit - nicht schnöder Text.

So sprach ich Danke - nahm die Liege,
schob sie seitwärts - dass ich bliebe,
unbeschadet - dort am Strand,
wo das Paradies ich fand.

Und dass das klar ist - also, bitte,
ich nahm mein Herzblatt mit - ist Sitte,
auch wenn sie ihre Augen dreht,
da sie mich wieder - nicht versteht. 29.10.2012
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Soundtrack

Immer hörte ich sie reden,
vom Anbeginn - vom Garten Eden,
doch fehlte mir partout die Kraft.
mir's vorzustellen - dass es passt.

Lesen - Lesen ist das eine,
Ihr wisst ja sicher, was ich meine,
doch trifft auch sehr viel Phantasie,
das richtige Abbild eher nie.

Das Paradies - ist "paradiesisch",
das hilft nicht weiter - es bleibt diesig,
ein Wort ist als Beschreibung wichtig.
doch trifft's die Wirklichkeit kaum richtig.

Heute nun - hab ich's gesehen,
ganz spontan ist das geschehen,
wir sanken aus dem Wolkenfeld,
und plötzlich war's die ganze Welt.

Blau das Meer - mir ward's ganz leicht,
grün, dort wo die Buchten seicht,
ein Blick, der sich daran vergisst.
na ja - weil's paradiesisch ist.

Jetzt straf ich meine Worte Lügen,
heißt das wohl - ich soll noch üben,
bis mein Schildern plastisch wird?
Ich merk schon jetzt - mein Kopf, er schwirrt.

Ich suche Sätze - find sie nicht,
diese Inseln - hell, im Licht,
sind ein wahr gewordener Traum,
schaut nur selbst - sonst glaubt Ihr's kaum.

Weißer Sand - und weiße Strände,
geschenkte Schönheit - und kein Ende.
Die Kokosnuss - ganz frisch vom Ast,
das ist Leben - oh, das passt.

Die Dusche steht vorm Bungalow.
im Paradies - da ist's halt so,
im Freien Duschen - 30 Grade,
erlebst Du's nicht - ist das nur schade.

Menschen voller Herzlichkeit.
intensiv erlebte Zeit,
und meine "Eva" ist dabei,
heißt sie auch Christel - wir sind high.

Was noch fehlt - zum gutem Zweck,
das ist der Sound, das ist der Track,
der alles sanft jetzt übermalt,
ich freu mich drauf - hab keine Wahl.

Die Bühne steht - die Wellen rauschen,
und bin ich leis - beginn zu lauschen,
vernehm ich schon - oh Lieber Heiland,
Chris - mit "Living on the island". 27.10.2012
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Lob

Ihr Lob vernahm ich ganz genau,
denn aus dem Munde meiner Frau,
klingt ein Lob besonders süß,
weil es sonst - nicht üblich ist.

Beim Einstieg sprach sie forsch und kess,
vorhin zu unserer Stewardess,
dass im Grunde ja vielleicht,
für mich ein Platz im Frachtraum reicht.

Kellerluft sei ich gewöhnt,
und für sie selbst wär es jetzt schön,
auf dem langen Flug bis Male,
Platz zu finden - ohne Qualen.

Ich mache ständig - so ihr Blick,
mich im Sitz zu breit und dick,
da blieb für sie zu wenig Raum,
sich auszustrecken - wär ein Traum.

Zwischen Koffern und Garderoben,
sei ich dort gut aufgehoben,
so sprach sie - doch die Stewardess,
war's - die sie jetzt schweigen lässt.

Sie führte uns zu unserem Sitz,
so viel Platz - nein, nein, kein Witz,
bei Oman Air - am Notausgang,
mach ich jetzt die Beine lang.

Vor uns Platz - sich auszustrecken,
dazu ein Kissen, warme Decken,
und meine Frau - sie strahlt mich an,
tätschelt mich - und spricht: "Mein Mann!"

Von so viel Lob fast umgerissen,
sank ich selig in die Kissen,
es kam mir fast wie damals vor,
als ich an sie mein Herz verlor.

Auch damals hat sie mich gelobt,
dies Gefühl, das in mir tobt,
bringt mir Freude, Spaß und Lust,
irgendwie - hab ich's gewusst.

Da kann der Urlaub nur gelingen,
oh, ich könnt aus Freude singen,
wüsst ich nicht - dass andere leiden,
und niemand will ich hier vertreiben.

Sie lehnt sich an - nicht nur aus Pflicht,
ich bin ganz ruhig - beweg mich nicht,
der Urlaub fängt fantastisch an,
ich hab es fast geahnt - oh Mann.

Das Paradies der Malediven,
erweckt die Geister - die lang schliefen,
sie lobte mich - ganz auf die Schnelle.
Die Planung Top! - Das heißt: kein Keller. 27.10.2012
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Niemand

Jetzt, da der Tag des Abflugs naht,
bin ich gespannt, wer es nun wagt,
mit dem Koffer zu erscheinen,
gar niemand - würde ich mal meinen.

So viele wollten gerne mit,
mehr Leute - als es Plätze gibt.
Kämen alle - A bis Z,
platzt unser Ort aus dem Korsett.

Die Schlange ständ bis zur Kapelle,
und wir wär´n - auf alle Fälle,
Gesprächsstoff für das nächste Jahr,
oh, mein Gott - ja, ne, ist klar.

Statt Taxi bräucht es einen Bus,
bei 100 Gästen wäre Schluss,
und Air Oman nicht drauf gerichtet,
dass jemand - laufend Nonsens dichtet.

Am Check-In gäb es Krawalle,
und im allerschlimmsten Falle,
käm der Pilot - und schmiss uns raus,
dann führen wir geknickt nach Haus.

Die Gangway, sie blinkt rot: Attention!
Zu viel Gäste - zu viel Menschen.
Und die erste kollabiert,
weil sie - hyperventiliert.

Am Einstieg Drängelei - sehr große,
wie Sardinen in der Dose,
ich dazwischen - samt Zement,
(falls Ihr den Reim von gestern kennt).

Am Sitzplatz kommt´s zu Rangeleien,
Haare raufen - spitze Schreie,
das ist so ähnlich - wie man´s kennt,
bei "Reise nach Jerusalem".

Erste Tritte in die Hacken,
erste Schläge in den Nacken,
die Stewardess - kappt ihren Gurt,
ergreift spontan ihr Heil in Flucht.

Auf die Flügel schnallt man Sitze,
kühle Luft - statt großer Hitze,
doch diese - sag mal, Notbelegung,
entbehrt dem Service - der Verpflegung.

Drum ,liebe Freunde - seid gescheit,
der Flug ist lang - der Weg ist weit,
bleibt mit dem Koffer brav Zuhaus,
der Platz im Bordcase - reicht nicht aus.

Und übersteht die lange Zeit,
ohne Reime - tut mir leid.
(Das "Gott sei Dank" - ich werd´s erfahren,
solltet Ihr Euch jetzt ersparen).   26.10.2012
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Zement

Freude pur - nehmt mich beim Wort,
das Paradies ist noch weit fort,
doch bald, sehr bald - sind wir nun da.
noch 2 mal schlafen - es wird wahr.

Ich freu mich drauf, dort abzuschalten,
doch leider bleibt's ja wohl beim alten,
denn meine Liebste - wie man's kennt,
reicht mir einen Sack - Zement.

Dazu einen geklappten Spaten,
ich solle jetzt kurz 3 mal raten,
wofür, wieso und auch warum,
doch ahne ich's - ich bin nicht dumm.

Mein Herzblatt plant - bei magerer Kost,
für mich im Sand ein Tiefgeschoss.
mit feinem Blick zum offenen Meer,
doch bindungslos wird das recht schwer.

Daher muss ich den Baustoff buckeln,
der Flieger wird beim Start leicht ruckeln,
weil - von diesem Mehrgewicht,
weiß unser Pilot noch nicht.

Statt mich in den Sand zu legen,
warte ich auf süßen Regen,
damit schnell ein Gemisch entsteht,
mit dem beim Graben auch was geht.

Während andere Cocktails schlürfen,
sich im Pool erfrischen dürfen,
grabe ich - der Sand rutscht nach,
diese Arbeit - sie ist Schmach.

Viele Stunden schon gegraben,
doch das Ergebnis - klar zu sagen,
ist noch immer wie zuvor,
kein Wunder, dass ich mich verlor.

Im Schweiße meines Angesichts,
ist das Ergebnis - weiter: Nichts,
die Plackerei ist gar nicht ohne,
vielen Dank an Dich - Simone.

Hast meine Frau ganz unbedacht,
sogar mit Vorsatz (?) - heiß gemacht,
und die Erholung - mit dem Schatz,
ist jetzt rundum für die Katz.

Nur weil Du was lesen wolltest,
nur weil ich was schreiben sollte,
grabe ich - bei 30 Grad,
im feinen Sand - welch ein Spagat.

Und doch versuch ich's - fast perfekt,
die Wände rutschen ständig weg.
Da hab ich wohl auf Sand gebaut,
was bin ich eine arme Haut.     25.10.2012
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Was

Bis Samstag koche ich noch lange,
Tag für Tag auf höherer Flamme,
bin gewaltig aufgeregt,
und hoffe - dass sich das noch legt.

Wer hält mir bitte nur das Händchen?
So viele und so fremde Menschen,
der weite Flug - der Ozean.
Was hab ich uns nur angetan?

In unserem Alter - unserem Stand,
reist man vielleicht ins Sauerland,
oder kurz mal in die Eifel,
auch da ist´s nett - ganz ohne Zweifel.

Wenn´s hoch kommt, auch sogar nach Bayern,
um dort Oktoberfest zu feiern.
Sechs Stunden auf der Autobahn.
Was hab ich uns nur angetan?

Ausflug an den Rursee machen,
ach, es gäbe tausend Sachen.
mit dem Fahrrad an den Rhein,
so weit - muss es doch wohl nicht sein.

Stattdessen in den Flieger setzen,
elf Stunden lang das Sitzfleisch wetzen,
Zwischenlandung im Oman.
Was hab ich uns nur angetan?

Im heißen Sand den Po verbrennen,
die Liebste abends nicht mehr kennen,
da sie rundum fast schwarz gegrillt,
ich denke nach - kein schlechtes Bild.

Und freunde mich natürlich an,
mit dem - was ich uns angetan!
Eine Reise - zwar sehr weit,
doch dafür nehmen wir uns Zeit.

Ich kann die Augen kaum mehr lassen,
von diesem kleinen schwarzen Kasten,
der sich Apples IPhone nennt,
kein Bild darauf - ist mir mehr fremd.

Weißer Sand, die Palmen, Meer,
da fällt die Freude wohl kaum schwer.
Oh, mein Gott - mein lieber Schwan,
schön - was wir uns angetan.

Vier Tage noch. - Noch lang? Ne ne.
Doch morgen fliegt die Haute-Volée,
Ab München gibt´s den ersten Flug,
Elisabeth, jetzt sei richtig klug:

Bereite uns korrekt Empfang.
Wir kommen bald - und stoßen an.
Stell Cocktails an den Landesteg,
das wird ein Traum - trotz weitem Weg. 23.10.12
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Angebrochen

Nun endlich ist sie angebrochen,
unsere letzte lange Woche,
bevor der Airbus für uns faucht,
und aufgeregt - bin ich jetzt auch.

Ständig bin ich beim Sortieren,
ordne laufend die Papiere,
schaue nach - und prüf genau,
und wenn nicht ich - dann meine Frau.

Im Keller hat die gute Haut,
für mich einen „Altar“ gebaut,
aus Sperr- und gar aus Abfallholz,
doch tut er seinen Zweck - was soll`s.

Dort legte ich die Tickets ab,
und wenn ich nachts die Muße hab,
studiere ich bei Kerzenlicht,
mit Vorsicht - dann verbrennt auch nichts.

Ich lieg im Stroh – und ich sinniere,
oh mein Gott – was kann passieren:
Der Voucher liegt vielleicht Zuhaus,
wenn das geschieht – ist´s mit mir aus.

Im Schrank, da schläft der Reisepass,
ich steh am Schalter – das wär krass,
und darf am Ende dann nicht mit,
ein Alptraum – oh, das wäre Shit.

Ständig denke ich jetzt nach.
Was zu vergessen? Welche Schmach!
Ich fürchte – in der größten Not,
setzt sie mich ins Paddelboot.

Schiebt mich an – hinaus aufs Meer,
und ruft mir zornig hinterher:
„Komm bloß nicht wieder – ja, es gilt,
bevor dein Auftrag ist erfüllt.

Trotz den Wellen – trotz den Haien,
eines kann ich nicht: Verzeihen!
Streng dich an – der Weg ist weit,
und es bleibt dir nicht viel Zeit.“

Bist du zum Auftritt nicht zurück,
ist es dein Pech – doch auch mein Glück,
dann habe ich im Sitz mehr Platz,
das klingt nicht schlecht – bleib ruhig, mein Schatz.“

Das will ich nicht – drum gibt’s ne Liste,
Wo ist sie nur? Wenn ich´s nur wüsste.
Gestern war sie doch noch hier,
so blümerant – so flau wird mir.

Vier Tage noch – der Rest von heute,
jawohl – ich bin des Wahnsinns Beute.
Haltet Abstand – denn vielleicht,
steckt das an – so hütet Euch.    22.10.2012
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Ein perfekter Urlaub

Ein perfekter Urlaub ist:
- wenn man spontan die Zeit vergisst,
- wenn man sich einfach fallen lässt,
- und ihn vergisst - den schnöden Rest.

- wenn man im heißen Sand versinkt,
- und sich an Freude glatt betrinkt,
- wenn kein Termin dich nervt und plagt,
ist es ein perfekter Tag.

Kein Telefon und kein Computer,
kein Problem, kein Troubleshooter,
kein Generve und kein Nöhlen,
das ist Balsam für die Seelen.

Kein Wecker, der um 5 dich weckt,
Frühstück, das nach Freiheit schmeckt,
der Wind, er weht - die Sonne scheint,
mit dem Leben auf gut Freund.

Dem Meer und seinen Wellen lauschen,
kein PC-Gebläse-Rauschen,
keine Kundschaft, kein Gemecker
wir ziehen einfach mal den Stecker.

Sonne gibt es - heiß und pur,
an vielen Stunden - ab 6 Uhr,
und gibt's auch mal den Regenguss,
ist das egal - weil's regnen muss.

Daher schlägt man auch nicht Alarm,
denn der Regen - ist schön warm,
der Gärtner - der von oben gießt,
wässert nur das Paradies.

Auf dass dort alles schön gedeiht,
alles hat halt seine Zeit,
und so, wie er begonnen hat,
bricht er auch urplötzlich ab.

Im Pool für Stunden froh relaxen,
und nicht täglich Verse texten,
(obwohl - das sei hier nicht verhehlt,
mir das Reimen - sicher fehlt).

Frisch gepflückte Kokosnüsse,
frische Säfte - welch Genüsse,
frischer Fisch - grad aus dem Meer,
da fällt Erholung kaum noch schwer.

Das Konzert als Höhepunkt,
träumend stehen - mit offenem Mund,
wenn der kleine Ire - live,
dort zu der Gitarre greift.

Das ist der Traum - so soll es werden,
mit beiden Füßen auf der Erde,
schweben wir - und sind bereit,
für eine wundervolle Zeit.      21.10.2012
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Unter Wasser

Die Liebste sprach - das sei mir klar,
es geht ans Meer - sehr weit, fürwahr,
da sei es wichtig - und ein Muss,
dass man ihn macht - perfekten Schuss.

Ich wurde blass - es kocht das Hirn,
ich sah das Loch schon in der Stirn,
ich griff zur Feder - Zeit, sie rennt,
und begann mein Testament:

Die Büchersammlung für die Kinder,
die CDs wohl auch - nicht minder,
das Haus für meine liebe Frau,
den Platz im Keller auch - genau.

Die Sammlung meiner Fußballkarten,
Konzerte, die mir Freude machten,
alles das - wer´s gerade will,
wahrscheinlich wandert´s in den Müll.

Schluchzend sank ich endlich nieder,
da sprach sie: "Sag, was soll das wieder?
Markier hier nicht den sterbend Schwan.
Die Reaktion - ich hab´s geahnt.

Warum bin ich mit dir geschlagen,
seit vielen Jahren - vielen Tagen?
Hätt ich nur auf Ma-ma gehört,
du bist so seltsam, so verstört.

Du machst dir stets - wie kann das sein,
auf jeden Unfug einen Reim.
Ein öffentliches Tagebuch,
das ist kein Segen - das ist Fluch.

Ich sprach von Unterwasserbildern,
möchte in Korallen wildern.
Was macht der Herr? - Verdreht mein Wort,
natürlich denkt frau da - an Mord.

Peinlich ist das - immer wieder,
Gedankensuppe - trüb und trüber,
und dass die Kinder gut gelungen,
ein Wunder - sprechen böse Zungen.

Denn - mal ganz genau genommen,
haben sie viel abbekommen,
von deinen Genen - wirklich wahr,
und Einer ist dein Abbild gar.

Ich wollte wirklich kein Gedicht,
nur dichte Kameras - maule nicht.
Dass du mich immer missverstehst,
und mir das Wort im Munde drehst...

...das ist mein Kreuz - muss damit leben,
und nun bewege dich mal eben.
hin zu amazon.de,
mach dich vom Acker - ab, olé."   19.10.2012
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Feuchtigkeit

Ich habe Last mit Feuchtigkeit,
Schwüle, Hitze - tut mir leid,
daher beweg ich mich vor Ort,
nur mit Ventilator fort.

Das Hemd wird kleben - oh, ich weiß,
in den Augen brennt der Schweiß,
die Luft - nicht wirklich kühl und frisch,
ich denke mal, die gurgele ich.

Der Wasseranteil - in Prozent,
ich armes Schwein - denn wer mich kennt,
der weiß, ich fühle mich malad,
bei geschätzten 30 Grad.

Bewege mich nur noch im Wasser,
da ist es zwar ein wenig nasser,
jedoch erfrischt des Windes Brise,
so lautet meine Expertise.

Ich fang schon mal das Jammern an,
das macht man so - bin schließlich Mann,
damit die Liebste auch versteht,
wie es ihrem Herzblatt geht.

Auf Mitleid habe ich gehofft,
doch kam es anders - wie so oft.
Die Liebste schaut mich an und spricht:
"Du Holzkopf - bitte nerv mich nicht.

Feuchtigkeit bist du gewohnt,
sag, lebst du etwa auf dem Mond?
Denn des Nachts im Kellerloch,
kennst du feuchtes Klima doch."

Dann drehte sie sich schnaubend um,
< Komm mir bloß jetzt ja nicht dumm >.
Betrübt ob ihrer Ignoranz,
erstarb mein Einwand schnell, fast ganz.

Na klar - ein altes Fachwerkhaus,
da sehen Keller anders aus,
fast 200 Jahre alt,
aus Lehm gestampft - jedoch auch kalt.

Wo soll ich mich denn - bitteschön,
da wohl in feuchter Hitze sehn?
Außer - ja, das stimmt - vielleicht,
wenn winters dann - mein Stroh nicht reicht.

Wenn die Liebste - wie verliebt,
mir ein Bündel Reisig gibt,
damit ich mir im Kellerraum,
ein Feuer zünde - welch ein Traum.

Tja, was ich noch sagen möcht,
sie ist nicht wirklich zu mir schlecht.
Und reagiert stets sehr bewusst,
wenn man(n) mal wieder jammern muss.  17.10.2012
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Losglück

11 Tage noch - dann geht es los,
die Freude - klar - ist riesengroß,
und Probleme seh ich nicht,
oh, mein Gott - ich freue mich.

Die Liebste ist zum Flug bereit,
intensiv erlebte Zeit,
ein weiter, ein sehr ferner Schritt,
sie strahlt - denn schließlich kommt sie mit.

Wird mit mir den Strand erleben,
Wellen, Riffe, Sand - und eben,
auch vor allem dies Konzert,
ja, das ist die Reise wert.

Chris de Burgh am fernen Strand,
wir warten voll Geduld (?), gebannt,
auf den Abflugtag nach Plan,
auf zum Urlaub - Air Oman.

Alles war bis heute klar,
Tickets, Koffer, Platz sogar,
doch seit eben - noch nicht lange,
stehen die Bewerber Schlange.

Und meinen: "Denk doch bitte nach,
ich komme mit - es wär gelacht.
Urlaub eingereicht - und weg,
klein gefaltet im Gepäck.

Die beste Lösung allerdings,
(deine Frau nimmt das mit links),
wäre doch - sie bliebe hier,
mach die Reise - ruhig mit mir."

Da stand ich dort - ich armer Tropf,
Unheil schwant - mir raucht der Kopf.
Der Chef der Damen schaut mich an:
"Denk an die Praxis, lieber Mann.

Es droht - und das in jedem Fall,
Unheil - ohne Personal,
die Praxis schließt - das darf nicht sein,
mein Personal - es bleibt Daheim."

Doch halt - ich bin ideenreich,
gesimst zur Liebsten - fast sogleich,
gefragt, was sie - mal vorgestellt,
vielleicht von ner Verlosung hält.

Vier Lose soll´s im Los-Topf geben,
gleiche Chance - für alle, jeden,
man zieht - und ist vielleicht dabei,
...da vernahm ich - diesen Schrei.

Das war meiner - nie zuvor,
erlebt ich - dass ein Hörer fror.
Von einer Eisschicht überdeckt,
Ihr wisst Bescheid - Wir sind dann weg.  16.10.2012
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Creme

Halloween am weißen Strand,
der Ozean, das Meer und Sand,
der blaue Himmel, Barbecue,
ich denke - wir gehören dazu.

Drum packte ich jetzt schon mal vor,
damit ich nicht den Blick verlor,
für alles das, was wichtig ist,
was man im Urlaub sonst vermisst.

Ich stapelte, ich räumte rum,
doch fand ich nicht - das war sehr dumm,
die Maske - die vom letzten Jahr,
und das erschien mir sonderbar.

Die Erinnerung war noch jung,
an Schreck und an Erleichterung,
als ich die Maske abgesetzt,
verflixt - wo ist sie? Sag's mir - jetzt!

Ich rief die Liebste - Sag mir schnell:
"Wo, zum Teufel - fuck, the hell,
legtest du - sprich kurz und knapp,
die Maske zum Verbleibe ab?"

Da sah sie mich verwirrend an:
"Was meinst du bitte, lieber Mann?
Die Maske - derer du grad sprichst,
die Maske - ist doch dein Gesicht.

Den Schrecken leben wir wohl täglich,
bei Dunkelheit - ist es erträglich,
doch wehe uns, die Sonne scheint,
so manches Kind - hat schon geweint.

Ich weiß, das ist nicht wirklich nett,
doch bleib ich morgens gern im Bett.
Du weißt - nach Schlaf dich anzusehen,
nein, das ist partout nicht schön."

Drauf hielt sie mir den Spiegel hin,
ob ich dem Blick gewachsen bin.
Doch, oh mein Gott - ich war es nicht!
Im Augenblick so kalt erwischt.

Als ich wieder zu mir kam,
als sie in den Arm mich nahm,
da verstand ich - mittlerweile:
Das Suchen hat nicht wirklich Eile.

Nachdem ich mich gefangen hab,
meint sie: "Nun schreck die Eier ab.
Schau in den Topf - es ist soweit,
Sonntagmorgen - Frühstückszeit!

An Halloween - musst du nicht leiden.
Ja, ich werde dich verkleiden,
ein wenig von dem Schrecken - nehmen,
dein Antlitz einfach - übercremem!"    14.10.2012
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All-In

Als ich nun grad beim Mittag saß,
und wieder wie ein Spätzchen aß...
Nun gut - ich hab's schon zugegeben:
Auch dicke Spatzen wollen leben.
Neu:
Als ich nun grad beim Mittag saß,
und wieder wie ein Spätzchen aß,
da kam die Liebste - sehr erbost,
und sprach - mein Hunger sei zu groß.

Zur Vorbeugung von Hungersnot,
setzt sie mich nun auf Knäckebrot,
sie wandle - wie ein Landschaftsstrich,
und wer stets zunimmt - das sei ich.

Ich sprach entsetzt - von wenig Sinn.
denn schließlich buchten wir All-In,
das Geld wär ja umsonst gezahlt.
Die Liebste meint - das sei egal.

Sie nehme ihre Aufsicht wahr,
Zuhause - und im Urlaub gar,
und Widerworte - (kaum geglaubt...),
seien schließlich nicht erlaubt.

So ging ich in mein Kämmerlein,
schloss mich still im Keller ein,
und dort wurde mir bewusst:
Oh Gott - jetzt geht es um die Wurst.

Weder Wurst - noch leckeren Schinken,
Käse nicht - nichts leckeres Trinken,
stattdessen nur - so groß die Not,
Wasser und das trockene Brot.

Wie kann ich sie da nur verladen,
an fernen Küsten, den Gestaden?
Vielleicht bringt Ihr ja etwas mit,
ganz heimlich - das wär furchtbar lieb.

Am Tage bin ich dann ganz streng,
doch wird der Magen mir zu eng,
füttert Ihr mich heimlich durch,
da kenne ich dann keine Furcht.

Und klemmt die Hose später auch,
sag ich, dass liegt am Wasserbauch,
zu viel Sprudel - ein Ödem,
Erfindungsreichtum ist bequem.

Doch wehe mir - sie kommt dahinter,
dann wird es selbst im Sommer Winter,
dann friert sogar der Ozean zu,
grad im Moment - sofort, im Nu.

Dann kann ich auf den Malediven,
Schlittschuh laufen - oh, Ihr Lieben,
ich glaube wohl - wir lassen das,
das Leben macht mir zu viel Spaß.  13.10.2012
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Danke ans Organisationsteam

Bald geht sie los – die große Reise,
grad mal 18 Tage noch,
die Tage rennen – schnell und leise,
ich merke, wie die Stimmung kocht.

Ich seh uns schon am fernen Strande,
bei Musik im Sternenlicht,
eine solch verrückte Bande,
juckt uns das? – Wahrscheinlich nicht!

Fans aus aller Herren Länder,
Deutschland, England, Russland gar,
so viel Zuspruch spricht wohl Bände,
und ein großer Traum wird wahr.

Ist der Flug auch furchtbar lange,
entschädigt uns das Ziel zuletzt,
vom Barden, seinen Songs gefangen,
man lebt nur einmal – heut und jetzt.

Was morgen ist, kann niemand wissen,
drum packen wir die Chance beim Schopf.
Nein gesagt? – Ich würd´s vermissen,
in meinem ach so grauen Kopf.

Die Tickets sind schon angekommen,
alles so, wie man´s versprach,
wir fliegen – es wird nicht geschwommen,
(ich schaue besser noch mal nach).

Und erkenne – nichts zu rütteln,
der Flieger wartet – Air Oman.
Imaginäres Händeschütteln:
Frau Munz, das ist perfekt getan.

Ob Sie uns wohl begleiten werden?
Das wäre schön – dann sieht man sich,
einmal um die halbe Erde,
Sie dabei – das wäre Pflicht.

Sie halten Fäden streng zusammen,
ein ganzes Jahr im Arbeitsstress,
nahmen uns komplett gefangen,
damit man´s sich – dort gutgehen lässt.

Die meisten sind noch bloße Namen,
bald gibt’s ein Gesicht dazu,
wir alle, die zusammenkamen,
vereint zu Chris de Burgh – der Clou.

Eine Woche reine Freude,
ja, so stellen wir´s uns vor,
meine Frau und ich – wir beide,
vereint am Strand – na, welch ein Chor.

Sind Sie dabei? Das wäre prima.
Noch einmal – Herzlich Danke sehr.
Sonne, Sand, Musik und Klima,
da fällt das Wohlsein gar nicht schwer.  10.10.12
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Draußen vor der Tür

Die Liebste sagt: "Stell dich nicht an.
Du bist ein Weichei - und kein Mann.
Der Pelz, der Schal - das wärmt dich gut,
was dir nur fehlt - ist etwas Mut.

Ich weiß, die Höhe schmeckt dir nicht,
doch harr des Zaubers, dieses Lichts,
wenn morgens früh die Sonne dreht,
ich würde tauschen - wenn's nur geht.

Heißer Kaffee - einen Becher,
dazu die Thermounterwäsche,
Handschuh, Socken - davon viele,
und dann auf zum fernen Ziele.

Die Haare sind ganz kurz geschoren,
so geht auch keins im Wind verloren,
genieß die kühle, frische Brise,
du wünschst dir später Luft wie diese.

Und riecht’s vielleicht nach Kerosin,
nicht schlimm - das braucht man, statt Benzin."
Dann schnallt sie mich am Flügel an,
des Airbus - von der Air Oman.

Meint noch kurz, ich soll nicht meckern,
niemand stört dort all mein Kleckern,
dann steigt sie in den Flieger ein,
ich habe Angst - fühl mich allein.

Ich schaue bang zum Fenster hin,
sie sitzt gemütlich, warm dort drin,
und prostet mit Prosecco zu,
haucht einen Kuss - das ist der Clou.

Ich bin schon panisch - sie zeigt: Nein!
Ich sei ja schließlich nicht allein.
Und schaltet dann ihr iPod an,
den Daumen hoch: Jetzt sei ein Mann!

Die Airbus rollt - die Angst ist groß,
hinten warm - was ist da los?
Da fällt mir auf - dass besser ist,
wenn Fahrtwind stets nach hinten fließt.

Es brüllen heftig die Turbinen,
aus Fenstern schauen besorgte Mienen,
nur meine Frau - sie schlummert fest,
ich krall im Alu - do my best.

Der Vogel steigt - ich steige mit,
minus 40 - ich halt Schritt,
nehm mir drei Züge Sauerstoff,
noch gibt's genug - doch nicht zu oft.

Als Borchert die Novelle schrieb,
konnt er nicht ahnen - was mir blieb.
Wie ich im Fluge elend friere,
Draußen vor des Airbus Türe.  07.10.2012
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